MoMg, den 21. Gktoder ♦ f* ggl W A SM 1 w W NK-MW/t Will Lauernblut. Koman von Gerhart v. A m h n t o r (Dagobert v. Gerhardt). Machdruck verboten.) (Fortsetzung.) Ter Freiherr aber fährt mißbilligend auf: „Nehmen Sie nrir's nicht übet, Herr Staatsantvalt, Sie sind ein Durchgänger und dazu ein Virtuose in der Selbstquälerei! Sie werden doch wegen eurer solchen Lappalie nicht Ihrer aussichtsreichen Laufbahn entsagen?" „Nennen Sie jene Affäre keine Lappalie; sie liegt mir wie eine Zentnerlast auf dem Gewissen. Ich bin ein berufener Vertreter des Gesetzes, ein. Staatsanwalt, der jedes Verbrechen, das zn seiner Kenntnis kommt, anzuzeigen die Verpflichtung hat---" „Verbrechen! Hier handelt es sich doch nm kein Verbrechen." „Nach meiner Ansicht," fuhr der Staatsanwalt 311 dem Freiherrn fort, „habe ich allerdings versucht, ein Verbrechen zu begehen, ja, ich habe es begangen, denn ich habe einen: Manne nach dem Leben getrachtet, den ich als Ehrenmann schätzen muß und der mir persönlich nichts zu Leide getan hat. Als gewissenhafter Staatsanwalt müßte ich mich nun selber bei meiner vorgesetzten Behörde denunzieren --" „Wenn Ihr Gewissen so überempfindlich ist, nun, so tun Sie es doch--" „Ich werde es nicht tun, iveil ich eben als Mitglied jener sogenannten guten Gesellschaft es anständigerweise nicht tun darf. Wenn ich unseren Zweikampf zur Anzeige brächte, so würde ich auch Ihnen, als meinem Gegner, eine Bestrafung zuziehen, eine Bestrafung dafür, daß Sie mich, den Tollkopf, großmütig geschont haben. Pfui! Das wäre ein Bubenstreich, den ich mir nimmer verzeihen könnte. Jawohl, Herr von Brank, es wäre ein Bubenstreich! Es wäre zugleich eilt Frevel an dem Andenken meiner seligen Mutter, denn jede öffentliche Verhandlung unserer Angelegenheit müßte ja den Ruf jener Fran noch heilloser zerstören." „Der Ruf der seligen Mrs. Tell kann durch die Wahrheit nie geschädigt werden," tönte es ernst und mahnend vom Fenster her. Tie beiden am Tische sitzenden Herren, die die Anwesenheit des dritten beinahe ganz vergessen hatten, blickten überrascht nach Just, der die Rolle des schweigenden Zuhörers aufgeben zu wollen schien. Tell lächelte bitter: „Der Ruf einer Frau wird nicht gerade gebessert, wenn ihre Zusammenkünfte mit einem Nebenbuhler ihres Gatten bekannt werden." „Und dennoch hat Ihre Frau Mutter das Urteil der Welt nie zu scheuen gehabt," erwidert Just mit einer gewissen Heftigkeit, „ich berufe mich auf den, der in dieser Sache der einzige kompetente Richter sein kann." Er deutete auf den Freiherrn, wie wenn er ihn aufforderte, für hie Ehre der Mrs. Tell einzutreten. Brank wirbelte seinen grauen Schnurrbart durch die Finger und brummte zustimmend: „Der Amerikaner hat recht. . . und vollkommen recht." Und sich gegen TeT wendend: „Halten Sie mich nicht für indiskret, wenn ich über diese Sache wiederholt mit Herrn Just gesprochen habe; es war mir eine Wohltat, er hat doch auch jene Frag gekannt und verehrt und bewundert. Gleichwohl pflichte ich Ihnen darin bei: es wäre wenig pietätvoll, wenn Sie unnötigerweise den Namen Ihrer Frau Mutter zum Gegenstand des Stadtgespräches machen wollten." Just hat den Fensterplatz verlassen. Er tritt an den Staatsanwalt heran und fragt ihn sanften, wenn auch vorwurfsvollen Tones: „Meinen Sie denn noch immer, daß Sie sich Ihrer Frau Mutter zu schämen haben? Ich habe Ihnen doch schon wiederholt gesagt, und auch Herr von Brank hier bestätigt es Ihnen, daß . . ." Teil fällt ihm kurz und bestimmt ins Wort: „Lassen wir das, mein guter Just; es gibt Dinge, deren Berührung einem Pein verursacht." „So verurteilen Sie also Mrs. Tell? So zürnen Sie ihr?" fragt Just tief erregt, und es ist schwer, zu entscheiden, ob Unwille über die Härte des Unversöhnlichen oder nur das wehmütige Gedenken an die einstige Freundin und Genossin seine Stimme zittern macht. Der Staatsanwalt schweigt; nach einer Weile stößt er ingrimmig hervor: „Es wäre besser gewesen, meine Fräu Mutter hätte überhaupt nie Anlaß zum Gerede der Läster- mäuler gegeben!" Dem braven Just steigt eine Blutwelle in die Wangen; er will heftig erwidern, hoch er beherrscht sich, und nach einem mehr betrübten als vorwurfsvollen Blicke auf den Staatsanwalt wendet er sich