'M bet* HdranA lautlos >fte den dtmkley iiertoüÄ' k Bäu- itob der de Rel» Farre«- len, und eflräuch, i Warr« Wald- wildeS mwchert WildeS. tte, und "ten die nal des : Messe nter «m dichter irr und hatte« Schnee- r durch auf der Winde, er sich in der »löcklein i':en!en lihnrtig m. und und er t hatte. zu lau- ruf ihn schönen ückkam, Wald. >te sich träumt Wald« maien, >or. da ch be« en und Ja sah mmern e. ihrem erlegt« er von e, daß -r, daß kaum in und . Und ! Weg itz. wo dichteit ef und feint« räumt i nicht nahm ufam» sr und «, ate m. Gießener Zamilienblätter Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgangs Samstag, Sen 2b. Januar Lonett von Elizabeth Darret Brownings Die Schärfe dieser Welt laß wie ein Messer Zufpringen ohne Schaden und Gefahr Sn dieser sanft gefchlosfnen Liedeshand, And lab uns keinen Laut des MenfchenstreitS Mehr hören wenn di« Klinge zugeklappt. Leden zu Leben — ich lehn mich an dich Furch.los und sicher gleich als wenn ein Zauber Mich vor dem Dolch der Welilinge behüte: Wie stark sie find, ihr Erich erreicht uns nicht. Ganz weih noch können unsers Lebens Lilie»» Aus ihren Wurzeln wieder auferbiühn, Allein dem reichen Lau des Himmels offen, Menschen entrückt, hoch aus dem Berg. Ans kann Arnc machen nur, der reich uns machte, — Gott. Hügelgräber in den Gedichten Homers. Don Professor Helmke, Denkmalpfleger für Oberhessen. In der Aummer 53 des Jahrgangs 1923 der Giessener Fa-- milienblätter veröffentlicht der Assistent des Giebener Museums, Dr. O. Kunkel, einen Bericht über die ergebnisreichen Untersuchung rn von Hügelgiäbern bei Ober-Lais im Kreis Schotten. Diese Abhandlung erfüllt das Herz des Lesers mit Freude: denn abgesehen davon, daß hier ein gediegener Kenner der Vorgeschichte die wichtigsten Ergebnisse einer seiner Ausgrabungen, wie schon öfter, in klarer und gemeinverständlicher Form entwickelt, läßt er auch seinen Helfern bei der mühevollen Arbeit ihre verdtenie Anerkennung zukommen und wiibt dadurch um weitere Freunde. Dazu kommt, daß das lebhaft« Interesse, das Stadl und Land der Tätigkeit des Gießener Museums von jeher zugewandt haben, durch solche tiefschürfenden Berichte immer wieder neue Anregung empfängt. And ein ganz besonderer Dank gehört auch der Presse dafür, daß sie durch Verbrei-U!^ dieser wissenschaftlichen Srortenmgett dazu beiträgt, den Sinn für die Heimatpflege zu Wecken und zu vertiefen: insofern hat die jetzige Notzeit "sogar etwas Gutes im Gefolge, da sie durch die wertvolle Anterstützung der Zeitung Dinge in die große Oeffentlichkeit bringt, die sonst und in früheren Zeiten meist nur in wissenschaftlichen Fachblättern ein von lvenigen beachtetes, weil nur wenigen bekanntes Lebe» führten. Dun kommt der Verfasser bei der Besprechung der Anlage des ersten Grabhügels von Ober-Lais auch auf die Steinkränze zu sprechen, die sich bei vielen Anlagen dieser Art finden, namentlich bei den Hügelgräbern der sogenannten Hallstattzeit: letztere umfaßt in Mitteleuropa etwa die Jahre 103) bis 500 v. Ehr. G. ünd ist durch das erste Auftreten des Eisens neben der bis dahin allein herrschenden Bronze gekennzeichnet. Doch soll damit nicht *) Der Knnstwart hat bei G. D. W. Callweh in München als erstes literarisch« Krinstwart-Anternehmen größeren Sstls .Die Ku n ftwa r t-Büche ve i" herausgebracht, auf die wir nech ein» gehend zu sprechen kommen müssen. Der zweite Band enthält G. B. Brownings „Portugiesische Sonette" in meisterhafter Aebersehung von Hans Böhm und mit einer ausgezeichneten Einführung in Leben und Wirken der Dichterin. Dir ..Portugiesischen Sonette", „die schönsten, die seit Shakespeare, geschrieben", waren ursprünglich nur für ihren Mann bestimmt, der sich aber nicht berechtigt hielt, sie für sich zu behalten und sie 1850 veröffentlichte. Die unter der Maske von Aebersrhungen erschienenen Sonette Achen die innere Entwicklung des Verhältnisses zu dem geliebten Manne treu wieher, .zu dem Manne, der. sie der neurasthenischen Lethargie ihres schweren Lungenleidens entriß und ihr durch die Entführung ins förmige Italien noch fünfzehn fruchtbare Jahre literarischen Schaffens schenken sollte. Die Vorkommnisse deS Tages, Vriefstellen. A rgenblicksstimmungen sind in diesen Sonetten dem Leben des Alltags enthoben, zu Ewigem umgeschmolzen. Aeber allem strahlt der reine Adel der Gesinnung, die unwahr?cheinliche Schönheit dieser Seelenliebe. Die „Portugiesischen Sonette" ge= hären zu den seltenen Besitztümern der Menschheit, die wie Flut- Marken anzeigen, welche Höhen zu Zeiten Menschen erreichbar touren, und die darum Denkmäler von ewiger Dauer und Wirkung gesagt fein, daß alle Grabhügel dieser Zeitstufe einen Steinkranz hätten, ebensowenig wie diese Bestattungssitte allein auf sie beschränkt ist. Im südlichen Europa und den ihm benachbarten Küste« des Mittelländischen Meeres findet sich die Benutzung des Eisen« zchon etwas früher: aber daß es, genau wie bei uns, anfana« große Schwierigkeit hatte, sich gegen die glänzende Bronze durch- Wetzen, das ergibt sich für den Leser fast aus jeder Seile seine« Homer: Da leg, der Held, der für Troja oder gegen die Stadt kämpft, die schimmernde Rüstung an, eherne Beinschienen schützen die Beine, von Erz ist der Panzer, ehern der Schild, der Helm urtäi die Lanzenspihe. Erzbeschlagene Schisse tragen die Lasten über da« Meer, aus Erz gefertigt sind die Räder und Achsen, die Beil« und Messer, die Fsichhaken und Kessel. Viel seltener dagegen wird das Eisen benutzt, wenn ailch die Kunst, es durch Eintauchen in Wasser zu Härten, in der Odyssee schon als bekannt erwähnt wird: Das Erz^ d. h. die Bronze, ein Gemisch von etwa 80 Teilen Kupfer und 20 Teilen Zinn, überwiegt bei weitem. Wir sehen also, daß die homerischen Heldenlieder eine Zett besingen, die man mit gutem Recht mit unserer Hallstatt-Zeitstufs vergleichen darf, wenn sie auch in den Ländern des südlicher Meeres schon ungefähr 200 Jahre früher als bei uns in die Erscheinung tritt. Da kann es denn keine Verwunderung erregen, wenn sich zeigt, daß auch die Sitten und Gebräuche hier wie dort mancherlei Aeberelnstimmung haben. Dies gilt in besonderem Matze Aon der Bestattung: der König, der Edle, der in der Schlacht gefallen ist, wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt und unter einem hoch aufgeschütteten Hügel bestattet. Erzählt uns doch die Geschichte, daß Alexander der Große beim Beginn seines Siegeszuges durch Kleinasien den Grabhügel des Achilles besucht hat.' Lesen wir aber unfern Homer, so finden wir in der Ilias zwei Stellen, wo uns die Bestattung eines griechischen und eines I trojanischen Helden mit aller Ausführlichkeit geschildert wird: im' 23. Buche ist es die des Patroklos, des