Donnerstag, den 30. Oktober i«: R^WV ÜSrEWK--» HMAM 151 i»l U esKS® » B iE'NA^M ^^NWW „ Laurrnblut. Bwman von Gerhart v. Amyntor (Dagobert v. Gerhardt). (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Tell lächelt im Vorgenusse der Verblüffung, die seine Mitteilung Hervorrufen ivird und sagt deutlich mit einem Schielblick nach der noch immer schweigsamen Ellen: „Ich mochte nur gerecht gegen ihn sein, denn er ist mein Stiefbruder." „Ihr Stiefbruder?" fährt Brauk betroffen auf. „Pardon! Das wußte ich nicht; davon haben Sie uns nie etwas gesagt." Das, was der Staatsanwalt eigentlich erwartet hatte, ist wunderbarerweise nicht ein getreten; Ellen zeigt keine Spur vou Ueberraschung; sie scheint ausschließlich unter dem Kanne der ihr im Garten gewordenen Mitteilung zu stehen und für alles andere gänzlich unempfänglich zu sein. Auch Frau von Brauk nimmt das Bekenntnis des Staatsanwalts, wenigstens scheinbar, mit großer Gemütsruhe auf. Nur Just schaut verwundert darein; er begreift nichts recht, warum sein jugendlicher Freund auf einmal Verhältnisse so offen darlegt, zu deren strengster Geheimhaltung er ihn noch vor kurzem so dringend verpflichtet hat. „Ihr Stiefbruder?" wiederholt der Freiherr noch immer verständnislos, „ist denn Ihre Frau Mutter noch einmal in zweiter Ehe verheiratet gewesen?" „Peter Dechner ist ein Sohn aus meines Vaters, erster Ehe; damals hieß mein Vater noch Dechner; erst als er zum zweiten Male heiratete, hat er den Namen Tell angenommen." „Hm, hm", inacht Brank, der jetzt erst mit dem Namen Dechner seine eigentlichen Jugenderlebnisse in Verbindung zu bringen beginnt, „das ist ja höchst merkwürdig! Ich kann mir übrigens denken, Herr Staatsanwalt, daß die Rolle, die Ihr Stiefbruder spielt, Ihnen nicht gerade immer erwünscht sein mag." „Sie ist mir völlig gleichgültig. Wir Verkehren nicht miteinander; mein Stiefbruder ist für mich nicht vorhanden. Ich denke auch, daß man biiligerweise mir das nicht anrechnen ivird, was ein Mensch, der zufällig mein Stiefbruder ist, an Staat und Gesellschaft sündigt." „Gewiß nicht, davon kann keine Rede sein. Oft genug gibt es selbst in den höchsten Familien des Landes Mißratene, die sich selbst wohl schaden, dem Glanze des alten Familiennamens aber keinen Abbruch tun können." Die Tafel ist aufgehoben. Der Wagen, der den Staatsanwalt zur Bahnstation zurückbringen soll, ist vorgefahren. lDie freiherrliche Familie und Just haben den scheidenden Gast bis nn das Portal des Schlosses begleitet. Brank drückt ihm mit unverminderter Herzlichkeit die Hand; der ritterliche Herr scheint tit seinen Gesinnungen gegen Dell ber Alte geblieben zu sein. Nur Frau von Brank wünscht, tote es dem Scheidenden ivenigstens Vorkommen will, in einem etwas kühlen Tone eine glückliche Fahrt, und Men, die ihm sonst immer die Hand zum Lebewohl geboten hat, steht in kühler Zurückhaltung hinter den Eltern und hat für däK „Adieu!" des Gastes nur ein gezwungenes, stummes Kopfnicken. „Vorbei! Vorbei!" denkt Tell in Bitterkeit, wie ihn der rasselnde Wagen über das Pflaster des Hofes davonfährt, „sie ist wie die anderen! Dem hocharistokratischen Dämchen ist meine plebejische Verwandtschaft in die Nase gefahren. Ha, ha! Mein Bruder Peter hat gar nicht so unrecht, dev Teufel , hole die Gesellschaftsklassen und ihre Vorurteile! Nun heißt es, den Weg durch dieses Lebens Unverstand allein zurückzulegen — allein — ohne Hoffnung und ohne Liebe — aber ich bin wahr gewesen, wahr gegen die anderen und gegen mich selbst! Und das soll mein Trost sein!" Der Wagen rollte durch die sternhelle Mainacht, und int Gebüsch zur Seite des Weges schlägt eine Nachtigall. *■ Das war heute ein aitsregeuder Tag im Hause des! Goldschmieds Lampert in der Hornstraße. Die Gesellschaftszeit war ja eigentlich schon vorüber; aber Frau Julie Lampert, die immer gern etwas hoch hinaus! wollte, mußte! durchaus noch ihre große, wenn auch etwas verspätete Gesellschaft geben, die möglichst an die Ballfestlichkeiten der vornehmen Welt erinnern sollte. „Ich bitte dich, Frau," hatte der Gatte mit seiner lispelnden Stimme gesagt, „warum sollen wir uns