Samstag, den 30. August <7 « i U W iSi J M Firnenraulch. Roman von Paul Grab ein. Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Er schlug den Weg zum Schloß zurück ein, und schwei- gend folgte sie ihm. Sie Ivar vorhin, in ihrer furchtbaren Erregung, fortgestürzt ohne ihr Reisegepäck; also mußte sie ja noch einmal hinauf. Außerdem wollte sie seiner Leute wegen auch in formell richtiger Weise Abschied nehmen. Auch das Wiedersehen mit Frau v. Malmort und Rehe schreckte sie jetzt nicht inehr; was war das alles gegen das, was diese Minuten eben für sie bedeutet hatten? Mochte jetzt kommen, was da wollte, es traf sie nicht mehr, es wär ihr so gleichgültig. Da drinnen bei ihr war alles so kalt und tot. Wortlos stiegen sie so höher und höher, denselben Weg, den sie damals hinaufgeschritten waren nach dem Abenteuer am See, am ersten Tage, wo sie sich kennen lernten. Wie deutlich jeder Moment dieser Begebenheit vor ihr stand., Damals fing es an, daß! ihre Seelen zueinander sich hinfanden. Und wieder sah sie seinen aufleuchtendän Blick, fühlte sie seinen ersten Händedruck: „Brav, Kamerad !" Das sollte nun alles vorbei sein — für immer! Nie wieder sollte sie die geliebte Stimme hören, nie wieder in sein gutes, ernstes Auge sehen! Ein dumpfer Lauj> brach sich plötzlich von ihren Lippen, und sie blieb stehen. Sie fühlte — sie wär am Ende mit ihrer Kraft. „Bitte — lassen Sie mich allein. Gehen Sie vorauf. Ich komme nach." Es zerschnitt ihm das Herz, sie so zu sehen, und noch einmal kam es auch über ihn; doch nicht mehr die Glut verzehrender Leidenschaft, nein —ein heiliges, stilles Leuchten entsagender Liebe, die sich! bereits losgerungen hat von allem Begehren. „Ich will es tun, Gottliebe. Aber eine Bitte müssen Sie mir noch erfüllen: Erlauben Sie mir, Sie heute abend ein Stück zu begleiten. Lassen Sie nicht eben das unfern Abschied gewesen sein, die letzten Eindrücke voneinander. Vergönnen Sie mir noch einmal, mit Ihnen auf die ewigen Firnen zu schauen, im Scheidekuß der Sonne — da sollen dann auch unsere Seelen voneinander sich trennen." Einen Augenblick schwankte sie, von widerstreitenden Empfindungen hin- und hergerissen. Würde sie einem nochmaligen Losreißen voneinander gewachsen sein? Sie hatte sich ja noch nicht zu jenem wunschlosen Lieben durchgerun- gen, in ihr glomm in der Tiefe noch der Brand, bereit, jeden Moment verzehrend wieder aufzulohen. Mer sie vermochte ihm diese letzte Bitte nicht auch noch abzuschlagen. „Gut — begleiten Sie mich. Aber nur als Freund und Kamerad, wie sie es bisher taten, Herr v. Malmort. Und nun bitte — gehen Siel" Da dankte er ihr mit einem traurig-stillen Lächeln und tat dann nach ihrem Wunsche. * Die Stunde des Abschieds wär da; der Rucksack lag gepackt neben Mantel und Pickel; bald mußte Malmort kommen, Gottliebe abzuholen zu dem letzten Gang miteinander. Nun trat sie noch einmal ans Fenster des Gemachs, das sie so lange traulich beherbergt hatte, und blickte hinaus in den Schloßhof, wo die schrägfallenden Strahlen der Nachmittagssonne zitterndes, goldenes Flechtwerk auf die altersgrauen Steinquadern hefteten. In tiefes, wehzitterndes Träumen versunken stand sie so. Da machte ein Geräusch sie auffahren: die Tür ging, Malmort? Sie kehrte sich langsam herum nnd gewahrte nun statt des Erwarteten Rehe. Sie hatte sich heute mittag mit ihr wie mit der Mutter formell wieder ausgesöhnt — Frau v. Malmort hatte der Wagen bereits vor zwei Stunden Urieber davongeführt — aber es wär zwischen ihr und beut* Mäbchen, bas da jetzt zögernd, gesenkten Hauptes an der Tür stehen blieb, doch nicht mehr zu der alten Bertranch heit gekommen. Es war eine unübersteigbäre Schranke! zwischen ihnen. Wortlos blickte Gottliebe eine Weile auf das Mäbchen, mit einem stillen Schmerz: Auch das aus, was so schön begonnen hatte! Dann brach sie zuerst bas lastende Schweigen, in milbem, ernstem Ton: „Nun, Rehe, kommst bu mir Lebewohl zu sagen?" Wer ruhige Don ber Frauenstimme mit dem leis schmerzlichen Unterton machte das junge Geschöpf da in all seinem Weh und seinen marternden Zweifeln erbeben. Im nächsten Augenblick flog sie auf Gottliebe zu, und in