VökiMrlU, Sen M Ml i- WA VÄÖääE W MNWMKW MWW^M MAE^LL^ML Mk Msmmrnzerchen rauchen. Roman aus tem Mhre 1813 fcfen M.äix Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der Frager blieb stehen, aber ein Kommando von hinten trieb ihn weiter, und ein jähes Erkennen packte ihn jetzt. Und er schrie in wahnsinniger Wut auf: „Die Lumpen haben meine Kirche zerschossen'." und bedachte nicht in seinem Schmerze um sein Heimatskirchlein, daß. die „Lumpen" seine eigne Artillerie tvar. Und er schrie wie ein Stier, brüllte auf, als habe ihn selbst die Granate zerrissen und jagte vorwärts. — Und er riß die andern mit fort, und nun rannten sie in die Feuergarbe hinein und klatschten nieder, die einen vor Erschöpfung, die andern vom Blei hingeworfen und im Blute sich wälzend, aber der eine, der wilde Schreier, war nicht erschöpft, und keine Kugel fand den Weg zu seinem Herzen. Sein wilder Mut ftÄkte die Kameraden an, und so stürmten sie wie eine laufende Mauer von Bajonetten in die Reihen der Feinde und kämpften und hieben um sich, und der Schreier war der wildeste, und an seiner Seite zwei andre, Werner vo-n Altenlohe und Paul Wintzer. Da stieß einer der Franzen dem wilden sein Bajonett durch das Knie, daß er zusammensank, und als der Franze ihm eine große Retterpistole auf die Stirn setzte, flog ihm das Feuer aus den eignen Augen, und sein Schädel war ein blutiger Kloß. „Ja, wir Altenlohes schlagen eine gute Tatze!" rief Werner und hob seinen Kolben schon wieder zu neuem Schlage. — Und so focht man auf der ganzen Linie, und Fuß um Fuß wichen die Franzen zurück, und immer neue deutsche Krieger drangen nach, bis zur Schloßmauer. Hier gewannen die Franzosen wieder festen Fuß. Aber der Wut der Preußen vermochten sie nicht standzuhalten. Rückwärts, — rückwärts ging es, von Haus zu .Haus, von Zaun zu Zaun, — und nun waren sie drüben zum Dorfe hinaus und flohen in wilder Hast, die Waffen preisgegeberk, hinter Busch und Saum. Dutzende wurden gefangen genommen, Dutzende getötet. — Solch ein Würgen und Morden! Blut hatte es gekostet, Schweiß und- Blut und Jammer und Elend. Kinder im Schloß, rückt zusammen! Es kommen noch mehr, die Fetzen ihres Leibes zur Ruhe zu betten. Alle Zimmer auf! Und man sammelte und man trug die Verwundeten herein. Der Lindenweg, just derselbe, da Gisela dem Schullehrer zum Abschied das Sträußlein bot — der Lindenweg färbte sich von Blut. Der Regen hatte Rinnlein geschaffen, und darin spiegelten und plätscherten rgte Bächlein. Ta hob man ehren auf, das Antlitz schmerzverzerrt. aber in den Augen Zorn und Wut. i®er Kampf oder der Schmerz mochte ihn um den Verstand gebracht haben. — Er schrie in einem fort: „Wer hat mir meine Kirche zerschossen, wer?! Er mag sich melden,--ich will ihn erschlagen, den Lumpen!" Französische Träger wendeten ihn um und legten ihn auf eine Bahre. „Wohin, Ihr Lumpen?" „Ins Schloß, — ins Lazarett!" „Seid Ihr verrückt?! Habe ich nicht eine Mutter im Dorfe? — Schafft mich in das zweite Haus neben der Pfarre, dort wohnt der Etzinger, und dort will ich sterben!" Und als die Träger ihn verständnislos ansahen, brüllte er sie an: „Ich bin auch ein Etzinger!" Da warfen sie ihn von der Bahre und ließen ihn liegen und achteten nicht seiner Rufe und suchten andre, von denen sie nicht beschimpft wurden. An der Schloßmauer fanden sie einen, dem quoll dickes, halbgeronnenes Blut aus dem Munde, und seine Uniform war ihm fast vom Leibe gerissen. „Lebst du oder bist du tot?" fragte der Träger, während ihn der andere hochzerrte. Da schlug der Ohnmächtige die Augen auf, große,, strahlende Augen, und stöhnte, und ein neuer Blutstrom drang aus dem Munde. — „Teufel, das Blut!" flüsterte der Träger. — „Schade um den Kerl! — Ein hübscher Junge! — Schuß in die Lunge, wie es scheint. — Da geht er drauf!" '„Wir wollen ihn ins Schloß tragen, recht vorsichtig!" Sie hoben ihn auf die Bahre und trugen ihn fort, und sie kamen an dem Wilden vorüber, der bis vor wenigen Minuten noch schrie und tobte und schimpfte. Aber der saß jetzt, an einen Baumstamm gelehnt, still da und preßte beide Hände in dumpfem Schmerz auf sein durchbohrtes. Knie, und als man die Bahre mit dem Jungen vorbeitrug, blickte der