Die Mmmrnzeichen rauchen. Roman !aus dient Jahre 1813 Von Mtaix Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der Freiherr stützte .sich jäh empor: „Es ist doch nichts mit meinem Jungen, mit Werner? —- Ist Nachricht vom Kriege eingegangen, ist eine Schlacht geschlagen?" „Nicht doch, gnädiger Herr, nichts von alledem. Ich hoffe doch, daß es unserm Junker noch gut ergeht. Aber etwas andres, Nachricht von Frau von B'ourgee ist eingetroffen !" Der alte Baron ließ sich erleichtert in seine Kissen zurückfallen. „Das ist gut, Tempel, das ist gut. Was schreibt sie? Will sie vou der bewußten Stimmung des Testaments Gebrauch machen oder verzichtet sie in edler .Selbstentäußerung. .Vielleicht verzichtet sie doch. Es ist nicht wegen meiner selbst, nein, ich kann den Besitz verschmerzen, und ich sterbe hier in diesem trauten Häuschen ebensogut wie droben im Schloß, aber meiner Kinder Wegen wäre es „yiir doch eine große Freude und Beruhigung." Er wandte sich zum Pfarrer und sagte schnell und erschrocken: „Lieber alter Tempel, Sie machen so große Augen, so erschrockene. Verstehen Sie mich nicht falsche Sie kennen mich ja. Sie kennen mein Innerstes doch durch und durch, und wie .gesagt, ich sterbe im Schulmeisterhause ebensogut wie im Ahnensaale, nur der Jungen wegen und vor allem Gjselas wegen hätte es mich gefreut. Gelt, Mädel, du gingst gern wieder hinauf ins Schloß?" ..Aber Vater, mir gefällt es doch überall, wo du bei litte bist" sagte die Baroneß schlicht und streichelte dem Vater die Hände. Der Alte nickte und sagte dann mahnend zum Pfarrer: „Also, was schreibt Frau von Bourges?" „Gnädiger Herr, sie schreibt nicht!" „Sie schreibt nichts? ' Ja, was wissen Sie dann, und und von wem?" „Der Notar . ." , „Ah, der Dr. Winter aus Wessel? Lesen Sie mir den Brief vor, wenn Sie ihn mithaben!" „Es ist kein Brief, gnädiger Herr, — der Notar ist selbst da und bringt ,— und bringt . „Ja, was bringt er denn?--Sie schweigen! Ah, ich verstehe, und bringt die französischen Herrschaften gleich mit. Was? — Das ist ja großartig! Das ist ja großartig! — Die häben's eilig ,das muß man sagen. Boll Gier und Habsucht wie ihr Kaiser!" Der Pfarrer atmete auf und sagte dann still: „Leider ist es so, leider!" „Und sie sind im Schloß? — Und was sagt man im Dorfe dazu?" «^2 WM WM H WH? lOro* । 8N „Im Schloß sind sie noch nicht, aber sie stehen mit ihren Wagen draußen im Kot auf der Landstraße und können nicht weiter!" „Und bitten um Hilfe?" „Nein, gnädiger Herr, sie bitten nicht, sie fordern!" Wieder fuhr der Alte in die Höhe. „Und das Dorf, vor allem Peter Wend, der Schultheiß? Wie nahmen sie die Forderung auf?" „Verzeihen Sie, gnädiger Herr! Unser guter, alter Wend ist eiu Mensch von ehrlicher, fester Biederkeit, aber auch von jachem Zorn und fast wilder Begeisterung für die nationale Sache und von'treuster Anhänglichkeit an die alte Schloßherrschaft und . . . ." „Das weiß ich, das weiß ich! Die Sache wird faul. Warum zählen Sie die Tugenden des alten Wend auf? Ist damit eine Tat zu entschuldigen, die an diesen Eigenschaften zweifeln ließ?" „Gnädiger Herr, die französischen Herrschaften sind doch Ihre Verwandten . ." „'Ja, ja doch, — und Wend, was tat er?" „Er warf den Notar mit seinen 'Befehlen, die er von Frau von Bourgee mitbrachte, zur Tür hinaus!" Da fiel der Freiherr wieder in sich zusammen und kniff die Lippen ein und lag lange so sinnend: Daun traten ihm Tränen in die alten müden Augen und er sagte mild: „Das werde ich meinem alten, treuen Wend nicht vergessen!" Der Pfarrer und Gisela standen tief ergriffen, und keines wagte zu sprechen. Endlich Hub der Freiherr wieder an: „Schickt mir die Mutter Winner her!" Gisela..holte die Schullehrerswitwe, und der Freiherr faßte ihre Hand und sagte: „Frau Wintzer, habt Ihr nicht eiu Stübchen, jenseits des Flurs? Ich kann hier nicht länger weilen. Der Turm von Heidehorst, den ich hier immer und immer sehen muß, solange das Fenster nicht ganz verwachsen ist, sitzt mir wie ei'Tt Stachel im Herzen!" — And mit tränenerstickter Stimme setzte er hinzu: „Es wohnen ja nun andre