ch t t n= anflug. : über- kleinen, s Am«, mb g«. n hun. lZinvec- oenigen eit, vor unwiri- e ihrer tet. Die Rakete» bei unrichtiger 3 eines Allen in ganz ich fein, bienen. i sie ge- nit bem htungen r vielen ton ..." , unter- Tage- chnifchen ren ver- irechung rfte nur eriodifch n; aber l) genau :i er für r feinem werben, nsat tonen emp< minium- r muffen i ruhiger hen nicht r Flieger alle die- von Be< Lage der Meeres- ber Mauch, Be< he Nach- rch Fül- t jeweils Ünal be- unb ab« Schiffen -stünden, ben. Die wurde, tfchädigt rh Nach- t sie von ben be- jeweilr men, f» ind das ganzen en Fach eworfen n regelten. Menfch- gverfurfl han die cherunß n medi- zur 6r- jie z. üt dein daß bis affe" rin Be- nnerfte allzu en des Äug« mische- ttifchen ehon. Siehener ZamilienbMer Unterhattungsbeilage zum Gietzener Anzeiger Jahrgang;928 ff| „--- Dienrlag, den 2\. August Kummer 67 August, Inserat von Theodor S t o r m. Die verehrttchen Jungen, welche Heuer Meine Aepsel uni) Birnen zu stehlen gedenken. Ersuche ich höflichst, bei diesem Vergnügen Womöglich infowett sich zu beschränken, Daß sie daneben auf den Beeten Mir die Wurzeln und Erbsen nicht zertreten. Paradiss und Hölle. Von Erich E b e r m a y e r. Noch am Morgen war ich ganz unentschlossen; vor dem Hotel in Neapel ging ich in der Sonne auf und ab und erwog, ob das Wetter sich halten würde, und was am besten mit bem Tag anzufangen sei: Vesuv ... Pompeji ... Püstum standen zur Wahl. So, wie man daheim an einem schönen Sonntagmorgen vor dem Haus auf- und abgeht, die stand am Griff des Rades, und nicht recht weiß, ob es bester ist, nach Norden oder nach Süden zu fahren. Aber daheint kommt kein höflicher stotelportier und hilft zum Entschluß wie hier. Er trat näher und brachte einen jungen Menschen mit: Wolfgango Albano, Sohn eines deutschen Universitätsprofessors in Neapel, der bereit war, mich auf den Vesuv zu begleiten, kundig des Weges unb der Sprache. So entschließen wir uns schnell. Die schweren Bergstiefel werden heroorgeholt, der „Lunch" wird eingepackt, und bald trägt uns die ratternde Tram durch die engen Vorstadtstraßen Neapels nach Osten. Wir wollen den ganzen Weg zu Fuß machen und fahren nur ein kurzes Stück an den Berg heran. Er liegt links vor uns, klar, zum ersten Male seit Tagen ohne Wolkenkappe, über ihm steht weiß die Rauchsäule, die aus dem Krater quillt. Durch Garten steigen wir langsam aufwärts. Nach dem Lärm der wirren Großstadt kommt nun Ruhe und Frieden über mich. Rechts und links des Weges liegen Gärten, weite Gärten; der Weg ist eingefaßt von kleinen, niedrigen, primitiv geschichteten Steinmauern, über die wie silbrig rinnendes Wasser unaufhörlich Eidechsen gleiten. In den Gärten blüht es. Zeilen von rosa blühenden Mandelbäumen steigen am Abhang lang, Orangenbäume, schwer tragend unter der Last der Früchte, hangen tief über den schmalen Weg. Diese Vesuvlandschaft soll die fruchtbarste Italiens sein; jahraus, jahrein wird hier gesät und geerntet. Ewiger Sammer herrscht in diesem paradiesischen Land. In den Garten arbeiten Bauern, armselige Gestalten, die bettelnd herankommen oder sich als Führer erbieten; sie sind die Herren dieses Paradieses. Es ist schwül, und der Weg führt steil bergan, — langsam fetzt man Schritt vor Schritt, langsam versinkt die Ebene. Ein Bäuerlein lchlreßt sich uns an, nimmt mir, ohne etwas zu sagen, Mantel und Hut vom Arme unb trottet" schweigend voraus. Rur einmal wendet er sich um, breitet beide Arme weit aus, schaut hinunter aufs Meer, .Küste und Land, das in der Mittagssonne glänzt, und sagt: „Bella Napoli. Bella, bella Napoli!" Diese Geste und diese Worte werde ich nicht ver- geffen; es war der Stolz des Hausherrn auf seinen herrlichen Besitz, der aus bem armen Schlucker sprach. Bella Napoli! An einem kleinen Weinberghäuschen gibt er Mantel und Hut zurück, bekommt Münze unb entläßt uns mit seinem Segen und der Bitte um einige Zigaretten. Aus halber Höhe, im Schatten einer steil aufragsnden Zt)preste, wird der Lunch verzehrt. Die ersten Fremden kommen entgegen, deutsche Studenten natürlich, die vor Verirrung warnen und den Weg genau beschreiben. Wie wohl tut es, einmal fünf Stunden lang kein snobtstt- sches müdes Reisepublikum zu sehen! Nun öffnet sich auch nach Suo- vsten der Blick; Pompeji, Sorrent tauchen auf. Es wird kühler, die Tausendmetergrenze ist bald erreicht, und es stergt sich leicht in der dünnen Lust.' Die Gleise der Cookschen Vesuvbahn, die alle Stunden bte Reijen- ben, während sie in bequemen Sesseln ruhen und Baedeker te;en, an den Kraterrand bringt, dienen uns als Weg. Um zwei liegt der letzte, tz'lfte Anstieg, der eigentliche Kegel, hinter uns. Nun geht es ein «kuck wen, bann öffnet sich auf einmal das Gestein zur Linken: der Krater- ranb des Vesuvs. . , Wenn ich ein Dichter wäre, würde ich jetzt eine Schilderung des Arjuvkraters geben, die sich gewaschen hat. Da ich aber ein ehtlicher ^°n ch sein will, muß ich sagen, daß ich nichts, gar nichts !ah, außer liemlich viel gelbweißem Qualm, der greulich stank, ferner einen „Führer , der erheblich nach Schnaps roch und mir erkaltete Lavabrocken Mit emgelaffenen 20-Ccntesimi-Stückchen unter großem Stimmenaufwand MN ^fManbot- und endlich einige Engländerinnen in hohen gelbeni st>e- em, die mit langen Hälsen in den Rauch hinuntersahen und mehrmals ingten: «o—u, q —u, very nice, I like that.. Mein kleiner deutscher Führer beginnt mit den herumlungernden Vesuvführern zu verhandeln, ob einer bereit ist, mich in den Krater hin- unterzuführeil. Man hat keine