Schloß fröhlich ber; es ich der ler hin. Seiet- -n. Ich roonete beinahe md ab. ' Nische l neben and zu Pt und ' Nische iir aui. gemalt dientest, , dachte ibernen ibs nut ich voll ar zum 3d) üer- iie doch, n. Bet- atte die in mit it Kom- Jemand Haltung Malen, lag aus sie uer- spielten Grazie, niemals, slig mit ir recht, öoa ihr, trachtete achiung. , du en ter sein t würde drückten Abends reichen sonores, aus, sie es nichi r Frühe hl. Leo- gemat- Don der ■eonores Empsin- if, wenn ich den oll ®ut Erleben n befiel bestallen hinüber, u lesen, warme, H-fenne« hin und rrif) ih" rroartele in Höri« geladen, meine" he, »Ä ter dein frösteüt denaüee Wolke« n. Mi-H schlase«. lieft«* SietzenerFamilieOWer Nummer 45 Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger JaQraoita (928 vienriag, den s. blaßem Auge llberhaÜpt°"n?cht ^^Sroßetungsglase sehen kann - mit MW-MZW--- kleinen Teufelchen zu spielen und bi. Smit Cöcn sieben melswiese und freute lick da K schien dazu auf die Hirn- „,,d?d,k."h b-iupft". !-«!-» bl. nei„„ englel„ b-i”: md> tauten, WMZZOMEZ EMSS-MM-- WWW--:M M.:::: tÄÄÄ%r* e"«‘n und her glmmetS,.1?- »*. »-»«„- .b„ ,„f b„ fpftr"r*»Vhr Himmelswiese," sagten die kleinen Teufelchen und es ist I U KÄ ftS." ”6 »°b-n । ledernen Lappen nach. Es half den Teufelchen gar nichts daß sie scktrien sie ft 6 r?mrru Unb b(ont Seputzt und dann steckte sie des Teufels ^°ßmutter alle sieben tn einen großen Kessel. Auch das kleinste Teufel Mit bloßem Auge nicht sehen konnte, hatte sie mit hinein- ÖVr™ h,'"e 8rue™ sw-«" »nb Reffti ^u.616161 frf)On in ber Hölle", sagte sie und machte den Deckel vom ., 2en kleinen Teufelchen aber gefiel es gar nicht mehr in der kiölle k-is !hn»n gewesen waren, und im dunklen Kessel gefiel es eI,t nicht, was jeder gut verstehen wird. Und als sie eine Weile im dunklen Kessel gesessen hatten, bekamen sie es so satt daß sie alle Zusammen versuchten, den Deckel aufzuheben. Sie bemühten sich sehr damtt keinen^weck » T-ufe-chen bemühte sich nicht, denn dL'Lttedoch 1 S^abt, weil es viel zu klein war. Endlich gelang es den M)fflnft0n h5€r!l ein.r9°n5 M£,n -"'/nig aufzuheben, und durch den Spalt Anrnff Jn kleinen Teufelchen und kletterten durch den Höllen- nnhorlt6 n nnsUS,aUr? der Hölle, eines immer am Schwanz des anderen angehakt. Und als sie oben waren, kam gerade dieselbe Wolke vorlteigesegelt, die sie damals auf die Himmelswiese mitgenommen hatte. sagten die kleinen Teufelchen, „bringe uns doch wieder auf die Himmelswiese zu den weißen Englein." 9.rr,nt"' L°9te die Wolke, denn sie war sehr gefällig und für eine Wolke ist das ja auch eine Kleinigkeit. a D-e Englein freuten sich sehr, als die kleinen Teufelchen wieder angekommen waren, und sie holten auch schnell das gewaltige Dergröße- rungsglas, um zu sehen, ob das kleinste Teufelchen auch wieder ^dabei wäre, das man mit bloßem Auge nicht sehen konnte. Und die sieben tteinen Teufelchen freuten sich noch mehr als die Englein, daß sie nun wieder auf der H,mmelsw,ese waren, und sie spielten alle miteinander und die Sonn« schien auf die Himmelswiese und freute sich daß die Ung ern m,t den kleinen Teufelchen spielten, denn das ist etwas von der Welt, die einmal kommen soll, wenn alle wieder Kinder werden. Das Ktavier. Von Wilhelm Busch. Ein gutes Tier Ist das Klavier, Still, friedlich und bescheiden. Und muß dabei Doch vielerlei Erdulden und erleiden. Der Virtuos stürzt darauf los Mit hochgesträubter Mähne. Er öffnet iym Doll Ungestüm Den Leib, gleich der Hyäne. Und rasend wild, Das Herz erfüllt Von mörderlicher Freude, Durchwühlt er dann, Soweit er kann, Des Opfers Eingeweide. Wie es da schrie, Das arme Vieh, Und unter Angstgewimmer Bald hoch, bald tief Um Hilfe rief, Vergeß ich nie und nimmer. Die getupften Teufelchen. Märchen von Manfred Kyber. Es waren einmal sieben kleine Teufelchen, eines kleiner als bas anbere, und das kleinste war so klein, daß man es nur durch ein Ver- sehen konnte - mit bloßem Auge überhaupt nicht. s versteht sich von selbst, daß die sieben kleinen Teufelchen in der Me wohnten und alle sieben ganz schwarz waren. f Jlun ist es für ein kleines Teufelchen ja nicht gerade scküimm lon- überon!?