einem, Ausbruch namenloser Verzweiflung kniete sie vor ihr hin. „Gib mir den Glauben an dich — an meinen Pater wieder!" Aufschreiend umklammerte sie die Knie der Freundin nnd vergrub ihr Gesicht in ihren Schoß. Sanft legten sich Gottliebes Hände auf ihren Scheitel. „Wie soll ich das, Kind, wenn du meinen eigenen Worten und dem Widerruf deiner Mutter nicht traust?" „Verzeih mir, verzeih!" schluchzte Rehe auf. „Ich möchte dir ja glauben — so namenlos gern. Aber ich kann jene Stunde heute vormittag nicht vergessen, Ivo der Vater nach dir fortstürzte, in einer Angst, wie man sie nur um den geliebtesten Menschen auf der Welt empfindet! — Siehst du, das frißt mir am Herzen, das läßt den Stachel hes Argwohns nicht aus meiner Seele kommen, daß die Mutter doch recht hatte, daß Ihr jetzt alle mir nur etwas vorspielt, auf Verabredung, um mich zu schonen!" Gottliebes Gesicht war in jähes Rot getaucht ,nun aber staud eine tiefe Blässe auf ihren Zügen, die sich jetzt mit fester Entschlossenheit der zn ihr Aufschanenden zu- wcmdten. 538 „Rehe!" Ihre Stimme hatte einen feierlichen Ernst, als wäre jedes ihrer Worte jetzt eilt heiliger Schwur. „Rehe! Was dein Vater in tiefster Seele empfindet, das ziemt dir als Kind nicht zu ergründen — davon mußt du in ehrfurchtsvoller Scheu die Augen wenden. Aber eines will ich dir versichern, hier, bei deinem Haupte, das in meiner Hand ruht: Es ist nichts zwischen deinem Vater und mir geschehen, was den Pflichten gegen seine Frau, der Würde vor seinem Kinde, den leisesten Abbruch täte — es ist nicht und wird nicht, so wahr ich lebe! — Und nun steh auf, Rehe. Du hast deinem Vater schwerstes Unrecht abzuvitten — nicht du ihm, aber er kann dir frei ins Auge sehen, bei allem, was mir heilig ist!" Abermals erschütterte ein leidenschaftlicher Gefühlsausbruch, diesmal tiefster Reue und Scham, den ganzen Körper des jungen Geschöpfes, so daß Gottliebe sie mütterlich zu sich heraufzog. , , „ , „Laß nun gut sein, Rehe — laß gut sem. Und mm leb wohl!" Sie drückte einen langen Kuß auf Rehes' Stirn mit zitternden Lippen. „Vergiß mich nicht, Rehe, und entschädige du beuten armen Vater wenigstens für all das, was ihm das Leben versagt hat." Schmerzzerrissen, leidenschaftlich erwiderte das Mädchen ihre Liebkosungen, aber dann drängte Gottliebe sie mit sanfter Gewalt zur Tür. „Und nun geh —, bitte! Laß mich noch ein Weilchen hier allein." Allein mit sich, schritt Gottliebe langsam aber mit festem Entschluß zum Tisch am Fenster. Dort ließ sie sich nieder und warf einige Worte auf einen Briefbogen >— für Malmort bestimmt. ,fFch gehe nun doch ohne Abschied. Verzeihen Sie mir es; über ich kann nicht anders. Eben habe ich Ihrem Kinde geschworen, daß Sie ihm allezeit offen ins Auge werden blicken können, und daß sie stets an mich als an eine Makellose wird denken können. -Ich tottt nicht falsch geschworen haben. Ich kann nicht für mich -einstehen bei einem letzten Beisammensein zwischen uns, allein, in der Einsamkeit. Denn — einmal sei es gesagt, was den Inbegriff unfaßbarer Seligkeit für mich hätte bedeuten können >— ich liebe dich, liebe dich zu unsäglich, Wulsrin Malyiort! — Und nun lebe wohl." Mjt fester Hand schrieb sie zu Ende, verschloß den; Bries in einen Umschlag und adressierte ihn. Dann hing sie Mantel und Rucksack um, griff zum Pickel und schritt zur Tür. -Ein kurzes Lauschen' - draußen kein Laut auf dem! langen Gang ■—i da huschte sie aus dem Zimmer, Und unhörbar schlich sie sich Flur Und Treppe hinab-. Wie eine Flüchtende -eilte sie über den Hof t—- niemand war Gott fei Dank gerade in dem -einsamen, grauen Gemäuer zu sehen )—i und in der nächsten Minute schloß sich leise hinter ihr die kleine Austrittspforte im Schloßtor. So entfloh Gottliebe unbemerkt von dem Kastell, ohne noch einmal den Blick zurückzuwenden. * Friede! '—1 Friede ringsum auf den schon dunklen Matten drunten zu Füßen der Felsenkuppe, der breza dei Malmorti, auf dem regungslosen schwarzen Seespiegel in der Tiefe des Tals und auf den rosig angehauchten Firnen droben,' die im letzten Scheidekuß des Tagaestirnes sanft erglühten r-- nur kein Friede in der Brust der Einsamen', die auf