erst Pom Dasein aus Liebe« Von Reinhold Braun. Das sah ich heut auf abendlichen Höh'n _ in meinem Herzen brannte alle Glut — es in doch alles nur aus Liebe schön; es ist doch alles nur aus Liebe gut! Will Vesper. Siebener zanMeMSiier »nterbattungrbeilage Zum Gießener Anzeiger Die kluge Tochter. Don Fritz Skowronnek. „Olga." sprach die Mutter vorwurfsvoll, „du wirst dir BtSta meinst." erwiderte di- schlanke Blondine etw^'s schnippisch. .Ick soll den lahmen Schneid« nehmM. \aa nieine ich. Der Janet ist ein ordentlicher, sleißigei Mensch hat sein eigenes Haus und Geld auf Ams, Daß er ew buchen lahmt, &üt kann er nicht. Er ist trotzdem em sehr stattlicher Mann." ~ « OMi tD einen krieg ich noch alle Lage. , "Du bist ja ganz verdreht," erwiderte di- Mutter ärgerlich. Aber ich weist, w« dir im Kopf steckt. Der Manz, der Soyka. Putzt sich aus wie ein ^ager und gcht.wckdoieben. Der nimmt über kurz oder lang em schlechtes Ende. Die Tochter lachte hell auf. „Mutier. Wie kommst ^raf den? Er krüngelt sich ja um mich rum. aber meinst du wirklich^ dast ich so dumm bin? Ich weiß doch, weshalb bu mir immer zu dem Janek zuredest. Damit du mir nicht das Haus zu ver schreiben brauchst. Du willst selbst noch mal heiraten, '^Zrau Kmnossa sah ihre Tochter ganz, verdutzt an „Das weißt du? Da ja . es ist Zelt, dast etn Mann ms Haus Da/unbändige Lachen der Tochter verschlug ihr ^Sprach^ Sie stand auf und ging in die Küche. Es muhten sehr lustige Gedanken sein, die Olga beschäftigten, denn sie lachte noch mehr- ’^eUe1Ein junger Mann trat ein in schmucker Jagertracht, das Schnurrbärtchen zierlich auigewir» t‘elL Guten ^Tag^^lieäs Fräulein Komvssa. ich wvltte mir er» laub'-n. Ihre Mutter in der bewußten Angelegenheit 3» de- ?U^3n welcher Angelegenheit?" fragte Olga in gut gespielt« ^...»underung^ Fräulein," erwiderte er vorwurfsvoll, „Sie inübten Lch wMem ° Ich habe Ihnen doch schon davon gesprochen. Wenn Ihre Mutter Ihnen Haus und Land ver **äV5"S ta. ben Arr Soyka. Die Mutter verschreibt mir nichts, fte will ia fl« k-m. S6„« M «I* *» “■»Kl'rt «W. 4--S «.» -°»d °-h»« SV-X» «°ch mal "1 »»»M“ t”"'e abend an Ihrem Kammerfenster Bescheid %oten? Lachend schüttelte Olga den Kopf. „Das mochte ich Mir sehr verbeten haben. Sie sind auf falscher Fährte. Hem Soyka. »www * «*>*• ll<6 (fcÄES l«m -m. A-chb--i». «m $V‘,U„S"*®S ZÄ'"«L-i- «. s~«. KM* i$)r "Ja-ch am Wischkoll, schlackert ihn ab. wie Hund und schmeißt ihn zur Tür raus. Der Janek ist wohl ’nlt Als ^Frau ^Komvssa9etwas verlegen die Achseln zuckle, f^r L^MemAr AneNt lahm unkde^L ekn hübscher. ^°"Mck chn-m 'Stachel im Herzen blieb Frau, Komoss- Konnte das Gespräch heute Vorrmtiag nicht ^lost .in S?S‘ fi“a?y3 Macht ihren gesunden Schlaf der Bodenkammer SSE» Ly-ä«» ”ieI>rÄ' die königliche Gesinnung und Würde der ttebsnbe, Seele machen uns unantastbar und lassen uns schließlich üver Hemmnisse aller Act. die Menschen und Dinge uns bereiten, Wir sprechen aus dem Reichtum dieses Daseins mit Laotse: „Ich habe drei Schätze, die ich schätze und hüte: Der eine ist die Q'ebe. der zweite ist die Genügsamkeit, der dritte ist die Demut. . . Die Liebe macht, dast man mutig sein