auf unser«! alten Tage noch diese Wirtschaft, diese Unbequenilichkeiten machen?" Aber da war er schön angekommen! „Auf unsere allen Tage!" hatte die dicke und vor Gesundheit strotzende Dame beleidigt wiederholt; „nun, wenn ich dir nicht mehr jung genug bin, so sieh' du nur selbst einmal in den Spiegel: für einen Springinsfeld wird man dich auch nicht mehr halten." „Liebe Julie, eben deshalb — warum ereiferst du dich denn? — Eben weil ich kein Springinsfeld mehr bin. und weil ich auch für keinen mehr gelten ivill, möchte ich dich bitten, von diesem Tanzfeste abzustehen." „Du sollst auch nicht tanzen, aber das junge Volk, dem wir doch auch einmal eine kleine Rücksicht schuldig sind." Sie mäßigte den Ton ihrer Stimme und fuhr um vieles sanfter fort: „Denke doch an unseren Peter; sollen wir ihm denn zu seiner Meisterschaft nicht eine Aufmerksamkeit erweisen ?" „Na, mit dieser Meisterschaft hat es doch wohl etwas gehapert; nur mit Ach und Krach hat er die Prüfung bestanden ; ich weiß es vou meinem Freunde Knoblauch." „Weil sie ihn als einen Sozialdemokraten am liebsten hätten durchfallen lassen — der Peter hat es mir selbst erzählt —, aber er hat so glänzende Arbeiten geliefert unb alle ihre kmfflichen Fragen so aufs Te-Zett beantwortet. 678 her kommen, Dieser Appell an des Goldschmieds gutes Herz verfehlte seine Wirkung. Herr Lampert legte sein schmales, bart- M sie nicht umhin konnten, ihn als Meister in ihre Innung Hand versprochen." „Dann fällt der Himmel ein; vielleicht bringt er gleich ein paar Schutzleute mit, um fernen Stiefbruder festnehmen zu lassen, wenn dieser etwa ein zu freches Maul haben sollte." „Wilhelm, verstelle dich doch nicht so! Ich weiß es ja, du hast den Peter nicht weniger lieb als ich." sicher." „Dann wirst du dich auch geirrt haben." „Nein, nein! Auf Peter lasse ich nichts kommen," fuhr Frau Lampert fort: „er mag ein Hitzkopf sein und manchmal Dinge sagen, die er nicht verantworten kann, aber einer Schlechtigkeit ist er nicht fähig, ganz bestimmt nicht! Ich werde ihn übrigens fragen; er hat mir noch immer die Wahrheit gesagt." Damit war die Unterhaltung wegen des zu geoeuderr Festes beendet gewesen und Frau Julie hatte auch sofort die Vorbereitungen zu demselben mit anerkennenswertem Eifer zu betreiben begonnen. Heute nun ist der große Tag erschienen, und schon in der sechsten Morgenstunde sind Lohndiener und Tischlergesellen in dem stillen Heim des Goldschmiedes tätig, um es der Bestimmung des Abends gemäß herzurichten. Die beides Vorderzimmer der Wohnung werden als die eigentliche Gesellschaftszimmer dienen; in der daranstoßenden großen Berliner Stube soll getauzt, aber auch getafelt werden; das neben dieser Stube befindliche Schlafzimmer des Lampertschen Paares aber wird in einen dritten Salon verwandelt, und zu diesem Zwecke müssen die Betten und die Waschtische nach einem im Hofflügel befindlichen, einfeustrigen Zimmer geschafft werden. Herr Lampert ist noch beim Rasieren in der Schlafstube, als die Tischler in dieses Allerheiligste eindringen, um unter lautem Gekrach und Gepolter die Ehebetten auseinander zu nehmen. „Aber das ist ja schlimmer als ein Umzug!" stöhnt er entrüstet auf, „ich habe nicht einmal Ruhe beim Rasieren!" Frau Julie steht, tiefgeröteten, schon etwas schwitzenden Angesichts, mit einem koketten Morgenhäubchen ans dem unfrisierten, wirren Haar und mit einer weißen Latzschürze vor ihrem mächtig wogenden Busen, in der Tür^des Schlafzimmers nnd überwacht die Hantiernngen der Tischler. „So spute dich ein wenig!" versetzt sie ungeduldig, „wir müssen die Stnbe in Ordnnng bringen." Herr Lampert ist in seiner Sonntagsruhe so erbarmungslos gestört, daß er sich bei dem Geschäfte des Rasre- rens ein paar tiefe Schnitte im Kinn beibringt, die er mit einem schnell von seiner Zeitung abgerissenen Fetzen Papier verklebt. Notdürftig gewaschen nnd gekämmt entflieht er nach einem der modernen Zimmer. > Doch auch hier findet er kein Behagen. Schon Yon sieben Uhr ab beginnt die Korridorklingel zn tönen, und da das Hausmädchen bei der Einrichtnng der Wohnnng mit Hand anlegen mnß, so übernimmt er selbst