sfrsurnlirbe. Roman von Horst Bodemer, (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Hans-Wilhelm rechnete in seinem Arbeitszimmer Mit Drewel; aber es kam nichts Gescheites dabei heraus'; er Mar zerstreut und sagte nur immer, wenn ihn der alte Mann etwas fragte: „Ja doch — ja!" Eine Zeit lang sah das! der Oberinspektor ruhig mit an, dann rieb er seinem Herrn ohne Umstande die Wahrheit ünter die Nase. / „Herr Oberleutnant, die Uebung scheint Geld gekostet M haben. Rechnen wir lieber ein anders Mal, heute klappt's doch nicht." Hans-Wilhelm wollte ihm erst grob kommen, aber er Unterließ es doch lieber; der alte Drewel hatte ja schon Mit Eva unter einer Decke gesteckt, wie er noch nicht einmal verlobt war. Er tat gleichgültig. „Billig war das Vergnügen nicht Sie können's sich denken!" Ruhig sah der alte treue Mann seinen Herrn an. „Es fragt sich bloU Was der Herr Oberleutnant „nicht billig" nennen!" Da sprang Hans-Wilhelm auf. „Machen wir einen Gang durch die Ställe, Drewel!" Schweigend nahm der Hut und Micher. $ Hans-Wilhelm konnte sich nicht entschließen, den Schwiegervater zu begrüßen. Eva, die fürchtete, ihr Vater könnte Verdacht schöpfen, sagte eines' Tages nach Tisch: I„Wie wäre es) wenn wir heute mittag zu Papa führen?" Ihm war das unangenehm and- er suchte nach einer Ausrede. „Er hätte selbst mal 'rüberkoinMeu können; er weiß doch, daß ich durch meine lange Abwesenheit hier meine Hände voll zu tun habe!" „Papa war während deiner Abwesenheit 'oft hier." h- „Das kann ich mir denken," erwiderte Hans-Wilhelm' bitter!" — Aus der Fahrt ivurde nichts. „Ein anderes Mal, liebe Eva." Da wußte sie, daß sie Hans-Wilhelm überschätzt hatte. Sechzehntes Kapitel. Hans-Wilhelm sprach sich mit seinem Weibe aus. Er War nervös geworden und- und brauste oft heftig aus) Mit Drewel geriet er so hart hintereinander, daß er kündigen Wollte. Es bedurfte der ganzen Ueberredungskünst der beiden Frauen, ihn zum Werben zu bewegen. „Lange sehe ich mir aber die Wirtschaft nicht MeW mit an," hatte er zum Schluß brummend erwidert. Eva war es unmöglich, ihren Mann bei der Heimkehr von der Arbeit mit der alten Herzlichkeit zu empfangend sie wurde stiller und stiller. Und Hans-Mlhelm fühlte sich bedrückt. Das' war ja nicht zum Aushalten — Wend fM Abend tote ein Oelgötze bei ferner Frau sitzen und kaurn ein gutes Wort zu hören! Immer noch suchte er die Fehler bei anderen und nicht bet sich. Wäre er offen und ehrlich gewesen, diese Verstimmung würde bald gewichen sein. Graf Relendorff hatte ihU, als er endlich den Weg nach Glossow gefunden, fehr von oben herab behandelt „Du hättest auch schort früher zu mir kommen können/' empfing er ihn. 1 । ' ;„Jch hatte viel zu tun." I >,Nicht soviel, daß du deinem Schwiegervater nicht hättest guten Tag sagen können —, dein Fernbleiben witch eben andere Gründe haben!" Unwillig zuckte Hans-Mlhelm die Schultern und empfahl sich sobald als möglich wieder. Ja, wußte dentt der Graf etwas von seinen Verlusten? Hatte er spioniere» lassen? Einen Moment dachte er an Beerenbürg, absß dern war ja das meiste doch gar nicht bekannt. Der wurd« immer als Adjutant mit dem Obersten zusammen einquar-« tiert, und too der Kommandeur lag, mied man das Spiel, Beerenburg schrieb ihn: auch öfters und erwähnte das. Spiel nie mit einer Silbe. । Wer die Zeit verstrich-. Noch! ein reichlicher Monat- dann mußte er dem Wucherer einige zwanzigtausend Mar? schicken, und vorläufig hatte er von der Summe noch feinett Dreier in der Tasche. i Die Jagden begannen, in der Kreisstadt die Markts: es war die höchste Zeit an die Arbeit zu gehen, destn lieber hätte er sich aufgehängt, als Eva gebeichtet. Dev Frieden war längst weg, jeder lebte für sich; saßen st« zusammen, so redeten sie nur wenige Worte miteinander einige Wirtschastsfragen wurden aufs Tapet gebracht und! erledigt, oder man beschäftigte sich mit dem Kinde, dass prächtig gedieh. Eva hoffte immer, die kleine Edith würde den Friede»! vermitteln; aber sie war sehr unruhig und schrie viel- das machte Hans-Wilhelm nur noch nervöser. -/Herrgott, was brüllt der Wurtn nur immer!" ' „Tu Weißt doch, es bekommt Zähne." !