c als it Treibt '-wer a des @e|, cht Nitz; nichts, tzi Md dG das ewtii; )08 ümsterde, h DeiknH^ Olein Eq le fein, st ckung, um Mts fagi; ) dir ein« fällig, nb ter $3 i wir tz i gehst , Johanuir nn ich nif eibet nieim fo Marti, > also n«if rat Bri» Zier Mann ifen, dast iiasiermch, nie miete kann wch seeklar «b hnten 3®i' später mc gen, Raw» Ich unten rten, fe"1" Geld muß» i RüM eiten Wl! neu, yiu""" ! ein M-sM j pitän, nicht !" „Yi-r> in Sie W nicht wah', j Unterschs Heuer? - irr Kapiüi und Mill ivahr, m jer, neunjij werten Li> . Ein W n ganz vtt' ine Liaisa«, - Also atz richen dach! rren! Richt! Dampf je nzweidnttit, jreibcr iii lacht nicht;, । hü hä l)i! vahr? wie! Sapiiän, bei Wie gei-,1 riegen. Äi , man km die schach , sie finde! ie nur ei» auch Lutz fen Sie st et Kapitän ipper; wie1 ehött?,B neu. SaH iftig, das I? n wir sch fiteiben d1 5 1814. S« nb nun W ne, lachet epper schtee 1 lak/o«! ing Mi e, Siehen- Zahrgang 1928 Samstag, -en 2\. April Kummer 32 SiehenerZamilienblätter Unterhaltungsbeilage ;um Gießener Anzeiger Die Windmühle. Erzählung von Manfred Hausmann. Wie hieß das Dors doch bloß? Wenn ich es noch wüßte, würde ich es sagen. Irgend etwas mit Dörde oder Derde. Dassenvörl e ... nein Sassenvörde, nein auch nicht ... Dassenverde ...? Laß sein, ich komme nicht daraus! Unten an der Elbe. Vorher hatte ich mich in Stade Herumgetrieben. Ist dir bekannt, wo Stade liegt? Siehst du, in dieser Gegend passierte es eben. Kehdinger Land sagen sie dazu, die Leute, die da wohnen. Kein Mensch hatte damals gedacht, daß es noch soviel Schnee geben würde. Wir schrieben schon Ende März. Dun waren die Straßen und Wälder wieder vereist, die Erde war weit und breit wieder in Schnee und Schweigen versunken. Dor dem Dors ... ich glaube, es hieß doch Sassenvörde ... einerlei .,. vor dem Dors stand also aus einem kleinen Hügel eine Windmühle, auch verschneit, aber ihre schwarzen Flügel drehten sich langsam herum. Gestern nachmittag hatte sich nämlich ein bißchen Wind erhoben, und der Himmel sah wahrhaftig so aus. als sollten wir noch mehr Schnee kriegen. Es dämmerte schon. Seitwärts von der Mühle lag nahebei in einem Grunde ein Gehöft, da wohnte der Müller drin, wie ich nachher erfuhr. Er hieß übrigens Müller Böttcher, verstehst du. An der anderen Seite zog sich eine Art von Sandkuhle mit einem Tannenwäldchen entlang. Mittendrin hatte sich der Turnverein einen Spielplatz angelegt. Auch entdeckte ich, wie ich mich durch das Wäldchen drückte, einen hübschen Schuppen, der mir gerade recht kam als Dachtguartier. liebet der Tüt hing ein weißes Schild mit einem roten D und T vorauf. Eben fing ich an, der vernagelten Tür etwas zu Leibe zu gehen, da hörte ich plötzlich Stimmen durch das Wäldchen wandern. Hast du das auch schon gemerkt: wenn Schnee gefallen ist. sind alle berausche auf der Welt viel klarer als sonst. Ich duckte mich gleich hinter eine Tanne, und obwohl die Leute am Dande des Wäldchens hlngingen, verstand ich doch fast jedes Wort durch die kalte Luft hindurch. Zuerst redete eine heisere Männerstimme laut auf jemanden ein: »ach weih nicht, Lübben ... hör mal zu, Lübben, ich weih nicht, ob es nicht doch lieber aufgibst, Lübben, rock höchehöche höche ..." und die Stimme ging in ein rasselndes Husten aber, spuckte aus und «Hz« weiter: „Gleich fängt es auch noch an zu schneien, Lübben." Der Mann war sicher betrunken, und der andere, der jetzt ant- ^ortete, war es auch. Aber seine Stimme klang nicht so heiser, es 1X11 otne junge Stimme, nur zuweilen hohl von Detrunkenheit. »Gewettet ist gewettet", lallte er. „Meint ihr, ich wöwöwö ..." »Seid nun still!" die heisere Stimme war nicht still: „Ich will dir was sagen, du bist mein Freund, Lübben, aber wie ich hier die all» Mtige Mühle so vor mir sehe ... Wit sind alle miteinander von unk i^e^?Pen gewesen, ich will dir was sagen, Lübben, gib's aus. ich soll trotzdem verloren haben. Was, Lübben? ®eile herrschte Schweigen. Der junge Kerl schien stehen Wick Ni öu fein und sich zu besinnen. Der Wind fauste leise über debi die Tannen hingen voll Schnee, im Dorf schlug eS ver» t Mr. Dies alles geschah an einem Samstag. Aus dem i BlüneT t f'ch schweigend die Mühle und drehte ihre großen 86 herum. Da hörte ich, daß auch etn Mädchen dabei war. Der verwundete Baum. Von Conrad Ferdinand Meyer. Sie Haden mit dem Beile dich zerschnttten, Die Frevler — hast du viel dabei gelitten? Ich selber habe sorglich dich verbunden Und traue: Junger Baum, du wirst gesunden! Auch ich erlitt zu schier derselben Stunde Mit scharferm Messer eine tiefste Wunde. Zu untersuchen komm' ich deine täglich Und meine fühl' ich brennen unerträglich. Du saugest gierig ein die Kraft der Erde, Mir ist, als ob auch ich durchrieselt werde! Der frische Saft quillt aus zerschnitt'ner Rinde Heilsam. Mir ist, als ob auch ich's empfindet Indem ich d e i n e sich erfrischen fühle, Ist mir, als ob sich m e i n e Wunde kühle! Natur beginnt zu wirken und zu weben. Ich traue: Beiden geht es nicht ans Leben! Wie viele, so verwundet, welkten, starben! Wir beide prahlen noch mit unfern Narben! I „Olein, du kannst es wohl nicht, und keiner kann es," sagte sie mit em« lauernden Sanftheit. „Menschenskind, ist wußte es ja gleich, daß es über deine Kräfte ging!