SietzenerKmiilienbliitter Nummer 56 Unterhaltungsbeilage zum Siebener Anzeiger ?litt Grabe Theodor Storms. Von Hans Bethge. -Ä Zusum lagen Nebel, dicht und schwer, Am Hafen sah man kaum die Halligsegel. ’»or poH oon Rufen grauer Bügel, Und hinterm Deiche regte sich das Meer. U 3(f) trat an eine steinern kahle Gruft der Straße, wo die Kinder spielen. D-e linden, deren Blüten schon entfielen, Verstreuten ihren letzten Duft. Kein Kreuz. Kein Wort. Der Platz ist schwer tu finhon Ke.'» Efeu, der sich um den Marmor flick? 3 ' So katt°dee durch die Zweige bricht. «o kalt. So ode. Grausam, — märe nicht Da^ «piel der Kinder und der Duft der Linden. Gin Fest auf Haderslevhuus. Novelle von Theodor Storm MV» tm'rbcn, die Flüchten wachsen ihm zu geile" J m“6 e,„gefangen ESsSMffWss Ä Ä s SS 8?*3 teSfe.« WztzMM-MS-W N-S MS-MW ^g^««rÄHtas?e bie h Äe‘Betlem®OrlCr^tte J? jetzt mituntef noch Gewalt,- auch s e h^s'ie jlk, sollten bald verstuinmen. Harrend fall sie in de», dumpfen Krankenzimmer und hörte gleichgültig auf die Ratten die i Scharen über ihnen auf dem Boden rannten. Aber der Sterbende e Ri,he haben: er griff jäh nach seines Weibes Hand und wies mit »w,? I'Nger nach der Zimmerdecke; das Wort vermochte er nicht zu finden. Sie sah ihn ruhig an: „Soll ich sie töten»" frua ft»- 11 nb nach einer Weile brachte er es zusammen; sein Kopf versuchte ein stummes Ricken: „Die Ratten!" stammelte er P' ' “)te Und sie ließ Rattenkraut vom Schäfer holen, nahm ein Teil davon urid legte das ubnge in ihre Truhe. Darauf wurde es still über dem wchkelm"'"^' b*e 1tn en Iagen ini Todeskampfe zuckend in den Boden- Aber der wunde Mann begann an einem Morgen schier verstäub- $u r,e?eJJ, und seine Flüche wurden kräftiger; da erschrack sein We.b und fürchtete, das böse Leben mit dem Gesunden könne wohl aufs neue beginnen. Danin, ließ st« von dem Scharfrichter, dessen geheimes • *« Burg bauen, M Ln'ZL' * tfÄrts. ri'Ll'ssLL »•» Itt jrixj«,, feiner flr«Senr«ub!ri,dien' Burgleute »en V g sÄS,: »-<->»» Ä iilÄ (Rin»?/ ’Öe m r-uenr|d)?IIen Weint: der älteste Sohn des vielberuieuen *Äe B ÄS SÄ S iw' n nL11’ obschon sein Leben ein Vierteljahrhundert kaum erreicbte aa” von ^"?r, blauäugig und mit blondem Haupi- vuar von froher, leichter Jugend und von heißer Lebenslust es l>°n ihm: “nb K’aS id! weiß- das drängt mich heut, „,^iaus Lembeck wollte keinen Gelehrten aus seinen, ältesten Sabn- brauchen können^'unb^"' bcI^r sollte er Kopf und Faust ge- er ihm . nnen, und dazu mußte beides gleich geübt werden So hielt chasie MV C'sericus' der den leichtlebigen Gesellen in den Wissen. '""herführte; so sandte er ihn danach - es SimfJr kqann ! 7, Vst d'e Universität Paris, und der lernte ta„. e V d3V t. T 7M ^ub,unL: “ Iernte höfisch fechten, er flechte,, und m "b hbtr sÄ^e spielen, auch klingende Schanzunen dazu lieh er s der schonen Künste onsl noch waren; die schwereren Her neuen ,m;bern-# 3ann ™arb ih-" "vch ein fröhlich Jugenchchr auf seinen Ho hu tVerfiS,taSr 3‘* Prag, wo derzeit der deutsche König Carl Stoein und Än nrm Eroie er die großen deutschen Dichter kennen, den 2esteneicher?vö„ Mm ^"".ch Hartmanns von Aue, die Lieder des val hatte er aeto»» Dogelweide, sogar ein Stück von Wolframs Parzi- des StrahbumJr em) »l’5 a(terf. 8apü sein Herz gefangen hatte, das war Dor dem L mejtcr= Liebeslied von Tristan und Isolde. sogar ba° ehemeltfirf,ld,Cllbe« 9imnen feines Vaters tat manch edles Tor, auch des Könins m “ufl ein“n großen Tanzfest im Hradschin, das «vandtesten Tü»». -g "wart verherrlichte, war Rolf Lembeck der ge- einer Schönbei?-,. l*ner ■w?b r(o£ in Len hohen kerzenhellen Sälen von jungen Gräfin^ ,m» König stand an einem Fenster mit A" folfltei eine n V '$uttd) ""MWach; die braunen Auen der Dame fünfer/’ Hef «"emh Tanzpaar. „Ei, Ma,e,tat, so sehet doch den feinen l I>e, „der tanzet ja wie ein Franzos!" u vs Statt sgsrÄ-Ä «Vös schüttelte er den Kopf, und sich der^türzk'»" wohlgefällig; dann aber irrt schöne Frau! Von ferne möckt mV'", sprach er: „Ihr •"fe » kl» mir nimmer !,"*gr“",y‘"b,n; M> "■ ’»■ f-ck! ..Ich »In'em SVKlgllS^eeVS!’ -»'1119'6”'1' WI Bem. Prag?"9 ""i"n'e1, 6,r K-chg. „die bona, arte legt in unferm -...»durfte er er. Äum„Ä. »» ÄV&Ä'ÄSJ gemäe,?”*d,!'*' „jf™* ei.mm iXÄXXe^Xr"1 anb zu küssen. (Fortsetzung folgt.) Rolf Lembeck war schier erschrocken; doch als er sic in ihrer wilden Schöne vor sich sah, da riß er sie an sich und küßte sie inbrunst,glich und rief: „Das mag ums Leben gehen, Wulfhild! „ Der Alte aber sprach in sich selber: „Das Werk ist wohlgefestet. __Die Männer hatten sich verabschiedet; die Frau war im Gemach zurückgeblieben; sie stand und horchte den Schritten nach, die in dem Saal verhallten, der vor ihrem Zimmer lag; dann konnte sie s mcht lassen, die Tür zu öffnen, als wollte sie die Spuren des ihr eigen gewordenen schönen Mannes noch auf den Dielen suchen. Als sie sich umbhette, sah sie auf einem Schemel, hart an der Tur, den Schreiber Gaspard itzen; feine braune Gugelkappe, die hinten mit dem gleichfarbigen Rock zusammenhing, war ihm von dem kurzen Schwarzhaar abgeglitten, so daß sie mit Schwanz und Kugel ihm im Nacken hing; er sah Mit gekreuzten Beinen und sah mit schief herabgesenktem Kopfe auf die vielen, als wolle er dort etwas mit seiner spitzen Schstabelnase aufpicken Es seltsamer Gesell mit einem scharfen ältlichen Gesicht; er mischte in anderer Leute Sachen und war voll Lied- und Spruchweis- Verhutzelt sann in schwerem Bllltenschnee Dem Schopfungswunder nach die Apfelbaum-Allee. Des Wandrers Runenantlitz reckte sich zum Licht, Und Silber segelte um Sonne und Gesicht. ..... Gott grüße dich!" — „Willkommen! Geh mit mir! Wir schritten durch das festliche Spalier, Zu Höupten honiglüstre flinke Funken. Berauschend Fest, so gebefroh wie erntetrunken! „Fliehst du den Eigennutz, der dich umschwärmt, Nur um zu sammeln, deine Kunst belarmt? , 1 Mein junger Freund, verleiht des Schicksals Gute Uns alten Hutzelstämnien späte Blüte, So wird uns solches Pfand wohl auch als Gcwe Für eine hungernde, für die erfüllungsfrohe Wabe. Z:ch'°ch«Ä-,?S^-s°''"'s «ä* Man läßt ihn stechen. Was er nahm — am Schluß Grüßt uns daraus des Herbstes Ueberflutz, Des letzten Stündleins feinste Gott^labe! Wie lächelte dein Runen-Antlitz — Wilhelm Raabe. Das Eulennest. Von Willibald O m a n k o w s k i. . Niemand hätte es dem zehnjährigen Bert mit.feiner *a$erIÄ nase angesehen, welch ein pfiffiger Merl in ihm stefte. Seine Aug n alles, und seine Witterung war erstklassig. Er hatte es r Umliih bekommen, daß die alte Handarbeitslehrerin Fraulem Mattiffon ye> schnupfte, daß der Kantor Rochteschl in der Zehnuhrpause Grog von -n in seiner Bouillontasse hatte, daß der Professor Schweizer eil 19 unj „Teufelsauge" besaß, ein Ding, das zur Nachtzeu hfrau 9 _ in ein Glas mit Wasser gelegt wurde. Vor Berts Künsten der P ° war kein Mensch sicher, und war irgend einmal etwas dunkel, ce ^^Nun "hottender kleine Bert wieder etwas herausbekommen. eine aufregende Sache, und er hatte das Geheimms nur fernen Freunden preisgegeben. „ im geeilt An einem Spätnachmittag hatte auf dem Marktplatz r ck> b Laternen und Fackeln ein Wanderzirkus feine Zelte aufgeschlage' hi( es für Bert viel zu sehen und zu lernen. Dabei war er langes v erlaubte Zeit ausgeblieben und, als er tn fd)arfem Teinpo n J trabte, sah er feinen Vater daherkommen. Es war der Donner . $0(f, an dem der Vater zum Kegeln ging. Um den unbedingt ! . sich pfeifen zu entgehen, fprang Bert in den dunklen Kirchsteig »Nd jni Schatten des Glockenturmes, bis der Vater vorüber war. Da sah er plötzlich einen großen Vogel herniederschweben. Er gab keinen Ton von sich, slog gespenstisch leise und verschwand in einer gesprungenen Scheibe des Kirchensenstcrs. Es überlief Bert eiskalt, und, da, gleich daraus kam ein zweiter, fast noch größerer Vogel. Bert ging nun nicht nach Hause, sondern erst zu seinem Freunde, dem verwachsenen Schuster Schwindangel, mit dem er sich über alle brennenden Fragen des Lebens zu besprechen pflegte. Herr Schwindangel schob seine Stahlbrille auf die Stirn, hakte sie auf eine dort befindliche große Warze utti) hörte sehr ernsthaft den Bericht