5ott soll ic Mit. icn. Si< i, nicht tote? a Mich jerauä, n, das immer taufen, X mich otiing* meint ■ staich, ti; aber nehme. Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgang {928 vienstag, den 24. April Nummer 55 altetau« ten des >ie6«IL nft tal »tu* dort ein aul der gut, das der meine, if dem im mir tischten. än, >nt tnn mit 'S and ich 8 toen» d Wait, mich -ug ge« ommen. tettore, )anf ft >n Test Gut«*, >enn ei en den i sacht, stände». klapp! sfapitä» bei mir e recht* Wachstum. Von Leo Sternberg. Ich liege auf Sternenwiesen weißer Waldesbkumen, im leisen Regen rieselnder Knospenhüllen. Knisternd singt das Wachstum aus der Erde. . . Horch, Millionen kleiner l^inbe heben unter Blätterstreu und dürren Reisern Deckel von Särgen um mich her ... Grünseidene Falter zwischen den Silberstämmen ... Mit rosa Füßen setzt sich einer auf meine Wimper, trinkt am Brunn meiner Augen... glaube, aken l» alreedel >.t nicht, streitig ! einem ms de» auf dai r durch ich das ■1 beim« ich nicht ihren z* Gesicht len bet sagte er ich mich > keine» e hatte. >s, bei» eure bu er weiß rin ehr» >s alte» Irm und steuert* auf die richtige dir Dal beneral« c Weü. lanb i» toiebet misehen, ids sei« aber«. Der Pug hat wieder Unglück beim WeibsvolÄ. Ein Märchen von Hans Friedrich B l u n ck. Einmal hat ein Nies Pug ein kleines Waschweiblein kennengelernt. Sie hatte in einem hohlen Bräutigamsbaum draußen vorm Stabiler ein Brieflein niedergelegt, darin stand, wie gern sie heiraten mochte und wie ihr Liebster aussehen müßte. Der Pug, der gern in alle Briefkasten guckt, hatte sich auch die Wünsche angesehen, die die jungen Mädchen in der Bräutigamseiche niederlegten. Und er hatte an dem Brief des Waschweibchens Gefallen gefunden, hatte gern geantwortet, und es Hai sich sogar herausgestcllt, daß das Weibchen gar nicht weit von ihm, nur ein Swckwerk tiefer, bei einem Maler in Dienst stand, dessen Bodenrummel der Pug oft genug durchgeftobert hatte. Die Frau jenes Malers aber war sehr schön und klug und verstand sich auf allerhand Künste. Sie hatte damit auch das Waschweibchen zu sich gezogen. Aber sie machte von ihrem Wissen niemals anders Gebrauch, als zum Wohl ihrer Mitmenschen in der Stadt. Nun waren die Frau und der Maler oft bei einem berühmten Gelehrten zu Besuch, der in jenem Haus ein Stockwerk unter ihnen wohnte. Der neckte die schone Malersfrau oft m t ihrer schwarzen Kunst, aber er glaubte nicht daran. Eines Tages aber hat er doch allerhand mit eigenen Augen gesehen, und das ist so gewesen. Wie die Malersleute einmal wieder bei ihm zu Gast sind, nutzt der Pug die Gelegenheit aus und kommt auf eine Pfeife Tabak zu dem kleinen Waschweib. Die schilt ja, was sie alles zu tun und wie wenig Zeit und Lust sie für ihn und seine Art habe. Aber er weiß wohl, daß alles nicht wahr ist, und daß das Waschweibchen glücklich ist, wenn sie fernen Tabakrauch von fern in der Nase hat. Das muß man allerdings sagen, viel zu tun hat das arme Wiweken. . ibr alles dreifaches Werk, weil sie klein wie der Pugknirps, vielleicht sogar noch etwas geringer ist. Aber es geht ihr alles flink von der Hand, sie will ja rasch fertig werden für ihren Liebsten, und wenn « sie so m tten im Werk einmal umfaßt und sie mit dem nassen Feudel über ihn fährt, ist es im Grunde alles nur Liebe und Sehnsucht in ihrer Art. Nun kommt das Waschweibchen aber mit den beiden Eimern nicht g.U5> die die Malersfrau ihr hingestellt hat, und das ist sehr ärgerlich, p Aies muh frisches Waffer haben, denn er ist zwar ein armer Pug ohne Wunschkorn, aber er weih doch aus Wasser Wein zu brauen, und Oas^ift etwas wert, wenn man in der Küche zu Gast kommt. Ales geht deshalb bei und dreht am Kran. Aber der ist verwünscht ichwer zu drehen, die Malersfrau paht aufs Wasser, ehe sie aus dem Yliuse geht. Das ärgert den Pug Was sind das für dumme Weibs- , .cr' die sich gute, kleine Waschwiweken bestellen und das Wasser nicht aufen lassen! Er dreht also noch einmal mit aller Kraft. Es geht nicht. Ciang"^ cht^" ^&el aus einer langen Gardinenstange, aber die Das Waschwiweken bekommt ein sehr böses Gewissen. Sie fleht den Wg an, die Stange wieder heilzusprechen. Ader der hat inzwischen ein hnrfi*11 • cn- Pfunden und eine Leiter dazu. Er will sich weisen und , wie ein vornehmer Reiter oben aus dem Wasserhahn und bolzt rirfv-r daran herum. Und auf einmal, platsch, geht das Wasser auch Miitze °5' ^ties wirft sich in die Brust und legt die Hand an die ttuihA r Eimer ist bald voll. „Maak roebber to," sagt das Wasch- D» dug sucht nach dem Hahn, aber der Hahn liegt unten, fittiht • Jltes. die Hand unter den Kran, aber das Wasser hat Eile, es bie m >'n k feinen Strahlen dem Waschwiweken und Nies Pug unter sogar im Bogen von oben ins Mehlfaß hinein. Nies nu* dtzreit bas Waschwiweken. „laut bat Water los!" Das tut in c/' 2 . r gleich rauscht es wieder in den Eimer und vom Eimer Honstein und vom vollen Haustein auf den Fußboden. „Nimm den Ammer weg," ruft die kleine Gelbe noch, bas