jfirnenraulch. Roman von Paul Grabern. Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) War das nicht ettoo.3, was endlich die so lang entp(- fundene Leere in ihrem Sein aus füllen könnte? War da nicht die wirklich befriedigende, frohmachende Lebensaufgabe, nach der sie sich so gesehnt hatte, Jahr für Jahr? „Ich sehe, Sie können sich nicht entschließen — Sie können uns das Opfer nicht bringen," traurig klangen seine Worte ihr plötzlich ins Ohr. „Bitte, verzeihen Sie meine Anfrage, die Sie in diese peinliche Lage brachte." „Opfer?" Sie war anfgestanden; dicht vor ihm traf Auge das Auge. „Kein Opfer, Herr v. Malmort. Eina Freude, eine Herzensfreude ist nüf Ihr Rus. Und ich folge ihm — hier haben Sie mich!" „Wahrhaftig?" Er ergriff ihre beiden, ihm hingestreckten Hände, aber immer noch ungläubig starrten sie seine Blicke an. Als er aber in ihrem Auge das feste Ja las, da flog ein Freudenschein über sein Gesicht, so strahlend hell,, wie sie es noch nie an ihin gesehen hatte. „Gott segne Ihnen diesen Entschluß!" Und in köstlicher Vorfreude saßen sie nun noch lange beisammen, sich ihr trauliches künftiges Miteinanderhausen ausmalend. »Endlich aber jgebot ihnen die vorgerückte Stunde, an die Ruhe zu denken. Unter heiteren Scherzworten über ihre primitive Unterkunft richtete Malmort von dem Heu zwei Lagerstätten rechts und links des Herdes her. Dort lagen sie dann, in ihre Wettermäntel gehüllt. Wer der Schlaf kam beiden noch lange nicht. Die Gedanken flogen noch immer unablässig um den neuen Plan, mit frohem, hofsnungsleichtem Flügelschlage. * Malmort und Gottliebe hatten die beabsichtigte Tour auf die Puuta d'Urso (nun doch nicht ausgeführt. Der Drang, Rehe von dem (neuen Entschluß in Kenntnis zu setzen, alle Vorbereitungen zu treffen, um ihre Beziehungen in Berlin zu lösen und in Bälde die Uebersiedlung zu bewerkstelligen, hatte namentlich Gottliebe zur sofortigen Heimkehr bestimmt. Gegen Mittag langten sie so wieder in Schloß Malmort an. / Boll frohester Stimmung, in geheimer Freude, was wohl Rehe zu der (großen Neuigkeit fagen würde, wie (glückselig sie wohl sein würde, klopften sie ungeduldig ans Schloßtor. (Aber wie ein leichter Frost legte sich auf ihre hoffnungs- (geschwellten Herzen (gleich die Miene des Alten und seine Meldung, daß die gnädige Fran sie schon gestern abend zurückerwartet habe und Höchst aufgeregt über ihr Ausbleiben über Nacht sei. Mittwoch, den 27. August tl Malmorts Stirn (verfinsterte sich (alsbald gleichfalls, und mit Schweigen schritt er schnellen Fußes ins' Schloß hinein, wie in heftigem Begehr, schleunigst hier eine klare Situation zu schaffen. Gottttebe ging ihm zur Seite, plötzlich schwer beklommenen Herzens. Bei all ihren schönen Plänen hatte sie gar nicht Frau v. Malmorts gedacht. Sie war ja nur eine vorübergehende Erscheinung hier, ohne jede Bedeutung für das Leben auf Malmort, die in den nächsten Tagen schon wieder spurlos verschwunden sein würde, sobald «die Laune gestillt war, die sie hergetrieben hatte. Nun aber sagte ihr plötzlich ein dunkles Gefühl, daß ihrem Vorhaben von dieser Seite her sicherlich unerwartete Hindernisse sich entgegenftellep würden. | Schweigend schritten sie so dahin. Sie hatten erwartet, daß Rehe wenigstens sie schon unten in der Halle begrüßen würde; aber niemand war da. Malmort biß sich auf die Lippen. Sonst hatte die Tochter ihn stets hier empfangen. Daß sie heute nicht da! war, war unfehlbar das Werk seiner Frau. Immer unheilvoller zog sich h>as finstere Gewölke auf seiner Stirn zusammen, während ;er nun mit Gottliebe die Treppest hinaufstieg. (Als sie droben in den Vorsaal des' ersten Stockes' traten, war es ihnen, als ob sich hinten eine Tür auf dem Gang schlösse, in der Richtung, wo Rehes Zimmer lag, und nun trat ihnen, ans dem Korridor biegend, um den Pfeiler herum unvermutet Frau v. Malmort entgegen. Mit einer eisigen, verächtlich-hochmütigen Miene stand sie unbeweglich und ließ so die beiden herankommen, die dort an ihr vorüber mußten. (Auf Malmorts Stirn zuckte es in dem feinen, lichtblauen Geäder der Schläfe, aber völlig beherrscht, grüßte er feine Frau mit korrekter Höflichkeit. Sie dankte mit einem kaum merklichen Nicken, ivährend sie Gottliebes Gruß kalt übersah. Malmort bemerkte es, und «ein Zittern der Erregung klang nun doch leise ans seiner Stimme, wie er sich an die herausfordernd int Wege stehende Frau wandte: „Ich hörte schon zu Meinem Bedauern, daß du dich wegen unseres Ausbleibens über (Nacht beunruhigt hast, aber —" 1 „Beunruhigt?" Mit spöttischem Ton schnitt sie ihm das Wort ab. „Da irrst du gänzlich, mein Freund. Meinetwegen bleib fort, so lange du willst. Nur," und jetzt hobt sich die Lorgnette vors Auge und musterte Gottliebe mit kalt-verächtlichem Blick, „daß du in Gesellschaft übernachtetest, das hat mich frappiert, mein Bester!" Gottliebe zuckte zusammen wie unter einem Peitschen- biebe. Im selben Moment war aber auch schon Malmort bei ihr. . („Verzeihung, Fräulein Gottliebe, meine Fran toetf; bisweilen nicht, was sie spricht; sie kann Sie jedenfalls! nicht beleidigen." 530 Schneidend kalt sprach er es, ohne seine Fran eines Blickes zu würdigen; vielmehr b'ot er, sich verneigend, Gottliebe seinen Arm: ' „Bitte — Sie erlauben, daß ich Sre aus Ihr Zimmer geleite. — Wir sprechen uns nachher!" Ueber die Schulter hin warf er schon int1 Fortgehen seiner Frau das Wort hin. Mit dumpfem Drohen. Das' raubte der Erregten jede Beherrschung : „Allerdings — wir werden uns sprechen, mein Lieber! Zischend stieß sie es hervor. „Ich bin deine Frau, wenn du auch aufs schamloseste vergißt, was du meiner Ehre schuldig bist. Aber ich werde mich nicht in meinem eigenen Hause ungestraft beschimpfen lassen, vor den Augen dieses —, Fräuleins! Ich nicht! Du wirst's sehen!" sind türkrachend stürzte sie ins Zimmer zur Rechten. Zitternd hing Gottliebe in Malmorts Arm; ihre Füße, ihre ganze Gestalt wankten. Dann aber raffte sie sich zusammen: „ „ „Lassen Sie mich — ich will weg', sofort!" Sie rang',, ihren Arm frei zu bekommen; aber er hielt sie mit sanfte« Gewalt. , ,. „Ich schaffe Ihnen Genugtuung, Gottliebe!" Durch die Zähne stieß er es dumpf hervor. „Nicht Sie — jene wird mein Haus Verlässen. Aus mein Wort!" So geleitete er sie auf ihr Zimmer, wo sie matt, ganz gebrochen, aus einem Sessel zusammensank. „Fassung — Ruhe!" beschwor er sie noch einmal. „Jene Rasende kann Sie nicht beleidigen — ich wiederhole es noch einmal. Ich gehe, sie jetzt zur Rechenschaft zu ziehen. Erwarten Sie mich hier — ich bitte, ich flehe sie an. Ich sende Ihnen einstweilen Rehe." Und schnell eilte er hinaus, sein Versprechen auszu- sühren. ' Er suchte seine Frau drüben in einem ihrer Zimmer, aber er sand sie nirgends. Da stieg ein banges Ahnen in ihm auf, und mit bebenden Knien eilte er hinüber in den Turm, zu Rehes Stübchen. Sein Ahnen hatte ihn nicht getrogen, schon von draußen hörte er die schrille Stimme seiner Frau und der Tochter! herzzerbrechendes Ausschluchzen. ' Mit fliegender Hand riß er die Tür aus. „Und du willst es mir nicht glauben?" hörte er gerade noch die wutrasende Frau hohuvoll, gellend ausrufen. „So hättest du nur dabei sein sollen, wie er die Person vor meinen Augen mit zärtlichem Kosenamen nannte und vertraulich am Arm wegführte. Der Elende — der Ehebrecher!" Ein Ausschrei aus Rehes Muude, als hätte sie eben Men Vernichtungsstreich empfangen! IM selben Augenblick sah sie den Vater im Türrahmen stehen — totenblaß zurücktaumelnd, mit einem Gesichtsausdruck, so entsetzlich, daß sie ihn nie im Leben wieder vergessen wurde. In Todesangst wollte sie auf ihn zustürzen und doch blieb sie wie erstarrt stehen. Ein furchtbares, dunkles Gespenst hatte sich zwischen sie und den Vater gestellt -- wenn es nun doch wahr war, was die Mutter da eben gesagt hatte? Sie hatte 'es ja doch mit eigenen Augen gesehen! ' -Im nächsten Moment stand Malmort wieder fest da, aber etwas Steinernes int Antlitz. „Rehe!" seine Stimme klang rauh und heiser vor furchtbarer Erregung. „Geh hinüber zu Fräulein Gottliebe." „Wie? — zu deiner Maitresse?" Wie eine Besessene wollte sich Frau v. Malmort aus die Tochter stürzen; aber da packte sie plötzlich seine Faust mit eisernem Griff. „Geh!" gebot er noch einmal der wie 'angewurzelt stehenden Tochter, i 1 1 „Laß mich! Du Miserabler, du Henkersknecht!" Ninon Malmort wand sich verzweifelt unter seinem schmerzenden Griff. Dann heulte sie plötzlich auf. «„Nun siehst du's ja!" schrie sie zur Tochter hin. „Wie er mich mißhandelt, mich foltert, um jener Dirne