änent ibei; lanne Wir t üb« i dem i dort fPraL el M I 3 ottes tonnte )a haß leinet ir lieb« Gebiet Ange» beioon j-elb M müsse, iiritten; tbe nut x jie a!i )te oder m Tritt ) tarnen ammen, lendunß etglono Mite die t hinein- seblieben sprengte n seinen st fühlte, tetn Sn| indem et : wohnt? um seine ihm aber rippen et ach er zu ettn nicht nit feinet Nütze, aß Wald bot nttnerung jten Tag- anne mit men auf* : zierlich« >et Breit- rang von whemtif mne such wschlage» „Geeifert lasset den en Wald, n starten aubiiereS ;ad)t, d-S Sren w« ucf) W ist triebet ■ Finßet- ttelteW einjantt hat« schallt iep"- tet durch' süß, SiehenerMmieiwMrr Unterhaltungsbeilage zum Gietzener Anzeiger Jahrgang ^928 Dienstag, den 24. Juli " Nummer 59 Trost. Vsn Ina Ssitzek. Unsterblich duften die Linden. — Was bangst du nur? Du wirst vergehn, und deiner Füße Spur Wird bald kein Auge mehr rat Staube finden Doch blau und leuchtend wird der Sommer stehn Und wird mit seinem süßen Atemwehn Gelind die arme Menschenbrust entbinden. Wo kommst du her? Wie lange bist du noch hier? Was liegt an dir? — Unsterblich düsten die Linden. Die Stadt ohne Zukunft. Bon Robert Reumann. Wenn der Küstendampfer um den Wellenbrecher des Spalatiner Hafens hinausbiegt, springt ihn der steifere Wind an, der von den dalmatinischen Inseln herüberstreichtt Solta und Brazza schwimmen fattgrün mit kahlen Bergkegeln im Meerblau, und durch den schmalem Kanal zwischen beiden leuchten blaß, ein Bildchen im großen Bilde, die Konturen von LGa rmd Lesina durch den Sonuendunst. Aber das Boot schwenkt scharf ab nach rechts und Nordwesten, umschifft den Friedhofsfelsen, und vor uns liegt ein weiter Meersund in schwerer, flirrender Sonne, wellenlos, windlos, stumpf blau. Da ist ein Fetzen der Adriatischen See zwischen die traurige Karstinsel Bua und das Festland gebettet, und drüben nördlich an der vergessenen Bucht spiegeln sich sieben taggrelle Dorstuinen im Wasser, umweht, überwachsen von Pinie, Oelbaum und Wein. Das ist die Riviera der Sieben Kastelle. Wir aber gleiten, taumeln weiter durch den zerklirrten Spiegel westwärts, wo ein Getürmtes, Zackiges, grau Steinernes über dem Dunst schwimmt. Fahrt nach Trau, Trogir, Tragurien — Fahrt in Vergangenheit. Auf dem Vorderdeck des Dampfers stehen Weinfässer, Oelfässer, Fett- kisten. Darauf hocken fünf blasse Kinder — Zigeuner. Bor ihnen steht ein Käsig mit schäbigen Affen. Daneben ein Regiment Mehlsücke. Eine Neunjährige trägt einen Vierjährigen. Er ist ft auf, hat den Kopf verbunden — sie singt. In einer Hühnersteige ist Streit ausgebrochen. Em kleiner Junge, verkrüppelt, gelbzähnig, hockt davor und jagt die Tiere mit einer Weidenrute von Winkel zu Winkel. Die Bordwand entlang stehen Fischkonuen. Ein bräunet Zigeuner, rothosig, Tressen am Rock, liest in der italienischen Zirkuszeitung. Eine Blasse, Schlanke, mit gemalten Augen lehnt hinter ihm. Ein Säugling liegt nackt an einer nackten, straffen Frauenbrust. Oraugeu- schalen fliegen ins Meer. Del sickert aus einem Fas; und dampft in der Prallen Sonne. Trau, die griechijch-türkisch-veneztanische Dunststadt ist auf uns zu- geschwommen. Sie liegt auf einer Ausei, die sechshundert Meter lang ist und drechuudertachtzig breit. Vom Festland trennt sie ein überbrückter Kanal, von der Insel Bua, die hier plötzlich nahe herankommt, ein breiterer Sund, über den eine lange Steinbrücke führt. Ihr Mittelteil, grün, eisern, wird emporgewnuden, wenn ein Dampfschiff passieren will. Dahinter der Hafen. An Bojen sonnen sich zwei amerikanische Torpedoboote, die aus einer Weltreise sind. Den Steindamm entlang liegen Segelbarken gestaut. Auf der Verschalung deS Vorderstevens ein Berg von Orangen. Sic kommen von Brindisi, von Tarent, von Sizilien herüber, die Früchte Ivszuschlagen. Ein Weib hockt hinten int Bootsranm neben einer kleinen Feuerstelle und dreht Fische am Rost. Bngfiguren, hölzerne Fratzen, giasängig, grellrot, gelb, blatt. Stricke, Stangen, Segel. Anpreisung. Feilschen, Geschrei. Geruch von Fäulnis, von Teer, von Fischen. Dahinter die Stadt. An die Maner geklebt ein steil überdachter Stein« Mg, die Fischhalle. Neben ihr das Tor, schwer beschlagen, vom geflügelten ™at!ii§lötoeit bewacht. Eine krumme Gasse spaltet sich, ist nur mehr Spalt, enge Schlucht zwischen abgebröckelten Wänden. Schatten, Schwaden Ichweren Geruchs, droben ein Riß lichten Himmels. Grün hängt herein. 