tarnt, ©ie Genügsamkeit macht, daß man weitherzig fern kann, Die Demut macht, daß man fähig wird zu herrschen, beimliche Krone strahlt über diesem Herrscher des Daseins aus Li-he ES ist kein Herrschen im land läufigen Sinne. SÄ iü die St-ablenmacht der BrrMrungskrast unserer innersten Wirklichkeit Dieses Herrschen ist jenes Schenken dadurch, daß mir s in d. Unsere Wirklichkeit ist ein heimlicher Magnet, der die ^Die^nschen dieses Daseins aus Liebe sind ^ne heimlich- Gemeinschack der „Reinhändigen und R-mh-rztger - D es- ®e- meinschalt ist im Grunde die wunderbar segnende LeoensmiUe eines Volkes. 3e größer und fester, je edler orrser Kern wird, desto größer steht das Volk im Ding- der Volker da. Dur aus dem Sein kommt alles Große, niemals aus dem ^^Das^Größte aber kommt im Leben des Einzelnen und aller aus dem Dasein aus Liebe! . . Lasset uns ehrlich kämpfen um dieses Dasein! , Es fuhrt ins Glück und die unerschöpfliche We-Hnachcklchkert -er Seele! Es strömt den. größten Segen für dich und alle, He dir begegnens Mahnung. Von Joseph Freiherr von Eichendorfs. Genug gemeistert nun die Weltgeschichte! Die Sterne, die durch alle Zeiten tagen Ihr wolltet sie mit frecher Hand zerschl^en cklnd jeder leuchten mit dem eignen Lichte. Doch unaufhaltsam rücken die Gewichte Bon selbst die Glocken von den Türmen schlagen. Der alte Zeiger, ohne euch zu fragen Weist flammend auf die Stunde der Gerichte. O stille Schauer, wunderbares Schweigen, Wenn heimlich flüsternd sich dre Walder nagen, Die Täler alle geisterbleich verfancen, Lind in Gewittern von den Bergesspitzen _ Der Herr der Weltgeschichte schreibt mit Blitzen Denn seine sind nicht euere Gedanken. Wer in das Dasein aus Liebe eingetreten ist, befitzt ^^Das Zie^afic? echten Weisheit, alles heißen JnneMrebE in h>efea Dasein Schon an den Grenzen di,e? Daieins fu-.Ü d>- ebrliche Seele ivelch7 Wunder und Köstlich eiten sie erwarten und daß jeder Schritt weiter hinein mit unendli^m Reichtame segnet und uns hi ,anführt zu den Gipfeln, da Schonheck trabet und Friede und Freude, da der Mensch in sein mneres tunt wie von g heimniSvollen Mächten g.-yooen w rd. Das Dasein aus Siebe9ift kein Zustand, sondern ein kundiger Ryhthmus cua Kräften, die von andersher in uns einihefjen, es i,t ein heiliges Werk. daS sich mefit aus Kleinem und Kleinstem auf - baut oft aus Taten, die unnütz erscheinen und uns 4- her Ällzuviclen und Liebelosen lächerlich machen, ja sche.nbar er- - 22' — I ’S5 beg-mftism haS-HyW,« auf fielt*» I 6;®^e Massen von Menscheirkräften zu vereinen, I un& ge^ltigen Geschäftsverkehr überhaupt zu ermöglichen, | imponiert Neuyork durch dies eigenartige Höhen» I wachsmm und verdient die Jubelhymnen neuester Besucher über l'H £ I setzen fast ständig das liebe Sonnenlicht. , de» Hochbauten zunr Opfer gefallenen alten 3-, 4» und ^stocrigen kahlen, unschönem schmutzigen Häuser mit ihren eisernen I ^ueri.etiern und llemen Balkons, die mit allen! niöglichen Ge- I ruinpel, Betten und Wäsche, bedeckt und behängt sind, wird man gerne entbehren, sie machen der Weltstadt keine Ehre. i , ™ das jetzt auch die vornehinen, oft architektonisch wert- volleii Brownstone