Freundes Achills, und btt 24. die des Hektors, des heldenmütigen Verteidigers von Troja. Hören wir zunächst, was uns Homer von der Beisetzung des Patroklos berichtet: Rachdem der Tote auf einem hundert Fuß in« Geviert messenden Scheiterhaufen verbrannt worden ist, ordnet Achilles- an, daß der Grabhügel über den Resten feines Freundes vorläufig nur niedrig aufgesa,rittet werden soll, da er selbst nach feinem Lode neben Patroklos zur Ruhe gebettet werden will. „So sprach er, die andern aber gehorchten dem schnellfüßigen Piliden, Zuerst löschten sie den Schüterhaufen mit funkelndem Wein, soweit die Flamme gedrungen war, und die Asche fiel tief herab. Weinend sammelten sie die weihen Gebeine des trauten Gefährten in einer goldenen Schale und doppelt gelegtem Fett, trugen sie in das Zelt des Achilles und hüllten sie in weiches Linnen, Dann zirkelten sie das Grabmal auf dem Boden ab und warfen nach vorn die Grundsteine um den Scheiterhaufen. Schließlich schütteten sie Erde darauf und wollten wieder zu ihren Zelten zurückkehren, aber Achilles hielt die Mannen auf und veranstaltete 'Wettkämpfe." Eire, unbefangene Betrachtung dieser Hrmerschklderung ergibt also, daß die Gebeine des auf dem Scheiterhaufen verbrannte«! Patroklos, in Fettstreifen gewickelt und in einer mit Linnen umhüllten goldenen Sch-ale geborgen da, wo der Scheiterhaufen gebrannt hatte, aufgestellt und zuletzt mit Erde überdeckt wurdmr; denn das Grab wird rund angelegt, und die Grundsteine werden um den Scheiterhaufen herum nach vorn zugeworsin. Letztere bilden demnach einen Kreis von Steinen, der den ganzen Platz umschließt: aber nirgends ist von dem Ausheben einer Grube, eine« Grabes in unserem Sinne die Rede. Da der Hügel auf flachem DodeN am Weeresstrande angelegt ist, so kann hier der Siein» kvanz nicht dazu gedient haben, ihn zu stützen, sondern er deutet den Amfang des Grabhügels an, kurz, es ist ein Hügelgrab der gleichen Art, wie wir sie, mit einem Steinkranz umstellt, so oft in unseren Wäldern sehen. — Im 24. Buch der Ilias schildert der Sänger die Beisetzung des von Achilles getöteten Hektor: auch er wird auf einem Scheiterhaufen -verbrannt, darauf „löschten die Trojaner ihn mit funkelndem Weine vollständig, soweit die Kraft des Feuers gereicht hatte. Aber dann sammelten die Brüder und Gefährten des Toten seine weißen Gebeine unter heißen Tränen: und die nahmen sie un8 legten sie in eine Urne (oder Truhe), nachdem sie sie mit weichen Purpurstoffen umhüllt hatten. Schnell stellten sie sie dann in eine vertiefte Grube und überdeckten sie mit vielen großen Felsblöcken. Rasch schütteten sie da» Grabmal auf." Man erkennt sofort bar e 14 — allgemeinen Fragen zuzuwenden, steigt mit jener Errenntnis immer mehr Vor allem aber wendet sich die durch svmele Sturme und durch den Anblick jener Vergänglichkeit erschütterte Seele mit Inbrunst der Rechtsphilosophie als der das Recht wertenden Wissenschaft zu: sie weist, dast sie hier in einen twn der Laune und Leidenschaft des Tages sicher unabhängigen Bereich kommt, und begreift, dast das positive Recht seinen Adel und die Derech- tiaung seines Inhalts im einzelnen nur durch dre älebsrmnstun- mung mit jener höheren Wsltordnmig des richtigen Rechts, oder wie man es sonst nennen will, erhält. Hierdurch b z ichne ich und daraus kommt es mir hier an, mein