Gießener jamilienblätter Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgang (925 Dienstag. Sen 24. November Nummer 94 Das Leben draußen ist verrauschet. Von Joseph Freiherr bon Eichendorfs. Da« Leben draußen ist verrauschet, die Lichter löschen aus, schauernd mein Herz am Fenster lauschet Ml in die Rächt hinaus. Da nun der laute Tag zerronnen mit seiner Rot und Lust, was hast du in dem Spiel gewonnen, was blieb der müden Brust? — Der Mond ist trostreich aufgogangen. da unterging die Welt, der Sterne heil'ge Bilder prangen so einsam hoch gestellt! O Herr! Auf dunkelschwankem Meere fahr' ich im schwachen Boot, treu folgend deinem goldnen Heere zum ew'gen Morgenrot. Bismarcks Gestalt. Don Prof. Dr. Wilhelm Schußler'). Die Epoche von der französischen Revolution bis zum Ausbruch des Weltkrieges erscheint dem rückblickenden Betrachter wie eine innere Einheit. Die europäische Welt ist noch nie so tief zerspalten, aber auch noch niemals durch die gleichen Probleme so eng verbunden gewesen. Die drei führenden Kulturvölker unseres Erdteils, Engländer, Franzosen und Deutsche, haben jedes für sich dazu beigetragen, das Zeitalter des Absolutismus, des Merkantilismus und der Aufklärung zu überwinden. Die Engländer durch die sogenannte „industrielle" Revolution im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts, durch welche Großbritannien reißend schnell zum Industriestaat und zum Warenlager der Welt wurde. Die Franzosen durch die politische Revolution, durch welche in Europa die Ideen der Ration und der Demokratie verbreitet wurden. Die Deutschen durch die klassische deutsche Kulturschöpfung und die Romantik, durch welche die Aufklärung geistig überwunden wurde, und gleichzeitig durch die militärische Revolution, wie man die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Preußen nenne könnte. Kapitalismus, Rationalismus, Militarismus, olle auf der Grundlage des modernen, demokratisfierien Massendaseins, sind fast um die gleiche Zeit in den europäischen Boden gepflanzt, noch ungefährlich unbedeutend, aber sich weiterbewegend auf der eingeschlagenen Bahn. Don allen Dölkern der Welt hat im 19. Jahrhundert das deutsche die schwerste Aufgabe übernommen; es mutzte eine solche Fülle von Problemen gleichzeitig lösen, die andere glücklichere Völker nacheinander bewältigt haben, daß unser Vaterland dieser Aeb erfülle schließlich erlag. Das erste und wichtigste Problem, das gestellt war, hieß Schaffung des nationalen deutschen Staates; und damit war aufs engste verbunden das zweite: die konstitutionelle Verfassung. Richt minder drängend war dann die groß« soziale Frage, das Problem, wie das junge, unfertige Reich, das mit furchtbarer Gewalt in die Weltwirtschaft, in die Industrialisierung, in den Hochkapitalismus hineingerissen wurde, die schweren Schäden so schnellen Wachsens überwinden, wie vor allen, die riesigen, immer zunehmenden Arbeitermassen in den neuen nationalen Staat aufgenoinmen werden und darin sozial und politisch ihre Befriedigung finden könnten. And nicht genug damit, auch die seit dem 16. Jahrhundert aufgeworfene konfessionelle Frage erhob sich int 19. Jahrhundert in neuer Schärfe: der katholisch« Klerus warf sich in den politischen Kampf, und es bildeteit sich katholisch-politische Parteien in dem gemischt» konfessionellen, überwiegend protestantischen preußisch-deutschen; Reiche. Das Verhängnisvolle war, daß alle dies« Probleme so gut wie gleichzeitig auftauchten und infolge der furchtbaren Verwicklung deutscher Geschichte und deutschen Schicksals fast zur selben Zeit ihre Lösung verlangten. Aber die Problem« des nationalen Staates, der Verfassung, der Wirtschaft, der Gesellschaft, der Konfession hätten nie solche katastrophale Wucht und *) Aus der soeben erschienenen neuen Biographie des großen Kanzlers „Bismarck", die viele fesselnde neue Aufschlüsse gibt. Verlag von Quells u. Meder in Leipzig. In Leinenband 6 Mk. Gefahr gezeitigt, wenn sich nicht diese ganz« drängende Entwicklung auf dem Antergrunde einer großen und schweren Kulturkrisis abgespielt hätte. Die Lösung aller