- „Na jg, aber zum Aushalten ist das nicht; gib sitz dem Kindermädchen!" » Dann verließ Eva immer sofort das Zimmer ugdj blieb bei dem Kinde. Hans-Wilhelm war es das liebste, 66 konnte er ungestört feinen Gedanken nachhängen. Und je mehr er das tat, um so unruhiger wurde er. ©eine Mutter sah er fast nur bei den Mahlzeiten; sie blieb gleichmäßig freundlich zu ihm, mied aber au.chs jetzt noch ängstlich, außer der Zeit mit ihm zusam'menfi zutreffen. Was sie einst Eva gesagt: „Ich bin jetzt auf 214 das Altenteil gesetzt und Habe kein Recht mehr, über meinen Jungen zu machen; jetzt mußt du zusehen, wie du mit ihm fertig wirft," hielt sie getreulich. Sie tat dies wirtlich nicht ans Ruhebedürfnis, sondern weil sie der Ansicht war, haß viele Köche den Brei verderben müssen. Mit großem Bangen sah sie in die Zukunft. Vielleicht kam noch die Munde, wo sie ihre Autorität in die Wagschale werfen mußte, vorläufig jedenfalls lag keine Veranlassung vor, einzugreifen. Und noch eilt Grund ließ sie eine abwartende Haltung einnehmen. Graf Relendorfs lag aus der Lauer! Er kam jetzt öfter als früher, meistens zu einer Zeit, in der er annehmen mußte, Hans-Wilhelm nicht zu treffen. Ohne Worte und doch allzu deutlich rang er um den Sieg. Eva sollte Vertrauen zu ihm fassen, sollte erkennen lernen, daß e§i- niemand auf der Welt so gut mit ihr meinte wie ihr Vater. Kam dann der Zusammenbruch, nun so würde er mit .fester Hand eingreifen und das Bänd zerschneiden zwischen Moreth und Glossow. Die lebenserfahrene Agathe von Moreth sah diesem stillen Ringen zu — und schwieg. Der Tag aber, der die Entscheidung brachte, sollte sie auf dem Posten finden. * Da Hans-Wilhelm sich nicht wohl zu Hause fühlte, benützte er jede Gelegenheit, die sich ihm bot, um in die Kreisstadt zu fahren. Keine Jagdeinladung lehnte er ab. Düsedau triumphierte. „Was habe ich dir gesagt, Pichelkow, er wird vernünftig!" „Ja, der Mensch rann sich irren. Gott sei Dank, kann er es, lieber Jochen!" „Du, ich werde nächste Woche eine kleine Jagd geben, nur lustige Sumpfhühner. Da wollen wir Hans-Wilhelm die letzten Marotten aus dem Kopse treiben!" „Schön und gut, aber bring ihn: vorher bei, daß er Geld in seinen Beutel tut!" Da lachte Jochen Düsedau. „Du denkst, was nian hat, das hat man!" „Natürlich!" Da trinken die beiden ein paar Flaschen Burgunder mit Sekt — Hans-Wilhelm würde die Zeche schon bezahlen. Und er sagte zu. Röpke beugte gleich bei seiner Ehehälfte vor. „Du, es wird wohl höllisch spät werden bis ich zurückkomme." Sie sah ihren Herrn und Gebieter nicht gerade freundlich an. „Ihr wollt doch nicht tvieder hoch spielen?" „Bei Düsedau's wird's Wohl nicht anders sein." „Wenn du 'reinfällst, voir mir kriegst du keinen Pfennig." ( Frau Röpke hatte nämlich einen tüchtigen Batzen in die Ehe mitgebracht. „Hab' keine Angst, Moreth kommt, und der ist bar Geld!" - Das ivar allerdings weit und breit bekannt. Aber das letzte Wort mußte sie doch haben. „Was ich gesagt, habe ich gesagt. Von mir kriegst du nrchts." Im Grunde genommen sah sie den Verkehr ihres Mannes mit so „feinen Herren" sehr gern, da konnte sie bei den Kaffees in der Kreisstadt gehörig auftrumpfen und man beneidet sie um ihre Beziehungen.--■ — Hans-Wilhelm taute in dem fröhlichen Kreise ordentlich auf. Diese Stille in Moreth war zum Verrücktwerden! Die kräftigen Worte, die hinüber- und herüberflogen, dünk- sten ihm Zeichen von Lebenslust zu sein. Man nahm sich kem Matt doi- ^n Mund, er selbst kam schnell in diesen burschikosen Ton hinein. Am meisten zog tttctrt über den kleinen dicken Röpke her; der wehrte sich ganz wacker ferner Haut und dachte inr stillen: „Morgen früh habt ihr nur eure Hänseleien zurückgezahlt — in Doppelkronen Und Scheinen. Wer zuletzt lacht, lacht am besten." Und wie er es gewollt hatte, so kam es. Nach dem GsseU setzte man sich hm und spielte „hoch, bar und hitzig". Hans-Wilhelm war die Einladung wie gerufen gekommen. In zwanzig Tagen mußte er den Wechsel bezahlen, Mts hatte er Gelegenheit, den Schaden zu reparieren. Menn