V:r»a.tnz zur Rechs- Philosophie. Ich sehe in ihr die Krönung des grsamtAi lurlstijchen Wissenschaftsbaues: mit ihrer Wertbetvachtung must man niG nur an jede rechtliche Reuordnung Hering Heu, sondern mit , sich schon derjenige erfüllen, der das vorhandene Recht. anweiden will, eben weil die Rechtsanwendung zugleich Rechtsausgestab tun« ist. Ihre Ergebnisse müssen übera lhin verbreitet ins« besonders aber mutz auf den Universitäten das Heranwachsende Geschlecht zu den rechten W-rtungen durch Wor^ und Beispiel erzogen, es muh durch die Beobachtung auch der G^schi-te davon überzeugt werden, datz auf die Länge hin das solcher Wer. tung entsprechende Recht auch das für k^us Bestehen der Gesellschaft zweckmähigste ist. Rur auf diese Weise tarnt ein Staat gesund und zukunstsstark bleiben oder werden; nur ans die e Weise darum ist auch aus einen Fortschritt der Menschheit überhaupt zu rechnen Hier winden uns a len also di gro ßen Aufgaben — wir stehen noch am Anfang ihrer Losung äleberblicke ich das Feld meiner wissmschaft'ichen TS,ig° leit, so sehe ich manches bescheidene Bauwerk m v el zu g.vvem Matze aber auch blohe Anfänge. vteU lchrtig^, ha ber des °u »i« ä-ä&Ä Oivf.vga. ÄichtA wird davon gesagt, datz Heitors tava KÄXÄ’Ä«.-«» nn& den Hügel darüber zu em 9 ,19/ feine Gebeine jSHJ sX Kb bS'en seines Freundes zusammen in einem Grabe beigeseht werden sollen. „ , „ .. So ergibt sich denn aus der kurzen % älebeiweste auch bei unseren Hügelgräbern Spuren von emer -Um HüllwrgLer eigentlichen Graburne nachversen konnte. Recht und Rechtsphilosophie. Bon Ernst Zitelmann?) Wenn es je eine Zeit Problemen zugewem.ew Jurist in der Wirklich ita * Oahr- W.'WWKtLft fc£?'«ta«n«!SfftmtKÄari« aw* effcaMtkOölto- Ä M« L-,'» •*Äg a.Ä'rS’ÄÄ ÄS. ft »u Staaten ist von heut au, morgen die, staatliche srwftt ä ft Staaten wurden Grundsätze und Einrich.ungrn des Rechs, £ ^i? tan$ bestanden, umgestotzen, neue noch nie a«°esme entstanden- talbst das Privatrecht, das uns als em tatrcIj Oabr Anderste g-festigter, ja geheiligter Besitz erschien zerbrach hier Minz zerbröckelte dort; weite Teile des Gebiets, auf bem eS bisher unbestritten herrschte, wurden durch das öffentliche Recht besetzt. Kurz alles Rech" erschien schlietzlich als eine von politischen Leidenschaften selbstischen Trieben der Berufs und Klassen und blinden Mällm abhängige, von heut auf morgen verandetkiche, vergang- kiche Masse. Durch dieses sich stark aufdrängende Bild wurde die Achtung vor dem Recht in weiten Kreisen zerrüttet was wlrtaq- lich mit Schrecken erlebeit; zu gleich aber vermehrten sich re Zweifel an dem Wert der dogmatischen Rechtswissenschaft. Gewltz ist das ihre Schwäche, datz sie es mit einem derart vergänglichen positiven Stoff zu tun hat: ein großer Teil der Arbeit, die sie unablässig am geltenden Recht leistet, ist damit von vornherein zur Vergänglichkeit verurteilt und wird rasch wieder Staub zu Staub. Desto wichtiger ist es. immer aufs neue zu betonen, datz dies doch nur ein Teil ihrer Arbeit ist und datz sie zum anderen ^«l von Wechsel amb Umsturz unabhängig ist. in allen den Fragen nämlich, die durch ihre Allgemeinheit in irgendeinem Sinn von der Geltung emes Bestimmten Rechtsinhalts unabhängig sind. Der Anreiz, sich diesen *) Der berühmte Bonner Jurist starb am 28 Rovember 1923 ßm 71. Lebensjahre. Die obigen, fast