50n Fenster zu'Fenster bunte Wäsche au Schnüren. In einem schattigen Wm, halb unterirdisch, vier Mädchen, mt großen, uralten Webstühlen, stehend langsam schreitend, tragen sie die Schiffchen hin — her, eine “Wite, hohe Fadenleier entlang. Schieben den neuen Querschuß sorgsam Mt einem gezähmten Holze nach unten, wo da? Gewebe sich dichtet. Da S pnch umsehe, bemerke ich: ich stehe im abgemauerten Teil eines alten SMWa. Heber der Türe': 1135. Ein stattliches Weib, ernsten Ge- n,'t langen, schwarzen Flechten, prüft langsam, schweren Blicks, ^..^"^lsalt das Webzeug. Penelope! Ich steige wieder empor zu den " MWtt. Drüben surrt der kleine Motor eines Makkaronierzeugers. Sn? ra!$8 Schritte nach rechts — ich bin wieder an die Riva geraten. L- E Palazzo. Ein 'Abtritt mit Marmorfliesen und rissigen 1 Dahn,1' ^stank, Fliegenschwärme am breit offenen Fenster aus — ein. btedii Q-n pichen Menschen, geputzte Damen — Kaffeehaus. Der Haus- etn italienischer Gott, übernimmt meinen Koffer. Ich werde bedient sein. Draußett setzte ich mich an eines der Tischchen zu einem Glase Aquavit Ein kleiner, schlanker Herr — Spazierstöckchen, rotes Gesicht, schwarzer Hut, schwarzer Schnurrbart — setzt sich zu mir. Dr. M. Er ist Arzt. Vergnügungsreise? Kunstforschung? Eicholuug? Aus Wien? Er kennt Wien. Universität, Krankenhaus, 33weggaffe 58 hat er gewohnt. Bei einer gewissen Prohatschek. Früher ist er manchmal hmattfgekvmmen. „Fetzt!" Wien ist jetzt weit. Wir sind Serben. Wissen Sie, tvas Serbien ist? Da ist unser Dom. Er hat einen Surin. Der Turm ist schadhaft. Man schreibt ntnft Wien, März 1914, den an Kaiser Franz Josef: Gib! Er gibt sofort! Mai macht man das Gerüst. Juni beginnen die Maurer. Juli ist Krieg." — „Und?" — Er deutet hinüber nach dem gotischen Koloß, der über einem Dachrand in den Himmel gestoßen istt „Sehen Sie die alten Balken? Das ist das Gerüst von 1914. Seit 1918 schreiben wir nach Belgrad an den König vier Briefe jährlich: Gib! Er gibt nicht. Wenn starker Wind geht, fallen die Balken einzeln hinunter aufs Kirchendach, schlage» durch. Aber er gibt nicht. Das ist Serbien!" Ich beschönige — er wehrt ab t „Tran! Ein Provinznest. Zweitausend zweihundert Jahre ist die Stadt alt. Seit 1430 wird kein Haus mehr gebaut Alle Festungen ans venezianischer Zeit! Unverbrennlich, unzerstörbar. Der Boden ist krank!" Er verbessert srch: „ — könnte krank fein“. Aber da ich ein Glas Wafser verlange, sagt er rasch: „Kein Wasser: es ist nicht ganz bekömmlich. Schmeckt nicht sehr gut." Jäh finkt Dämmerung. Der Doktor erhebt sich, kräht: „Stepan! Ich zahle für diesen Herrn! ?luf meine Rechnung!" Er beugt sich zu mir mit einer eleganten Bewegung: „Trau ist fleht — aber man hat cm gewisses Ansehen." Er lächelt mit Goldzähnen. Ich muß aunehmeu, danke, erhebe mich. Er winkt mir nach mit der Hand. Der Uhrtnrm, die Loggia — Knlissen. Vom verschütteten Portal des berühmten Domes lachen gotische Steingespenster herab. Links am Palast Gippio vorüber, kommt ein Zug Matrosen. Amerikaner, von den Torpedobooten, mit weißen Kinderrnützeu. Ein schmales, bleiches Mädchenkind mit traurigen Augen geht langsam über den stillen Domplatz, zieht fröstelnd ein grau.ii> oKenes Umhängtuch um die Schultern, verschwindet. Da ich mich wende, sehe ich einen Augenblick lang, schon wieder zurückgetaucht hi einen Torspalt, den vermummten Kopf einer Türkin. Augen schauen mich an. Irgendwoher ein leiser Geruch von Karbol. Rächt fällt ein. Das Hotel ist ausgestorben. Das Zimmer droben, hoch, düster. Jahrhunderte schlafen ht Mörtelrissen und Winkeln. Eine einsame Glühlampe hängt knapp unter der Decke, schirmlos, umgeben von einem Drahtgeflecht. Die eisernen Bkaschen sind mit Spinngewebe verklebt. An der einen Wand em breiter, bröckelnder Marmorkamm. Ehr Loch, von Ziegelir halb versteckt, atmet Schwärze rmd Feuchtigkeit. Das hohe Bett steht inmitten des Raums. Licht ans! Ich liege. Sternenlicht. Meeratem, herb nnd doch faul. Ferne Wellen schwätzen an Hafensteinen. Schatten