Firnenrsulch. Roman von Paul Grabern. Aachdrirck verboten.) (Fortsetzung.) 'In ihrem wächgerüttelten trotzigen Stolz wollte Gottliebe den Fuß weiter setzen — lieber im strömenden Regen weiter wandern, als hier wie ein abgewiesener Bettler Vormr Tor lungern! —, als plötzlich drinnen der Riegel sich knirschend beiseite schob. Eine kleinere Einlaßpforte in dein einen der schweren, großen Torflügel öffnete sich. Zn ihrem Rah^ rnen stand ein alter Mann in einfacher Kleidung, offenbar der Kastellan, und, sie erkannte ihn nun an den Zügen wieder, derselbe, der sie da vorhin so mißtrauisch beobachtet und so lange hatte stehen lassen. Diese Feststellung bestärkte Gottliebe nur noch mehr in ihrem Vorsatz, und, ohne sich um den Mann da weiter zu kümmern, wollte sie eben aus der Torwölbung wieder in den Regenschwall hinaus, doch da trafen die Worte ihr Ohr: „Herr v. Malmort läßt die Dame Litten, näher zu treten." Verwundert blieb sie nun doch stehen und sah' zu deut Ulten zurück. Also das Schloß war doch bewohnt, und das lange Warten erklärte sich damit, daß der Diener da erst seinen Herrn um eine Weisung bitten mußte. Das änderte ja freilich die Sachlage, wiewohl der Alte doch mit einem Wort ihr das vorher hätte sagen können. Nun, Europas übertünchte Höflichkeit war joffenbar noch nicht bis in dieses entlegene Alpental gedrungen. Gottliebe war also bereit, zu verzeihen; außerdem lockte es sie mit einem Male so sonderbar, in dieses alte Schloß einzutreten und seinen Herrn kennen zu lernen, der hier in stiller Weltabgeschiedenheit in dem halb verfallenen Gemäuer wie ein Einsiedler hauste. So trat sie denn in den tiefen, dämmernden Torgang ein, der sie hinter der Pforte angähnte. Das wär ja hier noch ganz mittelalterlich! An dem aus schweren Felsquadern gefügten Tonnengewölbe hing in der Mitte der Decke, aufgezogen, noch das Fallgatter, aus' mächtigen Eichenbalken mit fußlangen Eisenspitzen gefügt, bereit, mit malmender Wucht auf jeden unbefugten Eindringling niederzuschmettern. Im Drunterweggehen sah Gottliebe unwillkürlich zu den verrosteten Eisenketten empor, die das Gatter hoch hielten: Ob sie auch Wohl noch fest waren? Dann folgte sie denk Alten, der schweigend, immer mit der gleichen ernsten, fast mürrischen Miene vor ihr herging, durch einen nach dem Hpf zu offenen Laubengang, der sich rings um das Viereck des Burghofs zog, und, wie sie an der gegenüberliegenden Seite gewahrte, mit seinen Arkaden den Wehrgang trug, von dem aus einst die Verteidiger der Burg ihre Geschosse durch die Scharten auf die Angreifer entsandten. Nun gewahrte sie auch, daß zwar der BH /! eine Teil der hohen Außenmaujer an seiner Zinnenkrönung zerfallen und strauchüberwuchert war, daß aber das Innere des Kastells doch ivohl erhalten wär. Offenbar ließ, der Besitzer also nur des altertümlichen, malerischen Eindrucks! wegen jenes Stiick Außenmauer so im Ruinenzustande. Jetzt traten sie in den massigen, vierschrötigen Bau der Burg ein, der die Wohnräume für die Herrschaft enthielt. Eine weite Halle nahm sie auf, ein Raum, der Gottliebe plötzlich geradezu mit Entziicken -erfüllte. Was für ein Stil, was für eine Stimmung in dieser Diele! Durch die Rundbogenfenster mit alten Glasmalereien, die in drei tiefen Nischen lagen, in denen Stufen zu hoch^ gelegenen steinernen Sitzbänken emporführten, fiel das feierlich gedämpfte Licht wie in einem alten Dom in den weiten Raum, mit Marmorfliesen belegt, das Gewölbe von drei schweren gedrungenen Säulen aus dunklem Granit getragen. Alte Gobelins, Jagdtrophäeu und altes Gemässen schmückten die Wände des sonst der Möbel entbehrenden weiten Bor« raums; und doch wirkte er nicht kält itnb öde. Denn dä drüben an der Hauptw-and, unter der breiten, ausgetretenen Steintreppe mit feindurchbrochener Balustrade aus schwarzem Marmor, leuchtete traulich die rotflackernde Glut eineI Kaminfeuers herüber, eines tief -eingebauten Kamins mit einem Nischenvorraum, der rechts und links zwei S-itzbänke enthielt, deren weicher Polsterbelag zum versonnenen Träumen von alten Zeiten in der wohlig anstrahlenden Wärm« des Herdbrandes lockte. Noch stand Gottliebe und blickte entzückt auf den traulichen Winkel, da war's ihr plötzlich, als würde sie beobachtet; unwillkürlich hob sie, einem dunklen Zwange gehorchend, die Blicke empor nach der Treppe hin, und wirklich — da wär jemand! Eine Weibliche Gestalt in lichtem Gewände hob sich dort von dem dämmernden Hintergründe ab, ein noch ganz jugendliches Mädchen, vielleicht sechzehnjährig, mit einem blassen, feinen Gesicht unter der schweren Fülle braunen Haares, die gescheitelt über die Schläfe hinwallte. Die dunklen Augen der unbeweglich Stehenden, die geräuschlos von oben herabgekommen sein mußte, hafteten mit einem stillen, ernsten Ausdruck, halb verwundert, halb in scheuer, leiser Neugier, auf der Fremden, die da in Regensturz und Don- nergegroll ihre,: Einzug in diese Bergklause hielt. Nun aber kam Leben in die unbewegliche Erscheinung dort obeu: Langsam, mit einer feinen Anmut und doch einer gewissen schweren Würde in den Bewegungen, schritt sie die Stufen herab und trat jetzt auf Gottliebe zu, eine zarte,- nnr mittelgroße Gestalt. „Grüß Gott! Seien Sie uns willkommen." Einfach sagte sie es und hielt der Fremden die Hand hin; aber in dieser vertrauensvollen Begrüßung und- in dem ernsten Blick der großen, klaren Augen dabei lag etwas, was diesem Gruße etwas Weihevolles gab. Gottlieb« ivar's, -als träte ihr die reine Priesterin eines uralten, ehrfurchtgebietenden Heiligtums an dessen Schwelle entgegen. 490 (Fortsetzung folgt.) Gottliebe suhlte es Wohl heraus, und diese unaufdrmg-- liche, selbstverständliche Vornehmheit einer Jahrhunderte alten Tradition erfüllte sie abermals mit einer respektvollen Hochachtung' vor diesem jugendlichen Geschöpf. Wie da edles Blut in jeder Ader war! „Ich weiß diese Ehre zu schätzen " entgegnete fre nun mit aufrichtigem Ton, die Gastfreundlchaft des Hausev Mal- mort annehmend, und fest umschloß ihre Rechte noch einmal . . V--. .. r v -j- c r r • . f • C.. . t Vf"-. MAttMTA „Bitte, wenn Sie sich nun bedienen wollen —Das Mädchen legte noch ein frisches Handtuch auf den Waschtisch Mit dem blinkenden alten Zinngerät und zog sich dann dis- kbet zurück. „Ich erlaube 'mir dann, nach einer Weile wieder nach Ihnen zu sehen." Mit ihren leichten, kaum hörbaren Schritten war sie schon hinaus, ehe Gottliebe ihr noch einmal hätte danken können. Wie sonderbar das alles wär! Wirklich, wie tn eurem verwunschenen Schloß dachte Gottliebe, während sie nun aus dem Rucksack alles Nötige für ihre Toilette eutuahm. Der Sommer und seine Gefahren. Von jTr. med. van Troy. von Scheu diese . In den schlichten Worten lag doch ein unbewußter Stolz: - — in ihre | Wer an das Dor von Schloß Malntort pocht, sei. es, wer ■ ■>: I es sei, der findet gastliche Aufnahme, wie sie em Edelmann den Gast vor. , c , , , Mit einem einzigen, aber das Auge der Fremden durchs dringenden Blick hatte der Schloßherr diese überflogen; nun reichte er ihr artig die Hand. ~ . Seien Sie uns willkommen, mern ^raiilem, un , । schützenden Obdach." Eine selten weiche und tiefe Stimme schlug ihr aus Ohr. „Hoffentlich hat Ihnen das Unwetter 1 nicht schon vorher zu arg zugesetzt?" Ein Naturgesetz, das gleichermaßen für die belebte wie für die unbelebte Welt Gültigkeit besitzt, läßt alle Vorgänge unter demEtn- slusse der Wärme in beschleunigtem Maße sich abspielcn. so verlaufen alle chemischen Prozesse bei Erwärmung der Substanzen schneller- so ist das Wachstum und die Fortpflanzung orgamgerter Objekte unter diesen Umständen nur vieles lebendiger als tn kühleren Perioden Für alle lebendige Substanz ist ja die Sonne MS un» .endliche Kraftrcscrvoir, das seine Energte m Form von Warme abgibt Wo die Sonne dauernd strahlt, hat |tc auf der Erde ein üppiges Leben entwickelt. Dort gedeihen Pflanzen und Tiere M einer unübersehbaren Fülle von Arten. Wo ste dagegen nur feiten die Erde trisst, dort herrscht Kälte und Tod. Auch für den Menschen bedeutet die Sommerszeit msolgc ihrer gesteigerten Temperatur eine Zeit des Wachstums. Alle Mechanismen in seinem Inneren arbeiten schneller. Er gedeiht körperlich und seelisch. Doch auch die anderen Wesen haben Anteil an der Besserung der Lcbensbedingnngcti. Und hieraus erwachst dem Menschen, der sich als Mittelpunkt des Universums suhlt, bisweilen ein schwerer Schaden. Besonders sind es die Kleinlebewesen, die ans der Steigerung der Wärme ihren Vorteil Stehen. .