M3 — Nr. 78 Donnerstag, den 22. Mai Ä W J Zwei Welten. Roman von Emma Merk. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Reichmau wurde am Stammtisch mit einem „Halloh" empfangen, weil er sich so lange nicht mehr hatte blicken lassen, -aber man sagte ihm auch ein paar anerkennende Worte über sein Bild, die ihm doch wieder soviel Mut und Selbstvertrauen zurückbrachten, daß er sich. aus seiner vollständigen Zerknirschung aufzurichten vermochte. Später erschien der Maler Grönberg und wurde von all den jungen Künstlern freudig, fast ehrfurchtsvoll begrüßt. Grönberg hatte in den letzten Jahren großen Erfolg gehabt, ein paar namhafte Persönlichkeiten gemalt, in Paris eine goldene Medaille davongetragen, und er galt auch den aufstrebenden Kollegen, die mit der Anerkennung für die älteren Herren im allgemeinen kargten, als ein Könner rind Meister. Reichmann, der ihm noch nie begegnet war, fühltq sich sehr geschmeichelt, daß der gefeierte Künstler ihm gleich die Hand entgegenstreckte, an seiner Seite Platz nahm und sich eingehend nach seiner Frau und seinem Schwiegervater erkundigte. „Es ist eine rechte lluterlassungssüude, daß ich mich nach meinem lieben Ateliernachbar nicht mehr uingesehen habe," sagte er. „Aber die Stadt wird nachgerade so groß, daß man sich aus den Äugen verliert, und die Zeit ist so knapp, daß sie kaum zu dem Verkehr mit den nächsten Bekannten ausreicht. Das angefangeue Bild von Ihrer Frau hängt freilich noch in meinem Atelier und mahnt mich an die heldenhafte junge Dame, die aus dem Lager der Philister zu uns herüberkam. Besuchen Sie mich doch einmal mit Ihrer Frau und sagen Sie mir, wie Ihnen das Porträt gefällt. Sie find dazu der Berufenste. Ich bin neugierig, ob sie sich verändert hat." Grönberg und Reich manu unterhielten sich darauf so gut miteinander, fanden so pieke Berührungspunkte, daß sie sich «ein recht baldiges Wiedersehen gelobten, und der vorher so tief niedergeschlagene Ehemann kehrte jn recht erheiterter Stimmung nach Haus Zurück. Auch Hildegard hatte mittlerweile ihre Tränen getrocknet und empfing ihren Mann mit einem zärtlichen Kuß als Zeichen der Versöhnung. Ihr Vater hatte sich alle Mühe gegeben, sie zu einer weniger traurigen Auffassung des bedauerlichen Vorfalles zu überreden und ihr die Schreckensgestalt des Gerichtsvollziehers in einem harmloseren Lichte zu zeigen. „So etwas kommt in den besten Familien vor, Kind!" behauptete er kühn. „Uebrigens spreche Üch: morgen mit diesem Rahmeumeuscheu. Vielleicht nimmt er ein Bild von mir als Zahlung an. Jedenfalls soll er die Pfändung rückgängig machen. Dafür laß mich nur sorgen. Und tote vergessen die ganze Geschichte nub fahren für einen Tags arr den Chiemsee. Es istieht hellte in der Zeitgng, daß er fest zugefroren ist. Spiegelblankes Eis! Ein Winterausflug ioird uns allen gut tun. Denke nur, meint wir unser Dorf wieder sehen, , die alte Laube, jetzt alles in Schnee und Eis." „Es wäre freilich sehr schön, Vater, aber bedenke nur, wieviel Geld das wieder kosten würde." „Habe ich dir nicht erzählt, daß mir ein Händler, der mich zufällig besuchte, meine indischen. Götzen abgekauft hat? Das Scheusülchen, ioeißt du, du hast's ja so genannt. Ich habe soviel dafür gekriegt, daß ich euch prächtig einladen kann." Es ivar nicht ganz währ, was er sagte. Holst hatte sich bisher von seinem „Scheusälcheu" nicht trennen mögen. Es kostete ihm ein Opfer,- aber in dem Moment, da es galt, seinen Kindern einen erfrischende'»!! Tag zu schaffen, war das Opfer auch schon gebracht. 