rechte Lust allerseits, einer würde es wohl tun, aber er verlangt eine Unsumme; „molto periculoso", sehr gefährlich meint er. Vier Münchener Studenten kommen, — und zu fünft gelingt es uns, den Gesellen für 25 Lire zu dingen. Schneller Abschied von meinem kleinen Begleiter, der es vorzieht, Zigaretten rauchend, in der Sonne sitzen zu bleiben, ein mehrmaliges anerkennendes „o—u, no, no ..." der englischen Grazien, — dann geht es hinunter in den schwarzgelben Höllenschlund, aus bem alle 30 bis 40 Sekunden bas Krachen einer Explosion, Steingeprassel unb rieselnder Ascheregen verlockend heraufklingen. Vorsichtig, zum Teil auf allen Vieren, steigen wir abwärts. Anfangs macht es Freude, Bergsteigerluft erwacht, und muntere Reden begleiten die Arbeit. Der Schwefeldämpf stört zwar etwas, — aber ab und zu kommt ein Windstoß, treibt ben Dampf weg, unb man holt tief Atem auf Vorrat. Salb wirb bas Atmen boch verdammt schwer. Einer nach dem anderen zückt das Taschentuch, tut zuerst, als müsse er sich schneuzen, hüstelt bann ein paarmal und preßt es schließlich ganz offenkundig fest vor die Nase. Zu sehen ist nichts. Kaum drei Schritte weit ist der Pfad zu erkennen; es wird finsterer und heißer, je tiefer wir kommen. Die Detonationen werden stärker, je mehr wir uns dem Kraterboden nähern. Der Steinregen klingt vertraulich nahe, aber unser Graubart versichert: „Nix Stein, nix Asche ..." Plötzlich hört das Kraxeln auf, der Boden wirb eben, verbächtig heiß unb schwarz unb bröckelnd wird es unter den Füßen, — sollte dies schon der Kraterboden sein? Schon wird auch der Schwefeldampf dünner, die Sicht weiter, und, was eben noch Ahnen, wirb zur bewegenben Gewißheit: Wir stehen auf Lava, auf heißer, eben aus bem Schoße der Erbe gequollener, nun ertaüenber Lava! Wie ein großes, von schwarzen Erbschollen wirb aufgewühltes Felb behüt sich ringsum, arenaförmig, vom Kraterranb eingefaßt, der Kraterboben; links im Grauen, Ungern ifi en ragt der ewig polternde, zischende, qualmende Zentralkrater auf. Unb ba — bie Augen werben irre — bicht neben mir zur Rechten ein Schlund, eine Spalte, in der schwarzen Lava, ein Meter breit vielleicht, und aus ihm hervor quillt unb quillt es langsam, unaufhörlich; rot« glühende, flüssige Lava. Wie ein riesiger roter Schlangen- teib mit schwarzen Pünktchen auf der Haut, wälzt sich ber Strom langsam, unabänderlich hervor, fließt behäbig ins Breite aus, verrinnt in den Vertiefungen der gestern gequollenen, heute schon zu Stein erkalteten Masse. Welch Schauspiel! Wir Menschlein in der Küche ber Erbe, Zeugen ihres Werdens! Keiner sagt ein Wort; man sieht und schaut, bis ber Plick gebfenbet unb schmerzend abirrt von biefem Spuk ber Zinne. Wir wandern weiter, wenn dies fiebrige Taumeln von Lavabrocken, dies Gleiten, Rutschen, Kriechen, — Wandern genannt werden kann. Die Sohlen brennen, es riecht nach verkohltem Leder, aber keiner achtet darauf. Unmittelbar rechts und links die Schlünde, aus denen der glühende Brei sich herausquetscht, e i n Fehltritt, und man geht wie Zunder in den Flammen auf. Der Dampf wird wieder dichter, bas Atmen schwerer; bas Krachen des Zentralkraters, bas Steingerassel, der Ascheregen, — die Sinne werden benommen, aber man steigt weiter, vorwärts; keiner will ber erste sein, ber zur Umkehr rät. Schließlich macht der Führer Halt und eröffnet unter den donnernden Eruptionen und dem Brodeln der Gase seine Tarifverhandlungen. Er meint wohl, jetzt seien wir mürbe genug, um alles zuzugestehen. " Run geht es rückwärts. Es wird immer schwerer. Die Kräfte lassen nach. Der Dampf und Qualm ist nun so dicht, daß nächtliche Dunkel- beit um uns steht. Ich sehe zufällig, wie ber Führer unsicher zum Himmel" schaut unb ben Kopf schüttelt unb „Avanti, avant-! sagt. Auf einmal ein fürchterliches Krachen, prasselnder Steinregen, wir ducken uns einer der Studenten bricht in die Knie und äußert: „O Dort, o Gott!"; der Führer beruhigt: „Nix Asche, nix Stein", worauf der sich mühsam wieder aufrichtende Herr entgegnet: „Bin ausgeruischt, — ver- ^"'Nach biesem° Zwischenfall geht es weiter, langsamer als zuerst; beim trotz bes Wettstreits kann keiner mehr so recht Als gar bas Klettern am steilen Kraterranb angeht unb ber Luftbebarf starker, der Schwefel« bnnwf ober nur noch biebter wirb, form mein bic Versuchung luunt mehr bezwingen, sich einfach hinzulegen unb in Gelassenheit die Ohnmacht zu erwarten. Aber man tut es boq> nicht, schleppt sich „weiter, klammert sich an Geröll unb Steine, keucht unb stöhnt ganz erbärmlich, ohne sich mehr voreinanber zu schämen, bis endlich es lichter vor ben Auq-M wird und plötzlich, wie aus der Erde gewachsen, Gestalt^, vor uns stehen, Menschen — Stimmen — Leben — Licht —, der Krater« rand die Stelle des Einstiegs! Man begrüßt uns wie Totgeglaubte und erklärt: Während wir im Krater waren, hatte bas Wetter umgeschlagen, Reaen war gekommen. Nebel hatte auf ben Krater gebrückt, und der Schwefelbamps konnte nicht mehr abziehen. Wir Mb alle- ein wemg blNch, beinahe grün im Gesicht, aber guter Dmge und atmen, atmen. atmen die. kühle, frische Regenluft ... Der Führer bekommt seine 25 Lire, schimpft eine Weile vor sich hin, ist dann ober doch zufrieden, weil die Sache gut abgegangen ist. Unter leichtem, erquickenden Regen gehe ich mit meinem jungen Führer talwärts. Er will alles wissen, jede Einzelheit, — aber ich mag noch nicht davon reden. Ich freue mich an dem munteren Geplauder des Jungen, an der Nähe des menschlichen Wesens nach all dem Grauen und der Starrheit dieser