wieder dem Fenstersitze zu, wo er sich schweigend niedersetzt. „Sie nehmen die Sache viel zu tragisch, mein lieber Herr Staatsanwalt," hebt Brank kopfschüttelnd an. „Lassen Sie doch das Vergangene sein; kein vernünftiger Mensch wird Sie jemals dafür verantwortlich machen." „Doch!" erwidert Tell voll Bitterkeit, „die Gesellschaft tut es; sie pflegt ein jedes ihrer Mitglieder zu fragen: wer war dein Vater? wer deine Mutter?" Er lächelt ingrimmig, dann stößt er erleichtert hervor: „Gottlob, ich brauche diese Gesellschaft nicht; wenn ich aus dem Staatsdienste ausscheide, breche ich auch zu ihr alle Beziehungen ab. 0, Sie ahnen gar nicht, wie mir das wohl tun wird, wieder ein freier Mensch zu sein, wieder das Recht zu haben, mich nach meiner Art ausleben zu dürfen und mir das zu erhalten, waS mir Staat und Gesellschaft jeden Augenblick rauben wollen: die eigene freie Persönlichkeit. Ich will mir nicht länger vorschreiben lassen, was ich irgend einer willkürlichen Sitte, einem banalen Herkommen gemäß zu tun oder zu lassen habe: ich will mir selbst das Gesetz geben. 670 um als selbständig denkender Mensch meinen eigenen Weg zu gehen." , , ,c. c Der Freiherr bewegt ein toemg, mitleidig das Haupt: „So lange Sie mit anderen Menschen dieselbe Luft otmen, so lange Sie nicht ans einer einsamen Insel im Weltmeer leben, so lange werden Sie auch das Joch irgendeines geschäftlichen Zwanges ertragen müssen." , „Ich werde mich tiefem Joch nicht fügen, denn als Prt- vatniaun werde ich keine Rücksichten mehr zu nehmen haben." „Was wollen Sie aber beginnen?" „Kommt Zeit, kommt Rat. Man hat mich neulich als Justitiar bei einer Versicherungsanstalt zu gewinnen gesucht — das beste wäre", fügte er spöttisch hinzu, „man würde ein Bauer und lebte im ausschließlichen Verkehr mit der Allmutter Natur." „Hören Sie, da treffen Sie eigentlich den Nagel auf den Kopf", bemerkt lebhaft der Freiherr. „Ich habe schon öfters darüber nachgedacht, ob eine Reform unserer ganzen wirtschaftlichen Lage nicht dadurch möglich wäre, daß sich die höheren Stände, statt der Beamten- und Schreiberlaufbahn, wieder der Bebauung des Bodens zuwendeten — ein gebildeter Mann hinter dem Pfluge, das wäre eine Rückkehr zum Uranfange unserer Kultur, nur mit dem Unterschiede, daß der neue Adam etwas mehr im Kopfe hätte als der alte." Der Diener bringt den durch Just bestellten Wein herein, doch Tell lehnt dankend ab; er bittet um die Erlaubnis, sich bei den Damen melden lassen zu dürfen. Nach einer Weile tritt er mit dem Orchideeustrauß, den er im Vorflur abgelegt hatte, über die Schwelle des Gartensaales, und nachdem er der Frau vom Hause die Hand geküßt hat, wendet er sich gegen Ellen und bietet ihr ein wenig zaghaft den Strauß an. „J’y pense, mein gnädiges Fräulein! Ich habe daran gedacht, daß ich nicht daran gedacht hätte." Ellen nimmt freundlich dankend die Blumen, aber in ihren tiefen, dunkelbraunen Augen liegt eine unausgesprochene Frage, und das Lächeln um ihre Lippen ist wohl kein aufrichtiges. Wenigstens kommt es dem Staatsanwalt_ so vor, Und die bange Vorstellung, daß sie am Ende doch wisse, daß er der Gegner ihres Vaters war, wirft wieder dunkle Schatten in seine Seele. Doch er spielt, so gut es gehen will, den Unbefangenen, holt aus der Tasche ein Pakctchen hervor und sagt: „Das Süße dem Süßen! Diese Pralinees schmachten darnach, in Ihrem Munde zu zerschmelzen." Er ärgert sich, daß ihm nichts Besseres einfallen wollte als diese gemeinplätzige Galanterie. Ellen öffnet ohne Ziererei die bunte Schachtel, nascht ein Stückchen Schokolade, hält dann der Mutter die Schachtel hin und fordert schließlich den Geber auf, ebenfalls zu- zulangW. „Was haben Sie denn zu dem Unfälle meines Gatten gesagt?" fragte Frau von Brank; „Sic können sich denken, wie wir uns erschrocken haben." „Ich habe die größte Teilnahme empfunden", versichert Tell, und wieder zürnt er sich im stillen, daß er keine wärmeren, natürlicheren Worte zu finden vermag; „ich wäre auch sofort herausgekommen, aber die leidigen Amtspflichten hielten mich fest; erst heute konnte ich mich losmachen." Er kommt sich wie ein ertappter Dieb vor; wird man ihm nicht die Lüge vom Antlitz ablesen? Die beiden Damen sehen ihn auch so eigentümlich fragend an — mein Gott! hätte er sich nur nicht hierher begeben! In welchem Lichte ytuß er dieser Frau erscheinen, der er ihr Liebstes so schnöde hat rauben wollen? Aber seine Vermutungen sind doch wohl unbegründet. Frau von Brank berichtet jetzt, mit welcher Hingebung der alte Just ihren Gatten gepflegt habe; dieser Mann sei wirklich eine Perle; das ganze Haus habe sich schon so an ihn gewöhnt, daß man an seine wahrscheinliche baldige Rückkehr nach Berlin noch gar nicht zu denken wage. Kami man denn so unbefangen mit jemand plaudern, gegen den man einen schweren Vorwurf auf dem Herzen hat? Nein! Einer solchen Verstellung ist Frau vou Brank nicht fähig. Tell findet sein Selbstvertrauen mehr und mehr wieder; ?r schüttelt allen Zwang und alle Unsicherheit von sich ab uyd ist bei Tische ein munterer und liebenswürdiger Gesellschafter; nur Ellen schaut nach ihm, wenn sie sich unbeachtet wähnt — so wenigstens glaubt er zu bemerken —, mit heimlich ntusternden Blicken; aber auch sie nimmt teil an der allgemeinen Unterhaltuub, und sie lacht fröhlich ihr silbernes Lachen, wenn Teil -einen Scherz erzählt oder Just ein drolliges Abenteuer aus seinem amerikanischen Nomadenleben zmn besten gibt. Nach der Mahlzeit begleitet der Staatsanwalt den Frei- Herrn auf einem Musterungsgange durch den Wirtschaftshof, die Stallungen und die Treibereien. Just ist im Schlosse geblieben, um, wie er scherzhaft versichert, den Damen seine Dienste zu widmen. Der Staatsanwalt gewahrt zn seiner Ueberraschung, wie bereitwillig und ehrerbietig der Gutsherr von seinen Knechten und Mägden begrüßt wird, und er macht eine daraus bezügliche Bemerkung. „Knechte und Mägde?" wiederholte der Freiherr mit leise tadelnder Betonung. „Mein lieber Herr Staatsanwalt, für mich gibt es keine Knechte und Mägde mehr, ich kenne nur Arbeiter und Arbeiterinnen, denen ich ein möglichst freundlicher und kameradschaftlicher Arbeitgeber zu sein bestrebt bin. Meine Frau hat noch einige Mägde im Schlosse; diese gehören aber zum Hausgesinde, zur Familie, und die besten und zuverlässigsten werden von ihr zur Auszeichnung noch mit „du" angeredet, worauf diese Mädchen immer recht stolz sind." „Ihre Arbeiter scheinen Sie hoch zu verehren, Herr von Brank, eine Seltenheit in unseren Tagen." „Hier in Giesdorf keine Seltenheit. Obgleich die Hauptstadt fozusagen vor meiner Tür liegt, habe ich doch noch nie über Arbeitermangel zu klagen gehabt." „Dann müssen Sie einen Zanberstab besitzen, mit dem Sie die freizügigen Leute zu bannen wissen." Herr von Brank lächelt: „Dieser Zauberstab heißt menschenfreundliche Behandlung. Ich gebe ihnen gesunde Wohnungen, guten Lohn, die besten Kartoffeln und das schönste Brotgetreide; die Frauen und Kinder meiner Arbeiter wissest, daß sie an meiner Frau und Tochter jederzeit Freundinnen und Helferinnen in der Not haben. Das lohnen mir denn die Leute durch freudige Pflichterfüllung und durch zähes Festhalten an den ihnen liebgewordenen Verhältnissen. Ich habe keine Strich- und Zugvögel unter ihnen. Ich möchte met- neu Staudesgenossen keinen ungerechten Vorwurf machen; wenn ich aber von dem Arbeitermangel in gewissen Gegenden höre, dann frage ich mich immer, ob denn den Leuten dott auch immer und ausnahmslos eine menschenfreundliche Behandlung zuteil wird." Gegen fünf Uhr kehrten beide ins Schloß zurück. „Sie müssen vorlieb nehmen, Herr Staatsanwalt", sagt Fran von Brank, indem sie den Gast an den Tectisch ein» ladet, „wenn Sie hier wirklich nur eine Tasse Tee finden —" „Und keine Schweine-Vesper", ergänzte lachend der Hausherr, „wie sie noch vielfach um diese Zeit mitgenoitiq men wird. Ich bin kein Nachäffer des Fremden, aber die Engländer sind hinsichtlich der Diät ganz verständige Seuti und meinen Five o’clock tea lasse ich mir nicht nehmen. Etwas Orangenmarmelade gefällig, echt schottische, kann fi6 empfehlen." Nach dem Tee — er ist int Gartensaale genommen worden — geht Ellen an den Flügel und fragt den Staats- Anwalt: „Soll ich Ihnen ein Lied singen?" „Tu das, mein Kind," versetzte der Freiherr statt des; Gefragten, „mich aber entschuldigt, wenn ich Herrn Just in mein Arbeitszinimer entführe; er wird mir bei der Abfassung einiger Geschäftsbriefe gewiß