X) I 8 Die Mammenzeichen rauchen. Roman -aus item Jahre 1813 vvn Maix Kiarl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) " f (Fortsetzung.) Ms Linthardt in das Totengemach zurückgekehrt war, setzte er sich an den Schreibtisch und schrieb folgenden Brief: Hochverehrte, teure Gräfin! Edelste Freundin und Gönnerin! Eine zwiespältige Seele eilt Ihnen, beste Freundin, Trost und Rat in größter Not zu finden. — Ja, die Not ist groß, die Not eines Mannes, der seine Grundsätze wanken sieht, der dem Zuge der Menschlichkeit, den Gefühlen seines Herzens folgen möchte, der keine Kampsesnatur ish denn das Kämpfen bereitet ihm Qual, spaltet seine Seele und raubt ihm Ruhe Tag und Nacht. Der Aermste bin ich, liebste Freundin. — Wie konnte ich mich vermessen, mich mitten in das Wespennest &it setzen, um etwas zu verteidigen, was mir nicht gehört, um einen Kampf zu fuhren, zu dem Ueberzeuguug nötig ist, Ueberzeugung, die ich wohl früher hatte oder die ich mir einbildete, und die nun Stück um Stück von mir weicht. Bom Vater verachtet und- verstoßen, von der Schwester vielleicht auch, von den Freunden -geächtet und geschmäht, von biedern, ehrlichen Männern, die mich früher liebten, gehaßt, und nun des einzigen Bruders beraubt, der jetzt tot, mit durchschossener Brust neben mir liegt --so stehe ich hier und soll kämpfen um eine Sache, dre rechtlich, ich fühl's immer mehr, nicht haltbar ist. — Zweierlei harrt meiner: Verzweiflung und Wahnsinn oder — Kapitulation. — Unweigerlich bin ich einer dieser Möglichkeiten verfallen, wenn nichts mich rettet: Die Liebe. — Wer gibt mir Liebe, teuerste Gräfin?! —: Der Tag graut, tvieder einer der öden, schaurigen Tage, der mich an mein Zimmer bannt. Gestern ein Toter, der Bruder — heute vielleicht wieder ein Toter, mein alter Vater. — Dann wehe mir! Die Achtung vor ihm hielt meine Hasser ab, mich in Stücke zu reißen. — Und mit diesem Briefe geht auch meine letzte Stütze von hinnen, mein treuer Anatole. Und nun sehe ich zu, wie ich notdürftig zu essen bekomme. Meine Heidehorster lassen mich kaltblütig verhungern. — Der Boden brennt mir unter den.Füßen, Gräfin. — Ihr mutloser Linthardt Altenlohe. Er siegelte den Brief und entnahm einer Truhe einen Beutel mit Geld. Es war das letzte, was er hatte. „Anatole, du warst mir ein treuer Diener all die schweren Wochen. Hier ist dein Lohn!" „Wie, Herr?! — Sie wollten mich . . ." „Ich kann dich nicht schützen in den Zeiten, die vielleicht kommen werden. Sattele eines der Rosse, die wir mit« brachten, und reite, wie du willst, nach Prag und bringe diesen Brief der Gräfin Storsch-Pisek und erzähle, wie es mir geht. Hier, dieser Beutel Geld, es sind knapp zwanzig Dukaten, ist dein Lohn, wenig genug für deine Dienste, aber es ist mein letztes,'was ich habe. Lebe wohl!" Zögernd ging der Diener. Aber an der Türe kehrte er nochmals um, haschte nach Linthardts Hand und küßte sie. Dann schlich er hinaus. „Ein treuer Mensch, viehleicht der treueste, den ich je kannte!" Linthardt setzte sich wieder zur Leiche des Bruders und stützte seine Ellenbogen auf die Knie und den Kops in die Hände. Er versuchte mit Gewalt, sich das Antlitz seiner Prager Freundin, die einst mehr für ihn werden sollte, vor- zustellen, aber es gelang ihm nicht. Immer rind immer wieder sah er Toinette von Bourgee vor sich, mit dem blassen, schönen Gesicht, den großen schwarzen Augen, die im Zorn erglühten, als er ihr sagte, daß sie schön sei. — Und so saß er, dieses Antlitz in der Seele, noch Stunde um Stunde und achtete nicht des aufschimmernden Tages. * Ter alte Freiherr war, als er mit Gisela und dein Pfarrer in beit Hof seines Schlosses trat, am Ende seiner Kräfte. Gisela hielt ein paar Krankenträger an, die mit leerer Bahre, auf der soeben ein Toter gelegen hatte, aus dem Schuppen zurückkehrten, und bat sie unter Versprechung hohen Lohnes, mit der Bahre ihren Vater heim- zutragen. Pfarrer Tempel zog sein Wams aus, wickelte es zusammen und legte diesen weichen Knäuel dem Baron unter den Kopf — und nun zogen sie heim. Am nächsten Vormittag wurden die Toten in großen Gräbern, in