19. In den jungen Menschen liegt eine wunderbare Er> neuerungskraft, wie in frischen Bäumen, die nach denk schlimmsten Sturm wieder emporschuellen, sobald die Sonne scheint. Hildegard und Emanuel wunderten sich selbst über die fröhliche Laune, mit der sie zwei Tage nach jener ver-i zweifelten Stimmung dem geliebten Chiemsee zufuhren, i Dch junge Frau hatte erst gezögert, ob sie mitkommen sollte. Sie wußte nicht, ob sie ihrem zweifelhaften DienstmW chen den Kleinen für einen ganzen Tag anvertrauen konnte. Da ivar ihr am vorhergehenden Nachmittag Marianne von Flassan begegnet, als sie eben ihr Bübchen spazieren fuhr. Ein Wiedersehen nach langer, langer Zeit! Marianne hatte das .Losgelöstsein von der Familie, die vollständige Freiheit des Tun und Lassens, in -dem ersten Winter an dem Gardasee so genossen, daß sie zum großen Aerger ihrer Mutter und zur Empörung der ganzen Bor-, ivan-dtschaft nicht mehr nach München zurückgekehrt wär, Im Sommer in Tirol und im -Winter tiefer int Süden gewohnt hatte. Nur um ihres Sohnes 'willen, der nicht ohne Kameraden, nicht ohne männlichen Unterricht aufwachsen sollte, war sie nun doch wieder seßhaft geworden, freilich fest entschlossen, sich nicht wieder in die engen Familienbande einspinnen zu lassen, sondern sich ihr Recht auf eine ihr zusagende Lebensführung zu wahren. Sie begrüßte Hildegard so herzlich, daß der junmen Frau die Augen naß wurden vor dankbarer Rührung üvev diese eine treue Seele, die sie nicht von sich stieß. Sie bewunderte und beliebkost-e den Kleinen und bat sonn- 810 lich um das Glück, den süßen Kerl einen ganzen Tag bei sich haben zu dürfen. Da Hildegard ihr Söhnchen dann so wohl geborgen wußte, war es ihr eine rechte Erholung, einmal ttae. Mutterpflichten abzuschütteln, und sie freute fiel) kindisch, die alte wohlbekannte Landschaft wiederzusehen, in der ihr so süße Erinnerungen erwachten. Ein neuer, überraschender Eindruck war es nun freilich. Die Berge erschienen so scharf blan über den werten Schneefeldern, so ernst und groß in ihrer weißen Winterpracht. Sie spiegelten sich in dem Wanken Eis, auf dem nur wie verstreute weiße Blumen der Reif lag. lind es weckte ein leises Gruseln, den durchsichtigen Boden zu betreten, durch ben inan das Gründer Tiefe schimmern sah. Aber man folgte mutig den vielen anderen, die im Stachelschlitten, auf Schlittschuhen, sogar auf dem Rad dahineilten, aus der von Tannenbäumchen ausgestreckteu Bahn, die zu deu Inseln führte. - , Eine solche Schar von Menschen tummelte sich in der hellen Winterpracht, als feierte man ein Volksfest, Werl die weite Wasserfläche so gefangen und gebändigt unter den Füßen lag. ■ Hildegard hatte im ersten Winter ihrer Ehe ein wenig Schlittschuhlaufen gelernt, und kam an der Hand ihres Gatten ganz gut vorwärts. Auch Holst, der jahrelang den Wintersport nicht mehr getrieben hatte, aber als junger Mensch ein eifriger Schlittschuhläufer gewesen war, fand allmählich die alte Sicherheit wieder. So landete man denn sehr vergnügt in dem Dorfe am Westufer und wurde von den Bauersleuten und Wirtstöchtern aufs freundlichste begrüßt. Die Sonne schieir so warm, daß mau nach Tisch im Freien sitzen und sich ganz durchfluten lassen konnte von Her Lichtfülle, von der reinen Luft, daß man alle Stadt- soraen vergaß in der sonnigen Stille, in der glanz-- vollen Heiterkeit des köstlich-en Wintertages. Ms man sich ausgeruht, schlug Holst eine Fahrt nach der Insel vor und steckte sein Skizzenbüch ein, um von dem, Ausflug auch eine kleine Ausbeute für seine Postkarten mit nach Hause zu bringen. Während die jungen Leute langsamer folgten, manchmal stehen blieben und mit einem entzückten Ausruf: „Wie zauberhaft schön es ist!" eilte Holst in großen Zügen voraus, auf die Fischerhäuschen zu, die er rasch in einer Skizze festhalten wollte. Sie waren ganz nahe an die kleine Insel herange- kommen. Hildegard schaute dem Eisschießen zu, das eine ganze Schar von Inselbewohnern am Ufer vereinte. Ihr Vater war mittlerweile in nördlicher Richtung weitergefahren und ihren Blicken entschwunden. Plötzlich bemerkte Emanuel, daß ein Mann in sichtlicher Aufregung dem Rordnfer zulief, mit den Armen Zeichen machte und laut einen Warnungsruf hinabschrie. Emanuel ließ die Hand seiner Frau los: „Bleibe hier! Warte, Schatz!" stieß er hastig hervor und eilte seinem Schwiegervater nach. Er sah die hohe Gestalt vor sich, die sich dem malerischen alten Häuschen näherte. „Papa! Papa Holst!" rief er in dumpfer Angst; denn der aufgeregte Mann stand nun am Ufer und hob immer-- ~ fort die Arme und suchte sich bemerkbar zu machen, den rastlos Borwärtsgleitenden aufzuhalteu. Im nächsten Moment hörte man ein Krachen und Splittern, die hohe Gestalt des Vaters war jählings