-nofQgr. aufe. H.‘Noir~gT~£sscn — Ur. 25 Montag, den 10. Zebruar t K AnirchaltuugsblalkM lKiHrmrAilMrlGemml-Ameiatt Von Frühling ;u Frühling. Roman von Erich Ebenstein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) . Die Depesche war vom Vermalter aus Dopolanh ge- Kerchnet und enthielt die Nachricht, daß Herr von Montelli schwer erkrankt sei. Wenn sie ihn noch einmal sehen wolle, Möge sie unverzüglich kommen. Mit bebender Hand reichte Meta ihrer Schwiegermutter das Telegramm. Frau Bettina las und blickte bestürzt aus. i,,Was wirst du tun? Hinfahren?" „Selbstverständlich, Mama. Ist es nicht meine Pflicht?" „Ich tveiß nicht. . . nach dem Vorgefallenen." „Daran darf ich nun nicht denken ... Er ist krank . . . sterbend vielleicht — und in Dopolanyi ist niemand, der geeignet zur Pflege wäre. Lieber Professor, wann geht der nächste Zug?" „SBie, du willst gleich? Nicht einmal die Ausfahrt lvillst du mehr mitmachen?" „Liebe Mama, du wirst begreifen, daß ich doch keine Ruhe hätte. Noch bin ich seine Frau und vielleicht habe ich meine Pflicht schon zu sehr außer acht gelassen . . ." Sie wandte sich nach dem Hause zu, verstört, wie geistesabwesend. Ein Heer von Vorwürfen stürmte auf sie ein. Ja, sie hatte ihre Pflicht nicht getan. Durfte sie eN Montelli so übel nehmen, wenn er das gleiche getan hatte? Sie war überhaupt immer nur hart und streng gegen die anderen anstatt gegen sich selbst gewesen... Warum biß sie nicht die Zähne zusammen und trug ihr selbstgeschaffenes Los mit Würde und Geduld wie tausend andere Frauen? Es gab doch schlimmere Dinge, die ein Mann seiner Frau antun konnte, als Schulden machen und Geld verschwenden . . . Sie dachte an Niki. Dann an Frau Bettina. Hatte diese ganz vergessen, was ihr eigener Sohn getan hatte, daß sie den anderen so streng richtete? Plötzlich blieb sie mitten im Zimmer stehen und starrte mit großen erschrockenen Augen vor sich hin. Montelli tvar doch ein kerngesunder Mann gewesen, kraftstrotzend, blühend . . . was fehlte ihm denn? Warum erwähnte der Verwalter nichts davon? „Schwer krank. Wenn sie ihn noch einmal sehen wollte. . ." Das klang wie die unabänderliche Gewißheit eines nahen Endes. In ihrem überreizten Hirn tauchte eine schreckliche Vorstellung auf: wenn er ihretwegen selber Hand an sich gelegt hätte! In fieberhafter Hast warf sie die notwendigsten Kleinigkeiten in die Reisetasche und eilte wieder hinab. Frau Bettina stand mit den anderen noch immer unschlüssig am Wagen. Sie kehrte dem Haws den Rücken zu und konnte Metäs Kommen nicht gleich bemerken. Ihr Blick ruhte bedeutungsvoll auf Burger. „Es wäre die beste Lösung," sagte sie eben leise und verstummte dann plötzlich, als ihr der alte Herr einen warnenden Blick zuwarf. Meta hatte dennoch gehört, und ein bitterer Zug grub' sich um ihre Lippen ein. E>s erschien ihr unsägNch roh und herzlos, jetzt daran zu denken. Und sie hatte es Montelli so schrecklich übel genommen, daß er an Frau Bettinas Testament gedacht hatte! Mitleid erfaßte sie mit dem fernen Kranken, dessen Tod hier unverhüllt erhofft wurde. Dann wandte sie sich an Burger. „Bitte, wann geht der nächste Zug?" Er sah sie an und las, was in ihr vorging. „In einer Stunde geht ein Schnellzug — wenn äs Frau Petermann gestattet, benützen wir gleich diesen Wagen hier, für den Ausflug hätte jetzt ohnehin niemand rechten Sinn." „Ja, ja, gewiß . . . wir können es nachholen, bis Meta zurückkommt. Begleiten Sie sie nur auf die Bahn, lieber Professor." Meta stand neben Lena und legte ihr tausend Dinge wegen Konradchen ans Herz. Dann küßte fie das Kind wiederholt. Ihrer Schwiegermutter reichte sie nur die Hand und ihr Ton klang recht kühl, als sie sagte: „Lebe wohl, Mama, und habe Dank für alles, was Du mir tatest." Frau Bettina war sehr bewegt. Sie sah auf einmal gar nicht gut aus und stand noch lange auf ihren Schirm gestützt vor dem Hause, als der Wagen längst hinter den Bäumen verschwunden war. „Lott," rief sie dann mit eigentümlich vibrierender Stimme, „komm — führe mich hinein. Mein alter Leichnam ist wirklich nichts mehr für so plötzliche Ereignisse..." XV. Meta saß allein in einem Krlpee. Unendlich schnell flog die Landschaft an ihrem zerstreuten Blick vorüber — Wiesen, Felder, Gehöfte, Dörfer, alles schien wie Traumbilder geheimnisvoll und unwirklich. Da lebten Menschen und spielten sich Schicksale ab, da und dort sah man ein Stückchen davon: ein Liebespaar, das eng verschlungen unter Obstbäumen wandelte, Kinder, die im'Abendsonnenschein spielten, Arbeiter, die Felder bestellten, eine junge Mutter, die, ihren Erstgeborenen am Arme, dem Gatten entgegenging — und doch blieb alles seltsam fremd. Man fuhr vorüber, sah es niemals wieder und wußte nichts davon. War dieses unaufhaltsame Dahinrasen nicht wie das Leben selbst? Man hätte so gern gerastet da oder dort — auf der Bank vor einer Hütte — im Schatten eines einsamen Baumes, aber es ging nicht. Weiter — immer weiter. —> । 90 ß*e£t hoben sich die blauen Bergriesen Obersteiermarks gegen Den lichter' werdenden Wend Himmel. Ein Hauch von Größe umwehte ihre Häupter und zu ihren Führen die lachende, vielfach bewohnte grüne Ebene des Tales mit den vielen, vielen Ortschaften. Wie sie wohl alle heißen mochten? „Bruck!" Ter Zug hielt. Menschen stiegen aus, andere drängten gegen die Waggons. Für einen Augenblick gab eS ein tolles Durcheinander, Rufen, Drängen, Schieben, Schelten . . . jetzt wurde auch Metas Kupee geöffnet und eine einzelne Dame trat mit höflichem Gruße ein. Dann klapp — klapp — die Türen wurden zugeworfen und weiter rasselte der Zug. Meta betrachtete die Dame mit gleichgültigem Blick. Sie war nicht mehr ganz jung und keine besondere Schönheit, aber von vornehmer Anmut. Ein feines Gesicht mit schmalen dunklen Brauen über verträumten Augen. Um den Mund etwas wie Resignation. >,Geniert Sie das offene Fenster vielleicht?" fragte Meta nach einer Weile, da sie zu bemerken glaubte, daß ihr Gegenüber fröstelte. „Es zieht ein wenig und die Wendluft hier zwischen den Bergen ist kühl." „O nein, danke. Ich bin gar nicht empfindlich. Wenn man immer auf dem Lande lebt, dann ist man schon abgehärtet." Etwas in der Stimme, die weich, tief und klangvoll war, berührte Meta sympathisch. Und wie hübsch' das Mädchen war, wenn es lächelte! „Sie leben immer auf dem Lande?" fuhr Meta träumerisch fort. „Wie sehr sind Sie dann zu beneiden!" „Hm, wie man's nimmt, gnädige Frau. Es gibt Leute, welche mich just deshalb bedauern. Ich aber glaube, daß es so ziemlich gleichgültig ist, wo man lebt. Die Hauptsache ist, daß man zufrieden ist, und das kann man schließ-- lich überall sein." „Oder auch — nirgends!" Wieder lächelte die Dame. „Sollte das dann nicht ein wenig an einem selbst liegen, die Welt ist ja so wunderschön... ich kann mir gar nicht denken, daß nicht jeder seine Freude an ihr haben sollte?" „Ach, die Welt! Aber sie ist doch voller Menschen und diese . . ." „Ja, freilich — davon spüre ich allerdings nicht viel. Mama und ich leben ganz für uns, höchstens, daß uns mal mein Bruder Michael besucht oder irgend ein Kunsthändler, der mir ein Bild abkauft. . ." „Ah, Sie sind Malerin?" „Ja. Und vielleicht kommt mir deshalb die Welt so schön vor. Meine hungrigen Augen sehen so viel Herr- lrches, daß ich gar nie dazu komme, an die banale Mensckst heit zu denken. Mein Bruder nennt mich freilich eine Traumliese, aber ba§' nehme ich gern hin . . ." Meta richtete sich plötzlich aus und betrachtete die Dame mit unruhig forschenden Blicken. „Pardon — es ist sehr indiskret — aber Sie erwähnten einen Bruder . . . der. . . Michael heißt . . ." „Ja. Michael von Münster. Er ist Offizier und es ist gar nicht indiskret, nach ihm zu fragen, denn er ist unser Stolz und wir machen durchaus kein Geheimnis aus seiner Existenz,." „O dann . . . dann. . ." Metas Stimme klang gc- preßt und sie atmete schwer; „dann kenne ich Sie ja auch ! Sie sind Hedwig. . . und Ihr Häuschen mit dem großen Obstgarten und der rauschenden Friedau und den grünen Läden ... den Wald dahinter. . . Mama . . . die alte Dorthe ... ach, alles kenne ich! So gut! So gut!" Das Letzte kam beinahe jubelnd über Metas Lippen. Sre ergriff Hedwigs Hände Und sah ihr strahlend ins Gesicht. „Ob Sie's denn ahnen können, wie ost meine Gedanken