staatlichen und gesellschaftlichen Probleme wurde notwendig in derselben Epoche, wo die große klassische deutsche Kulturschöpfung des Idealismus und der Romantik zerbrochen war, wo nach dem Ende der wahren Kultur die „Zivilisation" einströmte und wo auf diesem kulturellen und geisttgen Trümmerfeld di« — am Ende des 18. Jahrhunderts gerade in Deutschland überwunden« — Aufklärung erneuert wurde, wo alle alten Bindungen in Gesellschaft, Staat und Kirche zerbrachen und nun das Zeitalter der Raturwissen- fchaft und Technik, der Kirchenfeindfchaft, der nüchternsten Aufklärung, des Materialismus, der Demokratie, des Geldes, der wachsenden Großstädte, der Industrie, der Prolietariermassen und »richt zum wenigsten des modernen Imperialismus und der Weltpolitik begannt — in derselben Zeit, wo das nationale, das konstitutionell«, das soziale und das konfessionelle Problem sich für Deutschland erhoben und Antwort heischten. Daß die Aeberfüll« von Aufgaben trotz der schweren Kulturkrisis zum Teil wenigstens gelöst wurde, zum anderen Teil erkannt und ihre Lösung wenigstens in Angriff genommen wurde, ist das Verdienst des größten staatsmännischen Genius, den das deutsche Voll hervorgebracht hat: Bismarcks. Er steht, wenn wir die zwölf Jahrzehnte von der Französischen Revolutton bis zum Weltkrieg überschauen, in jeder Beziehung in der Mitte. Anberührt von der Aufklärung, auf dem zeitlosen Grunde der Religion stehend, löst er vom Boden des altpreutzischen Machtstaates auf las nationalstaatliche Problem und macht das deutsche Doll auf diese Weife fähig, di« Stufe des imperialistischen Weltstaates wenigstens eine Zeitlang zu et« klimmen. Als Anhänger der organischen, der der Aufklärung so feindlichen Staatsauffassung, findet er für das konstitutionell« Problem die Lösung durch ein Kompromiß zwischen Absolutismus und Demokratie im Sinne des Eigenrechtes der Krone und der Gemeinschaft vieler, statt der Gleichheit aller. Rach außen- hin sichert er fein Werk durch eine großartig« Politik, die auch hier durch das Maßhalten im eigentlichsten Sinn« ausgezeichnet ist; er will di« Feinde nicht vernichten, sondern erhalten und gewinnen; et ist gleichsam der letzte Europäer. Die soziale Frage hat er als erster Staatsmann erkannt und den titanischen Versuch unternommen, den vierten Stand für den Staat und sein« Macht zu gewinnen; er steht hier auf der Grenzscheide zwischen einem überwiegend individualistisch und einem sozialistisch gefärbten Zeitalter. Er hat die konfessionell« Frage von neuem gestellt und durch seinen Kampf beiden, der Kirche und dem Staate, neue Grenzen gezogen. Dieses Bestimmen und Anerkennen der Grenze in deut Fragen der Ration, der Verfassung, der Wirtschaft, der Gesellschaft, der Kirche und der europäischen Machtpolittk, dies« faustische Beschränkung einer großen faustischen Seele, das ist unserem Geschlecht, das kein „sowohl als auch" mehr anerkennt, welches das hemmungslose Ausrafen aller Kräfte in Weltkrieg und Welt» revolutton gesehen hat und das überall di« letzten Folgerungen zieht, ein erschütterndes Bild, eine große heroische Lehre. Denn dieses Maßhalten und Grenzefehen ist nicht Schwäch«, sondern Stärke! Aber wer von seinen Zeitgenossen und Nachfahren hat Bismarck verstanden? Wir wissen jetzt aus den eigenen furchtbaren Erlebnissen, daß der Reichsgründer eigentlich immer der „mißverstandene Bismarck" blieb, daß er selbst an sich di« furcht- har« Einsamkeit des Genies hat erfahren müssen, die fein großer Zeitgenosse in Zarathustras „Rachtlied" fo erschütternd besang. Weil ihn keiner verstand und deshalb keiner verteidigte, ist sein Werk — wenigstens in wichtigen Stücken — zerbrochen. Aber vielleicht ist das gerade das eigenllich Anvergetzliche bei Bismarks Bild, daß wir sehen, wie er gleichsam in einem transitorischen Moment gewnckt und gebildet hat, datz sein Werk fo wenig wie fein Leben dauern konnte. Aber gerade dadurch scheint es uns geweiht für alle kommenden Zeiten und ist auS der Sphäre des Bedingten fast in die des Anbedingten und Ewigen gerückt, wie alles Große und Echte unb