W3 — Nk. T6 W «ZU dH BBgzwas»1! kM- - < 0 I UM s Zwei Welten. Roman von Emma Mer?« (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) r ' Grönberg bemerkte mit einem mitleidigen Lächeln, daß der neue Buchhalter stets den Hut, tiefer in die Stirn zog, wenn er ihm begegnete, und ihm nicht rasch genug ans dem Weg gehen konnte. Er wußte wohl, daß er der Maler ans München war und schämte sich vor einem Menschen ans seinem früheren Lebenskreise. Unter den Ausländern schien er sich dagegen ganz, behaglich zu fühlen. Grönberg sah ihn einmal mit einem Franzosen Billard spielen, was er meisterhaft gut konnte, dabei war ler so vergnügt, so eifrig bei der Sache, als habe er total vergessen, daß er ein Schiffbrüchiger sei. So langsam auch die Zeit für den Wartenden vor- überschlich, einmal kam doch der Tag heran, an dem Marianne landen sollte. Lange, lange vor der Stunde stand Grönberg schon laut Ufer, spähte mit dem Feldstecher nach dem Dampfer, grüßte das Ranchwölkchen, das am Horizont auftauchte, und sah mit klopfendem Herzen das Schiff näher und.näher heranranschen durch das wonnige Blau. Aber er wagte nicht, der schönen Frau gleich am Steg gegenüberzutreten, ihr ein bewillkommnendes Wort zu sagen. Er hatte ja nicht das Recht, als ihr Freund anfzu- treteu, nachdem sie bei ihrem letzten Zusammensein zürnend und gekränkt von ihm gegangen war. Vorn Fenster aus betrachtete er sie, blickte er auf ihr Uind. Mer süße, kleine Paul! Paul war stehen geblieben, um halb ängstlich, halb' zärtlich einen kleinen schwarzen Pudel zu streicheln, der sich vor der Tür sonnte. So konnte Grönberg Mariannes Gesicht grüßen, voü dem sie den Crepeschleier zurückgeschlagen hatte. Es war ernst und blaß, aber es hatte nicht mehr den herben, bitteren Zug. Ein weiches Lächeln huschte um ihren Mund; trotz des düsteren Trauergewandes schien sie jünger, lebensfrischer, lebhafter. dtun konnte er es sich nicht länger mehr versagen, ihr in die Augen zu blicken. Er eilte mit raschen Schritten ans feinem Zimmer, hie Treppe hinab. Er wußte nicht, wie er sie anreden sollte, er folgte nur seinem Gefühl, das ihn in ihre Nähe zog. iJn dem breiten, hellen Flur des Hotels kamen sie sich entgegen. Mehrere Gäste, die einen Ausflug machen wollten, Abreisende, Ankommende standen hier, mit ihrem Gepäck beschäftigt. Grönberg fand diese Umgebung höchst bestimmungslos für eine erste Ansprache. _• Er fürchtete auch wieder plötzlich, daß die Worte der Teilnahme, die er ihr fageit mußte, wie ein Glückwunsch klingen würden. So zog er nur mit einer tiefen Verbeugung den Hut vor ihr ab und ließ sie vorüber. Es entging ihm nicht, daß sie erschrack, als sie ihn erkannte, daß ihr ein rasches Rot in die Wangen stieg. War es eine warme Erinnerung oder eine unwillige Regung? In heißer Spannung rätselte er darüber nach, während er auf einer Bank im Hotelgarten auf das Glockenzeichen wartete, das zur Abendmahlzeit rief. Nicht, daß es ihm in dieser Stunde um Essen und Trinken zu tun gewesen wäre; er hoffte nur, daß. er nun endlich zu ihr sprechen, ihre Hand drücken dürfe. Zu seiner tiefen Enttäuschung erschien sie aber nicht int Speifesaal. Als alle die gleichgültigen Menschen Platz genommen, 'nur die eine nicht, die er ersehnte, wendete er sich in seiner Ungeduld au die Wirtin und fragte, freilich so ruhig, als es ihm nur immer möglich war: „Wo haben Sie denn für Frau Flassan gedeckt?" „Die Frau Baronin speist auf ihrem Zimmer," gab Fran Stockmann ihm zur Antwort, wie ihm scheinen wollte, weniger freundlich und liebenswürdig im Ton als sonst. Als er am nächsten Morgen zum Frühstück herunter- kam, trat die Wirtin auf ihn zu und reichte ihm ein Billett: „Das soll ich Ihnen mit höflichen Empfehlungen von der Fran. Baronin geben." Sie .wollte kurz angebunden sein, aber die Redelust riß sie doch gegen ihren Willen fort. „Ja, denken Sie, heute ist die Frau Baronin schon wieder abgereist, auf ganz unbestimmte Zeit. Die Zimmer hat sie wohl beibehalten, sie will ja auch nicht, daß ich einen Schaden habe. Gott bewahre ! Aber es ist mir doch so leid. Gleich am Abend, wie sie angekommen ist, hat sie gesagt: „Packen Sie nur nicht aus, Auguste. Ich werde nicht hier bleiben." Grönberg hatte mittlerweile mit unruhigen Händen in einer grausamen Verstimmung das schwarzgeränderte Kuvert geöffnet. Es enthielt nur wenige Zeilen: '„Sehr geehrter Herr! .Da ich Sie zufällig ‘ hier im Hotel getroffen habe, möchte ich mir erlauben. Ihnen ,nitzuteilen, daß ich das Honorar für mein Porträt an Ihre Münchener Adresse schickte, und Ihnen zugleich noch meinen besten Dank zu sagen, für das schöne Bild, das allgemeine Anerkennung und Be- tottnberung fand. Sen vorzüglicher Hochachtung Marianne von Flassan." 