Samstag den 20. September iSSss I V i WUMMNZ *>> •.-'••Wssl -./»* Dom Pikkolo zum Millionär. Heitere Erzählung von 5z a r r y Nitsch. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Aus den matt erleuchteten Treppen und Korridoren des Hotels herrschte tiefes Schweigen. Aus einem der Gastzimmer hatte die Uhr mit silbernem Schlag soeben die zwölfte Stunde verkündet. Da öffnete sich leise eine Türe auf dem rechten Flügel des fünften Stockes, in dem die männlichen Angestellten des Hotels wohnten. Erich Sanner ging aus ihrem Rahmen und ging mit langsamen, stockenden Schritten, wie ein Nachtwandler, bis zur Treppe. Dort blieb er zögernd stehen und lauschte. Doch es regte sich nichts und vorsichtig stieg der nächtliche Wanderer die Treppe bis zum vierten Stock hinab- Wieder lauschte Erich, dann schlich er auf dem die Schritte dämpfenden Läufer über den ganzen Korridor, bis zum äußersten Ende. Dort blieb er vor einer Türe stehen, welche kleiner war als die übrigen. Ein tiefer Atemzug entrang sich seiner Brust. Langsam, ganz langsam griff er nach der Klinke der Türe und ließ die Hand sofort wieder sinken. Eine Weile stand er unschlüssig, dann kehrte er hastig um und eilte den Weg, den er gekommen, bis zur Treppe wieder zurück. Dort machte er vou neuem Halt und sann und sann. Noch einmal machte er kehrt und eilte zu der kleinen Tür. Die Klinke ruhte in seiner Hand, er wollte darauf drücken, doch die Hand versagte ihm den Dienst. Jeder Nerv an ihm war Aufregung, die große, kräftige Hand zitterte. Unschlüssig hielt er die Türklinke immer noch fest, doch mit plötzlichem Entschluß wollte er den in seiner Hand brennenden schwarzen Griff fahren lassen, aber die Türe gab seinem ungewollten kräftigen Druck nach-- sie öffnete sich mit einem leisen Knarren. Kaum war Erich eingetreten, als die gegenüber befindliche Tür, welche zum Badezimmer führte, leise und vorsichtig geöffnet wurde. Zögernden Schrittes trat Gerasimi aus dem Türrahmen heraus, schlich an die gegenüber liegende Tür und legte das Ohr an das Schlüsselloch. So blieb er lange in gebückter Haltung stehen. Plötzlich raffte er sich mit einem leise gemurmelten italienischen Fluch, der wie das Zischen einer Schlange klang, auf und ging langsam, schleichenden Schrittes den Korridor entlang und die Treppe zum fünften Stock hinauf, in dem sich auch sein Zimmer befand. Es war zehn Uhr morgens. Erich hatte soeben das Frühstücksgeschirr aus dem Zimmer eines Gastes geholt und im Office eingestellt. Mit einem seltsamen, halb verträumten Ausdruck im Gesicht blieb Erich sinnend an dem kleinen Tisch stehen. Da wurde die Tür aufgerissen, Erichs Chef d'stage, Gerasimi, trat hastig ein und fuhr den jungen Mann in seinem mangelhaften, schwer verständlichen Deutsch an: „Was stehen hier rum und halten feile Maulckffen? He? Haben nichts arbeiten zu tun wohl! Sollen sofort zu Direktor kommen, Ihnen sprechen will. Gratulieren, sich freuen können." Erich erschrak, als er den hämischen, lauernden Gesichtsausdruck des Italieners sah. Doch er nahm sich zusammen und ging ruhig, mit festen Schritten, ohne Gerasimi einer Antwort zu würdigen, die Treppen hinab, in das Bureau des Direktors Neuhofer. Dieser war ein sehr liebenswürdiger, leutseliger Mmm, aber er hielt auf strenge Disziplin und duldete keine peber- tretung einmal getroffener Anordnungen. In solchen Fallen kannte er nur ein Entwederoder, es kam selten vor, daß er ber Verstößen gegen die Hausordnung Nachsicht übte. Als Erich eintrat, saß der Direktor an seinem Schreibtisch und las eingegangene Briefe. Flüchtig blickte er auf Erichs schüchternes „Guten Morgen" auf und brummte etwas, das wie „Morgen" klang. Doch plötzlich blickte er Erich scharf ins Gesicht, zeigte auf den Stuhl neben dem Schreibtisch und sagte sehr höflich: „Bitte, setzen Sie sich, Herr'— Herr — —" „Sanner," fiel Erich mit zitternder Stimme ein. Er wußte, daß er entlassen war, seine Kollegen hatten schon zu oft über das höfliche „Bitte, setzen Sie sich" des Direktors ihre Witze gemacht. „Sie