“ Die junge Stimme schwieg noch immer. Aber das Wädche» ' lachte so merkwürdig, so schrill: „And gewöhn dir doch endlich das • Prahlen ab. du .... du ... Menschenskind!" I Gottsverdammt, ist das ein Aas. dacht« ich. Ihr scheint ja aller» i Hand daran gelegen zu sein, daß er es doch tut. Sie ist ja ordentlich i wütend vor Enttäuschung, weil es so aussieht, als ob er klein bei» ! geben wollte. Jetzt möchte ich nur wissen, worum eS sich eigentlich i handelt. Inzwischen hatte der junge Kerl seine Gedanken ein bißchen geordnet. „Das Prahlen," fragte er. ..hö? Wer hat denn geprahlt, hö? Wer hat denn mit Prahlen angefangen? Wer hat denn atv gefangen: Lübben kann dies und Lübben kann das, Lübben kam« noch viel mehr! Lübben kann von unserer Scheune runterspringen, ohne sich was zu brechen, Lübben kann bei Äachi über di« Elb« schwimmen, Lübben kann sich an einem Windmühlenslügel hängen und durch die Luft fahren, hö? .Das frag« ich dich jetztl Antwort« mal, du da mit deinen Händen unter der Schürze!" „Schon gut.“ sagte das Mädchen und lauerte wieder, „geh nach Hause und lege dich ins Bett. Wir wissen nun all« im Dors, was wir von dir zu halten haben. „Einen Dreck wißt ihr!" Der heiser« Mann hustete und legte sich wieder ins Mittel: „Du sollst trotzdem gewonnen haben, Lübben. Zehn Liter Schnap-, alles in allem, zehn Liter Klaren. Du bist trotzdem ein großartig« Kerl. Lübben, das wissen wir doch, du und ich! Röc8." Und ich will dir sagen, was ihr wißt: einen Dreck wißt ihr!" Höhö, machte das Mädchen. „Los," sagte der junge Kerl, „das wäre ja gelacht! Da gibt es nichts! Paßt auf. daß die anderen hier nicht so nahe herankommen, sonst merkt Böttcher was und stellt seine Mühle ab. Wo sind denn die Kerls?" „Die stehen unten an der Landstraße, da unten bei Dodenburgs Teich." „Das wäre ja gelacht, wäre das!" Sie gingen weiter. 2ch fand, von dieser Angelegenheit mußte ich noch mehr erfahren. und schlich den Dreien nach. Eine Elster flog mit weiß auf» blinkendem Leibe über mich weg und zog schäckernd ihren lange» Schwanz hinter sich her. Aber ich interessierte mich jetzt nur für di« drei merkwürdigen Menschen. Als ich aus dem Wäldchen heraustrat, waren sie schon oben bei der Mühl« angefommen. Hinterhergehen konnte ich nicht gut. Da ich fie mir aber ganz gern einmal genauer angesehen hätte, blieb mir nichts anderes übrig, als am Hang der Sandkuhle, die sich links ziemlich nahe an die Mühle heraus chob, entlangzukrabbeln und mich dann in das niedrige Dirken- gestrüpp zu legen, das oben am Rande der Kuhle wuchs. Ich steckte vorsichtig meinen Kopf heraus. Das Mädchen hatte eine schwarze Strickjacke an. ein paar weißblonde Haarsträhnen wehten ihr ins Gesicht, ihre Hände hielt sie frierend unter der Schürze verborgen. Der junge Kerl war wirklich noch sehr jung, zwanzig Jahre vielleicht. In seiner Detrunkenheit war ihm die blaue Schirmmütze, ein Ding, tote es di« Schiffer hierzulande tragen, bis auf die Rase gerutscht. Wenn er etwas sehen wollte, mußte er den Kopf nach hinten legen und unter dem Schirm hindurchschiolen. Dabei verlor er dann immer das Gleichgewicht und fing an. albern zu lachen. Jetzt machte er sich an den heiseren Mann heran und fragte ihn etwas, ich konnte aber nichts verstehen. Eine düstere Wolle trieb über die Wiesen und Hecken' her. bet Wind nahm zu, und in den Mühlenflügeln, die langsam und schw« herurnftihren. sauste und pfiff es. Der Heisere rückte seinen Hut i» den 2!allen, schüttelte an feinem einen Dein di« Manchesterhose zurecht unb zeigte gegen das Wäldchen hin. Es begann zu schneien. Ich sah, daß auf der Straße, die an dem Wäldchen vorbeiführt«, ein Trupp Menschen stand, die Gesichter hierher gekehrt. Da nahm der junge Kerl leine Mütze ab und winkte ihnen zu. Einig« warfen die Arme in die Höhe und schrien etwas herüber. Und aus dem Dunst und grauen Schneegestöber, in dem sich die Landschaft jenseits der Straße verlor, kam von weither ei» tiefes Gedröhn. Das war ein Dampfer auf der Elbe. Das ander« begab sich so eins zwei drei, daß es schon fast vorbei war, ehe ich «s richtig begriff. Der junge Kerl ging auf di« Mühl« loS, duckte sich vor dem ersten Flügel, der herunterkam. weg. packt«, als der zweit« sich brausend herabschwang. plötzlich zu und wurde augenbllds emporgetragen. Im nächsten Moment hing er bereits, mit den Deinen zappelnd, seitwärts in der Lust. Dann mußte et in einen fMchän Derbacht kommen will, das 8en®in paar Minuten lang überlegte ich mir. was zu tun wäre^ Ab^schliehlich stampfte ich Loch erst einmal nach meinem Schuppen dabei war." . „ "Dein/Frau? Dem verunglückten seine Frau?" haben." ' Wie mag^ denn die Che gewesen sein? Müller "Davon ist mir nichts bekannt" sagte pultet w»u5 B '.’f i‘ wTÄ" a lieber Gott! ___________ MMml b-n eM «Mn. ***■ SÄ«2tÄ !- batte der Schwung ihn schon zu'ßohen und daS «. lelne Siesel m das La t tourbe er schon wieder SM L 8.-TS" 5WS? SS wurde er mit dem Kopf nachunienl am • oben in 6en wirbeln- gings schon Wwder ^ot, Mt to i to rU un$) rüttelte und den den Schneeflocken. dn« er a $ S Lattenwerk heraus eTw«»«11 M i-do-b. m«" .awwBM. '?«>»"> ‘SUuS bie lyX wrf IX "X lewem ri6 er den Mfe?"S* «"» romm6te-6ero«a*u2* 6b«i« S™'««"“ Üi?b ÄS* ÄS’ L»r WFtZx? s?® die Spannung in dem Lattenwerk nach, vieu«^^ er ätschte, ^Ä?sich^°b MuNumPs' herunter. Kopf und Schulter ~r hoben ihn ^orj auf aber^er kannw kmnen Drut mehr mm SÄ nicht. . , diesem Abend besonders ereig- Das Ware alles, was Hey an me,ein osuüerdem er- netc Es war gerade genug, wie ich meinen sollte Auyeroem er eignete sich nur noch eine Kleinigkeit. Pah mal aus. Mittlerweile waren ein paar von ^a Mannem, Le ben =««w« ««• ."-«Z-» «s 7" Leichnam in das Gehöft » “ . . Urzt kam. „Der Tod wfe d-- ,° bl« ■»» -« S« -M. TÄ« »% ® hinein. Ich horchte hinter ihr her. Sie bsieb> bald steh . cy hörte etwas klirren, wie wenn ein Stuck Metall über eine fläche hüpft, dann machte es plumps. Und wahrend ich E verwunderte, was denn gewesen i«in lonnte,^ ^d) wieder an mir vorbei und schlupfte ins Haus. Ais Ne me x^nete und das Licht ihr trübe entgegendrang, erkannte ich sie ganz ■„ t™ to«. v-- richtete mich da drinnen zwische uwllte ^mir jedoch die ganze gut sin, Wie es ging. Das Kllrren mou« ^lgni8 in der Nacht über nichts aus dem Kopf, dies rwine^^ Mrau{ Dunkelheit. Allmählichkonnte 4» r petrifst. Und so machen. 2ch ben ia nicht 9'®L • ntKß einmal auf Müller fand ich mich denn am ^^eren Mvrg .. Auhstall entdeckte ich Böttchers Hos ein. ilnd richtig, MM enen Aeich. Der Wind hatte L.L"«'L K"iÄ'"L L°LL »tsSnÄS ich ÄftW* "®h ^■?',Ä'Äa3.' «?Ää s w'otooi? le“." meinem SW" ^”ufilaalT& 'toi?”«?"« devte erst einmal um die Aiuhle tK - d t an irgendeiner j Müller hinter derMnsterscheibe stanch machte । Stelle halt, hob etwas Schlüssel gefunden, den wir ffi«»"1»«" fe.mm.Tw XnKt**. ää- *MS MV w <* -!«»*■ ffi.’S’Jfr -* *10 nötig brauchen, habe ich ihn gesunden. Hier t er. ~a das sehe ich," antwortete Muller Böttcher. Dann bohrte 'er in seinem Ohr herum und schw^g- Geschichte Hm ... was sagen Sie denn als Mutter zu oer I und dem allen zusammen?" fragte lch. - r- I toten Schatz. Es war aber auch ein Wahnsinn. ! <$>riä «räulein? Was für ein Fräulein? '.'.Die Hellblonde mit der schwarzen Strickjacke, die gestern auch Hippolyts Taine. Zu seinem 100. Geburtstage. mnn Professor Dr. Ernst Robert Curtius, Heidelberg Am 21. April sind es hundert 2«h^. das^Hi^olYte dem Ardennenstädtchen Douzrers zur W ,andern weit darüber wird nicht nur in F-ankrerch beganaen ^dm 'on^ europäisch-« hinaus. Denn er ist ffYmbol für we Gmyerr &er eure- Geistes. Der unwersale Blick Talnes um? ,) grohangelegte G-- päischen Kultur. Derr Engländern hat -.arne eine, g £eU |ein« Bl»”6 ÄT "S'.-i.-- ' 8eS«"®™m.»»1,a„ilgJä6n«r»«ÄJ? Dichtung und Philosophie. Es kam über chn wie em - toas eine Wett von Gedanken, so reich, so mam^i 8. un6 ver> Jahrhundert vergehen würde ehei man ^ie M^ewen gröM arbeitet hätte. Goethe und Hegel warm o^ &em 6y EäSÄSß i r^ame NÄ alliiberragende Geist der m^ernen Welü^Er^wa^.^^ ^a^e I aleiter während seines ganzen Lebens. Minderung durch “ von Taine ist entstanden auf einer einsamen Wanomu^^,. i -Melder der Hochvogesen, in deren Schatten er „ p oitan& k«"!' i7s Wiederh?lt hat Laine Deutschland bereis^Aus Ed durchstreift er 1858 die Rhemgegenden von Ko L7g und Straßburg. Mr den Somm« lF° "hatte °r landreise von mchreren Monaten. Den Winter vorberert-t. | durch Gespräche und eingehenk^ l^ktu« »“ and ®teS Jrmi traf er in Frankfurt besuchte dann Weimar^ l und war im Begriff, sich nach Berlin zu b ge mich 1-.1- "Se ™S"nA L- 8tt seinen roten Kopf nach außen. D - 5 reinem Körper aber I ÄÄÜ— -«• '«»■“ doch die Mühle abstetlen, zuni Sai an. auch! Das » WMWS-Mss« Mühle ab!" „Was?" keuchte er. AW?'«-!!-.° ",i» S. SÄ’ittÄ SS. I sich mit beiden Händen vor den Km toar wie es immer Aber die Tür war verschloss und diese..rmyie w - daß Ist, wenn der Satan seine Hand den meisten man.sie nur von innen an-> undaberdies war nun betreibt man das ia von auß ‘ ^^bchen mit weißem Gesicht einmal so eine Da lief auch das Madch>n.. mir w Schlüssel herbei wir suchten "^^^ Nnden^wäre Das Mädchen kletterte JÄiS "Ä«8^Ä 5« & Ä »T* bei i«n« S«d sMsr-Ä&s* s MF tis-. .,Da ist er nicht," sagte das Machen.Ich schwang lÄirt mtV • foitl Scküüssel^ Müller' Böttcher kam mich selbst noch einmal hinaus - kein^Schll siet. « heulte er. iÄ»'S SfeÄeÄ« »m ... ging es nicht besser als uns anderen. Traue rfä später bi das Duck Mr Em ist ein ü Keift vor M 0t Laine lateinisch Elemente Kritik er lateinisch die sruch erleben, auch die — das derlausei Desondei Aber d< Natur ■ «greisen Mit und der verwehr! lein Frc der Bed aestelll sammelt gemerzt Las