drinnen!" „Ich will Ihnen das Schulzimmer einrichten, gnädiger Herr, das zeigt nach dem Dorfplatz. Baroneß Gisela wird gewiß gern mit den Kindern hier hereinziehen!" In diesem Augenblick klopfte es an_ der Tür, und auf Tempels Ruf trat ein mit Kot und Schmust bedeckter Reitersmann nnd nach ihm ein tu schmutziger Livree steckender Diener ins Zimmer. „Ach, Heinrich," rief Gisela freudig und begrüßte den treuen Boten herzlich und zog ihn näher. „Botschaft van Lmthardt? — Warst lange aus, Heinrich, täglich und stündlich haben wir Deiner geharrt!" „Ja, gnädigster Herr, es war kein leichtes Stück zu- rückzurommen. Freund und Feind hielten uns auf; .die einen, die Freunde, um' uns 'einzureihen in die Freischar: die andern, die Feinde, hemmten unfern Weg, und nur mit List und weiten Umlvegen gelang es uns, in die Heide 354 tot kommen, -r Gruß vom gnädigen Erbjnnker, und Sie würden von sthin hören!" • „Weiter, — weiter!" drängte der Alte. Der Bote, der erst die Absicht hatte, feinem Herrn Ii'pit der kalten, unfreundlichen Art zu berichten, mit der »ex Erbjnnker de^ Freiherrn Botschaft ausgenommen hatte, chwieg jedoch, als er die gebrochene Gestalt des alten Herrn ah, und so sagte er bloß: „Weiter nichts!" Der Freiehrr sah entgeistert vom Boden zu John, dssnn der war der andre Diener in der beschmutzten Livree, iittb wiederholte entsetzt: „Weiter nichts?" „Pein!" „Jg, hat er beim nichts geschrieben mir zur Antwort, bat er Henn nicht gesagt, daß er völlig! eines Sinnes mit uns, mit mir und Werner und Gisela sei, daß er unverzüglich zum Schwert greifen wolle gleich den andern deutschen Männern?" „Nein, Herr, aber ich denke . . ich- denke . . ." Dxn Boten packte jetzt Mitleid mit seinem alten Herrn, und er war eben im Begriff, einige Trostlügen zu gebrauchen, als der Freiherr abwinkte: „Es ist gut, Heinrich, sch mag nicht wissen, was du denkst. Ich danke dir für deine Mühen und deinem Reisegenossen dazu. Mehr kann sich Euch nicht bieten, — nicht einmal dcks Pferd, das Euch getragen hat, kann ich als Lohn Euch schenken, denn es gehört denen droben im Schloß. —, Es ist gut, — und nun mßt mich, bitte, allein!" Gisela beugte sich über den Vater und küßte ihn, und (ie sah, wie es in des Alten zerfuchtem Antlitz zuckte. Da schritt sie schnell hinaus, und sie sah noch in der Tür, tote oer Baler die Hände vor das Antlitz schlug.und jammernd gufstöhute: „Mein Junge, mein Linthardt!" Währenddessen war per Notar zu den Wagen der französischen Herrschaft zurückgekehrt, bebend vor Wut und Zpvst, dgzu hungrig und abgespannt, und vorn Waten ffn Kot über und über beschmutzt. „jgun, Herr Doktör, keinen Vorspann?" ,Machen Sie sich, keine Hoffnung, Madame. — Man hilft ünö nicht, man 'hat mich und- Sie und Ihre ganze aroM Nation verlästert und- beschimpft, aber ich werbe fstr Rache sorgen. Diesen Rohling von Schultheiß! und D$n Pflock von Pfarrer will ich Sitten lehren!" Tie Damen Bären sehr bestürzt, ntch Frau von Bourgee fragte: „Ja, Waren Sie denn nicht bei meinem Schwäger, dem alten Freiherrn von Altenlohe?" „Nein, der Pfarrer Tempel hielt mich davon ab. Der alte Freiherr sei schwer krank und empfange niemand, tim allerwenigsten Leute, bei deren Anblick der gnädige. Herr schon Gallenfieber bekommen müsse. — 'Ich will auf dem Schloß Hilfe suchen!" „Das ist ja schrecklich! Was nun? — Raten, helfen Sie, bester Notar!" „Ich kar,m Sie nur dringend bitten, auszusteigen und die Viertelstunde zu Kuß zu gehen/ damit Sie erst wenigstens einmal unter Dach und"Fcich sind. Tas Gepäck kann ja mit dem Wagen unter dem Schutze des Dieners und der Kutscher zurückbleiben, bis wir vom Schloß Pferde schicken, Vorspann zu leisten!" Da bequemten sich die beiden Damen, ächzend und stöhnend aus dem Wagen zu steigen, nähmen nur eine Kassette mit ihren Wertsachen mit, die der Notar tragen durfte, und schritten nun mit hochgehobenen Röcken und über Pfützen und Tümpel steigend, mühsam am Straßni- saurn entlang. Endlich, nad), fast einer halben Stunde Weges kamen sie ganz erschöpft im Schloßhof an. Still war es da überall, unheimlich still. Als sie die Freitreppe des Schlosses einporstiegen, trat oben ein ehrwürdiger Mann in die Tür und ging ihnen entgegen. „Ich bin der ehemalige Haus- und Rentmeister von Schloß und Gut Heidehorst und habe nur des Augenblicks geharrt, um Ihnen den Herrschaftssitz übergeben zu dürfen. Ich entledige mich hiermit meiner Pflicht!" Ohne Gruß schritt er an den Damen vorüber, aber der Notar hielt ihn zurück. „Was wollen Sie, Mann? Bleiben Sie doch da. Ich glaube, Ihnen nicht viel zu versprechen, wenn ich Ihnen sage, daß Sie es in Diensten Bei Frau von Bourgee nicht schlechter haben sollen, als bei dem frühem Besitzer dis Gutes. Behalten Sie Ihre Stelle, ich bitte Sie darum." „Ja, bitte, bleiben Sie da," sagte nun auch Frau von Bourgee, aber französisch, doch der Haushofmeister achtete nicht darauf, sondern woudte sich zu' dem Notar und tone ihn nun plötzlich au: „Herr, ich verbitte mir solch Anerbieten. Ich bin kein Schuft!" Daun schritt er würdevoll die Treppe hinab und ging erhobenen .Hauptes quer über den Hof und drüben zu einem kleinen Tore hinaus. Und die drei standen stumm und sahen ihm nach, und sahen, wie er über eine sumpfige Wiese watete uud dann int Dorfe verschwand. Da schauerte Toinette zusammen und sagte mit leisem Weinen:' „Mutter, ich fürchte mich so sehr!" 4. Teil. Etliche Tage waren seitdem Vergangen, die neue Schloßs- Herrschaft lebte ein trauriges, ein ödes Leben, Die großen Ställe des Gutes waren leer, nur zwei Pferde waren zurückgehalten worden, alles andre Getier hatte Krau von Bourgee durch den Notar so schnell als möglich in Wessel an die Kriegsverpflegungsdepots verkaufen müssen, um es nicht verhungern zu lassen. Der Kammerdiener Jules war zwar im Dorfe von Haus zu .Hans, von Kate AU Kate gegangen und hatte- gegen hohen Lohn Leute gesucht, die auf dem Gute arbeiten sollten, aber überall war er, teils ruhig und bestimmt, teils mit Hohnlachen und Achrlt- worten abgewiesen worden. 'So halte der Notar den Diener nach der Stadt geschickt und Leute kommen lassen, die sämtliches Vieh forttrieben und es tu Wessel dem französischen Kommissar übergaben. Ta wurde manches Auge feucht, und manche Faust derer, die dem langen Zugs stattlichen Viehs nachschauten, ballte sich. Dem alten Freiherrn hatte mau nichts davon gesagt, weil man so große Erregung befürchtete, daß sie ihm ernstlich schaden könnte. Im Dorfe ging sonst alles still seinen Gang. Von den in das Feld gezogenen Truppen waren erst wenige Nachrichten eingelaufen, ebensowenig hatte Herr von Altenlohe eine neue Nachricht von seinem So-hN Linthardt empfangen. Eines Spätabends, im Torfe war schon alles still und finster, fuhr im Gutshof ein geschlossener Reisewagen ein. Ein Diener .sprang vom Bocke der Kutsche und eilte die Freitreppe empor, und Jules, der Kammerdiener der Familie von Bourgee trat durch die große Glastür ans bett Altan, eine Windleuchte in der Hand. Die Damen hatten ihn hinausgeschickt, zu sehen, wer iu so später Stunde noch angekommen wäre. Jules, der ziemlich geläufig Deutsch sprach, da er in den Zeiten Deutschlands größter Demütigung in Napoleons Armee gedient und mehrere Jahre in Magdeburg gelegen hatte, fragte den entgegenkommenden Diener nach seinem Begehr und nach Namen und Herkunft der ankommenden Herrschaft. „Wer sind Sie und was wollen Sie hier in in diesem Schlosse?" antwortete kurz Anatole, der andre Diener. „Sie scheinen nicht zu wissen, daß eben der Herr, dieses Schlosses angenommen und durch mich fragen läßt, wer sich erlaubt hat, sich ohne "feine Erlaubnis hier breit zu machen?" „Sie scheinen irre zu reden, bester Freund," sagte Jules höhnisch. „Der Herr des Schlosses ist Emile von Bourgee, Leutnant im Kaiserlichen Regiment der Leibhart- schier'e und steht augenblicklich im Felde. Er kann also nicht cmgelömmen sein. Und Frau von Bourgee, die Mutter, und Fräulein Toinette, die Schwester des jungen gnädigen Schloßherrn, verwalten bis auf weiteres- das Schloß. Und wer ist Ihr Herr, den Sie so anmaßend den Besitzer des Schlosses nennen?" „Zürn Kuckuck! Der Erbjunker von Altenlohe, der rechtmäßige Besitzer von Heidehorst ist es, Mann. Melden Sie das Ihrer sauberen französischen Herrschaft, die sich mit edler Dreistigkeit in das warme Nest gesetzt hat. Sagen Sie den Tarnen, sie sollen schleunigst ihre Koffer packen und sich in die Büsche schlagen. Mein gnädiger junger Herr ist nämlich nicht gerade bei bester Laune und könnte mit einigen deutschen Grobheiten aufwarten, die den französischen -Oehrchen Ihrer Tanten nicht gerade als Engels- musik erscheinen dürften!" lind als ihn der Diener darob ganz- verblüfft anftarrte, rief er noch: „Ja, ja, das kann er nämlich aus dem ff, der Junker!" (Fortsetzung folgt.) 355 Aus Polens letztem Ausstand. Zur 50 jährigen Wiederkehr der Erhebung von 1863/1864. Nach den Erinnerungen einer Augenzeugin erzählt von Tr. Paul Gr ab ein.*) I. Schon lange war's uns nicht mehr recht geheuer vorge- koinmen. Tie Leute in der Gesindestubc steckten die Kopse zusammen und raunten, allerlei fremde, häufig recht verdächtige Gesichter tauchten zuweilen auf dem Hofe auf, liefet geheimnisvolle Andeutungen fallen, es könne wohl nächstens was geben, und all« guten Polen sollten nur fest zusammenhalten. Ter jüdische Milchpachter, der alle Tage ans der Stadt kam, um sich sein Deput W holen, hatte häufig ein heimliches Briefchen für den gnädigen Herrn, das, er nicht einmal Jan, dem gestrengen Gutsvogt, übergeben, sondern nur dem Adressaten persönlich aushändigen wollte. Herr Werder, ein rüstiger, ernster Mann, ging oft mit sorgenvoller Miene umher. Häufiger als sonst kämen die Guts- nachbarn, vollblütige Szlachchzen, zu ihm geritten. Ta ging's hinter verschlossenen Türen laut uird heftig zu, und die Herren machten doch nicht, wie sonst wohl, ihr Spiel. Wenigstens versicherte der alte Ignaz, der drinnen bediente, daß, so oft er.' hineintäm, alle mit erregten, roten Köpfen um den Tisch safer, der mit Papieren bedeckt war. Lange trug's Herr Werder still mit sich; endlich schüttelte er mir sein Herz einmal aus. W wäre etwas im Gange, man; Warte nur auf den geeigneten Augenblick zum offenen Ausbruch. Tre geheime Nationalrcgierung, die schon seit langem organisiert sei, habe ihre Maßregel für den Aufstand schon bis ins kleinste genau ausgearbeitet. Tie revolutionäre Behörde setze ihm hart zu, der Insurrektion sich anzuschließen. i$r habe sich zwar dessen geweigert, aber er wisse nicht, wie das ablaufen ivürde, wenn die Insurgenten losgelassen seien. Jedeiifalls sehe er sich jetzt schon zu Geldunterstützungcn genötigt. Auch mache es ihn sehr besorgt, daß sein ältester Sohn st'aver, der Gymnasiast in Warschau. war, lange nichts habe von sich hören lassen. Unter den tungen Leiitcn in den Städten gäre es gerade am allerbedenk- lichsten. Ter Verlobte seiner Tochter Hedwig, Pawl, dieser Hitz- topf, das habe er leider schon erfahren müssen, sei natürlich init Leib und Seele bet der Verschwörung. Im Keller seines väterlichen Hauses habe er sogar ein geheimes Waffenmagazin einge- richtct, nnd für den, Fall des Aufstandes sei er zum Offizier bei dem Warschauer Freikorps bestimmt. Dieser Unglücksmensch werde nicht nur seine Tochter, sondern ihn und seine ganze Familie mit ufs Verderben ziehen. Gott möge nur geben, daß man der aussichtslosen Sache noch im Keime, vor ihrem Ausbruch ein Ende mache. Aber es kam anders. Ter Sturm brach los; es ivar im Januar des Jahres 1863. Den äußeren Anstoß dazu gab, so sagte Herr Werder, die von der russischen Regierung über Polen verfugte Rekrutierung. Bald stellten sich auch die ersten Sturmvögel bet uns eilt. ^frtes schönen Tages in der Mittagsstunde scholl Pserde- gctrappel vor deut Hause. Ich eilte hinaus auf die Veranda und sah einen Haufen Berittener auf der Rampe halten. Cs waren etwa ein Dutzend jüngerer Leute in schwarzem Schnürrock und viereckiger Pelzmütze und mit Säbel und Pistolen bewaffnet, jsic verlangten lärmend den Gutsvorstand zu sprechen, erzählten, der Aufstand sei losgebrochen, die Nationalregierunq fei die einzig rechtmäßige Behörde, und jeder hätte ihr bei Leibes- und Lebensgefahr zu gehorchen. Man solle nur Polen aufnchmeit, durchziehende Russen ohne Verpflegung lassen und llp auf eine falsche Spur lenken. Dann forderten sie energisch Eßvorräte und Geld, was ihnen auch schließlich gegeben wurde. Weniger Glück hatten sie mit dem Versuche, Leute vom Gute anzuwerben. Unsere Bauern und Knechte waren wenig taten» luftig und ruhmsüchtig; es war ihnen ziemlich gleich, ob der ■"l01c oder Pole zu Warschau regierte, und sie zeigten keine Neigung, fich für. Polens Freiheit ins Verderben zu stürzen. So zogen denn die Werber fluchend und drohend des Weges weiter zum nächsten Gutshof. . In der nächsten Zeit wiederholten sich solche Szenen, was wir empfindlich an unserer Vorratskammer wahrnahmen. Es half auch nichts, daß Herr Werder den ungestümen ©teuer» euitrcißerit sich dann und wann durch die Flucht entzog. Unsere Wirtschaftskasscn und Privatgeldbeute! mußten eben zur Freiheit Polens hergeben, was sie hatten, und die Stcuerbeainten der Nationalregierung verstanden keinen Spatz. Weigerte man sich, so war man ein Verräter an der guten Sache und lief Gefahr, „ Die nachstehenden Erinnerungen sind nach dem mündlichen Bericht einer Augenzeugin von mir niedergeschrieben worden, einer alten -baute, die in ihren jungen Jahren einem Verwandten, feil Rittergutsbeitber Werder, auf seinem Gute in der Nähe von Chedlitz die Wirtschaft führte. Herr Werder war durch feine betrat mit einer Dame aus dem polnischen Adel, die aber zur Zeit des Aufstandes schon verstorben war, gegen seinen Willen in Beziehungen zu fei aufständischen Kreisen geraten, die ihm bann verhängnisvoll werden sollten. Alles andere ergibt sich aus deut Nachstehenden selber. Tr. Grabein. dem für solche hochverräterische Verbrechen km nächsten Städtchen errichteten Gerichtshof denunziert zu werden, von dessen Tätigkeit das Gerücht allerhand beunruhigende Beispiele herumtrug. So lasteten Angst und Sorge schon ziemlich schwer auf uns, als eines Tages die Post eine Schreckensbotschaft aus Warschau brachre, die namentlich Herrn Werder auf tiefste beugte. Ein Geschäftsfreund teilte ihm mit, daß, sein Sohn st'aver vom Gyni- nafium entwichen und mit mehreren Kameraden zu den Auf- -!■ ,n tn, che Wälder gegangen sei. Der junge, schwächliche Mensch letzt hinaus in die dicht zugeschneiten Wälder, wo Entbehrungen und Frost sie abwechselnd mit den Kosaken von Ort ru Ort tagten. Der unglückliche Vater war verzweifelt. Wie ",as irregeleitete Kind finden, vor dem sicheren Verderben retten?, Es gab feine Möglichkeit, wieviel er auch grübelte. .So war der März hcrangckommen, ohne daß wir die Greuel des Krieges unmittelbar wahrgenommen hätten; aber auch das wllte uns Nicht erspart werden. Seit einiger Zeit schon schwirrten Gerüchte, daß in unserer weiteren llmgebung Gefechte stattgefunden hätten; dann und wann bestätigten versprengte Jn- surgeiiten diese Nachrichten. .Eines Tages hörten wir nun schon in aller Frühe, als itoch .der bitterkalte Morgen graute, in der Ferne Schießen, das sich tn weitem Kreise um unser Dorf herumzog. Unsere Leut« hielten sich den ganzen Tag ängstlich auf dem Hofe; keiner traute sich hinaus, wie sehr auch die Neugier sie plagte. So verging der Tag. Des Abends in der Dämmerung aber kamen Bauern aus dem Dorfe zu uns und berichteten, der Kampf hatte sich bis in ihre Nähe gezogen. Draußen im Walde lägen verwundete Polen. In aller Eile wurden Pferde angeschirrt, ein grofe Leiterwagen mit Stroh bedeckt, Decken aufgeladen, und einige Leute unter Leitung des Vogts fuhren in die Nacht und das Schneegestöber hinaus, Hilfe zu bringen. Mehrere Stunden vergingen, da rasselte der Wagen in langsamem Tempo wieder auf den Hof herein. Beim trüben Schein der Windlichter bot sich ein jämmerlicher Anblick dar. Auf dem Stroh lagen ein halbes Dutzend ächzender Gestalten, blutbedeckt, mit alten Lappen verbuitden, notdürftig mit den Decken gegen Kälte und Schnee geschützt.. Behutsam wurden die Aermsten nun ins Haus geschafft, wo mail sie so gut wie möglich bettete und ihre Wunden pflegte. Namentlich einer erregte aufs tiefste unser Mitleid. Es war noch ein ganz junger Mensch von kaum siebzehn Jahren, dessen schmächtiger Leib bis zum Skelett abgemagert und fürchterlich von Lanzenstichen und Schußwunden zugerichtet war. Die Uw- menschen von Kosaken hatten den Unglücklichen buchstäblich bis aufs Hemd ausgezogen und so den Blutenden hilflos int Walde liegen lassen. Er war, als man ihn aiiffand, nahezu erstarrt/ aber doch noch seiner Sinne mächtig. Herr Werder, den der arme junge Mensch wohl an seinen eigenen Sohn erinnerte, ließ sofort ein Knecht satteln und in die Stadt nach dem Heilgehilfen reiten. Der einzige Arzt war nämlich auch unter die Insurgenten gegangen. Inzwischen legte das beherzte Hausmädchen dem Verwundeten einen Notverband an. Er erzählte, daß er aus einer guten Warschauer Kaufmanns- familie stamute und sich durch Freunde habe zur Teilnahme am Aufstande verleiten lassen. Unter Tränen versicherte er, daß, wenn er das alles geahnt hätte, ivas er nun ertragen müßte, er nie, nie von Hause weggelaufen sein würde. Ach wie gerne wäre, er ins Elternhaus zurückgekehrt, aber er könnte ja nun nicht mehr. Wenn die Russen ihn fingen, würde er erschossen ■ oder nach Sibirien verschickt werden. So klagte der Aermste. Schrecklich war's, als endlich der Heilgehilfe kam und sich an das Reinigen und Zunähen seiner Wunden, der zerschossenen Finger machte. Er schrie fortwährend laut auf, während sein abgezehrter Leib wie im Krampfe sich krümmte. Das tue so furchtbar weh, viel, viel mehr als alles, was er bisher erlitten! Ach, wenn es doch erst eilt Ende hätte! Am anderen Morgen kam uns erst recht zum Bewußtsein, war wir getan. Die russische Regierung hatte aus's strengste verboten, Polen, auch Verwundete, auszunehmen. Zuwiderhnnd- lnngen wurden auf dem Laude int günstigsten Fälle mit Konfiskation des Gutes bestraft. Wir waren daher in großer Angst und. im Zweifel, was zu tun. U'nfer Euilsetzen war daher nicht gering, als gegen Mittag plötzlich Bauern auf den Hof geeilt kamen und schrien, daß die Russen kämen. Alles lief jammernd und ratlos durcheinander. Sollte man die armen Verwundeten aus dem Hause schaffen, dem Frost!und der Rachgier der Verfolger schutzlos Preisgeben? Sie selbst baten flehentlich unter Tränen, ■ic zu verstecken. Endlich verfielen wir auf folgenden rettenden Gedanken, der blitzschnell ausgeführt wurde. Tie leichter Verwundeten wurden wie Gutsknechte ausstaffiert und in die Gesindetube gesteckt, wo sie sich unter die andern mengten und mit Kar- tpffelschälen und ähnlichen Arbeiten unauffällig beschäftigten. Ter junge Mensch aber wurde in die Nachthaube und Nachtjacke der alten Schaffnerin gesteckt und in ihre dunkle Kammer ins Bett gelegt, wo er die Rolle der kranken, alten Frau in seiner ent» Glichen Angst recht natürlich spielte. ,®8 war die höchste Zeit, daß wir mit diesen Vorkehrungen ertig wurden. Einige Minuten spater zog der Trupp russischer Infanterie schon auf den Hof und drang sogleich in alle TürckN — 356 gntb Tore eüt. Es wären Polen im Hanse, wir sollten |te heraus- ycbeiü? Wir leugneten unter Herzklopfen, aber standhaft, und mußten sie schließlich überall herumführen. Auch in.die Kammer der Alten steckten sie die Nase; das tapfere Hausmädchen aoer hielt sie davon ab, sich näher darin umzusehen, indem sie ihnen wiederholt entrüstet zurief: „Still, schämt ihr euch nicht, Der! kranken, alten Frau solchen Lärm aufzuführen?!' ,La gaben sie sich denn schließlich zufrieden und ließen nun dafür uM so lauter den herrischen Ruf hören: „Wutti, Schnaps! Bedien uns. Einige Stunden später zogen endlich die Verfolger ab, und wir atmeten wieder einmal erleichtert auf. Rach ein paar -vagen, sobald es ihr Zustand erlaubte, wurden die Verwundeten nach Linkow ins Krankenhaus geschafft.. Indessen, lange sollte unsere Ruhe nicht dauern. Bald folgten derartige Heimuichungen ununterbrochen. Mitunter kamen an einem Tage Polen, Russen und wieder Polen. Tie Hetzjagd war im schönsten -Gange. Unsere Küche und Vorratskammer sahen erbärmlich aus. Besonders schlimm war's immer, wenn die Kosaken kamen. Ich werde es ms vergessen, wie sie uns das erstemal ihren Besuch abstattcten. yfn einem starken Trupp kamen sie