r, f-'tn :pe im as mit iß ein- : Lahn sofern t habe, id seit- > Winke er noch ndenen > Sage räulein ife ein» o ging ihrung, en der l einem mischte, danach nd der ;8 Tag Tante ib, nur iammer rze die iel von enleben fragten grauen ie alte zu dem > lebte, l einer Monta- ?; denn e, weil oohnen, Gebein Nacht hatten -en der )ch das orgsam leu im cksals-- Menschen lag zu Lolkcn- 16 ver- dt. hen. Rumni? M Dienstag, -en 2. Juni Jahrgang 1925 du Dom Tage, Dom heute gewesenen Tage. Eduard Mörike. Kur 50 Wiederkehr seines Todestages am 4. Juni 1925. Don Altert Raetz. erIe^®ii^eitere Schönheit der Dichtungen Mörikes läht es nicht ahnen, wie reich an Bitternissen sein Leben war. Eduard Mörike wurde am 8. September 1804 tu Ludwigsburg in Württemberg als Sohn eines Arztes geboren. Aach dem frühen Tode seines Vaters verlieh er die Lateinschule ferner Vaterstadt und besuchte zuerst das Gymnasium in Stuttgart, dann die Klosterschale in älrach. 18 Jahre alt bezog er d e Universität Tübingen, um Theologie zu studieren. Aus Schule und Universität schloh er mit gleichgestimmten Altersgenossen romantische Freundschaften und träumte mit ihnen den Wunder- traam von Orplid, dem fern lerichtenden Marcheneiland. Calderon, Shakespeare, Ossian das Volkslied. Goethe, Jean PaulAo» valis, E.TH.A. Hoffmann waren die Lieblingslekture des Jung- „Weil du ein wirklicher Dichter warst, so hast .den Vorzug, dah dich der Deutsche nicht kennt grühe dein Volk aus der Grufti" Mag dies bittere Wort hemt: auch nicht mehr in seiner volleii Schärfe gutreffen: zu der Zeit, als Detlev von Liliencron es dem Andenken Eduard Mörikes widmete, war es nur zu berechtigt. Einsam und verlassen hatte Mörike seinen 70. Geburts» tag verlebt, und als er wenige Monate spater seine müden Augen geschlossen hatte, geleiteten ihn nur wenige Freunde zur ewigen Ruhe. Die Welt hatte ihn vergessen. Erst dem 20 Jahrhundert blieb es Vorbehalten, ihm rn gerechter Würdigung seiner Bedeutung den Ehrenplatz in der Geschichte der deutschen Literatur einzuräumen, den er verdient und seine Dichtung zum Gemeingut deä deutschen Dotkes zu machen. „ Die Gründe dafür, dah seine Zeit ihn nicht genügend zu würdigen wußte, sind in der Zeitgeschichte zu suchen. In den Jahrzehnten um die Mitte des 19. Jahrhunderts standen rin Vordergründe des Interesses der deutschen Aativn ®eftre» bangen nach nationaler Einheit und politischer Freiheit. Dementsprechend bevorzugte die große Menge den phrasenreichen Schwung, das rhetorische Pathos des tendenziös ausgemtehten politischen Zeitgedichtes. Literaturgeschichten wie die von Heinrich Kurz und von Julian Schmidt taten Monte geringscyatzig ab. Nur eine verhäitnismähig kleine Gemeinde hing ihm an, die sich freilich aus der geistigen Elite Deutschlands cefratierte. Es gibt eine Gemeinde," so sagte Mörikes Jugendfreund Fr. Th. Bischer an feinem Grabe, „eine stille Gemeinde, die sich labt und entzückt an deinen wunderbaren, Hellen, seligen Traumen und die hohe Wahrheit schaut in diesen TrauEn. Es glbt eine Gemeinde, die den Dichter nicht nach rednerischen Worten schätzt, die den feineren Wohllaut „trinkt der aus ursprünglichem Naturgesühl der Sprache quillt. Künstler wre ^heodor Storni, Friedrich Hebbel, Paul Heyse, Bertold Auerbach Ludwig Nickter, Moritz von Schwind standen Eduard Morste per sönlich nahe. Die Tiedge-Stistung wie die Schlster-Stiftung verliehen ihm Ehrengaben; letztere setzte ihm außerdem eine lebenslängliche Rente aus. Die Universität Tübingen ernannte ihn zum Ehrendoktor. Aber bei seinem Tode hatte seine vor 37 Jahrm zuerst herausgegebenen „Gedichte" noch nicht die 5. Austage überschritten, während beispielsweise Geltet von seinem 1840 herausgegebenen ersten Gedichtband mehr als 100 Auslagen Um Mitternacht. Von Eduard Mörike. Gelassen stieg die Nacht ans Land, > Lehnt träumend an der Berge Wand, --gT Ihr Auge sieht die goldne Wage nun V» Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn; älnd kecker rauschen die Quellen hervor, Sie singen der Mutter, der Nacht, ins Ohr Vom Tage, Vom heute gewesenen Tage. Das uralt alte Schlummerlied, > Sie achtet's nicht, sie ist es müd'; Ihr klingt des Himmels Bläue süßer noch, Der flücht'gen Stunden gleichgeschwung'i.