Donnerstag, den 27. November KnI AM LZMW !&=ra&Äl pv;;> .L, üttösyui I : . ßaurrnblut. ßwman von Gerhart v. Amhntor (Dagobert v. Gerhardt). (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Die Unterhaltung zwischen Teil und Völker konnte nur in Absätzen stattfinden, denn sobald eine der Kammersängerinnen ihren programmäßigen Vortrag zum Flügel begann, mußten die beiden Herren jedesmal verstummen und andächtig dem Gesang lauschen. Als die Konzertpause eingetreten war, sagte der Maler: „Sie sind so still geworden, Herr Staatsanwalt; Sie haben mir doch vorhin meine Offenheit nicht übel genommen? Es ist mein alter Fehler, daß ich aus meinem Herzen keine Mördergrube machen kann." Trübe lächelnd versetzte Teil: „Sie sind, wie immer, mein bester Professor, maßlos grob gegen mich gewesen, und ich weiß, daß Sie niemand zu nahe treten wollen — darum, wir bleiben die Alten." Er drückte ihm versöhnlich die Hand. Dann benutzte er die Freil)eit, die ihm die Pause gewährte, um seinen Posten zu verlassen. Als Tell bei Herrn von Tollen vorüber wollte, wurde er vou diesem festgehalten: „Halt, halt, Herr Staatsanwalt! Empfangen Sie erst noch meinen Glückwunsch! Sie haben ja einen famosen Fang gemacht! Und auf welch geniale Weise! Die Abendblätter sind ganz voll von Ihrem Preise!" Tell suchte das ihm gespendete Lob bescheiden abzulehnen; um seine Kehle lag aber eine Schlinge, die sich, je öfter man von der unseligen Einbruchsgeschichte sprach, um so fester zusammenzog. Da teilte sich die Menschenmauer, die die Umfassung der freien Saalmitte bildete, und der hohe Herr des Hauses schritt durch die Lücke gerade auf den Staatsanwalt zu, der in diesem Augenblick von nicht wenigen beneidet wurde, die bisher vergeblich auf die Auszeichnung einer solchen Ansprache gelauert hatten. Der Kronprinz erhob den Zeigefinger seiner Rechten, spitzte die Lippen, zog die Brauen leicht zusammen und schaute Tell eine Zeitlang scherzhaft drohend an, als wollte er sagen: „Wehe dir, wenn du nichts herausgebracht hast!" Dann fragte er vertraulich: „Nun, haben Sie die Bösewichter?" „Wenigstens einen, Kaiserliche Hoheit." „Bravo! Erzählen Sie, wie es zugegangen." „Ich hatte am Tatorte einenKnopf gefunden, Kaiserliche Hoheit, und durch einen sonderbaren Zufall hat ein Bekannter von mir den zu diesem Knopf passenden Ucberzieher auf einem Straßenbahnwagen entdeckt. In dem Ucberzieher steckte ein Mann, der wahrscheinlich identisch ist mit einem schon vielfach wegen anderer Verbrechen gesuchten Uebeltäter; der Mann war eben erst unter dein Namen Karl Ritter aus Neuyork in einem hiesigen Gasthofe abgestiegen. Bei seiner Verhaftung fand man bei ihm mehrere Pakete Einhundert- Nrarknoten der Deutschen Reichsbank, jedes Paket zu zehntausend Mark; über den ehrlichen Erwerb dieses Geldes konnte er sich bisher nicht ausweisen. Nun bestand aber das dem Herrn Brank geraubte Geld zum größten Teil aus ganz ähnlichen Paketen, und ich habe die Hoffnung, daß der Goldschmied Wilhelm Lampert, der dieses Geld erst kurz vor dem Einbrüche dem Herrn von Brank als Kaufschilling ausgezahlt hat, die Pakete vielleicht noch wiedererkennen wird, denn er hat geäußert, daß er kleine Kennzeichen an den die Pakets zusammenhaltenden Papierstreifen gemacht habe." „Da ist ja Hoffnung vorhanden", sagte der Kronprinz erfreut, „daß der gute Brank sein Geld wieder bekommt?" „Einen Teil desselben wird er, wenn meine Annahme zutreffen sollte, ohne Zweifel zurückerhalten können." „Wieviel haben Sie denn mit Beschlag belegt?" „Vierzigtausend Mark, Kaiserliche Hoheit." „Wo mag nur der Rest geblieben sein? Er beträgt noch über dreißigtausend Mark. Ob sie den Helfershelfern ausgezahlt wurden? Haben Sie von diesen gar keine Spur?" Tell fühlte bei dieser Frage, wie ihm alles Blut nach dem Gesicht drängte; er antwortete ausweichend: „Ich hoffte, durch die Aussagen des Verhafteten auf die Spur zu kommen. Aber er leugnet hartnäckig und kann, solange er dies tut, natürlich noch keine Helfer angeben." „Was braucht er denn