- 'EM! Zwei Welten. Roman von Emma Werk. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) "Ich bin mit allem einverstanden, wie's mein seliger lü‘a9te sich eine zitternde, von Dränen verschleierter Stimme unter dem Crepeschleier her- --Er hat imr's in die Feder diktiert; es war sein freier er war noch bei klarem Verstand, toiemt er auch md}t selber hat schreiben können. Wenn ich bettelarm R?.111* nichts ändern an dem, was meinem armen Mols sein letzter Wunsch g'wesen ist. Aber für mich ist ausgiebig g'sorgt." ; 1 ßin S{c Brüder sprachen aber lebhaft auf die Mutter , "Er war doch nicht mehr recht beieinander." — „Freilich mcht, er hat gar nicht mehr g'wußt, was er redt!" i, /'Hbsd-ichrd, die ihm seine Wohltaten mit solchem Undank g lohnt hat." — „Sie ist ja selber von ihm fort- g laufen/ flüsterten sie eifrig. ^,Fch must die Herrschaften allerdings darauf auf- 'nerham machen, daß bei Ungültigkeitserklärung dieser Aufichrerbung, also bei Wegfall einer testamentarischen Verfügung des Verstorbenen, die gesetzlichen Erbrechtsbestim- mungen in Kraft treten. Danach wäre Hildegard Reichmann, Ustch dem Adoptivvertrag vom 6. Oktober 1886, der ihr die Rechte eines ehelichen Kindes verschaffte, wodurch sie auch den Namen Bernhobler empfing, die Erbin erster Ordnung." 1 ^>/Nein, das stimmt nicht!" ries Frau Walburga da- N'chen. „Die Lach' ist rückgängig g'macht worden. Die Adoption gilt ja nicht mehr." , «Die Lösung des durch Annahme an Kindesstatt begründeten Rechtsverhältnisses wäre allerdings möglich gewesen. Doch hätte dazu ein neuer Vertrag errichtet werden müssen, der von den beiden Ehegatten unterzeichnet worden wäre. Hiervon ist mir nichts bekannt. Frau Amalie Beruhobler, Sie haben keinen solchen Vertrag unterzeichnet Mcht wahr?" „Nein, es war wohl einmal die Red' davon. Aber rn der ersten Wut hat mein guter Adolf es nicht getan, und spater, da war er dann krank und —" „Das war so seine Gewohnheit, daß er alles auf die lange Bank g'schoben hat," unterbrach die alte Frau sie ungeduldig. v i "J