Jahrgang <928 Samstag, den 5(. Marz Nummer 26 nicht e-vtgchen, n Knipsen der imen, man zufrieden fein. folie, und sehr viel für Melioration der Moorgegenden dort verwandt i werden wurde, bemerkte er: „Ich hatte mit dem Ostseekanal immer Än i 2J(?,^'! rCn' ,er Jort^t werden soll« bis zum Jadebusen, und vmn Jadebusen bis m den Dollart, bis nach Emden. Das wäre ein Kinder- ! ,piel im Vergleich, mit den Bauten, die sie in Holstein aemackt babsn Es - *° t?Lltsr ®,ar^ "wd zum Teil schon Kanal von der Ostsee-Münduna bis nach -der Gerste-Mündung hindurch durch das Bremerland unddaim das Sudfadingerland oder direkt. Das nrärc «in iinaeheure>- Gewinn " «tu ungeheurer Gewinn. ’) Trinket mit Fröhlichkeit! -) Zur Aufheiterung. ze, ®ie6e”' GiehenerZciilnlienbMer Unterhaltungsbeilage zum Eichener Anzeiger Wo Bismarck liegen soll. Von Theodor Fontane. Nicht in Dom oder Fürstengrust, Er ruh in Gottes freier Luft Draußen auf Berg und Halde, Noch besser tief, tief im Walde-, Widukind lädt ihn zu sich ein: „Ein Sachse war er, drum ist er mein, Im Sachsenwald soll er begraben sein." Der Leib zerfällt, der Stein zerfällt, Aber der Sachsenwald, der hält. Und kommen nach dreitausend Jahren Fremde hier des Wegs gefahren Und sehen, geborgen vorm Licht der Sonnen, Den Waldgrund in Efeu tief eingesponnen Und staunen der Schönheit und jauchzen froh, So gebietet einer: „Lärmt nicht so! Hier unten liegt Bismarck irgendwo." Bismarck-Errnnerrrngen. Zum !. April. Von Hans B. G r u b «. Ä"te WE des Königs Tschulalongkorn aufzunehmen ,'' iNÄLNÄL CS'S Ä 4s großen Schar Damen, Arfen ?nd KmN mi^'rüL?^^ empfangen wurden Abe^ kein init fröhlichen Hurrarufen ä, x&nfe OK N" J» 2 und Herren ' < m,i Momentapparaten bewaffneten Damen m, ^Überreichung eines ihm von der Stadt Köln aewidmeteit Pruulbechers fache der Fürst: „Da steht: „Bibite cum laetitia" *) ja aber S *!* I--°» ?- das ich früher oster in meinen jungen Jahren gehört habe • „Je n atme pas ia tristesse et le vin me rend gai." Wenn man alt wird' th;m lrve °Mtl-’Lninn 2"! ®ci>0.nf’$R der mürrischen Laune, die einen allmählich beschleichen, und denen jucht man abzuchlfen mit Wein " 9 3m St« 1895 — es war beim Besuch der Ostfriesen in Friedrichsruh n;f.f’1*.ld’ einer Unterhaltung zu, die Fürst Bismarck mit einem Navi- J w uoer d.e Kanalprojekte zwischen Ost- und Nord- k ü ’ s Der Fürst fragte den Herrn: „Wie ist denn der Kanal be- schchfen, der durch Ostfriesland geht, der sogenannte Treckfahrs-Kanal»" Und als chm die Antwort wurde, daß der Kanak wieder erweitert werden eiern lmäßiM Zeitungen 8oiiget« ameraden, s iah, t)i( *e Navcui, । Dauphin bestellten n ab, bgl ünktlichket cht wurde neu. Hihi, ■ der ’M > ins nahez« armt, ch« Pi m Ha» ger liebte« nd mitmk . Während r sie hick fallen ist,' ir Berat«, rares Bich :rer Werk d der F«i> lich für Mf aus einem tellung ein zugelast«, ■ Bediemiq n Besuche« iid hin uni izen Frans ier Schweiz rwandsr« lufterunge« hster Pimll itte er feint llen kam « u nd di« nchte er je ot. Als 6it ie als sch ck, wo sei« te abwerst« geben urö ne Zukach. >n (1t ihr ihn Jffijiew ter teon de Lm en! Weich: I r sich dach d war nicht das mm ii Frucht jÄ ehünge (tone man nut hen dient» r hätte te vor die Tiin ie. FougeM zu verzieh« tiamani 8«» üDtagus p Nervelle i in ®eff,,t ) mit ihr« >nden Keiei eingeschnilt geschwollene nn Korpes^ en mäilD mit Spi'^ okosnuß. t* e, quollen? nur m w >n KopfL hatte |P* prassen * st Mr » von nmW ter Die nachfolgenden interessanten Auszeichnungen aus Grubes Nachlaß dürften zum Geburtstage des Altreichskanzlers nicht umviltkommen fein. Durch verschiedene Aeußeriichkeiten und lustige Episoden, die damit Ä»»!?*11?' ltSht mir der Besuch des siamesischen Herrschers noch m lebhaftester Ermnerung. Da König Tschulalongkorn auf seinen Uclll/(ormD.tr^' auch der Fürst gegen seine sonstige Ge- wohnheii ebenfalls Zimlkleidung angelegt. Er trug einen langschößigen Rock, schwarze Halsbinde und auf dem Haupte einen Zylinder von statt- icheu Dmiensionen und höckftt ehrwürdiger Form. Um den Hals schlang jich über die |chwarze Krawatte ein schmales Ordensband, an dem eine Dekoration hing: ider Orden vom weißen Elefanten, den der durst bereits vom Anter Tschulalongkorn^ erhalten hatte ll'n P?rktor, an dem der Zug, der den König und feine Begleiter »We, hielt, lauerte em Heer von Photographen. Aber just als die Gaste emtrafen, versperrte ihnen ein vorbeirollender langer ©uterina 3U ihrem grüßten Leidwesen alle Aussicht. In der Begleitung des Königs befanden sich auch seine beiden Brüder, die Prinzen S v a ft i und N«ra. Der Fürst führte nach der Begrüßung den König und die prmzen in den vor dem Speisesaal liegenden Salon, dessen Fenster Aus- ' Parke haben. Die Herren des Gefolges zogen sich in das nevenzimmer zurück, wohin ihnen bald auch die beiden Prinzen folgten- .fbaren dann nicht wieder zum Eintreten in den Salon zu bewegen' äl'Em, ^onig und dem Fürsten entspann sich alsbald eine lebhafte, Wild) geftchrte Unterhaltung, bei welcher nur zuweilen die Gräfin D?u»au als Dolmetsch eingreifen mußte. Denn obwohl der Fürst die N'^.^prache vollständig beherrschte, verstand er doch nicht immer das iwr mit Pitschen-Englisch gemischte Kauderwelsch des Siamesen. Es waen Zigarren und Zigaretten, sowie Tee und Kognak gereicht. Euro- Mjch zuberettete speisen nahm der König aus rituellen Rücksichten nicht Klonst wurde dieser Besuch auch mit dem üblichen Frühstück verbunden P«- Der Fürst rauchte seine lange Pfeife, den Zylinberhut hatte J^ntn ^sel auf den Teppich geschoben. Im Laufe der Unter- bat der König den Fürsten um fein Porträt mit Unterschrift, ivif ,,d) Fbder und Tinte bringen und schrieb seinen Namen da Photographie. Aber das Bild stellte den Fürsten in Zivilkleidung die Wunsche des Königs gingen dahin, einen Bismarck in Uni- „ ä--. . r'ilßen. Bon den darauf herbeigeholten Bildern zeigte der Fürst liit &°a-.CTC3' bas ihn „infulldress", wie er sagte, wiedergab, nehm e;.L -'Uiafsiernmforni mit dem Stahlhelm. Aber der König griff nach aCrn' bie Bismarck in Generals - Jnterimsuniform und unbe- " (ri„„.Do"pte zeigte. Dieses fei „clearer", meinte Tschulalongkorn. ‘ -Öegfeitsr des Königs notierte beständig sehr eifrig in einem tinrmev Notizbuch, das er an der Uhrkette trug, was er vom Neben- aus von den Ausfpnichen Bismarcks erhaschen konnte. Qm,,, r«^n:'leiL Abfahrt nach Hamburg herankam, begab sich die bsellfchast vors Schloß. Hier erregte es das höchste Ergößen des oerafck Vr U* ,D,er tatbereiten Photographen gegenüberfah, und er Kiwfü iös. 'm1' ckersten, der ebenfalls lachend die zum Photographieren z« 6(^.1,' ^orbereitungen musterte, eine Weile vor dem Haustor stehen ««mfc ’ mn die Herren mit ihren Apparaten einige gute Gruppen ^kle^nr!- '"Phm konnten. Die Photographen ließen sich diese herrliche ■ 'Hi. den Fürsten Bismarck im Zylinderhut und daneben die sobald' tö^WaN^^kHarktm' ■SSsSSSS MWMUMW tian®?ellınf?'Fitön SMens, der in einer Gruppe Bremer k t u' lwgt« er ganz unvermittelt: „Segelschiff-Kapitän nickt wahr? und siihr dann fort: „Schade, sie veralten, dst Seaelickttte Sie UnterWtnn », » uns heute erlaubt, mit unserem geistigen Auge in aller Klarheit mit 0 Einzelheiten die Struktur der Materie und die Grundsteine zu cha« Die keine noch so gute Optik dem wirklichen Singe je hatte entöe ^Den frühesten Anstoß zu dieser eigenartigen Auffassung lieferten d'- Beobachtungen der ersten Chemiker, di« die Waage ch. qu'Ma'iM Untersuchungen brauchten. Das waren Klaproth und Dal ton . 1800. Ihre Beobachtungen waren Der erste Anlaß zu der Annahm, alle Stosse in ihrem Innern eine diskontinuierliche Struktur besitzen, m die Elemente aus Atomen, die Verbindungen aber aus einfachen Gmp^ verschiedener Atome, Den Molekülen, aufgebaut sind. Erne »W festigung erhielten diese Anschauungen bald Durch d'e neuen E ken > die man auf dem Gebiet der Warme späterhin zutage forderte, m der 1 . nannten „kinetischen Gastheorie". ... -.rf. Mch Auch die eingangs geschilderte Brownsche Bewegung laßt Ich die kinetische Theorie einfach erklären. Die Moleküle der '„ bum die Metallstückchen schweben, eile nach allen möglichen Richtung, durcheinander. Die Geschwindigkeit ist aber von Molekül zu M (Aieben Nach Zufallsgesetzen bewegen sich die einen langsamer, andere Meller. Ist nun aber das Metallteilchen sehr klein, jo kann esvor- mnmen, daß sich die Unregelmäßigkeit in Richtung und Geschwindigkeit L, Moleküle geltend macht. Es können auf e-iner Seite des Teilchens zu- Wia einmal mehr Stöße unlb heftigere Stöße stattfinden als aus der midcren, und in diesem Llugenblick wird sich das tot« Metallteilchen nach hör Seite der geringeren Wirkung hin fortbewegen. Mr glauben, es lebt, in Wirklichkeit sehen wir nur die Auswirkung der Molekülbewegung IN der umgebenden Flüssigkeit. So wird Ae Brownsche Bewegung zu einem der handgreiflichsten Beweise für die Existenz von Molekülen im Innern der Flüssigkeiten. Auch bei sesten Körpern hat man neuerdings den Ausbau aus e>n- »elnen Grundbausteinen unmittelbar Nachweisen können. Dies gelang burci- Bestrahlung von Kristallen mit Röntgenstrahlen, schon lange waren die Mineralogen der Ansicht, daß die regelmäßige Gestalt der Kristalle erklärt werden müsse durch regelmäßige Anordnung ihrer (9rund« Bausteine im Innern. Um einen einfachen Fall herauszugreisen, denken mir uns irgendeinen Würfel von der Kantenlänge von einem Meter. Dieser sei in allen drei Kantenrichtungen unterteilt durch lauter parallele Mditen die je zehn Zentimeter von einander entfernt sind, so daß der Kubikmeter also zerlegt wird in tausend kleinere Wursel von >e einem Kubikdezimeter. Wenn wir uns nun durch den ganzen Raum des Kubikmeters hindurch in jeden Eckpunkt der kleineren Würfel ein Atom jrel- ckwebend eingefügt denken und dieses ganze räumliche Netz von wurfel- örmiq ungeordneten Atomen im Geiste ungeheuer verkleinern so er« »alten wir ein Stückchen eines Kristalls, wie ihn im inneren Aufbau die Mineralogen sich schon lange vorstellen. Nun läßt sich auf Grund physt- kaliicb-optischer Erfahrungen überlegen, daß ein Lichtstrahtenbundel von cienüaend kleinen Wellenlängen, das man diirch ein solches räumliches Kitter von schwebenden Atomen schicken würde, an den Atomen abgebeugt und in Farben zerlegt werden müßte, ganz ähnlich wie auf unser Auge Lickt farbig wirkt, wenn man es durch ein feines Gewebe hindurch betrachtet. Beispielsweise geben Straßenlaternen des Abends durch den Neaenschirm hindurch besehen, wunderschöne farbige, Erscheinungen dieser Art Bei dem räumlichen Gewebe der Atome liegt die Sache nur insosern ctoas anders, als nicht alle hineingeschickten Farben aus der anderen Seite abaebenat wieder auftreten, sondern nur ganz vereinzelte Wellenlängen kommen, schief nach verschiedenen Richtungen abgebeugt, wieder zum Vorschein. Hielte man eine photographisci/e Platte hinter di« Äus- trittsstelle des Lichts, so müßte sie einmal in der Mitte durch das um gebeugt hindurchgegangene Licht, dann aber auch noch rings herum durch die einzelnen abgebeugten Strahlen geschwärzt werden. Um den Fleck von unabgelenktem Licht herum müßte ein ganzes Mosaik von regelmäßig anaeordneten schwarzen Flecken der gebeugten Lichtstrahlen entstehen. — Alles dies ergibt sich rein aus Grund physikalischer Ueberlegungen unter der Annahme, daß ein Kristall ein räumliches Gitter von Atomen ist. Baute er sich dagegen kontinuierlich aus Materie aus, so war« eine solche Erscheinung undenkbar. ,, , , . Es war M. v. La u «, der 1912 nach solchen Ueberlegungen den Den such mit dem genügend kurzwelligen Licht der Röntgenstrahlen wirklich durchsührte. Und in der Tat zeigte sich die beschriebene Erscheinung in voller Klarheit, ein glänzender Beweis für die gitterfornnge Struktur der Kristalle aus Atomen. In neuester Zeit ist es sogar gelungen, auch die Wärmebewegungen der einzelnen Atome im Kristallgitter unmittelbar nachzuweisen. In festen Körpern sind die Atome viel weniger frei als in Flüssigkeiten und Gasen, sie schwingen nur um