Gichener Zainilienblatter Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgang |92< Sckmstag, den <7. Mai Nummer H 3m Lonnenwinkel. Von Pz wischen den wilden Wursböden und saftiges Gekraut, und seitdem ist der Windbruch ein Hauptrehstand und meine Lieblingsecke. Sin leichtes Hagen ist hier nicht. Druflhoch steht das alt« Pfeifengras und das Kreuzkraut, brusthoch ragen die Disteln und allerlei Gebüsch wuchert zwischen den moosigen Blühen, die übersät sind mit dürrem Astholz, Wurzelend-en, Rindenstücken und Föhrenzapsen. Zwei hohe Hochsitze stehen zwar hier, aber hat man von da Blick, llettert heran und pirscht sich heran, ja, wo ist denn der Bock? Denn da sind Wursböden und Dornbüsche und Rohr und Baumstümpse, und entweder findet man den Bock nicht wieder oder man verpirscht ihn. Es ist doch , schon eine Viertelstunde, datz ich hier sitze und das Glas vor dem Kopfe habe, ab« bestimmt kann ich es nicht sagen, ob das da ein Bock ist. Ohnt Glas sprach ich es dafür an, aber nun Weitz ich nicht, was es Isis denn viel zu lange Halm« decken ihn. — 82 Allerdings —■ eS waren etwas viel auf einmal. And mancher Italiener fragte sich, ob noch irgendwer in Deutschland zurückgeblieben sei und ob es dort überhaupt noch Not und Elend geben könne, da nicht gar Wenige dieser Romwanderer Lag und Nacht die vornehmsten und teuersten Bergnügungslokale der Ewigen Stadt frequentierten und Ansummen für Sekt und Wein verausgabten. Man mag alles wohlwollend berücksichtigen, das Gefühl der Ausgehungertheit nach, dieser schrecklichen Inflationszeit, den vernichtenden Sparsinn und die lockere Hand des Geldausgebens, alles, alles, so darf dennoch der moralische Schaden, den unüberlegte Prasser an dem Ansehen ihres Volkes verübt haben, keineswegs unterschätzt werden. Sicherlich judeln die Hoteliers und Gastwirte und wünschen sich die Deutscheninvasion bis in alle Ewigkeit fortgesetzt, sicherlich wird durch die mannigfachen Be- rüh.nngspunlcke dos Verhältnis zwischen Deutschen und Italienern, besser, fester und inniger werden, ganz harmonisch waren indessen die letzten Lage doch nicht, irgendein Stachel, eine nagende Frage blieb übrig, die zweifellos von den Aebelwollenden für ihre Zwecke ausgebeutet werden dürfte. Es waren Zehn taufende unter den Deutschen, Studenten, Mittelständler. Handwerker und Angestellte, die ihre kleinen Ersparnisse, bescheiden und trotzdem innig ge- nießend, aufbrauchten — traf ich doch Reisegruppen. die mit 10 und 15 Lire (2 und 3 Goldmark) im Lag ihr Auskommen suchten und auch fanden: einige Hunderte aber, denen auch die 500 nutz eine Lappalie bedeuteten, wollten um jeden Preis die deutsche Rot ad absurdum führen. And sie haben es mit Erfolg besorgt. Nun ist e3 wieder stiller geworden, da nach den Fchertagen die Rompilger -mit und ohne päpstlichen Gegen sich heimwärts und die begüterten Sonncnanbeter weiter südwärts gegen Neapel und Sizilien gewandt hatten, zumal auch die Targa Florio, das berühmte Autorennen, eine erkleckliche Anzahl nach Palermo lockte. And so beginnt Nom wieder den Römern zu gehören, die während der Feiertage in der Menge der Fremden fast verschwunden waren. Ja. «8 ist ein Dock, und es ist der, Len ich. suche. Jetzt zieht! er langsam weiter, natürlich spitz von hinten. Der Wind ist gut; ich will es wagen. Drüben die krumme Dirke soll mir den Weg weisen. Nun bin ich unten; es hat sicher zehn Minuten gedauert, das Herunterklettern, denn der Dock warf alle Augenblicke auf. And jetzt bin ich'auf der Mitte der Blöße, aber der Dock, ja, wo ist der? Er mühte dort sein, aber er ist nicht da. Doch ist er es; er tritt hinter der krausen Dirke hervor, aber natürlich steht ex jetzt spitz von vorn und ist von den Bronkbeeren bis zw.n Hals« gedeckt. And sichern tut er zum Aeberflusse auch noch. Hetzt wird er sich wieder äsen, denn ich sehe nichts von ihm. Soll ich, oderi soll ich nicht? Es liegt abscheulich viel Geknick überall und Drom- beeren sind mehr da, als nötig sind. Ich wüll lieber noch etwas toÖlt3ft das hier ein Leben heute! Goldammern, Hänflinge, Zaun- tönige, Draunellen, Lauben, Häher, Finken, Grasmücken, Drosseln, alles