«s-Joch. Doch immer behalten die Quellen das 'avorit, Es singen die Wasser im Schlafe noch fort Gicheim Klmilienbtatter Unterhaltungsbeilage zum Giehemr Anzeiger lings, daneben die griechischen und römischen Klassiker. Die liebliche Natur seiner schwäbischen Heimat wurde „seiner tiefsten Kräfte stiller Herd". Zu diesen Einflüssen von Natur und Dichtung gefeilten sich Erlebnisse des Herzens, die ihn aufs tiefste erschütterten und zum Dichter reifen ließen. Aus der Liebe zu Maria Meyer, einer schönen, rätselvollen Fremden, die sich aber feiner als unwürdig erwies, entsprangen die wundervollen Peregrina-Lieder. Nach Bestehen des theologischen Staatsexamens wiwde Mörike acht Jahre lang auf den verschiedensten württemtergischen Landstellen als Vikar beschäftigt, bis ihm im Jahre 1834 die Pfarrstelle in Cleverfulzbach übertragen wurde. Inzwischen hatte er vorübergehend die Stelle eines Redakteurs der Stuttgarter „Damenzeitung" bekleidet; doch hatte ihn diese Tätigkeit ebenso wenig wie sein Kirchenamt befriedigt. In diese Zeit fällt auch sein Verlöbnis mit der Pfarrerstochter Luife Rau, das er nach vierjähriger Dauer selbst wieder löste und dessen poetischer Niederschlag in einer Anzahl von Liebesliedern und vor allem in den herrlichen Sonetten besteht, die er Luise Rau gewidmet Bat. Literarisch war Mörike im Todesjahr Goethes nut seinem Künstlerroman „Maler Nölten" an die Oeffentlichkeit getreten, einem zum Teil selbstbiographischen Lebensroman, der mit seiner weitschweifigen Darstellung, seiner Verknüpfung von Natürlichem und ülebernatürlichem und den vielen eingestreuten Gedichten stark von der Romantik beeinflußt ist. Ein großer literarischer Erfolg war der Roman nicht; doch fand er im allgemeinen eine günstige Kritik. Drei treue norddeutsche Freunde und Verehrer gewann et dem Dichtet: Theodor Storm und die beiden Brüder Mommsen. „r r , , , Etwa neun Jahre wat Mörike Pfarrer in_ Eleversulzbach. Die Mutter, und nach ihrem Tode die geliebte jüngste Schwester Klärchen führten ihm den Haushalt. Das Jahr 1838 bescherte der deutschen Literatur die erste Ausgabe ferner herrlichen „®e^^te kcftän&igee Kränklichkeit mußte Mörike sich im. Iah re 1843 pensionieren lassen. Er zog mit seiner Schwester erst nach Schwäbisch-Hall, dann aus gesundheitlichen Gründen nach Mer- aentbeim, wo er mit dem Oberstleutnant von Speech tn demselben Hause wohnte, zu dessen Tochter Margarete er eine tiefe Zuneigung faßte. Aber die Widerstände der Familie von Speeth, die katholischen Glaubens war, sowie seine Kränklichkeit U'w .unsichere Existenz ließen eine eheliche Verbindung vis aussichtslos erscheinen. Da bot sich ihm rtne 2lnftellitng als ötterahirleprer am Kathärinenstift, einer höheren Mädchenschule tn Stuttgart. 3nt Jahre 1851 siedelte er nach Stuttgart über. In der Mergent- Heimer und Stuttgarter Zeit entstand eine Anzahl kleinerer Dichtungen epischer Art, unter ihnen dm „Idylle vom Boden fee“ und das „Stuttgarter Hutzelmännchen nut der -Hlstorte von der schönen Lau", vor allem aber rm Jahre 1856 die stimmungsreiche Künstlernovelle „Mozart aus der ReisenachPrag j Im Herbst 1851 heirate Mörike Gretchen von Speeth, deren s Vater inzwischen gestorben war. Zwei Töchter, Fanny and ^Karte, gingen aus der Ehe hervor, von denen die iungere dmt DatM nicht lange überlebt hat. Daß auch Klärchen Monte im Haushalt des Bruders blieb, wurde eine Quelle steter Reibungen, bi» endlich sogar die Ehe darüber in die Bruche ging. Zwei Jahre vor seinem Tode trennte sich seine Frau mit der ältesten Tochter ^^Eduard^Mörike war eine weiche Natur, holl Güte und Liebe zu aller Kreatur, von einer innigen Religiosität, die rn ihrer naturmystischen Art an Meister Eckehart und Angels SckesiiÄ gemahnt. Aehnlich wie der alternde Goethe hatte er eine mimosenhafte Scheu vor heftigen Gemütserregungen, die ihn