ihm das Glück hold war. Sein ganzer Leichtsinn wa« erwacht, kurzer Hand hatte er die ganze Wirtschaftskasse, neuntausend Mark fast — Drewel hatte wenige Tage vorher den Roggen verkauft — zu sich gesteckt. Das Glück wollte er zwingen, im rechteii Augenblick feste „pflastern", und wenn er zweiundzwanzigtausend Mark etwa gewonnen hatte, kurzer Hand aufstehen und: sagett: „Adieu, meine Herren! Ich bin so oft bei Ihnen 'reingefallen, jetzt habe ich meine Revanche!" Er trank sehr wenig trotz wiederholter Aufforderung. „Nee, ich danke," erwiderte er. „Nachher wollt' ihr doch wieder mal ordentlich jenen, und dazu brauche ich einen klaren Kopf." Düsedau warf seineni Freunde Pichelkow einen triumphierenden Blick zu; er hatte doch recht behalten, Hans- Wilhelm war „vernünftig" geworden. „Röpke muß die Bank übernehmen; er hat uns zu oft geplündert", hieß es. „Herrschaften, ich hab' nur einen Tausender mit." „Der langt für den Anfang", rief Hans-Wilhelm. „Na, denn meinetwegen drei Taillen durch." Man war einverstanden. Der Amtsgerichtsrat gewann. Als sich die dritte Taille dem Ende näherte, fragte! Hans-Wilhelm: „Wieviel steht in der Bank?" „Zweieinhalbtausend!" „Banko!" Wie ein Blitz schlug das ein; Moreth legte zweitausendfünfhundert Mark auf den Tisch. Dein guten Röpke stand der Schweiß aus der Stirne; annehmen mußte er, auf einen Schlag konnte sein ganzer Gewinn flöten gehen und der mitgebrachte Tausender dazu. Düsedau und Püchkow rissen schlechte Witze. „Jochen, ich wette um hundert Taler, der dicke Röpktz in seinem Dusel gewinnt. Hältst du dagegen?" „Nee, mein Lieber, das glaube ich selbst." Gespannt blickt alles auf die beiden. Röpke sah sich seine beiden Karten an. „Ich gebe!" Hans-Wilhelm drehte die ersten beiden um; er bekam, weil er „Banko" gerufen, zwei Paare. Rasch warf er sie auf den Tisch. „Acht, kleiner Schlag!" Dann nahm -er das zweite Paar auf, keinen ließ er die Karten sehen. „Ich bitte!" Röpke drehte die oberste Karte der zusammengeschrumpf- ten Taille um; es war Karo neun. Hatte Moreth kein Zählauge im zweiten Paare, und das ist, eine große Seltenheit, so war die Neun das Beste, was er kaufen konnte; seine Karte hatte sich verschlechtert. Ruhig sagte Röpke: „Ich kaufe nicht, ich bleibe auf sieben Coeur zwei, Treff fünf!" Ruhig legte Hans-Wilhelm zu der Karo neun seinen Pique König und die Treff Dame. „Das macht nichts, und nichts und neun macht neun!"' Röpke schob ihm das Geld' zu. „Ich bin pleite, meine Herren; ein anderer muß d'iö Bank übernehmen!" • i Man bestürmte Hans-Wilhelm, er inußte es tun, hatte er doch gewonnen. „Gern, meine Herren. Genau wie unser braver Röpke — drei Taillen durch! — In der Bank stehen tausend Mark!" „Aber Hans-Wilhelm", rief Düsedau, „du wirst doch den Gewinn nicht senken?" „Wenn den Herren meine Bank zu gering ist, gebe ich sie gern wieder ab." Tas wollte man auf keinen Fall. Nach manchem Hiu- und Herreden gab' man sich zufrieden. (Fortsetzung folgt.)' Die Verhaftung. Bon Hermann Hesse. Am 30. Juli 1672 war in seinem Schlupfwinkel, nahe beti Place Maubert, der Herr von Sainte Croix gestorben. Die Histriker, denen nichts heilig ist, und die keinen Sinne für den Wert der Gebärde haben, obwohl ihre Wissenschaft sich mit nichts ander:em beschäftigt,-die Historiker haben neuerdings nachgewiefenH daß er nach längerem Krankenlager in seinem Bette gestorben sei wie andere Leute auch. Diese minderwertige Wahrheit, falls sie eine ist, wird aber bald tvieder untergehen, und bleiben wird, 215 Wie billig, die schöne, grausige Legende vorn Tod des Giftmiscbers Sainte-Croix, der sich beim Herstellen seiner ^überfeinen Gifte stets durch eine Glasmaske vor dem Einatmen der tödlichen Pulver schützte, dein aber eines Tages die Maske bei dieser.heiklen Arbeit herunterfiel, so daß er alsbald tot in seinem schrecklichen Laboratorium niedersank. Bleibt man bei dieser bewährten Erzählung, so erklärt sich auch der merkwürdige Umstand, daß "ber Verbrecher alle feine Gifte und gefährlichen Papiere so achtlos liegen ließ. Kurz, ich halte mich an die Legende und nicht an die .Gelehrten, die