behilflich sein." (Fortsetzung folgt.) vor Metz. CBlrnnl 27. Oktober.) Aus meinem Leutnants-Tagebuch. Von Oberstleutu. a. D. Reiche, Am 18. August wurde der eiserne Ring um Metz geschlossen. Es begann also jetzt für uns die Zeit der Einschließung, die erst mit der Kapitulation am 2 7. Oktober ihren Abschluß sand,. Fast 21/2 Monate bei meist regnerischem Wetter Biwak Und immer Biwak mit seltenen Unterbrechungen in lammervollen Quartieren, dabei so unter den Kanonen der Forts, daß wtr leben Tag mehrfach mit den großen Zuckerhüten beschossen wurden. Obwohl wir immer —- namentlich in letzter Zeit — alarmbereit! waren, wurde täglich, wie in der Friedensgarnison, exerziert und Unterricht abgehalten. An den zuerst häufigen Ausfällen wnr den Franzosen Wohl die Lust vergangen, dafür schossen aber bte Kanonen ber Forts sowohl wie die französischen Vorpolten aus jede Helmspitze, die sich zeigt«. . ' , . ,, Recht interessante Abwechslung boten tu Metz ausgelassen» Luftballons, auf die natürlich lebhaft Jagd gemacht wurde, leidert nicht immer mit Erfolg. In den letzten Tagen hatten wir aber lasse ich in doch zwei gefaßt. In einem befanden sich Briefpakete. In einer Wnfschrist wurde der Finder gebeten», die Depeschen zur Post zu geben. Ein anderer Ballon enthielt 10 000 Briefzettel auf Seideul- Lapicr ohne Umhüllung, bündelweise zusammengeschnürt. Es stellte sich heraus, daß diese Bündel nach Truppenverbänden gesammelt seien, und dgs bot doch manches Interessante. Viele Schreibet gaben ihre Adressen an, welche sich aux die einzelnen Feldlagev bei Metz, Plätze der Korps, Divisionen bezogen, ebenso standen! die Namen der Kommandanten der verschiedenen Forts bann.. Der' sonstige Inhalt war meist unwichtig. Alle Briefschreiber be- «augtcn eine auffallende Ergebung in ihr Los. Nur ein Arzt sprach? die Hoffnung aus, daß ein mit allen Kräften unternommener Ausfall dem gegenwärtigen Zustand bald ein Ende machen werde. Sonst las man nur die Versicherung, daß es der Armee gut gehe Jtttb daß sie sich halten werde, bis die Befreiung aus .Frankreichs r— also von außen — komme. Daß sie in Metz nicht „genügend mit Vorräten versehen" und auch nicht „in ausgezeichneter moralischer Verfassung" waren, wie man in diesen Briefen las, dafür erhielten wir täglich schlagende Beweise. Die Kavallerie trieb ihre Pferde vor die Vorposten, damit je dort das etwa noch vorhandene Grünfutter fanden; die Mannschaften kamen in Massen ebenfalls vor die Vorposten und gruben U den Feldern die Kartoffeln und Rüben aus- Oft genug wurden ie daber durch unsere Schüsse gestört und zurückgetrieben, obwohl Unsere gutmütigen Leute häufig auch nicht schossen. Als ich einmal den Posten meiner Feldwache fragte, warum er nicht schösse, antwortete er: „Ach, Herr Leutnant, die armen Deubels haben doch sicher riesigen Hunger!" * Am 26. Oktober morgens 3 Uhr ziehe ich auf Feldwache bei La Planchette vor Montois. Es war stocksinster, die einzige Laterne brauchte die Kompagnie; ich mußte also sehen, wie ich hinfand. . Es gelang, weil es gelingen mußte. Einen Teil der Leute» l > den Gebäuden der Mühle La Planchette zurück, gehe mit den anderen selbst die drei Untcroffizicrpostcu ausstellen. Stockfinster, strömender Regen! Um die abzulösendcn Posten zu finden, hen ich mich von einem Mann der alten Wache führen. Der dritte Posten stand am Bach und hatte einen Doppelposten auf dem jenseitigen Ufer. Die Feldwache lag tu dem sehr zusammengeschossenen Gebäude der Mühle, Türen und Fenster fehlten, Möbel waren nicht vorhanden. Die Sitzgelegenheiten bestanden aus den herausgenomme- neu Dielen, welche auf aufeiuandergelegte Mauersteine gelegt waren. Gott sei Dank war aber ein großer Kaupln bariit, in dem die Leute ein gehöriges Feuer unterhielten. , Draußen tobt ein orkanartiger Sturm, der uns den Qualm üt die Stube treibt. Bei Tagesanbruch gehe ich meinen Posten revidieren. Da vorne ist freilich viel zu sehen.1 Zunächst überall Grä- 1er von Gefallenen — wir hatten hier am 31. August und 1. Sep- ember (Roisseville) gefochten — auch viele Ausrüstungsstücke.