das Amt des Oeffners. In rmnnterbrochener Folge kommen bestellte Waren, auch Briefe und allerlei Anfragen an. Der Gärtner sendet Bln- mentöpse zum Schmucke der Zimmer uud au der Tafel, auch einen Korb mit lauter kleinen Sträußchen. , „Barmherziger Gott, wo zu denn diese vielen Buketts ? Frau Julie ist herbeigeeilt, reißt ihm den Korb aus der Hand und wettert den Ueberbringer an: „Das bringen Sie mir schon jetzt am frühen Morgen? Wo haben Sie denn Ihre fünf Sinne? Soll der ganze Plunder bis heute abend verwelken?" „Der Herr meinte", erklärte gleichmütig der Gärtnerbursche, „die Blumen müßten, im Keller verwahrt bleiben, dort würden sie sich schon frisch erhalten." „Ihr Herr ist ein . . . ." Sie wollte Eiel lagen, doch sie verschluckte das Wort und fuhr gefaßt fort: „Hier haben Sie zwanzig Pfennige Trinkgeld, nnd sagen eie Ihrem Herrn, ein andermal möchte er gefälligst zuverlässiger fein; was ich zum Nachmittag bestelle, das will ich mcht schon früh morgens ans den Hals geschickt bekommen. Nnn, was stehst dn denn noch da, Wilhelm?" wendet sie sich an den Gatten, „kannst du die Blumen nicht nach dem Keller tragen? Du hörst doch, daß sie sonst verwelken!" „Jawohl, jawohl", stammelt der Eiugeschüchterte, und wie er im Schlafrock, mit den duftigen Sträußchen beladen, die Treppe hinabsteigt, zittert er bei dem Gedanken, daß etne ihm begegnende Mitbewohnerin des Hanfes durch seine komische Erscheinung znm Spotte gereizt werden könne. Doch die Sache länst glücklich ab, nnd keuchend eilt er nach weni- gen Minnten wieder hinauf, um tu seiner Wohnung zn verschwinden. Nenes Signal der Flurglocke. „ Er öffnet wieder nnd steht vor einem weitzgc,churzten Jungen, der ihm mehrere geschlossene runde Körbe und eine große Holzschachtel übergibt. Es sind Torten, Teekuchen, Käsestangen, Konfitüren. , , „Barmherziger Gott! Wo denn nur hin mit alt diesem Er schleppt die ganze Bescheruiig nach dem Zimmer seiner Gattin nnd stapelt sie dort ans dem Sofatische auf. Wiederum ein schriller Glockenlaut. Der Weinhäudler sendet den bestellten Wem. Wie er oben wieder in seine Stube tritt, stürmt ihnl Julie aus dem benachbarten Salon aufgeregt entgegen. „Es ist nm aus der Haut zu fahren", brnnirnt er iw» grimmig, wie er das Schloß der Kellertür öffnet, „das soll mir heute zum ersten und letzten Mal passiert sem." „Wir wollen ihn nur gleich nach dem Keller schassen". Herr Lampert holt den Kellerschlüfsel und steigt zum zweiten Male, diesmal mit dem Träger der Weinkörbe, in die Unterwelt. Er ist durch die ungewohnte Inanspruchnahme seiner Person schon so aus dem Gleichgewicht gebracht, daß er an die GefaHr eiper unerwünschten Begegnung auf der Treppe gar nicht mehr denkt; aber erschrocken greift er nach den nicht seine Wirkung. Herr Lampert legte ]etn schmales, bartloses Vogelgesichtchen in ein paar verdrießliche Falten uud seufzte: „Nun ja — man ist doch kein Heide; ich könnte ja, sozusagen, den Schlingel mein eigen Fleisch und Blut Nennen, so oft habe ich ihn als kleinen Buben auf meinen! Knien reiten lassen, aber was zu viel ist, das ist zu viel; das will der liebe Gott gewiß nicht, daß wir zu allen Sünden Und Torheiten eines Pflegesohnes in zärtlicher Schwäche ein Auge zu drücken — wenn er sich nicht bald bessert, daun, ziehe ich mich ganz von ihm zurück, daun mag er ins Verderben laufen." t „ „Das wird Sabinchen schon zu verhindern wißen. Wenn die erst seine Fran ist, bu sollst es sehen, daun wird sie ihn schon Herumkriegen." ,, , . r „Das gebe der Himmel! Vorläufig glaube ich noch mcht daran. Der Peter hat Umgang mit Leuten, die mir nicht gefallen. Erinnerst du dich noch jenes Garniers, der mir einmal cm Perlenhalsband mit meinem eigenen Gelde abschwin- deln wollte? Du hast ihn selber nicht gesehen, aber doch feinen Boten, feinen sogenannten Diener, der natürlich sein Opießgeselle war — denke dir! ich müßte mich sehr irren, wenn Peter nicht mit diesem verdächtigeii Kerl neulich durch die Friedrichstraße gegangen ist." „Hast hu ihn darauf nicht angesprochen?" „Das konnte ich doch nicht; ich war meiner Sache nicht anfzunehmen." t ~ , „Ein netter