Stunde. Tiefer und tiefer kommen wir wieder hinab und wandern schließlich in völliger südlicher Finsternis, — nächtlicher Finsternis, die so wohltätig und mild sich von jener anderen boshaftgelben des Kraterbodens unterscheidet. Zwischen blühenden, nun schwer duftenden Gärten tasten wir uns langsam abwärts. Ein warmer feuchter Wind trägt Singsang und Mandolinengedudel aus den Gärten herüber. Hinter matt erleuchteten Fenstern stehen halbnackte Menschen am sorgsam gehüteten Herdfeuer. Sie braten Kastanien und fingen ihre Kinder in Schlaf. Hexs und ihr Sohn. Von Paul E i p p e r. Das ist keine biedermännifche Geschichte von zwei Dackelhunden. Fast könnte man sagen, es ist ein bißchen Spiritismus dabei. Insofern, als Dinge zur Sprache kommen, von Hunden gesagt, die man für gewöhnlich bei Tieren nicht annimmt. Daß Dackel klug sind, bedarf keiner Feststellung. Und wenn mancher Hundebesitzer stolz behauptet „M e i n Dackel versteht jedes Wort", so hat er bei gewissen alltäglichen Begriffen durchaus recht. „Futter", „Brav", „Strafe", „Daheimbleiben", das kann ein Haustier sehr wohl unterscheiden. Weil ihm ja auch die Betonung zu Hilfe kommt, der „liebevolle" Klang oder der „böse". Aber wie erklärt man sich die folgende Begebenheit? * „Hexe" gehört dem Forstmeister eines württembergischen Oberamts. Das Forsthaus liegt mitten im Wald; die Dackelhündin geht seit Jahren als bevorzugte Begleiterin Tag für Tag mit dem Forstmeister ins Revier, häufig auch mit auf die Jagd. Sie ist, bei der Tierliebe der Forstmannsfamilie nicht verwunderlich, der Liebling des Hauses und wird niemals schlecht -behandelt. Aber schließlich lassen ihre waidmänni- fchen Fähigkeiten nach, und als eines Sonntags der Oberamtmann mit feiner Frau zu Besuch kommt, erzählt der Förster, daß er sich nun doch einen Hühnerhund angeschafft habe. Hexe müsse fort, morgen erscheine im Amtsblatt eine Verkaufsanzeige. Der Dackel lag hinter dem Ofen des Wohnzimmers und rührte sich nicht. Monate vergingen, ohne daß sich die Familien wiedersahen; Oberamtmann waren auf Reisen. Erst im Herbst traf man sich von neuem im Forsthaus. Hexe lag im Schoß der Frau Forstmeister, melancholisch, und die Amtmännin frug, was eigentlich jetzt über den Dackel beschlossen sei. Der Förster — wie ich noch einmal betonen möchte — ein gutmütiger Tierfreund, der den Hund nie geschlagen hatte, sagte: „So geht es nicht weiter. Die Hexe wischt heimlich immer wieder aus und geht ins Revier. Auf mein damaliges Inserat hat sich nichts Gefcheites gemeldet. Eine schlechte Heimat soll der Dackel nicht bekommen, dann erschieße ich ihn lieber." Die Amtmännin war entsetzt. „Das dürfen Sie nicht sagen. Der Hund hört es doch. Nein, nein, Hexe, ehe sie dich erschießen, kommst du lieber zu uns ins Oberamt." Das war etwa um 5 Uhr nachmittags. Am Abend verabschiedete man sich; der Besuch fuhr im Auto heim, und als Oberamtmanns zu Hause anlangten, sah auf der Freitreppe — die Hexe. Weder im Guten noch im Bösen war das Tier ins Forsthaus zurückzubringen. Als am anderen Tage der Forstmeister kam, sie zurückzuholen, verkroch sie sich im Kornspeicher, und auch ihrer früheren Herrin folgte sie nicht mehr. Aber die Frau des Amtmanns begleitete sie auf Schritt und Tritt. Hat dieses Tier nun das Wort „erschießen" verstanden? Jedenfalls ging in seinem Kopf ein veritabler Denkprozeß vor sich. Es hat freiwillig seinen Besitzer gewechselt und seine Heimat. Angst vor schlechter Behandlung kommt als Grund keineswegs in Frage; denn im Augenblick, als der Oberamtmann sich zur Uebernahme des Hundes entschlossen hatte, begrüßte Hexe freundschaftlich die Förstersfamtlie, so oft sie zu Besuch kam. Ja, sie ging ihrerseits sogar in-die Försterei, lag aber dann ausschließlich unter dem Stuhl der Amtmännin und ging selbstverständlich mit ihrer neuen Herrin abends wieder fort. * Ein Jahr später lud der Forstmeister Oberamtmanns zu einer Bowle in die Jagdhütte ein, hoch oben im Revier. Hexe, die reichlich fett geworden war, durste mit; desgleichen der Hühnerhund, den sie aber hochmütig ignorierte. Der Abend war zauberhaft schön und die Bowle so ausgiebig, daß die beiden Ehepaare beschlossen, oben im Berg zu übernachten. Die Frauen kletterten über die Leiter nach dem Heuboden, die Männer blieben mit den Hunden im eigentlichen Hüttenraum. Aber es war unter dem Dach jo schwül, daß schließlich die Amtmännin und die Forstersfrau ihre Decken ebenfalls unten in der Hütte ausbreiteten. Eine ütr.9tn9 „Die Hexe legt sich immer dicht an meinen Kopf und leckt mir die Haare!" „Ach was," brummte der bowlenselige Amtmann, „jag den Hund doch weg. ...Aber nach einer Weile gings wieder von neuem los. „Ich mach die Hüttentur auf und schmeiß ihn ins Freie, den Quälgeist." Hexe hörte das und verkroch sich. Rach einer weiteren Stunde weckst die Amtmännin ihre Nachbarin. „Hier stimmt was nicht. Die S)m leckt mir dauernd übers Gesicht und irgendwo piepst es." „Oh weh," schrie die Försterin, „junge Ratten!" und knipste die elektrische Taschenlampe an. Es waren keine jungen Ratten, aber Hexe hatte sich am Kopf ihrer Herrin das Wochenbett zurecht gemacht und drei entzückenden Kindern das Leben gegeben. „Gucken Sie nur," jubelte die Amtmännin, „was das eine für einen großen Mockel hat!" Mockel ist ein schwäbisches Wort für Dickkopf, und so hieß also Heres Erstgeborener von der Stunde seiner Geburt an „der Mockel". Dadurch, daß Mockel später in den Besitz des Oberamtstierarzter kam, erfuhr ich die ganzen Geschichten .Mockel ist in allem der Sohn