provheiish anmutenden Ausführungen sind seinem Beitrag zu dem nächstens erschei n den 1.Bande der „Rechtswissenschaft der Gegenwart in Velbstdarstellungen" (hrrausg"g"ben von Prof ssor Dr. Hans Planitz in Köln) mit Erlaubnis des Verlegers Felist Meiner ta Leipzig entnommen. Welche Frage? Die allermeisten Mütter sind ganz gewtz unmittelbar bereit definitiv und mit Rein darauf zu antworten. Jedenfalls haben meine Kinder vom ersten Tage ab sowohl ^^ies^Ansicht stützt man auf dem allgemeinen Brauch. t?m Anfang an jeden Lärm und jedes grelle Licht zu vermei'^en, damit das Ki'ch nicht geweckt wird. Aber man übersieht dabei dah solche Vvrsich'smaßregeln mögsicherwei'e doch ü^rslusstgseta konnten obgleich sie in allen Familien durch chnittlich hergebracht sind Wan übersieht die groß 2 äln^enntnls derAllgemem^at fauch die der gebildeten Allgemeinheit) über dre Entwicklung des nor niCl g€'bir^er Menschweitz möglicherweise, datz Bee t Hoven schon mit dreißig Jahren an einer immer stür, er werdenden Schwer- Hörigkeit zu leiden anfing; aber er ahnt rn der R.qel nicht, da» wir alle in der Zeit gleich nach unserer Geburt vollkommen stocktaub gewesen sind. „ ,.. ... -- Ewe der Vo aussehungen für nvrmata- Gohör ist, datz sowohl der üuhere G-ehörgang wie die Paukenhöble mü Luft g^ullt smd Aber bei der Geburt ist dieser ganze schalleitende Teil des Gehör- | SSrate?, mit Flüssigkeit gefüllt. Dies ist schon Grund genug für das Taubsein. Aber es ist nicht die einzige Ursache Denn obgleich die betreffende FIMigkeit nach einigen Stimden (oder laug stens einigen Tagen) verschwindet, besteht die Taubheit unser 1 mtadeA^und diesistker Fall wchdem sowohl Gehörapparat wie Gehörnerv jetzt vollkommen für ihre cf 'nktion in Ordnung sind. Die Leitungswege. welche die Gehoremdrucke vom Gehör nervenkern (im verlängerten Mark) nach dem Gehorzentimm h der Rinde des Grotzbirns) lei en sollen, sind nämlich, noch nicht fertig Dies werden sie erst nach und nach in der zwei en dis zu der fünf "en Woche. Glnch'eitig hiemit fangen Gehoreindmcke au zum Bewutztsein vvrzudrrngen, zuerst undeutlich und nachher immer flarer. gekommen um in der Rähr des Kind^^auf den Futzspihen zu gehen und um zu flüstern wenn man seinen Schlaf nicht stören will. Denn von der fünften Woche ab tft fetn Gehör so sein, datz es sogar durch verhältnismäßig geringfügige ©itttoicnung des Gehörs dürfte vor allem von der ferneren Entwicklung der übrigen Hirnrindenteile abhängig ’TTtatw dem seltsamen Titel: üleber die Erbsünde t»»« biologischen Gesichtspunkt sowie einige a noer „Aergernis erweckende" biologisches la uderein hat ein schwedischer Arzt Ivar Droman em ^al^ Heft das zarte hellgrüne Rispengras schlug sanfte "Dellen wie ein grünes Meer. Ein zitternder warmer Dunst webte drüber hin, in welchem der ferne Wald am jenseitigen Rand der Wiese fast verschwand. — Bon der goldenen Helle war der Jägerbursche ganz geblendet, aber diesmal säumte er nicht und ging durch das hohe Gras in die Wiese hinein. Die Bienen summten um «hn her, und viele Schmetterlinge flogen über das blühende Gras. Sie dehnte sich weithin, — ihm war, als sei er schon stundenlang darüber hingegangen und es befiel ihn eine große Müdigkeit. — Es stieg ein feiner süßer Duft aus dem Grase auf, da legte er srch nieder, um auszuruhen. , . Alm ihn und über ihn neigten und