Eichener Zamilienblatter Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgang (92$ Dienstag, den K Oktober Hummer^ An die Freundschaft, Von FriedrichNietzsche. Heil dir, Freundschaft! Weiner höchsten Hoffnung Erste Morgenröte! Ach, ohn' Ende Schien ost Pfad und Macht mir, Alles Leben Ziellos und verhaßt! Zweimal will ich leben, Nun ich schau in deiner Augen Morgenglanz und Sieg, Du liebste Göttin! Gedanken an Nietzsches 80. Geburtstag. (15. Oktober 1924.) Von Dr. Anselm Rue st. Was hätte Nietzsche, aus sich rollendes Rad, ewige Bewegung, heute an seinem 80. Geburtstag seinem Tagebuch anvertrauen' müssen? Er, der seit erstem erkennenden Erwachen Selbstanalhse trieb, mit dreizehn Jahren ein Büchlein „Aus meinem Leben" schrieb, Tagebücher über Tagebücher füllte, in allen Werken und besonders noch den späteren Vorreden nicht wenig Selbstbivgraphisches gab, bis er an seinem letzten gesund erlebten, dem 44. Geburtstag die Autobiographie katexochen, den „Ecce homo" wie einen Hchwanengesang — ohne ihn freilich so schon zu meinen! — hinwarf, nach fernsten Zielen warf: was hätte er nun heute, nach wieder einem Menschenalter, eintragen, bekennen müssen? Anders jedoch: kann man sich vorstellen, daß Nietzsche ein Greis geworden wäre, — in sich ruhend unb lebenssatt, ein „vollkommener Mensch", wie Goethe, wie Kant? Dies ist, rücken wir denn die Frage einmal ins volle Blick-- zentrum, in ihrer ganzen Tragweite, ihrer schon sofortigen, wie „unlogisch" wirkenden Extremität und Abseitigkeit, überhaupt nicht auszudenken, gar nicht bis ans Ende zu denken! So daß beinahe etwas von jener höchsten Realität des Physischen, Leiblichen allein aufzusteigen scheint, die Nietzsche selbst immer vorgeschwebt hat; die als letzte „Wohlgevatenheit" tatsächlich so gut denn aus einem vierzig- wie achtzigjährigen Leben bereits restlos aus- strahlen, sich vollkommen in ihm manifestieren könnte. Eine Realität, die als „nur-materielle" von Schwächlingen zu lange verdächtigt, im Gegenteil noch immer eigentlichste Wirkungen auslösen, „Hand auf Jahrtausende, wie auf Wachs" legen soll, — schwerer jedenfalls, als alles von Nietzsche so gehabte, verfehmte Gespenst der Idealität, ilnsterblichkeit, „Seele" .... Ein unerhört steil sich aufdrängenöes Ganzes, ein gradester Aufstieg, Willenskosmos, ein von außen — mit erkenntniskritischer „Schneide", mit „zersetzender" Logik — unangreiflicher Organismus, Individuum oder Atom: so „wird" tatsächlich Nietzsche noch immer, noch heute, vor unseren freilich diskursiv ausnehmenden Sinnen lediglich, was er „ist" — d. h. was er schon von Ewigkeiten her gewesen, darum auch in Zukunft ewig sein wird und sein must ... Ob ein Tag oder tausend . . .; vor ihm variiert sich das Dibelwort: „Tausend Jahre nur* tote ein Tag" — —. Wir aber, die Lebenden, sind darum auch die Zeitlichen noch: wir haben keine andere Form der Auffassung, kein Beispiel für Leben, das anders abrollt als in der Zeit. Änd in Beantwortung der Frage, ob eigentlich Nietzsches Zeit schon gekommen, ob er beispielsweise — gesetzt er lebte dennoch selbst — seinem Tagebuch heute einzeichnen könnte: „Die Umwertung aller Werte" (bei jenem ersten großen zusammenfassenden „Vers u ch" war es bekanntlich, Latz- der schwarze Fittich des Wahnsinns sich über sein Schaffen breitete!) „weiter und weiter in sichtlicher Fortwirkung; die Moral allgemein als DekaLenzsymptom; Leibniz und Kant als „größte Hemmschuhe der intellektuellen Rechtschaffenheit Europas" endgültig durchschaut und abgetan . . .", must ja sogar Las Gegenteil am ausfälligsten sogleich ins Auge springen. Das Jahr des 80. Geburtstags Nietzsche's ist zugleich das des 200. Immanuel Kants; und immer noch zittert die geistige Luft Europas von der Erinnerung an diesen, nein, Wiederhinwendung gerade zu ihm! Ja, aus einer gewissen Perspektive müßte es da manchem fast sogar erscheinen, als ob Nietzsches Stern heute überhaupt erloschen sei. Manchem zum mindesten, der eine andere Alternative als die der „unerbittlichen Logik" (so logisiert er bereits!) kraft der einen Vernunft gar nicht fassen und daher eindeutige, einzige „Folge'' daraus ziehen zu müssen meint: Entweder Moral — oder Im- moral! Wie, hat etwa der Jmmoralist Nietzsche die Kantischen Fundamente der Moral erschüttern, logisch widerlegen können? „Also!" Beide Wege zugleich kann die Menschheit jedenfalls nicht gehen . . . Aber „wer" ist in diesem und jenem Falle „die Menschheit"? Hat es der Formelsucher der Wahrheit, der Förderer nur glattester Entscheidungen einmal tiefer durchdacht? Hat ein ganzes Jahrhundert der erst nach Kants Werk einsetzenden allerkühnsten, allerentfesseltsten Willensmetaphysik, die mit einer solange nur erblickten Physis des Wollens, einer bloß rohen und ungebändigten Natur der Triebe, unmöglich das Entfernteste mehr zu tun haben kann, den Enkel, das heutige Ich, nicht ahnungsvoll wenigstens schon belehren können, hast Der, um den es geht, der jedesmal nur — einzige Träger, Verantwortliche seines Tuns, von feiner allgemein — gesetzlichen Vorschrift oder Form eh überhaupt erreicht wird?. „Die Wahrheit, die Realität selbst muß mit einem Widerspruch behaftet sein": so drängte sich's sogleich nach Kant, der die letzte fast übermenschliche Anstrengung versucht hatte, sie gerade widerspruchslos zu fassen, allen durch ihn freilich erst an die Wurzel des Erkennens geführten Philosophen irgendwie übereinstimmend auf; so Hegel wie Stirner, so Schopenhauer tote Bahnsen. Und so hat sich, als ein Faktum stärker als Logik, auch das Eigentümliche grade ereignet: UeberHaupt die beiden einzigen nur möglichen Feuerstrome der Ethik, die dem Modernen wie eine Fackel den heutigen Weg des Handelns erhellen, sie spürt er aus gerade entgegengesetzten Richtungen her, aus Kant der eine, aus Friedrich Nietzsche der andere entsprungen, kommen, und trotzdem wie in einer Mitte dieses Weges sich treffen! Er fühlt, Last sie sich treffen können und sogar müssen: in einem menschlichen, ja dem allermenschlichsten Herzen oder Wesen. Nicht „die" Menschheit, die „allgemeine" Menschheit oder Vernunft kann es mehr sein, der das älteste Gesetz einer „Moral" — aber auch keine allgültige „Umwertung" sämtlicher Werte als starre Gebotentabelle einfach zu Häupten aufgeßängt wird; sondern Person, Individuum, nie* seiendes, aber ewig noch werbendes Ich heisti nach Nietzsche (und verborgener feit Stirner) der unsterbliche Kampfplatz, auf dem dieses Wissen um jedes nur — eigene Handeln erobert wird. Heute sei nicht von der unendlichen Einwirkung der Sprache, der Worte des Künstlers Nietzsche, von Stefan George, Hille, Holz angefangen über Dehmel, Mombert, Panizza, Däubler hinweg zu Len Jüngsten um Benn die Rede. Hier seien erwähnt nur noch die Lenkerischen Bestrebungen, beginnend mit dem Rembrandt- deutschen uiii> alle dann kreisend um das „individuelle Gesetz bet Georg Simmel, und einen neu zu fassenden, gerade von Nietzsche noch immer inspirierten Wahrheitsbegriff, zu dem heute allerlei fruchtbare Anfänge jedenfalls schon vorliegen: in den Untersuchungen z. B. moderner Individualisten und Personalisten sowie der Schule und Kreise um Ziegler, Flake, Pannwitz, Keyserling, Feldkeller u. a. Aus Nietzsches Kindheitserinnerungen. Nietzsche, der tragische Einsiedler, hat sich bei seinem Emporklimmen in immer höhere Sphären des Gedankens von allen Erinnerungen und Ueberlieserungen, die ihm anhafteten, in einem heldenhaften Kamps zu Befreien gesucht, aber an der Seligkeit seines „KinLerlandes" hat er immerdar gehangen, und dieses sehnsüchtige Zurückschauen auf seine Jugend ist vielleicht der rührendste Zug im Charakter dieses unerbittlich strengen Denkers. Da sich mm am 15. Oktober fein Geburtstag zum 80. Male jährt, wird unser! Blick besonders auf diese Idylle feiner frühesten Jugendzeit gelenkt, die über die ganze Tragik seines Lebens einen freundlichen Schimmer gebreitet hat. Seine Schwester, Elisabeth Förster- Nietzsche, die in den beiden Bänden „Der junge Nietzsche" und „Der einsame Nietzsche" ihrer bei Alfred Kroner in Leipzig erschienenen Biographie die wichtigsten Zeugnisse für seine erste Kindheit beibringt, schildert uns den Bruder in seiner Kindheit als eine» „richtigen Bauernjungen", rund, braun, und rotbäckig: „Das reiche blonde Haar, das ihm malerisch auf die Schultern fiel, milderte etwas Iren Eindruck seiner robusten Erscheinung. Hätte er aber nicht so wunderschöne große, sprechende, braune Augen und em so formvolles Benehmen gehabt, so würden Angehörige und Lehrer - 174 - oder an seine Hand, der wird von dem Mern des Zornes Gottes trinken, usw., und sie haben keine Ruhe -Mg und Nacht, Tier haben angebetet und sein Dild, und so lemand das Mal» zeichen seines Namens hat angenommen. nrra snlcke mythisch-symbolische Gestalt hat Michael, der Drachentöter eine grobe Ahnenreihe und einen Vollender, dre in tiesstem Sinne Kulturen entzündet haben und n^entzundem Dre tätiae Teilnahme an der eurvpaisch--nordischen MenschheUsgruppe äaM"*a^^tung dieser Ahnenreihe Meofa hatig« un& amerikanischen Hochkulturen außerhalb zu Jaffe >1 > manische Gesicht unserer Kultur wurde entstellt werden. Sew^ Griechenlands Hochblüte muh ferngehalten werden da ste für ur^ nie kulturelle Aufgabe geworden ist. sOndern nur ein De sprel vollendeter Gestalt bedeutet. Asien aber Griechen^nds Mutter, ist auch unserer Kultur Mutter. Zu rhr kehrten wrr öfter zurück, am innigsten vielleicht in den Jahrhunderten der Kreuzzuge, mL wir haben iw tiefgehender Defrmchtung.von dor herme. eh^. als von Griechenland her die Verwandtschaft Et A^en eriev Aus dieser Quelle stammt die Liebe für deir hl. Michael und fern I Patronat über die christlichen Bitter. . So stehe an der Schwelle unseres Weges der lleinasia tischen Landschaft Lykiens großer Drachentöter Bellerophon als Vorläufer oder schwächerer Bruder des Heiligen. Der Drache, den er bekämpft hat, ist die Chimäre, lenes aus Ziercharakteren zusammengestückte Wesen, das m seiner Gestalt dre unaeregetten und unüberwachten Zeugungsmachte der Erde und bedeutet. B-llerophon streitet dagegen als ! „nd im Auftrag des ordnenden, zügelnden Lichtw^sens -Mter | Er ist ein Streiter wider die unwählerische, ungebandigte i Geschlechtsgier das Gebärenwollen um jeden Preis gegen das He ärentum des Stoffes der jeder Empfängnis willig offen rsü Ww er ünterlägi mn Ende doch dem Gesetz der Erde, wenn auch uls ihr bester Sohn. Er bleibt der Erde verfallen wie ein Blatt I 4m Aorbst das aus der Höhe niederwirbelt. Sein Lrchtaufrag war darwt «schöpft dah er der Erde und dein ihr wesensverwandten Weib von der Stufe der rechtlosen Mutterschaft, vom ^arentmn weabalf Als er sich aber beim Kampf gegen die Chimäre zu den ^nervn Sphären des Lichtes erheben wollte er, der fern stoff- \ tiches Erbe noch nicht soweit geläutert haben konnte da traf ih I Strahl des unbedingten Geistes Zeus, und er stürzte z Der Drcrchentöter. Don vr. R. Schäfer, Darmstadt. a[rert Heiligen der Kirche ist vielleicht der hl. M i ch a e l | t forfofarMle besonders für den deutschen Menschen, dah aus un- I ftrem Gebiet sein Dame eine doppelte Lesart bekommen hat deren ! Charaktere beide noch nebeneinander lebendig sind Einmal lautet er Mickael zum andern Mal Michel. Ursprünglich war Michael SÄ’JS ÄT-S. 'Ä dah jener Gewaltige'sein Wesen so sehr aus seinem Aw men herauszog, dah er als Mich l zum Ausdruck alles Verspotteten seines neuen Trägers wurde. Das mutet um so sonderbar^ a , als Michael der siegreiche Streiter wider den Drachen der Stofft lickkeit ist wie die Apokalypse ihn schildert 12 7—9. And es eryoo sich ein Streit am Himmel: Michael und seine Engel stritten m dMi Drachen, und der Drache stritt und seine Engel und siegten, nicht, auch wurde ihre Stätte nicht mehr gefunden am Himmel. And es ward ausgewvrfen der grohe Drache, bte «lte Schlange^ die da heiht der Teufel und Satanas, der die ganze 1ue.i ver- sührt und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Dort gibt er seine Macht dem Tier. 13 4 Die Menschen beteten den Drachen an, der dem Tier Macht'gab und beteten das Tier an und sprachen, wer ist dem Tier gleich? And' wer kann mit ihm kriegen? 14, 9—11: And der dritte Engel sprach mit großer Stimme: So lemand das Tier an- betet und sein Bild und nimmt sein Malzeichen an seine Stirn ,5m so früh das hochbegavte, merkwürdige Kind erkarm« 1 Ni da er seh^bescheiden Md zurückhaltend war." Nietzsche . 6at selbst in einem kleinen Buch „Aus meinem^Leben , er mit noch nicht ganz 14 Jahren schrieb, die ersten 3ugenöeinÖrude geschildert die ihm aus dem Vaterhause, der Pfarrei von Nocken, in der er 'am 15 Oktober 1844 geboren wurde, gAlleben tmirem Das Dorf Nöcken liegt eine halbe Stunde von Luhen dich an der Landstraße Wohl jeder Wanderer, der an ihm vorbei ftrne Straße zieht, wirft ihm einen freundllchen Mickzu denn es fteg gar lieblich da mit feinen umgebende,i ^^n unö^ ~ Glocken mit^rheMnden Tönen ?as Osterfest ei^uMuten begannem Ä » ÄÜÜ SSÄ wendig steht noch MSZWZ-WZ! Sfc Ä £■» Ä* S ® KWZMWSSW MSL---L^LW wie er an dieser früh verlorenen Heimat gehangen. „Der selM ergreift uns, denn was haben wrr seitdem alles durchgelit teni S hier steht jegliches noch so still, so ewig da. mutter zurück*). , . So wie im Bellerophonmythus die symbolische und die esoterische Lesart über der legendären steht, lltesanchbeiden rein germanischen Drachentötern Beo Wulf und Sieg fried. In dulden Berichten bewacht der Drache die kostbarsten Schatze oer Erde' Gold und edles Gestein. Diese Gebundenheit an dre Erde, die der mythischen Einsicht gemäß nur deir niedrigen, bedroh- licken Zug nab nicht den segenspendenden Charakter Erkennen laßt, wft ihn sonst die Sage von den Hausgeistern str Schlangengestalt bewahrt hat, ist dem aufrechten Helden gegenüber einem g ß artigen Verhängnis gestaltet. (Devwulf, 42, ^67-3073^) m^vmulf wußte noch nicht, wie schnell sein Geschick sich entscheiden würde, da hohe Gebieter den Hort verseht und nut fwcht- knwm Kluck belastet bis zum Dag des Gerichts, öaß des -r-ooes schuldig der Frevler wäre, gefesselt für immer an der llnterw ^^'Ebenso'Fafnirs Weissagung an Siegfried (^da, das Lied Pom I Drachenhort, 17), Das gleißende Gold, der goldrote Schah, R>nnthf mit dem Drachen. Er überwindet M» Irdische, cxw ~aer SSÄ SS ist das Höchste daran: Er wird nicht wie Devwulf und Siegfried mitgerissen ir-dre Z«'t°>.mngi Nicht w diese beiden erliegt er dem Feuerhauch oder dem G°ld Ms wro- ilnd Dlutwesens Er kommt als reiner Geist, er W ™ SSÄÄÄSÄ tiefem TchelrSe der den Drachen des Südens, Ateparrdragon besiegt KfiÄÄÄÄ SlMfelia» Volk und seine Bedeutung für die Entwicklung des Altertums. - 175 - Der einem Wirre wundermild ... Don Fedor von Zabeltitz. In einem Gasthaus ist der Wirt naturgemäß die wichtigste Persönlichkeit, von ihm und seiner Tüchtigkeit hängt der Rus der Herberge ab. So pflegte beispielsweise der Agrarier in früheren Zeiten auf die Frage, wo er in Berlin abstiege, zu antworten: „Beim alten Mühling." Damit meinte er den Besitzer des nun auch von der Bildfläche verschwundenen Hotels de Roma. Merkwürdigerweise aber benannten die Besitzer selten ihre Gaststätten nach dem eigenen Namen. Einige wenige, wie Töpfer und Janson in Berlin, Kasten in Hannover, Markwardt in Stuttgart, Hill- mann in Bremen, bilden nur Ausnahmen. Bei Neugründungen! von. Hotels ist die alte Sitte ganz abgekommen, man zieht an-, dere Benennungen vor. In vergangenen Zeiten kannte man Len Ausdruck Hotel noch nicht. Der Franzose hatte seine Auberge, der Engländer sein Inn, der Deutsche in den Städten die Herberge und auf dem Lande den Krug, den „Krog". Ein Stern im Kranze von Tannenzweigen bezeichnete ihn a[S Gasthof, und eine der ersten, wegen der Nähe einer Wallfahrtskirche vielbesuchten Ruhestätten für ermüdete Reisende war der Krug zum grünen Kranze, der um 1250 an der Kreuzung der Straßen nach Prenzlau, Alt-Landsberg und Oderberg östlich der groben Sandhaufen lag, aus denen sich später der Berliner Alexanderplatz entwickelte. Die frühesten Gasthvfnamen bleiben denn auch am Grünen Kranze, am Stern und an ähnlichen Naturbildern haften, an der Sonne, auch am Grünen Daum, der häufig wieder spezialisiert wurde, wie zur Linde oder zur Groben Eiche. Daneben hielt man sich gern an die Tierwelt. Der Schwarze Adler, das Weibe Lamm, der Blaue Hecht, der Goldene Löwe, der Rote Ochse, der Schwarze Bär, die Daube, der Greif, fanden sich vielfach auf den Gasthofschildern des Mittelalters — im Wilden Schweinskopf zu London tobte der dicke Falstaff mit seiner Bande sich aus. Oft waren die Tiernamen auch den Wappenbildern der Länder und Städte entnommen: der Adler wies auf Lübeck Hin, der Bär auf Berlin, der Ochse auf Mecklenburgs Büffelkvpf, der Greif auf Baden, der Goldene Löwe auf Bayerns Wappentiere. Die drei Kronen auf dem Schild eines Berliner Gasthofs um 1700 nahmen sicher auch schon Bezug auf Schweden, von dem die preußischen Chronisten seit Gustav Adolf mancherlei erzählen konnten, was nach der Thronbesteigung Karls XII. für uns neues Interesse gewann. In gewissem Sinne waren die Namen der Gasthäuser zugleich Wegweiser für die Reisenden aus fremden Ländern. Länder- und Städtenamen gesellten sich daher ganz von selbst zu der Herbergen- Zoologie. Daß baldl nach per Königskrönung Friedrichs I. in der Berliner Drüderstrabe ein Gasthof zum König von Preußen entstand, liest sich erklären. In der gleichen Straße gab es übrigens gegen 1711 auch einen Gasthof Stadt Paris und in der Breiten Straße einen König von England: Das sollte wohl noch Wilhelm III. sein, aber um diese Zeit regierte jenseits des Kanals schon die Dame Anna. Die Berliner Gasthöfe jener Tage hatten die obrigkeitliche Erlaubnis, „Gäste zu setzen", d. h., sie hatten ihre Westi- und Bierstuben, Kneipen moderner Art gab es noch nicht. Die Stadt Rom Alin-ter den Linden, an der Ecke der Stallgasse, entstand- erst unter Friedrich dem Großen: gegenüber auf der anderen Seite des schon stattlich gewordenen Boulevards lagen die Sonne und der Hirsch, der 1824 in die Klosterstraße übersiedelte. Der Gasthausname Hof hatte ehemals durchaus noch keine Beziehung zu den dynastischen Höfen. Die gröberen Herbergen des Mittelalters waren vielmehr wirkliche Höfe mit Reise- und Lastwagen und abgeladenen 'Waren aller Art, mit angehalfterten Gäuleip oft auch mit kleinen Viehherden — ähnlich so wie die Karawansereien in den Landstätten des fernen Ostens heute noch sind. Hinter den Holzgalerien, die den Hof im ersten Stockwerk umgaben, lagen die Zimmer für die vornehmen Reisenden. Ein oft sehr kunstreiche gearbeitetes, schmiedeisernes Wahrzeichen hing über dem Tor an der Straßenfront, ein Kranz, ein Stern, ein Wappentier. Die Bezeichnung Hof in Verbindung mit den Monarchien und ihren Residenzfitzen kam erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf. Der Hof von Holland und der Englische Hof fingen an, und bald hatte das kleinste Provinznest seinen Preuhi- schen, Bayrischen, Darmstädter, Sächsischen, Oesterreichischen oder sonst einen Hof, bis schließlich der Kaiserhof triumphierend den Bogel abschoh. Auch die Namen von Monarchen tauchten auf den Schildern auf, der Alte Fritz, Maria Theresia, König Wilhelm, Königin Viktoria und' die berühmt gewordenen Prinzen, wie der Prinz von Savoyen, Prinz Conde, Prinz Heinrich, Prinz Wales. Frühzeitig haschte man schon nach Aktualitäten. Als Baron Neuhofs sich in toller Abenteurerlust zum Herrscher Korsikas aufzuwerfen versuchte, nannte sich schleunigst ein Gasthaus in Livorno Der König von Korsika, änderte nach Vertreibung Neuhoffs aber sein Schild vorsichtig um und titulierte sich einfacher Zum Korsen. In monarchischer Huldigung erstarben auch die Gasthausschilder. Im Hotel Coburg in Sofia bin ich selbst noch abgestiegen, und im New Chedivial in Kairo habe ich gastliche Aufnahme gefunden. Natürlich durften Heerführer, Admirale und Staatsmänner nicht nachstehen. Der Marechal de Turenne im Haag existiert wohl noch, auch der Tegethoff in Wien. Einem Alten Wrangel und einem Alten Blücher bin ich in märkischen Kleinstädten begegnet, aber nie einem Hotel Bismarck — das es sicher in einigen Orten geben durste — wohl aber einem Gasthof zum Reichskanzler, wobei man von Bismarck bis zu Marx an alle denken kann, ohne daß man sich dabei politisch festzulegen braucht. An Künstlernamen erinnert das Hotel-Cafe Rembrandt in Amsterdam, an Goethe das Hotel Weimar in Marienbad, in jenem Hause, in dem das Herz des alten Herrn sich für Ulrike von Levezow erwärmte. Deutsche Hotels im Ausland führen ihre Namen gern auf die Heimat zurück. Im Paris des 18. Jahrhunderts stiegen die Deutschen gewöhnlich im Hotel de Daviere ab, das ein Herr Mundelheim leitete. Andere Gasthofsnamen knüpfen an bestimmte Sehenswürdigkeiten der betreffenden Stadt oder ihrer Umgebung an, so die Porta Nigra in Trier, der Tempio in Girgenti, die Grotte Mail in Capri, das Taj Mahal in Bombay (nach dem berühmten Grabdenkmal in Agra) und hundert andere. Sogar die Austernbänke bei einem Hafenstädtchen in der Normandie haben Gasthöfen zu Namen Verholfen: Rocher de Cancale heißt nicht nur ein Pariser Restaurant, sondern auch ein Hotel in Brüssel. Das Grand Hotel schlankweg, ohne nähere Bezeichnung, begann sich vor etwa fünfzig Jahren in Paris breit zu machen und eroberte sich schnell die Welt. Aber schon 1780 gab es, wie ich aus einem Memoirenwerke ersehe, in Paris ein Hotel Grand Bourbon — da lag die Größe noch in dem Beinamen, später dehnte sie sich auf das Haus selbst aus und wurde zum Selbstlob. Das Grand wurde vor das Wort Hotel geschoben und der Beiname hinterher; ich stieß sogar in einer freundlichen norddeutschen Stadt auf eine Verdoppelung, nämlich auf ein Grand- Hotel zum Großen Kurfürsten. Dann stürzte sich eine neue Modewelle über die Gasthöfe. Sie kam von England herüber. Terminus ist die englische Bezeichnung für Kopf- und Endstation, und da nannten sich denn auch in Deutschland viele in Bahnhofsnähe gelegene Hotels Terminus. Dazu traten Continental, Metropol, Monopol, City, Palace und« die Namen englischer Ortschaften wie Bristol, Windsor, Osborne, endlich in gedankenloser Nachahmung Londoner Vorbilder Carlton und Savoh, obschon der eine Name von einem Klub, der andere von einemTheater Londons entnommen wurde, also lediglich lokale Bedeutung hatte. Auch Excelsivr, Eden, Imperial, Royal, Park sind englischen Ursprungs — in bezug auf die Hotelnamen kann man also immerhin von einer Anglomanie sprechen. Selbst heilige Leute, wie St. Lukas und Florian, sieht man zuweilen auf Gasthausschildern (besonders in Tirol) verewigt; in Amsterdam gibt es sogar ein Bibel-Hotel. Ein Berliner AdrHbuch von 1828 führt ein Hotel Zum Goldenen Engel auf, das zweckentsprechend- in der Heiligengeiststrahe lag. Daß zahllose Hotels Zur schönen Aussicht ihr Dasein fristen, ist nicht weiter verwunderlich. Eleganter pflegen sie sich als Bellevue oder Boa Vista (Macao) zu bezeichnen vd-er auch als Bel Air (in Suez). Im Orient haben sich viele Raststätten Hotel de l'Europe getauft, um daran zu erinnern, d-atz- man da von europäischer Kultur umgeben ist. Weltbürgerlich tritt das Cosmopolitan Hotel auf (in Hhdarabad z. B.), gesellschaftlich umfassend das Civjl und Military Hotel, in dem ich in Delhi wohnte. Ein Schlafwagen-Hotel, Grand Hotel des Waggons Lits, lag vor dem Weltkrieg in der Gesandtschaftsstrahe in Peking, und, im Gegensatz zu der erwähnten Betonung des Europäischen, hält das Oriental Palace Hotel in Yokohama an der Kultur des fernen Ostens fest. Die kleine Auswahl von Hotelnamen zeigt, wie stark auf diesem Gebiet Phantasie, Mode und kluge Spekulation zusammenfließen. Aber die Hübschen, anmutigen, alten Namen sind fast ganz verschwunden. In einem Hotel Zum Grünen Baum stieg ich zum letzten Male im Feldzuge ab — in Peterwardein. Karrel und sein Freund. Bon CharlotteNiese. (Fortsetzung.) Bei WolfL Schmidt gab es Arbeit von morgens bis abends, aber die Leute betrogen nicht, und sie wußten auch nichts von Dieben und greulichen Frauenzimmern. Langsam trank er feinen Punsch und spielte mit Fix, dem Hunde, der den ganzen Abend knurrte und böse nach Guschi hinübersah. Es war ein häßliches Tier, halb Spitz; halb Teckel; Guschi riet Dante Marenka, einen feinen Rassehund zu nehmen und diesen Köter ertränken zu lassen; aber obgleich die Tante andächtig auf das hörte, was Guschi sagte, so schüttelte sie hierzu doch den Kopf. Fix war ein treues Tier, und er gab- gut acht auf sie. „Auf Ihre Schätze, gnädige Frau!" rief Guschi, worauf sie ihm einen kleinen Schlag auf die Hand gab: Sie hatte keine Schätze, sie war eine arme Frau und verdiente mühsam ihr Brot. Dann sprach sie von andern Dingen. ■> Als Karrel in dieser Nacht nach Hause kam, hatte er Heimweh. Er dachte an fein stilles Heid-edorf, wo sie nun alle schon schliefen; vielleicht nur nicht der Nachtwächter. Vater hatte heute abend- in der Bibel gelesen und um ein gutes neues Jahr gebeten, und Mutter hatte Schmalzknchen gebacken. And Hinrich, der Schulmeister werden sollte, war wohl in den Ferien zu Hanse und ließ sich Trines Schulbücher zeigen. Er war ja so fürs Lernen, und vielleicht war es gut, teertn man etwas wußte. Aber am besten war es doch zu Hause, in der heimlichen Stube, im Frieden des Hofes. Karrel war noch traurig, als er einschlief; aber als er er» uch von diesem Mädchen wachte hatte er Kopfschmerzen vom Punsch und mutzte hastig in was Würde F«m Wolf "sagen, trennet c. . 11 rv Cux-4 , t ATtVTAlfr n< TA 1TX Im ff 1*T TT nm £>TITW1Ä innm Schristleituna: Dr. Sricör. Wilh. Lange. — Druck und Verlag der Drübl'scke» Univ.-BuL- und Steindruckerei, die er manchmal auf das Kontor begleiten durfte, wo sie an der Schreibmaschine arbeitete. Sie war ein blondes Mädchen mit lieben, blauen Augen, und sie stammte ebenfalls von der Heide. Allerdings nicht aus der Lüneburger, sondern von der bei Bremervörde, aber Karrel konnte doch mit ihr von seiner Heimat sprechen, von dem Keinen Dorf, das er immer noch nicht wiedergesehen hatte, von dem großen Moor, auf dem noch heute die Geister umgingen, von den langen Strecken, wo der Ginster blühte und die Erika. Wo die Blaubeeren wuchsen und der Hase durch das Gestrüpp jagte. Karrel wurde lebhaft, wenn er auf seine Heide zu reden kam, und Fräulein Linchen hörte ihm andächtig zu. Im ganzen sprach sie eigentlich lieber über Hüte und Blusen und über das neueste Theaterstück. Hamburg fand sie auch hübscher als die stillen Straßen von Bremervörde, aber wiederum hatte sie Karrel und seine treuherzige Art gern und lietz sich auch zweimal von ihm ins Theater führen. ■ (Fortsetzung folgt.) $ Es wurde Frühling, ehe Tante Marenka sich wieder um ihn kümmerte. Dann ließ sie ihm sagen, daß er einmal am Sonntag- morgen kommen sollte, und als er kam, da faß sie kümmerlich in ihrem Lehnstuhl und schalt, daß er sich nicht uni sie betununert hätte. Sie hatte Influenza gehabt, und durch ihre Krankheit waren ihre Bücher nicht ordentlich geführt worden. Run sollte Karrel sie in Ordnung bringen. „Sie sagen ja, daß du ehrlich bist! setzte sw fast drohend hinzu, worauf Karrel sich wunderte. Das war doch natürlich, datz er ehrlich war. . Geduldig setzte er sich an die Bücher, und tote er so still arbeitete, rechnete un& gelegentlich fragte, wurde Tante Marenka etwas freundlicher. Sie beobachtete ihn scharf, und als sie endlich auffland und einen ihrer Schränke öffnete, der von Geldsachen fast überflotz, sah sie ihm forschend- in die Augen, ob er sich auch sehr wunderte. Er tat es nicht. Geschäft war Geschäft: das hatte er schon gelernt, und abgefetzte Röcke brachten auch Gelo ein. Wie er aber weiterrechnete, da merkte er, wie reich seine Tante war, und wenn er Zeit gehabt hätte, würde er sich vielleicht darüber gewundert haben, daß sie in sein Elternhaus nur Blumen aus Stoff und chinesische Fächer schenkte. Aber er dachte nicht weiter darüber nach; gleichmütig arbeitete er weiter, und Marenka schalt über die schlechten Zeiten und bestellte ihn zum nächsten Sonntag wieder. Das ganze Frühjahr hindurch besorgte er ihre Rechnereien, dann wurde sie wieder besser, und als er an einem heißen Waisonntage wiederkam, sagte sie unfreundlich, daß sie ihm Bescheid sagen wollte, wann er wiederkommen dürfte. Sie bedankte sich nicht einmal, und Karrel ärgerte sich ein wenig. Aber es war schönes Wetter, und die Elbe an der er heimwärts ging, lag in verlockendem Blau. Da fuhr er mit einem der späten und daher leeren Dampfer nach Blankenese und zurück und sah sehnsüchtig auf die dunkel schimmernden Berge des hannöverschen Landes. Eigentlich hatte er Anspruch auf acht Tage Urlaub; aber Frau Wolf war nicht wohl und sollte mit ihrem Manne verreisen. Da hatte er versprochen, nach den Kindern zu sehen. , Aus dem Dampfschiff von Blankenese traf er Guschi. Er trug einen weißen Sommeranzug, weiße Schuhe und sah so patent aus, daß Karrel gerührt wurde, weil dieser Elegant ihn anredete. „Sitzt deine Tante noch auf ihrem Geldsack?" fragte er. ilnb als Karrel keine Antwort fand, schalt er auf Tante Marenka: „Geld hat sie wie Heu, und nichts gibt sie ab. Zum Teufel, wenn das meine Tante wäre!" „Hast du denn Geld nötig?" fragte Karrel. Der andre lachte hellauf: „Mein Sohn, hast du nichts nötig? Gibt es hier in Hamburg etwas, was man umsonst kaufen könnte?" „Aber hast du nicht ein ordentliches Gehalt?" „Richt der Rede teert! Man will doch sein Leben genießen!“ Lind Guschi jammerte dermaßen, daß Karrel ihm zehn Mark anbot, die er bei sich trug, und die er hatte sparen 'wollen. Wolf & Schmidt gaben ihm nämlich seit einem Monat ein kleines Gehalt, und er fühlte sich sehr wohlhabend. Guschi nahm das Geld mit etwas hochmütiger Miene, aber er nahm es doch; dann klopfte er Karrel auf die Schulter, nannte ihn einen braven Kerl und war nach dem Anlegen des Dampfschiffes gleich verschwunden. Karrel freute sich darüber; er hatte sich doch geschämt, ihm nur zehn Mark angeboten zu haben. Im Sommer sahen er und Guschi sich häufiger. Er selbst trug jetzt einen guten Anzug, und seine Manieren waren besser geworden. Guschi tonnte sich mit ihm sehen lassen. Er sagte es offen: mit Bauernjungen könnte er nicht umgehen; das schadete seinem Kredit. Karrel lachte, wenn er so etwas sagte; er kam sich noch, immer tote ein Bauernjunge vor, und er wollte nichts andres sein; was gingen ihn die vielen geputzten Menschen in Hamburg an, die so ganz anders waren als die Menschen seiner Heimat, von denen er fast alle bei Ramen kannte, und die nicht so gelangweilte finstere Gesichter machten wie die Leute hier? Und was gingen ihn die Mädchen an, in deren Gesellschaft ihn Guschi einmal führte? Lauter geputzte Dämchen mit klaren Blusen, zerrissenen Stiefeln und einem Benehmen, das Karrel nicht verstehen konnte. Eine fragte ihn ob sie ihn besuchen sollte, worauf er hastig ein „Rein!" Hervorstieß. Er hatte jetzt bei Wolfs ein besseres Zimmer, aber erhielt, die so scharf nach" etwas Sonderbarem roch und die drei Glas Bier in zwei Minuten trinken konnte? Und bann, was sprachen sie? Karrel wurde es heiß um den Kops, er entschuldigte sich sehr bald und ging davon. Das sei schäbig von ihm, sagte ihm Guschi am andern Tage. Solche Keinen süßen Dinger wollten doch freigehalten werden.,Run hatte Guschi alle Unkosten getragen, und Karrel sollte sie ihm wiedererstatten. Aber Karrel schüttelte zum erstenmal den Kops; dazu hatte er keine Lust, und Guschi ging beleidigt davon. Der Sommer war heiß, und Tante Marenka ging auf die Heide zu Karrels Eltern. Der Schulmeisterbruder schrieb, datz sie berichtete, wieviel sie für Karrel getan, und datz sie eine Glas- Vase an die Eltern geschenkt habe. Als sie teiederkehrte, war es fast schon Herbst; einmal ließ sie den Reffen holen, damit er ihre Bücher nachsähe, und er dachte wiederum darüber nach, wieviel