denn auch wirklich das im Nachstehenden Erzählte als Märchen diskreditiert haben. Also am 30. Juli war der Giftmischer Sainte-Croix gestorben, der Liebhaber und Mordhelfer der schönen Fran von Brinvilliers, und diese Dame sah sich durch die gerichtliche Beschlagnahme seines Nachlasses, der ihre gesamten Briefe enthielt, bedenklich gefährdet. Kaum hatte sie gehört, baß die ihr wohl bekannte Kassette ihres Liebhabers, in ber er ihre Briefe aufbewahrte, in Händen des Gerichtes fei, als sie sich jede erdenkliche Mühe gab, diese Kassette uneröffnet in ihren Besitz zu bekommen. Als das schlimme Kästchen am 22. August vom Gericht geöffnet werben sollte, uub Fran von Brinvilliers bazu eingelaben wurde, ließ sie sich durch ihren Sachwalter vertreten, und als gleich daraus ein Spießgeselle ihres Liebsten festgenommen würbe, er- Psi.lk. sie die Flucht und wanbte sich nach. England. Inzwischen lies ihr Prozeß den ganzen Herbst unb Winter hindurch, und es würbe tm März bas Urteil verkündet, das jenen Spießgesellen zur Jiaoerung, die Frau von Brinvilliers aber in contumaciam zum -iebe durchs Beil verurteilte. Sie war des Giftmordes an ihrem Vater und ihren beiden Brüdern schuldig erkannt worben. Ta gleichzeitig ihre Güter eingezogen würben, uub ihr Mann, der merkwürdig indolente Herr von Brinvilliers, sich jetzt ebenso ivenig um seine Frau bekümmerte, als er es während ihrer Licb- schnft mit Sainte-Croix getan hatte, geriet die verwöhnte Dame bald in betrübte Umstände und scheint sogar von ihrer Schwester — berielben Schwester, der sie jahrelang nach dem Leben getrachtet Mle — Unterstützung erfleht oder doch angenommen zu haben. Die Verurteilte lebte in Lonbon und wußte sich über beit Stand ihrer Affäre stets auf dem Laufenden zu halten. Ter König Ludwig XIV. nahm persönliches Interesse an dem Prozeß unb bestand darauf, daß trotz aller Hindernisse die Gerechtigkeit ihren Lauf nehme. So wurde denn in Loudon die Auslieferung der Verbrecherin mit Eifer betrieben, aber burck Formalitäten und kleine Mißverständnisse mehrmals verzögert, W das! Madame noch immer frei umherging, während der König von England schon ihre Auslieferung an Frankreich versprochen hatte. Und als endlich die Schwierigkeiten überwunden und alle Bedingungen dieser Auslieferung erfüllt waren, war Frau von Brinvilliers aus London verschwunden. r w^rL011 V einige Zeit in der Pikardie unb an verschiebenen hollanbischen Orten ausgehalen thaben, soll in Baleuciennes unb 'n. Cambray gesehen worben feilt, unb flüchtete schließlich nach Hier fand die Flüchtlingin in einem Kloster gastliche Ausnahme und konnte glauben, an diesem Orte ber Gefahr entronnen zu sein. In ber Tat blieb sie hier sowohl von Spionen wie von beängstigeu- ben Nachrlchten unbehelligt unb begann so sehr aufzuatmen, daß f'c UL mit einem gewissen Theria in einen Licbeshandel einließ. Merkwürdig ist nun die Tatsache, daß diese gewissenlose, wilde und egoistische Frau bestäubig ein Schriftstück mit sich führte, bas sie ihre Beichte nannte, und worin sie ihr ganzes Leben aufgezeichnet hatte. Wir können uns bas nicht wohl anders erklären als aus einer an Aberglauben grenzenden Furcht vor den ewigen Strafen, wie sie denn auch später von keinem noch so schmählichen Umstand ihrer Hinrichtung so sehr betroffen schien wie von der Versagung des Abendmahls. So hatte sie also, offenbar um P? letzten Not einmal vollständige Beichte tun zu können, dies furchtbare Verzeichnis ihrer Verbrechen und Laster hergestellt Pm hielt es beständig m ihrem Zimmer in einer besonderen Schatulle verwahrt. Sm übrigen vermochte ihr Mißgeschick die kühne Abenteurerin ..allzu tief zu beugen. Sie machte sogar ihrem in Frankreich, verbliebenen Manne ganz harmlos den Vorschlag, er inöge wieder zu ihr ziehen, worauf jener freilich nicht einging. Einstweilen lebte sie unbehelligt als Gast in jenem Kloster und betrieb in Ermangelung größerer Unternehmungen ihren leichten Liebeshandel mit Theria, ber sie jedoch nicht abhielt, auch anderen galanten Anuahernngeu zugänglich zu sein. , So erschien eines Tages im März