M Die Llammenzrichen rauchen. Roman aus dein Jahre 1813 von Miaix Karl Böttcher-Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Wie dumpfe Wetter sch wüte lag es auf Heidehorst. Die Menschen schlichen durch den Ort, stuinm gingen sie a\v einander vorüber, als fürchteten sie, daß der geringste Laut die heilige Ruhe ihrer Toten stören könne. Und droben im Schloß, da stand ein Menschenkind au dem Parktor; mit heißen, sehnenden Augen schaute es nach dem Dorfe, ob nicht Kunde käme von dem, der ihr Herz befaß, pder ob er nicht selbst durch die Felder geschritten käme mit seinem müden Gange. Aber nichts regte sich. Da, — ein Schwingen ging durch die Luft, ein Singen, Und Klingen Nagender Weisen. Die Glocken klangen vom Friedhof, wo man ihnen auf dürftigem Gerüst ein ärmliches Heim gegeben hatte, ein kläglich Lied. „Ein Toter im Ort" fuhr es Toinette durchs Herz, und da — da — eilt neues Glöckchen setzte ein. Das hatte sie noch nie gehört, aber Jules hatte ihr erzählt, es gäbe ein Glöckchen neben den andern: die Herrenglocke,'die selten den Mund öffnete, nur, wenn ein Glied des Herrengeschlechts ins Leben trat oder seine Seele wieder hinauffuhr in jene ewigen Gefilde. „Der alte Freiherr ist dahin," sagte Tvi- nette leise, und eine Träne stahl sich in ihre Augen. Sie hatte ihn nur einmal gesehen, eben an jenem Abend, da Werner starb, aber sein gütiges, mildes Antlitz vergaß sie wohl nie wieder in ihrem Leben. 1 Um die dritte Stunde nachmittags, als Toinette noch immer auf dem Altan stand und über Park und Garten spähte, da kam jemand den Parkweg entlang — ein Mädchen rn schwarzem Gewände und zögernd und mit verhaltenem Schritt. Toinette umklammerte mit beiden Händen das Geländer, als sie in dem Mädchen Baroneß, Gisela erkannte. Was wollte die hier aus dem Schloß? Wollte sie den Bruder suchen, chm den Fluch des Vaters bringen? Wußte sie nicht vom Schultheiß, daß Linthardt nicht daheiiN war? Sie beugte ihren Körper über das Geländer und schaute ihr entgegen mit einer jähen Angst int Herzen und in den Augen. Dann lief sie ihr entgegen, der Feindin lief sie entgegen, aber gemeinsame Not hat schon manche Feindschaft des Lebens beendet. Und Gisela wankte, als sie die Hände der andern umfaßte, doch Toinette stützte sie und sagte mit weicher Stimme und von Angst: „Schwester, liebe Schwester!", Gisela aber tat das größte, das schwerste, ums bisher das Leben von ihr gefordert hatte: sie ging ms Schloß, um der Familie von Bourgee den Triumph zu bringen: Tot sind die von Altenlohe! Das Wort indes würgte sie im Munde, und so Meß sie nur hervor: „Lmt- hardtl" „Er ist nicht hier, Schwester — wo ist der Junker?" „Tot!" — Da ließ Toinette die Baroneß los, daß, sie taumelte. Sie sah so entgeistert, so tödlich erschrocken nach der Botin, wie einer wohl blicken kann, dein man mit rohem Griff etwas Großes, Schönes, Himmlisches aus dem Herzen reißt. Gisela ioußte aus diesem einzigen Blick, wie es um Toinette stand, und in diesem Augenblick loderte in ihrem einsamen:, verwaisten Herzen jäh und flammend eine Liebe empor, die sie stark machte. Jetzt war sie es, die die andre umfaßte und stützte und sie langsam nach dem Schloß geleitete, Und dabei flüsterte sie ihr tröstende Worte zu, weich und mild,, wie sie eine Mutter dem zagenden Kinde spricht. Toinette erfuhr, wie Lintbardt als Held gestorben wäre, wie er im Dorfe wieder in Ehren stünde und man um ihn trauerte wie um den alten Freiherrn selbst. Als sie in den Schloßflur traten, stand dort uilter der Tür ihres Gemaches Frau von Bourgee, groß und hager, mit einem gierigen Blick im Auge und scharfen Ecken in den Mundwinkeln. „Toinette!" rief sie barsch und gebiete- risch, und in dem einen Worte und in dem Ton der Stimme lag eine ganze Welt von Schmähungen für Gisela. Aber Toinette rief nur im wildesten Schmerze: „Lint- Da richtete sich Gisela auf, steil und hart, und sah Frau mit einein Blick unsäglicher Verachtung an, die starke Frau zittern machte, daß sie sich duckte, als erwarte sie einen Schlag. Aber Gisela wandte sich ivvrtlos und