des Knaben an. Dann zog er die breiten, zusammengepreßten Lippen hinab und sagte mit seinem schwärzesten Baß nur das eine Wort: „Eulen!" Hierauf lieh er die Brille wieder automatisch herabfallen und arbeitete weiter. Da Bert schon seit einem Jahre Ministrant war, gelang es ihm noch am gleichen Abend, unter einem Vorwande vom Küster die Kirchenschliissel zu beschaffen, die Stelle, wo das Culennest war, auszukundschaften und i)ie Böge! zu beobachten. Das Geheimnis des Eülenneftes wurde von der „Bande", einer durch freimaurerische Zeremonien und Gebräuche eng verbundenen Schar Halbwüchsiger streng gehütet. In der Dämmerung des nächsten Tages stand eine achtgliedrige Kette auf dem Kirchdamm und hielt flüsternd Rat, was zu tun sei. Daß man zum mindesten eine der jungen Eulen haben müsse, war selbstverständlich nur über eine Reihe organisatorischer Fragen herrschte vorläufig noch Unklarheit. Zunächst galt es festzulegen, wer die Eulen rauben sollte. Es konnte nur ein sehr guter Kletterer (ein, der aber auch in der Kirche genau Bescheid wissen mußte. Der kleine Bert kam für diese Aufgabe noch nicht in Frage. Paul, der Hauptmann der „Bande", schied aus, weil er prote- stmüisch war. Heini konnte wohl gut klimmen, erschien aber als ungeeignet, weil er kurz zuvor bei einer ähnlichen Aktion, wo es sich um die „Einbringung" von Walnüssen gehandelt hatte, aus Familienrücksichten gekniffen batte, der dicke Lutz, der sich sofort erbot, verfügte nicht über ausreichende Lokalkenntnisse und war außerdem kurzsichtig. Es war nicht leicht, einen vollwertigen Vertreter zu finden. Da gesellte sich ein Neunter hinzu. Die Hände in Öen Hosentaschen, leicht vornübergeneigt, schob er sich auf langen Beinen an die „Bande" heran. Es war Brigitte, das einzige weibliche Mitglied. Sie trug für die Zusammenkünfte Jungenkleidung unb war wegen ihrer Unerschrockenheit und Entschlossenheit hoch geschätzt; daß sie nebenbei auch ein hübsches Mädel war, spielte eine untergeordnete Rolle; in diesem Falle wenigstens. Brigitte machte im Gegensatz zu den Knaben keine Vorschläge, verwarf nur schlechte und sprang von einem Bein auf das andere, wenn einer besonders kühne Pläne entwickelte; bann leuchteten ihre schönen Augen, unb in dem lachenden Munde blitzten die Zähne. Am Ende wurde beschlossen, daß man losen sollte. Paul machte die Lose fertig, und jeder entnahm Pauls Mütze ein Los. Das durfte er aber erst zu Haufe, kurz vor dem Zubettgehen öffnen, um schon am daran fsolgenden Samstag mußte der Raub ausgeführt werden, denn man fürchtete mit Recht, die jungen Eulen könnten vorzeitig flügge werden. Bis zu dieser Stunde lastete unheimliches Schweigen auf den Mitgliedern der „Bande". Keiner durfte erfahren, wen das Los getroffen hatte; das war strenges Gebot. Nur der kleine Bert wußte es, denn ihm war die wichtige Rolle des Vermittlers zugefallen. An jenem Abend betätigte er sich denn auch mit ungewöhnlichem Eifer als Helfer des Käfters; er nahm ihm fast alle Funktionen ab, richtete die Blumen auf den Altären, steckte die hohen, dicken Kerzen für das Hochamt auf, nahm die Bezüge von Fahnen und Baldachin und verweilte solange als irgend möglich in der Kirche. Der Pfarrer Strobel saß »och im Beichtstuhl und überdachte seine Svnntagspredigt. Die letzten Gläubigen hatten ihre Beichtpflicht erfüllt, die Lampen waren gelöscht, und nur über dem Stuhl des Pfarrers leuchtete das milde Licht einer kleinen Ampel. Da bemerkte er plötzlich eine Gestalt. Er hatte kein Türklappen, keine Tritte gehört, und nun sah er, wie die Gestalt leichtfüßig am Hochaltar vorüberlief und im Dunkel des Seitenschiffes verschwand. So benahm sich der alte Küster nicht. Was ging da vor? Kurz entschlossen legte der Pfarrer Chorhemd und Stola ab, verließ leise seinen Sitz und tastete sich langsam durch die schlummernden Kirchenbänke nach der Richtung vor, in.der die großen Opferkasten standen, denn fein erster Gedanke war, daß es fich hier um einen Kirchendieb handele. Er drückte sich in eine der hinteren Bänke unb durchforschte mit den Augen die Dunkelheit. Da gewahrte er einen noch jungen Burschen. Er hatte die Mütze auf dem Kops behalten und starrte unverwandt zu dem Albertnsaltar hinaus. Dann trat er ein paar Schritte vorwärts, rückwärts, musterte die Oert- lichkeit und (prang mit gewandtem Satz auf den Altar. Hier umschlang er eine der Marmorsäulen und klomm nach der Art der Matrosen zur Spitze empor, aus der der fromme Bischof mit Mitra unb Krummstab (eine schirmende Hand ausbreitete, als gälte es immer noch über getaufte Pruzzenheiden vom Himmel die Segnungen des Christentums herabzn- slehen. Oben angelangt schwang sich der Bengel — denn um einen solchen ( Wnbeltc es sich, das hatte der Pfarrer bald heraus — zum hl. Adalbert hinüber, setzte fich auf dessen steinerne Schultern und lugte vorsichtig hmter das Standbild. Unb nun vernahm der Pfarrer ein kurzes, angstvolles Pfeifen, das dem der Ratten ähnlich klang, hörte einen mühsam erstickten Ton aus der Kehle des Burschen und beobachtete deutlich, wie r zweimal etwas erfaßte und in seiner Tasche verbarg. Dann lieh er sich G»ell an der anderen Säule herunter und lugte, an den Boden geduckt, M nach allen Seiten. Jetzt hielt der Pfarrer feine Zeit für gekommen. Wo einen Anruf [prang er aus seinem Versteck auf den geheimnisvollen K'-tt-rer zu und packte, ihn. „Was treibst du hier?" ... ®er Pfarrer hörte einen Hellen Aufschrei und blickte für einen Augen- w« in ein kindlich schmales Gesicht, das sich aber sofort ab wandte, um "'cht erkannt zu werden. »Ms ... nicht ... loslafsen ...!" stieß es angstvoll gepreßt hervor. „Ich will dich lehren, loslafsen", rief der Pfarrer und versuchte, den aiu r? *n Lichtschein der Ampel zu zerren. Er schien auch zuerst Folge 6 c’ttcn, gab sich aber bann einen Ruck, mit dem er sich geschmeidig aus der Umklammerung befreite, und stürzte davon. Der Pfarrer tat ein paar Sätze hinter dem Flüchtenden her, aber er vermochte nur noch dessen Mütze zu erwischen. Wie er sie ihm aber vom Kopfe riß, geschah etwas höchst Seltsames: eine Flut hellblonden Haares quoll unter der Mütze hervor, fiel über die Schulter herab unb wehte wie eine Mähne hinter dem Fliehenden her. Der Pfarrer stand wie angewurzelt da. Was war bas? Das, was dort lief, war ein Mädchen, ein halbwüchsiges Mädchen, das ein Euleimest ausgenommen hatte. Der Pfarrer stand staunend da und begann, zu begreifen, ahnte die Zusammenhänge und wußte schließlich alles. Er schüttelte das ergraute Haupt unb schritt mit leisem Lächeln zu dem Beichtstuhl zurück. — — Fünf Jahre später sitzt der Pfarrer an einer reichen Tafel, unb an ihrer Spitze fitzt bie schöne Brigitte als schimmernde Braut. Die Begrüßungsworte des Brautvaters sind verklungen, unb der Pfarrer nimmt bas Wort. Er spricht zuerst, wie es dem geistlichen Herrn zukommt, würdevoll, väterlich-milde, und fährt bann fort: .. ich habe dort das Mäbchen in Kranz unb Schleier dereinst getauft, habe es heranwachsen sehen, habe es zum Tische des Herrn geführt und heute will ich es gestehen, — erschrecken eie nicht, meine Herrschaften — ich habe es einmal in der dunkeln Kirche fest in meinen Armen gehalten." Alle sehen auf Brigitte. In der ausgelassenen Fröhlichkeit, die nun anhebt, steht schmunzelnd der Pfarrer und nestelt an der Schoßtoiche seines Bratenrockes. Er zieht zum allgemeinen Erstaunen eine blaue Matrosenmütze daraus hervor, glättet sie mit streichelnden Händen und reicht sie der übermütig lachenden Braut. Ernest Rutherford. Von Professor Dr. Paul Kirchberger. (Nachdruck verboten.) Ganz unzweifelhaft haben wir Deutsch« jo viel zur Förderung der Raturwifsenschast, insbesondere auch der Physik, beigetragen — stammen doch zwei der allerwesentlichsten Gedanken der Physik des 20. Jahrhunderts, die Relativitätstheorie unb bie Quantentheorie, von deutschen Gelehrten —, daß wir neidlos auch fremdes Verdienst anerkennen können. So wirb denn bei allen der physikalischen Forschung Nahestehenden die Freude groß sein, daß die Preußische Akademie der Wissenschaften den wohl größten lebenden Physiker, Ernest Rutherford, Professor in Cambridge, zu den ihren zählen