vei Ihnen waren und wie lieb ich Sie beide habe . . . Sie Und die gute Mama?" Hedwig blickte verwirrt auf die Sprecherin. „Gnädige Frau — ich kann mich aber wirklich nicht besinnen. . ." „Natürlich nicht! Wir haben uns doch im Leben noch nie «esehen. Es war ja bloß im Tranm." Sie strich sich verlegen das Haar aus der Stirn. „Verzeihen Sie, ich bin so töricht... Sie könnens ja gar nicht verstehen, was ich da zusammenschwatze, aber es kam so Wer mich." „O, nun verstehe ich doch!" Hedwig lächelte schelmisch. „Sie kennen Michael und er hat Ihnen von uns erzählt!" Meta lehnte sich in ihre Ecke zurück, ganz tief, so daß der Schatten ihres Vorhanges über ihr erregtes Gesicht fiel. „Ja, ich kannte ihn einst," sagte sie langsam, „es sind schon Jahre her, später hörte ich nie mehr von ihm. Doch! Einmal, daß er verlobt sei mit einer Gräfin." Sie sah es ganz deutlich: es glitt ein Schatten über Hedwigs Gesicht bei dem Worte Verlobung. Die dunklen feinen Brauen zogen sich ärgerlich zusammen. „Nun, das war gottlob bald aus. Sie hätten doch nie und nimmer zusammengepaßt — mein ernster Bruder und diese gefallsüchtige, oberflächliche Frau! Es war Michaels törichste Tat, daß er sich mit ihr verlobte, wie es seine weiseste war, sie dann laufen zu lassen." „Ich hörte, sie sei seine Jugendliebe gewesen." „Unsinn. Er die ihre vielleicht. . . wenigstens redete sie es sich und ihm ein. Sie war sehr verwöhnt und hatte es sich schon vor Jahren in den Kopf gesetzt, ihn zu heiraten. Damals ließ er sich versetzen zur rechten Zeit. Später, als sie der Zufall wieder zusammenführte, nötigte sie ihn förmlich, täglicher Gast im Schloß zu sein. Es war sehr einsam dort oben in Galizien und Michael dachte sich nichts dabei. Er sah nur, daß die Frau unglücklich verheiratet war und wollte sie vielleicht zerstreuen —, daß er selbst nichts für die Gräfin empfand, war klar — da er im Herzen die Liebe zu einer anderen trug." Meta machte unwillkürlich eine Bewegung und blickte die Sprecherin erschrocken an. Hedwig aber fuhr arglos fort: „Ja, nm dieser anderen willen, ließ er sich nämlich nach Galizien versetzen und ich glaube, er hat sie bis auf den heutigen Tag nicht vergessen." „Und wie kam es dann . . . wie war es möglich. . ." „Daß er sich mit der Gräfin verlobte? O, durch einen schnöden, peinlichen Zufall! Graf Pientak verunglückte auf der Jagd. Alle Welt bedauerte die junge Witwe und war bemüht, sie zu trösten. So auch Michael. Einige Wochen nach dem Ereignis ritt er mit einem Freund hinüber, um sich von Gräfin Nadine, die mit ihrer Mutter nach Wien übersiedeln wollte, zu verabschieden. Die Mutter zeigte Herrn vou Horsten, Michaels Freund, eine Waffensammlung Pientaks, die sie verkaufen wollte und fragte ihn um seinen Rat. Michael blieb mit Nadine im Salon zurück. Da fing Nadine an zu weinen und zu klagen, wie schwer es ihr sei, fortzugehen, tote sie Michael entbehren würde usw. Er tröstete sie arglos, im Innersten froh, nun endlich dieser etwas strapazanten Ausgabe enthoben zn sein — Plötzlich — er hat uns geschworen, daß er nachher absolut nicht begriff, wie es gekommen sein konnte — lag Nadine an seiner Brust, schluchzend, nervös überreizt und fassungslos. In diesem Moment trat die alte Gräfin mit Horsten wieder ein. (Fortsetzung folgt.) Abenteuer des Brigadier Gerard. Von C. Dohle. (Fortsetzung.) WiesichderBrigadierbeiWaterlooauszeichnctc, 1. Die Geschichte in der Waldschenke. Von all den großen Schlachten, in denen ich die Ehre hatte,- für den Kaiser und für Frankreich zu kämpfen, ist keine einzige verloren worden. Bei Waterloo jedoch war ich, obschon ich in einem gewissen Sinne dabei war, nicht in der Lage, milzu- fechten, und der Feind war siegreich. Ich bin nicht der Mann, um zu behaupten, daß zwischen diesen beiden Tatsachen ein ursächlicher Zusammenhang besteht. Sie kennen mich zu gut, mes amis, um zu wissen, daß ich keinen derartigen Anspruch für meine Person erhebe. Aber es gibt immerhin zu denken, und verschiedene Leute haben für mich schmeichelhafte Schlüsse daraus gezogen. Wie dem auch sei, wir brauchten nur ein paar englische Karrees zu durchbrechen, und der Sieg würde sich an jenem Tage an unsere Fahnen geheftet haben. Ob die Conflans- schen Husaren, mit Etienne Gerard an der Spitze, dies nicht hätten fertigbringen können, darüber sind die Ansichten der berufensten Kritiker verschieden. Aber Schwamm drüber! Das Schicksal wollte, daß mein Arm gelähmt sein und das Kaiserreich zusammenbrechen sollte. Aber gleichzeitig wollte es auch, daß dieser Tag der Trauer und des Unglücks mir größere Ehren bringen sollte, als wenn mich das Glück im Siegesznge von Boulogne bis nach Wien getragen hätte. Niemals würde mein Ruhm in so hellem Lichte erstrahlt sein wie in jenem erhabenen 91 Moment, als es um mich herum dunkel wurde. Es ist Ihnen ia zur Genüge bekannt, Messieurs, daß ich den, Kaiser auch im Unglück treugeblieben bin und cs znrückgewiesen habe, mein Schwert r* «x TtT.eSne Ehre an die Bourbonen Al verkaufen. Nie lvieder sollte ich ern^ Schlachtroß zwischen den Schenkeln kühlen, nie wieder a la tete meiner braven Jungen Trommelwirbel und Trompeten,chmeitern hinter, mir hören. Aber es tröstet mich, mex> amis, und es treten ,mir die Tränen in die Augen, >vcnn ich ^?r“n ötrife, tote groß ich war an jenem letzten Tage meines Soldatenlebens, und wenn ich mir vergegenwärtige, daß von allen meinen großen Taten, die mir die Liebe so vieler schöner Frauen und die Achtung so vieler tapferer Männer gewonnen haben, ^lne. einzige in bezug auf Glanz, Verwegenheit und Größe des Erfolgs meinem beirühmten Ritt in der Nacht des 18. Juni Mo an die Seite gestellt werden kann. Ich lveiß, .daß die Ge- schichte vielfach in _ den Offizierskasinos und in den Kasernen erjaillt roowen ist, so daß es kaum in der Armee jemanden geben wird, der sie noch nicht kennt, obwohl ich selbst aus Bescheidenheit bis letzt davon geschwiegen habe. Aber heute abend, mes amis, mochte ich Ihnen in diesem kleinen Kreise die Begeben-^ heit doch einmal wahrheitsgetreu schildern. Bor allen Dingen kann ich Ihnen eins versichern: in seiner gmizen glanzenden Laufbahn hatte Napoleon kein so vorzüg- xvV? ^810 M öas, womit er diesen Feldzug eröffnete. Im erschöpft. Auf jeden Veteranen kamen damals fünf junge Bürschchen •— „Marie Louiserchen" nannten ue scherzhaft, weil die Kaiserin selbst, während der Kaiser mi Feld war, die Aushebungen betriebeil hatte. Aber 1815 tour das ganz anders. Die Gefangenen waren alle zurückgekehrt — aus den Schueefeldern Rußlands, aus den Kerkern Spaniens, aus den alten Schiffen*) Englands. Das waren lauter gesähr- ^urschen, Leute, die in zwanzig Schlachten gekämpft hatten, u <<'toi) nad) ihrer alten Tätigkeit zurücksehnten, und deren Herzen voller ^orii und Revanche waren. Die Reihen waren voll von Soldaten, die ihre zlvei und drei Dieustmedaillen auf der Brust trugen, und rede solche Medaille bedeutete fünf Dienstjahre. Der Mut diefer Leute war geradezu furchtbar. Sie waren von Rache, -Lut und Fanatismus erfüllt und beteten den Kaiser an, wie ein Muhammedaner feinen Propheten, bereit, sich in ihre Bajo- nette zu sturzen, wenn ihr Blut ihm von Nutzen fein könnte. Wenn Me alten Veteranen mit ihren bärtigen Gesichtern, ihren wild, leuchtenden Augen, , ihrem schrecklichen Kampfgeschrei hätten in die Schlacht sturmen sehen, würden Sie sich gewundert haben, Messieurs, daß eg vor ihnen überhaupt einen Widerstand gab. -SW Sohne Frankreichs besaßen damals einen Elan, dem fein anderer hatte standhaltcn können; aber diese Kerle, diese Eng- lander hatten tocbcr Elan noch ein Herz int Leibe, sondern nur a-xu ' unbewegliches „Beef",, gegen das wir vergeblich unsere Kräfte, opferten, Tas war die Sache, mes chers amis! Auf der ,euien Seite Poesie, Heldentum, Opfermut — ideale und heroische Eigenschaften. Auf der anderen Seite „Beef" Unsere Vollnungen, unser Streben, unsere Träume — prallten alle au dem schrecklichen „Beef" Old Englands ab. Sie haben gelesen, wie der Kaiser seine Streitkräfte sammelte, und tote wir dann zusammen mit hundertunddreißigtauscnd alten Kriegern an die Nordgrenze eilten und uns den Preußen und Eng- landern eutgegenwarfen. Am 16. Juni hielt Ney die Engländer bet Qnatre Bras im Schach, während wir die Preußen bet Ltgny auss Haupt schlugen. Es steht mir nicht an, darüber fr“ reden, tote weit ich an diesem Siege Anteil hatte, aber es ist allgemein bekannt, daß die Conslansschen Husaren sich mit allgemein bekannt, daß die Conslansschen Husaren sich mit Ruhm bedeckt haben. Sie fochten wacker, die Preußen, und ließen achttausend Mann auf dem Kampfplatz. Der Kaiser glaubte, sie ab- getan zu haben, als er den Marschall Grouchy mit zweiund- “remsgtauseud Mann zurückließ, um sie zu verfolgen und fernerhin unschädlich zu macheii. Dann rückte er mit ungesühr achtzig- taufenb Manu den „gottverdammten" Engländern entgegen. Was Wir alles mit ihnen abzurechnen hatten, wir Franzosen — die Gurneen von Pitt, die Hulks**) von Portsmouth, den Einfall Wellingtons, die perfiden Siege Nelsons! Endlich schien der Tag der Vergeltung gekommen. Wellington versügte über siebenundsechzigtauseiid Mann, wvr- Unier aber viele Holländer und Belgier waren, die kein besonderes Bedürfnis und keine Veranlassung hatten, gegen uns zu kämpfen. Wirklich zuverlässige Truppen hatte er kaum fünfzigtausend. Als er merkte, daß ers mit dem Kaiser selbst an der Spitze von achtzigtausend Mann zu tun haben würde, war dieser Engländer so von Furcht gelähmt, daß er weder sich selbst, noch seine Armee von der Stelle bringen konnte. Sie werden schon zugesehen haben, meine Herren, wenn sich die Schlange dem Kaninchen nähert. So N>“es damals bei Waterloo. Am Abend vorher beorderte mich der Kaiser an Stelle eines bei Ligny gefallenen Adjutanten zu feinem Stab, und ich überließ meine Husaren der Obhut des Majors Victor. Ich weiß nicht, wem von uns es mehr Leid getan hat, daß *) Die Engländer hatten damals in Portsmouth alte unbrauchbare Schisse zu Gefängnissen eingerichtet. **) Hulks waren die alten abgetakelten Schiffe, die den Eng- zandern als Gefängnisse für die Franzosen dienten. f’emaicu-.^ombend der Schlacht verlassen mußte, ihnen oder mir; ober Befehl bleibt Befehl, dagegen kann ein guter Soldat höch- ftcns die Achseln zucken, aber er mutz gehorchen. Am.Morgen des achtzehnten ritt ich mit dem Kaiser die Front der feindlichen! Stellung ab, er guckte durch sein Fernrohr und mackste sich einen Plan, wieder den Feind am besten vernichten könnte.' Sonlt, Ney unb Foy lowie einige andere, die in, Portugal und.Spanien gegen Engländer gefochten hatten, waren an seiner Seite. „Be- denken Sie, Sire," sagte Sonlt, „die englische Infanterie ist sehr tüchtig." '/®*e halten sie für gute Soldaten, weil Sie von ihnen geschlagen worden sind," antwortete der Kaiser, und wir jüngeren Offiziere drehten uns 'rum und lächelten. Aber Ney und Foy blieben ganz ernst. Die Engländer hatten ihre Artillerie und Infanterie bereits in aller Stille in Schlachtordnung aufgestellt, 11 n? /.unten, .roten und blauen Linien waren nur einen guten Buchfcnschuß von uns entfernt. Auf der anderen Seite der leichten Tal-Einsenkung nahmen unsere eigenen Truppen, nachdem sie abgekocht hatten, ihre Ausstellung zur Schlacht. ES hatte sehr stark geregnet; aber im Augenblick war die Sonne durchgebrochen und ließ die blanken Rüstungen unserer Kavallerie und Die. tausend und abertausend Bajonette unseres Fußvolks in ihrem Hellen Glanze erscheinen; cs glitzerte und funkelte wie ern Meer von Stahl und Eisen. Beim Anblick dieser glänzenden .Truppe und hingerissen von ihrer Schönheit und Majestät/ konnte ich mich nicht länger halten. Ich richtete mich auf im Steigbügel, schwenkte,meinen Säbel und rief: „Vive l'Empereur!" Dieser _ Ruf sand auf unserer ganzen Linie ein begeistertes Echo,, die Reiter schwangen ihre Säbel, und die Infanteristen steckten ihre Käppis auf die Spitzen ihrer Bajonette. Die Engländer bekamen einen kolossalen Schrecken. Sie merkten, daß ihre letzte Stunde geschlagen hatte. Und so würde es gekommen sein, wenn in jenem Moment der Befehl zum Angriff gegeben worden wäre, und die ganze Armee hätte losstürmen dürfen. Wir brauchten uns nur auf sie zu werfen, um sie vom Erdboden wegzufegen. Abgesehen von allen Fragen der beiderseitigen Tapferkeit, wpren wir ihnen an Zahl überlegen, hatten ältere Mannschaften und eine bessere Führung. Aber der Kaiser wollte alles recht ordentlich machen und wartete, bis der Boden trockener und fester geworden mar,- damit feine Artillerie richtig operieren könnte. So wurden drei Stunden verloren, und es war bereits elf Uhr, als wir Järöme Bonaparte mit dem linken Flügel vorrücken sahen und Kanonen- donner hörten, das heißt also, daß die Schlacht ihren .Anfang nahm. Der Verlust dieser drei Stunden war unser Ruin. Der Angriff unseres linken Flügels richtete sich auf einen Bauernhof, den die englische Garde besetzt hatte, und wir hörten die drei lauten Schreckensruse, welche die Verteidiger ausstoßen mußten. Sie hielten noch ans, und d'Erlons Korps rückte auf der rechten Flanke gegen einen anderen Teil der englischen Linien vor, als unsere Ausmerksamkeit plötzlich von diesem Kampf direkt vor unseren Augen ab — und nach einem ganz entfernten Teil des Schlachtfeldes hingelenkt wurde. Der Kaiser hatte mit dem Fernrohr die äußerste linke Flanke der englischen Schlachtordnung beobachtet und wandte sich mit einemmal an den Herzog von Dalmatien oder Sonlt, wie wir Soldaten ihn lieber nannten. „Was ist das, Marschall?" sagte er. Wir schauten alle in der Richtung seines Blickes, einige nahmen ihre Feldstecher, einige hielten sich die Hand über die Augen. Dort war ein dichtes Gehölz, bann folgte ein kahler Abhang und bann kam wieder Wald. Auf diesem freien Terrain zwischen den beiden Wäldern bewegte sich etwas Schwarzes, wie oer Schatten einer fortziehenden Wolke. „Ich halte es für Vieh, Sire," antwortete Soult. In diesem Augenhlick blitze etwas auf in dem dunkeln Schatten. „Es ist Grouchy," sagte der Kaiser und ließ fein Glas ’runter sinken. „Sie sind sicher verloren, die Engländer. Ich habe sie in den Händen. Sie können mir nicht entrinnen."’ Er blickte um sich und mein Auge fiel auf mich. „Ah! da ist ja der berühmte Bote," sagte er. „Haben Sie ein gutes Pferd, Oberst Gerard?" Ich ritt meine kleine Violetta, den Stolz der ganzen Brigade. Ich sagte ihm das. „Dann reiten Sie eiligst zum Marschall Grouchy, dessen Truppen Sie dort drüben sehen. Melden Sie ihm, daß ?r der linken Flanke und der Nachhut der Engländer in den Rücken fallen soll, während ich sie von vorne angreife. Zusammen.werden wir sie zermalmen, und kein Mann soll uns entkommen." Ich salutierte und ritt davon, ohne ein Wort zu verlieren/ mein Herz schlug höher in meiner Brust, daß ich einen solchen Auftrag bekommen hatte. Ich sah durch den Rauch der Geschütze die lange rote und blaue Schlachtlinie der Engländer und ballte die Faust, als ich dran vorbeisauste. „Wir werden sie zermalmen, und kein Mann soll uns entkommen." Das waren die Worte des xKaisers, und ich, Etienne Gerard, toat’S, der sie in die Tat umsetzen sollte. Ich brannte vor Begier, den Marschall zu erreichen. Einen Augenblick dachte ich, gleich durch den englischen linken Flügel durchzureiten, weil das der kürzeste Weg sei. Ich habe verwegene Taten ausgeführt und bin glücklich (Fortsetzung folgt.) sie auch nie wenig konnte würden! durchgekommen, aber ich überlegte mir, daß, wenn mir's schlecht «eben und ick gefangen oder meüergeschoisen werden tollte, Dte Ktschaft verloren fein und die Pläne des Kaisers fehlschlagen Würden. Ich ritt also an der Kavallerie, den Chasseurs, den Gardeulanen, den Karabinieren, den Gardes du corps und endlich an Meinen eigenen kleinen Schelmen vorüber, die nur sehnsüchtig mit ihren Blicken folgten. Jenseits der Reiterei stand die 'Alte Garde", zwölf Regimenter stark, lauter Veteranen vieler Schlachten, düster und ernst, in langen blauen Mänteln und hohen Bärenmützen. Jeder trug in seinem Tornister seine blauweiße Parade-Uniform, die sie am nächsten Tag ber ihrem Einzug in Brüssel anlegen wollten. Als ich an ihnen vorbetritt, dachte ich so bei mir, daß diese Männer noch nie geschlagen worden waren, und wenn ich ihre wetterharten Ge, raster und ihre ernste, ruhige Haltung betrachtete, sagte ich zu mir _ selbst, daß geschlagen ioerdeu würden. Heiliger Himmel, wie ich vorhersehen, was die nächsten Stundeil bringen Sammelt Sonnenschein! Als Dreikäsehoch hatte ich eine resvettable Knopfsammlung. Dgnn schleppte ich bunte Steinchen, später zum Entsetzen memer Mritter Diassen von Flechte» und Moosen zusammen. Daraut kamen die Tiere an die Reihe, besonders die armen Kaier, -bor etiva zehn Jahren wurde ich Bilderliebhaber, und ganz neilerdlngs fing ich an, Sonnenschein zri sammeln. »Wie weiland dre Lchrtb- bürger ?" Und doch tue ich vielleicht einem Sammler, der noch aui einer der irühereir Entwicklungsstufen hockt, einen Gefallen, wenn ich ihn aui diesen Ziveig des Sammelns aufmetksam mache. Ich bin Vater von zivei Mädeln. Mustermädel sind's nicht, und doch geht von ihnen all der Sonnenschein aus, den ich sammle. Ich habe schon ein hübsch Teilchen davon mit Papier, der Kamera und anderen Apparaten eingefangen, hab's fixiert, so gut ich konnte, und in Mappen aufgespeichert. Daran werde ich mich enwgen und mein Weck und meine Kinder und Kindeskinder in kommenden trüben Tagen. Wenn Rosegger nicht viel älter wäre als ich, wurde ich glauben, er hätte es mir abqeguckt, denn in seinem „Buche von den Kleinen" hat er viel solchen gesammelteit Sonnenscheins wiederum in die Welt gesandt. Eine Mappe habe ich iür jedes Mädel gekauft. Grauer Karton wechselt mit weißem Schreibpapier ab. Da hinein schreib ich, was dem Mäulchen der Hanne oder dem Schnabel der Marianne an drolliger Torheit, an bewußter rmd unbewußter Weisheit entquillt, was mir selbst in Bezug aui körperliche und geistige Entwicklung meiner Mädel auffüllt, was von ernsten und heiteren Erlebmhen der Kinder nach meiner Ansicht größeren Wert hat und darum Stützen fürs Gedächtnis verdieiit. Bei der Großen begannen die Aufzeichnungen gleich nut der Geburt. Damals hatte ich noch viel Zeit, und ich habe zum Beispiel die sprachliche Entwicklung peinlich genau veriolgt. Ich notierte dann später, wie die ersten Urteile sich bildeten. „Mama allall — ®iide !'* (i ie Mutter ist weg — sie ist in der Küche.) Ich schrieb auh als mir die Bildung der Dissoziationen zum ersten Male auffielen, wie zum Beispiel der Anblick meines Taschenmessers ein jubelndes „Avpapp!" also die Vorstellung des Apfels weckte, weil ich mit dem Messer die Aepfel zu schälen pflegte. In dein Buche finde ich weiter ein Gespräch, das ich mit der knapp Zweijährigen führte und gleichzeitig steiiographierte. Es führt uns ins Haus der Großeltern, wo wir zur Sommer'rische weilten. In diesem Gespräche tauchte das bedeutmigsvolle Wörtchen „ich" zum erneu Male auf, was auf das leise Erwachen des Bewußtseins vom Selbst hin- beutet. Dann: ein Querschnitt durch die sprachliche Fähigkeit und die Tenkiveise der fast Dreijährigen zur Zeit einer schweren Krankheit. Nebenan auf dem Karton Hebt die Karte, die damals von Großmama an die kleine Kranke kam und so freudigen Stolz weckte. Kleine Malereien des Kindes zeigen, daß neben der Sprache noch andere Ausdrucksmittel im Kinde schlummern und nach Ausbildung rufen. Gepreßte Blumen von lieben Orten, einige gute Ansichtskarten, einzelne Bilder ans dem Lieblingsbilderbuche, kleine Skizzen von meiner Hand, ein Zettel mit der Aiisarbeitnng eines gelungenen Auisätzchens der Aelteren, das „Gedichtchen", das Hanna zum 60. Geburtstage des Großpapas sagte, Photographien aus allen Lebenslagen und in allen Körpersteliungen, auch von einzelnen Gebäuden, zum Beispiel vom Geburlshause, Erinnerungszeichen an große und kleine Freunde finden sich teils aus der Schreib-, teils auf der Klebfeite. Und noch vieles mehr. Welche Menge Sonnenscheins für mich l Und für meine Kinder, wenn fie Mütter, Großmütter sein werden! Und was werden meine Urenkel sagen, wenn sie die vergilbten Seiten betrachten und mit einem Seitenblick auf das graue Großmütterchen lesen und sehen, was für ein sonniges Kerlchen ihre Großmama gewesensein mußt Von solchem Sonnenscheiii geht Jahr um Jahr, ach nein: Tag für Tag so unendlich viel verloren. Wer schenkt seinen Kinvec» solche Mappen und sammelt mit? W. Ulbri ch t im 2. Januarheft des Kunstworts. Vermischtes. — Das stärkere „schivache Geschlecht". Statistiker und Physiologen haben bereits des öfteren nachgeiviesen, daß dis Fran imstande ist, Anstrengungen und Krankheiten leichter zu ertragen und besser zu überwinden als der Mann, der sich also mit Unrecht das „stärkere Geschlecht" nennt. Einen neuen interessanten Beweis für diese Tatsache lieferten die beiden französischen Gelehrten Pinard und Magnan, die in der letzten «Sitzung der Pariser Akademie der Wissenschaften ihre Beobachtungen über Kindersterblichkeit bei den beiden Geschlechtern vorlegten. Sie konnten feststellen, daß von 50 000 Kindern, deren Geburt während 20 Jahren in die Register des Kinderheims Baudelocque eingetragen wurde, 1584 Knaben und 934 Mädchen gestorben sind. Es starben also Knaben in viel größerer Zahl als Mädchen; diese widerstanden also besser allen schädlichen Einflüssen. Freilich läßt die Erklärung, die die Professoren Pinard und Mcmnan von dieser Tatsache geben, die größere Stärke des „schwächeren Geschlechts" nur als scheinbar gelten. Knaben wiegen bekanntlich bei der Geburt mehr als Mädchen, und dieses Mehr an Körperlänge und -Gewicht bedingt eine geringere Widerstandsfähigkest des Organismus, erklärt also die größere Sterblichkeit, die sich bei Knaben findet. Danach würden die „schweren Jungen", die bei ihrem Erscheinen in der Welt das Entzücken der ganzen Familie bilden, am meisten gefährdet sein und die größte Pflege nötig haben. "Ein e u g l i s ck e s S e e g e r i ch t hat vor einigen Jahren entschieden, daß ein treibendes Wrack noch nicht als herrenloses Gut beansprucht werden darf, solange nach dem Wortlaut des Gesetzes noch eine lebende Seele auf dem Schiffe sich befindet, und an Bord des Schiffes war noch ein Hund: eine lebende Seele! Wer Tiere zum Freunde hat, versteht den Sinn dieser Worte. Wenn der einsame Mensch traurig seinen Gedanken nachhängt und der treue Genosse, sein Hund, still seinen Kopf aui den Schoß des Menschen legt und dem Menschen stumm in die Angen steht, ober, wenn der Hund die Leiche seines Herrn nicht verlassen will und sie verteidigt, oder, wenn, wie es im Tierasyl des Akten Hamburger Tiersckntzvereins vorgekommen ist, ein Hund aus Jammer um den Herrn, der ihn zur Pflege übergeben hatte, aber nicht zurückholte, jede Nahrung verweigerte und starb, — dann muß jedem der Sinn der Worte: „Tas Tier hat eine Seele, ja eine liebende treue Seele", klar werden. Undank ist der Welt Lohn, aber nickt beim Tiere. Ick. Wie man gesund wohnt. Die Ne>v Porter Akademie der Medizin verbreitet zum Beilen der krankheitgeplagten Mensch- heit folgende Vorschriften über gesundes Wobnen: „Alle Tlöbel müssen aus der Wohnung entfernt werden, bis auf die allernotwendigsten. Alle Saiistiere, Hunde, Katzen, Affen, Eichhörnchen, weiße Mäuse, Hühner oder Tanben, müssen abgeschafft werden; in der Wohnung dürfen keine Vorhänge, ferne Teppiche, keine Bilder, keine plastiscken Werke, keine Nippsache», kurz, keine Staubfänger vorhanden sein; der Gebrauch des Besens innerhalb der Wohnungen muß unterbleiben; es dürfen keine Fiißmatten vor der Tür liegen, der Fußboden muß ans hartem Parkett beliebe». Die Fenster müssen immer offen sein. Als Haustiere sind nur Kanarienvögel und Goldfische zulässig." Wer hiernach lebt, wird wirklich zu der Ansicht kommen: Es ist eine Lust zu leben. * Mißverständnis. Hausfrau (beim Mieten): „Ich will hoffen, daß Sie im Putzen firm sind!" — Mädchen für alles: „Na, da brauchen ja die Gnädige nur meine Zeugnisse durch- zusehen, — auf jedem steht: Emma hat nur Sinn fürs Putzen!" Gitter-Rätsel. In die Felder nebenstehender Figur sind die Biichstaben a a a -------aaaaaaaddddeeeee e g g h ii 11111 m m n n o p p p p rrrrss ber* - । । avt xinziltragen, daß die fenf- --*-------rechten und wagerechten Reihen _ gleichlautend folgendes ergeben: __1. Eine Pflanze. 2. Frauengestalt aus der -----——I griechischen Sage. _ 3. Einen Komponisten. Auflösung in nächster Stummer. Auslösung der Königspromenade in voriger Nummer: Ein rechter Baum, der gute Früchte trägt. Der wünscht nicht seine Blüten sich zurücke; Und wem ein männlich Herz im Busen schlägt, Seufzt nicht mit Wehmut nach der Kindheit Glücke. Rückert. Redaktion: K. N e u r a t h. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lauge, Siebes