ist im Gange. And da hoppelt ein Hasse und hier zieht ein Schmalreh hin, und frische Sdelwildfährten stehen im anmoorigen Boden und hoch in der Luft rudert der Kohlrübe hin. Aber wo ist mein Dock? Himmel, da steht er auf 80 Gänge vor mir, ganz frei, aber spitz von hinten, die Stangen sind doch noch so brav wie im Vorjahre und seist ist der Bursch- dah es eine Freuds ist. And so rot wie er, ist wohl kein Dock hier. Wenn er sich nur anders stellen wollte! Er gehorcht; aber jetzt deckt ihn der Weidenbusch. Nun steht er breit, aber hinter einem gießen Fichtenstumpfe. And jetzt tritt er vor, steht aber halbspitz nach vorne. And nun; deckt die Dirke sein Blatt. Meer jetzt, jetzt steht er gerade recht! Anstreichen? Ach, Ansinn! Knick! sagt der Stecher und der Dock wirft aus und dann wirft er im Knall die Hinterläufe in die Lust und fort ist er. _ Ich merke mir den Anschuß und gehe leise heran. Lieser Eingriff, und hier, quer über den Stamm der Dirke gemalt, hellroter Schweiß; das gibt leichte Arbeit. Nun aber schnell den Hund holen! Als ich den Wald hinter mir habe und um den runden Weidenbusch sehe, sitzt der Hand hoch aufgerichtet da mit empor- aezogenen Behängen. „Komm, Kleiner!" Er pfeift jubelnd auf und dann schnüffelt er an mir herum. Aber dann zieht er; er weiß, es gibt Arbeit. Zu leicht ist sie heute, viel zu leicht; nach vierzig Gangen hat der Spaß ein Ende; kurz Blatt hinein und heraus, damit konnte Der Dock nicht weit kommen. And die Stangen sind doch viel besser, als es zuerst schien, oben ein bißchen müde, aber unten kräftig und brav geperlt. And viel weniger als vierzig Pfund wird er nicht wiegen. — So hat es sich doch gelohnt, das Gewitter. Römischer Mai. Don Georg Strelisker. Dis zu den Osterfeiertagen blieb selbst in der Ewigen Stadt der Frühling versteckt und hat nur hie und da durch einen kleinen, blauen Himmelsfleck Ausguck gehalten, ob es nun auch schon an der Zeit sei, mit lindem Blütenduft und der ihm eigenen, farbenreichen Lichtsymphvnie einzuziehen. Meistens hielten südlich über bei- Campagna und nordwärts über Toscana und der Po-Ebene breitgeballte Wolkenreiter düstere Wacht und ein Regenschauer folgte dem anderen. Richt das Sehnsuchtsmotiv war vernehmbar in den kraß abwechselnden Stimmungen trüben Herbstgeläutes und drückender Sommerschwüle, nur ein schier kaum ertragbares Warten der Menschen und ein Zögern in dem Erwachenwollen und Erblühen der Natur verriet, daß etwas nicht kommen wollte, was schon längst fällig war. Indes änderte sich dies mit einem Schlage, als der Massen- vsterzug der Deutonen sich knapp vor der 500-Marksperre über die Alpen wälzte und in — fast möchte ich sagen — wenigen Stunden gleich einem ausgehungerten Heuschreckenschwarm alle verfügbaren Quartiere von Venedig bis nach Neapel zur Gänze auffüllte, so baß Hunderte auf den Bahnhöfen oder im Freien übernachten mußten, falls sie es nicht vorzogen, sich abseits von der großen Heeresstraße der Oster-, Rom- und Sonnenpilger, in Livorno, Pisa, Padua und anderswo ein Asyl zu suchen. Sn Rom selbst hatten schon seit Anfang März die Hotelpor- liers mehr Achselzucken wie Kopfnicken zu vergeben. Die früher gekommen waren, wollten nicht abziehen, ehe sie den römischen Frühling begrüßt, und die Nachfolgenden stauten sich schon ante Portas. Aber erst zu den Osterfeiertagen öffnete sich der römische Himmel und ließ eine Flut von Licht und Glanz hernieder. And diesen Frühling hatten die Deutschen mitgebracht, besonders die Frauen, die in blendendem Weiß, geradezu strandmäßig ausgerüstet, über den Korso und durch die Eingänge des Kolosseums sich preßten, während die italienischen Damen oft noch im Pelz herumgingen und dem lauen Kosen nicht zu trauen schienen. Einen derartigen Fremdenzustrom hatte Rom schon seit vielen Hahren nicht erlebt. Erst waren kurz vor den Wahlen aus allen Gauen des Landes Tausende faszistischer Bürgermeister hierheu geeilt, um ihrem Heros Mussolini die Reverenz zu erweisen, dann begannen die lauten Tage vor und während der Wahlschlacht, deren Ergebnis nicht zweifelhaft sein konnte, da nur die saszisti- schen Wahlplakate den Abend nach ihrer Anschlagung erlebten, während die anderen unweigerlich verschwanden, kaum daß man sie affichiert hatte. And nun die Deutschen! Doch nicht die Maitage sind es, die mir Rom unvergeßlich machen. Erst die immer wärmer werdenden, immer dumpfer und schwerer verklingenden Abende mit ihrem warmen Duft, brin-' gen die eigenartigen Reize dieser Stadt zum Aufleuchten und Verklärung. Wie seltsam mutet doch das gesellschaftliche Leben in der Basilica Alpin an, wo nun in einem altrömischen Katakombenbau eines der vornehmsten, römischen Vergo.