willen." Aus Malmorts kreidebleicher Stirne schwollen die Adern dickblau an, zum Zerspringen. Er sah in diesem Augenblick zum Fürchten aus. i „Hörst du nicht!" Donnernd scholl der Ton an Rehes Ohr. Noch nie hätte der Vater so zu ihr gesprochen. „Ich befehle es dir: Auf der Stelle zu Fräulein Rhyn- gäert!" Da zuckte das Mädchen zusammen, wie vom Blitzschlag getroffen, und dann flog sie hinaus, die Hände vors Antlitz schlagend. Sowie sie hinaus war, gab Malmort seine Frau frei, aber er trat schnell zur Tür, den Schlüssel umdrehend und abziehend. ? „Was tust du? Laß mich hinaus !" Wie eine Tolle sprang sie auf ihn zu, vergeblich ringend, ihm den Schlüssel zu entreißen. ,/Hilse, Hilfe! Er will mich »norden!" Die Rasende stürzte ans Fenster, und ihr gellendes Rusen drang kreischend aus den stillen Schloßhos hinaus. „Ruhe!" i Donnernd gebot er es, zu ihr tretend. । „Oder ich vergesse mich wirllich!" Der furchtbare Ton machte die Tobende verstummen. Zitternd starrte sie auf den gewaltigen Mann vor ihr, der ein Bild nur mühsam noch niedergehaltener, entsetzlicher Erregtheit war. „Ein Wunder wäre es bei Gott im Himmel nicht, wenn ich dich vernichtete, ,—. die du da dien vor meinem Kinde — Ah!" Er vollendete nicht; ein Stöhnen brach aus seiner Brust, so schrecklich, daß die Frau in Todesangst die Hände zu ihm aufrang. „Wulfrin! Verzeih mir — ich wär wie von Sinnen!" Da war die Krise vorüber; er wurde! wieder Herd seiner selbst. ; 1 „Verzeihen!" Bitter lachte er auf. „Daß du in die reine Seele meines Kindes den Gifthauch des Argwohns gegen den -eigenen Vater gesandt, von ihrem Auge den Schleier der Unschuld gerissen — das soll ich dir verzeihen?" Ninon Malmort brach, nach all der furchtbaren! Erregung, haltlos in einem Sessel zusammen; dort lag sie nun krampfhaft schluchzend. Er ging eine Weile, ihrer nicht achtend, vor sich hin- starrend im Zimmer auf und ab'. Dann blieb er vor ihr stehen. Ein Blick namenloser Verachtung traf sie: Das war nun das Weib! Erst Schlangenbosheit, in besinnungsloser Wut vergiftend und würgend — und dann -erbärmliche Schwachheit, die sich nichts anders weiß als wohlfeile Tränen. Sie sah trotz des Tuchs vorm' Gesicht und ihrer anscheinenden Schmerzversuiikenheit, daß er jetzt vor ihr stand, und, an eine mildere Regung glaubend, sah sie nun zu ihm aus und hob flehend oie Hände: „Verzeih mir doch, Wulfrin; ich will ja alles wieder g|uf machen, Fräulein Rhhngaert um Entschuldigung bitten —i ich bin ja nun einmal so namenlos leicht erregbar — und gtelie —/' „Ja, Rehe!" Mit einem herzzerschneidenden Blick sah er sie an, während es in tiesem Weh, verzweiflungsvoll,: um seinen Mund zuckte. „Kannst du auch den Stachel aus ihrer Seele ziehen, sie diese Stunde vergessen machen, ihr ihre Ahnungslosigkeit wiedergeben?" ■ < (Fortsetzung folgt.) r pariser Herbstmoden. Von I v -o n ne-Paris. Diejenigen, die gegen den Luxus Blitze schlendern Und ihre Zahl ist nicht klein! — Heben ihm allein die Schuld an allein! Unheil, was um uns härUm passiert. Sie sagen: „Tie Unmoral kommt vom Luxus und die Treulosigkeit ebenfalls. Er ruiniert ganze Familien, MM die Frauen ins Verderben, ist das Unglück der Männer usw. wkw." Man könnte mit Leichtigkeit g-anAe Bände darüber vollschreiben. Der Luxus- ist der Prügeljungie,: dem alle Missetaten zur Last gelegt werden. Mer... es gibt nichts Ungerechteres, als diese Behauptung! Der Luxus ist eine Stufe notwendiger Entwicklung int Leben der Völker. Er ist fine den Geist, wäs das Brot für -den Körper ist. Was ist denn überhaupt Luxus? Es ist die Kunst Und Schönheit der Dinge um Uns herum, die Nahrung für unsere Seelen. Obne Kunst und Schönheit, und demnach auch ohne .Luxus, existiert für Stationen Und Individuen kein Geistesleben. Mer es gibt -eben .Luxus und Luxus, einen wahren und dnen falschen, und für den letzter^ müßten sich die Leute das Blitzeschleudern aufsparen! D-er eine ist echt Und der andere nachgemaM! Jener zeichnet sich durch we- schmack, dieser durch Geschmacklosigkeit aus ! Ein fein gearbeitet« Schmuckstück, eine herrliche Orientperle sind Luxusgegenstande, 531 Ma'svhrringe und Talmi-Peudentifs sind es nicht! 