M3 — Nr. 200 Msntaa, den 22. Dezember ff* autc.. h.'nou. 6 ifcss'e f Der Weihnachtsengel. Von L. Geiß. (Nachdruck verboten.) Es war nur ein dünnes Glockenstimmchen, welches den Weih- riachtsgruß über das Dorf im Dal tönen ließ, doch der schwache Klang gab dem Jubel der Dorfkinder keine Beschränkung und wenn auch der Weihnachtstisch gleich dem Glöcklcin gar wenig gewaltig. Es war doch Weihnachten und das Christkind kam mit seinen weihevollen Gaben, da leuchtete auch die kleinste Hütte in denr Zauberlicht der Christnacht. Die Krämermarie hatte ihren sieben Vaterlosen je einem ein Lebknchcnhcrz aus eilt rosa Teidenpapver gelegt und zu jedem eine kleine Kerze gestellt, die ein dicker Apfel trug, und der brausende Jubel der'sieben jungen Kehlen ließ das Geräusch nicht hindurch, das die Stubcntür verursachte, durch welche eine hohe, weißge- klest."e Gestalt schritt. Sie trug ein Krönlein auf dem Kopfe und gar goldene Flügel, und das Angesicht lag unter einem dichten, weißen Schleier. „Das Christkind!" schrie die Aelteste der Krämermarie und verschwand blitzschnell unter dem Weihnachtstisch, diesem Beispiel folgten die anderen. i Die Mutter der Flüchtlinge stand betreten da. Sie war ja in der Rede tüchtig, wenn es galt, ihre Ware an den Mann zu bringen, aber jetzt —da klapperte das Herz nicht übel vor der himmlischew Erscheinung, und sie wäre am liebsten auch unter den Tisch gekrochen. Erst als das Christkind die mitgebrachtcn Sachen und Sächelchen ausstreute, verwandelte sich diese bedrückende Szene. Die Kinder verließen ihr Versteck, und der Krämermarie vergrämtes Gesicht Ivar nichts wie eitel Lust, war doch auf ihr Anteil ein Goldstückchcn gefallen. „Das Christkind! Das Christkind!" brüllten die Beschenkten in die Dorfgasse hinein und sahen dem Weihnachtsengel nach, der bald hier, bald dort in ein dunkles, lichtloses Häuschen schlüpfte und Weihnachtskerzen leuchten ließ. Das ganze Dorf kam in Aufruhr, die große Kerze der Christnacht war hier noch nicht von dem Sturm der Zeit gelöscht, sie strahlte noch in dem alten Zauber. Ein Streckchen von diesem Dorf standen zwei Mühlen. Das eine Mühlrad stand stille; zauberhaft schön lag sie da, von der einen Seite umgürtet von dem rauschenden Mühlbach, im Rücken gedeckt von einem schroffen Felsen. Nicht weit davon stand die Hartingsche Mühle, und in diese wollen wir eintreten. Die Müllerin, eine Frau in den mittleren Jahren, sitzt beim Lampenschein, ein Buch liegt vor ihr aufgeschldgen, sie will stille Weihnachten feiern. Doch sie kommt zu keiner Andacht. Der tumnl- tuarische Schritt des Mannes, dessen Süße auf den Dreien hämmern, läßt sic nicht dazu kommen. Ter Müller Wenzel Harting ivill keine Weihnachten feiern. Die tiefliegenden Augen unter der markigen Stirn ruhen jetzt hohnlachend auf der Frau. „Bet'st schön, Marianne, so ist's recht. Hältst dich mit meinem Feind fein da oben —" wirft er Frau Harting vor. „Wenzel, lästere nit! Was hat Gott dir denn getan?" „Mir getan? Und das fragst du noch? Guck dir nur die stumme Mühl' an, die gibt dir Antwort drauf. Ja, die Mühl', die Mühl', die ich immer vor Augen haben muß, Tag. für Tag, so 'ne Marter." Wenzel Harting ballt die Faust gen Himmel. „Du bist rein zum Tollhäusler geworden," meint Marianne. „Sag', was ist im besonderen geschehen? Unsere Käte sollte partout in die Sturmbachsche Mühle hinein heiraten, aber Gott ließ es nicht geschehen, das ist alles!" „Grad genug!" schreit Wenzel. „Gott hat mich zum Narren gehabt. Erst ließ er's geschehen, verlobte die Käte mit dem Eberhard Sturmbach, ließ es his dicht vor die Trauung kommen, dann ließ er den alten Sturmbach jäh sterben, damit der junge Sturmbach davonlaufen konnte —" „Ja, Gott hat es so gewollt," sprach Marianne. „Nicht Gott, dein harter Schädel und der Schädel von dem entschlafenen Sturmbach, die arbeiteten die jungen Leute ohne ihren Willen zusammen. Eure Schädel paßten zusammen, da wollte ein jeder Gott sein, der zu regieren hat." Wenzel Harting steht da und knirscht mit den Zähnen. Ja, dieser Wenzel, diese herkulische Gestalt, dieser Rebell, der mit seinem Schädel Mauern einhauen wollte. Marianne schaut ruhig zu ihm auf. Die kleine, schwache Frau fürchtet diesen Hartschädel, diesen Rebellen nicht. Sie weiß, unter bett scharfen, eckigen Kanten ruht, wenn auch tief unten, ein Herz, das windelweich werden kann, wenn ein Zauberstab es berührt, und sie hat diesen im Besitz. Mit hartem Fuß geht Wenzel und schleudert die Tür auf. „Wo ist Käte?" fragt er zurück. „Im Dorf, Weihnachten feiern. Bei uns kehrt das Christkind nicht ein." „Ha, ha, ha! Den alten Weibchen die leeren Weinkrüge füllen. Wo find die Dienstleut?" * „Auch im Dorf, ich schickte alle hin, daß sie sich freuen." Jetzt schmettert die Tür hinter Wenzels Rücken. Er steht allein in der Nacht und dec rauhe Wind jauchzt um; ihn. Stier klebt fein Blick an der stillen Mühle. O, diese Muhle. Warum nahm der Blitz diese nicht? Zweimal schlug er in nächster Nähe ein, die Mühle nahm er nicht. „Gott schützte sie!" sprach die fromme Marianne. Wenzel Harting wollte wieder hohnlächelt, aber eben fiel ihm ein, wie er sich« doch einmal auch zu diesem Gott gehalten, wie zu einem lieben Kameraden, ohne den er nicht leben konnte. Aber nun die schwere Feindschaft, die darauf folgte, als der Kamerad hinter den Sternen sich so tückisch gezeigt. Unter diesem wüsten Gedankeugang trabt Wenzel Harting vorwärts. Wolken jagen über ihm und bedecken die Mondscheibe, tolles Weh peitscht in ihm. Es ist, als treibe ihn ein ganz Bestimmtes vorwärts, dessen Gestalt ihm jedoch unklar. Er steht, dann hastet er wieder weiter. „Kann ich nicht auch Gott feilt, behobeln und behauen mein Geschick? Soll ich harren, bis der andere es macht?" fragt er laut. Da schlägt Wenzels Faust auf ein Tor, cs springt auf — das Tor der Sturmbachfchen Mühle. Acchzend packt er sich an dem alten Pfosten. Diese Mühle ist seine Wiege, die Wiege seiner Vorfahren, und er hatte sie lassen müssen, weil Mariannes Vater so geboten; er mußte in dessen Mühle hinein heiraten. Unsicher tastet er auf dem alten Boden hin. Der Mühlbach gurgelt neben ihm und die Wolken flattern und geben den Mond frei. Gebannt steht Wenzel da und schaut den alten Bau an. 798 Da sollte Käte drin walten, ihre Kinder, seine Enkel, kern fremder Fuß. Alles vorbei! Dieser Herr Eberhard, der hatte das Studentenmühel wieder aufgesetzt, das der alte Sturmbach abgeschleudert, als er seinen Einzigen in den Müllerkrttel zwang. Nun quälte die Erinnerung sein Herz. Wenzel Harting rast umher und Plötzlich schlägt eine Feuerlohe vor seinen wilden Blecken auf. Ja, ja, keim Zufall; das hatte er ja gewollt, die Muhle wegpfeifen vor seinen Augen. Gierig rafft er die dürrere Tanneiezrveige von dene Boden auf und schleudert diese in die Glut, —' da verfängt sich sein Fuß- xrt einem leeren Wassereineer, der ihm in den Weg gerollt, und er stürzt nieder. Es schien, als ob mit diesem Sturz das tief gebettete Herz erwachte. Mit einem wilden Satz sprang der Gestürzte auf, und die Arme reckten sich zum Himmel. „Herr Gott, lösch das Feuer —" schmetterte seine Stimme nach oben. -„Meine Wiege, meine Wiege." Kraftlos, Ivimniernd stürzt er auf die Kniee und hämmert auf dem harten Schädel mit den Fäusten. Stier hängt jein Blick an der Felsenwand. Da — ein Schrei. Ciui Engel erscheint im schneeigen Gewand, mit goldener Krone und goldenen Flügeln. Ha! Wie er niedersaust auf die Brandstätte. Der Eimer rasselt in den rauschenden Mühlbach, die Flammen zischen. Wenzel werft das Angesicht zur Erde. Da — ein wildes Geschrei von ein paar Dutzend Mciischen- kehlen. „Die Sturmbachmühle brennt!" Aber dann lautlose Stille. Die Dörfler stehen eng gepackt nebeneinander und starren nach der Brandstätte. Kein Fuß wagt sich vor. Da ist andere Hilfe schon da. „Ein Engel — ein Engel!" flüsterten sie scheu. Der hatte kaum gedacht, die Flammen zerstört und war davon geflogen. Nun kam Leben in die Gepackten. Der eine und der andere hatte ganz deutlich gesehen, wie eine große Gestalt um dse Mühle herum gehuscht und eilig entflohen. Ach ja, der arme Seppel. Das war ein armer Kerl im Dorfe, der keine Fliege töten konnte, aber