kennen unsere Hausordnung, Herr Sanner?" „Ja, Herr Direktor." „Schön, mein Sohn. Hier sind Ihre Papiere. Das Zeugnis über Ihre Tätigkeit liegt bei. Gehen Sie zum Kassierer und lassen Sie sich Ihren Gehalt auszahlen, er hat Anweisung. Adieu, Herr Sanner." „Herr Direktor, ich bitte — um Verzeihung —" wie Schluchzen kam es über Erichs Lippen. Neuhofer blickte sichtlich überrascht empor, sein eben noch so strenges Gesicht nahm einen freundlichen Ausdruck an. „Es tut mir leid. Sie fortschicken zu müssen, Sanner, ich war mit Ihnen immer zufrieden. Aber Sie wissen, ich, dulde nicht, daß meine Angestellten sich im Hause mit dem weiblichen Personal einlassen. Außer dem Hause mögen sie machen was sie wollen, im Hause leide ich es nicht." „Es war das erste--" „Lassen Sie nur, Sanner," unterbrach der Direktor Erich lächelnd, „ich bin Ihnen nicht mehr böse. Es kommt nicht oft vor, daß mich einer der Kellner, die ich in dieser Weise entlassen muß, um Verzeihung bittet. Geben Sie mir Ihr Zeugnis zurück, ich will Ihnen ein anderes ausstellen, in dem der Grund der Entlassung nicht genannt ist. Ich will Sie nicht in Ihrem Fortkommen hindern. Sie können sagen: Sie gingen auf eigenen Wunsch, um sich anderweitig auszubilden. Nun gehen Sie, Sanner, ich wünsche Ihnen recht viel Glück für Ihre fernere Zukunft. Adieu." Erich schlich hinaus. Am Treppenaufgang stand Gerasimi und grinste ihn spöttisch an. „Nun, was haben Direktor gewollen? Gehaltszulagen gegeben oder Oberkellner geworden? Dann können ja schöne Hedwig heiraten. Ich treten sic Ihnen gerne ab." 586 Mit zwei Schritten stand Erich vor dem zurückweichenden Italiener: ... . „Fräulein Gassen ist nieme Braut, Herr Gerasimi, wer sie beleidigt, bekommt es mit mir zu tim. Merken Sie sich das. Der Italiener sprang, zwei Stufen zugleia) nehmend, die Treppe hinauf; vom ersten Absatz rief er höhnisch hinunter: „Ich gratulieren, Herr Sanner, zu die schone, keusche Brant. Der wievielte sind Sie denn?" Mit einem Schrei der Wut wollte Erich dem Italiener nach, da trat der Direktor aus dem Bureau. „Was gibt's da?" fragte er stirnrunzelnd. „Herr Direktor, ich — Gerasimi — — er hat meine Braut geschmäht, beleidigt," rief Erich keuchend. „Gerasimi? So! Kommen Sie einmal her, Gerasimi." Langsam, zögernd kam dieser die Treppe herunter. „Was gab es denn, Sanner? Erstatten Sie mir Bericht." Erich erzählte dem Direktor wortgetreu, was Gerasimi ihm zugerufen hatte. Dieser stand mit zu Boden gesenktem Blick da und wagte nicht zu widersprechen. „Ist dem so, Gerasimi?" Der Italiener schwieg. „Also es ist so. Gehen Sie zum Kassierer, melden Sie ihm, daß Sie entlassen sind und in vierzehn Tagen abgehen werden, Gerasimi. Verstanden? Sie — Sie Denunziant!" Wie ein begossener Pudel schlich der Italiener davon, während der Direktor Erich freundlich die Hand reichte und ihm nochmals Adieu sagte. Hedwig, die von Gerasimi bereits unterrichtet war, erwartete Erich mit bleichem Gesicht an der Treppe ihrer vierten Etage. Hastig zog sie ihn, unbekümmert um die Kollegen, in ihr Zimmer: „Du mußt fort, Erich, ist es wahr?" „Ja. Der Direktor weiß es." „Armer Kerl, armer Liebling. Und ich ganz allein bin schuld." „Nicht doch, Hedwig. Ich trage die Schuld, denn ich bin der Mann." Erich sagte es ruhig, sanft, wie etwas selbstverständliches. „Mußt du sofort gehen, Liebster?" Aengstlich hafteten ihre Augen auf seinem Gesicht. „Ja, mein Liebling, sofort. Und du, hat man dir noch nichts gesagt?" „Nein, ich wundere mich selbst darüber," erwiderte Hedwig, die Erich traurig die Hand streichelte. ■ Da tönte die Glocke zweimal, das Signal für Hedlvig. Sie eilte davon, doch nach einigen Sekunden steckte sie das Köpfchen wieder durch die Türspalte, und rief Erich, der sinnend am Fenster stand, mit schelmischem Lächeln zu: „Ich soll zum Direktor kommen, Schatz. Jetzt werde wohl auch ich wie die Englein das Fliegen lernen und bin doch gar kein Engel. Es geht schnurrig zu auf der Welt. Warte aus mich, Erich, ich komme sofort wieder." Nach zehn Minuten trat Hedwig mit fröhlichem Gesicht wieder in ihre Kammer, in der Hand hielt sie ein Schriftstück wie eine Fahne hoch empor: „Hier mein Freibrief für unsere Liebe, Erich. Wir sollen uns draußen lieb haben, sagte der Direktor lächelnd zu mir. Er schien guter Laune zu sein, denn ich erhielt weder ein Donnerwetter noch eine Predigt. Das Zeugnis ist glänzend, ich habe es schon durchflogen. Verläßt uns auf eigenen Wunsch, steht am Schluß. Ist das nicht nobel, lieber Junge?" „Arme Hedwig," rief Erich und zog das Mädchen an seine Brust. „Und ich kann dir deine Ehre nicht einmal wieder geben, denn ich bin ja noch ein Nichts. Wenn wir uns auch jetzt verloben, so mußt du doch immer noch Jahre warten, bis ich dich heiraten kann, mein armer Liebling." Mit weit geöffneten Augen, staunend, zweifelnd, sah Hedwig ihrem Geliebten ins Gesicht. Sie legte ihm beide Hände auf die Schultern und wiederholte fragend mit vibrierender Stimme: „Verloben? Heiraten? Du willst mich, mich heiraten? Heiraten, wirklich heiraten?" Erich nickte ihr zärtlich und traurig zugleich zu. Da überkam Hedwig ein förmlicher Paroxismus der Freude. Sie fiel Erich um den Hals, küßte seinen Mund, seine Augen, seine Hände, tanzte mit ihm im Zimmer umher und jauchzte immer wieder wie halb sinnlos das eine Wort: Heiraten!" Plötzlich wurde Hedwig ernst. Sie blieb mitten im Zimmer stehen, führte Erichs Hände trotz seines Sträubens an ihre roten Lippen und während ihre Augen sich mit Tränen füllten, sagte sie schluchzend: „Dank, mein Erich, Dank für dieses Wort. Bisher sagte cs nur einer zu mir und der war falsch. Du bist gut, ach so gut." Erich streichelte ihr das blonde Haar. „Aber nun laß uns von der Zukunft reden," sagte Hedwig, ganz unvermittelt zu ihrer alten, heiteren Art zurückkehrend. „Was denkt mein Herr und Gebieter zu beginnen? Wollen wir zusammen den Wanderstab ergreifen? Oder ist er meiner schon überdrüssig und wandert allein in die weite Welt?" „Sieh, liebe Hedwig, ich möchte es jetzt recht schnell zu einer guten Stellung bringen, deinetwegen. Und da, dachte ich, ist es am besten, wenn ich erst ein paar Monate in ein Institut oder in eine Familie gehe, uni richtig Französisch und etwas Englisch zu lernen und mir einige kaufmännische Kenntnisse zu erwerben. Mir haben dies mehrere Kollegen geraten, und glaube ich selbst, daß dies der beste und schnellste Weg ist. Geld habe ich noch genug, nm sechs oder mehr Monate leben zu können. Dann gehe ich einige Zeit nach England, und in vier bis fünf Jahren hoffe ich dann so weit zu sein, daß wir heiraten können. Wirst du aber auch so lange warten wollen?" setzte Erich mit besorgter Miene hinzu. „Und ob ich warten will, du lieber, guter, großer Junge. Vierzig, fünfzig Jahre will ich auf dich warten. Aber jetzt — ja, aber Erich," rief das Mädchen bekümmert, „wenn du in ein Institut gehst, dann können wir uns ja gar nicht mehr sehen?" Laut aufschluchzend warf sie sich ihm an den Hals. „Ich glaube — das dürfen — wir auch nicht wieder — Hedwig, so wie--wie gestern," glühende Röte überzog sein jugendfrisches, hübsches Gesicht. „Du bist jetzt meine Braut, Hedwig, als solche sollen die Leute dich ehren und achten, und da muß ich es doch zu allererst." „Wie du willst, Geliebter," erwiderte Hedwig traurig. „Aber, ehe du in ein Institut gehst, nur ein paar Tage, die gönnen wir uns noch, nicht wahr, mein Liebster?" setzte sie schmeichelnd hinzu. „Ich hatte mich schon so darauf gefreut, Hand in Hand mit dir ein Stückchen des schönen Schweizer Landes genießen zu können, mit dir vereint die herrlichen Ufer des Genfer Sees, den wir beide bisher nur von weitem kennen, zu bewundern, mit dir auf einem der schönen Dampfschiffe die glitzernde, smaragdgrüne Flut zu durchschneiden — und nun, nun soll ich dich so lange, lange nicht mehr sehen? Erich, mein Erich!" In Erichs Gesicht arbeitete es. Er kämpfte einen harten Kampf mit sich selbst, mit dem Blut, das wild und stürmisch durch seine Adern rollte und mit dem, was er als seine Pflicht erkannt hatte. Da klang es noch einmal süß und lockend an sein Ohr: „Nur ein paar schöne, wunderschöne Tage, Erich, mein Liebster!" Ernst zog er das Mädchen an seine Brust. Sie sah ihm fragend in die dunklen Augen. Träumerisch, wie abwesend, nickte er. Da schlang sie die weichen Arme um seinen Nacken und jubelte wie ein reich beschenktes Kind. * Die herrlichen, sonnigen Tage, die Erich gemeinsam mit Hedwig an den wundervollen Gestaden des Genfer Sees verlebt hatte, waren ihm im Fluge vergangen. Sie hatten beide getollt und gejubelt, wie Kinder, die in die heiß ersehnten Ferien gegangen sind. Erich lebte wie im Traumland. Er, der nie aus seiner kleinen Heimatstadt herausgekommen war, genoß mit seinem warm empfindenden, für alles Schöne begeisterungsfähigen Herzen die Wunder Gottes mit einer wahren Andacht. Bon jedem schönen Punkt sandte er der Mutter eine Karte mit Ansichten heim, von Hedwig mit unterzeichnet, damit auch die in der Ferne Weilende an seinem Glücke teilnehmen könne. Erich hatte der Mutter sofort nach dem Verlassen seiner Stellung von seiner Verlobung Mitteilung gemacht, ihr Hedwig geschildert, wie lieb sie ihn habe und die Mutter um ihren Segen gebeten. Davon, daß auch er das Mädchen liebe, hatte Erich sonderbarerweise nichts geschrieben. Er war in ihrem seltsamen Liebesverhältnis überhaupt viel mehr der Empfangende als der Gebende. Auch war er sich über seine eigenen Empfindungen kaum klar geworden, er hatte auch gar nicht versucht, sich Rechenschaft darüber abzulegen. Für sein grades, ehrliches, noch so kindliches Gemüt gab es nur Eins und nur einen Weg: Hedwig war seine Braut, er mußte sie heiraten und würde deshalb auch nur sie. lieb haben. (Fortsetzung folgt.) 587 Das Komitee. Novellette von Emma Haushofer-Merk. Bei Frau Meta von Halgreuth sollte heute die erste vorbereitende Sitzung für den geplanten Basar stattsinden. Ihr Mann war als Regierungspräsident in die Stadt versetzt, erst vor einem Jahr in_ den Ritterstand erhoben worden. So" zählte sie jetzt zu den „Spitzen" und empfand daher ein lebhaftes Verlangen, sich in ihrem neuen Glanz zu sonnen, irgend etwas zu verart- stalten, nm ihren Platz in der „Gesellschaft", zu der sie jetzt gehörte, auszugenießen. Ein wohltätiger Jmeck findet sich leicht; und ein Basar bietet die schönste Gelegenheit, eine elegante Toilette zu zeigen, und als Patrouesse eine Rolle zu spielen. Frau Meta hate noch nie einen Basar arrangiert; darum erwartete sie noch großes Vergnügen von einem solchen Fest, und freute sich, daß ihr Plan Anklang fand. Auf dem runden Tische in ihrem neu eingerichteten Salon lag eine Liste der Damen, die in das Komitee hereingezogen werden sollten; heute versammelte sich nur der engere Ausschuß, die Auslese, gewissermaßen der hohe Rat, zu geheimer Sitzung. Schon klingelte es draußen. Die Dame des Hauses stellte sich in Positur und wollte eben das erste liebenswürdige Lächeln hissen. Aber die Jungfer brachte nur einen Brief. Frau Meta blickte auf beit Stempel, die Schrift und runzelte die Stirn. In unwilligem Geraschel rauschte ihre Schleppe über die Teppiche, bis an das Zimmer der jungen Schwester, die bei ihr zu Besuch weilte. „Hier! Wieder an dich, Lilly!" sagte sie ungnädig. Das junge Mädchen streckte mit aufteuchtendem Gesicht die Hand aus. „Wie nett! Gib her! Dank schön!" Mit glänzenden Augen und heißen Wangen riß sie das Kuvert auf. „Natürlich wieder von diesem Kaufmann! Von diesem Herrn Schmidhuber! Ich begreife dich nicht! Ich finde diese Korrespondenz wirklich sehr überflüssig!" „Ich ganz und gar nicht!" lachte Lilly, während sie vergnügt die Zeilen überflog. — „Hast du dich nicht auch einmal über einen Liebesbrief gefreut? Es ist wohl schon so lange her, daß du das ganz vergessen hast!" „Ich muß schon bitten! Ich habe nicht mit Herren korrespondiert ! Ich habe keine Liebesbriefe bekommen!" bemerkte Meta mit verächtlich herabgczogenen Mundwinkeln! „Es tut mir leid für dich, wenn dein Mann dir keinen geschrieben hat," neckte Lilly sie übermütig. „Er wird doch auch emmal--" „Mein Mann!" unterbrach Meta die Schwester voll Stolz: „Das ist doch nicht zu vergleichen! Er war mein Bräutigam und doch auch eine andere Persönlichkeit als dieser Herr Schmidhuber!" „Ach, geh! Damals ist er auch noch kein großes Tier gewesen, und in fünfzehn Jahren kann mein Heinz zum mindesten ein sehr reicher Mann sein; dann wird er, wenn er will, auch Kommerzienrat!" „Dein Heinz! Um Gvttcswillen!" Meta schlug entsetzt die Hande zusammen. „Du wirst doch nicht im Ernst daran denken, dich mit diesem Kaufmann zu verloben! Ich bitte dich, Lilly als „Frau Schmidhuber" ist dir doch die erste Gesellschaft, in der ich verkehre, ganz verschlossen! Und wenn dein Mann auch einmal reich würde, aus den bürgerlichen Kreisen kämst du doch nie heraus!" Lilly lächelte und schaute in verliebter Versunkenheit auf ihren Brief. Wieder klingelte es. Meta fuhr sich glättend über die Stirn und zwang sich zu heiterer Gelassenheit. „Komm, Lilly ! ©ei vernünftig! Du hast doch hier in meinem Hause vielleicht Gelegenheit, eine gesellschaftliche Position zu er- rmgen. ^ch werde dich jetzt den Patronessen des Basars vorstellen; als Verkaufenn in meiner Sektbude, wenn du recht hübsch aus- ftshst — wer weiß? Gerade deinetwegen habe ich ja diese Geschichte arrangiert!" --- """So! Es hieß doch: ftir die Säuglinge und die gefallenen Mädchen! Ich bin, Gott sei Dank, keines von beiden'" lachte die ausgelassene Schwester. ,Lilly! Ich beschwöre dich! Nicht diesen srivolen Ton vor den Damen!" flehte Meta erschrocken. Gleich darauf begrüßte sie mit lächelnder Miene eine Keine altere Dame, die aufgeregt und erhitzt in den Salon trat. „Meine verehrte Frau von Griesheim! Wie freundlich, daß Sie kommen! Erlauben Sie, daß ich Ihnen meine Schwester vorstelle!" Das junge Mädchen machte ihren Knix. Die Dame reichte ihr zerstreut die Hand und stieß dann hastig hervor: „Ein Glück, daß ich die Erste bin! Ich habe mich so beeilt. Ich bin ganz atemlos! Aber ich muß mit Ihnen sprechen, liebe Frau Präsident! Hier_ auf der Komiteeliste, die Sie mir zugeschickt haben, steht nämlich auch Frau Steinsdorf! Sie sind ja zu kurze Zeit hier, um zu wissen, was man über sie sagt!" Fran von Griesheim beugte sich näher zu Meta heran und flüsterte: „Sie hatte doch sehr intime Beziehungen zu dem Baron vvn Grelingsheim, und dieses junge Mädchen, das nun in ihrem Hause ist, angeblich ihre Nichte, soll eigentlich sbre illegitime Tochter sein!" „Soll ich vielleicht hinausgehen!" fragte Lilly spöttisch, da Fran von Griesheim so geheimnisvoll in das Ohr der Schwester tuschelte. „Nein, nein! Bitte, bleiben Sie nur! Ich werde mich nicht in weitere Details einlassen. Ich erkläre nur, daß ich mich nicht an dem Komitee beteiligen könnte, wenn diese Dame — —" „Aber liebe Frau von Griesheim! Davon kann doch gar keine Rede sein! Da streichen wir eben Fran Steinsdorf ans der Liste, "sagte Meta, und griff nach dem Bleistift. Die Jungfer öffnete die Tür und herein kam, steif, feierlich, eine große, hagere Dame, die würdevoll und selbstbewußt auf Meta zuschritt, und sie mit herablassender Handbewegung begrüßte. „Meine Schwester! Baronin von Tanten!" „Guten Tag, meine liebe Frau Präsident! Guten Tag, Frau von Griesheim! Immer eifrig, immer tätig, wenn es sich um eine menschenfreundliche Sache handelt. Ach ja!" Sie setzte sich langsam und begann bann mit einem Jnguisitorblick auf Meta: „Haben Sie diese Liste auch überlegt, Fran Präsident? Wir wollen doch nur eilten ganz vornehmen Kreis von Damen vereinen, nicht wahr? Und da finde ich einige Namen — Mit der Lorgnette vor den Augen studierte sie das Blatt. „Da steht vor allem eine Frau Direktor v. Kellner! Aber haben Sie denn nicht gehört, daß ihr erster Mann sehr sonderbar zugrunde ging? Es hieß freilich, ein Schlag habe ihn getroffen. Aber man war doch kaum int Zweifel darüber, daß er sich selbst das Leben genommen hatte, wegen der großen Verschwendungssucht seiner Frau, noch mehr wegen ihrer sündhaften Neigung für diesen Herrn Direktor von Kellner, mit dem sie sich später