LMU a MsRu y A yW । Ä B L® 6 I rw. Die Flsmmenzrichen rauchen. Roman aus dem Jahre 1813 vvn MÄx Karl B ö t t ch er - Chemnitz. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Stumm stand der Pfarrer 'beiden gegenüber. Linthardt erhob sich -und zog Toinette sanft empor und legte, wie schützend, seinen Arm um sie. .Aber Toinette machte sich los, küßte Linthardt auf die Stirn und ging mit einer leisen Verneigung am Pfarrer vorüber und hinaus. Erst als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, sagte der Pfarrer: „Herr von Altenlohe, ich bringe Ihnen einen Brief," und überreichte. Linthardt das Schreiben, das ihm der Bote zur Besorgung übergeben hatte. Linthardt warf einen Blick darauf und murmelte: „Der Gräfin Sjorsch Handschrift!" und riß es hastig auf. Eine Bankanweisung flatterte, von Linthardt unbemerkt, auf den Tisch und blieb dort offen liegen. Der Junker selbst las den Brief, und Tempel, der nun -einen Blick auf den Bankzettel warf, sah in Buchstaben die Zahl: Dreitausend Gulden courant. Je Wetter Linthardt las, desto heller wurde sein Antlitz,, das vertrocknet und um zwanzig Jahre älter aussah, als er war. Dann, als er zu Ende gelesen hatte, wandte er sich zum Pfarrer: „Ich -danke Ihnen, Herr Pfarrer, Sie brachten mir fröhliche Botschaft!" „Ich brauche nicht Ihren Dank, Junker. Nur eins wollte ich noch zu Ihnen sagen: Ihr Leben ist in Gefahr. Nicht mehr lange vermag ich den glühenden Haß und den wilden Zorn der Dörfler zu fesselu. Soeben erst hielt ich sie zurück. Sie wollten zu Ihnen, Junker!" „Ha, sie mögen kommen, Herr Pfarrer, ich habe gute Waffen und fürchte mich nicht. Und hier," -er zeigte auf den soeben erhaltenen Brief, „schreibt mir die Gräfin zu Storsch-Pisek, eine reiche und angesehene Gönnerin von mir, daß in wenigen Tagen zu meinem Schutze und zu meiner. Hilfe ein Dutzend fester Männer von ihren Giitern, galizische Leute, eintreffen werden, und hier," er suchte die Bankanweisung, „schickt sie mir dreitausend Gulden, um Vieh anzukaufen und die Felder zu bestellen, soviel in diesem Jahre noch möglich ist. Sehen Sie, Herr Pfarrer, nun ist das schlimmste vorbei. Ich habe treu ausgeharrt und . . ." Er hielt inne, denn er sah, wie sich Tempels Gesicht entstellte. „Was ist Ihnen, Herr Pfarrer?" Temvet zitterte am ganzen Körper, so packten ihn Zorn und Abscheu, aber er hielt an sich, mit übermenschlicher Ueberwindung kämpfte er das nieder. Hier galt es nicht zu strafen, sondern zu helfen, zu bessern. Was, fremde Menschen wollte er in das Dorf bringen, mit fremdem Gelbe gewissermaßen einen Krieg int Kleinen führen, und das misten irr wilder Krieaszeit?! „Ich kann hier nicht länger bleiben, Junker, aber ich muß mit Ihnen reden, wollen ©i mich ein Stück begleiten?" Linthardt zögerte erst einen Augenblick, dann sagte er: „Ja, auch mir wird die Luft gut tun!" Der Junker nahm den Brief und den Kassenzettel der Gräfin und steckte beides zu sich, dann hob er die Pistole auf und schob sie in seine Tasche, nahm Mantel, Hut und Stock, und nun schritten sie beide über die Korridore, dttrch den Park und gingen querfeldein. Erst stumm und schweigend, dann begann der Pfarrer zu sprechen, warm und eindringlich, manchmal fast flehend, manchmal fordernd und zürnend. Was er gesprochen?! Nie wird das jemand erfahren. Lange, lange schritten sie durch die Fluren, sie wußten nicht, wohin ihr Fuß sie trug, und als der Mond sein fahles Licht über die Heide schimmern ließ, mochten sie weit, weit vom Dorfe entfernt sein. Da rief sie ein barsches „Halt!" an. Sie stutzten und standen still. Zwei französische Soldaten, das Gewehr auf sie gerichtet, standen vor ihnen. Pfarrer Tempel faßte sich- zuerst. „Was wollte Ihr?" fragte er auf-Französisch. Sie antworteten: „Folgt uns, wir müssen Euch zum Kommandanten bringen!" „Was soll das heißen? Wir sind friedliche Menschen hiesiger Gegend und —" „Eben solche braucht der,Oberst Lehaire. Also kommen Sie mit uns! Strätiben macht uns und Ihnen nur Un- 9 eichen feiten \u Da ging der Pfarrer mit ihnen, und der Junker schloß sich an. Einer der Soldaten