Abgeschiedener wachen. Hast btt geschlafen? Auf! War das Geraschel? Hat sich etwas an der Tür geregt? Still, nichts. Schweigen, lastendes. Daun ein Laut vom Kamin. Leiser Pfiff. Plötzlich rast es unter dem Bett hm, kreuz — quer, Jagd, Haß, Verfolgung kollert, schlägt an Wände, kreischt Wut, Brunst. Ratten! Licht auf! Zwei schlanke Schatten gleiten in den Kaminschacht. ?kachischmetterlinge surren durchs offene Fenster herein und klopfen dickköpfig an die Glaswand der Lichtbirne. Helles Summen gieriger Stechfliegen neben dem Ohr. Zwei, drei, fünf braune, platte Tiere kriechen Über die Decke. Auf und hinunter. Ueber einen hallenden Flur auf die Riva hinaus. Die große Glocke nah droben hackt in die Stille: drei. Schläft die Stadt? Zwei hohe Bogenlichter frieren unter dem Hnmnel. Auf den Schiffen drüben Laternen, grün-rot. Ein Blinkfeuer schwenkt weiße Arme hinter einem Flügel hervor. Die Hafeuzeile ist leer. Nur ganz unten, neben dem runden Turm, stehen Leute — Nachtschwärmern Schiffer. Ein Weib klagt, heult wie ein Tier. Was- ist es? Sofja: ihr Mann ist auf der Barkes drüben, bet der Griechin. Draußen schaukelt em Boot ohne Licht, ohne Laut, schwarz in Schwarze. Ich wende mich in die Gassen zurück. Hinter mir das Weib hat sich anfgerichtet, redet, eintönig, anklagend, mit weiten Gesten. Die Gassen sind leer. In Stuben, nah, rechts, links, hinter offenen Fenstern atmen Schlafende. Ein Betrunkener taumelt an mir vorüber. Füßetrappen: einet rennt, schaut sich um, dtrckt sich, drückt sich um die Ecke. Schweigen lastet. Nichts folgt. Am Domplcch Leben. Stott und Gelächter. Auf den Steinfliesen balgen sich die amerikansichen Seeleute, schwer bezecht, zwischen Scherz und Erbitterung. Zwei tanzen, hüpfende Gespenster, im Mondlicht, weiße Kinderkappen am Kopf. Dahinter der schwarze Dom schweigt. SluS einer Gasse schlagt plötzlich hart, herb, Karbolgeruch auf den Platz. Katzen kreischen am Dachfirst. Die Schatten werden stumpfer. Em Hahn kräht. Die Matrosen verziehen sich hinüber nach dem kleinen HauS m der Hafengasse. Drinnen lacht jemand. „In der Nacht, ht der Nacht“, hämmert einer auf dem Klavier. Die Laterne vor der Haustüre schwankt. Die Gasse entlang kommen Fischer, ht hohen Schaftstiefeln, gerüstet zur Ausfahrt. In einem Zimmer flammt Palette in der Hand, und sah halb wütend, halb entzückt auf ben Radau herab. hn= Wickelkind", war Jahre hindurch meines^Bawrs Modell. «, bekam KaffeAeb^äu^Ä Sta/SÄ' g®Ää.l"V5 Sft s.»Ä.« “ÄfijS’t.'Ä 1 ä1 aaÄ2, »k^ää’> « MU Ä vom StiWchm herabkollern Portiere ins Aebenzimm«, schwand es auf allm^Dreren n t> it gro^r Mühe wieder wo es unter den Schrank kroch uno nur mu # Jahren äÄ Ssä "»«-Ur ä ®o.t,».- «t »ä®ää,-’S? ääs Auf drei Hohen, vrerbernigen ^^bwcken s betätigt«, heimlichen Flasche ein Mohr, dM stch sonst g eins« und ein ES«er, stumE Manm de^^ach ^och zusanmren. und vom Docke glitt, t^ober er I Ansehen des Alters und gewürfelter war das Fußvolk, d _ y fabelhaften Rüstungen aus GeschlechbS — nur Komposckro An klirrendes Schuppenhemb, dem Hoftheater steckte. Ich trug e , &£r Schulter und SS LL "L,° iS 1Ä Ä'ffiÄX« stä >— ÄS SSf^Ä&Sf ZL'L SHtfasfÄ .««. | kleinen fröstelnden Tannen. allen Modellen aber j Die schlnnmsten und , chwrerrgs , cftrunh »um Jammern | waren die Derühmtheiwn rn WA^ nung vom Sitzen, hielten nicht rmd Verzweifeln Sw hatten keine Ahnung vom M Äu8°fÄü?MÄ;. i° »«” * M** s 1 gesagt sein war ß-relt Stunden und Stund«! I begriffen, ^vorum ^ st^^^wir^andern schon längst rückten und BiÄÄ=g5as=?ai ' | Kunst im allgemeinen hielt. Don Sofie von Äh de. Wie viele Erscheinungen und Lebensforme.'t doch W «»® wandeln in den Gestalten der ModellsAus^^buntesten^ww^ salen kommen sie um noch buntere M - 5 Heilige. Aber •»»”» ««- " N m jaWSS «S&Kä**, 'S't’tÄÄ Mwft die Glut dienenden Glaubens mutzle voa, , »s S'“ her mehr als die traditionelle Erscheinung bm. em §’ L'sLwindsüchtiger Mensch. Durch das er nun vaw wurde zu g > - - durchscheinend blassen Zug verschwiegenen Le.dev trug, vno oegen -vv Müh- Bessers« SSBr-BttW I chenköpfen, zu Abraham Anteil; er KSÄS Ät Ät”-r»Sw MÄ «r.l» *“"g rALvALMSUr « Sto Vnter« -»*,»>« Ä1S Ä S «» 5"e,A W Ä SoÄl'ter M» 16«. »«- *Ä‘ Äfi K® dte Wte So«« «to Ml« «W I SLEWS-WS-ü«-1 °^Ack"'aber"dw Engäl Was sich so an kleinen. Engelszeug im =SSs=sg8i= Zum Ansehen köstlich - wenn sre auch zunächst trotz der meines Daters immer wieder Räuber 9^«?