•' v * * gyo WsD liZM \HM$jl fs ÖT WV WMl-^7 lassen, 11 «MW«- i jfirnenraulch. Roman von Paul Gr ab ein. Machdruck verboten.) (Fortsetzung.) Nun war es also doch noch zu der verabredeten Hochf- tour gekommen. Frau v. Malmort hatte darauf bestanden, mit ihrer Tochter nach Glurs zu fahren, wo während der Saison eine Modistin aus Mailand ein Schneider- Atelier unterhielt. Dort wollte sie Wehe 'wenigstens „einigermaßen" eintleiden lassen, denn sie könne das arme Ding gar nicht so „verwahrlost" Herumlaufen sehen. Und Rehe hatte, ihren neuen Vorsätzen getreu, sich gehorsam den Wünschen der Mutter gefügt. Diese Zeit des Alleinseins nun wollten Malmort und Gottliebe zu einer Bergtour ausnützen. Es war namentlich ihm ein tiefstes Bedürfnis, seine durch die Ankunft der Frau wieder von neuem aufgestörte Seele in der großen Bergeinsamkeit zur Ruhe zu bringen. Tie beiden sprachen nicht viel miteinander, während sie jetzt anstiegen; aber dennoch tat jedem die Nähe des andern tut Innersten wohl. Ein herrliches Wandern so zu zwri:, in stillem Sichre erstehen und Miteinandergenießen! Durch die grüne Dämmerung von Tannen und Lärchen waren sie so hiuaufgestiegen, durch geheimnisvoll dunkle Waldhallen mit phantastisch wehendem silbergrauen Flechtenbehang au Ast und Stamm. Dann durch die ernste Region der Arven bis hinauf zur Grenze des Waldes, wo die sturmgezausten Wetterbäume, kahl von Nadeln, ihre schwarzen, sehnigen Arme ausstreckten, krumm vom ewigen Kampf mit den brausenden Winden. Und noch höher hinauf, wo nur die Legföhre noch über den Boden kriecht, hinaus auf die offenen, sonn en geküßten Alpenweiden mit ihrem saftig grünen Rasenteppich. Dann plötzlich ein schroffer Uebergang aus blühendem Leben in starre Felscnwildnisse, hinauf in einer engen und langen Schlucht, tief drunten in lichtlosem Schlunde eine brausende und gurgelnde Ache, den Wanderern unsichtbar; nur ihr Tosen klang dumpf herauf an ihr Ohr., Dann mußten sie sich in einer allen Gletschermoräne durch Blöcke und Schutt mühsam emporarbeiten. Nun wieder galt es, sie zu überschreiten und nach rechts hinauf, über glatte Felsplatten, Den weiteren Weg zu gewinnen. Es war eine mühsame Arbeit, und noch schwieriger als die Ueberwindung der Platten war die der stellenweis aufgesetzten, schlüpfrigen Rasenhänge, auf denen selbst der nägelbeschlagene Schuh nur allzu leicht glitt. Mer mit einer Energie, die kein Ermüden kannte, blieb Gottliebe dem großen, weit ausschreitenden Manne zur Seite. । „Brav, Kamerad!" nickte er zu ihr hin. „Es wird übritzens bald besser." Malmort hatte recht. Sie kamen nun auf einen langgestreckten, mäßig geneigten Hang, mit Moos und Alpenrosengebüsch überwuchert. Eine kurze Rast hier, und dann ging es weiter, hinein in die Wildnis öder Kare, sonnen- durchglühter Felsmulden, deren scharfe, ausgezackte graugelbe Wände gegen den dunkel tiefblauen Aether standen. An ihren sonnengebleichten Felsenflanken wär alles Leben verdorrt; nur zwischen ihren Rippen schimmerten schmale, verlorene Firnstreifen und Gletscherzungen, jene in blendendem Weiß, diese in meergrüner Glasur, im flimmernden,, sengenden Sonnenlicht schillernd. In einer dieser Rinnen galt es jetzt hinaufzudringen zum Gletscher selbst. „Hier!" Malmort blieb stehen und deutete auf das lang sich hinaufziehende Couloir. „Wir müssen die Steigeisen anlegen." Eifrig ging 'Gottliebe ans Werk. Er neigte sich hilfsbereit zu ihr uieder, aber sie wehrte entschieden ab: „Danke vielmals! Bitte absolute Selbständigkeit für mich. Galanterie in den Bergen finde ich, offen gesagt, beinahe lächerlich!" „Ganz meine Auffassung," pflichtete er ohne jedes Ver- letztßüu bei, schon selber niederkniend und die Eisen anschnallend. „Sie werden sich, nun wo ich Ihren Standpunkt kenne, auch sicherlich nicht über mich zu beklagen haben." Lächelnd sah er zu ihr hin, die,- schon fertig, wiedev aufsprang. Ihre Wangen erstrahlten vor Eifer, nun, wo der Ermst der Sache begann, sich ihm ebenbürtig zu zeigen. „Wir werden doch wohl am Seil gehen?" fragte sie nach einem prüfenden Blick in die Rinne, denn gerade gleich der Eintritt kündete nicht geringe Schwierigkeiten an. „Selbstverständlich," nickte er. „Es ist eine der Unangenehmsten Stellen hier. Das Couloir ist ein berüchtigter Lawinenweg. Indessen ich denke, wir haben heute nichts zu befürchten." Ordentlich fiebrig vor Kampfbegier nestelten ihre Hände am Seil, das sie sich um di^ Hüften schlang. Mit Ruhe und Sorgfalt seilte Malmort sich dann selbst an und trat voran, den Pickel in der Rechten. Wenige Schritte über den Firn hin, dann galt es, an dem glatten, sich wölbenden Eis- überhang hinauf in das Couloir selbst zu kommen. Mit klingenden Streichen schlug seine Eisaxt Stufen und Griffe in das spröde, glasharte, zur Seite spritzende Eis. So! Nun war es geschehen, und mit wenigen festen, gewandten Bewegungen stand er droben, die Eisen fest in das Eis gebohrt. Aufinerksam verfolgte er Gvttliedes Nachkommen, mit geheimer Freude. Wie sie zugriff und sich elastisch heraufarbeitete, Fuß und Hand mit gleicher Srcher- heit einsetzend — das war eine wahre Lust zu sehen. Weiter ging es nun in die Mnne hinauf, Malmort zunächst allein, während Gottliebe, ihren Pickel tief in den Eisboden getrieben, unten am Eingang harrte, das Sell zur größeren Sicherheit für den vorangehenden Gefährten 514 inehrfach um den Axtstiel schlingend. Sollte wirklich ettod eine Lawine niedergehen, so wär wenigstens eine gewisse Sicherheit für ihn geboten: Er vermochte sich schneller zurüazuflüchten, und es konnte ihn, im Notfall, auch nicht zu weit hinabreißen. Sie selbst toiar ja weniger gefährdet; sie stand inr Schutz eines Felsvorsprungs, der sie wohl Qcbccti Mit angehaltenem Atem stand Gottliebe so und lauschte nach dein voraufgegangenen Gefährten hin, in jenem Gefühl nervenkitzelnder, höchster Spannung. Sie konnte- Mal-» inort von ihrem gedeckten Platz aus nicht sehen. So hort« sie nur den regelmäßigen Schlag seiner Eisaxt, deren metallischer Klang in das tiefe, ernste Schweigen der Bergwildnis um sie her klang. Bei jedem dieser scharfen Schläge stockte ihr jedesmal unwillkürlich leise das Herz in gespannter Erwartung: Ob die Erschütterung der Eisrinne nicht droben die Decke gefrorenen Neuschnees lösen würde, die sich während der letzten Regentage drunten im Tal hier sicher gebildet hatte! Mn nervenspannendes, langes Warten; aber alles blieb Gott sei Dank still. Nichts von jenem leisen Rieseln, das die heimtückischen ersten Schneebrocken herabgleitend Hervorrufen, die Anzeichen der bald darauf donnernd herniedergehenden Lawine. Aper nun ein Ruck — das Seil war ab gelaufen. An ihr selbst war es jetzt, sich in die Gefahr zu begeben. Ohne Zögern trat Gottliebe in die Rinne ein. Um sich selbst kannte sie keine Furcht. Mit fester Hand packte sie jeM ihren Pickel, um Stufen und Griffen, wo nötig, nach- zubessern. So arbeitete sie sich aufwärts, bis zu Malmorts Standort hin; in wenigen Minuten war sie bei ihm. Tann noch einmal dasselbe Warten und Nachkommen, und nun waren sie am oberen Ende des Couloirs angelangt. Hochaufatmend trat Gottliebe zu ihm, der bereits draußen im Freien stand; die erste Gefahr des Aufstiegs war glücklich überwunden. „Sie sind schnell nach gekommen," lobte er, „aber lassen Sie sich nur Zeit; übernehmen Sie sich ja nicht." Er bat es mit warmer Besorgtheit, nach einem flüchtigen Blick auf ihre etwas lebhaft arbeitende Brust, die sich unter der Wollblnse hob und senkte. Aber sie lachte ihn fröhliche an. „Sie unterschätzen mich wirklich. Nun, .Sie werden schon npich sehen, was ich leisten kann." „Also keine Pause?" „Meinetwegen sicher nicht!" - „Gut — weiter denn !" lieber einen sanft ab gedachten I-irnhang ging es dem Gletscher zu, der sich, wild zerborsten, in einer gewaltigen Breite vor ihnen auftürmte, die ein Umgehen verbot. Wie ein in wilder Brandung plötzlich erstarrtes Meer standen dräuend die hoch auf getürmten, dämonisch zerfetzten Eismassen in grauenhafter, gigantischer Schönheit vor ihnen. — ein Gewirr von Schlüften, Spalten und Seracs. Der „Garten der Saligen"! Nun verstand Gottliebe die Bezeichnung des Orts durch, den Volksmund. Freilich nicht wie ein Garten der Berggeister, aber wie eine Zauberstadt erschien ihr dies Gewirr sonnendurchleuchteter, bläulich-grün glitzernder Eispaläste voller Türme, Zinnen und kühner Bögen — wirklich wie gebaut von Geisterhand. An Vineta mußte sie plötzlich, denken, die meerversunkene! Hier war eine