P Hebst t stchkeit Man bert, < auch sei Selbstbe stfchen einer t cheatra! Dorgän fchliehu Existenz geben t birgt. < er die Nur scheiden Taine um da- und de traft, i dankeiu sich mi dem ju entgeg« naturtt der ih, Wirkln verwai nach c aus si aus i theoret Datum ist, vc 6ünbe' üsmur Tode 1 dogma däinit capabl Di, durchg minisi «uszus tät er Milie dah c Tuger gewvr Zuckei dersuc stellui der ll Er hi mit t nicht — ei Das kchass A anerk Arbe In t Erur ich i so anze der raus d so Miet « ich )atte dem men. väre, t im her« jn in . zum Tür Wan« b der deiner i den t wir an es . will, e den öttcher ehr so Dann schicht« n fort. ihren :n auch n, aber heiratet )tleb ich dm mir cau al|o. rnt. ®u i- Laine in -edenktaz t darüber opäischer der euro- legte Greil feinet r deutsche Wirkung seiner p> deutsch« usch. Hi« noch und ver- n gröhte" i dem greine ne® klingt « Hegel h" des Ph'^ x ihn d« i ein n 2lusD durch du te“ wied« »y* ie itte er W reitet cd Dr-L durch ei" „ genötigt wurde, am 12. Juli heimzukehren. Wenige Tage firatb der Krieg aus. So hat das Schicksal Taine verhindert, LFÄh übM Deutschland zu schreiben, das er seinen AeisebüHM Enoland, Italien, die Pyrenäen zur Seite stellen wollte. Es u»-in Perlust, den nichts hat ausgleichen können. Denn nur ein von der Bedeutung Laines hätte das Deutschlandbuch der Frau Ktael ersetzen können, und seit Taine hat fern Franzose gleichen «Es über Deutschland geschrieben. 4ine hat einmal die Form seines Geistes als .französisch und lateinisch" bestimmt. Aber in der Substanz seines Wesens lagen Kentc die wir als verwandt empfinden, und auch die französische «Mk erkennt in chm eine „germanische Einbildungskraft ,d>evon b ischer Vernunft verwaltet werde. Same konnte tn sich selbst L fnKWbare Spannung zwischen Romanentum und Germanentum »leben Sie gab seinem Geiste Weite und Fülle. Sie enthielt freilich die Möglichkeit schmerzlicher Konflikte. Sarnes äußeres Leben -das in der gesicherten Normalität französischer Burgerlichkeit „erlaufende Dasein eines großen Geistesarbeiters — bietet keinerlei Sonderheit, die den Betrachter menschlicher Dinge fesseln konnte, ^r das innere Drama, in dem die verschiedenen Setten feinet Statut miteinander ringen, ist bewegend und bisweilen tragisch ^Mit einer fast ängstlichen Zurückhaltung hat Same der Mitwelt ter Nachwelt den Einblick in die private Sphäre seines Daseins «üvebrt Erließ weder Photographen noch Interviewer vor. Als kÄeimb LLon Bonnat ihn malen wollte, stimmte er nur unter fe? Bedingung zu, daß das Bildnis bei seinen Lebzeiten nicht aus- aefteW werden dürfe. Aus seinen Briefen, die m vier Ban^n ge« Kett mußte nach testamentarischer Verfügung alles aus« «merzt werden, was auch nur von fern fern LZ Persönliche zu verhüllen, erschien ihm als selbstverständliches Lot der Würde Nur der Teil seines Wesens sollte die Oeffent« stchkeit beschäftigen, der der objefttoen Idee geweiht war. Man erkennt in diesen Zügen die Geisteshaltung eines F l a u« Bert eines Leconte de Lisle wieder. Nicht nur chronologisch, auch 'seelisch ist Saine ihr Zeitgenosse. Wie lw erwachte ersum VMstbewuhtsein in jener Zeit, da das große Feuerwerk der roman» tischm Aera abgebrannt war. Die junge Generatwn wuchs auf in einer tiefen Abneigung gegen das pathetisch« BÄennertum, die theatralische Selbstbespiegelung und zuchtloseGefühlsschwelgerei ihrer Vorgänger. Was stellt sie ihr entgegen? Erne strenge, stolze Ab- schliehung, die fühllos scheinen möchte: ^.ng^WeR^kund^ Stiften* die sich nur in dem vom Persönlichen abgelosten Werk kuiid« gcbmtoitt; das Feuer eines Glaubens, der sich vor ber Menge verbirgt. Für Flau§rt war dieser Glaube die Kunst. Für Same war er die Erkenntnis. Nur von hier aus kann man ihn verstehen Das einmal^ scheidende Erlebnis, das jeden bedeutenden Geist formt, war für Taine der Aufbruch des philosophischen Eros zur S&ee. der chn um das vierzehnte Jahr betraf. Es war die Entdeckung des DenkewS und des Selbstdenkenkönnens: der Rausch einer geistigen Ze^ungs- kraft, die sich darin erfüllt, die Welt durch die Macht des Gedankens zu ordnen. Aber diese persönlichste Erfahrung verschraickie sich mit den anonymen Tendenzen des Zeitgeistes. Die Ep^w brachte d-m jungen Saine als oberstes Erkenntnisideal das der Wiisenschaft entgegen. Er leitete seinen geistigen Eros rn emen mathematisch« naturwissenschaftlich orientierten Begriff der BLelterllarung 6‘mei , der ihn verengen und behindern muhte. Sein Trieb, das Ganze dm: Wirklichkeit zu erkennen, zu durchdringen und im Begriff zu haben verwandelte sich in das Streben nach einer universalen Weltsormel, nach einem abstrakten Gesetz, das allen Reichtum des Jndivl^retten aus sich erzeugen und entlassen sollte Aber um das Dewndere «ms dem Allgemeinen abzuleiten, bedurfte es _eme3 erlenntms theoretischen Prinzips. Saine fand es tm Kausaliwtsbegriff der Naturwissenschaft. Er übertrug ihn auf die geistige Welt, mid das ist, vom Standpunkt der kritischen Philosophie aus gesehmy ern Eündenfall. So wurde Saine der Stifter eines fciwitifischen Zwgma« stsmus. Er wußte es und wollte es. Noch wenige Monate vor s i > Tod« hat er gesagt: „Je suis le contraire d’un sceptique; je suis un dogmatique, je crois que tout est explicable, qu’il n y a point de myste definit!!; je crois l’homme capable de tonte la Science, et la Science capable de tout pour l’homme.“ Dieser Wissenschaftsbegriff enthält die Lieberzeugung von der durchgängigen Llrsachenbchtimmtheit alles Gescheyens. wn Deter minismus. So wurde Seine dazu geführt, jene bYpotyetischm Gesetze auszustellen, deren Zusammenwirken das Geheimms der Individual tüt erklären sollte. Am bekanntesten von diesen Aufstellungen ift w Milieutheorie geworden. Aus dem Determinismus fällst aber weiter, daß auch alles sittliche Handeln streng notwendig beding,.st, dav Tugend und Laster, wie Saine es mit einer f-Hnell zum Schlagwort gewordenen Formel ausdrückte, Produkte sindwie Bitriolund Zucker. Damit war das Problem der Werte gestellt. Tames Losungs versuche mußten hier scheitern. Wohl hat er immer Wieder die Llnter- stellung zurückgewiesen, daß die deterministische Weltauffassung mn b-r Willensfreiheit zugleich die moralische Berantwortsicheitnegter e. Er hielt am sittlichen Lebensideal fest und erklärte es für foluamch Mit den Denkforderu-igen der Wissenschaft Aber er konnte das doch nicht überzeugend vertreten. Aus Wissenschaft laßt sich> - welleicht! "7 eine Ethik gründen, ganz gewiß aber kein echtes sittliches Leven. Das gibt es nur da, wo das Gute und das Göttliche als treibende, schassende Kraft im Menschen lebt. . ■ <. Wer diese schöpferischen Mächte der Seele konnte Taine nicht anerkennen. Llnerbittlichen Naturgesetzen unterworfen, zu Muhe uno Arbeit verdammt, konnte ja der Mensch nichts anderes , tun, als sich m das Llnabänderliche schicken. Lieber Sain^ Dasein liegt a^ Drundstimmung eine tiefe Resignation. Sie ließ chn mit dem Budshis Der Generalreeder. Erzählung von John B r t n d m a n. (Fortsetzung.) «ädlen Sie einmal nach, bester Kapitän, zählen Sie selbst nach, lassen Sie sie eigenhändig durch Ihre Finger gleiten. Nichts geht über Selbstzählen. Es sind lauter vollwichtige Peruckenkopse^) Sehen Sie, wissen Sie, ich habe eine ganz besondere Vorliebe für die alten Perücken- köpfe. Klepper muh sie immer sortieren, wenn Geld „eingeht. Sie haben solchen feinen, vornehmen Klang. Aber zählen Sie selbst. Mopper wurde Ligen, das macht nichts. Aber, guter Kapitän, ich sage Ihnen das macht viel. Wir sagen, das macht außerordentlich auhergewohnlich Diel aus. SBenn ich aus einem Gulden sieben Papphahne’) herauskriege, zähle ich sie dreimal, ehe ich sie in die Tasche stecke." Ich zählte das Geld, aber es war richtig, stebenhundertundzwanzig Taler? „Aber, Herr Hofrat," sagte ich da, „ich meine, ich habe mir sieben- hundertundfünfzig auszubitten." „Das sind nun wieder Gesckwstsformen, bester Kapitän, reine Geschäftsformen, die sich einmal fo eingelebt haben im Verkehr Reine Usance. Nicht wahr? Sehen Sie! Sehen Sie! Sie hoben sicher' noch nie Geld auf Wechsel genommen, bester Kapitan. Das ist reine Usance. Das Geschäft wird dadurch reiner, unendlich viel reiner. Sie haben dann die alten fatalen Zinsen hinter ,sich und sich um nichts weiter zu kümmern als um das Kapital. Ich versichere ^«' Kapitan, auf Ehre Gott soll mich strafen, wenn das nicht reine Usance ist. Halten Sie sich nur wegen Zinsen und Unkosten an Agent Mopper. Ja, wie gesagt, ein ganz verfluchtes kleines Kerlchen, der Mopper, aber gewandt, agil, durch und durch Geschäftsmann, geborener Kaufmann Ihr aller Freund, der Mopper. Adieu, bester Kapitan. Bitte vergessen Sie auch nicht, nur den Geldbeutel wiederzuschicken. Wie? Ich habe eine sonderbare Marotte wegen der Geldbeutel. Wie gesagt, halten Sie das einem allen Mantzr Brandenburgische und braunschweigische Gulden. ») Preußische 2i Silbergroschen. mus und mit der Stoa sympathisieven. Marc A u re listsetn lebenslänglicher Begleiter gewesen Er sah in dem Wmck lophischrn Kaisers das Testament des ganzen Altertums und meinte, man brauche nur wenige Formeln darin zu ändern. um es ganz « Einklang mit den Ergebnissen der modernen Wissenschaft zu bringen. Wer das Ideal wissenschaftlicher Erkenntnis zum einzigen Inhalt macht, vollzieht damit notwendig eineii tragischen T^rzicht Er opfert einen Teil von sich selbst. Gr entsagt der^Full« M und dem Geheimnis der Welt. Tarne hat diesen selbstgewahlten ‘Ber- zicht um so schmerzlicher empfunden, je ftarter sein Sehnen nach Natur und Leben, nach Größe, Kraft und Schönheit war. In chm lebte ein pantheistisches Naturempfinden, antiker Fronumgkeit verwandt. Rock als Sechziger pflegte er im Frühjahr in den Wald von Fontainebleau zu pilgern. Dort konnte, er sich in dw Betrachtimg d^ jungen Laubes versenken, in dem der Saft stieg. Mude vom Denken, müde von den Büchern, erquickte er sich an der unmittelbaren Mi- schauung der allwaltenden Lebenskraft. Auch in den Blättern bet Geschichte spürte er ihr nach. Er verweilt mit Borliebe bei d-n Epochen, in denen das ungebänbtgte schone Menschentier sich barbarisch wild oder heroisch auslebt. Das Llnmaß germanischer Poesie, die entfesselten Leidenschaften der Renaissance, aber auch die antike Huldigung vor der Schönheit des beseelten Leibes das sind die Erscheinungsformen des Menschlichen,, die ihn hmreißen. ^rooraugt die Dichter, welche unsere Natur rn ihren höchsten^ Spa-mungs- zuständen und Energieentladungen darcktellen: Shakespeareund Marlowe, Balzac und Standhal Seltsam« ZwieWalt. der Denker in Saine konstruiert eine ode, in^anifche, Niederdrücken^ Weltansicht, während das geheimste und ttefste Schnen des Mensche und des Künstlers nach orphischer Emung mit der Welt, und nach heißem, kühnem, heroischem Leben geht. Fast alle Kulte Bietzsches hat Saine vor Nietzsche begangen. Aber er hat es nicht gewagt, od« nicht vermocht, sich mit Leben und Denken zu ihnen zu bekennen. Der Systemzwang seiner Vernunft verwehrte es ihm, seine Intuitionen schilosophisch zu rechtfertigen. Der theoretische Seil von Taines Lebenswerk ist endgültig zu- sammengebr ocheii. Wir wissen heute, da» die naturwissenschaftliche Methode vor den Geisteswissenschaften versagt und daß der Po^ tivismus in jeder Form überwunden ist. Auch als politische: Historiker ist der Verfasser der Llrfprönge des zeitMnossischm FrM^ reich' von der modernen Forschung stark angegriffen wordem Aber nach allen diesen Abstrichen bleibt von Tames Werk auch heute genug übrig, was dauernden Wert besitzt: a les das. was Saine ati Künstler und Seelendeuter geschaut und geformt hat Tarne ist neben Emerson und Walter Pater, NE Sahnte.Beuve und Hermann Grimm emer der großen Essayisten des 19. -Jagt Hunderts. Sn glänzender Sprache weiß er große Epochm und Ge- ft alten vieler Kulturbereiche lebendig zu machen Der deutsche Lesm kann sich davon überzeugen wenn er „Die schönsten EsfckYs von Taine" zur Hand nimmt, die Joses Hvfmiller in der Reihe „Bücher ^der Bildung" herausgegeben hat. Sa, ^"ine gehört zum unverlierbaren Besitz europäischer Bildung Semen -nenschlichen Rang bat Nietzsche so bezeichnet: „Sii der schmerzlicyen Geschichte der modernen Seele, die in vielem Betrachten ,ogar eine tragische Geschichte ist, nimmt Saine seinen Platz ein als ein ivublserat«rer nnd ehrwürdiger Typus mehrerer der nobelsten Qualitäten dieser Seele, ihres rücksichtslosen Mutes, ihrer unbedingten Lauterkeit d«8 intellektuellen Gewissens, ihres rührenden und betcheidenen Stoizis mus inmitten tiefer Entbehrung und Bereinsanumg. DM solchen Eigenschaften verdient ein Denker Ehrfurcht, er gehört zu den wenigen, die ihre Zeit verewigen. zugute. Schicken Sie ihn gelegenMch retour. 1!nb noch eins.. Herr Kapitän, grüßen Sie mir Ihre deine Frau. Bin Ihrer Frau Gemahlin neulich aus der Promenade begegnet, ’ne reizende Blondine, o! Küß die Hand, bester Kapitän, küß die Hand." Ich war ganz verstört, als ich mit meinem Geld fortging. Mir war, als ich auf der Straße stand, als hätte ich einen recht duminen Streich gemacht, daß ich mich mit Möpper überhaupt eingelassen hatte. Meine Ahnung trog mich nicht. Johanni kam. Der Agamemnon lag am vierund- zwanzigsten fix und fertig an der Lagerbrücke. Möpper bezahlte die achthundert Taler nicht, und ich saß vor dem Riß, er hatte mich richtig in die Patsche gebracht. Klajen & Abensetter hatten den Agamemnon für eine Ladung Weizen nach London gechartert und die Charterpartie schon unterzeichnet. Alles war in schönster Ordnung bis auf das Geld. Brümmer ließ mir den Wechsel durch einen Notar präsentieren. Ich konnte ihn nicht einlösen, da saß ich. Ich lies vom Petritor bis ans Grüne Tor und vom Steintor bis zum Koßfelder. Ich besuchte alle meine guten Freunde, aber das half alles nichts, es war, als ob in der Stadt keine achthundert Dreilinge Kapital wären. Ich lief nach Brümmer wegen Stundung. „Kann nicht sein, bester Kapitän", sagte er. „Tut mir unendlich leid, Gott soll mich strafen; tut mir unsäglich leid, aber kann nicht. Muh gegen den Agamemnon oorgehen, muß, muß, muß! Muß ist ein bitter Kraut. Weiß das, weiß das, aus eigener Erfahrung. Wie? Möpper aber, das ist abscheulich von Möpper. Möpper ist ein leichtsinniger Kerl, Kapitän, bricht fein Ehrenwort, pfui, Kapitän, pfui, und macht ’ne Vergnügungstour. Pfui, sage ich nochmals. Sehen Sie hier, wissen Sie, sehen Sie hier! Klepper, schlagen Sie mal die Notizen aus, Folio 121, den 13. Mai, was steht da? Morgens 12 Uhr, Graf Pagelun auf Basemist 800 Taler, Ziel drei Monat. Zins 10 Prozent. Negozen 5 Prozent. Verfalltag den 15. August Nach der Rapsernte, wissen Sie, Kapitän, nach der Rapsernte. Klepper, holen Sie mal das lederne Portefeuille, da, da, da, lesen Sie Pagelun seinen eigenen Bries! Sehen Sie, Kapitän, da ist das hochgräflich Pagelunsche Siege! mit den neun Perlen. Sehen Sie, sehen Sie selber! Lesen Sie selber! Hab’s Pagelun versprochen, muß mein Wort halten. Käme um all meine Töpfe, wenn ich mein Wort nicht hielte. Gott straf mich, Kapitän. Schaffen Sie Rat! Helfen Sie sich selber! Manchmal kommt ein gescheuter Gedanke über Nacht, nicht wahr? Ist schon dagewesen, ist alles schon dagewesen. Ich will alles tun, was in meinen Kräften steht, weiß Gott! Ich will noch bis zum 30. Juni stunden, nun ja, sehen Sie, Kapitän, und keine Zinsen und Negozen dafür beanspruchen, keinen Heller. Nicht wahr? Das ist bonnett von mir gedacht und gehandelt, nicht wahr? Aber wissen Sie, dann schelten Sie auch nicht, wenn ich gegen den Agamemnon gerichtlich vorgehe. Das Geld wird sich inzwischen finden, muß sich finden, es liegt auf der Straße, aber sehen muß man es können." „Aber, Herr Hofrat," sagte ich da und spielte meinen letzten Trumps aus, „ist es denn gar nicht möglich, Geld gegen Hinterlage anzuschasfen? Hier sind fünfundzwanzig Vierundsechzigstel, die mir und meinen beiden Schwestern gehören, die vertreten ein Kapital von fünftausend Talern; sollten darauf nicht lumpige achthundert Taler zu bekommen fein?" — „Was sind Hinterlagen, bester Kapitän? Was sind die besten ritterschaft- lichen Hypotheken bar Geld gegenüber? Ich will es Ihnen sagen: Wische, nichts als Wische. Legen Sie mir zwanzigtausend Taler bar Geld und hunderttausend in solchen Wischen hin, ich nehme das bare. Das couliert, rotiert, reüssiert, changiert monatlich, immer mit Prozentchen, immer mit Negözchen, das ist flügge wie die Schwalbe und flink wie der Spatz hinter Maden und Maikäfer.' Sehen Sie, bester Kapitän Heuer. Bringen Sie spaßeshalber Ihre Parten morgen unter den Hammer. Das könnte höchstens Möpper sein, der darauf vorschöfse, aber, wie gesagt, das macht nichts, nicht wahr? Das macyt nichts, wie? Und nun gar Schisfsparten. Verschonen Sie mich, bester Kapitän, verschonen Sie mich! Nicht wahr? Sie verschonen mich. Ich mutz mein Geld haben, bar aus den Tisch muh ich es haben, wie ich es Ihnen hingezahlt, in vollen Zweidrittelstücken und womöglich Perückenköpse, bester Kapitän. Hören Sie! Sehen Sie zu, datz Sie Perückenköpfe kriegen, wir sparen Klepper bann die Mühe des Sortierens. Braunschweiger oder Brandenburger, das soll mir egal fein, wie gesagt, soll mir partout egal fein." Na, ich ging so trostlos von Brümmer fort, wie ich gekommen war. Ich war förmlich elend, wie ein Kuhnhahn, dem der Kopf abgeschlagen ist. Ich hatte nicht Ruhe, nicht Raft, atz nicht und schlief nicht. Vor Tau und Tage war ich heraus, immer nach dem Strom hin und noch dem Agamemnon, und nachts um elf lief ich noch auf der Lagerbrücke auf und nieder, als wenn das helfen könnte. Geld fand ich nirgends und bekam ich nicht. Das war eine grausame Zeit. Kein Vertrauen und kein Kredit. Das Geld, wenn es Überhaupt etwas gab, stak im Strumpfschaft und eichenen Laden und tief unterm Mist wie des Gärtners Giese gelbe Gulden. Banken und Vorschutzoereine kannte man damals noch nicht, das Geld, das wirklich da war, das hatten die verfluchten Advokaten alles in ihren Fingern und hetzten damit das Hochwild, die Edelleute wie Pagelun und Konsorten, von ihren Landgütern; auf so eine kleine Hasenjagd wie Schiffsparten ließen sie sich nicht ein. Hofrat Brümmer hatte das nur ausnahmsweise einmal mit mir getan, wie ein richtiger Fischer neben dem großen Hechthaken manchmal zum Spaß auch eine Weißking-Angel ausfteckt. Termin kam über Termin, der ®eroettsbiener!0) fing an, bei mir mit ben Papieren zu laufen. Klasen 8- Abensetter schrieben mir ein Billet, baß sie, wenn der Agamemnon den Weizen am Montagmorgen nicht einnähme, die Charterpartie gerichtlich rückgängig machen wollten und schon Rücksprache mit Kapitän Ohlsen vom Iltis genommen hätten, die Ladung dann uberzunehmen. Denselben Nachmittag sollte gerichtlicher Arrest aus den Agamemnon gelegt werden. Ich sah ihn schon unter dem Hammer. „Dreitausend Taler, keiner mehr? Zum ersten, zum andern, und zum — Herr Hofrat Brümmer hat den Zuschlag", und mir sauste es in ben Ohren, als wenn ich den niederträchtigen Hallunken zu mir sagen hörte: „Auch fchön. 2“) Gewett war eine städtische Gerichtsbehörde in Rostock. tut mir unendlich leid, bester Kapitän, habe nicht anders können. Gott soll mich strafen. Aber Sie sollen sehen, daß ich ein Herz für meine Mit. Menschen habe, wie? Sie sollen's sehen. Wie gesagt. Sie follen’s sehen. Sie sollen Steuermann auf dem Agamemnon werden, Steuermann, nicht wahr, erster Steuermann? Sehen Sie, das ist doch hvnnett, wie? Lind dann bester Kapitän, alles, rein alles verlieren Sie ja aiuch nicht. Eine Kleinigkeit kommt ja auch noch für Sie wieder heraus, für Sie und Ihre lieben Schwestern. Möpper würde sagen, daS macht nichts. Ein leichtes Schiss können Sie sich noch immer bauen lassen von Damm, und wenn Sie das Agamemnon taufen, besteht der Unterschied nur in der Einbildung. Gott soll mich strafen, lediglich in der Einbildung, nicht wahr?" Zu Hause litt es mich nun einmal nicht. 2ch konnte Loiting« sorgenschweres Gesicht nicht ansehen. Sie wußte alles, und meint Schwestern Stining und Mining wußten auch, wie die Sache stand, Ich hatte ihnen nichts davon gesagt, um sie nicht zu ängstigen; aber unsere Nachbarin, Mamsell Preitzelt, hatte es sich nicht nehmen lassen und das richtig und vollständig besorgt. Ich konnte meine, Schwestern nicht in die Augen sehen, ihr Alles stand aus de« Spiel; sie waren so still, sie sagten kein Wort; aber es kam mir so vor, als wenn sie sich manchmal heimlich die Augen wischten, wenn sie glaubten, daß ich es nicht merke. And du bekamst ei, paar Zähne, Hans, und winseltest, als wenn du wieder einmal aut Versehen mit kochendem Wässer begossen wärst. Es war Samstag vor dem Montag, an dem die Sache zu« Klappen kam. Ich war wieder aus der Lagerbrücke und ging dort auf und nieder, die Hände aus dem Rücken. Manchmal stand ich still und sah den Agamemnon an, und es kam mir vor, als wen, ich schon abgemeiert wäre, und die Leute, Steuermann und 2Ka» trafen, die schon seit vorgestern da waren, nicht nötig hätten, mich für voll anzusehen. And es war doch so ein schönes Fahrzeug geworden, schöner war noch nie eins auf der Warnow geschwommen. Ich dachte an die fünftausend Taler, die ich bei Matzfelt verloren hatte, und an die dreihundert, um die mich Gustav Schwank st niederträchttg betrogen hatte. Hätte ich jetzt nur den achten Teil von dem Geld, dann war mir geholfen. — „Tue du niemand GuteS, damit dir nichts Vöses widerfahre." — Mir war es, als wenn el das beste für mich wäre, wenn ich mich nur gleich zwischen bea ^uttingen31) der Brigg und dem Eckpfahl der Lagerbrücke jach« hinabgleiten lieh, bis zwei Fuß Wasser über meinem Kops standen. Da ging es dicht hinter mir klipp, klapp! triff, traff, klipp klappt „Da ist westlicher Wind, südwestlicher Wind in der Luft, Kapitän Heuer." Ich sah mich um. Es war Humpel-Davids, der da bei mit stand und gerade den Kautabak von der linken Backe in die recht» herüberstaute. 2ch sagte nichts. „"Ne seine Brigg, Kapitän, da Agamemnon, ein feines Fahrzeug. London, was? DaS lohnt gut, mit dem Kapplaken33), Kapitän, gut, sage ich immer. And wenn das Kapplaken nicht wäre, dann könnte der Teufel meinetwegen mit bet ganzen Seefahrt fortfliegen wie der Fliegende Holländer. 2ch glaube, daß da mancher Schuft von Korrespondentreeder daS Kapplaken Ix die eigene Tasche stecken möchte, aber das leidet der Generalreeda nicht; nein, sage ich nur immer, Georg Davids, das leidet er nicht. And wenn so ein verfluchter Backer mir mein Kapplaken streitig machen wollte, Gott verdamm mich, da würde ich ihm mit einem Handstock vor den Schädel schlagen, daß ihm die Augen aus de» Klüsgaten33) herausgucken sollten." 2ch wußte recht gut, worauf das anspielen sollte. Schwanks nobler Grundsatz ging mir zwar durch den Kops, aber ich gab Georg Davids doch ein Markstück, wie ich bat schon früher als Steuermann getan hatte, wenn ich auslief oder heim« kam. So tief geschlagen, wie ich auch war, das konnte ich doch nicht übers Herz bringen, Humpel-Davids ohne eine Kleinigkeit abfahren z» lassen. Er besah sich das Markstück, lachte über das ganze Gesicht und spuckte dann die ganze Ladung Tabaksast auf die Bohlen bei Drücke, daß es nur so spritzte. „Sehen Sie wohl, Kapitän," sagte « dann zu mir, „als ich heute morgen aus gestanden war und ich mich nach dem Wind umgesehen hatte, besann ich mich, daß ich keine» toten Sechsling zu einem kleinen Aquavit3') in meiner Tasche hatte. Schadet nicht, sagte ich zu mir, schadet nicht, Georg Davids, bet» Kapplaken bekommst du doch und deinen Aquavtt auch. Steure d« nur deinen Kurs, geh du nur deinen Gang. Der Generalreeder weiß es, daß du keinen roten Sechsling mehr hast. Der verläßt kein eho liches altes Rostocker Stadtkind, das aus dem Mast so eines alt« verdammten Zweiunddreißigpfünders geschossen ist und sich Atm unJ Dein hat brechen müssen. Das tut er nicht, Georg! And so steuer« ich denn meinen Kurs die Lagerstraße herunter und nur so auf bt< Lagerbrücke los. Da sah ich Sie! Ahoi! denke ich, da ist der tidyhge Mann. Der hat Wohl Auftrag bekommen vom Generalreeder, dir o« Kapplaken heute auszubezahlen. 2a, ja, Kapitän Heuer, der General' reeber hat einen weiten Blick. Der sitzt oben im Mast der -Seit, und der verläßt kein ehrliches Rostocker Stadtkind, wenn Holland w Not ist. Na, glückliche Reise auch, Kapitän, und wenn Sie Wied« in den Hafen zurückkommen, will ich mich einmal darnach umsehea, ob Sie nicht wieder Austtag bekommen haben, Georg Davids fem Kapplaken zu geben, und sind Sie es nicht, dann ist'S ein ander«. (Fortsetzung folgt.) 11) Eiserne Kettenglieder, mit der die Wanten (seitliche Haltetau« der Masten) am Schiffsbord befestigt sind. ”) Prämie neben der Fracht, die der Kapitän erhielt. **) Eigentlich runde Oeffnungen vorne an beiden Setten des Schiffes, durch die die Ankerketten durchlaufen, “) Kornbranntwein. Verantwortlich: Dr. HanS Thyriot. — Druck und Derlag: Drühl'fche Aniverf itäts-Duch- und Steindruckerei, R. Lange. Gieh««-