unter der Eisdecke verschwunden. Menschen liefen zusammen, man rief nach Leitern, der Warner stürzte auf Reichmann zu und hielt ihn zurück, totenblaß vor Schrecken: „Nicht dahin, Herr, an die andere Seite! — Sie kommen ja schon! O Jesus, Maria und Josef! Ich hab mir ja Denkt, daß der Herr grab' dahinfahren will, ich hab' mein Schiff gestern herausg'haun. Tie Lucken ist nur überfroren. Ich hab' ja geschrien aus Leibeskräften." Emanuel wehrte sich gegen die Arme, die ihn festhalten wollten. „Sv helfen Sie doch! Um Gotteswillen, lassen Sie mich!" Holst hatte sich allerdings im nächsten Moment wieder emporgearbeitet. Sein bärtiger Kopf, sein Oberkörper hob sich aus dem Eis, aber er suchte mühsam einen Halt unter den brüchigen Schollen, die Hände, die sich an die scharfkantigen Eis- ränder klammerten, Wüteten. Mit einem Stoß machte sich Reichmann frei, sprang mit einem verzweifelten Satz ans Ufer, entriß den Leuten die endlich herbei geschleppte Leiter und näherte sich vorsichtig der Stelle, auf der etwa ein Meter weit das dunkle Wasser zum Vorschein kam. Holst vermochte die Leiter zu fassen und sich nun an dem festen Halt emporzuziehen; halb kriechend erreicht« er den sicheren Boden; triefend naß^ aber lachend. „Donnerwetter, das hätte bös ausfallen können! Es ist kalt da drinnen, sage ich! dir! Lange hält man das Bäd nicht aus!" Hildegard erschrak natürlich heftig, als sie von dem Unfall hörte, aber es gab dann in dem warmen „Küchen-, stüberl", in dem Holst in geborgten Kleidern erschien, ivähi- rend die seinen am Herd trockneten, bei Glühwein und Apselkücheln noch eine recht vergnügte Stunde. „In meinem Leben ist mir's nicht so wohl gewesen, wie nach diesem Eisumschlag," erklärte Holst lachend. Nach der Fahrt über den See, bei der nächtlicher Heimreise im Schnellzug, schien er allerdings ungewöhnlich blaß, und am nächsten Morgen kam er nicht zum Frühstück. Er wollte sich gründlich ausruhen, rief er Hildegard zu, die besorgt an seiner Tür klopfte. Zum Mittagessen fand er sich im Wohnzimmer ein, scherzte über seine Faulheit, gab auch zu', daß er eineu Rheumatismus davongetragen habe, wollte aber um keinen Preis verraten, daß er heftige Schmerzen litt. Hildegard aber beunruhigte der gequälte Ausdruck auf seinem Gesicht; sie bemerkte auch, daß er kaum den Löffel zum Munde führen konnte, daß: er nur mit der Linken aß. weil ihm jede Bewegung des rechten Armes sichtlich sehr weh tat. Man gab ihm verschiedene Ratschläge, es wurde Chloroformöl, Ämeisenspiritus in der Apotheke geholt, und er, der sonst ein Feind aller Medikamente' war, ließ sich geduldig einreiben und tat gehorsam alles, was man ihm anempfahl. . , t Nach ein paar Tagen versuchte er wieder zu arbeiten, aber die Zeichenseder fiel ihm sofort aus der Hand. „Es geht nicht, es ist zu fatal! Ich habe die Lieferung versprochen. Ich möchte den Leuten so ungern eine Störung fccrurfci ctjicu *u Er wollte nicht anssprechen, ivas er dachte: daß die sichere Einnahme nicht Wegfällen dürfe. Reichmann verstand ihn recht wohl, und erbot sich auch sofort, die Postkarten auszuführen, wenn er auch den Abend zu der Arbeit verwenden mußte, um seine eigene, mit neuem Mut begonnene Illustration nicht zu vernachlässigen. Der Rahmenhändler hatte sich ja allerdings willfährig gezeigt, eine Landschaft von Holst als Zahlung anztt- nehmen, "aber deswegen gab es der Sorgen doch genug, und leben müßte man doch auch. — Marianne, die sich in Bubi förmlich, verliebt hatte, kant häufig zu Besuch, und! es könnte ihr nicht entgehen, wie. knapp diese Verhältnisse waren, und sie ward ordentlich erfinderisch, um Hildegard diese oder jene kleine Erleichterung zulömmen zu lassen, ohne den Stolz der jungen Frau, die sich tapfer gegen jedes Mitleid wehrte, zu verletzen. (Fortsetzung fflgt.) Da§ Idea! der Humanität. Von E l s c W e u t s ch e r.