eiserstarrte Stadt vor ihren Augen, eine Märchen- und Geisterstadt voll lockenden Zaubers, voll schauerlicher Geheimnisse *in den dunklen, gähnenden Tiefen klaffender Schlünde, über die sich- die zierlich spielenden, sonnenglitzernden, lichtblauen Eisbrücken schwangen. Wie sich diese Zauberpaläfte in bezarren, zackigen Linien, wie sie keine Menschenphantasie erfinden könnte, haushoch vor ihnen auftürmten und im Sonnenschein aufleuchteten, gleißende Strahlen schießend im herrlichsten Grün und Blau, ein brennendes Farbenspiel, wie von Geisterhänden entzündet. In verzücktem Staunen stand Gottliebe neben Malmort. Wer dann die Frage: Wie sollte sich ein Menschenfuß durch diese Geisterstadt, dieses Labyrinth von starren Ms- mauern, finden? Doch-ihr Führer kannte genau den Weg. Bald überschritten sie so schwindelnde Klüfte auf fußbreiten Schneebrücken, bald hieß es, tief in einen Schlund hineinsteigen, rings um,droht von überhängenden, wild zerborstenen Eistürmen, absturzbereit. Dann wieder galt es, solche steil sich vorlegenden, hohen Gletschertürme- und -wände auf schneidend schmalem Grade zu überklettern, jeden Schritt vorwärts erkämpft mit einem wuchtigen Axtschlag, mit Anspannung aller Muskeln im Klettern und Einbohren des Fußes. Nach einstündiger schwerer Arbeit standen die beiden endlich wieder luftschöpfend still. Der Eisgürtel !var überwunden, der fich ringsum trotzig um das eigentliche Berg- massiv des „Gartens der Saligen" lagerte. Auf ihren Rucksäcken ließen sie sich nun zu einer kurzen Rast nieder; galt es doch, neue Kräfte zu sammeln für den letzten und schwersten Teil des Ansturms auf die Zinnen da droben, deren Anblick ihnen jetzt durch vorgelagerte Türme und Kämme entzogen war. Wenige Schritte vor ihnen bog sich die Bergflanke scharf, nach Süden, und dort stieg die gefürchtete Wand empor,- deren Bezwingung nur wenigen beherzten Männern erst gelungen war. Nun sollte Gottliebe als erste Frau an das verwegene Werk gehen. Wie würde sie dabei bestehen vor seinen Augen? Nur das setzte ihr Herz in schnellern Takt,- während sie so neben Malmort saß und seinen Erzählungen von den früheren Besteigungen lauschte. Er selbst hatte die Wand schon zweimal -gemeistert; das erste Mal mit einem Begleiter, einem Gemsenjäger aus Thalwys, das zweite Mal allein. Nun sollte sie die -erste sein, die er würdigte, mit ihm, unter seiner Führung, das ernste Wagnis zu bestehen. Kaum konnte sie daher den Augenblick erwarten, wo er wieder das Zeichen zum Aufbruch gab. Elastisch flog sie empor, Pickel und Rucksack wurde diesmal nicht wieder ausgenommen. Sie blieben zurück, um sie nicht unnütz zu beschweren; denn die bevorstehende Kletterei im Fels machte jedes Mehrgewicht von Bedeutung. Nur die Kletterschuhe wurden angelegt und das Seil mitgenommen. Wenige Schritte nur noch auf dem First des plötzlich steil abfallenden Firnhangs; dann bog in scharfer Kante die Felsmauer zur Rechten herum, und ein Ausruf halb! verzückten Staunens, halb fröstelnden Grauens kam von Gottliebes Munde. Da war die Wand — die Diavolezza! Abgrundtief, fast senkrecht, fiel sie nach unten und stieg sie nach oben, so himmelan, daß Gottliebe den Kopf weit in den Nacken zurückwerfen mußte, um hinauf schauen zu können. Eine furchtbare, grauschwarze gigantische Mauer, wahr- hast wie von Höllengeistern ausgerichtet, noch schauerlicher! jetzt gerade durch den Schatten einer riesigen Wolke, der sie mit blauen, düsteren Tinten übergoß. Auf den ersten Blick bot diese grauenerregende, sich' hirnmelantürmende Wand auch nicht einen Zoll breit Raum für den Tritt eines lebenden Wesens. Und angesichts diesev erbarmungslos starren, einen fast lähmenden Schrecken einflößenden Unnahbarkeit ihnen zu Häupten, zu ihren Füßen! eine gähnende Höhle der Vernichtung, die dämonisch, schwindelerregend den Vermefsenen zu sich hinabzog. An die tausend Fuß tief stürzte der Berg noch weiter hinab in eine Schlucht, mit gigantischen Blöcken und Felsgetrümmer wüst besät — im! -Lause der Fahrtausende von der Wand im Donnerkrachen herniederg-efahren. So zwischen der schwindelnden Tiefe und Höhe aus- schmalem First klebend, der unmittelbar vor ihnen jäh ab- schnitt, schauten die zwei hinaus, beide stumm, aber Gottliebe mit