e r t l t c ! t t - L « t r ?: t e r t j ü s' t ) t & Dsnnerrtag. den 20. März ii L-Ä8B H w H UM jfraurnliebe. Roman von Horst B o d e m e r« (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Am Abend fanden sich gegen hundert Personen in Mo- reth ein. Im ersten Zimmer steht das Brautpaar und heißt seine Gäste willkommen. Die Türen zu allen Wohu- räumen sind weit geöffnet, kritische Augen mustern. Viele schütteln den Kopf. „Warum ist die Komtesse so bescheiden in ihren Ansprüchen?" meint der eine. Und ein anderer erwidert: „Der alte Relendorff wird kein Geld 'rausgerückt haben; er traut Hans-Wilhelm nicht über ben AöeH." „Aber sie soll doch das Erbe ihrer Mutter ausbezahlt bekommen haben, und das muß ein gehöriger Batzen sein." Ein dritter zuckt die Achseln. Wer weiß, wieviel Schulden der gute Hans-Wilhelm gehabt hat! — Ueberhaupt, wo ist denn der Graf?" Endlich kommt er — einer der letzten. Da nimmt Düsedau Püschkow unter den Arm; „Schau so 'ne Albernheit. Da kommt der Brautvater so spät, um aller Welt unter die Nase zu reiben: Ich fühle mich hier nur wie Ihr — als Gast!" Am besten haben Mvreths Kameraden die Situation ersaßt, die weltgewandten Herren sind überall, lassen sich vorstellen, scherzen und lachen und nehmen von der Gesellschaft schnell jeden peinlichen Druck. Graf Relendorff macht mit dem Obersten von Seins- Heim einen Gang durch den Garten. „Da nun Moreth mein Schwiegersohn wird, so habe ich Ihnen zu danken, Herr Oberst, daß sie immer so viel für ihn übrig gehabt haben." Seinsheim hat sich über das Verhalten des Grafen sehr geärgert; seiner Frau hat er unter vier Augen seine Meinung so gründlich gesagt, daß sie ihren Mann gar nicht wiedererkannte. Dann hatte er die Offiziere des Regiments beiseite genommen. „Man will unserm Regimentskameraden am heutigen Tage die Zähne zeigen; ich darf Sie wohl bitten, nichts unversucht zu lassen, um Polterabend wie Hochzeitsfeier recht gemütlich zu gestalten, damit Moreth nicht mit Bit- terheit am diesen Tag zu denken hat. Ich kenne meine Offiziere und weiß, was ich von Ihnen erwarten tarnt. Und sie taten ihre Pflicht und Schuldigkeit mit Freuden. Nicht nur um Hans-Wilhelm, sondern um ihres Kommandeurs willen, den: sie aufrichtig zugetan waren, weil er allezeit Gentleman vom Scheitel vis zur Sohle gewesen, weil er einer der letzten aktiven Offiziere war, der die glorreiche Attacke mitgeritten, weil der Bräutigam, ihr Kamerad, fein Vater eine der strahlendsten Erscheinungen in der Regiments geschichte war. Nahm es also kein Wunder, daß die Rede des Grafen dem Obersten auf die Nerven fiel. Seine Antwort war da- nach. „Ein Offizierskorps ist eine große Familie, ich bin das Oberhaupt, da war es meine Pflicht und Schuldigkeit, so zu handeln, selbst wenn mir seine Eltern im Leben nie nahegestanden hätten." Die Worte kämen Herrn von Seinsheim scharf und kalt aus dem Munde. Der Graf als gewandter Weltmann lenkte ein. „Vergessen Sie nicht, ich gebe Herrn von Moreth mein einziges Kind!" „Nein, das vergesse ich auch nicht, sonst hätte ich ganz anders geantwortet", erwiderte der Oberst schroff. Sehr bald kehrten die beiden Herren aus dem Garten zurück; sie hatten sich nichts mehr zu sagen. Aber auch bei Frau von Moreth stieß der Graf zum ersten Male in seinem Leben auf eine sehr kühle Behandlung. Und? das tat ihm doch weh. Eva aber war lustig und guter Dinge, sie lachte viel. Beerenburg stand am Bilde Hans von Mvreths und beobachtete sie. Er kam zu der Ueberzeugung: eine reine Freude ist der Abend nicht für fie.