verheiratet hat. Das geht doch nicht! Das geht wirklich nicht!" Frau von Griesheim nickte eifrig. „Ich hatte auch daran gedacht! Aber ich wollte nicht für boshaft gelten!" Die Baronin legte den Kopf zurück und sagte hochmütig: „Mit solchen Elementen kann ich natürlich schon wegen der Stellung meines Mannes nicht zusammentreffen." „Dann bleibt nichts anderes übrig, als auf Fran Direktor v. Kellner zu verzichten." Meta machte wieder einen Strich auf der Liste. „Ich hatte nur an sie gedacht, weil sie sehr wohlhabend und sehr freigebig sein soll." j,Ja, das ist so die Art dieser Leute! Sie wollen mit ihren Millionen den Menschen Sand in die Augen streuen," bemerkte die Baronin mit ihrer kalten Stimme, die scharf war wie ein Richtschwert. „Das darf aber in unseren Kreisen nicht wirken! Nicht in unseren Kreisen, Frau Präsident!" Sie nahm wieder die Lorgnette. „Hier lese ich auch eine Frau v. Eulcnhofer. Diese Dame schreibt! Und welche Romane! Der Buchhändler hatte die Unverschämtheit, mir ein solches Werk zuzusenden! Ich warf ahnungslos einen Blick hinein. Meine Damen, ich war ganz aufgeregt, bis dieses Buch wieder glücklich fort war aus meinem Hause. Weint es meinem Sohne in die Hände gefallen wäre! Man muß sehr viel erlebt haben, um solche Geschichten zu schreiben, und ich glaube, an Erfahrungen fehlt es dieser Frau von Eulenhofer auch durchaus nicht." „Der Roman ist sehr gut!" flüsterte Lilly ihrer Schwester zu. „Wenn ihr Sohn nichts Schlimmeres liest!" Meta drückte warnend den Finger auf den Mund. „Wir kennen das Buch natürlich nicht," sagte sie ergeben, „aßer unter diesen Umständen paßt Frau v. Eulenhofer freilich nicht herein." Der Name wurde mit einem dicken Strich ausgemerzt. Die beiden Damen nickten beifällig. „Wie gut, daß Sie vrientiert waren, Baronin!" meinte Fran von Griesheim sehr befriedigt. „Es sind da allerdings noch einige Persönlichkeiten," begann die Baronin. Aber ein neuer Besuch trat eben ein. „Herr Major von Haller," stellte Meta vor. „Ich soll meine Frau entschuldigen," sagte der im Ruhestand sehr rundlich gewordene Herr, der sich alle Mühe gab, würdevoll und stramm ausznsehen. „Sie ist erkältet und dann —- ■—“ Er senkte etwas den Ton. — „Es ist nämlich, — meine Jckair findet nicht alle Leute hier auf der Liste ganz cotnnte il faut. Meine Amanda ist eine geborene Gräfin von der Ecken. Sie hat begreiflicherweise sehr strenge Ansichten." „Sehen Sie! Sehen Sie!" klangs triumphierend von den dünnen Lippen der Baronin. „Ach, die Liste war ja nur ein Vorschlag," entschuldigte sich Meta, verzagt. „Ich bin zu jeder Abänderung bereit, die Ihre Frau Gemahlin wünscht." „Um so besser! Um so besser!" Der Major räusperte sich. „Da ist vor allem eine Fran Kommerzienrat Hauser. Meine Fran sagt, ihr Vater sei Kaffee- Hausbesitzer gewesen." „Oh, oh! Am Ende hat sie selbst einmal Kaffee eingeschenkt vielleicht war sie Kaffeehauskellnerin," kicherte Frau von Griesheim. Die Baronin verdrehte nur voll Entsetzen die Augen. Meta nahm wieder ihren vernichtenden Bleistift. „Und Frau von Feust war beim Theater!" fuhr der Major ermutigt fort. „Man vermutet, — wie soll ich es vor den Damen sagen? —, daß ihr Mann ihr schon damals sehr nahe gestanden habe, vielleicht autij noch verschiedene andere. . ." „Das geht ja nicht! Das geht ja nicht!" riefen die Baronin und Frau von Griesheim in einem Atem. 588 Meine Frau wird sich freuen, hier so gut verstanden zu werden " sagte der Major mit dankbarer Verbeugung. , Die Jungfer brachte eine Karte. „Bon Exzellenz von Stein „Sie gestatten, meine Damen," bat Meta. „Es Ware so schade, wenn Exzellenz absagte." Sie überflog die Zeilen. „Exzellenz schreibt, sie könne sich nur dem Komitee anschltchen, wenn sie sicher wäre, Frau von Tergloff hier nicht zu treffen. Sie tollt mündlich die Gründe mitteilen, aber sie habe keine Lust, künftig von Fran von Tergloff gegrüßt zn werden." . , „Oh, Exzellenz müssen wir um jeden Preis un Komitee haben!" betonte Fran von Griesheim eifrig. „Es ist vielleicht am besten, ich gehe selbst gleich hin zn Exzellenz, um sie zu beruhigen, daß natürlich alle Rücksichten auf ihre Wünsche genommen werden." „Ach ja, tun Sie das, beste Frau von Griesheim!" sagte die Baronin herablassend. „Es wäre so liebenswürdig von Ihnen," versicherte Meta. Lilly begleitete die Dame hinaus. Kaum hatte sich hinter Frau von Griesheim die Tür geschlossen, als der Major feinen Stuhl näher heranrückte, und flüsternd mit einer gewissen Verlegenheit fragte: . „Ist die Mitwirkung von Frau von Griesheim nicht mehr zn umgehen? Gerade gegen sie ist meine Amanda nämlich am allermeisten eingenommen. So fatal es mir ist, ick) muß im' Auftrage meiner Gattin auch dies erwähnen." * Meta verlor nun ihre Gelassenheit. „Aber wie soll ich denn?---" Die Baronin richtete sich neugierig ans. „Fran Major von Haller wird ihre Gründe haben," sagte sie erwartungsvoll. Lilly kam eben wieder herein und bemerkte, daß man mit besonderer Spannung über ein neues Opfer zu Gericht saß. c , „Natürlich hat meine Frau schwerwiegende Grunde. ^;ch wiederhole, meine Amanda ist eine geborene Gräfin von der Ecken, und daher sehr exklusiv! Sie weiß nun ans ganz sicherer Ouelle, daß Frau von Griesheim als junge Witwe — es ist freilich schon lange her, daß sie das war, — in ihrer brennenden Heiratslust ein Verhältnis mit dem Bankier Steinsdorf gehabt hat, den sie um jeden Preis einfangen wollte." „Was Sie sagen! Diese Frau v. Griesheiin! Man kann heutzutage wirklich nicht mißtrauisch, und zurückhaltend genug fein!" Sinn ersten Male war eine Art Lächeln über die dünnen Lippen der Baronin geglitten. „Steinsdorf!" rief Meta unwillkürlich. „Also deshalb." „Wie meinen gnädige Frau?" fragte der Major. „Es fiel mir nur auf, daß Fran von Griesheim gerade Fran Steinsdorf beanstandet hatte." „Natürlich! Ihre glücklichere Nachfolgerin! Witwenhaß ist zähe," lachte der Major. „Aber wie soll ich beim Fran von Griesheim andeuten, daß sie nicht genehmigt wurde?" fragte Meta kleinlaut. „Ich will fie mir doch nicht zur Feindin machen." Eine kleine Pause entstand. „Mein Rat wäre," sagte dann der Major mit rauhem Kichern „wir beschließen für heute unsere Sitzung. Und zur nächsten berufen Sie ein paar Damen, natürlich tion tadellosem Rus, die Fran von Griesheim nicht leiden kann. Sie ist ja mit allen ihren ehemaligen Freundinnen verfeindet. Ich brauche nur meine Amanda zu fragen. Dann tritt fie selbst aus, darauf können Sie sich verlassen, Frau Präsident." „Sehr gut, sehr gut!" nickte die Baronin mit feierlicher Kopfbewegung. „Wenn die Sitzung zu Ende ist, gehe ich noch ein Viertel- stündchen in die Kirche. Auf Wiedersehen, meine liebe Fran Präsident! Besten Dank für Ihr seines Verständnis!" „Erlauben Sie, daß ich mich Ihnen anschließe," bat der Major und verbeugte sich gravitätisch. „Sind das liebe Menschen!" rief Lilly, als die Schwestern allein waren. „Diese Baronin! Erst tat sie ganz vertraut mit der Frau von Griesheim, so lange sie zusammen über die anderen Frauen lästerten, und jetzt hat sie -ordentlich bie. Nüstern gebläht vor Hochgenuß, baß sie ihre Bunbesgenossin zerfleischen bürste." Meta schaute wie vernichtet auf ihre Liste. „Die Hälfte haben sie mir nun weggestrichen und wer weiß, ob über anbre, die ich wähle, nicht auch wieder der Stab gebrochen wird!" „Nimm recht Alte, Meta! Dann hat man vielleicht vergessen, ob sie auch einmal ein Wässerlein getrübt haben! Noch sicherer wären freilich Ausländerinnen. Für sie ist man bei uns immer am nachsichtigsten und man kann ihnen auch nicht nach- schnüffeln!" Das junge Mädchen sah so übermütig und lustig aus, daß Meta, in ihrer ersten Enttäuschung als Basarveranstalterin, ärgerlich rief: „Ich weiß nicht, worüber du gar so lachen kannst." „Ich amüsiere mich so über deine „Gesellschaft". Glaubst du, daß l'ch dich um sie beneide? Als Fran Schmidhuber habe ich doch die schöne Freiheit, mit beit Menschen zu verkehren, die mir gefallen und brauche meine Freunde und Bekannten nicht erstj von einem Jnguisitionstribunal prüfen zu lassen! Und süd die „Position" in deinen exklusiven Kreisen sollte ich auf meinen lieben Kaufmann verzichten! Nein, Meta! Wenn fein Name dir auch nicht gefällt und wenn er auch kein „von" zn erwarten! hat, ich heirate ja doch den Menschen; nicht?" Nssmischtes. Ick. Der Talisman des Stierkämpfers. Bor einigen Tagen sind in San Sebastian in Spanien große Stierkämpfe abgehalten worden. „Gallito", der jüngste einer allen Stierkämpferdynastie, soll zum ersten Mal fein Meisterstück ablegen. Er geht infolgedessen mit besonderer Bravour vor. Er,hat sich einen ausnehmend kräftigen und wilden Stier ausgewählt und sich feine Arbeit noch durch Beigaben erfchwert. Aber: in einem kritischen Augenblick erwischt ihn^ias Horn des Stieres, die Arena schreit auf. Die Zuschauer glauben bereits, den jungen Torrero an den Hörucrn des schwarzen Ungetüms zu sehen. Nichts von alledem. Gallito ist zwar zu Boden geflogen, der Stier ihm nachgeeilt, aber bereits haben ihn die Kameraden beiseite gebracht. Welchem Wunder hat er seine Rettung zu verdanken? Bevor er in den Kampf zog, hing ihm feine Blutter eine Gedenkmünze der Heiligen Jungfrau von Blaecroua in Sevilla als Talisman an die Brust. Es war ein kalergroßes einfaches Metallstück, mit mehreren einfachen Steinen eingefaßt. An dieser Denkmünze ist die Kraft des Hornstoßes gescheitert. Sie wurde aber dabei von der Kette geriffelt und ging im Sande verloren. Ties ivar der größte Schmerz des jungen Stierkämpfers. Er ruhte jedoch nicht eher, als bis er wieder in den Besitz des Talismans gekommen war. Dieser kam in der Tat verbeult und verbogen wieder zum Vorschein, hatte aber dadurch nur einen größeren Reiz erhalten. * Kein Wunder. „Warum ist das Kanoe eigentlich gekippt?" — „Ach, dieser Mensch hat mir nichts dir nichts seine Pfeife aus dem einen Mundwinkel in den andern geschoben!" Vücherttsch. — Der exste Band einer eingehenden Biographie Ernst von Wildenbruchs von Berthold Litzmann wirb im Herbst im Verlage von G. Grote in Berlin erscheinen. Zugleich bereitet der Grotesche Verlag eine Ausgabe von Frenssens „Jörn Uhl" mit Bildern von Professor Bernhard Winter vor, die zum 50. Geburtstage des Dichters Ende Oktober ausgegeben werden soll1 sowie eine neue Ausgabe des „Simplicius Simplicissimus" mit Illustrationen von Josef Sattler. — „Hebels Rheinländischer Hanssreun d" besitzt einen guten Namen unter den Kalendern deutscher Sprache. Durch mehr als ein Jahrhundert hindurch hak er sich seine volkstümliche Art bewahrt und auch nach feiner Rückkehr in den früheren Verlag I. H. Geiger (Moritz Schauenburg) blieb er feinem angestammten Wesen getreu. Der soeben erschienene Jahrgang 1914 weiht nach einer Darstellung der Weltbegebenheiten dem unvergeßlichen Hebel einen stimmungsvollen Aufsatz, plaudert gar vergnüglich und doch ungemein lehrreich über eine „Wanderung am Himmel" und breitet bann in bunter Folge heitere und ernste Erzählungen sowie Schwänke und Gedichte in schlichtem Volkston vor dem geneigten Leser aus. Ein trefflicher Bildschmuck erfreut das Ange, so daß man also diesem Jahrgang, der um den Preis von 30 Pfennigen zu erstehen ist, rasch Freund wird. Silbenrätsel. a, ac, be, ber, dri, e, fe, ha, i, ir, lb, nt, ma, int, ra, rb, sal, sch, sib, ti, us. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen sieben Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen, ein Mittel ergeben, welches besonders bei drückender Sommerhitze eine wohltuende Wirkung auf Körper und Geist auSiibt. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter der Reihe nach folgendes: 1. Männlichen Vornamen. 2. Stadl in Krain. 3. Türkische Ortschaft. 4. Ein Nagetier. 5. Einen Vogel. 5. Fluß in Sibirien. 7. Chemisches Produkt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Ergänzungsrätsels in vorigdr Nummer!; Vielen teile deine Freuden, Allen Munterkeit und Scherz, Wenig Edlen deine Leiden, Auserwähllen nur dein Herz! mehnfn.itt; K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der B>ühl'schen Universitäts-Buch- und Steinbruckerei R. Lange, Gießen,