dem Boden ausgestreckt lag, die fieber-glühende Schläfe an den harten Fels gepreßt, der doch ftchllos und starr war wie das Schicksal, das sie zerschlagen hatte. Erbarmungslos zerschlagen! Denn was war nun noch daran mit ihr und ihrem Leben? Ein müdes Sichhinschl-eppen, trostlos, freudlos bis ans -Ende. Ah, dieses Schicksal! Dieser dunkle Dämon, der mit hohnvollem Lächeln jetzt auf sie herniederstarrte, die zerbrochen am Boden lag. -In zitterndem Grimm ballte sie die Hände, daß die! Nägel sich ihr schmerzend ins Fleisch bohrten. Daß er sie so genarrt hatte! Was mußte er ihr erst das Land der Seligkeiten zeigen, ist das sie doch nie kommen sollte? So hätte sie ihr Leben weitersthren können wie bisher; zwar nicht besonders freudevoll, mit -einem leisen Sehnen im Herzen, aber doch erträglich — denn sie hatte ja noch nie gekostet, wie der Sonnenschein des wirklichen Glücks das Blut jubelnd pulsend durch die Adern treibt. Mer hier hatte sie -es kennen gelernt, hier auf dieser Stelle, wo er damals neben ihr gestanden und mit stolzer Gebärde ihr den Ursprung seines Geschlechts gewiesen hatte. Da war es über sie dahingebraust in heißer Woge — einem Mann zu eigen zu sein, ganz sein — ihm zu eigen, dem einzigen auf der Welt, zu dem sie emporsehen mußte in hingehender Liebe und Verehrung — dem einzigen aber auch, der für sie unerreichbar bleiben mußte immerdar. Und doch wäre es auch fein höchstes Glück -gewesen mit ihr vereint zu sein. Sie wußte es ja nun aus seinem eigenen Munde. O, ein Glück, nicht auszudenken! In ihm ganz aufzugehen, in sein verdüstertes Leben- wieder frohes Licht zu werfen, mit fünfter, liebender Hand zu heilen, wieder allmählich aufzubauen, was eine Unwürdige niedergerissen hatte — was hätte es Größeres, Heiligeres für -eine Frau geb-eu können? Und warum war ihr dies Los nicht beschieden H warum? Rur weil blinder Wahn, Menschensatzung -es verbot! Unseliger Aberwitz, um dessentwillen sich §to-ei_ Menschen verbluten mußten! Wem war mit diesem Opfer gedient? Dem Gott der Liebe da droben? Den beiden, die da- zähneknirschend aneinandergeschmiedet bleiben mußten, weil die kupplerische Natur sie -in jugendlicher Ahnungslosigkeit einst eingefangen? Ihrem Kinde, das so das friedvolle! Glück eines Vaterhauses nie kennen lernte? Warum also — warum? -In qualvollem Aufstöhnen -grub Gottliebe die Hände in den harten Fels. Und wenn sie doch nur eine Stunde des Glücks hätte wenigstens durchleben können in seinem Arm! Einmal sich satt trinken, den lechzenden Durst mit vollen, wonnigen! Zügen stillen! Einmal reich sein, königlich reich, in seinem Leben! Dann hätte sie doch gewußt, warum sie nachher darben und dürsten mußte. — Mer -auch das nicht -einmal! „Wulsrin Malmort!" In verzeifeltem, unerfüllbarem Sehnen drang der Name aus gemarterter Brust laut hinaus in die schlummernde Einsamkeit. „Gottliebe!" Wie ein Echo klang es ihr zurück. Wie denn? Doch nur eine Täuschung ihrer üufgepeitschten Nerven! Mer dennoch lauschte sie, den Atem angehalten, hinaus in die Dämmerung. Da — noch einmal laut und deutlich ihr Name! Und die Stimme, die ihn rief! Im nächsten Moment war sie auf den Füßen, sprang zum Rand der Kuppe — nein, keine Täuschung! Auf dem Wege eine hohe, dunkle Gestalt, die her-aufstürmte. Er! Ihr zitterte das Herz, bebten die Knie, wie sie ihn heraneilen sah-. Etwas schrie in ihr: Hinweg, hinweg! Und doch stand sie wie erstarrt, tote willenlos. Sie fühlte, jesi sollte so sein i—i es gab! doch kein Entrinnen mehr. Si-ej hatte dagegen angekäm'pft mit schier übermenschlicher Kraft/ vergebens! -t nun erwartete sie ihn wie ihr Schicksal.- Und plötzlich siel in ihr Auge ein blutroter, brennender Schein, der sich, während sie äbgewandt zu Tal geschaut hätte, droben auf den Firnen entzündet hatte. Der Sonnenbäll war schon versunken, Finsternis braute in den Tiefen, ab!er drob en -auf den Hoch gipfeln glühte d-iä jauchzende, lohende Glut. (Schluß folgt.) Der Tag einer wiener Junggesellen. Von Dü Hans W.