Waffer [°a fliehen. Aber Wasser ist ein schweres Sing, unb ein armer Nies, ber kein Wunschkorn hat, kann keinen vollen Eimer aus bem Haustein heben. Unb solange ber Eimer im Honstein steht, rauscht bas Wasser über die Kanten. Und es rauscht aus der Külye in den Flur und vom Flur in die gute Stube. Da rutschr Nies vom Wasserhahn in ben Haustein — bis zum Bauch geht ihm bas Wasser — und bas arme Waschwiweken hat solche Angst, sie fteigi auch hinein wie in eine Badewanne, unb beide rücken und drehen ™ Eimer aus Leibeskräften, aber sie kriegen ihn nicht vom Abfluß los. . "A'es. maak den Hahn Webber dicht!" bettelt das Waschweibchen nun in heller Verzweiflung unb fühlt es auf ber Stirn perlen. Nies poltert gehorsam auf ben Fußboden unb holt den abgestemmten Hahn. Unb er halt ihn gegen ben Wasserstrahl unb benkt, ba soll ein Wunder geschehen. Uber er wirb nur bis zum letzten gaben naß unb hat Mut bewiesen, mehr kommt nicht babei heraus. Sa ist Nies Pug alles einerlei, er tut seinen letzten großen Wurf unb spricht den Weinzauber in bas rauschenbe Wasser. Unb was von ber Leitung strömt, ist fortan gotbgelb unb süß, unb bie beiden Sünder ergeben sich in alles was kommen wird, fetzen sich in bie schwimmende Kochkiste unb lassen sich wenigstens munden, was sie angerichtet haben. Nun gab bie kluge Malersfrau ein Stock tiefer ihrem Mann zu der Zeit gerade das Zeichen zum Aufbruch. Cs war bald Mitternacht, und die ernsten Gespräche ber weisen Herren unb ihr Knäuel Garn waren zu Enbe. Sa meinte ber Gastgeber plötzlich, jemand habe ihn mit einem Tropfen Wasser gespritzt. Er lächelte höflich, aber in seinem Innern hielt er bergleichen für einen unbedachten Scherz. „Das ist, als wenn's hier einregnete," sagte der Maler jetzt auch und strich sich über seinen kahlen Kopf. Er hob bas Licht gegen bie Decke. Sa waren bie schon bemalten Tafeln von einem dicken gelben Saft überzogen, ber zäh unb ölig niebertropffe. „Die Wasserleitung," rief die Malersfrau entsetzt und rang bie Hände. „Das ist kein Wasser," sagte ber gelehrte Herr, netzte die Finger und fuhr mit ber Zunge Darüber. „Sa läuft ein Faß bei euch teer." 2m nächsten Augenblick sprangen die Gäste von ihren Sitzen auf. Ser Maler klimperte schon mit den Schlüsseln, unb fein Weib sah in Gedanken ihr Waschwiweken mit drei Liebsten zugleich in ber Bein, kammer hausen. Wie bie Sünder auf ber Kochkiste nun bas Treppenkaufen hören, merkten sie ja, baß ihr Stündlein schlug. Aber während das Wasch, wiweken sich darein ergab, konnte ber Pug von feiner Bosheit nicht lassen. Nein, er steckte rasch noch brei Bohnen ins Schlüsselloch unb sperrte alle Fc»ster von innen zu. So daß, als die erschreckten Leute vor ber Tür standen, kein Schlüssel paßte, wohl aber ein kleiner Fluß unter ber Tür hindurch sich um ihre nassen Füße goß. Da war es, daß bie Malersfrau zum ersten Male bie Herren bat, Zur Seite zu schauen. Und sie raffte die Kleider zusammen unb rollte sch wie eine kleine Erbse in die Schlüffelöffnung, um nach Drinnen zu kommen. Aber die drei Bohnen ließen keinen Platz, um durchzuschlüpfen, sie mußte umkehren und hatte ihr schönes Zeug zerrissen. Da bat sie die Herren, noch einmal fortzublicken, tat den Mantel ab, flog wie eine Motte durch das Treppenfenster und suchte bie Fenster ihrer Wohnung ab. Als sie babei in bis Küche blickte, sah sie das Waschweib, bas jetzt schon auf bem Tisch hockte, unb den Ries daneben, ber die Motte ba draußen angrinste. Aber bie Fenster waren dicht und fest verstopft. Währendbessen haben die Herren doch noch einmal ben Wein schmecken müssen, der unter ber Türfüllung herauslief, unb sie haben ihn ungewöhnlich gelobt, obschon sie nur Fingerproben nehmen konnten. Und ber Maler hat, wie es auch war, viel Neugier auf bie Zauberei in seinem Hause gehabt. Wie er sich nun noch mit seinem gelehrten Freunb darüber unterhielt, kam die Malersfrau gerade, außer sich vor Zorn, zurück und erzählte fliegend, was sie in ber Küche gesehen hatte. Sehr eifrig horchten bie beiden Herren da zu unb stießen sich bedeutungsvoll an. Sann befahl bie Fran ihnen noch einmal, zur Seite zu schauen. Sa wurde sie zu einem Wassertropfen, ber schlüpfte gegen ben Wein blitzschnell unter der Türspalte hinburch unb schwamm biesmal flugs in bie Küche. Sa war inzwischen den beiben Kleinen benn doch Der Mut verflogen. Sie hatten ja bie Motte am Fenster gesehen, unb als sie an ben Wasserhahn, an die drei Bohnen in ber Tür und alle Sünden zugleich badjten unb nicht wußten, als was bie kluge Frau jetzt wohl hereinkommen würde, haben sie es mit ihrem Gewissen plötzlich nicht mehr ausgehalten. Mit einem Husch waren sie kopfüber in die Kochkiste gegangen, gerade einen Augenblick, ehe bie Malersstau in der Küche erschien. W Wer ist musikalisch? Zur Psychologie des Publikums. Von Dr. Anton Mayer. Dann ergibt sich eine -------------— - - und kalt wirken muß, wie das Getön« einer Maschine. Sm < Hose de, verte, d nach den vark gel Planet« Worüber eignete,, der