— ramösische und deutsche — liegen noch Herum. Ein an einem ilbhang liegendes Grab ist vom Regen so aus- und abgewaschen, daß die Leiche zum Teil bloßgelegt ist. Von den mich begleitendsit Leuten lasse »ich die Erde wieder aufschaufelu; als wir zum Schluß ein stilles Gebet sprechen, fliegen uns einige Kugeln uni die Ohren. Der französische Posten konnte uns bei unserer Tätigkeit sehen. Die Leute schicke ich jetzt zur Feldwache zurück und gehe zum Unteryffizierpostcu an der Chaussee. Als ich dort anlauge, sehe ich mehrere Menschen — Zivilisten — von Metz her kommen,- die uns eifrig zuwinken. Wr Hatten aber Befehl, niemanden; herauszulassen; ich stelle mich also mitten auf die Ehaussee und! Winke ihnen, zurückzugehen. Kaum flehe ich auf der Ehaussee, schießt! her französische Posten mehrere Male auf mich, sodaß ich mich schleunigst hinter einen Baum stelle. Da nun die Leute doch weiter geben befehle ich dem Posten zu schießen, aber nicht zu treffen; das half, sie zogen sich zurück. Eben bin ich auf meinem Wege beim anderen Posten angekom^- men, da höre ich, daß der Posten an der Chaussee schon wieder schießt, und sehe, daß etwa 10 französische Reiter höchstens 200 Schritte vor unserer Postenlinie her von der Chaussee nach Süden 'abbiegen. Auf das Schießen meiner Posten reiten sie langen Galopp, dann bleiben zwei zurück, die Pferde stürzen, die Reiter machen sich zu Fuß in der Richtung auf Metz davon. Bei der Rückkehr zur Feldwache finde ich von meinen Leuten ein bescheidenes Mahl bereitet vor, sogar auch etwas Wein, sodaß ich mich stärken und am Feuer trocknen kann. Gegen 31/2 Uhr nachmittags höre ich bei meinem Posten wieder schießen, und als ich trotz Regen zu dem Untcroffizierposten an der Chaussee komme, sehe ich ein eigenartiges Schauspiel. Zwei Bauernwa.gen, mit je zwei Pferden bespannt, auf jedem Wagen eine Stange mit einem weißen Tuch daran, fahren im Trabe auf der Chaussee auf uuls zu; als sie auf 200 Schnitte an den, Posten Heran sind, fangen die französischen Posten an, wie toll? auf uns zu schießen, infolgedessen schießen nun auch meine Posten, die Wagen machen kurz Kehrt und rasen zurück. Insassen habe ich Wf dem Wagen nicht entdeckt; sie müssen wohl darauf gelegen haben; ebenso ist mir der Zweck des Manövers nicht klar geworden. * Drinnen in bi er Festung mußte es schon recht traurig aussehen. Die Gerüchte von einer Kapitulation mehren sich. Der Generalftabsosftzter Major v. W. von unserem Korps wird nach Frescatt berufen, um Über die Einzel Heften der Kapitulation mitzuberaten. Trotz aller friedlichen Gerüchte wird aber gegen Abend bei den Vorposten Heftig geschossen. Am 26. Oktober morgens 8 Uhr kommt endlich die Nachricht, daß Metz kapituliert! habe . Wir bekommen Befehl, daß bis 11 Uhr vormittags abge- kocht sein muß und daß wir in die Alarmstellung zu rücken haben. Obwohl nach dem, heutigen Befehl um 12 Uhr nachts Feindselig- ketten etugestellt sind, hört man vorn noch immer schießen, viel-l fach wohl als Warnung für die Leute, die aus Metz heraus wollen. Bet solcher Gelegenheit wird leider auch ein Franzose erschossen. Nach meinem Regimentsbefehl ist die Wachsamkeit aufs äußerste zu verschärfen. Während der Nacht wird auch der Uuterosfizier- posteu angegriffen und zurückgeworfen; gegen Morgen hat er aber ferne Stellung wiedergenommen. Am 29. morgens besetzen wir Petit Montoy, das so zusammengeschossen to|ar, daß es „maisoir bombards genannt wurde. Wir sind jetzt fortgesetzt in unseren Alarmstellungen; es stürmt, der Regen fließt in Strömen. Gegen Mittag schickt der Unterossizierposten vier Ueberläufer — 1 Offizier und 3 Gemeine —, die trotz allen Schießens bis an Unsere Posten herangekommen sind. Wir füttern und tränken sie zunächst mit dem, was wir haben, nehmen dann den Offizier mit in unsere Stube und lassen ihn erzählen. Er sagt, die VeI- pflegnng für Mensch und Pferd sei seit langem- so jammervoll/ daß es auf keinen Fall hätte länger dauern können. Die Kapitw- lation von Sedan hätten sie schon am September erfahren!