Montag, den 29. Dezemver 1913 - Nr. 205 eÄ, ß W ÄW UM MÄML! iKM Wehe dem, der nicht lügt! Silvestermärchen von Helene Stökl. (Nachdruck verboten.) „O über diese Welt voll Lug und Trug uud Falschheit, über diese Mensche« init ihren heuchlerischen Redensarten und lügnerischen Bersprechungenl Die Erde wäre ein Paradies, iveun die Lüge sich nicht darauf eingenistet hätte, verwünscht möge sie sein mit ihrem ganzen Gefolge!" Es war au einem Silvesterabend, als Assessor Hähnel seiner Entrüstung in solcher Weise Luft machte, während er, sich auskleidend, auf dem Bettrand saß uud bei jeder Verwünschung ein Stück seines Anzuges zusamnrenballtc und mit kräftigem Wurfe von sich schleuderte. ».Was habe ich von diesem Jahre alles erwartet! Was haben mir die Menschen versprochen, uud was haben sie gehalten? — Das ist aber der Fluch unserer Zeit, der Zeit des Schwindels und der Lüge, der Heuchelei und der Falschheit!" Ingrimmig stieg er in das Bett und wollte eben die Decke über den Kopf ziehen, um von dieser Welt nichts mehr zu Hören uud zu scheu, als er plötzlich innehielt und verwundert vor sich auf seine Decke blickte. Ein Heller Lichtkreis hatte sich auf derselben gebildet, und mitten darin stand ein kleines daumenlanges Geschöpfchen nnd sah ihn spöttisch mit seinen klugen funkelnden Augen au. Es waren sonderbare Augen, jetzt schienen sie grün W fein, jetzt blau, dauu wieder leuchteten sie rötlich, nein, schwarz, braun —, er konnte nicht klug daraus werden, sie änderten ihre Farbe, je nachdem ihn das Männchen damit anblickte. Das Männchen? Eben hatte es noch als ein. solches vor ihm gestanden, und schon hatte es sich in ein Weiblein umgewaudelt; jetzt zeigte eS die runzligen Züge eines Greises, und gleich darauf wandte es ihm das Gesicht eines kleinen Kindes zu. „Ich bin die Lüge," antwortete das kleine Wesen, ihn schlau aublinzelud. „Die Lüge?" fuhr Hähnel wütend in seinem Bette auf. „So komm her, daß ich dich Zermalme nnd die Welt von dir befreie!" Er haschte nach der kleinen Gestalt; soviel Mühe er sich aber auch gab, sie zu fangen, es gelang ihm nicht. Immer wußte sic ihm zu entschlüpfen, glaubte er sic hier, so war sic da, bis er ermattet seine Anstrengungen aufgab. „So leicht läßt sich die Lüge nicht fangen," lachte das Figürchen ihn aus. „Weshalb plagst du dich aber so ab, mich in deine Gewalt zu bekommen? Du tätest der Welt einen schlechten Gefallen, tveun bit sie ihres besten Freundes berauben wolltest." „Ihres besten Freundes?" „Ja gewiß, weder du noch irgend eines deiner langbeinigen Ncbengeschöpfe könnte ohne mich existieren." „Warum nicht gar?" „Es ist, wie ich sage, trotzdem ich die Lüge bin. Oder glaubst du wirklich, nur . einen , einzigen Tag meine Dienste entbehren zu können?" „Mein ganzes Leben lang will ich mit Vergnügen ohne dich fertig werden?" „Mit Vergnügen auch noch dazu! Nun, es kommt aus einen Versuch an! So höre: Nicht für dein ganzes Leben, das wäre zu grausam, nur für einen Tag, für den morgigen, will ich mich gänzlich fern von dir halten. Ich werde dir in keiner Weise zu Hilfe kommen, so dringend du «reiner auch bedürfen mögest. Morgen abend werde ich mich daun wieder einstellcn, um anzufragen, ob du meiner wieder bedarfst." „Da sollst du lauge frage» können, du verwünschtes Irrlicht!" Er schlug nach dein vor ihm auf und ab tanzenden Püppchen, aber er schlug in die Luft, und unter dem Bette hervor kicherte es: „Lebe wohl bis morgen! Da wirst du besser auf mich zu sprechen sein." „Dummes Zeug," murmelte Hähnel und schlief ein. * „Ich wünsch' dem gnädigen Herrn ein glückseliges neues Jahr," scholl es am anderen Morgen Hähnel aus dem Munde seiner mit einer Tasse Kaffee in das Zimmer tretendenAuf- wärterin entgegen, „uud ich wünsch', daß denr gnädigen Herrn alles nach Gefallen gehen «löge, und daß wir beide noch viele Jahre beisanunen sind." „Nun, das wünsch' ich gerade nicht," brummte Hähnel, der sich schlaftrunken die Augen rieb, ititb wie wir gleich hinzusetzcn müssen, keine ^»««8 davon hatte, daß es ihm für den heutigen Tag unmöglich war, irgend eine Lüge direkter Art hervorzubringen. „Se eher ich Ihr verkniffenes San- regurkcngesicht nicht mehr zu sehen brauche, desto lieber!" • „Meiu ,Sauregurkengesicht'? O, da muß ich doch bitten, das brauch' ich mir von keinem Menschen gefallen zu lassen. Ich bin eine ehrliche Witfrau —" „Nu, uu, betrogen hat sie mich genug," warf Hähnel dazwischen. t„ „Betrogen hab' ich? Na, da kann der gnädige Herr sich nur gleich um eine andere Aufwärterin nmsehen, die wird ihn vielleicht besser bedienen, so einen noblen Herrn, dein out Neujahrstage cinfällt, daß ihm's Gesicht von seiner Auswär- wärteriu nicht mehr gefällt, statt ihr ein Trinkgeld zu geben, wie sich's gehört. Sie —" . Hähnel hob seinen Stiefel mit so unzweideutiger Geste ämpor, daß die Alte -für geraten fand, schleunigst den Riick- zug anzutreten. „So bedienen Sie sich heute nur hübsch selber," rief sie uoch bei der Tür herein, „ich geh' meiner Wege." „Na, ich weiß auch nicht, warum ich gerade heute Streit mit der alten Hexe beginnen inußte! Betrogen hat sie mich freilich, aber eine andere macht cs nicht besser, und ich kann jetzt sehen, wie ich mit denr Toilettemnachen allein zu stände koNUUL/, Seufzend machte er sich an das Werk, sich in Visitem- toilette zu werfen. Bis er seine Stiefel selbst geputzt, ein paar 810 Knöpfe an das beste Hemde genäht, sieb mit kaltem Wasser rasiert und ein leidlich gutes Paar Handschuhe herausgesuchj hatte, war es höchste Zeit geworden, seine Neujahrsbesuche anzutreten. „Zuerst muß ich natürlich zu meinem Onkel," überlegte er, „er ist daran gewöhnt, daß ich ihm meine Gratulation in aller Frühe bringe, und jetzt, da er krank ist und alle Tage Ernst mit dem Sterben machen kann, darf ich es in keinem Fall mit ihm verderben." „Prosit Neujahr, Onkelchen, Prosit Neujahr!" rief er bem Onkel, der von der Gicht geplagt im Lehnsessel saß, schon von weitem zu, „freut mich recht sehr, Sie so wohlauf untr ,ßut aussehend zu finden," wollte er sagen, da er wußte, wie verhaßt dem Oukel jede Auspielung auf seine schlechte Gesundheit war, aber die Worte verkehrten sich in feinem Munde nnd zu fernem eigenen Entsetzen hörte er sich sagen: „freut mich recht sehr, daß ich Sie so krank und elend aussehend finde, bleiben Sie nur ja so uud tun Sie mir etwa niM den Kammer an, sich noch einmal zu erholen." Der Onkel machte ein etwas verdutztes Gesicht zu die- fem überraschenden Glückwunsch. „Du haft dich versprochen, lieber Neffe, bist zerstreut, oder solltest du wirklich deinem alten Onkel, der es immer so gut mit dir gemeint hat, den Tod wünschen?" „Keinen schmerzhaften, langsamen Tod, liebster, bester Onkel," ächzte Hähnel, während ihm die kalten Schweißtropfen ans der Stirn standen, „Sie wissen ja, wie tener Sie mir immer waren," — er stotterte etwas bxi diesem Satze, aber er brachte ihn doch heraus, denn tatsächlich hatte er nichts gegen den guten Onkel einzuwenden, als daß er ihn gern beerbt hätte, — „ewig kann der Mensch nun doch einmal nicht leben, aus ein paar Jahre früher oder später kommt es da nicht an, und mir paßte es eben jetzt am besten. So ein kleines angenehmes Schlagflüßchen, oder wenn sich vielleicht die Gicht auf den Magen schlagen wollte —" „Nun aber ist's genug! Ans meinen Augen, Du Ungeheuer! Gleichviel, ob der Wein aus dir spricht, wie ich fasp glauben möchte, und du die Achtung vor deinem Onkel so weit vergißt, dich in diesem Zustande zu zeigen, oder ob bu wirklich diese Gefühle in deinem Busen trägst, wir zwei sind fertig miteinander. Warte immerhin auf meinen Tod, nicht einen Taler, nicht einen Groschen, nicht einen roten Heller sollst bu von mir erhalten. IInb nun hinaus, ober ich vew greife mich an bir!" Voller Verzweiflung schlug sich Hähnel, ans ber Straße angelangt, vor die