M3 - Tu. 28 Mittwoch, den 19. Februar Ji'M! MW yW/äiMm 8 BImMI® ^^MMWMWL: ^VhohuffTgüte. h.'Noii. Gi<.sse Don Frühling ju Frühling. Roman von Erich Eb en stein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) XVIII. 'Das Testament, Meiches Fran Bettina kurz vor ihrem ' Ove gemacht hatte und dessen Bestimmungen selbst Bürger unbekannt waren, enthielt seltsame Bedingungen. -S-dltsain wenigstens für die Welt, welche bar in nichts «13 die Eifersucht der Mutter gegen den Nachfolger ihres Sohnes erblickte. Meta ivar zur Universalerbin ernannt, jedoch mit der Bedingung, daß sie vor Antritt der Erbschaft von ihrem zweiten Manne völlig rechtskräftig geschieden sei. Sie hatte nicht den mindesten Anspruch auf einen, wenn auch noch so unbedeutenden Teil des Nachlasses, solange sie den Namen Montelli trug. Hermin-enruhe und die Villa „Pax" sollten geschlossen werden, bis die Erbin in der Lage sei, weiter darüber zu bestimmen. Konradcheir erhielt ein Legat, ebenso die gesamte Dienerschaft. Lorinfer und Frau Lott sollten außerdem auf Lebenszeit ihren bisherigen Lohn als Rente weiter beziehen. Wenn Meta binnen Jahresfrist nicht von ihrem Manne geschieden sei, falle der gesamte Nachlaß Frau Bettinas an ihren Enkel Konrad. Zum Testamentsvollstrecker ivar Konrads Vormund und Vermögensverwalter, der Rechtsanwalt Doktor Tanner, ernannt, welcher durch private Weisungen außerdem genau mit dem Willen der Verstorbenen bekannt gemacht sei. Meta kannte den Rechtsanwalt kaum. Der nach Peter- manns Tod ursprünglich als Vormund eingesetzt« Doktor Melden war vor einem Jahre gestorben und mit seinem Nachfolger hatte Meta bisher immer nur schriftlich verkehrt. Sie ivußte mir, daß er seit langen Jahren Frau Bettinas Vertrauen genoß und von ihr in allen wichtigen Dingen zu Rate gezogen wurde. Er war ein schweigsamer alter Herr, etwas trocken und sehr förmlich. Am Tage der Beerdigung noch setzte er Meta höflich davon in Kenntnis, daß die Villa nun amtlich geschlossen werden müsse, er sie deshalb leider bitten müsse, ihre Abreise zu beschleunigen. Sie kam sich vor wie auf die Straße geworfen. Wohin sollte sie denn? Das konnte unmöglich Mamas Wille gewesen sein? Der Rechtsanwalt zuckte bedauernd dir Achseln, „Es War. sogar Frau Petermanns ausdrücklicher Wunsch. Wenn ich mir erlauben dürfte, meine Meinung auszusprechen, so ginge sie dahin, daß Frau Petermanu dadurch Herrn von Montelli leichter bewegen zu können glaubte, in die Scheidung zu willigen. Ich nehme an, daß gnädigtz Frau selbst dazu entschlossen sind?" „Ja," antwortete Meta matt. „Aber wie? Er weigert sich doch. . ." „Das wäre fatal, denn soweit ich durch Frau Peter- manu eingewetht bin, käme als Scheidungsgrund nur unwiderstehliche Abneigung beider Teile gegeneinander in Frage. Oder gibt es vielleicht sonst irgendeinen Um stand/den gnädige Frau gegen Ihren Gatten geltend machen könnten?" Meta errötete und senkte den Kopf. „Nein." „Dann werden Sie also alt Ihre Macht aufbieteni müssen, um ihn auf gütlichem Wege zur Einwilligung in die Scheidung zu bewegen. 'Die Testamentsbestimmungen, welche Sie selbst vorläufig völlig mittellos machen, werden dabei Ihre beste Unterstützung sein. Ich muß Sie glerchz>eitig daran erinnern, gnädige Frau, daß Ihre Rente auf fast ein Jahr hinaus vorausbezahlt würde." „Ich weiß es." Nachdem der Rechtsanwalt sich empfohlen hatte, blieb Meta in dumpfer Betäubung am Fenster sitzen. Wie peinlich und demütigend das alles war! Eine Bettlerin. . . Montelli trat ein. Er hatte im Nebenzimmer die ganze Unterredung mit angehört und bebte förmlich vor Wut. „Du bist also tatsächlich entschlossen, mich für alle Zeit abzuschütteln?" sagte er heiser. „Konntest du vielleicht etwas anderes erwarten ?" „Nun — es gibt vielleicht. Frauen, die trotzdem anders handeln würden 1 . . edler . . . selbstloser. Verzeihen Wunen ist das höchste Vorrecht des Weibes. Freilich, bei dir liegt die Sache so, daß du eine reiche Frau wirst ohne mich . . . schließlich kann man es dir ja nicht verdenken, wenn