Lsuernblut. fiwntan von Gerhart t). Amyntor (Dagobert v. Gerhardt). (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der Erzähler hielt inne, um einen Schluck aus seiner Mokkatasse zu naschen, dann schnellte er die Asche von seiner Zigarre in einen kupfergetriebenen Aschenbecher und fuhr munter fort: „Sie werden begreifen, meine Herren, daß ich mit keinem Fuße mehr das Haus des Amerikauers betrat. Djie Gastfreundschaft eines Mannes und zu gleicher Zeit die heimliche Gunst seiner Gattin zu genießen, das wäre mir wider den Strich gegangen; zu einer solchen Heuchlerrolls konnte und wollte ich mich nicht erni-edriaen. Wir trafen unK nur noch am dritten Ort, und je heimlicher und vorsichtiges das geschehen mußte, um so wilder lohten in mir die Flammen der ersten Liebesleidenschaft. Auch sie liebte zum erstenmal, denn sie gestand mir, daß sie im Alter von fünfzehn -Jahren und sechs Monaten von ihrer spekulierenden Mutter überredet worden war, dem Bewerber ein Jawort zu geben, von dessen Bedeutung sie in ihrer Unerfahrenheit und kindlichen Unbefangenheit keine Ahnung gehabt hatte. Ihre Gunst machte meine Sinne wirbeln; ich verlor mehr und mehr die dringend gebotene Vorsicht und ließ mich mit dem holdseligen Geschöpf gelegentlich auch öffentlich sehen; natürlich dauerte es nicht lange und die Katastrophe brach unaufhaltsam herein. Ein Briefchen von ihrer Hand meldete mir, daß ihr Gatte Verdacht geschöpft und ihr -eine fürchterliche Szene gemacht hätte; er bewache sie jetzt mit Argusaugen und sie könne mich nie mehr Wiedersehen. Sie nahm in diesem Briefchen schmerzlichen Abschied von mir, indem sie erklärte, daß sie durch mich zum -erstenmal die wahre Liebe kennen gelernt hätte, und daß sie diese Liebe mir bewahren würde bis zu ihrem letzten Hauche. Wenige Wochen später war das Paar aus Berlin verschwunden; ich habe seinen ferneren Aufenthalt nie ermitteln können, man sagte, sie wären nach Amerika zurückgekehrt. Ich war wie vernichtet; so mußte Adam zumute gewesen sein, als er aus dem Paradiese verjagt worden war. Die Strafverfolgung, die niich bald darauf -erreichte, fühlte ich gar nicht als Strafe, mein Leben war so inhaltsleer geworden, als mein Hoffen so jäh verwüstet, daß ich ins letzte Dorf an der russischen Grenze gegangen wäre, ohne irgend etwas zu vermisseu. Bis zur Erstarrung war ich abgestumpft; nur eines fühlte ich noch: Reue, bittere, namenlose Reue, daß, ich das süße Geschöpf durch meine Unvorsichtigkeit dem Zorne, vielleicht der Mißhandlung- durch den beleidigten Gatten ausgesetzt hatte." Wilhelm Teil hatte die Empfindungen eines Ertrinkenden; in seinen Ohren sauste und kochte es, vor seinen Augen tanzten sprühende Funken. Die Frau, von der Kg. der Freiherr, wie es ihm schien, voll schwelgerischer Genugtuung, erzählte — kein Zweifel, es war seine, des Staatsanwalts,- Mutter gewesen! Der Freiherr -hatte sie geliebt, des eheq lichen Glückes und Friedens beraubt, sie aus dem Lande getrieben, um sie drüben endlich dem T-od-e einer umherziehenden Abenteuerin zu überliefern! Sollte er, der Sohn dieser Frau, nicht aufspringen und dem hoch-geborenen Wüstling an die Kehle fahren? Aber dann bekannte er ja, daß er der.Sprößltng dieser leichtfertigen Dame war; dann verriet er seine dunkle Herkunft und zerstörte mit eigener! Hand die Stellung, die er sich in der vornehmen Welt, in der sogenannten Gesellschaft so mühevoll erobert hatte! Ratlos rückte Teil auf seinem Sessel hin und her; die Zigarre, die ihm längst ausgegangen war, zerdrückte er zwischen den Fingern der sich krampfhaft ballenden Faust. Was follte er tun? Sollte -er langer untätig dasitzen und wie ein Verbrecher auf die ferneren Mitteilungen des Freiherrn und die vielleicht rohen Scherze und das zynisch zustimmende Gelächter der übrigen Zuhörer lauschen? Aber nein! Vielleicht war das alles nur eine -Einbildung, eine hypochondrische Wahnvorstellung! Vielleicht handelte es sich gar nicht um seine Mutter; -es gab ja genug Weiber, die unter ähnlichen Verhältnissen eine Liebelei mit einem jungen Garde- Ulanen hatten beginnen können. Er Mußte Gewißheit haben! Er mußte den Namen dieser Frau aus des Freiherrn eig!6- nem Munde erfahren! 1 „Wie hieß die Aermste, bereit Ruhe Sie so unbedacht vernichtet haben?" fragte er plötzlich mit heiserer Stimme, Der Freiherr hob -etwas verwundert das Antlitz und! schaute den Fragesteller an: !. „Viktorine; sie war französischer Abstammung und in Kanada geboren; den Geschlechtsnamen ihres Gatten habe ich wahrhaftig vergessen — Fechner? Lechner? Ich weiß es nicht mehr genau." ! ' Wie eine Ohrfeige traf den Staatsanivalt diese Antwort. Viktorine! Da war es ja entschieden; seine Mutter war -es gewesen, die dem Gelüste eines verwöhnten, übermütigen Aristokraten zum Opfer gefallen war! Und dieses empörende und so -bezeichnende Vergessen des schlicht bürgerlichen Namens Dechner! Dem Dünkel des Barons war es offenbar nicht lohnend, nicht interessant genug gewesen, sein hochadeliges Gedächtnis mit dem schlichten Namen eines so wenig ebenbürtigen Opfers zu belasten. Tod und Teufel! Der Stiefbruder Peter, der Maurerpolier, hatte Recht mit seinem Ingrimm gegen alle Vornehmen, mit seinem Haß gegen die bevorzugten Stände! Er sprang auf; kerzengerade stellte -er sich vor den Freiherrn hin und knirschte durch die Zähne: „Es war nicht gerade -ehrenhaft, Herr von Brank, eilt armes, wehrloses Weib zu betören!" Mit großen, verwunderten Augen starrte der Freiherr den Sprecher an; er glaubte nicht anders, -als daß er falschverstanden,hätte. „Wie sagten Sie? Bitte, wiederholen Sie es noch einmal deutlicher!" Tell lächelte verächtlich: „Glauben Sie, mich einzch- 638 ter. ite Sie „Meine Mutter," Lestätigte der Staatsanwalt. „Be greifen Sie nun, daß von einem Ausgleich picht mehr di Rede sein kann? Ich- Litte Sie, seien Sie wem Zeuge KeWche Truppen unter Napoleons Fahnen im Jahre M3. Von Dr. H, Vergor- Gießen. VI. Der Kampf vor den Toren von Leipzig und die Gefangennahme der Hessen. (19, Oktober 1813.) ‘ Die Nacht vom 18. aus 19, Oktober brachte die hessische Brigade auf dem Schlachtfelde hei Sttztteritz zu. In der Frühe des 1^ fetjU sie sich mit der DWsion Marchand in Marsch nach den Toren Werden morgen früh nach Giesdorf fahren und von meinem Gegner Genugtuung für mich verlangen." Der Maler zögerte: „Das ist ja eine verteufelte ®er schichte! Der Herr von Tollen, der Sekundant des Frei-- herrn, läßt Ihnen sagen, daß er morgen früh 8 Uhr zu gleichem Zwecke hier bei Ihnen erscheinen werd." „Also eine Doppelforderung? Ha, ha, ha, sehr gut! Nun, ich, bin der zuerst Beleidigte; erst habe ich Satisfak- Hoit zu verlangen, ehe ich daran denke, sie einem anderen! zu geben." , „Lieber Herr Staatsanwalt," hob Volker nach einer Weile an, während der er sinnend und mit laugen Schrrtten das Zimmer durchmessen hatte, „vielleicht gebt es doch auch hier einen Ausweg. Als Herr von Braui seinen VomaU mit jener Dame hatte, waren Sie tatsächlich noch gar nicht auf der Welt. Frau Viktorine war also damals nicht Wrs Mutter, sie ist es erst später geworden." „Eine vortreffliche Logik!" unterbrach ihn ungeduldig der andere. „Was soll damit bewiesen werden?" „Daß Sie gar keine Verpflichtung haben, sich um Dinge zu kümmern, die vor Ihrer Geburt passiert Wo." „Herr Professor!" fuhr der Staatsanwalt heftig aus. „Sie reden doch nicht irrt Ernste? Ob jene unglückliche Frau damals schon meine Mutter war oder nicht, kommt hiep gar nicht in Betracht; für mich handelt es sich um die! Züchtigung eines gewissenlosen Wüstlings, der eine Frau, die später meine Mutter wurde, dauernd elend gemacht hat. „Eines gewissenlosen Wüstlings? Sie erheben da Beschuldigungen, für die Sie vorerst gar keine Beweise zu erbringen vermögen." r ‘ , «. „Ist das eigene Geständnis des Verbrechers Nicht Beweis genug?" „ „ _. o . „Des Verbrechers! Ich bitte Sie, lassen Sie uns ohne! Uebertreibung sprechen. Herr von Brank ist. Sie wißen das so gut wie ich, durchaus kein Wüstling; er ist keiner jener lasterhaften Hohlköpfe, welche durch ihr Adelsdiplom , ein Vorrecht zu besitzen glauben, daß sie sich über Pie Moral der bürgerlichen Welt dreist hinwegsetzen dürfen. Was er uns von seinen Beziehungen zu jener Frau erzählt hat, gibt Ihnen noch keinen Grund, ihn der Gervissenlosig- keit oder gar eines Verbrechens zu zechen, ^ch habe nur soviel herausgehört, daß er Frau Viktorine leidenschasH lich geliebt hat und daß er von ihr eoenso leidenschaftlich wiedergeliebt worden ist; bis wohin diese Leidenschaft geführt hat, das wissen wir beide nicht, das hat der Freiherr auch mit keiner Silbe angedeutet; er ist doch wohl zu gut erzogen und viel zu geschmackvoll, als daß er sich nach Art eines liederlichen Gesellen mit unerlaubten Triumphen brüsten könnte." „ ... „Und da soll ich ihn wohl noch um Entfchuldigung bitten und mich bei ihm bedanken, daß er die Gnade gehabt hat, seine hochadlige Gunst -einer Frau zuzuwendeu, dw | einige Jahre später meine Mutter wurde? Liebster Professor, Sie meinen es gewiß gut, aber sparen Sie sedes wettere Wort und überbringen Sie morgen früh meine Forderung nach Giesdorf." „Der Freiherr wohnt im „Kaiserhof" bis zur Erledv- I gütig der Sache." . „ „Um so besser, dann mache ich Ihnen geringere Muhe Jeder Versuch Völkers, den Freund umzustimmen, blieb | erfolglos; er rang ihm nur noch die Erlaubnis ab-, dem' Freiherrn gegenüber das Verhältnis des Staatsanwalts zu Viktorine wenigstens and-euten zu dürfen, nachdem er den Freiherrn durch Abnahme des Ehrenwortes zu strengstem Stillschweigen gegen jeden anderen, selbst gegen seinen Zeugen, Herrn von Tollen, verpflichtet haben wurde Mit dem Versprechen, den solcherweise, bestimmten Auftrag I morgen früh auszuführen, zog er sich endlich zuruck und begab sich, da es schon nachtschlafende Zeit war, in seins Wohnung int Künstlerhause in der Fasanenstraße. (Fortsetzung folgt.) schüchtern, Herr von Brank? Ich muß Ihr damaliges Wer- , halten gegen jene Frau als nicht ehrenhaft bezeichnen! H?rr StLsanwalt!" stieß der Ueberrafchte in auf- flammendem Zorne hervor. Er war emporgeschnellt und stand nun ebenfalls kerzengerade vor seinem Gegnew „Aus Ihnen scheint der Wein zu sprechen. Sie werden von mir 5Öl'e"£e von mir auch!" gab Dell wutschnaubend zurück. Dann wandte er sich jäh der Tür zu und verließ mit heftig I HM «len W in Ordnung, sobald er nur ausgenüchtert sein wird. Herr von Brank dankte dem Rittmeister. Gut Tollen; besorgen Sie, was notig ist. Wenn er | nicht Vernunft annimmt, dann verlangen Sie Genugtuung, blutige Genugtuung; ich überlasse Ihnen die Feststellung alles weiteren." lind sich mit der Hand über die Stirn fahrend fügte.er, noch immer verständnislos, hinzu: ,,W) begreife den Mann nicht; ist er denn so ein Tugendspiegel, van ihn mein unschuldiger Roman so aus dem Häuschen I bringen konnte? Oder wollte er Händel mit tmr anfangen? Warum aber? Was habe ich ihm getan?" Herr von Brank," nahm der Maler d-ao Wort, „ich bin I der Ansicht des Herrn Rittmeisters. Der gute Staatsanwalt muß schwer betrunken sein, sonst ist fern Benehmen absolut Ö; zu erklären." Und sich an Tollen wendend: „Er- I en Sie, daß ich ihm Nacheile und Sorge trage, das;-er glücklich nach Hause kommt. Ich hoffe und wünsche, daß sich alles zu gegenseitiger Befriedigung wird ordnen lassen. 1 „Tun Sie das, Professor, Professor," ver etzte Tollen. „Selbstverständlich bleibt das Vorgefallene streng unter uns Teilen Sie dem Herrn Staatsanwalt mit, daß ich morgen früh 8 Uhr pünktlich bei ihm sein werde." Als der Maler gegangen war, sagte Gotenberg zu den beiden anderen, die mit ihm noch im Zimmer weilten: „Dieser Rechtsverdreher hat uns wahrhaftig das ganze Programm verdorben! Wenn er nicht Raisou annimmt, dann stehe ich als Unparteiischer zu Diensten." | „Angenommen, mein lieber Gotenberg," erwiderte Herr j von Brank, der sich nun auch zum Aufbruch rüstete. „Sie fahren nach Giesdorf zurück?" fragte Tollen den Landedelmann. t , ..., Dieser überlegte einen Augenblick, daun sagte er, sich kurz entscheidend: „Ich bleibe hier; der „KaiserHof" wird ja wohl noch ein Bett für mich übrig haben. Bis zum Aim- Srag der Sache meide ich mein Haus — es ist besser ; meiner , fr du werde ich telegraphieren, daß mich Geschäfte hier I ürückhätten." Der Maler Völker hatte den Staatsanwalt schon m her Leipziger Straße eingeholt. Beide stiegen in eine iDroschke und fuhren nach der Genthinerstraße. „Was haben Sie da für eine Geschichte angerichtet! brach Völker vorwurfsvoll los, als er mit Teil in dessen Arbeitszimmer eingetreten war. „Wie soll sich denn das wieder ins Geleise bringen lassen?" „Hier gibt es keinen Ausgleich mehr," versetzte scharf der andere, indem er mit der leicht bebenden Hand pjie Lampe anzündete und dann dem Maler schweigend em Blechkistchen mit Zigaretten hinschob. „ „Aber ich bitte Sie, warum denn so blutdürstig? Herr von Brank ist Ihnen doch mit keiner Silbe zu nahe getreten; ich verstehe Sie heute überhaupt nicht." „Sie werden mich bald vollkommen verstehen. Wollen Sie mir Ihr Ehrenwort geben, daß das, was ich Ihnen mitteilen werde, für ewige Zeiten unter uns bleiben soll? Daß Sie es keiner Menschenseele jemals weiter sagen werden?" SW-nfpr trifft € „Nein, nein!" hob Tell wieder an, „das genügt mir nicht. Ich verlange ein feierliches Versprechen." „Nun gut. Ich gelobe Ihnen, Herr Staatsanwalt, ewiges Stillschweigien, bei meiner Ehre." „So hören Sie: Jene Viktorine, die spätere Mrs. Dell, mit deren Gunst sich der adelige Wüstling brüstete, war — meine Mutter." Völker prallte zurück. „Ihre Mutter?" 889 W Leipzig. Der Weg dahin gestaltete sich recht schwierig, da sich aus allen nach Leipzig führenden Straßen Truppen aller Waffen- tzattungen und Fuhrwerke vor- und rückwärts Bewegten und dadurch einander behinderten. Nur mit Gewalt, mit dem Kolben, konnte man sich freie Bahn verschaffen. Hierbei hatten die Hessen besondere Schwierigkeiten zu überwinden, da sie die schon von Truppen anderer französischer Korps besetzten Vorstädte von Leipzig zu passieren hatten, um nach ihrem Bestimmungsort vor die Tore der Altstadt zu gelangen. Die Stadt Leipzig bestand aus der Altstadt und mehreren Vorstädten. Die Altstadt war mit festen Mauern umgeben, durch die vier Tore führten: das Ranstädter-, Hallische-, Grimmaische- intb das Peters-Tor. Außerdem waren in der Mauer kleine Pforten angebracht, durch die man auch in die Jnnenstabt gelangen konnte. Vor der Mauer der Altstadt zog ein tiefer Graben her, der an den Stellen nach den Toren hin überbrückt war. An der Grenze des Grabens führte eine mit Bäumen bepflanzte Anlage her, die rings um die Stadt zog. Die Vorstädte benannten sich nach den Toren: Ranstädter-, Hallische-, Grimmaische- und Peters- Vorstadt, und hatten als besondere Gingänge: das Kohlgärtner- Tor, das Hintertor. Sämtliche Tore waren gesperrt und verbarrikadiert. Die Vorstädte wurden von Teilen der Korps Macdonalb und Poniatowsky besetzt. Die hessische Brigade kam vor das Grimmaische Tor der A l t st a d t, das Gardefüsilierbataillon an den rechten Flügel an die Krücke, die Leibgarde und das Leibregiment zu beiden Seiten der Straße. Bor die Brücke wurde eine württembergische Batterie postiert._ Das innere Grimmaische Tor (in der Altstadt) war von badischen Truppen besetzt und durfte nur für Verwundete und Adjutanten geöffnet werden. Kurz nach der Aufstellung der hessischen Truppen ritt der Kaiser Napoleon durch die Vorstadt an dem Füsilierbataillon vorbei, um durch das Grimmaische Tor in die Altstadt zu gelangen. An den Bataillonskommandeur richtete er die Frage: „Avez-vous perdu beaucoup de monde hier?" Auf die Antwort des Kommandeurs: „Nous avons perdu beaucoup de monde, Sire", richtete er den Kopf im Vorbeireiten rechts Und links gegen die präsentierenden Truppen, indem er wiederholt sprach: „Js gut, is gut!" Als der Kampf schon in den Vorstädten entbrannt war, „verabschiedete sich gegen 10 Uhr Napoleon vom König von Sachsen und bahnte sich mit Mühe den Weg nach dem Ranstädter Tor, durch das ihn endlich nach langem Warten eine Menschenwelle mit forttrng". Die Verbündeten rückten nach 8 Uhr gegen die Vorstädte von Leipzig heran. Eine Deputation der Einwohner und ein Parlamentär des Marschalls Macdonald, die um Schonung der Stadt bitten wollten, wurden nicht angenommen. Blücher forderte die Franzosen zum Strecken der Waffen auf, was kurz abgelehnt wurde. Nun erfolgte gegen 9 Uhr der Angriff der Verbündeten auf die Vorstädte. Die Granaten der verbündeten Armee schlugen auch in der Stellung der hessischen Brigade ein und verursachten bei der Leibgarde und dem Leibregiment empfindliche Verluste. Die württembergische Batterie vor der Brücke zog eilig davon und ließ zwei geladene Geschütze stehen. „Ein Wagen mit noch dampfenden Broten, eine lang entbehrte unschätzbare Gabe, wurde jetzt den Truppen durch das Tor zugeführt . Aber die Brote waren noch glühend und unausgebacken, und konnten nur teilweise bei den beständig einschlagenden feindlichen Geschossen verteilt werden." Prinz Emil gab jetzt seiner Brigade eine andere Aufstellung. Er postierte sie in der Anlage hinter einer hohen Gartenmauer. Den babischen Truppen, die gleichfalls vor dem Grimmaischen Tor in der Nähe der Hessen standen, wurde von ihren Landsleuten das innere Tor geöffnet, so daß sie in die Innenstadt gelangen und hinter den Mauern der Altstadt Schutz finden konnten. Die Hessen st a n d e n nun allein vor dem Tore. Unterdessen hatte sich an dem Ko hl gärtner Tor in der Vorstadt ein hitziges Gefecht entspannen. Schon zogen sich die Truppen des 3. französischen Korps in größter Unordnung aus der Vorstadt nach der Brücke hin zurück, als Prinz Emil dem 1. Bataillon der Gardefüsiliere befahl, dieselben aufzunehmen und das Gefecht in der Straße nach dem Kohlgärtner Tor festzuhalten. Major v. Buchenröder ließ das Bataillon int Sturmschritt Vorgehen : es folgte das Bataillon, der Lechgarde. Den hessischen -Bataillonen gelang es int Verein mit den nun wieder sich sammelnden Franzosen, den Gegner zur Vorstadt heraus durch das Kohlgärtner Tor zu werfen. Die hessischen Bataillone nahmen hierauf wieder ihre alte Stellung bei der Brücke ein. Nur die 1. Kompagnie der Füsiliere blieb in der nach dem Kohlgärtner Tor führenden Straße stehen. Am Hinter-Tor in der Vorstadt hatten die Franzosen den eindringenden Schweden weichen müssen. Das Leibregiment wird beordert, den hier zurückweichenden französischen Truppen Hilfe zu bringen. Es! gelingt den vereinten Kräften, den Gegner eine Zeitlang zurückzudrängen; aber immer mehr Truppen der Verbündeten bringen von allen Seiten durch die Vorstädte ein, fo daß die hessische Brigade in ihrer Stellung an der Brücke stark bedroht ist. Jetzt um i/212 Uhr erteilt Prinz Emil den Befehl, sich in die J(n n e n st a d t zurückzuziehen was leichter gesagt,, wie aitszuführen war; denn das innere Grimmaische Tor Web immer noch verschlossen. Außerdem konnte der Befehl des Minzen die Bataillone, die noch, ist die Kämpfe, in den Vorstädten verwickelt waren, nicht erreichen. Dem Prinzen gelingt es mit der bei ihm stehenden Mannschaft, durch eine Pforte in der Stadtmauer, durch das „Zuchthauspförtchen", in die Innenstadt zu kommen, und sich in einer Seitenstraße hinter der Mvner aufzustellen. Die vor dem Grimmaischen Tore noch verbliebenen und in den Kampf verwickelten hessischen Truppen müssen der Uebermacht weichen Und suchen hinter den Bäumen der Anlage Schutz, wo sie heldenmütig den Gegner abwehren. Jetzt flutet eine ungeordnete Masse Franzosen aus den Straßen der Vorstadt nach der Brücke zurück. Da ergreift ein hessischer Soldat eine Lunte und feuert eins von den zurückgebliebenen geladenen württembergischen Geschützen ab. Das Feuer tat seine Wirkung; der Gegner zieht sich zurück. Die Ladung des' zweiten Geschützes richtet noch größeren Schaden an. Die hessischen Truppen gehen jetzt wieder auf dem sogenannten Grimmaischen Steinweg vor. Doch nur auf kurze Zeit,; denn hier fahren bald zwei schwedische Geschütze auf, die mit ihren Geschossen die auf der Brücke zusammendrängendett Massen Übergießen. Alles eilt über die Brücke; auch die Hessen werden mit fortgerissen. Das innere Grimmaische Tor wird mit Gewalt aufgesprengt, und die Menge dringt.in die Innenstadt ein. Die Franzosen verlieren sich tu den Seitenstrasten; die Hessen bleiben als Reserve hinter der badischeit Wache am inneren Tor stehen, das sofort wieder verrammelt wird. Prinz Emil sammelt nun die Reste seiner Brigade, und führt sie, in eilte Querstraße. Kaum war dies geschehen, als das Grimmaische Tor den Verbündeten von Bürgern geöffnet wurde. Jetzt versuchten die Hessen, durch das Ranstädter Tor über den „Brühl" zu entkommen. Allein von den durch das Peterstor eingebrungeiteit Oesterreichern in bet Front und int Rücken, und in allen Querstraßen von bett Preußen arg bedrängt, wurde der Rest der hessischen Truppen in bett engen Gassen hin- unb hergeworfen, wobei burch das mörberische Feuer der Verfolger ihre Reihen bedeutend gelichtet wurden. Einigen gelingt es, durch die Häuser und Gärten zu entkommen; die meisten werden gefangen genommen. Die übriggebliebenen Mannschaften und die Offiziere fcharen sich um den Prinzen Emil und flüchten in ein Metzger- haus, dessen Laden eingestoßen wurde. Aber auch hier waren sie nicht sicher; denn schon bringen preußische Solbaten in beit Hof- raum ein. Ein von ben Soldaten herbeigerufener Offizier nimmt bent Prinzen unb seiner Umgebung beit Degen ab. In Gefangenschaft geraten mit dem Prinzen Major v. Buchenröber, die Hauptleute Jesse, Eigenbrobt unb Lyncker, bie Bataillons-Abjutanten Hannesse unb Clar, bie Leutnant Haus unb Luck. Leutnant Diez würbe als Verwunbeter, Leutnant König als Kranker gefangen genommen. Auf bent Transport passieren bie gefangenen Hessen an bent Grimmaischen Tor an bett verbündeten Herrschern, bent König Friebrich Wilhelm III. unb bent Kaiser Alexanber von Rußlanb vorbei, bie eben um 1 Uhr ihren Einzug in bie Stadt Leipzig halten. Prinz Cntil und seine Offiziere werden in eirt zwischen dem Grimmaer- unb bent Peterstor gelegenes Gasthaus gebracht. Der Regiments- unb ber Bataillonskommaubeur des Leibregiments wurden von einem Leipziger Einwohner, den sie Baten, sie vor ben Mißhanblungen ber rohen Solbaten zu schützen,- in bas Stabttheater geführt, wo sie sich einem preußischen Offizier als Kriegsgefangene ergeben mußten. Kurz nach ber Gefangennehmung ber Hessen flog bie Brücke über bie Pleiße in bie Luft. Marschall Maedonalb rettete sich, indenk er ben Fluß burchschwamm. Fürst Poniatowski, ber bas Durchschwimmen versuchte, ertrank in ben Fluten ber Pleiße. Am 16„- 18. n. 19. Okt. verloren bie Franzosen 50 000 Tote und Verwunbete unb 30 000 Gefangene. Unter ben Verwundeten waren die Marschälle Ney und Marmont. Gefangen wurden 8 Divisions-, 9 Brigade- generale, darunter Prinz Emil. Die Verbündeten hatten 50 000 Tote und Verwundete. Den 21. Oktober reifte Prinz Emil mit den Majors von Weichs unb dem Prinzen von Witgenstein in Begleitung eines preußischen Offiziers nach bent für sie bestimmten Gefangenaufenthalt, nach Berlin ab. Für bie übrigen Gefangenen war Neu-Rn ppin in ber Mark Branbenburg bestimmt, wohin sie am 22. in einer Stärke von 45 Offizieren und 200 Unteroffizieren unb Gemeinen ihren Marsch antraten. (An Drittel ber Mannschaft war währenb der Kümpfe vor bent Grimma- ischen Tor unb in den Straßen ber Innenstadt abhanden gekommen. Der Bagage ber hessischen Brigade mit ihrer Bedeckung und der übrig gebliebenen Artillerie gelang es, in ber Nacht vom 18./19. von bem Schlachtfeld nach Lützen zu entkommen. Es waren 9 Offiziere und 100 Mann. Sie schlossen sich der zurück- ziehenden französischen Armee an. Unterwegs kam noch dazu der Rest des Chevauxlegerregimeuts mit 11 Offizieren unb 40 Mann. Der Rückzug ging über Thüringen, Fulba nach Hanau, wo am 80. und 31. Oktober Napoleon sich ben Weitermarsch gegen General v. Wrebe, ber ihm benselben mit seinen Bayern verlegen wollte, erkämpfen mußte. Diese hessische Abteilung ging bei Hanau, bei bent Orte Klein-Steinheim über ben Main jtnb kam am 3. November in Darmstabt an, am Tage barauf, nachdem ber Großherzog von Hessen seinen Beitritt zu ben Verbünbeten erklärt hatte. ' 640 Nibelungen und Odenwald. Von Hans Otto Becker. Unsere herrlichste deutsche Dichtung, die Nibelungen, steht mit den: Odenwald sofern in inniger Beziehung, als der Tod des hehrsten Helden der Welt, Siegfrieds, auf der Jaqd im Odenwald an einem klaren Brunnen unter der Linde breit sich ereignete, wo Hagen ihm die Mordwaffe in den Rücken schoß. Die Ueberlieserung kennt zwei Statten, an denen der Mord geschah: Den Siegfriedsbrunneu von Grasellenbach und den von Hüttenthal. Heute sollen einige historische Beziehungen zwischeii den Nibelungen der Sage und den Burgundern der Geschichte sowie deren Bezrehungen zum Odenwald erörtert werden. In der Tat ist der Odenwald, die Gegend zwischen Main, Neckar und Rhein, sowie das ihr gegenüberliegende linke User des Rheins der Sitz der Burgunder, das alte Nibelungenland. Wenn Worms in der Sage die Hauptstadt des Reiches ist, so kann sehr wohl diese Stadt, damals Borbe- tomaqus genannt, ihrer zentralen Lage zwischen dem Unks- und dem rechtsrheinischen Gebiet des burgunöftchen Reiches wegen die Residenz des Königs gewesen sein. Sicher ist, daß noch im Jahre 773 in der Grenzbeschreibung der Heppen- heimer Mark eine Odenwälder Gemarkung Burgiindhart benannt ist und diese liegt in nächster Nähe von Hüttenthal und Hiltersklingen im Tal der Marbach, da wo der eine, auch Lindelbrunnen genannte, Siegfrieds'brunnen gUillt. Das ist einer der seltsamsten Zufälle! Dreihundert und sechzig Jahre waren seit der Burgunderherrschast im südlichen Odenwald vergangen, als noch die Erinnerung daran in der Bezeichnung „Burgundhart" fortlebte. Woher kamen nun diese Burgunder und wohin gingen sie? Dieser deutsche Stamm saß ursprünglich an der Oder und Weichsel. Schon im 3. Jahrhundert n. Chr. wanderten sie von da nach Westen und versuchten, über den Rhein nach Gallien zu dringen, wurden aber von den römischen Kaisern Probus und Maximianus zurückgeworfen. Sie mußten sich hinter den Sitzen der Memannen, die damals schon im Besitz des römischen Gebiets auf dem rechten Rheinuser bis zum Neckar waren, ansiedeln und so wohnten sie bis Ende des 4 Jahrhunderts im oberen Maingebiet, in guten Beziehungen'zu den Römern, denen sie halfen, die zwischen ihnen wohnenden Memannen in Ruhe zu halten. Um 370 brachen 80000 Burgundionen auf an den Rhein und die Main- Mündung, wo ihnen wohl die Alemannen weichen mußten. 406 kam von Osten her eine gewaltige Völkerwelle, die Vandalen, Sueven und Alanen, aus ihrer Heimat von den Hunnen verdrängt, an den Rhein gebraust und riß die Burgundionen mit sich hinüber nach Gallien. Diese Provinz verteidigte der Usurpator Constantin wohl kraftvoll gegen die Eindringlinge, aber er selbst wurde von dem rechtmäßigen Kaiser Honorius bekämpft: und während diese beiden Römer miteinander stritten, suchte der Burgundionenkönig Gyntiarios, wie der griechische Schriftsteller Olhmpiodor den König Gun da Hari nennt, sich und seinem Volke eine neue Heimat in der Germania prima zu schaffen. In Mainz rief er 411 gemeinsam mit dem Alanen- hauptling Goar den Gallier Jovinus zum Kaiser aus, der aber 413 zu Valence gefangen und hingerichtet wurde. Der römische Feldherr Constantinus, der Gallien für den Kaiser verwaltete, suchte nun die Burgunder als Freunde und Verteidiger der Grenze zu gewinnen, und so wurde ein Teil des Volkes aus dem linken Rheinufer auf Grund der Hospitalitas angesiedelt. Wie anderwärts in diesen Zeiten wurde der Fremde, der Hosp-es, in die Häuser der Bewohner einquartiert und erhielt von ihnen einen bestimmten Teil des Feldertrags. Gin solches Verhältnis mußte naturgemäß, da der Hospes sich als Herr fühlte, zur Auflösung des Staatsverbandes führen. Die linksrheinischen Burgundivnen wurden nun Christen, während die rechtsrheinischen Heiden blieben. Der Name des Königs Gundahari erinnert uns sofort an den König Gunther des Nibelungenliedes; sprachlich ist es auch derselbe. Aber auch die Namen der aus der Sage bekannten Burgunder, König Mbich und Giselher, finden sich in den geschichtlichen Namen Gibicha und Gislahari wieder; alle drei finden wir in dem von König Gundöbad codiftzierten alten Volksrecht der Burgundionen, der Lex Burgundionum. Der König Gunther des Nibelungenliedes hat Mso wirklich gelebt und noch mehr: wie der König der Sage ist auch Gundahari durch die Hunnen gefallen. Redaktion: K. N e u rn t b- Nun wurde aber Gundahari — und mit ihm ein großer Teil seines Volkes — nicht bei dem großen Hunnensturm des Jahres 451, der auf den katalaunischen Feldern am Widerstand der Römer und Westgoten zerschellte, vernichtet, svni dern bald nach 436. Zuvor hatte Gundahart den Versuchs gemacht, seine Herrschaft in Gallien auszudehnen, aber er erlag dem römischen Aetius, der in Gallien regierte, der die Ripuarier niedergeworfen und später die Hunnen bezwang; diesem begabten kraftvollen Römer war der Burgunder nicht gewachsen. Er verlor 20000 Krieger, mußte um Frieden bitten und, von diesem Schlag geschwächt/ wurde er von den Hunnen erschlagen samt seinem ganzen Hause. Dunkel ist nun, wie und wo dies geschah-. Jedenfalls: war es nicht die Macht Attilas, des Königs der Hunnen, die den Schlag führte; vielleicht aber im Solde des Aetius stehende hunnische Hilfsvölker, vielleicht von Aetius selber gegen die Burgunder aufgehetzt. Scher es bleibt auch die Möglichkeit, die gerade in der Sage uns erzählt wird, daß die Burgunder bei einem freundschaftlichen Besuch unter den Hunnen hinterlistig ermordet worden sind. Wo dies aber stattfand, ist nicht zu ermitteln. Unmöglich darf man aus den im Odenwald vorhandenen Erinnerungen an die Hunnen — Heunesäulen bei Miltenberg, Heunenschlüssel unweit des Engelsberg — den Schluß ziehen, daß am Main das Ereignis stattfand. Soviel. steht aber fest, daß die feige Ermordung eines germanischen Heldengeschlechts in der deutschen Sage die einzige Tat ist, die von Etzel und den Hünnen berichtet wird. Der Rest der Burgunder wurde bald darauf vom Rhein an die Rhone versetzt. Dort wurden sie int Lauf der Jahre romanisiert. Sie gelangten im Mittelalter unter den: Herzog Karl dem Kühnen noch einmal zu einer gewissen Bedeutung. Die Sage aber schuf aus den Burgundenrecken und dem Nibelungenhelden Siegfried herrliche Gestalten von ewiger Schönheit. Auch in unserer Phantasie dürfen wir die Helden im Odenwald und am Rhen: wieder sehen — die Geschichte gibt uns ja bis zu einem gewissen Grad sogar das Recht dazu. _____________ Vermachtes. — Wozu Lessing „zu gebrauchen wa r". Gegen beit Tabakrauch besaß Goethe eine große Abneigung. Eines Tages tat der Altmeister sogar die Aeußerung, ein wahrhaft genialer Manu bringe es sicher nicht fertig, zu rauchen. Lessing z. B. würde es wohl kaum getan haben. Beim Ausspruch dieser Vermutung war auch Ebert zugegen, der in Wolfenbüttel — wo Lessing bekanntlich als Leiter der Bibliothek gewirkt hatte — ebenfalls einmal Bibliothekar gewesen war. Diesen reizte es nun, den wahren Sachverhalt festzustellen. Er benützte also seine Beziehungen zu Wolfeubüttel und wandte sich mit einer entsprechenden Anfrage an eine dort wohnende alte Frau, die dem Dichter der „Minna von Barnhelm" jahrelang als Auswärterin gedient hatte und nut seinen Gewohnheiten darum vertraut feilt mußte. Bereitwillig erteilte diese treuherzige Person die gewünschte Auskunft Sie lautete: „Ja, schmauchen und schreiben konnte der Herr Lesttng wohl, sonst aber war er zu nichts zu gebrauchen." * V o ne luftigen John Bull. Das böse G e - iviss en. Zum ersten Mal ist der kleine Tommy im Schwimmbad und plätschert nach Herzenslust Aber plötzlich schleicht er bedrückt zu seinem Vater: „O, Papi", flüstert er bleich, «ich habe etwas Wasser geschluckt: werden sie sehr böse sein?" — Der verkannte Skalp. „Tantchen," fragt die kleine Helen, „bist Du eine richtige Indianerin oder hast Du nur einen Indianer geheiratet»" Aber um Gottes willen, wie kommst Du auf diese Idee?"' Ja, aber ich habe doch auf Deinem Toilettetisch einen ganzen Hausen Skalpe gesehen . ." - Der kleine Natur- forscher. „Wer kann eine Raupe beschreiben?" „Ich, Herr Lehrer." „Schön, Jimmy, was ist eine Raupe?" Jimmy, stolz: ~®iite Raupe ist ein gepolsterter Wurm!" Uapsel-NAsel. Meerwasser — Distel — Fuchs - Schnitzel - Drachen _ Fechtboden — Kreis — Tanne — Bettdecke — Hase — Blech — Glas — Henne — Genick — Lachtaube. Ans dem ersten der vorstehenden Wörter sind drei, aus jedem der übrigen Wörter zwei zusammenhängende Buchstaben zu entnehmen, so das; sich daraus ein Sprichwort ergibt. Auflösung in nächster Nummer,, Auslösung des Anagramms in voriger Nummer: Schiene, Chinese. Rotationsdruck und Verlag de^rühl'schen Universitäts-Buch- und Strindruckerei, R. Lange, Gießen.