n Mann ich schon ... aber bst nicht. ugen, in t gewußt an mich, den von gelassen, hens gern, große e krachte n runde» ter dem -Zeit die rne hatte i Viertel cer Deuter reden, it mir in -rschlagen artete ich es ohne von Unheil; wie- ieMoiung, ihn nach Vorschein i mit der nicht be- z sie quitt auch die viel 51»< - In der habe die en Reden ; an sie cht gar so > in seiner m verstand :ilen. Daß b hätte er och etwa» nmer? — gesperrt?' Verrat — t hatte im auch sein ihm nicht a rüber ge- ahren ließ e dränate, das Geld siegt hatte r. Es gab tigen, uns n der man erschaffen nglück auf- m Hinter- ücksstunde, >r — nicht Und wäre n. en Bäume i gläsernes veilen fern die beiden, ich ja nicht den WaÄ ie still. Es dazu nach m uni die he Schnee- man näher y zwische" n, um den -n gehalten wenn man , Gießen. Kummer 87 Dienstag, den Kooember )ahrgangM7 mein Leben, wenn es tragisches, wie denn bereits die biblischen Propheten, Sprecher nur ihres Volkes, ihrer Nation, im und voller Aufgaben. — An die Freundschaft Von Friedrich Nietzsche. Wohin am, übervoll vom Glücke der Nimmer zag' ich, siegreich bleibt mein Leben, glüht fein Abend einst unendlich in deiner Sonne. r i f t e n" nun ging bei Paul de ,rten — (seine wissenschaftliche «paul de Lagarde» ein Prophet des Deutschtums Zu feinem 100. Geburtslage. Von Dr. Karl Nerthus. hilfreich nahst du uns, Morgenrot im Blick, und ewiger Jugend treues Pfand in der heil'gen Rechten. Heil dir, Freundschaft, meines Schicksals Bürgin, fernen Siegs Gewähr und Vorspiel! Mag die Zukunft Schlimmstes bergen, Schmerz und Qual und bittre Feindschaft Es läßt sich kaum abjehen, was aus Deutschland hatte werden können, den Sinn seiner Siege, der von 1866 und 1870 zum Beispiel, gleich erfaßt hätte. Indessen scheint hier doch ein Naturgesetz gradlinig den einzig steilen Aufstieg zur und Erhebungen immer "i denen das Ganze Neben diesen „Deutschen Schriften" nun ging bei Paul de Lagarde ständig die Reihe seiner Gelehrten — (feine wissenschaftliche Fruchtbarkeit nannte ein Engländer „phenomenal even in Germany , phänomenal selbst für Deutschland!,) - bis ihn.?«? 22. Dezember 1891, mitten in seiner Göttinger Tätigkeit, eine heimtückische Krankheit dahm- raffte. In der Gedächtnisrede auf ihn sagte W 11 a m o w i tz, „daß er m mehr Sprachen Texte drucken ließ, als alle seine Amtsgenossen m Göttingen auch nur buchstabieren konnten". Dennoch lag ihm eigentlich immer nur fein aktiv-moralisches Einwirken auf die Zeit und Zeitgenosien am Herzen, indessen konnte er sich erst bei höheren Jahren eines lebhafteren zu bannen vermochten. So haben auch wir Deutschen — mag es denn erst heute mit voller Klarheit, aber zu desto größerem Segen für die Zukunft erkannt werden! — in der freilich leicht verhängnisvollen Luft des Siegertums, des tatsächlichen Nachlasses ethischer Energien im Taumel der „Grunderjahre , und dennoch niemals ganz verloren; hätten wir nur auch damals schon ; die Ohren gehabt wie heute, wir Hütten sie sämtlich in den siebziger und achtziger Jahren bereits hären und beherzigen können, diese Vorkämpfer wahren innerlichen Deutschtums — keine geringeren als Jacob Burck- hardt, Friedrich Nietzsche, Karl Hillebrandt, Paul de Lago r b e. In gewissem Sinne gehören auch Gustav r e n t a g und Heinrich v. Treistschke noch hierher, aber an persönlich-tiefer Leidensfahig- teit und tragisch fast gewollter Vereinsamung rücken doch nun hauptsächlich diese beiden, Nietzsche und Lagarde (obwohl äußerlich ohne Berührung geblieben) dem heutigen Blick immer enger zusammen. Paul de Lagarde — übrigens nicht französischer Abstammung, nur den Namen der Adoptiveltern führend, sein Vater hieß Bötticher und war Lehrer am Friebrich-Wilhelm-Gymnasium zu Berlin war freilich der um volle siebzehn Jahre Aeltere; um so eher werden wir einen Em- ; fluß des schon vor seiner Göttinger Professur (seit 1869) als politisch- ; kultureller Schriftsteller hervorgetretenen Mannes auf, den , jüngeren Nietzsche annehmen können, als gerade hier das von diesem ja immer gesuchte Vorbild von „gaya scienza", von fröhlicher, d. t. kämpfender, streitbarer Wissenschaft lebenslang verkörpert schien. Lagarde nämlich war zwar von Haus aus Theologe gewesen, wollte aber aus innerer Religiosität eben die an Universitäten zu lehrende „Gottesgelahrtheit" allein auf Geschichte und sprachlich-ethnographische Untersuchung der heiligen Urkunden beschränkt sehen, echtem Glauben fein eigenes Feld reservierend. So wurde er, Schüler noch des übersetzungs- immer sogleich erfaßt hätte. . vorzuliegen, daß keine Station gradlinig den - Höhe nimmt, daß nach großen Anspannungen wieder auch flache Senkungen und Täler kommen, in denen das Ganze nur schwer aus Erschlaffung und materieller Genußsucht aufzurütteln ist. Um so betrübender und herztrauriger ist dieser Anblick nur, wenn man erst später aus viel weiterer Perspektive wahrnimmt, wie solch zeitweiser Niedergang dann keineswegs alle Teile des Volkes gleichmäßig erfaßt hat, daß im Gegenteil gerade diesen Epochen wiederum größte Geister und Erkenner, auch unzweifelhaft geborene Führernaturen angehdrten, die bloß die allzutiese Kluft zwischen sich und den anderen nicht unmittelbar zu nehmen wußten. Sie bekommen hierdurch unwillkürlich, wie sehr sie auch als Mahner gerade ihrer Zeit austreten, etwas Prophetisches, — ihr Los ist meist ein tragisches, wie denn bereits die biblischen Propheten, obwohl vollendete Sprecher nur ihres Volkes, ihrer Nation, tm Grunde Einsame und Unverstandene blieben. Aber auch an Thukydides, an Demosthenes oder Philopömen, zweifellos-noch immer edelste Exponenten des Griechentums, kann erinnert werden, die dennoch mit keiner „Philippika" die drohende Gefahr von Norden, von Mazedonien her, ' gewaltigen Friedrich Rückert, einerseits bahnbrechendster Forscher auf dem | Gebiete der Orientalistik, Bibelexegese und Textkritik — wieder werden wir hier an die philosophischen Ursprünge und Tendenzen auch des jungen Nietzsche erinnert! —, andererseits verlor er dabei nie die allgemeinmenschlichen Gesichtspunkte, Anknüpfung an die Zeit sowie das Bedürfen des einfachen Mannes aus den Augen. Es konnte gar nicht anders jein: Lagardes „Deutsche Schriften" — Schriften zu aktuellen deutschen Problemen, die der Autor, sechzehn an der Zahl, 1886 zu einer Gesamtausgabe zusammenfahte — hatten, oppositionell gegen den herrschenden Zeitgeist, wie sie waren, vermutlich schon von der frühesten an einen verständnisinnigen Leser in Deutschland: Friedrich Nietzsche! Tatsächlich besitzen wir lediglich eine einzige, aber bezeichnende Aeuherung von ihm Erwin Rohde gegenüber, die seine Bewunderung gerade über das schon Januar 1873 gedruckte Schristchen „Ueber das Verhältnis des deutschen Staates zur Theologie, Kirche und Religion" ausfpricht (Lagarde seinerseits scheint seinen fast einzigen Waffengefährten noch kaum bemerkt zu haben ...) Höchstbezeichnend, meinen wir: denn schon dort kritisiert gerade auch Lagarde bas Christentum seiner Zeitgenossen, das des Protestantismus wie das des internationalen Jesuitismus, um nur auf das Evangelium als wahre Quelle der Religion hinzuweisen. Freilich schoß der Jüngere ja dann bald über alle positiven Grenzen hinaus, während sich Lagarde ein furchtbar-aktives Eingreifen in den eben entfesselten sog. „Kulturkampf" vorgesetzt hatte, und als wahres Ziel — leider genau so vergeblich — nur ein wirklich christliches Gemeinschaftsleben und eine „nationale Religion" jenseits aller Spaltungen und Parteien zeigen wollte. Aber obwohl Lagardes Namen in den unmittelbar das Jahr darauf folgenden (1874) „Unzeitgemäßen Betrachtungen" Nietzsches gar nicht fällt, muß es heute doch erstaunlich wirken, wie sein Geist, fein Pathos, ja manchmal selbst sein Stil und Tonfall hier überall hindurchzuklingen scheinen. Dies kann Zufall fein, aber abhängig ober nicht: jedenfalls bietet sich hier wieder dem Betrachter und heutigen Historiographen, dem Enkel nach fünfzig Jahren, bas üderraschenbe Schauspiel, wie damals zwei große Deutsche, mitten in einer Zeit von Müdigkeit und allzu satter Selbstzufriedenheit, ihr Volk zum Höchsten und Reinsten nochmals emporreitzen wollten, ohne schon in der Gegenwart irgendein tieferes Echo zu finden. Zwei Männer, die, während sie ihren Volksgenossen mitleidloseste Wahr- heften sagten, Schäden und Gebrechen der Zeit unermüdlich bloßstellten, ihr Deutschland, während sie es geißeln, gerade so unsäglich liebten! Insbesondere ist die Uebereinftimmung von Ansichten, wie sie aus der berühmten zweiten „Unzeitgemäßen" Nietzsches: „Vom Nutzen und Nachteile der Historie" und solchen „Deutschen Schriften" Lagardes, wie „lieber die gegenwärtige Sage des Deutschen Reichs" (1875), über „Sie Religion der Zukunft" (1878) und „Ueber bie Klage, baß der deutschen Jugend der Idealismus f e hst e" (1885) hervorgeht, wohl auch deshalb so überwältigend, weil mir bei beiden das genaueste Gefühl haben, hier rede einfach nackteste unverhüllteste Wahrheitsliebe und fördere hauptsächlich darum beinahe Gleiches Freundschaft, Göttin, höre gnädig das Lied, das wir jetzt fingen der Freundschaft! Wohin auch blickt das Auge der Freunde, ' ' Freundschaft, zutage. Und welches ist der Kern dieser Anschauungen? Nun, beide haben es insbesondere mit dem Begriff derBildung zu tun — Über die „Bil- bungsbarbarei" seiner Zeit klagt Lagarde, Nietzsche prägt den „Bildungs- Philister"' —, weil die echte gerade damals unter einem glänzenden Firnis von Kosmopolitismus und phrasenhafter Vielwisserei verloren zu gehen drohte. Beide legen den höchsten Wert auf Individualität und Persönlichkeit, beide kämpfen gegen die Ueberspitzung der ©taatsibee und wollen ihren knebelnden, allzu gleichmacherischen Einfluß zumal von den (mehr innerlichen) Gebieten der Religion, Kunst und Schule fernhalten. Dagegen sieht Lagarde weit schärfer als Nietzsche auch die positiven Lehrinhalte alles Geschichtlichen, des historisch Geworbenen, unb gibt infolgedessen den einzelnen Völkern Aufgaben, Ideen, Ideale, die sie zu erfüllen hätten. Den verschwommenen „Kultur"begrifs will er —und hier spricht wohl der Theologe aus ihm — durch ständige Annäherung an ein Göttliches, Ideales, ein „Reich Gottes", besonders für die geliebte germanische Rasse, ersetzt selien; denn lange vor Spengler unterscheidet auch Lagarde nach „jungen" unb „alten" Völkern, nach Geburt, Blüte und Verfall von Kulturen wie von Pflanzen, das deutsche Volk aber sieht er noch jung Sieijeiicr^fliiitliciiblätter Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger hat er uns Sandbank im ich mußte. Wiegenkind. Dsr FeusrreiLer. Von Eduard M ö r i k e. Sehet ihr am Fensteriein Dort die rote Mütze wieder? Nicht geheuer muß es sein, Denn er geht schon auf und nieder. Und auf einmal welch Gewühls Bei der Brücke, nach dem Feld! Horch! Das Feuerglöckiein gellt: Hinterm Berg, Hinterm Berg Brennt es in der Mühle! Schaut! Da sprengt er wütend schier Durch das Tor, der Feuerreiter, Auf dem rippendürren Tier, Als auf einer Feuerleiter! Querfeldein! Durch Qualm und Schwule Rennt er schon und ist am Ort! Drüben schallt es fort und fort: Hinterm Berg, Hinterm Berg Brennt es in der Mühle! Der so oft den roten Hahn Meilenweit von fern gerochen, Mit des heil'gen Kreuzes Span Freventlich die Glut besprochen — Weh! Dir grinst vom Dachgestühle Dort der Feind im Höllenschein. Gnade Gott der Seele dein! Hinterm Berg, Hinterm Berg Rast er in der Mühle! Keine Stunde hielt es an, Bis die Mühle borst in Trümmer; Doch den kecken Reitersmann Sah man von der Stunde nimmer. Volk und Wagen im Gewühle Kehren heim von all dem Graus; Auch das Glöcklein klinget aus: Hinterm Berg, Hinterm Berg Brennt's! Nach der Zeit ein Müller fand Ein Gerippe samt der Mützen Aufrecht an der Kellerwand Auf der beinern Mähre sitzen: Feuerreiter, wie so kühle Reitest du in deinem Grab! Husch! Da fällt's in Asche ab. Ruhe wohl, Ruhe wohl, Drunten in der Mühle! Regina erzählt . . . Aufzeichnungen von Albrecht Schaeffer. Als wir noch in Burghaufen lebten, meine Mutter und ich — nicht Burghausen am Neckar, sondern an der Salzach —, da wohnten wir in einem alten Turm, der auf der Stadtmauer stand. Der Blick in das Land war chön; aber er und der Turm selber sind nicht wichtig in dieser Geschichte. Wichtig ist nur, daß der Turm ein Kellerchen hatte. O, em entzückendes, schneeweißes, gewölbtes, em kokettes Kellerchen war es. ®s war aber leer, bis der Faßbinder kam. Der verstand sich auf Weine, und eines Tages, als er das Kellerchen fah, sagte er: „Da gehört ein Weinchen herein; ich weih eines, es soll auch nicht teuer sein, so ein MeineC Mutter ^ sprach: „Wir sind ja zwei Weibsleute. Muß das Weinchen auch schnell getnrnken werden?" „Gar so schnell nicht," sagte der Faßbinder, „aber auch nicht gar so langsam." „ „ , .. m ,, „Ja, wir können nur Sonntags trinken , sagte die Mutter. Es war schon In Burghausen, ausgenommen die Lust, die gar nicht gut für mich war. Sie war zu weich, sie -nacht- mich immer müde und in den uvei Jahren, die wir im Turm verlebten, habe ich nicht ein bißchen arbeiten können. Ich schämte mich aber, daß ich nichts arbeiten konnte und ost sagte ich zur Mutter: „Nun gehe ich in wem Zunmer hinauf und muß etwas schreiben." Dann hab' ich im Zimmer gesessen, eine Stunde, auch zwei Stunden; habe aber nichts geschrieben. Nun hebt die Geschichte an. Wir hatten em Mädchen ins Hous genommen, vielmehr ich hatte es getan, weil mich ihre Verwandten gebe en hatten Denn cs war gar kein gutes Mädchen, nein, aber die Verwandten hofften es würde sich "bessern, wenn fremde Menschen, die em gutes Herz für es'hätten, sich seiner annehmen wurden. Es log ins Auge hmem, fv geschickt/ daß man es immer wieder für Wahrheit hielt. Es verleumdete uns auch, meine Mutter und mich, bei allen Nachbarn, und schließlich hat es der Mutter einen Brillantring gestohlen Das war arg, und die Mutter war schrecklich böse; weniger ich, denn ich mag Brillanten nicht leiden. Aber das Mädchen mußte nun aus dem Haufe gehn. Ja aber nun die Mutter! Sie konnte sich nie mehr beruhigen Als Kind habe ich einmal sehr lange nachgedacht über eine Frage. Die Frage war' Wodurch unterscheiden sich Mütter von allen übrigen Menschen? Und ich kam zu dem Schluß: Sie unterscheiden sich dadurch, daß sie hundertmal ein und dasselbe sagen können. Denn so war es, wenn ich etwas gesündigt hatte: hundertmal bekam ich es wieder zu Horen. So mar es nun auch mit dem Ring; immer und immer wieder blieb meine Mutter an dem Ring hängen; ichb konnte es endlich gar nicht mehr aushalten, denn ich war es ja, die das Mädchen ips Haus gebracht hatte. Und eines Tages sagte die Mutter am Nachmittag: „3dj roiti in die Stadt hinunter und dieses und jenes einkaufen." Wie sie das sagte, wußte ick daß sie nun in einer Stunde nicht wiederkäme; denn wenn sie m diesen Laden ging und in jenen, so wurde Überall viel geredet mit den Ladnerinnen und wer sonst da herein kam, lange Gespräche und für die Mutter viel lieber als Zeitungen. Da sagte ich also: „Und ich will denn m mein Zimmer hinaufgehn und etwas arbeiten. — „Schon! sagte die Mutter, und also trennten wir uns. Wie ich nun aber sicher war, daß die Mutter das Haus verließ, und ich doch nickt arbeiten konnte, dachte ich an das Fäßchen, und daß es so langsam leer wurde, weil wir nur Sonntags tranken. Als ich das dacht«, aina ich gleich in die Küche hinunter und nahm mir ein Glas. Ich suchte mir ein besonders schönes; das war geschliffen mit einer Blumenranke, und hineingeschliffen war der Name Rosa. Und ich schwenkte das Glas im Wasser, indem ich an jenes Mädchen dachte, das wir davongejagt hatten; der Name Rola hatte mich daran erinnert, obwohl ihr Name nicht Rosa war. Ich kaim ihn nicht sagen, ich habe ihn ganz vergeßen. So stieg ich denn zum Keller hinunter. Und wie ich da an die Falltür kam war die offen. Nun, andere Menschen hätten bei einer Falltür sicher gedacht, daß sie geschlossen sein muß; ich bin nicht so, ich dachte mir nichts "dabei. Uebrigens sind auch meine Augen recht schlecht; aber dock, als ich aus der Halle oben in den dämmerigen Keller kam, spurte ich, daß ein Mensch drinnen war. Der fah auf der Sandbank neben dem Fäßchen. Ha, da war's meine Mutter! Sie war gar nicht zur ©tobt gegangen; sie faß neben dem Fäßchen, und m ihrem Schah hielt sie ein großes^ Glas Mutter, wie kommst du denn hierher?" "Und du, Regina," sagte die Mutter, „wie kommst du denn hierher? O da fingen wir an zu lachen, daß wir die Gtäser abstellen mußten. Die Mutter "saß links beim Fäßchen, ich setzte mich rechts vom Fäßchen und wir tranken aus unseren Gläsern und waren sehr guter Dinge. Auf einmal aber sagte meine Mutter: „Schließlich hat sie mir doch meinen Da'kam^ich ganz llußer mir. Ich dachte, hier sitzen wir nun im Keller und sind so guter Dinge; muh sie da wieder mit dem vermaledeiten Ring anfanqen! Nein, dachte ich, das muh nun aber ctn für allemal ein Ende nehmen. Und ehe ich es ganz Überlegte, in einer Begeisterung, die wohl aus dem Fäßchen kam, sprach ich zur Mutter: Nun hör’ einmal zu: Vier Wochen lang muß ich dich von dem abscheulichen Ring reden hören, und ich bin schuld an der Sache, denn ich bm es gewesen, die das Mädchen ins Haus gebracht hat Jetzt Jag ich oll folgendes: Mit meinem Finger schreibe ich hier zwischen dich und mich ihren Namen in die Luft —* und ich tat es und schrieb den Namen Rosa, wie auf meinem Glase der Name Rosa geschrieben war. „Und jetzt, sagte ich zu meiner Mutter, „lösche ich ihn aus. So. Und nun kann keiner von uns beiden mehr an sie denken." „ Als ich das in einem Schwung gesagt und getan hatte, war ich W erschrocken. Ich sah meine Mutter an und sah, daß sie in die Lust starrte, wo ich den Namen fortgewischt hatte. Ihr Mund stand etwas offen; si- fah ein wenig staunend und ungläubig aus. Aber dann blickte ste weg, dann trank sie ihr Glas aus und stand auf und murmelte etwas uno ging aus dem Keller. . , Seit dieser Stunde ist der Ring wohl noch einmal ober zweimal erwähnt worden, aber nur beiläufig und ohne Kraft, und bald ist er unv das Mädchen vergessen. Vielleicht wundert ihr euch, daß solch eine M-M in meiner Beschwörung war; aber mitunter, wenn es daraus antam, konnte ich einen sehr starken Willen haben. Ich will euch etwas erzählen, damit ihr mir glaubt, und weil auch der Zeitraum zwischen der totunoe im Keller und dem Ende meiner Geschichte sehr lang ist. Als Kind in der Schule bin ich nicht sonderlich gut gewesen. Ich ham immer zu träumen und nachzudenken, und von dem, was ich.sollte, vieles mir unwichtig vor. Sollte ich etwa auf meiner Tafel schreiben, i - so dachte ich: h — das ist nichts, und e, das gehört ja zum b; Ijprw also: ab. Nun hieß es einmal, es soll eine Preisaufgabe 8^' " werden; wer die am besten macht, bekommt einen goldenen Griffe. Ein goldener Griffel! Das war einer in Eoldpapier, ich.kannte solche; allein — wie ich nun war, dachte ich, dieser Griffel ward- aus richtigem Golde fein. Ein goldener Griffel, — er war wie ei - dem die Engel im Himmel schreiben; und ich mußte ihn bekoim , Echos wenigstens bei der Jugend erfreuen; feine. Altersgenossen blieben unbewegt, wie ste es auch Nietzsche gegenüber geblieben waren. Das ist freilich (i(iH3 üiibcrs oeu)orbcn. mit ben ftinf |ct)on ootn , nannten männern gehör- Paul de Lagarde hrmteganz unbestritten zu den »t r. r f n tn n fe r ir eines neuen Deutschlands, uno tntro imnrei wieder zitiert Und wer je zum Beispiel einen Briefbogen des für deutsche Kultur so wesentlich kämpfenden Verlages Eugen D i e d c r i ch s m Ien° empfangen hat, findet an der Spitze cm Motto von Paul de Lagarde, eins seiner schönsten, vorwärtstreibenden Worte: Gab es wenigstens Verschworene unter uns, einen heimlich offenen qz„ud der für das große Morgen sänne und schaffte und an den alle sich anschließen könnten, deren Sehnen er das Wort bete! Wir sind «s müde, mit Geschaffenem und Gemachtem abgefunden zu werden. Wir wollen Geborenes, um mit ihm zu leben, du um du. Wenn die Wind« nur wehen wollten!" „Das ist etwas zu langsam", meinte der Faßbinder, — nun, und bann zugeredet, und das Fäßchen kam an. Es wurde eine feine n Keiler gemacht, von weißem Sand; da lag es denn wie ein Und da schrieb ich nun meine Preisaufgabe, ganz auf den goldenen Griffel gerichtet, und nun denkt euch: wie unsere Lehrerin die Tafeln nachsah und endlich zu meiner kam, sprach sie: ,Leig' deine Preisaufgabe." — Ich sagte: „Hier ist sie ja!" — „Nein," sagte sie, „das hast du nicht geschrieben." Da saß ein Kind neben mir, das war immer bereit, zu verteidigen und die Wahrheit zu sagen. Das rief gleich: „Doch, das hat die Rega geschrieben!" — „Rega," sagte die Lehrerin, „dann hast du es abgeschrieben." — „Nein", beteuerte ich, und das andere Kind bekräftigte es auch: „Sie hat es allein geschrieben." Da wurde die Lehrerin ganz wild, und sie schrie auf mich nieder: n, du niederträchtiges Mädchen! Du ungeratenes Geschöpf! So viel Jahre hast du hier gesessen und geschrieben und immer getan, als ob du keinen geraden Buchstaben machen könntest. Und nun kannst du so herrlich schreiben!" — Ach, sie konnte nicht beides zusammen glauben, das schlechte Schreiben und das herrliche Schreiben, und den Griffel habe ich nicht bekommen. Nun will ich von Burghausen zu Ende erzählen. Ueber Jahr und Tag war ich einmal allein im Hause, und es dämmerte schon. Da hörte ich von oben die Haustür gehn, und ich stieg die Treppe hinunter, und wie ich tm dunklen Hausgang bin, sehe ich eine Gestalt darin stehn, eine Frau »der ein Mädchen. Die breitete die Arme aus und sagte: „Regina." Ich konnte sie nicht erkennen, fragen mochte ich auch nicht; ich dachte nur, da ist eine, die will umarmt werden. Also umarmte ich sie und küßte sie sogar. Dann zog ich sie in die Küche herein und hoffte, daß ich sie erkennen würde tm Hellen, aber ich kannte sie nicht; vielmehr ich kannte sie wohl, aber ich konnte nicht ausfindig machen, wer es war. Fragen konnte ich nun gar nicht mehr, weil ich sie schon geküßt hatte. Ich spürte nur, daß ße mir unleidlich war und immer unleidlicher wurde. Ich mußte mich zwingen, mit ihr zu sprechen, und um mir zu helfen, machte ich einen See und deckte den Tisch und grübelte unaufhörlich, fand aber nicht das Aeringste, keine Spur. Sie redete auch nicht viel, doch merkte ich wohl, weil wir Sie zueinander sagten, daß sie immer zum Du hindurch wollte, und es war mir noch unangenehmer. Wie sie aber so dasaß und Tee trank, gewahrte ick ihre Füße, vielmehr ihre Schuhe. Die waren sehr schmutzig vom Weglehm, und außerdem sahen sie — ich weih nicht wie — so kummervoll aus, so ganz armselig, daß sie mir wieder leid tat, die in so traurigen Schuhen gekommen war. Schließlich stand sie wieder auf und war nun auch unwillig geworden und verabschiedete sich eilig und kiibl. Da fiel mir rasch eine List eta; ich stellte mich an ein Fenster und dachte: Sie ist gewiß nicht allein gekommen; es werden jetzt Leute draußen sein, die auf sie warten, und wenn ich nun jemand sehe, der zu ihr gehört, dann erinnert er mut), wer es ist. Nun, und so kam es auch. Ich sah sie die Straße hinabgehn, dann trat aus dem Dämmer ein Mann auf sie zu, und da wußte ich auch, daß ts das Mädchen war, das den Ring genommen, und deren Namen ich ansgelöscht hatte, so daß ich ihn gänzlich vergaß. Und auch jetzt kann ich mich nicht mehr auf ihn besinnen. Wie ich sie aber tiefer auf die Straße hinabgehen sah, kamen mir Meder ihre besudelten Schuhe vor das innere Auge; und jetzt erinnerten fie mich sonderbar an die Geschichte von Salomo und dem Todesengel. Die war so. Der Engel des Todes wurde gesandt, um Salomos Schreiber zu holen. Ein Schreiber war damals ein sehr wichtiger und geschätzter Mann, denn jeder konnte nicht schreiben, und Salomo liebte ihn sehr. Wie er nun horte, daß der Engel des Todes ihn holen sollte, schickte er ihn fort in das Land Ur oder Uz, wo die Menschen, die darin leben, niemals sterben. Nach einiger Zeit kam der Engel des Todes zu Salomo; der sah ihn stehen, und daß er lachte. Er lachte — das will aber sagen, er dehnte sich aus in seiner Macht; er lachte nicht wie die irdischen Wesen. Fragte ihn Salomo: „Warum lachst du?" — Da sagte der Todesengel: „Ich stand gerade vor dem Tor Uz, da kam dein Schreiber daher, und ich habe ihn fortgenommen." — „Ja," sagte der Engel Gottes, „die Füße wissen ihren Weg." Regina schwieg, als sie soweit gesprochen hatte. Einer von uns aber, We zuhörten, fragte: „Und was ift danach aus dem Mädchen geworden?' Regina sagte: „Sie ist bald gestorben. Sie war in lauter Verwirrung gekommen. Da hat sie sich gelöscht." Vom „Handwerk" der Kunstfälscher. Von Walther Appell (Plauen). Mancher wirt, sich gewiß noch des Aufsehens und der erregten Debatten — auch in breitesten, sonst völlig kunstfremden Kreisen — um die sogen. Mora"-Büste entsinnen. Der Generaldirektor der Berliner Museen, Ge- befmrat Wilhelm von Bode, hatte einige Jahve vor dem Kriege m England eine Wachs-Skulptur gekauft, die er dem Leonardo üa Bin ei zuschrieb und auch unter dieser Marke den von ihm verwalteten Sammlungen «inverleibte. Woraufhin von überall her, zunächst aus dem «uÄande, Meldungen und angebliche „Nachweise' kamen, wonach das Wert eine mchr oder weniger plumpe, neuzeitliche Fälschung, der namhafte deutsche Gelehrte also gründlich und blamabel hineingelegt worden fen sollte. Der papierne Streit nahm erbitterte Formen an, bis dann doch sie Ueberzeugung, daß Bodes zahlreiche und gewichtige Argumente das Rechte trafen, mehr und mehr Boden gewann. Genau das gleiche können wir, meist freilich in weniger leidenschaftlicher und die große Oeffentlich- keit berührender Intensität, fast bei jedem Museumskauf von überragender internationaler Bedeutung beobachten. Ein kleinlicher Neid und falsch angewandter Nationalstolz' zeitigt Verunglimpfungen und Herabsetzungen, auf deren Ausstreuer oftmals die Lächerlichkeit, die sie anderen zugedacht hatten, zurückfallen muh. Denn wenn unsere führenden Sammlungsleiter schließlich auch nicht gefeit sind gegen das unglaubliche Raffinement der Bilder- und sonstigen Kunftfälscher, so sind sie doch von dem hohen Verantwortungsgefühl beherrscht, das ihnen das Bewußtsein gibt, an exponierter Stelle mit öffentlichen Geldern zu wirtschaften und einen nüssen- fchaftlichen Ruf — nicht nur ihrer Person — aufs Spiel zu setzen. Von einzelnen, besonders schwierigen Fällen abgesehen, kann man wohl sagen, daß unsere großen Sammlungen heute nicht mehr so leicht mit Fälschungen hereinzulegen sind. Und nicht nur das: sie werden auch in steigendem Maße von den in weniger kritischen Zeiten hineingeratenen gesäubert. Dennoch steht das unsauber« Gewerbe des Fälschens van Bildern und Bildwerken nach wie vor in üppigster Blüte. Seine Tradition ist übrigens kaum weniger alt als die ber Kunst selbst: schon im antiken Griechenland trieb die Kunstfälschung ihr Unwesen. In unseren Ländern und Breiten entwickelten sich die Fälscherwerkstätten, deren Betrieb ost geradezu fabrikmäßig« Formen annimmt, besonders mit der in den letzten Jahrhunderten aufblühenden Kunstbegeisterung, deren selbstverständliche Folge die Höherbewertung und -bezahlung von Kunstwerken sein mußte. Doch sind auch für di« Anfänge der deutschen Kunst schon Fälschungen nachzuweisen — u. a. beklagte sich Dürer oft bitter darüber —, die aber wohl nicht als solche in unserem Sinne anzusprechen sind. Die Nachschneider und -stecher der Passionen und Marienbilder wollten wohl nicht eigentlich Kunstwerke fälschen, sondern lediglich eine „gängige" Marktware geschäftstüchtig kopieren. Das geht z. B. daraus hervor, daß sie —- in einer gewissen Achtung vor dem Urheber, die freilich das liebe! oft nur vergrößerte — in ihren Nachbildungen meist das Namensschild des ursprünglichen Schöpfers offen ließen. Die Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts mit ihren schülerreichen Meisterateliers brachte unzählige Kopien, Variationen usw. hervor, deren viele dann im 19. Jahrhundert, aber auch noch in unserer Zeit, das Material für Fälschungen (Wertsteigerung durch falsche Signierung u. dgl.) bilden. Hier sei auf das dem Watteau zugeschriebene, mehrteilige „Firmenschild des Kunsthändlers Gersaint" hm- gewiesen. das aus dem Besitz des früheren Kaisers in den der Nationalgalerie gelangte. Unsere Gelehrten haben feine Echtheit nie angezweffett, — die Franzosen aber behaupten seit Voltaire, daß es nur eine Schüler- ? arbeit nach dem noch in Frankreich befindlichen Original sei. Doch auch direkte, bewußt auf Schwindel angelegt« Fälschungen sind schon im 17. Jahrhundert zu verzeichnen, zumal im Bereich der niederländischen Malerei. Paulus Potter, Breughel, Snyders, Adriaen Brau wer, (dieser sogar schon im Alter von kaum 25 Jahren!) wurden noch zu ihren Lebzeiten gefälscht. Die Mehrzahl dieser — oft gar nicht fo wertlosen — Werke mag sich noch heute unerkannt in amerikanischen Privatsammlungen befinden, obwohl in Neuyork «ine zur Abschreckung und Warnung errichtete „Sammlung gefälschter Kunstwerke" existieren soll. Bis ins 19.Jahrhundert, das auch die Rembrandt-Fälschungen zu abenteuerlichen Ziffern anschwellen läßt, konzentrierten sich die Haupt- Herde der Bilderfälschung vornehmlich auf Antwerpen, Brüffel und London. Die Objekte ihrer dunklen Machenschaften bleiben zunächst überwiegend di« Holländer. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt auch die Pariser, und noch später die deutsche Fälschungs„industrie" eine große Rolle zu spielen. Ihr Aufftieg geht parallel mit dem der impressionistischen Kunst, deren Frühwerk« und -meister nach ihrer erkämpften Anerkennung bald hohe und zum Teil überaus hohe Preise erzielten. (Die „Tänzerinnen an der Stange", von Degas für fünfhundert Franken verkauft, brachten nicht allzu viel später den Phantasiepreis von 430000 Franken). Außer Degas wurden noch Cour bet, Manet und wohl alle andern Bahnbrecher bes Impressionismus planmäßig und mit lohnendem Erfolge gefälscht. Ganz ungeheure Formen muß das bei Corot angenommen haben, dessen wirkliches Lebenswerk schier erdrückt wird von Fälschungen, deren es allein in Amerika 13 000 geben soll, auf die aber auch namhafte europäische Kunstfreunde, so z. B. Alexander Dumas, hereingefallen sein sollen. (Aehnliches spielt sich jetzt wieder m Paris mit Utrillo ab, — mit der von seinem Biographen mitgeteilten Komplizierung, daß der unrettbar dem Trunk Ergebene für Geld bereitwillig jedes ihm vorgehaltene Bild mit seinem Signum versieht. Gebündelt hingen derartige „Utrillos" bei den Fälschern, bis der in seinen wenigen nüchternen Stunden genial« Künstler ein Preisniveau erreicht hatte, daß es lohnend erscheinen ließ, sie auf den Markt zu werfen.) Von deutschen Künstlern sind namentlich Menzel, Leibl, Len- bach, von den noch Lebenden ist wiederholt schon Liebermann gefälscht worden. Großes Aufsehen erregte vor wenigen Jahren der Fall der Münchener Schriftstellerin Lena E h r i st, die durch Selbstmord endete, nachdem ihr die Fälschung von Defregger und anderen Signaturen nachgewiesen war. Auch di« trübe Affäre des Sohnes von Arnold B ö ck l i n , der eigene Bilder für solche feines Vaters ausgegeben haben sollt«, dürfte noch nicht vergessen sein. Di- Bekämpfung der Bilderfälschung wird immer «in ebenso schwieriges Kapitel bleiben wie die sichere Erkennung der Fälschungen. Denn bie Fälscher sind durchweg nicht nur geschickte Handwerker, sondern Künstler, denen zur virtuosen Beherrschung des'Formalen nur der eigenscköpferische Funke fehlt, nm selbständige Werke schaffen zu können. Außerdem ist zu bedenken, daß namentlich die Hehler, die meist die eigentlich Verdienenden sind, mit einer vor nichts zuruckschreckenden Gewissenlosigkeit zu Werke gehen, Die oft selbst argwöhnische und einigermaßen erfahrene Käufer düpieren kann. Den Wunschelnng von dem wiederholt Gerüchte auftauchten, und der als eine Art Stern der Weifen das Echte vom Unechten unterscheiden soll, gibt es noch immer nicht Und so wertvolle Dienste moderne Errungenschaften wie die X-Strahlen bet der Entlarvung von Fälschungen schon geleistet haben, sind sie namentlich bei alten Meistern doch nicht unfehlbar. Der Beachtung wert erschien em Vorschlag, nach dem die Künstler ihre Werke nicht mehr durch den Namenszug, oder doch nicht allein durch diesen, sondern zuverlässiger durch einen — Fingerabdruck signieren sollten. Aber es liegt nahe, daß auf diese Weise z. B. Schülerarbeiten, die der Meister lediglich korrigiert (oder sogar nur geprüft) hat, eine „Echtheit" bestätigt erhalten können, die sie nicht besitzen. ! Wenn also auch die Fülle, in denen ein Künstler selbst sich mitschuldig macht (Utrillo), glücklicherweise zu den Ausnahmen gehören, w gibt es doch bis heute noch kein ganz zuverlässiges Mittel, sich gegen Fälschungen zu schützen. Und völlig auszurotten wird das chmutzlge „Gewerbe der Kunstfälscher wohl auch niemals sein. Eine w-chr-ge Forderung aber, die wenigstens zu feiner Eindämmung führen kann, ist: vernünftiges von kleinlichen Rivalitäten freies Hand-in-Hand-Arbeiten der zahlungsirastigen Sammler und ernsthaften Händler mit den beamteten Hütern großer Sammlungen oder andern anerkannten Sachverständigen. (Soviel gegen das sogenannte ,,