^und .mit gekämmt eintrafen; aber das gao sich bald.. hatten s s sv tzerum- Diertelstunde zwischen den Farben und .m Kohlenkasten Verum^ Getrieben io Hatten sie die nötige Patma wieder. AVer ihr jx. nehmen war von wahrhaft erstaunlicher Art. Sie sanftes Ermahnen gar nicht, auf einen Anpfiff mit.stundenlangem Gebrüll und auf Verlockung in Gestalt von Suhigkeiten so heftig, daß dabei die mühsam gerichtete Stellung vollends »um Zipfel ging. Sie entliefen ihren scheltenden Muttern, zerzaustensich- die M bundenen Flügelchen, fielen über ihre langen Kittel und selten, sie kamen sich gegenseitig in die Haare wie ^me Hahne, tauchzwn und sangen mit gellenden Stimmchen, sie erleicyterten suhwüten auf dem Teppich und gerieten darüber m schluchzende Reue, und zwischen all diesem Engelstrubel stand ratlos mein Dater, die Acht cuf. D-- Ist es Morgen geworden'Gr«, ne ymmHäuserfronten Mzt Johanuestor am entlang. Plötzlich ^wegung eil, Wew trägt blau- und rotgewürfeltes WßMSMWF hinter der Ministrant. Im Hause irgendwo we.nt eme stimmt, 8 gezogene Klagetöne, Worte, fremdsprachig. . d-M». »" d-- «* asasÄgssä KÄä®-^s.*:s ^"8'kommt ein Hirte die Straße her, uns entgegen em urÄt» Mensch, ä8n$nter einer Hügelwelle versinkt Vineta im Sumpfland... Meines Balers MsdeAe. Phantastische Fahrt. Von Josef Ponten. J bei Windstille hörte man sie in 'hrer Sprache Sechen L «* * LS.*LL'-i«HL -°>L L-» schreien und weisen mit den Fmgern auf sie. Die F HLuie" §nde über dem Kopfe zusammeni. Dui Manne kommen au^de,^ gelaufen und rufen mit dem^kindlichstenAusdruck «s t , donna in bicicletta!“ Eine Frau auf dem Rade Nähern w.^ Dorf (es besteht aus einer emz.gen langeii kklw-ltrab hl Staubpch der vor dem Dorf Schweine hütete, spornstreichs, daß v,e « unterOseinerAbloßen Sohlen raucht, in den Ort, uns vorauf, und a MC Dann läiift es aus alle.. Häusern herzu, imd wir fahre^SpA» | der Blicke, der Ausrufe, der Verwunderungen. Wn lahrc Von f» 1 Wiener Münder. Und wie rührend ist das. em Mann. i ;nenbet®f* I kommen, ren.it ins Haus, ruft die Familie Wammen m Tone M I lichkeit, als gelte es, vor ausgebrochenem Feueic zu.war un sie dann alle auf der Straße erscheinen, Mädchen haw « Weiber, mit dem Kochlöffel in der Hand ”hie Siänbc uub Eine alte Fran steht in der Straße sie faltet dw Hände u donna in bicicletta! Cosa brutta!“ Eme ^rou aui v häßlich! den »urch mes, aus Wir : es und i ein und e es ur» ßeüd, oder ver- nmer, »ieder ähren rterv- ldiges > jetzt : aus cksinue ließ. i t der ätigt«, tschlicf inmen» s und n aus rhemd, -r und >werm >d nur desmal tstampf zarter d aus« Zwischen t aber unmern !H Ntchl n, und, mleiNgt rs muh yr bald Stunden len und regto, Augen, urch ein aon der leer und enden - s : Häusel, en Höhle t nehmen Lorn auf irren mit eer. $i« hier ui- t Streit« Heister i« i, abendi >rd. Ties cen heben > >ie Senne I >ie Kind« stagen di« t Häusel» iSf „U”1 ms eine« der N taubstrK alaniM ipießE :ine W i von s-l» >et Dkini' md ogeM 111,1 OB Btückenivmige! Und wieder, wieder, endlos wieder, Gassen mit braunen Manerrr und braunenr Staube. Schwer und oft unmöglich ist es, an einem hinwärts fahrenden Wagen radfahrend vorbei und ihm vorauf zu gelangen, denn der Radkasten streift auf der Seite, auf der man überholen muß, die Mauer, der Kutscher schläft und würde auch, wenn er wachte, das Radglöckchen vor dem Gebimmel der hundert Glocken feines Zugtiers nicht hören. Dann bleibt nichts andres übrig als abzuspringen, auf der andern Seite im Staubstrom, das Rad führend, vorbei- ituö voraufzulaufen. Kasten- und höhlenartige Häuser schauen mit vorgelegten grünen oder roten Fensterläden über die Mauern herüber. Die Mauern strahlen auf der besonnten Seite Hitze aus. Bald steht das Gestirn so hoch, daß die Mauern keinen Schatten mehr werfen. Es riecht stark und spezifisch nach Staub. Die Gummiräder rauschen sanft in der Pulverbrüune. Sie tasten nach festem Grunde. Als ob sie ein eignes Pfadfindergehirn hätten. Trotzdem findet sich