du auf deinen Vorteil bedacht bist. Es ist nur die: Frage, ob ich so selbstlos bin, da mitzutun." Meta antwortete nicht. In ihr war nach all den Aufregungen eine grenzenlose Gleichgültigkeit eingetreten, di« sie unempfindlich machte gegen alles. Sie ivar zu müde, um zu empören, zu müde, um zu denken. Montelli blieb vor ihr stehen und blickte höhnisch auf sie herab. „Uebrigens wirst du vorläufig wohl den gemeinschaftlichen Haushalt noch aufnehmen müssen und froh fern, wenn ich dir ein Dach anbiete. Dieser famose alte Herr hat dich ja hier einfach hinauAgewvrfen! Ich habe seoben mit Lena gesprochen. Ein Kinderfränlein können Wir uns freilich nun nicht mehr leisten. Deshalb' habe ich sie entlassen." Meta hob den Kopf. „Lena entlassen?" wiederholte sie mechanisch, als begreife sie nicht recht. 110 „Natürlich. Und heute abend reisen wir nach Wien. Eine Ringsttaßenwohnuiig kann ich dir selbstredend nicht anbieten und die paar Sachen, welche noch in Dopvlanyi And, zählen nicht, da sie verkauft werden müssen, um die dringendsten Schulden zu bezahlen. Wir werden also eine möblierte Mietwohnung beziehen in einem billigeren Viertel." Meta antwortete nicht mehr, ließ aber alles über sich ergehen, was Montelli anordnete. Mit dem Nachtzug reisten sie nach Wien. Schon unter- ivegs, als Monlellis Mick einmal auf den schlafenden Konrad fiel, kam es wie unwillkürlich über seine Lippen: „Wenn das Kind da nun stürbe, dann wärst du seine natürliche Erbin." Das Herz blieb Meta still stehen vor Schreck über diese Worte. Ganz fassungslos blickte sie Montelli an. Was meinte er denn? Hoffte er auf den Tod ihres Kindes? Wollte er sie darum etwa nicht freigeben? Er lächelte über ihren entsetzten Blick. „Nun — es war nur so ein Gedanke, der mir gerade durch den Kopf fuhr... es stirbt kein Mensch an Gedanken." Aber dann, als sie in der engen kleinen Mietwohnung im 9. Bezirk saßen, billige fremde Möbel um sich und kahle Brandmauern mit Schloten vor den Fenstern, als Montelli sich vergeblich um irgend eine Beschäf.igung umsah und gezwungen war, die Großmut ehemaliger Freunde In Anspruch zu nehmen, da sprach er diesen Gedanken aber- mals ans. Und diesural klang es nicht scherzhaft. Die Tage vergingen entsetzlich langsam. Meta führte Las Kind an die Luft, aß mittags stumm mit Montelli das Essen, welches man aus einem billigen Speisehaus holen ließ, und verbrachte die Abende meist allein, da Montelli, angeblich nur um die Beziehungen zu ehemaligen Freunden sufrecht zu erhalten und so leichter eine passende Stellung zu finden, in Restaurants ging. Meins Schmuck, ihr Silber, überhaupt alle Wertgegen- Mude waren bereits versetzt von Montelli. Sie war überzeugt, daß er 'heimlich spielte, hielt es aber für zwecklos, ihm Vorstellungen darüber zu machen. Es wunderte sie manchmal, daß sich von seinen Gläu- Vigern bisher keiner gemeldet hatte, und sie zitterte Tag kür Tag davor. Was sollte sie ihnen erwidern? Womit sie vertrösten? Reinspergs Anerbieten damals hatte sie ab- gelehnt in der Hoffnung, diese Schulden selbst bezahlen zu Rinnen. Nun hatte er seine Reise nach Tibet bereits angetreten, wußte vielleicht gar nicht, daß Frau Bettina gestorbnen war Und glaubte alles geordnet. Ihn brieflich um Hilfe M bitten, schien Meta gänzlich unmöglich. Die Stunde, wo sie es vielleicht mündlich hätte tun können, ohne sich zu erniedrigen, war vorüber. So standen die Dinge, als sich eines Tages in Montellis Mwesenheit ein Herr bei ihr melden liest dessen Name ihr wie ein Schreck durch alle Glieder fuhr. „Ferdinand Maier" stand auf der Karte. Sie erinnerte sich, daß Montelli von einem Wechsel gesprochen, den er diesem Manne ausgestellt hatte mib der am 1. August fällig war. Es fehlten nur mehr sechs Tage zum 1'. August. Was um Gotteswillen sollte sie ihn: sagen? Ehe sie noch recht überlegen konnte, stand Herr Maier schon vor ihr. Er sah sehr reputierlich aus und benahm sich dnraus höflich. Er komme, sagte er, um der gnädigen Frau den Wechsel zu präsentieren, Elchen sie und ihr Gatte ausgestellt hatten. Daß von Herrn von Montelli momentan nichts zu bekommen sei, wisse er schon, aber der Wechsel sei ja von ihr mit unterschrieben und garantiert, ob er darauf rechnen könne, das Geld zu dem fälligen Termin richtig zu erhalten? Es seien ihm Gerüchte zu Ohren gekommen über gewisse Testa-- mentsbesttmmnngen, die er indessen vorläufig nicht glauben wolle ... es würde ihm sehr leid tun, gerichtlich Vorgehen zu müssen, wenn die Gerüchte auf Wahrheit beruhten, aber das wäre dann ja heller Bettug . . . Was er noch weiter sagte, hörte Meta nicht mehr. Sie starrte auf das Papier, das groß und deutlich ihren Namen trug, und alles andere begann sich vor ihren Angen zu drehen. Da war es nun, was sie UM jeden Preis hatte der- nretden wollen: der öffentliche Skandal, das nakte Verbrechen. Nicht einmal davor war er zurückgeschreckt. Sie strich sich mechanisch Wer die Stirn. Wie eine Vision ftmti)1 plötzlich die Zeit vor ibr, da Montelli als eleganter Offizier sich in den Salons der alten Petermanns bewegt hcitte^ ein vornehmer Mann, den alle achteten Konnte der Mensch so tief sinken? „Und was nun? Was nun? fragte sie sich verzweifelt. Herrn Maiers Stimme riß sie brutal in die Wirklichkeit zurück. Er fragte, ob die Unterschrift ettea nicht echt sei, da sie so bestürzt scheine? Und mut kam mit einem Male eine seltsame Ruhe und Klarheit über Meta. Sie begriff, was sie längst hätte ernennen sollen •— daß sie überlauter Grübeln das Handeln vergessen hatte,, daß sie geschont und getragen hatte, wo sie längst hätte! aufgeben sollen. Ihr ganzes Leben hindurch hatte sie sich treiben lassen von den Verhältnissen, ohne ihrer ein einziges Mal Herr zu werden. Wie ein Weib hatte sie gehandelt — nur wie ein Weib, wo ihre Lage einen ganzen Menschen erforderte. Sie stand auf und blickte Herrn Maier fest an. „Meine Unterschrift hier ist gefälscht," sagte sie klang- los, „ich werde versuchen, Ihnen irgendwie zu Ihrem (Selbe zu verhelfen . . . wenn es mir nicht gelingen sollte, dann . . . kann ich Sie nicht hindern, von Ihrem Rechte, Verant- worttmg zu verlangen, Gebrauch zu machen. Darf ich einstweilen um Ihre Adresse bitten?" Herr Maier schrieb die Adresse auf ein Matt Papier und verbeugte sich schweigend. Melas Ruhe imponierte ihm, ihre Verstörtheit tat ihm leid — aber schließlich: Geschäft bleibt Geschäft. Nachdem er gegangen war, holte Meta das Kind aus dem Nebenzimmer und kleidete es mechanisch an. Als sie beide zum Ausgehen bereit waren, trat sie noch für einen Moment bei der alten Frau nebenan ein, von welcher sie die Wohnnitg gemietet Hutten. „Wentt mein Mann heimkommt, und nach mir fragt, Frau Wardein, dann sagen Sie ihm, bitte, daß er nicht auf mich märten möge." Die Frau sah ihr verwundert nach. Was sollte das denn mm bedeuten? Meinte Frau von Montelli, daß sie überhaupt nicht wicderkäme? Ehe sie eine weitere Frage stellen konnte, war Meta indessen schon verschwunden und stieg mit Konradchen die Treppe hinab. (Fortsetzung folgt.) Abenteuer der Brigadier Gerard. Voit C. Doyle. x. Wie sich der Brigadier bei Wat er loo aus zeichnete^ (Fortsetzung.) Wer ein kleines Abenteuer unterbrach die Monotonie dieses langen Wartens. Ich saß an meinem Guckloch und freute mich, das; das Korps bald vorbei, und der Weg bald für meine Reise frei sein mürbe, als ich plötzlich aus französisch einen lautert Wortwechsel in der Küche hörte. „Sie haben nichts oben zu tun!" schrie eine Frauenstimme. „Ich sag Ihnen, daß ich trotzdem 'naufsteige!" erwiderte ein Mann, und dann klangs wie eine Balgerei. Sofort guckte ich durch die Ritze in der Küchendecke. Itnten an der Leiter stand die kräftige Wirtin wie ein treuer Wacht- Hund, während der junge deutsche Arzt, bleich vor Zorn, und mit aller Gewalt 'rauf in die Höhe steigen wollte. Mehrere der deutschen Soldaten, die sich wieder von ihrer Ohnmacht erholt hatten, saßen am Stoben und sahen bem Streit mit dummen, aber aufmerksamen Gesichtern ruhig zu. Der Wirt war nirgends zu fetal. „Es ist kein Branntwein droben," sagte die Frau. „Ich will auch gar keinen Branntwein; ich brauche .Helt ober Stroh, um diese Leute hier drauf zu legen. Warum sollen sie auf den harten Steinen liegen, wenns Stroh oben gibt?" „Ta liegt keins." „Was ist denn oben?" ,Leere Flaschen." ‘ ,,Sonst nichts?" „Nein." Einen Moment Iain mies vor, als ob der Arzt von feinem Vorhaben ab stehen wollte, aber einer von den Soldaten deutete nach der Decke. Ich konnte seinen Wotten so viel enhiehuien, daß 111 }«. das Heu durch bte Risse in 8er Decke durchsetzen konnte. Die Frau protestierte nunmehr vergeblich. Zwei Soldaten, die sich wieder besser rühren konnten, zerrten sie beiseite und hielten sie fest, während der junge Doktor die Leiter 'raussprang, die Tür auf stieß und auf den Boden kletterte. Ms er die Tür aufmachte, schlüpfte ich dahinter, aber der Zufall wollte es, daß er fte gleich wieder hinter sich zuschlug, und so standen wir uns denn von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ich habe nie im Leben einen so erstaunten jungen Mann gesehen. -Ain, französischer Offizier?" keuchte er. »Pst! pst!", machte ich. „Kein lautes Wort." Ich hatte blank gezogen. »Ich bin kein Kombattant", sagte er; „ich bin Arzt. Warum bedrohen Sie mich mit dem Säbel? Ich bin nicht bewaffnet." »Ich will Sie auch nicht verletzen, aber ich muß mich doch schützen. Ich habe mich hier versteckt." »Ein Spion!" , „Ein Spion trägt keine solche Uniform, noch befinden sich Spione beim Stab einer Armee. Ich bin irrtümlicherweise mitten in das preußische Korps geritten, und habe mich hier in der Hoffnung verborgen, wenn es vorbei ist, zu entkommen. Ich will Sw nicht anrühren, wenn Sie mich in Ruhe lassen, aber, wenn Sie mir nicht versprechen, über meinen Aufenthalt hier keinen Ton verlauten zu lassen, werden Sie nicht lebend von diesem« Boden 'nunterkommen." „Sie können Ihren Säbel ruhig wieder in die Scheide stecken," antwortete der Arzt, und ich bemerkte ein freundliches Zwinkern in seinen Augen. „Ich bin von Geburt ein Pole und fühle durchaus keinen Haß gegen Ihre Nation. Ich sorge nach besten Kräften für meine Patienten, aber das übrige geht mich nichts an. Husaren zu fangen, gehört nicht zu den Funktionen eines ®r»te§. Wenn Sie nichts dagegen haben, will ich nun mit Diesem Bündel Heu hinuntersteigen und für die armen Kerle drunten ein Lager zurechtmachen." 3ch hatte ihm' eigentlich den Eid darauf abnehmen wollen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß wenn jemand die Wahrheit Nicht sagen will, er sie auch nicht schwört, und daher stab ich mich damit zufrieden. Der Arzt machte die Falltüre auf, warf soviel Heu hinunter, wie er für seine Zwecke brauchte, stieg daun die Leiter hinab ilud ließ die Tür über seinem Kopf jvieder zufallen. . Ich beobachtete ihn sehr eifrig, als er zu sDistDis Krankeii ging, und dasselbe tat auch meine Freundin, die < aber er sagte nichts und beschäftigte sich lediglich mit der Pflege der Soldaten. Ich nahm bestimmt an, daß mittlerweile der Rest des Armee- iurps vorbei sei. Ich ging also an mein Guckloch, um zu sehen, ob die Luft rein sei, denn nm ein paar Nachzügler würde ich Mich nicht weiter kümmern. Tas erste Korps war tatsächlich auch vorüber, und ich konnte die letzten Glieder des Fußvolks iw,Walde verschwinden sehen; aber Sie können sich meinen Schrecken vorstellen, meine Herrn, als ich aus dem „Forst de St. Lambert" ein zweites Korps hermiskoMmen sah, ein ebenso starkes wie das serste. Ta konnte kein Zweifel mehr bestehen, daß die ganze preussische Armee, die wir bei Ligny vernichtet zu haben glaubten, im Begriff !var, sich aus unseren rechten Flügel zu werfen, während der Marschall Grouchh durch irgend eine Täuschung weggelockt morden war. Ta ich den Kanonendonner schon stärker hörte, sagte ich mir, daß die preußische Artillerie, die an mir vorbei- !gezogen war, schon in Aktion getreten fein müsse. Denken Sie sich nun in meine schreckliche Lage, Messieurs! Stunde um stunde verging; die Sonne sank bereits nach Westen. Dabei >var das verfluchte Wirtshaus, in dem ich versteckt lag, wie eine Keine Insel, rundum! von preußischem Militär umwogt. Es fvar von größter Wichtigkeit, daß ich Grouchh erreichte, Und trotzdem konnte ich nicht 'naus, ohne sofort gefangen genommen zu werden. Sie können sich denken, wie ich fluchte und mir die Haare ausraufte. Wie wenig wissen wir doch, was uns Vorbehalten, ist! , Während ich gegen mein widriges Geschick wütete, hatte mich dieses selbe Geschick zu einer weit höheren Aufgabe misersehen, als Grouchh einen Befehl zu übermitteln — eine Aufgabe, die mir nie zuaefallen wäre, die ich nie hätte erfüllen können, wenn ich nicht in dieser Kneipe am Rand des „Forst de Paris" festgehalten worden wäre. Zwei preußische Korps waren vorbei Und ein drittes zog herauf, da horte ich mit einem mal Lärm und mehrere Stimmen rm Gastzimmer. Ich legte mich auf den Boden und konnte durch feinen Spalt sehe», was vorging. Ich «öblickte zwei preußische Generäle, die sich über eine auf deur Tisch ausgebreitete Karte beugten. Mehrere Adjutanten Und, Stabsoffiziere standen schweigend drum 'rum. Von den Zwei Generälen war der eine ein heftiger alter 'Mann mit weißem Haar und mit Furchen im Gesicht, mit einem wüsten grauen, Schnurrbart und -einer belfernden Stimme, Ter andere war Noch jünger, und ruhiger und vornehmer. Er maß mit dem Zirkel Entfernungen auf der Karte ab, während fein Begleiter mit den Füßen stampfte und rauchte und fluchte wie ein Hnsaren- wachtin'eister. Es war merkwürdig anzusehen, den Altmr fo feurig Und den Jungen so zurückhaltend. Ich konnte im Einzelnen ihr Gespräch nicht verstehen, aber im großen und ganzen war ich Usir klar darüber, was sie vorhatten. . //Ich sage Ihnen, totr müssen vorwärts, immer Vorwärts!" [•mie der alte Knabe mit einem drastischen deutschen Fluch. „Ich habe Wellington versprochen, mit der ganzen Armee zu ihm zu Itonen, und wenn ich auf meinem Gaul mit Riemen festgebunden werden müßte. Bülows Korps ist in Aktion und das Zietheuschs soll ihm mit sämtlichen Mannschaften und Kanonen zu Hilfe kommen. Vorwärts, Gneisenau, vorwärts!" Der andere schüttelte den Kopf. i „Sie müssen bedenken, Exzellenz, daß sich die Engländer wenn sie geschlagen werden, nach der Küste zurückziehen werden« /ölt welche Sage wollen Sie dann kommen, wenn Grouchh zwischen Ihnen und dem Rhein steht?" „Wir müssen sie schlagen, Gneisenau; der Herzog Und ich werden sie zu. Staub zermalmen. Drauf, drauf! ist die Losung. Der -ganze Krieg wird mit einem Schlag beendigt sein. Ziehen Sie Pirsch heran, so können mir sechzigtausend Mann in die Wag-. schale werfen, während Thiel-mann den Grouchh bei Wabern festhält." . Gneisenau zuckte mit der Schulter; in diesem Moment trat eine Ordonnanz ein und meldete: „Ein Adjutant vom Herzog von Wellington." „Ha! ha!" rief der Mte; „hören wir, was er uns bringt.^ Ein -englischer Offizier, Mit Schmutz und Blut bedeckt, wankte ins Zimmer. Er hatte ein blutiges Taschentuch um den Arm gebunden Und hielt sich am Tisch fest. Um nicht zu fallen. „Ich habe eine Botschaft für den Marschall Blücher," sagte cr.: „Der Marschall Blücher bin ich. Sprechen Sie, sprechen Sie!" rief ungeduldig der Alte. „Der H-erzog hat mir befohlen. Ihnen zu sagen, daß sich die englische Armee allein halten kann, und daß er um den Ausgang keine Bange hat. Die französische Kavallerie ist geschlagen, zwei Infanterie-Divisionen sind vernichtet, nur die Garde ist noch in Reserve. Wenn Sie uns tatkräftig unterstützen, wird die Niederlage einem: vollständigen Ruin —" Er sank in die Knie und siel rücklings zu Boden. „Das, genügt mir vollkommen!" rief Blücher. „Gneisenau senden Sie sofort einen Boten,zu Wellington und lassen Sie ihU» sagen, daß -er sich voll und ganz- auf mich verlassen kann. Kommen Sie, meine Herren, wir müssen ans Werk!" Er stürmte hastig zur Tür 'naus, sein ganzer Stab klirrte hinter ihm' her, während zwei Soldaten den englischen ^libjutanten zum- Arzt brachten. Gneisenau, der Generalstabschef, hatte noch eilten Augenblick gezaudert; dann legte er einem1 der Adjutanten die Hand auf bie Schulter. Der Junge war mir schon ausgefallen, deust ich habe immer -ein gutes Ange für einen feinen Kerl. Er wap groß und schlank ,der richtige Typus eines Reiters; tatsächlich, in seiner Erscheinung lag etwas, das sie meiner nicht unähnlich machte. Er hatte ein verwegenes, kühnes Gesicht wie ein Falke, unter dichten, buschigen Brauen funkelten ein Paar trotzige Augen hervor, aber die größte Zierde war sein Schnurrbart, auf Grund dessen ich ihn in die Renommier-Schwadron meiner Husaren eingestellt haben würde. Er trug einen grünen Waffenrock mit weißen Aufschlägen und -einen Helm mit Pferdeschweif — ein Dragoner, wie mir schien. „Hören Sie, Graf Stein," sagte Gneisenau zu ihw. „Wem» der Feind auch vernichtet wird und der Kaiser entkommt, Nützt es nichts; er wird ein zweites Heer sammeln, und wir haben dieselbe Arbeit noch 'mal. Wenn es uns aber gelingt, den Kaiser zu fangen, dann ist der Krieg wirklich beendigt. Ein solches Ziel ist einer großen Anstrengung und eines großen Wagnisses wert." Der junge Dragoner erwiderte nichts, sondern hörte aufmerksam zu. „Vorausgesetzt, daß sich die Worte Wellingtons bewahrheiten. Und die Franzosen in wilde Flucht geschlagen werden, wird der Kaiser sicher nach Genappes und Charleroi fliehen, well das der 'kürzeste Weg nach der Grenze ist. Wir dürfen wohl annehmen, daß er flotte Pferde hat, und daß ihm die Fliehenden den Weg bahiicn. Unsere Reiterei muß die Nachhut der geschlagenen Armee verfolgen, aber der Kaiser wird sich ganz vorne beim Gros befinden." Der junge Dragoner nickte. „Ihnen, Graf Stein, möchte ich den Kaiser empfehlen. Wenn Sie ihn fangen, wird Ihr Name in der Geschichte fortleben. Sie stehen im Ruf, der beste Reiter in unserer Armee zu sein. Wählen Sie sich -einige Kameraden, welche Sie wollen — zehn bis zwölf dürsten genügen. Sie sollen nicht in die Schlacht eingreifen, sich auch nicht der allgemeinen Verfolgung anschließen, sondern sich abseits halten und Ihre Kräfte für ein edleres Ziel auffstaren^ Verstehen Sie mich?" Der Dragoner nickte wieder. Dieses Schweigen impo- nierte mir. „Die Details überlasse ich Ihnen. Greifen Sie nach feinem! anderen als nach dem Höchsten. Tie kaiserliche Kutsche können Sie nicht verwechseln, ebensowenig, wie Sie sich in der Person des Kaisers irren können. Nun muß ich dem Marschall feigen« Adieu! Wenn ich Sie je wiedersehe, so hoffe ich. Ihnen bei der Gelegenheit zu der Tat gratulieren zu können, deren Kunde durch ganz Europa bringen wird." Der Dragoner salutierte, und Gneisenau eilte aus dem Ziist-- toer. Der junge Offizier blieb ein paar Augenblicke in tiefest 112 vermischtes. kf, $8 ie Prinz Hu ui bett um Prinzessin Marghe- xjta freite. In italienischer Sprache ist dieser Tage aus der Feder von Fanny Zamvmi-Salazar eine Biographie von „Margherita von Savoyen, Italiens erster Königin", erschiene». Unter vielen anderen anekdotenhaften Zügen erzählt die italienische Schrift- Redattion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der BrülMen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. ivorden wcireiesen ^e.<)cu sonderbaren „Einzelbernsen" findet mau i in jeber Unterabteilung eine Anzahl bisher ziemlich unbekannter I , Spezialfächer". Auch unter den Frauen gibt es viele, die sich >nit etwas „Besonderem" ihr Brot verdienen. So merster Lime die foaenannten „goats“=Sünbenbäcfe. vjbre -Tätigkeit besteht darin, I sich täglich niid so ost dies erforderlich sein sollte, oftentttch abkanzeln und dann ans ihrer Stellung forlschicken zu taffen. Erscheint z. B. in einem Warenhaiis »iw. im Beschwerdebureau em ärgerlicher, unzniriedener oder beleidigter Kunde, so imrb von der -awftebetut de? Bureaus sofort ein Sündenbock zur Stelle beordert, m Gegenwart des zürnenden Kunde» ilreng ins Gebet genommen und auf der Stelle, mif Grimd der Anschuldigung, entlassen. •liefe kleine I Sift söhnt meistens die Kundschaft mit bem Geschäft ivteber voll | ftänbia «u8 unb — ber Süubenbock hat seine Arbeit getan. Weibliche Polizei-Angestellte konnnen schon häufiger vor, ebenso Verwaltungs-Beamtinnen verschiebener Art. . Eine Frau im Staate Pennsylvania versteht es, sich ein recht nettes Sümmchen durch das Züchten echt persischer Katzen zu erwerben. Diese luertuofien Tiere erzielen nämlich emen Preis uoit etwa 25—100 £ — 500-2000 Mark. Eine andere, ebenfalls sehr unternehmuugSlnstige Jraii in Maryland beschäftigt fiel) mit Tanbenzilcht, die ihr ein jährliches Emkoinnien voii durchschiiittlich 700 £ => 14 000 Biark sichert. . „ . »um Schluß sei noch ein hochlt emtraglicher Haubelszivetg erwähnt, zu bem sich ein Mann in Seattle bekennt. Sein Amt bestehl darin, den borstenartiqen Schnurrbart der Wa.toffe, die in ber Beringstraße erlegt wurden, an sich z» bringe» unb zu ver- bcwdeln. Diese starken Borsten werbe« den Tieren unter der Nase berauSqetissen, in Bündelcheii vereinigt unb durch Agenten nach Rhina als - Zahnstocher verlaust, wo sie sehr hoch bewertet werden und äußerst gesucht siiid. Bei einem bejahrten Walroß Und die Borsten ungefähr einen Fuß lang unb so dick wie em Bleistift. Werden diese zähen Borsten nun in bümie L-tabchen geschnitten, i0 kann man sie bequem zwischen die Zähiie schieben, ohne sie ab- zubrecken ober damit das Email der Zähne zu beschädige», »seine Jahreseinnahme von 1911 beziffert dieser unternehmende Händler von Walroß-Schnurrbärten ans etwa 1000 Dollars. Eigenartige ErwerbsZweige. , Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ntsoiider heit, was Erwerbsfähigkeiten anbetrisst, zeigt ««* *” ■ £"$5*d 1 2p,..[ich genauen BernfsslatiMk einige einzig dastehende ^eimm UgÜngen Diese Statistik weift nämlich nicht oOem toamn elbein e auf, wie Tischler, Schlosser, 'Mechaniker usiv. usw , fonöeut anbei dem genaueste Unterabteilungen, die angeben, was jebe Ei,,-eine, quasi als Spezialiach, zu teilten hat. auf diese -treiie st« en sich eü e Menge eigenartiger Beschäftigungen heraus, >vaS sicherlich Üi mehr als einer Hinsicht lehrreich unb interessant fern Einzig i» seiner Art, ivenigstens bis leist, ist ber Paverb als Schlau",enzüchter unb Handelsmann". Dieser Herr besitzt eine Schlangenfarm in Texas unb betreibt seit fieben fahren einen schivunghasten Schlangenhaudel. Allein im Jahre 1910 verkauf e eb etwa 150 000 Schlangen, darunter Klapperschlangen, die für zoologische Institute, Zirkusse und medizinische Zivecle erstandeii ivurden. Bernfsziveig, bet nur einen Mann in KansaS Cüy aufweift, ist das Aussangen des Rauches von 'rennenden volz- klöheir des amerikanischen Walnußbaumes tu luftdichten Glasern. ^Lch^RäÄeU^umr'a^ bei. Gläsern" her'änsgelassen' wstd I SmS'ÄÄ’» * Scherz frage. „Welches ist der Unterschieb zivischeu etiteiui Schneider und einem Schutzmaim?" — „Der Schneider faßt, em. unb liefert «8 und der Schutzmann faßt ab uw liefert: em. Gedanken stehen. Daun folgte er feiittfirt Generälstabschef Sem sRfctb ein prächtiger, kräftiger Brauner mit zwei weißen Fußen, war miP Türpfosten angebusiden. Er schwang sich i« den Satte nnb ritt an eine Mteilung Reiterei, die eben vorbei am, ®r sprach eilt paar Worte mit einem Offizier, der das Regiment Mitte. Gleich darauf sah ich, zivei Husaren — cs war ein Äufaren-Regiment — ihre Glieder verlassen und neben dem Grafen Stein Ausstellung nehmen. Das nächste Regiment wurde ebenso angehalten, und der Patrouille wurden zwei lUanen zuge- fügt Das folgende lieferte ihm zwei Dragoner und da» letzte »wer Kürassiere Dann nahm er seine kleine Reitergruppe betseite, versammelte sie um sich und setzte ihnen auseinander, was |te tun sollten Danach ritten die Neun zusammen weg und verschwanden in dem „Pariser Wald". (Fortsetzung folgt.) Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. _ Der Gara » S. »An bem ofterabent (Abend vor Ostern — so erzählt ein Nürnberger Chronist — do man jalt (jäöltft 1423, do kam zwischen dem garans und einer urlltthn das ■■ und plitz:::." Was ist der sfruher auch b'a 6) Garaus? Aeußerlich betrachtet zunächst die Zu- fammensetzung der beiden fast gtetchbedentenden Ausdrucke „gar und „aus" zu einem Hauptworte. Hiernach muß Garaus etwas sei», mit bem eine Handlung gar (— fertig, zu Ende) unb aus ist — ein "elftes. Wenn die Nürnberger Hüt „den Garaus schlug , so schlug sie die letzte Stintbe des Tages. Nebenbei gesagt, dreizehn. Tie alte Nürnberger Uhr zählte nämlich bie ©tauben von teouneu- aufqana bis Sonnentmtergaug, veränderte sich also je nach der Länge des Tages. Boni 27. Marz bis 20. April hatte sie dreizehn Stunden für den Tag. Tas mag der Fremde mit Berivunoerung gehört habe», und daher auch wohl der Ausruf des Erstaune»., und der Verblüfftheit: „Na, nun schlägt-l aber dreizehn l -r er Garaus, um wieder auf ihn ztirückziikomme», wirb noch heute abends in bet alten Hans-SachS-Stabt gelautet. Aber et wird nicht »tw geschlageii und geläutet; mau kann auch einem beit Garaus machen. Schon bei Fischart geschieht ba?, als em UieitfcU vom Leben zum Tobe gebracht, als mit seinem Leben „das Garaus aewielt" wirb, wie bet Schlesier Günther sagt. Und haben wir ba§ Wort nicht heute noch immer im Sinne be=3 Endes einer Haub- i lmm? „Noch eine Runde, und dann ist's GarauS", ruft bet Spieler — unb bet letzte Tanz wirb — besonders auf bei» Laude I — noch in unseren Tagen nicht bloß „bet Kehraus", sondern auch bet Garaus" genannt. Nicht selten ist et ein Gemisch von ver- ftbiebene» Tänzen, die unvermittelt ineinander übergehen, muß also mit Vorsicht „genoffen" werde», da er einem nicht voll- beschlagenen Tänzer leicht den Garaus bringe» kann. _ 1 1 M Sohns (Hannover). stellet», in ihrem neuen Werke, wie Prinz Humbert um Prinzessin Margherita freite. Im Jahre 1867 hielt Karl von Rumänien mit die junge Prinzessin an, aber Prinzessin Margherita schlug die Werbung aus unb sagte ihrer Mutter, der Herzogin von wemia, sie solle sie doch in Italien lassen; sie ivotte liebet unvermahlt ttt Italien bleiben, als auf einem Throne des Auslandes sitzen. Eines Tages iiiiterhielt sich König Viktor Emaiiuel mit bem General Meuabtea über beit Plan einer Bermähluug bes Thronfolgers unb fragte ihn, ob et keine Prinzessin nennen könne. Der General aqtc ziemlich freimütig, er müsse sich bnrübet wunbern, baß ee. 'Majestät nicht bie schönste unb geeignetste Gattin für den Thronfolger gefunden habe, nämlich die Prinzessin Margherita, Viktor Emanuels Nichte. „Die ist doch noch ein Kind!" erwiderte bet König und der General meinte darauf: „Nein, Majestät, sie ist kein Kind mehr, sonder» ei» anmutiges wohlerzogenes Mädchen. (Die Prinzessin war damals löjährig.) Wenige Tage darauf ließ die Herzogin von Genua in ihrem Palaste ihre Tochter rufen unb ließ ihr gleichzeitig mitteile», ber König wünsche sie zu spreche». 'Margherita tarn sogleich herab, aber im Privatgemache ihrer Mittler fanb sie nicht de» König, sonbet» ben Thronfolger. Die Herzogin hatte bem Prinzen Humbert erlaubt, selber um ihre Tochter anzuhalten, weil sie wünschte, baß biese vollkommen frei übet sich verfüge. Der Prinz, bet bie stolze, reine öeele feinet Cousine kannte, hatte von seiner Tante bie Erlaubnis bekommen, was jeder I allein mit ber Prinzessin zu rede». Als bet Prinz unb die Vrui- ! | zessin allein waren, sagte Prinz Humbert mit militärischer Kurze. „Margherita, willst Tu meine Fra» werbe» ?" Worauf Margherita zwischen Freude unb Verwirrung schwankend, lächelnd antwortete: „Du weißt, wie stolz ich darauf bin, bem Hause Lavoye» anzn- gehören. Wenn ich Deine Frau werde, gehöre ich ihm doppelt an." Prinzessin Margherita ging sogleich wieder in ihre Gemächer hinauf, umarmte ihre Erzieherin, bie Baronin von llrbeijci, unb sagte nichts als bie Worte: „Ich bin die Brant des Ptii>zen Ergänzungsrütsel. D.. V.. st - » - .j. an M..f..e. . u H..S, . i. .. r F. ii.. n an .. ein; E. fch-ä.t ..ch. v.. . al) f.- l>. t h.r..S, ,r w.. I h. t.. s..sch . ag.. . e.ul Auflösung in nächster Nummer. Auslösung deS Geographischen Verschiebrätsels in voriger Milliliter; Madrid Arabien Borneo Italien BtvSlau Wien Kni»» Prag Bntiapest, M a r i e n b a b.