-anto ch (Wien). -Eigentlich hat es her Wiener Junggeselle sehr gut. jTie Kellner in den Restaurants' und Kaffeehäusern bemuttern ihn gerowu; denn feer Stammgast gilt etwas'; feie Speisenträger und Markeure spielen ihm -eine reizende Komödie feer Häuslichkeit, daß mt Grunde nur für ihn gekocht und gebraten werde, daß int Kafsee- IjattS nur wegen seines reservierten Marmortisches die- fünfztg änderen dastehen, damit der Saal nicht ungemütlich leer sei, pnd daß feie Zeitungen ans allen Ländern nur für ihü getauft 539 Werben, für den Stamm'gast urib Junggesellen. Einer, der nach anderthalb Jahren aus Berlin in die Wiener Heimat kehrte And dem ich von der prachtvollen Lebendigkeit in der reichis- d rutschen .Hauptstadt vorschwärmte, unterbrach mich und sagte fast geriUjrt; „O, nein, Wien, Wien! Sehen Sie, anderthalb Jahre bin ich nicht da gewesen unb heut hat mir in meinem Stammrestauvant der Franz meinen Kvuspelspitz gebracht, ein bisserl unterspickt, wie ichs gern hab, und der Josef im Kaffeehaus hat mir zum Schwarzen gleich die angebrannte Virginia hrngelegt und die „Illustrierten", genau tote vor anderthalb Jahren, als wäre ich gestern zum letzten Male dagetoesm." Also, man kann eine Menge boshafterDinge gegen diese phäakische Eroig- gleichheit Änwenden, kann sagen, daß es viele andere und toidjp tigere Ungelegenheiten gibt, und daß Wien eben, wie gerade dies beweist, das größte Dorf von Europa ist, aber für den Jünggesellm ist diese ewig gleichbleibende Aufmerksamkeit sehr angenehm. Dennoch! Es gibt hier weniger Junggesellen als anderwärts. Die noble und geistige Distanzierung, die vom innersten Wesen zur Einspännerexistenz führt oder verurteilt, taugt nicht zu der breiten und animalischen Art des Wieners. Ludwig Speidel, der alle Formen des menschlichen Herzens beschrieben hat, der für die „alten Mädchen" tiefste Und reinste Töne gefunden hat: er würde tränenselig und schwach und sentimental, als er über die „einsamen Spatzen" z!u schreiben begann. Nichts weiter wußte er denen als Trost, als daß sie Männer seien, und dem Manne die Welt gehöre, glaubte ihnen Mut zu zusprechen, glaubte sie trösten zu muffen und verfiel nicht einen Alngenblick auf den Gedanken, daß i^neu das Junggesellentum innerstes Bedürfnis der Seele fein, ans einer unbeschreiblich edlen Scheu vor den alltäglichen, allstündlichen unb fo schwachen Gemeinsamkeiten eirt- springen könne. Denn Junggeselle sein ist nicht ein Malheur der Seele,, daß der Knabe ein Mädchen liebt, das einen andern gern hat, sondern: es ist eine Lebenshaltung, die int Beisammensein mit her Frau rin Feierliches und Festliches, fern aller allzu menschlichen Schwachheit, empfindet. !Tieses übersensible, vergeistigte und mehr norddeutsche Organ diskreter Noblesse ist der behaglichen Vitalität der Wiener Natur nicht gewachsen. In i)en sozralen Formen spiegelt sich diese Besonderheit der Liebesneigung. Kabaretbesitzer und Nachtlokaleigentümer wissen davon ein Lied. Kenn die leben von der splendiden Laune des Junggesellen und sterben in Wien an dem Ehedrang. So sehr ist der Wiener Ehemann, daß er .nicht einmal die paar Wochen Strohwitwertum des Sommers aushält. Seine Familie weicht nicht über den Dunstkreis von St. Stefan, unb täglich fährt der Papa zwei, Süd- oder Westbahnflationen „aufs Land". Hintereinander sind int Vorjahr die VergnügungsetabliffseMents des Kaisergartens, Heuer die Waldschnepfe, das mondäne Heurigenlokal, und schließlich die Adriaausstellung verkracht. „Gestorben am bürgerlichen Ehebedürfnis der Wiener" steht es int Totenschein: die Nachtlokale schlafen den Schlaf des Soliden: und besonders: jene kühl distanzierende Form der Geselligkeit, die deut Junggesellen ein Zuhause vortäuscht, in der er bewirtet und empfang, Hansherrt ist und Fremder zugleich, existiert bei uns nicht. Es gibt, von drei Aüsnähmen abgesehen, bei uns keine Klubs. Junggeselle sein ist in Wien eine Spezialität, und ein Humorist lebt seit Jahr Und Tag einzig von dieser Pointe. Seit Jahr und Tag ist auch der letzte Wiener Junggeselle großen Stiles tot. Das war der fesche Hofrat. Der hatte etwas von der ein» fängerischen Dämonie des großen Weiberschrecks anno Don Juan und Casanova. Man darf, ohne Taktlosigkeit, ein Wort davon reden, denn der ihm im Leben der Nächste und Liebste war, Hermann Bahr, erzählt nun hier und dort und hoffentlich bald im Buch, aus dem toUitdervollen, überschwänglichen und verblüffend ab- und zuspringenden Dasein dieses Max Bürckhardt, den ich mir (hat itaS nicht Bahr selber bekannt?) so imgesähv denke, tote den „Faun" in der Bahrschen Komödie, der aus einem hohen, hohen Berg seine Almhütte hat und die Frauen lockt. Und weiter in der Erinnerung zurück, da taucht die grämliche Visage des ewigen Grillparzer auf, der mumifiziert war bei lebendigem Leib, der auS1 Traumichnicht und Mißmut die Kathi nicht geheiratet hat und fast teufllche Lust darüber empfand, rote das Madl neben ihm welkte. Im ganzen aber: die Künstler von Wien sind fügsame Ehemänner, Ein behaglicher Zug bürgerlicher Solidität fnndamen- ttert ihr Sehen. Wir haben kein Cafä des Westens. Wir haben tettte Bohkme. Einen kleinen Anlauf zu solcher Ungebütndenheit nahm das Wiener Künstlertum so um 1890, als Hermann Bahr, dte Lungen, noch voll Monntartre-Luft, im „Griesteidl" residierte. Aber dte einst 20 und 30 toteren, sind jetzt alte Herren. Und dte Jungen haben eine andere Art. Merkwürdig brach es kürzlich etnem timt diesen von bett Lippen: „Ich Mdenke zu Mratem, heber Freund." Woraus ich mit den Augen: „??" Und er, nachdem er ein paar Men genannt: „Wie die arbeiten. Ich vertue zu titel Zeit. Es wird dann besser roerben." Und wirklich: öts in, die Wiener Dichtung läßt sich diese Jünggesellenschöit Nachweisen, läßt sich dieser gediegene und solide Zug zur Tüchtig- keit.verfolgen. Diese Bücher Werraschen nicht durch ein jähes Wbbtegen, zur Höhe und enttäuschen nicht durch ein aufreizend vKiM Mißlingen, wie es' nur dem hohöm'ehasten Genie passiert. Sie sind alle gut, diese Romane und Dramen, tüchtig gearbeitet von Ehemannshirnen ersonnen. ueuiueuei, ß-hJ?o15m Wiener gehört die Wienerin einmal dazu. Ludwig T" nnte' di«„siebente Großmacht. Und als vor ein mÄJ'" ^Aerosterretchischer Landtagsabgeordneter vom Agrartsmus, die Wienerin für die Grohf- m“rirtpn' Irr» ^?"^bnden Ausgaben verantwortlich machte, da gerieten alle Federn m «eifervolle Bewegung, der Luxus der Af^ge, sie selber nicht eine'Putzdogge, sonder» dte Gehilfin des Mannes, die „repräsentierend" feine Karriere I» ’Ä? darüber mag man seine Gedanken haben: richtig ist es. Nicht nur, daß eine Wiener Dame der Aristokratie, die gern nach Parts gekommen wäre, vor über einem Menschenalter p61 " ^si^Nbit die Schaffung eines' ganz neuen Staats- d.A Mtlitarattachees, durchgesetzt hat, „la femme reprssentattve gibt den Ton an, „la femme repräsentative" ent» 'NMdet über das Fortkommen ihres Prinzgemahls. Es soll ein- mal sich, ereignet haben, daß, vor längerer Zeit, der geeignetste uicann für einen Mlnisterposten übergangen wurde, weil fx nicht verhetratet war. Kenn wer sollte „repräsentieren"? Und toirk- N-w.- Wlmer, der ein geborener Bier-WäNde-Mensch ist, ver- steht sich darauf nicht. Was für reizende und wundervoll wohn- liche Garyonwohnungen habe ich in Berlin, in München, in aller ^Belt erlebt! Bei einem Wiener Junggesellen ist die Wohnung immer wie auf Abbruch. Es fehlt an allem. Was für Schnaps- kompositionen verstand mein Freund in München zu mischen! In Wien hat man ja, Gott sei Dank, das Kaffeehaus quer über der Gasse. Und nur einer verstand von all den vielen ein gastliches Sau§ lohne Hausfrau zu öffnen. Tiefes Behagen entströmt jedent Winkel seiner vier Wände. Bilder hängen rings, Künstler, Männer der. Politik und Männer des Wissens finden sich in seinem Salon. Seine Abende sind berühmt in der Stadt. Dieser .eine ist der Patrizier Ludwig Lobmeyer, Großfabrikant, Herrenhausmitglied unb ein begeisterter Mäcen. Aber ist doch nur einer. Die andern kennen nicht diesen verführerischen Reiz der Einsamkeit, voll Melancholien des Gewesenen und voll sanften Entzückens der Erinnerungszeichen. Sie versauern in geiziger Dürftigkeit. Ihr Heim ist ohne diskrete .Verschwiegenheitsecken und ohne Grazie, tote das Junggesellenzimmer Franz Grillparzers im städtischen Museum. Ein Tisch, ein Bücherbrett. Nicht mehr als die Notdurft. Es fröstelt einen. Und lo!enn es irgend angeht, huschelt man sich schnell, knapp vor dem Patriarchenbart, ins Etzeleben, Der alte Gentz, Metternichs Staatsrat, der Vielgeliebte, reichte der Tänzerin Fanny Elßjler die Greifenhand zur Ewigkeit eines Wundes, der nur kurz währen konnte. Nicht lange ist es her, da nahm sich ein ■ toeitberühütter Professor mit grauem Bart das Leben, totil sich ihm Iber Traum, eine Junge .zu fr ein, nicht erfüllt hat. Kein frivoles Wipro ort flog damals auf; keine lächelnde Bemerkung. Nichts verstand der Wiener besser als dies. Als Jünggefelle kommt man gier tote anderwärts auf die Welt, toei'i >es in der Natur schon so liegt. Aber als Junggtesellg zü leben, ist dem Wiener Näder die gemächliche und geruhsame Natur, wider sei» solides und rentuerhastes Temperament. Als Junggeselle stttbt hier keiner. Oder er stirbt daran. Die Eisfabrik im Fingerhut. Aus ganz einfache Weise läßt sich im Sommer wie im Winter dicht neben einem heißen Ofen Eis bereiten; mmt braucht dazu weder eine Eismaschine noch eine aus Eis und Schnee hergestellte Kältemischung, sondern nur einige Tropfen Wasser, Ammonium- nitrat, eine Untertaste und — einen Fingerhut. Die Anleitung dazu, in diesem einen kleinen Eisblock zu erzeugen, wird im neuesten Heft der „Welt der Technik" gegeben. Um das Eis zunächst einmal außen am Fingerhut zu erzeugen, d. h. diesen an der porzellanenen Untertaste anfrieren zu lasten, stellt man die letztere auf den Tisch, bringt ans ihre Mitte einige Tropfen Wasser unv stellt nun den Fingerhut darauf. Dann gießt man in den Fingerhut, und zwar säst bis zu seinem Rande gleichfalls Wasser, in das nun Ammoniumnilrat geschlittet wird. Nachdem wir kurze Zeit umgerührt haben, ist 'der Fingerhut richtig auf der Untertasse angefroren. Dieses gewiß einfache Verfahren, Eis zu erzeugen, beruht aui der Anwendung der sogenannten „Lösungskälte". Manche Salze lösen sich unter großer Erwärmung im Wasser; bei manchen wiederum ist der Lösungsvorgang mit der Entwickelung einer bedeutenden Kälte verbunden. Ganz besonders stark ist diese letztere bei Anwendung von Amnwniumnitrat, also salpetersaurem Ammoniak. Es tritt dabei eine Temperaturerniedrigung von über 20 Grad eilt. Wenn wir daher ein Wasser von gewöhnlicher Wasserleitungstemperatur, also von etwa 10 Grad verwenden, so wird es burd) einfaches Auflösen von Ammoniumnitrat auf etwa 10 Grad unter Null abgekühlt. Da das Metall unseres Fingerhutes ein guter Wärmeleiter ist, so wird diese niedrige Temperatur auch rasch auf das auf der Untertasse befindliche Wasser übertragen und dieses friert. Die im Fingerhut befindliche Salzlösung kommt trotz ihrer niedrigen Temperatur nicht zum Frieren, weil ja Salzlösungen erst bei Temperaturen frieren, die weit unter dem Gefrierpunkt des Wassers liegen. Wollen wir einen kleinen Eisblock erzeugen, so brauchen wir unseren Fingerhut nur mit Wasser zu füllen und ihn an einem 540 Schnürchen in ein Gesäß, also g. 8. eine kleine Tasse zu hängen, in der wir Ammonicnnniwat in Wasser auflosen. Nach wenigen Minuten hat sich im Fingerhut ein Eisblock gebildet, den ww leicht in der Weile herauslösen können, daß wir das Ganze aus euren kurzen Augenblick in warmes Wasser tauchen. Dadurch schmilzt das Eis am Rande der Metallwandung und der vorher im Fingerhut festqesrorene Eisblock gleitet nun ohne weiteres heraus. Besonders ivirkungsvoll iverden diese Versuche, wenn ivir sie am oder auf deni warmen Ofen aussühren. VerMsschLss. <= Der König von Dänemark im Seeräuber^ Film. König Christian von Dänemark hat jüngst ber einer kinematographischen Aufnahme als Schauspieler mitgewirkt, allerdings unfreiwillig, aber doch unter so romantischen und eigenartigen Bedingungen, daß sich die Geschichte, die inKopenhagener Blättern berichtet wird, 'ber Wiedererzählung wohl lohnt. Der König kreuzte mit der Königin und seinen zwei Söhnen auf seintt Kackt „Rita" in der Nähe von Aarhus in Jütland, als die sich ihrer Vergnügungsfahrt behaglich erfreuenden Herrschaften Plo^ lich von Gewehrschüssen und gellenden Hilfeschreien aufgeschreckt wurden. Der König gab sofort Befehl, nach oer Richtung zu segeln, aus der der verworrene und unheimliche Lärm hertam. Man fand einige Boote, die mit