darf. Sie Stellung dieses Mannes in der zeitgenössischen Physik kann nur mit der von Michael Faraday in der Physik des 19. Jahrhunderts verglichen werden. Wie Faraday ist auch Rutherford in erster Linie ein Meister des physikalischen Versuchs, wenn freilich auch (eine Leistungen in der zweiten, im verflossenen Jahrhundert immer wichtiger gewordenen Seite der Wiffen- ichaft, nämlich in der Durchdringung des fortgesetzt anschwellenben Beobachtungsstoffs durch die mathematische Rechnung gleichfalls hoch bedeutend iind. In erster Linie gründet sich der Ruhm Rutherfords auf die Erforschung der Radioaktivität. Gewiß werden sich manche unserer Leser noch des Aussehens erinnern, das die Entdeckung des Radiums durch Frau Maria Curie zu Beginn des 20. Jahrhunderts hervorrief. Es war keineswegs nur der Umstand, daß es eine Frau war, die mit einer Entdeckung von vorerst nicht absehbarer Tragweite in die Forschung eingriff, sondern ebenso diese Entdeckung selbst, die geradezu aufrüttelnd aus die Geister wirkte. Es war ein Stoff, der nur in Milligrammen vorlag, der aber Energieäußerungen zeigte, wie sie sonst nicht entfernt bei so winzigen Stoffmengen auftreten. Chemische Vorgänge, wie etwa die Bereinigung von Sauerstoff und Wasserstoff zu ® aff er, bie bis dahin als gewaltigste Freimachung von Energie gegolten hatten, wurden durch die neuen und so fremdartig anmutenben Erscheinungen bei weitem in den Schatten gestellt, unb, was das Seltsamste an ihnen war, die Menge des Stoffes, die in Form von Strahlen so ungeheure Energiemengen frei werden liefe, schien sich dabei gar nicht zu verringern. Fast schienen die alten Märchen vom Säckel des Fortnuats, der sich trotz aller Ausgaben nicht leeren wollte, in physikalischer Form wieder auszuleben; sehr hübsch und unterhaltend für den Zeitungsleser, aber ausregend für den Physiker, bet bas wichtigste Ergebnis der getarnten Naturwissenschaft, bas Gesetz von der Erhaltung der Energie, bedroht (ah. Und diese Bedrohung war nicht weniger ernst, weil (ie von Stoffmengen ausging, deren Menge nach Milligrammen zählte. Da also war es der damals noch junge Rutherford, dem in allererster Linie die Lösung der Rätsel zu danken ist. Er war es, der den Gedanken aussprach, daß es fich um Atomzerfall handle, eine uns jetzt geläufige Tatfache, zu jener Zeit aber eine geradezu umstürzend wirkende Annahme; denn über die Natur der Atome war damals so gut wie nichts bekannt. Der deutsche Physiker Lenard war wohl der einzige, der (ich schon einige, aber doch ziemlich allgemein gehaltene Vorstellungen über den Bau der Atome gebildet hatte, 'sonst lagen nur mehr oder weniger kühne Vermutungen vor, an denen freilich kein Mangel war. Aber nun war es ein wahrer Wunderbau, den Rutherford in erstaunlich kurzer Zeit errichtete. Er bildete nicht nur die Auffassung des Atoms als eines Planetensystems im Kleinen aus, sondern er stellte auch Regeln darüber auf, wie die Selbstzerstörung dieser Liliputwelten vor sich gehe. Er maß die Geschwindigkeit des Atomzersalls unb benutzte diese Messungen zur Bestätigung seiner Theorie. Stimmte sie einmal nicht, so war er kühn genug, den Grund hierfür in noch unbekannten Zwischen- gliebern des Atomzerfalls zu suckln. Er behauptete also das Vorhandensein unbekannter Elemente unb wies nach, baß sich mit ihrer Annahme eine Beitäiigung seiner Rechnung ergab. Jahrzehntelang beherrschte bie Erforschung der Radioaktivität die physikalische Wissenschaft; in über- raichend kurzer Zeit war (ozufogen aus einem dunkeln Erbteil em völlig durchforschtes Gebiet geworben, bei dem es sich im wesentlichen nur 'noch darum handelt«, bie feineren Zusammenhänge im einzelnen, (Mittagen die Wege, bie von der großen, von Rutherford angelegten Hauptstraße ins Innere hineinführten, noch aufzuklären. Auch diese Arbeit wurde zum nicht geringen Teil von Rutherford und seinen Schülern geleistet. Kern lebender Physiker und nur ganz wenige unter den Geisteshelden der Vergangenheit können auf eine solche Zahl bedeutender Schüler blicken wie Rutherford. Auch aus Deutschland strömten die