der Fahrer, über verborgene Karrenrillen gestürzt, da und dort im Staube. Unsre Hände, unsre Gesichter nehmen die braune Farbe des Landes an. Wir überholen Esel, mit riesigen Reisiglasten von Lorbeer für den Backofen quer beladen, es sieht aus, als Hütten die Bündel vier Beine, denn vom Esel sieht man sonst nichts, die Reisigs kehren rechts und links die Mauern — überholen? Ja, endlich, aber vorher heißt es klingeln, schreien, brüllen, bis der vorauftrottende Treiber aufmerksam geworden ist; dann wird das Tier zur Straße quer und also das Bündel parallel zur Straße gestellt, und es gibt mit geschobenen Rädern ein Vorbeikommen. Endlich harte Lava, köstliche Fahrt aus großen, gut an- und ineinandergefügten Platten. Aber wir find in einer kleinen, lauten Aetnastadt. Una donna in bicicletta! Die Männer stehen auf der Piazza im Schatten und befchauen mit dein dreisten Blick des Südländers die nordische Frau, doppelt verwundert, denn zu ihrer weißen Schönheit gesellt sich ihre Verrücktheit. Die Weiber der Stadt arbeiten. Die Männer stehen auf der Piazza und lassen die Porzellankugeln ihrer Rosenkränze, hart eine auf die andre fallen. Sie stehen da — erstaunlich, daß sie reicht Wurzel schlagen. In alleir kleinen Orten gehen die öffentlichen Uhren vor. Ein Junge liegt schlafend rücklings auf der Straße, die Beine in die Fahrbahn hinausgestreckt, den Kops und die in Faulheit gekreuzigten Arme auf dem Gehsteig. Kirschen werden, in Koppeln zusanrnrengebunden, zürn Preise der kleinsterr Kupfermünze ausgeboten. Ein kleines Mädchen hat einen Laden von fünf Sardinen auf dem Bordstein aufgemacht. Ein Mann verkündet drrrch einen Trompetenstoß, daß er — Süßigkeiten zu verkaufen hat. Der Trinkwafscrhändler (es schwimmen Limonenscyeiben im Wasser) geht mit gleißender Goldkannc umher. Auf einer beschirmten Auslage in der Straße werden „Meerfrüchte" ausgebvten, in einer Schüssel von lebenden Hetz- inrrscheln dreht es und rührt es sich; ab und zrr und hier und dort spritzt ein kleiner Wasserstrahl aus den Muscheln auf. Eine Garküche ist da, die Kutteln bereitet, mir gefällt die stolze Inschrift, die der Händler auf seinen weißlackierten Tisch gentalt hat: „Das Glück soll mir beistehen, und der Neid soll krepieren." Ein Mann ruft feine schäbigen Kirschen mtS, eine Handvoll für zwei Kupfer, und behauptet, sie feien „besser als Erdbeeren". Wir finden einen gefchickien Schmied, der einen Radschaden ausbessert. Wahlaufrufe, das Faszistenzeichen und der Mussoliniknopf (der die „volonta“ ausdrücken soll) tausendfach auf die Mauern gemalt. Die fchwarze Farbe ist beim Schablonieren abgelaufen, mrd Mussolini scheint Tinte zu weinen. Aber auch andre Ausmalungen, Anschreibungen gibt cs, verschmähte Liebhaber tun da und dort ztt wissen, daß dieses und jenes Mädchen „schlecht" sei: Cattiva Elvira Reri, Maria Sabattini. Mit absteigender Somce kommen wir in ein Dorf, ein malerisches, doch architekturstarkes Gewirre von braunen und schwarzen Häusern wie oberirdischen Höhlen. Die Frau stürzt mitten im Dorf über eine verschüttete Spur (auch das Radgehirn scheint müde zu werden) und verletzt sich. Während der Ruhepause, welche die Verstauchung erfordert, wird der Marktplatz aus Rache aquarelliert. Dann trinken wir in einem Hausloch, in dem — eS hat nur eine Kammer — ein Efel, das Schwein und die Hühner mit bett Menschen wohnen, aus klobigen Totschlägerglafern dickflüssige Weintinte. Man hat schon lange einmal austreten wollen, aber zwischen den schnurgeraden Gassenmanern fand sich nirgendwo ein einsamer Winkel. Wir fragen — die Frau fragt — die Wirtin. Sie weist in Dorf und Land hinaus. Aber nein, wir sind nicht solch öffentliche „politische" Menschen — nun also, sie schließt, verwundert über soviel Verzärtelung, einen Fruchtgarten auf, mag man sich „bedienen". Allmählich rückt der Aetna von der Rechten in den Rücken. Die ausgesprochen vulkanische, braune und schwarze Landschaft verschwindet. Auch die Mauern fallen mt§, sogar ein paar offene Gerstenfelder find da, die Wachtel schlägt darin. Ihr Name Qnaglia ist fast wie ihr Schlag. Große, belsernd-angreiferifche, doch feige Hunde streifen umher. Wieder Lavapflaster, denn eine