jede Untat im Dorfe kam doch auf den Menschen, er heißt einmal Bläß. Und so wurde der Seppel an dem Weihnachtsntorgcn aus dem Bette geholt, vor die Dorfobrigkeit geführt, unbekümmert, das; es- gerade Zeit zum Kirchgang war. Der Bürgermeister ist gepeinigt durch den Vorfall, er weiß, daß der Seppel der Sündenbock in dem Torfe, doch die Uebermacht anderer Meinung, und daß der Vorgeführte einmal den Stempel „Lump" hat. Die Kirchgänger stehen geschart um das Haus der Obrigkeit, und da kommt noch einer dazu hergesteuert, das Kirchenbuch in der Hand — was —• der Müller Harting. Der Bürgermeister vergißt den Seppel über diese Erscheinung, der Wenzel, sein Busenfreund, der im tiefen Hader mit Gott steht. Ter Verblüffte schlägt das Fenster auf. Da steht Wenzel mitten in dem Haufen der Erregten und forscht, was denn geschehen? „Der Seppel ist verhaftet, er hat die Sturmbachsche Mühle angesteckt," erklärt man ihm. Der Wenzel taumelt schier und packt sich an dem Fenstersims, sein Gesicht wird so schlohweiß wie seine Haare. „Laßt den Menschen los —", kreischt er. „Muß denn der alles verübt haben?" Der Bürgermeister ist hocherfreut über die Hilfe und wirst dazu: „Ter Müller Harting hat recht, muß denn der Seppel alles verübt haben? Heute ist! er frei, wachs den Feiertagen geht die Untersuchung an. Seppel, marsch —" Nun bimmelte die Dorsglocke. Alles eilt zur Kirche. Da tritt der Wenzel wie ein Trunkener in die Bürgermeisterstube. Er sinkt auf einen Stuhl, der Schweiß rinnt von der markigen Stirn. „Henrich, der Seppel hat die Mühl' uit anstecke wolle. Hörst der Seppel nit, der uit. Das war ein Tollhäusler, glaub' mir, ich weiß es bestimmt — —" Der Bürgermeister dreht die Daumen und fixiert den hoch Erregten. „So ist's, Wenzel, ein Tollhäusler war's, ein Herr, der mit Gott haderte. Komm, wir wollen zur Kirche gehen, unser Herrgott mag den Brandstifter in das Gericht mal nehmen —." Der Wenzel schnauft und der harte Schädel sinkt auf die keuchende Brust, so klein war er noch nie in seinem Leben gewesen wie in diesen Stunden. • - „Mein Feind, mein Freund, er hat mir einen Engel geschickt," rumorte er. „Ja einen Engel", wiederholte der Bürgermeister, denn die Kunde von diesem Gugel lief ja durch das ganze Dorf. Aber er hütete sich, diesen Engel zu enthüllen, wußte er doch, daß Käte Harting darunter verborgen. Gr hatte schnell den Zusammenhang der Begebenheit, daß der Weihnachtsengel, der in die lichtleeren Hütten eingekehrt, und die Kerzen der Liebe angezündet, aus seinem Heimgang nach der Mühle das Feuer um die Sturmbachsche Mühle gesehen und gelöscht, Wasser war ja zur Haird. Nicht die Obrigkeit des Dorfes, der alte Kamerad von Wenzel, der Henrich, packte den „Tollhäusler", der den Brand gelegt, au beide Schultern. „Wenn der Feind da oben dir nicht die Hand gereicht, und dir einen Engel zugeschickt, wie wär's, Wenzel?" Der Henrich kennt seinen Kameraden gründlich aus. Er hat das Heiz von Gold und den Kopf von Eisen. Der Glaube an! Gott und seine Wundertaten ist wieder wie ein Abgrund so- ttef, Gott hat ihm den Engel in schwerer Stunde geschickt, das bleibt stehen, sein Sinn ist schlicht und fromm. Ja, das war auch ein Engel, diese Käte Harting, die in der Kirche andächtig saß und nach dem Vater sah, der zu seinem lange verwaisten. Stuhle trat, lächelnd nach oben sah, als W er dort den versöhnten Feind. Ja, es war Frieden. vorm §est. Wcihnachtsskizze von Anna Lahr (Hannover). In der Kreissparkasse zu Wevelstädt standen sie Kopf an Kopf. Es war Samstag vor Weihnachten. Und wenn sich die Wevelstädter auch ausgezeichnet aufs Verdienen verstanden — in den anderen Marschen war ein unhöflicher -Spruch darüber im Schwange -— so verstanden sie sich doch fast ebenso gut aufs Ausgeben und ließen manchen preußischen Taler springen, wenn Feste zu feiern waren. Die am Samstag vor Weihnachten in dem engen Raum standen und warteten, waren nicht die Reichen, die schon seit Wochen ab und an einmal nach Bremen reisen konnten, um einzukausen. Nein, es war mehr der bescheidene Mittelstand von Wevelstädt, der seine Groschen etwas mehr zu Rate halten mußte, nun aber doch auch gekommen war, um ein Stückchen Erspartes in Tannenbaumglanz umzusetzen. Und ute offenen Gasflammen, die sonst so oft auf ernste und versorgte Gesichter herabschienen, beleuchteten heute nur lauter zufriedene. „Siebenhundertneunzehn. Stichwort?" klang es vom Schreibpult her. „Rotesaud!" Und Hinnerk Focke trat vor. Da zwinkerten die Alten sich lustig zu, und die Jungen stießen sich mit den Ellbogen an. Sie wußten es ja alle, warum der prächtige Junge, der auf einen Schifssanteil sparte, heute doch ein Goldstück von seinem Guthaben herunternahm; seit acht Tagen hatte er eine Braut, und da konnte er sich doch nicht lumpen lassen. Etwas Schönes mußte Anke zum Heiligen Abend von ihm bekommen, und wenn sein Anteil darum auch einen Monat später zusammenkam. Strahlend zog er seinen Goldfuchs ein. Nach ihm kam eine stämmige blonde Magd an die Reihe. Ein wenig zögerten ihre festen Hände doch, das Geld eiuzustreichen. Es war eben ein Teil von dem, was sie sauer verdient hatte. Aber das Wolltuch und den süßen Klöben sollte die Mutter zum Feste haben, das hatte sie sich fest vorgenommen. Deswegen seufzte das Mädchen wohl noch einmal auf, nahm aber die blanken Markstücke an sich und sah dann, als der kleine innere Kampf geschlichtet war, ebenso hell drein wie alle anderen. Ganz ohne Zögern griff dann Thoms Mudder nach den Münzen, die ihr zukamen. Für wen die sein sollten, das war kein Geheimnis. Man muß den Kindern was schenken, auch wenn die Kinder längst zwei slotte große Kerle geworden sind, die in Matrosenuniform auf Urlaub kommen. Da wurde die Tür breit aufgestoßen. Die Gasflammen schwankten im Zuge. Und wie ein Mißbehagen strömte es in den Raum. Der da kam, war nicht beliebt. Aber man machte ihm Platz. Das war doch wieder mal ganz Klaus Thadje! So bis zu allerletzt seine Einkäufe zu verschieben! Er, der es gav nicht nötig hatte, auf Pfennigzinsen zu sehen! Immerhin: er kam. Er wollte Weihnachtsfreuden bereiten wie sie alle. Klaus Thadje, ein großer schwerer Mann, grüßte nur knapp, „man so eben", und trat sofort an den Zahltisch. Er war der Letzte, und es hätte sich gehört, daß er gewartet hätte wie jeder andere. Aber Warten stand nicht in seinem Wörterbuch. Und die kleinen Leute kamen gar nicht darauf, etwas dagegen zu sagen. Der eine hatte von ihm Land gepachtet, der andere hatte von ihm geliehen. Und so waren sie alle Abhängige. Klaus Thadje zog sein Buch aus der Papphülle und warf es vor dem Schreiber auf den Tresen. 799 niT Sebcs Geflüster verstummte. Alles lauschte gespannt, surievrel er wohl abheben würde, der Geizkragen? Stille oweihundertfünfzig zu!" klang es scharf durch die ,. „r/i3u?" fragte der Beamte. Es war das erste Mal, seit die Kasse am Morgen geöffnet war, daß einer Geld brachte und nicht holte. „Zu?" „Wenn ich sage „zu", dann meine ich ,.zu"!" stieß Thadje hervor; dabei legte er seine Scheine in Reihen auf das Zahlbrett. ,. ®sftammen brannten wieder still für sich hin. Aber , . Gesichter sahen mit einem Male alle ganz anders aus, gleichsam kälter geworden. Da war einer, der vor Weihnachten Geld brachte! Und das war einer der Reichsten in Wevelstädt. Einer, der in seiner Berwandtschaft manch einen wußte, dem vor Sorgen das Wasser bis an den Hals stand. Der brachte Geld! Dann kam ein schmächtiges altes Mädchen in einem groben Umschlagtuch au die Reihe. _ „Metta!" murmelten die Nächststehenden. Es klang nicht bewnders liebevoll. Dennoch war Metta in allen Stücken so ziemlich das Gegenteil von Klaus Thadje. Klein, schüchtern und so arm. Das war es vielleicht: sie war arm; uitib ging immer die Besorgnis um, sie möchte eines Tages der Gemeinde zur Last fallen. Anlaß zu dieser Befürchtung hatte sie zwar eigentlich nie gegeben; denn bisher hatte sie sich noch immer selbst erhalten mit hunderterlei kleinen schlechtbezahlteil Beschäftigungen; und es gab keinen in Wevelstädt, den sie ;e auch nur um einen Pfennig angegangen wäre. Aber die Armen sind immer des Nochärmerwerdens verdächtig. schnell schob sie ihr Buch hin, um nur bald wieder los- zukommen und so wenig wie möglich von der Zeit der anderen für sich in Anspruch zu nehmen. cm "fünfzig Taler zurück," sagte sie hastig und leise. In .tcart zu denken, war ihr bei größeren Summen immer noch beschwerlich. cm ?ber der Schreiber wiederholte laut: „Huudcrtfünfzig Mark alfo!" „Metta?!" riefen mehrere Stimmen. Wie? Metta, die überhaupt nur ein paar Kröten haben konnte. Metta holte fünfzig Taler? Klaus Thadje, der die Türklinke schon in der Hand gehabt hatte, netz sie wieder fahren und hörte erstaunt zu. „Za, Metta, was willst du denn mit fünfzig Talern?" fragte er endlich über alle Köpfe hinweg. „Ich brauche sie," rief das Mädchen heftig. Es war aber die Heftigkeit einer Schüchternen, die plötzlich einen Vorsatz verteidigen muß. „Wozu?" sragte Thadje unwillig. Es war seine Eigenheit, daß er nicht nur selbst nicht verschwendete, sondern auch für beit -tob nicht fabelt konnte, wenn andere verschwendeten. 'Er suhlte sich! gleichsam als Anwalt aller vorhandenen Kapitalien, sie mochten nun groß oder klein sein. Nie vielleicht hat jenes Gleichnis vom vergrabenen Pfunde, das manchem guten Christen schweres Kopfzerbrechen macht, einen verständnisvolleren Bewunderer gefunden als Klaus Thadje. „Ich brauche das Geld," wiederholte Metta fast störrisch. Doch zugleich zitterte sie am ganzen Körper. , Wenn es Ihnen einerlei ist und Sie es gerade entbehren können," fügte sie naiv hinzu, indem sie den Kassierer demütig ansah. „Schnack!" lachte der verächtlich. „Wir und hundertfünfzig Mark nicht entbehren können! Das wäre eine nette Sparkasse!" „Ich meinte man," entschuldigte sich Metta. „Ja, aber," fuhr Thadje dazwischen, der sich durchaus nicht beruhigen konnte. „Jetzt ist keine Mietszahlung und nichts. Ich frage: wozu kannst du das Geld brauchen?" Metta kam gar nicht darauf, daß feilt Mensch ein Recht hatte, sie so zu bevormunden. „Es ist doch mein Geld," verteidigte sie sich nur. Natürlich, wenn du es dir gespart hast, ist es dein," bestätigte Thadje. „Aber du mußt doch au deine alten Tage denken, Metta! Also, was willst du mit so viel Geld auf einmal?" „Ich weiß, was ich weiß!" rief eine kecke junge Stimme aus der Menge. Alles wandte sich ihr zu. „Das Geld geht nach Hamburg!" rief es hell. „Fragt Metta selbst." Die stand da und sah vor sich nieder, als wäre sie eines Verbrechens überführt. „Wen hat Metta in Hamburg?" klang es imgläubig von mehreren Seiten. .. Da mit einem Male wurde Metta ganz ruhig, als ob die Entdeckung ihr die Fassung ziirückgegeben hätte. „Ja, das Geld geht nach Hamburg," sagte sie eritft "^ch bin em altes Mädchen. Mir kann keiner mehr was sagen, wenn ich einem helfe, der wieder hochkommen will. Ja, das Geld geht nach Hamburg." „Au einen Mann also?" fragte Thadje verblüfft. „Was für einen Mann kannst du dort kennen?" „O Gott, es ist doch nicht am Ende —" rief einer. „Johann Albers?" rief ein anderer. „Der Buttfischer?" ein Dritter. „Ich dachte, der steckte in Amerika, und wir wären ihn endlich los," ein vierter." Metta lächelte wie jemand, der ein gutesGeheimins weiß. , iüstte sie, „es ist Johann Albers. Und er wav auch in Amerika. Aber nun ist er wieder hier. Und er haß mir einen Brief geschrieben, er will ein anderer Mensch iverden, wenn ihm dies eine Mal noch einer hilft. Und darum muß ich es tun." Dabei zählte sie das Geld in eine alte Börse. Ein paar Augenblicke lang war es still. Einige Aeltere standen nachdenklich da. Ja, da war einmal etwas gewesen — zwanzig ^ahre mochte es nun gut und gern her fein — etwas zwischen Metta und dem Buttfischer Johann Albers. Das heißt, damals war er noch nicht Buttfischer. O nein, damals war er ein schmucker junger Fahrensmann gewesen. Und Metta war auch ein hübsches Mädchen gewesen, ein sehr hübsches Mädchen, ja. Man sah ihr das bloß nicht mehr an. Was eigentlich gewesen war und wie es dann alles so anders hattck kommen können, ^als jedermann erwartet hatte, warum Metta keine Schifferfrau geworden war, und warum Johann Albers eines schönen Tages bis auf den letzten Pfennig abgebrannt und gealtert wieder in der Gegend