jungen Physiker zu ihm, und in fast zahllosen Fällen waren es erstaunliche, neue Bahnen eröffnende Arbeiten, die er in Gemeinsamkeit mit seinen Schülern vornahm, diesen die Hälfte des Ruhmes überlassend. Die berühmteste Leistung Rutherfords aus den letzten Jahren ist wohl seine Atomzertrümmerung. Dabei waren die sich mit großer Heftigkeit selbst zersprengenden Atome nicht etwa, wie bisher, der Gegenstand, sondern vielmehr das Mittel und Werkzeug der Forschung. Er ließ nämlich die sich bei solchen Vorgängen bildenden Atomtrümmer auf andere, vornehmlich kleine Atome aufprallen, und siehe da, diese hielten den Angriff nicht aus, sondern wurden von der Wucht der aufprallenden Geschosse zertrümmert, so daß also dadurch der natürliche Atomzerfall einen künstlichen eingeleitet hatte. Freilich ist dies nicht so einfach, wie es nach diesen Worten scheinen möchte. Von hunderttausend dahinfliegenden Atomtrümmern trifft vielleicht ein Teilchen auf ein neues Atom so auf, daß es auch dieses zertrümmert, und man kann sich wohl vorstellen, wie ungemein geringfügig die Menge des neugebildeten Stoffes war. Es kann natürlich kein Gedanke daran sein, sie etwa mit den üblichen chemischen Mitteln nachweisen zu wollen. Aber auch diese Schwierigkeit wurde überwunden; die hochempfindlichen radioaktiven Nachweise führten schließlich 311111 Ziele und beseitigten jeden Zweifel an der Richtigkeit von Rutherfords Behauptungen. Es ist ungemein schwer, sich ein Bild von den Folgen dieser hier nur kurz angedeuteten wissenschaftlichen Großtaten zu machen. Es ist nicht mehr und nicht weniger als eine neue Welt, die durch sie entstand. In und hinter der starren unbeweglichen Welt des Stoffes, in der die für jeden Grundstoff verschiedenen, gewissermaßen toten und ihrem Wesen nach unerklärten Atome die letzten Einheiten waren, ist eine gänzlich neue Vorstellungswelt entstanden, in der Bewegungen von unvorstellbar schnellem Ausmaß und gewaltige elektrische Kräfte bis in den tiefsten Kern hinein die eigentlich entscheidende Rolle spielen. Es ist hier nicht der Ort, diese neue und noch täglich wachsende Welt darzustellen. Begnügen wir uns also mit der Feststellung, daß sie ihre Geburt in allererster Linie dem schöpferischen Geiste Rutherfords verdanken. Die sieben von Ephesus. Lin Dokument aus der Zeit dec Lhristenversolgnngen. Bon Arthur S t e n tz e l. Durch die glänzenden Ergebnisse der unter Leitung des Archäologen Professor Joseph Keil stehenden EphesusExpeditiou ist die uralte Sage von den sieben heiligen Märtyrern, denen der „Siebenschläfertag" zugeeignet ist, in ein Helles Licht gerückt. Die in den letzten Jahren in der Nähe der kleinasiatischen Stadt Ephesus, am Panajir Dagh ausgeführten Grabungen haben die Existenz und die Echtheit der Siebenschläfergrotte bestätigt und umfangreiche Katakombenanlagen, sowie eine Felsenkirche, freigelegt; auch eine überraschend große Menge wertvoller Fundstücke wurde geborgen. Aus diesen Forschungen, die noch weiter fortgesetzt werden sollen, geht abermals hervor, daß den alten sagenhaften Ueberliefe- rungen meist eine wahre Begebenheit zugrunde liegt; jo auch in diesem Falle. Wer waren nun jene sieben Schläfer von Ephesus? Ihr ebenso tragisches wie wunderbares Schicksal wird uns in einer der schönsten frühmittelalterlichen Legenden erzählt, von der zahlreiche, in fast alle europäischen Sprachen übergegangene christliche, ebenso mohammedanische und andere orientalische Bearbeitungen vorliegen: Von diesen ist die älteste und wohl auch beste die des Syrers MarJacgh, der im Jahre 819 Bischof von Sarug in Mesopotamien war. Zur Zeit, als Decius im römischen Reiche regierte, geschah es, daß er im Jahi^ 249 voll Zornes aus Byzanz nach Karthagenna und nach Ephesus kam. Die Kirchen derer, die an Christum glaubten, wurden geschlossen, und die Christen, Priester wie Laien, flohen vor dem Anblick der Tyrannen. Als Decius in Ephesus einzog, begann er Götzenbilder mitten in der Stadt zu errichten, und er befahl den Großen der Stadt, daß sie jenen falschen Göttern Opfer darbrächten. Am