Elf » l i b inj jTTM ggW Sw ^r^i'raö 4ji|ii||i|!5äffl S^RB» Zwei Welten. Roman von Emma Merk. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Nicht lvahr, Kind', du bist entsetzt über deinen Vater?" sagte er mit einem zerknirschten Nicken. „Freilich, ob- ich mich wirklich entschlossen hätte, dich tut Kloster zurückzu- lassen, das wein ich ja nicht. Aber sieh, da kam doch dieser gutmütige, biedere Mann, der Herr Bernhobler, in mein Atelier und versicherte mir, seine Frau, sein Mali, liebe die Kleine wie ihr eigenes Kind und so wollten sie dich auch halten und du solltest es schön haben." Mit gequälten, schmerzvollen Augen sah er in das junge Gesicht empor. „Bedenke, Hildegard! Ich dachte nicht Mehr an Leben, ich dachte nur an den Tod! Ich hatte keine Zukunft mehr! Ein Lebensmüder, ein Verzweifelter bin ich gewesen, der nur Ruhe wollte, nur Vergessen! — Und so ist das Wider- natürliche, das Furchtbare, das Haarsträubende geschehen! So habe ich verzichtet auf Mein Kind!" Sie fühlte, wie sich ihr das Herz zusammenpreßte unter einer schweren Verantwortung', einem tiefeinschneidenden Widerstreit der Pflichten. Bott wildem Schmerz überwältigt, drückte er sein Haupt auf ihre Hände und stöhnte: „Weggeschenkt hab' ich mein Kind! Verloren! Ver- loreu! Schwarz auf weiß können sie mir beweisen, daß ich kein Recht mehr an dich habe! Daß du ihnen gehörst, den Fremden, die dich dem Pflichtvergessenen aus den Armen üahiuen! Und ich lobe noch! Die Reue über diesen Verzicht hat mir das alte müde Herz noch nicht zerdrückt!" „Armer Vater," sagte Hildsggrd mitleidig. „Gott sei Daur, daß du lebst! Daß ich dich wieder habe!" • „Ach Kind!, das ist ja eben das Beschämende, Klägliche, daß mir die VerMretflungsstimmüng, in der man den großen Sprung ins Dünkel vollbring en kann, allmählich abhanden kam. In der kräftigen Meeresluft, unter den mächtig anstürmenden Eindrückeit der Reise regte sich wieder der Wille zum Leben, die Lust zum Schaffen. Ein froher Mensch bin ich freilich nicht mehr geworden. Wie ein Huschatter, der gleichgültig, als ginge ihn das ganze Treiben nichts mehr qn, das Spektarulum an sieht, so bin ich in der Welt Hirt und her gefahren, von einem Kriegsschauplatz zuM andern, zeichnend und zeichnend, mitten rm uralten Streit und Jammer der Menschheit. Ich war ganz stumpf geworden, ganz still und empfindungslos. Bis mir dein Anblick das erstarrte HÄ» wieder weckte! Bis das junge Kesicht mix alles zurnckrief, was gewesen, und lang be- grabenes Leid wieder iteii erwachte. Seitdem weiß ich, daß mein ganzes Leben Wahnsinn gewesen seit dem Tag, da ich mein Mud aus den Händen gab!!" Er hatte sich wieder aufgerichtet und starrte mit trauer- vollen, todtraurigen Augen vor sich hiit. Hildegard streichelte ihm sanft das graue haar. „Du sollst dich nicht quälen, Vater, sollst nicht grübeln über die Vergangenheit. Mein Herz hast btt ja nicht fortgeben 'können, es ist immer ein bißchen einsam geblieben, trotz all der Güte, die ich erfahren habe. Unbenmßt, in dunklem Verlangen hat es nach dir gebangt, nach der rechtett Liebe, nach der rechten Heimat — und nun köntteu sie es nicht mehr losreißen von dir!" Er sah zu ihr auf, mit nassen Augen, und Preßte nur ihre Hände,, kämpfend gegen die Rührung, die seinen Körper durchbebte. Plötzlich aber sah sie, daß seine Wangen fahl wurden, daß er lute in einer jähen Ohnmacht die Augen schloß. „Um Gottes willen! 'Was ist dir? Vater!" rief sie erschrocken. Sie hatte ihn mit ihren Annen umklammert, weil sie fürchtete, er 'könnte vom Stuhl herabfinken, und ihre Augen suchten verzweifelt in dem Chaos nach dem Wasserkrug, nach irgend einem Stärkungstrank. . Sie atmete auf, wie erlöst von Todesangst, als er sich nach ein paar Minuten wieder regte und zu lächeln versuchte. „Eine plötzliche Schwäche, *— verzeih', Kind, — es ist schon vorüber. Es kam nur von der großen Erregung — und dann — 'ich glaube, ich habe heute noch nichts gegessen seit dem Frühstück." Sie sah ihn mit so großen, besorgten Augen an, die so deutlich fragten: 'So arm bist du, Vater, daß du hungern müßt?, daß er rasch hinzufügte: '„Nein, mein Schatz! 