aufgetaucht war und sich aus den Buttfang verlegte, bis ihm das Geschäft zu naßkalt wurde und ihn forttrieb nach Amerika, ja, davon wußten sie in Batavia oder sonstwo da draußen wohl besser Bescheid als in Wevelstädt. „Woher hat er geschrieben?" fragte Thadje noch zweifelnd. „Aus Hamburg, aus Sankt Pauli." „Na, denn kannst du dein Geld ja auch man gleich in den Kanal schmeißen. Dann sparst du das Porto!" Klaus Thadje hatte es herausgewettert, und daun war er gegangen und hatte die Tür hinter sich zngeballert. „Metta, willst du es denn wirklich tun?" fragten sie von allen Seiten. „Ja," sagte sie fest. „Ich muß das tun. Es ist ja doch Weihnachten." Da hatte keiner mehr den Mut, ihr zu widerstreben. Es war, als ob ein Bann von ihnen genommen wäre, feit Thadje aus dem Raume war. Und etwas Gutes kam in! den rauhen Herzen hoch. Nicht, als ob einer zu Johann Albers auch nur das mindeste Vertrauen gehabt hätte! Aber darauf kam es heute gar nicht an. Metta streckte einem die Hand hin, der am Versinken war. Er würde gewiß versinken. Aber das' fühlten alle: das Wichtigste war in diesem Augenblick, daß! Metta ihm die Hand hinstreckte, mochte er sich nun daran hochziehen können oder nicht. Und das war es auch, was mit einem Mal alle Gesichter wieder weihnachtshell machte, die Klaus Thadje verdunkelt hatte. Und freundlicher als sonst grüßte man Metta, als sie ging. _____________ Das muh nicht alles so fein. Zu unserem dieser Tage veröffentlichten Aufsatz schreibt unS ein Pfarrer: < Die Verfasserin des anfprechenden Aufsatzes in Nr. 198 der Familienblätter hat den Finger auf etliche Schulwunden gelegt. Die Lehrer sind gewohnt, daß sie in der Oefsentlichkeit nur gelobt werden. Da kann es dem jungen Herrn und vielleicht manchem seiner Kollegen recht heilsam sein, wenn sie merken, daß selbst fest verschlossene Schultüren doch recht weit offen stehen. Der Lehrer sieht in die Häuser, und die Häuser sehen in die Schule, beides durch die Kinder. So kann durch offene Aussprache manches Nebel zum Heil der Kinder abgeschafft werden. Aiif ein Nebel möchte ich aber heute einmal so dringend wie möglich Hinweisen, für das der Lehrer nicht verantwortlich ist» und 800 das er auch bei der taktvollsten Behandlung nicht umgehen kann, es sei denn, daß er1 ,die> Geschichte einfach übergeht, ich meine die Geschichte von Isaaks Opferung. Die Verfasserin der Klage ahnt wohl nicht, daß gerade diese Geschichte heiß umstritten ist. Sie meint, wir müßten uns mit der biblischen Geschichte abfinden trotz der manchmal angerichteten Verwirrung und hofft ans Klärung durch das Elternhaus. Wenn aber dass Urteil von klein Evchen und seine liebe* zeugung, daß Wrahan^ sicht irrte, als er die Stimme Gottes zu hören meinte, richtig ist, dann gehört diese Erzählung nicht in ein Schulbuch für die Kleinen, sondern könnte höchstens in den Oberklassen der höheren Schulen religionsgeschichtliche Verwendung finden. Bei der in den letzten Jahren stattgehabten Umarbeitung unserer hessischen Biblischen Geschichte, die im ganzen einen erfreulichen Fortschritt darstellt, ist leider diese anstößige Geschichte stehen geblieben. Eine ähnlich schlimme, Jephta und seine Tochter, ist glücklicherweise gestrichen. Isaaks Opferung hat aber merkwürdigerweise sowohl auf der rechten wie ans der liuken Seite der Ausschußmit- glieder und der Landessynode, die in diesem Sommer über die Einführung des neuen Lehrbuchs beschloß, so zahlreiche Freunde gehabt, daß sie beibehalten wurde. Was die Geschichte gehalten hat, ist die Vorliebe, mit der sie als Vorbild auf den Opfertod Jesu auf Golgatha angesehen wird. Das ist so ein altes Herkommen, von dem man sich gegenüber den offenbaren Schäden der Geschichte losmachen sollte, denn nur für die oberflächliche Betrachtung ist ein Vergleich beider Geschichten zulässig. Abraham steht in Gefahr, zu dem um ihn her üblichen Menschenopfer zu greifen, und Gott wehrt es ihm:» „lege deinte Hand nicht an den Knaben". Das ist das beste Wort in der ganzen Geschichte, und Mein Evchen hat Recht: Golt ist nur gut und kann nicht grausam sein. „Du sollst nicht töten" lautet sein Gebot. Wer unserem Gott einigermaßen Folgerichtigkeit zuschätzt, kann ihn nicht den Abraham« 'ntM einer von ihm selbst verabscheuten Handlung auf die Probe stellen wollen lassen. Also ist die erste Aufforderung: „nimm deinen Sohn!" nicht von Gott. Scheuen wir uns doch nicht, eine so widerspruchsvolle, religiös und sittlich unhaltbare Erzählung dem Bereich unterer Kinder zu entziehen! Der Opfertod Christi hat ganz andere Grundlagen und Ziele. Die Juden sehen ihn als Deckung für ihre politischen Missetaten an. Jesus geht ihm nicht aus dem Woge. und Gott läßt ihn geschehen, damit die Sünde der Menschheit offenbar werde. Aber weit entfernt, daß GE, wie es dort bei Abraham scheinen muß, Wohlgefallen an der Tat hätte, steht über ihr das Wort: „siehe euer Haus soll euch wüste gelassen werden". Der Himmel verfinstert sich, und die Erde erbebt, und wenig Wochen darnach fragt die Volksmenge, die vorher „kreuzige!" gerufen hat, den Petrus, der ihnen diese Sünde vorhält, „ihr Männer, lieben Brüder, was sollen wir tun?" Dort soll der Wert des Opfers bei dem Täter liegen, ein Zeichen vollkommenen Gehorsams fein, hier liegt der Wert des Opfers bei dem, der zur Ueberwindung der aufs höchste gesteigerten Sünde im kindlichen Glauben an den Vater im Himmel den Tod von Sünderhand erleidet. Man muß endlich aufhören, diese beiden Begebenheiten, die innerlich gar nichts miteinander zu tun haben, zusammenzustellen. Immer wieder bäumt sich das kindliche Empfinden gegen Isaaks Opferung auf, und das ist gut, denn es sind leider Gottes auch schon Versuche des Nachmachens in der Oessentlichkeit bekannt geworden. In einer oberhessischen Pfarrversammlung vor 2 Jahren, in der die neue „Biblische Geschichte" zur Verhandlung stand, wurde gerade gegen die Opferungsgeschichte stark protestiert. Bei der Abstimmung fand sich aber leider immer noch eine Mehrheit für sie vor. Das Elternhaus hat ein Recht daraus, da es besser als die Schule die bösen Wirkungen dieser Erzählung auf das kindliche Gemüt beobachten kann, die Ausmerzung derselben zu verlangen. Die Einführung des neuen Lehrbuchs bietet die beste Gelegenheit daziw Wenn auch die er>e Aufl/rge bereits «iS Lind gegangen ist, wird es immer bei der zweiten noch nickt zu spät sein, den Fehler gut zu mache:« Auch- wistd man von keinem Pfarrer und Lehrer, die Anstoß an der Geschichte nehmen, ihre Behandlung verlangen können. F. S., Pfr. verMsschtes. * Der K o n g r e ß der B e r ü hmtheite n. Soeben findet in allen Städten Deutschlands ein eigenartiger Kongreß statt, dessen Vorbereitungen von Leipzig aus ohne jedes Aussehen in aller Stille getroffen wurde». Allerhand Umstände machen diesen Kongreß ungewöhnlich:, von oeir etwa 50 000 Teilnehmern, die dazu geladen wurden, weiß eigentlich niemand so recht, ob er dabei ist oder nicht; gehört er zu den Auserwähllen, fo ist er anwesend, er mag wollen oder nicht, iiitb ohne sich auch nur von der S'üstle z:i bewegen; der Kongreß geht vor sich, ohne daß die Eisenbahnen überfüllt sind, ohne, Aiassenaufainiulungen und ohne Polizeiaufgebote; auch er- wachsen den Teilnehmern aus ihrer Kongreßtätigkeit nicht die geringsten Unkosten, nur den Zuschauern; die Zusammenkünfte spielen Nck ab ohne Parteitagdebatten, ohne Hurra's und Ordnungsrufe, und doch sind die Beschlüsse dieses Kongresses verbi>idlich für alle Welt, denn sie sind unbedingte Wahrheit. Das Unheimliche an diesem Kongreß aber ist der Umstand, daß sich unter den Teilnehmern eine ungeheure Anzahl schon Gestorbener befindet, ohne daß die Spiritisten dabei ihre Hand im Spiele haben. Sollte dent Leser dieser Mitteilung dabei etwas schwindlig werden, so ist nichts einfacher, als daß er sich selbst davon überzeuge: Versammlungslokale dieses Kongresses der Berühmtheiten, sind alle Bnchläden in deutschen Landen, und der Kongreß selbst ist nichts anderes als Brockhaus' Kleines Konversationslexikon, das soeben in neuer Ausgabe 1914 erschienen ist. 'Kurioses vom f r a n z ö s i s ch e u Gefängnisleben- Cine Gerichtsverhandlung in Nancy Hot in diesen Sagen die Aufmerksamkeit der französischen Oesfentlichkeit auf gewisse Mißverhäll» nisse im französische» Gefängniswesen geteuft, in dem noch immer in großem Maßstabe die Arbeitskraft der Gefangenen an skrupellose Unternehmer meistbietend versteigert wird, wobei der Staat aber nicht etwa eine Einnahme erzielt, sondern bei» Unternehmer, der die Ernährung der befangenen übernimmt, eine Entschädigung bezahlt. Den Zuschlag erhält jeweils jener Unternehmer, der mit der niedrigsten „Entschädigung" zufrieden ist; et bekommt für jeden Gefangenen aus der Staatskasse 30—35 Centimes für den Tag und übernimmt es dafür, den Sträfling für seine Arbeitsleistung mit durchs cknitstich 50 58 Centimes Tagelolm zu besolden. Eigenartiger als diese Einrichtung aber ist eine Tatsache, die auf Grund der amtlichen Statistik Jacgnes Thur im Matin enthüllt. Da zeigt sich, daß von den 374 vom Staate unterhaltenen Departementsgefängnissen 83 znsanrmen mit 288 Sträflinge beherbergen und weitere 86 Anstalten nur 5—10 Sträflinge enthalten. In Oer Tat gibt es 17 Gefängnisse in Frankreich, die je nur 3, 12, die je nur 2, und 7, die überhaupt mir einen einzigen Sträfling zählen. „Und da wundert man sich, daß das Budget Löcher hat. . .* * T ie kleine Dame. „Ruth," sagt die Mama, „du polterst ja die Treppe herunter, daß ich's bis hinten in der Küche höre. Geh' gleich nochmal hinaus und komm' leise runter." Tie Kleine verschwindet und ist gleich darauf wieder da. „Diesmal bist du leise gewesen," sagt die Mama lobend, „und tvie eine kleine Dame herunter gekommen." „Ja, ich bin auf dem .Geländer heruntergerutscht." * Mißtrauisch. Tie junge Ehefrau flüchtet sich aufgeregt zu ihrer Mutter. „Oh, Mutter, George hat kein Vertrauen zu mir!" „Unsinn, Kind!" antwortet die Mutter und sucht sie zu beruhigen. „Wieso hast du dir das in den Kopf gesetzt?" „Ja, denke nur, gestern habe ich mein erstes Diner gekocht, unb da hat er einen Freund eingeladen, mit uns zu speisen!" „Aber Kind, das ist doch ein großes Kompliment." „Jawohl, Mutter, aber dieser Freund war der Arzt!" * A n ch ein Verein. A.: „Haben denn hier etwa die Dienstboten ein Vergnügen? Ich sehe so viel festlich geputzte Dienstmädchen lausen." .: „Ach, der Verein ehemaliger Dienstmädchen der Frau Kanzleirat Schwertfeger hat heute Stiftungsfest." viichertisch. — Federer, Hei u., Jungfer Therese. Eine Erzählung aus dem Priesterleben. (G. Grotesche Verlagsbuchhandlung, Berlin. Der Dichter leugnet es in diesem neuen Werke kaum, daß es voll autobiographischen Gehaltes ist. Dieser junge Kaplan, der mit heißem, schäumendem Herzen und ungebrochenem, idealistischem. Geiste ohne jede Kenntnis der Wirklichkeit in sein Pfarrdorf Lachweiler einzieht, der die Klerisei für gar so reformbedürftig hält, steht dem Dichter näher, als eine Gestalt der Phantasie. Köstlich sind die Erfahrungen des jungen theologischen Brausekopfes und Besserwissers, des von Gefühlen und Gedanken glühenden Plänemachers. Daneben steht die prachtvolle Jungfer Therese, die Pfarrköchin. Diese streitbare Theologin unb dies treue Kirchenkind, diese alte Jungfer und energische Haushälterin kennt die Welt und die Menschen, sie kennt auch bald ihren jungen Kaplan, von dem sie ihre klaren Gedanken und Ueberzeugungeu nicht umnebeln läßt. —1 Spar-Merkblätter (Guter Rat in teurer Zeit) von Adolf Mang (2. Ausl. 32 S. 20 Pfg., Emil Rohr, Ber- lagsgesellschast, Kaiserslautern). Die Sparblätter wurden von vielen Regierungen empfohlen und von hochherzigen Menschenfreunden bereits an Tausende von Arbeitern, Dienstboten und Schülern verteilt. Logogriph. Ein Tier bin ich, doch nimmer kann ich nutzen, Es pflegt mich deshalb auch niemand zu schützen. Ein and'rer Lovst nun bin ich leblos zumr, Doch dien' ich dir zum Schutze Jahr für Jahr. Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Silbenrätsels in voriger Nummer: Zccäeiml — Osman — Ilieuzf - Natal — Monb — Ararat — Chriftchiirch; Zorn m a ch t btt » b. Redaktion: R. 91 e u r a t b. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UinversitätS-Luch- und Steindruckerei, R. Lang«. Gieße»