Maurermeister, der gemeinschaftliche Sache mit den streikenden Gesellen macht!" „Davon verstehe ich nichts, das geht mich Nichts au, aber Meister ist Meister, und ich dächte, wir könnten stolz sem giif unsere drei Pflegesöhne: der Peter Maurermeister, der Adolf nächstens Sozius des berühmten Fabrikanten Haßler — Haßler & Dechner, wie das klingen wird! — und der William königlich preußischer Staatsanwalt — unsere Gaste werden Augen machen, wenn sie uns inmitten eines solchen Kleeblattes sehen werden/' Der Goldschmied stieß em hartes Lachen aus: Bilde dir nur nicht ein, daß sich William in eine Gesellschaft begeben wird, in der er den Peter zu treffen gewiß ist." „So?" erwiderte mit pfiffigem Augenblinzeln die dicke Dame, „hältst du mich wirklich für so einfältig? Denkst du, ich werde ein Fest geben, bei dem der Stolz unseres Hauses fehlt?" „Unser William ivird doch nicht so dumm sein und hierher kommen, wenn er weiß, daß wir ihm den Sozialisten vorsetzen, der seinem eigenen Zwillingsbruder die Braut weggekapert hat — pfui Teufel, das hätte mir einer bieten sollen, als ich mit dir verlobt war." „So schlimm ist die Sache gar nicht. Sabine ist mit Adolf niemals richtig verlobt gewesen, und wenn sie em- gesetzen hat, daß sie den Peter noch lieber hat, so kann man es doch nur äußerst gewissenhaft von ihr nennen, daß sw noch zu rechter Zeit Farbe bekannte und sich und den Adolf nicht ms Unglück gebracht hat. Und der Staatsanwalt kommt doch! Ich bm bet ihm gewesen und er hat es mtr tn die 679 Flügeln seines geblümten Schlafrockes und hält sie krampfhaft zusammen, denn ein junges Fräulein kommt ihnen unerwartet auf der Treppe entgegen und mustert seine nicht ganz salonfähige Erscheinung. „Ich glaube, Wilhelm, es rappelt bei dir! Stellst mir die klebrigen Konditorschachteln auf meine gute Tischdecke! Solche Dinge gehören doch in die Speisekammer und nicht in meinen Salon." Herr Lampert verfärbt sich; er wird ganz bleich vor Wut; aber langsam und feierlich versetzt er: „So laß sie nach der Speisekammer bringen. Ich ziehe mich an und rücke aus; ich werde wahnsinnig, wenn ich noch länger in diesem Hause bleibe. Mach' du mit deinen Leuten hier, was du willst; Du hast diese Gesellschaft gewünscht, nicht ich; ich komme erst um mittag wieder, wenn die Poltergeister mein Haus verlassen haben." (Fortsetzung folgt.) Bereits in einer Handschrift der Stadtbibliothek in Rostock vom Jahre 1416, die etwa 100 Jahre nach der ersten Entstehung des Rechtsbuches geschrieben wurde, wird dieses „bat lütte keyserrecht" genannt. Ebenso in noch 2 anderen Handschriften desselben Alters. Vgl. Endemann, TaS Keyserrecht (1846), Nr. 15, 18 und 19 der 37 dort aujgeführten Handschriften. 2) Vom Jahre 1320 gab es nämlich früher eine Handschrift vom Kleinen Kaiserrecht in Lübeck, wie der dortige Cat. codd. nachweist, in welchem sie mit der Bezeichnung ausgeführt war: „Hye begynnet bat Kayser Recht: sinitum anno Domini 1320". Diese älteste Handschrift ist jetzt verschollen. Vgl. Endemann, DaS Keyserrecht (1846), Nr. 37. 3) Tatsächlich ging zu jener Zeit ganz allgemein die Sage auch von dem etwa 80 Jahre früher entstandenen Sachsenspiegel und dem etwa 35 Jahre älteren Schwabenspiegel, sie seien das von Karl dem Großen gesetzte Recht. Vgl. Sitzungs- bcrichte der Wiener Akademie der Wisst, Bd. 140 (1899), Ab- handl. IX: „Die deutschen Rechtsbücher und die Kaiser-Karls- Sage von H. Siegel." Dieser Sage folgte auch wohl der Verfasser des Kleinen Kaiserrechtes in gutem Glauben. Die älteste hessische Rechtstzandschrist oonmsiinö -arm ein Münzenberger To-esurieil vom 19. Oktober |5J3. Von Pfarrer em, H orba ch in G i e st e n. Seit 35 Jahren bewahrt die Universitätsbibliothek zu Gieße:: die älteste hessische, vor 495 Jahren niedergeschriebene Rechtshandschrift auf (Hs 995 a fol.). Diese ist nicht ihr Eigentum, sondern gehört der Gemeinde Münzenberg (bei Butzbach). Wort wurde der wertvolle Kodex 460 Jähre hindurch im Rat- häuse aufbewahrt. Im Jahre 1878 wurde er dann vpn der Gemeinde Münzenberg, unter Vorbehalt ihres Eigentumsrechtes, der Gvoßherzoglichen Universitätsbibliothek in Gießen zu dauernder Aufbewahrung übergeben. t Der Folioband, 31 (4 Zentimeter hoch und 22 Zentimeter breit, dessen Holzdeckel mit rotem Saffianledcr bezogen sind, enthält 61 doppelseitig beschriebene Blätter aus Papier (nicht Pergament). Der Inhalt scheidet sich in zwei Hauptteile. Blatt 1—55, der eigentliche und ursprüngliche Kodex, enthalten das Kleine Kaiserrecht aus dem Jähre 1418; auf Bl. 56—61 sind später fünf Einzelstücke, Münzenbcrger Rechtsverhältnisse betreffend, niedergeschrieben worden, und zwar 1427 (Weistum), 1491 (ein Vergleich), 1509 (Burgmanns Freiheit), 1510 (Eich- nnd Gewichtsordnung) und 1513 (Todesurteil). Ter letztgenannte Eintrag, ein am 19. Oktober 1513 an dem heute noch stehenden Münzenberger Galgen vollstrecktes Todesurteil, gab den zeitlichen Anlaß zu diesem Aussatze; über ihn wird zuletzt gehandelt werden. Zunächst werde die eigentliche Rechtshandschrift, das Kleine Maiscrrecht, besprochen. Das Kleine Kaipferrccht, das sich selbst nur als „keyserrecht" bezeichnet, wird seit 500 Jahren* 2) „Kleines" Kaiserrecht genannt im Gegensatz zu dem umfangreicheren Schwaben- spiegel, der sich auch „keyserrecht" nennt. Während der Sachsenspiegel, das bekannte Rechtsbuch Norddeutschlands, um 1230 ent- stand, und der Schwabenspiegel, das süddeutsche Rechtsbuch, um 1275 verfaßt wurde, wurde das Kleine Kaiserrecht im Anfang des 14. Jahrhunderts, jedenfalls vor 1320,2) von einem unbekannten Verfasser geschrieben. Es zerfällt in 4 Bücher, die vom Gerichtswesen (40 Kapitel), von: Privat- und Strafrecht (114 Kapitel), von den Reichsministerialien (28 Kapitel) und vom Stadtrechte (14 Kapitel) handeln. Während der Verfasser erklärt, er wolle gemeines Recht darstellen, und dabe: sagt — vielleicht um seinem Buche mehr Ansehen und Geltung zu sichern — es sei das Recht, wie es Kaiser Karl der Große3) der ganzen Ehristenheit gesetzt habe, und dann für die einzelnen Rechtssätze des Kaisers Gebot als Quelle anzusühren pflegt, gibt er tat» fachlich nur das Recht seiner Heimat, nämlich das Recht," wie es int fränkischen Hessen galt. Tas Rechksbuch beginnt mit den Worte::: „Hie hebit sich ane: dez Reisers recht gancz vnnd gerecht. Also iß der konnig karle liß machin czu frieden vnnd czu nocze4) allen luden.6) wanne iß recht ist vber allez ertriche."6) Nach dieser Ueberschrift gibt das Rechtsbuch als Einleitung: „Smt iß nu ist vnnd wirt von czyden7) czu czyden die werlt8) ie böser vnnd böser9) vnd dy werlt an guden werken krangk vnd lebete vnredelich vnd gar vnrechte. Da daz der keyser ersach da wart er zu rade mit den wisten10) meistern die in dem ryche11) waren. Wie daz er rechte gemachte vber alle sach zu riechten. ......So saste12) der keyser alsoliche rechte. Uber alle dy, werlt.13) Als her nach geschrieben sted.“ Es. ist bemerkenswert, daß wiederholt hervorgehoben wird/ des Kaisers Gebot habe sich die gesamte Christenheit, „alles Erdreich", „alle Welt", zu unterwerfen. Das wird auch noch wcfterhm scharf hervorgehoben; so beginnt das zweite Kapitel des ersten Buches: Der keyser had genoden vnd bestediget by des riches hulden, vnd by aller der macht die er had von der keyserlichen gewalt, daz man über alle diese werlt sal geeichtes leben als iß der keyser had gesast11; in des riches rechten, wan wer des nit en dud, den had er gescheiden von allen den gnaden, die zu dem riche gehorent. Er ist auch geslagen von des keysers gewalt in die gewalt des bittern dodes. Also daz nyman an yme m mag freveln15) vnd nyman in sal yme keyn recht dun.16) Sang Mtders der Schwabenspiegel, dessen Verfasser wohl dem geistlichen Stande angehörte und dem kanonischen Recht den Grundgedanken entnahm, der Papst stehe über dem Kaiser; seinem Gebot habe sich die gesamte Christenheit zu unterwerfen. Das Kleine Kaiserrecht gibt, wie schon gesagt, das Recht, wie es der Vcrsasser in seiner Heimat, in: fränkischen Hessen geübt sah. Dafür liegen ganz bestimmte Beweispunkte vor, wie z. B. das ganz spezifisch hessische eheliche Güterrecht und das Erbrecht. Hier liegen hessische Rechtsaufzeichnungen vor, und zwar speziell o b e r h e s s i s ch e. Und so haben wir