°!,' k'ch r9“"5 Endlich, daß es in der Hölls wohni, aber so es ourh nirfii s.;. ,.__r,,__ q. . , benten werden, ist &nh.U £le ßrofeen Teufel sind doch sehr unangenehme ne» Heh? fi'nh merken das auch manchmal, solange sie 2m ? f nrb‘ Erst spater lernen sie all das dumme Zeug von den W NL^U,°>. u»b tenn fl. nn* n;*e?r" .n,et"en Teufelchen waren aber noch sehr klein und hatten darum knhe°nlfi bumnJ.es Zeug von den großen Teufeln gelernt und -2 f .^5 7 «" "icht nett in der Hölle und sie beschlossen t dam Rauchfang herauszukriechen und sich die Welt anders- mn.A“r besehen. Für die kleinen Teufelchen ist das ganz leicht aus dem Taa^iön ^erauszukriechen, denn sie turnen ja auch' so schon^d'en ganzen kleinen Tpl rn(*rU allerlei schone Hebungen. Das größte der j "Sterte voran und eines hing sich immer an den St, bernx 6°r «Mg es ganz einfach und zum Schluß kam das Z!*”; das so klein war, daß man es nur durch ein Ver- Der ^auckcka??? Trf,e “1 m,t. bloßem Auge überhaupt nicht, kletterten 9 ber ^°?e abcr- ,n dem die kleinen Teufelchen hoch- ragte tis in hi, 'm9?.'13 bÄ?"ders hoher Höllenschornstein, und sein Ende anderen binausa^nH^" 2 3 nun b!e kleinen Teufelchen eines nach dem R°uchsan(>s ?, -i°i,' fErt waren und sich vergnügt auf den Rand des kleinen T9,Hf.r*en' f”,mr.§.era^e e,ne Wolke vorbei und nahm die sieben S»r nickt mit sich. Eigentlich nur im Versehen, denn sie hatte geslvg,? 8enauer hmgeguckt, sondern war nur ganz eilig vorüber- fie °,rrln^°9 9«n'abc ""f bie Himmelswiese, denn dort hatte ganz ein-rlti Was, weiß ich eben nicht, und das ist auch reifen buiS h, l’-nen,, teufelchen freuten sich sehr, daß sie mit- und als fi, n,|fb hrc^ ^le blaue Luft und den goldenen Sonnenschein, I ■niteinander aus r H'mmelswiese angekommen waren, stiegen sie alle j spielten [nnfpr ,,n.b «mgen spazieren. Auf der Himmelswiese aber Flügeln und ihr »c--lne. Erg ern in weißen Kleidern mit silbernen | buchten', als „r-^L cl'dj denken, daß die Englein große Augen ! ^mmelswiese fahen °^ph ff’i tIe,£enc schwarzen Teufelchen auf der Englein über ™ ?en kleinen Teufelchen aber gefielen die weißen "Wir sind u”_b f e wollten gerne mit ihnen spielen. 8erne mit euJ - kleine ^.eufelchen aus der Hölle, und wir wollen (c>h । lPieten , sagten sie. ">chk sieben hS'" ^a«te, 5in kleiner Engel, „und ihr seid auch ! schvindeln/- ' Widern nur sechs. Im Himmel aber darf man nicht ! Sie Neben kleinen Teufelchen aber bekamen immer mehr weiße Tupfen, wie man das ja denken kann, und fchfleßk.ch wurden sie alle ganz weiß und kriegten noch wunderhübsche Flügel dazu, so daß sie richtige Englein geworden waren und ganz aus der Himmelswiese ge- bheSa9 fiftb'bie Geschichte von den sieben kleinen getupften Teufelchen, und es ist nicht nur eine hübsche, sondern auch eine sehr wichtige Geschichte. Denn einmal müssen auch alle die großen Teufel wieder Engel werden wenn die Welt so sein wird, wie sie einmal werden soll. Und dann müssen die großen Teufel erst einmal jeder so werden, wie die sieben kleinen getupften Teufelchen, denn ohne daß sie wieder Kruder werden, kommen die großen Teufel nicht in den Himmel. Es schadet auch nichts daß sie schwarze Kinder sind und Schwänze haben, denn so waren auch die sieben kleinen getupften Teufelchen. Nur Kinder müssen sie werden, sonst lernen sie es nicht, aus der Hölle herauszukrrechen und mit Öen Englein auf der Himmelswiese zu spielen. Und je großer der Teufel ist um so kleiner muh er wieder als Kind werden, das versteht sich von selbst. Und des Teufels Großmutter, die eine ganze große und fette, chwarze Person ist, die müßte schon so klein werden wie das kleinste von den sieben schwarzen Teufelchen, so klein, daß man sie nur noch mit dem Vergrößerungsglas sehen könnte — mit bloßem Stuge überhaupt nicht. . ,., , , Aber ich fürchte, das dauert noch em bißchen lange. Deutsche Laienbühnenspiele. Von Sophie Lederer-Eben. Es ist einige Jahre her — Öa erlebte ich es wie ein beseligendes Weihnachtswunder, das viele Jahrhunderte alte Krippenspiel von der Geburt Ehristi, dargestellt von Laienspielern. Es war in der grauen Klosterkirche in Berlin. Ich war gekommen, ohne die leitenden Gedanken, die das Laienspiel ins Leben gerufen, zu kennen, — eigentlich nur angezogen durch die wohlige Düsternis der Vorstellung einer „Klosterkirche und den Klang des Wortes „Laienbühnenspiel", dessen musikreiche drei Vokale mir verheißungsvoll wie drei lichte Blütensträuße auf dunklem Grunde ^Umweht°v?n'^^Schauern, die von altehrwürdigen heiligen Wölbungen herabsinken, aus dem Tod der Grüfte steigen und mit Schemen- armen von den abgetretenen Grabsteinen mit den starren Gestalten der Stifter nach dem Leben zu langen scheinen, — vor dem ausgedehnten Altarraum sitzend, der schlicht mit ein paar dunklen Vorhängen zur Szene gewandelt war, ward mir durch Menschen aus dem Volk vermittelt die Süße und Unschuld der heiligen Legende. Ich erlebte die Ankunft des heiligen Paares in Bethlehem, mußte erleben, wie Maria und Joseph, deren Züge von Reinheit verklärt erschienen und von herzlicher Bitte bewegt, durch den rohen Herbergswirt, den Inbegriff oller Schlechtigkeit auf Erden, zurückgewiesen wurden. Ich fah die beiden Gestalten, mein der Weihe ihrer Haltung, dem schlichten, aber so ausdrucksreichen Stil ihrer Gewandung geradewegs aus einem Holzschnitt von Meister Dürer herabgestiegen schienen, von der Nacht verschlungen. Dann aber lächelte Maria o innig auf das Kind herab, und alle Herzen lächelten mit ihr. Als aber gar Ochs und Eselein sich inbrünstig auf die Knie warfen vor dem Jesuskind, in unverkümmerter Naturnähe (die Menschen nennen sie Instinkt), die ihnen verwandte himmlische Reinheit erkennend, da schossen mir die lichten Tränen in die Augen. Und erst, als ich sie abgetrocknet, kam mir diese so feine Nuance der Regie als solche zum Bewußtsein. War ich die einzige, die weinte? — D nein. Manch Schluchzen klang auf in der Kirchenstille! — Laienspieler! Aus dem Herzen des Volkes, aus dem Kreise Werktätiger hervorgegangen — wie vermögen sie in ihrer innig-selbstlosen Hingabe an die Sache, die ihnen Erholung, Erlösung von grauem Alltag bedeutet, zu erschüttern; wie innig fühlt die Hörergemeinde sich ihnen verbunden, nicht nur durch das Bewußtsein von dem Ernst und dem hohen ethischen Wert ihrer Bestrebungen und Ziele, nicht nur durch das Wissen: sie sind aus unserer Mitte, sondern durch die Frische und ungeheure Unmittelbarkeit des Erlebens, wie sie nur freien Spielern, die nicht durch Rücksicht auf die Kassenersolge des Hauses in sich überstürzenden Proben abgehetzt wurden, gegeben fein kann! Von je war diese Freiheit des idealen Willens ein Kennzeichen des echten Laienbühnenspiels, und dieser ethische Wille verdichtete sich um so bewußter zum Streben, ein einheitliches Kunstwerk zu schaffen, je weiter die „Berufsbühne", durch das BirkuofenMm allgemein grassierender Stars zersetzt, vom einheitlichen Kunstwerk abrückte. Man bettachkeke die Geschichte der italienischen Oper, die im Laufe der Jahrhunderte an der Star-Eitelkeit ihrer Primadonnen zugrunde ging, um das Streben nach Einheitlichkeit der Darstellung, aus der die „Liederspiele" des Volkes und die opera buffa hervorgingen, zu verstehen. Man lese, wie verzweifelt Laube und D e v r i e n t über die Ichsucht nicht nur ihrer Schauspieler, sondern aller deutschen Schauspieler von Beruf klagten, um eine Erscheinung wie die Meininger in ihren Zielen zu verstehen. Hier erzwang die militärisch-eiserne Disziplin des kunstsinnigen Herzogs eine völlige Koordinierung seiner Schauspieler, und auf den Wanderfahrten der Meininger verkündeten sie ihr Evonge- lium in ganz Deutschland: das Kunstwerk an sich. Diese Zeiten sind abgelebt. — So tief die Meininger in echter, selbstloser Kunstauffassung murmelten, so hoch sie ihre Ziele erreichten, so vorbildlich und daher umwälzend ihre Prinzipien für alle größeren Bühnen Deutschlands wurden: den durch die kunstfeindlichen bösen Zeiten veranlaßten Ber- fall des Berufstheaters hat ihr Beispiel nicht aufhalten können! Das Kino, die grell-bunte Kirmeß der Sensationslüsternen, fog die Stars und ihre Leistungsfähigkeit auf. So wäre das Theater sie los. Und noch immer keine Kunst? Nein. Der Letter der „Laienbühnenspiele", Friedrich o. Strom, sagt: „Keine Hydraulik, keine Pneumatik oder Elektrizität im Dienste des modernen Maschinen-Biihnenhauses, weder Drähte, noch Hebel, noch Schotter können künstlerische Entwicklung vortäuschen." Das Theater ist zum Unterhaltungsinstitut herabgesunken, die Schauspieler sind Zettvertreiber, der Bühnenleiter ein Kaufmann, von der Pyesse, von der Mode abhängig. Sensation ist di« Parole. Die „Genossenschaft deutscher Bühnenangehörigen" entstand aus wirtschaftlichen Gründen, nicht um die Qualität der Leistungen ihrer Mitglieder auf ihre Brauchbarkeit zu prüfen. Bon dort kann kein Heil kommen! Richt aus der Berufsorganisation, noch aus der Organisation der Masse zum verbilligten Theaterbesuch. Masse bleibt immer kunstfeindlich! Aber Masse ist nicht Volk Und nur aus dem Volk, aus dem Laienspiel, das nichts gemein hat mit dem dramatischen Dilettantenunwesen, kann neues Aufspriehen und Blühen kommen! „Der dramatische Dilettant ist Nachahmer, der Laienspieler ist Jdeenträger und Wegbereiter. Der Dilettant ist eitel, der Laien pieler betrachtet sich als ein dienendes Glied des Ganzen, ist selbstlos. Das Laienbühnenspiel ist bestrebt, seine Darftellungsform zu strenger Einheit zu führen." Es steht im Dienste des heroischen Gedankens, den die Berufsbühne fallen ließ, und es hat feine eigenen vol^tümlichen Bezirke, erdgewachsen wie es ist: das sind Heimaffpiel und Dialektdich- tung „Noch haben wir nicht Paneuropa, noch sprechen wir nicht Espe- ranto, — noch lebt die Sprache Luthers, Goethes und Schillers. Und das ist unsere Heimat. Um ihr Wesen dem Volke Immer wieder nahe zu bringen, um das Wirken unserer großen Männer dem deutschen Volke in die Seele zu hämmern, dazu brauchen wir das Heimatspiel." Das .Nürnbergisch Ei" von Walter Marian, „Die Weiber von Schoendors" sind echte Heimatspiele, nicht zu vergessen der „Tell", wenn er auch nicht zwischen deutschen Wäldern und Bergen spielt. — Die Schweiz ist in ihren Bemühungen um die Regeneration ihres Theater- wesens uns mit bestem Beispiel vorangegangen, so in der Gründung des „Berner Heimatschutztheaters". „Eine Schar von Darstellern, die in der Heimat di« Heimat erleben, — das wäre Tiefstes und Bestes", sagt Friedrich v. Strom. Und er fügt hinzu: „Aus dem echten Laienspiel können sich die Keime zu einem deutschen Nationaltheater entwickeln." Und er weih den Weg hierzu: 1. In der Pflege der Heimatsprache und sprachtechmschen Ausbildung der Spieler. „ ,rjl 2. In der Hochwertung der Körperkultur durch gymnastische und rhythmische Uebungen. 3. In der Unterordnung der Spieler unter den künstlerischen Willen des Leiters, der, in engster Gemeinschaft mit seiner Gruppe, nut der Idee zu dienen hat: Alles Dinge, die die Berufsbühne nie erreichen kann ober will. ... ..... In vielen größeren Städten hat das Volksbühnenfpiel seine Ortsgruppen. Möchten sie immer zahlreicher werden, möchten alle Inter- esjenten dem „Bunde", dem Herr v. Strom vorsteht, beitreten, — damit die „Zunft" der Laienspieler sich in nicht ferner Zett ein eigenes Bühnenbaus bauen könne, das mit Stolz die Aufschrift tragen soll: „Deutsche Laienbühnenspiele". Die Lachsforeve. Don Otto Ehrhart. Ich hatte nachts von einem auserlesen guten Essen geträumt; nun wollte mir der Morgenbrei nimmer munden. Es war auch gar nicht zu leugnen, daß ich ständig an Fleisch und andere gebratene Dinge dachte, die hier oben auf meiner einsamen Almhütte jo selten und im Tal drunten so selbstverständlich waren. Bald schwebte mir ein prächtig garniertes Beafsteak vor, groß, schön und rund wie eine Vollmondscheibe, bald waren es locker gebratene Vögelchen, Gänse, Hühner und dergleichen, oder auch nur knusprig braun gebratene Fische, die mich aus meiner Ruhe brachten. Nein, so ging es nicht weiter! Den braven Brei, den faden Papp ea mochten heute meine Schafe fressen. „Fleisch her!" drohte knurrend der Magen, und ich muhte ihm recht geben — feit einiger Zeit wurde er arg mit Mehlspeisen überladen. Später liege ich vor der Hütte und überlege. Mein Magen kampst einen heldenmütigen Kampf gegen meine Faulheit. Sechs Stunden Siegs, meint die, wäre zuviel für einen Brocken Fleisch. Der Magen tnurtt bloß drohend, das kann alles Mögliche heißen, z. B. „du wirst ja schon sehen, was dann los ist" ufro. „Außerdem," sagt die Faulheit, „ist es so fad im Tal; und überhaupt, es wird heute so heiß, man könnte eher haben gehen ober sonst was tun." Da kommt ber Traum dem Magen i« Hilfe. Fleisch, Geflügel, frische Gemüse fahren auf, geröstete Fische. Fische! Donnerwetter nochmal! Wie bumm, daß ich nicht gleich daran bachie! Forellen kann ich ja jeberzeit im Bache unten fangen! Forellen Forellen! Die schmecken ja so gut, blau, gebraten, wie ich sie will, um finb so luftig zu fangen! Wie bumm von mir, baß ich nicht gleich daran dachte. Nun brauche ich nicht so schnell ins Tal hinunter und auch mein Magen beruhigt sich wieder ... . Kurze Zeit danach trabe ich, nur mit ber Lederhose bekleidet um den Rucksack am bloßen Rücken, den Hang hinab. Es fft schon sehr M und daher doppelt angenehm zu fischen. Run nimmt mich ber Hochwald auf. Ich laufe weglos, guer bürgi w Stämme, den Bach hinunter. Es ist noch ganz still unter ben Säumen - bis plötzlich unb unvermutet aus bem Buschwerk eines Waldverscyms zwei fette, große Auerhennen fliegen, bie den ganzen Wald verpov Zu Tode erschrocken, fährt dicht neben mir ein alter Berghase aus o Lager unb gewinnt schnell in schusselig rührenben Zickzacksprungen Weite. Ein Häher kreischt roarnenb unb zwei Wildtauben werfen >ia> pfeifenden Schwingen unter das Blaudunkel der Stämme hinein. los lugt ein Eichkätzchen auf mich herab. Langsam beginnt ber Wald wieder zu träumen ... m. Im Verlaufe einer kleinen Stunde stehe ich dann auf einem breiten, buckligen Grasboden, voll ber schönsten Wiesen» durch besten Grunb «in schnelles, klares Master schießt. -..ert Koch, Diphtherie durch seinen Schüler Behring in ihren Erregern festgestellt und damit einer sinngemäßen Behandlung zugängig gemacht wurden. Nun folgte Schlag auf Schlag die Entdeckung fast sämtlicher Krankheitserreger, all der verheerenden Stäbchen und Pünktchen, die Erforschung ihrer Lebensbe- dingungen und Giftwirkungen im Menschen. Was die ersten Vorläufer der Mikrobenforschung Im 17. und 18. Jahrhundert mit genialer Intuition ahnten, erfaßten und selbst sahen, das konnte damals noch nicht bahnbrechende Erkenntnis werden, weil die technischen Hilfsmittel der Verbreitung solchen Wiffens fehlten. Wenn der als komischer Kauz, als halbirrer Phantast verlachte Anton van Leeuvenhoek, der in dem kleinen holländischen Städtchen Delft als Krämer und Pförtner hauste, sich selbst seine optischen Linsen schliff und faßte, seine plumpen Schrau- und und Gestelle konstruierte, und das, was er dann an Wunderbarem im Wassertropfen, im Fliegenauge, im Speichel sah, in formlos drolligen Briefen an die Royal Society in London berichtete, so erregte es wohl Aufsehen, aber bald war es wieder versunken und vergessen. Wenn Lazzaro Spallanzani, trotz seines triebhaften Naturforscherdranges vorsichtshalber erst Mönch und Geistücher (denn noch drohte Acht und Bann neuen Erkenntnissen!) geworden, als Erster die Teilung eines einzelligen Lebewesens in zwei einzellige Lebewesen unter dem Mikroskop sah, wenn er die Wahrheit von dem ersten Entstehen primitiven Lebens dann als Universalprofessor an der Universität Pavia kündete, so stand noch die Mitwelt in einem Entrüstungssturm gegen ihn auf. Er hatte es gesehen, dieses unglaubwürdige Wunder der Natur. Aber wie konnte er's all den Schreiern und Hetzern und Neidern beweisen? Die Technik fehlte, die technischen Voraussetzungen für die Verbreitung und Fundierung solch umwälzender Lehren und Begriffe. — Als aber Pasteur das Wesen der Gärung erforschte und Hefesporen entdeckte, als dem 28jährigen bescheidenen Landarzt in Bomst, jenem völlig unbekannten und bedeutungslosen Robert Koch, dem seine Frau zum Geburtstag ein Mikroskop schenkte, bei seinen Tändeleien und zuerst fast nur spielerischen Mikroskopierereien die Entdeckung des Anthrax- Bazillus gelang, dem damals noch Hunderte und Tausende von Rindern und Schafen, ja ganze Viehherden und viele Menschenleben durch Milzbrand zum Opfer fielen, als ihm später die Entdeckung des Tuberkulose-Bazillus gelang, und als schließlich der zu Ruhm, Ansehen und Würdigung gelangte Forscher auf seiner indischen Reise den Cholera-Bazillus fand, — selbst diese Entdeckung wurde nocb so bestritten und belächelt, daß , einer der heftigsten Gegner Kochs ein Glas voll Cholera-Bazillen austrank, um die Sinnlosigkeit seiner neuen Theorien zu beweisen — damals stand schon in jedem ckniversitätsinstitut, in der Stube eines jeden Forschers, jedes Naturwissenschaftlers, ja selbst bei fortgeschrittenen Privatärzten ein Mikroskop. Die technische Verbreitung, die Nachprüfung, die Bestätigung, die Bervollkornmnung des Entdeckten, Neugefundenen, war jetzt eine Kleinigkeit. Mit der erhöhten Anforderung an die technische Bollkommenheit der Apparatur wuchs auch das Streben der Industrie nach immer umfassenderer Weiterentwickelung der Optik und der Feinheiten des Mikroskops. Und in ständiger Weiterentwicklung ergab jede technische Vervollkommnung neue Ausblicke, neue Möglichkeiten. Bon der Kkeinstndl zur MiMonensiedlung. Von Rudolf Vier. Wellstadt — wie eine Zusammenfassung des modernen Lebens klingt dieses Wort, und wer es ausspricht, zaubert die Bilder von Neuyork, London, Berlin, Paris vor die Seele, erinnert blitzartig an buntes Völker- aemisch, jagenden Verkehr, rauchende Fabrikschornsteine, grellbeleuchtete Vergnügungspaläste. Der Statistiker, der an nüchterne Definitionen schwer zu beschreibender, von buntem Leben erfüllter Dinge gewohnt ist, erklärt auch dieses Zauberwort mit einer einfachen Zahl: für ihn ist eine Weltstadt ein Ort, in dem mehr als eine Million Menschen wohnen. Diese Erklärung zeigt sofort, daß die Weltstadt keine Erfindung unserer Zeit ist: gab es doch schon im Altertum Orte mit mehr als einer Million Einwohner, und man braucht nur an Rom, Syrakus, Byzanz zu erinnern, um zu zeigen, daß die Millionenstädte in der Zeit ihrer Blüte tatsächlich Mittelpunkt ihrer Epoche, ihrer Welt waren. Heute gibt es freilich weit mehr Weltstädte, als der Bürger, der sein Leben ja nicht mit statistischen Forschungen zu verbringen pflegt, Im allgemeinen ahn Sicherlich verdienten vor einigen Jahren schon 27 Orte diesen Namen, und heute mögen es 28 sein. Die Statistik ist insofern ungenau, als bei manchen Orten die Vorstädte mitgezählt worden sind, während in anderen Ländern nur die Einwohner der inneren Stadtgemeinde berücksichtigt wurden. Wie groß der Unterschied bei dieser verschiedenartigen Berechnung ist, zeigt deutlich das Beispiel Neuyorks. Im Jahre 1923 zählte man in der eigentlichen Stadtgemeinde von Neuyork sechs Millionen und in den Vororten Newark, Jersey-City, Paterson, Jonkers, Elizabeth, Hoboken usw. weitere drei Millionen, in Groß-Neuyork also neun Millionen Einwohner. London-City hat 4 615 000, Groß-London 7 742 000, Paris knapp drei Millionen, Groß- Paris aber 4,4 Millionen Einwohner. Rechnet man also nur die Stadtgemeinde, so ist Berlin wegen seiner weitgehenden Eingemeindungen mit vier Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt der Welt, während eine großzügigere Statistik zwischen London und Berlin noch Paris einschalten r»uß. Es ist in Europa wenig bekannt, daß Chikago nicht viel kleiner als Paris ist, nämlich 2,7 Millionen Einwohner hat. Unmittelbar darauf folgt kn der Statistik Tokio mit 2,3 Millionen. Nicht weit non der Zweimillionengrenze stehen Philadelphia, Wien, Moskau, Vueuos Aires. Anderthalb Millionen Menschen wohnen in Hamburg, Schanghai und Hankau. Aber auch Kalkutta, Peking, Osaka, Budapest, Liverpool, Birmingham, Bombay, Rio de Janeiro, Leningrad, Detroit, Glasgow' Boston, Manchester, Sidney, Konstantinopel sind Millionenstädte und wahrscheinlich hat inzwischen auch das siamesische Bangkok diese Grenze erreicht, da es im Jahre 1920 schon 931 000 Einwohner zählte und in ben beiden letzten Jahrzehnten einen ungeheuren Aufschwung genommen hat. Noch im Jahre 1910 hatte Bangkok nämlich nur 629 000 Einwohner. Rechnet man Bangkok hinzu, so wohnen in den genannten 28 Weltstädten rund 63 Millionen Menschen, also gerade ebensoviel, wie bei der letzten Volkszählung im Juni 1925 in Deutschland mit Saargebiet festgestellt worden sind. Gerade in den letzten Jahren sind ja die Weltstädte ganz außerordentlich gewachsen — doch wohnen vorläufig erst 3,5 Prozent bet Menschheit in Städten von mehr als einer Million Einwohner. Es ist möglich, daß künftige Generationen versuchen werden, die zu groß gewordenen Weltstädte wieder zu zerteilen und in einer Anzahl kleinerer Orte zu zerlegen. Denn aus der Ansammlung so großer Menschen- massen an einzelnen Punkten der Erde müssen sich natürlich Unzuträg, lichkeiten ergeben, deren Bewältigung einen großen Arbeitsaufwand erfordert, ohne daß es doch möglich ist, alle Nachteile einer Millionensieb- iung wieder aufzuheben. Es ist aber schon heute ziemlich sicher, daß die Großstädte nicht verschwinden werden, solange die Menschheit an dem bis- her üblichen industrieellen Produktionssystem festhält. Unter einer Großstadt versteht der Statistiker einen Ort mit mchr als 100 000 Einwohner. Die industrielle Entwicklung unserer Wirtschaft hat dazu geführt, daß ein ständig wachsender Prozentsatz der Bevölkerung aller Länder von dem flachen Land in die Stadt übersiedelt, um dort an der fabrikmäßigen Herstellung und dem Vertrieb der Waren teilzunehmen. So sind an manchen Stellen der Erde, in denen diese Entwicklung sehr heftig vor sich ging, in überraschend kurzer Zeit Riesenstädte entstanden. Neuyork, die Neun- millivnenstadt, zählte vor fünfzig Jahren erst 1,8 Millionen Einwohner. Los Angeles, Hollywoods rasch aufblühende Schwesterstadt, hatte im Jahre 1900 nur rund 102 000 Einwohner, 1910 waren es aber schon 319 000, 1920 sogar 577 000, und heute wird es wohl schon die 700 000 erreicht haben. Aehnlich überraschend ist die Aufstieg von Seattle, einem Ort, der vor fünfzig Jahren noch keine 5000 Bewohner hatte, um die Jahrhundertwende 81000 Einwohner zählte und inzwischen längst mehr als ein Drittel Million besitzt. Besonders gut konnte man auch die Vergrätze- i rung von Detroit verfolgen, das im Jahre 1860 noch eine ganz unbe- i deutende amerikanische Provinzstadt war, um die Jahrhundertwende 286 000 Einwohner zählte und dann durch die Automobilfabriken einen solchen Aufschwung genommen hat, daß es inzwischen zur Millionenstadt i wurde. In 'Deutschland ist die Einwohnerzahl von Essen von 119000 ' im Jahre 1900 auf 295 000 im Jahre 1910 und auf 470 000 bei der letzten Volkszählung gestiegen. Ganz bedeutend war auch der Aufschwung von Duisburg, dessen Bevölkerung in zwei Jahrzehnten von 93 000 auf 273 000 stieg. Gelsenkirchen, im Jahre 1900 eine Stadt von 37 000 Einwohnern, hat inzwischen 208 000. Cs ist unmöglich, mit wenig Worten eine auch nur leidlich vollständige Uebersicht über das ungeheure Wachstum der deutschen Großstädte zu ' geben. Insgesamt gibt es in Deutschland 46 Großstädte mit einer Einwohnerzahl von 16 837 000 Menschen. Noch im Jahre 1900 gab es in i Deutfchland nur 29 Großstädte, in denen 8,5 Millionen Menschen lebten. Zurzeit wohnen über 26 Prozent der deutschen Bevölkerung in der Großstadt. Noch bedeutender ist ober der Anteil der Großstadtbevölkerung an der Gesamteinwohnerzahl in Großbritannien. England und Wales haben 46 Großstädte, in denen 39,2 Prozent der Bevölkerung leben. Mit Schottland und Irland gibt es in Großbritannien 52 Großstädte. In den östlichen Ländern unseres Kontinents ist die Konzentration der Bevölkerung in Riesenstädten freilich noch nicht so weit vorgeschritten. In der Sowjetunion, und zwar in ihrem europäischen Teil, leben noch nicht einmal acht Millionen in 24 Großstädten, in Rumänien wohnen 2,8 Prozent der Bevölkerung, in Polen 7,7 Prozent und in Jugoslawien 2,7 Prozent der Bevölkerung in Orten mit mehr als 100 000 Einwohnern. Insgesamt gibt es in Europa 216 Großstädte mit ungefähr 76 Millionen Einwohnern. In unserem Erdteil, der 470 Millionen Menschen beherbergt, sind also 16,2 Prozent der Bevölkerung in Großstädten zusammengeballt. Die meisten großen Städte haben natürlich die Vereinigten Staaten. Dort leben in 68 Großstädten rund 28 Millionen Menschen, die 28 Prozent der Einwohner darstellen. Im übrigen Amerika gibt es bagwn nur 38 Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern, so daß dieser ganze Erdteil 106 Großstädte besitzt, von denen 13 auf Brasilien, 6 auf Kanada, und 5 auf Argentinien entfallen. Die neue Welt hat trotz wrer mächtigen Entwicklung doch nur wenig den ältesten Kontinent, V|teit überflügelt; in Asien gibt es 98 Großstädte, wahrscheinlich sogar noch mehr, da für China nur 15 solcher Orte angegeben werden, und das P wahrscheinlich zu wenig. In Japan mit Formosa und Korea gib! es 24 Großstädte, in Indien sogar 34. Das riesige Afrika mit einer Oberfläche von 30 Millionen Quadratkilometern, fast dreimal so groß m Europa, hat bei einer Gesamtbevölkerung von 133 Millionen MeiUche nur 11 Orte mit mehr als 100 000 Einwohnern. Verglichen mit öie|em riesigen Gebiet ist Australien geradezu reich an großen Siedlungen j nennen, da es bei unserrn Antipoden 8 Großstädte gibt. Insgesamt gw es auf der Welt 439 Orte mit mehr als 100 000 Einwohnern. W nicht gerade Geograph ist, wird beschämt gestehen müssen, daß er > mancher dieser großen Städte bisher noch nie etwas gehört hab weiß zum Beispiel, daß es auf Java neben der Hauptstadt Batavia w 254 000 Einwohnern noch die Städte Soerabaja mit 192 000, Sa nm ms mit 158 000, ©oerafarta mit 134 000 und Jogjarkarta mit 104 000 u wohnern gibt? Geographie ist schwieriger, als die Schulweisheit . träumen läßt. Derantwvrtlich: Dr. Hans Thyriot. - Bruck und Berlag: Brühl'sche Univerfitäts-Buch. und Steindruckerei, A. Lange, Dießen.