302 ' Kein Uruß, dein Wörtchen, das sie Vicht mich einem Wildfremden hätte schreiben können! Und sie war abgereist! Um seinetwillen abgererst! Die schlaue junge Wirtin, die ihn so prüfend ansah, ahnte das vielleicht. Er wußte, es! . , . _ f Diese Flucht war eine deutliche .Antwort auf sein Sehnen, Hoffen und Träumen. . Ein Lästiger, ein Zudringlicher schien er ihr, dem ste eiligst den Rücken drehte. . Am liebsten hätte er ihr sofort ein Telegramm nach- geschickt: „Kehren Sie nur zurtick. Ich werde Ihren Weg nicht mehr kreuzen." . . „ , .. Nur um die neugierige Wirtin nichts merken zu lauen, daß er dem Wiedersehen mit der gnädigen Fran entgegen»- geharrt, daß er nun nichts mehr zu erwarten habe, blreb er noch ein paar Tage, in der düstersten, trübseligsten Gemütsverfassung, die er in seinem ganzen Leben noch gehabt, trotz des hellen Himmels und des milden sonnen-« 1 Nachdem er tagelang gänzlich hoffnungslos lind stumpfsinnig in die blauen Wellen gestarrt und geglaubt hatte, daß er sich nie wieder aus dieser lähmenden Niedergeschlagenheit herausreißen würde, regte sich plötzlich wieder die Sehnsucht nach der Arbeit in ihm. Schaffen wollte er, Großes, Bedeutendes! Erfolg, Ruhm wollte er erringen! Das Kapitel Liebe war zu Ende. . Nun sollte nur Mehr der Ehrgeiz sein Blut rn Wallung bringen, nur seine Kunst ihn berauschen und begeistern. Vielleicht war es gut so. Er hatte sich seiner Freiheit begeben und ins Phtlrster- landi übersiedeln wollen, er wäre einem Paar schöner Augen gefolgt in das tiefste Spießbürgertum der Familie, die sich doch Ummer als tmverdrcmgbäre Macht erwiesen hätte. Vielleicht wäre er auch dick und faul und bequem geworden! c . Nun stand er ja wieder allein, heimlos und frei! •« Er Mußte vorwärts, vorwärts, mußte ringen, kämpsen und schassen, wenn er nicht unterliegen sollte! Finster und ernst, aber mit stolzem Kraftbewußtsein und einem brennenden Verlangen, sich kopfüber in die Arbeit zu stürzen, kehrte er zurück in fein lang verlassenes Atelier. 18. Zwei Jahre wären vergangen, seit Hildegard und Emanuel in der kleinen Dorskirche getraut worden wären. „Jahre des Glücks!" hätte der junge Gatte wohl mit warmer, voller Neberzeugung gesagt und mit leuchtenden Augen auf seinen kleinen Sohn geblickt, der schon ganz lebhaft das Köpfchen hob, mit warmer Liebe sein blühendes Weib! angelächelt. j„Ja, es waren Jähre des Glücks!" hätte Hildegard wohl wiederholt, wenn auch mit einem ernsteii Nicken, mit einem leisen, ganz leisen Seufzer. Sie hatte viel lernen, sich in viele kleine Entbehrungen fügen müssen. Sie hatte nicht geahnt, wie stark sie doch von den Bern- hoblerschen Anschauungen und Lebensgewohnheiten durchdrungen war. ! Die Wohmmg war die erste Enttäuschung gewesen. Das Häuschen lag -ja allerdings int Grünen, in einem ziemlich verwilderten jGarten, den ihr Matm und ihr Vater so Malerisch fanden, daß sie gar nicht bemerkten, wie heruntergekommen die Fassade, wie häßlich der Eingang, wie verwahrlost die Treppe war. Die Zimmer hatten kahle, getünchte Wände, alte, abgetretene Böden. „O, da kommen mit der Zeit Teppiche darauf. Und die Wände werden ivir bemalen," tröstete Emanuel sie lustig. Daß die Küche finster war, daß >es an Nebenräumen fehlte, daß Oefen, Fenster, Schlösser seit Jahren nicht mehr hergerichtet, verbessert worden, das genierte ihn weiter nicht. ~ Die beiden Herren, Kater und Schwiegersohn, hatten guck die wunderlichsten Mnkäufe für die Einrichtung! gemacht. . » Der eine entdeckte bei einem Altertumshändler einen Mtzückenden Renaifsaneeschrankz der andere begeisterte sich für ein Stück prachtvollen Gobelins; voll Glück und Stolz brachten sie ihre Errungenschaften nach Hause und- hatten ein kindliches'Vergnügen an dem neuen 'Besitz, wenn auch der Schrank im Munde- ganz unpraktisch war, weil er nur winzige Schubfächer hatte, und der Gobelin sich auf den kahlen Wänden recht vereinsamt ausnahm. Es gab! in der Wohnung dann eilt sonderbares Gemisch von dem Prunkvollsten und Aermlichsten, von stilvollen alten Stühlen, die in ein Schloß gepaßt hätten, und bescheidenem angestrichenen Möbeln, die recht nach billiger Trödlerware aussahen, die aber doch nicht entbehrt werden konnten. Allerdings verstanden es die beiden Maler auch wie- ber, mit ein bißchen Oelfarbe, mit Pappendeckel und einigen alten Stossen und Zinnkrügen aus den Ateliers, in dem Eßzimmer eine ganz reizende Ecke herzurichten, in der es sich höchst gemütlich saß, und der auch eines der Prunk- 'tücke, ein schmiedeeiserner Lüster, besonderen Glanz verlieh. Tas übrige sollte später dazu gestimmt werden. Bisher hätte es 'aber an Lust und Zeit gefehlt. Im kleinen Besuchszimmer war vorläufig nur ein hübscher Perserteppich und ein Marmortisch aus dem siebzehnten Jahrhundert vorhanden. Bei Papa Holst sah es aus, wie in einer wüsten Ein- siedlerklause, und die Einrichtung von Hildegards altem Mädchenstubchen, die nun das Schlafzimmer der jungen Leute füllte, nahm sich! in ihrer bürgerlichen Korrektheit und modernen Eleganz recht seltsam aus neben den paar Habseligkeiten aus Emanuels Junggesellenzeit und- neben dem bescheidenen Bettchen, das für das Kind beschafft worden war. Hildegard schalt sich kleinlich, engherzig, spießbürgerlich, wenn sie sah, wie gut es ihrem Gatten, ihrem Vater bei ihnen gefiel, wie vortrefflich ihnen das zweifelhafte Essen schmeckte, das das billige „Mädchen für alles" kochte. Sie selbst sah immerfort das Mangelhafte, Unfertige, das den Herren gar nicht auffiel, sie hatte sich unwillkürlich hundert Bedürfnisse angewöhnt; sie vermißte überall die ordnende Hand der geschickten Babett' und die Sorgfalt der wohlgeschulten BerNhoblerschen Köchin, und sie seufzte oft: „Ach Schatz, es wäre viel besser gewesen, mein Vater hätte mich mit sich genommen auf Reisen, mich als rechten Wildling aufwachseit lassen, statt mich in dieses Münchener Capua bei Bernhoblers zu stecken. Tann gefiele mir unsere jetzige Zigeunerwirtschaft so gut wie ihm!" „Es ist doch wunderschön bei uns!" lachte ihr Mann fo vergnügt und- zufrieden, daß sie vor seinem- sonnigen! Gesicht die kleinen Sachen vergaß und sich schämte, über so Winziges zu klagen, wie eine schlecht gebügelte Wäsche oder einen verdorbenen Braten. . Sie waren ja glücklich; und lustig, abwechselungsvolh interessant war ihr Leben Lei aller Einfachheit. „Was in München doch fo viel Hübsches los ist!" rief sie immer wieder in neuem Staunen. Das liebe, vergnügte, geistig und künstlerisch bewegte München war ihr eine neue Stadt, die sie erst jetzt kennen! lernte. Jeden Abend schlug! Emanuel ihr noch irgend eine Anregung, eine Unterhaltung vor: „Heute ist ein Vortrag, Liebste. — Magst du ins Volks- Sympyouiekonzert. Liebling? — Gehen wir wieder einmal ins Theater? Aber nicht in die vornehme Loge, in der du damals gesessen hast, als ich dich- zum erstenmal sah. Ganz ob-en, auf -der Galerie, Ijiört man auch prächtig!" Und im Karneval, was wären da für originelle Feste im Künstlerkreis! Wahrhaftig Hildegard erfuhr erst so recht, was Jugendübermut, was Faschingstollheit heißt, Wieviel ausgelassener Mutwillen in ihr selbst steckte, als sie mitthrem Mann'auf dem „Bänernbäll der Küristakademtker" tamstH sie als Sennerin, er als Tiroler Schafhirte in einem KostüiN von schauderhafter Echtheit. Auch in der gemütlichen Ecke in ihrem MohnKirnmA waren sie oft so unglaublich vergnügt, (Fortsetzung folgt-j 303 Die schlacht bei Bautzen. (20./21. Mai 1813.) Bon Hauptmann Greeven- Düsseldorf. -,,'Zum Teufel, Sie kriechen iaV' so fuhr Napoleon einen seiner Generale bei der Verfolgung der Verbündeten nach der mühsam gewonnenen Schlacht von Groß-Görschen