ihre Ruhelagen, die Würselecken im obigen Beispiel, immer heftiger hin und her, je hoher man die Temperatur steigert. Dadurch wird di« Abbeugung des Rontgen- lichies beeinflußt. Man findet in Fortführung der obigen Ueberlegungen,, daß jeder Flecken abgebeugten Lichts auf der photographischen Platte bei hohen Temperaturen wegen des Schwingens der Kristallatome undeutlicher und der ganze Plattengrund mehr und mehr gleichmäßig geschwärzt werden muß. Auch diese Erscheinung konnte vor kurzem experimentell gut bestätigt werden und befestigt so den Beweis der gitteriormigen Anordnung der Atome in den Kristallen in wunderschöner Weis«. . Außer diesen wenigen Beweisen für die atomistische Sturktur der Materie konnten wir noch viele andere anführen, die nicht weniger mteiessant und überzeugend sind. Statt dessen wollen wir hier nur noch daran erinnern, daß es dir Physik ja gelungen ist, weit über den Nachweis, der Cristenz der Atonie hinaus durch zahllose Erfahrungen aus den Gebieten der Optik, der Elektronik, der Radioaktivität und vielen anderen sich selbst über die inneren Eigenschaften der verschiedenen Atome sehr eingehende Kenntnisse zu verschalfen. Alle Untersuchungen, die seit Jahrzehnten ans diesen physikalischen Teilgebieten gemacht wurden, fußen, aus solchen Vorstellungen, sie arbeiten und rechnen mit ihnen, ohne je auf einen Widerspruch zu stoßen, und diese Tatsache müssen wir bei der ungeheuren Fülle solcher Arbeiten fast als den kräftigsten Beweis für unsere Behauptung ansprechen. Pierre Grassou. Novell« von Sonore be Balzac. (Schluß.) Aus der b«glückien Miene, mit der diese drei Wesen in dem Atelier des Malers Umschau hielten, verriet sich ihre ehrfürchtige Begeisterung für die Kunst. „Sie also werden uns malen, mein Herr.- fragte der würdige Pater. „Ja, mein Herr!" antwortete Graffou. „Bervelle, er hat das Ehrenkreuz!" flüsterte die Frau ihrem Manne zu, als der Maler ihnen den Rücken zuwandte. „Glaubst du, ich würde unsere Bilder von einem Maler ohne Auszeichnung mackjen lassen?" sagte der getvesene Flaschenhändler. Elias Magus verabschiedet« sich von der Familie Bervelle und ging, «fasst» begleitete ihn zur Trepp«. „Das war auch nur Ihnen möglich, lold>e Kugeln aufzufangen," faßte er. „Hunderttausend Francs Mitgift!" sagte Magus. „Ja, aber was für eine Familie!" „Dreihunderttausend Francs späteres Erbteil, ein Haus in der Ru« Boucherat und ein Landhaus in Bille d'Avray. Sie wären für Lebenszeit versorgt," sagte Elias. Dieser Gedanke durchzuckte Grassous Gehirn wie di« Morgensonn« seine Mansarde. Während er dem Baier des jungen Mädchens behilflich war, die richtige Stellung zum Porträtieren einzunehmen, erfreute er sich an dem gutmütigen Ausdruck dieses Mannes und bewunderte die violetten Farbtöne dieses Gesichts. Mutter und Tochter flatterten um den Maler herum und beobachteten voller Entzücken feine Vorbereitungen; er erschien ihnen wie ein Gott. Fougeres gefiel sich in dieser Bewunderung. Das goldene Kalb strahlte sein phantastisches Licht über diese Familie. „Sie müssen unheimliche Summen verdienen, nicht wahr?" jagte di« Mutter. „Aber Sie geben das Geld wahrscheinlich ebenso schnell, wie Sie cs verdienen, wieder aus." „Nein, gnädige Frau," erwiderte der Maler, „ich gebe es nicht aus, denn ich wußte nicht wozu. Mein Notar arbeitet mit dem Gebde und führt Buch darüber; und sobald ich es ihm gegeben habe, denke ich nicht mehr darast." „Ich habe mir sagen lassen " rief Papa Bervelle, „ihr Künstler wäret wie die Siebe." „Wer ist Ihr Notar, wenn es erlaubt ist?" fragte Frau Bervelle. „Oh, ein guter Kerl, der runde Eardot." „Aber nein, wie komisch!" lachte Bervelle. „Eardot ist auch unser Notar." „Sie dürfen sich nicht bewegen," sagte der Maler. „2(ber so bleibe doch ruhig," rief die Gattin. „Du wirst schuld sein, wenn der Herr einen Fehler macht. Du solltest ihn nur bei der Arbeit sehen, so würdest du verstehen...." ’ „Ach Gott! Warum habt Ihr mich nicht im Malen unterrichten lassen! sagte Fräulein Bervelle zu den Eltern. „Birginie," rief die Mutter, „es gibt gewisse Dinge, die ein junges Mädchen nicht kennen darf. Bist du erst einmal verheiratet — gut! Aber bis dahin gib dich zufrieden." Diese erste Sitzung genügte, um den ehrenwerten Künstler trat der Familie Bervelle schon recht befreundet werden zu lassen. In zwei Tagen sollten die Bervelles wiederkommen. Vater und Mutter ließen Birginie auf dem Heimweg ein wenig vorausgehen, aber trotz der Entfernung erlauschte sie folgende Worte, di« ihre Neugier erweckten: „Ein dekorierter Mann ... siebenunddreihig Jahre ... ein Künstler mit Aufträgen, dessen Geld von unferm Notar verwaltet wird ... wie wäre es, wenn wir Cordot zu Rate zögen? ... Ha, Madame de Fougeres wäre nicht übel!... Er sieht nicht aus wie ein übler Mensch ... Du meinst, besser em Großhändler? Aber bei einem Kaufmann kannst du, wenn er sich nicht bereits üom Geschäft zurückgezogen hat, nie wissen, wie es deiner Tochter ergehen wird. Ein sparsamer Künstler dagegen ... außerdem lieben wir die Kunst ... kurz und gut ..." , Während die Familie Bervelle ihre Eindrücke über den Maler austauschte, bildete sich auch Fougeres seinerseits sein Urteil über die drei. Aber das Atelier war ihm zu eng und zu still dazu. Er begab sich aus die Straße und musterte di« rothaarigen Frauen unter den Vorübergehenden, wobei er die seltsamsten Schlußfolgerungen zog: Gold sei das schönste der Metalle und dis gelbe Farbe kennzeichne das Gold, die Römer liebten Frauen mit goldrotem Haar und er sichle wie ein Römer ... und dergleichen mehr. Welcher Mann kümmert sich nach zweijähriger Ehe noch um die Haarfarbe seiner Frau? Schönheit vergeht, aber die Häßlichkeit besteht. Geld ist der halbe Weg zum Glück. . . m Als der Mater abends zur Ruhe ging, fand er Birginie Bervelle bereits entzückend. . , , Als die drei Bervelles zur zweiten Sitzung das Atelier betraten, empfing der Maler fi« mit einem liebenswürdigen Lächeln. Der -vchelni hotte heute seinem Bart besondere Aufmerksamkeit gewidmet; seine Wasche war blütenweiß; anmutig hatte er sein Haar geordnet, und er trug eine sehr kleidsame Hose und puterrote Hausschuhe. Sein Gruß wurde von der Familie ebenfalls mit einem gewinnenden Lächeln beantwortet. Birginie, die so rot wurde wie ihr Haar, senkte di« Augen und ivandte den Kopf ab, als versenk« sie sich in die Studien. Pierre Grassau war von diesen kleinen Zierereien entzückt; er sand Birginie graziös und glücklicherweise weder ihrem Vater noch ihrer Mutter ähnlich. Während der Sitzung entspann sich eine angeregte Unterhaltung zwischen der Familie und dem Maler, der so kühn war, den Baker Bervelle geistvoll zu finden. Di« Bervelles nahmen mit ihren Schmeichelworten Ms Herz des Künstlers im Sturm. Er schenkte Birginie eine seiner Skizzen und der Mutter eine Studie. „Umsonst?" fragten sie. Pierre Grasso» mußte todjen. „Sie dürfen Ihre Bilder nicht fo wegschenken, faßte Bervelle, „das ist doch fo gut wie bares Geld." — . Bei der dritten Sitzung erzählte Papa Bervelle wm einer l-honen Gemäldegalerie, die er sich in feinem Landhaus in Bill« d Aoray zugelegt habe. Sie enthalte Werke von Rubens, Gerard Dou, Mieris, Terborch, Rembrandt, Paul Potter, einen Tizian und anderes. „Herr Bervelle hat sich eine Torheit geleistet," sagte Frau Bervelle ehr wichtig, „er besitz fite hunderttausend Francs Bilder." - „Ich bin eben Kunstliebhaber," sagte der ehemalige Flaschenhändler. ,. . Als der Maler das Porträt der Frau Bervelle begann, nachdem das ihres Gatten nahezu vollendet roar, fand die Bewunderung der Familie kein Ende Der Notar hatte von dem Maler eine geradezu glanzende Schilderung gegeben: Pierre Grafsou war in seinen Augen der ehren- Eteste Mann der Welt, einer der beftfitmerten Künstler, der sich bis letzt fechsunddreißigtausend Francs zusammengespart habe; die Tage des Elends feien für ihn vorbei, er habe eine Jahreseinnahme von zehntausend Francs; olles in altern, es sei ausgeschlossen, daß er eine Frau unglücklich machen werde. Diese Schluhbemerkung fiel entscheidend in die Wagschale. Di« Bervelles unterhielten ihre Freunde nur noch nut Gesprächen über den berühmten Fougeres. An dem Tage, da Fougeres das lieft.’' Hübten nun schon als eine ihrer Residenzen .'.ft ging nc die nicht non ihm stummen. rrantwvrttich: vr. HanS Thtzridt. — Druck und Berlag: Brühl'fche Dlniversitä!§-Vnch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießt"' noch der teere Stoffüberzug voryan! er zu Grassou. Bild Birginies in Angriff nahm, galt er schon als der jiifüiifriße Schruie- ~ **•*- ’i Bervelles blühten ufob gediehen in de« Leinwand. Seine Frau hat eine jährliche Rente von sechstausend yran« als Mitgift bekommen und die Eheleute wohnen im Hause der Schwieger- eitern. Die Beroelles und die Grassous verstehen sich ganz ausgezeichnet miteinander; sie halten sich eine gemeinsame Equipage und sind w glücklichsten Menschen der Welt. Wo Pierre Grassou in bürgerucher Sphäre eine Gesellschaft besucht, wird er als der größte Künstler sein» Zeit gefeiert. Bon der Barriere du Träne bis zur Ruevn Temple was kein Familienbild in Auftrag gegeben, das nicht dieser große Maler ausführt und sich mit mindestens fünfhundert Francs bezahlen läßt, «ragt man die Bürger, toarum sie gerade ihm den Borzug geben, so anlworlen sie: „Man mag sagen, was man will, er ist ein Mann, der im w feine zwanzigtausend Francs zum Notar bringt!" Da Grassou sich bei den Aufständen am 12. Mai trefflich gehalten halte, wurde er zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. Erlist Baiaillons- chef der Nationalgarde. Es blieb nicht aus, daß das Museum von Versailles einem so ausgezeichneten Staatsbürger ein Schlacht eng ema Iss m Auftrag gab. Fougdres trug seine Freude vor ganz Paris zur Schau un erzählte seinen ehemaligen Kameraden, die ihm begegneten, mit qlew gültiger Miene: „Der König hat ein Schlachtengemälde bei mir bestem. Frau von Fougeres, die ihnen Gatten mit zwei Kindern beschemt v«‘> betet ihn an. Ein ausgezeichneter Gotte und guter Baier ist dieser Mo->, aber er kann nicht den schmerzlichen Gedanken verwinden, daß die Kunpi. sich über ihn lustig machen, sein Raine in den Ateliers nur als a - schreckendes Beispiel genannt wird, die Presse sich nicht mit feinen men beschäftigt. Doch er arbeitet unentwegt weiter und hegt die daß man ihn in die Akademie aufnehmen werde. Und, ein Akt W erfreuender Rache, den berühmten Malern kauft er, wenn sie in, Verlegenheit sind, ihre Bilder ab. Auf diese Weise tauscht er die etenc* Schinken der Galerie in Bille d'Avray aus gegen wirkliche Meisterwer, Sogar die Säume sahen aus, als ob sie gekämmt worden wären. Die Rasen platze wären frisch gemäht. Durch die reine Landluft schwebten ver- heißungsvoil wunderbare Küchengerüche herüber. Alles im Hause schien sich zuzuflüstern: „Wir haben einen großen Künstler zu Gast!" Pap«, Bervelle kutzelte wie ein Apfel durch seinen Park, die Tochter schlangelte sich wie ein Aal daher, und die Mutier folgte mit wichtigtuerischer Miene hinterdrein. Unermüdlich dsschästigten die drei Leute sich ohne Unierbrechung sieben Stunden lang um ihren Gast. Auf das Diner, das sich in seiner töstlichen Reichhaltigkeit sehr in die Länge zog, folgte der große Coup bes Tages, die Besichtigung der Galerie. Drei Nachbarn, ehemalige Kauf- leute, ein Erbonkel, den man zu Ehren des großen Künstlers eingelaben hotte, ein altes Fräulein Bervelle und die Gastgeber selbst folgten dem Maler in die Galerie. Sie waten alle begierig, sein Urteil über die berühmte Sammlung des kleinen Papa Bervelle zu hören und über den fabelhaften Wert Ser Bilder Gewißheit zu erlangen. Es schien, daß der Flaschenhändler mit König Louis Philipp und den Galerien von Versailles hatte wetteifern wollen. An den kostbaren Rahmen waren kleine Täfelchen angebracht, die auf goldenem Grund schwarz« Aufschriften trugen. Sie lauteten: „Rubens, Tanz der Faune und Nymphen." — „Rembrandt, Innere eines Anatomtesaates. — Dr. Tramp mit ieinen Schülern." Die Galerie