Wilde auf und rief: „O Werner, armer.Kerl, du siehst bös aus!" „Kennst du den?" „Es ist der Junker von Altenlohe, gehört von Rechts wegen in dies Schloß. — Tragt ihn hinein, vielleicht werfen ihn seine eigenen Verwandten wieder hinaus!" Im Schloß sah es wüst aus. In den Höfen, den Scheunen, den Ställen, im Park, überall lagen und hockten zerschossene, verstümmelte Krieger, stöhnten und starben Menschen. Die beiden Träger schafften den Junker Werner die Freitreppe hinauf. Auf dem Altan stand ein preußischer Offizier und wies die Träger zurück. „Richt ein Platz mehr ist im Schloß. Tragt ihn in die zweite Scheune da drüben, sie wird eben ausgerüumt!" „Es ist der junge Herr dieses Schlosses, Junker von Altenlohe!" Der Offizier salutierte und sagte: „Dann muß Platz geschafft werden. Im Seitenflügel find noch zwei Zimmer, die der Erbjunker von Altenlohe, also vermutlich der Bruder diefes da, bewohnt. Eins muß er noch räumen. — und im 374 Erdgeschoß hier wohnen in drei Zimmern zwei französische Damen, die müssen auch noch ein Zimmer hergeben!" Da kam eine Ordonnanz und meldete, d-aß^ das eine Zimmer im Seitenflügel bereits geräumt und vom preußischen Regimentsarzt als Operationszimmer eiiigerichtet worden sei, und daß ferner der General soeben seinen Adjui- tanteu geschickt habe mit der Weisung, die zwei französischen Damen des Schlosses ja nicht zu behelligen und ihnen mindestens drei Zimmer und eine Bedientenlämmer zu lassen. „Na, dann ist nichts zu machen, dann sucht chm eiuen Matz in irgendeinem Saal," sagte der Offizier zu den beiden Trägern. So trug man den Junker nach seinem Ahnensaal und legte ihn dort nieder auf ein Bündel blutigen Strochs, dicht neben der Tür. „Wir finden bald bessern Platz!" rief der eine, „alle Minuten stirbt ja einer." Und sie durchschritten die Reihen der sechzig Krieger Und suchten und fanden bald einen Toten, den schleppten sie hinaus und legten dann Werner von Altenloche auf die fretgewordene Stätte und riefen einen Arztgehilfen, der ihn untersuchte. „Es ist Uicht so schlimm, wie es aussieht. — Lunge ist schwach gestreift, wenn er das Wundfieber aushält, kommt er wieder hoch!" Am Abend verhallten auch die letzten Schüsse in der Ferne. — Die Preußen verließen das Dorf, nur eine Besatzung zurücklassend', und biwakierten draußen auf offenem Felde in der Richtung auf den geflohenen Feind-, um jederzeit kampfbereit zu sein. Den Rüchen deckten ihnen die Yorckschen Truppen, die sich zwischen Wessel und Heidehorst geschoben hatten. Jetzt wagten sich auch allgemach die -Dörfler wieder aus ihren Klausen. Mer Mas war aus dem stillen, friedlichen Heidehorst geworden?! — Die Kirche ein Trümmerhaufen, ein Dutzend Häuschen zusammengeschossen, auf den Straßen, in den Gärten Blutlachen und zersetzte menschliche Gliedmaßen. Neben dem Kirchhof ein Drusen von fast zweihundert Leichen, und immer noch schlichtete man Tote -auf. Die Häusler suchten jetzt dis Gärten -ab, und wo sie einen Verwundeten fanden, nahmen sie ihn in ihr Haus, Und wo sie einen Sterbenden sanden, liefen sie zum Pfarrer Tempel, der mit dem Allerheiligsten, vom Schmied Johann Schwind begleitet, durch Höfe und Gärten eilte, um den Mermsten auf Wunsch den letzten Trost zu spenden. Und einer stelzte durch den Ort, der alte Etzinger. Wen er traf, den fragte er: „Habt ihr meinen Jungen irgendwo liegen sehen?" — Aber niemand hatte ihn gesehen. Da schlich der Alte zu dem Totenhaufen und wendete die Toten um und schichtete sie wieder aus, und den Posten, der ihn zurückweisen wollte, fragte er grob: „Darf ich meinen Jungen nicht suchen?" — Da ließ ihn der Posten Krwähren. Für jeden der Toten hatte der Alte ein freundlich liebes Wort. Endlich murmelte er: „Wenn sie ihn nicht noch bringen, ist er noch am Leben!" und stelzte fort, durchsuchte jeden Garten, schaute hinter jeden Busch, fragte in jedem Hause. Da, an der Kirchhofsmauer hörte er ein hartes Gezänk. „Seht Ihr nicht, daß ich noch lebe?! Schon vorhin wollte mich einer auf den Totenhaufen werfen — und jetzt Ihr wieder!" Dem Alten stand das Herz still. — Das war seines Fridolin Stimme. Er sprang hinzu, schob die Leichen- s-ammler beiseite und hob mit übermenschlicher.Kraft