Samstag, 4. August 1823 — Nr. 31 KD. kMWI MMM li-MW -ZW-r-D^S L UM ■ Die Befreiung. 1ni5ut Jahrhundertfeier der Befreiungskriege erschien im Jahre 1913 bei Wilhelm Langewiefche-Brandt, Eben Hausen, in einer Auf- *”9e von 100000 Exemplaren und in dem Umfang von 534 Seiten ^5 Buch „Die Befreiung 1813, 1814, 1815. Urkunden, Berichte,^ Briefe mit geschichtlichen Verbindungen von Tim n< Das Werk war lange vergriffen. Deutschgesinnte Männer ¥ t -T ermöglicht, im Frühjahr 1923 trotz der Geld- knappheit eine Reuauflage von 50 000 Exemplaren erscheinen zu . !!' Ir-y"1 fv!?end«u sind daraus Stücke dargeboten, die sich im auf Zeit der eigentlichen Erhebung beziehen. Doch das ganze Buch, vom russischen Feldzug über die Erhebung, die «Mißjahrs- und Herbstfeldzüge 1818, über den Feldzug 1814, ätäne3eitÄCn9ie6’ b*e 100 $a9e zum Ausgang der ge^ Ernst Moritz Arndt _.tn keiner Flugschrift „Die Glocke der Stunde" (1812): Die Mürfel groher Entscheidungen sinh geworfen, aber sie ^.die Verruchtheit hoffet, Europa wird nicht untergehen, Rußland wird nicht nieLergetreten werden, Bonaparte wird kein zw-rtes^ völkerverschlingendes Rom gründen: er wird mit semmi Verbrechen und Greueln vergehen. So klingt die OBetS« WM ©otteä un& der Geschichte, so klingt die Weissagung ber Xopfein und Guten so klingt selbst die Lehre dieses schönchen, ^Mnnigen Zeitalters. Mut, Standhaftigkeit, Deharrlich- keu, Höchsten in Gedanken und Stolz in Taten werden die ermat- verblutete Welt erlösen und verjüngen: alle Länder, alle Wolter werde,i sich, erheben und an dem eisernen Joche schütteln: nach den Sturmen werden glückliche und friedliche Zeiten wieder- Mren und die Herrscher auf den Thronen, die Edlen auf den Schlossern die Burger und Bauern in ihren Häusern und Hütten werden sicher wohnen und ihren Kindern und Kindeskindern die und ungeheuren Märchen dieser Tage erzählen. Dann A D aU$ diese Zeit und ihre Schande und ihr Unglück wie ein ouncker Traum hinter uns schweben und die Wahrheit wird herr- fcyen für die Luge. Der Freiherr vom Stein bei der Nachricht vom Brande Moskaus Ernst Moritz Arndt erzählt: , V - Er (Stein) war der unerschütterlichste Fürst und Feld- herr des Mutes. Als die Nachricht von der Schlacht von Borodino und valo von dem Brande Moskaus ankam, und Zar Konstantin umhersprengte und Frieden! Frieden! rief, als die Kaiserin-Mutter und Romanzoff Frieden flüsterten, trug er sein Haupt nur desto weiterer und stolzer. Ich habe ihn gesehen, diesen heiteren Mut. wcy war den Tag nach der eingelaufenen Kunde von jenem Brand« mit dem tabfern Dörnberg (dem westfälischen Freischarenführer) wid mehreren Wackern Deutschen bei ihm zur Tafel. Aie habe ich q baulicher gesehen. Da ließ er frischer einschenken und sprach: »Bch habe mein Gepäck im Leben schon drei-, viermal verloren: man mutz sich gewöhnen, es hinter st ch zu werfen: weil wir st erben müssen, sollenwir tapfer sein." (Arndt, Erinnerungen aus dem äußeren Leben.) Der Freiherr vom Stein an den englisch-hannöverschen Minister Grasen Münster in London St. Petersburg, 20. November 1812. • • ■ ist mir leid, daß Euer Exzellenz in mir den Preußen vermuten, und in sich den Hannoveraner entdecken — ich habe nue e i n Vaterland, das heißt Deutschland, und da ich nach alter Verfassung nur ihm und keinem besonderen Teil desselben angehörte, so bin ich auch nur ihm, und nicht einem Wil desselben von ganzem Herzen ergeben. Mir sind die Dynastien in diesem Augenblick großer Entwicklung vollkommen gleichgültig, es sind bloß Werkzeuge: mein Wunsch ist, daß Deutschland groß und stark werde, um feine Selbständigkeit, Unabhängigkeit und Rationalität wieder M erlangen und beides in seiner Lage zwischen Frankreich und Rußland zu behaupten: das ist das Interesse der Ration und ganz Europas; es kann auf dem Wege alter zerfallener und verfaulter Formen nicht erhalten werden; dies hieße ein System einer militärischen, künstlichen Grenze auf den Ruinen der alten Ritter» bürden, und den mit Mauern und Tünnen befestigten Städten ^.zu wollen . . . Mein Glaubensbekenntnis ist Marschall Reh kommt nach Königsberg Mitte Dezember 1812. Wenige