'Tie Fabrikation tron falschem Luxus müßte überhaupt verboten sein. Möchten doch! nur d i e Frauen seltene Steine, kostbare Pelzte und feenhafte Spitzen tragen, denen es ihr gesellschaftliche Stellung und das Vermögen ihrer Gatten erlaubt. Keine Fabrikation mehr von falschen Diamanten, falschen Rubinen, falschen Perlen, falschem Schildpatt, Spitzen und Stickereien zu zwei Sous' der Meter! Nur Künstler-Arbeiter und -Arbeiterinnen würden in dem Luxus- Handel Beschäftigung finden und die, die jetzt zur Herstellung von Talmitoaren gebraucht werden, würden ihre Tätigkeit in den Menst nützlicherer Dinge stellen, wie Landwirtschaft, Webereien, ünd Wo sonst noch Arbeitskräfte fehlen! Die Frauen würden dann nicht mehr alle Spitzenhemden, aber alle würden sie Bettücher Haben! Russin hat gesagt: „So lange es nicht für alle Hemden gibt, müßte man nicht daran denken, Spitzen zu tragen!" Vielleicht ist das ein etWas übertriebener Sozialismus, aber wenn der Geschmack tim Schönen auf eine richtige Külturhöhe gebracht wäre. Würde man den an falschen Schmuckstücken und Hemden zu 95 Centimes 'pro Stück verlieren! . . . Alle Iahte um diese Zeit liegt eine gewisse Unsicherheit über den Wechsel in der Mode und die Neuheiten, die uns der Herbst bringen Wird, in der Luft. Man wartet voller Ungeduld auf die neuen Modelle, und die 'Fürsten im Reich der Nadel, die sie schaffen, sind sicherlich schwerer zu interviewen >als französische Minister. Trotzdem wissen wir aber doch schon, die große Nachricht: Slemalte Seiden- und Samtstoffe Werden den „Clou" der Herbst- aison bilden. Mit seinen zarten Bechern ünd Schalen, seinen jyprefsengirlanden, mit seinen Iris- ünd Farnkrautzweigen wird Zersien unserem Geschmack nach bizarren Seltsamkeiten auf Crepe de Chine und Sammet entgegenkommen. Ein besonders kühner Pariser Schneider, der sich gern Extravaganzen erlaubt, verspricht uns sogar sehr amüsante, gemalte Herbstroben, mit wirklichem, farbigen Fries, der unten am Rock unter einer Pelzbordüre herumläüft. Da die Füchse rot, blaü und grün gefärbt werden sollen, dürfte ein Regenbogen, Was Farben anbetrifft, nichts mehr vor 'uns voraus Haben! Neben dieser ganz ausgesprochenen Tendenz Ar griechische Kunst gibt es aber auch noch eine für die fnoderne russische, deren großer Fürsprecher Batst wlar und bleibt. Alle seine Erfindungen sind für uns Wie ein riesengroßes, immer offenes Buch, aus dem die Schneider und wir unendliche viele Dokumente schöpfen. Kein anderer Ulst uns so Wie 'er, Zeichnungen auf die langen Bänder unserer Echarpes zu malen, und kein anderer Wie 'er leitet uns schon jetzt sacht 'und leise zu den wunderbaren'/, herbstlichen Geweben, die in Gold ünd Silber, ohne jeden anderen Farbenzusatz, den Abendmänteln eine von Veronese inspirierte, pompöse Pracht verleihen. Allerdings ist das eine etwas speziale Eleganz, die sich nicht alle Frauen werden erlauben können. Während die griechischen Malmotive allen Evastöchtern gleich gut an- stehen. Unsere herbstlichen Kleider Werden in diesem Jahre nicht nur einfache, mchv oder weniger reich gearbeitete Chiffons, sondern Kunstwerke sein, da die Müler sie nach unseren persönlichen Ideen oder ihren eigenen Inspirationen folgend, für uns anfertigen sollen! Heutigentags sind alle Frauen jung, und da es ausgemacht' ist, daß sie von Tag zu Tag jünger Werden, müssen sie im Herbst natürlich jugendlicher erscheinen, als sie es im ©Ommer Waren! Infolgedessen besteht die.Mode auch Weiter darauf, alles Vorspringende fortzumerzen, denn Einboupoint altert! Man begann seinerzeit mit bett Hüsten, und diese verschwanden tote ein Traum. Dann machte män sich an den Angriff der Taillenlinie. Wo die heute sitzt? Kein Mensch vermöchte des Rätsels Lösung zu finden! Die Röcke sollen für die kommende Saison oben weiter und unten — Wenn das überhaupt noch möglich ist — noch enger werden! Denn dieser Kreiselvock Verleiht ein jugendliches Aussehen. Und sollte es irgend einer modernen Modedame noch an der verlangten Schlankheit gebrechen, so wird sie an dem neuen Korsett, das in der Taille sehr Weit ünd über den Hüften sehr eng ist, eine kräftige Helferin in der Not sindeir! . . . Wenn sich beim !Aüblick des Fußes das Bein erraten läßt, so Werden Wir auch in der neuen Saison bei den indiskreten Röcken morgens, nachmittags und abends viele schöne Dinge — erraten können! Keine küWen Winde, keine