bTj bTh AM« jOtk D ffrauenlirbr. Roman von Horst Bodemer. (Nachdruck verboten.) ' (Fortsetzung.) Hans-Wilhelm, der jetzt den Kopf etwas frei bekommen hatte, war viel auf Jagden. Sie gönnte ihm die Zerstreuung von ganzem Herzen, wußte sie doch, was für ein leidenschaftlicher Jäger er war; aber dann kamen die einsamen Stunden und sie taten nicht gut. Oft suhlte sie sich wie zerschlagen; ein Bangen stellte sich ein, weil sie wußte, die Herren nahmen nach dem Jagdiner die Karten zur Hand. lind Hans-Wilhelm ahnte, was sein Weib dachte; noch immer hatte er mit gutem Gewissen ihren stillen Befürchtungen "die Spitze abbrechen können. „Du, Eva, ich hab' verloren!" „Viel?" fragte sie dann ängstlich. „Zwei Mark fünfzig im Skat um die Pfennige," er- widerte er lachend. lind wenn er gewonnen hatte, gab er ihr da» Geld. „Für 'n Reitpferd für Dich. Bis zu unserer Silberhochzeit wird's wohl dauern, bis wir genug zusammen haben, da bin ich aber schön 'raus' und kann sagen: hab' meiner Frau 'nen Schinder geschenkt!" Hans-Wilhelm bekam eine Einladung zu Püchkow nach Ossendorf zur Treibjagd. „Nimmst du an?" fragte Eva. „Warum denn nicht?" .„Ich dachte, er wäre dir nicht sympathisch," „Liebe Eva, die Jagd in Ossendorf ist gut, Püchkow! hat Sauen." ! „Tann geh' nur hin." Aber es koinmt ihr doch gepreßt aus dem Munde. Hans-Wilhelm bemerkt es nicht, seine Leidenschaft für die Jagd ist erwacht. — An diesem Nachmittag fährt Eva nach Glossow. Vater und Tochter, reden über gleichgültige Sachen. Endlich entschließt sie sich zu fragen: „Bist du nächsten Sonnabend auch bei Püchkow zur Jagd?" ' „Nein." „Gar nicht.eingeladen?" „Weder ich, noch Biogenstern, noch Goldbeck, Sie waren gestern bei mir und hätten sicher davon gerodet." Eva weiß wohl, es sind die gediegendsten Charaktere der ganzen Gegend. Sie schweigt und preßt die Lippen zusammen, weil sie den Mick ihres Vaters prüfend auf sich ruhen läßt. Schneller, als sie ursprünglich gewollt, verläßt sie ihn. Vom Fenster aus sieht ihr Graf Relendorff nach. Hat es bereits Streik in Mvreth gegeben, oder zieht das' Unwetter erst auf? Jedenfalls ist er froh, sich so fern von Hans-Wilhelm gehalten zu haben. Am Sonnabend morgen nimmt der junge Ehemann von Eva zärtlichen Abschied. „Jdj lasse dich eigentlich recht ost allein, Liebling; aber mein Jägerblut muß sich austoben. Bald kommen die Tage strenger Arbeit wieder, dann heißt es, hübsch bet dir bleiben und das ist gut so." '„Ich freue mich, wenn bu Zerstreuung findest. Diü bist dock) sonst so hübsch solide." Er streichelt ihr die Wangen. [ !„Kunststück, wenn inan ein so herziges Frauchen hat!" — k Da wirft sie sich an seine Brust, Sie weiß nicht, wie es kommt, aber ihr ist so bange. Beinahe hätte sie ihn gebeten, nicht zu spielen; aber sie läßt es, weil sie eine Trübung ihres Glückes fürchtet und Hans-Wilhelm ist doch so vernünftig geworden! „Nächstens müssen wir wohl auch eine Jagd geben?" „Ganz einfach, Eva. Die Leute sollen wissen woran sie sind. Moreth ist weiter nichts, als ein bescheidener, sehr, sehr glücklicher Landjunker und das ist doch soviel — ist alles, was mein Herz begehrt!" Sie sieht ihn in inniger Liebe an. Die Angst weicht! ihr; fast schämt sie sich, daß sie an Hans-Wilhelm zweifeln konnte. t *. , Püchkow hat nur wenige Herren geladen. Natürlich ist Jochen Düsedau, sein Schatten, da, tiuiBI der Kreisstadt der Amtsgerichtsrat Nöpke, der so gern Burgunder trinkt und immer „brr" sagt, wenn man von Akten spricht. Er schießt wie Gift und strampelt mit seinen kurzen Beinen und dem dicken Bäuchlein sehr gut, wenn er die Flinte auf dem Buckel hat, sonst ist er die Bequemlichkeit selbst. Seine Frau ist die gefurchteste Person im ganzen Kreise, denn sie weiß alles und bringt jede Neuigkeit in vierundzwanzig Stunden zehn Meilen in der Rrmde herum. „Das loseste Maul Pommerns," pflegte Jochen Düsedaus zu sagen. Aber gerade deshalb-gibt