Anvergängliche. Grundsätzliches zur Farblichtmufik. Don Professor Dr. Georg Anschütz, Universität Hantburg. Alexander Laßlo, der in München lebende ungarische Pianist und Komponist, hat durch die Schaffung seiner Verbindung von Farbe und Ton, von Musik und Malerei einen Schritt getan, der «ine neue Kunstgattung zu begründen vermag. Selten ist - 374 etwas Fertiges über Nacht erwachsen, noch seltener wurde es gleich verstanden und anerkannt. Mm sc» mehr muh der Gesamterfolg der ersten Vorführungen der LLßlöschen „Versuche" — als solche bezeichnet er sie selbst — auch die kritischen und mehr am Formalen hängenden Geister nachdenklich stimmen. Auf dem Kieler Musikfest muhte die Vorführung bei vollbesetztem Saal am 16. Juni wiederholt werden. Am 19. 3um fand im gefüllten Auditorium maximum der Hamburgischen Mniverfttät e.ne Sondervorführung auf Einladung der psychologisch-ästhetischen Arbeitsgemeinschaft statt. Sie wurde am 25. 3imi auf Einladung des Herrn Mniversitätsrektors vor den Mitgliedern des Lehrkörpers und Studierenden bei vollem Saal wiederholt und brachte dem Künstler reichen Beifall. Am 26. Juni erfolgte in engerem Kreise der psychologisch-äschcti'chrn Arbeitsgemeinschaft in Hamburg im Beisein des Herrn L-ihlä eine vierstündige Aussprache statt in der einzelne Grundfragen behandelt wurden: Theoretische und technische Elemeirte bedürfen bei Anerkennung des Grundprinzips noch des ArisbaueS. Doch wurde in bezug selbst auf das Technische von einen: Fachmann wie Herrn Intendant Sachse vom Hamburger Staatstheater betont, dah bereits „Mn» rrhörtes" geleistet wurde. Diese Aufnahme der ersten Vorführungen in engeren Kreisen legt es nahe, das Grundsätzliche der „ Farblichtmusi?' zu erörtern. Rein äußerlich fällt es auf, dah von den ersten Versuchten an (Pater Eastel) die Idee des Farblichtklaviers nicht mehr verschwunden ist und dah sich über Scriabine bis zur Gegenwart in den verschiedensten Kreisen der Künstler, Gelehrten, Schriftsteller, Instrumentenbauer u. a. vielfach «nab» hängig voneinander analoge Ideen und Versuche finden. Das deutet auf innere Zusammenhänge in unserer Kulturentwicklung, wie schon die Wagnerische Idee des Gesamtkunstwerks als Schop- sung seiner Zeit anzusehen ist. Der fortschreitenden Differen- zierrmg aller Zweige des Geisteslebens und dem sich entwickelnden Spezialiste ntu : geht gemäß dem Grade ferner Ausbildung überall die Neigung zu neuer Synthese parallel: doch eignet ihr im Gegensatz zu einer ursprünglich bestehenden undifferenzierten Einheit (Kunst — Philosophie — Rel gion) rn den Anfängen unserer Kultur der Charakter des organrsch Gebundenen. Oper, Musikdrama, Pantomime und Film haben bi8 heute dieses Ideal einer inneren Verschmelzung nur zum Terl zu verwirklichen gewußt. Der Versuch, Musik und Malerei innerlich und in reinen, von der Erfahrungswelt abstrahierenden Formen zu verbinden, bedeutet also lediglich das konsequente Weiterschreiten in einer noch im Fluß befindlichen Entwicklung. Psychologisch knüpft die Farblichtmusik an eine natürliche Erscheinung an, die man ehemals als pathologisch anzusehen geneigt war, heute aber wissenschaftlich eher als em Spezifikum mindestens einer Klasse geistig hochstehender Pionen anerkennen muh. Schon die Arbeiten des französischen Gelehrten Alfred Dinet über das „Farbenhören" („audition coloree ) vor gut zwanzig Jahren, ebenso meine eigenen Mntersuchungen an bisher rund 120 ausgeprägten „Synoptikern" sprechen in diesem Sinne Allerdings muh heute noch zugegeben werden, daß rmrerhalv dieser Gruppe von besonders veranlagten Personen mcht zwei Fälle zu finden sind, die sich bezüglich der Farbenerfchemungen beim Hören der Musik gleichen. Synoptiker mit „absolutem Gehör "verbinden in der Regel auch alle einzelnen Tone unserer musikalischen Skala mit bestimmten Farben, andere dagegen (so' auch Scriabine) nur die zwölf Tonarten. Bei anderen P^- sonen sind dagegen bestimmte Akkorde, Intervalle, harmonische Modulationen, die Klangfarben der Instrumente, der musikalische Rhythmus, ja ganze Motive, Themen, Melodien, Linien und deren Erweiterungen, endlich