wurde durch Lampen erhellt, die besondere Beleuchtungseffekte erzielen sollten. Sie enthielt hundertfünfzig alte, verstaubte Gemälde. Bor einigen hingen grüne Vorhänge, die man in Gegenwart der jungen Leute geschlossen ließ. Der Künstler stand da, die Arme verschmäh und mit offenem Munde; er mar sprachlos: in dieser Galerie fand er die Hälfte seiner eigenen Bilder wieder. Rubens, Paul Potter, Mieris, Mets», Görard Don, — zwanzig der größten Meister waren Werke seiner Hand. „Mein (Sott? Was fehl! Ihnen? Wie bleich tote geworden sind! Schnell ein Glas Wasser, Kind!" rief Mutter Bervelle. Der Maler zog Popo Bervelle am Rockknopf in einen Winkel der ©aterte, unter bem Borwand, einen Murillo betrachten zu wollett; die Bilder der Spanier waren damals in Mode. „Sagen Sie, hoben Sie diese Gemälde bei Elias Magus erstanden?" — „Ja, lauter Originale!" „Unter uns gesagt, zu nrelchem Preise hat er Ihnen diejenigen verkauft, die ich Ihnen'jetzt bezeichnen werde?" Sie machten nebeneinander einen Rundgang durch den Raum. Die Gäste waren entzückt davon, mit welchem Ernst' der Künstler sich an der Seite seines Gastgebers dein Studium der Meistenverke hingab. „Dreitausend Francs!" sagte Bervelle mit flüsternder Stimme, als sie vor dem letzten Bilde angelangt waren, „aber ich gab ihm viertausend dafür." — „Einen Tizian für viertausend Francs?" sagte der Maler mit erhobener Stimme; „aber das wäre je geschenkt!" — „Wie ich Ihnen sagte! Ich besitze hier für zusammen hunderttausend Francs Bilder!" rief Bervelle. „Alle diese Bilder habe ich gemalt," sagte Pierre Grassou ihm ins Ohr, „und ich habe für alle zusammen nicht mehr als zehntausend Francs bekommen." „Beweisen Sie mir das," sagte -der Flaschenhändler und ich werbe die Mitgift meiner Tochter verdoppeln, denn dann sind Sie ja Rubens, Rembrandt, Terborch, Tizian in einer Person!" „Und unser Magus ist ein höchst talentierter Bildechändler!" meinte der Maler, der nun endlich begriff, warum seine Bilder im Laden des Elias ein so merkwürdiges Aussehen bekamen und weshalb der Abe immer so sonderbare Motto« von ihm verlangt hatte. _ Wollte man nun annehmen, daß .Herr von Fougeres — auf diesen Namen bestand seine Familie — bei seinen Bewunderern an Hochachung eingebüßt hätte, so irrte man darin. Sein Ansehen stieg über alles Muß. Die Porträts der Familie Bervelle führte der Glückliche aber nun unentgeltlich aus und brachte sie seinen, Schwiegervater, seiner Schwiegermutter und seiner jungen Gattin als Geschenk dar ... Pierre Grasiou, der heute bei keiner Ausstellung felstl, gilt in m Welt der Kleinbürger als ein guter Porträtmaler. Er hat eine Einnahme von zwölftausend Francs im Jahre und bekleckst für fünfhundert Francs ""rau hat eine jährliche Rente von sechstausend Francs gersvhn der Familie. Die drei Atmosphäre dieses Ateliers, das iu- >-u>> cmfahcn. Eine unerklärliche Anziehungsk diesem sauberen, freundlich geordneten Raum für sie aus. bissus ab,ssw-i - der Bürger zieht den Bürger an. M» die Stimm., zu Ende ging, erzitterte v>« Treppe unter he raus- stürmmdm schmerm Schritten. Die Türe wurde aufaerissrn und Josef B-Hdau trat ein. Er mar erhitzt und aufgeregt, seine Haare wehten, sein dicker Schädel glühte. Wie Blitze flogen sein« Blicke umher und er wirbelte altes im Atelier durcheinander, um sich dann plötzlich an Grassou zu wenden, während er versuchte, den über den Bauch zusammengezogenen Rock zuzirknöpfen, was nicht gelang, da von dem betreffenden Knopf nur - * 1 n war. „Das Holz ist teuer," sagte „Ah!" „Die Gläubiger sind hinter mir her ... Aber sag, malst du dies Zeug da?" ,,So schweig doch!" „Ach so! Ja!" . Familie Bervelle fühlte sich durch das ungewöhnliche Au,treten dieses' Menschen im tiefsten verletzt. Ihre natürliche Rote steigerte sich ins Kirsch- farbene und endlich zu flammendem Purpur. . . „Allerdings, so etwas bringt was ein!" begann Bridau wieder. „Hast 6 ; Geld? ' „Brauchst du Diel?" . Fünfhundert ... Ich bin einem Bluthund von Wucherer in die ringe; gefallen. Wenn so eins Bestie einmal zugepackt hat, so laßt iie nickt locker, bis sie den Bissen geschluckt hat. Welche Rassel" '„Ich werde dir ein paar Horten an meien Rvar rttitgeben ... „Was, du hast einen Notar?" „vi£l!" "Nun. bann weiß ich dock roeüigftens, warum du die Wangen mit Rokerusnen malst, die einem Parfümeur begeistern würden." Grassou konnte es nicht verhindern, daß er errötete. Dirgmie verzog das Gesicht. . . , „Warum hälft du dich Nicht an die Natur? s'chr der große Maler fori. „Das Fräulein ist rot — nun also, ist denn das so schlimm? In der Kunst ist alles schön. Tu Zinnober auf deine Palette und belebe die Wannen damit. Pinsele getrost die kleinen braunen Tüpfelchen hin und Gib dem Ganzen etwas mehr Fettglanz. Willst du mehr Geist haben als die Natur?" ... „.vier ..." sagte Fougtzres, „du kannst mich ja solange vertreten, wahre ich ich schreibe." . . , Bervelle schob seinen Kugelkörper leise an den Tisch heran und beugte sich zum Ohr des Malers herab. „Dieser Brausekopf wird aber doch alles verderben!" flüsterte der besorgte Kaufmann. _ , ,SÜ»mi er das Bild Ihrer Birginie malte, erwiderte '(fougeres entrüstet „io würde es tausendmal besser als meine Arbeit." Aus diese Auskunft hin zog Bervelle sich vorsichtig wieder zurück und begab s-ch an die Seite seiner Frau, die über diesen Berserker einfach sprachlos war und sich mir höchst beunruhigt darüber zeigte, daß er an b m Porträt ihrer Tochter herumwerkelte. Sa — halte dich an diese Angaben," sagte Bridau, als er die Palette gegen das Schreiben eintcmfchte. „Ich danke dir nicht weiter! Nun kann ich doch nach Chateau d'Artljey zurückkehren, wo ich einen Speisesaal auszuführen habe; Leon de Lora macht die Türfüllungen. Wahre Meister- werke! Du sollest uns einmal besuchen!" Er ging ohne Gruß; er hatte von dem Anblick Birginies genug bekommen. „Wer ist denn dieser Mensch?" fragte Madame Bervelle. „Ein großer Künstler," antwortete Grassou. Nach einer Minute des Schweigens fragte Birginie: „Sind Sie auch sicher, daß er an meinem Bilde nichts verdürben hat? Er hat mich erschreckt!" „Er hat es verbessert," antwortete Grassou. — „Wenn dieser ein qtofter Künstler ist," sagte Madame Bervelle, „so muß ich doch jagen, daß ich die großen Künstler Ihrer Art vorziehe." — „Aber Mama, Herr Grassau ist doch ein viel größerer Maler; er matt mich in ganzer Figur, plapperte Birginie. Diese braven Leute fühlten sich durch die Allüren des Genies vor den Kopf gestoßen. Es war im Spätsommer, als Bervelle sich ein Herz faßte und den Maler zum nächsten Sonntag auf sein Landhaus einlud. „Ich weiß ja," sagte er bescheiden, „daß mir Bürgersleute einem Künstler nicht viel An- ziehendes bieten können. Di« Künstler brauchen Anregung, Schaugepränge und eine Umgebung geistvoller Personen. Bei mir werden Sie nichts finden als einen guten Wem; ich hoffe aber auch, daß meine Gemäldegalerie Ihnen hilft, die Langeweile zu verscheuchen, die einen Künstler rote Sie unter so einfachen Leuten befallen könnte." Es entzückte den armen Pierre Grassou, der jo. wenig an Lobeserhebungen gewöhnt war, sich so gefeiert zu sehen. Dieser gütige Mensch, dieser kaum mittelmäßige Künstler, dies golden« Herz, diese treue Seele, dieser miserable Zeichner und brave Jung«, den der königliche Orden der Ehrenlegion zierte, roatf sich in Gala, um die letzten schönen Tage des Jahres in Bille d'Avray zu genießen. Er fuhr bescheiden im Omnibus. Das Schlößchen des ehemaligen Flaschenhändlers, das auf der Höhe von Bille d'Avray, dem schönsten Punkt der Ortschaft, mitten in einem fünf Morgen großen Park lag, erregte Grassous höchste Bewunderung. Birginie heiraten, hieß also, eines Tages Besitzer dieser schönen Billa werben! Bon den Bervelles wurde er mit so begeisterter Freude, Liebenswürdigkeit und ungeschickter Herzlichkeit aufgenommen, daß er sich beschämt fühlte. Es war ein Tag des Triumphes für ihn. In den zu Ehren des hohen Bssucltes fergfältig geharkten Wegen führte man feine Zu- tunftsplän« spazieren.