/ unsere Kreuzzeitung hätten sie immer im Lager gehabt. Bazainä sei ein Verräter, mit der jetzigen Regierung werde sich kein einziger Soldat einverstanden erklären. Vdn den Vieren ist fceai Elsässer — ein Gardechasseur — der Verbissenste; er sagt, sein» Schwadron sei einmütig entschlossen gewesen, zu siegen. Am Nachmittag sehen wir auf dem Fort St. .Julien die preußische Fahne; dann kommen, begleitet und bewacht von unseren Dragonern, große Trupps Gefangene hinter den Forts heraus'; sie marschieren in der Richtung auf unser 1. Korps. Sie gehören dem dritten französischen Korps an, während die auf uns Zukom- menben Nationalgarden sind. Von einem Vorbeimarsch mit fliegenden Fahnen und klingendem Spiel ist aus Wunsch der frato- zösischen Generale Abstand genommen, weil sie für die gute Haltung ihrer Leute nicht glaubten einstehen zu können. Bis zum Dunkelwerden bleiben wir in unfern Stellungen und sehen trotz strömenden Regens die iwitere Entwicklung deS Dramas. Die Gefangenentransporte sind endlos. Nachmittags reite ich nach Belle-croix. Hier standen die äußersten französischen Vorposten; da ist es mir natürlich sehr interessant, von hier aus unsere Stellungen anzusehen. Nach! einiger Zeit kommen noch mehrere französische Offiziere zu Pferde. Wir begrüßen uns und bleiben an der Chausfee halten. Sehr bald kommen nun die von unfern Dragonern geleiteten Gefangenentransporte vorbei. Es spielt sich hier manche tragische Szene ab. Einzelne von den Soldaten nehmen tränenden Anges von den Offizieren Abschied und reichen ihnen die Hände, andere zerschlagen auf den Steinen ihre Hacken und Spaten, welche man ihnen gelassen. Die Waffen hatten sie schon am Fort ablegeu müssen; wieder andere drohen ihren Offizieren mit der Faust und fluchen laut:; „traitre!", „eochon!" und andere liebenswürdige Worte Höch mau fehr häufig, ja sie spucken sie sogar an. Die wüstesten Verwünschungen gegen Napoleon, Bazaine und ihre Führer überhaupt ertönen, namentlich auch von Unteroffizieren. Alle machen einen sehr verbissenen ober niedergeschlagenen Eindruck; z'M größten Teil sehen sie elend und verhungert aus. Abends 6 Uhr marschieren wir bet strömendem Regen nach Ogp, finden hier geradezu schreckenerregende, schnrutzige Quartiere. Dabei hören wir, daß unsere Division dazu bestimmt ist, zum Abtrausport die Bewachung der Gefangenen zu übernehmen und später Thionville und die anderen kleinen Festungen im Norden zu nehmen. Unsere Freude an dem Fall von Metz wird durch das Letztere natürlich sehr getrübt. Wir haben doch wirklich schwer ausgehalten und geleistet und hofften nun auf einen frischen, fröhlichen Bewegungskrieg. Während sicher ganz Deutschland daheim in hellen Jubel ausbricht, sitzen wir düster, durchnäßt und schweigend in unserm elenden Quartter bei einer trübe brennenden Lampe und haben nicht einmal einen Ofen oder Kamin, um unsere Sachtn zu trocknen. * Den nächsten Tag — Ruhetag!! — benützen wir zu dreien zu einer Fahrt nach Metz. Der Korps-Auditor gab uns seinen Wagen; trotz des wüsten Wetters treten wir die Fahrt an. Es wäre doch auch wirklich hart gewesen, wenn wir die „Jungfrau Metz", um die wir fast drei Mbnate geworben, .nicht einmal zu sehen bekommen hätten. Die Fahrt war recht mühsam, aber hychinteressant. Endlos- Wagenzüge, Männer, Weiber, Kinder, welckje vor uns nach Metz geflohen waren, und jetzt wieder ihre Heimatstätten aufsuchM- Wie werden sie sie zum Teil wiederfinden?! Als wir bet Petit Montoy vorüberkamen, sehen wir, daß soeben der Besitzer mit Familie dort angekommen ist. Es macht einen tieftraurraeN, ergreifenden Eindruck, wie sie ihre verwüstete, zusammengefchossene Besitzung betrachten. Der Mann steht finster blickend, die Frau weinend und wehklagend dabei. Ms sie flohen, war es eure blühende Besitzung, jetzt nichts als Trümmer und verwüstete, zerstampfte Aecker! Bei Belle crorx versperrt noch die Barrikade die Chausse, mir steigen aus und lassen den leeren Wagen über Feld fahren. Wahrend des kurzen Aufenthalts betrachten wir die hübschen und eleganten Insassinnen der vielen vorbeifahrenren Wagen. Die Leiden des Krieges sieht man ihnen nicht an, auch ihre Gefallsucht hat nicht gelitten. Am Fort les Bordes und,lpater kommen wir an den zahlreichen Biwakplatzen vorbei; alles sumpf, Schmutz und Unordnung. D-e Pferde sind fast zu ■sMetttn ab- gemagert, nagen an dem Holz, an das sie gebunden sind und gegen- seitig an Mähnen und Schwänzen: die letteren ftnb .r«m ^etl schon ganz kurz abgeftessen. Crmte« und Soldaten sehen elend nnd verhungert aus, die im Festungsgürtel