seiner Mutter, groß, herrlich dunkelbraun mit schwarzem Rücken, ein kluges Tier mit einem wunderschönen Kopf. Neulich hat mich der Oberamtstierarzt in Stuttgart abgeholt, in seinem Automobil, und Mockel saß stolz hinten im Fond. Während wir durch die Frühlingsherrlichkeit des schwäbischen Landes fuhren, am Schwarzwald entlang, unterhielt ich mich wechselweise mit Mockel und mit seinem Herrn. „Der versteht jedes Wort", sagte der Tierarzt in landesüblichem Besitzerstolz. Wie ein Zaubertuch breitete sich Württembergs Lieblichkeit mit jeder Wegbiegung vor uns aus. Sanft gewellte Hügelzüge; lichte Buchen- wälder; Viehweiden; dunkle Tannenforsten; ein Dörfchen da; ein Flecken dort, eingebettet in eine Bodenmulde; kleine Häufer, die sich angstvoll ans Kirchlein lehnen; das ganze Panorama eng zusammengeschoben, greifbar nah, unromantisch — nur schön, unter der blauen Himmelsglocke. In Weilderstadt machten wir Station, dem Geburtsort Johannes Keplers. Und während wir die gotische Kirche besichtigten, den schönen Marktplatz und das Geburtshaus des großen Astronomen, wurde Mockel als Wächter vors Auto gesetzt. Die schwäbischen Bauernbuben haben nämlich eine unangenehme Gewohnheit. Sie kritzeln mit Kreide uni scharfen Kieselsteinen alle möglichen Namen und Figuren auf den schwarzen Lack der Karosserie. Wir wanderten also durch die Ortschaft und verloren uns in der Betrachtung jener schmiedeeisernen Wirtshausschilder, aus der Barockzeit, Herrlichkeiten alter Handwerkskunst: Ritter, Löwen, Hirsche, Ochsen, das steigende Roß, — vergoldet und verwittert. Als wir zurückkamen, standen wohl zwei Dutzend Kinder um unseren Wagen. Vielleicht waren die Ururenkel jenes 1571 geborenen Goli- wirtssohnes Johannes Kepler darunter; trotzdem freuten wir uns nicht, denn unser Auto war von allen Seiten mit Zeichnungen bedeckt uni Mockel, der Wächter, stand pflichtvergessen, aber schweifwedelnd dabei; ein sehr interessierter Kritiker und Kunstfreund. Er bekam seine Ohrfeige und wurde strafweise an den Führersitz gebunden, wahrend wir zum Mittagessen gingen. „Es würde mich nicht wundern," sagte in der schattigen Wirtsstube der Tierarzt zu mir, „wenn in ' der nächsten Viertelstunde der Dackel bei uns auftauchte. Man kann nichts gegen feinen Eigensinn. Wenn meine Frau irgendwo zum Kaffee eingeladen ist und vorher Mockel mit größter Genauigkeit erzählt, daß er nicht mitgehen kann, dann hilft kein Einschliehen und kein Bewachen. Spätestens nach zwei Stunden kommt in die Gesellschaft — wo es auch sei — ein dienstbarer Geist und sagt: „Vor der Haustür sitzt ein Dackelhund und triß herein!" ’ | „Herein" war anscheinend das Stichwort. Denn neben meinem Futz klopfte irgend etwas rhythmisch auf den Boden — das Schwänzchen von Mockel, der treuherzig unter unserem Tisch saß, mit der Leine um den Hals. „Die Anhänglichkeit an meine Frau und mich werden wir ihm nicht abgewöhnen. Manchmal wird es geradezu eine Last. Dabei ist das Tier sonst so bescheiden. Es bettelt beispielsweise niemals." Der Arzt nimmt ein Stückchen Fleisch von seinem 'Teller und legi es dem Hund vor die Schnauze auf den Boden. Mockel bleibt gänzlich unbeteiligt, riecht ein bißchen in die Lust und — setzt sich aufrecht auf die Hinterhand, die Vorderpfoten eingezogen. „So sitzt er eine Viertelstunde, wenn es fein muß. Und erst wenn ich sage, ,du darfst essen", wird er zu Boden gehen. Man kann ihm ruhig ein Stück Zucker, feine Lieblingsspeise, auf die Rase legen, ohne Aufforderung frißt er nicht. Nachmittags fuhr ich mit dem Oberamtstierarzt auf Praxis über Land. Wir drangen ins Gebiet der Obstgärten vor, die mit einem Ozean von Blüten die Landschaft jungfräulich weiß verklärten, hügekautz hügelab. " ; Es will nimmer enden. Wo ein bißchen Boden ist zwischen Bach und Wald, in der Ebene und am Hang, gleich steht da ein rühren« windschiefes, kleines Bäumchen, und um den dünnen Stamm ballt B eine Wolke von Blütenblättern. J In Sternenfels stand ein kopfkrankes Pferd. Beim Bauern oben am Berg, weshalb das Auto unten warten mußte. „Mockel," W der Oberamtstierarzt, „du bleibst hier. Und paßt diesmal ganz urm auf und bellst, damit die Buben den Wagen nicht verkratzen. ®4on Auto fitzen bleiben, verstehst du!" ' Wir zwei Menschen fliegen bergan. Die Bauersleute saßen in Hem^ ärmeln auf der steinernen Freitreppe, und an der Stalltür hiug ° großes Plakat: Achtung, Ansteckungsgefahr für Pferde! Der Gaul sah erbärmlich aus. Er war abgemagert bis auf ** Knochen, fraß nicht, trank nicht, stierte in eine Ecke und lief von 0 W Zeit wie ein Zirkuspferd, immer nach rechts. , „ Der Bauer achtete ernsten Gesichts auf den Arzt, der eine fpritzung vorbereitete. Und klagte mir dabei fein Leid. Wie er an v Roß hängt, wie gut es gearbeitet hat, wie es treu war, dauer l uni Eck den den uns der gest rech fein er s hon der Hun heut hört weg l die ' schal 6rüd schmi ist d Bevö behöi lchen Wern nachg Stad: nunn im S Die C in dc sie hl Pitts, teilchc filomi Asche, Amm aller halten Luft burx in ein 16770 aber f tätige Stäbti Berwc und f tung rietfes jener Pit das gi nongal nichts gruben Weicht dnngli hinwec der © Finster tzünden hochvst Schwei Verdick Tierleb vergeht >st imr feinster siandig gewasck Haufen" Ci: von Pi Tugend -namer dieser gründe; Und DO wohl a flenann gißten Aadt < urncinr ic uf und tragen weiter zur der alles Pflanzen- und Untersuchungen von Lungen von Leuten, die in Pittsburgh St Lou's und Cmcmnati mehrere Jahre lang gewohnt haben, ergaben daß diese infolge des aus der Verbrennung von Weichkohle entstehenden Rauches und Äußer anstatt rosa fast schwarz gefärbt waren. Den drei genannten Städten am nächsten in der Luftverunreinigung stehen De- tro t mit 15300 unb Chikago mit 14 000 Staubteilchen während Stad! "gilt"' 5360 totoubt-iId,tm pr° Kubikfuß als die einwandfreieste und niemals krank. Schrecklich, wenn das Tier geschlachtet werden »,»n Schaden habe er ja nicht, das trage die Sßerfidi™ Ä Jen Saul doch drei Jahre und hänge an feinem Vieh! Dabei witterten dem massigen Mann die Mundwinkel unterm Schnurrbart. Während des Abstiegs berichte ich meinem Begleiter. „Ja so find unsere Bauern. Oteullch hielt ich einen Vortrag über die Veredlung beL ^^^mbergifchen Viehzucht, Blutauffrischung usw. In der Diskussion stand ein alter Bauer auf und sag e- er danke iehr für nir hf» Belehrungen und es sei ja sehr schön, ba69man ^öSJeHeit“ für Ballungen und richtige Fütterung sorge Aber er meine der rechte Äauer täte das nicht btoß deswegen weit er hnnn -moVv/ !ernfiemii?beLbetÖfe' meit bie Ikre ihm gehören und weil V * I l V vivv UUW, Kurz ehe wir an der Landstraße waren, hörten wir unser Boich- horn mehrmals hintereinander hupen. „Nanu," sagte der Ar/t votzt der Mockel wieder nicht auf? Das ist doch ein eigensinniger 'Teufel heute7st"es ja wie verhex! " bewacht und alle^Buben verscheuchst ... Sprach es und eilte beschleunigten Schritts voraus. — Ach io" horte >ch 'ho lachen, als ich nachgekommen war, „Mockel ist beleidigt von wegen der Ohrfeige von heute morgen." ' oe-eioigr von irirb wahrhaftig, der Dackel stand hinten in der Karosserie batte H°i?C6beine QU*S ®erbe(f gelegt und besah sich gelangweilt die' Land- schgft. Daß vorn am Lenkrad ein Abc-Schütze stand und auf die Huve druckte, das war dem Wächter gänzlich einerlei. Die drei schmutzigsten Städte Amerikas. Von Dr. Arthur Heldt. Die Mutter. Novelle von Maarten Maartens. (Fortsetzung.) „Und das ist ein sehr guter Grund", gab ihr Mann zurück. „Wenn du es gern willst, muß sic das Haus natürlich haben. Eigentlich müßte sic ins Dorf hinunterziehen und arbeiten." D „Ich habe doch gar keine Ansicht geäußert", erwiderte die Baronin und griff wieder zu ihrer Handarbeit. „Noch viel weniger habe ich einen Rat gegeben. Wenn sie aber die halbe Arbeit eines Unterförsters verrichtet, konnte sie dann nicht auch das halbe Gehalt eines Unterförsters bekommen?" ■ 1 1 Der Baron trommelte mit den Fingern an den Fensterscheiben Aber wie soll ich das denn buchen?" platzte er ganz ratlos heraus."„Die Pension kann ich buchen, wie es immer geschehen ist — unter III — Gutskosten'." „Buche es als im Himmel angelegten Schatz", sagte die Baronin. „Das ist .Wohltätigkeit — Rubrik VIII'", entgegnete der Baron. „Ob mein Verwalter das wohl für richtig halten wird?" ., P j1 t o bürg h im Staate Pennsylvania galt bisher immer als die schmutzigste und rauchigste Stadt der Vereinigten Staaten, aber nun ist die Freude unter der leichtgläubigen und schnell zusriedenaestcllten h9r°k' "Ä Veranlassung der nationalen Gesundbeits- hshoode har das gerade in Pittsburgh, in der Vaterstadt des amerikani- lchen Schatzamtssekretars Andrew W. Mellon gelegene und von dessen Verwandtschaft begründete Mellon-Forschungsinstitut klipp und klar nachgew.esen daß Pittsburgh nicht mehr die schmutzigste und rauchigste Stadt der Vereinigten Staaten ist, sondern daß dieser zweifelhafte Ruf nunmehr St. Louis im Staate Missouri zufällt daß Eincinnati un Staate Ohio folgt und daß Pittsburgh „erst" an dritter Stelle steht b^. Mellon-Instituts haben sich der Mühe unterzogen den in der Luft umherschwebenden Staubgehalt festzustellen. Dabei haben sie herausgefunden, daß, von Proben aus dreiundzwanzig Städten in kitten rpnthnrtt'nT ^«'Efuß (28,37 Kubikdezimeter) Luft 16 100 Staub- „, cve,1l outhalten sind. In einer auf einer Quadratmeile (2 59 Quodrat- Mcke^46U^ Louden Luftsäule waren 2,9 Tonnen Teer, 557,4 Tonnen Mo, ^64,3 Tonnei, andere verbrennbare Stoffe, wie Sulvbate und Ammoniak, 279,9 Tonnen oxidiertes Eisen, insgesamt 1304 5 Tonnen halten wäbrend ble snrfi „.-r (t, 0 ", ohalb eines Jahres ent= galten, wahrend die doch gewiß als unrein berüchtigte Londoner ! nt?r in.59efa,ut 180 Tonnen dieser Stoffe enthielt und in Suis, bürg beispielsweise 1200 Tonnen berechnet werden. In St Loui- sind WoeiSi^b1rff& 17 600 Staubteilchen enthalten und in Cincinnati nh/r , tri Älffern erscheinen einem Uneingeweihten kaum glaubhaft aber amtlich n.edergelegte und von Forschern festgestellte Ziffern bekomm? sie. Die Hauptschuld an diesen Verhältnissen trägt in allen drei Skrmen'n1?1^ aIIei" bor geraaHige Industriebetrieb, sondern vor allem die un ^„ hn D°-n Weichkohle in diesen Betrieben, auf den Eisenbahnen und olustdampfern und Wohnhäusern, sowie die absichtliche Fernhal- e feSUZh Ä tfDi,i-e ?urch die aUei'n auf ihr ei'g7ne? und nLc- jene! Eegende? " 9ntcrcf,cnten: DOr allem der Kohlengrubenbesitzer ^-dillaburgh ist im gesamten östlichen Teil der Vereinigten Staaten ,00 größte Industriezentrum. Hier liegen an den beiden Flüsse,. Mo nttÄ« Vtnb, Mlegheny kilometerweit die Flußläufe hinauf weiter aruben Fabriken, Hochofenbetriebe, chemische Werke und Kohlen- ^eichköble fonhff1 ausschließlich Weichkohle gefördert wird, und diese hrin„r^Ie londet bei 5er Verbrennung einen tiefschwarzen, undurch- USutetQnnhmnrtmphlr^ber l'uoo hei bewegter Luft über die Stadt f d) Üblich auch auflost, aber bei Windstille direkt über Finsteres 2ann kolbst um die Mittagszeit eine ägyptische 2™s 'ubon Straßen und Hausern verbreitet, die sogar zum An- Mö enbftPin^ nr-U4?1 Sagesaeit zwingt. An den Tausenden von Cchwcieb uiM kht.rft ^?"'b bet Nacht schwelende Flammenmassen, mit Vttdickmm"?.b lenstoff und Teer geladen, auf und tragen weiter zur Xierkben9nnhb Verpestung der Luft bei, in der alles Pflanzen- und vergehen wenn «r(,a-,ems.nurf) ble. Menschen leiden und vor der Zeit ist l'.e beständig ,n dieser Umgebung leben müssen. Die Luft feinte ^ett'gcn Ruß angefüllt, der sich auch durch die fiänbin Fensterritzen hindurchzwangt, Fensterbretter und Möbel be- gewg chenen ranes- btctc,’L. bedeckt, und die schönsten schneeweiß- gezogen erschech!n°!äß!^ ^°9°" 1 ’ ,im Staate Ohio und etwa 500 Kilometer westlich Tugenden gelegen, erhielt seinen Namen nach dem wegen seiner Romer Li,nS- ^lampstr für die Rechte der Patrizier bekannten dieser Duinctius Cincinnatus, dem zu Ehren auch Offiziere in Mnbekn "ad) bem Revolutionskriege 1787 ben Cincinnati-Orden Und vor j,^ ^'/luat' war früher eine der schönsten Städte des Landes, uw nilrh leJun9 des Landes jenseits des Mississippi wurde es Benannt 'tmerikanern hochtönend bie „Königin des Westens" größten'lllenmÄ Cincinnati auch damals schon „roch", weil hier einige der Stabt aven n »oineschlächtereien Amerikas zu finden waren, bie ber ^incinnot, Beinamen „Porkopolis", Stabt ber Schweine, eintrugen, ar einst auch bie größte Handelsstabt des Westens, aber fffion feit Jahrhunderten wurde sie in dieser und Io manrfior hnX»»» SS'li, »Äft KÄW3S L ftn^h^ lA9C'\ÜOnuSeuy^.en' Sou diesen gehören die meisten dem Arbeiter- stande an, daneben sind aber auch deutsche Kaufleute und Fabrikanten SÄ $S BÄ» ---»" »Ä Ä inbe weckst Die Hexe knipste bie Kopf ihrer n Kindern für einen ckkopf, uni Seburt an istierarzter der Sohn lüden, ein »geholt, in ihrend wir ihren, am llockel unb sierarzt in mit jeder e Buchern ein Flecken > angstvoll ^geschoben, Himmels. Johannes en schönen rde Mockel ,en haben lreide uni auf ben n der $e- Barockzeit, . lchsen, dos : um un, ’nen Galluns nicht, edeckt uni lnd bobel; Führersitz m Wirt!- tunbe der Eigensinn, ib vorher hen kann, nach zwei : >in diensi- und will inem Fuß hwänzchen Leine um ihm nicht das Tier nd legi es nzlich un- )t auf bie wenn ich hm rnhttz >hne 2Iuf> | Ä ®«nn bie Lust in Cincinnati noch mehr verunreiniat ist als in I TnTMf»f9n f begt bas wohl daran, daß die Ohiostadt noch tiefer im I Talkessel liegt und infolgedessen noch weniger Gelegenheit zum Aus- I nrhnfinn^ * die geeinten sanitären Einrichtungen 'und Ver- I Ordnungen nochmehr als m Pittsburgh zu wünschen übria lassen lln. I gefahr in der Mitte des Laufes des Ohio gelegen, muß aller ftromauf» I nnh llßomabmarts gehende Verkehr Cincinnati passieren. Die Dächer I O(b;l?ur2?'c und'elbst die hohen Baumkronen sind halb in Rauch ein- j ll stallt, xie rauchgeschwangerte Fountain Square war einmal in einer I Tinr’f91 raUCl9sU Atmosphäre ein kleiner Park, heute sind von diesem Park nur noch drei oder vier Bäume übriggebneben. ' I o u i s , im Staate Missouri, wurde von französischen Kolo- «Ihn?, gegründet, die sich dort zuerst 1764 niederließen^und die An- S? La»!« "^k.'^E ^onig nannten. Eine amerikanische Stadt wurde A 0 orst Mn 1830. Die Franzosen hatten ihre Schuldigkeit getan n™ iroHn-1'ert-C St ß?u’% u»urde von Amerikanern übernommen I „ < ?om M'sstlsipp» gingen die Dampfer auf- und abwärts mit Gütern ber I or^rbnutrci6ent)en Gegenden reich delnden Die 33aAifif-Crifpnhnhn pmn ale erstes EisenbahnsyZem in welcher Richtun W'-W üL 'ch s/uhzeittg IN der Stadt nieder, und heute ist es die vier größte Stadt *n ben bereinigten Staaten, jede fünfte Person unter hen mon, als 800000 Einwohnern ist deutscher Herkunft. Mit den Eisen- a«mun32a@ilnme?nbU^hC‘h^eU^ es 90 Quadratkilometer Fläche, 2c Kilometer an beiden Seiten an den Mississippi, besitzt mehr als i Fabriken und Industriebetriebe, ist bie vierte Industriestadt ber 2ßelt und Knoten- oder Endpunkt für 27 Eisenbahnen St Louis ist ÄrbT,!V ^'louwarcubranchc, in der Schuh- und Lederindustrie^ Tadastabrikatwn iind chemischen Industrien. Es war früher als ine der gesundesten Städte ber Union bekannt, aber bie von Jahr zu ?ast' Motzer gewordene Lustverpestung hat die Sterblichkeitsziffer be- d utend erhöht. Selbst das Trinkwaffer ist nicht einwandfrei Die Luft ist von den hunderterlei verschiedenen Dünsten stets muffig und benimmt das freie Atmen in den unendlich lang sich hinziehenden Straßen wo !£on in einem .wahrhaftigen Häusermeer von Wolkenkratzern ' und Fabriken eingeklemmt ist, und wo in den sehr vielen Bureaus fast den ganzen Tag über Licht gebrannt werden muß. Selbst auf bem langsam unb trage burch bie Stadt sich wälzenden Mississippi lagert sich der Rutz ^f»t<-nab aUbh'nl-$.'lfen Mchien und Streifen und läßt di?gelblichen 'Ä'^on noch widerlich^ erscheinen. Korrupte Politiker haben auch hier obo-’ getan, um mit Berechnung der eigenen Vorteile die Stadt soviel wie möglich zu einem Industriezentrum des Westens zu machen, aber die allgemeine Volkswohlfahrt, von der sie doch wenig für sich selbst ernten fAn'? m' -J09 ^onig am Herzen. Man muh auch in St. Louis nünen roill011 h b"' Stabf gohen, wenn inan einmal ordentlich auf- rxis über em Ozem hügekalist hen Aach ; rflbrcnb bal» sich ern gatzi el," sag!« mz achg schön im i Hemds- hing ein auf die von KÜ ine 6'"' an dem ei H — Bruck und Verlag: Vrühl'jche Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, ®le® Verantwortlich: vr. HanS Thyriot. ®e- nach Er blickte zu ihrem ter", sagte er. „Oh, du dich oon ganzem Herzen Einige Jahre später Hilfe, und mit der Zeit bleichen Gesicht empor. „Aber natürlich, Mut- bist mir eine gute Mutter gewesen. Ich habe und ganzer Seele lieb." schickte der Verwalter ihn seiner Mutter zur übernahm er alle Arbeiten, die früher seinem Als der Baron Frau Quint einmal in einer Bedenke, was ich' dir erzählt habe: daß wir ihm soviel Dank schulden, daß du ihn nie abtragen kannst) was du auch tun magst!" „Ich will tun, was ich kann", erwiderte er. Aber sie hielt ihn am Arm fest. „Isaak, mein Sohn der Verheißung," rief sie aus und riß ihn an sich, „für diesen Augenblick hier habe ich mich Tag und Nacht abgeplackt! Isaak, du wirst getreu fein, nicht wahr?" Later abgelegen hatten. Schonung begegnete, teilte er ihr mit einem Seufzer der Erleichterung mit, daß sie von nun an nur noch ihre Pension erhalten werde. „Und daß Sie mir nun ja keine Arbeit mehr tun!"l setzte er mit einem Augenblinzeln hinzu. „Wenn Sie es wollen, können Sie meinetwegen bei Ihrem Sohn bleiben, aber wenn ich Sie beim Fasanensüttern ertappen sollte, schicke ich Sie weg. Sie sind als Witwe eines Unterförsters pensioniert worden und als Rentenempfängerin gebucht. Guten Morgen!' immer brav fein willst." „Ich versprech' es dir", murmelte er unter seinem Federbett. Und da küßte sie ihn — was selten vorkam — küßte ihn durchs Laken. Jetzt zählte er dreizehn Jahre und war fertig mit der Schule. Sie verschaffte ihm eine Stelle auf dem Wirtschaftshof. Seinen ersten Wochenlohn brachte er seiner Mutter, und was auch vor- oder nachher geschehen sein mochte, in Mary Quints Leben war und blieb das der stolzeste Augenblick. „Isaak," sagte sie, „du bist noch kein Mann, aber ein Kind bist du auch nicht mehr. Du bist ein Diener des Herrn Baron. Bedenke das! zu sein, Nachbarin." Frau Quinte Augen flammten. „Isaak geht immer als Letzter oon der Arbeit weg", sagte sie stolz, und ihr Fuß klopfte leise an den Fußboden. " _ „Es gibt Rege», Mutter", ertönte die Mädchenstimme vom Fenster her. „Wir müssen uns beeilen, wenn wir nach Hause wollen." Diese Worte veranlaßten Frau Brodel, die ihren besten hellbeban- derten Hut aufhatte, hinauszueilen und den finstern Himmel in Augen- schein zu nhmen. „Ra," sagte sie ganz verzweifelt, „Isaak wird womöglich nicht om Mitternacht kommen! Sie sollten ihn besser in Ordnung halten. MM Söhne sollten es mal wagen, nicht zu den Mahlzeiten da zu sein, m dann gute Nacht, Nachbarin!" _ Die Witwe vermochte vor Empörung kein Wort zu antworten, w faß am Tisch und war dem Kuckuck böse, als er prahlend die Ya< Stunde verkündete. „Aber die Frau ist eine Närrin", sagte sie mm ö sich selbst. „Eine Mutter, und weiß nicht, was im Herzen ihrer MW» vorgeht! Ei, Christinchen, ich hab' dein Geheimnis schon vor 1 »P Monaten erraten — an einem einzigen Blick, im Vorübergehen, an , Kirchentür. Diese Mutter wirst du nicht anführen — das ist (em ; Der Unterförster kam mit seinem Hund, Beppo, herein. Er war«, großer, gut gewachsener Mensch, und sein hübsches, knabenhaftes sicht paßte gut zu dem braunen Anzug, den hohen Stiefeln unu „Du hast Frau Brodel gerade verfehlt", sagte seine Mutter. ,,®or zehn Minuten war sie noch hier." ~ „So?" erwiderte ihr Sohn und hängte seine leere IagdwlP z „Aber es macht dir wohl nichts aus? Sie wollte, du i°u > nach Hause bringen." .. „ „Ein andermal gern. Nach dem Abendessen womöglich. (Fortsetzung folgt.) ..___4 „Eh' ich dich heiratete, bildete ich mir ein .buchen' täten nur die Ladenmenschen", fuhr die Same gelassen, fort „Mein liebes Kind, laß uns nur nicht wieder auf das fruchtbar« und doch fruchtlose Thema kommen. Ich werde es also mit der Witwe machen, wie es dein Wunsch ist." Er seufzte. „Sie hätte doch wenigstens jung und hübsch sein können!" „Frau Quint? Sie hat ein ganz besonderes Gesicht. Es fällt mir jeden Sonntag in der Kirche auf." „Jeden Sonntag, an dem du zur Kirche gehst", berichtigte der Baron »nb kehrte, gestärkt durch die Schlußabfertigung, zu Frau Quint zurück. „Sie sollen das Haus haben," sagte er rasch, und das halbe Gehalt Ihres Mannes samt der üblichen Pension. Und Sie müssen dann, die halbe Arbeit Ihres Mannes verrichten. Darüber müssen Sie sich mit dem Oberförster einigen." Eine« Augenblick stand die Witwe schweigend da. Dann sagte sie: „Ich versteh' mich schlecht drauf, meine Dankbarkeit auszudrücken, aber ich glaube, daß Herr Baron sie fühlt." Potztausend, meine Frau hat recht, dachte der Baran, die Frau hat wirklich schöne Augen. „Hoffentlich wird Paßet es nicht Übelnehmen!" rief die Witwe aus. Der Gutsherr biß sich auf die Lippe. „Sie muffen sich klarmachen, daß ein gewisses Matz von Arbeit von Ihnen verlangt werden wird, denn das Gehalt muff aus dem Gut gezahlt werden, verstehen Sie wohl?" „Ja, das versteh' ich, Herr Baron", sagte die Witwe, von der Schwelle aus, „Und wenn Isaak erwachsen ist, muß er alles gutmachen, was ich etwa versäumt habe." Der Baron begleitete sie hinaus, weil er fürchtete, unfreundlich gewesen zu fein. „Isaak soll also dazu erzogen werden, in meinen Dienst zu treten?" fragte er lächelnd. Die Witwe blieb unter der Dielenlampe stehen. „Mit Gottes Hilfe —" sagte sie leidenschaftlich, indem all ihre Dankbarkeit sich plötzlich -Bahn brach —" „mit Gottes Hilfe soll er es lernen, Euer Gnaden ein solcher Diener zu sein, wie wenige Herren ihn je gehabt haben!" „Na, na, ich werde nächstens fünfundsechzig Jahre alt", sagte der Baron. „Wer weiß, wie es kommen wird!" entgegnete die Witwe. „War ich nicht mit fünfunddreißig Jahren eine alte Jungfer? Und sehen Sie, vor meinem fünfzigsten Jahr bin ich Witwe!"' Sie kehrte nach dem Torhaufe zurück, um Isaak abzuholen, und gab jedem der stumpfsinnig erstaunten Torhüterskinder zehn Pfennig. An jenem Abend weinte sie lange und lautlos über ihren Jungen gebeugt, und dieser letzten Tränen, die er seine Mutter vergießen sah, erinnerte er sich zeitlebens. Der von Stürmen verschonte Strom ihres Lebens stoß ruhig dahin. Isaak begriff, daß Fehlen von Stürmen nicht dazu berechtigt, sich treiben zu lassen, und entfaltete seine Segel, wie kleine Seeleute es zu tun pflegen, einer sanften, doch beständigen Brise. Er wuchs in dem Bewußtsein auf, daß er tun konnte, was ihm gefiel, solange ihm nichts Unrechtes gefiel. Es kam eine umsonst hinausgeschobene Zeit, da er die weit abgelegene Dorfschule besuchen muhte. Seine Mutter konnte nicht von dem Walde weg, wo jetzt (wie Saffet ungern zugab) weniger Holz gestohlen und weniger Schlingen gelegt wurden, als in den anderen Gutsforsten. Sie entließ den Jungen mit einem „Behüt' dich Gott" und verlachte feine Angst vor der einsamen Landstraße: aber sie verbrachte Tage und Nächte der Sorge und Fürbitte. Jeden Alorgen bewachte sie seinen blanken Tornister, bis er ihr aus den Augen kam, jeden Abend klomm sie bis zur Chaussee hinab, um ihn zu erwarten. Sie liebte den Schimmer seines Tornisters und polierte ihn noch lange, nachdem die der Übrigen Kinder rostbraun geworden waren. Isaak machte sich mit seinem hübschen Gesicht und seinen Grübchen nicht nur in der Schule gut, sondern überall wo er hinkam. Obwohl er von Natur eigentlich nicht zu Anstrengungen neigte, war er immer bereit, jede Pflicht zu erfüllen, die seiner Mutter Freude bereitete. Ein paarmal brachte er es ihr zuliebe bis zum Klassenersten, und an einem Nationalfeiertag deklamierte er sogar auf dem Hof des Herrnhauses vor der ganzen Schule, der Gutsherrschaft und ihren Dienstboten ein patriotisches Gedicht. „Der Kleine ist ein netter Junge", sagte die Paronin freundlich. „Er hat eine brav« Mutter, aber von Gesicht ist er Ihnen nicht ähnlich, Frau Quint." An jenem Abend wurde seine gehoben« Stimmung dadurch gedämpft, daß feine Mutter ganz gegen ihre Gewohnheit eine grundlose Gereiztheit zur Schau trug. Zuletzt rief er mit verhaltener Ungeduld aus: „Aber Mutter, was hab' ich denn eigentlich verbrochen?" Da sagte sie: „Still, Isaak! Gar nichts. Du kannst nichts dafür. Ich machte mir nur Gedanken. Die Baronin hat recht, du siehst deinem Baier nicht nur im Gesicht ähnlich, sondern auch in deiner Art und Weise." „Bist du darum böse auf mich?" fragte er mürrisch. „Gott behüte!" rief sie übermäßig heftig aus. „Isaak untersteh' dich nicht, je wieder so etwas zu sagen." Der Junge wich eingeschüchtert zurück. _ Eine Stunde später schlich sie die paar stufen zu seiner Bodenkammer hinauf. „Du bist ein guter Junge!" sagte sie im Dunkeln. „Oh, Isaak, du bist mein ein und mein alles! Versprich mir, daß du sicher sind. „Ich bin seit dreiundsechzig Jahren in diesen Wäldern ein und ausgegangen," sagte die Witwe, „und kein Mensch und kein Tier hat mir jemals was zuleide getan." „Das mag sein", versetzte die Bauersfrau und klingelte anmaßend mit ihren goldenen Ohrringen. „Aber i ch hab' Angst. Mir scheint, Ihr Sohn kommt sehr spät nach Hause, Frau Quint." „Ja, ja, wir können unmöglich auf ihn warten. Wir können nicht auf Isaak warten", rief die hübsche Christine. „Schon gut! Geh weg", schrie die Elster. Die Augen der Witwe erhoben sich zu Frau Brodels rotem sicht. „Dl), und um welche Zeit müßte mein Sohn Ihrer Ansicht zu Hause fein, bitte?" fragte sie kühl. Doch die andere Frau ärgerte sich, daß sie auf Widerstand ftiej und erwiderte boshaft: „Zu der Zeit, wo alle Männer wieder bei ihm Frauen zu Hause sind. Für junges Blut tut es nicht gut, unverheiratet 2. Die Witwe faß am Herdfeuer und wartete, wie sie es ihr Leben lang jeden Abend getan hatte. Isaak mußte bald von der Arbeit nach Hause kormnen, und dann würde sie vergessen, daß sie gewartet hatte. Es klopfte an der Tür, und die Witwe blickte verwundert auf. „Geh weg!" schrie die Elster, wie sie es nach Sonnenuntergang zu tun pflegte. ' Die Witwe legte die Hand an den Riegel, aber die Stimmen von draußen beruhigten sie. Sie ließ zwei Nachbarinnen ein— die eine Meile weit entfernt wohnten! — die dicke Hofbesitzerin Frau Brodel und ihre hübsche Tochter Christine. „Wir kommen spät," sagte die Hofbesitzerin keuchend, „einer von unseren Leuten sollte uns im Dorf treffen. Gute Frau, es wundert mich, daß Sie nicht Angst haben, ermordet zu werden! Eines Tages wird es sicher geschehen? Ich hab' wirklich Angst, und ich dachte, Ihr Sohn Isaak würde vielleicht — — Halt den Mund, Ehristine! Ich werde sagen, was ich will." Die hübsche Christine hatte kopfschüttelnd auf die Witwe gedeutet Diese warf ihr einen raschen Blick zu, worauf die hübsche Christine den Kopf abwandte. „Morden tun die Leute nur mit einem Zweck", ertönte die ernste Stimme der Witwe. „Isaak muß jeden Augenblick kommen. Er wird Sie gern nach Haufe bringen." „Ach nein, nein!" murmelte die hübsche Christine sehr energisch. „Bitte, Frau Quint, sagen Sie Mutter doch, daß die Landstraße ganz 5 39E® De Brade riecht ganz ! Und d schleud — bis und B Ostsee Wii Bision fliegen! unseren Welte. „ Dies Luft, bi Punkte, aber ql Meter . die wei fliegt un die betö Mu um rasenden ewig wc Mr uns etwas vc . Wir D-utschla Md Ossi- Mi Scho °er ml, wt eine brühe üb, Mn ja, n Rügen Mitten, ° legt nt M kapie ue»|l«r ( mitten ch „Ach, al Achten, n II h Schiff »ein Aißer ®i M Boge Men öliger