lärmend, ohne Ordnung m den Hof geritten, sattelten ab und lagerten sich. Es befand sich unter ihnen auch eine Frauensperson, die ganz wie ein Mann an- gezogen rittlings zu Pferde faß und sich zu den Offizieren hielt. Reisig und Feuerung wurde herangeschleppt, Kessel darüber gesetzt, und nun sollte das Schmausen angehen. Schreiend kam die Wirtschafterin zu mir gelaufen und wehklagte, daß man ihr alle ihre Hühner wegnehme, trotzdem man den Kerlen schon em paar Hammel gegeben habe. Ich wollte hinauseilen, aber em baumlanger Kosak hatte sich breit in die Tür gestellt,und ließ niemanden hinaus und herein. Alles Unterhandeln half nichts; inzwischen verkündete jämmerliches Geschrei vom Hühnerhofe das mörderische Gebaren der wilden Einquartierung. In meiner Angst lief ich ins Gastzimmer, wo die Offiziere Platz genommen hatten, und klagte dort meine Not. Einer von ihnen, ein Kurländer, versprach höflich, für Ordnung zu sorgen, und der Edle rettete mir in der Tat den Rest meines armen Hühnervolkes. . Ja, er tat noch mehr, er rettete auch unser Silberzeug. Er zeigte mir heimlich einen Kosakenoffizier, der sich sehr für unsere Wohnungseinrichtung zu interessieren schien, und warnte mich vor ihm; er sei nicht ganz skrupellos int Punkte des Mein, und Dein. Dieser würdige Kamerad habe ihm selber schon ein paar Handschuhe und sogar Brot gestohlen; silberne Löffel nehme er namentlich gern zum Andenken mit. Ich verfuhr denn auch entsprechend diesem fretindlichen Winke. Nach dem Essen bereiteten sich die Herren Offiziere eine kleine Mwechslung, indem sie auf dem Hofe draußen eine Exekution Mit einem jüdischen Händler vornahmen, der verdächtig war, den Aufständischen Kurierdienste geleistet zu haben. Sein Leugnen half ihm nichts. Es gab Knutenhiebe. Mer wie sehr sie auch den Aermsten mißhandelten: er leugnete mit spartanischem, stillem Trotz, und kein einziger Schmerzenslaut entrang sich feinen blutig gebissenen Lippen, so daß man schließlich den vor Schmerz ohnmächtig -Gewordenen in Ruhe ließ. Endlich zogen auch diese Plagegeister ab, nicht aber, ohne einen würdigen Abschluß ihrer verheerenden Tätigkeit zu bewerkstelligen. Trotzdem sie mit Speck, Mehl und Brot reichlich versehen worden waren, hatten gar manche ein Huhn oder Ferkel heimlich erwischt, andere hatten die Orangerie um ihre Zitronen geplündert. Außerdem war die Milde Rotte in den Keller gebrochen, wo sie ihr Leibge-richt, einige Fässer mit Sauerkraut, entdeckt hatten. Es war ein recht Militärischer -Anblick, wie sie nun abritten, in der Linken die Lanze und Zügel, in der Rechten die tönerne Stürze mit dem Sauerkraut, von deüi sie schnalzend aßen, während hinten im Futtersack ton Sattel ein Ferkel oder Huhn schreiend zappelte. Von dem unglücklichen Sohn des Hauses war in all der Zeit nichts zu hören. Alle betrauerten ihn wie einen Verlorenen, namentlich der Vater, der keine Anstrengungen und weite Fahrten in die im Hellen Aufstande befindlichen Gegenden scheute, lu'nt bei den Insurgenten selbst etwas von seinem Sohne zu 'hören. !Nur durch Herrn Palm, den Bräutigam- seiner Tochter, der trotz des Wiederholten ausdrücklichen Verbotes dann und .wann in aller Heimlichkeit sich zu uns schlich, kam die ungewisse Nachricht M uns, daß Taver einem Freikorps zügeteilt gewesen war, das zersprengt und dessen Trism'mer über die galizische Grenze gedrängt Morden waren. (Schluß folgt.) Die heillrast der Sonne. Die Heilwirkung der Sonne war, wie Stabsarzt Dr. Strauß- Berlin in einem außerordentlich interessanten Bericht über die Moderne Strahlenbehandlung der Krankheiten in ..der „Medizinischen Klinik" ausführt, schon den Aerzten des Altertums bekannt. Vereinzelt wurde auch später der Versuch gemacht, sie in der Medizin zur Geltung zu bringen, aber ohne Erfolg. Der Vergessenheit entrissen wurde sie erst in der neuesten Zeit durch die an Wunderkuren erinnernden Erfolge, welche Dr Bernhard (Sämaden) und Dr. Rolli er (Lehsin) mit der Sonnen-, belichtnng bei Tuberkulose erzielten. Die ersten Anfänge leinen Sounenbehändlung tuberkulöser Gelenke gingen von den Doktoren Olliers und Poncet (Lyon) ans. Unabhängig davon hatte Dr. Bernharden Sämaden das Sonnenlicht bei Tuberkulose, Wunden, Hautkrebsen, Blutkrankheiten nsw. versucht und besonders bei der Tuberkulose der -Gelenke glänzende Erfolge erzielt. Ein Italiener mit tuberkulöser Fußgelenkentzündung wurde so gut geheilt, daß er nachher den abessinischen Feldzug mitmachen konnte. Ein anderer Fall mit Tuberkulose des Ellbogengelenkes würde nach der Behandlung militärtauglich. Ebenso großartige Erfolge wurden bei tuberkulösen Drüsengeschwülsten erzielt. Von 157 derartigen Fällen wurden 107 ohne Operation geheilt. Daneben wurden noch andere überraschende Wirkungen.des Sonnenlichts sestgestellt: Tie Sounenbehändlung wirkt schmerzlindernd, die Wundheilung wird außerordentlich günstig beeinflußt, die Austrocknung der Wunde geschiehst besser wie durch alle saugfähigen Verbandsstoffe, Bakterien werden abgetötet, Eiter und selbst Knochensplitter sollen aufgelöst und beseitigt werden. —- Kurze Zeit nach Bernhard berichtete «auch R o l l i e r über glänzende Erfolge der Sonnenlichtbehnndlung. Während Bernhard die Krankheitsherde allein behandelte, wandte Dr. Rollier auch noch Voll- sonnenbäder an. Wie die Erfahrung gezeigt, muß das Sonnenlicht ebenso mit Maß und Worsicht angewandt werden, wie jedes andere Heilmittel. Tie Mitteilungen Bernhards 'und Rollicrs wurden zuerst von den Aerzten sehr zweifelnd ausgenommen. Bald aber ergaben Nachprüfungen des Verfahrens dieselben günstigen Erfolge. Heute dürften alle namhaften ^Chirurgen. Anhänger der Sonnenbehandlung sein, es seien mir die Namen B ter, Fcdor Krause, v. Eiselsberg, Hohenegg, Bar denke u er und Joachimsthal genannt. Bardenheuer, der früher ein Verfechter der radikalsten Operationen bei Gelenktuberkulose war, hat nach eingehenden Studien bei Rollier jif Lehsin den Versuch gemacht, die neue Behandlung auch in unserm Klima emzuftihren. Trotzdem die Sonneubchaudlimg ideal.mir im Höhenklima durchzuführen ist, würden mich bei uns vorzügliche Erfolge erzielt, ebenso auch au der See. (Sine: Verdrängung der chirurgischen Behandlung der Tuberkulose durch die Sonnen- heilung märe uni so mehr zu wünschen, als dann namentlich bei der Gelenktuberkulose die verstümmelnden Operationen, welche besonders Kinder, die noch im Wachsen find, zn Krüppeln iverden lassen, aufhören mürben. Viichertisch. — Vom köstlichen Hu m o r, Band III, Hesses Volksbücherei Nr. 793—796. Hübsch gebunden jeder Band von vier Nummern 1,20 Mk. Leipzig, Hesse n. Becker Verlag. Tie ersten Bände der Sammlung „Vom köstlichen Humor" in Hesses Volksbücherei legten das Hauptgewicht auf die „Freude am Leben" und ihre fröhliche, sonnige Darstellung in harmloser Unterhaltungsform ; der dritte Band gewährt dem Leser mehr, Künstlerisches, Höheres und Tieferes, aber er stellt auch höhere Anforderungen.. Anzengruber und Raabe bieten ausgiebige Proben von „allerhand Humor". Der Chirurg Leander-Volkmann überrascht durch seinen Ton und starke Phantasie. Der romantische Humor ist durch Steub glücklich vertreten. Krtl gräbt in einem seiner Beiträge tiefer, im andern und noch mehr in Krobaths Humoreske herrscht das lustige Lachen des übermütigen Humors. Humoristischer. * Kinder m u n d. „Du Hans, der Storch hat dir heute morgen ein kleines Schwesterchen gebracht. Möchtest du es 'mal sehen?" — „Nce, aber den Storch." viarnantratsel. .Auflösung In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben a a a, b b, c c, d, e e e, h h h h h, i i, in, n, o, r, t t, u derart einzutragen, daß die ivagerechten Reihen folgendes bedeuten: 1. Einen Buchstaben. 2. Biblischen Namen. 3. Französischen Opernkomvonisten. 4. Falkenartigen Raubvogel. 5. Stattlichen Baum. 6. Altes FlüssigkeitSmaß. 7. Einen Buchstaben. Die senkrechte und ivagerechte Mittelreihe ergeben das Gleiche. in nächster Nummer. Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummer: Mitleid hab' mit allen, Mit Mensch und Tier; Nur eines lasse fallen: Mitleid mit dir. O. v. Leixner. Redaktion: K. N e n r a t h. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R, Lauge, Gießen»