*) Der Begriff „Humanität" stammt seinem ganzen Wesen nach aus der Ideenwelt P l a t o s; denn er ist recht eigentlich das Ideal freier edler Menschlichkeit, das uns in seiner Lehre entgegentritt. Das Wort selbst begegnet uns zuerst in dem Kreise der von PlatoH Geist ergriffenen römischen Philosophen; sic kleiden das sittlich^ Gebot des Humanismus in die Forderung: „Der Mensch sei dem Menschen heilig!" In diesem Sinne bleibt die Bezeichnung „Humanismus" auch das Losungswort der auf griechischen Ursprung *) Wir entnehmen die Ausführungen dem in der bekannten Sammlung „Aus Natur und Gcisteswelt" bei B G. Teubner in Leipzig und Berlin erschienenen 397. Bändchen „Grund- züge der Ethik (mit besonderer Berücksichtigung der pädagogischen Probleme)". 311 hürückgehenden Kultgeiiofsenschaften des frühe» Mittelalters, der „Philosophenschulen", die die Menschheit — im Gegensatz zur Rechtsanffasfung des Staates — als eine „Familie von Briidcm Und Schwestern atiffassen; darum ist zugleich Freiheit, Brüderlichkeit, Tugend in diesem Begriffe enthalten. Das Zeitalter, das eine neue Blüte der antiken Kultur iM Mendland heranreifen laßt, das Zeitalter der Renaissance, aber ist zugleich die eigentliche Epoche des Humanismus'; seine Führer bezeichnen sich selbst als „Humanisten". Auf der Grundlage dieser humanistischen Neberzeugung hat vor allem Comenius eine Erziehung der Menschen gefordert, durch die alle ohne Ausnahme, auch die Ungläubigen, in einen „Tempel der Allwcisheit" eingeführt werden, der nach den „Ideen, Normen und Gesetzen des höchsten Baumeisters errichtet ist". Zu neuer Blüte aber gelangt der Humanismus im 18. Jahrhundert ; denn unsere deutschen Klassiker gehören ausnahmslos zu seinen Vorkämpfern. So sieht Herder in den „Briesen zur Beförderung der Humanität" das sittliche Ideal in einem Zustand -„erhöhter Geistigkeit und Sittlichkeit", in einem' durch „Vernunft Und Heiligkeit" geleiteten Menschentum, das mit denr Kern des Christentums zusanimenfällt; das Christentum aber ist für ihn, ebenso wie für Kant, „die Iicligion innerhalb der Grenzen der Humanität". Schiller zeichnet in den Briefen über ästhetische Erziehung, sowie in seinen philosophischen Gedichten das Ideal „freier, schöner Menschlichkeit", deren Träger, „frei durch Vernunft, stark durch Gesetze", eine alle Menschen umfassende Verbrüderung bilden. „Liebe und Sehnsucht nach empfindenden Geistern", so schreibt er in den Briefen des Julius an Raphael, „ist die Quelle gewesen, durch die einst aus Gottes Geist die Schöpfung Hervorging"; „Liebe ist somit die Leiter, auf der wir emporklimmen zur Gottähnlichkeit". Und „Verbrüderung der Geister", so schreibt er an Körner, „ist der unfehlbare Schlüssel zur Weisheit". So ist also der Humanitätsgedanke auch der Ausdruck für Schillers sittliches Ideal. In diesem Menschlichkeitsideal haben wir auch den Schlüssel W den Werken, die das persönliche Glaubensbekenntnis Goethes vor allein enthalten: zum „Faust", tvie zu den „Wauderjahren". In beiden Werken finden seine Helden nach endlosen Irrungen und Versuchen tiefste Befriedigung und Erlösung in hingehender, dem Wohle der Menschheit gewidmeter Tätigkeit, in dienender Arbeit für andere. Goethe bcfcimt die Notwendigkeit humaner Gesinnung zu sittlicher Vollendung ausdrücklich in dem Erziehungsideal, das er in der „pädagogischen Provinz" entrollt. Zu der Ehrfurcht vor dem', was über uns ist, und der Ehrfurcht vor Leid und Tod, sollen die Zöglinge in ihre Seelen die Ehrfurcht auf-, nehmen vor dem, was uns gleich ist, die Ehrfurcht vor allen' Menschen. Mag die Ausprägung, die die führenden Geister der verschiedenen Epoche» dem humanistischen Ideal gegeben haben, in einzelnen Zügen unterschieden sein; sein Wesen und seine innerste Bedeutung ist allenthalben dieselbe: es stellt den in sich vollendeten Menschen dar, der alle seine Brüder mit gleicher Gesinnung umfaßt. So haben wir das Recht, in wahrer Humanität, in reiner edler Menschlichkeit, auch den Ausdruck unseres eigenen Etlichen Ideals zu erblicken. Wir haben schon angedeutet, daß mäu eilte, wenn auch noch so allmähliche Annäherung der Menschheit an das Ideal der Liebe und Menschlichkeit, oder doch einen langsame» Fortschritt in dieser Beziehung, in der tatsächlich sich vollziehenden Menschheitsentwickelung anerkennen darf. Gewiß: wir sind im einzelnen noch unendlich weit von der - Erfüllung des Ideals entfernt; es wird jeder neuen Generation wieder schwere, oft unüberwindlich scheinende Ausgaben stellen; aber wir dürfen dennoch!, wenn wir die ganze uns bekannte Menschheitsgeschichte überblicken, eine Entwicklung zu ihm hin anerkennen. So liegt also das höchste.Gut, das wir über das menschliche Gemeinschaftsleben gestellt h!aben, in der Richtung eines Fort- ichrittes, den die Menschheit tatsächlich zu erstreben sich anzu- chicken scheint. Sollen wir nun die einzelnen sittlichen Pflichten, sie den im Leben stehenden Menschen aus der Gesinnung der Liebe und Humanität erwachsen, noch! näher erläutern, oder verstehen sie sich Nicht vielmehr von selbst? Sie sind ja in allem, was wir int! Anschluß an die größten ethischen Genien aller.Zeiten! ündeuteten, deutlich enthalten. Oder könnte Man ihren Sinn zu erfüllen hoffen, wenn Man in seinem Tun und Lassen und vor allem in seiner Gesinnung, nicht GerMtigkeit und Feindesliehe, Milde Und Güte verwirklichte ? Wenn man mit helfender, suchender Liebs nicht bestrebt wäre, an seinem! Platz ein bescheidenes Teil zur Lösung der Dish!arMonien des Lebens beizutragen? Und könnten wir diese Güter zu verwirsiichen Höffen, wenn uns nicht Wahrhaftigkeit, Treue und Zuverlässigkeit, vergebende Nachsicht Und Opferwilligkeit zu sittlichen Werten und zur Richtschnur unseres Wollens und Handelns würden? Wir werden das Mensch- liche Idealbild, das wir damit andeuten, nicht gegen den Vorwurf unmännlicher Weichheit und Milde z'u verteidigen haben; denn über allem steht ja imMer als oberste Verpflichtung: die Heraus- bildtmg unseres Wesens zu charakterfester, willenskrästiger, in sich selbst gegründeter sittlicher Persönlichkeit. Sie hat auch unserer Beziehung zu unseresgleichen die oberste Richtung zu geben. Und sie lehrt uns, daß 'wir die Menschenliebe, die der sittliche Ausdruck dieses Verhältnisses ist, nicht in untätiger Gefühlsseligkeit, sondern im Wirken und Schaffen für die Menschheit suchen müssen. Nicht die „schöne Seele", die bei cbdfter Gesinnung ihre besten Kräfte im Anschauen und Zergliedern ihrer Gefühle verzehrt, ist darum der wohlverstandene Ausdruck der Humanität; er liegt vielmehr in der zielbewußten, entsagungsvollen Tätigkeit, im Arbeiten und Wirken zum Segen der Menschheit; in einer Arbeit, in der unsere innerste Persönlichkeit und unsere besten Kräfte sich bekunden. Jene soll ein Ausdruck fein unseres zweckbewußten Willens', Nutzen zu schaffen und Werte zu verwirklichen, und unseres opfermutigen Entschlusses, um unseres Werkes willen allem zu entsagen, was in unserem Wesen oder Wollen ihm' entgegeusteht. Gehört diese Entsagung und zielbewußte Beschränkung zu jedem Werke, zur Durchführung jedes zweck-vollen Wollens, so soll das selbstlose Einsetzen unserer besten Kräfte für unsere Arbeit erst der vollendete Ausdruck wahrer Persönlichkeit sein. rrino-Trkck§. Wer hat nicht schon im Kinematographentheater manche Aufnahmen gesehen, die lebensgefährliche und manchmal auch grausige Szenen veranschaulichen und denen dann während der Pause im Zuschauerraum oft eifrige Erörterungen darüber folgen, durch welche technische Kniffe es möglich geworden sei, diese Aufnahme zustande zu bringen. In einem englischen Blatte verrät ein Fachmann, W. G. Faulkner, einige dieser geheimelt Tricks des Kiiicmatographen. In den letzten Wochen sah man beispielsweise sehr oft einen Film, auf dem, in einer Arena, eine Schar von Löwen auf eine entsetzte Gruppe wehrloser Männer, Kinder und Frauen zugetrieben wird. Und der Originalfilm zeigte noch ein zweites viel gransigeres Bild, dessen Vorführung in vielest Städten unterblieb: man sah die Bestien die Leichen zerfleischen, während im Hintergründe von den Tribünen eine gewaltige Volksmenge dies Schauspiel „genoß". Wie werden solche Ausnahmen erzielt? Die Lösung ist ver- hältitismäßig einfach. Die für die Szene verwendeten Löwen gehörten einer Tierbäudigergruppe, und einige der Bändiger befanden sich inmitten der entsetzten Menschengruppen, die der Film zeigt. Während eine Anzahl auf dem Bilde nicht sichtbarer Bändiger die Tiere auf die Gruppe zutrieb, in der die anderen Bändiger mit Revolvern bereits gerüstet waren, um ihre gesährlichen Zöglinge durch Schüsse zurückzuschrecken, arbeitete der Kinematograph bis zu dem Augenblick, da die Schüsse sielen und die erschreckten Tiere zurückwichen. Nur einer der Löwen war hartnäckiger und mußte mit Gewalt zürückgetrieben werde». Dann wurde die Arena geräumt und an der Stelle, an der sich vorher die Schauspieler befunden hatten, legte man die „Leichen" nieder: Puppen mtb Nachbildungen von menschlichen Gliedern. Nun wurden die Löwen wieder zu dieser Stelle getrieben, und der Kinematograph trat von neuem in Tätigkeit. Bei der späteren Vorführung folgen die beiden Films einander so schnell, daß der Zuschauer den Untergang nicht bemerkt, die Lücke nicht sieht und ben Eindruck hat, alle Phasen des grausigen Vorgaitges wahrzuitehmeit. In Wirklichkeit war zwischen den beiden Attfnahmen eine Panse von mehr als zwei Stimdeit. Ein wesentliches Hilfsmittel für .die Illusion der Zuschauer ist dabei natürlich auch die Publikumsmeitge auf den Tribünen, die dem Vorgang scheinbar mit großem Vergnügen folgt und aus beiden Bilder» natürlich die gleiche Gruppierung aufweist. Ebenso sieht man oft Bilder von Menschen, die von schwindelitd hohen Klippen oder Abgründen in einen Fluß oder in das Meer hinabstürzen. Aus einer dieser Ausnahmen beispielsweise sieht man einen Mann eine etwa 80 Meter hohe, saft senkrechte Felswand hinaufklettern und dann abstürzen; andere Bilder zeigen oft Kämpfe am Rande eines Mgrundes, in den bann der eine der Kämpfer hinabstürzte. In diesem Falle erfolgt die Aufnahme stets von der Landseite aus, weil sonst der Apparat natürlich die Maschinerie zeigen würde, die am Rande des Abgrundes errichtet ist: die Matratze, auf die der „Besiegte" hinabgeschleudert wird. Sein Fall erreicht kaum -einen Meter. Zugleich aber arbeitet eine zweite Kamera unten auf dem Wasser: und nimmt das Bild eines an ben Felsen zerschellenden und abstürzenden Menschenkörpers auf, der bann in den Fluten verschwindet. Natürlich ist das wiederum eine Puppe, die aber bei der große» Schnelligkeit des Sturzes in Anknüpfung an das vorhergesehene Bild die Suggestion eines wirklichen menschlichen Körpers erweckt. Noch einfacher sind jene Aufnahmeit, in beiten man scheinbar einen Mann an einer senkrechten Hauswand emporklettern sieht. In Wirklichkeit klettert der Schauspieler nicht, sondern er kriecht auf allen Vieren über eine sozusagen als Teppich über dem Atelierbodeit gelegte gemalte Dekoration, während die Kamera von der Atelierdecke herab das Bild aufnimmt. Es ist dasselbe Prinzip wie die Ausnahme jenes Mannes, der mit einer Frau auf dem Rücke» einen großen Baum erklettert: in Wirklichkeit kriecht er nur über einen itmgefallenen Baumstamm. Eines der wesentlichsten Hilfsmittel der Kinematographie liegt naturgemäß auch in der Möglichkeit, das Tempo der Bilderfolge bei der Vorführung zu beschleunigen. Man sieht z. B. während der Aufführung einen Mann mit der Schnelligkeit eines Expreß- 312 zages laufen. Wie wird das erzielt? Die Aufnahme erfolgte mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 16 Bildern in der Sekunde. Ans dein Film wird vor der Vorführung jedes zweite Bild herausgeschnitten; die Vorführung erfolgt dann mit der gleichen Geschwindigkeit, 16 Bilder in der Sekunde, aber für das Auge ist das Tempo damit natürlich verdoppelt. Nach diesem Prinzip ist es nun auch möglich, Leute von mit voller Geschwindigkeit dahmbrausectden Schnellzügen abspringen zu lassen. Im Wirklichkeit fuhr der Zug langsam wie eine Droschke; aber durch das Ausschneiden der Zwischenbilder und durch bte Beschleunigung des Vorführungstempos kann ohne Schwiercgkett der Eindruck einer Schwindel erregenden Schnelligkett erzeugt toerden. _______ Vermischtes. kf. Eine Tiroler Gemeinde inc Hochlande von Pern. Seit 50 Jahren besteht im Hochlande von Peru in einer Höhe von rund 900 Metern die von dem Freiherrn Damian v. Schutz- Holzhanfen ins Leben gerittene Kolonie Pozuzo. Sie ist nach den Mitteililugen des „Bereins für das Deutschtuin tm Auslande" überwiegend von katholische» Tiroler- und oberbayerischen Bauern besiedelt, denen sich einzelne Auswanderer vom Hunsrück, aus der Eiiel und von der Mosel angeschlosscn hatten. In gesunder und schöner Lage am Krenzungspunkte der seit Jahren geplanten Hochstraße, die über die Anden hiniveg Perus Hauptstadt Li>na mit dem Ainazonas und Para verbinden soll, hat sie günstige ZukunftS- aussichten. Einstiveilen leben die Leute ohne rechte Verbindung mit der Außenwelt vorwiegend in Naturalwirtschaft. Daß die Kolonie sich, ivenn auch in bescheidensteii Fornien, gehalten hat, dankt sie hauptsächlich ihrem ersten Psarrer, dem Tiroler Pater- Josef Egg, der vo>i 1857 bis 1895 unter ihr wirkte. Seinen Lebensunterhalt erwarb er sich durch Ansertigtmg von Spinnrädern. Ende 1890 bestand seine Gemeinde ans 515 Seelen, darunter 365 Deutsche, der Rest Indianer. Sein Nachfolger, Pater Schafferer, gleichfalls eilt Oesterreicher, berichtet in neuester Zeit, daß die Gemeinde heilte noch 400 Seelen hat, von denen drei Fünftel detltscher, meist tirolischer Abkunft sind. Sie wohnen bis aus 7 Stunden Entfernung zerstreut auf ihren Bauernhöfen. Die Schulbildung ist infolge mangelnder Lehrkräfte im Rückstände. Früher wurde Deutsch und Spanisch unterrichtet, jetzt vorwiegend Spanisch auf Regierungskosten. Predigt und Kinderlehre werden in deutscher Sprache gehalten; im Umgang herrscht die Tiroler Mundart. Der Geistliche ist gleichzeitig der einzige Arzt der Gegend. Er hat zur Förderung des Handwerks unter beit Leuten eine Universalwerkstätte angelegt, die mit Wasserkraft getrieben ivird. Drei Tagereisen entfernt von Pozuzo besteht eine kleine Tochterkolonie O x o p a m a, die ohne deutschen Geistlichen ist, und daher dem Ausgehen im Misch- lingstum noch mehr ausgesetzt erscheint als die selbst gefährdete Muttersiedlimg. K.-K. Zur Kultivierung der Zitrone. Die Frage, wann die bekanntlich aus Asien stammende Zitrone in Italien zur Kulturpflanze erhoben wurde, galt bis heute als ungelöst. In den älteren römischen Berichten findet man die Zitrone nirgends erwähnt und auch Plinius gibt uns keine bestimmten Angaben darüber. Als zieinlick wahrscheinlich kann indes angenommen iverde», daß unter dem in seinen Schriften erwähnten medischen oder assyrischen Apfel, von den: er angibt, daß er zum Schmuck der Häuser verwendet wurde, die Zitrone zu verstehen ist. Diese Annahme wird überdies noch dadurch bestätigt, daß der Forscher Wehrhahn kürzlich aus der Nachbildung eines antiken Wandgemäldes eine Pflanze dargestellt sand, die wir ohne Zweisel als Zitrone erkennen müssen. — Zu Plinius Zeiten scheint man die Zitronenbäumchen demnach tatsächlich nur zum Schinuck der Häuser uub Gärten verwendet zu haben; zu diesein Zwecke wurden sie vermutlich in Kübel gepflanzt. Ihre Verwendung in der Küche ist jedenfalls viel späteren Datums und der Beginn der Zitronenkultur in Italien wäre somit verhältnismäßig spät und keinesfalls vor das erste Jahrhundert nach Christus zu setzen. * Mutterinstinkt der Tiere. Eine hübsche Jagdgeschichte, die außerdem, wie die „Bohemia" versichert, den Vorzug hat, vollinhaltlich wahr zu sein, spielte sich vor kurzer Zeit in dein in der Wachau gelegenen Revier eines Wiener Jagdherrn ab. Ein Jäger hatte eine Fähe (Füchsin) schwer angeschossen, die aber noch die Kraft sand, in den Bau zu sahren. Es wurde nun eine sehr scharfe Dachshündin in den Bau gelassen, die auch nach kurzer Zeit die verendete Fähe aus der Einfahrtsröhre des Fuchsbaues herausschleppte. Gleich darauf schoß sie wieder in den Bau. Da man an der toten Fähe sah, daß sich Junge im Bau befänden, erwartete man, die außerordentlich scharse Hündin bald mit den gewürgten JtUtgen Herauskommeti zu sehen. Aber die Jäger warteten vergebens; trotz Rufens und Pseiseits kant die Hündin nicht mehr ztnn Vorschein. Es blieb also nichts anderes übrig, als zu graben uitb beit Kessel des Baues zu suchen. Nach einiger Mühe sand man ihn auch, und als man ihn aufdeckte, zeigte sich, daß vier junge lebende Füchse darin ivnren und von bet- Hündin, die vor kurzem ihre Jungen verloren hatte, mit allem Eifer einer wirklichen Mutter - gesäugt wurden. Die Hündin wies jeden Versttch der Jäger, sich der jungen Füchse