dritten Tage gab der Kaiser Befehl, daß die Christen ergriffen würden; man schleppte sie daher aus ihren Schlupfwinkeln heraus, daß sie vor dem Volke mit dem Kaiser opferten. Die nun, die sich vor den Martern fürchteten, fielen von Wahrheit und Glauben ab und brachten den Götzen Opfer dar. Diejenigen aber, die stark waren, ertrugen willig die Geschosse des Teufels mit ihren Körpern und duldeten die Quoten. Und ihr Leib wurde vernichtet und wie Mist auf die Erde geworfen, und ihr Fleisch wurde durch mannigfache Martern zerrissen, so daß viel Blut ihren Wunden entströmte. Nun waren aber sieben edle Jünglinge: Achillides, Diomedes, Eugenius, Stephanus, Probatius, Sabbatius "und Cyriacus, Söhne von Vornehmen der Stadt und fest im Glauben an den Sohn Gottes; diese dienten Gott mit Wachen, Fasten und Gebet. Sie waren Diener im Palaste des Kaisers. Ihre Genossen aber gaben acht und meldeten ihr Verhalten dem Kaiser. Da ergrimmte Decius und befahl, daß sie gefesselt vor ihn gebracht würden. Doch als sie herbeigeführt wurden, das Antlitz mit Tränen bedeckt und die Häupter mit Staub bestreut, redete er ihnen gütlich zu, auch den Göttern zu opfern. Achillides aber antwortete, sie verehrten einen Gott im Himmel, jenen Götzen aber brächten sie keine Opfer dar, um nicht ihre Seelen zu beschmutzen. Darauf hieß Decius ihnen ihre kriegerische Wehr abnehmen, gab ihnen aber Bedenkzeit, da es ihm unbillig erscheine, ihre Jugend durch Martern zu schänden; die Fesseln ließ er ihnen wieder abnehmen. Alsdann zog Decius fort nach anderen Städten, um zu tun, was er im Sinn hatte. Achillides und feine Genossen hatten nun Gelegenheit, das Werk der Gerechtigkeit zu vollbringen, sammelten Gold und Silber aus ben Schätzen ihrer Väter unh verteilten davon viel als Almosen an die Armen. Dann hielten jjc sju miteinander, flohen aus der Stadt und verbargen sich in der Höhle bes Berges Anchilus, wo sie in Ruhe zu Gott beten konnten. Sie nahmen h viel Geld mit sich, als sie bedurften, und schickten den jüngsten und qe, wandtesten, den Diomedes, als Bettler verkleidet in die Stadt, um ihr» Geschäfte zu besorgen, Almosen zu verteilen, Nachforschungen zu {jatte» und Brot und andere Lebensmittel zu kaufen. Kurze Zeit darauf kehm Decius zurück und befahl, daß alle Vornehmen und auch die [leben Jünglinge den falschen Göttern Opfer bringen sollten. Als dies Diom-dcs erfuhr, begab er sich eiligst zu seinen Genossen, denen er nur roeniq» Brote mitbrachte. Und als er ihnen die Rückkehr des Tyrannen mitteilte und ihnen eröffnete, daß sie gesucht würden, erschraken sie und beteten unter Seufzen und Weinen zu Gott. Doch Diomedes bereitete ihnen ein Mahl und überredete sie, daß sie äßen. Darauf setzten sie sich zur Abendzeit mitten in der Höhle nieder und speisten, und als sie so traurig beieinander saßen, entschliefen sie sanft, denn ihre Augen waren durch den Kummer schwer geworden. Aber Gott ließ sie einen sanften Tod erleiden damit durch sie später ein Wunder verrichtet werden sollte. Wie sie nun vom Schlafe befallen wurden, gaben sie, ohne es zu merken, auf der Erde liegend, ihre Seelen in die Hände Gottes. Das Geld jedoch, dm sie mit sich genommen hattery lag ihnen zur Seite. Als man die auf Geheiß des Kaisers gesuchten sieben Jünglinge nicht fand, ließ Decius deren Väter herbeiführen und bedrohte diese mit dem Tode, entließ sie aber, als sie ihm den Aufenthalsort ihrer Söhne mil- geteilt hatten. Darauf ließ er den Eingang der Höhle auf dem Berge Anchilus mit Steinen verbauen und versiegeln, damit die Jünglinge lebend begraben seien und in jenem Kerker elend sterben. Theodoras und Rnfinus, des Kaisers vertraute Diener, die auch Christen waren und sich verborgen hielten, schrieben indessen die Leiden der sieben Märtyrer auf bleierne Tafeln, taten sie in ein ehernes Kästchen und verbargen dieses wohlversiegelt unter den, den Höhlengang verschließenden Steinen, damit man dereinst, wenn sich die Höhle wieder öffnet, die Wahrheit erfahre. Bald darauf starb der Kaiser Decius und sein ganzes Geschlecht. Es folgten andere Kaiser, bis