'Beruhige dich uur, — uicht aus Not . So schlecht geht's mir nicht. Ich habe mehr, als ich fiir mich brauche. Ich habe gearbeitet und auf die Stunde gewartet, in der ich hoffen konnte, dich zu sehen, nnd da habe ich ganz vergessen, daß es Essenszeit war." Ihre suchenden Augen hätten auf einein Tischchen eine Spirituslampe und einen Wasserkessel entdeckt, es schien auch Tee und Zucker vorhanden. Während sie sich abhastete, um so rasch als möglich eine» warmen Trank zu brauen,, nur froh, daß sie sich überhaupt nützlich machen konnte, dachte sie mit übermächtig anwachseudem Mitleid: Er ist so allein! Wie brauchte er jemand, der für ihn sorgt! Er vergißt, daß Essenszeit ist! Unwillkürlich mußte sie lächeln trotz ihrer Gemütsbewegung. Wie man. bei ihnen zu Hause eine Mahlzeit wichtig nahm! Wie ihr Papa schon um 12 llhr nachsah, ob noch nicht aufgedeckt lvar. "Aber es waren ja immer so viel Hände, die halfen. Und sie hatte gar nichts zu tun! Und hier war niemand! Auch ivenn er krank wäre — niemand! Sie fühlte, wie sich ihr das Herz zusammenpreßte unter einer schweren Verantwortung, einem tiefeinschneidenden Wiedrstreit der Pflichten. 266 '„Hier ist Tee, Vater! Aber versprich, daß du nicht wieder vergessen wirst Zu essen, daß du auf deine Gesundheit achtest um meinetwillen!" ' s,Jch danke dir, Kind! O, es ist wunderbar süß, einen Menschen ans der Welt Kn wissen, der ein bißchen Anteil nimmt an dein alten Einsiedler. Wie gut du bist, mein Liebling!" Vom nahen Turme schlug es acht. Hildegard zählte entsetzt die Schläge und suchte in wilder Hast nach ihrem! Hut, nach ihren Handschuhen. I„©o spät! Und zu Hanse sitzen sie schon bei Tische!" rief sie ganz heiser vor innerer Beklemmung. „Ich muß ja fort! Ich weiß nicht, wie mir die zwei Stunden vergangen sind! Leb wohl, Vater!" .,t,Jch begleite dich hinunter," sagte er mit einem Ausdruck des Schmerzes, der ihr ins Herz schnitt. „Verlaß mich nicht ganz, mein Kind!" flüsterte er im dunklen Flur sie noch einmal an sich drückend. „Ich komme wieder, Vater, gewiß!" Sie mußte sich eilig losreißen, wenn sie auch fühlte, daß ihr Fortdrängen ihm wehe tat. An diesem inneren Zwiespalt würde nun künftighin ihr Lebten kranken, sie wußte es. Die Droschke, die sie glücklicherweise fand, schien ihr viel zu langsam M fahren und während sie den Rädern Flügel wünschte, dachte sie mit bangem Herzklopfen: Was sage ich nur? Es ist so schwer, zu lügen! Wenn ich die Ausrede nur herausbringe! Als sie aus der Droschke sprang, bemerkte sie allerdings, daß ein Wagen vor deur Hause stand, aber sie war ziu eilig, inn darauf zu achten, sie stürzte die Treppe empor, ward von Babett sehr ungnädig begrüßt, warf Hut und Schleier auf den nächstbesten Stuhl und eilte sehr verlegen in das Wohnzimmer. Und hier saß die Großmutter auf deut Sofa. Rechts und links bon ihr Adolf und Maki, mit finsteren und trübseligen Mienen. - Sie hatte wirklich die Empfindung, als trete sie vor das hochnotpeinliche Gericht und stammelte in größter Verlegenheit: „Ich bitte uni Entschuldigung. Meine Uhr ging falsch. Ich habe mich bei meiner alten Lehrerin, die ich aufsuchte, verspätet." „So, so, lügen tust du auch noch!" fubr die Großmutter sie mit keifender ■Stimme an. „Es wird alleweil netter! Wir wissen recht gut, wo du g'wesen bist und daß die Lehrerin, bei der du dich verspätet hast, einen Bart hat! Natürlich, einem anständigen Menschen gibst bn einen Korb. Heiraten mag sie nicht! Wer hinter dem Rücken von Vater und Mutter eine Bekanntschaft, ein Techtelmechtel, eine Z'samntb'stellung, das gefallt ihr besser. So ein ehrvergessenes Ding!" „Großmutter!" rief Hildegard, deren Wangen sich mit flammender Röte bedeckt hatten, deren Augen blitzten, vor Entrüstung über diese unverdiente Beleidigung. „Ich verstehe wirklich nicht, wie du so Unglaubliches behaupten kannst." „So, das verstehst net. Mr meinst wahrscheinlich, die Leut' hätten keine Augen int Kopf. Das Kinderfräulein von der Frau Kommerzienrat, die wo in mein'm Haus wohnt, hat dich g'sehen, wie du heut hinter der Glyptothek mit einem Herrn z'samm'troffen bist. Sie hat's auf der Stieg meiner altert Johanna erzählt; no, und die Johanna ist natürlich gleich zu mir reigekommen und hat die Händ' über'm Kopf z'sammg'schlagen und hat g'meint: was das heutzutage für eine Welt ist. Wie ich die saubre; G'schicht ig'hört hab', hab' ich mir denkt: so, jetzt kenn' ich mich nachher schon aus! Darum hat ihr der Leutnant net paßt! Johanna, hab' ich g'sagt, jetzt bringst mir meinen Hut und meinen Kragen und der Kutscher soll anspannen. Ich hält' net ruhig schlafen können, wenn ich der Sach' net nachgegangeu wär'. Der Adolf und die Mali müssen wissen, daß btt zum Dank für alle Guttaten, die du von ihnen g'häbt hast, Schänd' und Spott über die Fantilie bringst. Ja, was denkst du dir überhaupts? Meinst, so eine Fantilie wie die unsere, die töt’ so was leiden! Nein, mein' Liebe! Da bin ich schon noch da! Ich will vor allein wissen, wer der Mensch ist, mit dem du eine Bekanntschaft hast?" „Ja, die Mutter hat schon recht!" schrie jetzt auch Adolf atif das junge Mädcheii ein. „So was ist bei uns doch noch Nicht vorgekomtnen. Da töt’ ich mich bedanken. Und dabei Machst noch so einen hochmütigen Kopf, als ivenn matt dir Unrecht tat’, wenn man dir die Leviten liest, statt daß dich schätnst!" „Ihr tut mir doch Unrecht, Papa!" sagte Hildegard, sich Mr Ruhe zwingend, obwohl ihr das Herz klopfte bis in den Hals. „Ich habe nichts getan, was Schande und Spott über eure Familie bringen könnte. Ich habe keine Bekanntschaft, nicht in dem Sinne, wie die Großmittter das meint." „Was, dit willst es mir aus dem Gesicht herausleugnen, daß du hinter der Glyptothek mit einem fremden Herrn an(f der Bank g'sessen bist?" J„Nein, Großmutter, deine Johanna war gatiz recht berichtet, das Kinderfräulein hat rasch und güt rapportiert," erwiderte Hildegard hart. „Sie hätte nur auch erzählen müssen, daß es kein junger Mann war, mit dem ich auf der Bank saß." shJung loder alt, es g'hört sich net, daß ein juug's Mädel eine Z'samm'b'stellung hak, wo Vater und Mittler nix davon wissen!" ; pief Adolf. Er hatte eine erschrockene Bewegung Malis gemerkt und wendete sich fragend an seine Frau: t,,No, was hast denn? Was machst denn für ein G'sicht?" Hildegard warf einen raschen erstaunten Blick auf die gute Mama, die in der Tat verlegen und angstvoll vor sich hinschaute. ,„Jetzt kommt's mir bald so vor, als wenn btt am End' mehr wissen tätst als ich, Mali!" Aber Frau Beruhvbler schüttelte verneinend mit schmerzlichem Ausdruck bett Kopf. Die Großmutter klopfte ungedulbig mit ihrem Stock auf den Tisch. „Ich will jetzt, einmal ivissen, toter der Herr war? No! Wir's bald?" stieß sie mit scharfer Stimme hervor. Einen Moment zögerte Hildegard. Dann sagte sie beklommen: „Es war mein Vater!" (Fortsetzung folgt.) Anna Maria. Novelle von Otto N e u r a t h. Es war int Mai. lieber dem Rhein lohte in leuchtendem Purpur das Abendlicht. Der Duft der Rosen lag weich in der säuselnden Luft. An allen Wegen blaute der Flieder in vollen Dolden und die weißen Kastanienblüten leuchteten hell aus dem frischen Grün. In der Stadt selbst sah man ivenig von der lieblichen Pracht und nur in den Gärten reckten schüchterne Blüm- leitt die zarten Krönchen empor, als scheuten sie das ruhelose Treiben der haftenden Menschen .... Aus der alten Christophkirche klangen die letzten Töne eines Bittgesanges und die klagenden Schlnßakkorde der Orgel. Kurz darauf drängten sich die durchweg jugendlichen Kirchenbesucher durch den schon düsteren Borhos des Gotteshauses und eilten in scherzenden Gruppen auseinander. Vom Turme lautete cs den Schluß des Maigebetes. Eine Zeitlang lastete drückende Ruhe über der engen Straße, und nur das Gelleit der Straßenbahnklingeln und der rasselnde Ton der Schisfsglocken brachten etwas Lebendiges in die trostlose Stille. In dem der Kirche gegenüberliegenden Eckhanse erhellen sich plötzlich 'die Fenster und junge Menschlein huschen durch das wölbige Portal die steile Treppe hinaus zur Tanzstunde. Heute soll die Vorstellung sein. Die Mädels glühen vor Erwartung und Freude und die Jungens harren schüchtern und verlegen der kommenden Dinge. Nach langem Warten erscheint der Taitzmeister. Ein alter, freundlicher Herr in weißem Haar und Backenbart. Er weist den Herren umständlich ihre Plätze an und dann ertönt eilt wirbelnder Einzugsmarsch: die jungen Dämchen erscheinen klopfenden Herzens int Saale. Unter feierlichen Verbeugungen nnd Knixen — je nach der Fertigkeit, mehr oder weniger steif — spielt sich die gegenseitige Bekanntmachung ab und dann drehen sich die Paare zum erstenmal im Tanze. Bald ist die stnmpfe Förmlichkeit gewichen. Man lernt sich näher kennen, spricht über Schiller und Kant, über Theater und Musik, und wenn man auch nichts davon versteht, man zeigt doch wenigstens den guten Willen. Etwas abgesondert von den andern stehen zwei in stiller Versunkenheit. Er, ein aufgeschossener, blonder Junge, mit blauen Augen, und verlangendem Mund, sic, ein schlankes, blasses Wesen, halb Kind, halb Weib, mit dunkeln, ängstlichen Rehaugcn und 267 Beamtem, welligem Haar. Ein kurzes Stumpfnäschen hebt sich reck über den schnralen, bleichen Lippen. Die beiden sprechen und wissen nicht Was: sie tanzen und wissen nicht warum; sie fühlen nur, daß sie srch liebhaben, lieh vom ersten Augenblick an. — — — Die ersten Wochen vergehen in fröhlichem Verstehen. In einsamer Stunde haben sie sich ganz gesunden und in zögerndem Drängen zum ersten Male geküßt. — — Sie sehen sich nur am Wend. Tagsüber sitzt sie in einer dumpfigen Geschäfts- ftube und vertrauert ihre Fugend hinter blinden Fenstern und dem klappernden Tickern der Schreibmaschine. Ihr Elternhaus steht drüben über dem Rhein in friedlicher Einsamkeit und alter Efeu breitet seine schützenden Arme über deut schmucken Herrn: Dort träumen die beiden in der kleinen Laube hinter dem Hause Und sinnen von Zukunft und Erfüllung. In schillerndeir Farben malen sie sich ihr Leben aus und glauben es darnach gestalten zu können, weil die Minute sie eint. Was denken sie an Schicksalsfügung und Lebensentwicklung. Bisweilen sitzt sie auch am Klavier und müht ihre ermatteten Hände über die leuchtenden Taften. Der Vater hört es so gern und daß das Mädel müde sein könnte, daran denkt er nrcht. Außerdem ist sie von frühster Jugend auf gewohnt streng zu gehorchen: einen Widerspruch gegen das Wort des Vaters, der ehemals Soldat war, kennt sie nicht. SM und geduldig trägt sie seine Härte. Denn hart ist er, sehr hart, unb doch stets ängstlich um die Seinen bemüht. Wenn sie nun auch fühlt, wie man für sie sinnt und schafft, fo fehlt ihr doch die innere Wärme, nach der ihr jugendfrohes Herz sich sehnt. In ihrer Mutter findet sie keine Stütze, keine Beraterin. Die hat mit sich selbst und ihrem kranken Körper Sorge genug. Drum schließt sie sich umso fester an den Geliebten an. Bei ihm sucht sie ein Verständnis ihrer Regungen und . . . ihres Leids. Ist er gut zu ihr, dann blitzt die Freude ans ihren großen Augen in unendlicher Dankbarkeit. . . . Sonntags geht es hinaus in die lachende Welt und in der Wehend eit Frische vergißt sie all ihren Gram. Sie ist stolz, mit ihm zusammen zu sein, und Arm in Arm gehen sie den Rhein entlang, unter den alten, riesigen Pappelbäumen, in deren Aesteu der Wind wehselig klagt. Bon der Stadt herüber klingen die Glocken durch den friedlichen Morgeir, und der Rhein rollt seine grünen Wogen unter der goldenen Hülle des Sonnenlichts. Wie lieb und vertraut ist ihnen das ganze Bild. Da grüßt der graue Stephansturm von Der Höhe herab, dort ragen die edeleu Formen des Domes in den leuchtenden Tag, wölben sich die weiten Bogen der Stadtbrücke über den wellenden Strom. So tiergingen die Jahre in innigem Verstehen und völligem Jneinanderaufgehen. ---- Dann kam der Abschied. Er sollte zwei Jahre nach England. Das waren Harte, tränenreiche Stunden. Mait versprach sich täglich zu schreiben und nie einander zu vergessen. — — Umgeben von fremden, gleichgültigen Leuten, saß dann abends der einsame Junge ip seinem Zimmer und schrieb fange, heiße Briefe bei dem schwelenden Licht einer alten Erdöllampe und Tränen der Wehmut krochen ihm über die feuchten Wangen. So ging es fange Zeit. Die Brieflein flogen Wie gurrende Tauben und als der Mai kam, waren sic wieder beisammen. Wie hatten beide auf diese Stunde gehofft, was hatten sie von ihr erwartet. Doch die Zeit hatte sich verändert, und sie mit ihr. Ms sie sich wiedersahen, verstanden sie sich nicht mehr. Das Leben hatte sie entfremdet. — Er ging bald — — und kam nie wieder. Sie hatte ihn nicht gehalten. Sie fühlte, Wie es ihn hin- austrieb, wie es in ihm tobte und gärte. Geduldig trug sie auch ihr neues Leid. Für sie gab cs eben kein Glück, keine Sonne. Mit ihm War ihr alle Daseinsfreude genommen. Auf ihn hatte sie gehofft, er War für, sie oie Verkörperung ihres Lebens gewesen. Die Welt verlor jetzt die Bedeutung für sie. Das herbe Weh machte sie ganz still. Mit müdem Kerzen pflegte sie ihre alten Eltern, die dem Schmerz ihres' Kindes verständnislos gegenüberstanden. Eiii Unglücksfall entriß ihr den Vater unb bald danach trug sie auch die Mutter zu Grabe. Mit linder Hand und hiiigebender Zärtlichkeit hatte sie für das kränkelnde Wcibleiu gesorgt bis zum letzten Ateiiizug.--Jetzt stand sie ganz allein. Alles hatte sie verloren, was ihr teuer war. Malt und ge= bkochen lebte sie wunschlos für sich hin. Jil einem kleinen, schiefen Kämmerchen verbrachte sie die traurigen, einsamen Tage ihres Lebens in Armut unb Kümmernis. Wenn draußen aber die Sonne schien und die Vöglein in bett Zweigen trillerten, bann ging sie bisweilen Hittaus unb verstrickte die Stunden in einem der kleinen Gärtchen, wo mutwillige, tollende Kinder zwischen Bänken und Bäumen ihr lockeres Spiel treiben. Jahrelang saß sie auf der selben Bank, auf dem selben Platz. Sie kannten sie alle, die schlürfettde Alte mit der riesigen Haube, die den kahleit Schädel fast völlig umschloß, unb dem zerschlissenen schwarzen Mantel, der ihre abgemagerte Gestalt noch gebeugter scheinen ließ. Emsig rührte sie die Nadeln und hinter den braunen Brillengläsern lugten zwei gutmütige, liebevolle Augen auf die St einen, die sie neugierig umbrängten,-- An einem lieblichen Maientag blieb ihr Platz leer — — stand ihr Herz still.-- Ein Ausdruck hoffnungsvoller Freude lag auf ihren kalten Wangen und der bleiche Mund war wie in Verzückung leicht geöffnet. Durch das Fenster drang der Duft blühender Rosen und die Abendsonne umhüllte die Tote in verklärendem Gold. volkrbräuche am himnielsahrtrtage. Ter Himmelsahrtstag ist ein echter, rechter Frühtingsfeiertag, an beirt allerwärts die Menschen in Gottes freie Natur ziehen, die bann in ihrem schönsten Schmucke prangt und mit ihrem Blütenduft und Sonnenschein alle Herzen freudiger und fröhlicher stimmt. Als kirchliche Feiertag besteht der Himmelfahrtstag erst seit dem 4. Jahrhundert, und er ist wie alle anderen mit manchen Bolksbräuchen verwebt, die zum! Teil aus alten Zeiten stammen. Früher müßte in der Nacht der Himmelfahrt in den Bauernhäusern Butter bereitet werden, und zwar unter völligem Schweigen. Diese Butter galt als ganz besonders heilkräftig; sie heilte Krankheiten und Gebrechen und schützte davor, man atz sie also nicht nur, sondern bestrich auch! den ganzen Körper damit. ?lM Himmelfahrtstage selbst vermied der Landwirt ängstlich, eiserne oder stählerne Dinge in die Hand zu nehmen, aus Furcht, dadurch den Blitz zur Einkehr auf den Hof einzuladen: das erinnert an die alten, auch heute noch geübten Sitten der Bauern, dem Donar zu Ehren, dem Gott des Blitzes und des Donners, des Regens und des Windes, aber auch des! Schützers und Förderers der Ernten, am HimMelfahristage gewundene Kränze aus weißen und roten Blumen an den Türen und Pfosten der Ställe unb Scheunen aufzühängeir. Wie am Donarstag die heidnischen Germanen die Feldarbeit ruhen ließen, um ihren; Gotte Gelübde darzubringen, so ist auch heute nod). der HimMelfahrtstag ein Donnerstag, an dem in vielen Gegenden der Sanbmiann Kürbiskerne pflanzt, in der Hoffnung, sie würden dann besonders große Kürbisse fruchten. Einen Stich am Festtage zU nähen, trägt man jetzt noch in Ostpreußen: Scheu. Originelle Bräuche sind in den f»genannten „Himmel- fährtsdörfem" in Sachsen üblich. In diesen tzimMelfahrtsdörfern — Gödewitz, Fienstedt, Gorleben, Zörnitz und Krimpe — Bietet der HimMelfahrtstag Gelegenheit, ein mit Blumen und Maien bekränztes Faß voll HiMmelfahrtsbier zu leeren, das nach einer !Ansprache, Verlesen der Stiftungsurkunde und Singen von Liedern unter Jubel angestochen Wirb. Tie ^Einrichtung des Festes soll von einer Königin namens Elisabeth stammen, die vor vielen Jahrhunderten auf der Durchreise durch Fienstedt von den Einwohnern mit sieben Rinkeimern Bier bewirtet worden sei und hievfür den Bewohnern dieses Torfes Und der benachbarten alle Steuern für ewige Zeiten unter der Bedingung erlassen habe, daß jede der Gemeinden alljährlich am DtmM'elsahPtstage ihr zu Ehren sieben Rinkeimer Bier trinke. Originelle Speisen gibt es in München Gegenden am Himmel- fahrtstage, so in Holland ein Gebäck, die sogenannten Himmel- fahrtskugeln, in der Gegend von Hanau die sogenannten Kugelhoppen. In Marköbel heißt Himmelfahrt gar das „Kugelhoppen- fest". Hier findet zwischen Knaben und Mädchdn ein Wettlaufen nach diesem Gepäck statt. Au vielen Orten Deutschlands, besonders aber England, wurden früher und zum Teil auch heute noch der HimMelfahrtstag zu Maskeraden aller Ml, zu Flururngäugen, zu Wettrennen, zu Prozessionen und Wallfahrten benutzt. Die Erlösung vom Zeit. lieber einen Mangel an Entfettungsmitteln hätten wir uns gerade nicht zu beklagen. Die große Zahl der Präparate, die den vom Fett 'Heimgesuchten angeboten wird, bedeutet zweierlei. Einmal weift sie daraus, daß die Nachfrage sehr groß ist, also ein dringendes Bedürfnis vorliegt; dann aber können wir aus dem fortwährenden Anpreisen neuer Mittel schließen, daß es bisher noch kein einziges sicher und günstig werkendes Entfet- tnngsmitfel gibt, daß das rechte noch verborgen ist, „denn wollt es sich enfmummen, so müßte all das Galgeapack verstummen." Mai: ist nun der Entfettungsfrage von den exakten Naturwissenschaften (Physik, Chemie) aus nabegetreten. Die Frage, die man sich stellte, war diese: wie kann man die natürliche.Verbrennung vom Fett im Körper beschleunigen? Daß die Körperwärme durch einen Verbrennungsprozeß, d. h. durch Verbindung mit Sauerstoff erzeugt wird, ist allgemein bekannt. Wir atmen mit der Luft Sauerstoff ein, der in den Lungen vom Äut aufgenommen wirb. - Das sauerstoffreiche (arterielle) Blut durch- strömt den ganzen Körper und gibt dort den Sauerstoff ab, wo er zu einer Verbrennung benötigt wird. Bei dieser Verbrennung entsteht Kohlensäure, die vom Blut zu den Lungen und von dort durch Ausatmung ins Freie befördert Wirb. So feilt sich der Prozeß der Körperverbrennung von außen gesehen, dar. Die Gesetze der Chemie geben uns Aufschluß über den feineren Mechanismus dieser Reaktion. Das Brennmaterial des Körpers befehl hauptsächlich aus Fetten und Eiweißstvffen. Diese Substanzen befinden sich mit Sauerstoff nicht im Gleichgewicht, d. h. sie verbinden sich mtf ihm. 268 ivcnit auch gcii>ö()it(id) ctiifjctiHL>citt(ic[) langsam. Die Chemie kennt nur zwei Mittel, trüge verlaufende Reaktionen zu beschleunigen: Temperaturerhöhung (die hier nicht in Frage komPt) und die sogenannte Katalyse. Es hat sich nämlich. gezeigt, einige Stoffe, wenn sie in geringer Menge den reagierenden Stoffen, bei- gemengt werden, die Reaktionsgeschwindigkeit außerordentlich beschleunigen. Die Katalysatoren, wie man diese Stoffe nennt, kann man mit dem Oel vergleichen, das zum Schmieren von Maschinen Verwendung findet. Bei gleichenr Kraftaufwand dreht sich die gut geölte Maschine viel schneller, weil die Reibung geringer geworden ist. Die wunderbaren Lebensprozesse beruhen alle auf 'solchen, meist bisher unbekannten, katalytischen Wirkungen. .. c , r , ■ . , , . L ... Die Derbrennungsprozme werden bewnders durch feinverteilte Pkatinmetalle (Platin, Palladium usw.) beschleunigt. Einige Gasanzünder besitzen als wirksame Substanz Platin. Das ausströmende Gas will sich mit dem Sauerstoff der Luft vereinigen, die Geschwindigkeit dieser Vereinigung ist bei gewöhiilicher Temperatur jedoch so außerordentlich gering, daß man nichts davon bemerkt. Hält man aber den Anzünder über das ausströmende Gas, so wird die Verbrennung sofort so stark beschleunigt, daß es zu einer Entzündung kommt. Dadurch wird die Temperatur derartig gesteigert, daß nun die Verbrennung auch ohne den Katalysator mit großer Geschwindigkeit vor sich geht. . Das neue Entfettungsmittel beruht nun auf einer Beschleunigung des Verbrennungsprozesses im Körper durch ein Platin- metäll, und zwar besonders durch Palladium, das in löslichem Zustand ins Blut gespritzt wird. Es sind bereits viele Versuche mit dem neuen Mittel angestellt. Kurze Zeit nach der Einspritzung trat Fieber auf, wenn die behandelte Person sich bewegte. In der Ruhelage findet diese Nebenwirkung nicht statt, es besteht viÄmetzr ein aiisgesprochenes Wohlbehagen. Es wurden erhebliche Gewichtsabnahmen festgestellt, ohne daß der Patient sich int Essen oder Trinken irgend welchen Zwang unterwerseii mußte. _ r. i r _ Die Versuche über diesen Entfettungsprozeß smd noch nicht abgeschlossen. Es ist aber vorauszusehen, daß Tie von außerordentlicher Bedeutung für alle die sein werden, die durch übermäßige Fettpolster in allen'Lebensäußerungen behindert werden. vermischter» Ick. Der Sieg der Brünetten. Wissenschaft und Hand- werk erklären übereinstimmend, daß die Brünetten einen glänzenden Sieg über die Blonden davongetragen haben. Von einem Siege konnte man freilich eigentlich nur bann reden, wenn vorher von einem Kampfe die Rede ivar, was nicht der Fall ist, aber die Beobachtungen der Aerzte und der Haarkünstler stimmen darin überein, daß in Paris der Typus der Blondine im Aussterben begriffen sei und daß statt dessen die Brünetten die Herrschaft an sich geriffelt hätten. Die Friseure können sich hierüber wohl ein Urteil erlauben. Wenn, wie sie behaupten, niemand mehr ihre verschiedenen Haarwasser zum Hellerfärben des Haares kaust, wird es wohl richtig sein, daß der Geschmack der Mode gegenwärtig braunes Haar oder kohlschwarze Rabenlocken vorzieht. In den Pariser Theatern kann man Beobachtungen machen, die sich mit denen der Fachleute decken: die Blonden unter den Frauen sind wirklich selten geworden. Ehemals waren sie so zahlreich, daß eS fast ein Dutzend bekannte Nuancen der hellen Farbe gab, rötliche, weizenfarbene, aschblonde, tizianrote, „mondscheinfarbene" und „Maryland". Maryland war übrigens ein Blond, daß feinen Namen der bekannten französischen Tabaksorte verdankt. Die Liebhaber blonder Köpfe sind nun einigermaßen betrübt darüber, daß ihnen der Anblick zahlreicher Blondinen wenigstens auf einige Zeit nicht vergönnt fein wird. Allein sie rechnen darauf, daß dem Sieg der Brünetten über kurz oder lang eine Rückkehr zum blonden Typus folgen wird, daß die, die sich jetzt dunkel färben, später roteber ihr natürliches Blond tragen werben und daß auch die von Natur Dunklen sich wieder zu den Entfärbungsmitteln bekehren werben. Sie verlassen sich dabei aus Murelien Scholl, der vor einigen fünfzig Jahren den Ausspruch getan hat: „Den Männern des grauen Nordens hat Gott die Blondinen gegeben, damit sie ihnen die fehlende Sonne ersetzen." * Possenspiel. Wie der Schabernack bett Schelm im Nacken hat und un8 nicht recht erkennen läßt, woher er eigentlich stamme, so treibt auch das Possenspiel seinen Possen mit uns: sieht fo gut deutsch auS und stammt doch aus dem Französischen. Sehr wahrscheinlich wenigstens, ganz Gewisses weiß man