ügangslokale hineingezwängt wurde, mit Ampeln und weichen Teppichen und süßer, schluchzender Musik. Das neue Rom triumphiert in den Ruinen des alten Rom und diese Ma.-ern, die vor Jahrtausenden noch manches Leid und so unsäglich viel Schmerz und Verzweiflung gesehen haben, müssen nun gelockerte Ssktstlmmung umhüllen, müssen all die modernen TaazwAea ertragen, nach denen auch die heutigen edlen Römerinnen dürsten. Nirgends wirkt der Kontrast zwischen längst Versunkenem und überhitzter Lebensfreude seltsamer als hier. Wenn man abends nach dem Vesperläuten von der Villa Borghese gegen die Piazza Espagna zugeht. trifft man auf der berühmten spanischen Treppe, die zu dem Dlumenmarkt auf dem spanischen Platze hinabführt, drei Musikanten. Immer zur gewohnten Stunde finden sie sich hier ein, ziehen aus den schwarzen Futteralen ihre Instrumente heraus, eine Flöte, eine Violine und eine Baßgeige. Wenn dann die Leute aus der Kirche heraustreten, bann beginnen sie mit dem Spiel. Dann mischen sich dis zitternden Laute der Violine mit dem quirlenden Ton der Flöte und den dumpf nachhall enden Akkorden der Baßgeige und der taue Äbendwind trägt die Klänge weit über den Platz, hinein in die Straßen, wv sie in dem lauten Rufen der Zeitungsverkäuser, im Getute der Automobile und im Geklingel der elektrischen Straßenbahnen sanft vergehen. In anderen Orten würden die Leute sich zusammendrängen, einen Kreis bilden und neugierig diesen drei alten Männern, von denen einer sogar blind ist, aufhorchend zusehen. Hier gehen fiel vorüber mit leisen Schritten, andächtig, um nicht das Spiel zu stören, im Vorbeischreiten einige Centimes in den aufgestellten Hut hineinwerseckd, steigen die breiten Stufen hinauf und hinunter, um irgendwo fern von den anderen, allein, von keinem Gesicht bedroht, innezuhalten und zu lauschen, Da und dort stehen welche mit abgekehrtem Antlitz und widmen eine Minute der Andacht. Anten vom Blumenmarkt, wo sich alle Köstlichkeiten des südlichen Frühlings zusammenfinden, Rosen, Lilien, Orchideen, blühende Mandelstöcke und Palmen, strömt ein wundersamer Dust empor und zittert wie eine auskeimende, unendlich starke Sehnsucht durch die Luft. Diese drei Greise in ihren abgerissenen Anzügen, mögen sie nun neapolitanische Liebeslieder oder die schmelzenden Motive aus alten italienischen Opern ihren Instrumenten entlocken, sie preisen in ihrer stillen, unaufdringlichen Art das Leben und die Freude. Sn ihren Liedern nehmen sie Anteil daran und werden, wie sts ba einsam zusammenstehen, in sich versunken, groß, schön und liebenswert. _ „, Denn hier blüht der römische Mai in seiner unendlich prächtigen Vielfältigkeit, hier findet sich alles zusammen, was dieser Stadt den zauberhaften Reiz verleiht, der alte, fulturgebungte Boden, Gesang und Blüten, die stolze Anmut der Spaziergänger — 83 - anb SpaziergSngerittnen, die wie im Tanze bahinwandeln, gehoben Und wieder eingelullt von den berauschenden Weisen, übervoll bte Herzen — eben ein Maiabend in Storni Der Frühling in der Musik. Don Dr. Anton Mayer. Der innige Zusammenhang von Statur und Musik ist schon In den frühen Tagen des Altertums erkannt worden. Für die griechische Philosophenschule der Pythagoreer bildete das Reich der Tone einen Bestandteil des Weltalls. Die Sphärenmusik klang nach ihrer Meinung durch den unendlichen Raum, nach deren Rhythmus die Planeten den kosmischen Reigen tanzten. Wie nach der dichterischen Ansicht der alten Weisen die Ewigkeit tönt, wenn