an. Tie französischen Truppen hatten jedoch auch nur zwei Lungenflügel und nur am 5. Mai bei dem nördlich Chemnitz an der Mulde gelegenen Colditz gelang cs der Vorhut des Vizekönigs Eugen, die vom russischen General Milvradowitsch befehligte Nachhut zn einem ernstlichen Gefecht zu stellen. Aber an dem hartnäckigen Widerstand der Brigade Steinmetz vom Korps Borck zerschellte der Übermächtige Ansturm der Divisionen des Vizekönigs. So überschritten unter ständigen Nachhutgefechten die Preußen Unter Blücher bei Meißen und die Russen unter Wittgenstein bei Dresden am 7. Mai die Elbe. Während nun die letzteren ihren Rückzug über Bischofswerda aus das hinter der Spree gelegene Bautzen fortsetzten, bog Blücher von Meißen aus nach dem direkt in nördlicher Richtung liegenden Großenhain ab, um sich später wieder östlich der Spree mit den Russen zu vereinigen. Auch etlva 11000 Mann russischer Reserven unter Barclay de Tolly näherten sich von Thorn her der Bautzener Stellung. Da nun Napoleon vermutete, daß die Preußen zum Schutze ihrer Hauptstadt weiter nach Norden zurückgehen ivürden, setzte er den Marschall Ney mit seinem eigenen 3. und dem 5. Korps Lauriston, einschließlich der 10 000 am 11. Mai in Torgau zu ihm. stoßenden Sachsen etwa 66 000 Mann, nach der Mark in Bewegung. Mit seiner Hauptarmee — der Garde, dem 4. Korps Bertrand, dem 6. Marmont, dem 11. Macdonald und dem 12. Oudinot sowie dem 1. Kavalleriekorps Latour-Maubourg — überschritt Napoleon vom 11. Mai ab in mehreren Kolonnen bei Dresden die Elbe. Zu derselben Zeit nahmen die Preußen und Russen dicht östlich der Spree auf dem Höhengelände oberhalb und unterhalb Bautzen eine Verteidigungsstellung ein, deren linker Flügel sich an das böhmische Grenzgebirge, also an das Gebiet des schon bedenklich nach den Verbündeten hinncigenden österreichischen Nachbarstaates, anlehnte. Abgesehen von den bereits erwähnten Sachsen, die zusammcil mit der Division Durutte das 7. Korps unter Rehnier bildeten, hatte Napoleon inzwischen noch weitere erhebliche Verstärkungen erhalten. Die bayerische Division unter General v. Raglovich stieß'zum 12. Korps Oudinot, die württembergische unter General Franquemont zum 4. Bcrtraud und die westfälische unter General v. Hammerstein zum 6. Marmont. Hierdurch sowie durch frische Garden erhielt die Hauptarmee Napoleons einen Zuwachs von 34 Bataillonen, 23 Schwadronen und 14 Batterien, so daß sich ihre Gesamtstärke auf etwa 110 000 Mann belaufen mochte. Erst am Abend des 15. Mai erhalt Napoleon Gewißheit darüber, daß die Blüchersche Armee nicht ans Berlin, sondern nach Bautzen abgebogen ist. Sofort erhält der etlva auf der Mitte zwischen Berlin und Bautzen bei Kalan angelangte Ney den Befehl, unverzüglich mit seinem und dem Lauristonschen Korps über Senftenberg und Hoyerswerda auf Bautzen abzmnarschiercn, während Marschall Victor mit einem an der Elbe in der Bildung begriffenen neuen Korps die zur Deckung von Berlin bestimmten Truppen des preußischen Generals von Bülow beschäftigen soll. Erst am 18. Mai erfahren die Verbündeten durch eine auf- gefangene Depesche von Napoleons Generalstabschef, daß das Korps Lauriston, gefolgt von Ney, an diesem Tage in Hoyerswerda, also etwa 27 Kilometer von der rechteil Flanke der Stel- hing der Verbündeten entfernt, eintreffen werde. Noch am späten Abend wird General Barclay de Dolly mit zwei russischen Dioi- ftonen und dem Aorckschen Korps in Marsch gesetzt, um durch einen Vorstoß gegen Hoyerswerda die dreifach überlegene Neysche Armee ausznhakten. Zwar gelingt ein am 19. Mai unternommener Uüberfall auf die französische Vorhut, doch werden die Anssalltruppen trotz heldenhaften Widerstandes' der ost- und fvestpreußischen Regimenter Horcks in dem blutigen Waldgefecht .bei Königswartha—Wcißig gegen die Spree zurückgedrängt. Schon seit dem 12. Mai hatten die mit den unterwegs befindlichen Reserven Barclays etwa 97 000 Mann zählenden Verbündeten auf dem Ostufer dieses Flusses in der Höhe des dicht an der Spree gelegenen Städtchens Bautzen und weiter rückwärts ihre durch Geschützeinschnitte und sonstige Erdarbeiten verstärkte