für Ausflüchte?" „Er versucht, wie jeder in seiner Lage, ein Alibi zu beweisen. Er behauptet, am Tage des Einbruchs noch in Loudon gewesen zu sein; sein dortiger Freund, Fritz Brent, werde dies eidlich bestätigen können; erst vierundzwanzig Stunden nach dem Einbruch will er in Berlin angekommen sein." „Nun, widerlegt das nicht Ihre Annahme?" „In keiner Weise, Kaiserliche Hoheit. Derartige Subjekte sind um Alibibeweise nie verlegen. Dieser Londoner Freund ist vielleicht ein Helfershelfer, dem es auf einen falschen Eid mehr oder weniger nicht ankommen wird; vielleicht ist er nur zu dem bestimmten Zweck nach London gesandt worden, um einen Alibibeweis möglich zu machen." Der Kronprinz nickt zustimmend. „Das ist allerdings nicht unwahrscheinlich. Glauben Sie, daß nur zwei Personen bei dem Einbruch beteiligt waren?" „Nein, Kaiserliche Hoheit, ich nehme an, daß es drei gewesen sind." „Warum?" „Der Fußspuren wegen. Zwei haben den eigentlichen Einbruch besorgt und ein Dritter hat Wache gestanden." „Wenn es zutrifft, daß der Londoner Freund des Verhafteten der zweite Spitzbube war, bliebe also immer noch der dritte zu ermitteln — haben Sie gar keine Vermutung?" Dem Gefragten wurde abwechselnd eiskalt und siedeheiß. Aber er wollte und konnte den Kronprinzen nicht geradezu belügen und sagte daher: „Eine Vermutung wohl. Kaiserliche Hoheit, ich möchte ihr aber nicht eher Ausdruck geben, 742 als bis sie sich zu größerer Wahrscheinlichkeit verdachtet hat: es ist so unverzeihlich, einen Unschuldigen zu verdächtigen. Der Kronprinz gratulierte dem Staatsanwalt zu seiner Umsicht und wandte sich dann den in der Nähe des Flügels harrenden Künstlern zu. , Die Unterhaltung mit Tell hatte mehr Zeit in Anspruch genommen, als der Kronprinz sonst bei derartigen Anlagen einem einzelnen spenden konnte. Gehört hatte kein Dritter etwas von den ausgetauschten Worten. Um so lebhafter war nun aber das Interesse der Geladenen an Tell erregt worden. Wer war denn dieser in der Gesellschaft ganz unbekannte Mann, und was mochte der Kronprinz so lange mit ihm verhandelt haben? z . Ein einfacher Staatsanwalt bürgerlicher Herkunft, der von dem Erben der Krone hierher befohlen und durch so lange Ansprache geehrt worden war, mußte jedenfalls eine Zukunft haben; er würde dereinst vielleicht Minister und ein mächtiger Mann werden; ja, er hatte vielleicht jetzt schon geheimen Einfluß; es war jedenfalls weise, sich mit ihm rechtzeitig bekannt zu machen. Und so drängten sich denn Heute an ihn heran und ließen sich ihm vorstellen, die ihn ohne diese Auszeichnung durch den hohen Gastgeber wahrscheinlich hartnäckig übersehen hätten. , z t In der Mitte des Saales, stand tn einer plaudernden Damengruppe ein junges Mädchen, das an der Unterhaltung nur geringen Anteil nahm; in seinem Herzen regte sich die lebhafteste Genugtuung, daß Tell vom Kronprinzen so ausgezeichnet worden war. Das wird ihn wieder mit der Welt versöhnen, dachte sie freudig bewegt, der er sich doch ohne allen Grund immer feindlicher entfremdet; wenn er jetzt, zu mir käme, ich möchte ihm so gern von Herzen Glück wünschen! Aber der sehnlich Erwartete kam ilicht. Er hatte gesehen, wie Ellen die Huldigungen Randensteins geduldet und er war zu stolz, sich da einzudrängen, wo, wie er in seiner Verbitterung wähnte, ein anderer der Willkommenere war. So kehrte er auf seinen alten Standort zurück, hörte dort auch den zweiten und letzten Teil des Konzerts an, und fand sich erst im Marmorsaale des ersten Stockwerks, zu dem man emporgestiegen war, um sich an einem reich besetzten Büfett zu erfrischen, ganz plötzlich und unausweichlich dem bisher so geflissentlich von ihm gemiedenen Fräulein von Brank gegenüber. Ellen redete ihn zuerst an, damit er ihr im Durcheinander der an die Herrlichkeiten des Büfetts drängenden Herren und Damen nicht wieder entführt würde ...... „Guten Abend, Herr Staatsanwalt, endlich bekommt man Sie auch einmal zu sehen!" Er verbeugte sich steif und förmlich und erwiderte den freundlichen Gruß