schritt voran, dann folgten nebeneinander Tentpel und Linthardt, und einige Schritte hinter ihnen ging der zweite Soldat mit schußbereiter Waffe. „Versuchen Sie nicht zu fliehen, ich müßte sonst auf Sie schießen," bedeutete sie der nachgehende Soldat noch, und nun ging es wohl zwanzig Minuten querfeldein. Tempel und Linthardt gingen schweigend dahin. Int Pfarrer stieg eine fürchterliche Ahnung auf. Sicher hatte sich eine französische Abteilung verirrt und nun Posten ausgesandt, um nach ortskundigen Einheimischen zu fahnden, die sie den rechten Pfad oder nach dem gewünschten Orte führen konnten. Er wußte jetzt genau, wo sie waren. Rechts von ihnen lag der Hügel, auf deut vor einigen Wochen jenes Gefecht stattgefunden hatte, das durch das Eingreifen der französischen Leibhartschiere, durch ihren Ansturm auf die preußische Artillerie zu einem Blutbad wurde, für den großen Krieg und die Weltgeschichte allerdings nur ein unbedeutendes, namenloses Gefecht. Da links unten lag das berüchtigte Heidemoor, grün wie eine Wiese, aber unter seiner schlichten Decke furchtbaren Tod bergend. Auch Linthardt hatte sich bei dem schweigenden Marsche in der Gegend zurechtgefunden. Aber er achtete nicht weiter darauf. Die Worte des alten Pfarrers, die dieser auf ihrem nächtlichen Jrrgang zu ihm gesprochen hatte, hattett ßu seinem Herzert Wurzel geschlagen, besonders der letzte Mahnruf Tempels, ehe die Soldaten ihnen entgegentraten, die 414 Worte: „Gedenken Sie, Liuthardt, Ihr beflecktes Ehrenschild wieder teilt zu waschen, ehe es zu spät wird!" hatten ihn schwer ins Gewissen getroffen. Ta wurde die schweigende Nacht lebendig. Vor ihnen wuchs aus der Erde verworrenes, gedämpftes Geräusch-, und der Wind brachte ihnen einen eigenen Geruch entgegen, einen Geruch, wie ihn Tausende von Menschen ausstrahlen, die eng zusammengedrängt sind. Waffen klirrten — Stimmen ertönten, Pferde schnaubten, hier und da blitzte eine Fackel auf — und nun klang wieder ein „Halt"! Plötzlich waren sie von zehn oder zwölf Soldaten umringt, ein Offizier drängte fich herzu. „Wen bringt Ihr?" „Zwei Männer aus hiesiger Gegend!" „Bravo! — Kommen Sie mit, meine Herren!" Sie schritten an liegenden, hockenden und stehenden Soldaten vorüber, die schliefen oder rauchten oder leise sprachen. Immer mehr — immer mehr! — Wo waren die nur hergekommen, mitten in der Nacht und unbemerkt? Und nun standen Pferde da, lange, lange Reihen. Sie dampften noch. „Oberst Lehaire?" fragte der die beiden Deutschen führende Offizier in eine Gruppe von schwatzenden Offizieren hinein. — „Weiter vorn!" Und immer weiter ging es. Ein Adjutant kant ihnen jetzt entgegen. „Wen bringen Sie, Lewin?" fragte er den Offizier. „Zwei Einheimische, Herr Kapitän!" „Gut! Gut! Der Oberst rast vor Wut, daß, wir uns verirrt haben. Er ist schlechtester Laune. Schnell, schnell!" Die beiden Offiziere fingen an zu. rennen, und dem Pfarrer und dem Junker blieb nichts weiter übrig, als mit- zulaufen. Da hörten sie eine laute, krächzende Stimme, die wetterte und fluchte und schwur, die ganze Gegend zu verwüsten, wenn man nicht bald jemand brächte, der sie auf den rechten Weg führte. „Ah, da bringt man welche," sagte ein Major. Nun standen sie vor dem Obersten. Der war ein kleines, dürres Männchen mit einem struppigen Barte, von dem man nicht wußte, war er weiß oder blond. — Ein viel zu langer Mantel, der tatsächlich den Erdboden berührte, schützte thn vor der Nachtkälte. Trotzdem schien er doch an allen Gliedern vor Kälte zu klappern. Mit grauen, stahlharten Augen sah es den Ankommenden entgegen. „Fackeln her," schrie er in hoher Fistel zu feiner Begleitung. Sofort brachten die Soldaten lange Fackeln, die sie in die Erde rammten pnd die nun ein flackerndes, schwelendes, unstetes Licht über die Gruppe warfen. „Wo habt Ihr die Leute aufgefangen?" fragte er barsch die beiden Soldaten. „Drunten int Tale, Herr Oberst, etwa dreißig Minuten von hier!" „Was machen Sie zu so später Nachtstunde noch int Freien?" herrschte er die beiden an. Tempel, der jetzt seine ruhige Würde wieder gewonnen hatte, antwortete