Stellung eingenommen. In dem vorderen Abschnitt auf den llferhöheu der in nordöstlicher Richtung fließenden Spree stand zwischen dem 3 Kilometer nordöstlich Bautzen gelegenen Dörfchen Burk und dem auf dem linken Ufer unterhalb des 'Gottlobs- Berges liegenden Nieder-Gurig der preußische General von Kleist mit etwa 2700 Preußen und ebensoviel Russen. Bautzen selbst tmd die südwestlich bis Doberschau sich hinziehendm Höhenzüge batte General Milvradowitsch mit dem tapferen russischen Korps des Herzogs Eugen von Württemberg und einem schwachen slie- Lendcn Korps besetzt. Ettva 4 Kilometer hinter diesen vorgeschobenen Truppen zog sich die über zwei Meilen lange Hanptstel- luna der Verbündeten hin. In großem Bogen von. den fast bis tzn die Spree vorstoßenden Kreckwitzer Höhen (7 Kilometer nordöstlich Bautzen) bis zu dem ebensoweit südöstlich der Stadt schon W der WM des Grenzgebirgcs gelegenen. Mehltheuer standen nacheinander die 23 000 Preußen Blüchers, bas 'Korps des Fürsten Gortschakow und die aus russischen Garde- und Greuadier- Regimcutern bestehenden Reserven unter dem Großfürsten Konstantin. Von den dem Marschall Ney entgegengerückten Truppen hatte General Barclay de Tolly mit etwa 13 000 Russen den am meisten gefährdeten rechten Flügel der Stellung, die int Anschluß an die Kreckwitzcr Höhen vorwärts der Dörfer Preititz und Gleina gelegenen, von Seen umgebenen Bergrücken gegen den übermächtigen Stoß seines Verfolgers zu halten, während das auf 4700 Preußen zusammcngeschmolzeue Korps Uorck bei dem südöstlich Kreckwitz liegenden Litten bereitgestellt mär. . .Seit dem 18. Mai, dem Tage, an dem der mit Wasfen- sttllstandsvorschlägen Beauftragte General Canlaincourt schon bet den Vorposten der Verbündeten zurückgewiesen loitd, ist der große Schlachtenkaiser damit, bcschäfsigt, die Korps seiner Hauptarmee zuui Angriff auf diese Stellung seiner Gegner zn entfalten. Gleichzeitig reitet er selbst an diesem und dem folgenden Tage unermüdlich bei seinen Vorposten hin und her, um bei Tage mit bent Fernglase und bei Nacht aus der Lage der Biwakfeuev die Ausdehnung und Stärke der Verbündeten zu erspähen. Als er die Ueberzeugiing gewinnt, daß Ney mit seiner Armee am 21. Mai in der Lage ist, gegen beit rechten Flügel des Gegners vorzustoßen, beschließt er, noch am 20. bie Bortruppen der Verbündeten auf ihre Hauptstellimg zurückzuwerfen, nm am folgenden Tage diese mit übermächtiger Umfassung durch Ney von Norden her anfzurollei!. Mm Vormittag des 20. Mai schiebt Napoleon seine Angriffskolonnen gegen die Spree vor. Schon gegen Mittag, nachdetst Marschall Soult mit dem 4. Korps Bertrand und der Kavallerie die Verbindung mit deut von Nordwestcn anrückenden Ney auf- genommeit, geht das 12. Korps Oudinot mitsamt der bayrischen Division Raglevich südlich Doberschau über den Fluß. In kräftigem Anrennen werden die dort postierenden Bortruppen des russischen Korps Gortschakow binnen weniger Stunden auf ihre Hauptstellung zwischen Mehltheuer unb der von Bautzen in ost- südöstlicher Richtung nach Hochkirch führenden Straße jurüife geworfen. Etwas später geht das 11. Korps Macdonald oberhalb Bautzen über die sonderbarerweise unzerstörte Steinbrücke', kann aber weder nach Osten noch gegen die West- und Südseite von Bautzen Gelände gewinnen. Erst als gegen 1 Uhb das 6. Korps Marmont mitsamt der westfälischen Division unter kräftiger Wirkung der Artillerie unterhalb Bautzen das rechte Sprceufcr gewinnt und mir stürmender Hand von der Nordseite her die Stadt in Besitz nimmt, gelingt es den vereinten Anstrengungen dieser beiden Korps, auch die östlich her ..Stadt stehenden Vortruppen vom Korps des Herzogs Eugen von Württemberg zurückzudrängen. Doch leisten die Russen dabei einen derartig hartnäckigen Widerstand, daß General Milvradowitsch erst gegen 6 Uhr diesen ihm anvertrauten größeren Teil der Vorstellung endgültig räumen läßt. Ein weit härteres Stück Arbeit hat Marschall Soult gegen das nördliche Drittel der Vor-Stellniig. Erst gegen 6 Uhr abends', als der Gottlobs-Berg durch die Württembergische Division Fran- quemont genommen wird, kann das 4. Korbs Bertrand das' rechte Ufer gewinnen. Mit eiserner Zähigkeit behaupten die Preußen unter Kleist noch eine Stunde lang die Uferhöhelf, dem pommerschen Regiment Kolberg gelingt es sogar, das verlorene Dörfchen Burk den Franzosen mit dem Bajonett wicdex zu entreißen. Erst als Soult das schon im Rücken, der Pommern liegende Niedcr-Kaina erstürmt, geht Kleist nach dem in der Nähe von Kreckwitz gelegenen Litten auf die Hauptstellung zurück. Gegen Abend entbrennt der Kampf nochmals kurze Zeit auf den beiden äußeren Flügeln. Auf dem linken gelingt es einem auf Befehl des Kaisers Alexander unternommenen Vorstoß der Russen, die Franzosen aus Mehltheuer.und einigen benachbarten Dörfern wieder herauszuwerfen. Aus dem rechten setzen sich die Bortruppen Neys unter General Kellerruaun in beit Besitz des von den russischen Jägern Barclays unter General Tschaplitz besetzten wichtigen Spreeüberganges bei Klix. Schon gegen 4 Uhr nachmittags hatte Napoleon seine Garden dicht östlich Bautzen auf- gestellt. Um 9 Uhr schlug et im bischöflichen Palais sein Hauptquartier auf und verbrachte in besonders zufriedener Stimmung fast die ganze Nacht damit, die Befehle für den kommenden Tag an seine Marschälle auszufertigen. Beim ersten Tagesgrauen beginnt am 21. Mai der Kampf auf dem südlichen Teil des Gefechtsfeldes. Wieder machen die Russen auf dem linken Flügel einen Vorstoß gegen das! 12. Korps Oudinot. Doch vergeblich. Sie müssen sogar die am Abend vorher eroberten Dörfer vor einem energischen Gegenangriff dieses und des 11. Korps Macdonald wieder herausgeben. Aber nur für einige Stunden. Gegen 11 Uhr treffen, von Kaiser Alexander abgeschickt, 12 russische Grenadier-Bataillone mit 24 Geschützen bei Miloradoivitsch eilt und entreißen den beiden französischen Korps die so heiß! erkämpfte Beute wieder. Stakt der wieder- holt und dringend erbetenen Unterstützungen tröstet Napoleon den Marschall Oudinot damit, um1 3 Uhr werde die Schlacht gewonnen sein. Während dieser Kümpfe auf dem rechten französischen Flügel spielt sich in der Mitte des Schlachtfeldes beim ,6. Korps Marmont und dem .4. Bertrand .unter. Soult nur 304 Vermischtes. 0 u p arl e frangais! English spoken! Deutsches Land, deutsche Städte, deutsche Häuser gleichen großen Läden, an deren Tür die einladende Inschrift prangt: On parle framjais! English spoken! Denn es gibt kein Gebiet des Lebens, iuo wir nicht mit einer Fülle von französischen und englischen Ausdrücken beglückt sind oder, da wir dein Fortschritt huldigen, int Laufe der Zeit einmal beglückt werden. Wenn wir uns ein Haus bauen oder uns eine Wohnungseinrichtung erstehen, wenn wir in einem Gasthof übernachten oder uns in einer Wirtschast an Speise und Trank laben wollen, ivemt wir uns mit Kartenspiel oder Tanz die Zeit vertreiben, wenn wir uns a>t Bewegungsspielen erfreuen oder einem Rennen zuschauen wollen, ivemt wir uns Waren, sie ieicn welcher Art sie wollen, ztt kaufen wünschen, wenn wir uns unterhalten, oder eine Zeitung, einen Roman lesen — wir wären verloren, ivenn ivir nicht zum Glück von Jugend auf den ausländischen Geist eingesogen hätten, wie es sich für das „Reich der Mitte", für gute Deutsche geziemt. Aber übertreibe ich nicht doch? Es ist natürlich nicht möglich, auf begrenztem Raume mit Tausenden von derartigen Ausdrücken aufzuwarten, es würde auch nur ermüden; es genügt, wenn ich hier einige Proben deutscher Auslandsseligkeit gebe. Aus folgenden Teilen besteht das „deutsche" Haus: Souterrain, Entre-sol, Parterre, Etagen und Mansarde; unter den Piecen (Appartements) finden wir Entree, Salon, Boudoir und — Closet, in den Zimmern Jalousien, Rouleaus und Stores, Portieren, Chaiselongue, Fauteuil, Buffet, Trumeau, Lustre, Plafond, Parkett u. a. m. Ebenso ist es im Gasthofs- und Vergnügungswesen: Hotel und Dependance, Portier, Lift und Lift-boy, Saison, Reunion, Etabli-sement, Restaurant, Cafe, Chambre separee, Chat noir, Cabaret, Variete, American Bar usw. Schlimmer vielleicht noch steht es mit der Speisekarte; da bietet man lins an der Table d’höte, beim Diner und Souper als Menu oder ä la carte: Bouillon, Tourne-dos, Entre-cOte, Boeuf a la mode, Sardinen ä l’huile, Ragout fin en coquilles, Vol-au-vent, Omelette aus conti tures usw. u!w-, oder auf englisch: Irish stew, Ham and eggs, Ox-tail soup, Welsh rarebit, Natives, Mixed pickles — aber nun ist's wohl genug 1 Nur noch im Vorübergehen ein paar Allsdrücke aus dein Beruf be§ „Merchant- tailor" und Verwandtem: Smoking, Cutaway, Sweater, Cape, Sealskin, Skunk, Box-calf, Goodyear Welt, Homespun, Liberty it. v. a. Und wie aus diesen und anderen Gebieten das meiste französisch oder englisch benannt wird, so heißt es auf dem der Musik trotz Richard Wagner noch durchweg:_ Si parla italiano, auf dem des Zigarrenhandels : Se habla espanol! Doch genug, genug! Die Sache ist ein hinhaltendes, fast ausschließlich von der Artillerie geführtes! ^^Jnzwischen macht sich aber der übermächtige Druck der Korbs Neu und Lauriston gegen den rechten Flügel der Verbündeten fühlbar. Schon gegen .11 Uhr befindet sich Barclay de Tolly in vollem Rückzüge, so daß das bereits tnt Rucken Blücher» liegende Preititz von der Division Souham genommen wird. Zwar wird das Dorf von einigen Bataillonen Blüchers und Kleists wiedererobert, doch müssen diese dem überlegenen Ansturm dreier Divisionen Neys nach einiger Zeit wieder weichen. tW gleichzeitig macht Soult gegen 1 Uhr einen ungestümen Angriff gegen das auf den Kreckwitzer Höhen stehende Korst» Blücher, wobei die württembergische Division Franguemont mit glanzender Bravour den Kopatschberg erstürmt. Zwar bleibt cher Weinberg und das Dorf Kreckwitz noch einige Zeit in preußischem Besitz, zumal Yorck von Litten her zur Unterstützung emgreift. doch nm 3 Uhr muß der tapfere Marschall Vorwärts zahnekmrfchend den in bewundernswerter Ordnung vor sich gehenoen mnckzng üuf Wurschen antreten. Auch die linke Flügel-Gruppe der Verbündeten unter Miloradotvitsch muß sich infolge eines trastigen Vorstoßes französischer Reserven gegen vier Uhr der allgemeinen rückgängigen Bewegung anschließen, wahrend in. der Mitte das Korps des Herzogs Eugen von Württemberg mit Hilfe einiger noch frischer Gardebataillone iwch eine Zeitlang ein zu scharfes Nachdrängen der Franzosen verhindert. Die überlegene Kavallerie der Verbündeten, die Erschöpfung der französischen Divisionen und die hüllenden Staubwolken eines orkanähnlichen Gewittersturmes machten dem zur Verfolgung unermüdlich anspornenden Napoleon ein Ausnutzen seines Sieges unmöglich. Nicht eine einzige Fahne oder Standarte hatten die Franzosen während des zweitägigen Ringens erbeutet, nur ein einziges, nicht mehr fahrbares Geschütz vom Korps Kleist und einige wenige russische waren in die Hände des Siegers gefallen. „Was? Nach solchem Blutbad keüie Resultate? Keine Gefangenen? Diese Leute werden mir keinen Radnagel zurücklassen!" entführ es grimmig den Lippen des vom Ergebnis des Sieges enttäuschten Schlach.ten- meisters. Der Kamps hatte ihn etwa 24 000 Tote und Verwundete gekostet, darunter allein 13 Generale, sogar 800 Gefangene hatte der Gegner ihm abgenommen. Die Verluste der Verbündeten beliefen sich nur auf 11000 Mann, _ davon 7300 Russen und 3700 Preußen, lind der am 4. Juni bei Plüswitz im Kreise Stricgau abgeschlossene Waffenstillstand bezeugte die Achtung, die der sieggewohnte Napoleon sich von seinen knorrigen Gegnern Hatte abringen lassen. trostlos, und am trostlosesten, daß Tausende, nein Millionen gar nicht wissen oder nicht wissen wollen, w i e trostlos sie ist. und ehe das deutsche Volk nicht einsieht, wie beschämend dieser Zustand ist, und wie recht die Fremden haben, wenn sie über soviel Selbstverleugnung den Kopf schütteln; ehe wir uns nicht aufraffen, kann -e§ auch nicht besser werden. Nun, ihr müßt wissen, was ihr tut, ich kann es nicht ändern; an meiner Tür aber bleibt geschrieben wie bisher (und ich wollte, viele machten es ebenso,: H i e r wird deutsch gesprochen. N. Palleske (Landeshut i. Schl.) kk. König Eduard und die — Zwiebeln. Im Gegensatz zu der bekannten amerikanischen Milliardärin Hetty Green, die die Zwiebel als die heilsamste Nahrung für Körper und Geist bezeichnete, gehörte König Eduard zu denen, die das Geschenk der Mutter Erde mit glühendem Hasse verfolgen. Zwiebeln waren ihm ein Graus und in seinen, in diesen Tagen erscheinenden Erinnerungen an „König Eduard den Automobilisten" erzählt C. W. Stamper eine hübsche Zwiebelgeschichte, in deren Mittelpunkt der verstorbene König steht. Es war in Biarritz. Der König hatte gerade das Auiomobil zur Ausiahrt besohlen, als im letzten Augenblicke ein Lakai zu Mr. Stamper, dem Äutornobiliugenieur heranstürzt und ihn warnt, sich dem Könige zu nähern. Ueberrascht fragt Stamper nach dem Grunde. „Aber Sie haben doch heute Zwiebeln gegessen", war alles, was der Lakai noch in Eile hinzu» fügen konnte. Selbstverständlich befolgte Stamper den wohlgemeinten Rat und hielt sich immer in respektvoller Entfernung. Abends hörte er dann, was sich am Mittag ereignet hatte. Der König hatte dem Lakai geschellt. Dieser war ins Zimmer getreten. Ter König öffnet den Mund, um den Befehl zu erteilen, als er unter Stirnrunzeln plötzlich zu schnüffeln beginnt. „Sie haben Zwiebeln gegessen?!" herrschte er drauf beit Lakai an. „Nein, Majestät," stammelt dieser zaghaft. „Doch, Sie haben Zwiebeln gegessen. Ich weiß es.....Schicken Sie mir Mr. Hiley (den Hofpostmeister) und Mr. Fehr (beit Hoikurier)." Der Lakai geht ab. Kurz baraus tritt der Hofpostmeister ein. Kaum ist er im Zimmer, als ber König den Bestürzten anschreit: „Hiley, Sie haben Zwiebeln gegessen." — „Nein", erwidert ber Postmeister und weicht instinktiv einige Schritte zurück. „Ich weiß, baß Sie es haben. Es ist einfach scheußlich." Während ber übrigen Unterredung hielt sich der Hoipostmeister in angemessener Entfernung. Dann kam der Hofkurier herein. Er blieb schon an der Türe stehen. Aber auch sein Zwiebelgeruch beleidigte die Geruchsnerven König Eduards sofort. „Ich will verfl .... sein, wenn Sie heute keine Zwiebeln gegessen haben." — „Ja, ja, ich glaube, der Koch muß wohl Zwiebeln in die Suppe getan haben," kommt es über die Lippen des zitternden Hofkuriers. — „Dann sagen Sie dem Koch, daß er nie mehr Zwiebeln in die Suppe tun soll." — „Jawohl, Majestät." — „Meine Diener sollen keine Zwiebeln essen. Es ist einfach ekelhaft," brummte ber König dann noch hinterher. kk. Eine ärztliche Konsultation aus d e r S t r a ße. Der „Gil Blas" erzählt eine hübsche Geschichte von einem bekannten Lyoneser Arzte Augagneur, die übrigens ähnlich auch von einer noch lebenden deutschen medizinischen Größe berichtet wird. Dr. Augagneur wurde, wie so mancher Arzt, gern von knauserigen Patienten aus der Stiaße, in; Salon, im Theater oder in der Gesellschaft „gesprächsweise" konsultiert. Eine sparsame Dame, die von Natur mit einer gehörigen Portion Kühnheit ausgestattet war, trieb es besonders stark. Eines Tages trifft sie den Arzt auf der Straße. Sie stürzt aus ihn los. „Ach, verzeihen Sie, einen Augenblick, Herr Doktor! Einen Augenblick nur 1 Ich halte Sie wirklich nicht lauge aus. Nur um einen kleinen Rat bitte ich." „Ziehen Sie sich aus," unterbrach sie Dr. Augagneur mit ernster Miene und einladender Handbewegmig. * Das Hindernis. Ein Jockei zum anbern: „Begreife nicht, wie dein Gaul heute ausbrechen konnte." — „Ha — wenn unser Gerichtsvollzieher . auf der Tribüne sitzt, der ih-n schon dreimal gepfändet hat?!" * Ausrede. Herr (zum Hausierer): „Die Uhr, die Sie mir verkauften, ist miserabel! Zehn Stimden geht sie gut, dann bleibt sie stehen!" — Hausierer: „Na, wenn Sie zehn Stundest gehen, werden Sie auch a bisserl ausruh'n wollen!" Magisches Tuadrak. In die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Buchstaben BHEEIIKLLOOOOT Z Z derart einzutragen, daß die wagerechten u. senkrecht. Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: 1. Ein Naturprodukt. 2. Ein Musikinstrument. 3. Name aus der nordischen Mythologie. 4. Heilt ost die schwersten Wunden. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer: Wohl« —- Altötting — Silber — SSigi — Ijchtid — Eiche — Scberenberg — Erbten; Das R i e s e n g e l> i rg e. Siedaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag ber Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R, Lange, Gieß«»