in seinem herrlichen „Gebet“ stehen lmß: „Wollest mit Freuden And wollest mit Leiden Mich nicht überschütten! Doch in der Mitten Liegt holdes Bescheidern" __ Er hat deshalb unter seinen Ehezwistigkeiten unsäglich 8^ litten. Der Quell seines Schassens öerfiegte unter ter fort» dauernden seelischen Depression. „Immerdar durchTränenfete sch ter Sonne liebes Licht." Nach der Mozarttwtelle den letzten zwei Jahrzehnten seines LetenS nichts Detenten» teres mehr geschrieben. Immer.scheuer zog er sich vor aller Welt zurück. o ^gelt, o laß mich sein! Locket nicht mit Liebesgaben, Laßt dies Herz alleine haben Seine Wonne, seine Pein! — 174 —' Wie Goethe, Gottfried Keller Fritz Reuter, Gerhart Hauptmann und andere namhafte Dichter hatte auch Mörike Reigung und Talent für die bildenden Künste, ja er war außerdem noch — wie E. Th. QI. Hoffmann — außerordentlich musikalisch. Sein Biograph E. v. Sallwürk sagt von ihm: „Er war Künstler durch und durch, Dichter, Maler, Musiker. Daß er keine Gemälde oder Kompositionen hinterlassen hat, hebt dies Ülrteil nicht auf. Seine Sprache bedient sich nur der Worte; aber sie stellt Bilder von abgeschlossener Anschaulichkeit vor unser Auge, und seine Seele erklingt im Lied mit zauberhafter Musik, so daß sich in seiner Dichtung die drei Künste in einer höheren, gemeinsamen Form verschwistern. Richt ohne Grund lieben ihn deshalb vor allem Maler und Musiker." Es sei dabei auf die wundervollen Illustrationen seines Freundes Moritz von Schwind zu einigen seiner , Dichtungen hingewiesen sowie auf die vielen schönen Vertonungen seiner Lieder, von denen die Kompositionen Hugo Wolfs wohl am bekanntesten sind. Die Ratur ist dem Dichter ein beseeltes Wesen, mit dem er Zwiesprache hält. 3a, er lebt in ihr, er erfühlt ihr geheimstes Leben in Baum und Strauch und Blume. In großartigen Personifikationen vermag er sie bildhaft darzustellen. „Die Weh- mouthsfichte verhängt mit schwarzem Haar den Spiegel des Teiches." „Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte." „Gelassen stieg die Rächt ans Land, lehnt träumend an der Berge Wand." „O holde Rächt, du gehst mit leisem Tritt auf schwarzem Samt, der nur am Tage grünet." „Dort, sieh', am Horizont lüpft sich der Vorhang schonl Es träumt der Tag,, nun sei die Rächt entfloh'n; Die Purpurlippe, die geschlossen lag, Haucht, halbgeöffnet süße Atemzüge: Auf einmal blitzt das Äug', und, wie ein Gott, der Tag Beginnt im Sprung die königlichen Flüge!" Einzigartig ist die Melodik feiner Sprache. Mit Meisterschaft handhabt er die Kunst der Lautmalerei und der Verwendung wechselnder rhythmischer Formen. Inhalt und Form stehen bei ihm stets in vollendetem Einklang, gehören organisch zusammen. Meisterhaft beherrscht er auch den Bolksliedton („Das verlassene Mägdlein", „Soldatenbraut", „Schön Rotraud", „Ein Stündlein wohl vor Tag"). In der Ballade bevorzugt er das ülnheimliche, Dämonische („Die Geister am Mummelfee", „Die traurige Krönung"). Wie kein anderer Dichter weiß Mörike auch den hauchzartesten Stimmungen sprachlichen Ausdruck zu geben. So, wenn er auf dem Frühlingshügel im Sonnenschein ruht: „Der Sonnenblume gleich steht mein Gemüte offen, Sehnend, Sich dehnend 3n Lieben und Hoffen. ' - > wahrhaftig abgefasfet X ,J-\ von 't-*‘ ' '■ Dorothea Sophia von R, 175 — 2ch meinerseits war freMch insgeheim in meiner Hoffnung ein wenig getäuscht; die Mutter aber legte vor freudiger Verwunderung ihre Hände zusammen. „2I<§ Gott!" rief sie aus, „es ist die Wahrheit, ja, am Ostersonntag, mittags zwölf Ahr, hast du zum erstenmal das Licht der Welt erblickt I" Sie pries Und segnete mich „Mein Sohn", sagte sie, „du wirst im Leben viel Glück haben, wenn du dich christlich hältst und auf die Weisungen in diesem Büchlein merkst." Sie unterließ auch nicht, mir meine Pflichten wiederholt ans Herz zu legen, als sie mir bald darauf mein Wanderbündel schnürte, darin das wunderliche Schatzkästlein den besten Platz erhielt. Ich könnte gerade nicht sagen, daß ich die nächsten Jähre einen absonderlichen Segen von diesem seltenen Besitztum spürte, obwohl ich gar bald die sämtlichen Sprüche von vorn und von hinten auswendig wußte; ja zu einer gewissen kritischen Zeit, wo ich gerade angefangen hatte, Wirtshaus, Tanzboden, Kugelbahn öfter als billig zu besuchen, da waren es, wie mir deuchte, nicht sowohl die hundert Reguln als vielmehr die Erinnerung an meine gute Mutter, die Vorstellungen meines ehrlichen Meisters, was mich bald wieder ins Geleise brachte. Hier sei es übrigeirs gelegentlich bemerkt, daß mir von allen Arten der Versuchung just die am wenigsten gefährlich war, die sonst in jenen Jahren die allergewöhnlichste ist, die Neigung zu dem weiblichen Geschlechte. Es hatten deshalb meine Kameraden das ewige Gespött mit mir, ich hieß ein kalter Michel hin und her, und weil ich doch zuletzt um keinen Preis der Tropf sein wollte, der nicht wie jeder andere brave Kerl sein Mädchen hätte, nahm ich etlichemal einen tüchtigen Anlauf, kam bei ein Stück Drelij oder Vieren herum, darunter ein Paar Goldfasanen, die redlich ihren Narren an mir fraßen; allein es tat nicht gut; nach vierzehn Tagen wollte ich schon Gift und Galle speien vor lauter Langerweile und heimlichem Verdruß. Kurzum, auf diesen Punkt schien Wohl mein Schahkästlein recht zu behalten — „Dein erstes Lieb, dein letztes Lieb." Ich konnte dieses Wort lediglich nur auf eine Kinderliebschaft mit einem guten armen Geschöpfe beziehen, das ich als das Opfer eines frühzeitigen Todes von Harzen beweinte. (Fortsetzung folgt.) Der unsichtbare Doge. Don Alfred Richard Metzer. Venedig, Ende Mai 1925. Wie war das doch noch in Berlin gewesen, in der letzten Nachmittagsstunde, schon mit Reisemantel und Koffer im Auto? Sprung zu einem befreundeten Antiquar in der Bernburger Straße herauf und Fund eines Manuskriptes von Richard Dehmel: „Der Wille zur Tat", „Glossen zu den schönen Worten des Gabriele d'Annuazio", Wiener „Zeit" — aus Tagen, da Dehmel noch in der Pankower Parkstraße 25 wohnte, aus Tagen des Friedens und eines anderen d'Annunzio, dessen letzte „Taten" uns Karin Michaelis enthüllte.... Gang durch den Schlafwagen und Lächeln ob der Desillusionierung: Käthe Haack, die Blonde, fährt ja gar nicht wie in der „Aeberfahrt" der „Tribüne" als Selbstmörderin auf dem Toten-Ozeandampfer ewig hin und her, sondern leibhaftig mit ihrem Gatten Heinrich Schroth und ihrem Töchterchen in die bayerischen Berge, die beim Morgengrauen ihre schneeige Silhuette rasch in die aufstrahlende Sonne gegenständlicher schieben. Vorher die Lektüre des vielleicht nie veröffentlichten Manuskriptes: die erste Desillusionierung, was d'Amrunzio angehet, und daneben die Hoffnung auf die Illusion, I aus der heraus Dehmel sich zum Schlüsse an den Dichter Hugo j von Hofmannsthal wandte: „Dir aber endlich, du mein deutscher Landsmann, Dichter wie ich, Dir rufe ich dieses zu: — Auch ich bin durch Venedig gegangen und habe den „immerwährenden unsichtbaren Dogen" erlebt. Aber ich fand ihn nicht im stickigen Lärm der Gassen und Kanäle. Doch eines Nachmittags stieg ich auf den Glockenturm und in dem Augenblick, als ich hinaustrat und jenseits der Kuppeln des Markusdomes die sinkende Sonne über das Meer die sterbenskranke Farbenpracht herbststiller Wälder ausgießen sah, und jenseits des Meeres die eisigen Gipfel der istrischen Alpen aufglühen sah: in diesem Augenblick fing ■unten auf der Piazza die Militärkapelle zu spielen an: den ^rauermarsch aus der „Götterdämmerung" — und Tränen über- toaltigten mich. Da sah ich ihn, den Geist des unsichtbaren Dogen; aber es war kein lebendiger Geist, es war ein Spukgeist trau» S kein „Herr" mehr des geflügelten Löwen. Nur uns Gebildeten erscheint er noch, nicht mehr der wimmelnden Menge dort unten, und keiner hat ihn Rarer geschaut als jener deutst^ Dichter, der mit todsiecher Brust „das Herz Venedigs durch die Stille bluten hörte: Graf Strachwitz in den klagenden Terzinen: „Mich aber packt ein innerstes Erbeben, Seh' ich um dieses wimmelnde Gewürme Die alte Pracht ihr fürstlich Haupt erheben. Wie dumpfer Vorwurf tönt der Mund der Türme And von dem Meere durch des Löwen Mähne Ergeht ein Wehen längst verbrauster Stürme." Am Brenner schon die italienische Grenze: Brennerv mit ™ - ^bischen, theatralisch aufgeputzten Carabinieri. Sterzing Brixen, Klausen, Waidbruck, Bozen — deutsches Land, da Herr uLaltyer von der Vogelweide geboren ward, da Herr Oswald von uvolkenstem auf seiner Burg die letzten Minnilieder sang, ita- liemssch und mit aller Brutalität italienisiertl Wahnsinn - ein drÄsATÖstlich durch das Gebirge, durch Kes ^Hlachtfech des großen Krieges gen Bassano, über Castel- franco in die Ebene, der Adria zu, über der Vollmond liegt. In Mitternacht in die Gondel, durch Venedigs dunkelste Wassergafsen, über den schon schlafenden Eanal Grande zum Hotel... Aufwacyen am ersten Morgen: durch die Sonne, durch das Geschrei der Gondoliere an den Traghetti: Gondola, gondola! die Fremden einzufangen. Die Fremden.... ^lch, warum wird so ein Feuilleton heute noch nicht durch Funk- spruch durch alle Länder, alle Städte gegeben, reiselustigen Menschen den letzten Wetterbericht und die wechselnde Fremden- 8_u melden! Die da hier lauten müßte: Regen im Gebirge, heltste Sonne über der Lagune, verhältnismäßig wenig Deutsche, 016 J-nrr .^nr.^r hauptsächlich nach Rom gehen. Die Fremden vielleicht sind sie in ihrer Gesamtheit hier längst der „immerwahrende unsichtbare Doge" geworden, in einer Stadt, die immer wieder merflDürbig konservativ anmutet (felbft v>as ven stets gern gekauften furchtbaren Kitsch der Reiseandenken aus Glas, Mosaik, LWer anbetrifft!), in der nur einige Marmortafeln an Unglück- lupe österreichische Zufallsbomben des Weltkrieges gemahnen und in der die Zeit seit dem Untergang der Republik von San Marco stillgestaiiden zu sein scheint: ein verzaubertes Labyrinth der Steine und zugeschütteten Kanäle, der Kirchen und Klöster, der Kunstwerke aus Jahrhunderten — um das einzige große Zentrum Piazza herum, auf der man sich morgens taubenfütternd photographieren lassen muß, auf der man abends wie in dem schönsten Festsaal der Welt lustwandelt oder bei Florian (wie schon Casanova, Gozzi, Goethe, Rousseau, Canova, Lord Byron, Müsset, Madame de Stael) die köstlichsten Eisgetränke schlürft, zu den Klängen. der Marinekapelle, die noch immer Richard Magnerliebt, fein „Rheingold", seinen „Einzug der Götter in Walhall , aber auch die „Dollarprinzesfin". Acberhaupt diese bei uns fast ganz schon vergessene „Dollarprinzessin" — aus allen (SafeS und Offerten springt sie uns hier schmeichlerisch an, wie um zu zeigen, daß sich Venedig von der letzten Moderne noch immer fern hielt. Wirklich ganz fern hielt. . . .? Dor einem halben Jahr wußteii alle Zeitungen der Welt zu vermelden: die Gondeln werdeii abgeschafft! Noch alle sind sie wie früher vorhanden, heute mit dem gewiß nicht zu teuren Stundentarif von 12 Lire. 2lber sie haben inzwischen eine schnellere und (was unangenehm wichtiger ist) lärmvollere Konkurrenz erhalten, die neuen Auto- Motorboote, neben denen die alten Daporetti, die kleinen Lokaldampfer, eine ganz stille Angelegenheit sind. Der unsichtbare Doge zeigt hier den Pferdefuß und fängt sich Old England und Amerika ein, die immer noch den größten Teil des Fremdenzulaufs stellen. Dennoch — man soll in Venedig nur Gondel fahren; man rechne diesen Betrag gleich in die Tagesausgaben ein, wenn man sich nicht den reizvollsten Zauber dieser Stadt entgehen lassen will. Hier auf dem Wasser, zwischen den bröckelnden Prospekten der alten Palazzi, wird man am leichtesten zeitlos und aller Moderne enthoben; hier empfindet man noch am ehesten Äwas vom Geisteshauch des „immerwährenden unsichtbaren Dogen", der — seien wir ehrlich und wenn es selbst des Prosai- schen letzte Prosa ist — ein hervorragender Kaufmann war und vielleicht noch^ immer diesen tiefsten Schmerz nicht verwinden kamr, nicht frühzeitig genug vor dem äußeren Untergang aus vieler Stadt eine stramme Aktiengesellschaft gemacht zu haben, seine Nachkommen noch heute mit beträchtlichen Prozenten an den Bergnügungsgewinnen dieses Anternehmens nicht beteiligt zu wissen! Aus der Erkenntnis solcher materiellen Trivalität heraus kann man leicht, wie die Dichterin Else Lasker-Schüler, zu der Verzweiflung kommen: die „Wasserschüssel Venedig" schleunigst für immer zu fliehen, in letzter Desillusionierung vor einem „Spukgeist traurigster Art". So gebildet in allen Zeiten und Arten der Kunst- und Kulturgeschichte du aber, lieber Leser, fein mögest — vielleicht aber erlebst du just im „stickigen Lärm der Gassen", in der „wimmelnden Menge" des Fisch- oder Gemüsemarktes, in einer Calle, Nuga, Rughetta ganz stark den Geist des „unsichtbaren Dogen" —, tote ich in der schnellen Dämmerung eines Abends, da ich mich von Santi Giovanni e Paolo (oder venezianisch gesprochen: San Zanipolv) und dem ewigen Ruhm des Reiterstandbildes Bartolomeo Colleonis in das Zickzack von Ramo und Corte von der Salizzada weg verfuhren ließ in die Viertel der Matrosen und Armut, da plötzlich Grauen mich befiel; Mischen Stein und Wasser, zwischen bettelnden und grinsenden Masken so allein zu sein, daß ich mich an eines Mädchens goldene Augen hielt, an ihren plappernden Mund, der den Führer machen wollte, an diese ganze Engelhaftigkeit wie aus einem Bilde von Bellini oder Carpaccio — hier um die älteste Kirche San Giovaimi in Dragora herum, was „im Schlamme" heißt und allwo am nächsten Tage, just zu derselben Stunde, ein mordblankes Messer und Todesschrei ward. . . And um dieses erlebten Grauens willen stand ich und stehe ich nun immer doppelt beglückt und seliger befreit wieder an der Riva degli Schiavoni, den Blick verloren über die blaue opalisierende Fläche der „Laguna Viva", hinter der schon wie Sterne die ersten Lichter des abendlich festlichen Lido aufblitzen und aus der immer wieder das ersteht von dem Graf Strachwitz unvergänglich schrieb: : j . „And von dem Meere durch des Löwen Mähne Ergeht ein Wehen längst verbrauster Stürme» , ,, 176 — beherrschenden sich oll dessen werden. Hier lieben würdigen Nation ist. Wer zu sehen und zu fühlen versteht, kann an einem Sonntag in Kew Gardens bewußt Formen. Bald öffnet sich dem Blick eine endlos dünkemde Perspektive. Aeber die Themse hinaus gliedert sich die parkartige Landschaft dem Garten an und läßt jede Begrenzung vermissen. Bald tritt ein Blickpunkt scharf gefaßt in die Erscheinung und fesselt das suchende Auge; sei es die hohe chinesische Pagode, die Chambers um die Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Und die durch mächtige Libanoncedern so malerisch gerahmt wird, fei es Queen's Cottage, die ein wenig später vom dritten Georg .gebaut wurde; sei es der Wasferturm aus dem Jahre 1848. Dieser wurde von Decimus Burton erbaut, dem Architekten des weltbekannten großen Palmenhauses, das fast 140 Meter lang ist. Es ist in seinem höchsten Teile nur wenig über 20 Meter hoch, wirkt aber als Gesamtbau ausgezeichnet. weil jeder Engländer gerade in Kew Gardens etwas der Allgemeinheit Gehörendes, ein Wahrzeichen des britischen Weltreichs sicht, dessen Wichtigkeit auch durch diesen nationalen botanischen Garten zu ihm spricht. Mag die Weltanschauung des Engländers auch insular und englisch anmuten, sie ist geboren aus einer Welt- stimmung, die die einer in der Tat die Welt wird ihm England in seiner Glorie in einem Spiegel gezeigt. Er staunt über englische Größe und wundert sich doch über englische Gebundenheit. Aber das grundsätzlich Konservative, das jedem sich bemerkbar macht, der durch Jahrzehnte hindurch solche Stätten englischer Hochkultur, wie Kew, beobachten kann, ist eines der Hauptfundamente der englischen Weltmacht. Ruhiges Beharren in dem als richtig Erkannten. Alles Reue bricht nur langsam sich Bahn, ist es aber als gut befunden, gliedert es sich zwanglos und fest ein. Ich sah Kew Gardens zum ersten Male zur selben Zeit vor genau zwanzig Jahren. Es ist heute, was es damals war. Aeberall die gleiche Ordnung und Gediegenheiti; ruhige stetige Entwicklung. Manchmal möchte man, daß ein neuer Geist einzöge, mit vielen alten Aeberlieferungen gebrochen würde. Ließe sich nicht mit den vorhandenen Mitteln unter den gegebenen Bedingungen kulturell und ästhetisch Ehr erreichen? Gewiß, Aber es drängt den Engländer auch hier nicht so sehr zu Höhepunkten, als zu einem das tonttnentate Mittelmaß beträchtlich überragenden Durchschnitt, der langsam aber dauernd sich hebt. Wenn man auch das Höchste vermißt, man muh das, was man sieht, bewundernd achten. Ein Frühlingssonntag in Kew Gardens. > Bon Camillo Schneider. der Geschichte des englischen Gartenbaues und auch der englsschen Botanik gibt es kaum einen stolzerenRamen als | Kew Hier breiten sich im Westen von London die Rohal Bo tanic Gardens längs der Themse nördtich von | Borort Richmond und gegenüber von Brentfor . arrip^ng - stand auf den 238 englischen Ackern, die letzt zum Dotaullchen Garten gehören, Richmond Lodge, em Somm«sch Georg U mit arostem Tiergarten. Dieses Terrain und Kew Horch, em nut groyein mrin,J oon Wales, wurden nach der ehemaliger Sitz des Prinzen von -an , twroinf und seit w™7«it i« KiSÄrsÄ“-« d-°«« von Sir William Hoober. dessen noch bedeutender Sohn Srr v-äiiiiSp-n ^ontiirent kennen. Es ift tocit mehr f x Mittelpunkt für den Gartenbau und die (wenigstens shstematis^) Botanik des Britischen Weltreiches. Außerdem, und das Nicht zum geringsten, eine öffentliche Stätte, die ieben Pflanzenfreund an sich zu Men versteht. An jedem schonen Sonntage vor allein aber an einem schönen Maiensonntage, wallfahrtet die blumenhungrige Menschheit der Großstadt nach Kew. Wenn man Kew Gardens an einem solchen Tage sieht, so versteht man die Leidenschaft und Liebe der 2-Mner fur Blimiem Ist sie bei dem Engländer auch nicht so offensichtlich so ist sie doch kaum minder stark. Gartenkultur und Bluiuenliebe smd auch ihm tief eingewurzelt, And mutz der Bewohner der menschendurchhasteten und ruhelosen ^sta^ nicht tief auf- atmen, wenn er die weite Parkmsel der Ruhe betritt, ote inter ^ihm liegt die Enge die bedrückende ^Umklammerung der menschentötenden Stadt, ^w. schwellen^ Rasenflächen in vollstem Jugendgrun breiten sich vor ihm aus Baum und Dusch, erquickt durch einen Regenschauer, freuen sich der, ach, so seltenen Sowie und bilden wundettwlle Silhouetten in wechselndem Grün gegen den * ioolkenschwangeren Himmel Unter ihnen, verstreut über das lowende Gras, glitzern allen Farben die Edelsteine der Blumen. Rote Rhododendren leuchten auf, flammengleich in der Sonne gegen dunkle Kiefern und Cedern. Orangene Azaleengruppen aus dem Pontus wetteifern mit ihren Geschwistern aus dem Himalaya und mit Kaempfers Rhododendren aus Japan. Dor den noch blutenlosen Rhododendrengruppen längs des Hauptweges zum großen Palmenhause schmiegen sich farbige Tulpenbeete gegen das Eine ganz andere architektonifche Sprache spricht wieder das große Demperate House, das ebenfalls von Burton entworfen wurde und den Glashauscharakter bei weitem nicht so gut zum Ausdruck bringt. Es ist dazu zu hausmäßig, gehört aber immerhin zu den besseren Schöpfungen der Glashausarchitektur. Gerade Anfangs Mai, auch schon Ende April in günstigeren Frühjahren, ist es farbenreich wenn die mächtigen Rhododendren aus dem Himalaya und aus Java darin erblühen, die im Freien sich hier um London nicht halten würden. Ihnen gesellen sich Kamelien, Baumfarne, härtere Palmen, Araukarien und andere seltene Radelhölzer aus fernen Zonen, die uns an längst vergangene Erdperioden erinnern. Das Mittel- haus oben im Innern auf der Galerie zum Wandeln, ist einem Spaziergange in einer fremden Pflanzenzone gleich, so mächtig streben die Riesengestalten dem Desucher entgegen. Doch immer wieder sind es die Szenerien im Freien, die uns am meisten fesseln. Stunden kann der Besucher verbringen im Rockgarden, der vom ersten Frühling bis in den Dorsommer so blumenfrvh ist, Diele Zwiebelgewächse aus dem nahen und fernen Orient und vom Kap, die in Mitteleuropa nicht gut aushalten oder leider zu wenig angepflanzt werden, beginnen den Reigen der helläugigen Frühlingskinder; Tulpen in ganz abweichenden Farben und Formen, Traubenhyazinthen, Rarzissen in einer Mannigfaltigkeit, die uns immer aufs neue in Erstaunen setzen. Jxien vom Kap; seltene Schwertlilien aus dem Orient, ganz abweichend von den Iris, die wir kennen; reizende Kaiserkronen oder Schachbrettblumen; Märzbecher von den Dalearischen Inseln, die unsre Levkojen so überstrahlen, wie die Orchideen der Tropen, die Kuckucksblumen unserer Wiesen. Ihnen folgen dann die allbekannten Alpenpflanzen, wie die Blaukissen, Aubrietia, die Schneekissen, Iberis, das Steinkraut, Alhssum, zahllose Steinbrecharten, Frühlingsenziane, und daneben allerlei schöne Fremdlinge aus China, dem Himalaya, den Alpen Reuseelands und den Anden Südamerikas. Südamerika tritt gerade jetzt durch seine Pflanzengäste im Garten recht in Erscheinung. Es blühen zwei Berberitzen, Berberis Darwin», die diesen klingenden Ramen mit Stolz trägt, und ihr Abkömmling Berbstemophhlla. Sie bilden dichte, immergrüne tief» dunkle Hecken und Gruppen, die bis Witte Mai sich in Gold und Orange Neiden. Doch das Gold der heimischen Hülsen, Alex, wetteifert erfolgreich mit ihnen und ebenso das satte Gelb einiger Ginsterarten. Diese Symphonie in Gold ist ein Vorläufer des Hohen Liedes der Rhododendren, das ihr folgt. Das Alpenrosental in Kew ist berühmt. Reben ihm liegt der nicht minder durch I seine satten Farben Ende Mai überraschende Azaleen-Garten. Aus seiner Dlütensonne kann man leicht in das Dämmer der Dambusdschungel flüchten, denen es allerdings an Rahrung zu fehlen scheint. Die Bambusen lehren uns auch, daß das Klima in Kew nicht so mild wie das der Westküste Englands ist. Spätfröste sind allzu häufig. Auch die rußige Rähe der Stadt macht I sich geltend. Die Radelhölzer wollen, mit Ausnahme von Zedern I und manchen Kiefern, im allgemeinen nicht gedeihen. Das Klima dunkle Grün «ist in diesem Teile Englands durchaus nicht günstig, wie wir Der erste Frühlingsflor der Rarzissen ist eben _ beendet. I tn Mitteleuropa oft annehmen. Wir könnten bei uns fast all das Di- wilden Hyazinthen, die blue bells, blühen noch überreich. I ziehen, was hier wächst, und vieles, was hier versagt. Ans fehlt Zu ihren Häupten ballen sich die japanischen Kirschen zu rosa- I nur die englische Erfahrung und Pflanzenliebe. farbenen Wolken und ihre weißen gefüllten Schwestern unserer j Sie tritt uns in Kew auf Schritt und Tritt entgegen. Sie heimischen Kirsche sind nicht minder schön. I zeigt sich in dem Reichtum an schönen Einzelheiten, in der Der Besucher der den Hauptweg entlang geht, weiß nicht, I Mannigfaltigkeit der Ausgestaltung. Auch in der Rücksicht, mit der wohin er seine Schritte zuerst lenken soll. Auf allen Seiten 1 die Masse der Besucher die Pflanzen behandeln, liegt sie ver- wiiikt und lockt es Dem jungen Blühen im Freien gesellt sich ! borgen. Fälle von Dandalismus sind sehr selten. Schon deshalb, die Fülle in den Glashäusern. And der Weiche Rasen ladet ir ~ »--’•«-*--- x-■» *— ™f- ibn überall ein; über ihn zu wandeln, ist ein Genuß für sich. Der Wea ist nur Rotbehelf bei zu großer Rässe. So breitet sich die belebte Menge über die weite Fläche, stößt und drängt sich nicht auf doch allzuengen Pfaden, und ent jeder genießt mit weit größerem Behagen die entzückende Amwelt. Man verliert das Gefühl, oder besser es kommt garmcht in einem auf, in einem „botanischen" Garten zu sein. Alles wirkt parkmäßig, landschaftlich. Freilich ist die Fülle der Gesichte erstaunlich Immer wieder lockt uns Reues und Fremdes. Doch Die Kennzeichnung des Fremden ist diskret, die Etiquetten drängen sich nicht mit wissenschaftlicher Steifheit auf. Wer fie sucht, findet sie. Wer nur die Formenschöne und den Dlütenreiz liebt, ohne nach dem Woher zu fragen, den stören die Ramenfchilder kaum. Er freut sich der Vielheit im Großen, des reichen Einzellebens im Rahmen der alles beherrschenden Echriftleitung: Dr. Friede. Wilh. Lange. — Druck und Verlag der Brühl'schen Aniv.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Sieben.