gelassen: „Wir ergingen uns int Freien, um etwas zu besprechen!" „So, ausgerechnet nahezu um Mitternacht. Eigentümliche Sitte! Wer sind Sie?" „Pfarrer Tempel aus Heidehorst!" „Kämpfer?" „Nein!" „Und wer sind Sie?" „Ich bin der Erbjunker von Altenlohe auf Schloß Heidehorst!" „Kämpfer?" „Nein!" Der Oberst lachte hämisch und sagte aus Französisch zu seiner Umgebung : „Er ist ein Lügner. Ein deutscher Junker und nicht ein Kämpfer, so etwas gibt es nicht!" Linthardt, der gleich dem Pfarrer sehr gut Französisch sprach, hatte das wohl verstanden, und diese Worte des Franzosen trieben ihm die Schamröte in das Antlitz. Also nicht einmal der Feind hielt es für möglich, daß es einen, deutschen Junker gäbe, der nicht mit gegen ihn kämpfte! Der Oberst wandte sich nun ausschließlich dem Pfarrer- zu. Mit beißendem Hohn sagte er: „Nun, edler Gottes- manit, Sie kommen mir wie gerufen! Woher sind Sie?" „Ich sagte es bereits, aus Heidehorst-I" „Heidehorst, wo liegt das?" „Etwa drei Stunden von §ierv. \ K „In welcher Richtung?" > h ’ ■ x x Tempel schwieg. > ■> ' ? „Hören Sie schlecht? In welcher Richtung liegt Hcidc- horst?" „Suchen Sie es selbst, wenn Sie es wissen wollen. Es ist nicht meines Amtes, den Feind im Heimatlande zurechtzuweisen!" Der Oberst psiff durch die Zähne und sagte dann mit rohem Lachen: „Aha, also ein sogenannter Ehrenmann, was?.! Na, nur Geduld, mein liebes Pfäfslein. Der drohende Tod hat schon manchen gefügig gemacht!" Dabei sah er den Pfarrer mit einem stechenden, harten, lauernden Blick an. Aber Tempel zuckte mit keiner Wimper. Mit seinen großen, reinen, gütigen Augen schaute er den Franzosen offen flit; ja, ein schwaches, fröhliches Lächeln schien sein durch die Aufregung der letzten Stunden geblaßtes Gesicht zu röten und mit einer gewissen Verklärung zu umkleiden. Und der Oberst Hub wieder an: „Meine Zeit ist kostbar, Pfäfflein. Also nicht lange Worte. Hören. Sie, was ich von Ihnen will: Ich soll mit meinen Regimentern nach Tiefenbach, um mich dort mit anderen Truppen zum gemeinsamen Losschlagen zu vereinigen, muß morgen in aller Frühe unbedingt dort sein, habe aber die Heeresstraße verfehlt. Ihre Ausgabe ist es nun, mich auf dem kürzesten Wege nach der Heeresstraße und dann bis in die Nähq von Tiefenbach zu führen. Können Sie das?" „Tas könnte ich wohl!" „Aber?" „Aber ich tue cs nicht!" „Grund?" „Ich bin kein Verräter!" sagte Tempel mit schlichter Hoheit. „Noch nicht, noch sind Sie kein Verräter," lachte der Oberst höhnisch und wandte sich dann zum Adjutanten: „Rufen Sie ein Dutzend Grenadiere mit ihren Waffen!" Und zu Pfarrer Tempel sagte er: „Ich lasse Ihnen drei Minuten Zeit. Hören Sie — ich spaße nicht! — Ich bin Lehaire, der harte Oberst, wie mich die Welt nennt, und der Mensch hat nur ein Leben!" Dann wandte er sich ab und trat zu einigen höheren Offizieren. (Fortsetzung folgt.) hessische Truppen unter Napoleons Zahnen im Jahre W-’1 Von Tr. H. B c r g e r - Gießen. IV. B o m Ende des P o i s ch w i tz e r W a f f e n st i l l sta nd e s bis Leipzig. (15. August bis 16. Oktober 1813.) Ter Waffenstillstand von Poischwitz war am 10. August abgelaufen. Mit dem Glockenschlag 12 Uhr nachts ging der Kongreß in Prag auseinander, ohne den Frieden zustande gebracht zu haben. Feuerzeichen aus den schlesischen Bergluppen verkündeten die Fortsetzung' des Krieges. Nur noch 5 Tage Panse, dann sollten die Feindseligkeiten wieder beginnen. Am 12. August erfolgte Oesterreichs Kriegserklärung an Frankreich und sein Beitritt zur Koalition. Tas numerische Uebergewicht war nun auf Seite der Verbündeten. Ihre Truppenverteilnng bot jolgendes! Bild: Tie N o r d a r m e e der Verbündeten befehligte der ehemalige Marschall Bernadotte, jetzt Kronprinz von Schweden. Ihm waren unterstellt: 25 000 Schweden unter Feldmarschall Stedingk, 19 OÖÖ Russen unter Wintzingerode, 82 000 Preußen unter Bülow und Tauentzien. Dazu kamen noch 30 000 Mann in englischem Sold unter Wallmoden bei Hamburg. Das Kontingent des Nordens stellte also eine Heeresinacht von 156 000 Mann. In Schlesien standen unter dem Oberbefehl von Blücher 123 000 Mann; die einzelnen Korps wurden von Sacken, Langeron und Borck geführt. Tie böhmische Armee in einer Stärke von 150 000 Mann, meist Oesterreichern, befehligte Fürst von Schwarzenberg, dem später, nicht zum Vorteil des Ganzen, die gesamte mm- tärische Oberleitung aus politischen Räcksichteit eingeräumt werden wußte. In Linz stand Fürst Reust mit 25 000 Oesterreichern gegen Bayern, in Steiermark General Hiller mit 40 000 Mann gegen den Vizekönig von Italien. Tie Hauptmacht stellte also Oesterreich mit einem Truppeitkörper vvy 215 000 Mann. Tie Napoleon zu Gebote stehenden Streitkräfte waren folgendermaßen verteilt: In Hamburg standen 30 000 M mut unter Marschall Dämmst, dem Herzog von Eckmühl, in Danztg 30 000 Mann unter Marschall Rapp. 60 000 Mann unter Oudtnot, dem Herzog von Reggio, sollten gegen den Kronprinzen vonSchweoen *) Benutzt: Akten des Harns- und Stgats'archivs #1 Darmstadt. 415 VPerieren. Bei Magdeburg stand General Girard mit 6000 Mann. Mit 36 000 Mann hielt Napoleon in Dresden; im Lager von Pirna stand Marschall St. Cyr mit 15 000 Mann. In Schlesien waren 100 000 Mann unter Ney gegen Blücher ausgestellt; bei Zittau hielten 60 000 Mann unter.Ponjatowsky zur Unterstützung Neys. In Würzburg bildete sich ein Armeekorps unter ßhigetan. 56 000 Mann organisierte der Vizekönig von Italien. Napoleon gebot im ganzen über eine H.eeresmacht von 400 000 Mann, denen 500 000 Mann der Verbündeten gegenüberstanden, ßn Wirklichkeit operierten aber im Felde nur 300 000 Franzosen gegen 400 000 Mann der Verbündeten. Ter Plan der Verbündeten ging dahin, mit der böhmischen 8lrmee Napoleon in seiner rechten Flanke, mit der Nordarmee in seiner linken Flanke zu umfassen, wahrend in der Front Blücher mit der schlesischen Armee vorgehen sollte. Wir können hier den dadurch veranlaßten gegenseitigen Bewegungen im' August und September in der Hauptsache nur soweit folgen, als sie die Verhältnisse der hessischen Truppen berühren. Tie Vor- und Rückwärtsbewegungen der Armeekorps, denen die hessischen Truppen angehörten, vollziehen sich im August und September innerhalb einer geraden Linie von Osten nach Westen und umgekehrt, von der Oder rückwärts bis zur Elbe. Tabei kommen im besonderen in Betracht die Gebiete von Lieg- nitz an der Katzbach, von Bunzl au am Bober, von Soufian an dein Queis, von Görlitz, an der Neiße, von Bautzen an der Spree, von Dresden an der Elbe. Arn 15. August firicht die hessische Brigade mit der Division Marchand aus dem Lager von Lüben auf und marschiert zuerst in der Richtuiig Liegnitz, daun nach Bunzlau, wo sie am 20. ankommt. Der Feind geht bei der Annäherung des 3. französischen Korps (Ney) auf das linke Boberufer zurück, hält aber die Stadt Bunzlau besetzt. Etwa 2 Stunden unterhalb der Stadt zerstört das 1. Gardefüsilierbataillon die über den Bober führende Brücke; seine Schützen vertreiben die an dem Ufer schwärmenden Kosaken.. Tas Korps Ney setzt am 20. seinen Rückmarsch nach Görlitz fort, geht aber wieder vor, als Napoleon von Dresden her mit Verstärkungen heranrückt. Um diese Zeit erhält das 2. Bataillon des Gardesüsilier- regiments Befehl, als Ehrenwache und Bedeckung des Kaiserlichen Hauptquartiers nach Dresden abzumarschieren, wo es bis zum 7. Oktober verbleibt. Damit war das 2. Bataillon des Regiments während des ganzen Feldzuges von seiner Brigade getrennt. Ilm 23.' August muß das Neysche Korps über Haynau nach Liegnitz Vorgehen. An demselben Tage werfen das 5. und H. französische Korps den General Yorck über die Katzbach nach Sauer zurück. Gleichzeitig sieht sich aber Napoleon veranlaßt, nach Dresden zurückzukehren, da hier die Stellung seiner Hauptmacht von der heranrückenden böhmischen 9trmee bedroht ist. Arn 25. August war die 39. Division Marchand über Hay- uau nach Liegnitz vorgegangen, wurde aber am 26. wieder nach Haynau zu rückbeordert. Dadurch entgingen die Hessen dem furchtbaren Geschick, das die übrigen Korps an diesem Tage an der K a tz- ha ch traf. Tas 1.Bataillon der Hess.Leibgarde, das am 25. in Haynau zurückgeblieben war, wurde mehrmals alarmiert und zur Uefiergäbe aufgefordert. Ter Bataillonskommandeur Prinz von Wittgenstein, erteilt deut feindlichen Parlamentär die höhnische Antwort: „Ihr Ches mag kommen und das Bataillon abholen." Bei dem Rückmarsch der übrigen Teile der hessischen Brigade nach Haynau wäre beinahe Prinz Emil von schwärmenden Ko- sakeii gefangen genommen worden. Er war nämlich des strömenden Regens wegen seiner Brigade vorausgefahren. Am 26. August verliert Marschall Maedonald die Schlacht an der Katzbach gegen Blücher. Ter Marschall hatte gleichp- zeilig 'mit dem Feind, ohne es zu wissen, die Offensive ergriffen. Beide Armeen rückten, ohne sich zu sehen, in einem dichten Nebel gegeneinander vor. Blücher beabsichtigte, die Franzosen auf dem linken Ufer der Katzbach anzugreifen; doch ehe das schlesische Heer nachmittags 2 Uhr dem Flusse sich näherte, fand es den 'Feind in vollem Abzug nach dem rechten Ufer, um sich in den Ebenen von Wahlstatt auszubreiten. Ein hartnäckiger Kampf beginnt auf beiden Seiten. Ter ununterbrochene Regen, bet bem alle Gewehre versagen, die Ueberlegenheit der preußischen Reiterei und der Umstand, daß General Sonhäin mit dem ganzen Park in einem1 Dsfilse steckt, aus dem er bei den grundlosen! Wegen nicht herauskommen kann, müssen die Niederlage der Franzosen bewirken. Was' nicht niedergemacht wird, findet in den reißenden Fluten der Katzbach sein Grab. Nur kärglichen Trümmern der französischen Korps gelingt es, die Straße nach Bunzlau zu erreichen. 8km 26. uub 27. August, an dem Tage der Niederlage an der Katzbach, erringt Napoleon einen glänzenden Sieg bei D r c s - ben. Mit 60 000 Mann schlägt der Kaiser 150 000 Mann der böhmischen Armee, die ihm seinen Hauptstützpünkt Dresden entreißen wollten. Als der Kampf bei Dresden tobt, kommt am Abend des 26. um 9 Uhr das 2. B a t ai l l o n des Hess. Gardefüsilier regimeitts an. Es war, wie vorher erwähnt, Hierher abkommandiert totorben. Tie Nacht wartete es auf dem Marktplatz weitere Verhaltungsm'aßregeln ab. Als das Bataillon von der Höhe atp „weißen Hirsch" nach Dresden marschierte, übersieht eZ die feit 4 Uhr begonnene Schlacht. Es siebt noch, wie nahe an der Stadt tun den Besitz der Verschanzungen gekäinpst wurde, wie immer neue Truppen aus der Stadt defilierten, um die verlorenen Punkte wieder zu nehmen, und wie der Feind sich zum Rückzüge anschickte. Gegen Mitternacht ließ der Truppen- kommandeur des Kaiserlichen Hauptquartiers das Bataillon in die Pirnaer Vorstadt einquarticren und ihm eröffnen, daß es nun- Mehr als Schutzwache der Equipagen des Kaisers dienen solle und btefern, jetzt überall zu folgen habe. Am 27. August greift Napoleon die böhmische Armee, die ihn am Tage zuvor angegriffen, selbst an, und erringt bis zum Abend einen vollständigen Sieg. Er zwingt den Feind nicht nur zum Rückzug nach Böhmen, sonderw macht noch 14 000 Gefangene und erbeutet 26 Kanoiwn und 48 Fahnen. Kehren wir zur hessischen Brigade zurück, die wir am 26. August in Haynau verlassen haben. Am 27. August bricht die Brigade mit der Division von hier auf, um ihren Marsch rückwärts nach Bunzlau fortzusetzen. Auf deut Wege dahin waren die Straßen dicht mit flüäjtenöeit Franzosen gefüllt, die von der Wahlstatt an der Katzbach kamen und bei dem strömenden. Regen auf grundlosen Wegen sich, abinuhten, Bunzlan zu erreichen. ßn der Stadt Bunzlau wimmelte es von Soldaten, Nur einzelnen Teilen der hessischen Brigade gelingt es, über den reißenden Bober zu kommen, dessen Fluten die Brücken überschwemmten. Tas 1. Bataillon des Gardefüsilierregiments konnte die Brücke nicht passieren und mußte in der Nacht jenseits derselben biwakieren. Ebenso erging es bem Leibregiment, das sich noch in der Nacht jenseits der Boberbrücke in einem: Torfe herumplackte. ‘Slaä'f Wiederherstellung der Brücken über den Bober durch die Hessen marschiert die Tivision am 28. August in der Richtung Soufian weiter. Sie kommt aber nur langsam vorwärts, da das Q n e i s t a l überschwemmt ist. Erst am 29. August ist das Wasser so weit gefallen, daß es durchwatet werden konntL., Ilm Nachmittag kommt die Tivision in Lanban an. Hier nimmt sie die Trümmer der Tivision Puthold auf, die bei Löwenberg: an dem Bober von den nachdrängenden Blücherschen Truppest angegriffen, umringt wurde und sich mit dem Rufe: „Sauve qui pent!" aufgelöst hatte. Am 31. August setzte die Tivision Marchand ihren Marsch nach Görlitz fort, von wo aus sie sich zunächst nach Süden, nach Reichenbach, wendet, um sich dann hinter die Spree bei Bautzen zurückzuziehen, das am 2. September erreicht wird. Hier kam auch am 4. September Napoleon an, der unmittelbar nach der Schlacht bei Dresden Maedonald zu Hilfe geeilt war unb Blücher wieder über die Neiße und den Queis wieder zurückgedrängt hatte. Tie Niederlage seiner anderen Generale nötigten den französischen Kaiser zur Rückkehr nach Dresden. Am 23. August war nämlich Qndinot bei Großbeeren geschlagen worden: am 29. und 30. August war das 1. Armeekorps des Generals Vandamme bei Kulm gänzlich aufgerieben worden. Am 6. September erlitt Ney, der 'mit ber jungen Garde bei Dresden noch siegreich gekämpft hatte und dann nach Berlin operierte, bei Den n e wi tz eine verhängnisvolle Niederlage. Nachdem die Division Marchand und damit die hessische Brigade am 8. September vom 3. Ney scheu Korps zum 11. deS Marschalls Maedonald gekommen wär, setzte sie mit diesem den Rückmarsch von Bautzen nach Dresden fort und verweilte bei Bischofswerda vom 13. bis 21. September. Am 12. September kehrte das 1. Bataillon des Hess. Gardefüsilierregiments, das einen Transport Kranker unb Verwundeter von Bautzen nach Dresden geleitet hatte, nach Bischofswerda zu seiner Brigade zurück. Aut 23. September versuchte Napoleon zum dritten Male über Bautzen mit bem Maedonaldschen Korps gegen Blücher vorzugehen. Tie hessische Bngade staub als Reserve auf dem Kapellenberg bei Bautzen. Blücher wich einer Schlacht aus, unb Napoleon gab es' jetzt auf, Weitere Vorstöße nach biefer Sette hin gegen ihn zu Unternehmen. Er ließ bas Maedonalbsche Korps nach Dresden zurückkehsten; die hessische Brigade kam' bet deut Torfe W ei ßi g bis zum- 2. Oktober in Biwak. Am 28 September erschien der Kaiser bei der Tivision im Lager und verlieh zwanzig Orden der Ehrenlegion, davon 5 an das Gardefüsilierreglment. Anfangs Oktober wurde Napoleons Sage immer schwieriger. Blücher näherte sich elbabwärts der Nordaruiee des Kronprinzen pon Schweden, und General Bertrand, der dies verhindern wollte, wurde von Yorck in ber Schlacht bei Warten berg bet Wittenberg geschlagen. Tie Division Marchand brach aut 6. Oktober von Dresden auf und marschierte am linken Ufer ber Elbe abwärts bis Meißen, Oschatz, Dahlen auf Wittenberg los, wo sie am 12 Oktober an kam. In Oschatz war am 8. Oktober da» 2. Bataillon des Gardefüsilierregiments angekommen, das in Vereinigung mit eine französischen Mariitefiataillon, 1 Abteilung Badener Dragoner, 3 Schwadr. französischer Kavallerie, zahlreicher Abteilungen Geusd'armes und mit 6 sechspfundtgen Kanonen unter dem' Kommando des Generals Turier die Eskorte de» kaiserlichen Schatzes und der Equipagen bildete. Am 10 kommt das Bataillon nach Saufigf, am 11. nach Tuben, am 13. nach Ellenburg am rechten Ufer der Mulde, wo tzs bis zum 17. Oktober noch während der Schlacht bei Sechzig verblieb j Tie hessische Brigade erhalt am 13. Befehl, von Wittenberg nach Seipzig zurückzumarschieren. Sie kommt am 15. tn Taucha , nordöstlich von Leipzig, an. vereinigte Napoleon alle seine Streitkräfte, um, gegen die böhmische Armee unter Schwarzenberg einen Hauptschlag zu fuhren, bevor Blücher rind dis Nordarmee angenommen wären. Es erübrigt nun noch, auf die Tätigkeit des hessischen Che- vaurlegers-Regiments während dieser Zeit zurückzugreifen. Das Regiment Ivar der Kavalleriedivision Beaumont vom 6. Korps Marmont zugeteilt worden. Am 16. August erhält das Regiment Befehl, in der Nacht das Dorf Klein-Zcsch bei Jüterbog zu besetzen. Nachts 2 Uhr wird es unvermutet übersatten. Mit Anbruch des Tages sammelt es sich wieder bei Baruth. Der Verlust bei dem Üeberfall betrug 83 Pferde: s 1 Unteroffizier und 12 Gemeine wurden verwundet, 6 Gemeine gefailgen. Am 1. September steht das Regiment bei Zahna, Kreis Wittenberg. Hier hat es am 5. September int Verband der Arriöregarde der Di- vision Beaumont ein Gefecht zu bestehen, in dem Oberst von; Münchingen durch eine Kanonenkugel tödlich getroffen wird. Rittmeister Bohneburg übernimmt das Kommando. Am folgenden Tage, am 6. September,, in der Schlacht bei D e n n e w i tz, wird das Regiment von feindlichen Dragonern chargiert und geworfen. Rittmeister v. Breidenbach sammelt wieder etwa 120 Reiter und schließt sich einem Jnfanteriebataitlon an, mit dem er den Rückzug fortsetzt. In der darauffolgenden Nacht vereinigt sich Rittmeister von Breidenbach mit einem Trupps württem- bergischer Kavallerie unter Oberst v. Bisiüarck und marschiert nach T o r g a u. Hier finden sich auch wieder andere kleinere Abteilungen ein, so daß das Regiment nun wieder 260 Pferde stark ist. !Am 8. September geht es' mit einem westfälischen Chevauxlegers- regimcnt über die Elbe nach Markt-Rhena, wo es bis zum 21. September bleibt. Bei deut forcierten Uebergang der Preußen unter Aorck über die Elbe kommt das hessische Chevauxlegersregiment am 3. Oktober bei Warten b u r g ins Gefecht. Es verliert mehrere Tote und Verwundete, 50 Gefangene und Vermißte. Mit dem Rest des Regiments kommt Rittmeister v. Boyneburg am 14. Oktober bei Leipzig an. Hier werden die noch übrigen hesstschsn Reiter der westfälischen Division Wolf zugeteilt, mit ber sie an der Schlacht am 18. Oktober teilnehmen. Wie eilt dramatischer Alm entsteht diese fesselnde Frage beantwortet im Juliheft pon B el Hag en it. Klasings Monatshefte n ein trefflicher Kenner der Verhältnisse, nämlich Joseph August L ux. Er weist darauf hin, daß die ■ Kinematographie im wesentlichen eine bloß illustrative Sache ist und dast sich, so überraschend es klingen mag, Bühucn- dramen am allerschlechtesteu für die Verfilmung eignen. Tie epische Darstellung besitzt in der Wortschilderung von vornherein, ein illustratives Mittel, das dem künstlerisch weitaus ökonomischeren Drama fehlt. Das Gebiet des Films ist nicht der Raum, die Bühne, sondern die Leinwand, die Fläche, die Schwarz-weiß- Skala. Darum läßt sich der Filmdramaturg von ähnlichen Instinkten leiten, wie etwa ein geschickter Illustrator. Er reifet aus dem Roman einzelne Momente heraus, die interessant genug sind, auf der Schwarz-Weife-Fläche ein packendes Bild zu geben, und wird dabei Bedacht daraiks nehmen, das; die aufeinanderfolgenden Szenen sich so ergänzen, daß. sie wie die Glieder einer Kette ineinander greifen. Wenn es also heißt: „Marianne verläßt das Haus ihres Gatten und kehrt zu den Eltern zurück", wird der Filmdramaturg die Sache derart einrenken müssen, daß die Szene im 'Filmmanuskript so aussieht: „Marianne wirft ein paar Zeilen aufs Papier, rafft'ihre Effekten zusammen, setzt den Hut auf, nimmt die Reisetasche, sendet einen Scheideblick zurück und wendet sich entschlossen zur Tür." Und das nächste Bild wird dann beginnen: „Marianne in den Reisekleidern und mit der Handtasche betritt das Wohnzimmer der überraschten Mama." Die überraschte Mama wohnt zwar zwölf Bahnstunden weit, aber die zwei Momente ergänzen sich so, daß. sie dicht aneinq ander gerückt werden können. Tie Einheit der Personen, und die Einheit der Handlung ist also gewahrt, wogegen die Einheit der Zeit und namentlich die Einheit des Ortes ganz in Wegfall kömmt. Der große Reiz des Films beruht ja geradezu auf diesem Ortswechsel, der von Bild zu Bild - eintreten kann und sehr erwünscht ist. Je verschiedenartiger die Schauplätze sind und fe schneller sie auseinander folgen, um so herrlicher. Wo aber in der Handlung eins Riß eintritt, sorgen ein paar erklärende Textzeilen auf der Sein» wand für die notwendige Verbindung. Zum Beispiel: „Marianne will sich scheiden lassen." Im nächsten Bild sitzt sie schon beim Advokaten. — Wenn auch die Originaldichtung solche Stellen und Uebergänge nicht enthält, so werden sie der Verdeutlichung zuliebe gemacht werden müssen. Tie Muse des Films schreckt vor keiner Gewalttat zurück. Hat mm der Filmdramaturg fein Szenarium, eine runde, Summe von Bildern, fertig, dann wandert das Manuskript in die Werkstatt des Filmregisseurs. Dieser Mann ist sozusagen das Herz des Betriebes. Er inszeniert, schult die Darsteller, probt, improvisiert, hat seine Hände int Spiel und ist doch zugleich Publikum, beim auf Publikumswirrung kommt alles an. Szene für Szene kontrolliert er mit dem Auge der Kamera — Bildwirkung ist sein oberstes künstlerisches Gesetz. Seme Werkstatt? Sie ist nicht nur der große Oberlichtsaal mit den starken elektrischen Lampen, die oft das Tageslicht vermehren helfen müssen. Sem« Werkstatt ist auch das Feld, die Straße, die Meeresküste, das Luftschiff, das Schlachtfeld. Man könnte viel einfacher fragen, waS nicht seine Werkstatt wäre. Sein wichtigstes Werkzeug, ohne das es keinen Kino gäbe, ist der photographische Apparat. Mit Hilfe dieses' Apparates macht er, Momentaufnahmen von gatrz kurzer Expositionsdauer, sagen wir ungefähr einer achtundvierzigstel Sekunde) Eine Momentaufnahme liefert gleichsam nur einen toten Punkt, wo scheinbar! alle Bewegung aufgehoben ist. Ein Manu, der über die Straße geht, kann in einer Momentaufnahme so aussehen, daß das eine Bein unbewegt in der Luft hängst. Lasse ich nun sehr rasch eine Zweite, dritte, vierte Momentaufnahme und noch mehr Momentaufnahmen folgen, so wird nach und nach auch ein Bild kommen, wo das Bein wieder fest lauf der Erde steht, während sich das andere hebt usw. Lasse, ich gar in, einem Projektionsapparat die Bilder rasch vorübergieiteu, so wird das Auge, ungeachtet der winzigen Zwischenräume, von Aufnahme Ku Aufnahme, die verschiedenen Stellungen, die tote;*, Punkten gleichen, addieren, und ieS wird eine Bewegung entstehen, wie etwa aus aneinandergereihten Punkten eine Linie entsteht. Darauf beruht die Kinematographie. Die kinematographische Kamera hat demnach eine besondere Einrichtung. Ein etwa 21/2 Zentimeter breites Filmband wird mittels Kurbeldrehung über Walzen int Innern des Kastens an der Be- lichtungsösinung des Objektes .vorübergezogen. So werden in rascher 'Folge nacheinander eine große Zahl von Momentaufnahmen, etwa 16—20 in der Sekunde, gemacht. 1600 Meter Film mit diesen .winzigen Aufnahmen von der Größe einer Briefmarke gehen in der Kinovorstellung in etwia dreiviertlel! Stunden an uns vorüber. Vermachtes. — Eine neue „O r i g i n a l i t ä t" der französischen Damen. Sie brauchen keine Strümpfe, sie gingen von den zierlichsten und kostbarsten Halbschuhen mit den allerhöchsten Stöckeln auf die —• Sandalen über. Eines muß sogleich richtig gestellt werden. Nicht alle — sondern einige. Nicht etwa, daß sie diese Sandalen zu Hause in der heißen Sommerszeit trügen, Wb deren Gebrauch einleuchtend erschiene, sondern sie ziehen sie zu beit feinsten Abendkleidern an, diese bandum'wickelten Sandalen, aber ohne Strümpfe, wobei sich die beste Gelegenheit ergibt, die rotgeschminkten Fersen und die rotgefärbten Nägel zur Geltung zu bringen. Hierzu die verführerisch geschlitzten Röcke, die gleichfalls die unbekleideten Beine nicht verhüllen. Was werden beim die armen Tanten beginnen, wenn auch diese neue Mode abgegriffen erscheint? * Empfindlich. Kondukteur (ausrufeud): „Zeutralbahu- hof! Ostbahnhof! Haidhausen umsteigen." (Zu einer älteren Dame): „Sie müssen sitzen bleiben." — Alte Jungfer: „Tas geht Sie ja nichts an, Sie unverschämter Mensch!" ‘ UömgZpromenade. Man darf die einzelnen Wörter und Silben nur in der Weise miteinander verbinden, daß man — wie der König auf dem Schachbrett — stets von einem steld ans auf ein benachbartes übergeht» au den aus dir nim gen mehr des tob der geht [ Hebet mev fort aus He ein ort 1 ge ä man was nicht ge die fein wenn so fort im rückt cs als spät I früh j rot morgen immer such' her im gends und nicht int zeu abends such' nir stern der blickt es Auslösung in nächster Nummer. Auslösung des Zitatenrätsels in voriger Nummer: Ein jeder lernt nur, was er lernen kann. Redaktion: K. Neuratb. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruekerei, N. Lange, Gießen,