Houses bis über die 70. und 80. Straße hinaus zertrümmert werden, daß die schonen, reizvollen Billei, I Abenue Opfer dieser Entwicklung werden, tut einem ordent- I Jr,,D initteln mit den grade jetzt bevorzugt«! Kraftomnibussen den eigentlichen Fern- und Schnellverkehr von und nach der Altstadt. Am meisten fallen aber die geradezu unzähligen Last- und Per- sonMkraftwag«! auf, die alle Hauptstraßen in ewiger Bewegung und die Rebenstraß«! in endlosen Reihen wartend anfüllen. Heber 2 Millionen guter Droscht«! und hocheleganter Privatwagen beleg«: d«i Straßenverkehr. Sie verlangen gute Verkehrswegs und man muß der Stadtverwaltung rühmend nach- sagen, daß sie ein mustergültiges Shsfem von vorzüglich«! Asphaltstraßen geschaffen hat, die, weil keine Pferdehufe und feine eisernen Wagenräder sehr mehr bearbeit«!, durch das abtropfenda Schmieröl der Kraftwagen immer noch besser' werden. Selbst der Zentral-Park, inmitten der Stadt gefegen, ist allenthalben mit vorzüglich«! breiten AsphMstratzen durchzogen und die Fußwege sind mit dem gleichen staübfpffen WatMÄ Merfi, Mutter. Sie war inzwischen tut Dvrfkrug gewesen, um Salz zu holen, und hatte dort etwas gesehen und gehört, was chr vwi Vergnügen bereitete. Gehorsam nahm sie ihr Pack Betten und stieg zum Boden hinauf. > Janek war nach dem Auftritt mit dem Jäger nach Hause gegangen und hatte im ersten Qlerger alles seiner Mutier erzählt. Ihr war es nicht recht, dah ihr Sohn sein Herz an arme Mädel gehängt hatte. Er konnte trotz seines körper- tichen Gebrechens, das überdies kaum zu merken war, um eine Wohlhabende Dauerntvchter freien. Mit der Rosinska, der „weisen Frau' des Dorfes, die schon oft die Freiwerberin gespielt hatte, war schon alles bekunkelt. Die Lisa Ribak hatte ein Auge auf Janek geworfen. Das wär eine gute Partie! Ihre Eltern wollten ihren großen Bauernhof verkaufen und nach der Stadt ziehen. Dann bekam Lisa als Mitgift ein großes Stück Geld. . . . . Das alles hielt sie ihm und nicht zum ersten Mal so ein? dringlich vor, daß Janek wütend wurde, seine Arbeit hinwarf und wieder in den Dorfkrug ging, wo er sich gegen Gewohnheit einen kleinen Zacken antrank und die Bauernsöhne, die rhm Gesellschaft leisteten, traktierte. Sie hielten rhm seine Hnent- schlossenheit vor. Weshalb er denn nicht an Olgas Kammerfenster ging, toenn er sie dem Jäger nicht gönnte? Man müsse sich um ein Mädel, das man gewinnen wollte, bemühen. Frau Komossa hatte sich inzwischen in Olgas Kammer und Bett einquartiert. Sie war schon im Halbschlaf, als es leise ans Fenster pochte. Sofort sprang sie auf, ergriff die Kanne mit Wasser, die sie für alle Fälle bereit gestellt hatte, streß das Fenster auf und goß dem nächtlichen Besucher, den sie in der Dunkelheit nicht erkannte, den ganzen Schwall ins Gesicht. Laut fluchend stolperte Janek durch den Garten weg. Jetzt erkannte ihn Frau Komossa an der Stimme. O, da hatte sie ja was Schönes angerichtet! Oben lachte Olga, die an der offenen Bodenluke gelauscht hatte, spitzbübisch. Sie erwartete, daß Janek „fensterln" kommen würde. Am anderen Morgen sagte Olga heuchlerisch: „Ja Mutter, wenn du den Freier, zu dem du mir selbst zugeredet