Tage nach jenem 14. Dezember, an welchem die letzten Trümmer der französischen Armee unter dem Marschall Reh den Riemen überschatten, trat in das kleine Zimmer des Generals Dumas, der in Königsberg darniederlag, ein rauhbärtiger, von Bauch geschwärzter Mann mit versengten Brauen und in einen Lumpen von Mantel gehüllt. „Sv, Dumas, da wäre ich endlich!" — „Oo, mein Gott, wer sind Sie denn?" — „Wie, General Dumas, Sie kennen mich nicht?" — „Rein, wahrhaftig nicht; wer sind Sie?" — „Run, ich bin die Rachhut der großen Armee, der Marschall Wiesel Reh. Ich habe an der Brücke von Kvwno den letzten Schuß getan, habe meine Waffe in den. Riemen geworfen unb mich dann so, wie Ohr mich seht, hierher gemacht." (Rach Aehtwisch, Rapoleon in Rußland.) Das Iluchtlied Gedichtet von dem deutschen Primaner Friedrich August (gest. 1870) auf dem Zimmer des Turnvaters Jahn Eno« 1612. Mit Wann und Roß und Wagen so hat sie Gott geschlagen. Es irrt durch Schnee und Wald umher das große mächt'ge Franschenheer. Der Kaiser auf der Flucht, Soldaten ohne Zucht. Mit Mann und Roß und Wage« so hat sie Gott geschlagen. Jäger ohne Gewehr, Kaiser ohne Heer, Heer ohne Kaiser, Wildnis ohne Weiser. Mit Mann und Roß unH Wagen so hat sie Gott geschlagen. Trommler ohne Trommelstock, Kürassier im Weiberrock, Ritter ohne Schwert, Reiter ohne Pferd. Mit Mann und Roß und Wagen so hat sie Gott geschlagen. Fähnrich ohne Fahn, Flinten ohne Hahn, Büchsen ohne Schuß, — 122 - Die vor- Fuhvolk ohne Fuh. , Mit Wann und Roh und Wagen so hat sie Gott geschlagen. Feldherrn ohne Witz, Stückleut ohne Geschütz, • Flüchter ohne Schuh, nirgend Rast und Ruh, Mit Mann und Roh und Wagen so hat sie Gott geschlagen. Speicher ohne Brot, alle Arten Rot, Wagen ohne Rad, alles müd und matt. Kranke ohne Wagen, so hat sie Gott geschlagen. Dies ist die öffentliche Meinung mit wenig Ausiwhmen Die Art sie zu bekennen, ihr nachzuleben, unterscheidet die verschie- benen Stände und ttt den Ständen die Jndwrduen. Die vornehmen Stände sind die Verderbteren; Hof-- und Staatsbeamte die Die -Zeichen der Zeit Aus den Drei Bekenntnissen" des Generals v. Clausewitz. Indem ich mich von einer öffentlichen Meinung feierlich los- sage, die mich umgibt, bin ich genötigt, sie in ihren Hauptzugen flüchtig zii berühren. . , ... Die Meinung, dah man Frankreich widerstehen tonne, ist unter uns fast gänzlich verschwunden. Man glaubt also an ore Rvtwendigkeit . . . einer Unterwerfung auf Gnade und Rngnade, endlich einer Entsagung auf den Vorzug eines eigenen Äursten- hauses. Man gibt diese Gradatioijen der -Uebel mit Acyselzuaen >u und errötet höchstens, indem man die Augen niederschlagt. DieS ist die allgemeine Stimmung. Einzelne zeichnen ,rch noch nnrch die Frechheit aus, mit der sie auf die Sicherheit und kxm ruhigen Genuh des bürgerlichen Eigentums pochen; auf die Rotz- U-endigkeit, diesem alles zu opfern, auch die Rechte des Königs, a.rch die Ehre Les Königs, auch die Sicherhett und Freiheit des Königs! ^Sie^wüchchen nicht blvh wie die andern Ruhe und Sicherheit, sie find nicht blvh des Gedankens entwöhnt, unter Gefahren ihre Pflicht zu erfüllen, sondern sie verfolgen auch jeden nut unver- ^"DE Ä' ist^M^s^al? verzweifeln, wenn man unfern ZusMnd und einmrliel schlimmeren, welcher folgen wird, ledem '^^Wer^also'nicht ^verzweifelt an der Erhaltung Les Staates auf denr Wege der Pflicht und der Ehre, wer nicht glaubt dah nur die Ledinaunaslvseste schändlichste Unterwerfung Pflicht sei, und dah 2V Ehre nicht bedürfe, der ist ein Slaatsverrater, der darf sicher sein von jenen pflichtvergessenen Staatsbeamten gehahtver- D L d^i PEikum verleumdet, vor dem Könige angeklagt urth_hem Französischen Gesandten verraten zu werden. Doch wenden wir den Blick hinweg von diesml traurigen üeiten der Rationalverderbtheit, die wie Geschwiire auhere Zeichen untergraben, vergiftet und aufgelost werden kann. Alle diejenigen, welche nicht durch die Verderbtheit ihres Her- -ena unf> Mer Grundsätze zu einenr solchen Bekenntnis der Furcht Ad« Mutloswkettgekommen sind, wie es an der Tagesordnung iki stich nicht auf immer verloren, sondern konnten und