neben dem Sachsen- und dem Schwabenspiegel im Kleinen Kaiserrecht auch einen H essen spieg el. Niedergeschrieben wurde die Münzenberger Handschrift im Jahre 1418, wie sie das am Schluß mit den Worten angibt; Dit buch ist geschriben da man schreib noch crist gehört vircze- hen hondirt iare vnnd In deme achczechendesten iar vnnd ge- endit ut die tassenacht Amen. Nach Grotesend, Zeitrechnung des deutschen Mittelalters urch der Neuzeit, I S. 44 (der Tafeln) fiel im Jähre 1418 Fastnacht auf den 8. Februar. Folglich hat der Schreiber der Handschrift an den 55x2=110 Foliosciten längstens 39 Tage geschrieben. Das war für die damalige Zeit fleißige Arbeit, besonders in Anbetracht ber_ schönen, gleichmäßigen Schrift, in der sowohl Eingang und Schluß als auch die Ueberschriften der sämtlichen 40+114+28+14=196 Kapitel in roter Zierschrift und die Kapitelanfänge mit gleichfalls roten Initialen gemalt sind. Dazu sind auch noch auf jeder Seite die Sätze durch zahlreiche rote Teilstriche abgeteilt. Das Rot am Eingang und am Schluß ist glänzende Oelfarbe, während das zu den Kapitelüberschriften, den Initialen und den Teilstrichen verwendete Rot weniger und Wuftg gar nicht glänzt, gleichwohl aber keine Tinte, soniwrn Farbe ist. Die Zierschrist an: Eingang und am Schluß hat sich der Schreiber von anderer Hand einmalen lassen. Daher kommt es, daß im Eingang Reiser steht, während der Schreiber int Text stets keyser schreibt. Auch sonst weicht bei beiden die Schreibweise ab. Die Handschrift ist ohne Zweifel auf Bestellung speziell für die Gemeinde Münzenberg geschrieben worden. Tatsache ist, daß sie 9 Jähre nach ihrer Niederschrift int Besitz und Gebrauch der Gemeinde war. Denn 1427 wurde auf Blatt 56 (Rückseite = b) bis 60 (Vorderseite = a) das Münzenberger Weistum geschrieben. Wäre die Handschrift 1418 für ein anderes Gericht verfaßt worden, so hätte sich dieses jener wohl schwerlich schon nach 9 Jahren entledigt. In Münzenberg blieb sie mindestens ein Jahrhundert lang int Gebrauch. Das beweisen die Einträge von 1427, 1491, 1509, 1510 und 1513. Zn letzterem Eintrag wurde, 4) Nutzen. 5) Leuten. 6) Erdreich. 7) Zeiten. 8) Welt. 9) Bis hierhin geht die rote Zierschrift des Eingangs, von der weiter unten noch die Rede sein wird. 10) weisesten. n) Reiche. 12) setzte. 13) Welt. u) gesetzt. 15) Er ist für vogelfrei erklärt. Niemand wird eines Frevels wegen, den er an ihm begeht, bcstrasl. Es ist der gewöhnliche Schluß der Verbannungs- und Vcrfemungsformeln; z. B. der Richter spricht mit hoher Stimme: „.....und ich setze dich aus Gerichtd in Ungericht, aus Gnade in Ungnade, aus Landfried in Unfried, also daß ::i e ina nd an dir frevelt" (Bod- mamt, Rheingauische Alterthümer. Mainz 1819. S. 618). Ferner „......sein Leib soll frei und erlaubt fein allen Leuten und Thicrcn, den Vögeln in den Lüften (daher vogelfrei, permissus! avibuss, den Fischen im Wasser, so daß n rem and gegen! ihn einen Frevel begehen kann, dessen er büßen dürfe" (Wigand, Das Femgericht Westphalens. Hamm 1825. S. 436). Vgl. 1. Mos. 4, 14. 16) Er ist rechtlos, hat den Anspruch auf jedes Recht verwirkt. Dieses soll ihm ungeahndet von jedermann versagt werden. 680 nacktem die wenigen (6) letzten Blätter beschrieben waren, die Ne noch freie Seite, die Vorderseite des Sechstletzten Blattes, bcmcht So kain es, daß spätere Einträge nicht mehr gemaclst werden konnten. Den hnndertsährigen Gebrauch sieht man auch dem abgenutzten Einband und den Blättern an. Der Rucken fehlt mehr als zur Hälfte und zwar, wie man deutlich erkennen kann: infolge von Abnutzung. r,, . Was die Gemeinde Münzenberg veranlaßte, ,ich gerade int Jahre 1418 in den Besitz eines geschriebenen Rechtes zu setzen, und zwar eines Rechtsbuches, in welchem das bisher geübte Recht unb nicbergelegt toctr, erhellt aus der bamangen ^age der Verhältnisse ihrer Burgherrschast. Um diese darlegen zu können, muß allerdings weiter ausgeholt werden. . Die bisherige Geschichte Münzenbergs zerfällt in zwei Abschnitte- 1166—1256 und 1255—1418. Aus dem ersten Abschnitt sei nur hervorgehoben, daß, nachdem Graf Kuno, der Sohn Konrads von Hagen