schritt zur Pforte über den Altan und die ^reppe hinab Dies eins Wort: Es ist ein Glück für uns! hatte einen ewigen Ritz zwischen denen von Altenlohe und von Bourgee geschlagen. Mit einem Herzen voll Liebe war sie hierher gekorümen, und leer und kalt tut Herzen schritt sie davon. Toinette aber sprach von Stund an kein Wort mehr mit der Mutter; , c Zwei Wochen später. Noch immer lastete ent dumpfer Druck auf Heidehorst. Zu Freiherrn von Altenlohes und zu Pfarrer Tempels Beisetzung waren alle Herrengeschlecl)h ter der nächsten und weiteren Umgebnitg gekommen. Psar- rer Siegelt von Tichenow hatte seinem Ämtsbruder das lebte Wort gesprochen, und an des Freiherrn Gruft hatte der Feldpropst Delling die Grabrede gehalten. Nur dem einen, der draußen mit hundert Feinden uu Schlicke la^ dem sprach keiner einen Segen, dessen letzte L-iatte konnte niemand mit einem Krünzlein schmücken. ,, In diesen Tagen fuhr eine Kutsche ausländischen Musters, von einer eigentümlichen Garde geführt, die Park- Hardt ist tot!"' Einen Augenblick herrschte eilige Stille, inan konnte sehen, wie sich in den Zügen der harten Fjran auspragte, was in ihrem Herzen vorging. Linthardt ist tot —• ihr Feind — ihr Widersacher ist nicht mehr. Tief aufatineiid sagte sie nun und vermochte den Triumphglanz ihrer Augen nicht zu unterdrücke: „Es ist ein Glück für uns!" iTi'/r rtrfifpip itrtii Gllela ans. steil Ulid hart, und sah die die 422 Allee entlang und hielt dann auf bem SchlvWof. Eine Dame, gar pomphaft aufgeputzt, mit Pelzen und Spitzen übersät, entstieg bem Wagen. Ihre Begleitung, ein Dutzend Männer zu Pferde, die eine Sprache- redeten, bi: man hier iil Land noch nie gehört hatte, ein buntes Kauderwelsche die Kleidung trugen wie Männer, die sich nur selten in Liefen Hei de winkel, Mausefallen verkaufend, verirrten. Sie hatten Pelzkragen nicht feinster Art quer über Rücken und Schulter, schienen dem Wasser abhold zu fein und über Mein itttb Dein nicht gut unterrichtet. Diese Männer sprangen stzt von ihren Pferden. Aber nicht Mausefallen drückten! hre breiten, kurzen Rücken, sonder Spaten und Aexte und Ackerwerkzeug aller Art. Julech der Diener, kam eiligst die Treppe herunter-- gesprungen und fragte nach dem Begehr der seltsamen Ein- anartierung. Ein Keiner Negerbursche in bunter Livree, per eben vom Bock gekrabbelt, hüpfte dem Diener entgegen Und sagte in gutem Hrauzösisch: „Meine gnädigste Herrin, Frau Gräfliche Gnaden zu Storsch-Pisek, eine Freundin des tznädigen Herrn Erbjunkers zu Altenlohe, ist gekommen, um dem Herrn Erbjunker hilfreich bei der Instandsetzung des Gutes und der Aecker zur Seite zu stehen!" — Und dann noch hie Frage: Ob der Herr Erbjunker nicht daheim sei. JUles, her sonst so gewandte, schaute sich hilflos ittn und bat dann die gnädige Gräfin, sich doch in das Schloß zu bemühen. Das tat denn auch die mährische Gräfin und begab sich in das Empfangsgemach links des Flurs. Frau vorr Bourgee, von Fules schnell unterrichtet, trat ihr mit ihrer schroffen, abweisenden Kälte entgegen. „Ich bedauere sehr, Gräfin, daß Sie ein Opfer größten Irrtums geworben sinb. Sie befinden sich nicht auf der Besitzung Hines Herrn von Altenlohe. Ich, oder besser gesagt, mein Sohn Emil von Bourgee, Lentyant im Regiment der Kaiserlichen Leibhartschiere, ist, Besitzer des Schlosses!" „Ja, ich verstehe nicht — ist denn dies hier nicht das Schloß Heidehorst?" ,Mewiß: Schloß Heidehorst!" „Ja — und Liuthardt zu Altenlohe?" „Ist tot!" — Kalt, nadelspitz sagte sie Has. Me Gräfin staust wie versteinert. Dann ging sie, ohne ein Wort erwidert zu haben, hinaus. Der kleine schwarze Bursche, der bei dem Abstieg von der Freitreppe ihre Schleppe erhaschte und trug, sah sie fragend an, aber sie sagte nur kürz zu ihm: ist tot!" Dieselben Worte, die sie soeben droben von dieser fremden Frau gehört hatte. JUsuff, der Bursche, rief dem Reisemarschall zu: „. . . ist tot!" Der Kutscher sprang wieder auf den Bock, und die Slowaken stiegen auf ihre Hferde. Der Wagen knirschte htt Sande und rollte davon. Die Pferdehufe klapperten über