Stirn. „Plagt mich denn ber leibhaftige Gottseibeiuns, daß ich 'meinem Onkel solche Sachen sage! Seit Jahren mühe ich mich ab, alles zu tun, um mich ihm angenehm zu machen, unb nun! — Es ist doch gerade, um mit dem Kopfe au die Wand zu rennen!" An die Wand rflimte er nun allerdings nicht mit dem Kopfe, wohl aber an einen ihm des Schneegestöbers wegen ebenfalls gesenkten Hauptes Entgegenkommenden. „Können Sie nicht achtgeben!" rief ber Getroffene. „Hol' Sie der Kuckuck!" schrie Hähnel, aber er änderte plötzlich den Ton, als er in seinem angerannten vis-ä-vis seinen Hauptgläubiger erkannte. „Ah, Herr N„ ist mir sehr ang—," die Zunge weigerte sich, „angenehm" zu sagen, „ist mir sehr unangenehm. Sie zu sehen." Der Andere lachte mit saurem Gesichte: „Freut mich, Sie so zum Scherzen aufgelegt zu treffen! Kommen, wie ich sehe, gerade vom Herrn Oukel. Scharmanter alter Herr! Nun, wie stehts mit dem Testament? Wieviel erwarten Sie zu bekommen?" „Nicht einen roten Heller," bekannte Hähnel wider Willen. „Keinen Heller! Nicht möglich. Sie treiben Ihren Spaß mit mir." „Es ist mir durchaus nicht spaßhaft zu Mute," konnte Hähnel der Wahrheit gemäß beteuern. „Hat er Ihnen das selbst gesagt?" „Eben als ich bei ihm war." „Nun, dann hören Sie, was ich Ihnen sage. In acht Tagen will ich mein Geld haben, ober ich verklage Sie. Haben Sie verstauben?" „Das fehlte noch," jammerte Hähnel, während er durch bas Schneegestöber bavoustürzte. Erft nachdem sich bie Besuche bei feinen Vorgesetzten durch bas Hinterlassen von Karten unverhofft einfach er- febtgt hatten, beruhigte er sich einigermaßen. „Was Onkel, Gläubiger, Aufwärteriu!" philosophierte er, währenb er trt bem Laden eines Kunstgärtners das schönste Bonguet erhandelte, das aufzutreiben war. Sie konnten seinem Glücke nichts anhaben, so lange er der Liebe seiner Brant gewiß war, und das glaubte er, Gott sei dank, fein zu können. Er war zi« Tisch bei ihrer Tante, einer ältlichen, aber noch die Jugendliche spielenden Dame, geladen, die Mutterstelle bei ihr vertrat, und zu ihrem Hause begab er sich jetzt, sich fest vor-< nehmend, seine Zunge ernstlich zu hüten. Dem geliebten Mädchen gegenüber, dem er alles Gute so aufrichtig wünschte als sich selbst, lief alles glatt ab, nur der Tante gegenüber konnte er den galanten Ton, den er sonst -so meisterhaft inne zu halte» wußte, nicht recht treffen. Die gewöhnlichsten Komplimente blieben ihm im Halse stecken, bis er, um jedem Mißgeschicke vorzubeugen, zu den unverfänglichsten und allgemeinsten Gesprächsstoffen griff. Aber das Schicksal ereilte ihn trotz aller Vorsicht. Als die Tante gegen Ende der Tasel auf ein Wohl, das er ihr ausgebracht, mit pathetischem Augenaufschlag seufzte: „Ja, wenn die Jahre nur, ohne ihre Spur zurückzulassen, an uns vorüberziehen wollten," da konnte er sich nicht enthalten, zu rufen: „Sie, Verehrteste Tante, haben doch keine Ursache, dies zu finden, Sie sehen ja wahrhaftig mit jedem Jahre — jünger aus," wollte er sagen, unb „älter" sagte er in ber Tat. Die Tante suchte ihren Aerger unter einem koketten Lächeln zu verstecken. „Für wie alt halten Sie mich eigentlich, Herr Assessor?" „Kaum dreißig," hätte dieser gestern noch schnell und skrupellos gerufen, und — „gut fünfzig," fugte er heute. Die Taute bekam einen plötzlichen Hustenanfall, der sie nötigte, den Tisch zu verlassen; halb ärgerlich, halb belustigt kam die Nichte, nachdem ihre Hilfe sehr ungnädig zurückgewiesen worden war, zu dem Geliebten zurück. „Warum mußtest du aber die Tante so beleidigen, uribl noch dazu heute?" „Ja, wenn ich das selber wüßte," jammerte Hähnel. „Ist sie wirklich noch nicht fünfzig?" „Freilich ist sie's! Aber derlei sagt man doch nicht'. Sie wird dir das nie verzeihen." „Wenn nur du mir verzeihst," flüsterte Hähnel, feine Geliebte zu sich heranziehend, und nun folgte all' das! süße Geplauder, wie es nur ein verliebtes Paar zuwege! bringt. Nicht ein einziges Mal versagte Hahnels Zunge ihm hierbei selbst bei ben gewagtesten Beteuerungen bett Dienst, denn wenn auch kaum bie Hälfte ber Lobpreisungen! seiner Geliebten aus Wahrheit Anspruch machen konnten, so hielt er sie selber doch nach der Art verblendeter Liebst Haber bafür, und was man in gutem Glauben, sagt, ist keine Lüge, wie jedermann !veiß. Seine Seligkeit sollte, aber einen plötzlichen Stoß erfahren. (Schluß folgt.) Ein strähn wolle, ein Handspiegel und fünf Päckchen Zahnstocher. Eine Schnurre von H e r m a n n Wagne r. Othmar Lucke war Lehrer ber Literatur an ber höheren Töchterschule zu Zahua, hatte einen wunberschönen blonden Bollbart, fünfte und verträumte blaue Augen, eine melo-; bische, etwas schüchterne Stimme und noch keine Frau. Die Stelle der Frau nahm in seinem Haushalt die leider unverehelicht gebliebene ältere Schwester Othmars ein, Adelheid mit Namen, die nicht ganz so fünften Charakters war wie ihr Bruder, die Othmar aber nichtsdostoweniger aufrichtig liebte, und der zu Gefallen er, wje es hieß, auch unverheiratet geblieben war. Denn der Grundzug in dem Wesen Othmar Luckes war jene sanfte lammhafte Güte, die es nur schwer fertig bringt, jemandem etwas abzuschlagen. Adelheid bemutterte denn auch Othmar auf das ausgiebigste. Sie verwaltete fein Geld, bestimmte feine Ausgaben, regelte feinen Verkehr, betreute feine Gesundheit und hielt alles von ihm fern, das etwa sein Wohlbefinden hält« beeinträchtigen können. Nnd Othmar Lucke war feiner Schwester Adelheid für alles das vom Herzen dankbar, denn er fühlte, daß ein Lamm seiner Art in dieser bösen Welt, die dicht von Wölfen bt£ völkert war, ohne die sichere Führung durch einen Schäsex leicht zu Schaden kommen konnte. SBi e leicht — das möge folgendes Ereignis dartun. Welches sich am 28. September 1913 in den ersten Nach- mrttagsststunden in dem Städtchen Zahna zutrug. * . Dieser 28. September begann mit einem warmen, wolkenlosen und schulfreien Morgen, an dem es Adelheid riskieren zu können vermeinte, ihren Bruder Othmar zwecks einiger Einkäufe in die Stadt zu schicken. „Othmar," sagte sie, indem sie ihrem Bruder einen Hundertmarkschein überreichte, „es ist warm und sonnig draußen, und ein wenig Bewegung wird dir gut tun! Gehe also und kaufe folgendes für mich ein: beim Moll- und Weißwarenhändler Lademann einen Strahn grauer Strickwolle Nr. 2, in der Spiegelhandlung Saupe einen Handspiegel für 75 Pfennige und im Warenhans Schleuderer fünf Päckchen Zahnstocher. Verliere den Schein nicht und sieh zu, daß man dir richtig auf ihn herausgibt! Sei nicht zu lange! Knüpfe auf dem Wege keine Bekanntschaften an nnd lasse dich ans der Straße mit niemandem in ein Gespräch ein! Ziehe den leichten Ueberrock an nnd vergiß deinen Stock nicht! Vergiß auch nicht zu danken, wenn man dich grüßt!" Othmar lächelte ein wenig, steckte den Hundertmarkschein in die Tasche nnd sagte ergeben: „Ja, liebe Adelheid!" Dann zog er langsam den leichten Ueberrock an, nahm Hut und Stock und machte sich auf den Weg. * Der Woll- unb Weißwarenhändler Bruno Lademann machte, als Othmar mit höflich-bescheidenem Gruß in seinem Laden erschien, eine verbindliche Geste, lächelte bestrickend und fragte: „Was steht zu Diensten, Herr Professor?" „Ich bitte um einen Strahn grauer Strickwolle Nr. 2," lagte Othmar. „Sehr wohl." Äruiio Lademanii sorderte Othmar mit einer Hand- bewegimg auf, auf einem Stuhl am Ladentisch Platz zn nehmen, holte das Gewünschte herbei nnd packte es umständlich ein. Sein Mund blieb bei diesem Geschäft keinen einzigen Augenblick geschlossen. Er bemühte sich, Othmar zu unterhalten, indem er ihn nacheinander nach seinem Wohlbefinden, seiner Arbeit, seiner Schwester Adelheid und nach seinem Dachshund „Waldmann" ausfragte, und schloß nach feinen Ausführungen, als Othmar eben bezahlen wollte, mit der vlötzlichen unb überraschenden Frage: „Pardon — darf ich dem Herrn Professor als Gelegenheitskauf ein Dutzend erstklassiger Nachthemden empfehlen?" „Nachthemden —?" fragte Othmar mehr erschreckt als erstamit. „Jawohl! Bitte, überzeugen Sie sich selbst! Ist das keine erstklassige Ware? Garantiert echt! Unzerreißbar! Spottbillig! Fräulein Adelheid wird staunen! Ich darf sie doch einpacken? Natürlich — nicht wahr? Keinen Widerspruch, Herr Professor! Die Nachthemden müssen Sie kaufen! Eine solche Gelegenheit kommt niemals wieder! So, das Paket ist schon verschnürt. Mit der Rechnung eilt es nicht, Herr Professor! Durchaus nicht! Absolut nicht! Und nun vielen Dank, Herr Professor! Und beste Empfehlungen an Fräulein Adelheid! Die Strickwolle läge bei! Ergebenster Diener! Adieu! Beehren Sie mich wieder, Herr Professor! Vielen Dank!" — Ein umfangreiches Paket unterm Arm — so fand sich Othmar plötzlich wieder draußen auf der Gasse. Es war ihm ganz wirr in seinem Kopf. Wie, hatte er nicht einen Strahn grauer Strickwolle Nr. 2 kaufen sollen? Und war das, was er da im Paket trug, nicht ein Dutzend erstklassiger Nachthemden — garantiert echt unb unzerreißbar? Othmar seufzte beklommen auf. Er buchte an ben Handspiegel, ben er noch bes weiteren zu kaufen hatte. Und furchtsam unb zögernb setzte er seinen Weg fort. * In ber Spiegel- unb Bilderhandlnng Jakob Saupe würbe Othmar von ber Gattin bes Geschäftsinhabers, Frau Rosa Saupe, sehr süß empfangen unb mit großer Beharrlichkeit gleichfalls genötigt, auf einem Sessel Platz zu nehmen. Das lästige Paket nahm Fran Saupe Othmar persönlich ab unb stellte bann auch ihrerseits bie gleichen Fragen,- die Othmar erst vor wenigen Minuten bem Woll- unb Weiß- warenhänbler Labemann beantwortet hatte. Den verlangten Handspiegel zu 75 Pfennigen packte sie babei fürsorglich ein, verschnürte ihn unb überreichte ihn Othmar mit ihrem ge- totnnenbften Lächeln. Den Hundertmarkschein, ben Othmar ihr zur Zahlung präsentierte, wies sie bagegen mit einer ab- wehrenben Geste ihrer beiben Hänbe zurück. Sie rief babei aus: „Aber, Herr Professor — biefe Kleinigkeit eilt nicht! Gott bewahre! Ein Mann wie Sie, von Ihrem Ruf, Ihrem Ansehen — bas wäre noch schöner! Jawohl! Da machte ich mir keinen Augenblick Sorgen! Ueberhaupt war es schon längst mein Wunsch, gerabe Ihnen etwas anzubieten! Etwas, bas nur für Sie paßt! Etwas Auserlesenes, etwas Gediege- nes, etwas Künstlerisches! Sehen Sie her, Herr Professor! Sind biefe zwei Oelbrncke nicht herrlich? „Morgenrot" unb „Abeubfrieben"! Zwei Penbanis, die Sie über Ihrem Schreibtisch aufhängen müssen! Da liegt Poesie darin, nicht wahr? Unb welche Farben! Alle echt! llnb bie Rahmen schwer vergolbet! Unverwüstlich! Ihre Urenkel werden sie noch haben! Gefallen , sie Ihnen? Ja? Natürlich! Ich wußte es ja! Ihr Geschmack, Herr Professor — allerhand Achtung! Ich packe sie Ihnen auch sorgfältig ein! Der Preis? 40 Mark! Jawohl, für alle beide! Aber das eilt nicht! Nein, nein, die Rechnung geht Ihnen zu! Hier, Herr Professor! Sehen Sie, wie herrlich die Bilder verpackt sind? Und vergessen Sie auch Ihr zweites Paket nicht! Da! ■ O bitte, bie Türe öffne ich Ihnen schon! Einen schönen Gruß an Fräulein Abelheib, Herr Professor! Es war mir ein Vergnügen! Wien! Beehren Sie mich balb toieber!" Als Othmar toieber glücklich ans ber Gasse branßen staub, fiel ihm zunächst bas eine Paket aus ber Hanb. Als er sich bückte, um es aufzuheben, verlor er das zweite. Dieses Pech nahmen zwei Schulbuben, bie vorübergingen, zum Anlaß, in ein freches Gelächter auszubrechen. Othmar würbe vor Beschämung rot, hob beibe Pakete auf unb stopfte bas eine unter ben rechten, das andere unter, ben linken Arm. Dermaßen ausgerüstet, setzte er schwitzend seinen Weg fort. Denn er hatte ja noch fünf Päckchen Zahnstocher zu kaufen! * Im Warenhaus Schleuderer stürzten auf Othmar Bei seinem Eintritt ber Inhaber Isaac Schleuderer, der Lehrling Emil und, die erste Verkäuferin, Fräulein