hast, so empfängst ..." Eine Stunde später zog sich Frau Komossa an und ging SU Janek, sich entschuldigen. Sie sei es gewesen, nicht Olga , . Hnd sie habe geglaubt, es sei der Jäger. Janek fertigte sie, mrz ab. Gr habe es nicht nötig, sich so behandeln zu kaffen. Noch am selben Tage trug Frau Rosanski die Birautgeschenke zu Lisa Ribak. - | Am nächsten Sonntagvormittag erschien bei Frau Komossa ! per sehnlichst erwartete Freier, der Holzmeister Rosocha, ein stattlicher Mann, von etwa vierzig Jahren. Glückselig verschämt trug sie ein reichliches Frühstück auf, goß zwei Gläschen Likör ein und stieß mit ihm an. Der Zweck des Bbsuchrs war doch nicht zweifelhaft. Der Freier ah langsam aber gründlich. Schließlich konnte Frau Komtessa ihre Hngeduld nicht länger bemeistern „Ra, mein lieber Herr Rosocha, haben Sie sich! düe Sache! Überlegt?" Der Holzmeister legte bedächtig Messer und Gabel weg. „Ja, meine liebe Frau Komossa, Sie haben mir so gut zugeredet, ich» J wll mich als Witwer noch mal verändern, daß ich mich denn doch j dazu «itschlossen habe. Ich bin zwar einige Jahre älter als ! Ihre Tochter . . .“ „Olga?" stammelte die Frau fassungslos. , Ihre Olga, wen denn? Ich habe schon mit ihr gei= z sprechen . . . sie will mich nehmen." Zur einen Tür ging die Mutter still hinaus, zur andern! I flog die Lvchter herein und warf sich dem Mann, den sie schon ! lange lieb hatte, an die Brust. | Neuyork. Bon Geheimrat Professor Dr. Paasch e. „Ganz erfüllt von der Grohartigkeit des Verkehrs, ver- i wirrt von dem Straßenlärm, dem Drängen und Hasten in der I Ath, so schilderte ich in mernen 1893 erschienenen Kultur- und | Reffeskizzen aus Rord- und Mittelamerika meine ersten Eindrücke. | »le stabt als solche imponierte mir nicht sonderlich. Der | Mi« aus meinen! Zimmer des alten Plaza Hotel auf den Herr- I Uchen Zentral-Park mit seinen Seen, auf das wunderbare Durch- ] euEber der Pferdebahnen, Equipagen und Fußgänger ent- | schädigte mich für den Staub und Schmutz, die erstickende Lust I unb den Lärm in dem M«ffchengewvge der Altstadt und des ! Hafenviertels. — Wie hat sich das Stadtbild, das Leben und I -treiben in der größt«! und eigMartigsten Stadt der Welt seitdem I «uwickell! Damals zeigte man mir in Chikago mit Stolz das ! Temple Duffbing mit seinen 22 Stockwerken als das „höchste | gauö ber Welp'. Am Battay Place und am Broadway stiegen j «Lauser nicht mehr als 12—13 Stockwerke empor und die j wPt der damals noch viel angefeindeten Wolienkratzer war I beschrankt, ;hre Vorzüge wurden noch wenig anerfarmt. Als | iH .uach 10 Jahren wiederkam, war R«ryork gewaltig in die I Mye gewachsen und abermals nach 10 Jahren waren die I Mi^su Höhen mit 84 Stockwerk«, in dem herrlick^n Woolworth I erreicht. Die Vorzüge der großen, himmelhoh«, Ge°- j schaftshauser mit ihren Tausenden von Offices haben sich immer I — 83 — Die Besucher des Parkes scheinen mir auch andere geworden zu sein als früher. Hier wie in der Stadt hat die Zahl der mehr vdel- weniger dunkelgesärbten Reger unglaublich zugenommen. Während noch vor 30 Jahren diese dunklen Kinder des Südens recht wenig vertreten und ungern geduldet waren, habe