zu bemächtige», k»urre»d u»d das Gebiß zeigend ab. Ma» brachte sie jedoch glücklich mit de» Ju»ge>i in die Wohnung ihres Besitzers, wo sie in einer Ofennisch« haust, unaufhörlich um die Sicherheit ihrer Adoptivkinder besorgt. Die Geschichte erscheint übrigens nicht so merkwürdig, wenn man sich der zahlreichen ähnlichen Beispiele erinnert, die uns von Naturforschern aller Zeiten übermittelt ivorden sind und die alle die ungeheure Macht des Mutterinstinkts bei Tieren bestätigen. Wenn wir bedenken, daß die Hündin vor nicht langer Zeit selbst geworfen hat und ihrer Jungen beraubt ist, so würde obtge Tatsache durch den Drang des Tieres, seine Muttermilch loszuwerden, eine sehr handgreifliche Erklärung sinden. Indessen kommen auch Fälle vor, wo derMutterinstinkt sogar den eigenen Jungen gegenüber versagt. So «nachte ein alterHegemeister, dessenMitteilungen ich durchaus Glauben schenken darf, die Erfahrung, daß seine Kuh jedesmal beim Anblick ihres frisch geworfenen Kalbes in höchste Wut geriet und es auf die Hörner nehmen wollte, so daß es künstlich ernährt werden mußte. Das Merkwürdige war, daß sich das Tier bei jedem Wurf so benahm. Die gleiche Beobachtung wurde bei einer Stute gemacht, welche ebenfalls das Fohlen nicht zum Säugen kommen ließ. Als dritten Fall, bei welchem vielleicht auch der Farbensinn eine Rolle spielt, teile ich aus derselbe» zuverlässigen Quelle mit: Eine schwarze Henne, welche schwarze und bunte Küken erbrütet halte, tötete letztere der Reihe nach durch Schnabelhiebe, so daß sie geschlachtet werden nmßte bk. - G e s u ch t ein Dorf, indem nicht geklatscht wird. Folgende zeitgemäße Zeitungsanzeige fand sich vor einigen Tagen in der Londoner „Times": „Dorsllatsch! — Wenn es ein Dorf in England gibt, uw man den Herbst in Frieden und Ruhe verbringen kann, ohne daß man von üblem Nachbarklatsch behelligt rvird, so würde der Ausgeber dieser Anzeige hoch erfreut sei», den Na»te» des glücklichen Dorfes zu erfahren — W. G. O. 23 Expedition der „Times"." Der Mann — oder ist es eine Frau? — muß üble Ersahrungen gemacht haben. Ob es überhaupt ein solches Musterdorf gibt! ?__ humoristischer. * An sder Schule. Eine Mutter kommt in die Schule zur Lehrerin der achten Klasse. Fran B.: „Fräulein, was ist denn mit die Paula, ich hab' mir doch so über die Zensur aufgeregt/ sie hat doch wieder — Genügend — in Anschauung; ich hab! zu se gesagt: „warum siehste denn bloß das Fräulein nich an?"- * Stimmt. „Warum nimmst du denn immer 'ne Köchin zur Brant?" — Grenadier: „Nu', das is halt —Geschmacks-« fache." * Verleidet. „Besuchen Sie noch immer spiritistische Versammlungen?" — „Nein, jetzt nicht mehr. Das letzte Mal haben sie mich in der Dunkelheit braun und blau geschlagen/ und dann sagten sie, das wären die Klopfgeister gewesen." * Gründ e. „Ich höre, der Schmiedemeister Knopp bot dir seine Hand und sein Vermögen — weshalb hast du ihn aus- geschlagen?" — „Seme Hand war mir zu groß und das Vermögen zu klein." * Man m nß sich zu helfen wissen. Gast (zu der Wirtin): 7,Um Himmelswillen, Frau Wirtin, was mag nur Ihr Mann vorhaben? Der sitzt unten am See und hak ein Rascermesser in der Hand!" — „Haben S' nur keine Sorge; gestern bei der Rauferei haben's auch die Spiegel z'sammg'wichst, und da schaut er halt ins Wasser beim Rasieren." * Geographie s ch w a ch. „Nun, was hat dir dein Mann von der Reise mitgebracht?" — „Diese Brosche; sie ist aus Lugano." — „Ach — schön wieder ein neues Metall?" * Aus der I n str u ktio ir s st u u de. Unteroffiziers „Huber, was tut der Soldat auf Posten, wenn er sieht, daß die Ablösung kommt?" — Huber: „Er freut sich!" * Erster Gedanke. Hebamme (zum Vater, einem Gast-. Wirt): „Ein Junge ist's!" — „Dös is g'scheit! Wenn er nutz die Kegel scho' aufstell'n könnt'!" Rösteisprung. Auflösung in nächster Nummer. ter als und sei ab sch en nebel nein tücke gnnst Hagel mit von wet dunst glücke men besser von gen ken es und von schwcm ist sturm hän der Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer: 9t a ch e n, R o ch e », 8i e ch e ». Redaktion : ff. Neurat h — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen»