WZ - Nr. Z Montag, den |5. Januar UW ’kvfAA wik ^on Frühling ?u Frühling. Roman von Erich Eb en st ein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) ,'!®lete' begann der alte Petermann unsicher, „Pro- Burger hat uns heute eine freubige Nachricht mit» L wohl nicht erst zu sagen, daß diese p^ryaltms zu uns ändert. ■ Ich weiß, du orst nicht glücklich. Du wolltest fort von uns und ich gebe gern zu, daß Niki dir Grund zur Unzufriedenheit ivahr, du hast nun Pflichten, snrd als die welche der Mensch gegen sich selbst hat. Meta, du siehst dies ein, nicht wahr?" „Ja Papa!" ’ bu dies eiusichst, weißt du auch, daß Lu Um deines Kindes Nullen Opfer bringen mußt!" //■vV^- !/z „^av Schicksal stellt die Willenskraft des Menschen uU! r,aEte Proben. Du wirst vielleicht deine ganze Kraft brauchen, um das, was ich dir initteiten muß, um des Kindes willen ruhig zu ertragen." «sh,JK? leiteten sich angstvoll und suchten die Dunkelheit zu durchdringen. Ein Zittern durchlief ihren Leib; ihr war, als drücke eine Hand ihr die Kehle zusammen, daß sie kaum atmen ionnte. PruJ0*“ ' i /,Jto-nnteIt,S^ ** 'tilter schrecklichen Ahnung ^faßt - > - „was ist geschehen? Ist Mama..." ., Er legte den Arm wie schützend um sie und drückte ihren Kopf an ferne Brust. Er wußte, das, was er ihr zu sagen hatte, würde sie mitten ins Herz treffen. „Meta, deine Mutter ist soeben einem unerwartet eingetretenen Schwacheanfall erlegen und dein Vater —" Mit einem Schrei fuhr Meta in die Höhe. . -„Mein Vater? So rede doch — noch mehr? Was ist Uiit meinem Vater?" „Er hat sich aii der Leiche deiner Mutter erschossen " Ein dumpfer, ächzeiider Saut — Meta lag schwer in deil Armen ihres Schwiegervaters. Behutsam bettete er sie auf die Chaiselongue, machte Licht und klingelte. Niki war der erste, welcher eintrat. Er hatte draußen schon auf seines Vaters Ruf gewartet. Jetzt warf er einen scheuen, heißen Blick auf Metas regiingsgose Gestalt. Wie schön sie war! Nichts war in ihm als der Drang, dieses weiße, stolze, schöne Gesicht mit glühenden Küssen zu bedecken. Aber er wagte es nicht. Seiii Vater stand daneben und sagte, ihn mit einem eindringlichen Blick ansehend: „Sie ist ohnmächtig, und das ist für den Moment wohl das beste. Wenn sie erwacht, behandle sie zart und rücksichtsvoll, sie hat viel Schweres durchzumachen... vergiß nicht, daß man mit seiner Frau in anderem Tone verkehrt als mit irgend einer Theater»! Prinzessin!" „Papa!" Aber der Alte ließ sich nicht irre machen. „Ich würde es nicht sagen, wenn du mir nicht Veran- lß|sung dazu gegeben hättest. Ich habe deiner Mutter keine stürmische Leidenschaft eutgegeugebracht — unsere Heirat bur Geschäftsvertrag, aber ich hatte stets Achtung und Mitgefühl für sie, und ich kann sagen, daß wir beide nie bereut haben. In den fünfnuddreißig Jahren unserer Ehe hat es nie eine Szene, nie einen Streit zwischen uns gegeben, heute sind wir einander unentbehrlich. Die Ehe ist ein mühsames Werk, an beut beide Teile unablässig arbeiten müssen, bas verliere nie aus ben Augen!" Niki warf spöttisch bie Augen auf und schwieg. Die „Moralpauke" seines „Alten" in diesem Augenblick kam ihm unsäglich abgeschmackt vor. Der würbe wohl auch nicht zeitlebens ein Heiliger gewesen sein... Die Zofe Metas trat ein. „Telephonieren Sie sofort um Professor Burger!" befahl Koitrab Petermann. „Dann gehen Sie hinüber zu meiner Frau —, ich lasse sie herüberbitten." Als Meta die Augen aiifschlug, lag sie in ihrem Bett. Frau Bettina saß neben ihr unb hielt ihre Hand fest in der ihren. Am Fußende des Bettes stand Professor Burger und lieben ihm Niki. Nikis Gesicht war blasser als sonst und seine Augen hingen unverwandt an Meta, deren Blick verwirrt von einem zum andern glitt. Dann fuhr sie plötzlich entsetzt in die Höhe. „Papa ... Papa... o laß mich zu ihm!" rief sie jammervoll. Da beugte sich Frau Bettina beruhigend über sie. „Mein liebes, armes Kind," sagte sie leise und mit einer ihrer sonstigen Gemessenheit ganz fremden Weichheit, „für heute ist es zu spät. Um des Wesens willen, das Gott dir als Ersatz für das Verlorene gab, mußt du trachten, ruhig zu, sein. Morgen wollen wir beide hinausgehen ... bis dahin vergiß nicht, daß du bei denen bist, die dich innig lieb haben. Nun erst recht und ganz ist deine Heimat in Herminenruhe." Sie stand auf und Winkte Niki, der ihren Platz ein» nahm. Dann verließ sie mit dem Professor das Zimmer. Meta lag regungslos mit weit geöffneten Singen in den Kissen. Immer noch hörte sie den feierlichen Ton ihrer Schwiegermutter, mit welchem sie sagte: Nun erst ganz ist deine Heimat in Herminenruhe. Verlegen streichelte Niki Metas Hand. Seine schmalen Lippen beugten sich darauf nieder. „Meta — Liebste," murmelte er, „sieh nicht so starr an mir vorüber. Bin ich nicht dein Mann? Vergiß, was uns trennte, und... vergib! Wir wollen ein neues Leben beginnen." Es wurde ihm schwer, so zu sprechen, ihm, dem Gefühl 26 in Metas Augen Aber zu meinem ein paar Schritte Meta folgte v erber Ueberraschuug meiner schönen Frau?" Meta wandte sich halb um. „O — warum etwas so Kostbares?" fragte sie fast erschrocken — „jetzt, wo wir dock) auf Jahre hinaus nicht ent Geselligkeit denken können?" Er schüttelte verwundert den Kopf. „Auf Jahre? Aber Herzchen, was fällt dir ein? Wenn das Kind da ist, nehmen wir eine gute Amine und- dann will ich doch wieder glänzen mit dir!" Konrad Petermann, der Schatten aussteigen sah, trat dazwischen. „Nun komme erst ich, liebe Meta. Geburtstagsgeschenk mußt du schon Kinausgehen." Er schritt voran auf den Korridor, wündert. Dann stieß sie einen Schrei aus. „O Papa — das — das ist -entzückend!" Der alte Petermann hatte die Tür eines Gemaches geöffnet, das an Metas Schlafzimmer stieß, aber mit diesem in keiner Verbindung stand. Es war bisher unbenutzt leer gestanden. Nun war es zu einer entzückenden Kinderstube umgewandelt. -Alles schneeweiß, sauber und duftig. Die Frühlingssonne warf goldene Lichter auf die Weiße Pracht. Die Fenster standen offen, eine nodj kühle, aber von treibenden Kräften mit würzigem Hauch erfüllte Luft strich herein. Petermann wies an die Wand, welche an Metas Schlafzimmer stieß. „Dort lassen wir eine -Tür durchbrechen, natürlich; ich wollte es nur nicht früher tun, um die Neberraschung nicht zu stören." Meta war wirklich gerührt. „Wie gut du bist, Papa — wie gut — alle, alle —" Dis letzten Monate lebte Meta ganz zurückgezogen. als „Philistertum" galt. Aber die Worte seines Vaters waren doch nicht ohne Eindruck auf ihn geblieben. Und unter seinen Worten ließ die furchtbare Spannung in Metas Nerven jäh nach. Hilflos, gebrochen, verzweifelt klammerte sie sich an seine Brust und weinte herzzer- Lrechend. y Alles, was dieser Tag an Schrecklichem und Erhabenem Mer sie gebracht hatte, löste- sich- auf in diesem erlösenden Tränenstrom. , _ , , Nun folgten stille Monate. Monate der Trauer und her immer deutlicher in Metas Bewußtsein tretenden Hoffnung. Elfriede und Otto, ihre Stiefgeschwister, waren zu Liner Schwester ihrer Mutter nach Wien übergesiedelt. Diese Tante Emma — Meta hatte sie kaum dreimal rm Leben -gesehen — war die kinderlose Gattin Zeines Hofrats und wollte die verwaisten Kinder der Schwester nun adop- fiercit. Die kleine Villa, in welcher Lenzendorfs gewohnt hatten, war anderweitig vermietet, der Hausstand gänzlich auf-gelöst. Zwei Gräber waren alles, was Meta von ihrer -einstigen Heimat geblieben war. Die alten Petermanns taten alles, was sie il)t an den -Augen absehen konnten. Auch Niki war größtenteils rücksichtsvoll und bemühte sich-. Meta keinen Grund zur Klage zu -geben. , Er wohnte nun lvieder oben int ersten Stock und trank weniger als früher, so- daß sein Gesundheitszitstand ein besserer wurde. In der -ersten Hälfte des April wurde das Kind er- wartet. Frau Bettina hatte es sich nicht nehmen lassen, die kleine Ausstattung vom -ersten bis zu in letzten Stück selbst zu besorgen. Am dreizehnten Februar, Metas Geburtstag, ivurde dis junge Frau damit überrascht. Als sie an diesem Morgen in ihrem Boudoir saß, umgeben von einer Fülle duftender Blumen, und die feinen, winzigen Wäschestücke- der Reihe nach in die Hand nahm, klopfte ihr Herz zum erstenmal wieder freudig, 1111b dankbar streckte sie ihrer Schwiegermutter beide Hände hin. „Ich danke dir, Mama... nicht bloß für das, was du mir heute geschenkt hast, sondern für alles... du machst mir Herminenruhe wirklich zur Heimat... du und Papa." „Oho und ich?" Niki stand hinter ihr und legte ein herrliches Kollier aus Diamanten uni Metas weißen Hals. „Bin ich nicht auch brav? Verdiene ich keinen Kuß von Nicht einmal Herta und Isa besuchte sie, obwohl die beiden jungen Frauen, welche ebenfalls Kinder erwarteten, sie dringend darum baten. Aber es war -etwas in diesen jungen Menschen, das Meta jedesmal traurig machte. Besonders bei Isa. So oft sie von ihr nach Hause kam, hatte sie ein seltsam leeres Gefühl. Und nun wollte sie ja keine peinlichen Gefühle. Nur frohe — nur frohe... Prinz Reinsperg mit seinem -Adjutanten speiste einmal bei den alten Petermanns im intimen Zirkel. Dazu mußte auch Meta -erscheinen. Er war iminer noch voll Galanterie gegen sie, aber es war doch etwas Gezwungenes in seinen Huldigungen. Desto wärmer war Herr von Münster. Sein Ton Meta gegenüber, der immer warm und herzlich gewesen war, wie der eines Bruders, war nun noch wärmer. Etwas Zartes, Ritterliches, Weihevolles war hinzu- gekomm-en, das ihr unbeschreiblich- woh-l tat. Auch Montelli war -geladen gewesen, hatte aber im letzten Moment abgesagt. Prinz Joachim machte ein sehr eisiges Gesicht, als die Rede auf ihn kam. Später erzählte Niki Meta, daß Montelli im Klub hasardiert und ein Vermögen verloren habe. Auch Ehrenschulden waren dabei, die er nicht hätte bezahlen können, wenn er, Niki, ihm nicht aus Freundschaft beigesprungen wäre. Der Prinz hatte Wind von der Sache bekommen, und da I er ein Feind des Spieles war und es seinen Offizieren I streng verboten hatte, habe er kurzen Prozeß mit Mon- I teilt gemacht und ihn in ein elendes galizisches Nest versetzen' lassen. Meta empfand eine gewisse Erleichterung bei dem Gedanken, Montelli so weit -entfernt zu wissen. Seine uuver- hüllten Huldigungen waren ihr immer peinlich gewesen. I llnd so nahte langsam die Stunde, in der sie Mutter werden sollte. Es war ein wilder, stürmischer Apriltag mit Schneegestöber, wo der Winter noch einmal alle Kraft zusammengenommen zu haben schien, um den siegreich vordringenden.Frühling zu verdrängen, als Professor Burger dem alten Petermann in seinem Kontor die feierliche Nachricht brachte, daß drüben bei den Jungen ein Sohn zur Welt gekommen sei. Vier Wochen später gab es bei Petermanns ein großartiges Tausfest. Der Alte selbst hob seinen Enkel aus der Taufe und dieser erhielt ihm zu Ehren den Namen Konrad. (Sortierung folgt.) Abenteuer des Brigadier Gerard. Von C. Doyle. (Fortsetzung.) ♦ Wie der Brigadier vom Teufel versucht wurde. Der Frühling ist ins Land- gezogen, liebe Freunde. Schon haben sich die Kastanien mit Kerzen geschmückt, und die Cass- tische sind hinaus in beit warmen Sonnenschein gerückt worden. Ja, c3 mag sehr angenehm sein, dort zu sitzen, und doch mochte ich meine Erzählung nicht gern der ganzen Stadt preisgeben, j Bisher sind sie mir .auf meinen Wanderungen als Leutnant, als Offizier einer Schwadron, als Oberst, als Brigadechef gefolgt, nun aber tritt in meiner Person die Weltgeschichte selbst vor Sie hin. Wenn Sie von den letzten.Jahren des Kaisers gelesen haben, von jener Zeit, die er auf Sankt Helena verbrachte, da werden Sie sich erinnern, daß er immer und immer flehentlich um die Erlaubnis bat, einen einzigen Brief absenden zu dürfen, ohne daß er von seinen Hütern geöffnet würde. Sein Wunsch blieb unerfüllt, ja selbst bann, als er sich bereit erklärte, bagegen für seinen eigenen Unterhalt sorgen zu wollen, um so bie britisch^ Regierung der Ausgabe für ihn zu entheben. Die Wächter kannten IeBe'n den korpulenten, bleichen Herrn im Strohhut nur zu gut, um auf seine Vorschläge einzugehen. Mau hat sich oft den Kops zerbrochen über bie Person, ber er so wichtige Geheimnisse mitzuteilen haben konnte; war es seine Gattin, sein Schwiegervater, ber Kaiser Alexander, ber Marschall Sonlt? Wie aber nun, wenn Sie hören, baß i ch es war, ja, i ch, der Brigadier Etienne Gerard, an den der Kaiser zu schreiben wünschte! Meine Stellung int Leben ist heutzutage allerdings nur eine ganz bescheidene; wie könnte es auch> bei den 100 Franks monatlicher Pension, die mich eben nur vor dem- Hunger schützen, anders sein? Aber trotzdem kann ich mich rühmen, bafj mein Kaiser mich biss zu seinem letzten Atemzuge nicht vergessen hat, daß et seine linke Hand geopfert Haben würde, hätte er mich nur fünf Minuten für 27 UV I LUh Ule Xü'ULLe HUL uuu.yiju.ut l .r „Jourdan in Ronen und Marmont in Pans sind zur weißen Kokarde übergetreten, Talleyrand hät Ney zu dem gleichen Schritte I beredet. Es liegt ganz klar auf der Hand, daß, jeder weitere I sich allein haben können. Ich will Ihnen anvertrauen, wie Vermrdchtes. — Der ungehobelte Gast. Wenn mir jemand, den ich nicht eingeladen, zur Tür hereintritt, ohne anzuklopfen, und sich breitspurig auf einen Stuhl setzt, den ich ihm! nicht angeboten, so steht meine Meinung über die Manieren eines, solchen Zeitgenossen von vornherein mit erfreulicher Deutlichkeit fest. Wenn ick mich mit einem mir angenehmen Menschen unterhalte, und ent dritter unterbricht mich und drängt sich fortwährend m mein Gespräch, so heiße ich ihn einen Flegel und bitte ihn, das Feld seiner Tätigkeit baldigst anderswohin zu verlegen. Was aber soll die Dinge lagen. Es war nach der Schlacht bei Fore Champenoise. Die Konskribierten in ihren blauen Blusen und Holzschuhen hatten tapfer standgehalten, aber die Weitsichtigeren unter uns sahen doch, daß alles verloren war. Man hatte uns unsere Munition wcg- genommen, und was konnten uns stumme Flinten und Kanonen nützen? Aber auch die Kavallerie war in einem jämmerlichen Zustande, hatte sich doch meine eigene Brigade bei Cramme aufgelöst. Zu alledem kam noch die Nachricht, daß der Feind tn Paris war, daß die Bürger die weiße Fahne gehißt hatten, und endlich — vH, traurige Kunde — daß Marmont mit fernem Heere zu den Bourbonen übergegangen war. Da blickten wir einander an und fragten uns, wie viele Generäle wohl noch unserer Sache abtrünnig werden würden. Waren es doch bereits Jourdan, Marmont, Murat, Bernadotte und Jomini — zwar aus dem letzteren machte sich niemand viel, denn seine Feder war scharfer als sein Schwert. Bisher hatten wir uns unterfangen, Mit Europa Krieg zu führen, und o weh, jetzt hatte.es den Anschern, als tob auch noch halb Frankreich gegen uns sein würde. Wir waren in Eilmärschen nach Fontainebleau marschiert und hatten dort die armseligen Trümmer unserer Truppen zu- sammengezogen. Aber wenn wir uns auch alle vereinigten, Ney, mein Vetter Gerard, Macdonald — mehr als 30 000 Mann konnten wir nicht mehr ins Feld bringen. Doch wir hatten unseren Rus, der 50 000 weitere aufwog, und hatten unseren Kar,er — abermals 50 000 dazu! Der letztere war immer unter uns, immer heiter lächelnd und guten Mutes, nahm sein Prischen und spielte mit der kleinen Reitpeitsche. Nicht bei seinem größten Siege ist es mir bedauernswerter erschienen, als ■ ber dieser Campagne in Frankreich selbst. . . Nun, eines Abends saß ich mit einigen Offizieren bei einem Glase Wein — nicht vom besten, meine Freunde, denn die Zeiten waren damals schlimm für uns. Plötzlich kam ein Boote von Berthier, der mich zu sehen wünschte. Mit öftrer Erlaubnis werde ich, so ost ich von meinen alten Kriegskameraden rü>e, alle jene vornehmen Titel weglassen, welche ihnen während der Kriegsjahre zugthallen waren. Dergleichen hohe Namen mögen ja bei Hose ganz gut sein, aber im Lager hörte man überhaupt nichts davon, denn wie hätten wir unfern Ney, Rapp oder auch unfern Sonst fallen lassen können? Hatten doch diese Namen einen Klang, der uns durch und durch ging, gleich der Trompete, die zur Reveille bläst! Also Berthier ließ mich holen. Er bewohnte eine Reihe Zimmer nicht weit von denen des Kaisers; als ich in das Vorzimmer trat, fand ich schon, zwei Männer vor, die mir wohlbekannt waren — Oberst Despienne, von den Linientruppen und Hauptmann Tremeau, von den Jägern, beides alte, erprobte Soldaten. Allerdings war Tremeau nun schon ein wenig steif, hatte er doch bereits in Aegypten die Flinte getragen, aber Despienne konnte jedermann noch als Vorbild dienen. Denken Sie sich einen Burschen, drei Zoll unter der richtigen Größe eines Mannes —- er war genau um drei Zoll kleiner als ich — aber in Hieb und Stich kam er mir bemalst an Gewandtheit gleich. Was Wunder, daß! wir etwas in der Luft witterten, als wir fanden, daß man drei Männer von unfern Eigenschaften zu gleicher Zeit in dasselbe Zimmer geführt hatte? Man kann doch nicht den Salat neben seinen Zutaten erblicken, ohne einen fertigen Salat zu vermuten? „Potz Blitz !" rief Tremeau in seiner abrupten Weise, „wollen uns wohl drei Bourbonen über den Hals schicken?" Das war kein übler Gedanke; jedenfalls würde man in der ganzen Armee keine drei Manner gesunden haben, die sich besser für ein derartiges Geschäft geeignet hätten. „Ter Fürst von NeufchLtel wünscht, mit dem Brigadier Gerard zu sprechen," meldete jetzt eilt Diener. Ich stieg davon und die ungeduldigen Blicke meiner Gefährten geleiteten mich. Ein kleines, jedoch sehr prächtig ausgestattetes Gemach nahm mich auf. Berthier saß an einem Tische; er hatte einen Bleistift in der Hand und ein offenes Notizbuch vor sich. Wie hatte sich der Mann verändert! Ehemals pflegte er die Mode tn der Armee anzugeben und hatte uns ärmere Offiziere oft bald zur Verzweiflung gebracht, wenn er in diesem Feldzuge seine Uniform mit Pelz, im nächsten mit grauem Astrachan besetzt hatte Heute dagegen trugen seine Züge einen müden, sorgenvollen Ausdruck, seine Kleidung zeugte von einer großen Gleichgültigkeit gegen seine äußere Erscheinung. Ms ich eintrat, schaute er von feinem Buche aus, und der Blick, womit er mich begrüßte, hätte etwas Lauerndes, Mißvergnügtes, „Brigadeches Gerard?" „Zu Diensten, Hoheit." . , . ,Jch muß Sie vor allen Dingen bitten, mir Ihr Ehrenwort als Mann und Soldat zu geben, daß alles, was ie&tjty tieften uns vorgeht, jeder dritten Person ent Geheimnis bleibt. . Der Tausend, ein netter Anfang ; aber was blieb nur übrig, als seiner Aufforderung nachzukommen? . „So w-ssen Sie denn, begann er, „daß es nut dein Kai|er aus ist." Er Iftitte den Kops gesenkt und sprach so lang|am, als tob sich die Worte nur mühsam seiner Brust entringen konnten. Widerstand vergebens ist, daß er nur Elend aus unser Land häuft. Und nun möchte ich Ihnen die Frage vorlegen, ob Sie willens sind, mit mir Hand an den Kaiser zu legen, ihn den Verbündeten M überliefern, und so fernerem Kriege ein Ende zu machen?" Dieses schändliche Ansinnen setzte mich dermaßen in Erstaunen, daß ich zu keiner Antwort fähig war. Was sollte denn das heißen? Dieser Mann da vor mir war doch des Kaisers ältester Freund, er hatte mehr Gunstbezeigungen von seinem Herrn emp- ängen, als irgend ein anderer! Er aber klopfte mit dem Bleistift an seine Zähne, schielte mich von der Seite an und fragte nach eiltet 533 eile * ,,d^uit „Ich bin 'auf dem einen Ohr etwas taub, es gibt Dinge, die ich absolut nicht verstehen kann, und Sie erlauben mir daher wohl, zu meinem Dienst zurückzukehreii." Er stand auf und legte die Hand auf meine Schulter. „Seien Sie doch nicht so härtköpfig. Sie wissen ja, daß der Senat gegen Napoleon ist, und auch der Kaiser Alexander will nicht mehr mit ihm verhandeln." Da wurde ich aber hitzig. „Mein Herr," rief ich, „merken Sie sich, daß ich weder nach dem Senat noch nach dem Kaiser Alexander einen Pfifferling frage." „So?" sprach er gedehnt, „nach wem fragen Sie denn?" „Nach meiner eigenen Ehre und nach dem Dienste meines gnädigsten Herrn, des Kaisers Napoleon." „Das ist ja alles ganz schön," entgegnete er mürrisch, die Schultern zuckend, „aber Tatsachen b.leiben doch Tatsachen, und ein kluger Mann rechnet damit. Wollen wir uns gegen den Willen ber ganzen Nation auslehüen? Wollen wir zu allem Unglück auch noch einen Bürgerkrieg heraufbeschwören? U eher dies ist unser Heer zusammengeschmolzen, und jede Stunde bringt Kunde von neuen Ueberläufern. Jetzt ists noch Zeit; es liegt in unserer Hand, Frieden zu machen, und außerdem sind wir der höchsten Belohnung sicher, wenn wir den Kaiser ausliefern." Jetzt bebte ich so vor Wut, daß mir der Säbel gegen die Beine schlug. „Monsieur," rief ich, „daß! ich den Tag erleben muß, wo ein Marschall von Frankreich sich so tief erniedrigt! Finden Sie sich mit Ihrem eigenen Gewissen ab; ich.aber schwöre hiermit, daß das Schwert eines Etienne Gerard so lange zwischen dem Kaiser und feinen Feinden stehen soll, bis er selbst mich von meiner Pflicht entbindet!" Meine Worte und die Stellung, die ich dabei eingenommen, bewegten mich so, daß mir die Stimme versagte, und ich fast in Tränen ausgebrochen wäre. Ach, hätte mich doch die ganze Armee in dem Moment sehen können, wo ich, die Hand auf dem Herzen, Meine Ergebenheit für den bedrängten Kaiser kundgab. Fürwahr, einer der erhabensten Augenblicke meines Lebens! „Gut!" sagte der Marschall, indem er nach dem Lakai klingelte. „Führen Sie den Herrn Bridagechef Gerard in den Salon!" Der Mann geleitete mich in ein benachbartes Zimmer und Hieß mich Platz nehmen. Ich aber hegte keinen größeren Wunsch, als von hier fortzukommen und konnte gar nicht begreifen, warum man mich noch zurückhielt. Wenn man einen ganzen langen! Feldzug hindurch genötigt gewesen ist,' immer dieselbe Uniform zu tragen, dann fühlt man sich in einem Palast nicht heimisch. Nachdem ich eine Viertelstunde so gesessen hatte, tat sich die Tür abermals auf, und der Oberst Despienne wurde herein- gelassen. Mein Gott, wie sah der Mann aus! Sein Gesicht weiß wie die Gamaschen eines Leibgardisten, die Augen weit Heraus-, getreten, die Adern an seiner Stirn angeschwollen, während sich die Haare seines Bartes sträubten wie das Fell einer zornigen Katze. Reden konnte er nicht — nein, dazu war er zu 'wütend — aber er stieß gurgelnde Laute hiervor, die mir wie „Mörder! Viper!" klangen, und ballte die Hände. Natürlich merkte ich sofort, daß man ihm den gleichen Vorschlag gemacht hätte, wie mir, und daß er sich ganz so, wie ich selbst, dazu gestellt hätte. Nun waren zwar unsere Lippen durch unser Versprechen versiegelt, aber ich durste doch „Scheußlich! Unerhört!" vor mich hinbruMmen, so daß er wenigstens sah, ich war derselben Meinung, wie er. Während er noch so mit langen Schritten das Zimmer durchmaß, und ich in Meiner Ecke zustimmende Laute von mtt gab, erhob sich plötzlich in dem Gemach, das wir kürzlich verlassen, ein seltsamer Lärm' — fast klang es wie das Knurren eines bissigen Hundes, der etwas gepackt hat. Draus ein Krach, und eine Stimme, welche um Hilfe rief. Wir stürzten schnell hinein, und mon Die», wir kamen nicht zu früh. (Fortsetzung folgt.) — 28 ich machen, wenn mir in ein mir liebes Buch oder in eine mir interessante Zeitung Reklamezettel gelegt werden, die mich fort- währeird in meinem Gedankengang unterbrechen mtb stören? Dies Unwesen hat bei uns, besonders in der Weihnachtszeit, neuerdings einen derartigen Umfang angenommen, daß es wohl an der Zeit ist, dagegen einmal Einspruch M erheben. Es gibt bestimmte Zeitschriften, auch Tageszeitungen, die um btefe. Zeit mit einem solchen Ballast von Reklamen — zwischen den Blattern eingelegt — vollgestopft sind, daß, man sich zu deut eigentlichen Inhalt erst ivie durch ein Gestrüpp durcharbeiteu muß und ost alle Lust !nnd Stimmung vertiert, ehe man aufängt zu $efen. Und wenn auch interessante historische Werke oder Gedichtsannu- luugen derartige Reklamezettel bergen, so wirkt das vollends wie eine Ohrfeige. Ich frage mich, mit wem unterhalte ich mich denn da eigentlich, mit Grillparzer und Rauke oder mit dem Herrn, der die und die Zigaretten vertreibt? Der zweite laßt die ersteren nicht zu Worte kommen. Die Reklame mag dahin gehen, wo sie hingehört, in den Inseratenteil der Zeitungen ober, auf Schinne und Plakatwände, aber sie soll mich in Ruhe lassen, wenn rch Mit einem bedeutenden Menschen oder mit einem fernen Künstler sprechen will. Suppenwürze und Glanzwichse sind gewiß sehr nützlich für die Menschheit, aber ivarum müssen sie sich in eine Gesellschaft begeben, der sie durchaus nicht gewachst, sind? Dies ganze Treiben mit den in die Bücher und Zeitschriften gelegten Reklamezetteln ist eine kulturwidrige Unverschämtheit, die wir uns als künstlerisch fein empfindendes Volk nicht gefallen lassen sollten. Nebenbei bemerkt, eine völlig nutzlose — denn ich für mein Test übergebe alle diese Reklamen ohne auch nur den kleinsten Bttck darauf zu werfen, rücksichtslos dem Papierkorb, und ich bin sicher, es gibt Taufende im Deutschen Reiche, die es ebenso machen. Der Lauf unserer Kultur bringt es nun einmal mit sich daß wir den aufdringlichen Menschen als das Unangenehmste empfinden, nicht minder aber die allzu aufdringliche Reklame. * Ein unausrottbarer Schnitzer. Wir sprachen schon neulich darüber, welch ein törichter ißbrauch es sei, Geburtsanzeigen so abzu'asfen, als wenn das Kind mit dem Na in e n ani die Welt käme. Wenn nun die sonstige Form der Anzeige noch richtig ist, mag man diese Modeschrulle ja verzeihen. Ader allznoft liest man jetzt: „Die Geburt nuferes (statt: ihres!» Sohnes Heinz beehren f i ch anznzeiqen Karl Müller nnd Frau." Was haben denn eigentlich ..Karl Mullers" damit zu tun, wenn „uns" ein Sohn geboren wird? fo kann inait da mit Recht wagen; die Geburt „unseres" Sohnes beehren fich ivildiieurde Menschen anzuzeigen? eine edle Dreistigkeit! Dieser Schnitzer, dieser - wie's scheint — unausrottbare Schnitzer ist also aus den Verlobungs- anzeigen nun auch in diese Art Geburtsanzeigen eingedrnngen. Dort hatten wir ihn ja schon recht häufig gelesen, z. B.: „TieVer- lvl'unt unserer ältesten Tochter Dodo nut Herrn Karl von Mrgmdsheim beehren sich anzuzeigen Ernst Pomnchelskopp und Iran." Wie kommen eigentlich Pomuchetskopps dazu, sich in „uniere" Familie,iverhältnifse zu mischen? 2lber, über — die meiste» merken den Braten gar nicht ja es soll sogar vorkominen, daß freundliche Ermahnungen, richtiges Deutsch zu schreiben, als unberechtigte Einmischung abgewehrt werden. Zst es das aber wirklich? Sollte nicht eigentlich jeder Dentiche wissen und verstehen, daß es nur heißen kann: Tie Geburt unseres Sohnes beehren wir uns anzuzeigen. K. M. nnd Frau, oder: Tie Geburt ihres Sohnes beehren s i cd anzuzeige» K. M. und Frau, und ebenso bei den Berlobungsanzeigen? Eigentlich — ja! kf. Was die Amerikaner verrauchen. Tie amerikanische Finanzverwaltung hat jüngst eine Stafistik über den Tabakverbranch in der Union während des 3. Vierteljahres des Kahres 1912 veröffentlicht. Danach haben die Nordamerikaner in dieser kurzen Zeit 3 800 000 000 Zigarren nnd 1950 000 000 Zigaretten verraucht. Der Zigarettenverbrauch ist gegenüber dem entsprechenden Vierteljahre 1911 ganz gewaltig, nämlich um eine volle Milliarde gestiegen. Diese Riefenzahlen sehen auf den ersten Blick ganz überwältigend ans, aber wenn sie richtig sind, müssen die Nordamerikaner recht mäßige Raucher fein. Das tzeigt sich, wenn man sich die Zigarren und Zigaretten gleich- üiiäßig auf die Bevölkerung verteilt beitft. Rechnet man mit der runden Zahl von 90 Millionen Einwohnern, so kommen auf jeden 42 Zigaretten und 21 Zigarren. Etwa die Hälfte der Einwohner der Union find nun Frauen, und von der übrigen gjälfte, die die männlichen Amerikaner umfaßt, ist ein Drittel —■ die Kinder •— und ein weiteres — die Nichtraucher — ausznfcheiden. Die obengenannten Zahlen sind daher mit 6 zn multiplizieren. Das heißt: die Raucher der Vereinigten Staaten verrauchen im Vierteljahre rund 250 Zigaretten und 125 Zigarren, also wenn man das Vierteljahr zu 90 Tagen rechnet, täglich l2/s Zigaretten und 6/g Zigarren. Das ist wirklich recht bescheiden! * Ein Schicksalsdrama im Leben. Nach 20 Jahren hat am Dienstag auf der Farm .Honey Grove in Texas das Schicksal an dem Farmer Henry Ziegland Rache genommen. Vor 20 Jahren verlobte fich der wohlhabende junge Ziegland mit Mathilda Tichnor, aber wenige Tage vor der Heirat brach er plötzlich die Beziehungen zu der Erwählten ab. Das junge Mädchen, eine berühmte Schönheit, wurde tiefsinnig und beging Selbstmord. Der Bruder wollte die Schwester rächen, traf Ziegland auf 1 dessen Gute unter einem Bannte, zog den Revolver und feuerte. Die Kugel streifte Ziegland am Kopse und drang in den Staunst des Baumes. Als der Mörder sein Opfer taumeln sah, glaubte erden Mann, der seine Schwester verraten hatte, getötet zu habenr unb sofort beging er Selbstmord. Ziegland erholte sich bati> von seiner leichten Verletzung und heiratete eine reiche Witwe. Am Dienstag wollte der Farmer mit seinem Sohne den Baum fällen, in dessen Stamm noch immer die Kugel des jungen Tichnor saß. Der Stamm war zu groß, um mit der Axt gefällt zu werben,- unb so benutzte man eine schwache Ladung Dynamit. Die Explosion erfolgte unb tödlich getroffen, sank Ziegland nieder. Als die Aerzte den Toten untersuchten, erwies sich, daß die in bent Stamm sitzenbe Kugel durch die Gewalt der Explosion sortge- schleubert warb. Dieselbe Kugel, die damals eine Untreue rächen sollte, war nun, nach 20 Jahren, in ben Schäbel Zieglands- getrieben worben. Sprachecke de; Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. Entbehrliche Fremdwörter. Argument Beweisstofs 'Jiefnltat Ergebnis Genius Scliutzgeist Vision Geistergesicht Re'ormer Neuerer Parallele Seitenstück Theina Vorivur! Weltiystem Wettentstehttngslehre Manuskript Handichrfit Jdealisiertlng Verklärung SDhlieu Bannkreis Perspektive Aussicht psychologisch seelisch analysierend zergliedernd charakteristisch bezeichnend. Was links ftebt, das find fo einige der Lieblingswärtchen der meiste» züustigen Gelehrte»: ivas redits siebt, sind Ausdrücke, die auch einer von der Zunit, Gunter Jacoby in Greiiswald, in feinem Buche über „Herder als Faust" auweudei, weil er offenbar der gediegenen Ileberzeuaung lebt, daß Fremdwörter gar so oft nur Schall und Rauch sind und daß man sich dentiche» L'eiern gegenüber auf dentich deutlicher und verständlicher ausdrücken kann. Wann wird die Zett fonnnen, daß alle deutschen Gelebtte» so — vernünstig find? — Selbstverständlich passen jene Verdeutschungen nicht überall, sie sollen also auch hier durchaus nicht als einzige vorgescblagen werde». Aber sie zeigen, daß bei redlicher Absicht sich auch beutfd) jo manches „Wwenichas.liehe" sage» läßt. Mchertisch. — „Mnsik für Alle". Tie volkstümliche Noteitbibliothck „Musik für Alle" (Verlag Ullstein u. Co., Berlin-Wien) gibt soeben ihr hundertstes Heft heraus. In dem Entwicklungsgänge einer populären Notenbibliothek, gewiß ein bedeutsamer Merkstem, der Zeugnis ablegt für einen gedeih ichen Aufstieg. Ans allen Gebieten ocr :viu)uitl.-rutur hat die „Musik für Alle" den interessanten Stoss gezogen für die Verbreitung guter' unb edler Musik, so wie sie and) dem gefälligen Genre, besonders der Operette und dem Tanze volle Berücksichtigung hat zuteil werden lassen. So umfaßt denn diese in ihrer Vielseitigkeit unerreichte Notenbibliothek jetzt schon eine reiche Fülle von Schätzest der Musik, getreu ihrem Titel. Tie Musik für Alle wendet sich tatsächlich an die Musikfreunde, die alle Arten der Musik in leicht spielbarer Ausgabe kennen lernen wollen. Die Hervorragendsten Produkte der klassischen Musik, wie Brahms, Bach usw. sowie die beliebtesten Opern, — vom Freischütz bis zum Lohengriu unb Tristan bis zur Cavalleria — unb Operetten — Schöne Helena, Geisha, Mikabo, Dollarprinzessin, Graf von Luxemburg usw. —• wie and) die im Volke lebenden: Lieder und Weisen haben durch die praktische unb musikalisch einwandfreie Uebcrtragung auf bas Klavier in biefer 50-Pfg.-Notenbibliothek eine neue Verbreituna erfahren. Das Jubiläumsheft der Musik für Alle („Aida" vol Verdi) wirb zweifellos dazu beitragen, die Erkenntnis von den inneren Wert der einzigartigen Sammlung noch weiter zu festigen Magisches Dreieck. I» die Felder nebeustehender Figur sind die Buchstaben aaaaeeillminssss derart einzutrage», daß die einander entsprechenden wagerechten unb senkrechten Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: 1. Beliebten Singvogel. 2. Einen Fluß. 3. Em Tier. 4. Fürwort. 5. Einen Buchstaben. (Auflösung in der nächsten Nummer.) Auslösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: D o » o u w a 1 z e r. Redaktion: kk. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lauae, Gießen.