abenteuerlich ausstasnerten und wild dreinblickenden Gesellen bemannt waren; die Kerle lieferten sich mit Gewehren und Revolvern eine regelrechte Schlacht, und der Kampf ging augenscheinlich um eine „schöne Frau, die verzweifelt in dem einen Boot die Hände rang. König Christian hatte bereits die Vorbereitungen zu schleunigstem Einschreiten getroffen, als er plötzlich durch sein Fernrohr noch ein weiteres Boot erblickte, das in einiger Entfernung von den übrigen ruhig und friedlich dallag- 'iind in dem ein Mann mit gelassener Aufmerkfamkeit die Kurbel eines kinematographischen Apparates drehte. Lachend erkannte der Herrscher die wahre Bedeutung dieses seltsamen Schauspiels und ließ die Jacht „außer Gefecht setzen". Mer das Schicksal, das ihn mit dieser Aufführung verknüpft hatte, ließ ihn nicht so bald los. Die Schauspielerin, die die Heldin darstellte, Frau Stub aus Kopenhagen, stürzte sich in das Meer,„um den Schurken zu entgehen; auf dem halben Wege zur Küste aber schwanden ihr die Kräfte, und sie wäre ertrunken, wenn der König nicht aus ihrem Hilfeschreien erkannt hätte, daß es diesmal ernst sei Er sprang selbst ins Rettungsboot, nahm die halb ohnmächtige Künstlerin auf und — mußte somit auf den Film. * Französische Schatzsu ch e r. An den Kasten Frankreichs sind die Schatzsucher, die deni Meere vor langem ver- schlrnigene Kostbarkeiteii wieder entreißen wollen, in diesem Sommer eifrig an der Arbeit, und zwar sind es besonders zwei Unter- nehinungen, die Aussehen erregen. J>i der Bai von Gatremare bei Gouberville an der Kanalküste hatte ein gewisser Lesönschal vor drei Jahren zwei Silberbarren mit spanischer Bezeichnung und dem Datum 1692 gesunden. Er ging der Geschichte dieses wertvollen Silbersimdes nach und stellte fest, daß eine spanische Gallione vor mehr als 20» Jahren hier untergegangen sei und einen großen Schatz von Gold- und Silberbarren mit in die Tiefe gezogen habe. Nachdem LesönSchal vom Mariiieminister die Erlallbnis ziir Nachforschung erhalten hatte, hat er nunmehr mit allen wissenschastlicheii Mitteln und einem großen Apparat die Suche ailsgenominen. Ter andere Schatz des Meeres, der die Geniüter viel beschästigt, liegt bei der Ile de Rs und hat eine romantische Vorgeschichte. Er besteht in einem gewaltigen Kasten, der mit Gold und Diamanten von höchstem Werte gefüllt ist. Mair schätzt den Inhalt dieses Kastens auf mehrere hundert Millionen Franes. „Der glückliche Besitzer dieser Reichtümer war einstmals der Graf de St. Paul, ein Abenteurer aus der Vendöe, der während der Revolution nach Amerika geflüchtet war und im Jahre 1820 mit diesen Schätzen auf dem Dreimaster „Jeune Henri" aus der Verbannung zurück- kehrte. Das Schiff war untergegangen und zwar an der Ile d'OlSron, wo Fischer bereits mehrere Kisten mit Gold und Juwelen gefunden haben. Der große Kasten aber war verloren und wurde vergessen, bis 1898 eine Dame aus dem Geschlecht des Grasen nach dem Schatz zu suchen begann. Langwierige Taucherarbeiten ergaben, daß der Schatz nicht mehr an Ort und Stelle lag, doch will man jetzt Anhaltspunkte dafür gefunden haben, daß er , nach der Ile de Rs getrieben ivorden ist. Die Jagd danach ist mm in diesem Sommer von Mlle. de St. Paul mit einer Schar von Tauchern ausgenommen worden. —---1 ; * Väter Und Söhne. „Ich möchte dir sagen, mein Sohn, daß das Geheimnis des Erfolges die harte Arbeit ist." — Sohn. „Wenn es ein Geheimnis ist, Papa, dann hättest du es mir nicht sagen sollen. Glücklicherweise bin ich zu sehr Gentleman, um von dem Geheimnis, das ich so etstrhren habe, Gebrauch zu machen." * Sein Grund. „Welches Motiv hat Sie dazu bewogen," fragt der Richter den Angeklagten, „in den Keller einzusteigen und 6 Flaschen Kognak sowie 8 Flaschen Ungarwein zu stehlen?" „Der Hunger, nichts wie der Hunger, hoher Gerichtshof," wimmert der Angeklagte. Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. * Deutsch — aber kurz! Ein sehr vernünstiger Vorschlag wurde kürzlich in der Hamburger Zeitschrist „Der Handelsstand im Auslande" gemacht, ein Vorschlag zur Kürze, wie er auch im Allgemeinen Deutschen Sprachverein immer erhoben und nach Möglichkeit beachtet worden ist. Daß die Bewegung, unsere schöne Sprache von Fremdwörtern möglichst zu reinigen, unaufhaltsam um sich greift, ist nicht freudig genug zu begrüßen. Aber — der Ersatz darf durchaus nicht durch langatmige, aus vielen Teilen zusammengesetzte Wörter geschehen; denn gegen diese lehnt sich der Verkehr natürlicherweise auf. Ich denke z. B. daran, daß das Reichsstempelgesetz unter andern: die bekannte Abgabe enthält für „Gewinnanteilscheinbogen" und „Zinsbogen". Der Gesetzgeber hat, als er mit Fug und Recht die Wörter „Dividende" und „Coupon" vermeiden wollte, eine glückliche und eine unglückliche Hand gehabt. Daß er das einfache Wort „Zinsbogen" für das fremde „Couponbogen" prägte, war eine gute Tat; sie konnte aber nicht gut mache», was durch die Heranziehung des endlosen Wortes »Geivinnanteilscheinbogen" verdorben wurde. Es ist nicht zu verwundern, daß die Stempelabgabe im Verkehr, der eines kurzen Ausdrucks bedurfte, einfach mit dem französisch-deutscben Wort: »Talonsteuer" bezeichner wurde, obgleich streng genommen nicht die — manchmal gar nicht einmal vorhandenen -- „Talons", sondern die Bogen abgabepflichtig sind. Warum sagen wir nun nicht allgemein für Coupon: Zinsschein, und für Tividendenschein: Ge- ivimischein? Daß der Geivinnschein nur einen Anteil vom Jahresgewiim geivährt, braucht doch nicht erst betont zu werden, also warum das weitläufige Wort Gewinnanteilschein? Uno warum nennt man die Dividendenbogen ähnlich den „Zinsbogen" nicht einfach: (Sewinnbogen und schließlich die betreffende Steuer: Bogenstener? Kürzungen dieser Art sind jedem, der mit Wertpapieren zu tun hat, verständlich und ohne sie kommt der hastende Bankverkehr gar nicht ans; sie bürgern sich aiich, einmal gebraucht, sehr leicht ein. Der Deutsche soll sich nur davor hüten, seine peinlichen Ansprüche an die Genauigkeit des Ausdrucks so übertrieben hoch zu stellen: der Ausländer mit seinen knappen Ausdrücken, wie cheque, talon, share, safe, box usw., die ost allerlei Begriffe umfassen, kennt solche Bedenken nicht und fährt gut dabei. Jeder einzelne trage an feinem Teil zur Förderung der guten Sache bei, indem er der Losung folgt: Deutsch — aber kurz 1 Vücheriisch. — „Z eit im Bikd", Moderne Illustrierte Wochenschrift/ Nr. 35. Neue deutsche Verlagsgesellschaft, München. Aus dem Inhalt: Umschlagzeichnung „Kanal-Tunnel" von Kley. — Der nationale Frieden in Oesterreich. Von Josef 'August Lux. — Der Kanal-Tunnel. Von Dr. Colin Roß. — Hertling. Zum 70. Geburtstag des bayrischen Ministerpräsidenten. Von Fer. Mit Zeichnung von E. Preetorius. — Frieden int Haag. Von Samson. Mit Zeichnung von Theo Waidenschlager. — Die Lage bei Leipzig am 16. Oktober 1813. Von Karl Bleibtreu. — August Bebel. Von Edgar Steiger. — Anna Pawlowa. Bon Monachus. Mit Zeichnungen von Wera von Bartels. — Das neue Germanische Museum an der Harvard-Universität in den Vereinigten Staaten/ Von Dr. R. W. Drechsler. — Phantasus. Gedicht von Arno Holz. ■— Berliner Plakatkunst. Von Dr. Adolf Behne. — Alte Herrenhäuser am Kap der guten Hoffnung. Von Hans Grimm. — Askese. Novelle von Hugo Greinz. — Das Berliner Aquarium, Von Dr. Hans Ammann. — Das junge Mädchen von heute. Von Hans von Hülsen. — Preisgaben. Von Dr. Alfons Goldschmidt. — Fortsetzung des Romans „Die bange Nacht" von Adolf Köster. — Chronik des politischen und kulturellen Lebens mit zahlreichen aktuellen, interessanten Bildern. — Ferner eine Reihe lesenswerter Beiträge aus allgemein interessierenden Gebieten, wie aus dem des Bankwesens, des Kino, der Reise und des Verkehrs, der Hygiene, der Mode, der Literatur u. a. Mter-Natke!. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben a a a a a, ec, d d, e e e e, g — g g g> h h h h, i i i i, 1 1, n n, rrrrrr, s s s g, t t t t, h w derart einzutragen, daß die senkrechten und wagerechten Reihen gleichlautend folgendes ergeben: 1. Angesehene Körperschaft. 2. Ort in den Nheinlanden. 3. Provinz in Kaukasien. Auflösung in nächster Nummer. . Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Alte Bäume lassen sich nicht biegen. Redaktion: I. V.: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gieße:»-