den Schwerverwundeten auf. — „Mein Junge, mein armer, guter Junge!" rief er und trug Fridolin, der sich wie ein Kind an den Vater schmiegte, -davon — heim. Just um dieselbe Zeit schritten zwei junge Mädchen durch die Krankensäle und Zimmer des Schlosses. Gisela von Altenlohe, an der Seite Peter Wends, des Schultheißen, war im großen Saale und half dem Regimentsarzt, so gut sie es verstand. Von Lager zu Lager schritt sie, stützte den Kranken, wenn der Arzt ihn verband, wusch die Wunde aus oder reichte erquickenden Trank. Als sie zur Tür ging, um frisches Wasser zu holen, trat auf die Schwelle eine junge Dame von auffallender, südländischer Schönheit. Die beiden standen sich gegenüber, und jede wußte im Augenblick, wer die andre sei. Gisela griff sich mit der Hand auf das Herz, so war sie erschrocken, mehr über die bestrickende, eigenartige Schönheit von Toinette von Bour-, g^e, als über das Zusammentreffen. Toinette trat einen Schritt beiseite und grüßte durch ein leichtes Neigen ihres Kopfes und ließ Gisela, die ebenfalls stumm sgrüßte, vorübergehen. Dann wandte sie sich ab, ging im Korridor in entgegengesetzter Richtung davon und trat in den Ahnensaal.' Aus dem Körbchen, das sie am Arme trug, nahm sie eine Flasche Wein, entkorkte sie und goß dann in ein Glas, kniete an jeder Lagerstatt nieder, gab jedem der Armen zu trinken und wischte ihm den Schweiß von Wange und Stirn oder rüyte ihm das Strohlager zurecht. Da kam sie an ein Bett, auf dem lag stöhnend und fiebernd und mit blutigem Antlitz ein Jüngling. Sie Ang an einen Wasserbehälter und tauchte ihr Tuch -hinein und wusch dem Kranken das Blut aus dem Gesicht. . . Von der Berührung mit dem kälten Wasser erwachte der Jüngling aus seiner Ohnmacht und schlug die Augen aus, große, prächtige Augen. Und als er in die Toinettes blickte, glitt ein glückseliges Lächeln über sein bleiches Antlitz, ein Lächeln, wie es Kinder haben, wenn sie eine Traumgeflält in Wahrheit vor sich sehen. Der Jüngling suchte Toinettes Hand mit seinen beiden schwachen Händen und hielt sie mit der einen und fuhr kosend mit der andern darüber hin und flüsterte: „O, sind die Engel schön!" Und er blickte nochmals dem Mädchen in die Augen und fiel dann wieder in Ohnmacht. „Diese Augen! — Wo sah ich nur eben diese Augen, denselben Blick?!" dachte Toinette, als sie sich aufrichtete, um au das nächste Lager zu treten. Aber-sie fand es nicht. Doch -als sie nach einer Stunde den Saal verließ, um in das große Nachbarzimmer zu treten, stand ihr abermals die junge Baroneß von Altenlohe gegenüber und an ihrer Seite der Schultheiß. Die Mädchen blickten sich wieder in die Augen, und jetzt wußte Toinette, wer dieselben Augen, denselben Blick hatte wie der junge Krieger. „Merkwürdiger Zufall," dachte sie und- schritt vorbei. Gisela aber ging mit Peter Wend nach dem Seitenflügel des Schlosses und klopfte an -eine Tür, und als niemand ein „Herein" rief, öffnete sie selbst die Tür unb trat ein. Es war ihres ältesten Bruders Zimmer. Se«' troffen blieb sie an Iber Tür stehen, denn das hohe, prächtige Gemach sah aus wie ein Trödlerladen. Au den Wänden waren die aus den für die Verwundeten ausgeräumten Zimmern geborgenen Wertstücke und Kostbarkeiten bis zur Decke aufgeschichtet, -am Fenster stand ein riesiger Schreibtisch, darauf Karten unb Pläne und 'Aktenstücke in schwerer Menge. Quer ins Zimmer ragte das Bett, auf welchem Pistolen unb- Gewehre lagen. Linthard-t saß am anbern Fenster in einem Lehnstuhl, hatte den rechten Arm -auf das Brett des Fensters gestützt und den Kopf in der Hand. So schaute er in den Park. Bei Giselas Eintritt in das Zimmer wandte er sein Haupt und blickte erstaunt auf das Mädchen. „Linihardt!" rief sie weich und flehend und streckte ihm beide Hände entgegen. Er stand müde auf und- ging zu ihr und schaute die Schwester an, tiefbewegt und ergriffen, und faßte ihre beiden Hände. „Ms ich wegging, warst du ein Kind — und was haben diese vier ober fünf Jähre aus dir gemacht?!" „Und -aus dir?! Linthardt, was -haben sie aus dir gemacht?!" Er richtete sich auf, sein Gesicht wurde streng unb abweisend, und er sagte kurz: „Einen Mann, der weiß, was er will, und der es für