bedrohlichen Herbststürme werden die Weitmaschigen Seidenstrümpfe hindern, das rosige Fleisch preiszugeben, das man des Avends zu den gemalten Sammet- kleidern unter Silber und Gold hervorleuchten sieht. Chantilly Md Guipttre sollen bald zü allen Kleidern getragen Werden/ gerade so/ als ob sie die einfachsten, praktischsten und billigsten Strümpfe von der Welt Wären! Für die Pariser Luxusdamen sind sogar sogenannte „Haarstrümpfe" erfunden worden, die so fein sind, daß sie nur ein paar Stunden getragen werden können, ünd dann auch dann noch unter der Voraussetzung, daß sich ihre Besitzerinnen sunt Fahren verpflichten. Ein solch wahnwitziger, überspannter Luxus kann nur .mit dem einer Pompadour lobten Du Barry verglichen Werden! Ludwig XII. erließ sogar seinerzeit teilt Edikt, das jeder Frau, unter Bestrafung mit.,1'500 Pfund, das Tragen von Spitzen untersagte, von denen die Elle mehr als 9 Pfund kostete. Ob sich Senat und Dtepütiertenkarnmer int Herbst genötigt sehen Werden, ebenso zü Verfahren?! Es scheint nämlich keine Grenzte mehr für die Preise zu geben, die .für die Strümpfe mit den blauen Schmetterlingen und gemalten Blumen verlangt Werben, für die L>trümpfte mit den echten Perlen Und Steinen, den Dopafen und Smaragden. Die Pariserinnen trösten sich in „m. ®ebanten, daß sie noch nicht bei dem Wahnsinnsgrad der römischen Kaiser angelangt sind, die ihren Mauleseln und Pferden, Gelegenheit, Gold- und Silberschuhe auziehen ließen! Wtelletchi liegt dieser Mangel aber auch bloß daran, daß sie heute Autos haben?! . Eins ist jedenfalls sicher: um sich alle otese Sloftbarleiten leisten zu können, muß ein Strumpf.da fein, einer, au den wir immter alle denken, von dem wir aber uite sprechen: der Sparstrumpf! Und das Hutkapitel? Da können wir beim Lesen der ersten V'^ar Seiten schon jetzt den Schluß prophezeien: wir bleiben bei den kleinen! ^vas ganze Jahr 1913 sind wir konservativ. Paradiesvogel und Straußenfedern, viel Straußeiifedern, Sammet, viel Lammet, Kopfbedeckungen aus Wachstuch mit Federstutz für die llebergaugszeit und Gerichtspräsidenten-Mützen aus schwarzem Filz. Namentlich die letzteren werden den großen Herbstchick bilden, bilden, und leichtsinnige, oberflächliche Gatten können sich auf eme^ gestrenge Anklagerede von Seiten der Mützen-Trägerinnen gefaßt machen! Was wird aus den armen Männern werden, wenn Frauen in der neuen Saison über sie zu Gericht sitzen?! Man Nnrd sie Wahrscheinlich zwingen, ihren Richterinnen den — (Gerichts !)-Hof zu machen!! . . . jDb es die Folge einer Behauptung dreier englischer Aerzte ist, daß das Tragen von dichten Schleiern die Frauen zur Neurasthenie führt und nicht nur ihre Haut, sondern auch ihre Augen verdirbt, Weiß ich nicht, aber cs ist sicher, daß ich im Hause der „Dame Eoquetterie" die reizendsten Spinngewebe gesehen habe, die die Modedamen nach ihrer Rückkehr aus den Ferien empfangen und entzücken sollen und, als. Schleier verarbeitet, das charmante Symbol der leichten, beweglichen Träume ihrer Trägerinnen verkörpern. Des Nachmittags sollen blaue, rote, violette und grüne, mit einem Sammet- band besetzte Schleier die Kopfbedeckungen umwinden, und keine Evatochter wird böse darüber sein, daß der kleine, kurze, fest über das Gesicht gespannte Schleier Wieder modern Wird, der Schleier, der bis zur Nasenspitze reicht Und dort innehält, wie um die Zeichnung eines hübschen Mundes zu unterstreichen. Und in jenem Tülltempel sah ich auch die so modern werdenden'/ gestickten, einfarbigen Schleier, die flüchtig tote ein Hauch und leicht toie Musseline sind, den Schleier Isoldens, der wie eine beflügelte Wolke dem Herzallerliebsten von der Terrasse aus ent» gegentoe^t, den aus Liebe und Zärtlichkeit gewebten Babyschleier/ den Schleier der Nonnen, der in seinen schweren Falten heiße Leidenschaften birgt. Nur einen Schleier habe ich unter all den vielen, modernen Geweben und Tüllen vergeblich gesucht, einen, nach dem wir alle greifen, und der so fein ist, daß Wir ihn nicht festzuhalten vermögen — den Schleier des Glücks! . - , Den hatte die Verkäuferin nicht! . . . Vermischter. * W i e B ulka n e R auch rin g e er z eug c n. Genau solche Rauchriuge, wie der Raucher sie aus Zigarrenrauch kunstvoll mit dem Munde formt, werden nicht allzuselten von Vulkanen ausgestoßen. August Sieberg, der gegenwärtig in der „Naturwissenschaftlichen Wochenschrift" eine lange Abhandlung über Bau und Bild des Aetna, sowie seine Eruptionen veröffentlicht, macht über die eigentümlichen Strüktionsverhältnifse der Eruptionstoolken interessante Mitteilungen, 'wobei er sich auf die Untersuchungen von K. Mack stützt. Die Physiker haben nachgewiesen, daß aus- strömende Eru'ptious'wolken sieh analog verhalten, wie Flüssigkeiten. !Tie Versuche, die Mack mit Flüssigkeiten gemacht hat, Haben daher ohne weiteres für die vulkanischen Aussttömung?