sogar der „Stil" eines Komponisten Anlaß für subjektive Farbengebilde. Bei manchen Leuten steht die besondere Farbqualität im Vordergründe, wobei sich wieder das Vorherrschen einer Gruppe oder des Bunt bzw. Mnbunt überhaupt finden läßt. Bei anderen überwl^t die Form, das Figurenhafte. Hier scheiden sich wieder die Gebilde in flächenhafte und räumliche, in bewegte, sich auflösende, und in relativ starre bzw. beim Hören Stück für Stück sich aufbauende. Teils wieder lassen die Erscheiirungen bei näherer Analyse unbemerkte Grkennungsmomente des Musikalischen hervortreten, teils erscheint der „Gefühlseindruck" auch in den Bildern als vorherrschend. Daneben finden sich auch wesentliche Mnter» schiede in der Deutlichkeit der subjektiven Erscheinungen. Bald drängen sie sich „zwangsmäßig" und beim ersten Hören unmittelbar visuell auf, bald bilden sie sich erst beim Vertiefen! in die Musik langsam und weniger bestimmt heraus, bald endlich haben sie nur einen leichten Anflug des visuell-Vorstellungs- mäßigen und können lediglich in Mmrissen beschrieben werden. Meberall herrscht Individualität, so weit, daß das subjektir^ Visuelle sogar als ein Abbild der einzelnen Persönlichkeit und ihrer charakteristischen Art, Musik zu hören und zu erleben, erscheint. Trotz dieser vielen Variationen lassen sich Typen fest- stellen, deren Beschreibung und Erklärung Sache eingehender wissenschaftlicher Darstellung ist. Das alles spricht keineswegs dagegen, daß das in greifbarer Form nur selten hervortretende, latent aber in jedem Menschen schlummernde „Farbenhören' und „Farberlebnis" zur psychologischen Basis einer neuen Kunstgattung gemacht wird. Auch die Meisterwerke unserer Komponisten sind Typen, auf die nicht jeder Mensch auf gleicher Werfe abgestimmt ist, und ihr absoluter Wert wird auch erst dann richtig erfaßt, wenn man ihn durch die Relativität menschlich- typischer Aufsassungsweisen hindurch sucht. Läßlü hat sich vom richtigen künstlerischen Instinkt leiten lassen, wenn er den alten Satz „Gin Ton oder eine Tonart gleich einer Farbe" aufgab und vielmehr einer Farbe viele Töne gegenüberstellte. Durchschnittlich ist beim Hörenden, wie sich wissenschaftlich nachweisen läßt, jene alte Parallelisierung der bei weitem seltenere Fall. Mnd wo er auftritt, ändern sich schon in unmittelbaren Eindruck (ohne Reflexion und Konstruktion) die sonst stabilen subjektiven Farben und Töne, je nachdem, in welchem harmonischen, melodischen, rhythmischen, dynamischen Zusammenhang sie stehen. Ob es dabei noch absolute und beständige Farbqualitäten aller einzelner Töne gibt, ist für dis Kunstpraxis zunächst belanglos. Wissenschaftlich ist es wahrscheinkich daß sie irgendwo tief im Bewußtsein stehen. Schwieriger dagegen gestaltet sich die Frage, welche Tonverbindungen mit welchen Farben und mit welchen Formen zu verbinden sind. Auch hier kann die Forschung empirische Zusammenhänge feststellen, die heute schon hypothetisch im Abriß einer besonderen Lehre erfaßbar erscheinen. Aber die Eroberung von Neuland darf auch da mcht über Nacht erwartet werden. Die Geschichte der Musik zeigt uns ein beständiges Ineinanderarbeiten von praktischem Kunstschaften und theoretischer Forschung. Es wäre müßig, sich über die primäre Bedeutung eines dieser Elemente zu streiten. Künstlerischer Instinkt und Wissenschaft werden zusammen arbeiten müssen, um mit ihren spezifischen Mitteln an der Verschmelzung zu einem neuen Kulturgut zu arbeiten. . Mnter den grundsätzlichen Bedenken, welche gegen die Farb- lichtmusik vorzubringen sind, scheint nur ein einziger näheres Eingehen zu verdienen, obwohl auch er schon durch die Dühnen- kunst erledigt ist. Geraten nicht bei gleichzeitiger Darbietung! musikalischer und farblichtmäßiger Eindrücke zwei Hauptgebiete des Bewußtseins derart in Konkurrenz, dah weder auf der einen noch auf der andern Seite ein Kunsterlebnis zustande kommt. Hier sei in Kürze auf folgendes verwiesen: Man befrage die ehrlichen Vertreter einer „absoluten" Musik eingehend nach ihren Erlebnissen im Konzertsaal, und man wird erstaunt sein, wie der Prozentsatz der wirllich „Absoluten" zusammenschrumpft, entweder wirken schon Mmgebung, Orchester, Dirigent, Beleuchtung im Verein mit den Tönen als eine unbeabsichtigte und sehr wenig adäquate „Farblichtmusik". Oder der Hörende wird selbst bei geschlossenen Augen und völliger Vertiefung außer von der Musik noch gar zu häufig von Erinnerungen, Phantasiebildern, Wünschen, Entschlüssen und dergleichen erfüllt, was alles der bargebotenen Kunst in keiner Weise entspricht. Könnte nicht der ernsthaste Versuch durchgeführt werden, die sich hier offenbarenden sekundären Funktionen des Bewußtseins auf angemessenere Inhalte abzuleiten, die dann, geeignet sind, nicht mehr störend, sondern unterstützend zu wirken? Dabei ist es wichtig, eines der beiden Momente, Musik ober Farbe, als das dominierende zu betonen und dem anderen auch in der äußeren Form eine deutlich sekundäre Rolle zuzuweisen. — Außerdem ist darauf hinzuweisen, daß gerade in der Kunst erste Eindrücke nur selten maßgebend sind. Jeder Musikstil, der uns heute wertvoll ist, verlangte einmal Gewöhnung, Einpassung und Erziehung des ausnehmenden Subjektes. Gr konnte daher erst langsam die natürlichen Hemmungen überwinden, die sich aus Gewohnheit und Meberlieferung ergaben. — Schließlich soll keine Kunst nivellieren. Es mag zu allen Zeiten „absolute" Musiker geben und es wird sie geben. Auch die Anlage hierfür steckt latent in jedem Menschen und aktualisiert sich nur in besonderen Fällen deutlich. Sie werden für sich und in ihrer Art genau so ihr Daseinsrecht behalten, wie wahrhaft Begeisterte des klassischen, romantischen, des impressionistischen oder etwa des „atonalen" Sttles, welche in diesen ein Kunstideal erblicken. Der Ethiker und Wertphilosoph wird angesichts der Farblichtmusik noch Über empirische Ginzelfragen hinaus zu entscheiden suchen, ob diese neue Kunstgattung in sich Voraussetzurmen für eine innere Vervollkommnung und Verbesserung des Menschen bietet. Apriorisch wird sich auch hier nichts mit absoluter Gewißheit Voraussagen lassen. Doch gibt es Momente, die für das Prinzip sprechen. Auge und Ohr sind die beiden Hauptpforten des menschlichen Geistes. Sie sind es vor allem in der Kunst. Sehen Und Hören sind die beiden Hauptfunktionen, die dem Geist Kulturgüter der Menschheit übermitteln. Gelingt es, sie zu einer wirklichen inneren Verschmelzung zu bringen, so kann dadurch eine Stabilisierung und Vervollkommnung das ganzen Menschen auf dem Wege über das Krmstwerk erhofft werden. Das sind kurz die Präliminarien, welche heute für die Farblichtmusik bestehen. Das Technische ist eine davon zu trennende! Sonderfrage. Man mag im einzelnen über die ProiMwn der farblichen Formen, über ihren Charakter ihre Stabilctat und Veränderlichkeit verschieden denken. Mngezählte Moglichkritsn der Ausgestaltung hat Laßlä selbst im Auge Das Prrnzch aE solchL verdient es, daß sich die gebildete Welt mit ,hm befaßt und an seiner Verfolgung mitarbeitet. — 875 - Pansch. Gin« Geschichte aus der Diedermeterzeit. Bon Carl Worms. (Fortsetzung.) Der da unten aber stand noch vor dem Spiegel und hielt «inen Zettel in der Hand, der ihm die Gemütlichkeit im grauen Flausrock zu rauben drohte. Sn den zwei kleinen Stuben ftlr ihn war alles so behaglich eingerichtet. Obst- Bucher, ern Licht schirm waren da, sogar ein Barometer Stuhle und Tische mtt Blumen bedeckt: auch, an einem Dutzend Stammbuchs fehlte es nicht, die Sean Paul wie alte Bekannte begruht hatte. Und nun der Brief, so heiß und schwül fast tme die blumeiigeschwan- gerte Luft um ihn. Und doch tat ihm das mnge Wesen leid. Er war als Kind seiner Zeit zu sehr Gefühlsmensch als daß er gleichgültig vorbeigegangen wäre. Daher las er weiter. „Du bist da, mein Bater, ich fürchte nichts. Dmn bin ich Niemand soll über mich Gewalt haben. So wird es im Ltnv versum doch noch einen Ort geben, wo ich s«n kann, wie ich sein will. Soll ch aber nicht Dein sein, Du Einziger, so wirst Du meine Seele, an der wenig zu lieben ist, gewiß noch lieben in einer anderen Welt. Ach wirst Du mich auch' ^kennenunter den unzähligen Seelen, die Dich umfassen und lieben werdend Langsam trat er an die Wachskerze und verbrannte das Blatt. Es fiel ihm ein, daß er nie ettoaS hrannt hatte. Sinnend stieß er einen Fensterflügel auf. Wie friedlich der Hof dalag, rechts vom alten Schloß, links ^?'u^uvalier- hause begrenzt. Eine Fontäne plätscherte, vom Ententeich her riefen die Frösche, das Mondlicht spielte mit ten Lindenschatten an weißer Mauer. Und er dachte, wie nur ein Herz unter diesmn Dache seinem falschen Schlage lauschen mochte, und heiß stieg es hinauf zu seinem Herzen. Er warf sich aufs Sofa Ponto sprang zu ihm hinauf und schmiegte den struppigen Kopf an seines Herrn Wange: „Wir haben eine Mission hier, alter Ponto°, nunmelt« Sean Paul. „Der Sagend müssen wir di« Tugend erklären. Haben wir's oft in Romanen getan, warum nicht auch in Löbichau? Der Daß ist eingeschmuggelt, das haben wir sehr Alt gemacht. Aber das ist nicht hübsch von uns, daß tmr uns selbst »wischen Baß und Sopran schieben. Haben demnach die aparte Aufgabe, uns allernächst vor Gott und Menschen imangEhm zu machen. Sintemal wir aber Veteranen der Liebe siud. so haben wir uns nach Bundesgenossen umzusehen. Was meinst du zur Wilhelmine? Dein, Ponto, du kennst dre Fraum nicht. Diamanten verschenken sie mit ihren Blichn, aber willst du greifen - Finger weg! Es gibt glühende Kohlern Die PrinM wM den Baron, den Tenor, wir aber denDaß, der ind^Ehe vorzuziehen ist. - Was ist denn d^? Himmel, der Tenor! Die ich rief, di« Geister... Hörst du, Ponto? Bom Hofe herauf drang jetzt das Klimpern einer Gitarre, vorsichtig traten di« Veteranen der Liebe ans Fenster. An der Fontäne, von mildem Südwind geschaukelt, schwankte ein Schatten, wie ihn so lang in Löbichau nur einer werfen konnte. Und letzt der Tenor! „Laurentia, schönste Qaurentia m«n, wann werden wir wieder beisammen sein?" klang es sehnsüchtig durch di« Nacht. „A — am Montag", antwortete grölend ein schauerliches Crescendo, das dem sanften Fragesteller durch Mark un6 Dem m>h7n mußte, da der Altenburger Kalender heute erst Dienstag ansagte. Lieber Sean Pauls Kopf kicherte es leise, und vor- sichttg wurde ein Fenster geschlossen. Auch der entmutigte Finger fragte nicht mehr. Sn weitem Dogen flog einer der vielen Kränze »um Hof herab und liebeiiswürdig rief Sean Paul hinunter. „Dem Verdienste sein« Kronen. Schönen Dank auch für die Lleberraschung." Setzt wurde es am Hostor laut. Ein Schlüsselbund klirrt«, ein verspäteter Beiter warf dem Stallmeister die Zügel zu. Sm Kavalierhause wurde eS hell, fröhliche Stimmen begrüßten den Ankömmling. Setzt ein Huschen und Schleichen dem Schlosse entlang im Schatten des Weinlaubspaliers, unter Jean Pauls Fenster hält der Zug. Auch über ihm öffnet sich das Fenster wieder. WaS wird das? Setzt schwebt ein dunkler Gegenstand an einem Faden zum erstaunten Dichter hinauf. Sa so, er schmunzelt behaglich An den Höfen von Hildburghausen, Meiningen und Koburg hat er sich oft solch kleine Lieberraschungen gefallen lassen Ei, wie artig! Ein zierliches Körbchen, sinnig mit Blumen und Beeren bedeckt, pendelt vor ihm in der Luft. Huld« vrül greift er hinein. Hm, eine etwas sonderbare Lleberraschung. Er faßt etwas Weiches, bei Mondschein besehen, ist es ein appetitliches Schinkenbrötchen. Setzt kichert es über und unter ihm. das Körbchen schwebt mit einem Ruck an seiner Rase vorüber, oben und unten verschwinden die jugendlichen Silhouetten. Rur einer bleibt. Das Brötchen noch in der Hand, hört Sean Paul ein Knacken und Krachen Im Spalier. Ein kräftiger Lockenkopf unter einem riesigen Kalabreser taucht am Fensterbrett auf, eine noch kräftigere sympathische Stimm« fragt spottend: «Darf man eintreten? — „Sa so," fährt sie entschuldigend fort, als der Dichter betreten verstummt und Ponto die Zähne weist, „Shr Hundevieh ist ungehalten, bin ihm noch nicht vorgestellt. Gestatten, vierbeinige Gnaden, Reichsgras Modem für den Gothaer Almanach, für Löbichau nur Vetter Peter, Heidelberger Student. Erlauben Sie, Herr Legattonsrat, daß ich mein Beinwerk in die gute Stube trage. Hoppla!" Geschmeidig schwingt er sich hinein und verbeugt sich mit Anstand. „Falls der Herr noch neugierig fein follte: eSeteiblic^ev Qleffe bet H-rzvgin. -2U3 das Herzogtum in Kurland siel, fiel ich mit. aber sanft wie vom Kinderstühlchen. Der Onkel Peter hat sich mehr zerschlagen. „Kommen Sie immer so herein, Herr Graf?" „Auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege, meinen Sie? Zu einem Maskulinum zum erstenmal, Hand aufs Herz. Hier meine Pfote, alter Spartaner. Das mit dem langen Baron muß unbezahlbar gewesen fein, haha. Aber die Fourag«, Herr X-e» gationsrat, die war für unsere Weibsbilder. Monsieur August schließt nämlich schon um neun Llhr seine Küche ab, manch junges Blut wird aber auch noch neun hungrig. Dann heften wir mit unseren Sagdvorräten aus. Also bitte, nächstens zollfrei passieren lassen. Haha, keine Entschuldigung. Das Brötchen verlose ich morgen zum Besten eines Jubelgreises, von dreißig Jahren, der heute die Ehre hatte, von mir verdroschen zu werden. War nämlich in Ronneburg eines Löbichauer Prozesses wegen. Will mir der Kerl beweisen, daß in seiner Feder mehr Verstand stecke, als in meinem Hirn und weist mir ine Tur. &o prügelte ich ihn vormittags und küßte am Nachmittag feine Schwester. Die Sache ist also abgetan, ganz in der^Familie. Aber heiß ist's bei Ihnen! Sch bin so frei.* Hut und Lkagdjoppe warf er aufs Sofa, trat in Hemdsärmeln ans Fenster und hinaus. „Din ich der letzte, der sich Ihnen vorstellt? Vernmtlich nicht. Daronin Steinberg migräniert seit einer Woche, t>aljer durfte Ottochen, ihr ange, heute auch fensterln, sonst —. ^olstert von mütterlicher Zärtlichkeit, und Frau Mama hinterdrein, seine Reinheit zu überwachen. Zum Teufel, reine Studenten mit Engelsflügeln sind langweilig wie Milch-- suppe, worauf die Haut schwimmt. Zum Henker mit der Reinheit! Das Ewig-Männliche muh schmutzig werden, um sich waschen zu können. Und da macht Cousine Wilhelmine noch süß« Augen, anstatt dem Jungen auf die Hühneraugen zu treten, will ihm gar die kleine Rita verkuppeln." Jean Paul horchte hoch auf. „Und Sie wollen nicht, Herr Graf?" „Dein, das weih Gott. Ich habe nämlich sehr viel Talent zum Pflegevater für junge Damen. Uchsasa, wie wollte ich die Pusselchen herandrillen! Wit der Rothaarigen fange ich an. Für den Durlak ist sie zu schade." „Burlak? Wohl wieder ein iniportiertes Wort?" „Jawohl, aber nicht so weich wie Sanimet." „Lieber Graf!" Mit verliebten Augen sah Jean Paul auf den lustigen Kumpan. „Sie sind mein Mann, schlagen Sie ein. Im Vertrauen, die Rothaarige ist für einen andern, den ich durch einen reitenden Beten holen lasse." Und nun erzählte er die Geschichte van den Briefen und seinem Plan. Aufmerksam hörte der Graf ihn an: „Sakra, das nehmen Sie wohl aus Ihren Romanen? Aber ich bin dabei, wenn ich Eousinchen Wilhelmine etwas auf di« Schleppe treten kann. Gefalle ich Ihnen so?" „Das will ich meinen. Sie sind ja rechtschaffen wie das Kammerkollegium und Konsistorium zusammen. Wenn Sie den Himmel gekauft hätten, ich glaube. Sie schenkten ihn ihren Freun- den und wohnten selbst nur als Mietsmann darin." Vetter Peter grinste geschmeichelt: „Ob St. Peter mit dem Damensvetter so zufrieden wäre wie Sie? Ihr Plan aber ist einfach gottvoll, der mutz überschlafen werden. Jetzt gefällt mir's in Löbichau. Auch Ihnen, was?" „Ausnehmend. Dur, wissen Sie, der Pansch könnte..." „Ihnen gestohlen werden. Ich hörte davon, haha. Dun, bereiten wir einen Pansch wonach man sich die Finger lecken soll. Wann befehlen Sie die Hochzeit? Ich komme mit einem Dudel- sack. Don morgen an sollen sich alle frommen Seelen in acht nehmen vor uns. Es lebe..." Hier brach er ab. Er hatte die Türklinke aufgedrückt und seinem neuen Kameraden die Hand geschüttelt. Jetzt besann er sich, zog die Stulpstiefel aus und schlich auf Strümpfen den Korridor hinunter. „Semmel-Mathe schläft", rief er zurück, so leise es ihm eben seine Stimmbänder gestatteten. IV. „Bruder meines Herzens, kaum ist mein erster Brief bet Ihnen, so zimmere ich schon an einem zweiten. Ich schreibe wieder: kommen Sie. Sie hausieren nach einer Frau, hier gibt's einen Ameisenhaufen von Frauenzimmerfeelen. Werden Sie so glücklich, als Sie glücklich machen. Aber kommen Sie als Troubadour, Sänger und Kämpe zugleich. Ich blase schon aus vollen Backen den ©tau6 von Ihrem Lebenswege. Ja, ich wünschte mir jetzt die Brille der Frau Vesperpredigerin vom Schwarzenbach, um die kleinen Kabalen zu durchschauen, die niedliche Frauenfinger knüpfen. Graf Peter meint. Sie könnten unterwegs die Liebhaberrolle in Müllners „Blitz" lernen. Schauspielern mutz man hier. Leben Sie recht wohl und recht unter einem freien Himmel. Der tolle fröhliche I. P." Und er kam und Jean Paul rieb sich neidlos die Hände, als er sich über dem schönen "Singer vergessen sah. Die Damen schwärmten wieder und man sah wohl die eine oder andere frühmorgens unter einer Trauerweide dick unterstrichene Stellen aus Tiedges „Urania" lesen. Sie erzählten Rita von den großen dunklen Augen mit langen Wimpern, der fein gebogenen Dase, sie priesen fein lichtbraunes Haar, die schlanke Gestalt, die weih« Hautfarbe. Dora behauptete, sein Vollbart erinnere an einen Tizian im Zimmer der Mama. Als ob Rita das nicht schon wußte. Aber sie achtete nicht darauf, sie ging umher vergnügt wie ein Kind, das in den Wald gelaufen ist, den Frühling zu suchen. Hat es auch die Richtung verfehlt, es ahnt doch schon die Dachtigallen und Schneeglöckchen. Dur wenn Jean Pauls Blick sie suchte, wich sie aus. Sie vermied es, ihn allein zu treffen und war dem jungen Doktor im stillen dankbar, wenn er wie zufällig zu ihnen trat. Auch über den andern Löbichauern lagerte es wie Frühlingsstimmung, die nicht weiß, ob es morgen Sonnenschein oder Landregen geben wird, und doch den Humor darüber nicht verliert. Man fing an, sich unauffällig in Parteien zu sondern. Man- heineke gab vor, an der Offenbarung Johannis', Feuerbach an einer neuen Ausgabe des „Ulpian" zu arbeiten, und beide hatten doch nur den einen Gedanken: wo finden wir das Gegengewicht? Die Chassepot hatte sich erbitten lassen und war geblieben trotz schweren Standes, weil die Jugend von Löbichau immer neue Zickzacklinien durch ihre steifen Anstandskonstruktionen zog. Unbefangen erschienen nur Dora und Detter Peter, die sich fünfmal täglich ineinander verliebten und ebenso oft als Todfeind» auseinandergingen. Und doch hatte er Jean Paul zugeschworen, ohne die lleine Kröte gehe es nicht, sie müsse den Pansch kneten helfen. Wilhelmine — verteilte Rollen, die für Müllners Dlitz und Körners Dachtwachter offen und fröhlich, andere heimlich, wenn ihr listiger Blick Jean Paul zu fragen schien: was hast du dir gedacht, als du den Datz nach Löbichau riefst? Der hatte sich ihr nämlich gleich am ersten Abend mit seinem Wartburgliede ins Herz gesungen. Sie empfand den Zauber dieser ernsten Männlichkeit voll wid ganz. Sie ritt mit ihm aus, sie schälte ihm die Orange beim Dessert, sie hatte bravo gerufen, als er de« noch etwas mißtrauischen Herzogin auseinandergefetzt, wie das Streben der akademischen Äugend, fern von Polittk, durchaus edel und lauter gewesen, wie nur servile Kriecherei den jugendlichen Schwank auf der Wartburg zum Staatsverbrechen stempeln konnte. Ja, was hatte Jean Paul vor? Warum hatte er die Roll« des Dachtwächters Feuerbach zugeschoben, ahnte er Wilhelininens Plan? Sie hatte ihn doch so fein eingefädelt, hatte zuerst selbst spielen wollen und sich die Roll« in Müllners Dlitz von Rita überhören lassen, um erst zuletzt ihr dieselbe wie eine höhere Gnade abzutreten. Wozu aber sich den Kopf zerbrechen! Mag Jean Paul den Proben beiwohnen, die Regie wird sie nicht abtreten. Zwar ist Daron Otto seit der mißglückten Serenade phlegmatischer denn je, aber das Sviel soll ihn schon aufrütteln. Dach drei Tagen beginnen die Proben im kleinen Rokokotheater. Wilhelmine freut sich ordentlich darauf. An dieser Frau ist alles wie prickelnder Champagner, ihre Gedanken kommen wie Schaum- perlen an die Oberfläche; man verzeiht ihr gern, daß es nicht echte Perlen sind. (Fortsetzung folgt.) Schriftieitung: Dr. Friede. Wiih. Lange. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei, A. Lange, Giebel