die je 50 gelegt wurden, beerdigt. Pfarrer Tempel sprach den Segen. Am Nachmittag wanderten die Dörfler in Festtagsgewändern nach dem Schloß. Etzinger, der Trene, hatte am Vormittag an einem Sarge eifrig -gearbeitet, und trotz der kurzen Zeit hatte er doch ein Stück hergestellt, eines edeln Junkers, der den Heldentod fürs Vaterland gestorben war, wohl würdig. In Eile hatte er den Totenschrein machen müssen, denn im Stüblein lag sein Junge, der im Fieber raste und Napoleon und seinen Kriegern einen Ehrentitel nach dem andern zulegte und die Zerstörer des Torfkirchleins als Lumpen bezeichnete. -Dazu kam der Feldscher, um dem Jungen das zerstochene und zersplitterte Bein abzunehmen. Auch da mußte der Alte hilfreich zur Hand gehen. Und zwischendurch schwang er Hammer und Hobel, und als gegen drei Uhr die wenigen ledigen Männer des Ortes, die nicht mit im Felde standen, kamen, um den Sarg zu holen, da stand ein Prachtstück da, mit einer Krone auf dem Deckel. Wahrlich, der Edeljunker brauchte sich des hölzernen, letzten Bettes nicht zu schämen! Sie kamen ins Schloß und heischten vom Lazarettinspektor den Leichnam Werners von Altenlohe. Sje suchten 386 und suchten und fanden ihn nicht. Und Gisela lehnte am Türpfosten des Ahnensaals und weinte um den Bruder, und als der Schultheiß kam und sagte: „Wir finden den Toten nicht," fuhr sie zusammen. Da trat Toinette im schwarzen Gewand und mit verweinten Allgen zu ihr. „Wo ist Werner, Schwester?" fragte Gisela, und ihr war, als habe sie schon seit undenklichen Zeiten zu der Französin Schwester gesagt, und als müßte das so sein. Toinette nahm Gisela bei der Hand und führte sie nach dem Zimmer Linthardts. Der saß wiederum vor der Leiche des Bruders, mit heißen, trockenen Augen. Als die beiden Mädchen eintraten und der Schultheiß und Tempel und die Burschen mit dem Sarge, da sprang er auf, und irres Feuer glühte aus seinen Äugen, und er riß denr Toten den Degen aus den Fingern und stand nun vor den erstaunten Menschen und schrie: „Hinaus!! — Hinaus! Ihr Räuber! Wollt Ihr mir das letzte noch nehmen, was ich besaß? — Wollt Ihr mir auch noch den Toten rauben, daß ich nun ganz verlassen bin?" — Er ließ den Degen klirrend zur Erde fallen, schlug die Hände vor das Antlitz, wankte zum Lehnstuhl und ließ sich hineinfallen und weinte wie ein Kind. Die Männer standen erschüttert da, doch keiner hatte für den Unseligen ■einen Ärost. Für sie war er der Verräter. Selbst Gisela, die noch unter dem Eindrücke des unsäglichen Kummers ihres alten 'Vaters stand, dessen Herz durch die Abtrünnigkeit des Erstgeborenen gebrochen war, vermochte es nicht über sich zu gewinnen, sich an des Bruders Seite zu stellen. Nur Toinette ging zu ihm und sagte: „Fassen Sie sich, Funker. Noch ist es Zeit, Geschehenes gut zu machen!" Aber er stieß sie von sich und wandte sich ab. Unterdessen hatten die Burschen den Leichnam Werners in den Sarg gesenkt. Gisela neigte sich nochmals über das kalte Antlitz. Dann wurde der Deckel auf den Sarg geschlagen. Gisela schauerte bei diesem dumpfen Klange zusammen, Pfarrer Tempel umfing sie und führte sie an der linken Seite, während Toinette sie rechts stützte. So gingen sie langsam dem Sarge nach, den die sechs Burschen hochgehoben hatten und aus ihren Schultern trugen. Schweren, schwankenden Schrittes gingen sie durch das Schloß. Als sie die Freitreppe herab gestiegen ivaren, schlossen sich die Dörfler, die sich auf dem Altan versammelt hatten, dem Zuge an. Kein Glöcklein ließ seine zagende Abschiedsstimme ertönen. Zerschellt und zerborsten lagen die ehernen Zungen unter dem Schutte des zerschossenen Kirchturms. Sie, die vor zwanzig Fahren fröhlich gesungen hatten, als der Tote, der jetzt im hohen Sarge ruhte, seinen Einzug in die Welt hielt, sie waren jetzt still und stumm. Der Krieg hatte ihre erzenen Stimmen schweigen gemacht. Von Hohenlichtenau, von Tichenow, von Steinsbach, von Altblumenau waren die alten Herrengeschlechter herübergekommen, um dem jungen Altenlohe das letzte Gefeit zu geben. Aber der Pfarrer Tempel hatte am Morgen vierzehn Boten ausgesandt, nach allen Herrengütern, die ehemals in treuer Freundschaft zum Schlosse Heidehorst gestanden hatten. Zweiundzwanzig der Landjunker waren zur Beisetzung gebeten worden, — vier waren gekommen. O, wie sollte er, der Pfarrer, das dem Freiherrn beibringen?! Was sollte er antworten, wenn der Freiherr fragte: Waren die von Doppeln da? — die Grafen Haustein, — die von Frohnau, die von Lärch, die von Stern, die von ■Dernbach und Sitteuau, — die Freiherrn Lämpke und die Ritter zu Lübbcnow und alle die andern? Alle, alle fehlten, die seinerzeit den kleinen Werner mit aus der Taufe gehoben hatten. Und der seelenstarke Pfarrer Tempel er- chauerte, wenn er an den Gang nach dem Begräbnis zu einem alten Herrn dachte. — Wer half ihm in dieser chweren Stunde? — Nur Gisela, die selbst am Zusammeu- vrnch stand. Als sie durch den Kirchhof über klippige Trümmer und rauchendes Gebälk stiegen, nm zur Herrschaftsgruft zu gelangen, schlich sich einer an den Schutthaufen hin. Etzinger, der Stelzfuß, sah ihn, und ging zu ihm und sagte mit zorniger, unterdrückter Stimme: „Junker, ich schlage Euch mit dem Krückstock nieder, wenn Ihr diese heilige Handlung durch Eure Anwesenheit stört! Ein Ver- räter und Feigling gehört nicht an das Grab eines Helden!" Der ganze Zorn und Haß gegen Linthardt, das grausige Wehgefühl um seinen Fungen, der nun gleich ihm selbst ein Krüppel war, während sich dieser Erbjnnker in seinem Schlosse verbarg und um schnöden Gutes willen das Vaterland verleugnete, all das machte sich in diesen Worten Lust. Linthardt duckte sich nieder, kroch an den Steinen hin wie ein Mörder und floh durch die grünenden Fluren von dannen. Er sah nicht nach den Blumen, die nach dem gestrigen schweren Tage scheu ihre Köpfchen hoben, er hörte nicht die Lerche, die wieder schüchtern ihr Lied! versuchte, er sah nur die zerstampften Felder, die wüsten Hecken, — die Blutlachen und roten Flecke. Und immer und immer wieder sagte eine Stimme in seiner Seele: Tu warst nicht mit dabei! Während des Kampfes um Deutschlands Glanz und Freiheit, um Königs Thiron und Deiner Brüder Glück saßest Du hinter Akten und Pandekten und suchtest nach Klauseln und Kammergerichtsentscheidungen, die einen gleichen oder ähnlichen Fall betreffen, tote den Deinen und die Dir zu Deinem Golde und zu Deinem Gute verhelfen sollen! — So schlich er heim. Verwünschte Oede! — Der Mensch kann allein leben und bleiben, wenn er weit und breit keine Seele um sich hat, aber wenn es um ihn lebt und pulst, packt ihn das Alleinsein wie höllischer Tod. Die Trauergemeinde, der sich noch fremde Offiziere und Mannschaften angeschlossen hatten, stand an der Herrengruft. Pastor Tempel sprach wenige schlichte, ergreifende Worte und segnete den Toten. — Tann schloß sich die Platte über ihn. Die adligen Herrschaften, die gekommen waren, grüßten kühl Baroneß Gisela, sähen über Toinette von Bonrgee hinweg und schüttelten dem Pfarrer Tempel die Hand. Dann eilten sie zu ihren Wagen, um noch bei Tageslicht heimzukommeii; denn ihre vom Generalkommando erhaltenen Durchlaßpässe galten bloß für den Hellen Tag, des Abends wären sie durch keinen Posten gekommen. Auch Tempel und Gisela gingen heim, hinter ihnen Mutter Wintzer und Wend. Als sie in das Gemach des Freiherrn traten, sah dieser sie erwartungsvoll an. Jetzt kommt der schwerste Augenblick meines Lebens, dachte Pfarrer Tempel, und trat zu dem alten Herrn. „Ist er zur Ruhe?" fragte dieser müde. Nichts weiter, — gar nichts! Die letzte Träne seines Alters stahl sich ins Äuge unb rollte in den weißen Bart. Und Gisela kniete am Ruhebett ihres Vaters nieder, und Tränenströme folgten dieser letzten Träne des alten Mannes. (Fortsetzung folgt.) Frankfurt a. Main in den Ariegsjahren M6-M. Von Otto Ballewski. Als Napoleon I. int Fahre 1806 ans den Trümmern des Deutschen Reiches den Rheinbund gründete, verlor die Neichs-- stadt Frankfurt am Main ihre Selbständigkeit und wurde den Rheinbundstaaten einverleibt. Gemäß der Rheinbundakte hatte Frankfurt in dem von Napoleon gegen Preußen und Rußland im Jahre 1806/1807 geführten Kriege sein Kontingent