- gebilde Geltung. Ter Forscher ließ aus einer vertikalen Glasröhre durch Fuchsin gefärbtes Wasser in ein mit ungefärbtem! Wasser gefülltes weiteres Glasgefäß unter verschiedenartig modi- fizicrten Druckverhältnissen einströmen. Dabei sind schwere Par- tikelchen in Flüssigkeit suspendiert, genau toie es bei den Erupttons- Miolken der Fall ist. Wenn die Flüssigkeit oder das Gas in kleiner Menge schnell ünd kräfsig ausgeslvsen wird, dann fliegt aus nahdzü kreisförmiger Oeffnung ein Wirbelring heraus, der um seine horizontale Achse lebhaft rotiert. Sartorius von Waltershausen und F A Perret haben solche Wirbelringe an Vulkanen häufiger beobachtet Bei größerer Flüssig'keitsmenge und schwächerem, aber länger anhaltenden Drucke bilden sich charaÄeristrsche pilzförmige Aüsströmungsqebilde, deren oberer umgestülpter Teil gleiÄalls einen kreisförmigen, horizontalen Wirbelfaden enthalt. Ein solcher Pilz" steigt, während er seine Form im wesentlichen bechehalt, langsam bis zu einer gewissen Höhe über der Slüsflußöffnung an und verhält sich bann ziemlich stationär, indem die wettere von unten zugeführte Flüssigkeit zur Verdickung des Pilzkopses und der Windungen verwendet wird. Hört gleich nach Erreichung der Maximalhöhe die Materialzufuhr auf, so wird das letzte Material in den Wirbelkopf hineingezogen. Das jetzt freischtockende Gebilde sinkt, während die Rotationsbewegung in den Windungen allmählich aushört, infolge der Schwere langsam nach unten. Wobei es allmählich die Gestalt einer horizontalen, kreisförmigen Platte annimmt. Glockenförmige Gebilde entstehen dadurch, bafj einige Zeit nach Erreichung der Maximalhöhe der Wirbelring des' Pilzkopfes infolge der Schwere sinkt, während die Mitte des! oberen 532 Teiles infolge der anhaltenden Materialtzufuhr von ünfen NiNächfl noch die erreichte Maximalhöhe behauptet. Es gebt auch few Linierte Gebilde, die ans der Durchbrechung einer „Platte durch dneit aufsteigenden Piltz entstehen. Diese Grundformen von Ringen, Pillen Glocken und kombinierten Formen lassen sich an Eruptrous- wokken stets imchmeisen, und die gleichen Wirbelbewegung eu haben Sieberg.nnd andere auch an geivöhnlichen Kumuluswolken beobachtet. * Feinde der Zigarre. Man denke, toenn man diese Bezeichnung hört, nicht etwa an einen neugegründeten Verein gegen das Rauchen, überhaupt nicht an einen menschlichen Femd der Zigarre, nein, es handelt sich um einen viel erbitterteren, um eine ZusÄtenart, die sich in die Zigarre .einbohrt und sie durchlöchert. Sie ist aber auch eine Feindin des Rauchers, denn die Anstrengungen, die er machen muß, um den Rauch aus der durchlöcherten Zigarre tzu ziehen, Tonnen zu Schädigungen der Atmungs- vrgane führen. Die JnsÄtenart Wick Äcksivderma serricorne genannt lund kommt in Kuba und auf den Philippinen massenhaft vor: in Manila allein wird der durch sie.entstandene Schaden innerhalb eines Jahres auf '200 000 sanken berechnet. Auf Veranlassung großer Tabakfabrikanten wurden Studien gemacht, um Näheres über den Schädling in Erfahrung zu bringen und ihm beizükommen. Es hat sich dabei herausgestellt, dav Lastoderma in ausgewachsenem Zustande dem Tabak nicht gefährlich i|t. Das Insekt kommt vor allem in Zigarrenfabriken vor und setzt dort seine Eier entweder auf den Tabaksblättern ab oder auf den bereits fabrizierten Zigarren. Aus dem Ei entwickelt sich eine Larve, die lange Galerien durch die Zigarren bohrt und in den Umhüllungsblättern große Löcher hinterläßt. Das Insekt erweist sich dabei als der feinste Zigarrenkenner, denn es sind nur die besten Sorten, die es für seine Eier bezw. Larven wählt. Nun hat man zwar auch natürliche Feinde des Lasioderma entdeckt, darunter verschiedene Vögel und ein noch winzigeres Infekt, das ferne Eier in die Larven des Lasioderma legt, wo sie zerstörend wachsen, aber sie genügen natürlich nicht zur Bekämpfung des Zigarrenfeindes Der Biologe, dem diese neuen Untersuchungen zu danken sind, empfiehlt .daher energische Mittel, nämlich vor allem eine Desinfektion der Tabakblätter gleich bei ihrer Ankunft tn der Fabrik (wo sie oft jahrelang lagern). * Die Maus mit dem Rüssel. Ohne den wissenschaftlichen Verdiensten Dr. Carrels um die Ausbildung der Methoden der Transplantation von Gliedern und Organen Wbruch zu tun, darf daraus hingewiesen werden, daß die erfolgreiche Verpflanzung von Glickern eines Lebewesens auf ein anderes Lebewesen schon vor mehr als einem halben Jahrhundert, allerdings frei von allen wissenschaftliche Absichten', ausgeführt wurde. Die Libre Parole veröffentlicht einige interessante Auszüge aus dem Jahrgang 1857 der französischen Gerichtszeitung, in denen die Einzelheiten eines Prozesses erörtert wecken, den der Gelehrte, Naturforscher und Zoologe Triquel gegen den früheren Zuaven Girorns angestrengt hatte Der Angeklagte war während seiner Dienstzeit sehr häufig Gast der Arrestzellen. Als er von Afrika nach Frankreich zurückkehrte, verkaufte er dem Gelehrten eine Maus, die einen prächtigen großen Rüssel hatte, für 50 Franks. Triquel kaufte bald darauf von dem Zuaven noch eine zweite Rüsselmaus. Die bisher unbekannte Tierart beschäftigte den Geist des Gelehrten sehr rege, aber seine Verblüffung und seine Enttäuschung waren nicht gering, als er sehen mußte, daß die von dem Rüsselmauspaar stammenden kleinen Mäuse absolut keinen Rüssel, ja nicht einmal eine Andeutung davon aufwiesen. Der um die Entdeckung einer neuen Tierart betrogene Gelehrte strengte einen Prozeß gegen Girorns an, und im Lause der Verhandlungen wurde als Zeuge auch ein Zuavenoffizier vernommen, der folgende Aussage abgab: „Es kommt sehr häufig vor, daß die häufig mit längeren Arreststrafen heimgesuchten Soldaten in Afrika die Eintönigkeit ihrer Hast dadurch verkürzen, daß sie.lebenden Mäusen solche Rüssel auf- pflanzen. Die Methode ist höchst einfach: man nimmt zwei Mäuse, bindet sie mit den Füßen fest auf ein Brett und zwar so, daß die Schwanzsvitze der ersten Mans' die Schnauze der zweiten erreicht. Mit einem Taschenmesser macht man dann einen Einschnitt in die Nase der Hinteren Mans' und legt die Schwanzspitze der vorderen in die kleine Wunde. Nachdem man die Schwanzspitze dort sorglich sestgebunden hat, läßt man 48 Stunden verstreichen: diese Zeit reicht aus, um die Gewebe miteinander verwachsen $u lassen. Dann schneidet .man der vorderen Maus 2 oder 3 Zentimeter des Schwanzes ab und läßt sie nun laufen, während die andere noch 20 Tage oder länger unbeweglich auf dem Brett bleiben muß und künstlich ernährt wird. Dann aber ist chic Wunde vollkommen vernarbt und die Maus hat den schönsten „Rüssel"'. Der angeklagte Zuave (Strome wurde in jenem Prozesse freigesprochen, weil er dem Naturforscher beim Verkauf der beiden Mäuse niemals gesagt hatte, die Tiere hätten von Natur diesen Rüssel; der biedere Soldat würde sich gewiß nicht wenig gewundert haben, hätte er gewußt, daß er in den Mußestunden seiner Arrestantenzeit der Wissenschaft neue Wege wies. kf. K o ch und Dichter. Sogar die Köche haben ihren Dichter. Er heißt Paul Harel und ist Besitzer eines kleinen Land- Gasthanses in Eschauffeur, einem stillen, abgelegenen Sorte in der Nähe von Sainte-Gauburge. Er besorgt mit seiner Gattin das Hauswesen und beschäftigt sich mit Vorliebe am Herd. Er hat mehrere Dichtungen veröffentlicht und bereits viermal den Preis der Akademie davongetragen. Doch ist er auf diese Erfolge nicht so stolz wie auf seine Kochkunst. Mehrere bedeutende französische Dichter sind mit ihm befreundet. De Heredia, Henry de Regnier, Barres, France, Mistral sind schon ost bei ihm abgestiegen und haben sich mit ihm, während er ihnen, die Serviette überm Arm, die Speisen auftrug, über künstlerische Fragen unterhalten. Vor einigen Tagen hat ihm die „Acadämie des Violettes“, die Kunstgesellschaft der Picardie und der Normandie, einen Besuch abgestattet, bei dem sie ihm feierlichst ein goldenes Riesenveilchen überreicht hat. Harel hat die Gesellschaft mit einem feudalen Mahl von sechs Gängen, die er alle selbst zubereitet hatte, bewirtet. Nachher stossen gute Weine in Strömen, die sämtliche Schleusen der Beredsamkeit öffneten. Als Harel in einem flammenden Prolog die verstorbenen Dichter Frankreichs feierte, legte sich eine sentimentale Wolke über die Gesellschaft und löste sich schließlich in einem glitzernden Tränenregen auf. ' Vom lustigen John Bull. H eimg eleu chtet. In eine kleine Gastwirtschaft kommt ein Mann mit einem Hunde und ein Irländer fragt den Neuankömmling, welcher Rasse der Hund sei. Der Eigentümer blickt den Iren hämisch vom Kopf bis zu Füßen an und antwortet dann hochmütig: „Eine Kreuzung zwischen einem Affen und einem Irländer." „Ach," sagt der Ire überrascht, „schau, ich au, da sind wir ja beide mit dem Tier verwandt." — Bedenkli ch. Das Kinderfränlein zu dein Heinen Jack: „Ich glaube, du tätest besser, wenn du deiner Mama gleich eingestehen wolltest, daß du die Süßigkeiten heinilich aufgegessen hast. Deine Mama hat so ein weiches Herz " „Ja, aber eme so harte Hand " — Der Erfolg. Ter kleine John schreibt und sagt in der Schule unentwegt „Ich habe geschreibt" statt „Ich habe geschrieben". Als alle Verweise und Mahnungen nichts fruchten, läßt ber Siebter ihn nachsitzen; hundertmal soll er schreiben „Ich habe geschrieben". Ter Lehrer geht nach Hause, vergißt zuerst den Jungen und eilt sehr spät und besorgt drei stunden später ins Klassenzimmer zurück, um nach dem vergessenen Sträflinge zu sehen. Auf feinem Katheder findet er einen Zettel: „Lieber Lehrer, ich habe hundertmal geschreibt „Ich habe geschrieben" und bin dann heimgegangen.' — — Vorsichtige Wahl. Besucherin: „Was, Sie haberi immer noch keinen Namen für Ihr Baby?" — Mama: „Nein.' Besucherin: „Sa, wird es Ihnen denn so schwer, einen Namen zu finden?" — Mama: „Das nicht, aber wir haben immer noch nicht herausbekommen, welcher Onkel der reichste ist," vüchertisch. — „Z ugvogeI", Reiseerinnerung en und Erlebnisse aus Deutsch-Ost-Afrika zur Zeit der ersten Landerwerbungen, von Constantin R ed zi ch, nennt sich der Titel eines' Buches, welches im Verlage von W. v. Frankenstein, Berlin N. 65, erschienen ist. Unter Vermeidung alles „Nvmanhaft-phrasenreichen führt 'uns der Verfasser eine ununterbrochene Reihe von Vorgängen aus dem dunklen Erdteil vor Augen, nrie sie von dieser Seite überhaupt noch nicht geschildert worden find. Der Autor hat es verstanden. Wissenschaftlich-lehrreiches mit spannenden sclbst- erlebten 'Abenteuerit, sowie gesundem Humor bei Mißgeschicken zu verschmelzen und in dieser Weise den Lesestoff jedem Laicn- verständnisse anzupassen, also feine Darstellungen sowohl zu einer interessanten Lektüre, als auch gleichzeitig zur belehrenden Unterhaltung auszugestatten. Deshalb begleiten wir mit immer gesteigerter Spannung den tollkühnen Globetrotter auf fetneu unsäglich gefahrdrohenden Wanderzügeu in eine Welt voll gigantischer Wildnisse, grausiger Wildheit und schauerlicher Beschwerden in entsetzliche Länderstrecken, von der erbarmungslosen Tropensonne durchglüht und in den Bereich von Behausungen furchtgcbietender Bölkerstämme, sehen die Gräueltaten fanatifcher Anhänger einzelner Sekten bei ihren Götzendiensten, sowie auch bestialische Untaten schrecklicher Kannibalen, wie sie zu damaliger Zeit in dem noch völlig 'unerforschten Hinterlande in vollster Blüte standen. Packend sind ebenfalls gewagte Jagdstreifzüge, Seeabeuteuer, sowie nerven- erregenbe Küstenfahrten bei den gewaltigen, so sehr gefürchteten! und verrufenen Monsumstürmen, im schwankenden MZsschur-Fahr- zeug, die Schaudern erweckende Durchquerung von Wstensumpfeu und die gräßliche Plage der dort in unglaublichen Mengen hausenden Lebewesen. ------------ Magisches Guadrat. In die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Buchstaben AA AADIILLL M N N N 0 0 derart einzutragen, daß die wagerechten u. senkrecht.Reihen gleichlautend folgendes bedeuteir: L Figur aus einer Wagner'fchen Oper. 2. Nordische Gottheit. 3. Weiblichen Vornamen. 4. Französischen Schnhstaat in Asien. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: Hosen, Rose n. Redaktion: I. V.: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Bnch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,