nd an e dem , schick diesem ite ihr arten- Hinterer im in der annis- e nicht -innen, ir was >m ge- : hatte, in eine en den md zu ad zog r ohne )e, das ' hatte hat es kam es . „Und meiner Dann Kettel' Weile hwang, i Auge 10t und als er Grund Rolf?" ms der io vom :e aus- i mA« Augen nd und men in mb bot t mehl, f: „Um rz: ,A en jetzt eg zum Sterne, ringen? । meine chatten- Mont- igel an ns den, Hände lenkind, ä ihren men- Vunder inchung f: > Jätet?' Helsen, 11 SP ilgt) eßen. Kummer 62 ©ebid)t dsr (Ertite* ®on Johannes Heinrich Braach So um die Zeit, da Sommerwinde dürre Gräser wie»-., sich korngefüllte Aehren tief mt '>1 .-s ,' - so um die Zeit, ’ Iie’ 311 ■öoben biegen, sich vor ihre Scheunen sehen ben9etn- Sensen wehen.' Ki-MSM-E- gariSsSES" öa btonbes Brot im weiten Anger ste >t burd) der Halme Wimpel webt nnh^h“ sunl .emf'9en Sichreqen, Schaffen ' Sw«- der fiofoeiPit . ,,! Liebesverfprechen Warme verleibt I ft d.^gjfJS’Äs. »äs »'ÜUUM ä's »atäts ^e!««en Ä. 3ie °5 toroe'fenben Motörbootsfahrten, d!! I Blj&wÄernbäsSä in '»einem Boot hä i- ^standener Muks^.k- tauchten in den Dämmerschatten I k "h Can.iLEL"'"- Dock zufrieden war ich nicht- ---- ' GietzenerLMilieMMer Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgangs v a5gB5======^ Samstag, den^.Auanlt I konnte doch'einm"'geschlosteiien"9Persön?ichkeit<-rv t'^-< mein Motorboot I obri^r Aber um mich zu Himmen SÄ .einen Korb gegeben gentlemanlike. ausfallen müssen Gut —'ilh ?ertoe;S ?."ch etwas Mehr es Ihnen zu kalt und langweilig wird werden ^.i» die Kabine. Wenn . Äch forgte da für dak (Tnmifr > / e^en Won weiterwbven!" nchtete ich mich aus den3 queS untergebracht war; dann brauchte ich den Inhalt meines ^igöretteimw0^^^/'"- Langsam ver- Schw.er-gkeit nachgrübelte, wechliche9GedoW ' wahrend ich über die "der gar zu korrigieren. ' ^edankengange vorauszubestimmen I «ar durch»«" »"ch " IwA ä”woi"t'n" «rWpfl, und ich I wüsten Sie doch überzeugt fein!" "’^aöen selbst nicht finden. Jetzt L°Ä L - »b-, »ch Auf dem Landungsste/'verfuchte ick'bWnPm" ■a^en lounten. | sehen und meine Liebe zu rettenAberMomum '»ein An- „Nutzlos, mein Beller" feri;„i» , Sanulla schüttelte leicht den Kovf Abschiedsgruß rasch davon' 9 ‘ ' m,d) ab »nb schritt nach kühlem I« n-,- « «.»r Bootshausgartens in die Straste einßienen ®eftatt vom Kiesweg des die Sonne - als sich meine Aua n ~.ei»e graue Wolke verdeckte Halle»', war von Camilla nichts mehr zubfehem^" ß'chlwechfel gewöhnt schaukelte: Alle hoffnungslose Enttäuschun^üb at“Uem Wasser werte Lebenshoffnunq entlud sich in blind-»,"9^ b e luckifch zertrüm- Kabn. Ich wollte das" Ding nickst mehr ieben iinh°rr- 9!9 mir , » ’ »nd stürzte davon, — und inferat aufzugeben. Ja, auf^alle Fälle tuit b^hnrTr^eF6 -eln Aerkaufs- den kläglichen Entschluß gewaltsam ab." Ö b > (enfte id> mich durch sicher hinge°worstne^ellen^ nacf)^( ^""hpost einen Brief, wenige selbst- Mein lieber Freund! ss IMNLMSMMLS griffe. Der Hauptanziehungspunkt des Abends: Die Strahe. der Tän- zerinneu^ der Ouled-NaNs, (so genannt nach der Gebirgsgegend m ber Wüste die ihre Heimat ist.) — Kleine Kalthäuser, die nur im vb geschah bewohnt sind. Nach hinten hin liegen die Gastraume, nach vorn voqelkäsigartig«, vergitterte Loggien, aus denen die romantisch ko, - mierten 'Mädchen auf das Treiben der Straße herabschauen. Am Eingang der Straße steht ein Schutzmann, bewasfnei unt de n Gummiknüppel. Um 10 Uhr ist Polizeistunde. Die Straße wird geräumt Was in den Häusern sich abspielt, wird nicht kontrolliert, aber draußen darf sich niemand mehr zeigen. Kaum ^daß sie aufsckauen, wenn ein „Vornehmer", begleitet von einer Schar von Dienern vorüberkommt. Denn dieser Luxus ist sehr oft nur Sin Es gehört zum guten Ton, möglichst viele Diener im G- folge zu haben. Doch das kann nicht jeder sich leisten. So ist es Sitte geworden, daß die weniger „reichen" als „vornehmen Herren ihre WZZZE---LM--1 g L'bt nicht'lan?e Liran. Die Hauptsache ist: daß sie es sichi JeM; «i> Wielen Es ist, als habe sich in dieser Kolonie ein Rest des höfischen Stils des französischen Rokoko erhalten. Bunte Gewänder, große Gesten, 'einem Zganten Cafe: Zwei Todfeinde begegnen sich. - Woher die Todfeindschaft? — Kein Mensch wußte es zu sagen. W^hrschANllch die beiden selbst nicht. Man begrüßt sich feierlich, setzt sich zusammen an denielben Tisch, sagt sich große Schmeicheleien, küßt und umarmt sich zum Ab chied - und draußen wartet der gemietete Bravo, der dem Todfeind eine Portion Prügel und im schlimmen tfalte sogar einige Zo kaltes Eisen verabreicht. spiel, Dampfbad, Massagen, Rauchen m o ) i betr€ten, $ine Äon, Woche, dem Hrettag, dürfen auch D yon ,-eiten 6er Konservativen Zession an die Forderungen der .z , > willkommene (Belegen« viel Widerstand findet, d«r Lebewett leoocy^eme^w da den I-ÄW« *■ f» «**» *" Hauses zu zeigen. • * rote Bauchbinde der Spahis ist Wund • ciner fertig, ßiinft Ohne Assistenz eines Kameraden bungt es mcy ; $ SUnl anderes' Ä>ne5 wf b« «e 1 0 0 0 0 0 0 Soldaten! unt, dem Volks- Frau. Allenfalls ist man bei der „Fremdenindustrie taug.w «mH nicht lichkeiten zu leichtem Verdienst. Schwere Sorgen lM @Q3e(len wit Man lebt in einem etwas verkommenen Para , ^Crumtouf^ nrig @aken und Hunde ungeniert auf den --(> ll mn,e«tn IN d>e Frauen die guter Hoffnung sind, werden angehalten, uerleihf"- Augen zu schauen. Das soll den kommenden Kin e ^kohr ihre ®*li e Vwe^ Schönheit, die bei den Mädchen um das 18. Johr G erreicht. Dann beginnen sie nicht, wie Hw Romane , gonne| ine sondern einzuschrumpeln. Ueberreife Fruchte, Opf rtattet. ®ct.L i eigentlich das Leben hier nur von Oktober- bi Ma, 8°'^ fflir6 seicht sich nicht leisten kann, im Sommer ans Meer zu geyeii, ein Opfer der Sonne, des Fiebers oder anderer b f • ....trennbare ® Paradies und Hölle sind, scheint es, auf dieser Welt iw Krem des Südens hat viele Reisende enttäuscht. Das lag an den »nie«. U W«Ä> A- ÄSTlÄnS »to .»*!■ >» * "KSfiÄSS *$0* SÄ1* BSBsä' B Vorstellungen, die man -ch nach Berichten unD IW berühmte WMSMM Ul^und^r^Töne^vE Feuergelb 'und Rot der untergehenden Sonne stellbar. (Sein Wunder, daß der erste große 8aroentun tler Der jra kt.« SSÄ.W WWWsÄ halten Beschreibung dieser Phänomene m (einen -agebuchern sWLsWMZUWM die bunten Karnevalstrachten der Menschen, Pas Wasser d ßlaus^ h‘, c-eben hier qschaffen hall des „Wida-Bwtra , Der in yaruc ifciÄ ixASMZKL 150 000 Dattelpalmen wieder mr M ^blbunderts welche der SS. °ZM M<"n Im Ö“ «SS nur wenig über 10 000 Seelen. * Die Sonne ist untergegangen, und in wenig Minuten verblaßt dir ganze Zauber. Nächtliches Treiben umgibt uns. J iFin Trommetairbel. Eine Stimme, deren Klang in der Mitte liegt :uöifd)eii~ßitanci und Hundegebell. Das ist der Neuigketten-Ausrufer, di Ai-Jernor KpiNina- erit iiad) längerem Zuhören bemerkt man, daß seine r* ÄsffÄ sk SKS wlel... d>- ich -«Ät* ifSRÄSiä SBÄ!?*»- > M-I- ml. gffSÄ s ärMÄ” ™" tut besser, den Gedankengang einer Frau nicht zu torrig.ereu. Mimosen, GszeAen, Soldaten und Bettler. Biskra, die Oasenstadl am Rande der Sahara. Bon X ero. am br -in-,, weÜSÄ’WlÄ Ä kMMLM-Ms-W ‘ft S.S ?“ ÄÄ» BT Li! ktj?Rü«"!!-i»sm^»!-nmd'L- M> 1.11« ■* ew. -»d Ä5& « S B5Wr«t*SS turäen:noch ein unaussprech- nicht gibt, wird erst recht nicht uon Bettelvolk verfallen. - Vor einer Moschee waren wir emeS., ir au^id)t3lo5. Da kam Das Kleingeld war erlchopft, «" Du chk 1 Vorschlag: „Geben Sie uns ein brauner Schutzmann zu HUfe mi er „ @r ..hielt es, wir s AÄ. ST Äf-rCÄ* H” ----- — „Ser Teufel soll dich holen!" — w - «->- ’grtS'Ä«« 'S ÄfcSlKMÄSÄTllw."? aus einem winzigen SSt s t«SÄ X£,x Ä "S »Xi«----- fieberkrank ist und aus einer Ecke her wmstltt ^n einer Mauer- Ueber eine Stwge ersteigt man da. als Schlafftötten, | brii tung umgeben ist. Darauf Uepen i p Küchenherd. und in einer Ecke, mit «nem R g n chutz ver(eyen,^i ben Die Fremden werden freundlich e Pf 9 . uni) ,eigt ihnen I einzigen Stuhl des Hausrats -ch i ' Frachtstücke europäischen Kitsches, - I hängen und stehen. * Tempel zu Jerusalem ins Treffen geführt. Vor dem älteren standen zwei hohe eherne Säulen mit daroufgesetzten ebensolchen Knäufen. Und von dem zweiten, dein Herodianischcn Tempel berichtet I o s e p h u s: „seine Spitze starrte von scharfen goldenen Spießen". Aber Jofephus hat zugleich den Zweck dieser Spieße mitgeteilt: sie sollten verhindern, daß sich Vögel aus dem Tempel niederließen und ihn beschmutzten. Allenfalls kann cs sich hier um eine zufällige, unbeabsichtigte Nebenwirkung gehandelt haben,'wenn diese Spieße auch blitzableitend wirkten. Ein Fest auf Haderslevhrms. Novelle von Theodor Storm. (Fortsetzung.) Ein selig Lächeln überflog das Angesicht des Kindes: „O Rolf, welch ein Glück!" Es fiel ein Regentropfen, ein langer Donner rollte über ihnen. „Gott hat's gehört!" sprach er. „Sag noch einmal," bat sie, „wann kommst du wieder?" Er neigte sich und flüsterte es noch einmal in ihr Ohr. „Gewiß?" „Glaubst du, ich könnte den Weg vergessen?" „Nein, nein!" — Sie waren aufgestanden, Dagmar hing an seinem Halse; aber die Donner rollten stärker, und die Blitze flammten, vom Turm herab scholl das Wächterhorn. Noch einen Kuß, noch einmal, als wie auf ewig, Brust an Brust; dann war nichts als Nacht und Wetterschein auf diesem Platze. — — Bevor Rolf Lembeck sein Haus erreichte, war Gaspard heimgekommen, und Bericht und Anschlag waren zwischen der Herrin und ihrem Diener schon zu Ende; als der Ritter in das eheliche Gemach trat, lag Frau Wulfhild wie schlummernd auf ihrem Lager. Doch obschon sie in voller Weibesschöne dakag, ihres Mannes Augen iahen an ihr vorüber, und seine Hand griff nur nach einem »schreiben, das auf einem Tischchen lag, auf dem er seines Vaters Hand erkannt hatte. Als er cs hastig aufgerissen, slog es wie Schrecken halb uni) halb wie Staunen über des Weibes Antlitz, und ihre Augensterne blinzten heimlich durch die Lider, denn Rolf Lembeck hatte zufrieden vor sich hingenickt. Dann streckte er sich ruhig auf sein Lager. Einige Tage, nachdem der junge Ritter seine Fahrt nach Borgsum auf der Insel angetreten hatte, saß Frau Wulfhild in ihrem Gemachs. Allerlei Schriften lagen vor ihr aus dem Tische; aber ihre Gedanken schienen nicht bei solcher Arbeit; ihr seiden Blondhaar hatte sie rückwärts über die Schulter geworfen, und es glänzte wie Gold gegen das dunkle Muster der Teppiche, die an den Wänden hingen. Inmitten der schönen Stirn des Weibes war eine Falte, die immer tiefer zu werden schien; sie drängte die Augen aneinander, als könne sie sicherer so das eine Ziel verfolgen, das vor ihren. Sinnen stand. Da wurde die schwere Tür aufgestoßen. Sie fuhr empor: „Wer ist da?" „Der Herr Schloßhauptmann von Hadcrslevhuus!" erwiderte der junge Bookwald, der hercingetreten war. „Ihr, Herrin, hättet seinen Besuch erbeten." _ „ „Er ist willkommen! — Doch warte noch, Gehrt! Rück erst den seisel hier zum Tische!" Sic hatte sich in ihrer ganzen stattlichen Gestalt erhoben und begann im Gemache auf und ab zu schreiten, während der Knabe das 'Aufgetragene besorgte und sich dann entfernte. Rach einigen Augenblicken war «in grauhaariger Mann in dunkler Tracht und von gewaltigem Körperbau hereingetreten. „Euer Gemahl, edle Frau," sprach er, nachdem die Grüße gewechselt waren, „scheint nicht daheim zu sein; Ihr selbst wünschtet mich!" „Mein Gemahl, Herr schloßhauptmann," erwiderte Frau Wulfhild, „würde zu Euch gekommen sein; Ihr müßt diesmal Euch an mir genügen lassen!" „ . „Wollet mich nicht beschämen, edle Frau! Ich kam, um Euch zu hören!" Sie setzte sich und lud ihn mit der Hand zum Medersitzen; eine kurze Weile Ionen ihre Augen auf seinem Antlitz, das er geduldig ihr entgegenhielt. „Mit Claus Lembeck," Hub sie an, „sah hier ein dänisch Weib; ich bin aus dem Geschlecht der Schauenburger; wir beide sind Landsleute —" . . . , . Er unterbrach sie: „Ein Schleswiger bin ich und jetzt des Königs Mann!" , . . _. . , Ich weih es, Ritter; Ihr wäret auf Funen in der Schar, von der mein seliger Gemahl von seinem Hengst gehauen wurde!" „Er war mein Feind derzeit; ich aber habe ihn nicht gefallt, erwiderte er ruhig. , , . _. . Sic schwieg einen Augenblick. „Mag sein! Ich habe den Schaden ausgeheilet und bin jetzt Herrin hier auf Dorning; wir sind Nachbarn, Ritter, uni) also —" „Wollet Ihr mir etwa Nachbarrat erteilen? Ei nun wie Ihr cs nehmen wollt!" und da er mckte: „Ihr wisset, hinter Euerem Garten, dort, wo es so jäh hinab zu Boden schießt, steht hart daran eine italische Pappel und streckt ihre Zweige an die Mauerzinnen so dort den Garten abschließen. Man sagt, es soll dort fast achtzig Fuß in die Tiefe gehen! Was ich Euch sagen wollte .... den Baum, Ihr müßt ihn säklei, laffen!" Die Bavvel?" rief der Schloßhauptmann. „Was wirret Euch, edle Frau' Die ist des Königs Liebling; sein Ahn Christoffer hat sie gepflanzt, da er Südjütland gegen Abels Söhne in Besitz genommen 1'>GttC©0 habet Ihr wohl keine Tauben oder sonstig edles Geflügel in der Feste," fuhr sie achtlos fort, „und ist Euch desgleichen nicht zerrissen worden? Denn aus dem Wald gegenüber laufen Iltis oder Edelmarder an dem Baum hinauf und springen aus dessen Zweigen in den Garten! Was wollet Ähr, edle Fraue," sprach der Ritter; „ich verstehe Euere Rede nicht; ich hatte niemals kostbares Geflügel, und wäre solches mir Der Blitzableiter. Don Gras Carl von K l i n ck o w st r o c m , München. Es sind jetzt 176 Jahre her, daß man die ersten Blitzableiter setzte, h .Wgx in Amerika. Denn der Erfinder des Blitzableiters ist Benjamin -kranklin, der in Boston als Buchbinder seine Lebenslaufbahn be- und zu einem der ersten Gelehrten und Staatsmänner seiner Zeit Daß der Blitz mit den elektrischen Erscheinungen wesensgleich sei, ichon manche vor ihm vermutet, so Wall (1708), Rollet und I. H. Winkler (1746). Und daß das „elektrische Fluidum" m metallenen Leitern fortgesetzt werden konnte, war bekannt. Franklin "L a(jer der erste, der experimentell die elektrische Natur des Gewitters Mäiwies, indem er 1742 mit einem Luftdrachen, der an einem dünnen St hockgelassen wurde, elektrische Funken aus Gewitterwolken herab- dslte. Nachdem er 1747 die elektrische Spitzenwirkung entdeckt hotte, Woß er aus seinen Beobachtungen, daß damit ein Mittel zum Schutz « Gebäuden gegen Blitzschaden gewonnen werden könne. Er sprach iitr, zuerst in einem berühmt gewordenen Bries vom 29. Juli 1750 aus. Sn einem drei Jahre später geschriebenen Brief hat sich Franklin aus- Mlicher über den Blitzableiter und seine Wirkung geäußert. Richtig er- lennte er, daß der Blitz seinen Weg stets durch die bestleiteudcn Körper nimmt, die er vvrfindet, und nur dann „explodiert", wenn die leitenden Körper die „elektrische Materie" geschwinder empfangen, als sie sie ab- hiten können, d. h., wenn sie geteilt, getrennt, zu klein oder zu schlecht leitend sind. Hingegen würden ununterbrochene Metallstangen von hin- nichender Stärke entweder die Explosion ganz verhüten, oder unschädlich «bleiten. Ein Gebäude würde nach Franklin gegen Blitzschaden gesichert sän, wenn die metallische Verbindung bis in frei fließendes Wasser ober feuchtes Erdreich geführt würde. Im Jahre 1752 wurden in 'Amerika die ersten Blitzableiter gesetzt. In diesem Jahr setzte Franklin auch einen solchen auf sein eigenes Haus. Franklins Entdeckung fand alsbald starken Widerhall, aber es fehlte auch nicht an Gegnern. Schon 1752 prüfte man in Europa Franklins Ver- ftchc mit hohen Stangen und mit Luftdrochen, die man hochlieb, um die Wolkcnelektrizitöt festzuftellen, eifrig nach: d'Alibard in Frankreich unternahm dies zuerst nach^ Franklins Anweisungen mit einer 40 Fuß hohen eisernen zugespitzten Stange auf erhöhtem Terrain und zog daraus bei Gewitter starke Funken. De Lor in Paris und d e Romas zu Mac, der gegen Franklin sogar einen Prioritätsstreit versuchte, und' Ms andere folgten alsbald mit Drachenversuchen usw. (1753). Das war keine ungefährliche Sache. So erlitt denn im Juli dieses Jahres zu St. Petersburg der Physiker G. W. Richman n bei derartigen Versuchen den Tod: er hatte auf dem Dache seines Hauses eine eiserne «lange ausgestellt und von dieser isolierte Drähte in sein Arbeitszimmer geleitet, die in einem gläsernen Becher endeten, um dort Elektrizität zu sammeln. Richmann näherte sich beim Anzug eines Gewitters unvorsichtig dem Apparat, und ein fußlanger Funke tötete ihn augenblicklich. In Europa führte sich der Blitzableiter nur langsam ein. Erst 1760 wurde die erste derariiac Vorrichtung auf dem Eddystone-Lcuchtturm in England errichtet. 1762 folgte der Arzt Dr. W a t s o n in Payneshill bei London. Aber noch 1786 konnte ßanbriani in seiner Statastik erst drei weitere Blitzableiteranlagen in England nachweisen; aus zwei Kirchen und auf dem königlichen Palast in London. In Deutschland war das Interesse lebhafter, namentlich literarisch wurde das Problem Die! erörtert, so insbesondere von dem Hamburger Arzt und Physiker J.A.H. Reimarus, der in seiner Vaterstadt 1769 den ersten deutschen Blitzableiter aus dem Jacobi-Kirchturm setzte. 1771 folgte der Abt Selbiger mit einem Blitzableiter auf dem Turm der Stiftskirche zu Sagan. 1770 wurde durch Abbe Marci zu Penzig bei Schönbrunn der erste österreichische Ableiter errichtet. Die Schweiz folgte 1771 (Haus des Physikers Sauffurc), Italien 1772 (Padua), Frankreich erst 1773 (Dijon), drei Jahre nach dem Tode des zu seiner Zeit hochbc- riihmten Physikers Abbe Rollet, der sich gegen den Blitzableiter ausgesprochen hatte und eher eine Gefahr als einen Schutz für die Gebäude darin erblickt hatte. Den ersten Blitzableiter in Süddeutschland letzte J.J.Hemmer aus dem Schlosse Trippstadt bei Kaiserslautern in der Pfalz im Jahre 1776, und im Sommer des gleichen Jahres erhielt München seine erste Weitcrftange: auf dem Landhause des Akademikers v. Osterwald „auf dem Gaststeige" an der Isar. Ofter= wald blieb lange der einzige Besitzer einer solchen verdächtigen Neuerung. Erst 1791 wurden die Münchener Residenz, die Bildergalerie und das Schloß Nymphenburg mit Blitzableitern versehen. Und als der Stadtrat und Weinwirt Franz Joseph Albert es 1793 wagte, als erste Privatperson in der Stadt München sein Haus durch einen Blitzableiter zu sichern, da wurde er dasür von der bayerischen Akademie der Wissenschaften mit der Verleihung der größeren silbernen Me- dMe ausgezeichnet! . lieber die wirksamste Form und das Material des Butzableiters wurden sich die Gelehrten nicht so schnell einig. Bald kam es auch zu kuriosen Anwendungen: so wurde vorgcschlagon, Wagen und gar Regen- chirme mit Blitzableitern auszustatten, die eine Metallkette nachschlcisen "eßen. Im Jahre 1820 macktte der Apotheker des Königs von Frankreich, La Postolle, „ein'Windbeutel und Ignorant zugleich , wie damals kritisiert wurde, den Vorschlag einer Ableitung durch virM-ile. Wie es bei allen Erfindungen so geht, so tauchte auch bald nach °er Erfindung des Blitzableiters die Behauptung auf, die «ache sei gar 'Ws Neues. Zuerst suchte Poinsinet de Story OJW "Wo"“ «Wn, daß schon die Alten die Kunst besessen hätten- die Gefahren «es Gewitters zu meistern; und im Laufe der Zeit entstand cmc ganze uteratur über diese Streitfrage. Richard Hennig hat 1909 das ganze W interessante Material einer eingehenden Kritik unterzogen und ge- '»Ngt zu dem Schluß, daß alle diese Behauptungen einer genauen Pru- rÄ stondhalten und bestenfalls auf alten Wetteraberglauben zu- Ezufuhrcn seien. Insbesondere wurden die beiden großen jüdischen griffen worden, ich würde darum doch nicht des Königs Baum ver- (Fortfetzung folgt.) Druck und Verlag: Brühl'schs Universitäts-Vuch. und Steindruckerei, R. Lange, Gießern Libers Gaspard Nachricht tauchte in ihm'auf: -in Ser ein riLn 1 JA1 a,ut "och mußt- es gewesen sein! Da schlug ein furchtbarer Ge- danke ihm durchs Hirn: Dagmar/' sprach er bebend, „besinne dich! NW wahr, er trug einen Rock, einen Gürtel mit Stickereien? War kein ^"ppentier, zahm oder Gewild, darauf gestickt?" starrte lang vergebens auf ihr Antlitz: dann bewegten sich ihre Augen unter den geschlossenen Lidern: „Ein Geier!" sprach sie leise. A>e von lahem Stoß getroffen, fuhr der Ritter auf: „Rolf Lembeck!' schrie er „Verfluchter! Das gilt dir deinen Tod!" m .-f as rund aber schlang die Arme fest um seinen Hals: „Vater! mein Vater!" schrie sie. „D, ich sterbe!" Der Augenblick, den des Königs Arzt vorherqesehen hatte, schien Sa!"« gespitzt hatte der Pfeil ihr Herz getroffen: sie fffrt mehr, erbarmungslose Gichter warfen den jungen Körper in ihrer Vaters Armen hin und wider. fm22m29k der Ritter sein Kind ins Schloß zurück: Heudan, die DM, folgte mit gesenktem Haupt. hnf^'C hnh ‘1" ö": "der da er ruhig nut der Hand auf seinem Schwerte u dasaß, hob sie eine Glocke vom Tisch und schellte, und da der Knabe fuhr eintcat, bedeutete sie ihn: „Gaspard soll kommen!" Dann sah sie wieder vvs ihre" Gast und sriia, als sei's nur, um die Minuten hinzubringen- I „Ihr habt rvobl fdwne ftrnnpn in hör £$0^9" } 0 ° I hing er im Sattel: vor seinen Augen war immer nur fein Kind in eines Fremden Armen, dessen Antlitz er nicht erkennend Erst als das Roß unter den Bäumen des Schloßberaes kLm »«-- er empor und zog den Zügel an. Aber er wandte^ein T,>?^, cj er wußte selber nicht wohin: in seinem Kopfe war m WnA11 »Ärhabt wohl schöne Kia^'in^r Festes""" »'"-«"rmgen: | l'4 Wirral das er weder schlichten noch z'ur Ruhe bringen „Wie meint Ihr, edle Frau?" dunkelte schon, da er zum zweitenmal heimkam und jetzt fanaf™2 „Nun, ich hörte auch nur so." I remntA ~ Nachts von seinem Bette, wo er mit ? ä*’äK ri» * "U «« «Ä X Ä S «L Ä WK der braune Mann mit der Gugelkappe war leisen, aber ick-eren Schrittes 2 !■ .... , * cmgetreten und blieb nun an der Schwelle stehen. I t • ^JInn stwg er zuruck in seine Kemenate und wart sich wieder , "Wer ist der Mann?" frug der Ritter. ' ’ Lager; als aber im Zwielicht der Ton des Wächterhor^s an l? „Es ist mein Schreiber," sprach sie: „er mag Euch selbst berichten I °9r sron™ J,pran9 er auf und holte drunten selbst ein Dutzend w" "* •* “ * - «--«*-*4* »Tb«: NK USVUS Der /Zchloßhaupimann wandte sich in seinem Sessel und blickte auf I .. .vrgraträumen lagen. „Vas'! Bas'l der Feind kommt'" 'rief Trnnm11 -s“ ** -..... ÄÄ»’S*««W“"5/2 SSSSÄSL"L'"»Ls«ü? Cucf; gefallen mag! Wenn man die pcäße seiner Worte nicht mehr hört I 'S11. Are/ Lieblings. „Ci, Sinb, sprach sie, während die Sckläa, — wer weig, ob sie Dank oder Undank holen!" 9 ,mr"er m dröhnten, „das ist die Holzaxt, es ist ja nimmer fiS Auf des Gastes Stirne furchten sich die Zeichen der Ungeduld: Lasset I f,„,?inr-5?aufd’cn “A v.on hundert Adlerflügeln, der Donner eines furck Eueren Mann seine Rede tun, edle Frau, um die Ihr mich geladen Ha2 I ^arln ®/“r3es wachte in diesem Augenblick die dicken Scheiben de? fli. nur .st nicht Zeit für andere Weisheit!" 9 9 9°^' waches .klirren. Dagmar war totenbleich, und ihre Hand Merte n „Sprich ohne Umschweif, Gaspard!" rief Frau Wulfhild. Baum "gestillt!" Idrf-,e(te: "®5 ist ja nichts, Kind: sie haben eine" Bu^e"nw"ld^"°"?°?^lev de'^W^g zwischen^Euere"mGarten und dem I 0 Bast* ich 2>chte 2e^°Dmi2ml'Vtt2" Sd>V€at man cin ""es Weib oder gar einen jungen Knecht in seiner £ benn? ®an2mnnht2Löherrou6nbe,rt v°r sich hin: die Pappel, wo war ' I |ie oenn e z?ann wandte er den Kopf und lief vläklid) in . Der Ritter warf einen forschenden Blick auf den Sprecher- Was soll I Stuc^en seitwärts auf die Mauer zu. ' 9 bas hier? Derne Ras und Augen sind mir zu scharf für solche Kunkel- I £D?0mA.r?s I,ef?cr yßitter »Bu hier? so früh?" Weisheit- I ®ein Kind stand reglos an den Zinnen und starrte in die liefe- m Gaspards Augen, die ihm begegneten, war kein Arg zu lesen. I 2 3Ur t,örA-: '2« Hündchen hielt sie übereinander auf sagte er, „der eine spricht S, der andere widerspricht's; doch i 6 2"s gedruckt, als müsse sie den Tod gefangen halten. Baum^aefnriinnön^ ^^bst/gesehen: ein Marder war unten in den „Dagmar!" rief er angstvoll. „Was ist dir? Bist du krank geworden?" °ben schwang sich ein junger Fant aus seinen wandte sie sich und sah ihn an. ' 9 &ÄI.ÄW?* wM «.»- V 6*Ä>™ wie M u«r,.e,„„l: „unt, fl. *” ** noch' U?r ficbba?hahenei nn^eff2n« GUdj schien der Fant seine Lust Ihre Lippen regten sich, aber ein Wort war nicht ZU hören tz. -4 L'4 S/Ä SS w” *wr **** *• * *■ ... SnS""" "" " --nm- W n.f , „Ich sah nichts weiter, Herr." I j.er s??. vermochte nur leis den Kopf zu wiegen, als sei das alle-, SStÄTtiS 8 * w»-r. 3.™ H. d--.» wmfte sie dem Schreiber, und er verließ das Zimmer Run I hi rfk* ^atte' brauste betäubend in ihm auf: aber er men^afSr W fic feife; "werdet Ihr b?n Baum'des Königs I Leben hing daran, te .Ei wandte den Kopf, aber ans feinen Augen waren die Gedanken nach anderswo entflohen: er frug: „Was spracht Ihr, edle Frau"' tmHjjA.?5 st^ ihbe Worte noch einmal gesprochen hatte frua er weiter- ^iir von diesem Abenteuer mehr zu melden, als 'ich eben hörte?" Öqd) sie erwiderte: „Rein, Herr: Ihr müsset nun so zufrieden fein'" mAj seine dasteren Augen auf sie und sprach zu sich selber- .Mas will das Weib? Denn nicht deinetwegen hat sie dich aeladen- fie . iß,-um wen die Pappel fallen soll!" Laut aber sprach er und richtete £anb-n