er sich die erdenklichste Mühe, mit ihr gut zu stehen. Auch ein paar Rittmeister der Husaren, bei denen Püchkow früher gestanden, sind zur Stelle — Herlingenach Notenstein und Reinbrecht, ein paar ordentliche Spielratten. Einige andere harmlose Menschen sind auch noch da, wie der Ämtsgerichtsrat meint: „UM das Kraut fett zu machen." Hans-Wilhelm war keinen Moment im Zweifel, die heutige Jagd war nur ein Mittel zum Zweck. Gut, daß er nur hundert Mark eingesteckt hatte! Düsedau fing auch gleich an, ihn zu necken. ^Na, junger Ehemann, wie bekommen die Flitterwochen?" „Danke, sehr gut!" i ' < „Hat die Gnädigste auch recht zärtlich Abschied ge- genommen?" 186 Rampe!" (Fortsetzung folgt.) Lerdinand Avenariur.') Von Georg Muschner. Ter Kunstwart koimte jüngst fein 25jähriges Bestehen feiern.- Dieses Jubiläum ist ein Markstein der deutschen Publizistik. T«v Kunstwart ist A'venarius und Avenarrus ist der Kunstwart. Eg ist ganz in der Ordnung, daß bei dieser Gelegenheit der bedeutend« *) Tie Lese bringt soeben eine Avenariusnuminer l-eraus. Es ist Wohl noch nie dagewesen, daß ein Literaturblatt den Herausgeber eines andern so weitherzig und anerkennend würdigt. —- Wir finden in dieser Apeimrius-Lese sogar die Aussubrungen, des Wvenarius über „Ein Bierteljahrhuichert Kunstwart" geschrieben hat. Weniger konkurrenzängstlich kann die LesegenPinde der Kunst- wartgemeinde gegenüber nicht iein. Freilich litmmt der Heraus- geber- der Lese - Georg Muschner in München - sich auch das da hatte er ordentlich laufen miissen. Püchkow- schlug Hans-Wilhelm vergnügt (tuf den Rücken. „Hast du eigentlich als junger Ehemann schon mal. dein Glück im Spiel gründlich auf 'die Probe gestellt? Willst du die Bank übernehmen?" „Ich denke nicht daran, Püchkow." „Na, höre man" „Hab' nur hundert Mark einsteckeii uni); dann weißt dü doch: Glück in der Liebe — Unglück im Spiel!" „Bloh so 'ne dumme Redensart, Hans-Wilhelm!" „Schon möglich, aber ich habe kein Geld; bei mir," „Mit 'nem Hunderter laßt sich freilich lischt viel an- ferneren!" Düsedau brachte schon einen Skatblock nut Bleistift fjcx’bei. ____ „Mit der Baiik ist es freilich vorläufig Essig, aber mithalten tust du doch? Du inalst die Zahlen hier schon auf Papier, Kredit räumen wir dir ein auf -dreimal mer- undzwanzig Stunden — nicht wahr, meine Herren?" Die waren zum größten Teil schon ungehalten über die „Zeitverplemberei". . „Natürlich — natürlich!" rief man. Wer halt drei Bank?" . c. ... . , Jochen Düsedau übernahm sie — vorläufig mit -dreitausend Mark. Man spielte Baccarat. Goldstücke lagen auf dem Tisch, nur Hans-Wilheint setzte einen Taler. Man rih Witze darüber. Mit solcheml „Krepelzeug" kriegte man doch Düsedau nicht klein. „Herrschaften, keine langen Neckereien," rief der, „die! Scheine kommen von ganz allein!" . , ' Hans-Wilhelm war binnen kurzem fünfzig Mark los; Notenbank räuberte bereits mit Hundertmark,cheinen den Bankhalter an. Düsedau lachte: _ ,r, „Bor dir hab' ich noch lange keine Angst. Du spuckst mein Geld schon wieder aus! Aber seht mal den. Anits- gerichtsrat an, der wird gefährlich. Pocht er mit ner Krone los, verliert er, setzt er höher, zieht er ein! „Der hat Nase," meinte Rittmeister Rembrecht und! zog seinen langen, dünnen Schnurrbart durch die Fauste« Püchkow! nannte ihn immer „Pandur". Hans-Wilhelm legte das erste Goldstuck neben den Einsatz des Amtsgerichtsrats, der hatte zum ersten Male einen Fünfzigmarkschein aus den Tisch „gebrezelt". Aber Düse- dau gewann. , , t' r , Röpke zuckte gleich mutig bte Achseln. , „Noch ist es zu früh; also werden wir wieder bescheiden!" u , ,a. Nach einer Stunde wär Hans-Wilhelm sein Geld los; er setzte nicht mehr« „ . , „Nanu," meinte Rittmeister von Herlingen, eut Kavallerist stoppt doch nicht vor der Attacke ab?" „Ich bin pleite, Herr Rittmeister." „Dort liegt Papier und Bleistift," rief Dusedau, de« gerade die Karten ausgab. Aber Hans-Wilhelm wollte nicht. .. „Lernt sich noch, wenn die Flitterwochen vorüber sind, sagte Röpke trocken. Man lachte. _ , Da stieg dem jungen Ehemann das Blut zu Kopf, der Spielteufel erwachte in ihm. ,-Hundert Mark. Bcoreth, schrieb er aus einen Zettel und warf ihn neben den -Latz! Ides Oberförsters Ullmann. Er gewann. „ . , , Das Lachen hatte Hans-Wilhelm gereizt, dem Sekt wurde auch heftig zugesprochen, und als es Mitternacht war, hatte er Düsedau ausgeraubert. Zweitausendfüns-! hundert lagen ungefähr vor ihm. Herrschaften," sagte Jochen mit einem tiefen Atem- ,Uqe ° ich gebe die Bank ab. Arbeiten und nichts verdienen', ist nicht nach meinem Geschmack, nun kann sich ein anderer mit dem Kartengeben abplagen." „Moreth ist am höchsten, im Gewinn — also au dch Hans-Wilhelm ftMt sich aLgestoßeu. -'Lieber Düsedau, ich liebe diese Art zu sprechen. Himmelwetter, muß die Ehe sensibel machen! -„Na, Mu bist wieder bei ihr, wenn der nächste Morgen tagt. ■>'Sei^kn? Fros^ Heute sind wir nur vernünftige Leute bei Püchkow, da wird ein anständiger Schoppen ge- Hans-Wilhelm entgegnete nichts, aber er nimmt sich vor, spätestens nm Mitternacht nach Hause zu fahren. Die Jagd war sehr amüsant; er schoß drei Conen, ■einen Fuchs, einundzwanzig Hasen, öwer Bocke und vier Rebhühner. Mit weitem Vorsprung wurde er Jagdkonig. Der Amtsgerichtsrat meinte vergnügt: „Das Schießen haben Sie tu der Ehe nicht verlernt." / . ^Fa^wenii^alle so pudelten wie Sie, da käme der Gast- | geb er nicht auf seine Kosten!" , . Der kleine dicke Nöpke, der ganz! gegen feine Gewohnheit sehr viele Löcher in die Lust geschossen hatte, nahm a6ei„SnVie mal von früh bis' abends hinter den verdammten Akten — das geht über die Augen, und s Asthma | kriegt man auch davon!" , .. i . . I „Nee," meinte der lange Rittmeister von Rotenstein, I „das" kömmt vom Suff!" „Das sollen Sie heute abeni> bereuen! _ I Drohend erhob der Amtsgerichtsrat den Finger. Er aalt für den ruhigsten und zähesten Spieler weit und breit. „Warten wir ab," sägte Rotenstein. „Sie tragen so Wie so vom vorigen Herbste noch 'nen Tausender von mir spaziereti." „Ach, du lieber Gott!" Püchkow lachte aus vollem Halse. „Den hat er längst in Burgunder angelegt." —t Und Burgunder gab es bei dem Jagdessen in Hülle und Fülle. Rotenstein, der Amtsgerichtsrat, Düsedau und Püchkow erzählten Schnurren dazu, die man bei der Anwesenheit von Damen bei sich behalten mußte. Hans-Wilhelm streckte seine langen Beine unter dem Tisch aus und hatte ein lustiges Lächeln um den hübschen Münd. Selbst beteiligte er M nie an solchen Erzählungen. Gr war in feinen Leutnantsjahren wahrhaftig kein Heiliger gewesen, aber es lag ihm nicht, solchen Dingen bei.- $u treten. Eine gewisse Scheu hielt ihn davoii ab. Man trank ihm zu, als sei es eine stille Verabredung und er mußte ein Glas' nach dem andern durch die Kehle tagen. Was wollte er auch machen, wenn mau ihm zurief: „Auf Ihre reizende, junge Gemahlin!" Es war doch eigentlich ganz fcharmant, mal wieder so ’n Tischgespräch im Kreise fröhlicher Genossen und dann hatte er heute einen tollen Dusel gehabt, das beste und stärkste Wild- wär ihm vor die Büchse gelaufen. Ueberhaupt, der Drilling von seinem Schwiegervater wurde sehr bewundert. Mit Recht! Kaum sechs Pfund schwer, mit allen Schikanen gebaut, hahnlos, der gefaxte Mechanismus am Pügel — kurz, ein Meisterwerk der neuesten Erfiiidnugen. Püchkow meinte, er wäre unter Brüdern gut und! gerne zweihundert Taler wert. , Aber auch das längste Jägd'essetr nimmt einmal ein Ende. Hans-Wilhelm wußte: nun geht die Spielerei los und zwar bei Püchkow eine gepfefferte. Mithalten mußte er schon, aber er iiahm sichtzvor, in den allerbescheWen- sten Grenzen zu bleiben. Der Kops war ihm vom vielen Trinken schwer geworden, die Jägd in dem hohen Schnee hatte auch große Anforderungen an die Körperkräfte gestellt, sein Stand war auf dem äußersten Flügel gewesen. 187 Deutsche Wörter im Englischen. ein deutsches Wort zu gebrauchen. Ganz richtig ist dies nicht. Gür das Beispiel des Engländers führt Ah Heinrich! in den „Neuerest Sprachen" den Nachweis, daß auch er, wenn auch in geringem Maße, deutsche Wörter in gar nicht oder sehr wenig veränderter Form in der Umgangssprache benutzt. Heinrich stützt sich dabei auf dest Fowlerschen „Coneise Oxford Dictionary vf Current English", Oxford 1911. Deutsche Abstrakta, die der Engländer gebraucht, sind folgende: Aberglaube, Judenhetze, Leitistotif, unberufen, Welt, Weltpolitik, Weltschmerz und Zeitgeist. Ter Engländer verwendet das deutsche Wort Knappsack, desgleichen rüstet er sich mit einem Alpenstock und einem Rucksack aus, er kennt den Kursaal und den Bergschrund. Für das Wort Föhn hat er kein gleich, gutes englisches, ebenso muß. er das Hinterland im geogravhtschen Unterrichte deutsch benennen, und in der englischen Erziehung spielt der Kindergarten eine Rolle. Tie Worte Verein und Behm- gericht hat er durch nichts besseres ersetzen können. IM englischen »Heere kennt man das deutsche Kriegsspiel, ferner die Wörter Landsturm, Landwehr und den Ulanen. Ulan ist übrigens nicht deutsch, sondern auf der Wanderung voM Türkisch-Tartarnchen durch das Polnische hindurch in der deutschen Form ins englische! ausgenommen. Tie tartarische Form kantet: oglan, — Sohn, Kind. Von deutschen Münzen und Gewichten sind der Groschen, per Kreuzer, der Pfennig, der Taler, die Krmie und der Zentner englisch geworden; beim Essest und Trinken nimmt der Engländer Folgendes deutsche zu sich: Ktrschwafser, KumMek, Lagerbier (in der Form Lager), Niersteiner unb- Schnapps, kerner die Bretzel,' Zwieback, Pumpernickel und Sauerkraut. Es gibt eine Reihe von Neusten, die unverändert vom Engländer übernommen worden sind, z-. B. Berlin (für den Wagen) und Barlin in Zusammensetzung als Warenbezeichnung, ferner Glaubersalz, Herrenhuter, Liebigs Extrakt und Münchhausen. Psianzeiinainen die englisch geworden sind, sind: Edelweiß, Kohlrabi und N-east- qold. Ist der Polittk kennt der Engländer beit Ausgleich, den Bundesrat, den Landtag, den Reichsrat, den Reichstag und ben Zollverein. Sprache, Literaturwissenschaft unb Mychologie benutzen die deutschen Wörter: Ablaut, Umlaut, Lied, Äistnesinaer, Volkslied und Kobold; ferner tanzt der Engländer „Wottilch , in der Technik, im Handwerk und in den Naturwissenschaften alle diese praktische Kulturarbeit sind Mch der TAUerbUnd und andere Mittel nur Hilfstruppen: Ms ihm! eines Tages die Professur angeboten wurde, lehnte er ab, weil er sich mit der Herausgabe eines neuen Familienblattes trug, was ihm- wichtiger schien. Das ist Avenarius. Doch! auch er hat seine Tragik. Den Geist, den er beschwor/ ward er nicht los. Er vermochte ihn nicht zu weiten, wie der. größere Umriß der weiter drängenden Zeitprobleme es verlangt. Er gehört doch! ins 19. Jahrhundert. Tas 20. hat größere Masseninstinkte, weitere kulturelle Horizonte, als fein Kun stund Kulurwart zu umspannen vermag. Und für die kommenden Sozialpolitischen Aufgaben und ihren literarischen Niederschlag fehlt Avenarius die Anlage. Tie große übersichtliche Kritik, der Instinkt für die Zstsamwentzänge, etwas, was aus einer Wechselwirkung von Erdennähe und ProphetentuM geboren wird, hat ihm immer ein wenig gefehlt. Sein Werk ist ein Musterbau aus realpolitischen Details auf mittlerer Linie. Sein großes; Verdienst ist die Durchbildung des deutschen Mittelstandes. Der Fortschritt verlangt bereits breitere Kräfte. Avenarius vermag in Literatur und Kunst und andern Dingen für Dezennien vorauszuwirken; aber für das, was noch weiter trägt, fehlt ihm das Gefühl, weil er den Sinn für das Große und Ewige nicht hat. Sonst hätte er das Große in den letzten fünfundzwanzig Jahren herauszustellen vermocht, ohne Sorge und Taktik — und. er hat gerade wichtige Erscheinungen zur rechten Zeit nicht sehest wollen. Und heute, wo er allein es nicht mehr bewältigen kann, beginnt der mächtige Kunst- ustd Kulturwart ein Konglomerat von Meinungen zu werden, bei dem man kritische Fehlgriffe, Richtung, Clique leise zu spüren astfängt. lieber alledem wollen wir den Lyriker Avenarius nicht vergessen, der wunderschöne Gedichte gewacht hat, die auf der goldenen Saite der guten deutschen bürgerlichen Poesie spielen. Auch hier hat er mit reiner Vernunft die Seitensprünge seiner dichterischen Zeitgenossen vermieden. — — — Es kommt eine neue Zeit, eine Zeit stoch strengerer Besinnlichkeit und Verantwortung, aber auch von größerer positiver Kraft. Wir dürfen heute weitherziger anerkennen als früher. Es bleibt nach wie vor das Schwerste, unbeirrt tzst sein im großen Tohuwabohu; doch ist unser Sinn gestärkt für das Rechte und der Zug der Zeit verlangt nach selbstloserem Herausarbeiten des Guten. Wir können es uns in diesem Jahrhundert leisten, die Masse unten miizunehmen und die kühnsten Köpfe oben. Und unsere Polittk und Taktik wird nicht Mehr darauf gerichtet sein, anders Denkende zu besiegen, sondern das! uns! Gemäße zu fördern, wo wir nur können. Der Deutsche Muß sich oft und mit Recht seine Ausländerei vorwerfen lassen, die sich namentlich in dem Gebrauche fremdsprachiger Wörter äußert. Keinem Engländer und keinem Franzosen, so wird ihm gewöhnlich: vorgehalten, würde es einfallen, ' ' ™ ' . Ganz richtig ist dies nicht- Multurarbeiter allenthalben gefeiert wurde. Auch wir wollen seiner gebenfen. Schauen wir dreißig Jahre zurück, da finden wir einen jungen Literaten, der Jahre lang nur ein halber Mensch ist. Der Vater leidend, er krank. Er will dienen, wird wieder krank. Und ist doch von zäher Energie. Er sitzt still, macht Verse; alles an ihm ist Sammeln, Vorbereiten. Er findet Fühlung mit der damaligen Literatur, nimmt aber selten Stellung. Wo es sich um seine ihm anvertrauten Ideale handelt, temperamentvoll; wo es neuen Erscheinungen gilt, vorsichtig. Er hat feine Urteile, ganz für sich, wagt sie aber noch nicht hinauszugeben und für sie einzutreten. Es ist etwas in dem neuen Literaturgetriebe und in den damals auftauchenden Leuten, das ihn abstößt. Die Karts z. B. sind ihm zu rabiat, zu unkultiviert., Er fühlt, daß es so nicht ssimmt, daß Einreißen allein nicht hilft, daß tibers Ziel schießen lächerlich Macht —: in ihm ist ein größeres Verantwortungsgefühl wach. 'Die Gesellschaft entsteht 1885, ihr Ton ist ihm' zuwider; die Freie Bühne 1889, sie zwingt ihm zwar Achtung ab, aber er kommt mit ihren Absichten nicht mit. , Damals schreibt er an einen Freund: Ich warte, bis meine Waffen fertig sind; ich kann vorläufig nur mitplänkeln. Das ist Menarius. > Er bringt feine ersten Gedichte heraus, findet Anklang bei Vischer, Stieler und andern; wird bekannt; schreibt Kritiken für die Tägliche Rundschau. Begründet mit einem Vermögen von 10 000 Mark ben Kunstwart (1887). Und spannt feine Freunde in feine Idee, vor feinen Starten. Das Blatt hat Jahre laug schwer zu kämpfen. Er verliert daran sein Vermögen und hat erst 300 Abonnenten. Wer er schreibt: ich habe mich in ben Kunstwart verbissen. Tas ist Avenarius. Tie anderen Blätter waren damals vielleicht markantere Erscheinungen; aber sie waren Vorposten, die auf dem Platze ,blieben. Conrads Gesellschaft ist hin; die, Freie Bühne ist hin '(die daraus gewordene jetzige Neue Rundschau ist andere Wege gegangen); Kirchbachs Magazin ist hin —: der Kunstwart und Avenarius sind die Einzigen, die sich zusammen ausgewachsen haben. Fast in den Linien, die von Ansang an gezeichnet, waren. Won einer Idee einer Persönlichkeit getragen und innerlich vorhergeschaut. Und der Zeit angepaßt. Und mit Aufwand von Redaktionstaktik und publizistischer Politik durchgehalten. Zehn Jahre Kampf, ehe Erfolg kam. Und dieser Erfolg erzwungen, dem Publikum abgerungen. Es liegt Charakter in diesem Leben. Heute ist Avenarius ein literarischer Machthaber Deutschlands. Er ist für Zeiten ein Vorbild eines Herausgebers geworden. Es ist töricht von den andern, daß "sie von ihm noch nicht mehr gelernt haben. Manche Revuen würden nicht so wursteln, wenn ihre Herausgeber und Redakteure klug genug wären von Avenarius zu lernen. Es ist, verwunderlich, daß unsere Tages- presse ihre literarischen Beilagen nicht noch viel mehr nach! seinem Machtprinztp macht. Freilich fängt auch der Kunstwart an, langsam' in die Bahn der andern zu gleiten. Mir war er lieber, als er enger und einseitiger war. Man schalt zwar über feinen lehrhaften Ton doch lag Konsequenz darin. Damals kam nichts in das Blatt, was Avenarius nicht geprüft und abgewogen hatte, was nicht in seine Anschauung und in seine Politik paßte. Damals mußten die Autoren lange warten, bis sie berücksichtigt wurden; Und manchmal wurde nur ihr Geist verarbeitet, sie selber aber wurden übergangen; aber damals preßte Avenarius aus allem und allen das, was ihm gut schien, heraus — Und man darf sagen, nicht mir für sich, sondern für das deutsche Kulturwerk, das ihm!, vorschwebte. Er war der Papst, der das Getriebe kontrollierte, hielt und schob — aber er war ein fortschrittlicher Papst. Er wollte die große Sichtungsarbeit vornehmen und war immer um eine Nuance praktischer als alle andern. Er wollte die werdenden -Fäden zusamMenknüpfen, zu posisiver Kulturarbeit für seinen Begriff Kultur. Er wollte nicht nur -eine Zeitschrift machen und Papier bedrucken, nicht nur einen Ruf und Namen haben in Literatenkaffees Redaktionen und Verlagsanstalten. Ich fasse Avenarius und seinen Kunstwart anders auf: ich: glaube, daß die eigentliche Arbeit hinter dem' Kunstwart getan wird; ich glaube, ba& nachdem die lebensfähige Aufgabe erreicht ist, es ihm mehr wert ist, wenn die Volksschullehrer Praktisch befolgen, was im Kunstwart theoretisch steht; wenn die Gemeinde & und das Ministerium B gezwungen werden, das zu berücksichtigen, was er will — als wenn er heute 100 Abonnenten mehr bekommt. Der Kunstwart ist nur der Abglanz einer Kulturarbeit, die fein Herausgeber hinter den Kulissen wirkt. Und das ist wohl das größte Zeugnis, das man in einer Zeit der Ohnmacht, der öffentlichen Meinung einem Publizisten ausstellen kann. Für Recht, feinen älteren Kollegen unbefangen und offen nach der positiven und negativen Seite hin zu würdigen. Wir drucken diese interessanten Ausführungen hier ab. Das' Heft enthält 'gleichzeitig reizvolle Gegenstücke: ein Kapitel über Gottscheds Diktatur in der Literatur des 18. Jahrhunderts, launige Verse über allerlei Skribenten von Matthias Claudius u. a. Die Nummer steht Juteressenten kostenlos durch die Geschäftsstelle der Lese in Stuttgart zur Verfügung, IW Rösselsprung. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R, Lange, Gießen (Auflösung in der nächsten Nummer.) Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Ein Sperling in der Hand ist Vesser als eine Taube auf dem Dache. Vermischtes. * Ein furchtbarer Kampf mit Löwen. Eine aufregende Begegnung mit einem Rudel Löwen hatte, wie aus Nairobi in' Britifch-Ostafrika berichtet wird, der Engländer I. C. Srawley zu bestehen. Ter Jäger zog, bewaffnet mit seinem Gewehr und einer Browuiugpistole itnb von einem eingeborenen Boy begleitet, auf die Lömenjagd. Bald sah er in einer Entfernung von 125 m einen groben Löwen sitzen; er feuerte und tötete das Tier. Lils er sich seiner Bente näherte, tauchten auf einmal fünf andere Löwen auf, die er nicht bemerkt hatte und die wahrscheinlich in der Nähe schlafend gelegen hatten. Srawley feuerte wieder und ein zweiter Löwe brach zusammen. Dadurch ermutigt, versuchte Wie Rostan- seinen „Lyrano,, fand. Wie Rostand dazu kam, seinen unsterblichen „Cyrano" zu schreiben, erzählt er in einem! tnteresianten Bekenntnis, das Andre Arnyvelde in den „Anngles" veröffentücht „Tre erste Idee des Cyrano keimte in meinem Geist, als ich die Vorrede las, die der Bibliophile Jacob zu den Werken Cyrano de Bergeracv geschrieben hat. „Ach! Cyrano darstellen! ... dachte rchc Aber nach diesem Wunsch kanr absolut nichts weiter. Lange blieb dieser Gedanke ganz vage. Ich schrieb. „Tre Romantischen", dann die «erne Prinzessin". Dachte ich lemals an Cyrano? Am Abend, da ich Sarah Bernhardt und ihrer Truppe „Die Samariterin las, war Coquelin da. Nach der Sitzung ging er mit mir fort. Wir kannten uns kaum. Ich sehe uns noch m der Rue de Bondy. Coquelin nahm Mich am Arm. „Sie müssen eine Rolle für mich schreiben," sagte er eindringlich. ,Zch habe schon eine für Sie, antwortete ich unverzüglich. Cyrano war mir plötzlich vor die Seele gesprungen. Aber deshalb wußte ich durchaus noch nicht, was das min für eine Rolle iverden sollte. Eines sommers war ich in Lnchon, um mich aus^uruhen. Einer.meiner Freunde war in ein junges Mädchen verliebt, das er heiraten wollte, wagte aber nicht, uM sie anzuhalten. „Willst du mir helfen? hat er mich eines Tages. „Willst du für mich nut der Familre sprechen?" Ich sagte zu, und eines Tages sprach ich mit dem Water des Mädchens über die Angelegenheit. Wer gingen zu- sammen spazieren und plauderten darüber, und dabei schonen Mir allerlei Vorstellungen durch den Kopf: „Wie? wenn ich auch in das Mädchen verliebt wäre, UM das'ich für einen anderen warb . . . Und wenn ich häßlich wäre, mißgestaltet? . . . Wie Cyrano Mit seiner Nase..." Rostand machte eine große Gebärde: „Das war wie ein Blitz. Krach!! . . . Cyrano war gefunden. Nichts blieb mir übrig, als ihn zu schreiben . Andre Arnyvelde erzählt anknüpfend an fern Gespräch Mit Rostand dann einige Cyrano-Anekdoten, darunter anch eine, die für die Art bezeichnend ist, in der die Franzosen die Welt und besonders Deutschland sehen. Als Coquelin in Deutschland den Cyrano spielte, so berichten die Annales ihren Lesern, „ließ sich der Kaiser von Coquelin versprechen, daß er wiederkehren und eine intirrte Vorstellung geben würde, nur vor dem Kaiser, seiner Gemahlin und den Prinzen. Coquelin versprach, das, vergaß es aber." Einige Jahre später kommt Coquelin auf einer Tournee durch Deutschland auch wieder nach Berlin. Seine Truppe ist schon vorausgefahren und , die Schauspieler steigen in verschiedenen Hotels ab, Coquelin selbst trifft um’ Val Uhr nachts in Berlin ein. In dem Augenblick, da er den Bahnhof verlassen will, tritt eine Hohe Persönlichkeit voM Hofe an ihn heran: „Seine Majestät erinnern Sie an Ihr Versprechen. Sie werden morgen um V2I Uhr vor ihm und der Kaiserin Cyrano spielen." Coquelin wies darauf hin, daß er nicht wisse, in welchen Hotels alle seine Schauspieler abgestiegen seien, die Dekorationen seien noch nicht da, kurz, es sei unmöglich, um diese Zeit bereits zu spielen, da er feine Künstler nicht erreichen könne. „Sorgen Sie sich nicht um! Einzelheiten," sagte die geheimnisvolle hohe Persönlichkeit. „Ihre Künstler werden verständigt, die Dekorationen aufgestellt sein, uM 1/2I Uhr wird sich int Schlosse der Vorhang heben." Und so geschah es, die ganze Nacht hindurch jagte die Polizei durch alle Berliner Hotels, stellte fest, wo die Schauspieler wohnten, verständigte sie und Punkt I/2I Uhr begann die Vorstellung vor dem Kaiser... aLbrauckt er die deutschen Wörter: Blende, Hornblende, Gneist, Candan Löß, Meerschaum!, Nickel, Nickelsilber und Nichelstahl, Sviegeleisen und Trommel. An deutscheii Tieren hat er in seiner Sprache den Dachshund, den Spitze den Steinbock und den Lammer- aeber" Deutsche Titel, die er übernommen hat, sind schließlich. Frau, Fräulein, Herr, Kaiser, Kapellmeister, „Landgrave jmtb Privatdozent. Heinrich führt genau achtzig Wörter an; der vierte Teil davon gehört 'zu den häufigeren Ausdrucken. Also welch eine Spracheinheit gegenüber dem Kauderwelsch, stas mancher Deutsche wicht nur spricht, sondern auch schreibt, ime in dem' schönen satz. Der Patriotismus ist das Fundament der Monarchie. der Jäger, noch einen dritten König der Tiere zur Strecke zu bringen. Er legte daher, wülweud die vier noch übrigen Löwen auseinander liefen, auf den nächsten an und uetiuunbele ihn. Tas I Tier stürzte mit Wutgebrüll in feinem Schmerz auf die Stelle zu, von wo der Knall gekommen war. Ein zweiter und dritter Schuß, brachten dem Löwen neue Wunden bei; mit einem sicheren Schutz seiner Browuiugpistole machte ihm Srawley den Garaus, ats er nur >wch 2% m von ihm entfernt war. Die Leiber der TierK lvurden nun gesammelt und dabei bemerkte der glückliche Nimrod eine blutige Spur, die ihm anzeigte, das noch ein viertes Tier verwundet war. Er machte sich an die Verfolgung und fand nach wenigen hundert Metern den verwundeten Löwen, der sich in einem kleinen Busch, nicht 12 Fuß entfernt, niedergelassen hatte. Das gereizte Tier sprang auf, und als Srawley feuerte, verliest ihn daS Jagdglück, er fehlte und war nach wenigen Augenblicken in den Klauen, des Löwen. Während das Raubtier feine Pranken in ihn eingrub und mit den Zähnen ibn zu zermalmen suchte, stieß der Jäger in feiner Todesangst dem Tier den Kolben seiner Flinte in den Rachen. Aber es war bereits zu spät: der Löwe, mit seinen Vordertatzen auf den Knien Srawleys, hatte ihm fünf Bisse beigebracht. Der Jäger sah den sichern Tod vor Äugen. Aber plötzlich erlahmte die Kraft, des Löwen, die Wunde, die er erhalten hatte, war so schiver, daß sie ihn sein Rachewerk nicht mehr vollenden ließ. Ten nahen Tod fühlend, ließ das Tier von dem Manne ab. Srawley erholte sich rasch und fand den Löwen wenige Schritte von der Stelle verendet. Seine eigenen Wunden waren nicht gefährlich. Die Tiere waren prachtvolle Exemplare, aber sehr abgemagert; sie hatten augenscheinlich seit einiger Zeit nichts zu fressen gehabt. K.-K. Krankheitserreger als Farbstoffbildner. Es ist wenig bekannt, daß viele mikroskopische Krankheitserreger,, wenn man sie auf entsprechenden Nährböden züchtet, Farbstoffe bilden. Eine solche Kultur sieht bei Betrachtung mit bloßem Auge wie ein farbiger, mehr oder weniger großer Fleck aus. Choleravibriouen z. B. färben Kartoffeln hellbraun, der Rotz- bazillns rotbraun. Der Erreger des grünen Eiters wächst mit grünblauer Farbe auf verschiedenen Nährböden. Der farbige Schweiß hat ebenfalls seine Ursache in dem Auftreten solcher Baktcrienfarbstoffbildner. Der Milzbrandbazillus und verichie- dene Eiterbildner werden in älteren Kulturen braun. Einen goldgelben Farbstoff bildet ein nicht selten vorkommeuder Eitererreger, zitronengelb wächst eine andere Art. Bei dieser Gelegenheit sollen auch die bekannten, dem Menschen nicht schädlichen Farbstosf- Fabrikanten unter den Bakterien erwähnt werden; der Blan- bildner, der in saurer Milch Sommers häufig auftritt und manche Menschen erschreckt, sowie der Wunderbazilliis, der auf stärkehaltigen Stoffen siegellackrote Kulturen erzeugt. Man hat die Farbstoffe teilweise schon von den Bakterieuleiberu zu trennen vermocht und Färbversuche angestellt. * Hänseleien. Berliner: „Ja, die Hellen Sachsen, die machen alles Weiche hart und alles Harte weich ..." — Sachse: „Nu, nu . . . und die Berliner alles Kleene groß und alles Große klecn!" _ m . * Doppelsinnig. Fremder (zum Bauer, der ihm den Stall gezeigt hat): „Eine wahre Pracht, Ihre Ochsen, Divvel- baner!" — Bauer: „Nicht wahr?" (als eben sein ältester Sohu hinzutritt, der die Ferien auf dem' Hofe verlebt) „Und dies hiev ist Mein Aeltester!" fei ge- und das zelt wir'S uns diese reu Le- neu io was Welt der Ben er durch bo- neu ist nie- ert mag schö- Sturm bett schwebt ist'S über- übetm ge- bett wie neu ein Ster- lo- er- bau- des bett der Ber- ent- daß kaum tter Traum Glatt- lasse benS flücht' freu- ren beit dir Le- ger rasch drttnt rau- Ei- en