«r Temperaturpunkt, an dem sie am besten gedeihen und an dem ne . - , sich am pesten fortpflanzen, das sog. T e m p e r a t n r o P t l m n m. Etwa zehn Minuten später, sie war gerade fertig gewor- Iiegt wesentlich höher als die mittlere Jahreswarme'unserer geben, klopfte es leise an die Tür; ihre Führerin war lme- mäßigten Zonen. Steigt sie nunbetrachtlich, so studendie der da . außerordentlich günstige Lebensbedingungen. Deshalb fallu m „Wenn ich nun bitten darf — mein Vater wird sich die Sommermonate besonders mele E^MoMrankheit u, Guw freuen, Ihre Bekanntschaft zu machen/' MS ^nbleen bem 9J?cnti zum Schaden gereicht, ist die Zersetzt über trat Gottlrebe auf das Mädchen zn und nahm I ! g ber Nahrungsmittel. Jedermann weiß, wie leicht im Som- jhre. Hand, ihr tief in tue klaren Augen sehend. die Nahrungsmittel verderben, und wie schwer es halt, sie für " >,Sie sind so gütig zu mir, Fraulein v. Malmort, Sie eini ° Zy stisch aufzubewahren. Das ist alles das Werk der und Ihr Herr Vater, und kennen Mich ja noch gar Nicht, Bakterien. So ist «auch der alte Satz, daß Gewitter die Milch Mer die Wldfremde." werden läßt, in dieser Form nicht richtig, vielmehr^finden or Die andere ssh sie ruhig an. ■ in der Milch vorhandenen Bakterien Bet der dem Gewitter vor ns- „Sie sind unser Gast." ~ I gehenden hohen Temperatur, bte mit ctitetu hohen Feucht g Go nahm sie, fast mit einem leisen Anflng von Schc feine weiße Hand, die sich leicht tote em eilten blatt eigene kraftvolle Rechte legte. Was war das für «m Kind t— süß und doch so herb', mit einem Hauch überirdischer I fick) selbst fchuldig. ist. Klarheit und Ueberlegenheit, trotz all ihrer zarten, unbe- i^ntthebe iublte rüh^,Grüß Gott!" erwiderte Göttliche den Gruß, des Mädchens, es drängte sich ihr int Augenblick nichts weiter über die Lippen, und fast befangen schaute sie, die Retfe Welt- erfahrene, dem jugendlichen Geschöpf tn die hohettvvollen, ernsten Augen. Noch imitier ganz die Beute ihres Stau- am® IWMWS-E-7 ber Ijier harrten. , „ , , h a sn?äh- 1 Auch dieses wieder ein altertümlicher Raum, bei dem „Sie sind gewiß ganz natzLewvrden, sagte Maw Dämmerlicht des Wetterhimmels draußen im übrigen nicht chen nun, mit ernem Blickauf^ottttebes trtefenden^ooLN -ehten gin,emetten zu uuterschetdeu. mantel, von dem das Wasser schon reichlich abgelaufen toar, I nun eintraten, zeigte sich ihnen in der Fenster- feine Spuren auf den Mormorfliesen zeichnen. die ein erhöhtes Podium ansfüllte, die dunkle Sil- Gottliebe folgte dem Blicke. Enuptte eines schlanken hochgeivachsenen Mannes, der ab- „Ach - !ntschuldch-n Sie nur!" -nw.Mnrl.ch Mhm "“graflr? ftanb und in d-S ,°b°ud- Un- sie das irre ende Kletdunasstuck auf. » ,. gsnaussah Im ersten Moment hätte man tnetucn Aber das Mädchen lachte freundlich und trat dienst- Wetter wnausmy i {,/ ber Tracht jener beflissen auf sie zu, ihr den wasserschweren Umhang ab- I ^brflossenen Zeiten, denen noch die Einrichtung des Schlosfes uehmend, zugleich den Alten herantointend, der abseii^ stehen I entstammte. Erst bei näherem Zusehen zeigte es sich, daß geblieben toar: der Mann dort Joppe, Kniehosen und hohe Strümpfe eines. .-Anselm — hängen Sie den Mantel der Dame hier mübernen Alpenjägers oder Bergsteigers trug. ans Feuer. Und toenn ich Sie nun bitten darf, naher zu sgeint Geräusch der eintretenden Damen drehte sich die treten — vielleicht in mein Zimmer, um das Schuhwerk I Gestalt am Fenster langsam um und kam nun, als ste dm zu wechseln?" | Eingetretenen gewahrte, ruhig die Stufen herunter. Auch „O. — wie freundlich Sie sind!" . I jetzt, ivo er bei ihnen in gleicher Höhe stand, noch em Mann Mit einem herzlichen Blick dankte Gottüebe dem jungen Jb0)t reltener Größe und dabei doch fester, kraftvoller Hab- Mädchen, von dem sie die Augen gar nicht lassen tonnte. Mit einer höflichen, aber würdegetragenen VernerguM Mles was sie sprach und tat, atmete eine so wurdegetragene, heqrüßte Herr v. Malmort die Fremde. ernste Ruhe, die zu der noch halb kindlichen, anmntsretcheu „Fräulein Gottliebe Rhyngaert," stellte ihm dte rochier Erscheinung in einem ganz seltsamen, aber reizvollen Wtder- spruche stand. Ueber die breite Treppe, damt durch einen langen dunklen Gang, den ein Lämpchett mit rötlichem Schein nur spärlich erhellte, überall umwittert von dem leisen Moderdust uralten Gebälks und verblaßter Gobelins an bett Wänden, folgte Gottliebe der Führerin in ihr Zimmer. Es mußte Wohl in dem alten Wachtturm liegen, den sie von droben gesehen hatte; beim der Grundriß hatte die Gestalt eines Sechsecks. Ein eigenes Mädchenstübchen, dieses Turmgemach mit den meterdicken, trutzigen Mauern! Schwere, altersbraune Eichenmöbel, ein Himmelbett nut vier wuchtigen gewundenen Säulen und einem Baldachin aus kostbarem, aber verblichenem Goldbrokat, bildeten seine Ausstattung; der Moderduft der Jahrhunderte auch hier, nur biet tief eingebaute Fensternische ließ aus die jugendzarte Bewohnerin des Rittergemachs von schwerem, altertnm- lichem Prunk schließen. Dort stand ein modernes Nah- tischchen, und daneben ein zierlicher hellackierter Hand- äroeitsständer mit rosaseidener, schleifchengeschmuckter Tasche, und das Fensterbrett schmückten lichtfarbig blühende Monatsrosen. 491 tzehalt verbunden ist, gerade die günstige Gelegenheit, ihre Tätigkeit Tic Sommcrwärme wirkt aber nicht selten auch direkt auf den menschlichen Organismus schädlich. Jur allgemeinen ist der Be- wvhner der mittleren Breiten in seinen Lebensgewohnheiten an ein kühleres Klima angepaßt, da dieses den größeren Teil des Jahres die Vorherrschaft führt, und dessen hygienische Anforderungen sich aufdringlicher zur Geltung bringen. Man lann eine größere Kälte deswegen erträglicher sinden als eine größere Warme. Bei starker und wirklicher Erwärmung durch Sonnensttahlen leiden mannigfache Organe des Körpers. So wird die Funktion oe^ Herzens, wenn es von den Sonnenstrahlen getroffen totro, geltorr. Deshalb sind die sogenannten Sonnenbäder mit Vorsicht zu benutzen, von Herzkranken aber völlig zu meiden. Vor allem aber wird das nervöse Zentralorgan, das Gehirii, betroffen. Strahlen durchdringen, wenn kein schützendes Filter fte hindert, die Schädelkapsel und gelangen bis ins Gehirn. Tie Porungen, die sie hier verursachen, sind sehr schwerer Natur. Es. kommt zu dem sogenannten Sonnenstich oder Insolation, die sehr häufig einen tödlichen Ausgang infolge der ^Lähmung von lebenswichtigen Zentren im Gehirn nimmt. Ter Schutz, den man gegtit diese Fährnisse zri bieten vermag, ergibt sich von wlbst. -man braucht nur die Zeit der vollsten Sonnenstrahlung zu vermeiden, bei Märschen aber den Kopf mit einem breitkrämpigen Strohhut zu bedecken, der gut ventiliert ist. Eine flache Reisemutze, wie sie heute beliebt ist, entspricht nicht den hygienischen Anforderungen, da sie flach auf dem Kopse aufliegt und die Wärmeableitung unmöglich macht. Neben der Wärmewirkung der Sonnenstrahlen kommen über noch andere Wirkungsweisen auf den Organismus in Betracht. U,? sind die der sogenannten chemischen Strahlen, die von dem Auge nicht perzipiert werden. Sic gehören dem kurzwelligen unsichtbaren Teile des Spektrums an, jenseits des Violettes. Man bezeichnet sie deswegen als ultraviolette Strahlen. ^oie dringen nej in die Gewebe des Körpers ein, dort Abwehrreaktionen chervor- rufcnd. Wenn sie längere Zeit auf die Körperoberfläche anftreffen, wandern in die Haut die stark lichtbrechenden sog. PigrnenUorner ein, die die Haut bräunen und den Strahlen den Zugang verwehren. Entschließt sich aus irgend einem Grunde der Organismus nicht zu dieser Schutzmaßrcgel, so entstehen Verbrennungen der Haut. In der Ebene kommt es seltener zu ausgedehnten Schädigungen, da bei dem Durchgang der Strahlen durch die Atmosphäre der Hauptteil der ultravioletten Strahlen durch den Wasierdarnpf und die Verunreinigungen der Luft absorbiert wird. Umso intensiver aber ist ihre