seine Pflicht hält, das Erbe seiner Väter zu wahren!" ^Fortsetzung folgt.) An der Grenze von Afghanistan. Nie zuvor ist es mir so ausgefallen, welch ungeheure Gegensätze v-on klimatischen Verhältnissen, van Menschen-, Tier- und! Pflanzenwelt das indische Riesenreich in sich vereinigt, als gelegentlich einer Geschäftsreise, die mich Ende März hinauf -durch den ganzen Punjab bis hart an die -Grenze von Afghanistan führte. In Colombo auf Ceylon lernte ich auf meiner Ausreise 191Q zuerst das tropische Indien kennen, und- nie werde ich den Eindruck vergessen, den die besonders aus den Neuling gevadezul märchenhaft wirkende Umgebung dieses Platzes auf mich machte« Fünf Tage Aufenthalt auf der Wieste-rtcise in dem! Heißen, staubigen',- weitverzweigten Madras wirlten bereits ernüchternd. Mein damaliger Bestimmungsort Calcutta präsentierte sich nicht schlecht in ferner besten Jahreszeit, aber als rch nach 12 Monaten, f«trt feuchtheißeS Kliuca mit dem trockenen, wenn auch noch .heißeteU! 375 Delhi eintauschen konnte, da hatte ich nichts dagegen eimiiitreitbeit; Ein LOmonatlicher Ausenthalt in Delhi hat mich auch dessen Nachp- teile zur Genüge kennen gelehrt und die Aussicht, in Jahresfrist einen längeren Erholungsurlaub in deut zwar manchmal recht fcudjten, aber nie sonderlich heißen Gießen zubringen zu können, ist äußerst verlockend. — Aber einstweilen sitze ich ja noch hier in dem momentan gerade fast unerträglich heißen „Wunderland" (der Globetrotter nämlich) und wollte von dessen Gegensätzen erzählen : In Colombo, Madras und Calcutta ist man immer in der tropischen Zone und findet somit in allen drei Plätzen viel Gemeinsames, aber die jeweiligen Eingeborenen sind iit Sprache, Mussehen und überhaupt jeglicher Beziehung so verschieden voneinander, wie beispielsweise die Russen von den Spaniern. In Delhi ist man bereits in der subtropischen Zone und der Unterschied von Calcutta ist ein ganz beträchtlicher. Als ich aber auf meiner obenerwähnten Reise in den äußersten Nordwesten des Indischen Kaiserreiches kam, da dünkte cs mir, als könnte ich jetzt nicht mehr weit von der Heimat entfernt sein. Solche anheimelnde Gärten, solch schattige Straßen, solch Grün der Bäume und Felder, gibt es ja nur daheim. Was ist auch all die üppige Pracht der Tropen gegen einen Deutschen Buchenwald im' Frühling. . . . Ter Anblich der Eingeborenen kurierte mich bald von meinem Irrtum. Wilde Gesellen sind es, diese Grenzstämme, die Pathans und.Kabulis, noch nicht so von der Kultur beleckt wie unsere braven Punjabis oder gar verschlagenen Bengalis. Meine Reise führte mich zunächst nach Amritsar, einer von den drei Niederlassungen meiner Firma, die meiner Aufsicht Unterstellt sind. Da es ungefähr soweit von Delhi entfernt ist, wie Hamburg von Gießen, so sind meine farbigen Angestellten dort vor allzuhäufigen Ueberraschungsbesuchen meinerseits ziemlich sicher. Delhi liegt noch im Flußgebiet des Ganges, an dessen Nebenfluß, der ebenfalls heiligen Jumua. Auf dem Wege nach Tkmritsar geht man in das Stromgebiet des Indus über und kreuzt dessen Nebenfluß, den Sutlej, sowie dessen Nebenfluß, den Bias, die ersten der fünf Ströme, die dem Lande den Namen gegeben haben. (Punjab Fünfstromland.) Amritsar spielte eine Rolle unter den Silhfürsten, aus deren Zeit prachtvoll erhaltene Parkanlagen herrühren. Noch heute ist Amritsar eine Hochburg der Sikhreligion, und der berühmte goldene Tempel eine ihrer Hauptverehrungsstätten. Nur eine Stunde Bahnfahrt entfernt liegt Lahore, die Hauptstadt der Provinz Punjab. Ich war ganz erstaunt hier eine prachtvoll angelegte, aufblühende europäische Stadt zu finden mit — wenigstens für unsere Begriffe — großartigen Läden, Hotels, Klubs usw. Auf der Weiterreise nach Nordwesten passiert man nach und nach drei weitere Nebenflüsse des Indus: Ravi, Chenab und Cheluin, an dem letzteren die romantisch gelegene/ befestigte Stadt gleichen Namens. Bon dort an führt die Bahn durch eine wilde, öde, schluchtendurchfurchte Gegend. Wir steigen beständig, im Norden tauchen bereits die Berge von Kaschmir auf, und bald sind wir in Rawalpindi, bekannt als starke Garnison und als Ausgangspunkt ftir die Reise nach! Kaschmir. Eisenbahnen duldet der Raschah in feinem1 Lande nicht, und um nach Srinagar zu gelangerr, müssen sich, die übrigens sehr zahlreichen, Reisenden zu einer meßt tägigen Tangafahrt (zweirädriger Wagen) begueiüem Von Rawalpindi aus fiihrt das letzte Stück der Bahn west-nordwestlich nach der starken Grenzgarnison Pesha- war (sprich Peshanr), dem Ziel meiner Reise. Auf halben! Wege führt bei Attock eine Eisenbahnbrücke in schwindelnder Höhe über oen Indus. Kurz zuvor hat er den KabUlfluß ausgenommen, sein sonst riesig breites und nur in der Regenzeit gefülltes Strombett verschmälert sich und zwängt sich zwischen einengcnden Felsklippen hindurch. Frühes führte hier nur eine Bootbrücke über den Indus, überwacht von der auf den überragenden Felsen errichteten Festung Attock, das hoch oben über dem brausenden Fluß thronend sicher eines der malerischsten Bilder darbietet, das ich in Indien gesehen habe. AUf der Weiterreise führt die Bahnlinie längs dem KabuWusse entlang, der von Kabul, der Hauptstadt Afghanistans,, kommend, eine Unmenge riesiger Baumstämme Mit sich Khpt, die auf wiese Weise nach dem holzarmen Indiern geflößt werden. Peshawar selbst liegt, wie schon erwähnt, prachtvoll, ungefähr 400 Meter hoch am Fuße des Himalayas. Es hat eine lange kalte Jahreszeit und einen kurzen sehr heißen Sommer. Ende März ist es in Delhi und auch Amritsar schon tüchtig heiß, aber hier oben lag noch Schnee auf verhältnismäßig geringen Götzen und ich fror ziemlich in dem Zelt, welches mir in dem itoerfüllten Hotel angewiesen wurde. Peshawar hat naturgemäß, eine sehr starke Garnison und die Grenzstämme sorgen immer Wieder für Arbeit. Es gibt nur wenige Offiziere, die einige Jahre an der Nordwestgrenze gedient habdn, ohne aktiven Kamps mitgemacht zu haben. Die nominelle britische Grenze ist noch etwa 25 Kilometer von Peshawar entfernt, in Wirklichkeit aber liegt hier zwischen Indien utld Afghanistan ein Streifen Latches, die sogenannte Mfridigeyend, über welches keines der beiden Staaten irgendwelche tatsächliche Kontrolle hat. Eine Unzahl wilder Berg- Wimmo führen hier ein sehr freiheitliches Dasein, von beiden Regierungen Subventionen beziehend, die sch aber keineswegs von gelögentlichest Raubzügen abhalten. Bei Peshawar mündet der berühmte Khybeppast, durch den die Heeresstraße von Kichstl kom- Ntend durch den Himalaya führt. Ein Besuch dieses Passe- gehört zu den interessantesten Tiitgen in Indien. Man darf zwar nur bis zur Hälfte des Palsses gehen, noch etiva 12 Kilometer von der nominellen Grenze entfernt, und selbst dazu benötigt Man eines Erlaubnisscheines des britischen politischen Agest- ten. Will man weiter, so muß man um spezielle Erlaubnis von höherer ©teile, einkommen und muß uitterschreibeu, daß man tue Rease auf eigenes Risiko unternimmt, da über den erwähnten Punkt hinaus die Regierung für Sicherheit von Leben und Eigentum nicht garantieren kann, lieber die Greiaze nach Afghanistan darf nittu nur unter Bewachung einer afghanischen Eskorte, die besonders von Kabul herabgesandt werden muß. Zweimal in der Woche ast der. Paß geöffnet für die Karawanen von und nach Afghanistan, die au diesen Tagen unter militärischer Bewachung hindurchgeführt werden. Zur Bewachung des Passes existiert eine besondere Truppe, die sogenannten Khyberfchützen, die am Eingang des Passes in einem alten Sikhsort stationiert sind und von zahlreichen kleineren Forts und Wachposten aus, die über die den Paß beherrschenden Berge zerstreut sind, ihreia Dienst versehen. Tiefe Berge find nicht von fehir bedeutender Höhe, wohl aber so schroff und, von gefährlichen Fußpfaden abgesehen, Unpassierbar, daß der Paß tatsächlich den einzigen Durchgang für dae direkte Straße von Kabul her bildet und dadstrch natürlich auch großen strategischen Wert besitzt. Tie Möglichkeit einer russischen Invasion hört nie ganz auf in den Gemütern einiger Seute zu spuken. Tie Fahrt durch den Khyberpäß gestaltete sich äußerst interessant. Ich. fuhr mit einem französischen Reisenden in einem Automobil hinauf Und wir unterhielten und vertrugen uns vorzüglich zu einer Zeit, wo zu Hause die allergrößte Spannung zwischen beit beiden Nationen Herrschte. Ties nebenbei. — Der Paß beginnt etwa 15 Kilometer nordwestlich von Peshawar. Äm Eingang liegt lauf der einen Seite das schon erwähnte Fort, auf der anderen Seite ein Torf, welches schon vollständig außerhalb der Kontrolle durch die englische Regierung steht und allen Verbrechern einen sicheren Schlupfwinkel bietet. Tie Straße durch den Paß wird in ruhigen Zeiten von diesen Leuten als UnteÄ englischem Schutz stehend respektiert und nicht von ihnen betreten. Mer aus 6eiben, Seiten ber Straße sieht man die Kerls stehen> malerische Banditengestalten, den gefüllten Patronengürtel umgeschnallt, bas geladene und meist schußbereite Gewehr im Arm. Ich sah da ganz alte Vorderlader, aber auch ganz moderne Gewehre, die durch den WäfseuschmUggel im Persischen Golf, sowie aus der eigenen Waffenfabrik des Emir von Afghanistan hierher- gelangen. Tiefe Banditen leben wie die wilden Tiere in ganz primitiven Höhlen in den Felswänden ober unter großen Steim- ldlöcken. Es gibt da ganze Dörfer unter der Erde. In her Sohle des Passes rinnt ein kleiner Batch und wo sich der Paß ein wenig verbreitert, sieht mäit wohl auch Felber und Zeichen von Landwirtschaft. Sonst aber leben diese Leute vom Holz- sammcln, von den erwähnten Regierungsgeldern u.Ud von Raub. Viele von den Kerlen können einem' wirklich Furcht cm flößen,, und anders als am' hellen Tage möchte ich den Paß nicht betreten. — Besonders interessant waren natürlich auch- die großen Kaistelkarawmien, die mit H.äuten, Getreide, Holz und vielen anderen Tingen von Afghanistan tzeruUterkamen. Die meisten von den Leuten hatten Wohl nie ein Automobil gesehen und gerieten in Nicht geringe Aufregung bei Unserem Herannahen. Auch £r uns war die Fahrt reich an aufregenden Momenten, führte ch die Straße in vielen Windungen oft genug an tiefen Abhängen vorbei und unser Chauffeur hatte es eilig. Sv wärest wir denn beide froh, als Wir heil wieder in Peshawar landetest.. Delhi, 15. Mai 1913. g er mann Schlosser. Der Zimmergarten im Sommer. Die Sommerarbeiten des Zimmergartens beginnen bereits mit dem Ende des Maimonats) da zu dieser Zeit das Sprieße»/ Grünen und Blühen der organischen Pflanzenwelt sich bereits in einem Stadium befindet, das die Grundlage für die Aus- bäukraft der späteren Blatt- und Blumengestaltung in sich tragen soll. Für die Blumen- und Pflanzenpflege erfordert diese Zeit naturgemäß ein besonders verständiges und regsames Schaffen, damit die Pfleglinge eine rechte und bauernde Freude an ihrem! Besitz aufkommen lassen können. — Tie für ben Balkonschmuck bestimmten Pflanzen ein- und mehrjährigen Charakters sind inzwischen in ben eigenen Kulturen oder in der gewerblichen Pflanzenzucht soweit heraugewachsen, daß sie im letzten Drittel des Monats ihre Standplätze einuehmen können. Man suche hierfür einen regnerischen oder doch trüben Tag abzupaffen .und möglichst die Mbendsluuden zu wählen, um den Pflanzen den Uebergang von der Zimmerluft zum freien Luftwechsel tunlichst zU erleichtern und damit organischen Wachstumsstöruugen viorzUbengen. Die zur Aufnahme des PflanzeuschmUckes bestimmten Behälter an Vasen, Schalen und Kästen müssen natürlich vordem mit frischer Erde angefüllt werden, wobei zu beachten ist, daß im Boden dieser Behälter genügend Abzugslöcher vorhanden sind und diese zwecks gerstellung einer wirksamen Drainage mit Scherben belegt Werden. b die Erde einem Mistbeete oder Gartenbeete entnommen wird, ist bein; Grunde nach nebensächlich, wenn sie itur lockerer stich 376 EMil Gien«pp, Hamburg. Schach-Aufgabe. Von W. Galitzky. ^iiier bevorzugten Persönlichkeit. Er wählte dazu meist ältere Herren, aut deren Erfahrung und Umsicht ex etwas gab. Gewöhn- lch begleiteten ihn der Ches des Generalstabes Fürst WolkoivSki, pater auch dessen Nachfolger, der Marschall Diebitsch. Bei den schauderhasten Wegen im Innern des Reiches waren diese Fahrten 'Lou an sich, eine starke Strapaze. Dazu kam aber noch die geradezu rmherinliche Ausdauer des Kaisers. Der Zar, jung, krästia und gesund, empfand nichts von Ermüdung oder schlechter Witterung Es gehörte gar nicht zu den Seltenheiten, daß er bei Sturm und Regen, behaglich in seinen Mantel gehüllt, zehn Stunden des Tages auf der Landstraße lag und dabei mit dem bescheideusien Imbiß zufrieden war. -mr seine verwöhnten und älteren Begleiter war das eine schlmnne Sache. Oft mußten sie sich bei einer solchen ^auerfahrt damit begnügen, sich die Zähne an einem zähen Huhn arwznbcigen wahrend der Zar mit seinem kraftvollen Gebiß schinauste, als säße er an der Hoftafel. Wahrend der Fahrt gab es überhaupt keinen Genuß. Vom Rauchen oder Schnupfen war gar nicht die Rede, beides konnte der Kaiser nicht ausstehen. Als er em ft rm Jahre 1823 durch das Gouvernement Orel in Begleitung Z?'”re1Si, »laubte dieser zu bemerken, daß der Zar schlummere. Er benutzte diesen Augenblick, um aus der Tasche behutsam eine goldene, mit Brillanten verzierte Tabatiere zu ziehen und sich oJ1. eltl,er. 8}! erguicken. Aber der Kaiser hatte nur für einen VsrmrsGLes. m ,, * 3 Q t 511 exander u n d d i e D o s e. Alexander I. von Rußland war einer, der liebenswürdigsten Monarchen, die auf dem «Mischen Thron ge,es,en haben, aber er halte seine Eigenheiten. In jungen wahren ivar er viel unterwegs, und um genau beob- tonne.n' lnnc6te er seine beschwerlichen Reisen ins Innere des Reiches meist m einer offenen Kalesche in Begleitung irgend humoser Beschaffenheit ist und sich beim späteren .Gießen nicht dielenartig festschlümmt und dann den Luftwechsel int Nährboden verhindert. Für das gute Gedeihen des Pflanzemvüchses ist es jedoch von großem Vorteil, der eingebrachten Erde ein ordentliches Quantum Hornspäne (auf den Inhalt eines Meterkastens etwa Vs Kilo) beizugeben, die ihre Nährkraft ganz außerordentlich fördern, wenn man weiter die kulturelle Notwendigkeit erfüllt, durch Auflvckern mit einem Holzstäbchen die Erdschicht dauernd porös und durchlässig zu erhalten. — Schließlich ist auch dem Begießen des Balkonschmuckes eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, da die Pflanzenbehälter stets mehr oder weniger der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt find und demzufolge im freien Lnftwechsel eine größere Feuchtigkeitsmenge verdunsten bezw. ersetzt erhalten müssen. Insbesondere gilt diese Vorsicht auch bei ben freistehenden .Einzelpflanzen in Kübeln oder Töpfen. — Im Zimmergarten muß das Umpflanzen aller Blatt- und Blütenpflanzen, insbesondere das der Palmen, Aralien, Aspidistra, Cacteen, Myrthen, Edeltannen, Azaleen, Kamelien, Hortensien, Elivien und aller sonst gepflegter volksbeliebter mehrjähriger Blatt- und Blütenpflanzen beendet unb darauf geachtet sein, daß die durch den Verpflanzungsprozeß selbst bei sorgsamster .Ausführung desselben in ihren organischen Funktionen immerhin mehr oder weniger gestörten Pflanzen zunächst schattig und vom , .......... ... ucc nniiev natu Lnftwechsel entfernt ausgestellt sowie im Gießen besonders sorgsam I Augenblick das Auge geschlossen und alles gesehen Eben wollte bchandett werden. Ist ein Oausgarten vorhanden, so fann der I der Fürst das Prischeu zur vtase führen, als ihn der Zar auf die größte Teil dieser Zimmerpflanzen mit Beginn des Junimonats j Hand schlug, ihm die Tabatiere entriß und sie ohne ein Wort -n ins Freie gebracht und hier an halbschattigen Plätzen mit der I sagen, weit über den Chausseegraben ins Gebüsch schleuderte 4t Praxis mifgestellt werden, daß man sie fast bis zum Topsrande I Orel angekonnnen, entsandte der Fürst sofort Lento das kostbare m den Boden emläßt, das Senkloch aber unterhalb des Topf- I Stuck zu suchen, dem Finder eine große Belohnung verkvrecbend — bodens mit einem spitzen Pfahl sv viel vertieft, daß das aus dem I aber cs war vergeblich, wahrscheinlich hatte sie bereits ein ehrlicher Uhzugsloche austretende Wasser ungehindert äbfließen kann. — I Mann eingesteckt. ' Sind Georginen- (Dahlien-) und Canna- (Wumeurohr-sKnollen, ! kf. Di e Eisenbahn über den Gletscher Alaska Gladiolen, Anemonen oder sonstige Knollen- und Zwiebelgewächse I das Land des Eises, hat seit einiger Zeit eine Eisenbahn' die kam» Mit frostfreier Winterruhe vorhanden, so müssen diese jetzt spätestens I ihresgleichen haben dürfte. Es handelt sich um ein Meisterwerk tn die Erde gebracht und, wenn beabsichtigt und nach der Pflanzen- I der Jngenieurknust, denn die Eiscnbahnstrecke geht über den