ein französischer Abba beiuchswelse tut Kloster, fragte nach der gnädigen Frau unb würbe von ihr empfangen. Es war eilt recht hübscher, noch lunger Manu von guten Manieren, dessen pariserischer Tonfall Madame sofort anheimelte, lieber den Zweck seines Besuches befragt, gab er die höflichste Antwort. „Ich bin," sagte er ehrerbietig, doch lächelnd, „auf einer größeren Reise begriffen, die mir bett Besuch mancher Klöster zur Pflicht macht. Da erfuhr ich beim ganz zufällig uub zu meiner ?Wüßten Freube, daß Sie, gnädige Fran, hier Aufnahme ge- ucht und gefunden haben. Und so wollte ick beim die Gelegenheit, eine so berühmte und zurzeit so sehr vom Unglück verfolgte Dame kennen zu lernen und ihr vielleicht ein Trosteswort zu sagen, nicht ungenützt lassen. Man bedauert Ihr schweres Schicksal in Paris allgemein und ist verwundert, ja entrüstet, daß es Ihren Gegnern üklungen ist, unser Parlament so sehr wider Sie einzunehmen, baß Ihre Verurteilung möglich war. Desto mehr freuen wir uns aber, Sie hier in Sicherheit zu wissen, wo Sie ruhige die Zeit abwarten können, da Ihnen die Gerechtigkeit zuteil werden wird, die wir m dem Pariser Urteilsspruch so sehr vermissen. Wie sehr Sie, verehrte Gnädige, in der Pariser Gesellschaft fehlen, davon können Sie sich keine Vorstellung machen." Tas waren Töne, die Madame Brinvilliers lange nicht mehr vernommen hatte. Einen Augenblick kämpfte sie mit Tränen, r rbr auffteigen wollten, da ihr plötzlich bei den schmeichelhaften Worten des eleganten Abbes alles vor Augen stand, was sie verloren hatte. Ab, sie war immer noch eine Schönheit unb öon gutem Adel, und wenn sie zurzeit auf den Genuß ihres berühmten Reichtums verzichten mußte, so konnte das doch nicht allzu fange dauern. Nach einem leichten, behutsam töstenden und endlich ganz weltmännisch plauderhaften Gespräch von einer Stunde empfahl sich der Abbö, küßte der schönen Frau die weiße Hand unb fragte angelegentlich, ob es ihm wohl erlaubt wäre, nochmals vorzusprechen, falls, wie anzunehmen, sein Lütticher Aufenthalt noch einen Tag oder zwei dauern sollte. Mit Freuden gabi die Dame diese Erlaubnis und setzte hinzu, die Gelegenheit zur Wiederholung einer so angenehmen und geistvollen Unterhaltung sei ihr allzu wert, als daß sie solche nicht lebhaft wünschten müsse, und es würde ihr ein wirklicher Verdruß fein, wenn ber Herr Slbbe nicht wiederkame. Tas hübsche Männlein nahm Abschied, versprach sein Wieber- kontmen unb ließ die Einsame in der wohligsten Erregung zurück. Sie dankte es ihm, daß sie sich feit einer Stunde wieder ganz als Weltdame und gefeierte Aristokratin .fühlte, und es wollte ihr scheinen, sie habe dem feilten Mann genug Eindruck gemacht,- baß er seinen Aufenthalt in Lüttich auch ohne anbere Ursache recht wohl ihretwegen ein wenig verlängern könnte. Diese Vermutung ber erfahrenen Frau erwies sich andern Tages als nicht unbegründet. Es erschien ziemlich früh am Tage, doch nicht früher als etwa die Empfängsstunde einer vornehmen Dame während ihres Landaufenthaltes ftattfänbe, ber Herr Abbe in feinem1 seinen Seibenrock, brachte einen um diese Jahreszeit kostbaren Strauß von Maiblumen mit und begann alsbald die Unterhaltung auf dem Punkte, wo er sie gestern abgebrochen hatte. Es war heute Sinn und Benehmen der beiden weit leichter und freier als gestern; von dem- schrecklichen Prozeß und der kläglichen Lage der Gnädigen ward diesmal kein Wort gesprochen, sondern Man plauderte ainüsant und freundschaftlich, die Dame ließ kleine reizende Koketterien aufblitzen, die ber Herr mit Komplimenten erwiderte, unb diese Komplimente glitten in feiner Abstufung mehr und mehr vom Gebiete gefell- schaftlicheu Allgemeinheit auf das ber persönlichen und momentanen Galanterie hinüber, ja, der kühle .Herr erlaubte sich aut Ende einen Kuß auf MadaMes Schulter, ber kaum gerügt wurde. Nun gestand er, plötzlich in Feuer ansglnhend unb auf die Knie sinkend, daß er allerdings gestern noch des Sinnes gewesen sei, heute von Lüttich abzureisen, daß er nun aber unmöglich gehen könne unb am liebsten alle Tage seines Lebens! in diesem Stübchen zu den Füßen dieser entzückenden Fran «erbringen möchte. Er hielt ihre Hand fest, die er mit Küssen bedeckte, und legte in tiefer Bewegung sein Haupt in ihren Schoß: und 'fie strich ihm lächelnd mit schmeichelnden Händen über das glatte schwarze Haar. „Herr Abbs", sagte sie endlich gütig, „Sie vergessen, daß wir uns in einem Kloster befinden. So sehr Ihre Jugend Und Zuneigung zu mir mein Gefallen haben, so entschieden muß ich daran erinnern, daß ich als Gast dieses heiligen Hauses und als atme verfolgte Frau besondere Rücksichten zu nehmen habe. Sie werden das begreifen und mich nicht ber Gefahr aussetzen, meines Gastrechtes hier verlustig zu gehen." „Aber gewiß, mein Kleinod," flüsterte der Liebhaber glühend, „wie könnte ich je das Geringste tun, das Ihnen unlieb wäre! Erlauben Sie mir daher, Mlerschöktste, Sie morgen an einem1 sicheren Orte zu erwarten und Sie zu einer Spazierfahrt in mein ent Wagen einzuladen. Ach, wie ich Sie liebe, Mein Bijou!" Sie machte noch einige zeremonielle Widerstände, sodann wurde! das Rendezvous unter Beobachtung vieler Vorsicht auf morgen an einem bestimmten Platz außerhalb der Stadt verabredet, und zuM erstenmal zog ber junge Mann die Eroberte an sich und gab ihr, ohne daß sie. widerstrebte, so viel Küsse als er wollte. Tann drängte sie ihn zur Türe und brachte dcnlRest des Tages vergnügt in!Ge- baufcii an das neue hübsche Abenteuer hin. Sie las auch ein wenig in ihrer geschriebenen Beichte und dachte diesmal Nicht an die Höllenstrafen, sondern sah ihr kühnes, selbstherrliches Leben von der Höhe des Augenblickes an wie eine schöne wilde Feuersbrunst, die noch in voller Pracht und bereit Erlöschen noch in weiter Zukunft steht. Ändern Tages Machte sie sorgfältig Toilette, steckte einige von den duftenden Maiblum'en in ihren Busen'und! ging zu Fuße, in einen dunklen Mantel gehüllt, deut Stelldichein'entgegen. Vor der Stadt zwischen den Mauern zweier Gärten blieb sie fiebern atmete die milde erdig duftende Frühlingslust und wartete auf den Galan. Und schon nach wenigen Minuten shörte sie auf dem' Wege hinter ihr einen Wagen rollen, ber 'sich rasch näherte. Sie 216 trat an den Rand des feuchten Weges — der Wagen dog um' lote Ecke, Mr langsamer und hielt genau an ihrer Serte Unter deut niedergelassenen Lederdache sah lächelnd das Gesicht des Mchg, das sich ihr mtgegenneigte, und sie setzte lächelnd den Fuß auf den Wagentritt. An diesem Augenblick hörte sie Schritte hinter sich, fühlte irch von starken Arnim ergriffen, sah sich, jäh erschreckend, von drei, vier, fünf fremden Männergesichtern umgeben und brach, da ste die Uniformen der Pariser Polizei erkannte, mit einem wahnsinnigen Schrei, vor dem die Pferde scheuten, zusammen. Als sie nach wenigen Minuten wieder zu sich kani, säst sie in einem sehr rasch dahinfahrenden Zweispänner an der Serte des Klbbss, der jedoch heute Uniform! trug und sich ihr kühl als Polizeioffizier vorstellte. Es war der GesreUe Desgrais, Len das Pariser Parlament zur Festnahme der Verurteilten ausgesandt und der feinen Auftrag mit Hilfe dieser Liebeskomödie ausgeführt hatte, da er eine Verhaftung int1 Kloster aus Furcht vor einem etwaigen Volksaufstand nicht wagen möchte. 'Damit ist die Geschichte der Madame Brinvilliers zu Ende; und so wütend sie sich um! das von 'Desgrais beschlagnahmte Beichtmanuskript wehrte, so brauchte sie doch' um dessen Vollständigkeit nicht besorgt zu sein, denn in der 'kurzen Zeit zwischen ihrer Verhaftung und ihrer Hinrichtung zu Paris -war ihr keinerlei telegenheit mehr geböten, die merkwürdige Liste nach irgendeiner eite hin zu bereichern. 1 wie Her Amerikaner den Deutschen sieht. Der amerikanische Schriftsteller Price Collier, der in „Scribners Magazine" seit einiger Zett Aufsätze über Deutschland. und^ die Deutschen veröffentlicht, fommt in der jüngsten Ausgabe dieser Zeit» schrill auf den Charakter der Deutschen und deutsche Sitte und Gewohnheiten zu sprechen. Die deutsche Etikette, die deutsche Höflichkeit weicht nach Colliers Beobachtungen von der amerikanischen ganz erheblich ab. Der Amerikaner schüttelt der Dame zum Gruß kräftig die Hand, au? der Straße grüßt er durch ein Kopfnicken, oder indem er vergnügt mit seinem Stocke winkt, und damit verstößt man in Deutschland gegen den guten Ton I Eine Sitte, h-- tu Amerika kein Seitenstück hat, verzeichnet Collier unter den Tischsitten: nach beendigter Mahlzeit pflegen die Herren der Dame des Hauses ehrftirchtsvoll die Hand ztt küssen und dabei „Mahlzeit" zu sagen. Diese Sitte, die freilich nicht allgemein verbreitet ist, hält Collier für reizend. Zur deutschen Höflichkeit gehört nach Colliers Ansicht die Gewohnheit der Deutschen, einander (die Herren wie die Damen) mit Titeln anzureden. Fast 20 Zeilen seines Aufsatzes füllt Collier mit einer Aufzählung voit gebräuch- lichen Titeln und dabei hat er, wie man ihm gern zugestehen kann, nur wirkliche Titel, etwa „Wirklicher Geheimer Regierungsrat" oder „Herr Amtsgerichtsrat" herausgegriffen und andere, etwa Frau Oberbergrat undFrauOberpostschaffner streut er dann später gelegentlich ein. Wenn er in diesem Zusammenhänge aber über die Deutschen spottet, hat er augenscheinlich vergessen, daß die Amerikaner von dieser Titelsucht durchaus nicht frei sind, nur komint bei ihnen hinzu, daß sie zuweilen auf recht merkwürdige Weise zu ihren Titeln gelangen. Unter den Amerikanern trifft man Leute, die sich als Marschall, Gouverneur, Colonel oder Mayor anreden lassen. Wenn man sich die Angelegenheit dann aber bei Lichte besieht, stellt sich heraus, daß diese Leute weder Marschälle noch Gouverneure sind, sondern diese Titel sind bei ihnen Vornamen. Sehr drollig liest sich Colliers Ansicht über da8, was in Deutschland verboten oder erlaubt ist und wie man sich zu verhalten hat, einerlei in welcher Lebenslage. Seine Beobachtungen, daß man in Deutschland nur allzu oft auf die ominöse Inschrift „Verboten" stößt, ist nur zu wahr. Die Fremden, so sagt er, lachen hierüber. Sie wissen uäinlich au? Erfahrung (so denkt Collier wohl, weil er dies den Deutschen nicht zutraut!), wo man ausspucken darf und wo nicht, wo das Rauchen erlaubt ist und wo nicht, wo man gehen darf, wo man die Füße hinzulegen hat, wann man lachen darf, ob man baden darf usw. Noch lächerlicher erscheinen dem Amerikaner die zahlreichen Warnungen und Vorschriften für häufig wiederkehrende Lebenslagen: Linke Hand am linken Griff! In der Fahrtrichtung absteigeu! Rechts gehen! oder gar dank dem Znvorkommen der Post: Aufschrift und Marke nicht vergessen! Collier übersieht hierbei nur, daß sehr viele solcher „Vorschriften" im Interesse der Allgemeinheit erlassen sind oder den Beamte:: unnötige Slrbeit ersparen sollen. Freilich behauptet Collier and), in einer Autodroschke zahlreiche Vorschriften gelesen zu haben, etwa daß die Fenster nur durch den Chauffeur geöffnet werden dürfen, und hierfür gilt diese Begründung natürlich nicht. Aufschriften wie „Halt! Wenn die Schranke gefchloffen!" oder „Linke Hand am linken Griff!" kennt der Amerikaner aus feiner Heimat überhaupt nicht, weil er an die „Auslese des Geeigueteu" glaubt und sich weiter keine Gedanken darüber macht, wenn ein Staatsbürger wegen eigener Unvorsichtigkeit dtwch die Eisenbahn getötet worden ist. An einem Punkte, den Collier bei seinen früheren Aufsätzen über Deutschland nur gestreift hat, verweilt er diesmal etwas aus- sührllcher: die Deutschen essen ihm zu viel und zu ost. Die Damen, so verzeichnet er, nehmen ins Theater sowohl wie in Biergärtei: Pakete mit zurecht gemachten Broten mit; wenn man zu irgend einer gesellschaftlichen Veranstaltung geladen ist, wird man sicherlich lange Zeit sestgehalten, aber es gibt keine Gelegenheit, w» Essen und Trinken nicht einen Teil des Programms ausmachen. Ein Absatz in Colliers Aussatz beschäftigt sich' mit dem National- bewußlsem der Deutschen. Die Deutschen haben davon zu wenig, so stellt Collier fest, unb hierbei kann man ihm leider nicht widersprechen. Diesen Mangel verfolgt Collier in der Geschichte rückwärts ; er führt an, wie die ausgewanderten Deutschen im Auslands früher in anderen Völkern aufgegangen sind unb erklärt es also als einen Erbfehler, daß ber junge Deutsche, der nach England geht, in wenigen Monaten dem Aeußeren nach zu einem vollkommenen Engländer wird, der seine Abkunft absichtlich verleugnet. Ja von einem hervorragenden Berliner Bankier hat Collier erfahren, sein deutsches Personal in Südamerika müsse alle paar Jahre gewechselt werben, ba seine Angestellten zu rasch „in Stücke gingen". Vermachtes. * Wie Kaiser Wilhelm II. unb BernHard Dern- burg verwandt sind, untersucht im Archiv für jüdisch« Familienforschung, Kunstgeschichte unb Museumswesen der Kammerherr des Fürsten zu Schaumburg-Lippe, Dr. iur. et phil. Stephan Kekule v. Stradonitz. Danach ist das Bindeglied ein Otto Besserer, der von 1338 bis 1358 als Bürgermeister von Ulm amtierte. Die Besserer sind nach dem Gothaischen Almanach ein Ulmer Siadt» geschlecht, das mit Georg, Herrn der Feste Bußnanghausen, 1212 urkundlich erscheint. Sie sind auch die Ahnen der seit 1817 bayrisch freiherrlichen Besserer von Thalsingen. In Ulm erscheinen sie mit Ottos Vater (seit 1296) als Stadtpfleger, Stadtrechner, Stadt- Hauptleute und Bürgermeister. Otto Äefferers Urenkelin Amalie heiratete zuerst in ein fürstliches Geschlecht hinein; ihr Gemahl Ludwig von Landau, der 1447 starb, stammte aus dem gefürsteten Hause Beutelsbach oder Württemberg, Amaliens und Ludwigs Urenkelin Anna von Hohenems ehelichte 1535 einen Grafen Zinzen- dorf-Pottendorf; die Nachkommen dieses Ehepaares erscheinen sogar mehrfach unter beit Ahnen des deutschen Kaisers. Der Ulmer Bürgermeister Otto Besserer hatte aber and) einen Enkel Heinrich, der 1377 als Bürgermeister von Ulm erscheint. Er stiftete am Ulmer Münster die Befferer-Kapelle. Verntählt war er mit Elisabeth Löw, Von diefem Besserer-Löw'scheu Ehepaar nun hat einen Tropfen Blutes so ziemlid) alles in den Adern, was heute noch von den alteingesessenen Gesd)lechtern der alten Freien Reichs- und Kaiser- stadt Frankfurt vorhanden ist. Dazu gehört die gesäurte Nach- kommeuschaft einer Susanna Zollikofer von und zu Altenklingen, die 1723 gestorben ist, aus ihrer Ehe mit dem 1748 gestorbenen Johann Jakob Heyder. Zn dem Weibesstamme dieses Heyber-Zollikoierschen Ehepaares gehört and) der frühere Staatssekretär des Reichs- kolonialamtes Bernhard Dernbnrg. Dessen Vater, der Schriftsteller Friedrich Dernbnrg, heiratete nämlid) die Tochter des Pfarrers Karl Stahl, dessen Frau Mathilbe die Tochter des Medizinalrates Bernhard Huth unb einer Susanna Maria Heyder war. Wie diese 1780 gestorbene Susanna der älteren verwandt war, setzt Kekule eingehend auseinander. Sein Nachweis der Verwandtschaft unseres Kaisers mit seinem früheren Reichskolonialstaatsfekretärs wäre aber nicht gelungen ohne zwei tüchtige Forfchungen zur deutschen Familienforschung: F. Rieber: Zur ©efdjidjte der Familie von Besserer (in den Mitteilungen des Vereins für Kunst und 'Altertum in Ulm und Oberschwaben), und Karl Kiefer: Die Familie Haider, Hayder, Heider, Heyder, von Heider und von Heyder. (Frankfurt a. M.). •* Getröstet. „Warum weinst du beim, mein Junge?" „Ach, Herr, ich hab' 20 Pfennig verloren." — „Nun sei ruhig, mein Junge, bas ist ja nicht so schlimm. Hier hast du 20 Pfennig. . . . Aber wo hast du denn bas Gelb verloren?" — „Beim Sechsundsechzig spielen." * Der Schuldige. Gläubiger: „Wie, immer noch kein Gelb, trotzbem Sie jetzt verheiratet sinb?" — Junger Ehemann (wütend): „Ja, es ist unerhört, Sie kriegen fünfhundert Mark von mir, warum haben Sie sich nicht mal über meinen Schwiegervater erkundigt!" Magisches Madras. 1 In die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Buchstaben AABBDEEEEIIMMR * R R derart einzutragen, daß die wagerechten u. - senkrecht.Reihen gleichlautend folgendes bedeutenr 1. Eine Kulturpflanze. 2. Stadt in Nordholland. 3. Italienische Provinz. 4. Arabischen Titel. Auflösung in nächster 'Nummer. Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer: Pantomimen — Mab« — Olbeitburg *— Frankfurt — Elfen — Samfö — Sabine« — Oleanber; Professor Röntge n. lebaftion: K. Neuratb- — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindrnckerei, R. Lange, Gietz«^