SamstKg, 22. DeZemder ü;! »j KW ..n P? A Al 1923 — 'irr. 51 •/A/IA. HA e_Ly>p -MK, NN »^MNLÄ -• *v/on irgendwo der Friede kündet. So soll die deutsche Weihnacht sein! Wicht Freude ganz und nicht ganz Trauer. Einmal fegt doch der Weihnacht Schein, auch fort die deutsche Svrgenschauer. Die erste Weihnachtskrippe. Don Eurt Dauer. . 3b diesem Jahre 1923 feiert die Weihnachtskrippe ihr kvOjährlges Jubiläum. Ihr .Ursprung verweist uns auf einen kleinen italienischen Ort. G recc iv, der in Umbrien zwischen Terni und Rieti li;gt, fernab vom Treiben der Welt, und heute etwa 2500 Einwohner zählt. Als der heilige Franz von Assisi jene Gegenden durchpilgerte, hingen seine Bewohner noch wilden, barbarischen Sitten an und Horden von Wolfen beunruhigten den Ort. Dem Heiligen gelang es, die Menschen Sur Drüderlichleii itub chMlichen Lebenssiihr'Mg zu bekehren. und als er wieder zum Pilgerstabe greifen wollte, baten sie ihn, doch in ihrer Nähe zu bleiben. Die 'Ditte wurde ihnen gewährt; Franz von Assisi erhielt von den Dornehmsten des Ortes einen benachbarten Hügel zum Geschenk. Dort erwählte er eine Höhle unter einer Eiche zum Unterschlupf, wo er nach feiner einfachen Weise hausen konnte. Man sagt, die Eiche fei bis auf den heutigen. Dag stehen geblieben. Aber die Eiche war für "bei Spender des Hügels, einen gewissen Giovanni Deleda, zu sehr auf steiler Hohe gelegen. Der Herr war von starkem Leibesumfang, und es machte ihm grotze Beschwerde, zu dem Heiligen empvrzustÄgen Daher bat er ihn, sich eine vernünftigere 9z>talttät zu seinem Aufenthalt zu erwählen. Franz von Assist zeigte sich, entgegen» lammend, machte es jedoch von einer Dedingrmg abhängig: ein Kind solle vvm Castell des Herrn Giovanni eine bannende Fackel schleuder»». Wohin sie fiele, da wollte er seine Einsiedelei auf" schlagen. Aber das Schicksal meinte es offenbar nicht gut mit dem wohlbeleibten Herrn Giovanni. Die Fackel fiel ausgerechnet dort hin, tro der Hügel steil in den Abgrund hing. Ist diesen Fels gruben der Heilige und seine -Mönchlein ihre Zellen, ihr Neset» fortum und ihre Kapelle, die noch bis heute untvränbert er» halten geblieben sind. Das Refektorium ist so eng und niedrig, Last es kaum für wenige Personen Platz zu bieten scheint. Und doch hielten die Mönche darin an einem Ostermontag ein opulentes Gastmahl ab. Gegen die Regel der Demut und Armut war der Tisch üppig aufgedeckt, uird an Stelle der einfachen Lriirksthalon figurierten klingende Weingläser. Der Heilige bemerkte die Vorbereitungen. Er verkleidete sich als Dettler mit einem alten Hut und Krückstock und ging hinaus. Als sich jedoch die Mönche gerade zur Tafel gesetzt hatten, Köpfte es an die Tür und der so verkappte Heilige trat herein, tim Almvs«1 flehend. Bon den Mönchen eingeladen, setzte er sich auf den Erdboden, wo er die ihm Largebotene Minestra verspeiste. Dabei erkannten ihn die Mönche. Es gelang ihnen nicht mehr, einen Happen herunterzu schlacken, als sie der» Heiligen am Boden fauern sahen, während sie selbst um den. voll bedeckten Lischt fasten Jener aber rief, nachdem er die supp? verspeist hatte, tote zu sich selbst: „3d) wenigstens sitze jetzt, wie es sich für einen Minoriten ziemt." Weinend knieten die anderen vor dem Weister nieder, und seit jener Zeit soll das Refektorium nie toteöer ein üppiges Mahl gesehen haben. Dicht neben der Einsiedelei befand sich eine natürliche Grotte: diese erbat sich der Heilige nebst einer mit Heu ungefüllten Krippe einem lebenden Esel und einem Ochsen. Denn hier sollte Las „Fest der Feste" gefeiert werden. Schon seitdem er in Bethlehem gewesen war. scheint dem Heiligen eine j^camge Idee vorgeschwebt zu haben. Armut und Liebe, diese Verden Grundsätze feines Gelübdes, wo waren sie deutlicher veranschaulicht als im Stall zu Dethlehem? Ueberall begleitete ihn diese Dor'stellung, und er ruhte nicht eher, als bis sich seine Sehnsucht erfüllte. Go war es in der HeMgen Nacht 1223, da Franz von Assisi hier in der Grotte die erste Weihnachismesse abhielt. Die Dewokmer von Gveccio," erzählen die frühesten Mo» graphen des Heiligen, „hatten Fackeln und Kerzen besorgt, und von vielen Orten kamen die Lende herbei, angezogen von der Neuheit des Mysteriums. Es war eine heitere, klare Nacht. Der Wald ertönte von fröhlichen Stimmen, die im Echo der Felsen widerhallten. Dor der Krippe stand Franziskus der göttliche Mann, schmachtend in Mitleid und überschäumend von tounbertxirer Fröhlichkeit. Um Mitternacht wurde die gnoste — 202 — Messe über der Krippe gefeiert Der Heilige fungierte dabei als Statoil und sang mit lauter Stimme das Evangelium. Dann predigte er dem umstehenden Volke von der Geburt des Königs der Armen und erzählte mit dem Ausdruck himmlischer Sanftheit von der kleinen Hütte zu Bethlehem. Lift fiel in seineil Rede der Raine Jesu Christi, ganz entflammt von unsagbarer Liebe, nannte er ihn das Kind von Vethlehem. So -oft eti „Bethlehem" aussprach, nahm seine Stimme den blökenden Ton tarn Schafen an. Er füllte seinen ganzen Mund mit diesen Stimme und mehr noch mit sanfter Zärtlichkeit und trank die Süßigkeit dieser Worte. Währenddessen wurde dem Giovanni Deleta, der dem Heiligen alles, was zu dieser neuen Art der Vorstellung gehörte, besorgt hatte, die Vision eines schönen, liebreizenden Kindes, das in jener Krippe lag und das der Heilige zärtlich liebkoste und umarmte." So ging von dem kleinen, weltentlegenen Oertchen Greccio eine Sitte aus, die sich» bald in der ganzen Welt verbreite^. Durch Giotto in der Basilika von Assisi im Bilde unsterblich gemacht, wirkte die Heilige Rächt von Greccio in der Kunst und Literatur aller späteren Jahrhunderte nach. Obwohl aber die Darstellung der Krippe in allen christlichen Ländern — viel allgemeiner als selbst der Weihnachtsbaum — eingebürgert wurde, blieb ihre wahre Heimat doch- immer Italien, besonders Rom und Reapel. Während bei uns im Rvrden der Weihnachts-- baum im Mittelpunkt der Festfreude stand, war es in Italien die Krippe. Jede Familie besah eine Krippe. Sie bildete sich, im Lause der Zeiten zu einem unerhörten Luxus aus. Welche ein weiter Abstand zwischen der primitiven Vorführung des heiligen Franz von Assisi, bei der Ochs und Esel noch in Natura figurierten, und jener kunstvoll angefertigten Figürchen des Äarrocks, in denen die Volkskunst eine ihrer höchsten Blüten feierte! Wieviele solcher Volkskünstler gab es damals in Rom, die um die Weihnachtszeit Krippen oft mit Hunderten von Gestalten schufen. Als Hintergrund wurde nicht mehr die einfache Hütte von Vethlehem gewählt, sondern z. B. das Forum Romanum mit all seinen Tempeln und Rainen getreu der Ratur nachgebildet. Die Figuren, jede ein kleines Kunstwerk für sich, waren mit kostbaren Gewändern versehen. Leider ist, wie so vieles andere in Italien, auch diese Volkskunst ganz und gar in Verfall geraten. Was heute in Rom zur Weihnachtszeit an Krippen fabriziert wird, ist allerschlimmste Mache und beinahe erschreckend anzusehen. Aber hie und da besitzt noch eine Familie Krippenfigürchen aus der überreichen Fälle früherer Zeiten. Sie werden dann am Weihnachtsfest liebevoll hervorgeholt und mit Stolz den Freunden und Kindern gezeigt. Riemand indessen erinnert sich mehr daran, dast dies schöne Symbol der Weihnachtsfreude auf den Heiligen von Assisi und feine Liebe zu Gott und den Mitmenschen zurückgeht. Aber dort in dem kleinen fernen Bergörtchen wissen es noch die im mittelalterlichen Glauben und Erinnern sortlebenden Bewohner and ihre Nachbarn im weiten älmkreis. Sie werden sich in der Weihnachtsnacht 1923 wie ihre Voreltern von 700 Jahren um die Felsengrotte am steilen Abhänge versammeln. Wieder werden jene Wälder und Berge von unzähligen Lichtern erglänzen und von frohen Menschenstirmnen widechallen. Aber die Messe über der Krippe celebriert nicht mehr der Heilige von Assisi, sondern irgendein hoher Geistlicher, der mit vielen anderen eigens zu diesem Zwecke 'herbeikommt. Schon Monate vorher hat sich das große Ereignis angekündigt, und der kleine Ort ist stündig von zahlreichen Pilgerzügen belebt, die zur heiligen Grotte eilen. Manches hat sich im Laufe der Zeiten freilich in der ursprünglicher, Einsiedelei verändert. Wurde doch erst vor zehn Jahren neben dem alten Kloster eine Kirchs errichtet. Die Straße, die aus dem Tale emporführt, nötigt den Besucher, vom Dach in das Kloster zu treten. Man Beginnt in dem dritten Stock, um in die unteren hinabzusteigen. Das Kloster bewohnen gewöhnlich sechs oder sieben Mönche, die sich In dem Beistand von Sterbenden, in der Predigt des Evangeliums und in der Ausübung von Mildtätigkeit ablösen, wahrend auch sie ihrerseits 'von der Mildtätigkeit der Bewohner leben, die namentlich um die Weihnach.tszeit mit ihren Gaben nicht zurückzuhalten pflegen, Der Waldteufel. Von Rikolai Ljesskow (Fortsetzung.) Das Unglück war in einem Augenblick geschehen, seine Folgen aber waren zahllos: Apollinarijs Gitarre war zertrümmert, und die zerschlagenen Eier liefen aus und verklebten mit ihrem Inhalt unsere Gesichter. Obendrein begann Rosjia zu heulen. Ich war maßlos bestürzt und bedrückt und so verwirrt, daß ich selbst wünschte, man möge uns lieber gar nicht Befreien; aber ich hörte schon die Stimmen unserer Annuschkas, die sich um unsere Befreiung mühten und die Ursache unseres Sturzes auf eins für mich sehr günstige Weise erklärten. Ich und der Falbe seien ganz unbeteiligt; alles sei das Werk Sseliwans, Das war sein« erste List, um uns nicht in seinen Wald zu lassen. Indes erschreckte sie niemand sehr. Im Gegenteil, sie erfüllte alle mit heftigem Anwillen und verstärkte unsere Gntschlos- senheit, das Programm das wir uns ausgedacht hatten, koste es was es wolle, durchtzusühren. Es war nur erst notwendig, den Wagen aufzuheben, uns wieder auf die Deine zu stellen, am Bach das unangenehme Giklar von uns abzuwaschen.'und nachzusehen, was nach unserem Unfall noch heil geblieben war von den Sachen, die wir als Tagespro« viant für unsere zahlreiche Gruppe mitgenommen hatten. All das wurde auch irgendwie ausgeführt. Mich und Rosjka wusch man am Bach, der dicht an Sseliwans Wald vorbeilief, und als ich meine Augen aufschlug, erschien mir die Welt recht unansehnlich. Die rosa Kleider der Mädchen und mein neues Röckchen aus himmelblauem Kaschmir waren nun ganz unbrauchbar; der Schmutz und die Eier hatten sie ganz verdorben, und ohne Seife, die wir nicht mitgenommen hatten, konnte man sie nicht auswaschen. Der Kessel und die Pfanne waren zertrümmert, und vom Dreifuß waren alle Füßchen abgebrochen. Von Apollinarijs Gitarre war nur mehr der Griff mit den herumgewundenen Saiten übriggeblieben. Das Brot und der andere trockene Mund- vorrat lagen im Schmutz. Zum mindesten drohte uns Hunger für (Ben ganzen Dag, abgesehen von den übrigen Schrecken, die sich in der ganzen Ilmwelt fühlbar machten. Der Wind pfiff durch das Tal des Baches, und 6er schwarze Wald, den noch kein Grün schmückte, rauschte und winkte uns unheilverkündend mit seinen Zweigen. Unsere Stimmung war erheblich gesunken, besc-nders die der Rosjta, die fror und weinte. Aber trotzdem entschlossen wir uns, in Sselitvans Reich einzudringen, möge kommen, was wolle. Jedenfalls konnte sich dasselbe Abenteuer nicht ohne Abwechslung Wiederholern lO.Kapitel. Alle bekreuzigten sich und traten in den Wald. Wir gingen zaghaft und unentschlossen, aber jeder: verbarg seine Angst vor den alleren. Alle verabredeten, sich möglichst oft zuzurufen. Ueb-ri- gens erwies sich das Zurufen als nicht sehr notwendig, weil niemand weit hineinging und alle sich wie zufällig am Waldrand« zufammendrängten und längs des Waldsaums in einer Linie gingen. Apollinarij allein zeigte sich kühner als die anderen und drang etwas in das Dickicht ein; er bemühte sich, einen möglichst öden und unheimlichen Ort zu fiirdeu, wo die Deklamation einen recht schrecklichen Eindruck auf die Zuhörerinnen machen mußte; kaum war aber Apollinarij unseren Blicken entschwunden, als Plötzlich der ganze Wald von seinem durchdringenden, raseirden Schrei widerhallte. Riemand vermochte sich vvrzustellen, welche Gefahr Apollinarij Begegnet war, aber alle ließen ihn im Stich und stürzten aus dem Wald auf die Lichtung und dann, ohne sich umzusehen, lauf die Straße nach Hause. So liefen alle unsere Annuschkas und alle Mosjtas, und hinter ihnen jagte der Pädagog selber, der ttoch immer vor Entsetzen schrie; aber ich und mein kleiner Bruder blieben allein zurück. Von unserer ganzen Gesellschaft war niemand dageblieben: nicht nur alle Menschen hatten uns im Stich gelasseir, auch daS Pferd war dem unmenschlichen Beispiel der Menschen gefolgt. Von ihrem Geschrei erschreckt, schüttelte es den Kopf, machte kehrt und lief spornstreichs nach Hause, wobei es alles, toctä noch auf dem Wägelchen geblieben war, in Gruben und Wasserlachen verstreute. Das war kein Rückzug, sondern eine vollständige und ganz schimpfliche Flucht, die nid)t nur vom Verlust des Trains begleitet war, sondern auch von der Einbuße jedes gefunden Menschenverstands; außerdem waren wir Kinder der Willkür des Schicksals preisgcgeben. Gott weiß, was uns alles in unserer schutzlosen Derwaistheit hätte zustotzen tonnen, die um so gefährlicher war, als wir allein den Weg nach Hause nicht finden tonnten, und unsere Fußbekleidung, die aus weichen bockledernen Schuhen mit dünnen Randsohlen bestand, ganz ungeeignet war, um die vier Werst auf feuchten Wogen, auf denen vielerorts noch kalte Lachen stairden, zurückzu- legen. Bevor wir unsere schreckliche Lage noch ganz begriffen hatten, begann es, um unsere Rot vollständig zrr machen, überni Walde zu donnern, und von der entgegengesetzten Seite, vom Bache wehte es naßkalt her. Wir blickten nach dem Hohlweg unb sahen, daß von der Seite, wo unser Weg lag und wohin unser Gefolge so schmählich geflohen war, eine gewaltige Regenwolke mit dem ersten Frühlingsgewitter heranzog, bei dem sich die jungen Mädchen aus einem filbernert LöffelHen zu waschen pflegen, um weißer als Silber zu werden. Als ich mich tn dieser schrecklichen Lage sah, war ich nahe daran, zu weinen, während mein kleiner Bruder schon weinte. Er war ganz blau gefroren und zitterte vor Furcht ünd Kälte. Seinen Kopf patte er unter einen Strauch gebeugt und betete inbrünstig zu Gott. Anscheinend nahm Gott fein Kindergebet an, und uns ward unsichtbare Rettung gesandt. 3n dem Augenblick, als der Donner zu rollen begann und wir unseren letzten Mut verloren, wurde im Walde hinter den Büschen ein Knistern hörbar, und aus dem dichten Haselnußgezweig schaute uns das breite Gesicht eines unbekannten Dauern an. Das Gesicht erschien uns so schrecklich, daß wir aufschrien und Hals über Kopf auf das Flüßchen zu liefen, — 203 sarMchsten Gefühle hegten und deren Geheimnisse So war es auch bei uns. Wir verheimlichten sogar, soweit totr es konnten, vor Len Eltern die Sünden und 6t>$e Beziehungen werden in vielen Werken, die das Gutsbesitzermllleu lener Zeit schildern, erwähnt Mrs mich anbelangt, so ist für mich diese Kinderfreundschast mit unseren ehernalrgen Leibeigenen eine ungemein freundliche und Warane Erinnerung. Durch sie kannten wir alle Nöte und alle Sorgen des armseligen Lebens ihrer Verwandten und Freunde im Dorfe und lernten M i t le i d m i t dem V o l k e ha b e n. Leider war dieses gute Volk selbst nicht immer gerecht und neigte manchmal aus ganz nichtigen Ursachen dazu, seinen Nächsten anzuschwarzen, unbekümmert um den Schaden für diesen Nächste!,. So verfuhr das „Volk" auch mit Sseliwan, von dessen wahren, Eha- vakter und dessen Sitten es gar nichts wissen wollte: die Leut« verbreiteten vielmehr kühn und ohne Scheu, sich gegen die Gerechtigkeit zu versündigen, solche Gerüchte über ihn, die ihn für a_r Sv fand 5« Einsiedler des Leufelsbruchs durch die Hand emes nxndg«echten Jagers sein rühmliches Ende. 3n feierlicher Weise ubrrreich.e der alteste For° KÄ vJ9S"toteÄ5au^raSnWil»« g£Ä »ÄS ’SS Und wie König Ring einst die Stirn des erleg en Ebers schwörend berührte, so gelobte unser ^dmaarii (&<) blick des gewaltigen Keilerkopfes, dem ihm anvertrauten Witos ein treuer Heg« zu bleiben. _ * „ Meute hervor aus der Dickung, Schaum vorm Ge- | brech^eu neuen Gegner zu schlagen. Schon streckt den SPe«HeU. I Winövlf vor und stemmt sich Start nach vorne, ba gi&t die lose I Decke nach der Jäger-stürzt zu Boden. Doch jetzt stürmt „Wolf , #».. treu'* 'Rüd dem Herrn schnell zur Hilfe, packt am Gehörn Mw 8itzt sick fe^'b^ ^kt die Meute den Keil« Jung Wingolf firrbtat auf ergreift den Svs«, und eh die Gefährten nah.<-, stark« s cher« Hand dem Keiler den Fangstotz gegeben. kurze, klare Wint«tag mutz abgenutzt werden zur EckgiMg möglichst her Zwo'kuächiereit, zur würdigen Fei« oes Jutfchtes. Lvv» Mdlich ruf? das HMhvrn zum Sammeln. Die reich- Aeute wiro ’isrhiiit s->r.n d« Hörtaen auf starken Stangen getanen, danngeh- s LdL» 3««« ^.KSSHeSSSr. KSiSS. vom Priest« mit Thors feben geöffnet und aus ihm das Gescheide entfernt Das allIM weihte Wildbret darf nunmehr zum Julfchmaus v«w«wet werden. Schnell wird es über den Herd, dessen glimmendes Frue„ in rch Julklvtze zur hellen Flamme entfacht «'n Spietze geraten Beim Male aber wird der Ginherien, d« >on '>nw -Eatt aufaenommeneii gefallenen Helden gedacht und mtt dem Brgmn der Juls ei«, an der alle Freien und Hörige gemeinsamteilneh- men zugleich d« „Julfriede" verkündet: „ Kememzuleid nick Jut freibeit!“ — herrschte Friede und Eintracht zwischen Mensch und Getier Je oft« aber das mit Mel gefüllte Hom Les trunk bei den auf warm« ElchLecke mg«nden Mannern herum^ aereicht wurde, deston lebhisi« wurden die Erinnerungen an voll brachte Heldentaten: war doch die Freude an der ^agd wattigste Leidenschaft dieses blauäugigen Jagervolkes, die unaus- rottbac in seinen Nachkommen weiterlebte: die Quelle i&rcr Kraft! Berklungen sind die Zeiten, in denen der Jäger nur mit solch einfachen Waffen wie dem Wurfspieh, Speer und Kurzschwert dem wehrhaften Wilde, dem Wisent und Wildschwein, dem Ur und Wr, und auch dem Wolf und Luchs zu ^ibe ging nur auf sich und seine treuen Hatzhunde angewiesen Boruo« Zeiten, n den«i das Wehdew«! oft ein Kampf auf Achen und Tod, wo d« ■TK/wt noch ein wirklich« Held war, den Dichtung und «age v« sS&Äo die Mythe den Keil«, den grimmen Basien, mBer- M-rdung mit Heldentaten brachte, da seine Erl^uug a.s euie be sondere Kraftprobe galt. Wer erinnert sich nicht »es Sinfangens des «chmanchischen „Ebers“ durch H«kul^, brs Erlegens eine« Keilers durch Sheseus, dr» ialydonifchen durch Meleage^? Ber- glLicht doch selbst der „göttliche Homer" seinen Hellen nut einem stolch wehrhaft«. Wilde, das s-ch ..hvMrotzendeii Mut^ hmeiu- stürmt wetzend das writze Gewehr . Auch bei den Kelten und Getanen stand das Wildschwein in hohem ^ehen eilcktten auf Münzen, war und ist noch heute dasSymbol d«S Glucks. Und wie Mw in alten Jetten auf alle möglichen Tiere f» foll auc& ber Sage nach. König Ring beim Julschmaus des Ebers 6tlrne berühvmd, das Gelübde getan haben: „.Frittof schwor rchzufahen. ob keiner gleich ihm sei, so Helf der S6or mtrunb O„tn ntir lind Frei!" — D« Eb« stellte auch das Bild d« Sonne bar, seine Borsten waren golden und glühend, fo tritt « als dnäugW Sowienebee („Sunnaeber") in vielen alten Sagen auf. Sberbllder wurden als Amulette getragen, um im Kampfe unbertounbbar zu fein, und die Keilerköpfe dienten den «lten Germanen neben ander«! Wildköpfen als Kopfbedeckung. Galt doch damals die ^gd mit Recht als ein« Dorübung zum Kriege; denn sie verlieh ben Ausübenden ja alle jene Fähigketteii, die « zum ..mannermor&cn» den" Kampfe gebrauchte. Dachten sich doch unse^Dvrfahren das Leben nach dM Tode so, wie sie eS in ihren Wawern führten, nur noch schöner: alle Sage Kamps- und Jagdspiele, wobei d« Gber „Sährimnir" eine eigentümliche Rolle spwtte indem « wgs- üb« gejagt und vom Andhrimnir im Kessel Eldhrimmr gebraten wsurde, üb« Nacht ab« Wied« gesund und munt« für den nächsten Tag zur Dersügung sich stellte. Die langersehnte „Neue" ist gefallen, der ..weihe.Leithund" Etat die zahlreichen Spuren und Fährten wie gezeichn-et un frischen Sfece. Hell und Har ift's geworden nach ben lang«, grauen Sagen. Erwartungsvoll gehen die Äugen wiederholt von den langst bereitliegenden Jagdausrüstungsstücken zum Frrnspw'Her dort in der Ecke Endlich schrillt er und die erlösenden Worte «tonen. „Sauen fest!" 2kach kurzer Zeit steht der Schlitten vor der Siir, und mm geht die Fahrt in den weihen Winterwald. Leise werden die Stände bezogen, isder von den altbekannten Jagdgästen -veih ja Bescheid, auch dah eine Rotte von fünf