W> dLnische Keine S xestung Was dieser G bekannt schwächst Sraf B Heut lichste L Leiselin Kunst und Musik finden sich oft dazu bestinnnt als Gesprächs >■ --»fl. z»< t rr Ylff p"werden mit vollkommener ! LSWLSWS ««LZWKs? l-ch^LL S»L"S>LL »ur Musik entspringen können, aber aus Mangel an Wissen uns gleicher Uebersicht infolge nicht vorhandener 'notwend ger Kennt s^ jeglichen objektiven Werkes ermangeln. ErlaiWt man sich> ao , sesaBSsa handelt es sich nicht um gleichgültige Operettenschlager vder -^anz I Sien &X eine künstlerische sondern um Kriterien, welche die wertvollsten Schopsungrn der^vn Lnst 7on Dach bis Kre«k betreten - was vor Bach liegt, ist sowieso in den meisten Kallen völlig unbekanntes Gebiet. Das sogenannte bürgerliche „Musikalischsein beschränk sich i Vkebrzabl der Sülle auf das Spielen eines Instrumentes oder, beim weiblichen Geschlecht, auf den Gesang. Die Ausbildung der »Studi * sich fast ausschließlich - soweit nicht Konser- vatoriums-- oder Hochschulerziehung in Frage kommt, die sich wohl nur ] au berufliche Ausübung erstreckt - mit dem Er^nen der betiefsen- den Snstrumentaltechnik bis zu dE Grade wMen die D-^bui^ des Lernenden zuläßt. Die eigentliche musikalische Gsstaltungscrast, die mit dem technischen ‘Vermögen wohl zusammmch^t, äber mit khm beileibe nicht identifiziert werde« ^rs, mug als Bestansteil der künstlerischen Sntuition von vornherein vorhanden sein, sie kann aus ^bildet, aber niemals geschaffen werden Jeder der sw. n cht hat möge unbedingt aufhöre«, sich und andere mit Tongsräusch«. zu Plagen: es wird doch nie etwas aus feinem Spiel oder sti^n gA?ng. lichrn Leistunaen Aus der Reche der eigentlich „Musikalischsn schaltet ein solcher Mensch von vornherein aus; denn wenn jemand selbst nicht in der Lage ist, reproduktiv etwasmit i^iÄo wiederzugeben, so wird er auch niemals e»n begrün^ks Art- solche FGigkeiten eines anderen füllen können, da: chn durchaus der Maßstab zur Kritik fchlt. Es ist natürlich möglich, daß bei völligem Versagen des musikalischen Gestaltungsvermögens wohlverstanden nur 'm reproduktiven, nicht im produktiven Sinn gemeint, da dies letzte nicht mehr mit dem Begriff einfacher Musikalität, sondern mit dem Mesen des Genietums zusammenhängt — eine starke Bechmt entwickelt werden kann, obwohl der Fall im Ext rem selten sein wird. IBBB® wunder mspitzt, sie haben einfach keine Geduld mehr gehabt. Mi» hip Herren nun eingelassen wurden, haben sie ja zuerst den SLSSMß-Z-ZL- lütten Wie der Malersmann dabei aber nach der Kochkiste .hat iangen ti&.% 8 mw» * wjstvu &«" KL °"^Die^Fraubst sehr erbost gewesen und hat gescholten, daß dw Manns- MSSSISZ ZMWWWW besonnen hat. Man hört mitunter, wenn man le.se auf den B°den^ ge^tz ihrem Dasein zufrieden sind. berühmt das M wagen < Gmy nicht, i Kragen ste intei Hell frühere, « noch Lachfol würde. Sreigni Bin Ae halten Fülle i merkunj Hchwiei In Lest ste in HLuser ter L. unsere Die bürg n rrMri auch d nämlich Devbae In Hofe. ( uns nc Wehrsä worden diese k Onügen Dm ton K Vvrberi Nach ei Stadt die st« eingetc der gi Aiifenl tagen fremde Sajnot der 2i wir bi tränke Mitta, biesmi schäfti, müße; vngest' bestieg ton n De Zeitbe Ereigi Di Wohl UngÜN dem t halten ioiebe in Ki MUMMLE sondern auch ferne Aeutzerungsn zuruckhalten. Eine Reihe von Menschen haben ein gutes Gehör, das sich bw zum BeoWS Komposition darstellt, in sich aufzunehmen, so Hörer mster or_i. F.JftorifnTfs hie führende Stimme und die stutzenden Dass e, oiest seiner Hörüberlegung gelangen kann. . . orrTerhinnä ist zum Verständnis eines polyphonen Werkes, sei «s MMMMWZ ZMBWW-M 1 SS SÄ Werke zubekmnmen, etwa zu empfinden, daß, PE ° auslöst: mit KräSiS ÄSWÄBÄ’SÄl&s Ä" SÄSSS BSa-Ärsurs enharmonische Verschiebung und dort eure leere Quinte en« stimmende Rolle spielt. Weiß von diesen Dmg«r mchts, 1° der Komponist eine Sprache zu chm, dw ” wahrhast Schließlich aber Ist es für de^emgen, welchem dw uu 7 v am Herzen liegt, nicht zu umgehen, eure «E- Kennstiis d^^ Hefters und seiner Instrumente zu erlcmseir Demi d Jm I fscL ist Cine weitverzweigte Familie, deren M.tgtlEc m. eigenen Ausdrucksbebingungm und Berwendungsmoglichreita hi^ Es ist^ein ungeheurer »6 e^e Oboe oöer «n^lamw ein Thema übernimmt: die musikalische Charatt^is ,,t Schwestern stets mit süßen ^larinettEh^zei.gezmchneß des Spötters Don Alfonso aber nut Wchig«n Ochern I Meister der Jnstrumentalcha^terister^. ^Hweite « Richard Strauß, haben die Grenzen der vrchestralm M ungeheure Weiten ausgedrhit: b.e Partituren pes n^rll&w 8 5'riftan“ der Meistersinger sind unerschöpfliche gu tE'.gsi I Werke, die fortwöchrend von PInzühligLn gehdrt ^ ^8 ^.er HM verstand«, werden, weil nur ein ganz ger.ng« ^tuc^eu / |fll I die Partituren kennt, und weiß, was im Orch^t J ^er BülM Orchester liegt das gleiche Gewicht d^E^^ktw«. Kenntins i* | Alles dieses: Gestaltungskraft «n Bep«^ktiv«n Echmik I musikalischen Formen- und Harmonwlehre Wissen n ^M.Wig« Mrtrautsein mit der Technik des Orchesters, muss«, sich I vereinigen, der von sich bchaupten will, dah er Gesellt | herecbtiat sei ein iXrtell über Dinge der Tonkunst abz g historische sichN-» d-- I Entwicklung der Musik, so wird das. wie der uW B kann, obwohl der Fall im «Syrern Riten lem uuuu I ^F^^-U^Mgem^2tc^ feto." :tne automatenhafte Betätigung, die ebenso seelenlos I Beträchtliches zu jingecn i , ■ Bor« [tru- ifen, iften ent» dem regt, lchen sehr von Iber« t be« ngen, ! SUM inzu« t der eiben, >a sie ffende Musi« : bereit ist, röingi i ober reiches cht in chhone dieser , diese kunft- cht W sei eS uartett iertoert im die ch, biungen wraus- ilrteil es ist rzenbiS )ah die des 17. Regers , weiche ing und >ibe btt bringen, n einem Lhor er» öst; mit für den S kommt die Ain» >thmische rpositstm des. des in febent e unser» hier «in eine be» o spricht wahrholt des Or» mnental» alle ihre ■n hab«, ilarineüe x Werte stet wird, hherzige» 3 Wes« er Oboe Wagten itoeite in ng", de§ iibgrubA - toenifl** cer Hörer geht- '« x DShne. ntnis der ihmik um cmjenigen uch" und n. .iftotil^ nple? g z um e>" Eine astronomische Expedition im 18. Jahrhundert. Von Dr. I. Larink, Hamburg. Im September des Jahres 1769 lud der dänische Gesandte am Lose der Kaiserin Maria Theresia dem Direktor der Wiener Stern« Sorte den Jesuitenpater Maximilian Hell, zu einer Forschungsreise m<6 dem nördlichsten Teil von Norwegen ein, das damals zu Däne« mark achörte. Im Jahre 1769 sollte nämlich die kleine Scheibe des Blatteten Venus vor der Sonnenscheibe vorüberziehen. Da sich dieser Dorübergang in Europa in der Rächt vom 3. auf den 4. Juni er» rianete, war er hier im allgemeinen nicht sichtbar. Rur im Lande der Mitternachtsonne konnte man ihn beobachten. Als nördlichste dänische Ansiedlung sollte Warboe das Ziel der Expedition fein, eine {feine Insel etwas östlich vom Nordkap, die von den Dänen zu einer feftung ausgebaut war. Was den damaligen König von Dänemark, Christian VH., zu hiesst Einladung bewogen hat, wissen wir nicht sicher, zumal von ihm bekannt ist. daß er ein sehr unbedeutender und in jeder Beziehung schwächlicher Herrscher gewesen ist. Wahrscheinlich war sein Minister, Vraf Bernstorfs, der geistige Airheber der Reise. Heute kann man von Wien aus in etwa 3 bis 4 Tagen die nörd» stchste Spitze von Europa erreichen, falls man zunächst die bekannte Aeiselinie übet Berlin—Rügen—Stockholm wählt und von Stockholm sogleich mit der bequemen schwedischen Eisenbahn durch die herrlichste Wald- und Gebirgslandschaft parallel der Käste bis etwa nach der derichmten alten Grzstadt Golltvari fährt. Don hier aus kann man das Nördliche Eismeer in verhältnismäßig kurzer Zeit int Kraft« HxKren erreichen. Ganz so leicht und bequem hatte es der Pater Hell vor 160 Jahren Mt. Auch wenn sich nicht die merkwürdigen wissenschaftlichen Fragen an die Reise knüpften, von denen nachher zu reden ist. wäre ste interessant genug, um hier kurz erzählt zu werden. Hell nahm als Reisebegleiter den Pater Sajnowicz mit, seinen früheren Assistenten an der Sternwarte in Wien. Dann bestimmte er noch einen Vertreter auf der Wiener Sternwarte, der auch fein Dachfolger werden sollte, falls er von der Reise nicht zurückkehren würde. Am 28. April 1768, also mehr als ein Jahr vor dem großen Ereignis, reiftet dann die beiden mutigen Ordensleute von Wien ab. Bin Aeisetagebuch ist von Sajnowicz geführt worden und ist uns er« halten geblieben. Es enthält neben den rein wissenschaftlichen eine Fülle von kulturgeschichtlich inteceffanten Beobachtungen und Bemerkungen. So z. B. wenn sich die Reisenden über die ewigen Schwierigkeiten der verschiedenem Geldsorten beschweren, wenn sie in Leipzig den alten kränklichen Dichter Gellert besuchen. Wenn sie in den norddeutschen Städten sich darüber wundern, daß die Häuser fast ganz aus Fenstern bestehen, oder wenn in den Dörfern her Lüneburger Heide die Bewohner mit Entsetzen zusehen, wie unsere Reisenden sich ihre Schokolade als Morgentrank bereiten. Die Reise führt über Dresden, Leipzig, Braunschweig und Ham« bürg nach Lübeck. In der Nähe von Lübeck treffen sie mit dem 22jährigen dänischen König zusaminen. Im Gespräch mit ihm wird auch die verzwickteste astronomische Frage aller Zeiten besprochen, nämlich, was bann, wenn in den kurzen wichtigen Augenblicken der Beobachtung der Himmel bewölkt sein sollte? In Lübeck erreicht unsere Reisenden auch ein Brief vom römischen Hofe. Sehr trocken schreibt Pater Sajnowicz ins Tagebuch: »Die von uns nachgesuchte Befreiung vom Drevierbeten und Fasten blieb aus, toahrscheinlich weil der Heilige Dater nicht hinlänglich unterrichtet worden war, und weil der Berichterstatter geglaubt hatte, daß totr diese beschwerliche und gefahrvolle Reise nur unseres eigenen Vergnügens wegen, zwischen italienischen Gärten und Weinbergen machen. Dann wird das Tagebuch erst wieder am 2. Juni bei der Abreste ton Kopenhagen fortgesetzt, nachdem hier die weitere Reise gründlich torbereitet war. Arn 13. Juli erreichten sie Christiania und reiften nach einem angenehmen Aufenthalt von fünf Tagen weiter. Die halbe Stadt gab ihnen das Geleite, als sie mit den fünf leichteren Wagen, die sie auf Grund ihrer bisherigen Erfahrungen gegen die schweren eingetauscht hatten, ihre Reise sortsetzten. Sie kamen nach anstrengender Fahrt über das Gebirge am 30. Juli in Drontheim an. Der Aufenthalt In dieser Stadt wurde zum Teil astronomischen Beobachtungen gewidmet. Es scheint aber, daß man sich förmlich um bte ftemben berühmten Gelehrten gerissen hat. ihtb der gute Pater Sajnowicz beklagt sich bitter über die schier unglaubliche Trunksucht der Nordländer. So schreibt er an einer Stelle: Mittags speisten wir beim Kaufmann Friedlich, wo wir nach Tische Bischof, ein Ge» tränte aus Pomeranzen und rotem Wein, tranken. Gleich nach dem Mittagessen wurden wieder tote gewöhnlich Gesundheiten ausgebracht, diesmal aus großen silbernen Bechern, und in dieser edlen Beschäftigung wurde bis nach Mitternacht fortgefahren. Wir hatten Mühe, uns von diesen heillosen Gewohnheiten freizuhalten, da man ungestüm in uns drang, es, ihnen nachzumachen." Arn 22. August bestiegen sie dann ein kleines Küstenfahrzeug, das sie in einer Fahrt ton mehr als sieben Wochen zum Ziel ihrer Reise brachte. Der lange Polarwinter in Wardoe wurde mit eifrigen Orts-- und oeubestimmungen und mit anderen Vorbereitungen für das große Ereignis zugebracht. , , Aw Beobachtung des Venusdurchgangegelang vollständig, ob» ttohl das Wetter gerade in den Tagen vorh r und nachher besonders günstig gewesen war, und obwohl andr-e Astronomen, die nach tont nördlichen Skandinavien gereift waren, keine Beobachtungen er« vmten hatten, Hell und Sajnowicz reisten schon einige Tage später ab, erreichten Drontheim nach einer bösen Seereise und kamen am 17. Oktober an. In Kopenhagen hielten sie sich sieben Monate auf. Am 12. August 1770 trafen sie schließltch 2>/tiAhriger Abwesenheit wieder in Wien ein. Die Reife hat nun ein merkwürdiges Nachspiel gehabt, daS eigentlich erst in unseren Tagen zum Abschluß gekommen ist. Da nämlich von allen Astronomen im hohen Norden Hell der einzige war, der gutzrs Wetter gehabt hatte, waren seine Kollegen begreiflicherweise neugierig auf die Bekanntgabe seiner Beobachtungen. Weil nun Hell aber damit zögerte unter dem Dorwand, er sei moralisch verpflichtet, nichts davon vor dem Erscheinen des offiziellen Reisewerks bekannt zu geben, wurden schon bald Stimmen laut, die ihm vorwarfen, er warte nur erst die Beobachtungen anderer Astronomen ab, um danach seine eigenen zu „frisieren". Trotz großer Anstrengungen ist es ihm nicht gelungen, sich ganz von dem Dorwurf der Fälschung zu beireien. Im Jahre 1835 veröffentlichte C. Li11row, damals Assistent an der Sternwarte, einen Teil des Nachlasses, soweit er auf die Beobachtungen in Wardoe sich bezog, und kam dabei endgültig zu dem Ergebnis, daß es sich bei den bekanntgegebenen Zeiten der Deobach« hingen, aus denen nachher in Verbindung mit den Beobachtungen an anderen Erdorten die Sonnenentfermmg abgeleitet worden war, um gefälschte Zahlen handelte. Nach Littrows Bericht lag ihm die erste Niederschrift der Beobachtungen vor und in diesen Beobachtungen sei kaum eine Zahl unvechessert geblieben: nach Littrows Behauptungen waren sämtliche entscheidenden Sekundenziffern aus- rabiert und durch andere ersetzt worden. Erst in unseren Tagen ist dem Pater Hell von gänzlich unerwarteter Seite ein Ehrenretter erstanden. Der amerikanische Astronom Newcomb. der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hotte, die Dehnen der großen Planeten nach den besten Beobachtungen aller Zeiten zu bearbeiten und zu diesem Zweck unveröffentlichtes Material in alten verstaubten Bevbachtungs- büchern usw. sammelte, ließ sich in Wien den handschriftlichen Nachlaß von Hell geben, da die Beobachtungen in Wardoe auch für feine Arbeit sehr wichtig waren, und ba er an die angeblichen Fälschungen nicht glauben wollte. Auf den ersten Blick schienen Littrows De- hauptungen richtig zu sein. Allmählich aber kam Newcomb zu der Ueberzeugung, daß die fraglichen Aufzeichnungen gar nicht die Ort« ginalniederschrift im Augenblick der Beobachtung enthielten, sondern vielleicht am Abend nachher aus der ersten Niederschrift sehr ordentlich abgeschrieben waren. Dazu kam aber noch eins. Nach gründlicher Untersuchung fand Newcomb, daß überhaupt gar nicht radiert worden war. Der Kniff, in dem das Schriftstück so lange Jahre gefaltet gelegen hatte, ging unglücklicherweise, gerade über die Reihe der Sekundenziffern hinweg und hatte das Papier aufgetoeicht, so daß der Anschein erweckt wurde, als sei an diesen Stellen radiert worden. Don Weiß, dem Direktor der Wiener Sternwarte, erfuhr er schließlich noch, daß Littrow blind gewesen sei. Damit fallen feine Beweise für die angeblichen Fälschungen, die sich auch auf die verschiedenen Tintensorten stützen, vollständig in sich zusammen. Der Generalreeder. Erzählung von John B r i n ck m a n. (Fortsetzung.) Damit klipp, klapp! klipp, klapp! trabte Humpel-Davids wieder fort. Ich sah ihm nach. 'Gr steuerte richtig nach Detkes Bude hinein und hat sich da wahrscheinlich seinen kleinen Aquavit abgeholt. Auf der Marienkirche schlug die Uhr elf. Seit sechs Uhr war ich schon so auf der Drücke herumgelaufen. Ich war ganz verfroren, denn ich war ohne Nah und Trocken von Hause weggegangen in der Unruhe und Pein, die an mir fraß wie eine Made am Apfelhäuschen. Nach Hause konnte ich noch nicht. In Loitings blaue Augen konnte ich nicht sehen, ohne noch gar viel trauriger zu werden, als ich schon war. Mir lies eine Träne die Nase entlang, als ich so an sie dachte, und wie es einmal mit uns werden sollte. An der Mönchenbrücke wurde aus der Isis Hanf gelöscht, der war vor acht Tagen aus Petersburg gekommen. Wenn Ohlsen doch deine Ladung haben soll, bann ist es am Ende geraten, daß du zu ihm gehst und ihn fragst, ob er dir nicht eine Steuermannsheuer gönnen will, dachte ich bei mir. Möglich ist es, daß er es tut, sein Maat hat ja gestern ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Beiß du nur in den sauren Apfel, Martin, es hilft nicht. Getan muh etwas werden. DaS bist du Lotting und Mining und Stining schuldig: dafür bist du ein Mann. _ „„ . „Um Vergebung, sind Sie nicht Kapitän Heuer? Ich sah auf. da stand ein kleiner runder Mann vor mir. „Der bin ich, sagte ich, „was steht Ihnen zu Diensten?" „O, nichts," antwortete er. „Sie kennen mich wohl nicht, wie mir scheint. Sie sind aber so lange von Hause fort gewesen, dah ich Ihnen wohl ein bißchen aus ber Kundschaft gekommen bin. Ich bin ber Seilermeister-Aelteste Dahl, Kapitän Heuer. Ihr seliger Vater hat mich gut genug gekannt. Ich habe ich mir den Hanf aus Ohlsens Schiff besehen. Und als ich hier so vorbeikam, da sagte ich zu mir, du kannst dir auch einmal den Agamemnon angucken, und wie er aussieht, nun da er vollständig getakelt ist. Das ist eine sehr schmucke Brigg, das soll wahr sein. Ich kann nicht sagen, bah eine Festgaleafse mir recht zusagt. So eine richtige Brigg ist doch ein anderer Schnack. Da sind mehr Pserde vor dem Wagen, und wenn der größere Spanndienst auch mehr Handdienst verlangt, schadet nichts, sage ich immer, es lieht.doch Hinter bei dem Wind, und Zeit gewonnen, viel gewonnen. Nächste Woche nimmt wohl ber Agamemnon seinen Weizen ein was? Habe nur gehört, daß Sie mit Schnäkel & Abensetter abgeschlossen haben. Dolle Ladung, nicht? nach London, an Kastendiek & Henz, ober heißt < das Haus anders?" „Das ist wohl alles so beabsichtigt gewesen, mein lieber Herr Dahl, aber da wirb nun wohl nichts mehr daraus, und ob ich I« meinen Fuh als Kapitän des Agamemnon auf sein Deck setzen werde, das ist in diesem Augenblick so unwahrscheinlich, als es vor dem Antonitermin wahrscheinlich gewesen ist." .Sie können einen ja ordentlich erschrecken, Kapitän Heuer. Meister Bahl, das hab« ich zuerst auch getan, als die Möglichkeit an mich hrrankam. Jetzt aber erschreckt mich nichts mehr, Ich habe mich schon Halbwegs Larin gefunden," „Sie wollen doch nicht gar sagen, daß die Brigg Ihnen wieder abgenommen wird?" Je Meister Dahl, das wird Wohl so kommen, wenn bis übermorgen kein Rat geschafft ist. — Haben Sie denn noch nicht davon gehört? Ich meine, jedes kleine Kind auf der Gasse konnte e>hnen davon erzählen. Ich mag mich selbst gar nicht mehr auf der Strahe und unter Leuten sehen lassen." Rein ich habe kein sterbendes Wort gehört. Wie ist es denn menschenmöglich, daß so etwas zugehen kann? Herr du mein ^esus dabei hört ja Kreide und Aotstein auf." - „Rem bei Kreide und Rotstein hört es nicht auf," sagte ich, „Weister ^,ahl, damit hak es angefangen, nun geht es an die Aieren, nun kommt das dicke Ende nach. Die Spesen wurden mir nur einfach abgenommen, die sind mit doppelter Kreide geschrieben und mit Rotstein unterstrichen und fressen mich und den Agamemnon einfach auf. Sehen Sie, man lieber Herr Dahl, das ist die einfachste Geschichte von der Welt, und da ist nichts Aeues dabei als nur das, daß es mir und der Drigg da zustöstt." Und da ich nun doch einmal im Zuge war, so erzählte ich ihm alles haarklein, wie es zugegangen war, das Dorspiel mit Agent Wöpper und das blutige Rachspiel mit Hofrat Drummer. „Hum, hum," sagte der alte Dahl und wischte sich mit seinem baumwollenen Tuch den Schweiß von der Stirne. „Aas ist ja eine ganz verfluchte Geschichte. Da sind ja Hundehaare dabei. Wie haben Sie sich auch um Gottes-Oesus-Willen nur bloß nut Möpper und Brümmer überall einlafsen können! Möpper ist ein junger Windhund, und Brümmer ist ein alter Schwernhund. Das will ich ihnen beiden schriftlich geben. Möpper ist stadtberuchtigt, und Brümmer ist richtig landberüchtigt. Hum, hum, hum. ©eben Sie nur Obacht, die beiden haben unter einer u>id derselben Decke gesteckt. Kapitän Heuer, und der Windhund hat geholfen, den Agamemnon dem Schweinhund ins Garn zu jagen. Don allen tollen Hunden sind die Windhunde und Schweinehunde dre tollsten, vor ihnen mutz man sich hüten. Aber kein Hund ist neun Jahre toll, er stützt doch zuletzt auf den Schinderknecht. Sieh, sieh. steh, also Monsieur Brümmer? Sehen Sie einmal, Kapitän Heuer, Driimmer ist ein häßlicher Racker, ich glaube, et würde seine eigene Großmutter dem lieben Gott abprozefsieren und dem ^euiei überliefern, wenn es dabei etwas zu erraffen gäbe. Prozessier nicht der Hallunke mit meinem Schwiegersohn, dem° Stuhlmacher Wauk, dessen Haus hinten an das seine anstötzt, wegen feiner Weristattfenster, die seit fünfundzwanzig Jahren, schon vor Brümmers Zeck auf Brümmers Garten gegangen sind; und Mauk mutz sie wirclch zumauern lassen, weil nur drei Monate an der Derjahrung fehlen. Der alte Mauk hatte dem Dorgänger Brümmers die Gerechtsame mit fünfzig Talern abgekauft, aber die Schrift darüber toar verlorengegangen, und das hatte Brümmers Frau von Mamsell Preitzelt im Tee bei Frau Senator ProPP erfahren, und so war das bet Brümmer vor die rechte Schmiede gekommen. Sieh ft eg, steh, also der Monsieur Riedlich, der Brümmer, hat seine schuftige Hand in Ihren Karten. Er rechnet also so, müssen Sie wissen: kcmnnt der Agamemnon unter den Hammer, und muh das ganze ^eib bar ausgekehrt werden, dann kommt er nicht höher als fünftausend Taler. Dann kauft er ihn, setzt einen Setzschiffer darauf, «stieben haben wir, das Geld kommt in einem oder zwei Jahren aus den Mauselöchern wieder heraus, und dann macht er einen Profit von hundert Prozent. Siehst Lu. wie du bist? Da soll ihm aber eine Eule gesessen haben. Wieviel war das noch, Summa Summarum? Achthundert Taler? Die können Sie von mit bekommen, Kapitan Heuet, können Sie von mit noch heute und diesen Tag bekommen. Wisten Sie was. Sie holen die Papiere über die Parten, wir gehen zu Peter Leder, der nimmt das ein bitzchen in die Feder; die werden beim Geweti hinterlegt und dann auf meinen Rainen zediert, dann ist alles in gehörigem Schick und Ordnung. Möpper soll sich wohl geben und wird Gott feinem Schöpfer danken, daß er so davonkommt. Dann können Sie die Ladung Weizen einnehmen, und Gluck auf die Reise. Sie haben zwar kein einziges Tau für die Brigg bet mir machen lassen, und es schneidet mir in die Seele, daß das Kabel, das dort aus dem Mannfchaftslogis liegt, nicht auf meiner Bahn gemacht ist; Puhst hat die ganze Arbeit gemacht, schadet aber nichts. Ich weitz recht gut. bah Düker & Eornelsen Sie gewissermaßen dazu gezwungen haben. Ihr seliger Vater hat, als er noch den Poseidon führte, alles, was et an Reiferarbeit brauchte, nur von mit genommen. Ich denke, später gönnen Sie mir auch einen Schilling. Den Gefallen müssen Sie mir aber tun, Kapitän, wenn Sie dem Schurken, dem Brümmer, das Geld bringen und den Wechsel wieder in der Tasche haben, und er fragt Sie dann, woher Sie das Geld bekommen haben, so sagen Sie, datz Christian Dahl das gewesen fei, und datz es Christian Dahl recht in der Seele wohlgetan habe Herrn Hofrat Drümmer wieder zu seinem Gelds zu verhelfen, und datz Christian Dahl immer bereit fei, ihm solche Art von Gefallen zu tun, wenn sich die Gelegenheit dazu wieder einmal bieten sollte." Run, die Sache wurde noch vor Mittag in Richtigkeit gebracht. Hm 1 Mr brachte ich Brümmer das Geld. Er machte große Augen, als ich ihm das Geld auf den Tisch hinzählte. „Es sind auch so viel Perückenköpfe darunter, wie in diesen schweren Zeiten nur irgend auf» können von Glück nachsagen, dah Sie da« Geld noch in der zwölfte» Stunde gekriegt haben. Tut meinem alten Herzen ordentlich wohl, weiß Gott. Das Geld ist so rar in diesen traurigen Zeiten, so tat, Gott soll mich strafen, man kann es mit der Laterne suchen unb findet es doch nicht. Rein, kann Ihnen gar nicht sagen, wie mich das freut. §ab'S immer gesagt, Habs immer gesagt, es gibt doch noch Menschen in der Welt. Haben Sie nochmals gezählt, Kleppers Zählen Sie dreimal, lieber Klepper, zähleii Sie dreimal! Alle guten Dinge sind drei. Da liegt Ihr Wechsel auf dem Tisch, bester Kapitän, wie? Da haben Sie Ihren Wechsel, nicht wahr, alles in Ordnung. Alles in schönster Orb.iung abgewickelt, nicht wahr? Vergessen Sie auch nicht den Wechsel, bei Leibe nicht!" „Rein, Herr Hofrat, darauf können Sie sich verlassen, dah das nicht geschieht. Möpper würde freilich sagen: Das macht nichts; ich bin aber doch nicht ganz so sicher darin." ' „Sehr richtig, bester Kapitän, ganz außerordentlich richtig und vernünftig von Ihnen gedacht. Wit solchen Dingen ist nicht zu spaßen." „Rein, für einen Spatz habe ich die Sache auch nicht gehalten," sagte ich und ritz den Wechsel entzwei und steckte ihn iit meine Rocktasche. „Das nenne ich kurzen Prozeß machen, weiß Gott, kurzen Prozeß machen. Richts geht übern kurzen Prozeß. Aber nrch eins, bester Kapitän, wie? Wäre es unbescheiden, wenn ich mich zu fragen erdreistete» wer" — „Sie meinen, von wem ich das Gel- Ijabe?“ „Richtig, bester Kapitän, sehr richtig. — Klepper, schliche Sie das Geld in die Geldkiste! Klepper, hören Sie, in die Geld- kiste, da haben Sie den Schlüssel. Richtig, ich frage nach dem edlen Menschenfreunde." „Ach, Herr Hofrat. das ist auch ein guter Freund von Ihnen selbst, der sich freut, dah Sie wieder zu Ihrem Geld kommen und nichts weiter mit dem Agamemnon zu tun haben." „Sie machen mich neugierig, bester Kapitän, auf Ehre, sehr neugierig,“ „Wie er heißt, das können Sie erfahren, wenn Sie das interessiert Es ist der Seilermeister-Aelteste Dahl, und er hat mir recht ein- dringlich aufgetragen, Ihnen das ja zu sagen, wenn Sie darnach fragen sollten. Wucherer könne man nur aitf eine Weise schlagen, so daß sie es fühlen, und das wäre, wenn sie meinten, einen feinen Profit gemacht zu haben, dah man dann ihnen den Profit vor der Ras- wegzieht. Guten Morgen auch, Herr Ho-rat, und wenn Sie einen guten Freund Möpper, den Halunken, sehen, dann grüßen Sie ihn auch von mir, und wenn Sie etwas in London zu bestellen haben, dann schicken Sie es nur mit der Post." Ich hörte noch auf der Treppe, wie er hinter mir herschall, in schnaubender Wut, dah die Bratenschüssel ihm vor ferner Rase mitsamt dem Braten weggetragen wurde. Den Geruch eines tüchtigen Stückes vom Spickfett hatte er davon gehabt, aber an das Beste war er. Gott sei Dank, nicht gekommen. Ich kann gar mast fegen toi« leicht ich mich fühlte, als ich wieder draußen auf der Straße stmd. Lötting toar außer sich vor Freude, und Mining und Stining hatten wieder ihre gedruckten Schürzen vor den Augen, diesmal aber, ohne sich zu genieren. Rachmittags tranken wir alle Kaffee auf dem Agamemnon, und du warst auch dabei, Hans, und der Steuermann jagte sich mit dir auf dem Verdeck herum. Da muhte ich alles erzählen, wie es f® schnell gekommen toar, und ich fing mit Humpel- Davids an und hörte mit Brümmer auf. Loiting, die treue Seele, Golt habe sie selig, strich mir das widerspenstige Haar aus dem Gesicht und sah mich so finnig an tote an ihrem Hochzeitstag, als sie das Ja vor dem Altar aiusspracy, « sagen konnte sie nichts, sie legte d:n Flachskopf auf meine Schuli-r fing still zu weinen an wie ein kleines Kind Den andern Morgen aber, als wir wieder beim Kaffee sahen, sah Lotting wieder aus wie lauter Sonnenschein und fußte mich so vm und zog mir die drei grauen Haare aus dem Barte heraus. «l$- du, Martin, ich habe die halbe Rächt nicht schlafen können. Imme habe ich an Humpel-Davids seinen Generalreeder denken müssen, uno daß er es gewesen ist, der Seilermeister Dahl Anweisung geg«m hat, daß er einspringen mußte, als das Wasser dir so bis chi den Ha stieg, daß du wünschtest, es möchte zwei Fuß über deinem Kopfe stch« Ich g°»he heute nach der Kirche ir>b muß mich einmal richtig ausdewi Na, ich ging mit, in mir rührte sich auch etwas, was mich dazu tr , umferm lieben Herrgott die Ehre zu geben. Es war am dritten Sonn tage Trinitatis. Der alte Küster Knaak fetzte mit einer so schonen Trenin lation ein: „Wie schön leuchtet der Morgenstern , daß ich ihn noch J hören meine. Herr Pastor Becker, der damals noch in seiner vollen stand, dem floß das Gotteswort rounberbartid) vom Munde über w Tert aus den Episteln, ersten Petri fünf, Bers sechs bis elf. ° bemütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er eud)i e L ' zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget ff ! euch - und so weiter. Und das setzte er alles so sonnenklar ausE M, ' und das paßte alles so aufs Haar auf die Angst, die ich IN'den letzk« Wochen ausgestanden hatte, als wenn seine Predigt eigens für mm» schrieben wäre und mir meinen Standpunkt einmal recht klar maff und zu Gemüt führen sollte. Als der Pastor .m dritten Te, 1«'° Predigt ausführte: Der Gott aber aller Gnaden, der uns berufen W . zu feiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, berfelbtge wird • I ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, starken, kräftigen, gründe», ü selben fei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! — da fing wieder an still vor sich hin zu meinen, und mir bebten nachher Lippen, als ich das Vaterunser leise in meinen Hut ßinemtF®^ ' hatte mir das ans Herz gegriffen. Küster Knaak aber W- eilt: Pastor von der Kanzel stieg, mit einer §anz neuen Sremutation „Ja, des mein Herze fing und spring — , daß ich so laut als ob es sich um die Anwartschaft der Kusterstelle an San » nach Knaaks Tode gehandelt hätte. Was ich aber aus der SU <9 nahm, das war der Generalreeder, und den habe ich von dem u-ek , über alle die andern Reeder und auch über den ^Korrespo»^ n ■ zutvsiben waren, Herr Hofrat." „I, das ist mal nett von Ihnen, bester Kapitän, baß Sie so freundlich die Marotte eines alten Mannes berücksichtigen. Das ist äußerst nett von Ihnen, wie gesagt, äußerst nett, Klepper, haben Sie nachgezählt, tote? Zählen Sie noch einmal, Klepper. Rur der Richtigkeit wegen. Sie Haben Glück gehabt, bester Kapitän; wahrhaftig. Sie _ . _______________________________________________ Verantwortlich: Dr. Hans Thyriot. — Druck und Verlag: Vrühllche Llniversitä tS-Duch- und Sieindruckerek. R. Lange, Br &*