beugten sich die Halme im Winde das Bienensummen tlang wie ferngedämpf es Orgelbrausen, und über sich, hoch im Blau, sah er groß:, weiße Vogel treu en, die blitzten im Sonnenlicht wie Silber. Wenn er zuweilen blinzelnd Unaufschaute, so war es. als schwebten sie dicht über ihm, und dann wieder erglänzten sie wie ferne silberne Sterne hoch an der blauen Himmelswölbung. , Bald schlief er ein, und als er erwachs, sah er um Nch und auf der Wiese reges Leben. Schöne Mädchen mit zarten Füßen gingen einher. Einige trugen silberne Sicheln und schnitten das Gras Andere häuften es mit goldenen Rechen, schon stand es weithin in Reihen. — Zwischen ihnen weidete eine Herd:, Rehe. Sie batten silberne Hufe und der Bock ein silbernes Gehorm — Jetzt stand die Sonne tief, und ein kühler Wind wehte. Dir Rehe ftxmen dicht zu ihm hin. er hörte sie. wie er so dalag. an fernem Ohre schrauben Auch der Bock kam und sah ihn ml' klugen Augen an Er stand auf und näherte sich den Mädchen: sie blickten freundlich und eine von ihnen gab ihm einen Rechen rndie Hand, daß er ihnen helfe. Er tat es fleißig. Keine sprach ein Wort, doch ab und zu blickten sie ihn lieblich lächelnd an. Schnell sank die Sonne, und es begann zu dämmern. Warme Luft entströmte dem gemähten Gras und im Wald begannen die Rachtigallen zu schlagen. Er war müde vom Arbeiten und setzte sich nieder auf einen Grashaufen, um einen Augenblick zu ruhen. Aber unversehens schlief er ein. und als er erwache, war es dunkel und er lag auf dem Moos im Walde. Der Mond schien hoch und schon verblassend durch die Wipfel und ferne dämmerte das Licht des Tages. — Er stand auf. Im weiten Umkreis sah er nrchts als Baume, alte movsgraue, wohlbekannte Stämme, er hörte den Rachttau sn schweren Tropfen von den Blättern fallen, dir sich leise atmend in der kalten Morgenluft bewegten. Ihn fror. Er streifte lange umher, und zuletzt fand er sich vor dein Jägerhäuschm, dessen Fenster im ersten Sonnenstrable glitzerten. Das alte Mutterlern stand vor der Tür und schaute blinzelnd nach ihm aus: Kind" sagte sie. „wie lange warst du im Walde? Du siehst aus. "als fei dir die Waldfrau begegnet, was blickst du so sonder- Er konnte achr nichts entgegnen — und auch zum alten Großvater wollte Tein Wort von dem. was er gesehen über seine Lwpen. Träumerisch und grübelnd ging er umher, und die al' en Lmte wunderten sich über sein schweigsames Wesen. Er hütete fern Geheimnis wie einen Schah und dach e. es könne ihm verloren gehen, wenn er den Großeltern davon erzählte. Die beiden Alten waren oft bekümmert über ihn. Es ist nicht g-tt. sagte der alte Jager daß der Jung: so ganz allein im Walde schweift. Er ist ein Sonntags- Knd und die sehen manches, was solchen jungen Menschen nicht tauglich ist. Die Alte nickte und beide dach'en an die verzauberte Wiese von der sie wohl mehr ahnen mochten, als ft: dem Jäger- burschen hatten merken lassen. — Und die gute Alte murmÄte heimliche Sprüche über ihn und ließ vom Pfarrer einen Buschel weihm darin waren die Kräuter Aberraute, Sveik und Wrdertvn gebunden, das lag des Rachts unter seinem Kiss«! und sollte ihn feier, gegen alles böse Wesen. — Aber stumm und träumerisch blieb er; immer dachte er an die gebeimnisvvlle Wiese, und oft, weirn die Tiere des Wald's so zahm um ihn Herumstreif "en, frag er sie: Kennt ihr auch die Wiese? Habt ihr