zu stellen. Zu diesent Zwecke wurde in Frankfurt am 24. Oktober 1806 eine extraordinäre Kriegskasse errichtet, in die eine bestimmte Abgabe als Kriegssteuer einzuzahlen war. Drei Tage später erging das Verbot, preußische Soldaten zu verstecken und ihnen zur Flucht behilflich zu sein. Nach Beendigung des unglücklichen Krieges 1806/1807 wurde Napoleon in Frankfurt am 24. Juli 1807 ein feierlicher Empfang bereitet. Tie damals erscheinende Oberpostamtszeitung brachte am 25. Juli 1807 einen vom 24. datierten Leitartikel, der dieses Ereignis behandelte und mit folgendem Gedicht begann; Er kehrt zurück — Napoleon —, Ter Große, ohne Gleichen, Fortunens erster Lieblingssohn, Von feinem zu erreichen! Er kehrt zurück, der große Held, 'Als üeberwinder aus dem Feld. Als Friedensgeber kehret Er, Zurück in seine Staaten, Gleich einem Schntzgeist groß und hehr, Im Hochgefühl der Taten, Wie sie vor Ihm kein anderer tat, Der je das Erdenrund Betrat. Ter Artikel lautet dann weiter: „Seit vier Tagen war Alles in hiesiger Stadt in frohest Bewegung, Sr. Maj. dem Kaiser und Könige Napoleon, EuropenH Friedensstifter, die höchste Ehrfurcht, Bewunderung und . den frohesten Dank für das Mbeglückende Geschenk — den Frieden — bei der glücklichen Rückkehr nach Frankfurt auf eine würdige 387 Art zu bezeugen. Tieß Mhc Glück ward uns heute Nachmittag 5*4 Uhr usw." Wenu der Verfasser des hier im' Auszüge mitgeteilten Leitartikels geahnt hätte, wie oft Napoleon noch die Kriegsfackel! Über Europa schwingen^ und welche Opfer an Gut und Blut die Eroberungssucht des Korsen fordern würde, hätte eine^ solche Verherrlichung Napoleons als Friedensstifter wohl schwerlich stattgefunden. Kaimt war der Krieg gegen Preußen und Rußland beendet, als Napoleon schon wieder die Hilfe der Rheinbundstaaten gegen die Spanier in Anspruch nahm'. So sah sich denn auch Frankfurt zu neuen Rüstungen gezwungen. Tas Frankfurter Bataillon tn einer Stärke von 860 Mann verließ am 26.. August 1808 unter dem Major von Welsch die Stadt, wurde in Mainz ge- tnustert und am 6. September in Meß. mit französischen Gewehren bewaffnet. Es durchzog Frankreich, ging am 19. Oktober über die Bidassoa und kam am' 22. nach Durango ins Hauptquartier des vierten französischen Armeekorps. AM 31. Oktober nahmen die Frankfttrter Truppen an der Schlacht bei Zornosa teil. Später bewegten sie sich über Valladolid nach Madrid. In den Gebirgsgegenden hatten sie unter Hunger unb den Angriffen der Guerillas viel zu leiden. Seit dem 17. Dezember bildete das Frankfurter Bataillon einen Teil der Besatzung von Madrid. Tort wurden die Frankfurter in der ehemaligen Kaserne der spanischen Wallonengarde schlecht genug cinquartiert, elend verpflegt und zu einem beschwerlichen Wachtdienste verwendet. Sie verloren durch Meuchelmord zahlreiche Leute, die teils auf dein! Posten erschossen, teils in abgelegenen Straßen überfallen und niedergestoßen wurden. Nach seinem Abzüge von Madrid, am 8. Januar 1809, nahm das Frankfurter Bataillon noch an verschiedenen Schlachten teil, in denen cs größte Verluste erlitt. Nur einem geringen Häuflein war es vergönnt, die Heimat wiederznsöhen. Tie Frankfurter Truppen waren aus Spanien noch nicht znrückgekehrt, als Napoleon znnt Feldzuge gegen Rußland rüstete und neue Heeresdienste von dein Rheinbündstaat Frankfurt verlangte, der inzwischen unter Vereinigung mit anderen Gebiets- teileir zum' Großherzogtunr erhoben worden war. Im Februar 1812 marschierten zwei Bataillone der Großherzoglich Frankfurter Truppen in Stärke von je 900 Manu unter dem Befehl des Obersten Horodam zunächst nach der Ost- und Nordseeküste ab. Im Spätsomnier schlug das Regiment Frankftrrt die Rich- tung nach Rußland über Danzig, Königsberg und Wilna ein bis in das Städtchen OsMiana, wo ein Rasttag gehalten werden sollte. Kaum hatten jedoch die Truppen die Quartiere bezogen, als der Kaiser Napoleon am 6. Dezember nachts 12 Uhr in einem sechsspännigen Reisewageu von der großen Armee zurückkam rind in größter Eile das Städtchen passierte. Napoleon ließ den Befehl zurück, daß die Division Loison, zU der die Frankfurter Truppen gehörten, alsbald den RückzUg nach Wilna antreten sollte. Unter Beschwerden und Mühen aller Art wurde dieser Befehl sofort ausgeführt. Ta eine außerordentlich! große Kälte herrfchte, erfroren viele Leute. In Wilna wurde zwei Tage gerastet. Tie Offiziere erhielten den Bnehl, das Beste und Notwendigste von Wäsche und Kleidungsstücken aus ihren Mantelsäcken holen zu lassen und anzUziehen. lieber den Rückzug hat sich ein Teilnehmer des Feldzuges, der Frankfurter Oberst Hosfmänn, wie folgt ausgelassen: „Ta vermutet wurde, baß, die Gepäckwagen wegen des hohen Schnees nicht mit den Truppen fortkommen könnten, so wurde bestimmt, daß dieselben den Wend vor unserem Abzug aüs Wilna abzugehen hätten. Als wir den folgenden Morgen (9. Dezembers zum Tor hinaus marschierten, hatten die Russen bereits eine Batterie von leichten Kanonen auf Schlitten ausgefahren/ sowie auch einige Schw'ädronen und Kosaken ausgestellt. Kaum war die französische Tivision außerhalb der Stadt und in Kolonnen aufmarschiert, so begann die russischje Artillerie ein lebhaftes' FeUer auf Uns, welches wir nicht erwidern konnten, da !vir keine Geschütze mit uns führten. IM Borübergehen sahen wir das von den Russen in Brand gestockte sämtliche Gepäck in Hellen Flammen brennen; alles Eigentum! der Offiziere, die Regimentskasse sowie sämtliche Kompagniebücher gingen auf diese Weise zugrunde. Später tourbeit regimentsweise Vierecke gebildet und mit solchen bis gegen Wend zurückgegangen. An diesem' Tage verloren wir sehr viele Leute, welche teils vor deM Feinde blieben, teils erfroren. Die Nacht hindurch lagerten die Truppen im Freien. Ta es an den nötigen Transportmitteln fehlte, so mußte deu anbereu Morgen ein großer Teil ber Mannschaft krank, verwundet oder mit erfrorenen Gliedern zurückbleiben, welche in russische Gefangenschaft gerieten. Tie noch übrige marschfähige Mannschaft setzte nun ihren Weg nach! Königsberg fort, welches uns als Sammelplatz angewiesen war. Dort verweilten wir einige Tage und erhielten dann den Befehl, uns nach Danzig zu benebelt. _ Es war den Abend um 6 Uhr, am 5. Januar 1813, als Nur Königsberg mit dem Rest des Regiments verließen, worauf unmittelbar der russische Vortrab in die Stadt einrückte, weshalb' auch schon, während wir durch die Straßen marschierten, die Häuser erleuchtet waren. Auf btitt! Zuge von Königsberg bis Danzig stellte sich uns kein weiteres Hindernis in den W!eg, und fo wurden wir, daselbst an gekommen, alsbald zum Festnngs- unb Vorpostendienst verwendet. Tic Belagerung Danzigs dauerte fast ein Jahr. Die Festung wurde, durch Vertrag vom 18. November 1813, am 1. Januar 1814 übergeben- wobei den deutschen Truppen ein ehrenvoller Abzug mit klingendem Spiel bewilligt wurde. Bon den 1800 Mann, welche von Frankfurt ausmarschiert waren, kamen nicht mehr als 60 Mann zurück." Scr. unglückliche Ausgang des Feldzuges nach Rußland war der Beginn zum Sturze Napoleons von seiner stolzen höhe herab. avK. ■ 1813 war der Aufruf von Kalisch au das deutsche Volk ergangen. Napoleon machte erneut Anstrengungen, um die rm 'Feldzuge gegen Rußland fast gänzlich vernichtete große Armee durch neue Streitkräfte zu ersetzen. Da die Wehrkraft Frank- retchs durch die langjährigen Kriege außerordentlich gelitten hatte. Müßte Napoleon teilweise noch sehr junge Leute zum Kriegsdienst heranztchen. Tie Bürger von Frankfurt sahen schwächliche Knaben, die zur Armee nach Sachsen förmlich getrieben wurden, mit wunden Füßen und vom Marsche erschöpft, in deu Straßen der Stadt lagern. Zu dem Mitleid mit diesen unglücklichen Geschöpfen gesellte sich bei den Frankfurtern die Ueberzeugung, daß dre Mittel des gefürchteten Korsen nahezu erschöpft seien. ' Noch sollten aber der Stadt zu den bisherigen Leistungen! neue schwere Opfer auferlegt werden, lieber die Ausgaben der Stadt in jenen Kriegsjahren mögen hier noch einige ziffernmäßig« Angaben folgen. .Vom 19. August 1806 bis Ende 1810 hatte die Stadt für ftauzösische Truppen an Berpflegungs- und Hospital- kosten, Hauptquartierfuhren usw- 823 578 Gulden 38 Kr., an Kriegskosten 342 828 Gulden 2 Kr., zusammen 1 166 406 Gulden 40 Kr. gezahlt. Im Jahre 1812 verausgabte Frankfurt für Lazarette, Fuhrwesen und Fourage 100 600 Gulden. Im Februar 1813 wurden von der Stadt 200 Pferde im Werte von 55 000 Gulden requiriert. Ferner Mußte die Stadt am 10. Juli 1813 als Beitrag zur Landes-Kriegsanleihe eine Zwangsanleitze iW 836 400 Gulden aufnehmen. Gegen Ende des Jahres 1812 wurden in Frankfurt Hospitäler für das französische Militär errichtet. Unter den Soldaten herrschte nämlich der Kriegstyp'Hus. Napoleon verbot in der Absicht, den Franzosen die schreckliche Wahrheit über den Ausgang des russi- scheir Feldzuges zu verheimlichen, daß die kranken Kriegsteilnehmer über den Rhein gebracht würden. Infolgedessen häuften sich die Kraulen in den Lazaretten so sehr an, haß diese trotz ihrer großen Zahl dem Bedürfnis nicht genügten. Deshalb wurden an Typhus^erkrankte Soldaten auch in Bürgerhäuser gelegt. Ties hätte zur Folge, daß auch unter Seit Bürgern der Typhus aus^ brach und zahlreiche Opfer forderte. Inzwischen hatten sich große Ereignisse zugetragen. Tie Völkerschlacht bei Leipzig war am 16., 18., und 19. Oktober 1813 geschlagen worden und hatte mit einer völligen Niederlage der französischen Heere geendet. Bis zum 27. Oktober war es den französi'chcn Behörden in Frankfurt gelungen, das Schicksal bet französischen Armee den Bürgern zu verheimlichen. Erst an! diesem Tag erblickten sie in einer von dem französischen General Pröval getroffenen Maßnahme die Furcht vor einem Angriff. Pröval, der die Stadt mit 3 bis 4000 Manu besetzt hielt, ließ nämlich die beiden mit Balken belegten Lüchen auf der Mainbrücke abdecken, so daß der Verkehr zwischen Frankfurt |unb Sachsenhausen nur für Fußgättger möglich blieb. (Schluß folgt.) Das neue Rathaus in Hannover. Nach saft zwölsjähriger Bauzeit ist der Zwölfmillionenbau des neuen Rathauses in Hannover auch im Innern vollendet, so daß die endgültige Einweihung durch den Kaiser in Hannover erfolgen konnte. Das Rathaus in Hannover ist ein beachtenswertes Zeugnis von der großen Wandlung unseres Zeitgeschmackes innerhalb der kurzen Frist von 15 Jahren. Die Pläne' zum Rathaus in Hannover stammen von Oberbaurat Eggert, der auf Grund eines Wettbewerbes im Jahre 1898 den Bauauftrag erhalten hat. Eggert baute in den Formen der deutschen Renaissance. Seine gewaltige Baumasse ist in deu großen Verhältnissen nicht übel abgewogen. Ein an die hundert Meter hoher Kuppelbau, der über den initiieren Hof der Gesamtanlage errichtet ist, krönt ein 129 Meter breites Hauptgebäude. Int Detail des Riesenbaues aber hat Eggert fast vollkomuren versagt. Ueberhäufung mit Schmuck, die allzu große Verschiedenheit der Materialien — er verwendete in der Hauptfront schon im Rohbau dreierlei ©teine — und eilte überaus unruhige Linienführung in den Gesimsen, Giebeln und Türmen geben der Nordirout jenes Aussehen, daS der Volksmund mit „Zuckerbäckerarchitektur" bezeichnet. Man kann Eggert nicht absolut verantwortlich macheit für seinen „Beamtenstil". Er ist eilt Kind seiner Zeit mit diesem Bau, und diese Zeit hat allgemein wenig Empfindung gehabt für Rhythmus, sinnvoll verteilten Schmuck, ruhig geführte Simen und handwerksmäßig durchgearbeitete Profilierungen. Das alles wurde erst in den letzten zehn Jahren wieder erobert, und Eggert, der sich diesen Wandltmgen unserer Kunst- anschnuuugen nicht anschließeu tvollte oder konnte, verlor durch den Ansturm von neuen Kunstbewegungen seine Stellung. Sein Geschick ist bitter, ja fast tragisch zu tietmen. Er mußte, zwar hoch entschädigt, int Jahre 1908 von seinem Posten zurücktreten. Mitten aus der Arbeit heraus. DaS Haus war im Rohbau fertig und 888 drei der Jnnenräume waren halb ansgestattet. Die Stadt Hannover beriet, um den begonnenen Ban womöglich nach modernen Kunst- anschaunngen erträglich zu 'machen, den Professor Halmhuber aus Köln. Berief ihn mit dem ausgesprochenen Zluftrag, möglichst viel von bem zn verwischen, tuns sein Vorgänger geschaffen hatte. Vor allein sollte Halmhuber die innere Ansstattung des Baues nenzeit- lich gestalten und unserer Knnstgewerbebewegung dabei Rechnung tragen. Heute, nachdem das Werk vollendet ist, muß man zugeben, daß Halnthnber den aus ihn gesetzten Erwartungen entsprochen hat. Vor allem hat sich natürlich das Können Halmhnbers in den Fest- nnd Repräsentationsränmen des Rathauses gezeigt, die sich um die Mittelachse des Bauwerkes gruppieren. Hier sind hervorragende Werke der Malerei, der Plastik rind des Kunstgewerbes zrr fiuben, die dem neuen Ralhanse der Stadt Hannover bewrindernde Freunde nicht nur in Dentschland ver- schasfen rverden. Der Hartpieingaiig zn diesen Festsälen befindet sich cm der Nordseite des Rathauses. Unter drei Krertzgewölben einer offenen äußeren Borhalle hindurch gelairgt man zn den drei Portalen, die drrrch schmiebeeiferne, vergoldete Gitter verschließbar sind. Die Symphonie des Innern beginnt mit dem schlichten Wohllaut des Nebelgrau nird Mattengelb der Vorhalle. Sie leitet den eigentlichen feierlichen Eröffnungssatz, die Zentralhalle ein, zu der der hochüberkuppelte Mittelhof der Rathausanlage au§- gebant ist. In dieser Halle dominiert eine majestätisch geschwungene Freitreppe, um die Halinhuber einen großgefügten Marmor» und Muschelkalkboden mit weitem Treppenvorplatz gelegt hat. Die Freitreppe führt direkt ins Obergeschoß zu bem Vorraunr der eigentlichen Festsaalgrnppe, der sich >rach rechts unb links zrr zweischisfigen Vorsälen erweitert. Hier bereichert sich zunr ersten Male bie Wanb mit bilblichem Schmnck. Hübsche Prlltensriese in Golbplattenmalerei bekränzen bie Bogen und Säulen der Schiffe. Auf diesen vorbereitenden bildlichen Schmuck folgt der große farbenreiche Hanptfestsaal, ans den bie mähliche farbige Steigerung ber vorherigen Räume hinführt. In biesem Saale befinden sich drei große, lebhaft farbige Wandbilder vvii Fritz (Stier, die bas Leben in einer altgernlnnischeir Nieberlassniig, bie Zerstörring einer mittelalterlichen Zwingburg unb Bautätigkeit unb Verkehr einer modernen Stadt barstellen. Alles Holzwerk an Türen, Frustern unb Täfelungen erglänzt in bem kräftigen Rot bes Pabuckholzes. Die Schmalseiten bes Saales soivie bie Decke enthalten in hell- aetöntem, teilweise vergolbetem Stuck noch mancherlei schmückenbe Plastik. Die acht Breitenleile der Längsivänbe zeigen Flachreliefs, in denen boppeltlebenbgroße Figuren die Bürgertugenben verkörpern. Sie stammen von bem tüchtigen Hannoveraner Professor Georg Herting. Die Farben bes Saales sinb gut zueinanber abgestimmt und ber ganze Raum ist burch Halmhnbers geometrischen Schmuck zu einer sicheren Einheit verbunben worden. An den großen Festsaal schließt sich gen Osten ein Saal in grünem Kunstmarmor an, der durch versilberte Zierleisten unb versilberte Sluckreliefs belebt ist. Die brei Lünetten gegenüber den drei Fenstern des Saales schmücken farbig ausgezeichnete Glasmosaike, bie einen Handwerkerfestzug barstellen. Die Kartons bazn hat I u l i u s D i e z ent- warfen. An biefen Saal schließt sich ein viereckiger Raum mit abgestumpften Ecken an, ber in poliertem Mahagoni mit Intarsien ausgesührt, als Damenzimmer gebucht ist. In diesem Zimmer befinbet sieh ein Wanbgemälbe von Abolf Hengeler „Die musikalische Hnlbiaung an ben Frühling". Westlich an ben großen Kestsaal schließt sich ein Saal in blau unb weiß an, in bem Halm- y-»ber burch gute Abtönungen des Holzes und des Stuckes und durch schöne Profilierungen eine hervorragende Wirkung erzielt. Der künstlerische Clou des Rathauses ist zweifellos düs große Gemälde von Ferdinand Hodler, das sich im gemeinschaftlichen Sitzungssaal der städtischen Kollegien befindet und den Treuschwur der Stabthannoverschen Bürger zur Sache der Reformation barstellt. In ber Mitte bes Gemälbes steht ein Mann auf einem Podium und schwört in feierlicher Haltung den Treuschmur. Zu seinen beiden Seiten auf ebener Erde und hinter ihm haben sich die Bürger postiert. Der zu Ellipse verkürzte Kreis, in bem sie sich um den Verschwörer scharen, kommt in ber Komposition zur Geltung. Der Wirkung bes Gemälbes, bas viel farbiger ist, als Hodler sonst zu sein pflegt, kann man sich kaum em'ziehen; ein feierliches Gelübde steigt gen Himmel, eine ernste, schwere Verpflichtung wird übernommen. Wie ein Wall von Speeren ragen bie Arme und Hänbe senkrecht empor, ein gutes halbes Hundert. Es dürfte schwer sein, im Anblick unb unter dem gefühlmäßigen Eindruck etwas gegen seine Ueberzeugnng zn sagen.' Mehr noch als bas große Wanbbild Hodlers in Jena wird dieses größere Werk in Hannover die Freunde des großen Schweizer Meillers unb bie Anhänger moderner Kunst begeistern." Außer ben Fest- unb Parlamentsränmen hat Halmhuber noch die Zimmer beS Stadt- direktors unb Stadtsyndikus prächtig ausgestattet. ES ist dem Professor gelungen, jebent ber vielen Säle einheitlichen Charakter j und .geschlossene Raumwirkung zu geben nnd bie Kunstwerke ber Architektur und die Architektur ben Kunstwerken bienen zn lassen. Er hat rebem einzelnen Raum Stimmung nnd Rhythmus gegeben unb bas ganze Orchester ber Räume unb Werke zn harmonischer Sym- I phonie birigierf, in ber jeher Abschnitt seine geistigen Beziehungen zum andern besitzt. So ist beim bas Innere' bes Rathauses ein Zeugnis ber t)ofy>n Blüte unseres heutigen Kunstgewerbes und > unserer heutigen Mqlevei, während das Aenßere des Bauwerke- m der Unruhe unb Unsicherheit seiner Gestaltung zeigt, daß es in der Wende zweier Knnstanschannngen erbaut ist. Das neue Rathaus Hannovers hat eine herrliche Lage. Wo noch heute bie Altstadt an Wiesen grenzt, an ber aus der Wende des achtzehnten Jahrhunderts stammenden Promenade au der Friedrichstraße strahlt die goldene Spitzlaterne des Knppeltnrmes gen Westen in die Anlagen des nahen städtischen Kestnermnsenms, gen Osten in das Promenadengrün vor dem benachbarten preußischen Proviiizialmnsenm, gen Norden hoch über bie alte, jetzt indnstriereiche Stabt an ber Seine hin, gen Silben über See und Park ber neuen Rathausanlagen bis weit ins grüne Meer ber herrlichen Maschwiesen. Nicht leicht mag solch ein grüner Kranz bichler Anlagen um ein Rathaus gefunden werden. Mit den deiiachbarteii Kunst- unb Staatsgebänben bildet ber trotz feiner Ungeschlachtheit festliche Ban bes neuen Rathanses ein hannoversches Forum im Grünen. H. Kaiser. Vermischtes» K.-K. Künstliche Eisbereitung für ben H äug' halt- Einige Rezepte für Kältemifchungen werden unseren Lesern für bie Sommermonate gewiß willlommen sein. Wir entnehmen sie bem neuesten Hell ber naturwissenschaftlichen Volkszeitschrtft „Mußestunden" (Franckh, Stuttgart). Wie beim Schmelzen, so verbrauchen feste Körper auch bei ihrer Auflösung in Wasser oder in einem anderen Lösungsmittel eine gewisse Wärme, sogenannte Lösnngsmärme, bie sie ihrer Umgebung entziehen, woburch sie sich bann wieber sehr stark unter ben Gefrierpunkt abkühlen. Wird statt Wasser Eis ober Schnee als Lösungsmittel verwenbet, so ist Sie Temperaturerniebrigung noch bebcutenber, ba Eis unb Schnee auch noch Schmelzwänne verbrauchen. Auf diese Weise entstehende Halte- Mischungen dienen u. a. auch in Konditoreien zur Herstellung von Speiseeis. So ergibt beispielsweise eine Mischung von 1 Teil (z. B. 1 Pfunbj Kochsalz und 1 Teil Eis eine Temperatnrerniedrignng bis — 180 C. Stellt man in eine solche Eis-Kochsalz-Mischung ein Gefäß (nicht aus Glas!) mit Friichtsall ober bergleichen, so wird man nach kurzer Zeit „Gefrorenes" erhalten. Hat man gerade kein Eis zur Hand, tun folgende Mischungen ebenfalls gute Dienste: 5 Salmiak, 5 Salpeter, 10 Wasser — 10° 0. 3 Glaubersalz, 2 verdünnte Salpetersäure — 12° 0. 1 verdünnte Salzsäure, 1,5 Glaubersalz — 16° 0. 1 Wasser, 1 salpetersaures Ammoniak — 15° 6. 1 salpetersaures Ammoniak, 1 kohlensa ires Natron 1 Wasser - 11° 0. * Sein '91 m t. „Nanu, IHK Abreißkalender zeigt ja immer noch ben vorigen Monat an?" —-. Buchhalter: „Unser Lehrling ist schon seit einiger Zeit krank." Schach-Auftz'ade. Schwarz. 8 3 6 6 5 5 M 3 3 2 Weiß. Weiß setzt mit bem dritten Zuge Matt. Auflösung in nächster Nummer. abedefgh Auflösung des magischen Zalstenauabrats in voriger Nummer: 31 '220l443l302 302,443220, 34 2_)0,34,302,443 j4431302, 34 ,220 Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, 9i. Lange, Gießen.