ihre Klänge auch unseren Ohren verborgen bleiben, so hat der irdische Wechsel der Statur, haben die Jahreszeiten stets im musikalischen Leben der Menschen eine wichtige Rolle gespielt. Ernte im Sommer und Weinlese im Herbst gaben Ver» anlassung zu frohen Dankliedern, der Winter forderte zu Bitten um Erlösung von Sturm und Kälte auf; aber die meisten und schönsten Gesänge hat der Frühling gezeitigt. In der erwachenden Statur singen die Vogel wieder nach dem winterlichen Schweigen, und die Menschen befreien ihre Brust von dem langen Druck trüber Tage unter den helleren Strahlen der Sonne durch Anrufung der belebenden Kräfte stets wiederkehrender Erneuerung. Die Zahl der im Volke entstandenen Frühlingslieder sind Legion, vom heiligen Sang zu Ehren des Fruchtbarkeit spendenden Gestirnes bis zum sehnsüchtigen Ritvrnell verliebter Herzen, das häufig improvisiert den primitiven Empfindungen frühlingshafter Zuneigung treffendsten Ausdruck verleiht. Roch heute kann man in italienischen Landstrichen, die vom Fremdenstrom ziemlich unberührt geblieben sind, solche Zwiegesänge hören, wenn etwa der Bursche das am Brunnen wasserholende Mädchen erwartet, und ihr in kunstlosen Reimen zu einfacher Melodie von Sonne und Liebe, Frühling und Sehnsucht singt. Dann nimmt das Mädchen Melodie und Versrhythmus auf, und offenbart ihr Verlangen in gleicher uralter Weise, wie es schon Generationen im lenzgeborenen Liebesliede getan haben, das elementar entsteht, gleich dem Jubel der zurückgekehrten Singvögel. Die Freude, das Aufwärtsstrebende der Jahreszeit prägt sich wie in der Statur auch in der Mussik aus, die als Liedmelodie int Frühling erblüht, oder ihn als Kunstschöpfung in Tönen wiedergeben will. Die 'Verse Fausts aus dem Osterspaziergang: „Doch jedem ist es eingeboren, Das) sein Gefühl hinauf und vorwärts drängt, Wenn hoch im blauen Raum verloren Ihr schmetternd Lied die Lerche singt “ berühren das unruhige Sehnen des Menschen nach lichter Höhe in seinen letzten Tiefen; aus diesem Gefühl heraus sind Musikstücke nach dem Frühling benannt worden, denen der Komponist wohl das sonnig Stürmende, aber nicht die Bezeichnung selbst gegeben hat. So ist die Violinsonate in F=®ur von Beethoven ganz allgemein unter dem Titel „Frühlingssonate" bekannt ebenso wie die erste Symphonie in ö-Dur von Schurn a n’n denselben Zusatz erhalten hat. Beide Kompositionen der- dienen ihre Staaten auf das vollkommenste. Schlägt Beethoven mehr die schwärmerische State aufblühenden Liebesglückes an, die sich erst in den letzten Sähen zu lebhaften Ausbrüchen hinreihert läßt sieht er hier vielleicht das unter leuchtendem Himmel träumende Glück durch die Seele seiner Frau, so ist Schumann ganz der stürmende feurige Ritter, der Frühlingsgott selber, der mit rauschenden Fanfaren im Eingangs-Adagio seinen feierlichen Einzug hält, ehe er im Allegro in stürmendem Statt über das Land sprengt, alles Morsch« von Bäumen und Sträuchern schüttelnd. Wo er aber vorübergezogen ist, blühen Blumen auf, springen die Knospen aus beengender Hülle; und es ist fast, bei der machtvollen Wiederholung des Fanfarenthemas im Durchführungsteil mit seinen langhallenden Fermaten, als hielte der reuige Gott für einen Augenblick im Lause inne, und sähe lachend über die eroberten Lande die nun „vom Eise befreit“ vor feinem Blicke liegen. Aber mich hier kommt das stille Sinnen, wie bei Beethoven, zu seinem Stecht; die getragene Cellomelodie des zweiten Satzes führt uns auf die Suche nach der blauen Blume, die im Frühling ersprießen mag und die alte romantische Sehnsucht erfüllen soll ... Die weiche Stimmung dauert nicht lange; der etwas unwirsche Scherzo- Anfang mit einigen verspäteten Stegen ober gar Hagelschauern vertreibt sie. Bald aber verziehen sich die Wolken, Elfen mit Waldgeistern führen den lustigsten Steigen, und unter Klingen Und Jubeln rauscht in immer wachsendem Schwünge der stolzeste Eiegeszug hinreihenden Lenzes an uns vorüber. Die bekanntesten und den meisten Hörern wohl fntnfaltig« st en Darstellungen des Frühlings sind die musikalischen Gemälde des ersten Teiles von Ha h dn 's „Jahres ze it en“ und Mendelssohn 's Vertonung der Goetheschen „Walpurgis- n a ch t". Beide schildern in einem dem Chor vorausgehenden Vorspiele den letzten Kampf des Winters gegen die Unwiderstehlichkeit der kommenden Söärme, beide feiern in jauchzenden Gesamtgesängen die Kraft und Schönheit des neuerstandenen Lebens. Der jüngere Komponist ganz besonders von den Worten der Dichtung getragen, der ältere in der mehr kontemplativen^Beschau- llchkeit eines zufriedenen Gemütes. Haydn beschränkt fach mit leb' nem Text auf die Betrachtung der schaffenden Statur, der Bäume, Pflanzen und Tiere, und gipfelt in der Lobpreisung des gütige^ Gottes; in des Romantikers Musik rumort der heidnisch-germanische Sinn des Gedichtes, das von der Anbetung des Frühlings ausgehend seine Krönung im Siege der alten Mächte über die christlichen Eindringlinge findet. Auch in diesen beiden Ton» schöpfungen lebt die Dankbarkeit der von den Fesseln des Frostes befreiten Kreatur, wie sie in Walter von Stolzings Sierfen in den „SR ei ft er fingern“ nach klingt: „Wann dann die Flur SJom Frost befreit älnd wiederkehrt die Sommerzeit —“ und vor allem sich in den Anfangstakten seines nach Slnficht Beckmessers so verunglückten Aufnahmeliedes zum Glanz des vollen Orchesters gewaltig auf schwingt: „Fanget an! So rief der Lenz in den Wald, Daß laut es ihn durchhallt ...“ Die beiden ersten Akte der „SReifterfinger“ spielen am letzten Frühlingstage, der dritte am Johannistag, zu Sommers Anfang. In Dichtung und Musik ist das SBerben der jungen Jahreszeit also nicht mehr vvrzufinden. Das Werk führt uns mitten hinein in t>aä vollendete Blühen, und zeigt uns das freudige Frühlingsende, den lichtüberglänzten Eintritt des Sommers am heitersten Fest der Sonnenwende. Das heimliche märchenhafte Treiben in prächtigen Frühlingsnächten sprüht in Hans Sachsens Monolog auf, wenn er vom Glühwurm singt, der fein Weibchen nicht sand; die glitzernden Harfenfiguren, die weich sordinierten Geigen und leisen Hörner malen uns die verworren taumelnde Seligkeit junger Harfen unter Blumenduft und Mondschein — „Der Flieder wars! Johannisnacht —" die Tonarten gehen wie in leiser Nachgiebigkeit ineinander über, auf ein paar Zeilen wechseln kl-Dur, As=Sur, E=Sur, und lösen die verträumte Süßigkeit des schwindenden Frühlings in ein unendlich zartes Gebilde verklingenden Schimmers auf — bis bei Sachsens Worten „Slun aber kam Johannistag!“ der strahlende L-Dur-Akkord alle Heimlichkeiten verscheucht, und plötzlich, aus Kraft und Entschlossenheit geboren, lichteste Sommerhelle die Augen blendet. Wohl ist der Frühling vergangen — aber nicht in Trauer und Sorge um fein entschwundenes Dasein: ein anderer reckt sich lachend empor, der die Erfüllung junger Sehnsucht bringen soll, auf den wir hoffen, auch wenn wir noch mit dem bezauberten ersten Chor aus Smetanas „Skrtaufter Braut“ so gerne singen „O du schöne Frühlingszeit!“ Wie Kant beinahe geheiratet hätte. Aovelle von Slugust Schricker. (Fortsetzung.) Der Aufenthalt dauerte fast eine Woche, länger, als man angenommen hatte. Blieb Sophie einige freie Zeit, so eilte sie mit einem schmalen Büchlein, das in Goldbuchstaben die Aufschrift trug: „Kant, Dom Schönen und Erhabenen", an einen stillen, tannengrünen Winkel, wo der Garten in den Wald überging, und las und dachte. Sie kam über die ersten dreißig Seiten hinweg an die Auseinandersetzung über die Temperamente: „Der, dessen Gefühl ins Melancholische einschlägt, wird nicht darum so genannt, weil er, der Freuden des Lebens beraubt, sich in finsterer Schwermut härmet, sondern weil seine Empfindungen, wenn sie über einen gewissen Grad vergrößert würden ober durch einige älrsachen eine falsche Richtung bekämen, auf dieselbe leichter als auf einen andern Zustand auslausen würden. Er hat vorzüglich ein Gefühl für das Erhabene. Selbst die Schönheit, für welche er ebensowohl Empfindung hat, muß ihn nicht allein reizen, sondern, indem sie ihm zugleich Bewunderung einflöht, rühren. Der Genuß der Vergnügen ist bei ihm ernsthafter, aber um deswillen nicht geringer. Alle Rührungen des