sie Steine, dann wär alles still.' Auf dem Altan stand eine Frau und sah ihnen nach, und als der letzte Schimmer der seltsamen Karawane verschwunden wär, lachte sie laut auf, gellend und sieghaft und schneidend höhnisch. Tas war her letzte Feind! — Alle, alle abgeschlagen! Emile war nun Herr auf Heidehorst — Emile, der Edle, der Schöne, der Stolze — ihr Emile, ihr einziger Sohn!1 Ain nächsten Tage um dieselbe Stunde gingen zwei Frauen am Feldrain dahin, eine alte, mit zerfurchtem Antlitz und gebücktem Rücken, und an ihrer Seite ein junges Mädchen von stiller, schlichter, hoher Schönheit. Ein Wagen kam langsam die Landstraße dahergefahren, und weißes Linnen schimmerte aus dem Gefährt. Die beiden Frauen schauten nach dem Wagen, was er wohl bringen möge. Da lag auf weichem Pfühl ein junger Mann, von weißen, weichen Betten umhüllt. Er zitterte und klapperte, so warf ihn das Fieber, so froren seine Glieder, und war doch ein glühend heißer Sommertag. Neben dem Kranken saß, nicht gerade bequem, ein Arzt in Uniform. Der Kutscher fragte die Frauen: „Kommen. wir hier recht nach Schloß Heidehorst?" 1 Da traten die Frauen näher, und Gisela wollte sprechen, aber die Stimme versagte ihr, als sie das Wort: Schloß Heidehorst hörte. Sie blickte ans den Fiebernden, erschrak aber über das entstellte Antlitz. Quer über den blonden Köpf zog sich, bis tief in die Stirn herein, eine tiefe, schlecht verharschte Narbe, die.in der wechselnden Fieberglut bald grell weiß, bald brennend rot aufleuchtete. Der Kutscher wiederholte seine Frage, und Mutter Wintzer, die Alte, nickte mit dem Kopfe. Und nun fragte der Arzt: „Nicht wahr, liebe Frau, in Heidehorst ist noch Frau von Bourgee daheim?" „Es ist so," sagte die Alte trocken und wollte weiter gehen, aber bei ihrer Stimnie Klang.fuhr der Kranke empor. Er stierte Mutter Wintzen au, nnd als er in das Gesicht sah, schrie er auf: „Die Augen! — Die Angen! — Das sind seine Äugen! So sah er mich an, als er mir das Eisen in den Kopf hieb!" Der Arzt legte seine Hand auf des Kranken Augen) und der Kutscher trieb die Pferde an. Der Kranke wurde stiller und wimmerte nur noch vor sich hin. Wortlos gingen die Frauen am Feldrain dahin, endlich sagte Gisela: „Die arme Toinette!" Fragend blickte Mutter Wintzer zu ihr aus, da sagte die Baroneß: „Es war ihr Bruder!" Nun war er daheim, der Herr von Heidehorst, der Edle, der Stolze, der Schöne, — ein Irrer, der int Fieber noch immer jenen Kamps am Heidehügel durchlebte, — und ein Siecher, den schleichenden Tod in der Brust. Nun hast du ihn, .Schloßherrin von Heidehorst, —> nun hast du gesiegt, und nun genieße die Früchte deines Sieges! Im blutigen Ringen ward ans dem Lenz mit seinen Blüten der reifende Sommer, aber mit erstauntem Angesicht schritt dieser über die deutschen Gaue. Nirgends Arbeit für ihn, nirgends gab es zu reifen, was der Lenz gesät, — und' die öden, mit Blut getränkten Felder vertriebet! den Sommer eher, als sonst. Es herbstete im Lande. Und Zug um Zug neuer Kämpen, in aller Herren Länder zusammengepreßit und zusammengestohlen, nach Frankreich geschafft und dort notdürftig für den Krieg ausgebildet, wurden nach Deutsch!- land hineingeworfen. Einer war dabei, ein lustiger Knabe,;— stets zu Scherzen aufgelegt, eilt Deutscher von Geburt, ein Musikant von Beruf, der seine Fiedel nicht schonte. Ein hübscher Kerh dem die Uniform gar wohl zu Leibe stand, eine rote, dreieckige Narbe, mit der Spitze nach der Nase zeigend, auf der Stirn, so schritt er in Reih und Glied daher. Er schien bett Krieg nur als einen großen Scherz, den Napoleon mit der Welt sich leiste, auszufassen. Offiziere und Kameraden hattest ihn gern. Wohin er ins Quartier kam, stritten sich die Mädchen um ihn. Nur, als man in das Herz Deutschlands gelangte, dort, wo die Heide blühte, würde er einsilbig und still. Er ging für sich und ließ die Fiedel ruhu, nifb sein allzeit lockeres Mundwerk ward stumm, „'s ist seine Heimat!" wüßten einige Kameraden. „Und eigentlich wollte er gegen Napoleon fechiten," sagte ein andrer, einer, der mit dabei gewesen, als man ihn im Etschtale so jählings preßte und aus Bonapartes Banner schwören ließ. Nun wären sie dort in Leipzigs Gefilden, bei dem Stelldichein aller europäischen Kriegsmannen. Das Riesens würgen ging los, das Niederringen einer menschlichen, sich selbst erhöhten, frevelhaften Gottheit. Erwin Sommer, der lustige, junge Krieger, war mit dabei. Am Wend vor dem ersten der drei SchlachtentagS/ als im Biwak eine bange, schwüle Ruhe herrschte, als fühls jeder, daß der Rachegott in diesen Stunden selbst zur Welt herniedersteige und sich anschicke, mit mächtiger Faust den Frevler aus seiner goldenen Bahn zu stoßen, da stand Erwin Sommer im Biiväk am großen Lagerfeuer und fiedelte und sang lustige Weisen dazu. Das dumpfe, banges Brüten der Soldaten wich, Und eine fröhliche Stimmung machte sich breit. Größer und größer wurde der Kreis der Zuhörer um Erwin Sommer. Offiziere traten hinzü und! schüttelten sich vor Lachen. Unter ihnen war einer in schäbigem Mantel, ein Kleiner, den Dreimaster auf dem Kopfs, einen Ordensstern auf der Brust, mit gelbfahlcm Antlitz. Einmal, nur einen kurzen, flüchtigen Augenblick, huschte ein Lächelst über sein Gesicht, als der Fiedler ein Lieblein sang, bas lautete: „Mein Schatz, bcr ist Soldate Und steht jetzt drauß' int Feld, R'nn ist das Leben fade, Aar ist die Lieb Und's Geld!" Ein hoher General, der 'neben dem Kleinen im schäbigen Mantel stand, atmete auf, als er dessen Lächeln sah. Und er flüsterte dem neben ihm stehenden General zu: „Der Kaiser hat gelacht!" 1 (Schluß folgt.) 423 — ihre Schritte. Die Jüngste. Novelle von A l w i n Römer, Dresden. Munter wie ein Schwarm Tauben in der nahrhaften Zeit der Erbscnernte kam ein Trupp junger Mädchen die große Freitreppe des Regierungspalastes der Provinzialhauptstadt herunter. Auf den meist nervös anmutenden intelligenten Gesichtern lag freudige Erregung, die sich in lebhaften, manchmal iiberlauten Zn- nifen, flink herausgesprudelten Fragen und Antworten Luft machte. „Das Examen scheint aus zu sein!" murmelte ein souuen- aebräunter hochgewachsener Mann von zwanzig und etlichen Lenzen, der die Schar mit einer heimlichen Neugier lächelnd musterte. >,Onkel Degenhardt wird also nun wohl endlich kommen!" Nach kurzem Zaudern öffnete er das mächtige Portal des prächtigen Gebäudes und spähte ungeduldig in die hohe gewölbte Vorhalle. Aber es war noch keiner von den gestrengen Herren zu erblicken, die unter dem Vorsitz des Regierungsrats Degenhardt als Prüfungskommission fungiert hatten. Nur an einem der massigen Pfeiler lehnte eine junge, schwarzgekleidete Mädcheu- aestalt und tupfte sich mit einem weißen Tüchlein die verweinten Augen trocken. „Die hat er sicherlich durchfallen lassen, der Barbar!" dachte tr, und Mit einem Herzklopsenden Entschluß, der stark im Gegensatz zu seiner sonstigen Schüchternheit jungen Damen gegenüber stand, schritt er mutig auf sie zu, sah ihr in das unwillig erstaunte1, überaus liebliche Gesicht und sagte mitleidig: „Nehmen Sie's nicht zu tragisch, kleines Fräulein! Düs Nächste Mal Wirdes schon besser gehen!" Sie blitzte ihn zornig an. Mit tiefblauen, brunnenklaren Augen, in denen jäh zwei frische Tränenperlen schimmerten, und trtoiberte hastig: „Ach, lassen Sie mich doch!" Er stand und knöpfte verlegen an seinem Frühjahrspaletot Herum, ehe er noch einmal tröstend begann: „Es ist nicht halb so schlimm, wie Sie sich das heute einbilden. Hefter Jahr und Tag lachen Sie darüber! Glauben Sie mir's. Ich bin nämlich auch einmal durchgefallen beim Abitur!" „Aber ich bin ja gar nicht durchgefallen!" erklärte sie, trotz ihrer schmerzlichen Erregung mit einem leisen Lächeln über seine treuherzige Art, ihr sein Mitgefühl zu zeigen. Und dann wischte sie sich noch einmal energisch über die nassen Augen, faßte ihres Ledermappe fester Unter den Arm und schritt rascher, als er's vermutet hatte, durch den Vorraum auf die Pforte zu. Ein bißchen klettenhaft blieb er an ihrer Seite, öffnete die schwere Eichentür jmd fragte dabei verwundert: „Ja, öfter warum weinen Sie denn so