auch hier nicht zu sagen. Im älteren Neuhochdeutschen bedeutet Posse nämlich Zierat, Beiwerk, und so nimmt matt an, daß es mit „kassieren" ziisammenhange, das „erhabene Arbeit machen" gebeutet. Im 8ahre 1561 werden Scherzfiguren an Brunnen „Possen" genannt, o soll das Wort zu der Bedeutung Witz, Streich, Schelmerei gekommen Jein, Da? wäre also eine recht possierliche, aber nicht unmögliche Entwickelung bet Bedeutung. * Die.Höchsts BotenA. Böttchermeisters Aeltester bringt W u>ld dtz ft et ne Beiträge trt Zeitschriften ltrtw. Darob ist nun der stolze Batet schier aus berrt Häuschen und prokla^- stnert 'feinen Sprößling am Stammtisch als ein kommendes Genie. Einige Herren glauben nun doch diesen GnthusiqSmius etwas dämpfen W muffen. Sie meinen, zu einem Vergleich mit bat großen Klassikern feien denn doch des Jungen Arbeiten noch nicht geeignet. — „Warum nicht?" fragt gereizt der Papa, „Gewiß, Goethe und Schiller haben gute Verse gemacht. «WH« das waren einfache Reime — mein .Junge macht Schüttelreime!" * Homer st u nd e. „Gagen walchen Paragraph bet Aeugle Mannfchen Gramsttäk hat säch hier Homär versAhlt? viichertisch. — Neuerscheinungen in Reelams Universal* Bibliothek. Nr, 6531—5528. Bücher der Natur»! Wissenschaft, herausgegeben von Professor Dr. Sigmund Günther. 16. Band: Prof. Dr. H- Wieleituer, Schnee und Eis der Erde. Mit 16 Tafeln und 26 Abbildungen im Tert.. Inhalt: Vorwort. — 1. Schneefall. Schneedecke. Firnliuie. 2. Firn. Lawinen. Büßerschnee. 3. Pas Gletschereis. 4. Die Gletscher. Historisches. 5. Arten und Vorkommen der Gletscher.^ 6.^ Tie Bewegung der Gletscher. 7. Die Abschmelzung. 8. Di« Moränen. 9. Spalten. 10. Schichtung und Bänderung. 11. Di« Schwankungen der Gletscher. Gletscherkatastrophen. 12. Die Eis« formen der Antarktis. 13. Die Eisberge. 14. Das Meereis. 15. Wirksamkeit der Gletscher. Die Eiszeit. Ich. Eisboden. Eismulden. Steineis. Eishöhlen. Register. — Nr. 5524. Festspiele. Siebentes Bändchen. Gesammelt und herausgegeben von Georg R. Kruse. Inhalt: Theodor Körner in Leipzig, r—: An mein Volk. — Die heilige Nacht. — Die neue Zeit. — Nr. 5525. Ludwig H äusser, Dje Völkerschlacht bet'Leipzig 1813. Neu herausgegeben von Dr. Max Menoheim. Mit einem Bild und zwei Schlachtplänen. Kart. —.30, in Seinen Mk. —.60. — Nr. 5526. Zeitgenössische Berichte über die Leipziger Schlacht vom 16. bis 19. Oktober 1818. Zusammengestellt und erläutert von Prof. Dr. Otto Eduard Schmidt. Mit einem Bild und einem Schlachtplan. Kart. Mk. —.30, in Seinen Mk. —.60. Inhalt: Einleitung, -r Was wjr erlebten im Oktober 1813. Bon Auguste Vater au8 Seifertäljain. — Aus dem Bericht des Pfarrers Dr. Hahn in Plaußtg. — Bericht des ehemaligen Postillions Gabler, der den Kaiser Napoleon während der Leipziger Schlacht geführt hat. — Aus dem Bericht des Oberstadtschreibers Werrter in Leipzig. —_ Nr. 5527. Fritz Fried maun-Frederich, Gemütsmenschm ! Schwank in drei Auszügen. Sousslierbuch nach der Aufführung am Residenztheater zu Berlin. Mit zrvei Deko- rationspläiiett. —- Nr. 5528. 5529. Berthold Auerbach, Joseph im Schnee. Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte. Mit einer Einleitung von Dr. Eugen Wölbe. In Seinen Mk. —.80. Nr. 5530. Gustav Hochstet ter, O-Zug-Geschichteu. Humoresken. Inhalt: Das Ü-Zug-Telegramm. — Däs Eoupö mit dem Kind. — Das neue Kursbuch. — Das mikroskopisch« Schnitzel. — Der Hund von Friedenau. — Das Goldbergwetk in Wilmersdorf. — Die teuren Radieschen. — Huhu! — Mei» Sklave, der Gerichtsvollzieher. — Der Mostrichlöffel. — Die drei Idioten. — Die rettende Vergiftung. — Die stürmisch« Operette. — Der tragische Film. — Das Fräulein mit beit drei Stellen. Schach-Ausgade. Schwarz, abcdetgh abcdetgh 8 6 6 5 5 3 3 2 2 Weiß. Weiß fetzt mit dem vierte» Zug« Matt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Charade in voriger Nummert H e s t p s l a st e r. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen ÜniversitätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Gieb«2