Erhabenen haben mehr Bezauberndes an sich als die gaukelnden Reize des Schönen. Sein Wohlbefinden wird eher Zufriedenheit als Lustigkeit fein. Er ist standhaft. Ihn deswillen ordnet er feine Empfindungen unter Grundsätze ..." , Während sie so las. stieg die Gestalt des Verfassers vor ihr empor, und sie sah ihn wieder, wie schon einmal am Tische der Gräfin, da er seine Augen nach unten gerichtet hatte, sie dann plötzlich in die Höhe hob und es ihr war, als sehe sie den lauteren Geist, dessen Feuerstrahl durch ein leichtes Gewölk etwas gedämpft wurde, sichtbar hervorleuchten. . „ Sie las nach einigen Zeilen halblaut vor sich hm: „Der muntere und freundliche Alcest sagt: 3d) liebe und schätze meine Frau, denn sie ist schön, schmeichelhaft und klug. Wie aber, wenn sie nun durch Krankheit entstellt, durch Sliter mürrisch, und, nachdem die erste Bezauberung verschwunden, euch nicht klüger scheinen würde wie jede andere? Wenn der Grand nicht mehr da ist, was kann aus der Steigung werden? Nehmet dagegen den wohlwollenden und gesetzten Adrast, welcher bei sich dünkt: 3d) werde dieser Person liebreich und mit Achtung begegnen, denn sie ist meine Frau. Diese Gesinnung ist edel und großmütig. Runmehr mögen die zufälligen Reize sich ändern, sie ist gleichwohl noch immer feine Frau. Der edle Grund bleibt und ist nicht dem älmstande äußerer Dinge so sehr unterworfen. Von solcher Beschaffenheit find Grundsätze in Vergleichung der Regungen ..." Übet diesen Worten kam Frau von Gimborn, die nicht lange I allein bleiben konnte, unter den Bäumen bervor und las als. Ue — 84 — an Sophies Augen sah. bah diese Lektüre auch das Herz beschLf- tigt habe, die beiden Seiten nach. „3a, das i|t er, das ist sein Bild, und du wärest wert, die Seine zu heißen, aber" — unterbrach sie sich — „um des Himmels willen lab mich das nicht gesagt haben, denn was sollte ich tun, verlöre ich dich?" In denselben Tagen, vielleicht an dem gleichen Nachmittage war es, als Kant nach Hause kam, wieder am Ofen sah und sein Blick über die blanken Wände an seinem einzigen Kupferstich, dem Bilde des Verfassers der „Neuen Heloise", vorüberstreifte, er das Wort in Erwägung zog: „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei", und Lampe, der eben eintrat, in geschäftsmäßigem -i-one fragte: „Was meint Er, hätte das Haus Platz für eine ürau? Lampe war von dieser Frage betroffen. Er, der seinen Herrn genau kannte, nahm sie ernsthaft. Er antwortete leichthtn, beschloß aber, der Sache aus den Grund zu kommen. Seit jene Angelegenheit mit der Witwe ohne Erfolg vorübergegangen war. glaubte er jeder Gefahr für seine Stellung, seinen Cinflust, seinen Vorteil enthoben zu sein. Er war Haus-, Hof- und Kellermeister und hatte in manchem schweren Kamp? mit „dem Frauenzimmer in der Küche" seine Stellung behauptet. Ein geborener Würzburger, war er Soldat in preubischen Diensten gewesen, nach erhaltenem Abschied vom Regiment bei Kant in den Dienst getreten und hatte sich diesem durch eine gewisse mechanische Pünktlichkeit und den gutbewahrten Anschein von Biederkeit empfohlen. Da Kant nur einen unverheirateten Diener haben wollte, so heiratete Lampe in aller Stille, und hätte er nicht die Unvorsichtigkeit begangen, eines Tages in einem gelben Dock anstatt in dem weihen zu erscheinen, so hätte der Herr es nie erfahren, dab sein Diener sich eben zum zweiten Male verheiraten wollte. Denn eben zu diesem Feste war der gelbe Dock in einer Trödelbude gekauft worden, wohin er nun auf Befehl des entrüsteten Professors zurückwandern mutzte. Als Diener eines berühmten Philosophen kam er sich selbst bald sehr wichtig und weise vor. merkte auf die Reden seines Herrn bei Tisch, um sie, manchmal in komischer Verunstaltung, weiterzutragen, las die an Kant einkvmmenden Briefe und lernte aus den Büchern, die sein Herr las und gelegentlich zitierte, auswendig, was nicht von vornherein über seinen Verstand ging. Er durfte seinen Verstand nicht sehr anstrengen und brauchte nicht lange zu warten, um zu erkennen, von welcher Seite ihm diesmal das vermeintliche älnheil drohe. Eines Nachmittags, kurz vor der Zeit, zu welcher Kant heimzukehren pflegte, fuhr ein Wagen vor. Lampe hatte eben — es war ein kühler und regenfeuchter Tag — nach dem Thermometer gesehen und in das lustig flackernde Feuer ein Buchenscheit gelegt. Der Ofen heizte die sogenannte Putzstube und das danebenliegende Studierzimmer zugleich. Die Damen, die der Diener abweisen wollte, beriefen sich auf die Abmachung mit dem Herrn Professor, dem sie für heute ihren Besuch angezeigt hätten. Allerdings weise die Ähr noch nicht ganz die festgesetzte Stunde. — Den von einer frischen Fahrt Kommenden schien es in dem Zimmer unerträglich heiß. Sie begriffen nicht, wie man mitten im Sommer Heizen könne und baten Lampe, das Fenster zu öffnen. Dieser belehrte sie nicht ohne Gravität, datz für den hochedlen Herrn Professor 75 Grad Fahrenheit der unverrückbare Stand seines Zimmer-, thermvmeters sein müsse. Frau von Gimborn ging aus dem Zimmer und stellte sich an das Treppengeländer. Sophie blieb, indem sie versicherte, ein ungeheiztes Zimmer wäre freilich angenehmer, sie wolle aber einmal erproben, ob sich nicht etwa auch für diese Temperatur ein zureichender Grund finden ließe. Frau v. Gimborn scherzte beim Hinausgehen: „Du bist auf gutem Wege, mein Kind." ' Nach einigen Minuten trat Kant ip die Haustür, sehr verwundert. Frau von Gimborn an der Treppe zu finden. Er begrüßte Sophie mit Herzlichkeit und bedauerte die Arme, welcher die ungewohnte Wärme Wange und Stirn gerötet hatte. In der ungeheizten Ctzstube und in dem Hörsaale des Erdgeschosses, den die Damen zu sehen begehrten, wurde eine angenehme und leichte Plauderei fortgesetzt, bei welcher Kants und Sophies Augen sich oft begegneten. Als die Damen wieder im Wagen faßen, sprach Frau v. Gimborn ihre Verwunderung aus über die allzu einfache Einrichtung der niederen Zimmer. „Ein Bürgersmann hat es bei uns stattlicher," meinte sie, „als hier der berühmte Professor. Dieses harte. Sofa, die mit Leinwand überzogenen Stühle, der Glasschrank mit dem bißchen Porzellan, die ungeschmückten Wände, die schmalen Vorhänge — das alles hat, da ich daran dachte, wen dieses Haus beherberge, einen fast rührenden Eindruck aus mich gemacht." „So erging es auch mir," erwiderte Sophie, „und ich dachte daran, was Gräfin Kehserlingk mir erzählt, wie er durch diese Cinsach- heit auch zur Zeit, da seine Mittel noch äußerst gering waren, sich doch stets unabhängig, ja bei dem Aussehen eines leidlichen Wohlstandes erhalten habe. Wie zeigt er sich auch darinnen als der wirkliche Weise, der nicht nur zu lehren, sondern nach seinen Lehren auch zu leben versteht." Lampe hatte jeden Blick und jedes Wort zu erhaschen gesucht: als die Damen im Hörsaal waren, legte er sogar fein Ohr an die Tür. Beim Fortgehen vernahm er, im Hausgang stehend, wie Kant sich von den Damen erbat, sie einmal mit seinen Freunden zusammen nach Modilten einladen zu dürfen: bann, während der Herr die Stiege hinaufschritt, trat der Diener in die Küche, warf die Tür ungestüm ins Schloß und schrie die Auswarteritn, mit der er sonst stets in Winfrieden lebte, vertraulich an: „Nun, da sollen wir ja eine Frau ins Haus bekommen," und da die Alts, welche eben mit der Katze einen Sermon gehalten hatte, vor Verwunderung den Mund aufsperrte, fuhr er heftig fort: „Es ist so, gerade war sie da und hat in allen Ecken herumgesehen: die ift'# und feine andere."-- Ein schöner Sommertag breitete seinen Glanz über die Heide, den ernsten Wald und die weite, von Segeln belebte Fläche des Haffes, das zur Linken des Weges heraufschimmerte, der nach Moditten führt. In kurzen Absätzen folgten sich die beiden ersten Wagen. Da um 1 älhr gegessen werden sollte, sah Herr Green, der mit Herr« Motherby das erste Geführt einnahm, mit Befriedigung, daß die Hßr ein viertel vor zwölf zeigte, als sie durch das 6telnbammet Tor fuhren. Ihm folgte Kant, der heute Herrn Stadt- und Kriminalrat Hippel und seinen treuen jüngeren Kollegen Kraus ein» gelaßen hatte. Schon war es zwöls Ahr vorüber, als der Kehser- lingksche Wagen mit den beiden Damen aus den grünen Wällen herauskam. Die Gräfin konnte nicht gegenwärtig fein. Ein Krankheitsfall in der Familie ihres Bruders, des Grasen Truchsetz-Waldbura, hatte sie nach Capustigall, an der anderen Seite des Haffes, tnel- leicht für längere Zeit, gerufen. Unter den hohen Buchen am Forslhause stand der geschmückte Tisch bereit. Vor der festgesetzten Zeit war die ganze Gesellschaft versammelt, der Oberförster begrüßte die Gäste. Frau Wvbser war in der Küche beschäftigt. Kant machte in einer aufgeräumten Stimmung, wie man ihn selten gesehen, den Wirt. Er hatte daS neue Festkleid angezogen, das er jüngst hatte nach der Maxime fertigen lassen, daß man in der Wahl der Farbe zu Kleid unks Weste sich genau nach den Blumen richten müsse. So gehörte zu dem braunen Oberkleide mit braunseidenem Futter, wie er es trug, die gelbe Weste. Dies lehrten ihn die Aurikeln. Sophie stieg aus dem Wagen wie eines der anmutigsten Frauenbilder von Chodowiecki: über einem Winterkleid in Rosa hob sich der gebauschte Rock in blaugeblümter Seide: die Vorderarme und der Ansatz des Halses waren sichtbar: das in die Höhe genommene leicht gepuderte Haar ließ die Stirne zu ihrem Vorteile frei. Kant stellte die Freunde vor, nicht ohne jeden mit ein dm kurzen Worte humoristischer Erläuterung einzuführen. Da war Green, ein reicher Kaufmann, als „Orbit" in dem Lustspiele: „Der Mann nach der Uhr oder der ordentliche Mann", I von einem der Anwesenden vor Jahren schon mit Hebertreibung abkonterfeit. Von straffem Muskelbau, geschmeidig-kräftigen Bewegungen und freiem Blick, zeigte er sich vom Scheitel bis zur Sohle als ein Engländer jener Art, welche die Ration zur Größe geführt hat. Bei ihm wurde das. was Kant erübrigte, „auf In« grossativn" angelegt. Ein Vorfall, an den Kant gern erinnert«, hat die Freundschaft der beiden Männer begründet, da er der Anfang einer bitteren Feindschaft hätte sein können. Beim Ausbruch das Englisch-Nordamerikanischen Krieges fand Kant im Thomphonschen Kaffeegarten eine Gesellschaft, darunter einige Bekannte. Die Rede kam aus die Politik: Kant nahm sich der Nordamerikaner an und ließ sich mit Bitterkeit über das Benehmen der Engländer aus. Aus einmal springt ein Mann im äußersten Zorn aus der Gesellschaft aus, erklärt seine ganze Nation und sich selbst für beleidigt und verlangt Genugtuung durch einen blutigen Zweikamps. Kant, durch den Zorn des Mannes nicht außer Fassung gebracht, fing an, seine politischen Grundsätze und den Gesichtspunkt, aus welchem jeder Mensch als Weltbürger, seinem Patriotismus unbeschadet, dergleichen Begebenheiten beurteilen müsse, mit einer solchen hinreißenden Beredsamkeit zu schildern, daß Green'ihm voll Erstaunen freundschaftlich die Hand reichte, den hohen Ideen Kants beipflichtete, ihn wegen seiner Hitze um Verzeihung bat, am Abend bis an feine Wohnung geleitete und zu einem freundschaftlichen Besuch einlud. So sehr vertraute Kant auf die Kenntnisse und den Geist Greens, daß er jetzt und später alle wichtigeren Sähe seiner Philosophie diesem vortrug, um sie von einem unbefangenen und durch kein System gebundenen Verstand beurteilen zu lassen. Da war ferner Motherby. Verwandter und Handelsgesellschafter des Green, der dem Vorfall in den Dönhofsschen Gründen beigewohnt hatte und seit diesem Augenblick fein Herz für immer an den Weisen gefesselt fühlte, der ihm bei feiner Rede wie von einer himmlischen Kraft begeistert erschienen war. Herr von Hippel! Als die Damen jüngst seine englische Anlage bei den Mitkelhusen besuchten, war ihnen die Mischung von Schönheitsgefühl und Grillenhaftigkeit ausgefallen, die sich in der glücklichen Wahl des Ortes und der herrlichen Aussichtspunkte, wie in dem mit Leichensteinen belegten Friedhof am Eingang, den überall angebrachten Sprüchen, den künstlichen Ruinen, Einsiedeleien und Tempelchen offenbarte. Sah und hörte man dm Mann mit den feinen Zügen, den vollen Lippen und der scharfen Nase, so erkannte man alsbald, wie sehr fein Park die Eigenart seines Geistes widerspiegelte. (Fortsetzung folgt) Schriftleitung: Dr. Friede- Wilh. Lange. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gieße».