wurden sich zu einem besseren Dasein erheben, wenn ihnen dazu die Hand gereicht wurde. Anhänglichkeit an die Regierung sich i Knt die Regierung gegen die Untertanen, ja sogar gegen I öS** metouna un» eitamuj«LW>irtt inan schmückt als sei sie aus dem reinen Gefühl, für das üvvyr auer entsprungen oder eins mit demselben, sage ich mich feierlich los, I ich sage mich los; von der leichtsinnigen Hoffnung einer Er- I rcttuTtci burcb bie Syinb -3uf, I von der dumpfen Erwartung der Zukunft, die ein stumpfer I Sinn nicht erkennen will; von der kindischen Hoffnung, den Zorn eines Tyrannen durch freiwÄlige Entwaffnung zu beschwören, durch niedrige^tertan g° ääs«* ÄS bekenne dah ein Volk nichts hoher zu achten hat, als die Wurde | 1ln^ «x'eibeit seines Daseins; dah es diese mit dem letzten Bluts tropft verteidigen soll ; dah es keine heiligere^Pflicht^zu^ erfüllen hat keinem höheren Gesetz zu gehören; dah der Schandfleck eine | fetäen Unterwerfung nie zu verwischen ist; dah dieser Visttropsen !n dem Blute eines Bolks in die Rachkommenschaft übergeht und I sväter Geschlechter lähmen und untergraben wird,. oatz I m{,n bie Ehre nur einmal verlieren kann; dah die Ehre des Königs und L RegiEg eins ist mit der- Ehre des Volks und das einzige Palladium seines Wohls; dah ein Volk unter den'Esten Ver HÄltnissen unüberwindlich ist in dem grvhmutigen Kampf um seine $reibeit > dah selbst der Untergang dieser Freiheit nach e'nem blutigen und ehrenvollen Kampf die Wiedergeburt des Volks^sicher«, und ! der Kern Les Lebens ist, aus dem ernst ein neuer Daum die sichere Wurzel schlägt; . . ... .. .. ich erkläre und beteuere der Welt und Rachwelt dah ,ch die falsche Klugheit, die sich der Gefahr entziehen will, für das -ver | derblickste halte, was Furcht und Angst ernflohen können, . - ■ dah ich die warnenden Begebenheiten alter und, neuer Zeit dw weisen Lehren ganzer Jahrhunderte, dre edlen Wisp'/^e^sse und Völker nicht in dem Taumel der Angst unserer Tage vergesse um) die Weltgeschichte hingebe für das Blatt eurer lügenhaften Zettu g, dah ich mich reinfühle von jeder Selbstsucht, dah ich 1®®! Gedanken und jedes Gefühl in mir von allen meinen Mitbürgern mit offener Stirn bekennen darf, dah ich mich nur zu g uckua) fühlen würde, einst in dem herrlichen Kampf um FrecheH^ una I Würde des Vaterlandes einen glorreichen Untergang zu sinoen | - Verdient dieser Gedanke in mir und in den mir Gleichgesinn- I ten die Verachtung und den Hohn unserer Mitbürger? Die Rachwelt entscheide hierüber! | Auf dem heiligen Altar der Geschichte lege ich dieses leichte I Blatt nieder in dem festen Vertrauern dah, wenn der Sturm ver I Zeit «s hinweggeweht, einst ein ehrwürdiger Priester dieses Don I pels es sorgfältig aussen und in das Jahrbuch des vielbewegten »eneral Bork an seinen König Friedrich Wilhelm DI. I Lber die Konvention von Taurvggea mit dem russischen General I v. Dieoitsch. mOrf rechtfertigt in diesem zweiten Schreien seinen Schritt I Ä- °>- - Hbres und 'aller deutschen Völker zu werden Es liegt klar am I dah die Hand der Vorsehung das grohe^Werk leitet. Der I $85$ ÄfiSS 2» A8A7NS ÄÄÄS’Ä * S v ... mufite lebet treue ‘^Diener ben ^ettrnnftänuen | Kenias war seine Pflicht, ^itumstände a^ l^^ Un L,™ öderes Verhältnis herbeigefuhrt, und es ist edensatts lIuan, ^iese nie wieder zurückkehrenden Verhältnisse zu benutzen. ch spr^e hier die Sprache eines alten treuen Dieners; und diese Lvrache ist die fast allgemeine der Ration. Der Ausspruch Gw. Majestät wird alles neu beleben und enthusiasmieren; wirwerdrn uns wi^ alte echte Preuhen schlagen, und der Thron Ew Maiestat wird für die Zukunft felsenfest und unerschütterlich dasteh^i. Ick ekwarle nun sehnsuchtsvoll denAusspruch Ew. Maieswh ob ich gegen den wirklichen Femv vorrucke, oder ob die politischen VerMtmsse erheischen, dah Gw. Maiestat mich ve'.urtesten. Beides we^de ick mit treuer Hingebung erwarten, und ich schwöre Ew Könial Majestät, dah ich auf dem Sandhaufen ebenso ruhig wie auf dem Scklachtfelde, auf dem ich grau geworden bin die Kugel ^warEi t^rM Ich bitte daher Gw. Majestät, um die Gnade, bei dem .Urteil, das gefällt