den silbergehörnten Rehbock gesehen? Aber wenn er gleich meinte, mit ihren llugen Augen würden sie ihn verstehen — er bekam keine Antwort. Einmal war er schon v»r Tagesanbruch fortgeoangen und weit umbergestreift. Gegen Abend kehrte er heim und schlenderte in der Rahe des Jagdschlosses vorbei. Dort war der Wald dunkel und schweigend. Er hielt den Blick auf den Boden gesenkt, da sah er es auf dem gränen Moose schimmern wie rote Blutstropfen. — Erschrocken bückte er sich nach den Flecken: Es waren dunkelrvte Rosenblätter, die da in Menge verstreut lagen. And er wunderte , sich, denn nur im Garten des Pfarrers hatte er solche Blumen gesehen. Wie kamen die hierher? — Er behielt einige in der Hand, sie dufteten so süß!' Als er nach Hause kam, empfingen ihn die beiden Alten sehr aufgeregt. Sie erzählten, was sich ereignet habe: Eine junge Gräfin und Richte des alten Grasen sei gekommen, um im Jagdschloß zu wohnen und im Walde zu jagen. — Sie erzählten weiter, sie fei nur mit ein paar alten Dienern gekommen, habe den Schlüssel des Jagdschlosses verlangt und bis die Diener es für sie zum Wohnen bereitet hätten, habe sie im Walde gesessen und stolz und hochmütig drein g^chaut. — „And von uns will sie nichts wissen," sagte Der alt« Jäger, — „ich habe sie gefragt, ob sie nicht dich in ihre Dienste nehmen wolle, — aber sie hat nur kurz geantwortet, sie brauche niemanden." — Aeber dieses waren die beiden Alten besonders erregt, Sie waren betrübt, denn sie hat en immer einen rechten Herrschaftsdienst für ihren Enkelsohn gewünscht. Dadurch, hatten sie gehofft, könne doch noch ein richtiger und tüchtiger Jäger aus ihm werden. Der Bursch selbst war aber froh, daß ihn die Gräfin nicht gewollt hatten denn er war scheu vor Menschen, und von diesem Tag an machte er immer einen Amweg um das Jagdschloß herum. Des RachtS schlich er einmal vorbei. Es lag totenstill wie vordem, — nur war Tür und Fenster weit geöffnet, und innen strahlte es von Licht. — Im Walde war ihn jetzt oft, als höre ec vog ferne helleS Jagdgetön, Hörnsrblasen, Pferdewiehrrn, Hu.nde'ebell und lauten Z iruf, Aber er meinte, es sei nur Einbildung d na es konnte ja nicht die Gräfin sein, welche keine Hunde un» bloß die wenige« alten Diener hatte. Die strich gewiß allein durch den Wald, und er sann darüber nach ob auch sie vielleicht einmal die Wiese erblicken würde. Er merkte aber im Wald ein anderes R gen wir vorbei«. Die Dög-rl verbargen sich und schwiegen ängstlich. Reh« und Hasen wagten sich nicht mehr aus dem Dickicht, und selbst die Blumen schienen unscheinbar zu werden und ihr Prangen zu verbergen. Rur der Enin c Fingerhut schimmerte und wucherte üppiger als sonst, und rote Tvllkirschm und der leuchtende Sturmhut wuchsen überall hervor, auch das Bilsenkraut und der gif ige Schierling, Schleimige graue und braune Schwämme bedeck wn den Boden und der blutrote Fliegenpilz drängte sich dazwischen. Manchmal fand er die Spur dec Gräfin, sah den Abduck ihrer hohen Stöckelschuh« im feuchten Waldboden und wunderte sich über die sonderbar« Form. v Er dachte nun nicht mehr so oft an die Wiese, sondern wie wohl die junge Gräfin aussehen könne, und trotz der Erzählung des Großvaters meinte er, sie müsse so freundlich blicken wie die schönen Mähderinnen auf der Jaubrrwiese. Eines Tages fand er ein langes goldenes Haar an einem Strauche. Ec nahm es und spielte damit, ließ es aufgerollt inr Winde fliegen und in der Sonne blitzen und wickelt es dann fest um seinen Finger, daß es aussah wie ein goldener Ring. AlÄ er aber eine Weile damit gespielt hatte, faß es ihm so fest am Finger, daß es sich weder abst reifen noch abwickelst lieh. —. Gr bat die Großmutter am Abend, es abzunehmen, aber die Alte mit ihren blöden Augen meinte, er habe sich geschnitten, band ein Läppchen um Lei: Finger und ein Ringlein aus Hvllunderbast darüber. Dazu murmel"« sie viele Sprüche und Gebete. Run war es sonderbar: von diesem Tag verstumm"« das Jagdgetön, über das er sich so gewundert hatte. Dafür hörte er im Walde ein Schleichen und ein Knistern, ein Hauchen und Flüstern um sich herum und den Schall von leisen Tritten hinter sich, so daß er stutzte und sich umsah und in die Büsch: spähte. Gin unbehagliches Gefühl überschlich ihn: da er aber nie «was anderes erblickt«, als was er gewöhnlich im Walde sah, so achtete er bald nicht mehr darauf. Eines Tages schlief er im Walde ein. Da träumte ibn. es Wm« ein Mann daher, hinkend wie der, Bettler an der Kirchentür. Der träte zu ihm heran, zeigte ihm ganz nah ein schreckliches Gesicht und wollte seine Hand e greifen. an der er vom Lävvchen und Hvllunderbast verborgen das Goldhaar trag. Dann stieß er aber die Hand weg, wie wenn er sich verbrannt hätte, murrte und grunzte Ivie ein Tier und kroch eilig in die Büsche. — Der Bursch erwachte mit Schrecken, da der Wald aber so traulich um ibn lag versank er bald wieder in S fVaf. — Aad wieder träumte ihm, es kam» einer daher, klein und bucklig, der führ"« einen zweiten, der war blind. Dicht kamen sie an seine Seile und be 'g'en sich über ihn. Der Bucklige ergriff seinen A>m, hielt dem Blinden die Hand mit dem verborgenen Goldhaar hin und sagte dumpf und leise: ..Säge schnell dielen Ast ab." Da zog der Blinde eine blinkende Säge aus dem Mantel. Als aber feine Finger den Verband der Großmutter berührten, da schrie er laut: „Hollund r^rut, das böse Krut, hältst fremdes Gut!" And all« beide, der Blinde und der Bucklige, zerfielen in Stücke, die Köpfe roll'en zu Boden und die Gliedmaßen fielen ab und krochen einzeln davon. Als der Bursch» kalt vor Schrecken erwachte, mochte er nicht mehr schlafen, er furch'«!« sich und ging rasch nach Hause. Dort versuchte er wieder, das Haar von seinem Finger zu lösen, aber es saß so fest, als sei es darum geschmiedet, und gleißte und glänzte wie rotes Gold. Da band er besorgt das Läppchen und den Hol- lundeibast der Großmutter wieder darüber. Am nächsten Morgen, als er ganz früh im Walde einherging, knackte es in den Büschen. Schon dachte er, nun käme wirklich die junge Gräfin, — aber es war nur ein vermummtes altes Weiblei», welches ihn anbettelte: Den goldenen Ring, den er am Finger trüge, wolle sie haben, und als er sagte, es fei ja nur ein goldenes Haar, das sich darum verwickelt habe und sich gar nicht lösen lasse, wurde sie immer dringlicher: Tue nur das Läppchen ab und den Bast, — ich will dich schon davon b-freien, sag'« sie und drängte immer hartnäckiger. Aber es ward ihm bange, und er ließ sie stehen und ging schnell tiefer in den Wald hinein. (Fortsetzung folgt.) Schriftleituna: Dr. Friede. Wilh. Lange. — Druck und Verlag der Brühl'schen Anlv.-Buch- und Steindruckerei R, Lange. Gießen.