Wirkung im Gebirge, wo die Luft staub- und wasserfrei ist. Stet- kommt es zu dem sog. Gletscherbrand der Haut, oder, wenn die Bindehaut des Auges befallen ist, zu der Schneeblindheit. Das Auge läßt sich unschwer vor der Einwirkung der ultravioletten Strahlen bewahren, Ivenn man es mit Gläsern armiert, welche die Fähigkeit besitzen, jene zu verschlucken. Dazu eignen sich die beliebten blauen Brillen Nichts genügend, wohl aber die neuerdings von Augenärzten empfohlenen Enixanthus- und Hallauer Gläser. Tie Verhütung des Gletscherbrandes ist schon schwerer, da die Haut der verschiedenen Menschen verschieden empfindlich ist. Hier hilft Einsalben und Einpudern der Haut. Auch die Gewöhnung tut viel. Einen unendlich größeren Raum als die Strahlenwirkungen nehmen aber die Hitzschäden ein, die nicht durch die gestrahlte, sondern durch die geleitete Wärme verursacht werden. Mm krassesten vfsenbart sich der Hitzeschaden in dem sog. Hitz schlage, der also ganz etwas anderes ist als der Sonnenstich. Der betroffene Mensch stürzt bewußtlos nieder und stirbt unter den Zeichen der Herzlähmung, wenn nicht schnell wirksame Hilfe geschafft wird. Tiefe besteht darin, daß man den Ohnmächtigen im Schatten lagert und ihm zunächst alle beengenden Kleidungsstücke entfernt. Dann begießt man den Kopf mit Wasser, fächelt Luft hinzu, um die Memtätigkeit wieder in Gang zu setzen und das Wasser zuM Verdampfen zu bringen. Gegen die erlahmende Herztätigkeit sind Erregungs'mittel am Platze, wie schwarzer, starker Kaffee, der, heiß eingeflößt, außerdem noch zum Schwitzen anregt. Tie Ursachen des Hitzschlages liegen letzten Eudes in einer übermäßigen Wärmcaufspeichcrung im Organismus. Diese Stauung kann so beträchtlich werden, daß die Temperatur bis zu 43 Grad Celsius also dem Wärmegrad des höchsten Fiebers, steigt. Dadurch wird ähnlich wie beim Sonnenstich das Gehirn und seine nervösen! Zentren getroffen und die Reizleitung zum Herzen unterbrochen, die sich sofort in einer Herzlähmung äußert. Was hindert nun den Organismus, die durch die Verbrennung von Nahrungsmitteln, sowie durch Muskelarbeit produzierte Wärme abzugeben? Normalerweise vollzieht sich der Export der Wärme auf zwei Wegen, durch Leitung und durch Verdunstung. Fortgeleitet kann die Wärme nur dann werden, wenn ein Gefälle besteht, d. h., wenn sie 'von Orten höherer Temperatur zu solchen niederer fließen kann, And die Schnelligkeit des Abflusses ist genau wie beim Wässer umso größer, je stärker das Gefälle ist. Neben der Wärmeleitung kommt der Verdunstung durch Wärmebindung bei der Entwärntung der Hauptanteil zu. Es besteht ein physikalisches Gesetz, daß, um eine Müssigkeit zum Verdunsten zu bringen, Wärme gebraucht wird. Mithin muß sich infolge des Wärmeverbrauches die Umgebung, ans der sie genommen ist, abkühlen, Der Körper entledigt sich mit Hilft dieses Prinzips der gebildeten Wärme, indem er Schweiß produziert, der nun an der warmen Haulobersläche verdunstend, diese abkühlt. Daher nimmt das Hitzegefühl, sobald der Schweiß ausgebrochen ist, ab. Tie Verdunstung kann aber nur danu stattfindcn, wenn der Wasserdampf auch an die Umgebung abgegeben werden kann. Zunächst muß er, sofern der bedeckt« Teil des Körpers Schweiß produziert, durch die Kleidung transportiert werden. Aber diese legt, da sie nur mehr oder weniges den hygienischen Ansprüchen Rechnung trägt, dieser Abfuhr Schwierigkeiten in den Weg. Aus je luftundurchlässigeren, festeren und leichtbenetzbareren Geweben sie besteht, umso eher schlägt der Wasserdampf sich in ihr in Tropfenform nieder. Damit wird auch jede Wärmeleitung unterbrochen. Statt an die Außenwelt zu gelangen, dient die aus dem Körper strömende Menge nur dazu, die Kleider zu erhitzen und in einen feucht war men Umschlag zu verwandeln. Geeignete Sommerkleider sollen daher aus einem Gespinst verfertigt sein, das erstens hell ist, um nicht überslüssiger- weise die auffallenden Strahlen in Wärme zu verwandeln, das zweitens porös ist und die Luft hindurchläßt, und ferner die Feuchtigkeit nicht festhält. Es ist leider müßig, aus Gewebe, welche diesen Forderungen entsprechen, hinzuweisen, da sie im .Gegensatz zu der heute üblichen Modeanschauung stehen. Aber auch die Beschaffenheit der sommerlichen Luft kann der Wärineabfuhr durch Schweißverdunstung Widerstand leisten. Mit jedem Wärmegrad der Luft ist eine Aufnahmefähigkeit für, ein bestimmtes Quantum Wasftrdampf verbunden, die sog. relative Feuchtigkeit. Wenn diese 100 Prozent beträgt, wenn also die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist, so vermag sie keine Feuchtigkeit mehr aufzunehmen, und in unserem Falle muß die Schweißk- bildung unterbleiben. Wir erkennen die Sättigung der Luft an ihrer Schwüle, die drückend wirkt. Sie ist das charakteristische Klima der tropischen Sümpfe und Urwälder. Auch bei uns gibt es im Lause eines Jahres mehrere schwüle Tage. An ihnen ist die Hitzschlagsfrequenz gewöhnlich hoch. Man kann nun, auch wenn es nur sehr heiß und nicht feucht ist, ein solches Tropenklima, das zum Hitzschlage führt, künstlich erzeugen, und dieses Experiment wird ungewollt leider oft angestellt.. Wir meinen damit die Hitzschläge, die sich bei Militärmärschen ereignen. Tas Milieu einer Heereskolonne im Sommer ist vorbildlich für das Zustandekommen des Hitzschlages. Mit der geschlossen marschierenden Militärtruppe bewegt sich eine stagnierende Dunstwolke, die Uns dem Schweiße der Soldaten ihren Ursprung nimmt, vorwärts, die Mannschaften in einen feuchten Mantel einhüllend. Eine Wasserdampfverdunstung ist in diesem Klima nicht mehr möglich. Daher füllen sich die Poren der Uniform, die aus ökonomischen Gründen ans einem hygienisch gänzlich unzureichenden Tuche gefertigt ist, mit Wasser, das jede weitere Wärmeabgabe hindert. Zudem sitzt noch die Uniform fest am Körper, der Kragen ist hoch und geschlossen — bei den neuen Litevken ist dies allerdings geändert worden — Riemen und Gurte zur Befestigung der Waffen und Tornister tun das übrige. Kommen dann größere Anstrengungen hinzu, so kann es nicht Wunder nehmen, wenn eine Anzahl von Leuten vom Hitzschlage befallen wird. Allein diese beklagenswerten Todesfälle und Erkrankungen stehen in gar keinem Verhältnis zu den riesigen Mortalitätsziffern, die erst in neuester Zeit ebenfalls der Hitzwirkung zugeschrieben werden, nämlich der Sommer sterblich keit der Säuglinge. Man hat bisher als die Ursache der Säuglingssterblichkeit falsche Ernährung angesehen. Ties ist auch heute noch richtig, aber die Verhältnisse sind damit iwch keineswegs erschöpft. Es ist so, daß der durch falsche Ernährung widerstandsunfähig gemachte Säuglingsorganismus sehr leicht der Hitze unterliegt.. Daß die Wärmestauung beim Säugling sich in anderen Symptomen, von denen die Magendarmstörungen im Vordergrund stehen, zeigt, ist eine Spezialität dieser Altersstufe. Für den Zusammenhang beider Faktoren, der Hitze und der Sterblichkeit, spricht, daß sofort mit dem Eintreten einer hohen Temperatur auch ein Anschwellen der Mortalität einsetzt. Um die Kette des Beweises zu schließen, ist der Nachweis nötig, daß der Säugling in einem gewissermaßen tropischen Klima lebt. Zunächst erinnere man sich daran, daß es immer itodt unverständige Mütter gibt, die ihre Säuglinge in feste Steckkissen oder enge WickeMcher legen, sie noch dazu mit Federbetten bedecken, die Verdunstung der Ausscheidungen ängstlich durch eine Gummiunterlage, die alles aUf- sängt, verhüten, statt den Körper wenig bedeckt und ganz be- wegnngsfrei, der Lüft auszüsetzen. Man sieht, wie die Bedingungen der Wärmestauungen hier entstehen. Zudem wohnen die Kreise, in denen die Säuglingssterblichkeit epidernisch ist, tn Wohnungen, die übervölkert und mangels geeigneter Ventilation feucht sind Kommt dazu uoch eine Hitzwelle, so Haben wir ein Klima, das ,sich in schädlichen Einflüssen in nichts von dem schwülen Tropenklima unterscheidet. ______________ Das AderlaMiehen. Ten Merlaß, der einst bei uns in der Heilkunde eine so groß« Rolle spielte, üben auch Naturvölker aus. Es kommen , dabei Sachen vor, die für unsere 58egrtffe recht drollig sind. In Viktoria und Südaustrialien z. B- soll der Merlaß nur für Ehemänner reserviert sein. Junggesellen und ebenso weibliche Wesen haben keinerlei Anrecht bar.anf, ja, dürfen nicht einmal Zuschauer sein, wenn 492 die als feierliche Handlung äufgefaßte Operation vorgenomm-eir itrirb. In Zentral-Kalifornien wiederum hält Man sich an die 'wunderliche Regel, am rechten Arm zur Ader zu lassen, wenn der Patient irgendwo am Rumpfe erkrankt ist, dagegen die Blutent- Kiehung am linken Arm vorzunehmen, wenn an den .anderen Extremitäten etwas nicht in Ordnung ist! Aas allermerkwürbigste aber, was uns in dieser Hinsicht chei primitiven Völkern begegnet, ist zweifellos der seltsame Brauch, derpAderlaß dadurch herbeizuführen, daß man den Patienten durch Unschießen mit eigens hierzu bestimmten, kleinen Pfeilen unbedeutende Verwundungen beibringt. Aderlaßbogen und Aderlaß- pfeil sand man nicht nur bei Jndianerstämmen, sondern in neuerer Zeit auch bei den Papua in der Südsee, sowie bei den Massai in Ostafrika. Der erste Reisende, der diesen eigenartigen chirurgischen Instrumenten Beachtung schenkte, war Wohl Ar. Pohl, der sie vor nahezu 100 Jahren in Brasilien bei den Cahapos-Jndianern sammelte. In der Beschreibung seiner großen Reise, die er auf Befehl Kaiser Franz I. von Oesterreich ausgeführt hatte, heißt es: >,Bei Kopfschmerzen schröpfen sie die Stirne mittels eines kleinen Bogens, von welchem ein 8 Zoll langer Pfeil mehrmals gegen den leidenden Teil abgeschnellt wird. Die Pfeile haben am Ende einen Quarzsplitter mit einer knopfförmigen Borragung, damit der Splitter nicht tiefer als notwendig eindringen Fann. Mit demselben Instrumente, welches Kutuschna genannt wird, verstehen sie gut und richtig zur Wer zu lassen." Ganz ähnliches berichtete später Max Bartels, in seinem Werke „Die Medizin bei den Naturvölkern" über die Jsthmus-Jndianer: „Der Operateur schießt «inen kleinen Pfeil mit einem Bogen in verschiedene Teile des Körpers, des Patienten, bis zufällig eine Vene eröffnet wird. Der Pfeil 'wird in kurzem Abstande gehalten, um einem zu tiefen Eindringen vorzübeugen." Eine Ueberraschung für die Ethnologen war die Entdeckung von Aderlaßbogen und Aderlaßpfeil anch bei den Papua und den Massai. Tie Papuafrauen bei der Ausübung dieser heilsamen Schützenkunst oft belauschen konnte ein lange Zeit auf Deutsch-Neu-Guinea weilender Albert Grubauer aus Passau: er sah bei solchen Szenen, wie der Patient sich auf die Erde niederhocken mußte, worauf der Pfeil ihm wieder und wieder gegen Brust und Rücken geschnellt wurde. Doch kommt für die Behandlung auch die Stirn in Betracht. Tie Aderlaßbögen, deren Schne aus feinen Rohrstreifen besteht, sind ungefähr bis zu' 37 Zentimeter lang. Tie ebenfalls ans gespaltenem Rohr hergestellten Pfeile haben eine Länge von knapp 30 Zentinretern. An ihrem vorderen Ende ist ein spitzes Stückchen Flaschenglas befestigt. Man fand bei den Papua auch Aderlaßbögen, die aus den Mittelrippen von Kvkospalmenblättern zusammengesetzt werden. Der Pfeil bestand dann ebenfalls aus der Mittelrippe eines Palmenblattes. Gewöhnlich sind die Pfeile mit ihrem Hinteren Ende an die Sehne des Bogens angeknüpft, damit sie nach dem8lb- schnellen, das' ja oft hintereinander torgenommen wird, gleich wreder zur Hand sind: Unr den Ursprung des Aderlaßschießens zu erklären, wies inän mit Recht darauf hin, daß bogenführende Völker Gelegenheit Haven müssen, mitunter den günstigen Einfluß zu beobachten, den eine lerchte Verwundung durch Pfeilschuß in gewissen Fällen ausüben kann. humoristischer. * Was Blinde malen können. Sie: „Es muß doch schrecklich sein, blind zu werden, vor allem für einen Maler . . jEr: „Ja, über das ist besser geworden, heute kann man daryr immer noch kubistisch malen..." ty, Damit komm« ich wieder jtftfrdie Zoppoter Talmühle zürM E paar neuere Postkarten mit Ansichten bieS ÄÄ werden sind die eben angeführten Verse des Eichem- m°Aen Aedes abgedrnckt, auf der einen aber ist noch bie tnertiing deigefügt: „Im Jahre 1832 verfaßte der Dichter Frhr A^Achbndvrfs obiges Lied ans der Talmühle." Das klüwk M MM. Ut aber nicht richtig. Gedichtet hat Eichendorfs das 1810 in ^uhawitz m Schlesien, und 1812 erschien es zum erstenmal .gedruckt Nach Danzig, von dem nicht weit entfernt Somt liegt, kam der Dichter erst 1821, als katholischer Kon sisw- rialrat und Schulrat dorthin berufen. q ID« die Wassermühle ist auch die Windmühle eine Zierde der Landichast vor allem der unserer norddeutschen Ebene, in der frei dastehen muß, starA in die Augen fällt als etwas Charakteristisches, und tvenn der Wind ihre Flügel bewegt, ein ^enartiges Leben in das Landschaftsbild hineinbringt. Des- halb paben holländische und deutsche Landschaftsmaler sie gern in Wre Bilder ausgenommen, und dasselbe tun mit Vorliebe die Photographen. Ich fing einmal an, aus illustrierten Blättern Bil- der mit photographierten Windmühlen zu sammeln, und hatte es großen Anzahl solcher Abbildungen gebracht. Ach, dem Wasser und dem Winde macht der Dampf in unserer Zeit auj dem Gebiet des Mühlenbaues immer Mehr Konkurrenz'. Lchon steht man auf dem platten Lande zwischen den Windmühlen Schornsteine von Dampfmühlen in die Luft ragen. Auch mit den Handmühlen, die früher viel in Gebrauch waren,- allmählich zu Ende. Die kleinste von ihnen, die Kaffee-i muhle, verschwindet Mehr und nteljr aus dem Haushalt. Früher wurden die Kaffeebohneii, wie sie vom Buschs gekommen warm, gekauft, dann in der „Trommel" gebrannt, um in der Kaffee- mutile totot der Hausfrau oder der Magd gemahlen zu .werden. "3^t kaufen die Hausfrauen sie gebrannt und lassen sie sich gewöhnlich gleich im Laden durch eine Maschine zerkleinern. . Auch die alte Kaffeemühle hat einen Dichter gefunden, den- selben Johann Voß, der schon einmal zitiert wurde. In seinem! Gwicht „Der siebzigste Geburtstag" heißt es von dem Haus- mutterchen, der Gattill des redlichen Tamm: 'Sie nun langte die Mühle herab vom Gesimse des Schornsteins, Schüttete Bohnen daraus und fest mit den Knien sie zwängend Hielt sie den Rumpf in der Linken und dreht' in der Rechten den Knopf um." In die bräunliche Kanne Wurde dann, wie wir auch von Voß erfahren, zu bem Kaffeepulver etwas „klarendes Hirschhorn" (wolst •ein Präparat aus gebranntem und geraspeltein Hirschhorn) hin- -emgetan Ob das noch geschieht? Ich glaube, daß unterdessen an die Stelle des Hirschhorns die — Zichorie getreten ist. I. Troja n; Die Mühle. Etwas überaus Reizendes ist die Mühle, gelegen in einer Walblandschaft, durch die sich rauschendes Wasser ergießt. Von solchen Mühlen ist eine besonders, die Talmühle in Zoppot, lebhaft von alter Zeit her in meiner 'Erinnerung geblieben. Mit dieser Mühle, die leider seit einiger Zeit schon zum Stillstand gekommen und verfallen ist, war eine kleine Gastwirtschaft verbunden, wie das bei Mühlen nicht nur, sondern auch bei Forsthäusern hie und da der Fall ist. Die Müllerin ober Försterin ist da zugleich Wirtin. Die Talmühle hatte in meiner Kinderzeit etwas besonders Anziehendes für mich, weil in ihr fleißig und mit großem Geschick das Waffeleisen geschwungen wurde, die Waffeln aber, die Mit der Zeit etwas aus der Mode gekommen sind, jedoch auf Jahrmärkten noch feilgehalten werden, ehemals für ein sehr leckeres Gebäck galten. Das Wort Waffel hängt zusammen mit Wabe, to® an die Honigwabe der Bienen erinnert die viereckige platte Waffel dadurch, daß sie auf beiden Seiten mit rautenförmigen Vertiefungen ver,ehen ist. In der ersten Idylle seines ländlichen ^dichtes „Luise . schildert Johann Heinrich Voß das einfache b^ue Abendeisen im Walde, das von Pfarrersleuten in Grünau am Geburtstag, ihres Lmschens veranstaltet wird. Nachdem die Rede gewesen ist von mit Eppich umlegten Krebsen und zwei gebratenen Kapaunen die Mutter und Tochter dazu an das Seeuser im Walde hmschäfsen, heißt es: >,Brachten btonn hochgehaust vielrautige bräunliche Waffeln." '' Da geht ein Mühlenrad." Schach-Ausgabe. Von C. Bayer. Schwarz. abcdefgh a b c d e £ g h 8 8 6 6 5 5 3 3 Weiß. Weiß seht mit dem vierten Zuge Matt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Zitatenrätsels in voriger Nummert Die Kunst ist lang und kurz ist lmser Leben. Redaktion. K. N e u r a t h. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R. Sanne, Gießen.