des Mädchens in auffallend zurückhaltender Weise. Was hat er nur wieder? dachte Ellen, enttäuscht zu ihm aufblickend; sollte ihn die Unterredung mit dem Kronprinzen so wenig befriedigt haben? Laut fragte sie: „Warum so ernste Falten auf der Stirn? Ich hatte ein frohes Gesicht von Ihnen erwartet, da Ihnen der Kronprinz so viel gnädige Aufmerksamkeit erwieserl hat." Tell zuckte mit den Achseln und gab sich den Anfchein, als ob er gar nicht verstände, was ihm besonderes begegnet sein sollte. „Ja so!" rief er, wie sich plötzlich erinnernd, „allerdings! Seine Kaiserliche Hoheit waren sehr gnädig gegen Niich; ich wundere mich nur, daß Sie, mein gnädiges Fräulein, das bemerkt haben." „Warum sollte ich das nicht bemerkt haben?" „Sie waren so beschäftigt — so vertieft in Ihrer Unterhaltung mit Herrn von Raiidenstein." Er brach ab. Sie verstand ihn nicht. Worauf zielte er eigentlich hin? Daß er auf Herrn von Randenstein eifersüchtig sein könnte, daran dachte sie nicht im Traume. Was verdarb ihm denn die Laune? Vielleicht der Umstand, daß er mit seinen amtlichen Nachforschungen noch immer kein erschöpfendes Ergebnis erreicht hatte? Das mochte es sein! gewiß, das war es! „Herr Staatsanwalt," hob sie unvermittelt an, und sie reckte ihr zierliches Persönchen soweit sie konnte in die Höhe, um ihre frischen Lippen seinem Ohr möglichst nahe zu bringen, „ich habe Ihnen eine Mitteilung zu machen." — „Ah, ich weiß schon," unterbrach sie der Ahnungslose in boshaftem Spott, da er ihre noch leeren Hände bemerkt'hatte, ^Jhr Kavalier läßt Sie Not leiden, was befehlen Sie, das ich Ihnen vom .Büfett bringen soll." „Sie verstehen mich falsch, Herr Staatsanwalt; es iH eine ernste, hochwichtige Mitteilung in der Augelegenheitz! deren Erforschung Sie betreiben." Er stutzte und sah sie erschrocken, fast feindselig am Schon wieder diese unselige Sache! „Was ist es? Reden Sie!" stieß er gefoltert hervor. „In jener Nacht," flüsterte sie ganz leise, nachdem sie sich scheu umgeblickt hatte, ob auch kein unberufen eu Lauscher in der Nähe wäre, „da bei uns eingebrochen wurde, habe ich zum Fenster meiner Schlafstube hinausgesehen und im Scheine eines Blitzes den Maurermeister Dechuer erkannt; er stand unten vor dem Schlosse und setzte, wie er mich gewahr wurde, schnell seinen Hut auf, den ihm! der Sturm vom Kopfe geweht haben mochte." Tell stöhnte halb unterdrückt, wie ein Gladiator, dep auf dem Sande der Arena eine tödliche Wunde empfängt. „Ist das denkbar? Haben Sie denn auch recht gesehen?" „Ganz gewiß! Ich schwöre Ihnen, daß ich mich mcht getäuscht habe!" erklärte Ellen voller Eifer, wenn sw auch mit Schrecken die Wirkung gewahr wurde, die ihre Mitteilung auf ihn machte. „Ich danke Ihnen," kam es heiser und halb erstickt aus Teils Kehle, „ich werde morgen früh ungesäumt meine Maßregeln treffen." Er zwang sich gewaltsam zu einem getvissen Gleichmut und richtete sich stolz zu seiner vollen Höhe auf. „Sie sehen in mir den rücksichtslosesten Vertreter der Gerechtigkeit; um ihr zu dienen, werde ich gegen mein eigenes Blut ivüten und des Stiefbruders mcht schonen. Freilich werden Sie von jemand, der so anrüchige Beziehungen hat, wohl kaum noch die Dienste eines Kavaliers annehmen wollen." „Aber ich bitte Sie, Herr Staatsanwalt," unterbrach sie ihn lebhaft und vorwurfsvoll. Es kränkte sie, daß ep so reden konnte. — Und fort war er und sie schaute ihm bestürzt nacb. Die Tränen waren ihr ins Auge gestiegen und sie, hatte Mühe, zu verhüten, daß ihr das salzige Skaß über die Wangen floß. Tell wankte indessen durch das Gewühl der ain Bufett mit Messer und Gabel klappernden Gesellschaft. Wie ein Schlafwandelnder ging er immer weiter und geriet in eine muntere Gruppe gold- und silberglänzender Gardeoffiziere, die an einem Ende der Täfel sich von den Lcv- täten die Gläser füllen ließen. „Ah! der Herr Staatsanwalt!" sagte eine gemütcrchs Stimme. „Zum Teufel! Sie werden mich doch nicht schneiden wollen? Kommen Sie, mir wollen einmal ganz leis« anstoßen und unsere Freiheit leben lassen!" Es war der Rittmeister von Tollen, der den finster Blickenden also anredete. Er hatte zwei Sektgläser füllen lassen und drückte eines derselben dem Staatsanwalt in die Hand, ließ das feinige mit dem des anderen zusammen- klmgen und sagte, auf seine jüngeren Kameraden deutend, die sich eilfertig zwischen dem Bicfett und den zu bedienenden Damen hin- und herbewegten: „Danken wir Gott, daß wir es diesen nicht gleich zu tun haben! Es lebe das Hagestolzentum!" Tell trank gezwungen Bescheid und versuchte seinen Gesichtszügen einen Ausdruck des Lächelns zu geben; bann verneigte er sich fhtntnt gegen den Ulanenrittmeister und setzte seine einsame Wanderung fort. „Der scheint heute ungenießbar!" dachte Tollen; „wahrscheinlich memoriert er eine Anklagerede — trauriges Gewerbe! — Nun, es muß auch solche Käuze geben." Tell wandte sich weiter. Ganz zufällig streifte sein nach oben schweifender Blick den kleinen Balkon, der an der westlichen Wand des Saales hervorragt, um gelegentlich Fanfaren blasenden Trompetern zum Aufenthaltsort zu dienen. Heute war kein Musiker dort oben sichtbar; aber ein paar männliche und weibliche Gestalten waren zu erkennen, die über das vergoldete Geländer neugierig in den Saal hinunterlugten. War wirklich das bartlose frische Gesicht von Friedrich Just darunter? Wahrhaftig, er war es! Wie kam er dort hinauf? Was wollte er hier im Neuen Palais? Wer hatte ihm Eingang verschafft? Der Nachbar Justs, den Tell jetzt auch erkannte, hätte ihm diese Frage beantworten können. Neben Just stand nämlich Adolf Dechner, der Instrumentenmacher, und wiederum neben diesem war das feiste Antlitz der genußsüchtigen Frau Mieseke, der Hoffouriers- Witwe, sichtbar. (Fortsetzung folgt.) , 748 Aber Abends, tote schon die 58tinnen tiefer und wärmer leuchteten als am grellen Tag, stand ich auf dem Posillipo vor dem Palazzo Grimini. lieber den seinen Kies der Wege schritt, begleitet von Sie mar blond. Von jenem köstlich loarmcn, goldschimmernden Blond des Südens, an dem nichts Gretchenhastes ist. Sie hatte blaue Augen. Aber auch die waren nicht deutsch. Wenn sie tanzte, dann standen diese Augen so in Glut, daß man keine Farbe mehr erkennen konnte, dann waren sie brennende Fackeln. Wenn sie ruhig zum Tisch kam, um die Saldi einzusammeln, und mit geschlossenen Augen tief atmete, daß die feinen Nasenflügel bebten, dann waren die Augen kühl und blau wie Stahl. Wie ein goldener^ Feuerbrand fiel eine blonde Locke in ihre weiße Stirn.' Sie sei aus Neapel, sagte der deutsche Wirt, und aus sehr Sie sei aus Neapel, sagte der deutsche Wirt, und aus sehr feiner Familie. Mehr wußte er nicht oder wollte er nicht sagen. Sie war sehr stolz und erwiderte keinen noch so heißen Blick. Als ich wieder einmal auf Capri war, stieg ich gleich zur Osteria unterhalb der Villa des Tiberio hinauf. Eine magere schläfrige Capreserin von dreißig Jahren mit dünnen Beinen und dünnen Armen tanzte eine matte Tarantella. Oder schien mir das alles nur so? Denn die ich suchte, war nicht da. Aber der deutsche Wirt war noch da. Er entsann sich genau der schönen Neapolitanerin und lächelte listig, als ich von ihr sprach. Ja, das war ein Weib! Die hatte ihm ein schönes Stück Geld eingetragen. Jeder Fremde hatte sie sehen wollen. Und sie selber hatte sich int Feuer ihrer Beine ünd Augen eine hübsche Summe geschmiedet und mit nach Neapel genommen. Ich mußte drei Flaschen vom teuersten und hitzigsten Capri- to-ein trinken, ehe der Wirt sich aiischickte, mir die Geschichte dieser Tänzerin, dieser wundervollen Gottesgnade, zu erzählen. Nur einem jungen Neapolitaner, der trüge in einer Ecke saß, griff sie liebkosend ins schwarze Saar, wenn sie an ihm vorüberkam. Wir haßten ihn alle, den Burschen, der gleichmütig seinen Wein trank und eitel lächelte, wenn sie zu ihnt kam. mini erhitzte, das mußte den Fremden von Capri die Soldi inj der Tasche locker machen. So tanzte sie für sich und Pietro. Tanzte drei Sommer lang. Bis Pietro sagte, nun sei es genug, um eine kleine Osteria in Neapel aufmachen zu können. Eine Osteria in Neapel? Ja, in der Via Sistina, ganz nahe beim Corso Umberto, eine kleine Osteria, wo man einen halben Liter vino rosso oder vino bianco für fünf Saldi bekommen könne. Und es ser kein schlechter Wein. Und sie ist glücklich mit Pietro Peroni? Das sei gut möglich. Denn sie liebten sich beide sehr. , Ach, s o fein war die Sehnsucht der Fürstin Franzesca Gri- mtnt nicht. Sie hatte sich unsinnig in der schlanken Pietro Perom ver- lrebt, der ihr Kammerdiener war, ein junges, energisches Gesicht hatte, frische Lippen, die so rot waren wie die Korallen in den Felsenriffen von Capri, heiße Augen und krauses schwarzes Haar, das man durch die feinen weißen Finger ziehen und jählings, löstftch zu sehen, wieder zu glänzenden Locken zusammenrollen lassen konnte. Eine schöne, blonde Frau mit stahlblauen Augen brachte mir den Wein. Das Haar war in Zöpfen sauber geordnet. Der Feuerbrand der blonden Locke fiel nicht mehr in die stolze, weiße Stirn. Sie trug ein enges, verwaschen blaues, hochgeschlossenes Kleid. Darunter atmete noch immer der biegsame, schlanke Körper, und wenn sie schritt, war es ein verhaltener Tanz. „Ich habe Sie auf Capri Tarantella tanzen sehen," sagte ich leise. Sie nickte und lächelte kühl. Einen Augenblick blieb sie am Tisch stehen. Ihre Augen glitten über mich weg. Schaute sie durchs .Fenster in die trostlose Dunkelheit der Gasse? Träumte sie in einen hohen kristallenen Spiegel hinein, der ,in prunkendem Goldrahmen aus einem breiten Marmorsims herauskam? Sah sie zwischen den Palmen des Parkes Griminr bas blaue Meer und das jubelnde Licht der Sonne? Ich legte Geld hin. „Grazie, Signore!" Weich und dunkel klang die Stimme. Wie geschaffen für hohe marmorne Hallen und stille, vornehme Bondirs, wo durch halbgcfchlossene Jalousien die Sonneiibänder kommen und auf seidenen Kissen und kristallnem Gerät spielerisch tanzen — — Sie nahm das Geld und ging in den Schatten einer Ecke, wo auf einem Haufen Klter Kleider ein kleines Kind schlief. Draußen, wm Seil, schwankten im leisen Wind die kostbaren, geflickten venetianifchen Spitzen und die blaue, verwaschene Seide. Ten Pietro Peroni habe ich nicht gesehen Aber ich denke mir, er ist ein Mann, der seinen kostbaren Schatz besser zu hüten weiß, als der Fürst Roberto Grimini. Ich oent'e mir, er hat wilde Blitze in den Augen und in der Tasche einen locker sitzenden Dolch. Geld müßte sie ihm schassen? Wovon sollten sie leben? Pietro Peroni war immer etwas faul gewesen. Und zwei 'Leute satt machen, oder gar drei, nein, das konnte er nicht. Da schickte er sie nach Capri. O, er hatte oft genug gesehen, wie die Fürstin Franzesca Grimini im hohen Lichtsaal des Palazzo, weiß überslammt vom elektrischen Licht, vor ihren Gästen Tarantella tanzte, wie sie alle hingeriffen waren von der wir- belnden Glut und der schwingenden Schönheit ihres Köüpqrs. Er hatte gesehen, wie selbst der Staatssekretär sich über ttyre blaffe Hand gebeugt und ihr zugeflüstert hatte, dies sei die reichste Stunde seines Lebens. Was die hohen Gäste des Palazzo Gri- Tags darauf suchte ich in Neapel die Via Sisfina. Es war eine ganz enge Gasse in der alten Stadt. Es roch! nach verbranntem Oel und faulenden Früchten. Große Rudel halbnackter schmutziger Kinder lärmten. Von einer Seite der Gasse zur anderen, von Haus zrl Haus, zogen sich Stricke; überall elende, trockene Wäsche. Da war ein Seil, daran hing ein verschlissener, blauseidener Frisiermantel und ein Unterrock, der war besetzt mit sauber geflickten, kostbaren venetianischcn Spitzen. Gehörten' diese verblaßten Herrlichkeiten der Fürstin Franzesca Grimini? Ich las ein Schild: „Pietro Pironi — Osteria con alloggio e forntaggio." Tarantella. Bon Kurt K ü ch l e r. . In einer kleinen Osteria auf Gapri, unterhalb der armseligen Steinhaufen, die der Caprese die Villa dl Tiberio nennt, kann man sich für zehn Saldi die Tarantella vortailzen lassen. .Der' raffinierte Genießer und europäische Nervenmensch macht es so: er läßt sich zuerst den Salto di Tiberio zeigen, von wo aus der großartige kaiserliche Wüterich seine Opfer dreihundert steue Meter hinab ins tiefblau spielende Meer gestürzt haben soll. Dann dämpft er die schöne, schaurige Aufregung, unter der dre Saut des Rückens angenehm vibriert, durch ein paar Glas vonr köstlichen Eno rossa di Capri und badet schließlich feine Nerven in den schönen wilden Wellen einer feurig getanzten Tarantella. Das Blut des Lebens kocht. Die schönen Neapolitanerinnen, flammend in der Buntheit ihrer Tracht, versenden die heißesten Blitze ihrer Augen. Unter der weißen, flachen Kappe knistert und schimmert das schwarze Haar. Das Tamburin rasselt. Bon runden hellbraunen Armen fallen die weiten, weißen Aermel bis zur Schulter und um die wild bewegten, schönen Beine flattert und schlägt der rote Rock — Teufel, das ist ein Erlebnis! Die grausamen Erinnerungen an den blutlüsteruen, menschenverachtenden, großen Kaiser Tcherins verbrennen vor der Glut der Tarantella. „Well, latofulltj nice!" sagt Miß Clutierham. Und in der ,These feiner erlebnisdürstenden Seele vollkommen befriedigt, zahlt der Deutsche seine zehn' Soldi — ohne zu handeln. Sie war nichts weniger als die Gattin des Fürsten Roberto Grimini in Neapel, Franzesca Grimini. . . Und tanzte in Capri unter den Ruinen des marmornen; Märchenschlosfes des großen Kaisers Tiberius? Und nahm mit spöttischem Lächeln, Uhlen Augen und stolz erhobener Stirn, auf der die goldene Locke brannte, auch die kleinste Münze entgegen? Und griff dem jungen, eitlen Neapolitaner spielend ünd schmeichelnd ins schtvarze Haar. Ja, da war sie schon längst nicht mehr hie Gattin des Fürsten Roberto Grimini. Da war sie eine schöne geflüchtete Frau, für die große Gesellschaft in Neapel und Rom nur noch eine pikante Erinnerung, über die man nachsichtig lächelte. Da war sie nur noch eine Abtrünnige, die nicht mehr über die weißen Marmorstufen des stolzen Palazzo Grimini auf dem Posfllipo gehen durfte, nicht mehr unter den Palmen des Parks über den Bauen Golf hin träumen und ihre feine Sehnsucht nicht mehr in die süße Ferne wehen lassen konnte . . . Manchmal sind die kleinen Mädchen ans Neapel, die oben auf Capri, hoch über den dunkelgrünen Gärten voll leuchtender Goldorangen, Tarantella tanzen, sehr, sehr hübsch. Manchmal aber auch nicht. Immer aber sind sie rassig, beweglich und feurig. Und im wilden ^/z-Takt des Tanzes, im fliegenden blau- rot-weißeii Farbenspiel ihrer Kleider, sind sie alle schön und heiß. Wer hat die herrliche Franzesca tanzen sehen? O, war das ein Weib, war das eine Tarantella! Eine Tarantella, die nichts weniger war, als _ eine völlige Hingabe des ganz in Schönheit und Bewegung aufgelösten Körpers an den ewigen Rythmus . ... Sie stanzte mit nackten Beinen und es kümmerte sie nicht, wenn ihr int Taumel der Bewegung das weiße Hemd von der runden, matt schimmernden Schulter glitt und bis unter die zarte, mädchenhafte Brust fiel. Und 'Pietro Peroni war nicht dumm. Er nahm Geschenke und Liebe, wo sie ihm geboten wurden. Bis der Skandal kam und Franzesca Grimini nichts mehr hatte al§, den schlanken Pietro Peroni, ein wenig Geschmeide, das nachsichtige Lächeln der großen Gesellschaft und die ©rinne» lang an einen sehr liebenswürdigen, aber etwas alten ünd matten Fürsten und an leuchtende Sonnentage in der traumhaften Stille des Parkes auf dem Posillipo . . . Aber, die Frauen sind merkwürdige Geschöpfe, der schlanke Pietro Peroni war ihr mehr wert, ja 18 diese Erinnerungen. Sie ließ nicht von ihm ab. Und Pietro war treu und anständig genug, sie zu behalten. Geld müßte sie ihm schaffen? Wovon sollten sie leben? 744 einer wundervollen dänischen Dogge, ein alter Herr. Sein Gesicht war in Schatten. Ich sah nur einen langen silbernen Bart. Er stand Plötzlich still und schaute über das Meer. Ich folgte seinem Blick. Da lag weit, weit im blauem Golf, litte ein Rubin int roten Licht der Sonne, die Insel -Capri, wo Neapolitanerinnen, schöne und sehr schöne, für zehn Saldi Tarantella tanzen ... 1 Der alte Herr stand, bis ein junger, vornehm gekleideter Mann zu ihm kam und ihn begrüßte. Sie gingen langsam zum Palazzo und schritten langsam nebeneinander die breite Marmortreppe hinauf. Die dänische Dogge folgte. Zwei Diener in reicher Livree öffneten das schwere, kunstvoll geschmiedete Portal. Es sah alles sehr, sehr feierlich und vornehm aus. granzesca Grimini — warum mußte es Pietro Peroni sein? o viele schöne, junge und vornehme Edelleute gingen im Palazzo Grimini ein und aus. Kurios sind die Frauen . . . Die nordische Katur. Aus Ionas LieS Erzählung »Ter Hellseher". Nordland besitzt alle Nalurverhnltnisse in einem intensiven Grade und in ganz eigentümlichen großartigen Gegensätzen. Es hat eine endlose steingraue Einöde, tute in der Urzeit, bevor die Menschen sich anbauten, aber inmitten derselben auch id te endlosen Natnrreichtnmer; es hat eine Sonne und eine Sommer- Herrlichkeit, deren Tag nicht bloß 12 Stunden zählt, sondern Tag und Nacht ununterbrochen 3 Monate währt, und während welcher man an manchen Orten mit einer Maske gegen die Mückenschwärme versehen sein muß; aber als Gegensatz dazu wieder eitte Rächt mit Finsternis und Schrecken, welche 9 Monate dauert. Es herrschen dort Riesenverhältnisse, aber ohne die kleineren Uebergänge zivischen allen Extremen, aus welchen das ruhige Leben hier im Süden aus- gebaut ist. Ein Nordländer kommt sich daher im Süden aitsangs leicht wie ein Gulliver vor, der nach Liliput geraten ist. Wenn man von Wogen und Wetter spricht, so meint man hier ein bißchen Sturm und Wellenschlag int Chrtstianiasjord, der höchstens einen unbedeutenden Schaden im Haien anzurichten vermag, und man betrachtet es als ettvas außerordentlich Erschütterndes, wenn ein linkischer Fischer scheitert. Vor meinem Geiste steht da etwas ganz anderes: plötzliches Sturmwetter, das vom Felsen hermtteriährt und die Häuser umweht, vom Eismeer sich herunter- tvälzende Wogen, welche die hohen Schären und dolme tu Schaum begraben und eine Sturzwelle von vielen Faden Tieie bilden, so daß das Schiff mit einem Maie aus den Grund stoßen und mitten im Meere zerschellen kann; Scharen mutiger Männer, die int Sturm Hittaussegelti und um ihr Leben käntpsen, ja nicht bloß um ihr eigenes, sondern auch mit einer mühsam erkämpften Last für das Leben derer, die daheim ihrer harren, und die nichtsdestoweniger mitten in der Todesgefahr einem schiffbrüchigen Kameraden die Hand zu reichen suchen; ich denke an den Untergang unzähliger Boote und Fahrzeuge an Winterabenden mitten im rasenden Sturm und anf berghohen Wogen — ja, e§ wäre wohl der Mühe wert, sie zu sehen (gewöhnlich drei bbitereinanber und die letzte Woge die schlimmste), wie sie mit Schaumkämmen höher als ein Zollhausdach sich heratttvälzeu und vielleicht mit einer Jacht anf der Spitze in den schmalen, friedlichen Hasen Christianias hereinbrausen, die Schiffe mit sich hinaus in die Stadt schleudernd und geiolgt von entsprechenden schweren Sturmstößen, so daß die Dächer abgehoben würben. Aber lastet die Allgewalt der Natur als eine drückende Last auf dem Leben an dieser winterlichen, finsteren, meernmbranften Grenzküste, wo es neun Monate lang dämmert und während dreier derselben sogar die Sonne fehlt, so daß das Gemüt sich vor der Finsternis fürchten lernt — so besitzt Nordland auch in geradem Gegensatz zu diesem Extrem seine sonnenwarme, klare, luftheile, bnfter<ü!ite, mit der reichsten Farbenpracht leuchtende Sommer- natur, in welcher Entfernungen von zehn bis zwölf Meilen über dem Wasserspiegel sich einander bis auf Hörweite nähern, in welcher die Berge bis hinaus an die Spitzen sich mit braungrünem Grase kleiden — in Losoteu sogar bis 2000 Fuß Höhe - in welcher die mit Birken beivachsenen Berge oben an den Abhängen und in den Schluchten wie ein Kranz weißgekleideter, sechzehnjähriger Mädchen erscheinen, während das Aroma von Erd- und Brombeeren, die dort wachsen, die Lust durchduften wie an keinem anderen Ort, wenn du der Wärme wegen in Hemdsärmeln vorübergehst und der Tag heiß ist, so daß du dich nach einem Bade in dem sonnenbeleuchteten, plätschernden, bis aus den Grund wunderbar klaren See sehnst. . . . Es ist, als ob die Sonne dort die Natur um so inniger küßte, weit beide wissen, daß sie nur kurze Zeit zusammen sein können, und als ob sie zu vergessen suchten, daß sie so bald wieder scheinen müssen. Daun springt die Grasmatte wie durch ein plötzliches Wunder empor und in üppigem Reichtum blühen die blaue Glockenblume,^ der Löwenzahn, dis Butterblume, das Pfaffenkraut, das Dornröschen, die Erd- und Brombeere an jedem Bach, au jedem Hügel, an jeder Böschung; dann summen hundert Arten von Insekten im Grase wie in einem tropischen Lande; dann werbe« Kühe, Pferde und Schafe hinauf in die Bergtäler und auf die Abhänge getrieben, während der Sappe vom Hochland in die Fjord- tälec berabf'ommt mit feinen Remitieren und sie in den Bächen tränkt; bann dehnt der Brombeerstrauch sich errötend eine Viertel- metle weit; dann herrscht stiller, Sonniger Frieden in jeder Hütte, wo der Fischer jetzt bet den Seinen daheim ist und die Gerät- schasten für die Winterfischerei zurechtmacht; dann ist im Norb- land der Sommer so schön, wie nur an wenigen Orten, und es herrschen idyllische Naturst-ende und Frieden wie vielleicht nirgends. Von dieser kosenden Weichheit der Natur bekommt der Nordländer auch einen Zug in {einem Charakter. BücherUfch. — Lafontaines Fabeln, liebersetzt von E r n st Doh nt. Mit einer Einleitung von Paul Lindau. 368 Seiten 8°, brvschi. 3,50 Mark, geb. 5 Mark (Berlin 1913 bei Georg Bondi). — Ernst Dohms vortreffliche Uebersetzung der Lafontaineschen Fabeln erschien zum erstenmale vor einem Menschenalter als Prachtband in Groß-Folio, geschmückt mit Dores riesigen Zeichnungen. Der Preis dieses Werkes war den meisten unerschwinglich; der Glanz der Ausstattung war irreführend, als ob Dores Zeichnungen die Hauptsache seien. „So darf man denn," sagt Paul Lindaü in seiner Einleitung, „getrost behaupten, dass die Dvhmfche jlkeber- setzung der Fabeln Lafontaines bis zur Stunde eigentlich noch gar nicht erschienen und deshalb in Deutschland so gut wie unbekannt geblieben ist. Sollte es gelingen, dem deutschen Nachdichteh — und mit ihm fauch dem französischen Dichter — bei uns zn ihrem Rechte zn verhelfen, so käme diese Volksausgabe, wenn auch spät, doch nicht zu spät." — E i n neues Werk für die Jugend ist unter dem Titel „Scherls Jungdeutschland-Buch" int Berlage August Scherl G. m. b. £>. erschienen, herausgegeben von Major Maximilian Bayer, dem ausgezeichneten Führer unserer Jugend, die er als Reichsseldmeister des Deutschen Pfadfinder-Bundes genau kennen gelernt hat. Ein frischer, gesunder Hauch geht durch das Buch. Prachtvolle Schlachtenschilderungen, Reiseabenteuer, Vorbilder deut- scher Geisteshelden erwecken in dem jungen Leser den Ehrgeiz zur Nacheiferung; Erzählungen voll gesunden Humors und spannender Phantastereien unterhalten ihn in seinen Mussestunden, für die er auch durch eine Anzahl Rätsel, Basteleien und drei Preisausschreiben reiche Anregung findet. Für das Auge ist nicht minder gesorgt. Die zahlreichen Illustrationen und farbigen Kunstblätter stammen von unseren bekanntesten Malern: den Professoren Dr. Liebermann, Arthur Kampf, Karl Becher, Hansl Bohrdt, Ludwig Dettmann, Anton Hoffmann, Willy Stöwer, ferner Gino v. Finetti, Heinrich Jäger, Franz Jüitner, Juling Klinger, Wilhelm Kuhnert, Fortonino Matania, Felix Schworm- ftädt, Franz Stassen usw. Der 1. Vorsitzende des Fnngdeutsch- landbnndes Generalfeldmarschall Dr. Fahr. von. der Goltz hat dem neuen Werk das Geleit gegeben in Form eines kernigen Vorwortes „Aic die deutsche Jugend", die an dem glänzend ausge- ftcitteten Buch (Preis elegant gebunden 4 Mark) ihre Helle Freude haben wird. ------------ Schach-Aufgabe. Von E. 9t. Frankenstein. Schwarz. abedefgh a b c d e i g h 8 8 6 6 5 3 3 2 M ! M Weiß. Weiß setzt mit dem zweiten Zuge Matt. Auslösung in nächster Nummep. Auflösung des Arithmogriphs in voriger Nummert