und Arnsburg, vor 1166 die Burg Müuzenberg erbaut hatte, sein Geschlecht nichtganz ein Jahrhundert hindurch diese inne hatte. Schon 1255 starb es ttn Mannesstamme aus, nachdem dem Erbauer der Burg nur em Sohn, Ulrich I., und ein Enkel, Ulrich II., gefolgt waren. Nach dem 1255 erfolgten Tode Ulrichs II. traten als Erben seine 6 Schwäger auf: Reinhard I. von Hanau, Philipp I. von Falkenstein, Engelhard und Konrad von Weinsberg, Heinrich von Pappenheim und Konrad von Schönberg, womit der zweite Abschnitt beginnt. Schon 1288 hatte ledoch Philipps I. von Falkenstein Sohn, Philipp II. von Falkenstem, durch Kauf und Tausch die ganze Erbschaft bis auf Vs, den ha- nauischen Teil, an sich gebracht. Er fügte nun lemem Namen die Bezeichnung „Herr von Münzenberg" bei und siedelte vml seiner am Tonuersberg in der Pfalz gelegenen Burg Falteu- stein uach Münzenberg über. Dort saß nun dreies mächtige Dynastengeschlecht der F a l k e u st e i n e r 130 ^ahre lang ms zu seinem Aussterben im Manncsstamme rm Jahre 1418, dem Jahre, von dem wir oben ausgingen. Die Herren von Mlken- stein, eine der mächtigsten und angesehensten Dynastenfamilten ihrer Zeit, die dem Bischofsstuhl in Trier 56 Jahre hindurch, 1362—1418, zwei Kurfürsten als Erzbischöfe gab: vorher schon, seit 1257, Reichserbkämmerer und in der Goldenen Brille von 1356 unter den Reichsständen genannt, die den nach Frankfurt zur Kaiserwahl reifenden Kurfürsten bewaffnetes Geleite zu stellen hatten, — sie waren es, die die Blütezeit Münzenbergs herbei- führten. Unter ihnen iourde dieses zur Stadt erhoben: 1304 erhielt es sogar dieselben Rechte wie Frankfurt, und 1338 wurde ihm gestattet, zu Martini einen siebentägigen Markt abzuhalten. Münzenberger Matz und Gewicht wurde fast für die ganze Wetterau bestimmend. Die Bewohner des Städtchens fühlten und sahen, daß ihre Falkensteiner Herren ein Herz für sie hatten und daß diese für ihren fortschreitenden Aufschwung stets besorgt waren. (Fortsetzung folgt.) 3« der Hauptstadt der mexikanischen Revolution - ein Idyll. Die Augen der Welt sind wieder aus Mexiko gerichtet, und täglich kommen die Depeschen von den politischen Konflikten und Verstimmungen, die durch die Wahl des Generals Huerta zum Präsidenten hervorgerufen sind, von den Unruhen und Greuel- taten, die das Land durchwüten. Wer sich aber die Republik mm als ein Chaos aufgeregter Leidenschaften, als den erregten Schauplatz der allgemeinen Unruhe und des Kampfes vortzelleii wollte, der würde durchaus nicht das Richtige treffen. Die Mexikaner wissen vielfach weniger von den düstern Wolken, die durch ihre Schuld am politischen Himmel aufziehen, als der Europäer aus seiner Zeitung erfährt. Und die heiße Sonne des Südens, die so wilden Fanatismus ausbrütet, bescheint mit der gleichen lächelnden Ruhe mitten im Zentrum des Aufruhrs ein Idyll. Der englische Korrespondent Hamilton Fyfe, der zum Studium der mexikanischen Verhältnisse ausgezogen ift, hat seine Schritte zunächst nach dem Staate Sonora gelenkt, dem Hauptherd des Aufstandes gegen den Präsidenten Huerta. Die Hauptstadt dieses Staates, der Huerta nicht anerkannt hat, Hermosillo, liegt 280 Kilometer von der Grenze der Vereinigten Staaten entfernt. Fyfe traf friedlich mit der Eisenbahn ein und fand da, wo er das größte Durcheinander erwartet hatte, gute Ordnung und idyllpche Ruhe. Er hatte sich mit besonderen Empfehlungsbriefen versehen und die größten Vorsichtsmaßregeln angewendet, nm recht sicher zu reisen, aber das erwies sich als unnötig. Hermosillo lag m behaglicher Trägheit da, wie nur je irgend eine mexikanische Stadt. „Rings um das Hauptguartier und das Regierungsgebäude sieht man viele blauuniformierte Soldaten mit geladenen Gewehren, die aber einen ganz gemütlichen Eindruck machen. Aber sonst ist kein Anzeichen dafür, daß die Revolution triumphiert. Das Leben rinnt in seinem gewöhnlichen Schlendertempo dahin: man kauft und verkauft, Plaudert auf dem Markt, sitzt herum in den schattigen „Patios", den stillen Vorgärten, schlendert auf der Plaza auf und ab, um die Musikkapelle zu hören und fährt am Sonntag nachmittag int offenen Wag?n in den Straßen spazieren, EU Tuchgeschäft, das sich vor der Hitze hinter großen Jalusien ver- birgt, hat ein buntes Plakat mit Riesenbuchstaben auSgehängtk „Preise ungewöhnlich niedrig". Glücklicherweise gibt es hier nur wenig Trunkenheit; man berauscht sich hier nicht an dem National getränk der Mexikaner aus gegohreuem Agavensaft, dem Pulque,- das weiter im Süden so viel Unheil anrichtet. Die Indianer von Sonora sind groß, stark und gesund. Sie sind tüchtige Kämpfer; und stets „gegen die Regierung". Neulich kam ein Trupp vpn ihnen, um seine Dienste dem General Carranza anzubieten; sie waren sämtlich mit Pfeil und Bogen bewaffnet. Sie erhielten dafür Winchester-Gewehre, aber sie wären ebenso gern mit ihren Bogen in die Schlacht gegangen. Die von der Sonne ausgedörrten Straßen sind dicht nut Staub bedeckt, gegen den die niedrigen grauen Häuser sich den ganzen Tag über fest abschließen, um sich erst am Abend M öffnen, wenn die Kühle herabsinkt, und die Palmeubäume schwarz und scharf gegen den blutigroten, in einem unheimlichen Feuer brennenden Himmel stehen. Die tief tönenden Glocken der, Kathedrale verkünden die Stunden, die in einem behaglichen Dämmerzustand 'vorübergleiten, leichtfüßig wie die Schritte, mit denen sich hier jeder bewegt, aber nicht langweilig, denn ist nutzt dieq idyllische Leben in diesem heißen Lande stets interessant? Schatz nur auf die entzückenden jungen mexikanischen Damen, alle trt weißen Röcken, die so hübsch mit bunten Bändern garniert sind. Du kannst sie kichern und plaudern hören, denn die Balkons liegen fast auf der Straße, und hier spielt sich alles tm FreM ab. Schau auf die kleinen Jungen und die müden Treiber, bta ihr rotes und grünes Getränk unten im Wirtshaus kaufem Schau auf den prächtigen alten Burschen, der da so aufrecht und soldatisch daherkommt. Er ist ein Hauptmann von 69 Jahren. Noch aktiv? Ja, und stets der erste in der Schlacht. Er war Tischler, bevor die Revolution anbrach. Nun find er und seine fünf Söhne alle in der Armee der Aufständischen und feine sechs Töchter beim Roten Kreuz. Auf der weiten Veranda des Arcadia- Hotels mich wohlig dehnend, schlürfte ich mit vollen Zügen, di» süße Atmosphäre dieses idyllischen Ortes, während mich Kuhle umfächelt und Lachen und Schwatzen zu mir herübertout. Und dieser Reiz wird noch erhöht durch ein Telegramm aus New York, das anfragt, ob die Verbündeten Hermosillo angegriffen haben und ob schon das Blut rinnt in den staubigen Straßen. „Das sieht ganz nach New York aus," murmeln, wir. „Wer denkt an Kämpfen oder überhaupt an irgend eine Tätigkeit. Wenn nur New York jetzt Hermosillo sehen könnte!" Biichertisch. — Deutsche Elternzeitschrist. Blätter für h ä u s l i ch e E r z i e h u n g. Verlag: Hermann Beyer u. «ohne (Beyer u. Mann) in Langensalza. — Der Kinderpsychologe Und Mitherausgeber der Zeitschrift für Kinderforschung Dr. Karl W i l k e r in Jena bittet alle deutschen Eltern um Mithilfe bet einer kinderpsychologischen Untersuchung. Es Handelt sich diesmal um die Entwicklung des ästhetischen Urteils bei Kindern. Auch m dieser wichtigen Angelegenheit gibt es noch mancherlei zu klaren, und diese Frage ist für die Entwicklung des ästhetischen Gefühls und Interesses von großer Wichtigkeit. Um nun über ein recht reiches Tatsachenmaterial verfügen zu können, wenden wir uns gewiß nicht vergeblich an die Eltern, insbesondere auch an die Mütter, die hier einmal die schönste Gelegenheit finden, ihr Kind nach einer besonderen Anleitung psychologisch zu beobachten. Das hierzu notwendige Material findet ein jeder im ersten Heck des beginnenden fünften Jahrganges der „Deutschen Elternzertschrift , das der Verlag Hermann Beyer u. Söhne Meyer u. Mann) itz Langensalza allen Eltern auf Wunsch gerne kostenlos znsendct. Rösselsprung. Auflösung in nächster Nummer. zur | in er geben Frcudc kehrt Müh' wenn fer- heit dich Leid ent- dir Leid wird der dir tig Tor- ver- be- heben schon was deine das künf- Gott schert und t-g Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: Ruben, Rubin. Redaktion: K-Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße»