M ■ 8 u 11 ‘ihipiMar MMI AiY&^-.zK**« Bon Frühling ju Frühling. Roman von Erich Eben st. ein, (Nachdruck verboten.). (Fortsetzung.) Ein anderer wäre vielleicht rücksichtsloser gewesen in Aufklärungen, als ihn die Mutter nun gleich als Schwiegersohn behandelte — Michael schwieg aus Rücksicht für Nadine. Er hatte begriffen, daß sie ihn liebte und wollte ihr als Mann und Kavalier eine doppelte Enttäuschung ersparen. Wir — Mama und ich — waren damals sehr unglücklich, aber ich glaube, am allertiefsten tvar er es selbst. Er kani nachher gleich zu uns . . . und eines Abends fand ich ihn mit dem Revolver in der Hand'.. „O, mein Gott l" „Ja. Er sagte mir damals: „Ich bin immer ein Gegner des .Selbstmordes gewesen, aber es gibt Situationen, wo er der einzige Ausweg ist!" Mit Mühe gelang es mir, um Mainas willen, ihn von diesem Gedanken abznbringen. Ich habe immer fest an eine Vorsehung geglaubt — diese Zuversicht hat mich auch damals nicht getäuscht. Nadine lernte in Wien einen Baron Straßer kennen, dessen Reichtum, Eleganz und Liebenswürdigkeit Michaels Bild in ihrem Herzerr allmählich verblasserr ließen. Eines Tages löste sie selbst die Ketten, welche sie unbedacht geschmiedet hatte." Das junge Mädchen hatte sich warm gesprocherr. Jetzt blickte sie wie verwundert um sich imb Verlegenheit malte sich aus ihrem geröteten Gesicht. „Mein Gott," murmelte sie, „ich habe da über Dinge geplaudert, die Sie vielleicht gar nicht interessieren und die ... die eigentlich ganz intimer Natur sind. Ich bin sonst durchaus nicht schwatzhaft, aber da Sie so gut unter- richtet sind über uns, müssen Sie meinen Bruder wohl sehr gut kennen und verzeihen mir deshalb — nicht wahr? Das Herz ging mir ein bißchen über." Meta, drückte ihr warm die Handl „Liebe Hedwig — Sie können ja gar nicht wissen, wie wohl mir Ihre Worte taten, war doch Ihr Bruder der einzige Freund, den ich jemals besessen habe! Wie sollte mich da nicht jede Kleinigkeit interessieren? Erzählen Sie mir noch mehr von ihin! Wie geht es ihm! Wo lebt er?" „Er ist Batteri-ekommandant in Prag und ich fahre eben jetzt zu ihm. Es geht ihm gut. Daß er kein heiterer Mann ist, werden Sie wissen, wenn Sie ihn kennen, Leider muß ich hinznfügen, er ist auch kein glücklicher!" Sie seufzte leicht auf. „Er nimmt das Leben so furchtbar schwer und kann über nichts hinwsgkommeu. Ich wollte, ich könnte ihn etwas leichtlebiger machen,!" Meta antwortete nicht. Sic hatte sich wieder in ihre Ecke zurückgelehnt und die Hand über die Augen gelegt. Wie der Phönix aus der Asche verjüngt und verklärt, stieg der Traum im Steinachtal herauf. Münster hatte sie also nichr vergessen! Nur ein schnöde« Zufall, wie ihn das Leben hundertmal bringt, hatte sie auseinandergerissen. Wäre Graf Pientak zwei Monate später verunglückt, — alles wäre anders geworden! In dumpfen, langsamen Schlägen klopfte ihr Herz» Ach nein, nicht daran denken! Lieber Gott danken, daß er ihr den Glauben wieder gegeben hatte an das einzig Strahlende, das jemals verklärend in ihr Leben eingegriffen hatte. Unaufhaltsam rollte der Zug Weiler. Die Höhe des Semmerings lag hinter ihm, mit rasender Geschwindigkeit brauste er" talwärts über schwindelnde Viadukte hinweg, durch unzählige Tunnels sich windend und drehend wie eine schwarze Schlange init zwei rotglühenden Augen. Es ivar Nacht geworden. Und plötzlich fuhr Meta entsetzt aus ihren Träumen auf. Sie hatte die ganze Zeit über nur an Münster gedacht . . . jetzt senkte sich die Erinnerung an den Zweck ihrer Reise wie eine schwere Last auf sie. Sie fuhr ja zu einem Sterbenden! Und dieser Sterbende war ihr Mann . . . wie hatte sie das nur vergessen können? Verwirrt blickte sie um sich. Die andere — seine Schwester — lehnte mit geschlossenen Augen in den Polstern. Wahrscheinlich schlief sie. Draußen war es stockdunkel, nur hin und wieder blitzte in der Ferne ein Licht auf. Die Berge waren verschwnnden- eine weite tote Ebene breitete sich zu beiden Seiten des Bahndamms ans, hier und da ourch kümmerliche Kiefern-- Wäldchen unterbrochen. Man näherte sich also Wiener-Neustadt. Dort nmßte Meta umsteigen. Leise stand sie auf, legte den seidenen Staubmantel mit und band den Schleier um' den Hut. Hedwig von Münster öffnete die Augen. „Sie steigen schon aus, gnädige Frau?" „Ja, in den ungarischen Zug hinüber, der mich -nach' Pest bringt. Ich fahre zu meinem Mann, der schwer krank ist . ..." - „Darf ich Michael einen Gruß von Ihnen mitbrmgen? Es wird ihn gewiß frenen, da Sie ihn so gut gekannt haben." Meta zögerte einen Moment. Dann reichte sie dent jungen Mädchen zum Abschied die Hand. „,3a, grüßen Sie ihn von mir . . . nennen Sie ihm, bitte, nur meinen Vornamen: Meta. Ich glaube Wohl/ daß er sich meiner noch erinnern ivird." Hedwig machte eine überraschte Bewegung. -Meta?" wiederholte sie und ihr Blick hing seltsam gebannt auf dem blassen Gesicht der jungen Frau. „Dielen Namen hörte ich meinen Bruder rufen in einer verzweifelten Stunde . . , ; Der Zug hielt. Roch einmal drückte Meta die schmale Hand, die in der ihren lag. ' ' Ö4 „Leben Sie wohl," murmelte sie beklommen, „und . . . toeim Sie es nicht für gut halten . . . |eigen Sie nichts von den Grüßen ..." « Der Kondukteur riß die Coupetür auf. Meta stieg aus. Noch einen Blick warf sie zurück — an einem Fenster des sich in Bewegung setzenden Zuges stand eine schlanke Gestalt mit ernstem Gesicht und winkte ihr zu. । „Wie sie ihm gleicht!" dachte Meta. „Jetzt wo sie so ernst dreinblickt..." Es war beinahe Mitternacht, als Meta in Pest ankam. Der Zug gegen Csaba ging erst in zwei Stunden. Mide und fröstelnd saß sie im Wartesaal. Nun gehörten ihre Gedanken wieder ganz! Möntelli und sie malte sich aus,, wie das Wiedersehen sein würde. Als sie dann später in die grauende Morgendämmerung hineinfuhr, wurde ihr immer schwerer zu Mut. Sie hatte nicht gedacht, daß sie die Strecke noch einmal durchreisen würde. Wer es kam ja immer alles anders -als sie dachte. Ob ihr der Verwalter einen Wagen geschickt haben würde? Eigentlich könnte er sie kaum so rasch erwarten. Nein, es war wirklich kein Wagen auf oer «kleinen Station, als Meta ausstieg. Sie mußte erst warten, bis man ihr im Dorfe einen besorgt hatte. , Dunstig, Ivie verschleiert, lagen Himmel und Pußta vör ihr. Es war schon acht Uhr morgens, aber keine Sonne stand am Himmel. Eine bleierne Schwüle erfüllte die Luft. Jetzt bög der Wagen in die Pappelallee ein, jetzt passierte er das Gittertor und hielt im Hofe. . Kein Mensch war zu sehen. Vermutlich war alles draußen im «Feld. Meta stieg aus, lohnte den Kutscher ab und stieg die Treppe empor. Das ganze Haus lag wie ausgestorben da — eine gespenstige Stille herrschte in dem i langen Korridor. * ; Metas Herz fing laut an zu klopfen. War sie doch zu spät gekommen? Es war ihr plötzlich, als könne sie nie mehr Ruhe finden, wenn Möntelli gestorben war, ohne daß sie ihm noch ein versöhnendes Wort gesagt hatte. Dann, öffnete sie die Tür zu seinem Zimmer Und prallte plötzlich mit einem lauten Schrei zurück. Da sah Möntelli behaglich am wvh-lbesetzten Früh-- Wckstische und lächelte ihr triumphierend zu. Er stand auf und ging ihr mit ausgebreiteten Armen entgegen. । „Daß du so unverzüglich kommen wiirdest, habe ich gar Nicht zu hoffen gewagt," sagte er, „sonst wäre ich am Bahnhöf gewesen. Mer nun ist es doppelt schöni— komm, Schatz, setze dich zu mir, frühstücken wir und nachher können wir in aller Ruhe unsere geschäftlichen Angelegenheiten besprechen." Sie stand noch immer unter der Tür, fassungslos, überwältigt von dein was sie sah und starrte ihn enffetzt an, als wäre er ein Gespenst. i Ms er den Arm um sie legte, zinkte sie zusammen und plh sijch lös. । Ein böses Funkeln trat in seine Augen. ; , ,, „Ah — es! scheint, du bist enttäuscht, daß idü mich nicht als Leiche vorfandest?" Meta griff sich mit beiden Händen an den Köpfe „Nein,", stammelte sie, „aber ich kann es nicht fassen, es W ja nicht möglich, daß du so -namenlos frivol sein konntest . . . mit solchen Dingen ... zu scherzen!" ; „Bah — in der Liebe ist alles erlaubt und anders wärest du mir ja nicht nach Dopolanyi zurückgekommen! Ich aber Will mein Weib endlich wieder bei mir haben!" '< Sie ließ es' willenlos geschehen, daß! er sie in einen Stuhl drückte. Plötzlich aber riß die Spannung, welche ihre Nerven bis zur Unerträglichkeit gefangen hielt. Sie schlug beide Hände vor das Antlitz und brach in wildes Schluchzen aus. < Möntelli kniete vor ihr nieder. Seine Arme umschlangen sie, eine, Flut von Bitten, Vorstellungen und Beteuerungen kam über seine Lippen, aus welchen sie nur das eine heraushörte: „Ich liebe dich —•, ich bin ruiniert nt leber Beziehung, wenn du mich verläßt." XVI. . > '■ »Mein Gott, W-s werde ich Noch alles hören müssen?" dachte Meta und preßte die Hände im Schoß! verzweifelt ineinander, Sce saß in ihrem' Boudoir am Fenster, Möntelli am! Tisch, wenige Schritte von ihr entfernt, ein Blatt Papier vor sich. Es war am Tag nach ihrer Rückkehr und er war eben dabei, ein Verzeichnis seiner Verpflichtungen auf-, zustellen. Vorher hätte er ihr eine Art Beichte abgelegt mit Reue- Versicherungen und Besserungsschwüren. „Dem Grafen Ecker schulde ich fünftausend Gulden. Baron Hassert zweitausend. Dann dem Juden Laib! Rosene tat achttausend. Dies M besonders dringend, der Mensch verlangt schauderhafte Zinsen denke dir nur: fünfzehn! Prozent!" Meta schwieg. Ihr war ganz wirr im Köpf. Wozu unk Gottes willen hatte er denn so höhe Summen auf- genommen? Möntelli blickte sinnend auf das Papier. „Macht mit dem anderen zwanzigtausend Gulden. Nun! bleibt noch der Ferdinand Maier in Wien viertausend — wenn ich den nicht bis ersten August bezahle — ich habe ihm einen Wechsel gegeben . . . dann . . ." er starrte finster in die Luft, sein Gesicht war sehr bleich geworden. Meta sah ihn entsetzt an. Sie verstand nichts von Geldsachen, aber ihr schwindelte bei dein, was sie da hörte. „Du hast einen Wechsel ausgestellt? Wie konntest du das, da du nichts besitzest?" , Er versuchte zu lachen. „Aber Kind, das ist ja nicht so schlimm! Dieser Maier weiß, daß ich die Witwe Nikolaus Petermanns geheiratet habe. Ich sage dir, der Name Petermann hat einen fabelhaften Klang, und- daß du nur die lumpige Rente hast, weiß Maier natürlich nicht." „Und du hast es ihn:! nicht gesagt? Hast ihn bei denk Glauben gelassen, daß du eine reiche Frau hast?" „Selbstverständlich. Da ich notwendig Geld brauchte,- konnte mir ja nichts erwünschter sein als dieser Irrtum!" Er fuhr erschrocken zusammen. Das Gesicht Metas war plötzlich dicht vor dem seinen und ihr Bück bohrte! sich mit ungewohnter Schärfe in seine unruhig flackernden! Augen. , „Das ist Betrug. Weißt du das?" 1 ; Selbst ihre Stimme kam ihm fremd vor in diesem Moment. Etwas Stählernes, Unerbittliches lag darin. Dann fuhr sie, oh!ne den Blick von ihm zu wenden, fort: „Und wozu hast du das viele Geld gebraucht? - Was hast du damit gemacht?" ’ Er schwieg. Meta sah ganz- deutlich, daß die Blässe seines Gesichts ins Fahle überging. Daß die schwärzen, siegesgewissen Äugen einen scheuen Ausdruck annahmen und daß seine ganze Haltung die klägliche eines Schuld-« bewußten war. > Sie kam sich brutal vor, mit ihrem unerbittlich bohrenden Blick, angesichts seiner erbärmlichen Schwäche. Aber sie konnte nicht anders. Sie wollte endlich klar sehen. „Antworte mir! Wenn du Hilfe verlangst von miw dann -muß Lch doch wissen, top für und für wen ich mich demütige zu ... . betteln!" । Der Klang ihrer Stimme, deren Weichheit ihr Wille Nicht verschwinden machen konnte, rüttelte ihn auf. Er suchte ein gleichgültiges Gesicht zu machen und wandte sich ab. „Was soll diese inquisitorische Fragerei? Schon einmal habe ich dir gesagt, daß ich kein Pfennigfuchser bin. Man braucht eben Geld zum Leben . . . verdammt titel Geld . . . Aeltere Verpflichtungen kamen hinzu. Und- lumpen kann man sich nicht lassen, wenn man von Berufs wegen! unter Kavalieren ist, wie es in Wien und Pest der Fall war." Meta schüttelte den Köpf. „Wenn du noch so luxuriös gelebt hättest, wäre es doch nicht möglich, solche Summen. . ." „Ach waÄ, Kind, zerbrich dir darüber nicht den Kopf, sondern setze dich lieber hin Und« schreibe einen recht rührenden Brief an deine alte Mama Petermann, die . . ." । Er brach plötzlich ab und starrte mit weit geöffneten Augen in den Hof hinab-, wo eben ein Wagen einfuhr. . (Fortsetzung folgt) 96 (Dito Ludwig. ' lA f !8u seineUr 100. Geburtstag 12. Februar. 1 ! ' 1 1 Bon Dr. Paul Landau. >' WariM lieben wir Otto Ludwige so innig, wie einew hohen vorbildlichen Freund, fast wie ein Stück unseres Lebens selbst? So Manche Dichter haben ihn an Größe und Kraft überragt, hüben ihr Dasein reicher und stolzer gestaltet, haben vollkommenere Werke der Nachwelt hinterlassen als er! Nur weniges hat er uns geschenkt, an bem wir eine völlig reine, künstlerische Freude haben rönnen, vielleicht nur die köstliche „Heiteretei", die ihm selbst ein atm* des Broterwerbes unternommenes Nebenwerk war; sein Werk gleicht einer Walstatt des Geistes, auf der Trümmer und Wunden von vielen Niederlagen erzähleit. In tragischer Verblendung suchte er mit schier unmenschlichem Bemühen seiner Begabung Dränten der höchsten Form abzuringen, während er nur im Epischen, int liebevollen Beseelen des Einzelnen ein seltener Meister war. Kein anderer wahrer Poet ist so gigantische Irrwege gegangen, kein anderer hat eine solche Fülle von unerfüllten Verheißungen, von Versuchen und Entwürfen hinterlassen. Warum lieben wir Otto Ludwig? Weil er vielleicht der menschlichste, der deutscheste aller Dichter war, weil eine unendlich rührende, eine aufs tiefste ergreifende Stimmung über seinem Leben und Schaffen ruht. Einen Schimmer der Verklärung, der höchsten Vergeistigung empfanden alle dieser „unbeschreiblich hoheitsvollen Gestalt" gegenüber, die ihm näher traten. „Mles, toaS er sprach und oft nur leise anbeutete, gnoll aus der Tiefe des Lebens, nichts erschien unbedeutend oder gehaltlos". Unter ihm im wesenlosen Scheine lagen alle materiellen Gedanken und Triebe, die sonst so leicht auch den Genius umstricken. Diese innerliche Lauterkeit und Frömmigkeit seiner Natur leuchtet so hell aus den Erinnerungen des Oberhofpredigers Meier; sie lebt besonders in den Kalender- etntragnngen und den Briefen der letzten Zeit, wenn er etwa erzählt, wie er Mit seinen Kindern die Passionsgeschichte Jesu liest. Ein schwerer Leidenszug, der sich allmählich zu furchtbaren Qualen steigert, verstärkt den Eindruck des stillen Duldens, der edlen Größe. Dieser urdeutsche Mann, mit dem männlich schönen Gesicht, dessen durchgeipige Feinheit an die antike Euripides-Büste gemahnte, dieser echte Thüringer, der sich in naiver Innigkeit und Gcmüts- fülle feinenv größten Landsmann Luther verwandt fühlen durfte, trug das Stigma der Krankheit in seinem scheinbar so rüstigen Organismus. Diese langsame Untergrabung seines Nervensystems, durch Vererbung begründet, durch eine außerordentliche Sensibilität verstärkt, durch die Erregungen des künstlerischen Schaffens vollendet, hat aber die ursprüngliche Gesundheit seines Geistes nie berührt; das Muß modernen phatologischen Ausdeutungen gegen- tiber, die rasch mit dem Allerweltswort „Hysterie" bei der Hand sind, besonders ■ betont werden. Der tragische Prozeß, der seine Schaffenskraft nicht zur vollen Entfaltung kommen ließ, beruht eher in einer allzu scharfen und einseitigen Ausbildung des Verstandes, des kritischen Urteils. Ein ewiger Gegensatz zwischen dem verhängnisvoll übermächtigen Eindringen der Phantasie und dem nicht minder starken Drang zur strengen Form durchwühlt sein nur den höchsten Idealen geweihtes Dasein. Ein inbrünstiges, aufreibendes Ringen uM das Endziel aller Kunst, um harmonische Verschmelzung von Vision und Gestaltung war sein Schicksal; ahnt selbst erschien es unter dem biblischen Bild des Jakob, der Mit dem Engel des Herrn ringt: „Ich lasse dich nicht, du segnest Mich denn". Wenn es deutsch ist: eine Sache um ihrer selbst willen tun, dann war Ludwig der deutscheste Dichter. Kein Nebengedanke, kein fremdes Interesse hat ihn je abgezogen voir dem Kampf um die letzte künstlerische Vollendung, und dies Märtyrertum hat er bis WM letzten Atemzuge auf sich genommen. Kein schöneres, edleres Vorbild gibt es für einen Dichter; und unser Wunsch an seinem 100. Geburtstag ist der, daß viele ihm nachleben mögen. Mögen sie glücklicher sein als er! Wir aber lieben ihn, weil er ebenso groß und gut wie Unglücklich war. ! : * Starker als bei anderen Dichtern, die zugleich Komponisten wären — man denke an E. T. A. Hoffmann, an Peter Cornelius Ir. a. — tritt bei Ludwig der Musikalische Urgrund seiner Phantasie zutage. Eine musikalische Stimmung stellt er an den Anfang des Schaffensprozesses, den er uns so wundervoll in seinen „Shake- sPeare-Studien" geschildert; von der „Fülle der Geschichte", die ihn bedrängten, verschaffte er sich Befreiung durch stundenlanges Phantasieren am Klavier, das die wenigen, die es belauschen durften, zu den seltensten Kunstgenüssen zählten. Eine tiefe zarte Melodik klingt durch seine Verse, ja auch durch seine Prosa. Andererseits aber forderte sein Genie imMer lauter fest umrissene, plastisch derbe, ja knorrig urwüchsige Gestalten. Aus der ahnuugs- Mweren,, dämmerigen Unbestimmtheit der Romantik drängte es IM zu einem harten Realismus. Realistisch waren seine ersten novellistischen Versuche, wenn sie sich auch noch! ganz in den Formen Trecks: Jean Pauls und Hoffmanns bewegten. Ein langes mühsames Formen Und Umformen, ein Tasten durch die verschiedensten Stadien des Stoffes bezeichnet in der Geburt seiner Werke hie Läuterung vom Subjektiv-Phantastischen zuM Objektiv-Wirkliche«. Dafür war ihm Shäkespeare der Leitstern, leider zugleich ein tocke.nd.er Irrstem, dm ihn von dytz MgZrstM seiiM M.tur ist die Labyrinthe grüblerische Unsruchtbärkeik, UUs der freien Nachahmung der Wirklichkeit zu den Hexereien künstlerischer Alchimie trieb, Nach langen Vorarbeiten, nach Jahrzehnten gewissenhaftester Selbstausbildung, in denen der Autodchakt, der die bunte Gymna> siastenmütze mit der grünen Lehrlingsschürze hatte vertauschen! muffen, sich eine weite eigene geistige Welt geschaffen, trat Otto. Ludwig aus Eichsfeld als 37jähriger mit seinem „Erbförstcr"/ em fertiger reifer Künstler, in die Literatur ein und vor das Publikum. Erst aus dem Nachlaß sind einige bedeutsame Werke/ die vorher, entstanden, an die Oeffentlichkeit getreten. Zwar die Novellen sind nur Vorstudien zu seinen beiden prosaischen Meisterwerken; die, tieffinnige „Maria" weist aus die Psychologie von „Zwischen Himmel und Erde" hin und die prächtigen Schilderungenl des fragmentarischen Schulmeisterromans bereiten auf die satte reife Malerei der „Heiteretei" vor. Die Dramen aber schlagen Töne an, die Ludwig später bewußt ausschieb und zeigen, tote sein Talent bei steter Vertiefung doch an Breite und Fülle Ber tonte.- Da ist das entzückende Verlustspiel „Hanns Frei", bei aller steifen Symmetrie der Parallelhandlung, die sich — ein Virtuosenstück, wie es sonst nur bei Lope de Vega vorkommt —«zugleich auf der geteilten Bühne abfpielt, voll von graziöser Laune und einer bei Ludwig seltenen Leichtigkeit, dann das machtvolle Nachtstück der „Torgauer Heide", ein historisches Stimmungsbild von höchster Feinheit, das ganz naturalistisch angelegte Trauerspiel „Die Pfarrrose", das den Klang des „Erbsörsters" voll anschlägt, während' andere Fragmente allmählich zu biefem Meisterwerk hinleiten, Der „Erbförster" selbst, bie reife Frucht dieser Dramenstudien,' bietet in der großartigen Wiedergabe des Milieus, in der Darstellung der Umwelt eines Dramas, bis' in alle Einzelheiten etwas ganz Neues in unserer Dichtung; man vergißt darüber die oft betonten Mängel und Unwahrscheinlichkeiten der Handlung. Welch ein Aufstieg aber von diesem realistischen Schicksalsdrama zu den „Makkabaeern", bie durch das an prachtvollen Einzelheiten reich« „Fräulein von Soudery" vorbereitet werden! Nach dieser an Charakteristik wie poetischer Schönheit gleich mächtigen Leistung/ die man mit Recht neben Hebbels Dramen die bedeutendste neuere Tragödie genannt hat, durste Man das Höchste von ihrem Schöpfer, erwarten. Sie war — -ein Ende. Nach Vollendung der Makkabäeer wandte sich Ludwig gleichsam zur Erholung bau1 Roman zu und schuf als frohes Zwischenspiel die „Heiteretei", dies vollendete Abbild' thüringischen Lebens, das 'wir heute gar nicht genug bewundern können, und die tragische Erzählung „Zwischen Himmel und Erde", ein Meisterwerk der feinsten Psychologie. Werke von Ewigkeitswert! Für den Dichter aber Nebenwerke, von denen er sich mit einer ebenso bewunderungswürdigen wie beklagenswerten Entsagung wieder abwandte, obwohl sie ihm den Erfolg gebracht hatten. Es waren Arbeiten der Befreiung gewesen. Die Visionen der Vergangenheit umdrängten ihn' zu Mächtig; so gab er ihnen von feinem Blut zu trinken/und schuf ihnen Eigenleben. Seine „Mörderische Kritik", fern Mangel an Selbstvertrauen und die grenzenlose Bescheidenheit ließen es ihm! notwendig erscheinen, erst fein „Instrument zu vervollkommnen"; der Meister wollte „das Handwerk lernen". Er verlor sich an Shakespeare. Haben uns diese unablässigen Beobachtungen und Analysen der Kunst des größten Dramatikers unschätzbare Kenntnisse gebracht, so ist diese Bereicherung doch viel zu teuer bezahlt mit der Lähmung einer der stärksten Künstlerkräfte, die Deutschland je besessen. Während er sich zur kritischen Beobachtung zwingt/ arbeitet die nie rastende Phantasie dieses „dichterischsten Dichters^ ununterbrochen weiter; sie wuchert „allzu üppig"; der lieber,» reichtum seiner Einbildungskraft läßt Pläne über Pläne entstehen/ die nie reifen. So wird sein Geist, dessen trauriges Abbild seine Skizzenbücher sind, zu einem! grausigen Leichenfeld. „Die Seelen meiner Dramenpläne stehen Nachts um mein Bett und fordern ihr Leben von mir", klagt -er. Tas beängstigende Gedränge der Visionen erstickte jeden lebenskräftigen KeiM. „Ich ftihle", gestand er schließlich, „daß ich nichts Mehr iverbe vollenden können; big Mittel, das Instrument, habe ich in der Hand und kann sie nicht anweuden." So nahm die schmerzvolle Todeskrankheit einen künstlerisch Gebrochenen von dieser Erde, aber der Nachwelt muß dieser heldenhafte Kamps um die Kunst ininterbar heilig fein; bbnn lauter als der Siegeszng jedes Triumphierenben kündet die tragische Leveusm-e'todie dieses Unterleaenen vpn der Herrlichkeit des JdealZ und der MmdcrMächt des Schölten! . i I . . - / Alis der eisernen Zeit: Die Opfer des Volkes. „Es ist unmöglich, nicht elektrisiert zu werden, wenn man das Feuer sieht, mit tvelchem das Volk hier seinem Nationalgeiste Luft macht," so berichtet der spanische Gesandte am preußischen Hose in jenen Februartagen an seine Regierung, da das ganze Volk seine Opfer an Geld und Gut ans deM Altar des Baterlaubesi niederznlegen begann. Es war ja zum -erstenmal, daß im deutschen Volk eine solche Geb'elust aufloderte, daß alle, alle ihre Hast» zum Wohl her Allgemeinheit darbrachten. „Der Geizige griff seine ängstlich zUsamMengehäusten Schätze an," erzählt Steffens/ „wer aber keine Sumtnen zu bieten hatte, verkaufte, Edelstein», Gold- und Silbergeräthe, und wie die Mütter die zärtlich geliebten Söhne, die bis jetzt mit ängstlicher Sorge gepflegt wurden, MM selten selbst bewaffneten und in den Krieg sendeten, so erschienest auch alle Menschen gehoben und geheiligt. Tas Gebell Md MiO 96 fangen, das Schenken! und Geschenktes annehmen, schien seine sonstige Bedeutung völlig verloren zn haben." „Es ist eilte große und herzerhebende Zeit," schreibt Guei - senau, überwältigt von dem, was er damals in Breslau sah. „Es wird mir schwer, mich der Tränen zn enthalten, wenn ich all diesen Edelmnt, diesen hohen deutschen Sinn gewahr werde. Welches Glück, gelebt zn haben, bis diese weltgeschichtliche Zeit eintrat! Shin mag ich gerne sterben." Hardenberg hatte dem unter dem stkamen Clanren bekaimten Hofrat Henn das Eiusammeln, Verteilen, Berechnen und öffentliche Bekanntmachen der freiwilligen Beiträge übertragen; unendlich rührend und ergreifend ist es für uns heute, die langen, langen Listen der eingelieferten Spenden zu durchmustern. Die erste patriotische Gabe, die überhaupt öffentlich erwähnt wird, wurde schon um! Neujahr von der katholischen Gemeinde äu Marienburg in Westpreußen dargeboteu: sie gab alles entbehrliche Silberzeug ihrer Kirche, etwa 100 kölnische Mark. Der erste Geldbeitrag, 100 Taler, stammt vom Schneidermeister Hans Hofmann in Breslau. Die ersten, die ein Pferd schenkten, waren die Bauern Johann Hinze in Deutsch-Borgh und Meyer in Elsholtz. Der Erb- und Gerichtsschulze Joseph Lanzfeld aus Weiselsdorf brachte ein schönes Kavalleriepferd mit der Erklärung: „Fünf Stück haben mir die Franzosen mitgenommen, so will ich ihnen das sechste nachschicken.". In dem edlen Brauch, die goldenen Trauringe einzusenden, gingen der Stettiner Lotteriekollekteur Roliu und seine Frau voran; sie sprachen die Hoffnung aus, daß. recht viele das tun mochten. Und so geschah es. Viele begleiteten diese Gabe, oft das einzige Gold, das im Hause war, mit rührenden Zuschriften; so schreibt ein Kupferschmied: „Wir Haben durch des Krieges Unglück alles verloren, nichts blieb uns übrig als unsere Trauringe; hier sind sie Mit Freuden," und ein invalider Offizier: „Das einzige, was ich noch besitze, leg ich mit Freuden auf beit Altar des Vaterlandes". Ein treuer Westfale schickt 50 Säbelklingen mit den Worten: „Laßt Euch von ihnen freie Bahn nach dem' Rhein machen!" Ein Schuhmacher: „Drei Paar neue Stiefel und 10 Taler." Jeder gibt, was er kann. Da kommen 100 Paar Strümpfe, 400 Ellen Hemdenleinewand, Stücke Tuch, Büchsen, Hirschfänger, Säbel usw. Drei patriotische Dienstmädchen schicken: einen silbernen Becher, eine silberne Nadelbüchse, sieben Medaillen und 25 Taler; mit beit Worten „Das letzte bißchen Armut einer Soldatenwitwe" schickt eine Greisin ein Paar Socken. „Wer daheim zu bleiben genötigt war durch Geschlecht, Mter, Jugend oder Krankheit", erzählt Holtei, „der gab. was er konnte, andere auszurüsten; alle Sparbüchsen tottrben geleert, viele Silberschränke geplündert. Graf Ferdinand Sandretzky auf Mauze schickte, nachdem er am Abend vorher seinen König bei sich empfangen und bewirtet hatte, als erster das.große vollständige Familienserviee in die Münze. Viele Bürger rüsteten aus ihre Kosten einen oder mehrere Freiwilligen Kus; allein dafür wurden weit über eine Million aufgebracht. „Die Menge freiwilliger Gaben, die in den Wochen vor Aufbruch der Armee beim General Scharnhorst abgeliefert wurden, grenzt wirklich ans Unglaubliche," berichtet Scharnhorsts Adjutant von Hüser. „Ganze Waschkörbe voll der schweren silbernen Suppenterrinen, Armleuchter, Schüsseln, Schalen usw. habe ich in die Münze geliefert, ebenso die prachtvollsten Schmnckgegen- stände aller Art, und war ich damit besonders beschäftigt." Die Städte und Kreise überboten sich; der ärmste Kreis Schievelbein rüstete 30 Reiter aus und besoldete sie; die Stadt Stolpe brachte 1000 Taler auf und verhieß für jeden folgenden Monat 100 Taler. Vor allem aber waren die Frauen mit unendlicher Aufopferung tätig. Der „Frauenverein zum Wohle des Vaterlandes", den die Prinzessin Wilhelm gründete, wirkte bis in die kleinsten Dörfer aufs Segensreichste. „Die Schwester des Königs hatte ihren sämtlichen Schmuck dem Schatz übergeben," meldet der spanische Gesandte, „und auf der Stelle haben alle Frauen sich beeifert, für so lobenswerten Zweck ihren Schmuck bis auf die geringsten Kleinigkeiten zum Opfer zu bringen." ' Besonders berühmt geworden ist das Opfer der 16jährigen Ferdinanda von Schmettau. Ihr Vater, ein früherer Oberst, der in bedrängten Verhältnissen bei Ohlan wohnte, gab wenigsteits seine alte Staatsschabracke hin; Mutter und Schwester, die Freuit- dinneu, opferten ihre Ringe und kleine Armbänder. Ferdinanda, die nichts hatte, ließ sich ihr schönes.reiches Haar abschneiden, und bot damit die reichste Gabe, denn aus dem Haar wurden dann allerlei Zieraten, Ringe und Ketten, angefertigt, so daß dafür Nicht weniger als 1200 Taler gelöst und sogleich 4 Freiwillige Mgekleidet wurden. Wie hat es Croß nun angestellt, mit 2b Pfennigen am Tage zu wirtschaften? Er stellt darüber folgende Rechnung als Vorbild für ein kinderloses Ehepaar auf, dessen Ernährungsbudget für eine Woche folgende Posten aufweist: Brot 144, Hafermehl 32» Erbsen und Linsen 16, Bohnen 12, Reis 12, Datteln 12, Margarine und Kett 36, Rudeln 12, Käse 4, Milch 24, Pfeffer, Salz und verschiedene Kleinigkeiten, Knochen zur Suppe 8 ! Die Zahlen- augaben sind in Pfennigen gemacht und entsprechen der vom Engländer angegebenen Summe von 3Vs Schillingen, wobei de« Schilling als gleichwertig mit einer Mark augesetzt ist. Zählt man die einzelnen Posten zusammen, so fehlen an diesem Betrage noch 32 Pfennige, und für diese will Croß Luxusgegenstände, nämlich für 12 Pfennige Zucker, für 8 Pfennige Kartoffeluj für 8 Pfennige Tee, und für 4 Pfennige Suppenkräuter, kaufen. Für eine Person allein stellt Croß noch ein kümmerlicheres Budget zusammen, das aus folgenden Posten besteht: Brot 48, Hafermehl 16, Bohnen 12, Milch 12, Fett und Margarine 16, Kartoffeln 4, Zucker >6, Tee 2, Pfeffer, Salz und verschiedenes 4, zusammen also 120 Pfennigs Von diesen Nahrungsmitteln behauptet Croß sich wirklich und wahrhaftig eine volle Woche hindurch ernähren zn können, und natürlich loill er dabei gut bei Kräften bleiben, so daß diese Art der Ernährung dauernd möglich ist. Er behauptet dabet, daß für 5 Pfennige Brot, Hafermehl oder Bohnen.der Ernährung ebensoviel nützen, wie ein Beefsteak für das zwauzigfache Geld, Auch gibt er an, sich bei dieser Ernährung Wohler gefühlt zu haben,, als wenn er täglich eine Schlemmermahlzeit eingenommen hätte. Während seiner ganzen Versuchszeit will er körperlich und geistig ziemlich.anstrengend gearbeitet haben. Diese Croßsche Methode der billigen Ernähurng ist nickst die erste ihrer Art. Seit ein paar Jahren werden Versuche gemacht, in Deutschland das Ernährungssystem des Kopenhagener Gelehrten Hinhede emznstihren, das auf durchaus wissenschaftlichen Grundlagen ausgebaut ist. Die Croßsche Lebensweise mutet ziemlich merkwürdig an und ist in manchen Punkten das gerade Gegenteil der Hinhedeschen. Hinhede ordnet die Nahruiigs- mittel nach ihrem Nährwerte in etwa folgender Weise: Kartoffeln, Brot, Obst, Butter und andere Fettarten, Milch, Eier, seine grüne Gemüse, grobe grüne Gemüse, Erbsen, Bohnen, Zucker, Fleisch. Den Kartoffeln gleichwertig sind seiner Theorie nach andere Wurzelgemüse, dem Brote gleichwertig Mehl- und Grützegerichte. Die vielen Anhänger Hinhedes in Skandinavien beweisen durch ihre Lebensführung, daß man nach Hinhedes Vorschriften sich ernähren kann,. wenn diese Ernährung auch ziemlich entsagungsvoll ist. Die Croßsche Ernährung, die noch billiger sein soll, müßte allerdings erst beweisen, daß sie dauernd durchführbar ist. Besonders schmackhaft und abwechselungsreich ist der Croßsche Küchenzettel jedenfalls nicht! Süchertifch. — Der B ü ch e r w n r m , eine Monatsschrift für Bücherfreunde, hat ein hübsches Faschingsheft heransgebracht, das nnge- wöhnlich reichhaltig ist und viel vergnügliches bietet. . — .Altsränkische Bilder. Im Verlage der Königs; Universitätsdruckerei H. Stürtz A.-G. in Würzburg ist soeben der 19. Jahrgang 1913 der „Altfränkischen Bilder", kunsthistorischer Prachtkalender erschienen. Der 19. Jahrgang der „Altfränkischen Bilder" enthält Ausführungen über die Ruine Bodenlauben in nächster Nähe des Weltbades Kissingen, sowie über das einige Stunden davon entfernte ehemalige Kloster Frauenraths, dessen Geschichte mit jenem Schloß eng züsammenhängt. Sodann einige Artikel, biographischen Charakters:, über den verdienten fränkischen Historiker Scharold, über den Domherrn von Aufseß! und über den Komponisten Abbe Vogler. Ferner eine Reihe von Bildern aus der ehemals fuldaischen Stadt Hammelburg int Saaletal und zwei interessante Details aus der Kirche von Traustadt int Amtsbezirk Gerolzhofen. Die Vorderseite des Umschlags gibt eine in Vierfarbendruck ausgeführte Reproduktion eines Altar- gemKldes des fränkischen Malers Grünewald von Aschaffenburg in der Pfarrkirche zu. Stuppach bei Mergentheim wieder, während auf der Rückseite ein Epitaphium des Fürstbischofs Konrad von Thüngen von Würzburg abgebildet ist. Logogriph. Echtes Bier und feinsten Wein Und noch andres schließ ich ein. Aenderst du mir aber ein Zeichen, Kannst du getrost nach dem Ausland entweichen. Auflösung in nächster Nummer. Wie man von 25 Pfennigen täglich lebt. ' unserer Zeit der Fleischteuerung wird jede Hausfrau mit größtem Jnteresie von einem Buche hören, dessen Verfasser die Kunst erfunden hat, mit 25 Pfg. täglich zn leben. Es ist dies der Engländer F. T Croß. Croß hat nicht nur eine Theorie dieser wohlfeilen Eruahrungskunst ausgestellt, sondern ihre Brauch- barkelt am eigenen^ Leibe erprobt, und ein namhafter englischer Arzt, Robert iHntchrson vom Lmrdon Hospital, bestätigt ihm tn einer Vorrede die Richtigkeit aller seiner Angaben, .Auflösung des Gitterrätsels in voriger Nummer: A A p Alpengras p d 1 e r a Andromeda g m i Palad i 1 h e s a e KtMtion: K. Neurath. - RotoOonzd-mck m» Verlaa der Brübl'lchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei.^Laü'ge, Gießet