-- Da trat er schnell zu der Komtesse. „Ich bin kein Schmeichler, das wird Ihnen Hans- Wilhelin bestätigen können. Ich glaube wohl, ich kenne ihn am besten im ganzen Regiment. Bis zu meiner Ankunft in Moreth bin ich manche Bedenken nicht los geworden. Da ich nun den Vorzug gehabt habe, Sie, gnädigste Komtesse persönlich keirnen zu lernen, drängt es mich, Ihnen auch ungefragt meine Meinung aussprechen zu dürfen. An Ihrer Seite.wird Ihr Herr Gemahl seinen Leichtsinn unterkriegen, wenn sic nicht locker lassen, freilich, an Stürmen wird es nicht fehlen!" Da sieht ihm Eva von Relendorff fest in die Augen. „Das weiß ich, bester Graf, und vor den Stürmen fürchte ich mich nicht!" Er küßt ihr die Hand. „Mit derselben Ehrfurcht, mit der ich heute Ihre Hand küsse, wird es einst HansMilhelm tun. Mcht heute, gnädigste Komtesse, nicht morgen, aber über Jahr und Tag!" Evas braune Augen strahlten voll stolzer Zuversicht. * Die kleine Dorfkirche in Moreth faßte kaum die große Zahl der Hochzeitsgäste. Hans-Wilhelm in Parade-Uniform führte Eva mit strahlendem Gesicht zum Altäre. Laut und fest kam das „Ja" auf die Frage des Pfarrers voir ihren Lippen. Das Mahl folgte. Nach dem Wunsche des jungen Paares nahmen Trewel ünd alle Arbeiter vom Gute daran teil, die länger als fünfundzwanzig Jahre ununterbrochen in Moreth in Dienst gestanden hatten. Die erste Rede hielt Graf Relendorff. Sie lag seit einer Woche 'fertig ausgearbeitet in seinem Schreibtische; 178 gestern nacht hatte er sie noch eininal vorgenommen und manches geändert- .Seinsheims Verhalten war dre Veran-- lassnna gewesen, sonst hätte es leicht einen scharfen Zusammenstoß geben 'können- So gemäßigt aber auch der Brautvater sprach, so bekam er dennoch vom Obersten, der nach ihm das Wort ergriff, einen ganz gehörigen moralischen Hieb- — „Der alte Kürassier lenkte die Blicke rückwärts auf die große Zeit, die so viele Opfer gefordert, gerade die Besten seien draußen geblieben auf dem Felde, der Ehre — unter ihnen Hans-Wilhelms Vater, der fernen Sohn nicht mehr hätte schauen können. Und so sei er anf- gewachsen, von liebenden Mutterhänden gepflegt, ern Eben- bild des Vaters an Gestalt, und er zweifle nrcht, wenn der Kaiser rief, auch au Opfermut. Und nun erst, rm Mannesalter öffneten sich ihm durch sein Weib Vaterarme, und er glaubte, als Edelmann und Christ werde Graf Relendorff den Mann seines! einzigen Kindes nunmehr an sein väterliches Herz ziehen und ihm helfen, das Gut seiner Väter einst den Erben in einem Zustande zu hinterlassen, daß sie sagen könnten: Der vor uns wär, hat Mo- rcth mit seinem Schweiß gedüngt, er hat in diesen wahrlich für die Landwirtschaft schweren Jahren treu auf seinem Bosten ausgeharrt und ist vorwärts gekommen, weil ihm hie Erfahrung seines Schwiegervaters, des Grafen Relen- dorff, dem der Grafenverband Pommerns das höchste stVer- tranen entgegengebracht, ihn äbgeordnet in das preußische Herrenhaus, zur Seite standen. Meine Herrschaften", schloß der Oberst, „leeren Sie, bitte, mit mir das Glas auf bas Wohl des Oberhauptes des Hauses Relendorff-Glossow, den Gott der Herr recht viel Freude an seinen Kindern erleben lassen möge!" Herzhaft stimmte man in das Hoch ein; dann stieß man sich verstohlen an. Dieser Seinsheim hatte das dem stolzen Grafen gegeben, und er mußte ihm auch noch dankbar die Hand schütteln. -Rede folgte auf Rede, Ernst und Witz wechselten einander äb.-- Gleich nach dem Mahle entfernte sich das junge Paar; sie wollten heute noch nach Stettin fahren, morgen nach Perlin um Einkäufe zu machen, und schon nach wenigen Tagen nach Moreth zurückkehren. Die Arbeit wartete. Beerenonrg erwischte Hans-Wilhelm noch vor der Abreise. „Tu' mir den Gefallen und mach' mit Deiner jungen Frau einen Abstecher rüber zu uns!" „Es kann sein, lieber Fritze, es kann auch nicht sein; so etwas weiß man nicht bestimmt," erwiderte der übermütig. „Leg' ein gutes Wort für Uns bei der obersten Instanz ein." „Das werde ich, Verlaß dich darauf!" Bei der Abfahrt wurden die Ausreißer erwischt, Telegramme, die soeben noch eingetroffen waren, wurden ihnen in den Wagen gereicht. Eines davon war vom Grasen Norde- rooa aus "Bremen, der sich gerade an diesem Tage ein- schisste, um seinen neuen Posten in Buenos-Aires als deutscher Gesandter anzutreten. — Die Gäste blieben noch lange; es wurde sehr gemütlich. Der einzige, der sich nicht wohl fühlen konnte, war Graf Relendorff. Mancher Blick wurde ihm zugeworfen, je weiter die Stunden kreisten, den er nicht mißverstehen konnte man gönnte ihm die Slbfuhr. Und Frau von Moreth widmete sich fast ganz Seins- heinl. Da schleicht in das Herz des alten, charakterfesten Mannes am Hochzeitstage seines Kindes ein bitteres Gefühl. Düsedau und Püschkow haben sich die Nase gründlich begossen. Unter Hallo fahren sie zum Tore hinaus. ^Jochen — ich glaub', für uns beide wird's Zeit!" „Beerenburgs wohnen bei mir — scharmante Leute, wahrhaftig, die muß ich heimwärts transportieren!" „Alter Junge, die nehm ich mit, sonst Wird es doch umgekehrt, Deine Gäste legen sich in die Federn!" „Oho!" „Renomier' man bloß nicht!" „Hm — ich will Dir was sagen, Pichelkow, wir feiern hei dir weiter — da sind wir ungeniert!" „Hab' nichts dagegen!" Und sie fahren heimlich in Püschkows Wagen fort. — „Schritt — sonst werde ich seekrank, Johanns" „Das weiß der Kutscher ganz; allein; tut er's nicht/ hat er Arbeit davon. Der Weg ist durch die Ernte recht ausgefahren. „Ja, ja," meint Jochem und legt sich bequem in die Ecke, „wie lange wird wohl unserem guten Hans-Wilhelm! die moralische Anwandlung Vorhalten?" Albrecht Püschkow brummt etwas Unverständliches. Aber dann wird er mobil. „Der Seinsheim ist doch ein großartiger Kerl!" j„Will ich meinen! 'ne heillose Freude hab' ich gehabt, wie er dem Relendorff die Leviten gdefen!" „Und was man heute alles von dem guten Hans Moreth zusammengequasselt hat! Der muß sich ja reineweg im Grabe 'rumgedreht haben wie 'ne Windmühle! Ta fällt mir übrigens 'ne nette Geschichte von ihm ein." „Schieß los> wenn Dir's heute nicht zu schwer fällt!" „Ree, es wird schon gehen! — Hoppla, der verdammte Weg! — Also damals Ende der Sechziger — ich war gerade in den Lümmerljahren — kommt eines Tages Hans! Moreth angeritten; er will meinem Vater 'nen Schinde« äbkäufen. Der hatte so'n Tausendtalerpferd dastehen. Moreth sagt: „Mehr wie siebenhundert zahl' ich nicht!" —< Mein Vater geht auf achthundertfünfzig. Der lange Kerl lacht ihn aus: „Keinen Dreier mehr, wie ich gesagt!" — Zwei Stunden brüllten sie sich an, dann setzt sich der gute Hans auf seinen Schinder und reitet weg. Weiß der Himmel, mein Vater wollte den Gaul los sein, wahrscheinlich! brauchte er Geld, also er ruft über den Wirtshof: „Acht- huudertzwanzig!" Moreth hält an und dreht sich langsam um: „Mein letztes Wort sind siebenhundertfünfzig." Mein Vater streikt, da will Hans zum Hoftor 'raus. „Meinetwegen," brüllt ihm mein Vater nach, „wenn Tu's Geld einstecken hast!" Und richtig — er macht kehrt und bezahlt. Und wie er aus dem gekauften Schinder^ sitzt, sagt der Gemütsmensch: „Ich hätte ganze tausend Taler gegeben, wenn du dich auf den Pferdehandel verständest. Durch's Hoftor wirklich hinaus wäre ich nur auf Deinem! Braunen geritten, ich bin nun mal verliebt in ihn." Ein geistreiches Gesicht hat mein Vater damals nicht gerade gemacht — ich besinne mich noch ganz genau darauf!" „So 'n Mordskerl!" „Ja, mein lieber Jochem, das war er, und die sterben nach und nach aus." — Püschkow bleibt über Nacht bei Düsedan; sie haben den ganzen großen Schnapsschrant einer eingehenden Musterung unterzogen. Der eine schläft ans der Chaiselongue, der andere liegt malerisch hingegossen auf dem Teppich, unter dem Kopfe das aufgjeschlagene Wirtschaftsbuchs (Fortsetzung folgt.) Afrikas Apostel. Von Sven Hedi n.*) Im Jahre 1866 lanbete Livingstone abermals in Sansibar und diesmal in der Eigenschaft als britischer Konsul von Jnner- afrika. Er durchquerte das Snnb nach dem Nhassa-Sce; als er aber in den Booten der Eingeborenen nach dem Westufer dieses Sees übersetzjen wollte, hinderten ihn Araber daran, die ihn als gefährlichsten Feind des Sklavenhandels kannten. Er mußte deshalb zu Fuß um den See herumgehen und eroberte Schritt für Schritt dem menschlichen Wissen neue Gebiete, arbeitete Karten; aus, schrieb Aufzeichnungen nieder und legte Sammlungen au. Nochmals näherte er sich Gegenden, die er von der u-.>ri >en Reise her schon kannte, wo die Weiber der Schwarzen an den Ufern des Flusses von Krokodilen weggeschleppt wurden, wo- er feilte Gattin verloren hatte und wo alle Missionare, die män auf seinen Vorschlag dorthin geschickt hatte, am Fieber gestorben waren! ■ Nur siebenunddreißig Leute hatte er bei sich; einer von ihnen,- Muss, hatte ihn schon früher begleitet, und viele von den Dienern waren Inder. Bald stellte sich aber heraus, daß seine Begleitung elendes Gesindel war. Die Inder mutzte er entlassen, und von den übrigen konnte er nur wenigen Vertrauen schenken. Die besten waren Sufi und Tschuma, die später in Afrika und Europa als Vorbilder der Treue berühmt wurden. Mufa dagegen war eüj Schuft. Als er von einem arabischen Sklavenhändler erfuhr, das ganze Land, durch das Livingstone vordringen wolle, werde von kriegerischen Stämmen bewohnt, die kürzlich eine Schar von vierzig Arabern überfallen und nieder-gemacht hätten, packte ihn.und die *) Wir entnehmen mit Erlaubnis des Verlags F. A. Brock- haus, Leipzig, diesen Aufsatz dem trefflichen Volks- und JUgend- buche von Sven Hedin „Von Pol zu Pol" (Bd. II: VoiH Nordpol zum Nequqtvr; geh, 3 Wk,). 179 Bei Meisten seiner Geführten solche Furcht, daß sie ausrissen. feilt er Ankunft in Sansibar erzählte dann Musa denk englischen Konsul, Livingstone sei überfallen und getötet und seine ganz« Labe geraubt worden. Er hatte seinen erlogenen Bericht so ge- Mckt erdacht und so gut auswendig gelernt, daß er sich beim! Kreuzverhör in keine Widersprüche verwickelte und allenthalben Glauben fand. 'Die englischen Zeitungen brachten schon spaltenlange Klagelieder über den Toten. Nur ein Freund Livingstones, der ihn auf seiner früheren Reise begleitet hatte und den Diener Musa genau kannte, zweifelte an der Wahrheit des Berichts. Er begab sich selbst nach Afrika, folgte der Spur des Totgesagten und erfuhr denn auch bald von den Eingeborenen, daß Livingstone Niemals überfallen worden sei, sondern sich jetzt auf dem Weg Nach dem bisher unbekannten Tanganjika-See befinde. . Dieser Weg war weit und mühevoll und brachte Livingstone große Verluste. Tie Lebensmittel gingen aus, und ein gemieteter Träger brannte mit der Reiseapotheke durch. Infolgedessen war Livingstone aller Mittel gegen das Fieber beraubt, und seine Ge- mndheit wurde ernstlich erschüttert. Dennoch! erreichte er die Süd- spitze des Tanganjika-Sees, und ein Jahr später entdeckte er den Bangweolo-See. Zu Boot besuchte er die im! See liegenden Inseln und erregte großes Aufsehen Unter den Eingeborenen, die noch nie einen Weißen erblickt hatten. Rings uml den See dehnten sich! große Sümpse, und Livingstone hatte die Überzeugung gewonnen, daß Man in dieser Gegend die äußerste südliche Quelle des Nils zu suchen habe. Die Frage Nach der Wasserscheide des Nils fesselte ihn so stark, daß er ein Jahr nach dem anderen in Afrika blieb, und doch war es ihm picht vergönnt, dieses Problem' zu lösen. Er hat nie erfahren, daß. der aus dem' Bangweolo-See strömende Fluß nicht zum Nil geht, sondern ein Nebenfluß des Lualaba oder oberen Kongo ist. Am Ufer des Bangweolo meuterten die meisten seiner Begleiter, aber er wußte sie so weit zu beruhigen, daß sie ihm' noch weiter folgten. Er reiste nun in Gesellschaft eines freundschaftlich gesinnten Arabers, der Muhammed hieß!. Zu der Schar gehörten noch einige andere Araber, Mehrere Eingeborene vom Ostufer des Tanganjika-Sees und Sklaven, die Elfenbein und Proviant trugen. Und wie oft sah jetzt Livingstone große Scharen von Sklaven einherwandern, die.mit einem Gabelholz, das um ihren Hals griff, vorwärtsgestoßen wurden und, wenn sie sich nicht weiter- Meppen konnten, von ihren unmenschlichen Peinigern auf der Stelle getötet wurden, damit sie nicht anderen fgäublern zugute kamen. Einmal hörte er eine solche Schar aus voller Brust singen, und als er sie nach deM Grund ihrer Fröhlichkeit fragte, antworteten sie, daß sie Rachelieder sängen. Jetzt würden sie nach der Küste gebracht, um' sich in der Sklaverei abzuarbeiten, aber dereinst würde dieses Joch abgeschüttelt werden. Tann würden sie in ihre Wälder zurückkehren und dort ihre Tyrannen ihrerseits quälen. Livingstone erkrankte auf dieser Reise gefährlich und Mußte auf einer Bahre getragen werden. Oft lag er bewußtlos in Fieber- tränmen und verlor völlig die Zeitrechnung. Wenn man nur glücklich zum Tanganjika-See hin gelangte und über den See hinüber nach dem Land Udjidji am östlichen Ufer; dann fand er ja wieder Ruhe, neue Vorräte und Briefe aus. der Heimät, und diese Hoffnung hielt ihn aufrecht. Von allem entblößt und elend erreichte er wirklich Udjidji, einen der Hauptpunkte des arabischen Sklavenhandels. 'Mer die erwarteten Vorräte waren spurlos verschwunden, und von den zahlreichen Briefen, die er an den Sultan von Sansibar und in feine Heimat geschrieben hatte, ist niemals ein einziger au gekommen. Die Stämme an der Ostseite des Sees lagen gerade miteinander in Fehde. Dennoch ließ Livingstone den Mut nicht sinken. Kein Geschick erschien widrig genug, um' die Widerstandskraft dieses Mannes zu brechen. Mit Susi und einer Schar neuangeworbener Träger brach, er aufs neue auf, um westwärts über den See zu gehen, wo das Land Manjema fein Ziel sein sollte. Durch dessen Randgebiet strömte der Lualaba, und wenn es ihm gelang, festzustellen, wo dieser mächtige Fluß blieb, ob er dem MitteWndisch«n Meer oder dem! Atlantischen Ozean zuströmte, dann wollte er mit ruhigem Gewissen in seine Heimat tzurück- kehren. Er hatte sich vorgenomMeu, den schwarzen Weltteil picht «her zu verlassen, als bis er dieses Problem! gelöst habe, und diesem Entschluß hat er vergeblich fein Leben geopfert. Auch im Manjema-Lande führten die Schwarzen Krieg mit ihren Nachbarn, verspeisten ihre erschlagenen Feinde, beteten Götzen an, die sie selbst ans Holz schnitzten, und glaubten au Beschwörungen und ähnlichen Hokuspokus. „Sterben bei euch die Leute auch oder kennt ihr Beschwörungen, die gegen den. Tod helfen?" fragten sie. „Wo bleibt der Mensch, wenn das Leben erloschen ist?" Und Livingstone versuchte, ihnen dies alles zu erklären. In westlicher Richtung zog er dann weiter. Ter Lualaba ließ, ihm 'keine Ruhe. Die Eingeborenen der Gegenden, die er durch- toanberte, hielten ihn für einen Sklavenhändler gleich den andern Fremdlingen und unterstützten ihn daher in keiner Weise. Aber welch ein märchenhaftes Land durchwanderte er! Auf den Hügeln schwankten die Palmen im Wind, und Kletterpflanzen, so dick wie Kabeltaue, wanden sich, NM Riesenbäume, auf denen kreischende Papageien von Ast zu Ast flogen. Ganze Heerscharen munterer Affen lebten in den grünen Laubgewölben, und die Tierwelt wett- tiferte mit der Vegetation an Mannigfaltigkeit uitb Reichtum,. Seltsame Pflanzen, die Insekten und selbst Seine Fische, die sich in das nasse Gras hinaufschnellten, an sich zogen und verspeisten, wuchsen an den Ufern der Flüsse, und für all solche Naturerscheinungen hatte Livingstone ein immer offenes Auge. Durch den Eintritt der Regenzeit verlor er mehrere Monate, und als er sich zur Weiterreise anschickte, hatte er nur noch drei Begleiter, darunter die beiden Getreuen. Susi mtb- Tschuma. JU den dunklen Gestrüppeen des tropischen Waldes zerriß er sich die Füße, über umgestürzte Baumstämme und morsche Aeste kletterte er vorwärts, durch hochangeschwollene Flüsse Mußte er waten, während zwischen den Kronen der BäuMe und in dem dichten Unterholz die Fieberdünste schwebten gleich kaum sichtbaren Schleiern. Abermals erkrankte er und mußte lange in einer dürftigen Hütte auf einem! Grasbett liegen, wo er seine Zeit damit zubrachte, immer wieder feine schon ganz zerlesene Bibel zu studieren oder sich von den!Eingeborenen über ihre Kämpfe mit Menschen und Menschenaffen berichten zu lassen; denn auch der Gorilla hauste dort im Wüldd. So verging ein Jahr nach dem andern, ohne daß auch nur das schwächste Echo des WeltgetüMmels an Livingstones Ohr drang, und er selbst war für die europäische Welt verschollen! Was ihn festhielt, war immer noch der Lualabä-Fluß. Ergoß sich fein unerschöpfliches Wasser in das große Meer im Westen oder floß es! langsam durch Wälder, Sümpfe und Wüsten nach Aegypten hin? Livingstone hatte eine Tochter namens Agnes'. Sie ist noch aM Leben, und in ihrem gastfreien Hanse in Edinburgh sind noch die Tagebücher ihres Vaters zu sehen, feine alte Bibel und seine Instrumente. Als junges Kind hatte sie ihrem Vater geschrieben, er solle sich nicht beeilen henNzukehren ihretwegen, sondern es sei weit besser, wenn er erst ruhig sein Werk vollende, auf daß er selbst damit zufrieden sei. Solch eine Aufmunterung von feiten seiner eigenen Tochter konnte ihn natürlich in seinem! Entschluß "zu bleiben nur bestärken, und in einem! Brief aus Manjemia schrieb er ihr, daß er auch seinen jungen Landsleuten ein Beispiel von Ausdauer geben wolle. In diesem Briefe erzählte er auch, wie alt, grau und zahnlos er geworden sei, daß er eingefallene Wangen und eingefitnfene Augen habe. • Em Häuptling hatte ihm einen jungen Gorilla geschenkt, über den er schreibt: „Wenn das Tier sitzt, ist es beinahe zwei Fuß hoch, und es ist der klügste, aut wenigsten alberne Affe, den ich gesehen habe. Er streckt seine Hände bittend aus, damit Man ihn aufhebe und umhertrage, und wenn man sich dann weigert, verzerrt er sein Gesicht toie ein weinender Mensch und ringt die Hände genau so wie ein Mensch! Manchmal streckt er dabei noch eine dritte Hand aus, um die Aufforderung noch dringlicher erscheinen zu lassen. Mich nahm er sogleich zum Freund, und wenn ihn jemand neckte, suchte er bet mir Schutz; auf meiner Matte hat er sich eine Lagerstatt aus Gras und Blättern gemacht, und wenn es Schlafenszeit ist, deckt er sich mit der Matte zu. Leider kann ich ihn nicht mit nach! Hause bringen, denn ich fürchte, er wird sterben, ehe ich Heimreise.. Aber recht struppig fieht er aus; solange seine Mutter lebte, die ihn sauber pflegte, war fein langes schwarzes Haar hübsch und fein. Aber wozu soll ich ihn auch mitbringeu? Ich werde schon allein genug begafft — zwei Gorillas, er und ich, würden gewiß nicht zufrieden gelassen werden!" — IM Februar 1871 verließ bann Livingstone Manjema und begab sich nach Njangwe am Ufer des Lualaba, einem der Hauptnester des Sklavenhandels. Wieder zeigten sich die Eingeborenen ihm feindlich, weil sie auch ihn für einen Sklavenhändler hielten, und vergebens versuchte er Boote zu erhalten, um' den großen Fluß hinunterzufahren. Einem der Araber-Häuptlinge namens Tugumbe bot er reichliche Bezahlung an, wenn er ihm behilflich sein wolle, aber während Tugumbe sich das Anerbieten überlegte, wurde Livingstone Augenzeuge einer Begebenheit, die an Scheußlickfteit alles übertraf, was er in Afrika erlebt hatte. Es war an einem' schönen Julitag am User des Lualaba; fünf zehnhundert Schwarze, besonders Frauen, hatten sich- in einem Ufer» darf zu einem Markt versammelt. Livingstone streifte braunen ttn Freien umher, als er auf einmal sah, mie zwei Kanonen aus die Menge gerichtet und abgefeuert wurden. Tie Sklavenhändler waren am Merk! Viele der Uebcrfallenen stürmten zu ihren Booten, aber die Bande der Sklavenjäger schnitt ihnen den Weg ab und überschüttete sie mit einem Pseilregen, und die Boote am User lagen zu dicht nebeneinander, UM in Elle abgestoßen zu werden. Das Geschrei der Verwundeten erfüllte die Lüft, und alles ramite in Verzweiflung durcheinander. Auf dem Spiegel des Flusses wate sich eine Menge schwarzer Köpfe; vrele der VersoLgten vernichten schwinnnend eine andertpatd Nitometer entfen^te .^nset zn erreichen, ader die Strömung war ipnen entgegen. Einige gingen still unter, andere süeßen laute Rufe des Entlehens ans und streckten die Arme gen Himmel, ehe sie nt tue dunklen Kristallfale der Krokodile hinuntersanken. Drei Kähne, die zu stark besetzt waren, gingen unter, und ihre ganze Besatzung ertraut Allmählich wurde die Zahl der über dem Wasser sichtbaren Kopfe immer kleiner, und nur noch wenige Menschen kämpften um ihr Leben, als sieb- der Häuptling Tugumbe endlich ihrer erbarmte unb die letzten einundzwanzig retten lieh. Eine tapfere Frau toeigerfe sich aber, seine Hilfe anznuehmen und zog die Krokodile der Gnade des Sklavenkönigs vor. Die Araber selbst schätzten die Um gekommenen auf vierhundert Mann. Tie Beschreibung solcher szeneii, die nachher durch die ganze englische Presse ging, erregte m Europa einen solchen Sturm des Abscheus, daß eine Kommission eingesetzt 180 und nach Sansibar geschickt wurde, um! den Sklavenhandel an Ort und Stelle zu studieren und mit Hilfe des Sultans von Sansibar Mittel und Wege zu seiner Ausrottung zu suchen. Mit welchem Erfolg, das wissen wir! Noch zu Gordons Zeit war der Sklavenhandel im Sudan in vollem Gange, und noch viele Jahrzehnte sollten vergehen, ehe die Macht der Sklavenhändler gebrochen war! Für Livingstone selbst war es aber ein Glück, daß er sichmicht dem Häuptling Tugumbe angeschlosfen hatte, denn die Eingeborenen sammelten sich zur Gegenwehr, überfielen den Sklavenhändler und seine Schar und töteten zweihundert ihrer Peiniger. Die Frage nach dem Schicksal des Lualaba-Flusses blieb aber nun ungelöst, und Livingstone selbst begann zu fürchten, daß sein Traum, im Lualaba die Nilquelle vor sich zu haben, falsch sei. Ein Gerücht drang zu ihM, daß der Fluß nach Westen abbiege; aber iMmer noch konnte er nicht den Glauben aufgeben, daß der Lualaba nach Norden gehst und die Nilquelle deshalb unter den Zuflüssen des Bangweolo-Sees zu suchen sei. Obgleich die Schwierigkeiten um ihn herum wie Mauern emporwuchsen, wurde sein Entschluß nicht nachzugeben, nur noch fester. Ohne eine starke, gut ausgerüstete Karawane konnte er allerdings nichts durchsehen. Daher mußte er nach Udjidji zurückkehren, wo neue Vorräte von der Küste sicherlich längst eingetroffen waren. Unter tausend Gefahren bewerkstelligte er den Rückzug durch das empörte Land, und halbtot von Fieberanfällen und von allem entblößt, erreichte er im Oktober Udjidji. . Hier wartete seiner aber eine neue Enttäuschung! Die Vorräte waren freilich angelangt, aber der arabische Schuft, der Livingstones Sachen aufbewahren sollte, hatte sie verkauft, darunter zweitausend Meter Zeugstoff und mehrere Säcke Perlen, die einzige gangbare Münze im Verkehr mit den Schwarzem, Der Araber erklärte ruhig, er hübe geglaubt, der Missionar sei tot! Wie Livingstone in dieser hilflosen Lage zumute war, lesen totr in seinem Tagebuch; er glich dem Mann, der da nach Jericho hinabging und in Räuberhände fiel, und er schien vergeblich auf den Priester, den Leviten und den barmherzigen Samariter warten zu sollen. Mer fünf Tage nach seiner Ankunft in Udjidji schreibt er in sein Tagebuch: „Als ich aber am! tiefsten niedergeschlagen war, da näherte sich doch schon der barmherzige Samariter! Denn eines Morgens kant 'Susi Hals über Kopf angelaufen und rief atemlos: „Ein Engländer! Ich sehe ihn!" Damit machte er wieder kehrt, um dem Fremden entgegenzueilen. Eine amerikanische Flagge an der Spitze der Karawane verriet die Landsmannschaft der Ankömm- linge. Warenballen, Zelte, Kochgeschirre, Zinkbadewannen usw. wurden da herangebracht, und ich mußte unwillkürlich denken: das MNß ein reicher Herr sein, kein so armer Teufel wie ich!" Vermischte». — Birte um etwas Feuer! Wenn wir rauchen wollen, müssen wir Feuer haben und wennwir den spanischen Unfug loswerden wollen, der im deutschen Zigarrenhandel sein Wesen treibt, so müssen wir weniger Gedrlld und mehr Feuer haben. Die Anwendung einer Sprache, die wir nicht verstehen, ist eine Narrheir, von der wir uns endlich lossagen sollten. Müssen wir aber durchaus von den Spaniern lernen,' so wollen wir von ihrer Sprache nur getrost die Hand lassen, die wird uns doch stets — spanisch vorkommen, wollen dafür aber etwas von dem „Stolz des Spaniers" annehmen, damit wir dahin gelangen, auch auf diesem Gebiete unsere eigene Art zur Geltung zu bringen. Man braucht die Schwierigkeiten, die eine sprachliche Umwälzung für die Zigarrenfabrikauten mit sich bringt, durchaus nicht zu unterschätzen, aber durch Zähigkeit und ernstes Wollen kann mau alle Schwierigkeiten, alle äußeren und inneren Widerstände besiegen; wo aber der Wille fehlt, da müssen wir Raucher ihn erzwingen. Werfen wir doch nicht die Preislisten, die uns die Zigarrenhäuser alljährlich in Menge zusenden, achtlos in den Pavierkorb, sondern verwenden wir einige Minuten auf ihre Durchsicht und lassen wir es uns alle Jahre einige Postkarten kosten, um uns derartige Preisverzeichnisse zu verbitten. Mit Schüchternheit wird nichts erreicht, aber der festen Entschlossenheit von Tausenden kann weder Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit, noch auch böser Wille aus die Dauer widerstehen. Also, verehrte deutsche „Tobacksbrüder", bitte etwas weniger „Gemütlichkeit" und etwas mehr Feuer! Vüchertisch. — Literarischer Jahresbericht 1912. Herausgegeben vom Dürerbunde. München, Georg D. W. Callwey. Die Arbeit des Türerbundes bei der Sichtung des literarisch Wertvollen unter den vielen jährlichen Neuerscheinungen des Büchermarktes beschränkte sich bisher auf den „Literarischen Jahresbericht", der dre Neuigkeiten besprach, während der „Literarische Ratgeber eine umfassendere Uebersicht über die gesamte ältere und neue Literatur gab. Der Literarische Jahresbericht wendet sich an das am geissigen Leben der Nation tiefer beteiligte Publikum, welches auch während des Jahres gute Bucher kauft und für diese Einkäufe gern einen Ratgeber anerkennt. Ter Jahresbericht bespricht für Bücherfreunde, die sich über die Büchererscheinungen eines Gebietes unterrichten wollen, in zahlreichen sachlich ab«, grenzten Abteilungen die wichtigsten Neuerscheinungen, soweit ft» in der Zeit vom Herbst 1911 bis zum November 1912 herauskamen. — Der gu t e To n u nd die feine S it te. Von Eufemio, v. Adlersfeld-Ballestrem. Fünfte Auflage. In vornehmem Geschenkeinband mit Goldschnitt 2 Mk. Verlag von I. I. Weber (Illustrierte Zeitung) in Leipzig. Me Befangenheit im Umgänge mit den Mitmenschen ist für den, der ihr unterworfen ist, eine recht lästige Beigabe zur Geselligkeit und verleidet sehr oft jungen wie auch älteren Leuten den rechten Genuß an dem geselligen Beisammensein, namentlich wenn das Leben sie in Kreise führt, denen sie bisher fern gestanden. Me Befangenheit hat zumeist ihre Ursache in der Unkenntnis der Umgangsformen. Das vorliegende, geschmackvoll ausgestattete Buch gcht nun in der klaren und leichtfaßlichen Form des Katechismus eine Anleitung, sich die in den Kreisen der Gebildeten aller Stände unerläßlichen Formen anzueignen und sich die Natürlichkeit ,zu bewahren, die uns über die Maschine erhebt Und die den Neuling den Kreisen, mit denen er gleichwertig verkehren will, Menschlich nahebringt. Me Literatur über den „guten Ton" ist seit Knigges „Umgang mit Menschen" mehr und mehr angewachsen, jedoch, dürfte kein Buch in seiner Art so meisterhaft ohne alles Beiwerk, das den Leser nur verwirrt, geschrieben sein, wie der vorliegende Führer der bekannten geistvollen und lebensklugen Verfasserin. — Karl Fröhlichs Fröhliches ABC-Buch. Her- ausgegeben tom Kunstwort, Kunstwart-Verlag Georg D. W. Callwey, München. Preis 1,50 Mk. Das erste „Kunst-ABC", null sagen, das erste künstlerische Bilderbuch für die Jugend, das bewußt darauf ausging, zum künstlerischeu Sehen zu erziehen. Bor fünfzig Jahren! Dann kam! es durch allerlei Buchhändler- Mißgeschick sozusagen aus der Welt und ging im Strome all der abertausend Neuheiten unter. Der Kunstwart aber hat es jetzt aufgefischt und bringt es nun, .abgedruckt von den alten Originalstöcken, heraus. Dieses ABC-Buch aber mit seiner unerschöpflichen Fülle von Einfällen, seinem' höchst urwüchsigen Kompositionstalent und der verbPffenden Geschicklichkeit seiner Schnitte, ist wie ein Jungquell sprudelnder Bilderlust. Das einzige erhaltene Exemplar, das sich auftreiben ließ, war von Geschlecht zu Ge- Geschlecht in der Familie der Hochgenuß der kleinen Welt — — nun wird der alte Fröhlich wieder in Tausenden von deutschen Häusern zu den lststigen Werdenden als beliebtester Bilderonkek plaudern . — Günther, Hanns: Dynamomaschinen und Elektromotoren. Eine allgemeinverständliche Darstellung für jedermann. Mit zahlreichen Abbildungen. (104 S.) Verlag der Technischen Monatshefte (Franckh'sche Berlagshandlung), Stuttgart. Dieser Band ist der dritte in, der Reihe, in der der bekannte Züricher Schriftsteller den elektrischen Strom in seinen verschiedenen Anwendungen darstellt. 'Absicht des Verfassers war es, eine grundlegende Kenntnis von diesem Gebiete zu geben. Es ist ihm 'nun auch geluckgen, immer die großen Umrisse herauszuarbeiten und auf das Grundsätzliche aufmerksam zu machen, so daß man danach das innerste Wesen dieser modernen Maschinentypen verstehen lernt. Ein gutes Abbildungsmaterial kommt dem Autor dabei zustatten. Schach-Ausgabe. Schwarz. abedefgh abedefgh 8 8 6 6 5 5 3 2 2 Weiß. Weiß setzt mit dem dritten Znqe Matt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Charade in voriger Nummer: A in e i s e. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universttäts.Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieba»