Msntag, den 22. September !üji! W W Bl Dom Pikkolo zum Millionär. Heitere Erzählung von Harry Nitsch. (Nachdruck tierboten.) (Fortsetzung.), Der Abschied von Hedwig war auch Erich sehr nahe gegangen. Das heitere, fröhliche Geschöpf hatte geweint und geschluchzt, als gälte es eine Trennung für ewig. Immer und immer wieder hatte sie an seinem Halse gelegen, und ihm Liebesworte ins Ohr geflüstert, als sie Erich zu dem Zug geleitete, der ihn nach Romont' führen sollte. Erich hatte sich in einem kleinen Dorf bei Romvnt in einer Lehrersfamilie, die seit Jahren auf solche Pensionäre eingerichtet war, und einen guten Ruf genoß, für sechs Monate angemeldet. Seit sechs Tagen befand sich Erich bereits bei Monsieur Jarnaux. Er stürzte sich mit wahrem Feuereifer auf seine Studien; aber nach einigen Tagen hatte sich eine steigende Unruhe und Angst seiner bemächtigt. Hedwig, die in, Genf zurückgeblieben war, versprach ihm sofort und täglich zu schreiben. Doch war noch nicht eine Zeile von dem Mädchen eingetroffen, auch auf seine eigenen Briefe erhielt er keine Antwort. Ebenso wartete er vergebens auf ein Lebenszeichen von seiner Mutter. Sie hatte ihm auf seine offenen Bekenntnisse noch nicht geschrieben; zürnte sie ihm so sehr? Erich,war daher in heftiger Unruhe und konnte sie seinem freundlichen Lehrer und dessen liebenswürdiger Gattin nur schwer verbergen. Madame Jarnaux, eine sympathische, angenehme Erscheinung in der Mitte der vierziger Jahre, hatte Erich sofort in ihr Herz gefchlossen. Die kleine rundliche Frau mit den gesunden roten Wangen machte hieraus auch kein Hehl, sie verwöhnte Erich, ganz offen. Außer diesem befanden sich noch vier Pensionäre, drei davon junge Kaufleute, der vierte Kellner wie Erich im kleinen, aber freundlichen, ganz weiß gestrichenen Haus der Familie Jarnaux. Die Pension lag inmitten eines großen, wohlgepflegten Gartens am Fuße eines stattlichen Berges, welcher die Orangen- und Feigenbäume gegen die rauhen Nordwinde schützte. In diesem terrasfen- sörmig angelegten Garten ergingen sich die Pensionäre, wenn sie ihr streng nach der Uhr geregeltes Tagespenfum erledigt hatten. Vormittags unterrichtete Monsieur Jarnaux mit seiner ältesten Tochter, einem klugen, aber leider verwachsenen, unansehnlichen Mädchen von vierundzwanzig Jahren, in der französischen, englischen nnb deutschen Sprache, sowie im Rechnen. Nachmittags, wenn die hanswirtschaftlichen Sorgen und Mühen überstanden waren, beteiligte sich auch Madame beim Unterrichten. Fünf gesunde, kräftige junge Herren pfle- gen keinen schlechten Appetit zn entwickeln. Deshalb, mußte Madame Jarnaux ihre ganze Kunst anwenden, um die Darbietungen ihrer Küche mit den gezahlten niedrigen Pensionspreisen einigermaßen in Einklang zu bringen, was der gutmütigen Frau zum Schaden ihres glücklicherweise nicht schlecht bestellten Portemonnaies nicht immer gelingen wollte. Bessere Erfolge wies fie beim Unterricht auf. Die Pensionäre waren bei ihr in der Hotel- nnd kaufmännischen Buchführung in einigen Monaten gewöhnlich weiter, als, wenn sie sich im Geschäft einige Jahre bemüht hätten, in, die Geheimnisse der roten Kolumnen, in die schier unergründbaren Katakomben des Debet und Kredit mit ihrem Gefolge von lateinischen Substantiven einzudringen. Madame Jarnaux interessierte sich lebhaft für Erich, seine Unrnhe war ihr aufgefallen. Mit einem verschmitzten Lächeln und einem freundlichen Drohen der Hand überbrachte sie dem fleißig Lernenden daher am Morgen des siebenten' Tages seiner Anwesenheit einen Brief. Mit franenhafter Logik schloß sie von der zierlichen Mädchenhandschrift des Kou- verts auf die Unruhe in des hübschen Pensionärs Wesen und glaubte mit dem einen den Schlüssel zum andern in der Hand zu haben. Erich wurde rot, als er den Brief in Empfang nahm. Doch ebenso jäh erblaßte er, als er die Marke auf dem Brief- nmschlag betrachtete. Es war eine deutsche, keine schweizer Marke, während die Handschrift doch die Hedwigs war. Was hatte das zu bedeuten? Der Aufgabeort war nicht zu erkennen, der Brief war jedenfalls in einen Zug geworfen worden, denn der Stempel trug nur den Vermerk: Bahnpost, Zug Nr. 43. Liebenswürdigerweise benutzte Monsieur Jarnaux bte Gelegenheit zu einer kleinen Pause, um Erich bte Lektüre seines Briefes zu ermöglichen. Mit klopfenbem Herzen eilte ber junge Mann in ben Garten. Doch schon nach wenigen Minuten kam er wieber hereingestürzt, bleich nnb in höchster Aufregung: „Monsieur Jarnaux, ich muß sofort aüreisen, auf einige Tage." „Haben Sie schlechte Nachrichten erhalten?" fragte ber Lehrer teilnehmenb. „Ja, schlechte," mehr brachte Erich nicht hervor. Auch Mabame Jarnaux eilte herbei. Als praktische Hausfrau brachte sie sofort Erichs Reisetasche, nachbem sie gehört hatte, baß er einige Tage verreisen müsse. Sie, packte selbst bas Nötigste ein nnb fügte auch einiges zur Stärkung mit bei. Nach einer halben Stunde befand sich Erich bereits auf dem Wege zur nahen Bahnstation. Im Koupee zog Erich den Brief hervor und las ihn nochmals halblaut; er befand sich ganz allein in dem Abteil. Hedwig schrieb: Mein Liebster. Verzeihe mir, daß ich Dich durch mein langes Schweigen in Unruhe und Sorgen gestürzt habe. Aber ich konnte nicht anders, ich mußte erst selbst über mich klar werden. Wenn Du diesen Brief erhältst, bin ich schon wert, weit fort von Dir, damit ich nicht in Versuchung geraten kann, meinen Vorsätzen untreu zu werden. Doch höre, Liebster. Als Du mir damals sagtest, daß,Du mich heiraten willst, hast Du mich unaussprechlich glücklich gemacht. Ich schmiedete Pläne für die Znknitft, sah mich au Deiner Seite glück- 590 lief), geachtet und geehrt, und alles, was einmal war, ver- gesten. Später kam dann die Ernüchterung über mich, ich! sah klarer in die Zukunft und fühlte zugleich, was Du mir geworden bist. Und da wußte ich, daß aus meinen Träumen niemals etwas werden kann, niemals etwas werden darf. Ich habe mich mit Dir.verglichen, mein Erich! Da kam ich mir so schlecht, so schmutzig vor, daß ich erschrak. Du bist ein guter, edler Mensch uni) siehst auch andere mit Deinen guten treuen Augen an. Ich weiß. Du hältst mich für besser, als ich bin, bist liebevoller und treuer zu mir, als ich es verdiene. Ach mein Erich, Du kennst mich ja nicht, hast mich nie gekannt. Es tut mir weh, ich schäme mich so vor Dir, selbst das Bild zerstören zu müssen, welches Du Dir vielleicht von mir geschaffen hast, aber ich will, ich muß ehrlich zu Dir sein, weil ich Dich so unaussprechlich lieb habe. Meinen ersten Fehltritt, die Flucht aus meinem elterlichen Haus mit einem Nichtswürdigen — ach, damals hielt ich ihn ja für den besten der Menschen — hast Du mir so lieb, so mild verziehen. Aber das ist ja nicht alles, Erich. Was Dir Gerasimi am letzten Tag im „Orientale" zurief, der wievielte sind Sie denn? war nur zu wahr. Wenn ich heute zurückdenke an die letzten Jahre des Leichtsinnes, faßt mich ein so unsäglicher Ekel vor mir selbst, daß ich —-- ach Erich, warum lernte ich Dich nicht früher kennen. Aber bas ist nun zu spät. Ich darf, ich will Dir kein böses Hindernis auf Deinem aufsteigenden Lebensweg sein. Du bist noch so jung, hoffnungsfreudig, lebensfroh, und ich komme mir mit meinen dreiundzwanzig Jahren so alt, so greisenhaft vor, als könnte die Welt mir nichts mehr bieten. Und Du, mein schöner, treuer, lebenshungriger Junge, K Zeit Deines Lebens an mich gefesselt sein? Niemals, abe ich Dich zu lieb. O mein Erich. Ich kenne mich, ich kenne Dich, Du Pflichtgetreuer, Du Ehrlicher, Du würdest mich nicht lassen und würdest Dich' freiwillig an mich schmieden — trotz allem Schlechten, Häßlichen, Gemeinen. Ich sehe Dich setzst vor mir, in Deinen lieben braunen Augen funkelt eine Träne und Deine Lippen sagen weich und voll Mitleid: „Arme Hedwig, was-hast Du gelitten." Du klagst mich nicht an, schiltst mich nicht schlecht und leichtsinnig, Du hast nur Mitleid, echtes, großes Mitleid für mich. Und deshalb gehe ich, gehe ich weit fort von Dir, in ein neues Leben, in andere Verhältnisse, damit zwischen uns eine Scheidewand errichtet ist. Der Zufall war mir günstig, er bot mir noch einmal die Hand, mich an Dir aufzurichten. Denn das tue ich, mein Erich. Dn wirft mir anch in der Ferne ein Halt sein in dem neuen besseren Leben, das zn beginnen ich mich stark durch Dich fühle. Forsche mir nicht erst nach, denn mein Entschluß ist fest, und meine Anordnungen konnte ich, Gott sei Dank, so treffen, daß Du mich anch nicht finden wirst. Lebe wohl, mein Liebster, und habe nochmals Dank für die schönen herrlichen Stunden, welche Du mir noch geschenkt; ich wußte ja damals schon, daß es unsere letzten gemeinsamen sind. Lebe wohl, Gott sei mit Dir, er schütze Dich und lasse Dich glücklich werden. Deine Hedwig. Erich las den Brief immer und immer wieder. Er konnte eß kaum fassen, daß er Hedwig nie, niemals wieder-; sehen sollte. Erst in dieser Stunde wurde sie ihm lieb und! teuer, als sei sie ein Stück von ihm. Wo er sie für immer Valoren hatte, kam es ihm erst znm Bewußtsein, daß Hedwig ihm vieles, ja alles war. In Genf angelangt, wo Hedwig zuletzt mit ihm weilte, wo er sie zum letztenmal sah, setzte Erich alle Hebel in Bewegung, um etwas über den Verbleib der Geliebten zu er-, fahren. Er eilte in das Hotel, in dem sie beide gemeinsam! gewohnt hatten; aber Erich erfuhr dort nur, daß Hedwig bereits vor vier Tagen abgereist war und keine Adresse hinterlassen hatte. Er _ suchte ein paar Bekannte von M auf; vergebens, niemand kannte ihre gegenwärtige Adresse. Auf der Polizei das gleiche Resultat, man wußte nichts. Auch Herr Schutz, sowie ein paar andere Stellenvermittler, die Erich aufsuchte, konnten ihm nur die Auskunft geben, daß Hedwig seit Monaten nicht bei ihnen gewesen war. So Ivar mittlerweile der Abend angebrochen und Erich mußte seine Nachforschungen einstellen. Nach einer unruhigen, qualvollen Nacht eilte Erich früh morgens zur Babu, um mit dem ersten Zug nach Lausanne zu fahren. Vielleicht daß er dort näheres über den Verbleib des Mädchens erfahren konnte. Am Bahnhof traf Erich einen Kollegen, der früher in Lausanne, jetzt in einem Genfer Hotel als Kondukteur angestellt war und als solcher die Reisenden an der Bahn itt Empfang zu nehmen, sowie zur Bahn zu geleiten hatte. „Nanu, wo kommen Sie denn her? Und so früh! Ich denke, Sie sind in Lausanne? Haben Sie Ihre Stellung aufgegeben?" rief Herr Albrecht dem jungen Mann zu. „Ich bin nicht mehr im „Orientale", ich habe für ein paar Monate eine Pension ausgesucht." Der Fremde war Erich lästig, er wollte am liebsten allein sein und suchte ihn deshalb abzuschütteln. „Ich habe es eilig, muß mit dein ersten Zug nach Lausanne, habe dort wichtiges zu erledigen, Herr Albrecht. Adieu, leben Sie Wohl." „Aber wo brennt's denn? Der Zug fährt doch erst in einer halben Stunde. Kommen Sie, Sanner, wir nehmen erst eilten Absinth zusammen, mir ist ohnedies so öde im Magen." Widerwillig folgte Erich dem älteren Kollegen. „Nein, keinen Absinth, Kaffee bitte", unterbrach er ihn, als Albrecht dem Kellner zwei Absinth bestellte. Erich verabscheute dieses Getränk, welches in Genf namentlich, aber auch in, der ganzen französischen Schweiz in den Kaffeehäusern sehr viel getrunken wird. Schon der eigenartige, süßlich-scharfe Anisduft dieses mit Wasser zu einem milchigen Getränk verwandelten Schnapses verursachte Erich physisches Unbehagen. Albrecht lachte, als er Erichs widerwilliges Gesicht sah, mit dem dieser den Absinth zurückwies und sich Kaffee be- stellte. Dann goß Albrecht sich aus der Absinthflasche, die ihm der Kellner inzwischen brachte, etwas in sein Glas, und setzte dann den Apparat auf, welcher das Durchträufeln des Wassers so reguliert, daß immer nur Tropfen auf Tropfen in das Glas fällt. Nun beobachtete der Kondukteur mit Kennermiene und sichtlichem Behagen, wie das Eiswasser durchsickerte, sich mit dem Alkohol verband und zu einer weißlichen Flüssigkeit wurde, die Aehnlichkeit mit stark durch Wasser verdünnter Milch hatte. Erst als dieses ziemlich langwierige Geschäft beendet war und Albrecht den ersten Zug aus feinem nun gefüllten Glas getan hatte, begann er wieder die Unterhaltung. „Also in Lausanne haben Sie zu tun. Uebrigens, die hübsche Gassen ist ja fort! Sie haben ja auch für sie geschwärmt, wie man mir erzählte. Na meinetwegen, ich gönne Ihnen die Schwärmerei. Mir hatte das Mädchen zu wenig Rasse, ich mag die Dunklen lieber, die haben mehr Feuer." Erich horchte auf: „Woher wissen Sic, daß Fräulein Gassen fort ist?" „Sie hat mir's selbst gesagt! Vor ein paar Tagen, es können drei, auch vier gewesen sein, habe ich hier am Bahnhof mit ihr gesprochen." „Vor drei ober vier Tagen? Bitte, erzählen Sie, was haben Sie mit ihr gesprochen, was sagte sie?" drängte Erich und rückte feinen Stuhl dicht neben den Albrechts; er hatte sich des verhaßten Absinthgernches wegen weiter entfernt gesetzt. Albrecht nahm wieder einen Schluck und fuhr dann be- haglich fort: „Eigentlich sagte sie sehr wenig. Sie war —i wenn ich es mir jetzt recht überlege —■ sehr schweigsam! und verschlossen, traurig! sogar. Es fiel titir nachher aufs weil wir sie iminer nur die lustige Hedwig nannten. Erst wolltck das Mädel gar nicht reden, dünn über erzählte sie mir» daß sie das Hotelleben satt halte und nach Deutschland! zurück wolle. Sie ha'be jetzt eine schöne Stelle als Jungfer ober Gesellschafterin, ich weiß es nicht mehr genau, zu einer reichen Dame angenommen, mit der sie wahrscheinlich Vielaus Reisen sein werde." , „Unb wohin?" forschte Erich hastig. „Wohin? Ja, das hat sie mir nicht gesagt. Ich vergaß! auch danach zu fragen. Hedwig meinte nur, daß es sehr weit von hier sei, und daß sie die Dame schon von früher her kenne." „Sie wissen nichts näheres, Herr Albrecht,- ftaben auch nicht den geringsten Anhalt, wo es sein könnte?" „Nee! Aber Sie sind ja Feuer unb Flamme? Junge, Junge, ba lassen Sie man noch; die Haube davon, Sie Kick«! indiewelt, für Sie wachsen noch keine hebwig Gassens, ba müssen sckion anbere Kerle antreten." 591 Wiehernd belachte der rohe Mensch seinen vermeintlichen Witz. Erich wurde die Situation unerträglich. Er sah, daß von dem Kondukteur doch nichts zu erfahren war, sprang- deshalb hastig auf, warf fünfzig Centimes' für den Kaffee auf den Tisch und eilte mit kurzem Gruß davon. Albrecht sah rhür verblüfft nach, nahm dann einen tiefen Zug aus letnetn Glas, füllte nochmals Wasser nach und sagte dann brummend: J »Das ist ja ein netter, höflicher Junge. Wenn die Unter- Haltung am schönsten geht und der Suff am besten schmeckt, lauft er ohne Abschied auf und davon. Ein seiner Kerl, könnte enr Graf sein, der verstände das auch nicht besser. So sind: aber die Menschen, die keinen Absinth nicht mögen, zu denen is nischt. Erst der Absinth gibt uns die rechte Lebensart und macht uns zu was. Ich wüßte nicht, wie ich den lieben, laugen Arbeitstag ertragen sollte, wenn ich ihn mir nicht durch ein gelegentliches Glas verkürzen könnte. Em merkwürdiger Junge, der Sanner, und schielt nach der Gassen! Das ist zu tolle, so'n Junge! Wenn ich das noch wäre, ich bin doch wer und stelle was vor mit die Muskeln. Nee, die Gassen, die würde das Kind ja schön abflitzen lassen. Das ist zu gut"--der Rest des Selbstgespräches erstickte im, Glas, welches Albrecht zu einem neuen, tiefen Zug an die Lippen führte. Auch in Lausanne konnte Erich nichts über Hedwigs verbleib erfahren. Im „Orientale" mußte er bei seinen Fragen verschiedene schlechte Witze über sich ergehen lassen, die er geduldig ertrug. Aber es war alles umsonst, Hedwig war verschwunden und blieb es auch; Erich verniochte ihre Spur nicht aufzufinden. Müde und abgespannt traf Erich gegen Abend des zwei- teii Tages seiner Abwesenheit wieder in der Pension von Monsieur Jarnaux ein. (Fortsetzung folgt.) Sonnenstäubchen. . Mit peinlicher Gewissenhaftigkeit hat die sorgsame Hausfrau im Salon oder in der guten Stube die Möbel und alle Gegenstände mit dem Staubtuche abgewischt. Sie glaubt nun, allen Staub entfernt zu haben, und schließt die Fenster und Gardinen. Da fällt ein Sonnenstrahl durchs' Fenster ins dunkle Zimmer, und mit Schrecken sieht die Frau, daß die Lust erfüllt ist von unzähligen schimmernden Lichtpünktchen, den Sonnenstäubchen, die bei gewöhnlichen- Tageslicht und Lampenlicht unsichtbar sind. 'Es war schwer, über die Beschaffenheit dieser Sonnenstäubchen Aufschluß zu erhalten, weil die wirbelnde Bewegung der Stäubchen die mikroskopische Beobachtung unmöglich macht. Es ist bekannt, daß sich auf allen Gegenständen nach kürzer Zeit Staub absetzt' und die Hausfrau muß sich täglich damit mühen, diesen Staub von den Hausgeräten fernzuhalten. Er setzt sich hartnäckig in alle Vertiefungen der Möbel fest, er verschafft sich Eingang in die festverschlossenen Schränke und Kommoden; er bildet nach ein paar Stunden einen zarten, abfärbenden Hauch, nach einigen Tagen eine graue Schicht, und nach Jahr und Tag hat er, sich selbst überlassen, zu einer meßbaren, dicken Lage sich aufgeschichtet. In derselben Weise, wie die im Wasser schwebenden feinen Teilchen durch Niederschlagen Schlamm bilden, setzt sich auch aus der Lust Staub ab. In den frühesten Zeiten hat die menschliche Phantasie den leeren Raum des Luftmeeres mit den Lustgestalten religiöser und naturphilosophischcr Träumereien bevölkert. Schon Anaxagoras, der Freund des Perikles, hatte behauptet, die Luft enthalte Samen von allem, und wenn dieser sich ins' Wasser senke, so entständen Gewächse. Aber erst seit der Entdeckr-ng des großen Forschers von Leeuvenhoek, der den Beweis' führte, daß die Aufgußtierchen im Regenwasser aus der Luft stammen, indem sie sich aus Keimen entwickeln, die in der Luft verbanden waren; erst seit dieser Entdeckung wurde die Aufmerksamkeit der Forscher auf jene kleinsten aller lebenden Wesen, auf die Bakterien gerichtet, die alles Lebende umschweben. Man hat gefunden, daß es" Außer dem gewöhnlichen 'grauen Staub, der in unseren Wohnungen sich ablagert, noch einen anderen ungewöhnlichen Staub gibt, den rötlichen Passatstaub, der im Winter, wenn der schmelzende Föhn unter heftigen Stürmen den strengen Nvrdostwind verdrängt, die Luft erfüllt, den Himmel verdunkelt, dem Wanderer das' Atmen benimmt und zwischen den Zähnen sich eindrängt. Am höchsten verdient gemacht hat sich um die Erforschung der mikroskopischen Welt und speziell um die Natur der Sonnenstäubchen der große Forscher Ehrenberg, der durch seine mikroskopischen Forschungen in den Jahren 1848 bis 1858 uns ein Bild von der Beschaffenheit und Abstammung der Sonnenstäubchen zusammenstellte. Wie die Wildbäche der iMtPen mächtige Felsblöcke mit sich schleppen, im Tale dann aber nur faustgroße Kiesel als Gerölle mit sich führen, wie weiter die MMe mit langsamer Strömung Sand anschwemmen und in der Nahe des Meeres nur feine Schlammteilchen absetzen, so er- le-den auch bte von der Luftströmung fortgeführten Körperchen e-ne ähnliche Schichtung; bte größten und schwersten setzen sich, dem Gesetze der Schwere, folgend, am ersten als Staub ab, während die femsten und lerchtesten schwebend erhalten bleiben und von wdem neuen Luststrome wieder in die Höhe gewirbelt werden. Wie unreines Wasser durch einen Papierfilter geseiht wird, so hat man auch bte Lust burch Baumwolle und Watte filtriert und opnpch rem gemacht, und so hat denn Pasteur vermittels eines Saugapparates b.ie Staubteilchen der Luft in der Schießbaumwolle ausgetangen diese in Aether aufgelöst und nun die unlöslichen, m der Kollodtnmflüssigkeit als Niederschlag abgesetzten Staubteilchen mikroskopisch untersucht. In Verfolg der weiteren Unter-« 'Äun,9ert tn dieser Richtung besonders durch Cohn nnd Robert Koch hat man in Wanderung der Pasteurschen Methode nun ge- sundeii, daß die meisten Sonnenstäubchen aus dem Mineralreich stammen. Wenn die austrocknende Lust die obersten Schichten des Bodens ausgedörrt hat, dann vermag der darüber hinwehende Wind die leichtesten Teilchen in die Luft zu wirbeln und dort schwe- ds.std.zu erhalten, bis sie als Staub herabsinken, um bald wieder vom nächsten Winde aufs neue in die Höhe geweht zu werden. Die Sonnenstäubchen sind feine Kieselsplitter von der feinsten Form, glashell oder gefärbt; häufig finden sich im Staube Kalk- und Kohleteilchen. Im Winter sind in ben Städten die K'ohlensplitter, die mit bem Rauche aus den Schornsteinen der Häuser aufsteigen, so inassenhaft in der Luft verbreitet, daß der Staub dadurch schwarz gefärbt ivird. Zu diesen leblosen Stäubchen aus dem Mineralreiche gesellen sich aber auch andere, welche aus dem Tier- und Pflanzenreich stammen. Körnchen des feinsten Stärkemehls, Fäserchen von Leinwand, Wolle, Baumwolle, Leder, Trümmer unserer abgenutzten Kleidungsstücke, Schmetterlingsfchnppen, Haare von Tieren und Pflanzen, die feinen Daunenfasern von Federn, alles bunt durcheinandergemengt int kreisenden Wirbel der Lustströme. Im Frühling enthält die Luft,ben Blutenstaub der Haseln, Erlen, Pappeln, Birken, Buchen und Eichen, und wer im Sommer durch ent blühendes Kornfeld geht, kennt den duftigen Staubnebel, welcher von den jungen Achren aufsteigt; die blühenden Nadelwälder streuen ganze Wolken gelben Älütenstaubes aus, der meilenweit durch die Luft fliegt, bis ein Gewitter ihn als gelben Schwefelregen wieder niederschlägt. Das' überreiche Vorhänden- seiii von Blütenstaub in der Luft ist unseren Atmungs'organen nicht zuträglich; man schreibt ihm sogar die Veranlassung einer Krankheit zu, welche im Jüni, wenn die Wiesengrüser in Blüte stehen, austritt und als Heufieber bezeichnet wird. Weit wichtiger und zahlreicher als der Blütenstaub sind die in der Lust enthaltenen Keime von Pilzen, die Sporen besonders von Schimmelpilzen, Hefepilzkeime, die Keimzellen der Rost- Und Brandpilze, die mit dem Staube durch die feinsten Ritzen dringen. Fast überall, wo Pflanzen erkranken, werden sie das Opfer unsichtbarer Feinde in der Luft. Die Rostpilzsporen führen oft in ganzen Ländern Mißwachs und Hungersnot herbei. Ein einziger rostkranker Weizenhalm kann einen ganzen Acker anstecken. Wie rasch diese unsichtbaren Feinde durch die Luft wandern, hat man am Kartosselpilz gesehen, der, bis zum Jähre 1845 in Europa noch unbekannt, sich in diesem Jähre mit einem Male, begünstigt dnrch die nasse Witterung, über den ganzen Kontinent von Irland bis Oberschlesien und Rußland verbreitete, die Kartoffel vernichtete und Hungersnot und Hnngerttzphus gebracht hat. Dieselbe Wirkung hat in diesem Jähre der Traubenpilz hervorgebrachk, der sich trotz aller angewandten Gegenmittel so rasch in den weiw- bautreibenden Gegenden verbreitet hat, daß ganze Weinbaugebiete öfters ein vollständiges Mißjahr haben. Auch Meltau und Rußtau, Pocken und Krebs, Schimmel, Fäule und Schwärze und wie die verschiedenen Pflanzenkrankheiten heißen, werden von Pilzen erzeugt, deren unsichtbare Keime aus der Lust auf wilde und zahme Gewächse anfliegen. Selbst die Insekten werden nicht verschont; schimmelartige Jnsektenpilze nisten sich ins Innere einzelner Tierchen ein, zehren Blut und Eingeweide auf, durchbohren dann die Haut des getöteten Opfers und streuen ihre Keimzellen in solcher Masse in die Luft aus, daß die Leichen wie mit weißem Meltau überzogen sind. So ist der Jnsektenpil'z oft eine wohltätige Polizei gegen die Raupenplage. Nicht minder furchtbar sind auch jene zahlreichen ansteckenden Krankheiten unter Menschen und Tieren, welche von Zeit zu Zeit in verheerenden Epidemien von Stadt zu Stadt, von Land zu Land wandern, jene Krankheiten, die nur durch einen An- steckungsstosf entstehen, der durch die Luft übertragen und mit bem Staube in die Atmungsorgane oder durch Wunden des Körpers in die Blutlaufbahn einbringt. Zum Glück besitzt unser Organismus die Fähigkeit, ben größten Teil der Sporen und Keime wieder anszustoßen oder bereit Entwickelung zu verhindern. Wem- es der Wissenschaft seit Leeuvenhoek gelungen ist, die Natur ynd das Wesen der Sonnenstäubchen zu ergründen und die Entstehung und Verbreitung ansteckender Krankheiten unter den Menschen, den Tieren und den Pflanzen in den Pilzen und Bakterien zu finden, so hak ,sie auch bereits feste Grundlagen gewonnen, um darauf mit Vertrauen praktische Maßregeln zu ergreifen, welche dazu bestimmt sind, die Gärungs- und Krank- 592 heitskeime unschädlich zu machen, zum Wohle und Seile der leidenden Menschheit. Die in der Neuzeit immer weiter ausgebildeten Anlagen für Kanalisation und Desinfektion, für Beschaffung reichlichen, gesunden Trinkwassers, gut ventilierter, trockener Wohnungen, die Schutzmaßregeln gegen Einschleppung und Verbreitung von Epidemien haben mit segensreichem Erfolge dazu beigetragen, Lust, Wasser, Erdboden und Behausung von Ansteckungskeimen rein zu halten, und unsere Gesundheit und unser Leben gegen die unsichtbaren Feinde in der Luft siegreich zu verteidigen. Gr. vermachtes. * Feindinnen unter den B l u m e n. Es ist nur wenig bekannt, daß es auch unter den Kindern Floras Blumen gibt, die mit andern in ausgesprochener Feindschaft leben- Wer sich also durch einige Blumen in seine Räume die Illusion des Sommers hineintragen will, der muh, wenn er lange von den Blumen Freude haben will, nur diejenigen zusammenstellen, die in Freundschaft miteinander leben. Aus einem Kongreß der Botaniker ist festgestellt worden, daß die Rose nicht so friedlich ist, wie mau von ihr gewöhnlich annimmt. Kommt sie mit der Reseda in ein und dasselbe Glas, dann wird man beobachten können, daß sie bestrebt ist, der Reseda da§ Lebenslicht auszublasen. Nach einer halben Stunde bereits ist der Kamps im vollen Gange. Wie Ringkämpfer halten sich die beiden Blumen umschlossen und bald welken und sterben sie beide, wenn man sie nicht noch rechtzeitig voneinander erlöst. Die Maiglöckchen dulden fast keine andere Blume neben sich. Die Gärtner haben zumeist aus dem Schönheitsgefühl heraus den Wunsch, Maiglöckchen mit Veilchen, auch mit Rosen zusammenzubinden. Schon nach kurzer Zeit findet man, daß die Blumen zu weiten beginnen, und man ist geneigt, die Schuld dem Gärtner zu geben. Aber auch hier trägt lediglich die Blumenfeiudschast das Verschulden. Die Maiglöckchen zeigen das Bestreben, alle anderen Blumen, die sich in dem gleichen" Glase mit ihnen befinden, zu töten, und darum sollte man sie stets allein in einem Glase halten. Sonnenblumen und Nelken zeigen hingegen große Freundschaft; sie stützen sich sozusagen gegenseitig, und sie bleiben zusammen länger frisch, als einzeln. Auch die Vergißmeinnicht zeigen Freundschaften mit anderen Blumen, besonders mit dem Veilchen. ' Das rote Haar wird Mode. Ter Bolksmund ist zwar aus die Rothaarigen nicht gut zu sprechen und dichtet ihnen allerhand schlimme Eigenschaften an, aber die Mode ist über derartige Vorurteile erhaben, und als eine gerechte Verteilerin der Güter reicht sie dem roten Haar in der neuen Saison den Preis der Schönheit. Von den rötlichen Fuchspelzen, die diesen Herbst so modern werden, ist die Vorliebe ausgegangen, und da man nun heute einmal besonders gern Harmonien schafft, so soll das Haar mit dem Pelz einen Gleichklang bilden, und die Dame, bereit Coiffüre im schönsten Henna-Ton prangt, genügt damit den neuesten Forderungen des mondänen Schönheitskoder. Folgendermaßen stellt sich bas Bild der Modedame nach den Angaben eines Londoner Kenners dar: „Sie trägt weiße Kleider mit einer Stola und einem Muff von rotem Fuchs." Ihr Haar muß die Farbe des tiefen Rotbraun haben und ihr Teint leuchtet in einem lebhaften Lachs rot. Eine Kette von Bernstemverlm vervollständigt diese warme Farbenskala und krönt den Effekt der gelben und roten Töne." Auch die Londoner Coiffeure sind der Ansicht, daß in der kommenden Saison Rot Trumps ist. „Rotes Haar wirb das ganze Land überfluten", sagte einer der ersten Haarkünstler der britischen Hauptstadt. „Es gibt ja kein anderes Mittel als das Färben mit Henna, wenn man zu dem Pelz die nötige Harnwnie Herstellen will. Freilich ist dabei der feinste Takt in der Wahl der Nüancen des Rot notwendig, es muß zum Teint sorgfältig abgeftimmt werden, und vielfach wird es nicht anders gehen, als daß auch die Hautfarbe durch geeignete Behandlung in diese „rote Sinfonie" hineingezogen wird. Die Coiffüren werden übrigens in diesem Winter wieder höher und immer höher getragen werben. Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachverein;. Vom Z nnb vom K. Zivil — so schreibt man nach unserer amtlichen Rechtschreibung, itnb ebenso Zentrum, Zölibat, Zirkus, Zylinder, Konzession, Rezept, Kruzifix, Mebizin, Partizip, Provinz usw. usw. Ueberall z, und so soll es mit allen geläufigen Fremdwörtern gehalten werden, in denen „c mit dem Z-Laut" vorkommt. So stehts in § 2ö des amtlichen Regelbuchs. Für uns 91eUere wird das leicht. Aber mit den größten Schwierigkeiten kämpit da oft unsere Jugend, der das Latein jetzt vielfach in einer ganz anderen Aussprache beigebracht wirb, als der, auf Grund bereit jene Fremd- und Lehnwörter bei uns üblich geworben sind. An mancher höheren Schule nämlich — alle sind es nicht, denn auch hier herrscht deutsche Uneinigf'eit — müssen sie neuer- dings das lateinische e auch vor e und i und y wie k aussprechen, nicht mehr wie z; sie müssen also kirknm sprechen trotz deutschem Zirkus, kivilis trotz Zivil, konkessio trotz Konzession, kruki affixus trotz Kruzifix, partikeps trotz Partizipium, Sikilia trotz Sizilien, provinkia trotz Provinz usw. usw. Bei allgemein bekannten Wörtern ist das weiter nicht schlimm und es "wird wobl keinem Jungen einfallen, Kivil, Krukifix, Partikip, Medikin u. ä. tm Deutschen zu schreiben. Die Schwierigkeit beginnt aber bei den Eigennamen, besonders wenn der Lehrer etwa bei diesen die Aussprache mit k auch fürs Deutsche verlangt, so daß die Schüler auch im Deutschen von Kikero und Käsar, von Klaudius Kivilis, von Lakedämoniern und Phönikiern sprechen müssen, obgleich jene Personennamen längst allgemein, diese Völkernamen aber wenigstens von der großen Mehrheit der Deutschen mit dem Z-Laut gesprochen werden. Auch im Englischen, Französischen, Italienischen, Spanischen, wo diese verschiedene Aussprache des lateinischen e seit alters üblich ist, wandelt man die geschichtlich gewordene Aussprache der Wörter nicht um; warum sollen wirs beim tun? Mag die neuerdings gelehrte Aussprache des Lateinischen noch so berechtigt sein, sie bars uns trotzdem nicht veranlassen, bie altüberlieferte Aussprache deutscher Fremd- und Lehnwörter zu ändern. Die Lazedämonier brauchen ebensowenig in Lakedämonier verwandelt zu werben, wie man etwa Tekimeter und Dekennium sagt statt Dezimeter und Dezennium, unb ebensowenig, wie man jetzt etwa Tertia mit t statt mit z ausspricht, weil auch biese veränderte Aussprache im Lateinischen neuerdings verlangt wird. Nichts soll dagegen gesagt werden, daß man den Schülern erklärt: „Die alten Römer haben überall k gesprochen". Aber es ist nicht gut, sie selbst überall k sprechen zu lassen, ja es ist vom Nebel, sie zu deutschem Kikero und Käsar zu zwingen. Man sollte im Lateinischen und erst recht _ im Deutschen bei der guten, alten, allen anderen Sprachen gleichfalls eigenen Trennung zwischen c (z) und k bleiben und nicht unnötig die Erlernung unserer Rechtschreibung erschweren. Die armen Sextaner sehen vor sich civilis, müssen es auch so schreiben, aber kivilis sprechen; im Deutschen aber müssen sie Zivil schreiben, weder Kivil noch Civil. humoristisches. *Noch nicht nötig. Hausherrin zur schwarzen Dienerin: „Jane, haben Sie denn den Fischen letzthin frisches Wasser gegeben?" — Jane: „Nein, Madam, sie haben ja das Wasser noch nicht ausgetrnnken, das ich ihnen im vorigen Monat gegeben habe." * H o r ch au f d en K l a n g d es . . . T ö f f - T ö f f. „Nun, wie ging's, ist sie gleich erschienen, als Sie ihr mit Ihrer Mandoline eine Serenade brachten?" — „Nein, aber da kam ein anderer und tutete ihr was mit seiner Autohupe, und da war sie gleich draußen ..." * M ethodisch. Mrs. Newrocks: „Um Gottes willen/ morgen müssen wir Paris verlassen, und wir sind im Führer erst aus Seite 19!" — Mir. Newrocks: „Streich bie Stelle an; nächstes Jahr gehen wir auf Seite 20 weiter!" * Voraussicht. Der Vortragsmeister hat dem ehrgeizigen aber nicht sonderlich begabten Schüler eine längere Prosarezitation emstudiert und lauscht nun der letzten Probe. „Wenn Sie mit dem Vortrag fertig sind," belehrt er den Schüler, „verbeugen Sie sich und gehen auf den Zehenspitzen vom Podium." — „Auf den Zehenspitzen?" — „Ja, und ganz leise, um die Zuhörer nicht" aufzuwecken." Schach-Aufgabe. Von E. 2!. Schmitt. Schwarz. abcdefgh abcdeigh 8 8 6 6 3 3 2 Weiß. Weiß seht mit dem zweiten Zuge Malt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer: Mberharck — Ibria — Kifib — Felbmaus — LLabv — Irtifch — Salmiae; Gin frisches B a b. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck unb Verlag ber Brühl'schen Universitäts-Buch- unb Steinbruckerei, R, Lauge, Gießen,