Theodosius, des Arcadius Sohn, den Thron bestieg. Im 38. Jahre der Regierung dieses frommen christlichen Fürsten (446) erhoben sich aber Ketzer, die die Auferstehung der Toten leugneten, und da der Kaiser selbst verwirrt wurde, beschloß Gott, ein Wunder zu tun. Er gab es daher einem begüterten Manne, namens Adolius, dem der Berg mit der Höhle gehörte, in den Sinn, einen Stall für das Vieh zu erbauen, und die Steine vor der Höhle wegwälzen zu lassen. Da flößte Gott den Heiligen, die in der Höhle schliefen, neues Leben ein. Sie erwachten, setzten sich auf und begrüßten einander, wie sie gewohnt waren. Denn sie sahen kein Zeichen, aus dem sie schließen konnten, daß sie so lange wie tot gelegen hätten; ihre Kleider waren noch in demselben Zustande wie zuvor, und ihre Leiber waren frisch und blühend. Deshalb glaubten sie, daß sie nur vom Abend bis zum Morgen geschlafen hallen, und sie waren in Angst und Sorge, daß der Kaiser Decius sie suchen lasse. Darum befragten sie den Diomedes, ihren Schaffner, nochmals, was er am vorigen Abend in der Stadt erfahren habe. Als dieser wiederholte, daß Decius sie suchen lasse und sie, wenn sie seinen Befehlen nicht gehorchten, martern lassen wolle, entgegnete Achillides: „Wohlan, ihr Brüder, laßt uns bereit fein, vor den Richterstuhl Christi zu treten; nicht fürchten wollen wir das Urteil jenes sterblichen Kaisers. Doch dn, Diomedes, gehe zur Stadt, damit du uns topeife verschaffest. Gleichzeitig erforsche, was Decius über uns beschlossen hat." Da machte sich Diomedes früh auf den Weg und nahm Geld mit sich von sehr aller Prägung, denn es waren fast zweihundert Jahre verflossen, während deren sie geschlafen. Als er die vor der Höhle mnherliegenden Steine sah, erstaunte er, und zitternd stieg er vom Berge, denn er war besorgt, daß er in der Stadt erkannt und vor Decius geführt würde. Er wußte nicht, daß die Gebeine des Tyrannen bereits im Grabe vermodert waren. Als er dann über jedem Tore der Stadt das heilige Kreuz erblickte und Christum laut bekennen hörte, auch gewahrte, daß sich vieles verändert hatte, erstaunte er noch viel mehr und zweifelte, daß diese Stadt Ephesus sei. Wender aber fragte, der nannte sie Ephesus, und so glaubte er, er fei von Sinnen; er wollte deshalb schnell zu seinen Genossen zuräck- kehren und ihnen das Abenteuer melden. Als er im Hinausgehen an den Brotbänken vorbeikam, gedachte er Brot zu kaufen^ Die Bäcker aber verwunderten sich über die ihnen dargereichte Münze und glaubten, er habe einen Schatz der alten Könige gefunden. Da nun Diomedes dies bestritt, schleppten sie ihn in die Mitte der Stabt, jdd sich bald viel Volks ansammelte. Schließlich, vor den Bischof und Statthalter geführt, di« ihin auch nicht glauben wollten, bat Diomedes, man möge ihm zu seinen Gefährten folgen. Hier aber fand der Bischof das Kästchen mit den silbernen Siegeln und der Inschrift, die er dem Volke vorlas. In der HW selbst sahen die Heiligen, deren Antlitz hell wie das Licht glänzte, und die heiligen Märtyrer erzählten alles, was zur Zeit des Decius geschehen war. Jetzt schickte der Bischof und der Statthalter sofort einen e Brief an Kaiser Theodosius nach Konstantinopel, der darauf mit großem Gefolge nach Ephesus kam, vor den Jünglingen niederfiel und sie mn- armte. Als dann Achillides dem Kaiser seinen Segen gespendet, leW die Jünglinge vor aller Augen ihre Häupter nieder auf die Ewe ®“ entschliefen und gaben ihren Geist auf nach dem Befehl Gottes. Theodosius ließ darauf das Grabgewölbe mit Gold und kostbaren steine» schmücken und darüber eine große Kirche erbauen. Ein herrliches m wurde gefeiert, reichliche Almosen wurden verteilt und die Gefangene wurden freigelassen. Dann kehrte Theodosius nach Konstantinopel zum - Nach Mar Jacob und anderen Autoren hätten die sieben schlol also von 249 bis 446, d. h. 197 Jahre, in todähnlichem Schlummer z legen. Manche Legenden bemessen die Zeit noch länger, bis ZU » Jahren. Verantwortlich; Dr. Hans Thhriot. — Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch, und Steindruckerei, lR. Lange. Siehe"-