Mittwoch, den 17. September BSU autg~H'.Noii~77lassen? röSollol ÄMW ÄjAWfil’Vr ®ÄMi 'MW ML [; iaw».wa^ii«igniKsaHi; Dom Pikkolo zum Millionär. Heitere Erzählung von Harry Nitsch. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Lausanne, 8. Mai 1885. Mein liebes Muttchen. Nun will ich Dir gleich antworten, weil ich Deinen Brief bekommen und mich sehr darüber gefreut habe, und gans froh und vergnügt damit die Drevpe herauf gesprungen bin, als der Konziersch, so nennen sie hier nämlich den Hotelportjeh, mir den Brief unten gegeben hat. Nun will ich Dir auch erzählen. Wie ich von Frohwinkel weg wahr, habe ich noch tüchtig geweint und zwei Herrn, die mit im Kubee waren, haben gelacht, aber eine alte Frau hat mich gestreichelt und mir zugesprochen und da wahr rch gleich viel froher und habe nicht mehr geweint. Wo ich nach Dresden kam wahr der gute Onkel an der Bahn und sind wir überall gewesen. Im zoologischen Museum waren lauter ausgestopfte Tiere, Löwen, Tiger und Bären und daß sah recht indrcssant und schön aus. Ich habe mich erst gefürchtet, aber daun nicht mehr und hätte die schönen Tiere gestreichelt, aber daß ist verboten, weil sie giftig sind und Sie sonst die Hahre verlieren, sagt der Onkel, der gar keine Hahre mehr hat und Dich grüßen läßt. Auch in der Hofkirche wahren wir aber die ist gans einfach und haben dann im Restaurant Mittagbrod gegessen, wo der Onkel mir eine ganze Porzjohn Sauerbraten mit Vogtländer Klößen und ein Glaß Bier gekauft hat. Und dann hat mir der Onkel eine Ziehgarre gegeben, aber da machte der Onkel nur Spaß, er hat Sie dann selbst geraucht, weil Ich noch gar nicht rauchen kann. In Loschwitz wahr es sehr schön. Dort hat Schiller gewohnt, der die Glocke von Schiller gemacht hat und überhaupt ein Dichter wahr sagt der Onkel. Wir haben lauge oben auf dem Berg gestanden, drüben über der Elbe liegt Blasewitz mit Schiller seinem Garten, der deshalb auch Schillergarten heißt und ganz und gar hisdorisch ist sagt der Onkel. Aber so hoch wie hier sind die Berge lange nicht, vielleicht halb so hoch und nicht einmal, weil dies hier die richtige Schweiz ist und bei Dresden noch nicht einmal die sächsische Schweiz, die erst hinter Pirna anfängt. Dann bin ich von Dresden wieder abgereist. Der gute Onkel hat mich auch an die Bahn gebracht und hat mir das Billet gekauft und hat dem Schaffner eine Ziehgarre ge- geschenkt, damit ich gut ankomme. Der hat Sie eingesteckt und dann gings loß, wobei der Onkel so lange mit seinem Schnupftuch winkte bis ich weg wahr. Und da wahr ich wieder recht traurig und mußte weinen und habe so an Dich gedacht. Dann kamen wir nach Leipzig, da wahren wieder viele Leute, die stiegen ein un'd aus und wahr es wie ein Biehnenschwarm. Aber mit mir wahren alle gut, uud einer hatte eine Drehorgel mit, und hat gespielt und da haben die andern getanzt und gesungen, was aber nur in der vierten Klasse erlaubt ist wo man lustig sein darf. Einer hat Zaubern können und hat gezaubert. Darauf wahr einem andern seine Uhr weg und der Zauberer auch und da haben sie alle geschimpft und geflucht und den Orgelspieler ver> hauen und gesagt er sei schuld weil er ein Spitzbube sei und mit dem Zauberer unter einer Decke stecke. Er wollte dann mit mir freundlich sein und schielte immer nach meinem Koffer und meinte ich thät wohl auswandern, weil ich so viele Sachen hätte, aber ich habe ihm nicht viel geantwortet und dann stieg er aus. Ein junges Fräulein, die zu ihrem Bräutjam fuhr, war sehr freundlich zu mir uud gab inir ihr halbes Butterbrot und erklärte mir die Gegend. Das ging, als ob wir Vögel wären, und ist so komisch, weil es ganz so aussieht, als ob inan feststeht und nur die Bäume und die Felder vorüberfliegeu. Das Fräulein nannte das optische Täuschung und ist ein gelehrtes Fremdwort, !vas ich nicht verstand. Die Telegrapheudrähte rieben dem Zug gehen immer auf und nieder, und das sieht ganz komisch ans und machte mir viel Spaß. Dann kamen wieder Berge und die sahen alle so kahl aus, weil es Laubbäume sind und ja noch kein Laub darauf ist. Nur einige hatten schon Helle grüne Blätter, und sahen sehr hübsch aus mit den Tannen dazwischen, die immer grün sind, weil sie Nadeln haben. Auf einigen der Berge stehen alte Häuser mit Türmen, die sind ganz zerfallen und heißen Ruinen, weil Sie früher Burgen waren, wo Ritter wohnten und das Land beherrscht haben. Das Fräulein zeigte mir die Rudelsburg, die liegt gleich wenn man nach Thüringen hineinkommt, an der Sahle, was ein Fluß ist und wo ein Dichter, aber nicht Schiller, den ich aber nicht kenne, das Lied gemacht hat: An der Sahle Hellem Strande, Stehen Burgen fest und kühn. Ihre Mauern sind zerfallen, Und der Wind streicht durch die Hallen, Wolken ziehen drüber hin. Du kennst ja daß Lied, weil wir es immer in der Schule sangen und daß ist die Rudelsburg, die ich nun selbst gesehen habe. Sie ist sehr schön, hat einen spitzen Thurm, viele Mauern und sieht gelb aus. Aber Wolken zogen keine drüber hin, weil blaner Himmel wahr. Aber jetzt muß ich wieder aufhören, weil mein Kollege schimpft, ich soll das Licht ausmachen, weil wir nach elf Uhr keins mehr brennen dürfen und es schon ein halb zwöls ist. Wir wohnen zu Zweit in einem kleinen Zimmerchen und ist Er ein langweiliger Mensch, der immer nur schlafen will, und nichts sagt außer schimpfen. Er ist auch Kellner und neunzehn Jahre alt aber versteht gar nichts und wird wohl bald wieder fliegen sagen die andern. Morgen schicke ich den Brief ab und schreibe Dir bald wieder, was ich alles gesehen habe. Mir geht es gut und Dir hoffentlich auch. Ich habe immer noch großes Heimweh und wäre ein rechtes 578 Muttersöhnchen, sagt Hedwig Gassen, weil ich manchmal weine, aber dann schäme ich mich und unterdrücke das Weinen. Sie ist unser Zimmermädchen und mit auf meiner Etage. Ich habe die vierte Etage, wo es fast keine Trinkgelder giebt und man gar nicht französisch lernen kann, weil alles deutsch spricht. Aber jetzt muß ich aufhören, weil März schon wieder schimpft und will das Licht auslöschen und es morgen dem Direktor sagen. Ich habe so Sehnsucht nach Frohwinkel, liebes, liebes Muttchen und grüße und küsse Dich viele male als Dein treuer Sohn Erich Sanner. Lausanne, den 12. Mai 1885. Liebes Muttchen. Heute nachmittag habe ich frei und da will ich Dir gleich schreiben. Meinen letzten Brief hast Du doch sicher erhalten? Nun will ich Dir weiter erzählen, wie es mir noch auf der Reise ging, wo ich bei der Rudelsburg aufgehört habe. Gleich neben der Rudelsburg steht noch eine Burg, aber die ist nicht mehr da und steht nür noch ein Turm von Ihr. Dann ging es immer weiter und kamen wir nach Weimar, wo Schiller und Göthe gewohnt haben, die beide Dichter sind. Daß Fräulein erzählte mir, das Sie recht berühmt sind und Klassiker genannt werden, was ich nicht weis. Aber wir fuhren gleich wieder weiter und konnte ich Sie nicht besuchen weil Sie schon lange tot sind. In Erfurt hatten wir längeren Aufenthalt und da bin ich mit dem Fräulein in den Wartesahl gegangen und da haben wir gegessen und ein Glas Bier getrunken. Es war sehr schön und dann ging es wieder weiter. Aber ich habe mich recht amüsiert, weil an den Bahnhöfen immer so kleine Pikkolos herumliefen, die trugen Bier und warme Würstchen und sonst was und riefen immer das man es am ganzen Zug hören konnte: „Bierrrr! Warrrrme Würrrrstchen! Arrromatik!" fvas eilt Schnaps ist und gut für Leibweh sein soll. Er wird m Dietendorf gemacht, wo wir von Erfurt aus hinkamen und die Pikkolos wieder riefen: „Arrrromatik! Arrrromatik!" und gleich ganse Flaschen an die Kubees brachten. Und dann kanten wieder Burgen, oder Ruinen, wovon aber eine noch steht und unbewohnt ist und drei Gleichen heißen. Dort hat ein Ritter gewohnt, der hat zwei Frauen zugleicherzeit gehabt und ist glücklich gewesen bis an sein seliges Ende, erzählte mir das Fräulein. Die Eine wahr eine Heidin und lag rechts, die Andere wahr eine Christin und lag links und der Ritter in der Mitte, wie es jetzt noch abgebildet wird und haben Sich nie gezankt. Dann hat mir das Fräulein einen Berg gezeigt, der heißt Hörselberg und darin soll eine Frau Venuß wohnen mit einem Ritter Tannhäuser, den Sie nicht wieder rausläßt weil Sie ihn so lieb hat. Er ist gans kahl und sieht recht graußlich aus, weil gar keine Bäume darauf wachsen. Und dann kam Eisenach mit der Wartburg, wo ein Ritter gesagt hat: Wart Berg, Du sollst mir eine Burg werden und da ist die Wartburg daraus entstanden. Dort hat die heilige Elisabeth gewohnt, die eine große Heilige wahr und Brot in Blumen verwandelt hat, weil ihr Mann so zornig wahr, das Sie zu den armen Leuten ging. Die Burg ist gans und gar hisdorisch, sagt daß Fräulein und ein Ju- wehl, was ich glaube, weil Sie sehr schön liegt und aussieht, wenn auch noch keine Blätter an den Bäumen sind. Auf der Wartburg hat auch Doktor Martin Luther lange Zeit verborgen gelebt, wo er den großen Tintenklecks an die Wand gemacht hat, weil ihn der Teufel immer verfolgte. Daß soll aber gar nicht wahr sein, erzählte mir das Fräulein, weil der Klecks gar nicht mehr da ist und nur noch ein großes Loch in der Wand, was die Engländer gemacht haben sollen, weil Sie den Klecks zum Andenken immer abgekratzt haben. Sie müssen überhaupt komische Leute sein, die Engländer, und sollen für ein Stückchen von dem Klecks große Summen geboten haben. Wenn daß unser Herr Lehrer gewußt hätte, der über unsere Kleckse in den Heften immer so schimpfte? Aber ich weis nicht, ob die Engländer für unsere Kleckse etwas anderes geben würden, als der Herr Lehrer, nämlich Prügel. In Eisenach soll auch ein gewisser Reuter gelebt haben, erzählte mir daß Fräulein, der so schön plattdeutsch schrieb, was ich aber nicht weiß wie daß ist. Aber er ist sehr berühmt, und wahr früher Inspektor Bräsig, ehe er Schreiber wurde. Dann kamen noch ein paar Burgen und ich wurde müde, weil daß Fräulein auch in Bebra aussteigen mußte, um in einen anderen Zug zu gehen. Ich habe nun geschlafen und War dann in Frankfurt, wo ich mich recht geängstigt habe, weil der Bahnhof so groß ist, das man den Kölner Dohm bequem hineinstellen kann, erzählte mir einer, der nach Frankfurt mit fuhr. Aber ich fand mich doch zurecht, weil ein alter Mann, ein Schaffner, mir half und brachte mich richtig an meinen Zug, wo es dann wieder weiter ging. Wir sind immer durch schöne Gegenden gefahren, und habe ich' auch Weinberge gesehen, wo der Wein wie auf dem Felde wächst. Am Heidelberger Schloß sind wir vorübergefahren, was wieder eine großartige Ruine ist und von den Franzosen zerstört wurde. An der Schweizer Grenze mußte ich meinen Koffer aufmachen und haben Sie darin herumgewühlt aber nichts fortgenommen und konnte ich dann wieder zu schließen. Das wahr so komisch, ich verstand die Schweizer gar nicht, die sprechen alle deutsch und doch ist es gans anders als wie bei uns. Mir komnit es so vor, als ob Sie mit dem Bauche reden, weil Sie die Töne immer gans hinten hervorholen, und klingt so rauh. Aber Sie sollen es nicht so meinen und gans gute Leute sein und Ihr Land sehr lieben, weshalb die Preise für die Fremden dort so teuer sind. Dann wurden die Berge immer höher, und es wurde immer indressanter und ich habe mich mit dem ganzen Oberkörper aus dem Fenster gelegt, um Alles sehen zu können, obgleich daß streng verboten ist, aber es hats keiner gesehen. So bin ich endlich nach Genf gekommen, daß am Genfer See liegt der auf französisch aber Lac Sem an heißt und doch gans deutsch klingt, denn Lehmann heißt doch unser Bäcker in Frohwinkel. Als ich daß hörte, bekam ich wieder rechtes Heimweh, aber ich habe es tapfer unterdrückt und jetzt kommt es nur noch manchmal ein bis'chen. Wir fuhren erst immer um den See herum und sahen Ihn oft tief unter uns leuchten, weil wir oben auf der Höhe fuhren. Es wahr wunderschön und wurde ich gans andächtig gestimmt, wie in der Kirche, so feierlich und ernst wahr mir zu Mute. Ich wahr fast gans allein in meinem Kubee und da habe ich still die Hände gefaltet und gelobt, immer.ein guter Mensch zu bleiben. Es wurde mir dann so leicht und froh ums Herz, wie es mir immer wahr, wenn ich mit Dir aus unserer Barfüßerkirche kam und der liebe Herr Pastor Töpfer so wunderschön gepredigt hatte. Weist Du Mutter, an den Herrn Pastor mußte ich immer denken, als ich durch' daß wunderschöne Land fuhr. Mir fielen seine Worte ein, die Er zu mir sagte, als ich Ihm Adieu sagte und nochmals für alles dankte, was Er mir und Dir erwiesen hat. Ueberall ist unsere Heimat, lieber Erich, wenn wir den Herrn im Herzen tragen. Denke daran, wenn Du Sehnsucht nach der Heimat bekommst, es wird Dich trösten. Als ich an diese schönen Worte dachte, kam mir das fremde Land mit einem Male so lieb und bekannt vor, als hätte ich immer dort gelebt und als müßte ich beim Aussteigen mein Mütterchen vorfinden. Daß fand ich zwar nicht aber ich wahr doch nicht gans verlassen, als ich in Genf ankam. Denn Mila Cernau, daß Fräulein aus Rüßland, daß vor einigen Jahren im „Schwan" in Frohwinkel wohnte, stand mit einem Herrn am Bahnhof und wahr gans überrascht, als Sie mich sah und ich natürlich auch. So hat der gute Herr Pastor schon recht gehabt und ich fand auch in der Fremde ein Stück Heimat, denn Mila Cernaus Mutter ist ja in Frohwinkel geboren, wie Du weißt. Ich war erst sehr traurig, denn der Herr bet Mila wahr Ihr Mann und sind Sie erst seit vierzehn Tagen verheiratet und auf der Hochzeitsreise. Sie wahren mit demselben Zug gekommen und wollten ein paar Tage in Genf bleiben. Herr Schmasow, so heißt Mila Ihr Mann, war sehr nett zu mir, nachdem Mila Ihm erzählt hatte, wer ich bin. Sie haben mich mit in Ihr Hotel genommen und hat Herr Schmasow auch für mich die Rechnung bezahlt. Abends haben Sie mich mitgenommen und wahren wir sehr lustig und vergnügt. Ich habe mich erst darüber gewundert, aber wenn ich es mir überlege, kann ich auf Mila doch nicht böse sein, denn Sie konnte wirklich nicht so lange warten, bis ich was geworden bin und dann hat Sie es ja auch gar nicht gewußt. Ich wahr immer zu schüchtern, es Ihr zu sagen und dann wahr Sie fort. Ihr Mann ist sehr gut zu Ihr und verwöhnt Sie und ich glaube, Sie hat Ihn auch gans lieb. Sie nannte mich immer noch Erich, aber ich habe mich nicht getraut Mila zu sagen und nannte Sie gnädige Frau, was ich in Frohwinkel schon gelernt habe und gans hübsch geht. Dann haben Sie Partien gemacht, und ich habe Sie nicht mehr wieder gesehen, weil ich ja so schnell nach hier reisen mußte. So nun habe ich Dir alles erzählt, liebes Muttchen, was ich erlebt habe und will nun schließen, weil ich wieder 579 in Dienst muß, es ist schon sechF Uhr und da geht die Arbeit an. Schreibe mir bald, wie es Dir geht und behalte lieb Deinen Dich küssenden treuen Sohn .Erich. (Fortsetzung folgt.) DK Ursachen der ArLerienvsrkaltung. In einem Vortragszyklus über Herzkrankheiten, den Privatdozent Dr. Max Herz-Wien in der „Medizinischen Klinik" veröffentlicht, verbreitet sich der Verfasser auch ausführlich über die Ursachen der Arterienverkalkung. Bei der großen Verbreitung der Arterienverkalkung beanspruchen die klaren und geistvollen Ausführungen des bekannten Arztes allgemeines Interesse. Die Arterienverkalkung definiert Dr. Herz allgemein als einen die Arterienwand verändernden Prozeß, der von der innersten Schicht des Gefäßes seinen Ausgangspunkt nimmt. Bezüglich der Entstehung dieser Veränderung genoß eine Zeitlang die T r a u b e sche Theorie großes Ansehen. Dieser berühmte Forscher glaubte, daß zuerst Blutdrucksteigerungen im Gefäßsystem aüftreten, welche die Gefäßwand in höherem Grade in Anspruch nehmen und so zu deren Verkalkung führen. Dieser Gedanke war zwar sehr einfach, aber die darauf sich technisch rasch entwickelnde Blutdruckmessung zeigte bald, daß die Blutungssteigerung gar nicht unbedingt zum Bilde der Arterienverkalkung gehört. Nunmehr tauchte die Theorie auf, die Arterienverkalkung seit eine Abnütznngskrankheit, eine Auffassung, die sich ziemlich allgemeine Anerkennung erworben und als sehr fruchtbar gezeigt hat. Die Gefäße, die zu stark in Anspruch genommen werden, verändern sich. Doch tritt die Arterienverkalkung nicht als ein ausgleichender Vorgang auf, der das Organ funktionstüchtiger macht (etwa wie die, Vergrößerung des Muskels durch Uebung), sondern als ein solcher, dessen Endprodukt sich uach Prof. Romberg treffend mit der schwieligen Hand des Arbeiters vergleichen läßt. Aber nicht jeder Mensch, der ein verkalktes Gefäß besitzt, leidet an Arterienverkalkung. Der Begriff der Arterienverkalkung im Sinne des praktischen Arztes setzt voraus, daß wichtige Gefäßgebiete verändert sind. Eine geschlängelte Schläfenarterie gibt noch nicht das Recht, den betreffenden Menschen auf Arterienverkalkung zu behandeln. Die Beachtung des Arztes verdienen nur die Veränderungen, welche die Gefäße lebenswichtiger Organe betreffen, vor allem die Veränderungen der Gehirngefäße, der Herzgefäße und der Nierengefäße. Ueber die näheren Ursachen der Arterienverkalkung herrscht unter den Aerzten große Unsicherheit. Trotz der vor- auszusehendcn Schwierigkeiten hat sich Dr. Herz vor zwei Jahren mit einer Rundfrage über die Ursachen der Arterienverkalkung an die Gesamtheit der österreichischen Aerzte ge-' wandt. Das Ergebnis dieser Umfrage war sehr niederdrückend. Bei ganz gleichem Krankeumaterial tauchten völlig entgegengesetzte Behauptungen auf.Von zwei Aerzten, die in derselben , Gegend tätig sind, sagt z. B. der eine: Ich praktiziere seit vielen Jahren in einer Weingegend: ich kann die Verhältnisse genau beurteilen; der Wein ist an allem schuld. Der andere leitet ebenso ein, aber er kommt zu dem entgegengesetzten Schluß: Der Wein ist sicher nicht die Ursache, der Arterienverkalkung. Soweit gehen die Meinungen auseinander. Nur ein Gesichtspunkt hat sich zumeist als Richtung gebend in den Auffassungen der praktischen Aerzte erwiesen und zwar gerade derjenigen, der bei den Klinikern wenig oder gar nicht beachtet zu werden pflegt: die Seele des Kranken. Von den Faktoren, die überhaupt für die Entstehung der Arterienverkalkung in Betracht gezogen werden müssen, pflegt vor allem die körperliche Arbeit erwähnt zu werden. Daß tatsächlich körperliche Arbeit Arterienverkalkung Hervorrufen kann, ist ganz sichergestellt. Bei Menschen, die mit den Händen sehr viel arbeiten, sind sehr häufig die betreffenden zuführenden Gefäße verkalkt. Bei Bäuerinnen, die viel auf dem Felde arbeiten und ihre Beine anstrengen müssen, tritt die Arterienverkalkung häufig an den Beinen auf, welche Lokalisation bei der Städterin außerordentlich selten ist. Diese Ursachen erklären aber nicht die Verkalkung der Herz-, Nieren- und Hirngefäße, die wir bei der arbeitenden Bevölkerung antreffen. Nach Dr. Herz ist es nicht gerade die, Arbeit an sich, die diese Verkalkung herbeiführt, sondern die mit der schweren Arbeit einhergehenden Umstände, vor allem ungenügende Ernährung und Sorge und Kummer. Daß unter anscheinend ganz gleichen Verhältnissen nur einzelne Individuen an Arterienverkalkung erkranken, erklärt sich nach neueren Autoren aus einer meist erblichen Anlage der Gefäße der Arterienverkalkung. Das Gefäßsystem verhält sich bei vorhandener Anlage ähnlich wie das Zentral- Nervensystem bei der Rückenmarksschwindsucht. Der Rückenmarksschwindsüchtige ist durch die Syphilis veranlagt, in dem Teil seines Nervensystems zu erkranken, der am meisten in Anspruch, genommen wird. Werden die Beine am meisten beansprucht, erkrankt er zuerst an diesen. Ein ähnliches Verhalten zeigt auch die Arterienverkalkung. Diejenigen Gefäße aber, welche am, lebhaftesten auf die großen Ereignisse im Reiche des Gemüts reagieren, sind gerade die Hirn-, Herz- und Nierengefäße. Außer der körperlichen Arbeit kommen für die Entstehung der Arterienverkalkung auch Stoffwechselstörungen, vor allem Zuckerkrankheit in Betracht. Auch die Ernährungsweise spielt eine gewisse Rolle. Von den Genußmitteln wird vor allem der Alkohol angeklagt. Nach Dr. Herz verdankt aber die Arterienverkalkung weder dem Alkohol no chdemNikotin ihre ungeheure Verbreitung. Was den Alkohol betrifft, so ist eine Statistik aus Südfrankreich, die aus einer Gegend stammt, wo schon die Kinder Alkohol erhalten und wo, Frauen und junge Burschen täglich 3 bis 5 Liter Wein trinken, sehr lehrreich. Dort ist nämlich die Arterienverkalkung nicht häufiger als anderswo. Nicht so günstig ist die Statistik bezüglich des Schnapses im allgemeinen und, der alkoholischen Getränke in den großen Städten. Da die erwähnte Landbevölkerung nur unverfälschten Eigenbau genießt, vermutet Dr. Herz, daß die Fuselöle des Schnapses und des verfälschten Weines, also nicht der Methylalkohol, die schädliche Wirkung ausüben. Bezüglich des Nikotins gilt ähnliches wie für den Alkohol. Wenn auch nicht geleugnet werden kann, daß Nikotin tatsächlich Arterien-Ver- kalkung erzeugt, so ist es doch unwahrscheinlich, daß das Rauchen die Schuld an der großen Verbreitung der Arterienverkalkung trägt, denn man findet bei Leuten, die an Arterienverkalkung leiden, ebensohäufig Tabakabstinenten und mäßige Raucher, wie stärksten Tabakmißbrauch bei sehr gesunden Greisen. Im Gegensatz zu den in der gelehrten Literatur in den Vordergrund gerückten Ansichten, betrachten die meisten erfahrenen Praktiker die nervöfe oder seelische Ursache für äußerst wichtig. In der Praxis bieten sich nach Dr. Herz oft Bilder dar, die so imposant und überzeugend sind, daß unter ihrem Eindruck niemand zweifeln kann, daß seelische Verletzungen Arterienverkalkung erzeugen können. Dr. Herz erwähnt das Beispiel einer Frau, die früher voll- kommen gesund war, bis ihr eine ihrer Töchter verdarb. Der Gram verzehrte sie fast buchstäblich und sie starb unter den hysterischen Schreien ihres zu spät bereuenden Kindes an Verkalkung der Herzgefäße. Derartige Fälle sind häufig. Eine solche seelische Theorie der Arterienverkalkung entspricht durchaus dem Stande der modernen Wissenschaft, die zahlreiche Beweise dafür hat, daß Gemütsaffekte körperliche Veränderungen Hervorrufen können. Dr. Herz erwähnt auch einen erst kürzlich gehaltenen Vortrag des berühmten Forschers Siegmund Exner über die körperlichen Aeußerungen der Gemütsaffekte. Exner hat dabei auf Experimente hingewiesen, die beweisen, daß selbst beim Tiere Zusammenhänge zwischen dem Bewußtsein und dem Kreislauf bestehen. Beim Menschen sind diese Zusammenhänge zwischen dem Gemüt und dem Gefäßsystem ja längst bekannt. Beim Zorn oder bei der Freude erweitern sich die Gefäße und die Haut wird rot. Bei Affekten peinlicher Natur wird die Haut blaß. Bei gewissen Erregungen wird Harndrang hervorgerufen oder Herzklopfen und auch der Darm wird häufig stark beeinflußt. Es ist klar, daß bet intensiver und häufiger Einwirkung solcher Impulse leicht Abnutzungserscheinungcn der Gefäße auftreten können und zwar am leichtesten in den eben erwähnten Regionen. So erklärt sich also, wie Gemütserregungen nicht nur zu einer Verkalkung der Gehirngefäße, sondern auch der Nieren-, Herz- und Darmgefäße führen können. Vermischte». kf. Das amerikanische Susfragettenkostüm. Die amerikanischeit Suffragetten haben jetzt die wichtige Toiletten- srage gelöst und ein „Suffragettenkostüm" ausgearbeitet. Der ganze Charakter dieses Kostüms liegt, wie zu erivarten stand, in der Anähnlichung der Frauentracht an die der Männer. Glatter, sußfreier Rock, darüber eine unten spitz zulausende Weste, aus deren hohem Ausschnitt Kragen und Krawatte hervorsehen, wie beim Manne. Darüber ein dreiknöpfiges, halbrmtd abgeschnittenes 580 Jackett. Den Kops bedeckt eilt steifer Filzhut in der Art der bei den Damen üblichen Reithüte. So bleibt also zur Unterscheidung der Geschlechter in der Tracht eigentlich nur der Rock übrig; dafür ist aber dieser auch — an der linken Seite geschlitzt. Ganz kann sich die Eva schließlich doch nicht verleugnen. * Ein Traum vom Golsström. „Das Klima, die Wärme und das Licht der Welt kontrollieren", das will ein amerikanischer Ingenieur CarollL. Riker, der in einem vor kurzem erschienenen Werk ein Projekt auseinandersetzt, den Golsstrom durch einen Meerdamm von 500 km Länge und 800 Fuß Höhe abzulenken. Ter große warme nördlich fließende Golsstrom würde nach seiner Meinung die ganze Nordpolarsvhäre erwärmen und das Eis zum Schmelzen bringen können, wenn er nicht in seiner Wirkung geschädigt und vernichtet würde durch die eiskalten südlich fliefienben Labrador-Strömungen. Tie Grand Banks an der Südostküste von Neufundland haben viele Kilometer an der Küste entlang nur eine Wassertiefe von wenigen hundert Fuß. lieber dieses Plateau des Meeresgrundes fließt der kalte Labradorstrom von Norden und begegnet hier bem Golfstrom, ben er _ zeUeilt. Der Jngenieurtraum be-3 Autors, ber nach bem Urteil Sach- verstänbiger burchaus nicht außerhalb des Bereiches bet' Möglichkeit liegen soll, besteht nun darin, daß eine Mole vom Südostpunkt von Neustmdlanb aus in der Richtung nach Osten gegen 300 km tief im Wasser gebaut und etwa 300,Fuß hoch geführt wird. Dieser Damm würde den warmen Golsstrom in das Ties- wasser des Meeres ablenken, während die kalte Labraborströnrrmg ebenfalls von dem Danrm abgelenkt und unter dem Golfstrom durchgeleitet würde. Die eisige Wirkung der kalten Gewässer würde damit für immer in ben Tiefen bes Ozeans verloren gehen. Die warmen Wasser bes Golsstromes ober würden sich ungehindert miSbreiten können und sogar ben Eisanhäustntgen am Pol selbst gesährlich werben. Riker ist bet Ansicht, baß schon ein Damm von 45 km Länge das Klima an der Küste von Neufundland bis Kap Hatteras mildern nnb die Härte der strengen Winter aufheben würbe. Die Erbarmng einer solchen Mole, mag sie nun 45 ober 300 km lang (ein, wirb jedem als ein erstaunliches Unternehmen erscheinen; wie der Vater des Gedankens ober eingehend auseinander zu setzen versucht, ist es eine verhältnismäßig leichte Sache, die innerhalb von 8 Jahren bequem durchgeführt werden könnte. Die Kosten ivären allerdings nicht gering; sie betragen nach feiner ungefähren Schätzung 190 Millionen Dollar. Im Falle dieses Projekt ober als überhaupt unmöglich erscheinen sollte — und Riker, bet bereits bei einem Versuch, ben amerikanischen Kongreß dafür zu interessieren, gescheitert ist, setzt seii'e ganze Hoffnung aus das Eintreten König Georgs für seine Pläne — bann hat der Ingenieur noch einen „kleineren Plan" in Petto, dessen Kosten sich nut ans 40 Millionen Dollar betauten und bei dem die Ablenkung ber Strömungen burch Drahtseile unb Kabel erfolgen soll. Das Buch ivirb von verschiebeneu amerikanischen Fachzeilschristen eiit- gehenb besprochen; bet Plan wird als interessant erörtert, aber on eine Verwirklichung glaubt niemonb. * Eine Huudestatistik in Frankreich. Aus Paris wird berichtet: Nicht ohne Melancholie müssen sranzösische Statistiker ans Grund ber soeben erschienenen amtlichen Berichte über bie Ergebnisse ber Htmbezählnng in Frankreich seststelle», daß die Ver- mehrung ber vierbeinigen Freunde bes Menschen in der sranzösi» scheu Republik ein viel günstigeres Bilb zeigt, als bie Bevölkerungsstatistik. 1872 zahlten in Frankreich wenig über 2 200 000 Hunde- besitzer die Hnnbesteuer, beute betaust sich die Zahl der versteuerten Hunde oui nicht weniger als 3 725 973 abgabenpflichtige Vierfüßler. Und am gewaltigsten ist bie Zunahme der Hunde iii Paris; sie stieg von 70 000 ans 176 000, also um rund 250 Prozent. Die Geburtsziffern für bie Hunde sind in Frankreich durchaus befriedigend, wenn auch bei der Zunahme der „tzimdebevöllerung" die von Jahr zu Jahr zunehmende Einwanderung deutscher, englischer und belgischer Hunde sehr hoch in Anrechnung gebracht werden muß. * Die Reise ei net Katze. Daß der Hund eine seltene Orientierungsgabe besitzt und imstande ist, selbst auf weite Entfernungen den Weg wieder zu seinem Herrn zu finden, das ist allgemein bekannt. Dagegen pflegt man der Katze diese Fähigkeit übzusprechen, ein Umstand, der wohl auch zu dem oft wieder- Ibolten Borwurfe der Undankbarkeit und Gleichgültigkeit gegen die Katze beigetragen hat. Es liegt nun jetzt ein Fall vor, der dieser landläufigen Anschauung widerspricht. Er ereignete sich in England, und die Zeitschrift „Nos Loisirs" bürgt für die Zuverlässigkeit der Geschichte. Eine in ber Stadt Ripon lebende Frau mamens White begab sich von Ripon nach Cardisf, um Uten dort lebenden Eltern einen Besuch abzustatten. Sie hatte mit sich im Zug eine Katze, eine gewöhnliche, aber schöne schwarze Katze, die auf den Namen Tumimi hörte und die sie ihrer Mutter als Geschenk mitbringen wollte. Die Katze war während der Eisenbahnfahrt in einen Korb eingeschlossen. Tnmimi hatte in ihrem lnenen Heim zu Cardiff erst einen einzigen Tag verlebt, als sie spurlos, verschwand. Alle Nachforschungen loaren vergeblich; nur Konnte in Erfahrung gebracht werden, daß allerdings eine schwarze Katze in der Nähe der Eisenbahnlinie gesehen worden iuar. Zehn volle Tage später ging in Cardiff die Meldung ein, daß Tumimi in ihrem alten Heime in Ripon wieder eingetroffen war. Freilich — in welchem Zustand! Das Tier war völlig erschöpft, die Klauen -abgenutzt, die Pfoten über und über blutig. Ripon ist von Cardiff nicht weniger als 400 Kilometer entfernt; die Katz« mutz also durchschnittlich 40 Kilometer am Tage zurückgelegt haben,: und sie hat damit jedenfalls eine Rekordleistung vollbracht. Un-s aufgeklärt bleibt nur, wie Tumimi ihren Weg nad) Hanse zurück- -gefilnden hat. Ist sie quer über Land gewandert? Ist sie der Eisenbahnlinie gefolgt? Ist sie vielleicht auf einen fahrenden Zug aufgesprungen? Aber wie konnte sie sich der Eisenbahnlinie und ihres Weges überhaupt erinnern, da sie während der ganzen Fahrt von Ripon nach Cardiff in ihrem Korbe eingesperrt gelegen hatte? Man sieht, es gibt auch int Katzenleben noch mehr Dinge, als unsere Schulweisheit sich träumen läßt. * EinguterTi p. Lumpensammler: „Keine leeren Flaschen heute, Madame?" — „Nein, bei uns nicht. Aber wenn Sie mal bei Mr. Soakem da an der nächsten Tür nachfragen wollen —• seine Fran kommt erst morgen von der Badereise zurück!" * Ihr Verdienst. Der Vater: „Wie, Kind, du hast dein neues Gesellschaftskleid?" — „Ja, Papa, aber von meinem selbstverdienten Geld, ich habe es schon bezahlt — von dem Gelde, das ich für deinen vorjährigen Pelz bekam." Büchertisch. — Di e Schriftleitung der Lese, der bekannten literarischen Wochenschrift für das deutsche Volk, ist von München nach Stuttgart verlegt worden. Die Herausgabe des Blattes besorgt jetzt Theodor Etzel, der Mitbegründer und frühere Mitherausgeber. Dadurch ist die Garantie geboten, daß die Lese ihren bisher hochgehatteuen Zielen: „die Originalwerke edler 'und starker Dichter und Denker aller Völker und aller Zeiten und insbesondere die verdienstvollen lebenden deutschen Dichter der großen Masse des Volkes nahe zu bringen", auch fernerhin mit dem gleichen Erfolge treu bleibt. — Kürschners Bücherschatz, Nr. 910/911: „I nt Herzen Rvms" von Marion Crawford. (Verlag von Hermann Hillger, Berlin.) Iii eine, von allen Schauern des Geheimnisses umzitterte Welt führt uns der Roman, der uns in einer guten Uebersetzung von Baronin von Aretiii dargeboten wird. In verschüttete Brunnenschächte, an die weltentlegensten Stätten, wo nur das raunende Flüstern der rätselhaften „verlorenen Wasser" lebendig ist, klimmen wir mit den Helden des Romans und wir erleben alle Sensationen der Entdeckung einer vergoldeten Kolossal-Statne mit ihnen. Die spannende Handlung gruppiert sich in romantischen und eigenartigen Situationen um den kulturhistorischen Kern des Romans. — Unter den deutschen Kalendern nimmt der „Lahr er Hinkende Bote" wohl noch immer die volkstümlichste Stellung ein. Noch ist die alte kemhafte Art des Betrachtens und Erzählens ihm zu eigen verblieben, doch wandelt er — wie seine Aufrollung der „Weltbegebenheiten" beweist — mit offenen Augen durch die Zeit. Von gut vaterländischem Geist, aber auch von Freimut der Rede zeugen eine Standrede über „unsere deutschen Brüder im Ausland" und die reizend illustrierten Jahrhundert-Erinnerungen. Eine Reihe von Erzählern haben auch für den neuesten Jahrgang so recht aus dem Volksleben geschöpft. Der heurige Kalender enthält außerdem Beiträge bewährter Mitarbeiter des „Hinkenden". Heiteres und Ernstes wird so bem Leser vertraut, der sicher von gewohnter und doch alljährlich neuer Weise sich lebhaft angesprochen fühlt. Auch der Bildschmuck strebt mit Glück volkstümliche Einfachheit an. Skat-Aufgabe. Hinterhand reizt bis Null ouvert, weshalb Mittelhanv, die mit folgender Karte: Q Q H nur Coeur-Solo spielen wollte, Grand ansagt. Der Spieler wird Schneider, obgleich im Skat noch 10 Augen liegen. Wie war die Kartenverteilung und der Gang des Spieles? Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Diamanb-Rätsels in voriger Nummerr 8 i k Baron Kirsche Hecht Ahr e Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen