Jahrgang Samstag, öen 27. September Nummer 40 eht feelifd^ßä Gemeinschaftsgefühl zu konzentrieren, das er dann auch als trotzig und unbeugsam in niedersächsischem Stolz holz- schnittartig umreiht, u ,, Aber Löns' Bedeutung für die Weiterentwicklung der deutschen Literatur liegt auf einem anderen Gebiete als dem des 2to» maM ift 6er beste impressionistische Natur- und Haderer, Und zwar wird ihm die Naturschilderung zum Selbstzweck, mcht zum Hintergrund für menschliche Ereignisse Wie ernst die Wvrpsweder Maler die Schönheit 6er norddeutschen Ebene mit dem Pinsel Wiedergaben, wurde Löns Mm preisenden Dichter der niedersächsischen Heide. Sie ist ihm Herzensheimat, zu der er aus der Fremde immer wieder zurück- »U£s er/«ine besten seelischen Kräfte. Keiner vor iym hat es verstanden, ihre Schönheiten — nicht nur zu sehen — Darstellung zu bringen. Was er gesehenund erlauscht hatte, konnte er tn Skizzen und kleinen Erzählungen mit ^A^strver Wortkraft festhalten, so dah es von neuem vor dem ^L. ^rd Dabei ging Löns nie ins Kleinliche; mochte ev mrch den Grashalm oder die einzelne Blüte schauen und in seine nvrifiion mtnmn n6en doch immer im Nahmen ^es großen ganzen Bildes und wurden nicht zum Selbstzweck, veraleich- bar den Gemälden alter Meister, wo die Einzeldarstellung sich nie aufdrangt und den Zweck der gesamten Darstellung verdunkelt, älnddazu kam Löns'tiefe Liebe z ur Tierwelt Mandat eine" ^«ger und Jagdschriftsteller genannt. Solche Dezeich- ^,8, erweckt irrige Vorstellungen. Löns pürschte nicht, um zu D,nH A brng nur die Büchse um die Schulter, um bass Seine naturwissenschaftliche Ausbildung dab 2t^er 68 war weniger ein biologisches Interesse Dah er am -Zaer nahm, auch nicht eine romantische Gefühlsduselei D>er verwechselt, sondern die echte Meuöe des Naturmenschen, an der lebendigen Bevölkerung des und der Heide. Löns kannte die Schliche und Aunke der Vierfühler wie die Verstecke und Nufe der Vögel wie das Schwirren und Spielen der Insekten. Das in darstellende gortn zu bringen, reizte ihn immer wieder; hier hat er seinen dick- fffi-otT istxe,.. .., ngsbtlder aus norddeut- scheu Revieren haben seinen Namen über die Grenzen der Heimat M,«nUQ®tetraHeT1- bamit fjat er sich seinen Platz in der deut- V.?n Literaturgeschlchte erobert. Allerdings sieht er nicht (wie der Dane Svend Fleuron) die Welt mit den Augen des Tieres an sondern (wie Selma Lagerlöf und Rudyard Kipling) die Tiere ta a^nf^en- ®r projiziert die eigenen Gefühle iut er mit solch impressionistischer dah wir manche Tiere (ich erinnere nur an den ße» rut’mien alten Hasen Mümmelmann) nur noch mit seinen Augen sehen können. In diesen Darstellungen der Tiere um der Tiere Slu,e mlt r