gottserftärmlich?" „Weil ich keine Stelle bekommen habe! . . . Alle die andern sind versorgt. Nur für mich war keine Vakanz mehr da!" berichtete sie tftnt Mit einem allerliebsten Zorn. „Und dann hat das schlechte Scheusal noch den Mut, mir zu sagen: Sie haben tüchtig gearbeitet und nicht um ein Jota schlechter bestanden als die andern. Aber Sie sind die Jüngste! Sie müssen warten. Es ist nirgends mehr etwas frei! Und. . . und . . . außerdem . . ." „Nun — außerdem?" erkundigte er sich, als sie stockte. Sie war rot geworden wie ein Feuersähnchen und sah in verwirrtem Trotz an ihm vorüber. „Das kann Sie nicht im mindesten interessieren!" bemerkte sie nun abweisend. „Dann war es also doch eine Art Tadel!" entgegnete. er lächelnd und war dabei höchst überrascht über seine eigene verwegene Spitzfindigkeit. „Ach Torheit!" entrüstete sie sich. „Das war es nicht!" „Sondern?" bohrte er weiter. >,@ine Unverschämtheit war es!" „Also, was sagte er?" „Sie sind sehr aufdringlich, Herr!" bemerkte sie streng. „Wenn Sie meine ehrliche Teilnahme so häßlich zensieren, so bitte ich vielmals um Vergebung!" murmelte er enttäuscht. Das tat ihr leid; sie wußte selbst nicht warum. „Mein Gott, Sie dürfen es ja auch wissen!" erklärte sie darauf Und gab fich innerlich einen Ruck. „Außerdem wäre ich ja doch die erste, die abschwenken und heiraten würde, sagte er höhnisch! Sie werden bald genug einen Mann bekommen!" „Höhnisch?" meinte er ungläubig. „Ja, was sonst? Denkt der gräßliche Mensch vielleicht, man qUält sich ohne jeden Gvund die vielen Jahre, um ein Examen zu bestehen, wenn man's nicht nötig hat?"' ereiferte sie sich, während er neben ihr weiter schritt und schon mit ihr um die Meinen Weg allein gehen. Ich möchte nicht ins Gerede kommen. Vielen Dank für Ihre Teilnahme. Und Adieu!" Damit neigte sie den lieblichen Kops mit graziöser Ehrbarkeit und beschleunigte trfte Straßenecke bog. „So sind Sie nicht gewillt, zu heiraten?" forschte er ernsthaft. „Wen denn?" fragte sie in naiver Bitterkeit dagegen. „Ich habe eine kränkliche Mutter und einen Bruder, der studieren soll. Das ist meine Mitgift! Mit einer solchen rechnet man nicht auf .Eheversorgung!" „Das ist sehr anständig gedacht, kleines Fräulein!" sagte Ivarm tzer junge Landwirt. „Aber kommen könnte es doch einmal, daß...." „Ach bitte," unterbrach sie ihn hastig, „lassen Sie mich jetzt Meinen Weg allein ' " "" "" c , .„Ich kenne noch nicht einmal Ihren Namen, gnädiges Fräu- lem!" ries er bedauernd. , ... "Das ist ja wohl auch nicht nötig!" entgegnete sie mit einer holden Wendung und Ivar ihm wirklich entwischt. r, l§r sah ihr versonnen nach und ging daun, von allerlei närri» sthen Gedanken durchgaukelt, zum Regierungsgebäude zurück, um »en -mkel aftjufangett. Aber der war inzwischen schon auf dem Heimwege und glaubte ganz sicher, den Neffen bei den Seinen anzutreffen. „Nun, hat dich Paul nicht abgeholt?" empfing ihn die ge- ftrenge Gattin erstaunt darüber, daß er allein kam. < v "ve.tn •" 8ob er Auskunft, während seine schöne, leider etwas hochmütig geratene Tochter ihm aus dem Paletot half. ''Das finde ich aber merkwürdig!" bemerkte Elfriede. „Ein bißchen mehr Respekt vor dir dürfte er schon haben! . . . Nun, ich werde ihm das langsam angewöhnen!" „Wirst du das, Liebling?" sagte zärtlich Papa Degenhardt Und faßte sie unters Kinn. „So darf man also gratulieren?" ^..„"diarrhelt!" erklärte hart die Gestrenge. „Er hat noch keine Silbe gesagt, der Stockfisch! Man wird ihm wirklich erst die Zunge lösen müssen!" , „Geduld, Mama! Ich tvünsche gar nicht, daß er die Sache so leicht nimmt. Wenn es mir Zeit scheint, werde ich ihn schon zum Reden bringen!" „Ich weiß, du bist ein kluges Kind!" sagte der Regierungsnüt vorsichtig. „Aber vergiß nicht, er ist eine glänzende Partie und.. „Ja doch, Papa, ich will ihn ja auch. Aber ich stelle meine Bedingungen. Sommer und Wmter immer nur auf dem alten Gutshof — das gibt's nicht! Und darum laß ich ihn zappeln, bis er mir verspricht, im Winter mit mir in die Großstadt zu gehen!" entwickelte Elfriede ihr Programm. „Sehr vernünftig!" Urteilte die Gestrenge. Tann klingelte es draußen, und Paul Bilsing, der Schwestersohn des Regierungsrats, der in der Goldenen Aue ein Rittergut sein eigen nannte, erschien auf der Schwelle. Elfriede empfing ihn mit vorwurfsvollem Schweigen. Tas hatte ihn in allen den Tagen seines Besuches stets unruhig unft demütig gemacht. Merkwürdig, daß er heute so gut wie gar keine Notiz davon nahm! Aus das schöne, selbstbewußte Mädchen löirFte das kränkend. Nun, sie würde ihm schon zu verstehen geben, was er sich für eine gemeinsame Zukunft noch alles anzugewöhnen habe. Denn daß er um sie anhalten würde, bezweifelte sie feinen: Augenblick. Seine bewundernden Blicke, die Schilderungen seines Anwesens daheim, sowie ein paar herzlich unbeholfene Andeutungen waren ihr eine zweifellose Bürgschaft. Es lag nur in ihrem Belieben, . ihn zu einer Erklärung kommen zu lassen oder nicht. Ueberdies war die Verbindung ein Herzenswunsch seiner Mutter, die ihu auch deshalb in die Hauptstadt gesandt hatte. Um ihn nicht kopfscheu zu machen, war er mit der Mission beauftragt worden, eine Hypotheken-Ängelegenheit zu regeln und für seine vierzehnjährige Schwester eine Pension auszusuchen, in der der Wildling ein bißchen Französisch und Englisch lernen sollte. Und bis heute hatte er von dem eigentlichen Zweck feiner Reise auch noch nicht die Spur gemerkt. Aber als er bei Tisch den Onkel fragte, wie das Examen ausgefallen sei und sich in immer neuen Wendungen nach dem Schicksal aller dieser kleinen frischgebackenen Lehrerinnen erkundigte, sing er einmal zufällig einen Blick auf, den Mutter und Tochter miteinander wechselten, der ihm zu denken gab. Ein erstes leises Mißtrauen- überschlich ihn, während der brave Onkel Regierungsrat orakelte: „Ja, die eine ist leider leer ausgegaugen! Beim nächsteii Mal wird cs einer ganzen Anzahl ähnlich ergehen. Denn der Mangel ist behoben. Und der Nachwuchs säugt an, beängstigend zu werden! Na, die Hübschesten kriegen in der Regel ja doch einen Mann! Und das hoffe ich von der kleinen Westernhagen bestimmt!" „Tu bist ein Optimist, Papa!" sagte ein wenig spöttisch die Haustochter. Wenn sich wirklich einer in das Puppengesichtchen vergafft, springt er ab, sobald er merkt, was er sich alles auf- laden muß, nm sie heiinzuführen!" „Ich finde sie auch nichts weniger als hübsch!" urteilte die Gestrenge. „Sie ist so unbedeutend!" „Das sind Geschmackssachen!" zog sich Papa Degenhardt zurück, der zu Hause nicht eben viel zu „regieren" hatte. Daniil war das Thema erschöpft. Nur nicht für Paul Bilsing, dem ein nagender Groll im Herzen saß. Bei dem Plauderstündchen mit Elfriede, während Onkel und Tante ihr Mittagsschläfchen hielten, blieb er seltsam einsilbig, und als seine schöne Cousine eS geradezu darauf ablcgte, seine sonst schnell entflammbare Be- hmnberuitg zu wecken und ihm endlich ein Geständnis zu entlocken, zeigte er sich noch Viel verstockter als eilt „Stockfisch" und entglitt ihr zu ihrem maßlosen Erstaunen unter dem Vorwande, die Pen- sionsangelegenheit seiner Schwester Lilli nun endlich ordnen zu müssen. Er ging aber zu keiner Jiistitutsvorstehenn, sondern, nach kurzer Orientierung in dem Adreßbuch eines Zigarrenhändlers- über die Breite Strombrücke zur Vorstadt hinaus. Tort erklomm er in einem bescheidenen Miethause drei Stiegen, nm gleich danach in das sonnigste Gesichtchen, das die Welt ihm bisher gezeigt hatte, zu schauen. 424 Das Gesichtchen lugte ganz verwirrt durch die Türspalte, und eine ängstliche Stimme fragte: „Was wollen Sie denn von uns, Herr . . . ? Bilsing Heist' ich!" ergänzte er, sich vorstellend, und lächelte. „Woher wissen Sie denn . . .?" wollte sie ihn aussragen. Er aber schob sie mit einem kühnen Entschluß vor sich her zur Tur hinein und inachte sich mit Mama bekannt, die ihm aus den ersten Blick gefiel, so mütterlich gütig, wenn auch ein wenlg verhärmt, sah sie aus. , „ , . ., Und dann erzählte er, da» er eine Schwester habe, die eine Lehrerin brauche; aber ein bißchen Kameradin müsse sie ihr auch sein können. Denn Lilli sei ein Wildfang. Und zwölfhundert Mark wolle er anlegen bei freier Station. Und Mama dürfe mit Franz in den Sominerferien zu Besuch kommen. Ob man ihm die Freude machen wolle, auf seinen Vorschlag einzugehen? Margot Westernhagen wurde rot und wieder blaß vor freudiger Erregung und jähen Wirklichkeitszweifeln. Aber sie willigte ein. Mit tausend Freuden. Wenn er sich nur nicht etwa in ihr täusche! ~ . . Am Abend jenes Tages berief ihn ein Telegramm nach fernem Gute zurück. Er hatte es sich bei seinem Verwalter bestellt. , Acht Tage später traf die „Jüngste" der Geprüften, das Opfer Onkel Degenhardts, bet den Bilsings ein. Und im Handumdrehen war sie die Vertraute Lillis, der Liebling der Mutter, die Freude t>U Als^sie^na^dem Ablauf des ersten Monats ihr Gehalt ausgezahlt erhielt, fragte sie herzklopfend: , „Sind Sie nun auch wirklich mit mir zufrieden, Herr Bilsing ?" Er lächelte unmerklich. . „Nein!" entgegnete er dann langsam. Afcksahl wurde sie bei dem grausamen Worte. „Ihre Stellung ist tn letzter Zeit bedenklich ins Wanken gekommen, Fräulein Westernhagen!" „O Gott!" stammelte sie bedrückt. „So geht das unmöglich weiter. Mit Lilli duzen Sie i ich. Mit Muttern duzen Sie sich ..." „Aber sie haben mich doch beide darum gebeten!" wehrte sie sich mit leise erwachendem Trotz und sah ihm gekränkt in die fest auf ihr ruhenden Augen. , . Und mit in i r?" setzte er seine Anklage voll schalkhaften Ernstes fort. . ,, „Aber, Herr Bilsing!" wisperte sie und ivurde rot tote dte schöne volle Granatblüte, die von der Terrasse her durch das Fenster schimmerte. „Margot, mein liebes Mädel!" sagte er da, heiß vor innerer Bewegung, und zog sie an sich . . . Als Degenhardts die Verlobungsanzeige ms Haus bekamen, sagte Elfriede verächtlich: „So ein Heuchler!" Die Gestrenge erklärte: „Ein Gänserich, der eine Gans heiratet!" Nur der Regierungsrat, nachdem er die herbe Enttäuschung überivunden hatte, rieb sich die Hände und murmelte: „Ich wußte es ja! Es wäre auch schade um die Kleine gewesen!" , Mer da war er, wohlgemerkt, ganz für sich allein tn seinem Studierzimmer. . . Alpine Unfälle. -Die Schi-Unfälle haben aufgehört, und programmgemäß stellen sich die alpinen Unglücksfälle im strengen Sinne des Wortes wieder ein> und zwar auch dieses Jahr in beunruhigender Anzahl. Es ist das alte Sieb: durch den unbegreiflichen Leichtsinn des Laien werden sie herbeigeführt. Entmutigt sagen wir Alpinisten uns: Was nützt es, daß wir immer und immer wieder in Wort und Schrift warnen und Ratschläge erteilen? Von Jahr,zu Jahr mehren sich die Unglücksfälle, und zwar ist der Prozentsatz, auch toettn man die Steigerung des Verkehrs in Betracht zieht, höher geworden. Wie groß würde diese Zahl aber werden, wenn man die Fälle hinzuzieht, wo ein Unglück nur durch das zufällige Eingreifen fremder Führer oder geübter Touristen verhindert' toorben ist! Ein großer „Zünftler" sagte mir einmal: „Siehst du, es passieren eben viel zu wenig Unglücksfälle! Wenn alle die Leute, die in geradezu unglaublicher Unkenntnis aller einschlägigen Verhältnisse eine Bergtour unternehmen, einen gründlichen Denkzettel bekämen, würden sie durch ihre dämlichen Ruhmesredereien mt Tale nicht so viele zu der gleichen Torheit verführen!" Und recht hat er. Denn wie oft habe ich es erlebt, daß so ein „Jochfink" oder „Talsummser", den ich aus Nebel oder gar Schneesturm glücklich in die Hütte zurücktransportiert hatte, (Motto: Halb zog er ihn, halb sank er hin!) mir entschuldigend sagte: „Mein Freund hat diese Tour sogar mit seiner Frau ganz leicht gemacht, und sie waren doch auch zum erstenmal in den Alpen!" Die Berge sind halt launische Herren, in verschiedenen Jahren ganz verschieden gestimmt, je nach der Witterung mehr ober minder zugänglich. Da gehört eben ein Ortskundiger dazu, und das ist der tounbefte Punkt: am Führer wirb gespart! Der deiche Tourist aus bett Mittelständen, besonders auch ber Student, scheut diese Ausgabe. Man sagt sich: „Wir werden uns schon anschließen können!" ohne bedenken, wie wenig anständig das ist, ober gar: „Wir werden schon raufkommen!" Das Wie ist Nebensache, — vorher! Ein weiterer wunder Punkt ist die Ausrüstung: das „alt«! Zeug" wird angezogeu. Dabei erfordert nichts so sehr eine zweckmäßige Bekleidung, vor allem der Füße, wie ber Bergsport. Lodenanzug, Wollhembcu und Unterhosen, dicke Strümpfe und Bergschuhe mit f e st angebrachten Nägeln sind unerläßlich, von Momyaß, Karte, Eispickel und ev. Seil gar nicht zu reden. Sehr 'wichtig ist ferner, leicht bepackt zu fein. Die Lebensweise, wie die Lebensart finb auch von großem. Einfluß auf das Gelingen einer Tour. Es empfiehlt sich n t ch tj gerade auf einer Tour, wo erhöhte Anforderungen an den Körper gestellt werden, seine Lebensgewohnheiten zu ändern. Ein Viertele Spezial und ein Enzian haben selten geschadet, und wer kräftig ißt, leistet auch. viel. Unter Lebensart meine ich das Verhalten gegen die Mit- menschen. Die meisten verfallen leicht in einen allzu gemütlichen Ton allgemeiner Verbrüderung, was auf ber Tour leicht zu Herdenbildungen führt. Da diese Herden nur aus Laien bestehen, ist bas Endresultat eine gegenseitige Behinderung und Verzögerung, wodurch der Gefahrfaktor wesentlich erhöht wird. Folgende 12 Gebote möchte ich empfehlen: 1. Zwischen der Besteigung eines Alpengipfels und des Glei- berges besteht ein grundlegender Unterschied: jede Hochtour kann lebensgefährlich werden. 2. Nimm dir einen Führer. Krankenhaus- oder Begräbniskosten stellen sich höher. 3. Trage zünftig genagelte Bergschuhe. Du ruinierst dir die Füße nicht, erhöhst deine Sicherheit, vertausendfachst ben Genuß und kannst außerdem durch Verkauf ber alten Schuhe/ die du für bie Tour bestimmt hattest, etwa 50 Pfennig zur Deckung ber Unkosten erhalten. 4. Trage wollene Sporthemben. Das weiße Leinenhemb und ber steife Kragen werden zu schnell schmutzig. 5. Karte und Kompaß sind unerläßlich. Denn wenn dH auch im stärksten „Nebel" vom Kaiserhof aus den rechten Weg findest, so könniest du da droben mangels genügender Straßen- bezeichming leicht in einem Abgrund oder einer Gletscherspalte landen. 6. Sei möglichst leicht bepackt. Du kannst die „Konzessionen an bie Kultur" stets durch Bahn ober Pvst vvrausschicken. Der richtige Alpinist wirb auch im Lobenanzug als Fürst ber Berge geehrt. 7. Dein Ehrgeiz sei: langsam, aber stetig zu gehen. Wem- dein Freund auch zwei Stunden weniger gebraucht haben will: wie etenb er sich am nächsten Tag gefühlt hat, hat er wohlweislich verschwiegen. Der Prüfstein jeder Tour ist der folgende Tag. 8. Biedere dich nicht auf ber Tour reihenweise mit Säten an. Kühe und Bremsen, die in Horden und Schwärmen äuf- treten, sind Talbewohner. - 9. Rupfe nicht die schönen Blumen ab. Du bringst sie doch nicht Heini, und gefährdest außerdem das Vieh, da du ihm bie Nahrung raubst. 10. Gestehe Unwohlsein und Schwächegefühl bem Führer oder dem geübten Genossen sofort ein, bamit er dir rechtzeitig helfest kann. Motto: Tu es bet leiten, beim du mußt es doch. 11. Begib dich nicht leichtsinnig in Lebensgefahr, um so feinen Alpinisten kennen zu lernen. Es könnte keiner in der Nähe fein. ; 12. Spare nicht am Nötigen. Das ist das wichllgste Gebot- Das Nötige aber ist: Ausrüstung, Ernährung und Führer. Berg-Heil! Emanuel K r e m n i h. Büchertisch. i — Griebens Reiseführer, Band 150: „Düsse»« bors unbUmgebung". 2. Auslage. Mit 2 Karten (60PfgT Albert Goldschmidt, Verlagsbuchhandlung, Berlin W. 35. Nicht nur ber gesamte Text, fonbern auch bie bem Bändchen beigegebenen Karten würden bei der Nenbearbeitmig einer gründlichen Revision unterworfen: hierbei wurden besonders die Unterkunsts- verhältnisse, das Verkehrswesen und sonstige praktische Angabest nach dem neuesten Stand berichtigt und ergänzt. Logogriph. Wird es besucht mit „93*, Sieht man viel Glanz und Putz. Schreibt man statt „B' ein ,W", Gewährt es sichern Schutz. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer» Die Schule des Lebens kann man nicht schwänzen. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Bri'thl'fchen Universitäts-Buch- und Steittdruckerei, R. Lange, Gieße»,