leis pochendem Herzen. War es denn wirklich möglich, an dieser Riesenmauer hmailfzukommen, wo nur der fittichschlagende Aar sich halten konnte, um seinen Horst im Felsenriß zu bauen. Aber nur einen Augenblick überwältigte sie der Gedanke des anscheinend Unmöglichen. Dann begann sie mit festem Blick die Wand in ihrer: Einzelheiten durchzugehen, und sieh — alsbald verlor sie für sie ihre Schrecken. Gewaltige Risse dnrchfurchten sie, die Kanten abgebröckelten Gesteins boten Mud und Fuß doch die Möglichkeit, sich saugend sestzukleben an dem starren Fels. " So ging es denn ans Werk. Ein schmales Band leitete, nur einen halben Fuß breit,- hinüber zur Wand; es zog sich dort, vielfach zwar unterbrochen durch Längsrisse, schräg hinauf, so eine zwar stark exponierte, aber für kaltblütige Steiger doch gangbare erste Wegstrecke bildend. (Fortsetzung folgt.) , 515 queW, wenn sie straffangeziogen über die Rollen gleiten. Dann ei 2"n£ biing über den leicht gekräuselten Fluten, und ’Tjt Wto1 gefüllte Netz sichtbar. Sobald n9^' 9eN bn’ Mannschaft an die Entleerung und da« Sortieren des Fanges. Vorher aber wird ^'ei ®Ctcrtc geworfen. Mit bewundernswürdiger OMP ®ü!$!*>nrc& die Zurufe des nicht immer ShlfLr» r ®flV.ttonS gesteigert wird, werden die guten Mustern abgesondert, nnt einem Keinen Hammer rcinaebutzt und übrige aber, also Austernbrut, Krabben, 'Tnmi 'flmn m™? U|1Pv ^eder über die Seite geworfen. 0Ä SffJ« Sterte Netz an die Reihe. Und so geht's Dom Tr ifV v 9nba Tag graut, bis zum späten Abend. Austemwyon recht auszunutzen und die Ausbeute koMH r°c? "möglich! zu gestalten, unterhalten einige größere H^u TwnpfbWger auf der ChesapeakebUcht. Ihre Einnche tung ist im wesentlichen dchselbe wie hei den Segelbooten, nur arbeiten mehr Schleppnetze, manchmal deren fünf und sechs. Zum Ausziehen dient Udoch eine Zhlindermaschine; dadurch wird ungemein viel Zeit erspart, die sonst bei der Anwendung der Handwinde verloren geht. t£e Seit ^der Austernjagd vor allem in die Wintermonate Mit, haben die .Fischer natürlich unter manchen Unbilden der Witterung zü leiden. Plötzlich, während sie sich bei der ange- strengtesten Arbeit befinden, ziehen am Horizont bleigraue Wolken aus, und ehe sie fich's versehen, werden sie vom wütenden Schnee- ^ag oftmals nur Ku gebrechliche Fahrzeug der WilMr von Wind mnd Wellen pr-cisgibt. Manchem armeii Teufel ^libei die Hände und Füße; denn an jene seemännische to,te ein rechter echter Seebär sein eigen nennt, ist bei dem gewöhnlichen AusternKnger gar nicht zu denken. Das' M^u^spital in Ballimore ist um diese Zeit des Jahres immer überfüllt, und dennoch bedeutet ein längerer oder kürzerer Aufent- halt an dieser Stätte menschlichen Elends und körperlichen Verfalls für viele den einzigen Lichtpunkt in ihrem Leben. _ Als Haupterntefeld kommt Dallys-Point-Riff in Betracht, das -noch heute als der beste Austerngrund Nordamerikas gilt. Hunderte von Booten. kreuzen hier tagtäglich, um am Abend nach Sonnenuntergang ihre Beute an die ihrer harrenden großen Kompagnieboote abzuliöfern. Rechnet man nun, daß jedes kleinere Segelboot täglich etwa 40 Bushel (1 Bushel = 36,4 hl) oder annähernd 613 300 Sttick der Schalentiere erntet, so erscheint es' leicht begreiflich, daß eine Austernhandel treibende Firma während der Saison ohne jede Mühe täglich im Durchschnitt 150 Hektoliter Mustern versenden kann. Noch einträglicher gestaltet sich das Geschäft der Dampfbagger, die monatlich nicht selten gegen 7000 Küchel oder 2550 Hektoliter aus der Tiefe hevaufholeu. Ein nicht Unerheblicher Teil der Mistern wird dann, von den rissigen grauen Schalen befreit, in Konservenbüchsen verpackt und in alle Zonen der Welt versandt. Tenn der verhältnismäßig geringe Ertrag unserer europäischen Küsten reicht bei weitem nicht hin, um den Bedarf zu docken. Wie dieser sich aber gerade in den Gvoßf- städten steigert, Keigt am besten das Beispiel von Paris, das jährlich mehr als vier Millionen Franks für Austern ausgibt. Mer auch die auf eigene Hand Austernfischerei treibende Boote kommen dabei auf ihre Rechnung, wenn auch die. Mannschaft, die vielfach auf Teilung augewvrben wird, recht oft das .Nachsehen hat. Diese Bvvte bringen gewöhnlich zweimal im Monat ihren Fang nach