gelegenen Sorftabte sind Ruinen Alles macht einen traurigen, ent,Glichen Eindruck. An unseren Wagen drängen sich die verhungerten Soldaten nnd betteln um Geld und Zigarren; wir geben, was wir haben. Fn der Stadt von der Porte des Allcniands ab tvar em solches Gedränge von deutschen und französischen Soldaten, Marketendern, Frauen, Juden mit Ochsen und Hamnicln, daß wir unser» Weg zu Fuß fortsetzen. Zunächst sehen wrr uns dw. schone Kathedrale an. Bon der Moselbrücke sehen wir das Fort St. Quentin ^auf dem stolz die preußische Fahne wicht. Dann wendet sich unser Blick auf die Gegend, wo wir so lange deni mühseligenund gefahrvollen Vorpostendienst hatten, auf Marly, Tomlly, Montoy und .auf das .Gesichtsfeld tiont 14. August Wehmütige Grfuhle bewegten uns. Wie mancher, der mit Begeisterung cmvzog, schlief dort den ewigeii Schlaf. Wird uns vielleicht auch noch an anderer Stelle Frankreichs das gleiche Los treffen?! Wie Gott will! Nun die Esplanade. Im Palais de Justice ist nn Lazarett für 1200 Verwundete eingerichtet; ein anderer großer Teil liegt m Zelten, welche draußen aufgefchlagen sind Es ist em buntes Bild, welches wir hier sehen, und doch treftraurig. Alle möglichen, »um Teil phantastische Uniformen, schwer Verwundete und Zob» ^Eke denen der Ud auf der Stirn geschrieben steht, leicht Verwundete, zu>n Teil recht vergnügt. Dazwischen Damen und barmherzige Schwestern, welche mit rührender Sorgfatt um dre Einzelnen bemüht sind. Endlich gehen wir in em Restaurant,. das dickt besetzt ist. Wir finden Platz an einem Tisch, an welchem französische Offiziere fitzen; sie rücken sehr liebenswürdig zusammen. In der Unterhaltung erkundigen sie sich nach Städten, die ihnen tn Deutfchland für die Dauer ihrer Kriegsgefangenschaft ancrewiesen sind, dann sprechen sie von den von ihnen Mitge- Machten Schlachten, und als sie hören, daß wir bei spichern. Eolombey und Gravelotte ihre Gegner waren, erheben sie sie) und nehmen zum Zeichen ihrer Hochachtung, die Kopsoedeckungen ab Wir leeren auf ihr Wohl unsere Glaser und gehen dann zum Diner in dcS Hotel de Metz, Spät abends kehren wir ,n unser Quartier zurück. Vermachtes. kf. Napoleon u n d General Merveldt. Eine sonderbare Fügung be§ Schicksals hat in den Tagen der Völkerschlacht beit österreichischen General Merveldt zum Gefangenen Napoleons gemacht. Dieser Mann hat im Leben Napoleons eine ganz merkwürdige Nolle gespielt. Ain 16. Oktober >var es seine Kurzsichtigkeit, die ihit in die Hände des Feindes führte: gegen 5 Uhr glaubte Merveldt von deut Rittergnte Dölitz aus aus dem anderen User der Pleiße Ungarn zu erkennen; Oberst von Wol- zogen und Fürst Liscklenstein machten ihn zwar darauf aufmerksam, sie hielten die Truppen für Franzosen, Gras Merveldt aber überschritt doch den Fluß und wurde mit einer heiligen Salve etiipsangen. Merkwürdigerweise ivurde er voit keiner, einzigen Kugel getroffen und wurde völlig unversehrt durch die Mann- schasten Ponjatowskys zu Napoleon geführt, der sich bei seinen Garden in der Nähe von Dösen befand. Napoleon begrüßte den General als alten Bekannten und ttahm ihn freundlich auf, beim er bachte wohl barem, baß dieser General es gewesen ivar, mit dem er den Frieden von Campo Formio abgeschlossen hatte, der seinerzeit den von Napoleon im Auftrage des Direktoriums unterzeichneten Friedensvertrag mit Oesterreich nach Wien überbracht hatte und der ihm in der Nacht nach der Schlacht von Austerlitz die Waffenstillstandsvorschläge des Kaisers von Oesterreich übermittelt hatte. Napoleon war fest davon überzeugt, sein guter Stern habe ihm den General Merveldt abermals in den Weg ge- führt, und er würde durch feine Vermittlung sein Ziel erreichen. So schickte er ihn als Unterhändler zum Kaiser Franz, allein bekanntlich wurden Napoleons Vorschläge nicht angenommen; sein Stern war im Untergehen. * Ist der Ohrwurm nützlich? Dem Ohrwurm wird allgemein ein ziemlich ausgedehntes Sündenregister vorgehalten. Er soll schlafenden Kindern in die Ohren kriechen und dort bösartige Entzündungen verursachen; er soll in Obstgärten großen Schaden anrichten, da er Blüten und Früchte annage. Gelegentlich hört man sogar die .Meinung, daß Früchte durch ihir direkt vergiftet würden. Mit all diesen Vermutungen ist nun, ivie die „Natur" berichtet, durch Versuche Tormanns aufgeräumt worderk. Er hat mehrere dieser Tiere längere Zeit in Gefangenschaf« gehalten und ihre Lebensweise genau studiert. Dabei hat sich herausgestellt, daß die Ohrwürmer sich nicht von den vorgesetzten! Blättern, Blüten und Früchten nährten, sondern stets Fleisch- nahrnng vorzogeu. Auch die Freßwerkzeuge deuten darauf hin, daß sie Fleischfresser sind. Nur in ganz seltenen. Fällen haben sie sich an Pflanzennahrung versucht. Aus dieser Beobachtung läßt sich schließen, daß der Ohrwurm auch im Freien Fleischnahrung vorzieht, und daß er sich wahrscheinlich von kleinen Kerbtiere»>- Maden, Larven und Eiern nährt. Er Mrd also, im Gegensatz zu der bisherigen Ansicht, zu den nützlichen Garteninsekteu, als Vertilger von Obstfeinden zu zählen sein. * Ein taktloser Bursche. „Ich will Ihnen gestehen," sagte sie, „daß ich älter bin als ich aussehe. An meinem nächste» Geburtstag werde ich 31." „Wirklich?" erwiderte er. „Ganz gewiß würde niemand vermuten, daß Sie mehr als 29 sind." „Das ist das letzte Mäl gewesen," sagte sie, als er gegangen war, „daß ich zu so einem taktlosen Burschen nett war." , * Unverdiente Kränkun g. „Was für eine graziöse Tänzerin ist doch Ihre Tochter!" sagte in höchstem Entzücken der junge Manu zu ihrer Mama. „Mein Herr," antwortete die Mama entrüstet, „was fällt Ihnen ein! Es ist schon verschiedene Jahre her, daß die Grazie beim Tanzen Mode war." ~ * Ein schwacher Ersatz. „Glauben Sie, daß Ihre Fra» nun glücklich fein wird, wenn sie das Stimmrecht erhält?" „Ich fürchte, sie wird es nicht fein," 'meinte Mir. Meekton. „Wisse» Sie, bloß so zu der Urne gehen und einen Stimmzettel rein tun, das wird nur ein schwacher Ersatz fein für die schönen Dinge, bte sie jetzt Hat, die großen Straßendemonstrationen, von den Bombe» gar nicht zu sprechen. . Vüchertisch. — Neuerscheinungen der Universal-Bib- liothek Nr. 5591. Das Reichsgesetz über einen einmaligen außerordentlichen Wehrbeitrag und das Besitzstenergefetz. ^ext- ausgabe mit ausführlichem Sachregister. Herausgegebeuvon Karl Pannier. In Leinen GO Pfg. — Nr. 5592—5o94. Weltkmder. Bon Paul und Victor Margueritte. Roman. Autorisierte Ueber- setzung aus dem Französischen von Olga Sigall. Lernen 1 Mark ■— Nr. 5595. Musiker-Biographien. 32. Band: Gruseppe Verdi. Von Max Chop. — Nr. 5596. Nachbarskinder und andere Novellen und Skizzen. Von Walther Burk. Inhalt: Nach- barsrinder. — Der Bittgang am Desiderrustage. — Des Herrn Thaddäus Jugendliebe. — Die Judenberta. — Onkel Oskar. — Die Spinne. — Knotterchen. — Der rote Bindfaden - Dam- merungszailber. — Finsternis. — Nr. 5597. Ausgewahlte Reden des Lysias. Ins Deutsche übertragen und mit Einleitung und Aninerkiingen versehen von Dr. Curt Hermann. Erstes Bändchen. Inhalt: Vorwort. — Leben und Schriften des Lysias. — Rede gegen Eratosthenes. — Rede gegen Agoratos. — ^Verteidigungsrede in betreff des Oelbanms. — Nr. 5o98. Das Gluck der Häßlichen und andere Skizzen und Satiren. Von Helene Migerka. — Inhalt: Das Glück der Häßlichen. — Erne Pilgerschaft. — Warum sie sich iricht finden komrteri. — Pcuelchre. — Unerwartet. — Die Sprüche der Dürlacherin. — >chre Schützlinge — Der neue Besen. — Nr. 5599. Opernbücher. 69. Band: Cosr fan tutte. So machen's alle. Von W. A. Mozart. Komische Oper in zwei Auszügen. Dichtung von Lorenzo da Ponte, bearbeitet von Eduard Devrient. Die Rezitative arrangiert von Wilhelm Kalliwoda. Vollstäridiges Buch mit Dekoratronspsiuien, herausgegeben und mit Einleitung versehen von Georg Richard Kriise. — Nr 5600. Wildwasser. Bon Paul Grabern. Novelle. Mit einem Bildnis des Verfassers. In Leinen 60 Pfg. Gitter-Rätsel. In die Felder nebenstehenber ~1 Figur sind die Buchstaben --bbbb, ec, dddd, eeeee __ eeeee e, g g, h h, i i, 111 1, n n n n n n. r r r r r, s, t t I derart einzutragen, daß die senkrechten und ivagerechten Reihen gleichlautend folgendes ergeben: 1. Süßschiueckende Früchte. 2, Beliebten Märchendichter. 3. EinenOperettenkomponisteir. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Brautjungfer. Redaktion: K. Neurath. - Rotzttionsdrnck und Verlag der Brühl'sck-" Universitäts-Buch- und Steindruckereh R. Lang«. Gieße»