ich jetzt gesehen, dah zeitweise mehr als ein Mertel der ober- und unterirdischen Bahnen Richtweihe waren. In manchen Straßen. namentlich von der 125. Straße an, überwiegen s^ar die Reger und besitzen ganze Strahenviertel. Sie unterscheiden sich in ihrer Kleidung, namentlich die Frauen und jungen RWdchen, kaum von den ihnen gleichstehenden Weihen, denn sie sind längst nicht mehr nur in untergeordneten, dienen- den Stellungen beschäftigt, sondern werden auch in höheren Stellen als brauchbare Mitarbeiter geschätzt. Solange man in den Süüstaaten die Ankömmlinge der ehe- mcurgen Sklaven nicht viel besser als ihre Großeltern behandelt und trotz ihrer versassungsmähig garantierten Rechte nicht als gleichberechtigt ansieht, wird der Zustrom in die Rordstaaten, namentlich nach Reuyvrk, wohl nicht nachlassen. Berlin galt einst als die besterleuchtete Großstadt der Welt letzt ist Reuyork in feinen Berkehrsstrahen geradezu eine Lichtstadt geworden und überstrahlt mit seinen Millionen von Glühlampen. mit seinen buntfarbigen Lichtreklamen in weiten Teilen des Broadway und der grohen Avenues alles je Dagewesene. Mlst zu viel des Guten ist in der sogenannten Theatecstadt ge- schehen, wo ,edes Theater, jeder Kinopalast, jedes Hotel, jedes Restaurant bis in die Himmelshöhen der Wolkenkratzer hinauf durch ewig wechselnde rote, grüne, blaue Lämpchen die Menscheir- massen zum Besuch oder zum Kauf einladen. Man möchte ob ®etL des Lichtes die Äugen schließen und kann sich doch nicht von dem großartigen Bilde trennen. nw?? standen aber noch, und auf ihren schwarzgeteerten Balken hockten die Kormorans und Taucher und reckten di« ^lse, gingen zu Wasser und schwammen und tauchten ab, als der Pedro vorbeidampste und die „Gloria" folgte. Me „Glor.a hatte keinen grohen Tiefgang, und wenn sie glatt u>^r die Barre kam, so dampfte sie auch ohne Schurren und Schrammen in ben Binnenhafen. Vorsichtig hielt Baukha^ Kurs E>en ^oten Doien und den schwarzen Baken vorbei ~ QHo^ir%r^".Ceu^ttunn zusammenschietzt?" überlegte Daukhage. „Die Flibustier taten das sicher." Wer Kapitän Moreira dampfte vorbei, ohne einen Schutz 8“ tun. Auch die Paternosterwerke der Daggerkompagnie, die Hauser m den Dunen und die Signalstation blieben unbefchossen Rur die Sirene des Kriegsschiffs heulte und meldete fuh im Hafen an. f „Run werden verschiedene Leute unruhig werden," sagte Dmlkhage und dachte an Backer Franke und andere Helden der Rationalgarde. And der Pferdehändler Roberto Tavares der den Kommandanten Moreira vor zwei Jahren mit dem spat- lahnien Fuchs angeschmiert hatte, würde auch wohl einen Gaul fangen und auf den weiten Kamp flitzen, wenn er erfuhr, wer in den Hafen einkomme. Die Sirene heulte weiter und ihr Schall brach sich an den Häuserfronten, die den Hafen säumten. Schwarz von Menschen *>le Aferstrahe. Militär und Zivil. Auch seine „Rosalia" entdeckte Baukhage. Da standen aber nur zwei Leute an Deck. Wilm Peters und der schwarze Adriano. And der Leichter lag gut und sicher vor Ank-r. Im Rotfall würde Wilm Peter« wohl die deutsche Flagge hissen. And Kapitän Moreira war schließlich auch ein Mann, der mit sich reden lieh. So hoffte Hein Baukhage wenigstens. Er steuerte seinen Dampfer also gemächlich in den Hafen, an dem ankernden Hamburger'Dampfer »Helene" vorüber, mit dessen Kapitän H-in Daukhage am Abend noch Skat hatte spielen wollen. Die beiden Kanonenboote deS Die Flibustier. Sine Erzählung von der Küste Brasiliens, Don Dr. Alfred Funke. (Fortsetzung.) . . „Gloria" drehte ebenfalls bei, lieh das Fallreep nieder Kommandant befahl den beiden deutschen Seeleuten an Aber Hein Baukhage machte ihm klar dah einer doch auf d>m „Dom Pedro" bleiben mühte. Da entschied Ln?t>itäTL ^brs an Bord der „Gloria" gehen uno Schiffer Dnukhcrge Oen Dvm mya ie&od) nicht versuchen, auszukneifen, sonst habe er seine letzten schwarzen Bohnen gegessen. Im a&riaen dant Moreira, der nun die goldenen Streifen eines CAüwo do mar e da sragata ) trug, sehr kameradschaftlich und rief selbst Gunter, ob Hein Baukhage eine Flasche Portwein haben wolle §S™e^ne.Ieine Marke aus Rio an Bord. Das l-eh kick ^»nh^tfLer^UC6tf ^eimal fragen. Lührs aber nah!n feine no5 wendige Habe zusammen, lieh sie durch den schwarzen Cypriano Kapitän zur See. .. Trotzdem Hat mich der Parck seiner jetzigen Gestalt entrauscht. Der 879 Acker, etwa 360 Hektar grohe Par! sollte die Lunge dieses Stadtteils sein, ein schattiger, erfrischender Gr- hvlungsplatz für Frauen und Kinder, ebenso wie für die ab- gearbeiteten Männer, Söhne und Mädchen der Geschäftswelt. Ich hoffte die schönen, schattenspendendeu Alleen, die herrlichen wipping trees mit ihren 2 bis 3 Meter langen, im Winde wehenden, hängenden Zweigen an den Wässern wiederzufinden und traute meinem Gedächtnis nicht, als ich an ihrer Stelle kümmerliche, absterbende Bäume, vertrocknete Rasenflächen und überall nackte, ausgewachsene Felspartien fand. Das freie Bolk, ob jung ob alt, tritt wohl auf den hochragenden Kuppeln allenthalben die wenige Zoll starke Humusschicht los, nachfolgende Regenschauer spülen das Erdreich ab, und Bäume und Sträucher, die in den Spalten der Felsen noch leben, sind dürftige ^-emplare, deren Lebensende nicht fern ist. Kaum einen einzigen schönen, stattlichen Baum habe ich gesehen, und der einst so schöne, schattige Wall ist vor der neuen Musikhalle m einen grohen asphaltierten Platz verwandelt, auf dem i?st nur junge, in Felsenlöcher eingepflanzte Biume gewiß keinen vchutz gegen die Sonnenstrahlen bieten, wenn die Klänge der Musik am Sonnabend- und Svnntagnachmittag viele Tausende zum Freikonzert einladen. , Am die neugepflanzten Aleen, die zum Teil nebelnden drei- len Asphaltstraßen angelegt sind, am Leben zu halten und zu gesundem Wachstum zu reizen, wurden gerade jetzt, Ende Ro° vember, reichliche Düngermengen auf die Baumscheiben gepackt, ■a Berliner Tiergarten, trotz des leichten Sandbodens noch nicht nötig war, um ein herrliches Waldidyll mit schönen hundert- jahrigen Eichen und Buchen zu schaffen und zu erhalten. Doch ich will der Stadtverwaltung keinen Borwurf machen, sie tut miendlich viel für die Reinlichkeit und Ordnung uno bemüht sich, einzelne, besonders schön gelegene Punkte, die mit Rhododendron und feinen Ziersträuchern bepflanzt sind, vor den E^wirenden Fuhtritten der freien Bürger durch Einzäunung zu *** --Moria" tragen und kletterte sehr erbost nach. A?^EH"ge sah von der Drücke des „Dom Pedro" zum oiurfi Kriegsschiffs hinüber. Da wimmelte es von Matrosen Auch LaiMoldaten waren darunter. Sie winkten und rieten ihm st-ckte gemächlich Händech .rauchte schweigend seine kurze Pfeife und sah 1 ££ h"mus, als gehe ihn der ganze Kram nichts am, lrenensignal der „Gloria" lieh ihn aufmerken. , o«hr vorauf. Hem, aus die Darrel" ries Lührs herab Ick selbst muh wahrhaftig an Bord dieses alten Leerpotts "hier fl-‘ ln""" Mriä' iick für Piraten gehört! Unsere Geschütze werden seinen sfc-Ä‘SuS ÄM =” M°7- S Ä ÄÄ3. S.I» KÄfeÄSi* I «L &Ä K'ÄSÄ ss'KÄ« ÄS Ä!?ÄÄ Ä ®uf und totoi-rt. m« ZWMWW betn Küster der Doreskrrche, der ihn rm Falle ärgster die Sakristei schlüpfen lassen sollte. Denn eine Kirche werdrir diese Seeräuber doch.vespekt'eren «n,S'«W-.° «V ..MJX <”«„S &'*Ä» Sf Ä SÄ Antonio. Aach sind ü>lr ;a Herre hechten Republikanern! »SÄ - Vaterland hwgeben! Aber inan_ mW vor > 0tva= ”»• * ÄÄ SU »X M»i Mk «»--« E. -m -«-$> hieben aus dem Tempel trieb- l Fortsetzung folgt.) '*Ä -L- «ÄÄÄ .' an der Gerberei vorbei nahm, g -S . toav das nicht. | Kopf. Ein großer Gluckstag für 6 erhoffte Schlepp- I And für Hein selbst auch nicht. ®t nmst immer noch I geld in den Schornstein^schreiben Abe.^er war « besser daran als fern.^5"^Liwoenarrlbe Und die Granaten. L°ÄAL°°?n"L s.Lb-u°-'" “““ nrelte Hein vor sich hin, »da h Anker statt Schollen S”Ä«6M s7 ä“Ä »* ™ | fangen mögen!" I(( Mitt in voller ^fotm Wae oa Matrosen wehte die weihe ParlamentaMagg • qL,ot «itzte zwischen legten sich stramm ^ ^ ^hisregatten des Marktes hin und den Zwrebelkahnenund Swhlfregan b.,u Verkaufs ständen machte an der Sterntreppe f st. c - Morgenfang längst der Fischer stchrte. Dii: hatten ^«,'deS Fischmarkts standen ausverkauf^ 1 s m°. Der General nahm- seine feierlichste Wurde an. Was verschafft mir die Ehre?" fragte er norrlegen. Der Marineleutnant machte kalthösltch seineEhrenbezeugung und überreichte ein versiegeltes Schreiben. Der General nahm es. Wollen Sie die Antwort gleich mrtnehmen? „ "Dazu habe ich keinen Auftrag, Exzellenz. Jch empfehle mrck^ General Monteiro brach das Siegel und überflog die Seifen. „Dn! — Da haben wirs, Hauptmann PrreS. Da baten toit KaviWn^Wowra teilte kurz mit, das) er die V-schiehung der Swdk gEU Swöls Uhr mittags eröffn^ werde wewr bis dahin die weihe Flagge nicht v°m Sotthau e we^ Er M. M «S * * ^^Isawohl"Esel genug mühte ich sein!" knurrte der General Hafens waren weggedampft sie lag-n hinter der »» : »«»««SÄ ’Ä Schiffe blieben fMMck^ und ihre^nmeraden warteten ab. wie »*• r« i &*h'ä 'S 3W» *äS „Ob Kapitän Moreira em b-stchen nach ihr sckiesti K Ä® ®; Ä S*W«ä5 «°»«« •««** links bequem unter HEr nehmen nun auch zum Hein Baukhage ubersegte . lediglich Lotsendienste feindlichen Geschwader gehöre ode g^ and dampfte getan habe. Er entschied sichu steuerte wieder ein noch ein Stückchen weiter dann lag er still, dn Stückchen vorwärts, drehte wieder > ^lls er so unbe-- Stück weiter. Keine Granate hemte ihm _=9- N^rberei »'» irÄ/ux S‘Ä“ ä KS«"*!.“ «W. W « komme, und Sing an Land. Lührs sah