Baltimore, um ihre Ware Binnen weniger Stunden Ku verhandeln. Gleichzeitig wechseln sie fast immer ihre Mannschaft, die froh ist, wieder davonzukommen. Doch cs gibt deren ja genug, in diesem Leben Gestrandete und Schiffbrüchige, die ihr letztes Glück und Heil auf dem Austernfänger versuchen. Vermischtes. * Die Opfer des Blitzes. Der englische Gelehrte A. I. Blake veröffentlicht in der „Nature" interessante Beobach- tungen über die Opfer des Blitzes. In England ist deren Anzahl überraschend gering. Es sind nämlich nur 12,4 Tote im Jahre, so daß auf die Million Einwohner 0,36 Todesfälle durch Blitz kommen. Mm größten ist die Anzahl der Todesfälle durch Blitz nach Blake in Ungarn. Dvrt beträgt sie 16 auf die Million. Etwas geringer ist sie in den Vereinigten Staaten, nämlich 10 auf die Million, und ebenso groß in Steiermark und Kärnten. Mit geringeren Zahlen finden stch in der Liste Preußen (4,4 auf die Million), Frankreich und Schweden (3) und Belgien (2). Unter diesen Opfern des Blitzes sind nur die verstanden, die wirklich getötet werden. Die Anzahl von Menschen, die der Blitz trifft, ist ganz bedeutend größer. Selbst wenn viele Menschen gleichzeitig vom Blitze getroffen werden, ist unter Umständen die Anzahl der Getöteten verhältnismäßig gering. So berichtet Blake von einem Falle, wo der Blitz in eine Kirche einschlug, in den gerade 300 Menschen beim Gottesdienste versammelt waren. 200 darunter blieben völlig unbeschädigt, 100 wurden bewußtlos, davon wurden 30 auf kurze Zeit bettlägerig, und nur 6 wurden getötet. Von einem anderen Falle, wo 92 Menschen gleichzeitig vom Blitze getroffen wurden — es wird nicht gesagt, unter welchen Umständen —, wurden 10 getötet; 20 wurden gelähmt, 55 trugen leichtere Verletzungen davon und nur 7 blieben unverletzt Mit dm Austernfischern in der Lhe§apeake-Vai. Von Arthur H eldt. „r0® nachdem ich' aus meinem heimatlichen Provinzial- Itadtcheu über den großen L.erch ausgewandert und in Baltiurore wvr, machte ,ch meine Bekanntschaft mit einem der zahl- mt- ^Ä^brnresiaurants der amerikanischen Großstädte, in denen und Hoarse-Shoe-Austern auf ein Dutzend oder mo) meyr verschiedene Äxten zubereitet werden. Ein Dutzend rU dAdren da zu einer regelrechten Portion, was den Wirt fremch nicht hindert, manchmal deren nur .zehn zu verabreichen. Unstern zu backen, zu braten, zu gratinieren oder zu kochen, hält atlermngs der richtige Austernesser für Barbarei, ja er verschmäht Mar den sonst unentbehrlichen Zitronensaft. Mehr noch als in dm Auster in den Vereinigten Staaten für breiig Bevolkerungsschtchten ein vortreffliches Nähvmiitel geworden, da sie nicht nur die Eigenschaft besitzt, gut zu schmecken, sondern auch ftn™ Acht zu unterschätzenden Nährwert aufweist. Während sich in Geschmack der eine Ur gekochte Austern entscheidet, bevorzugt rxrr.<^vtberc< r^Jev ds Reizmittel Ur den Magen kommen hauptsächlich whe Mustern in B!etracht. So ist die Auster wegen ihrer leichten Verdaulichkeit — sie ist von allen Schalentieren am vertragen - auch ein vorzügliches Genußmittel für Kranke und Rekonvaleszenten. Wir waren am Ende des amerikanischen Sommers, und da ich uaheres über den Austernfang selbst erfahren wollte, mich, auf eine Woche mit einem Austernfischer in die Chesapeakebucht zu gehen. Es war nicht so einfach, aber schlieU M erreichte ich mein Ziel. , Das Signal zum Hissen der Segel wurde gegeben, und nach M'ttn Viertelstunde Uhren wir in die Bucht hinaus. DU Ehefapsakebai, der umfangreichste und wohl auch ergiebigste AUstern- grund an der amerikanischen Ostküste, gehört zum Staate Maryland, und die än ihr liegende Stadt AUuapolis — der Sitz der ^n.er^ni ®ric9Stttabentie West-Point und reich an sonstigen historlsckMN Erinnerungen — war ehedem nicht nur Heimat der meisten ^ .sternftscher, sondern auch der Markt für die Ware selbst. Schon langst aber ist an Stelle dieses' bedeutsamen Ortes, der einst bestimmt war, die große Stadt des Südens zu werden, Baltimore getreten, wo sich auch gegenwärtig der ganze Handel, Angebot und Nachfrage vollzieht. 3,n mildem, ruhigem Seewasser gedeiht die Auster am besten. K-u sie ihre Heimstätte aufgeschlagen hat, sammeln sich jedoch auch gar bald ihre Feinde, Fische, Krebse, Seesterne und Schnecken Den unvernünftig nachspüreuden Menschen aber halten strenge Gesetze in Schranken, um die Uusternbrnt vor Vernichtung und Ausrottung zu schützen. Da der Äusternkonsum in den Vereinigten (Staaten weit größer ist als in jedem andern Teil der Erde, da außerdem die Ausbeute recht ergiebig gestaltet Werben sollte, mußte man die künstliche Austernzucht aufnehmen. Ihre Anfänge liegen schon mehr als dreißig Jahre -urück, und ihre Enttvicklung hat iw Lause der Zeit so an Umfang gewonnen, daß man dort, wo sie ausgeübt wird, das AUge meilenweit über Austernbeeto schweifen lassen kann. Wenn die Brut daun „schwärmt", wird sie auf. Bänken in Tiüfwasser, an Reisigbündeln, Brettern oder auf» geführtem Mauerwevk tn flachem Wasser aufgefangen und Kur Wciterentwicklung gebracht; die alten Mustern werden auch in abgeschbossme Bassins gebracht, während man die jungen, an künstlichen Dämmen aufgestauten Äjusterlinge ins freie Wasser Verpflanzt. Selbstverständlich erfreut sich dieser Seebetvohner einer Schonzeit. Zur Zeit des Fanges aber, d. i. vom Oktober bis März, ftuden wir, soweit wir tzu blicken Vermögen, die Bai ober Bucht Mit unzähligen größeren oder kleineren Booten bedeckt, deren Leitung Mmeist in den Händen amerikanisierter Irländer liegt. Wie niedrig und abscheulich jedoch Leben Und Treib«! an Bord seines Austernfangers sind und wie vvrrvhend beide wirken, geht wohl am ^besten daraus Hervor, daß zur Verrichtung dieser schweren Arbeit und Mm Leben in schmutzigen, stinkenden, nicht einmal mannshohen Wohnränmen im allgemeinen nur die verworfensten und gänzlich heruntergekommenen Elemente ober höchstens die frisch von Europa Herübergekommenen gewonnen tonten können; auch hies hat noch seine Schwierigkeiten und geschieht oftmals nicht ohne Betrug von feiten des Heuerbos. Während früher die Austern mit langen hölzernen Stangen Und Zangen von den Felsen losgebrvchen wurden, bedient man sich heute großer Schleppnetze, die ans einem Sack von Gliederketten bestehen. Von den beiden Seiten Und der Mitte dieser Netze läuft je eine Eisenstange, die sich zu einem Ring ver einigen, au dem das auf per Wirche aufliegende Seil befestigt wird. Auf den Segelbooten, deren Mannschaft gewöhnlich ans 6—8 Leuten besteht, findet man Meist nur zwei solcher Faugnetze; au jeder Bordseite eines. . D«s Kommando „Ict go" (gehen lassen) ertönt. Ein Rasseln, «n Geplätscher, und _ die Netze sinken hinab auf den Grund der Buchtz Das Boot treibt unterdes unter Segel vorwärts, während das Wasser um den Bug spritzt und schäumt. Diese Art des Fanges liefert einen viel höheren Ertrag als die bereits erwähnte Methode mit Zangen und Stangen. Abermals ertönt das Signal; diesmal Kam Aufwinden des erst«! Netzes.„ Die au den Breitseiten befindlichen Rollen quietschen und krächzen, und das Wasser wird aus den Seilen ge- 516 ober beinahe unverletzt. Wieder bei einer anderen Gelegenheit wurden 250 unter einem Zelte sitzende Menschen zugleich vom Blitz getroffen. In diesem Falle starb einer der Getroffenen sofort, während ein zweiter nach kurzer Zeit seinen Verletzungen erlag; 60 Personen wurden im ganzen zu Boden geworfen, aber bis auf die beiden Getöteten erholten sich alle rasch und die übrigen 190 blieben völlig unverletzt. Wenn der Blitz in Tierherden einschlägt tötet er zuweilen viele Tiere auf einmal. Ein Blitzschlag, der inj eilte Hammelherde von 1800 Köpfen fuhr, warf 1200 Tiere zu Boden, und von diesen blieben 556 tot liegen. Wenn der Blitz Menschen trifft, zeigt er sich oft recht launenhaft; er hinterläßt zuweilen seltsame Bilder auf der Aaut, in anderen Fällen wieder; richtet er gefährliche Verheerungen tief im Innern des Körpers art/ und Blake erzählt von einem Falle, wo die Launen des' Blitzes ziemlich unerklärlich sind. Es wurde nämlich nur die Ferse verletzt, und das Fersenbein erlmes sich als völlig zertrümmert. Blaks nimmt an, durch die plötzliche Wärmeentwicklung sei vielleicht eine richtige Explosion innerhalb der Gewebe eingetreten. ** Ein italienisches Manöveridyll. Bei Goinbo, an der toskanischen Küste, wo König Viktor Emanuel mit seiner Familie die Sommerwochen verlebt, fanden vor kurzem Manöver der italienischen Flotte statt, und es kam dabei auch zu Landungs- Übungen. Ein Matrose des Panzerschiffes „Roma" erzählt eine lustige Episode aus diesen Manövern in einem Briefe an seine Eltern. „Als das Wunder der Wunder," so erzählt die italienische Blaujacke in diesem Bericht, der im „Caffaro" veröffentlicht wird, „waren eine Reihe kleiner Haufen, die wir für Steine hielten. Sie erstreckten sich längs des Strandes, und wir waren sofort davon überzeugt, daß wir hinter diesen natürlichen Schanzen den Gegner zu suchen hatten. Wir landeten also und witterten bereits irgend einen Hinterhalt, da keine Schüsse fielen. Kurz entschlossen stürmten wir vor, um die feindliche Verschanzung in unsere Hand zu bringen. Da mußten wir aber sehen: diese Steinhügel waren gar keine Steinhügel, sondern Berge von Hunderten und Aberhunderten von Pappschachteln, und hinter ihnen lauerte kein Feind, sondern ungezählte Flaschen prachtvollen Weines. Wir standen erst ziemlich verblüfft, dann kam einem von uns die Erleuchtung und er schrie: „Das sind die Flaschen des Königs!" Das wirkte ansteckend, und da wir nach dem todesmutigen Sturme das Bedürfnis hatten, in irgend einer Weise unserem Erstaunen Ausdruck zu geben, riefen wir alle: „Es leben die Flaschen des Königs!" Aber bald zeigte sich, daß diese Berge von Weinflaschen und Pakete nicht durch Zufall in die Nähe unserer Landungsstelle gekommen waren. Ein paar Beamte des königlichen Haushaltes tauchten auf, und nun wurde es bekannt: jeder von uns Matrosen sollte eines dieser Pakete erhalten, dazu eine Flasche Wein und ein Paket Zigaretten. Im Paket fanden wir ein halbes Huhn, Salami, Schinken, Trauben, Obst, Käse imd schließlich ein rundes Brot, das so groß war, daß der heilige Antonius acht seiner Sinnen damit gelabt hätte." Bald erschien unter den Matrosen der kleine Prinz Humbert und unterhielt sich mit ihnen „wie mit älteren Brüdern", und dann kam der König. „Er blieb in unserer Mitte, sprach mit allen, fragte, ob wir beim Landungsmanöver tüchtig naß geworden wären, und als bald darauf die Königin und die Prinzessinnen auch erschienen, gab es einen großen Jubel." * Die Geschichte der Gartenaster. Im August und im Spätsommer dominiert in unseren Gärten die Aster, die durch ihre Pracht und Farbenreichtum, der die Gärten in einem wahrhaft paradiesischen Schmuck erscheinen läßt, zur Lieblingsblume geworden ist. Sie stammt aus China und ihr Samen ist "in Europa zuerst in Paris im dortigen Jardin des plantes int Jahre 1728 ausgesät worden. Die Pflanzen brachten sämtlich weiße Blumen hervor, die wegen ihrer Aehulichkeit mit dem sogenannten Gänfeblümcheir oder Maßlieb, dem Marguerite der Franzosen, und wegen ihrer Schönheit in einer besonderen Versammlung von Gärtnern und Blumenliebhabern im Karthäuser- Kloster zu Paris den bezeichnenden Namen Reine-Marguerite erhielten. Die gewonnenen Samen wurden im nächsten Jahre wiederum ausgesät, wovon einige Pflanzen rote Blumen lieferten. In Paris blieb die Aster fortan eine Lieblingsblume, mit deren Kultur sich Gärtner und Laien viel beschäftigten. Im Jahre 1734 wurde die erste Aster mit violetter Farbe,, und im Jahre 1750 die erste" mit vollständig gefüllter Blume gezogen. Man hatte bald darauf die einfache und gefüllte Blume in allen Farben wom Weis; bis ins Blaue, Violette- und Rote. Im Jahre 1772 erregte im königlichen Garten zu Trianon eine neue Mart durch den ganz eigentümlichen Bau der einzelnen Blütchen und deren Stellung, die sogenannten Blütenkörbchen der Blumen, großes Aussehen. Wegen ihrer Aehulichkeit mit der gefüllten Gartenanemone erhielt sie den Namen Reine-Marguerite anemo ne. Ein besonderes Verdienst um die Verschönerung dieser China-Aster batte sich kurz vor der französischen Revolution Moissy, der Gärtner des Herzogs Biron, erworben; ihm verdankt man die Zwerg- und Röhrenastern. Die China-Aster blieb Lieblingsblume aller Pflanzenliebhaber bis zu der Zeit, da die Georgine durch ihre Geneigtheit zum Farben- und Formenwechsel alle anderen Pflanzen in den Hintergrund drängte. Erst durch die Kunst unserer Gärtner, die sich ihre gegenwärtige höchste Ausbildung sehr gelegen fein ließen, gelangte sie in der Mitte des vorigen Jahrhunderts wieder, zu alten Ehren und hat seitdem ihre Ausnahme« stellung als Lieblingsblume aller Pflanzeuliebhaber bis heute beibehalten. kf. E i n V o g e l n e st aus einem Schafsrücken. Eine große Ueberraschung erlebte, wie der „Standard" meldet, vor einigen Tagen ein Schafscyerer in Bucktand Brewre bei Bidesort. Während der Prozedur stkeß er plötzlich auf ein richtiges Starnest auf dem Rücken des Tieres. Einen der jungen Vögel hatte er mit der Schere durchschnitten. Tas Nest war aus Zweigen und Moos gut versteckt in die Wolle eingebettet. Tie englische Zeitung verbürgt sich für die Richtigkeit dieser Eingaben. * Aus den Fliegenden Blättern. In den Flit« ter Wochen. „Ach, Walter, wenn jetzt das Schiss unterginge —: e© .müßte herrlich sein, so gemeinsam zu sterben!" — „Ich kann schwimmen!" —^,O, wie schade!" — Verseh lt er Beruf. Hofschauspieler: „Sie waren ja gestern abend im Theater, Jean — tote habe ich Ihnen als Kellner gefallen?" — Kellner: „Brillant! ©te hätten wirklich gär nicht nötig gehabt, Schauspieler zti werden!" — — Z u r Mode. Strohwitwer: „Donnerwetter! Wo ist meine blaue Krawatte?" — Dienstmädchen: „Aber art et' Herr, aus der hat sich doch die gnä' Fran ein Badekostüm fürg Seebad g'macht." — Bei der ,Kart eu s chl äg er iitz „Mit Bestimmtheit kann ich Ihnen prophezeien, daß Sie sich in dreseiu Zähre verloben werden." — „Ach, das ist selbstverständlich — prophezeien Sie mir endlich mal einen Manu!" Bücherüsch. — Der „Land-Kalender für das G ro ßhe rzio g -- tum Hessen", Ausgabe 1914, ist soeben mit gewohnter Pünktlichkeit im Großh. Staatsverlag zu Darmstadt erschienen, und durch die in allen Städten und Gemeinden des Großherzog- tums befindlichen Verkaufsstellen zu beziehen. Trotz der aufs neue teurer gewordenen Herstellungskosten ist der Preis von 25 Pfg. derselbe, geblieben. Dieser „Land-Kalender" ist einer der ältesten, wenn nicht überhaupt der älteste aller in Deutschland erscheiiteuden! Kalender, denn er steht schon im 204. Jahrgänge. Die Ausgabe 1914, die in der Hauptsache unserer hessischen Heimat gewidmet ist, reiht sich in bezug auf Reichhalttgkeit und Ausstattung den schönsten, ihrer Vorgängerinnen würdig an. Außer deut amtlichen, Kalendarium für 1914 und dem amtlichen Ber- zeichnis aller im Jähre 1914 in Hessen und den benachbartes Gebietsteilen des Reiches stattfindenden Messen und Märkte bringt, der „Land-Kalender" noch zahlreiche, jedermann nützliche Mitteilungen, Ratschläge und Tabellen, sowie erstklassige Original- aufsätze unterhaltenden und belehrenden, heiteren und eritsten Inhalts, sämtlich aus der Feder hessischer Mitarbeiter. Unter den Dutzenden, zum Teil sehr wertvollen Original-^Jllustrativnen, befinden sich diesmal als Kunstbeilagen eine Aufnahme des Gvoßherzogs vor seinem Opel-Wagen und ein großes doppelseitiges Kunstblatt. „Gesamtansicht der Stadt Schlitz (Winterlandschaft)". Daß auch wieder einer großeit Anzahl hessischer Persönlichkeiten und der bemerkenswertesten Weltbegebenheiten der letzten zwölf Monate, namentlich des Balkaitkrieges, in Wort und Bild gedacht ist, bedarf keines besonderen Hinweises. — „A it s der Heima t", naturwissenschaftliche Zeitschrift, Organ des Deutschen Lehrervereins für Naturkunde E. V. Ge- schäftsstefle des Laudesvereins Hessen: Lehrer W. Diehl, Offenbach ä. M., Bismarckstr. 159. Heft 4: Meeres-Strand-Nummer. Der „Deutsche Lehrerverein für Naturkunde E. P." fährt mit feinen so günstig aufgenommenen monographischen Nummern fort und bietet in seiner „Meeresstrand-Nummer" zugleich einen Gegenstand, der in der Reisezeit ein besonderes Interesse hat. lieber „Physikalisch-Chemisches von Deutschlands Wasserkante" verbreitet sich Professor Dr. P. Tahms-Zoppot; die „Algenvegetation der deutschen Meere" behandelt Professor Dr. Läkowitz-Danzig; über die „Wanderdünen an der deutschen Ostseeküste" unterrichtet in einem reich illustrierten Aufsatz Dr. Hans Preuß-Löbau und >,Tie Tierwelt des Strandes" stellt 'Dr. P. Speiser in Labes dar. waren die Karie» Auflösung in nächster Nummer. Sie gewinnt das Spiel mit Schneider. Wie verteilt und wie wurde gespielt? Skat-Aufgabe. Vorhand spielt Coeur-Solo auf folgende Karten: SQ ö Q Q ö <2 p Q Q ö Q Auflösung des Anagramms in voriger NnmMer: Ruhr, Uhr. Redaktion: I. V.: August Goetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.