Stadt kündet sich an mit Vororthäusern überfüllten Straßenbahnen, toll-schnellen Fuhrwerken. — Una donna in bicicletta! Sono pazzi questi! Tedeschi! Catania. Eine schöne Stadt mit schwarzen Lavahäusern, schimmernden Marmorbrunnen, ruinenhaften Kirchen — ich finde in San Nicolo mit den Riesensäulen der Front, die nur als halbe Stümpfe dastehen, ein prächtiges Beispiel von „Architektur, die nicht gebaut wurde". Wir schlafen nun im Hotel an der Piazza beim Rauschen des Stadtbrunncus köstlich müde, herrlich erschöpft ein. Wir haben im Speifchaus, zur größern Ehre Deutschlands, viel Geld ausgegeben, dieses Volk soll nicht glauben, daß „questi Tedeschi“, die auf Fahrrädern ankommen, arme Teufel sind. Später in andrer Gegend, wo der Stanb, vorn Kalkgebirge blendend weiß, feinster Schnee ist, und wo es seiner nicht weniger gibt als jenes braunen, während wir in glühenden Vormittagsstunden die Räder einen Berg hinaufschieben, finden wir unter Steineichen eine mit großer architektonischer Kunst gefaßte Quelle und eine Tafel, die in prächtiger monumentaler römischer Majuskelinschrift das von heiterer Weltwollust gedichtete Distichon trägt: , ..... Praebet aquam fons, arbor amieam sufficit umbram. Quod cupias ultra, lasse viator? Babes? Wasser spendet die Quelle und freundlichen Schatten der Eichbaum. Müder Wandrer, was du mehr wünschst, besitzest dir das? Ich werfe einen Blick auf eine im Schatten einer Hauswand sitzende „,id io eifrig nahen.de Frau, daß sie uns, die wir unhörbar im dämpfenden Staub fahren, nicht gewahr wird. Sie gehört wohl zn den schönste!,, die man gesehen hat. Sie beißt gerade einen Faden ab. Und bald sehen wir, selbst wieder unbemerkt, eine junge Frau ihrem Wanne, der ein ganzes Schwein am Feuer brät und mit schmierigen kehligen Händen dasteht, den Schweiß vom Gesicht trocknen; aber im Handtuch steckt eine Nähnadel... ! Und ich rufe: „Eine Nähnadel!" Man sieht sie, man nimmt sie heraus, man sieht uns, man bedankt sich lächelnd — svir sind fort. Nachtigallen in kleinen Wasserrissen und Fiumaren, Nachtigallen hin #nb wieder und immer. Lockerer wird die Folge der Ortschaften. Wir fahren durch Haine von Mronen, nur Zitronen. Die Ernte ist im Gang (im Mai). Auf den Land- Mßen verkehren die hochbeladenen knatternden Erntekarren. Ueberall liegen die Früchte im Staube der Straße. Man stopft die Taschen, aber sm Ende ist der Durst nicht damit zufrieden, nur mit Zitronensäure gelöscht zu werden. Die Küste stößt phantastisch mit gelben Kaps (im Abendschein, rote fabelhafte Burgruinen stehen darauf) ins blaue Meer. Immer wieder ei» neues Kap und dm,eben ein Ausstieg der Straße über den Rücken des Kaps, die Orangen duften betäubend, man wird trunken von diesem süßen- Kedüft. Man winkt Wein, dick und schwarz wie Tinte. Man ist glücklich. Zickzacklinig wie starrgewordene Blitze hangen an den Bergen die Straßen, die zu den Passt drinnen und hoch im Lande führen. Es^wird Nacht. In stillen Buchten zwischen Hartgesteinkaps, denen aber Sturm und Brandung scharf zufetzten, laufen vom Meere heinr- kehrende Boote auf den Kies. Der Mond kommt herauf. Wir biegen um eine Bergnase — da, hoch oben, ganz unwahrscheinlich, unbegreiflich hoch in der Luft ein rotes Feuer! Was kann es sein? Der Aetna! Das Spitzen- feuer des Aetnas! Die Flamme schlägt aus dein Kamin dieses Hochofens der Natur! Wir stehen, neben den Rädern, in Mondschein und Orangendust, vor diesem Naturwesen überwältigt da... Der Aetna steht in geisterhaftem Lichte. Der untere Teil verschwimmt in einem weißen Dunst, der den Bergfuß tilgt, über der weißen Schicht wie von ihr als einer neuen Weltebeile aus und nicht zu der unsern gehörig, erhebt sich der ungeheure Berg. Wo gibt es Größeres in der Natur? Das starke warmrote Feuer loht in der Mondnacht auf der Spitze auf, sinkt zurück und loht wieder auf wie das Feuer aus den Besseineröfen unsrer stahlgießenden Werke ... Eine Unterkunft gibt es nur oben auf dem Berglande, ivohin eine Blitz-Zickzack-Straße führt. Aber wir sind so erschöpft von. Fahren im ermüdenden Staube, daß wir auf dem nackten rissigen Boden eines Oel- baumhains bei den laut geigenden Zikaden zur Ruhe gehen. Es geigt und zirpt. Das kleine Raubzeug geht um. Die Nacht wird weiß und kalt. Die Sonne erscheint über dem östlicher, Meere. Immer wieder ist es seltsam und fast unbegreiflich, daß die Soui,e, die eben — denn der Erschöpfte schlagt wie ein Stock — hinter deinem Rücken nnterging, vor deiner Nase aufgeht. Frühstück: Hartes Brot aus dem Sack, Pferdekäse und Zitrone!,, und bei guter Stunde die Fahrt des neuen Tages. Es ist- schon ein Wunder, dieses Gesperre von ein paar eisernen Röhren und zwei Rädern daran, das Fahrrad! Wie lange hat diese Erfindung gebraucht, um zu werden, wie lange ivährte es, ehe man die Erfahrung, daß drehende Scheiben die Tendenz der Erhaltung der Drehbewegung in ihrer Ebene haben, aufrecht also dem Umfallen entgegenwirken, zu diefem Meisterwerk von Maschine zu gestalten wußte! Und dann wurde der antike Flügelschinh Wirklichkeit! Denn der Radfahrer gehört zu den Fußgängern; er fügt sich ein Eifengestänge an den Fuß und verfünffacht seine Geschwindigkeit. Wir fahren bei guter Stunde und in guter Saune am heerrlichsten Morgen weiter. Der Aetna, heute bis zum Fuß entkleidet und also dieser Welt gehörig, steht breit im Lande und am Meer. Auf dieser unsrer Nord- jeite liegt fein Kops im Schnee, der seidig glänzt. Ein gemütliches Rauch- söhnchen fommt aus feinem Kamin. Wir fahren bei ein wenig Gegenwind, was tut’S! Das Gebirge hört auf (bet Aetna hat es an seinem Ort im Aufsteigen zerstört), ich verspreche für heute gute Straße, denn wir werden über den breit- und flachbreiigen Bergsuß fahren, über Lavaströme, alte und junge, aber alle werden sie hart sein, hart, wie Lava nur ist. (Gut, daß man nicht für jedes leichtsinnige Versprechen zur Verantwortung gezogen werden kann!) Wir kreuzen wohl noch einige trockene Fiumaren, schottet- und kiesvolle Betten, die Brücken find vom letzten Ftühlingswasser zerstört, man trapst durch den knirschenden Kies — aber wo bleibt die Lava? O höchst fürchterlicher Weg! Zwar haben wir jetzt Mitwind, aber es geht stundenlang zwischen ©attenmauern hin, Mauern aus porigem Klingstein, womit alle diese Limonen-, Orangen-, Mispel-, Granatbaumgärten und -gütet eingefaßt sind. Marmorschildchen neben den wackligen Toren verkünden jedesmal, wessen proprietä das ist. Und bet Staub! Der Staub! Die Lava ist von den Hunderten von Limonenkarren, denen wir heute begegnen, und von den Zehntausenden dieses Geschlechts zerpflügt, zerfahren, zerkrümelt. Schuhhoch liegt der Staub. Die Kutscher der Karren schlafen unter bet zum Mittag steigenden Sonne auf ihren gelben Lasten. Die Maultiere suchen sich selbst den günstigen Weg im Bett des Staubstroms. Sie torkeln hin und her zwischen den Wagengabeln und mit diesen zwischen ben Gasscnmcmern. Oft müssen wir uns au eine Wand drücken, der auf lein Können stolze Radfahrer steigt nicht ab, er pirscht sich langsam an die Mauer heran und bremst mit der Hand an der Mauer das Rad, aber er beriefst die Hand an den harten, spitzig vorstehenden Mineralien dieses Vulkangestems. Die Landschaft — ioenu man in diesen Gassenschächten bon Landschaft sprechen kann — ist mittagsstill, nur daS Knattern der üsagen ist zu hören und das Gebimmel voit hundert und tausend Glöckchen, wovon die Maultiere Rosenkränze auf langen, Meuternden Lederriemen üagen. Manche Maultiere scheuen vor ben ihnen wie den Menschen gleich unbekannten und wunderlichen Radfahrern. Auf einer über eine Finmare Renben, nicht zerstörten Steinbrücke drängt mich die Deichsel eines wesahrts mibet die Brückenwange — Sprung aus dein Ledetsattel auf bie „Rein, Franc; lasset sie nur immer liegen!" Aber sie nahm sie fort. „Dann," sprach sie, „stoßt nicht meine Haud ihn fort; dann ist es eine andere, die ihn zu sich zieht!" „Sprecht weiter, Herrin! Mein Witz ist nicht so fein wie Frauensinn.“ „Du sahst doch," sprach sie, „wie er gestern auf dem Weg mir feine Hand entriß! Es tat nicht sanft: aber vorhin in der Dämmerung, er wollte fort, der Wildkatz wegen, als ich nach seiner Hand griff —" Sie war aufgestanden und ging mit starken Schritten durch das Zinimer. „Sieh her!" rief sie und streckte ihm ihre linke Hand entgegen: „Der Blutriß ist von seinem Ehering! Ich hatte, mein' ich, genug der Wunden aus meinem ersten Ehebund!" Sie warf den Kopf zurück und begann mit ge- Skn Fest auf HaLerslevhuus Novelle von Theodor Stör m. (Fortsetzung.) alte Muhme ihr zum erstell Ehefeste mitgegeben hatte. „Es ist derselbe« hatte sie gesagt, „den emst der Ritter an Ginevra gab; so du ihn umlÄ kommt dir nimmer em Leid!" Aber die stolze Braut hatte derzeit «aS mittel nicht vonnöten und ivarf den Gürtel achtlos von sich. Doch mm Z andere Stunde; sie kniete bald vor dieser, bald vor jettet Truhe und in«,; um des verschmähten Kleinods willen ihre Kostbarkeiten durcheinander-? endlich hielt sie den goldgewebten Gürtel in der Hand, und dort sak'u- Rub-n, vor dessen Schein alles Ungemach verschwinden sollte. Sie lei ihn über ihr weißes Nachtgewand, und er schmiegte sich leicht um ihre Lü ten; aber vergebens sah sie auf den milden Glanz des Steines; der muL gegen andere Schmerzen sein. 8 e Noch eine Weile trug sie es; dann, wie in Scham ob ihrer Schwäck? ritz sie das Zauberstück vom Leibe und warf es von sich, daß der Stei« heraus,prang. Zornig zog sie das Gewand von ihrem schönen Leibe und bi-, stwg das Ehebett, aber auch die Seidendecke wollte ihr keine Ruhe brinae,, Fomm nun! Du sollst!. Du sollst!" rief sie, als könne sie durch ihr W-llen den Ehegemahl in ihre Arme zwingen. Aber er kam nicht; und dar Bild des schönen Mannes, der doch ihr eigen war, peinigte sie wie ein Ge> ipejiji» Zitternd stieg sie von ihrem Lager und löschte alle bis auf eine; bann nahm sie em Stundenglas vom Kamingesimse und stellte es in den karae Schein. „Nichts anderes will ich sehen!" sprach sie zu sich selber- mit wre das Leben rinnt!" Und so lag sie gestützten Armes auf ihrem Ässe» und blickte unablässig auf den rieselnden Sand; und war das letzte Kon, hmdurchgefallen, so stand sie langsam auf, das Glas zu tvenden. Erst als im Dämmerschein draußen der Wald erwachte und unter ihrem Fenliei der Trupp der Arbeiter auf das Feld hinausging, war der schöne Leib ™ Schlaf versunken. — Der Mann, um den sie solches litt, Ivar längst auf einem Schleicb. weg in die Burg gekommen; keine Brücke hatte sich um ihn gehoben, tem Tor geöffnet; aber zu seinem Weibe zu gehen, hatte er nicht vermocht, Sw äußersten Winkel des einen Flügels war eine fast leere Kammer, die er aß Haussohn einstmals innehatte; dort auf einem harten Faulbett lag er u» ausgekleidet, den blonden Kopf auf beiden Händen; das Baumrauschen vor fernem Fenster hatte ihn selig eingewiegt. * —-------- -------------------------------------- ______ Sammet und mit Goldstickereien zu überziehen. (Fortsetzung folg!-) Verantwortlich: Dr. Hans Thhriot. - Druck und Verlag: Drühl'sche Aniverfitäts-Buch. und Steindruckerei. R. Lang-H^ Als der Hund sich wieder knurrend zu ihren Füßen gestreckt hatte, wagte auch Dagmar hinabzuschamm; aber es war nichts da, als nur der lautlose Mondschein und in Pausen noch der Schlag der Nachtigall. — Trunken, als habe ein Zauber ihn berührt, schritt Rolf Lembeck indes am Waldes- rande seinem Hause zu. Es war auf Dorning schon nach Mitternacht. In der hochbelegenen, aber geräumigen Kemenate lagen die Seidendecken von Arras noch imauf- geschlagen auf dem Ehebette; unweit desselben aber auf einem Ti chchen lvar em lecker Mahl gerichtet; vor zwei Plätzen — nicht sich gegenüber, sondern Seit' an Seite — stand je ein silberner Pokal; ein Kränzlein früher Rosen hing an jedem und erfüllte das Gemach mit Duft. Doch die Speisen waren kalt und unberührt, der eine der schmalen Sessel leer; auf dem andern saß Frau Wulfhild wie ein steinern Bild, den Kopf auf ihren vollen Arm gestützt. Sie wußte nicht, wielange sie so gesessen hatte: fo ruhig der Leib schien, die Ungeduld des Wartens zehrte in ihrem Innern, und ihre | - « »M'XSÄSfÄ iem■» « — **• --- ** - einen ©lalt tiorü^rltei^®afknlfcm6O?inn®^hf &eT -Itnk”, I bcr Mann, so stolz und wild er ist — er ist ein Kind; nimm ihm sein Spiel' einen «a;an voruver. em Waffenklirren, em Stampfen wie mit vollen I zeug, und er vergißt es! Und du — sollst nur dw Bn-'ve iurficn Seifen!“ & dazivischen hegere Männerstimmen und dann und wann das Lachen i Gaspard blickte" schief zu Boden und zog mit einem leisen Pfiff den fE" ru leMen-der Lärm U