Paula, zu. Die ersteren befreiten Othmar von seinen Paketen, die letztere setzte eine kokette Miene auf und fragte: „Was darf es fein, Herr Professor?" Othmar errötete unter ben verführerischen Blicken unb stotterte: „Fünf Päckchen Zahnstocher, liebes Fräulein..." „Bitte sehr," lächelte Fräulein Paula unb trat an eins ber vielen Regale, um bas Gewünschte zu holen. In btefem Augenblick aber attackierten ber Inhaber Isaac Schlenberer unb ber Lehrling Emil ben Herrn Professor. „Sonst noch etwas gefällig?" fragte mit lanernber Frennblichkeit ber Chef. „ff. Emaillegeschirr gefällig," schnurrte ber Lehrling, „prima Wachstuch, echt japanische Reisetaschen, Liegestühle,' Hängematten, billige Panamahüte, gestickte Pantoffeln, Bettvorleger, seidene Lampenschirme, porzellanene Standuhren, Kohlenkästen, Füllfederhalter, Staubbesen, Gummimäntel, Briefpapier, Salatschüsseln, Gummischlänche--" „Still," sagte Fräulein Paula und schob mit einer energischen Arnibewegung den Lehrling beiseite, „biete dem Herrn Professor nicht Waren an, für die er kein Interesse hat! Der Herr Professor wünscht etwas ganz anderes! Der Herr Professor wünscht eine Badewanne!" „Eine prima verzinkte Sitzbadewanne, Marke „Juno","- bestätigte Fräulein Paula mit einem Feuerblick. „Oder haben Sic schon eine solche?" „Nein," sagte fassungslos Othmar. „Sehen Sie", triumphierte Fräulein Paula, „also müssen Sie eine kaufen! Emil — schnell, packen Sie eine ein! Denn ohne eine prima verzinkte Sitzbabewanne „Inno" können Sie nicht sein! Sie ist ber beste Arzt! Die Sitzbabewanne „Juno" schützt Sie vor allen Krankheiten! Nichts ist so gesunb wie ein Sitzbab — man kann es kalt, lau ober heiß nehmen, je nach Bebarf! Es hilft immer! Menschen, bie im Besitze einer Sitzbabewanne „Juno" sind, werden bekanntlich nie krank! Zuverlässige Atteste erster Autoritäten bezeugen das! Man kann ein Sitzbad gegen Migräne nehmen, gegen Bauchweh, gegen Hühneraugen unb gegen hohle Zähne! Es schabet nie! Ein Sitzbad ist zu allen Tages- 812 uitb Jahreszeiten angebracht — es reinigt, es regt an, eS schlägt nieder! Der Sihbadewanne „Juno" gehört die Zukunft! Hohe Herrschaften benützen sie, im guten Mittelstand ist sie cingeführt, und auch der kleine Mann mag sie nicht missen! Die Sitzbadewanne „Juno" ist allen anderen voran! Wir allein verkaufen allwöchentlich viele Dutzende davon! ß)cr Umsatz steigt von Jahr zu Jahr! Es gibt kein Haus, es gibt kein Heim, in dem nicht eine Sitzbadewanne, Marke „Juno", zu finden wäre! Alle Welt verlangt nach ihr! Ueberall, in Deutschland, Frankreich, England, Italien, in Afrika, in Asien, in Nord- und Südamerika ertönt der Ruf: die Sitzba---!" * Othmar kam halbtot heim. Er trug ein kleines, ein größeres und ein Riefenpaket. Adelheid, die in fein verstörtes Gesicht sah, schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Was bringst du da?" rief sie entsetzt aus. „Einen Strahn Wolle, einen Handspiegel und fünf Päckchen Zahnstocher," sagte Othmar gepreßt. „Othmar — bist du verrückt?" entsetzte sich Adelheid. „Vielleicht," gab Othmar resigniert zurück. „Auf alle Fälle: ich will ein Sitzbad nehmen!" Hessische HeimaLkunsi. Eingedenk der alten Erfahrungsweisheit, die in den Worten ausgesprochen ist: „Nord oder Süd, Ost oder West daheim ist doch das allerbest'", haben die Dichter aller Nationen von jeher das Heimatgefühl, die Heimatliebe, das Vaterland und das Vaterhaus in ihren Liedern besungen und verherrlicht. Und bei deni Heutigen Zug der Menschen in die Stadt, bei der Wanderlust und der Landflucht, iuo bei vielen Kindern ein wirkliches, wahrhaftes Heimatgcsühl überhaupt nicht mehr aufkommen kann, !veil die Eltern gar zu häufig ihren Wohnsitz verändern, ist es ein lobenswertes Bestreben vieler echten Volksfreundc, den Heimatsinn in der Bevölkerung wieder zu wecken, zu beleben und zu stärken. Wer die Geschichte seiner Heimat kennt und mit ihr vertraut ist, hat seine Heimat auch lieb, er hält sie hoch 'und wert und gibt ihr den Vorzug vor der Fremde. Darum haben fleißige Männer der Heirnatkuust sich der mühevollen Arbeit unterzogen, die Geschichte ihrer Heimat aus Archiven und alten Dokumenten zu studieren und die Sagen mrd lleberlieferungen zu sammeln und so ihren Mitmenschen, besonders der Jugend, ein treues Bild der Vergarigeu- heit ihrer Heinrat vor 9utgc.it zu stellen. Auf diese Art besitzen jetzt 'viele Dörfer ihre „C h r o n i k" und sind stolz darauf. Ter hessische Verein für Volkskunde will die Sitten und Gebräuche des Landes erklären und ihren Sinn erschließen, damit ‘V weiter erhalten bleiben. So sehen und hören wir manches, was seit der Großväter Zeit gewohnheitsmäßig geschieht und finden, daß alles einen tiefen, ernsten Sinn, eine hohe, edle Bedeutung hat. Tie V o l k s b i l d u n g s o e r e i n e, die durch Vorträge und Leihbibliotheken belehrend, aufklärend, anregend und unterhaltend wirken, veranstalten in Gemeinschaft mit Gesang- und Turn- dereinen V o l k s u u t e r h a l t u n g s a b e n d e, der Verband mittelrheinischer Bolksbildungsvereine bringt ein gutes Theater ins Dorf, die ländlichen Spar- und Darlehenskassen entfalten neben ihrer eigentlichen Wirksamkeit eine gute gemeinnützige Tätigkeit auf dem Gebiete der öffentlichen Wohlfahrtspflege. So geschieht eigentlich vieles zur Belebung des Heimatsinnes zur Stärkung der Heimatliebe, uni den Bewohnern auch den kleinsten Dorfes die Heintat lieb und inert zu machen, damit sie den Lockungen der Großstadt mit ihren Vergnügungen widerstehen und in der lieben Heimat sich ipohl fühlen möchten. rVicle, die die Unzufriedenheit mit der Heimat und der Wunsch, auf leichtere Art mehr Geld zu verdienen, zum Wegzug vom Torf in die Stadt veranlaßten, fanden bald, das; auch dort nicht alles Gold ist, was glänzt. Im kleinen Kreise findet der Mensch bei Arbeitsfreude, Fleiß und Sparsamkeit und bei nicht zu hoch gestellten Ansprüchen auf Genuß und Vergnügen immer viel eher die Zufriedenheit, als in dem vielbewegten Leben und Treiben der Großstadt, in dem Hasten und Jagen von Genuß zu Genuß, von Vergnügen zweifelhafter, gesundheitszerstörender Art zu immer neuen Vergnügungen. Und neben der Gesundheit ist ja doch nur einzig und allein die Zufriedenheit des Menschen höchstes Gut. In der Stadt bleibt der Einzelne immer fremd und ohne wahre Freude; daheim in feilten: Torf aber ist ihm jeder Nachbar ein hilfsbereiter Freund Und ein treuer Ratgeber. Im Dorf sind die Menschen noch natürlich und ungekünstelt, jeder csibt sich, wie er ist, und man weiß wie man mit ihm dran ist. Man kennt hier noch nicht die Kunst, nach der der Mensch die Sprache besitzt, um seine Gedanken zu verbergen. Darum ist der Landaufenthalt für viele Menschen so anziehend und so anheimelnd, und bei einem kürzeren oder längeren Aufenthalt auf dem Laude erkennt auch der Städter bald die Annehmlichkeiten des Landlebens und lernt Land und Leute schätzen und achten. Neuere Sch r ift stel l er und Dichter der bodenstLitt digen Heimatkunst suchen uns Land und Leute näher zu bringen, sie beschreiben bie Schönheiten unseres Hessenlandes und schildern uns das Volk in seinen Charaktereigentümlichkeiten, seinen Sitten und Gebräuchen, in seiner Lebensweise, seiner Gemütstiefe und seinen Gewohnheiten, bei der ernsten Arbeit des Lebens und beimj heiteren Scherz froher Stunden. Da ist es für Oberhessen vor allem A l f r e d B v ck in Gießen, der als guter Kenner der biederen Oberhessen uns in seinen Erzählungen, Romanen und Novellen Land und Leute näher zu bringen sucht. Für Rheinhessen ist es Heinrich B c ch t o ls h e im e r, der in seinem kulturgeschichtlichen Roman: „Zwischen Rhein und Donnersberg" die wechsel- vollen Schicksale der Dorfbewohner Rheinhessens in den schweren Kriegszeiten von 1808—1814 mit Liebe und Wärme schildert, sowie Karl Neurath, der uns in seinem Roman: „Das Dom- gut" das tragische Schicksal und den Niedergang einer alten rheinhessischen Familie in ergreifender Weise darstellt. Bei der Lektüre dieses vorzüglichen Buches erinnert mau sich, wie in seiner engeren Heimat oft in einigen Generationen manche Familien, die hoch angesehen und in führender Stelle waren, zurückgegangen und verfallen sind, andere aber durch Fleiß und Arbeitsamkeit sich emporgearbeitet haben. Die Dialektbichtungen aus der hessischen Pfalz: „Wie's klingt am Rhei'", und „Links am Rhei' is gut sei"' von Briegleb, die bei geselligen Unterhaltungen immer zur Heiterkeit beitragen, sind allbekannt, ebenso wie in Oberhessen die Gedichte Brieglebs: „Vivat dex Vogelsberg!" und die von Friedrich von Treis in Wetterauer Mundart, wie auch die der beiden Darmstädter Lehrer S ch a f f n i t und Schäfer. Für Starkenburg und besonders für den Odenwald sind in Hinsicht auf die bodenständige Heimatrunst von Bedeutung Georg Volk und Adam Karrillou, die in ihren Gedichten und Romanen uns den Odenwald und seine Bewohner schätzen, achten nnd lieben lehren. Mit ganz besonderem Geschick und mit gutem Erfolg hat sich Philipp B u x b a u m in Bensheim an diesem Werk des Kültur- schaffens beteiligt, und sich als ein anerkannter Meister echter Heimatküust bewährt. Er hat uns, seitdem er im Ruhestande lebt, eine ganze Reihe ausgezeichneter Romane, Bilder, Geschichten und Liederspiele aus dem Odenwälder Volksleben geschenkt, die allenthalben gern gelesen werden, weil der Verfasser aus genauer Kenntnis von Land nnd Leuten ein anschauliches, typisches Bild echte.n deutschen Volkslebens bietet. Sein neuestes Werk: Wegwarten, Treuherzige Geschichten aus dem Odcnwälder Bergland, das der rührige Verlag von Emil Roth in Gießen mit dem Bildnis des Verfassers geschmückt hat und das die Autobiographie Bux- baums enthält, ist wieder ein echtes Volksbuch in des Worteis edelster Bedeutung. Ganz besonders erfreut über Burbaums schriftstellerische Wirksamkeft sind seine ehemaligen Schüler, die vielen Lehrer Hessens, die er von 1876—1881 als Lehrer an der Prä- parandcnschule in Wöllstein nnd von 1881—1905 als Scmiuar- lehrer in Bensheim, als in fast 30 JahreSklasscn in mühevoller, segensreicher Arbeit auf ihren Beruf mit vorbereiteu half. Sein gesunder Humor und sein echter Mutterwitz, der auch aus feinen Werken spricht, machte ihn bei seinen Schülern beliebt und gefürchtet zugleich Wie ost hat er doch durch ein richtig angewandtes kurzes Sprichwort, durch eine passende Sentenz hier den Vorlanten zunt Derstummcn gebracht, dort den Zaghaften anfgemuntert und angefeuert, den Fleißigen und Strebsamen gelobt, den Trägen und Nachlässigen getadelt. Und wenn er nun nach zurückgelegtem 70. Lebensjahre in seiner Autobiographie von sich selbst sagt, daß er stets die Gewohnheit geübt habe, an allen Dingen nur die Hute Seite zu sehen, daß er jetzt in seinem von der Tagessorge losgelösten Alter es vergessen habe, daß er ein halbes Jahrhundert schwer „gekarrt" habe, so wünschen wir ihm weiter noch eine recht erfolgreiche Arbeit im Dienste echter, bodenständiger Heimatkunst, zu seiner eignen Befriedigung und zur Freude seiner Mitmenschen, besonders seiner vielen Freunde und Bekannten. Buxbaums Volksbücher aber mögen die weiteste Verbreitung finden, die sie in vollem Maße verdienen. Gr, Gitter-Ratkl. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben a a a a, c c, d d, eeeee.ee e e, g g, i i i i, 1 1 1, m m m m, n n n n n n, r, s s s s, t t, v v derart einzutragen, daß die feilt« rechten nnd wagereehten Reihen gleicblautend iolgendes ergeben: 1. Amerikanischen Staatsmann. 2. Sagenhafte Köniain. 3. Geschieht zum Wohle der Allgemeinheit. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Auch da? längne l'teb hat ein Ente. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scben Universitäts-Buch» und Stcindruckeret, R. Saitgfc Gieße»