Alle», art möglich, zur Gewinnung von Nachzuchten auch geteilt werden, I Gletscher. Dieser Gletscher hat eine Länge von einigen dreißig Sie sind mit ihren aufkommenden Jpngtrieben besonders frost- I Kilometern und schwankt der Breite nach zwischen drei und ackt erüpsindlich, so daß sie vor etwa noch drohenden Nachtfrösten durch I Kilometern, doch liegt er nicht still, sondern es handelt kick um Behäufelung Mit Erde oder Bedecken mit einem umgestülpten I einen „lebenden" Gletscher, der in Bewegung begriffen ist obwohl leeren Blumentöpfe besonders in acht genommen werden müssen. I sich auf der Oberfläche zum Teil eine Pflanzendecke angefiedelt bat — sind im Hausgarten neue Rosenstäninie gepflanzt, die bisher | wie ein italienisches Blatt berichtet. Zum Teil ist der Gletscher aber noch Nicht ausgetrieben haben, so lege man Stamm und I "ackt, und fein Eis liegt frei zu Tage. Der Unterbau der Eisen- Krone m die Erde oder bewickele ersteren bis in die Kronen- I bahn, der die Schwellen und Schienen trägt, ist nicht etwa au? gnedtrung hinein mit langem Sumpfmoos, halte dieses durch I der Moräne, sondern auf dem Eis selbst gebaut, und die Eiken, tägliches Begießen von oben her gleichmäßig feucht, bis schließlich | bahnstrecke, die über das Gletschereis führt, ist ungefähr zehn Kilo- dm erwünschte Triebkraft in den Augen zum Durchbruch kommt. I suetcr lang. Der Betrieb ist nickt gefährlich und wird regelmäßia — Mit dem Düngen der Topf- und Zimmerpflanzen kann jetzt I ich Winter wie im Sommer aufrecht erhalten; allerdings verkehren begonnen werden, jedoch ist daraus zu achten, daß dies ausnahms- I die Säge auf der Gletscherstrecke mit erheblich verminderter los an trüben Tagen und nur dann geschieht, wenn die Pflanzen I Geschwindigkeit. gesund und kräftig erscheinen und in der Lage sind, oer- j —---- L^rte Nährstoffe aufzunehmen und organisch zu verarbeiten * Protest. „Berger hat beim letzten Fliegen den Breis Eine Tungung erkrankter Pflanzen wurde,das gerade Gegenteil von 10 000 Mark gewonnen!" - „Sv? Da soll mir aber noch vom gewollten Zwecke erreichen. Als praktischstes lutb wirksamstes I einer sagen, daß man von der Lüft nicht leben kann " Düngemittel für die Zimmergärtnerei haben sich bisher immer I * w,,a «Ln, . noch die im Handel billig angebotenen Mischdünger bewährt, Q»e, äbeffitörtnrnfr« 9^® wMrbtm dmen iii der Regel eine entsprechende Gebrauchsanweisung bei- lmbe wenn ick /u 9,^r9ert gegeben ist. - Als lästige KulturMnde hat der Blumenfreund jetzt } ' lvcnn 511 bem Kamel habe „Sie sagen müssen," besonders Blattläuse an den krautartigen, und Schmier- (Woll-) I und Schildläuse an den hartholzigen und Palmenpflanzen zu I vemMpfen, denen sich im Hausgarten als nicht minder gefährlich ! der gefräßige Rosenwickler und der schimmelartige Mehltau zu- I gesellen. — Gegen die grünen Blattläuse hilft in der Regel ein I kräftiger Luftwechsel, dann aber auch Bestreuen der befallenen j Pflanzen mit Tabakstaub, Räuchern mit Insektenpulver oder Ein- I tauchen in eine kräftig schäumende Seifenlauge. Tie Schmier- I und -schildläufe (insbesondere an Palmen, Oleander, Myrthen I Usw.) müssen dagegen durch fleißiges Absuchen und Vernichten der I Brutstellen einzeln beseitigt tverden, soll der Erfolg ein dauernder I fetn. Regelmäßig wiederholte Waschungen und Seifenschaum- I bad er gckten als vorbeugende Schutzmittel. Ter Rosemvickler I Platze seines Vorkommens zwischen den aufgekräuselten I k Zufammeiidrücken derselben zu vernichten. Gegen I dE Mehltau wird heute allgemein fein pulverisierter Schwefel I Tnit sicherenl Erfolge (ingetixtnbt. Tre befallenen Pflanzen iverben | mmnnt morgens nach eingetretenem tautrockenen Zustande gleich- I bestaubt, so daß die ganze Kronengliederung vollständig I bebßi.t ist. Eventuell wird das Verfahren nach einigen Tagen I unb fv ost wiederholt, bis der lästige Schmarotzer verschwunden ist. I 1 7 b 1 6 5 4 3 2 8 7 6 5 4 3 g h Weiß. Weiß setzt mit dem dritten Zuge Matt. Auflösung in nächster Nummer. .Auflösung des Rätsels in voriger Nummer? Das Feuer. SÄ \ M Schnmrz. d e Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'jchen UniversitätS-Buck- und Steindruckerei, R, Lange, Gieße».