werden muh, auf meine Person keine Rücksicht nehmen zu lassen. Auf welche Art ich sterbe ich sterbe immerwie Ew. Majestät alleruntertänigster und getreuester Unter- !an V v r ck. , „ Blücher an Scharnhorst 5. Januar 1813. Mich juckts in alle Finger, den Säbel zu ergreifen We-mes jetzt nickt Sr. Majestät unseres Königs und aller übrigen deutschen Fürsten und der ganzen Ration Fürnehmen ist, alles Schelmenfranzosenzeug mit jammt dem Bonaparte und all fcumn ganzen Anhang vom deutschen Boden weg zu vertilgens so scheint Mich, dah kein deutscher Mann mehr des deutschen Ramens Werth sei. Jetzo ist es wiederum die Zeit zu duhn, was ich schon Anno 9 angerathen, nämlich die ganze Ration zu den Waffen anzurufen, und 'wann die Fürsten nicht wollen und sich dem entgegenset^n, sie jammt dem Bonaparte wegzujagen. Denn nicht nur Preuhen allein sondern daß ganze deutsche Vaterland muh wiederum her- aufgebracht und die Ration hergestellt werden. — 123 Holz, sondern aus iberget verkannten von dem -veroam der Verderbtheit -------„ mslickt treu wie einen Gott im Busen bewährt haben. y (Aus dem s>ihre 1812.) eine Urkunde ausstellen. ■ Am Ende des 17. Jahrhunderts entstanden zwischen Hessen- Darmstadt unb Aassau-Weilburg Zwistigkeiten infolge der gernem- samen Verwaltung des Hüttenbergs. Pfälzische Krnegsvvlkei nahmen an der Sache teil, und es kam sogar zu Tätlichkeiten. .sm Jahre 1701 entschlossen sich Hessen und Aassau der vielen Streitig- keiten müde, den Hüttenberg zu teilen. Deshalb entsandten graf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt und Graf Johann Ernst von Aassarl-Weilburg noch in diesem Jahr einige Rate nach Fi-mk° furt, welche über diese Teilung einen Vorvertrag aufstellten Der Hauptvertrag wurde am 16. Juni 1703 unterzeichnet. Danach erhielt Hessen-Darmstadt aus der Huttenberger Gemeinschaft dw 7 Dörfer Pohlgöns, Kirchgöns, Langgons, Leihgestern, Saufen, Annerod und Ullendorf. An Aassau fielen Duienhche^ Lutzc° linden, Hörnsheim, Hochelheim, Dornholzhausen,Aiederkleen, Grotz- rechtenbach. Zwecks besseren Ausgleichs erhielt Rassau noch das zwar auch gemeinschaftliche aber nicht mehr zum Huttenberg gehörende Dorf Volnkirchen und den seitherigen hessischen Ort Klein rechtenbach^ begriff von den nwnch«leiMgabe,rzu machen, welche in jedem Ort des Hüttenbergs rahrttch an Hessen und Gleiberg bis auf zwei Erbtöchter. Bei der Teilung der gräfliche Güter unter diese fiel die eine Hälfte an Salome, darunter auch die Hälfte des Hüttenberges. Dieses Gebiet kam durch Heirat ihrer Tochter Mechtild an deir Pfalzgrafen von Tuomgen der jedoch 1265 seinen Anteil der Gleiberger Lande an den Landgrafen Heinrich I. von Hessen verkaufte. Die zweite Erbtochter Irmengard, unter deren Erbteil sich' die andere HÄfte des Hütte,iberges befand, vermählte sich mit Hartrad III von Merenberg Em Aach- komme, Hartrad V., welcher 1328 starb, hinterlieh 2 Tochter, Gertraud und Elisabeth. Erstere heiratete 1333 den Grafen Johann I. von Aassau-Weilburg. Durch diese Verbindung kamen die Gler- bergisch-Merenbergi-schen Besitzungen an das gräfliche Haus Aassau. Um den von Hessen und Rossau gemeinsam verwalteten Hüttenberg in seinen Grenzen zu erhalten, ließmi beide Lander im Jahre 1569 durch eine Kommission, bestehend aus Beamten von Gießen und Gleiberg und einigen Schultheißen und Feldgeschworenen des Hüttenbergs die Grenzen desselben abgehen, schche absteinen und von Avtar Bubius in Worms hierüber Völkerlebens einheften werde. Dann wtvd die Aachwelt richten und dem Derdammunasurteil die ausnehmen, welche dem Strom Verderbtheit mutig entgegengerungen und Das Gefühl der Der Aachfolger des Grafen Johann Ernst, Karl August, suchte durch weise Gesetze Las Wohl feines Landes zu heben. So erschien 1734 eine Verordnung, nach welcher zwecks Schonung der Eichenwälder und zur Verminderung der Feuersgefahr die Hauser nicht mehr aus Holz, sondern aus Steinen erbaut werden sollten. Ader die Hüttenberger verkannten die guten Absichten des pursten und konnten sich m die neue Ordnung der Dinge nicht fugen. Besonders waren es die Bewohner von Lützellinden, die sich widersetzten weil sie ihre am 11. Juni 1743 durch eine schrecklich e Feuersbrunst eingeäscherten 105 Gebäude wieder mit Holz aufzubauen suchten. Diese Auflehnung gegen die neue Obrigkeit naipm bnfö stärkere Formen an, man suchte durch alle möglichen Mittel sich von der Verbindlichkeit gegen die nassauische Landes Herrschaft zu befreien. Den Anfang zur Widersetzlichkeit machten sie mit der Verweigerung der Froiidienste. 3n der Widersetzlichkeit zeichneten sich,besonders eine Anzahl Hochelheimer und Dornholzhäuser aus Sie wurden Mit Gefängnisstrafen belegt, ein Hochelheimer namens Konrad Andreas sogar des Landes verwiesen. In den Jahren 1741-1753 erhoben die Hüttenberger gegen ihren Fürsten den sogenannten Salz- und SHnellwagen vro^esi der den-Advokaten am Reichskammergericht zu Wetzlar ech LeL Feld zu neuen Ernten darbot.. Unter Mrst M Melcher 1754 die Regierung antrat und seinen Untertanen alle billiaen Wünsche erfüllte, lebten die Huttenberger ruhig inrd zu frieden. Da kam der große Umsturz im H^ten Auch der Hutten- bera blieb nicht ganz unberührt von ihm. Zwei Dauern von Hörnsheim, Jvh. Reitz und Georg ^Mr l vE^eichskamm^gAichk gezwungen, sondern ^us wahrerMilde picf-p neuen seine Untertanen verniinderte der edle Für,. vi.w und erließ im Jahre 1801 sur g»m- d-s 12. MtaM «dof» d-s I tot«**a«di«Sv»««D--«»-«, • ....... ~ ...... ..... BLWWWM fc»in SSaubtauartier AcittDcifc in n^i^cn iübriaev Kriege litt diese Gegend unter den Durchzügen, teils bei Gießen. In der Stadt Wetzlar fand sogar tm Zahre 17o9 em Durchzüge von Truppen erfolgten m den RevolutiMisiriegen 21 'Avril 1797 das gesamte österreichische Heer unter TRerned von Wetzlar Braunfels und Gießelt auf und nahm feine Rick una m,f Münzenberg Auf der Höhe bei Grüningen kam es zu einem Treffen mit den Franzosen, in welchem der folgte auf Einquartierung, wodurch den Geme nden gimye x l MSSMMZ-W- Marsch durch den Hüttenberg. folaenden Jahr erhielt die dortige Gegend wieder sehr starke Einquartierung von Franzosen, welche gegen Preußen vor- rückten Rach dem Frieden von Tilsit 1807 be«astig,ien abermals aus Vreutzen zurückkehrende französische Truppen die dortigen Be wohner" ein Gleiches fand statt 1812/13, als Zapoleon mit eurer aewaltiaen Armee das russische Reich zu vernichten gedachte. Als aber an den Ufern der Moskwa und der Pleiße ferne Macht gebrochen war, erhielt der Hüttenberg öfters Einquartierung der verbündeten Heere, wobei mehrere Orte in große Schuldes Oesturgt wurden, w allen Dingen hatte infolge eines Jrrtüms der Ge- Aassau selbst noch nach der Teilung geleistet werden mußten und über die sich die teilenden Häuser an eben diesem 16. Juni 1703 Verglichen, möge bloß ein Aamensverzeichnis derselben folgen:Mai- beed, Herbstdeed, Aeujahrsgeld, Mühlenzins, Freigeld, Zehnten, Tranksteuer, Landzollgeld, Blutzehnten, Weinkaufsgeld, Juden schutz, Kesselflickerzins, Klagegeld, Spatzenfanggeld, Wollenzoll, , Pfluggeld, Flachs, Schweinfchneidergeld. Wir haben jetzt auch.Ab- Der HAtenbsrg. | gaben — direkte und indirekte — und müssen sie haben, denn ohne | sie kann kein Staat bestehen, aber so verschiedenartige, lästige, den Von Lehrer A. Bach- Flensungen. | Menschen herabwürdigende und an die frühere Leibeigenschaft er- Zu beiden Seiten des mittleren Kleebachs, der bei AllendoH I innernde Abgaben hat unsere heutige Zeit doch nicht mehr auf- ta die Lahn mündet, liegt ein den Kreisen Friedberg, Gießen und I zuweisen. „ , . ,, Wetzlar angehörendes Gebiet, welches nach einem gleich- namigen Berg bei Aiederkleen der Hüttenberg genannt wird. Ob- aleich die schwarz-weißen und die rot-weißen Grenzpfähle mitten durch dieses Gebiet gehen, so geben Sprache, Sitten, Gebräuche und Tracht der Bewohner heute noch Zeugnis von ihrer einstigen Zusammengehörigkeit. Der Verfasier dieser Zeilen, dessen Geburtsort ebenfalls dem Hüttenberg angehört, versucht nun im nachfolgenden Ausführungen auf Grund von alten Aufzeichnungen und mündlichen Ueberlieferungen einen kurzen geschichtlichen Ueber- blia über dieses Gebiet zu geben. Das Amt Hüttenberg, ein Teil der ehemaligen Grafschaft Gleiberg, umfaßte die 14 Dörfer PoMöns Kirchgöns, Langgöns,, Leihgestern, Hausen, Annerod, Allendvrf, Dutenhofen, Lützellinden, Hörnsheim, Hochelheim, Dornholzhausen Groß-Rechtenbach, Aiederkleen. Letzteres Dorf wurde erst 1651 völlig zum Hüttenberg geschlagen. Zu den ältesten Orten des Hüttenberas geboren diejenigen, welche auf heim endigen. Sie haben gewöhnlich ihre Namen von ihren Erbauern oder den ersten Bewohnern derselben. Diese deutsche Endung entspricht dem lateinischen Wort Villa. Oft ist die Endung heim unterdrückt worden. So hieß, Gons früher Gunnisheim. Ein Gleiches gilt von den Orten, die auf Hausen oder Hofen endigen. Auch' sie haben ihre Aamen teils von ihren Erbauern oder ersten Bewohnern, teils aber auch von der Beschaffenheit des Bodens ihrer Umgebung, so war Dornholzhausen früher eine Villa, um die Dornen wuchsen. Auch haben urtfere Vorfahren manchmal ihre Orte nach einem vorbeifliehendenDach benannt, so Aiederkleen nach dem Kleebach. Lützellinden heißt in alten Urkunden Sichelingslinden (Sichelinges-Linda). Man kann dieses Wort ableiten entweder von den Personennamen Siche- lingus, oder was wahrscheinlicher ist von sigelis (Korn); Mithin würde Sichelingslindmi soviel als Kornlindgn heißen. Em Ge- bund Korii heißt heute noch' in der dortigen Gegend. Siche.ing. Auch war Lützellinden schon im Mittelalter wegen seines guten Roggens berühmt, und diesen Vorzug hat es auch bis heute b^ hauptet. Erst später nannte man diesen Ort Lützellinden, d. h. Kleinlinden im Gegensatz zu Großenlinden; denn lutzel bedeutet m der Sprache des Mittelalters und noch heute m der Schweiz klein, englisch Utile. — 124 — vchristleitung: August Goetz. — Druck und Verlag der Drühlfchrn Univ.-BuL- und Strindruckerei. A. Lange, Dieben. burtsort des Verfassers dieses Aufsatzes unter dieser Einquartierung ungeheuer zu leiden. Eine kurze Schilderung möge folgen: Im November 1813 marschierten ca. 18 000 Aussen auf der Straße von Wetzlar nach Butzbach. Sie sollten in Dornholzhausen bei Homburg v. d. Sy Quartier beziehen. In Niederkleen, wo sie sich nach ihrem Quartserort erkundigten, wies man sie nach dem benachbarten Dornholzhausen im Hüttenberg. Aus der sogenannten Hochwiese bei dem Dorf schlugen sie ein Lager auf. Da sie einige Wochen hier blieben, bis sich der Irrtum aufklärte, so entstand eine furchtbare Not und Armut. Man erzählt sich, daß von allem Vieh nur noch eine alte Gans übrig geblieben sei. Von feinen Sitten und anständigem Benehmen war bei den damaligen „ Freunden" und Verbündeten wenig zu merken. Sie sprachen sehr dem Branntwein zu, zumal eine Schnapsbrennerei in dem Ort vorhanden war. So fordert« in der jetzigen Wohnung des Jvh. Müller ein Nüsse von seiner Quartiersfrau einen Krug Wutki. Die Frau goß zunächst Wasser in den Krug, um ihn zu reinigen. Der Nüsse, in der Meinung, man wolle ihm Wasser zu trinken geben, erfaßte den Krag und schlug ihn der Frau auf den Kopf, daß sie tot niedersank. Sn der jetzigen Scheune des Kvnr. Lotz entstand nachts ein Streit unter russischen Soldaten. Plötzlich hörten die Bewohner des Hauses einen gellenden Schrei. Am anderen Morgen fehlte ein Nüsse. Auch sah man im Scheunenviertel frische Erde, die wieder festgestampft war. Die Nüssen hatten hier ihren im Streit getöteten Kameraden verscharrt. Sn späteren Jahren fand man an diesem Ort noch Menschenknochen. An der Stelle, wo der Wiesenbach an der jetzigen Wohnung des Fr. Jakobi vor- beifließt, hatten die Nüssen ein Wehr errichtet. Das hier angestauts Wasser diente ihnen als Bad. Neben demselben stand damals ein kleines Häuschen mit einem Ofen. Sn dem heißen Nauru legten sie die Kleider ab, sprangen daun in das eiskalte Wasser und zogen sich hierauf in dem warmen Zimmer wieder an. Nach dem Abzug der Russen brach eine Epidemie, die sogenannte Russenkrankheit, aus, der viele junge Leute zum Opfer fielen. Auch war die Armut so groß, daß man sich auf den Nachbardörfern Vieh zum Bestellen der Aecker leihen mußte. Die gewaltige Schuldenlast von 30 000 Gulden wurde dadurch getilgt, daß die Gemeinde einen mächtigen Buchenwald, den Brand, abholzen ließ. Erst nach und nach konnte sich das Dorf durch den Fleiß und die Sparsamkeit seiner Bewohner wieder zu früherem Wohlstand emporfchwingen. (Fortsetzung folgt.) Die Technik auf den Messen. (Dipl.-Sag. Walldorf.) Als bald nach Beendigung des Krieges mit Waffen zum ersten Male davon gesprochen wurde, auch die Technik den Messen zuzuführen, begegneten die, welche diese Möglichkeit vertraten, in weiten Kreisen, besonders in Kreisen der Techniker selbst, einer großen Skepsis, wenn nicht völliger Ablehnung. Man wollte nicht glauben, daß die Technik „messefähig" sei. Die wirtschaftliche Entwicklung und die Tatsachen haben diese Ungläubigen belehren müssen, denn alle Messen kennen heute als wichtigsten Bestandteil die Gruppe Technik. Es ist bezeichnend, daß gerade die konservative Leipziger Messe, die der notwendigen Neuorganisation der Messe lange abwehrend gegenüberstand, sich schon frühzeitig eine technische Messe zulegte, sie stark ausbaute und hier in diesem auf völlig neuer Grundlage aufgebauten Messeteil die erst abgelehnte Neuorganisation nach Drancheneinteilung und örtlicher Konzentration systematisch durchführüe. Die Technik war also durchaus messefähig geworden und einer der Großverbände technischer Sn« dustrien nach dem andern fügte sich der Notwendigkeit, auf den Messen zu erscheinen. Was die eifrigen Verfechter des Messegedankens von Anfang an ausgesprochen hatten, bewahrheitete sich. Die moderne Meise erklärte sich selbst als Mustermesse. Folglich definierte man richtig, daß alles, was nach Mustern gekauft oder bestellt werden könnte, messefähig sei. Danach wäre die Technik im allgemeinen nicht messefähig. Man vergaß aber, das Sn- stallativnsmaterial, Armaturen, Kleineisenindustrie, Beleuchtungsmaterialien auch zur Technik gehörten und durchaus in jenem Sinne schon messefähig waren. Man vergaß ferner, daß schon vor dem Kriege und erst recht nach dem Kriege, da der Krieg die Bestrebungen der Normalisierung und Typisierung sehr gefördert hatte, ein Eiseirprofil nicht für einen bestimmten Zweck gewalzt, eine Dampfmaschine nicht konstruiert, ein Kugellager nicht gebaut wurde, um in einer Sonderkonstruktion Verwendung zu finden, sondern daß der Konstrukteur sich über die vorhandenen Typen und Normalien vergewisserte und nach ihnen seine Sonöerkon- struktion einrichtete. Alle typisierten, normalisierten und spezialisierten Maschinen und Maschinenelemente sind aber messefähig, weil sie nicht einmal nach Mustern, sondern sogar nach Prospekten verkauft werden können, sobald die Qualität und Geeignetheit fest- steht. Somit war ein großer Teil der Technik sogleich in den Bereich der Messefähigkeit eingeweiht. Ganz natürlich war es auch, daß der Werkzeugmaschinenbau als erster geschlossen auf die Messen ging ihm folgten bald andere Serien- oder Thpenfabrikationen, wie Schweiß- und Schneideanlagen, Kugellager, dann elektrisch« Maschinen wie Motor«, Anlasser, ilmformer. Ein weiteres Gebiet stellten die infolge dec Baunot in großen Mengen erscheinenden Baushsteme, Sparbaumethvden und normalisierten Baumaterialien. Stark beteiligt an den Messen waren auch die Apparats und Einrichtungen für elektrische Beheizung, für industrielle Werkzeuge und haustechnische Hilfseinrichtungen. Dem Konkurrenten der Elektrizität, folgte prompt das Gas mit allen seinen Zubehörindustrien, besonders der Gasheizung, und dadurch wurden die Heiziiidgstrie, die sowieso durch die Kohlennot eine Zeit der Neubelebung erfuhr, auf den Plan gerufen. Daneben fand aber auch die Spezialmafchine, sei es nun für einzeln« Sondergebiete, wie der Schuh- und Lederindustrie oder die Labakindustrie, oder sei es ganz allgemeine eine Neukonstruktion oder erstmalige Ausführung mit voller Berechtigung ihren Weg zur Messe, auch die technisch« Durchbildung eines neuen Verfahrens, also Fabrikate oder Methoden, die an und für sich mit Typisierung oder Normalisierung nichts zu tun hatten, die vielmehr auf die Messe kamen, weil die Messe nicht nur Sin- und Derkaufsmarkt ist, sondern auch zugleich das beste und wirtschaftlichste Propagandamittel für derartige Neuerscheinungen. Denn die Messe wirkt wie ein Film, nur in der älmkehrang der Bewegung, in dem das Bild stillsteht und der Beschauer vorbeiwandert. Der große Vorteil, die Maschinen und Apparate in Betrieb vorführen zu können, erhöht dabei noch den Propagandawert der Messe. Am längsten zurückgehalten hat sich die Schwerindustrie. Das lag 'acht allein an der Konjunktur, sondern auch daran, daß den Messen anfangs die Räume und Transportmöglichkeiten für die Fabrikate der Schwerindustrie fehlten. Allmählich ist dieser Man- gel von den Messen beseitigt worden und zugleich damit erschien mich die Schwerindustrie auf den Messen. Sicherlich wird aber ihre ^eteittgung immer etwas zurückhaltend, und überhaupt wird die Einstellung der Schwerindustrie stets mehr oder minder regional sem, wenn sie nicht noch stärker als bisher zu permanenten Ausstellungen im Anschluß an die Messen schreitet. Aeberträgt man diese allgemeinen Geschäftspunkte auf die orankfurier Snternationalen Messen im besonderen — die dies- laprtge Herbstmesse findet vom 23. bis 29. September statt — f0 geigt steh daß Frankfurt dieser allgemeinen Entwicklung völlig gefolgt ist Bezeichnend für Frankfurt war nur von Anfang an auf diesem Gebiet seine Grundprinzipien, örtliche Zen- ^alisativn, Branchengliederung und Qualität beibehalten hat Erst allmählich ist eä gelungen, auch für die Technik Räume und Vorkehrungen zu schaffen, die nötig sind, um die Technik vollgültig an den Vorteilen der Messe teilnehmen lassen zu können. Seit einem Jahre steht aber in Frankfurt das Haus derTechnik und mit ihm ist ein würdiger und vorläufig ausreichender Raum tiL 3^UfLrtelto'2ig geschaffen. Zugleich sind in mustergül- die Sonderungen erfüllt worden, die von der Technik hinsichtlich der Transportmöglichkeiten gestellt werden mußten. Gin direkter Gleisanschluß fuhrt von der Staatsbahn in das Haus oer Technii große Krane und Verladeeinrichtungen gestatten den ^ven und schnellsten Transport auch der schwersten Stücke, Wasser und elektrischer Strom ermöglichen an jedem Stand die Vorführung der Maschinen im Betrieb, die auf dem festen Fundament der Halle günstige Aufstellung finden. Auch die diesjährige Herbstmesse wird eine recht umfangreiche Beteiligung der Sndustrie zeigen. Am stärksten vertreten ist die Maschinenbaus. Wir finden da Werkzeugmaschinenfabriken, Schleifmaschinen, Holzbearbeitungs» fn^sch^neii und Transporteinrichtungen, Hebezeuge, autogene Me» talIbearßeitung, industrielle und häusliche Feuerungen, Kraft» Maschinen, Maschinenelemente usw. Es ist natürlich nicht mög- lfch- nnch nur auszugsweise eine Heb erficht der verschiedenen Fa» brikate zu geben, vielmehr muß in dieser Hinsicht auf das Aus- verwiesen werden. Groß ist auch die Anzahl der Aussteller aus dein Gebiet der Elektrotechnik. Besonders im Ap paraten bau bildet Frankfurt ja ein Mustergebiet. Dies zeigt sich auch Darrn, daß die Frankfurter Messe eine Spezialmesse auf» zuweilen hat, wie sie kaum auf einer anderen Messe in dieser Geschlossenheit anzutreffen ist, das ist die B e l e u ch t u n g s i n d u - Pe^r> ver die Frankfurter Messe einmal besucht hat, wird vvn dieser Konzentration eines Sonderzweiges der Sndustrie über» rascht gewesen sein. Es folgen weiter die Gruppen Metallwaretz und elektrische Schwachstromartikel, Bauwesen und sanitäre Artikel, land- und gartenwirtschaftliche Maschinen und Geräte, Fahr» zeuge und, schon in das Gebiet der Gebrauchsgegenstände hinüber- reichend, aber doch zur Technik im engen Zusammenhang stehend, Haus- und Küchengeräte. Schon diese kurz« Aufzählung der Grappen zeigt, wie vielseitig gerade auf technischem Gebiete die Frankfurter Messe ist. Die Tatsache, daß die örtliche Konzentration, die scharfe Branchengliederung und di« Qualitätsauslese einen außerordentlich gün» stigen Leistungsfaktor für den Aussteller und Einkäufer gewährleisten, mag genügen, um den Besuch der Frankfurter Messe zu empfehlen. Es ist zu hoffen, daß die allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Äerhältnisse die Frankfurter Messe in ihrem praktischen Erfolg noch günstiger gestalten, als die trotz der Mißgunst der Verhältnisse glücklich verlaufenen diesjährigen Frühjahrsmesft,