Lauernbiut. Kfman von Gerhart v. A m y n t o r (Dagobert v. Gerhardt). (Nachdruck! verboten.) (Fortsetzung.) Der Assessor fühlte sich eigentümlich ergriffen; nachdem er so viele Jahre lang den Anblick der Eltern hatte entbehren und sich nur mit gelegentlichen kleineren Geldsendungen von feiten der guten Mutter begnügen müssen, ward er jetzt, da er jemand vor sich sah, der so lange Zeit in unmittelbarster Nähe der Eltern gelebt und mit ihnen Gunst nnd Ungunst der Zeiten geteilt hatte, wie durch einen Zauberschlag in die ferne Vergangenheit zurückversetzt. „Meine gute Mutter!" seufzte er schmerzlich auf, „so lebt sie nicht mehr! Ich war erst ein zweijähriges Kind, als ich von ihr getrennt und hierher nach Berlin zu ihren Freunden gebracht wurde; aber mir ist immer, als ob ich mich ihrer noch ganz gut erinnerte, als ob der Ton ihrer freundlichen Stimme mir noch im Ohr klänge. Frau Lampert behauptet, daß meine Mutter eine der schönsten jungen Frauen gewesen sei; ist das wahr? Haben Sie das auch gefunden?" Friedrich Just hatte das Schlitzmesser aus Elfenbein, das auf dem Tische neben einem unaufgeschnittenen Buche lag, in die Hand genommen und spielt damit, ab und zu erhob er aber den Blick und musterte den Assessor, der ihm gegenüber saß, so scharf beobachtend, als wolle er sich dessen Züge für alle Zukunft aufs allerstrengste einprägen. Auf Teils Frage nach dem Aussehen der Mutter schaute er wieder nach dem Messer in seiner Hand und sagte, scheinbar in Erinnerung verloren: „Sie mag wohl einst recht hübsch gewesen sein — ja, jetzt fällt es mir ein, man hät sie als eine Schönheit gepriesen, damals, als wir noch in den großen Städten des amerikanischen Ostens unsere Vorstellungen gaben und reiche Ernten hielten; aber da sie sich Wohl gap zu heftig uach ihrem Kinde sehnte, schwanden recht bald die -Rosen von ihren Wangen, und als das große Unglück kam und Mr. Teil all sein Gespartes durchgebracht und verspielt hatte, da wurde aus der schönen Viktorine Tell eine alte, verkümmerte Frau, die selbst dem eigenen Gatten zur Last fiel, weil sie nicht mehr die jungen Herren zum Ankäufe von Eintrittskarten zu den Vorstellungen anzulocken wußte." „Sie sprachen von einem gewaltsamen Ende meiner Eltern— bitte, erzählen Sie das nähere; enthalten Sie mir nichts vor." „Sie sind beide von Osagen überfallen, getötet und ausgeplündert worden. Hier, Herr Assesfor, sind die Totenscheine, die vorschriftsmäßig im Fort Scott, im Staate Kansas, ausgestellt worden sind." Er legte zwei zusammengefaltete Bogen Papier auf den Tisch und bat den Assessor, von dem Inhalte derselben Kenntnis nehmen zu wollen. Tell faltete mit leicht bebender Hand die Bogen auseinander und erkannte zwei in englischer Sprache abgefaßte imb mit Unterschriften und Dienststempeln der betreffeichen Behörden versehene, rechtsgiltige Urkunden, welche den Tod des Mr. William Tell, Kunstschützen nnd Prestidigitateußs, nnd seiner Gattin, Mrs. Viktorine Tell, geborene Albin, bescheinigten. Er wischte eine Träne von den Wimpern und fragte erschüttert: „Wie ist das zugegangen?" „Mr. Tell hatte, wie ich bereits erwähnt zu haben glaube, sein nicht unbedeutendes Vermögen verspielt; er war besonders von einem Brasilier geplündert worden, einem Schwindler, der wahrscheinlich gar kein echter Brasilier war, sondern ein verkommener Deutscher, da er das Deutsche fertig und ohne jeden fremden Akzent sprach. Von jener ZeiÄ an begann unser Unglück. Mr. Tell wurde jähzornig, trank dann und wann mehr, als er vertrug, und behandelte auch seine Frau immer rücksichtsloser und grausamer." „Meine Mutter?" schrie der Assessor empört auf; alles Blut war aus seinen Wangen gewichen. „Ich bitte, machen Sie mich für die Ueberbringung so schmerzlicher Nachrichten nicht verantwortlich; ich ehre die Empfindungen, die einen Sohn für seine Eltern beseelen, anderseits halte ich mich aber auch für verpflichtet, dem Sohne in so ernster Stunde keine Unwahrheiten, zu sagen, nnd so verzeihen Sie mir, wenn ich die Dinge beim rechten Namen nennen." Tell seufzte schwer auf und nickte dann mit dem Kopfe; der andere fuhr mit sanfter Stimme fort: „Mein Genosse, so darf ich ihn wohl nennen, denn wir arbeiteten in letzter Zeit immer auf Dreiteilung des Gewinnes, zwei Drittel für ihn und seine Frau und ein Drittel für mich — mein Genosse hatte seine Gattin leider schon immer recht schlecht behandelt, weil er eifersüchtig war und ihr allerlei Trug und Hinterlist zum Vorwurf machte." „Hat meine Mutter dazu Anlaß gegeben?" „Das weiß ich nicht, Herr Assessor —■ zu meiner Zeit, als ich mit Tells reiste, ganz gewiß nicht. Ob vorher, ehe wir drei nach Amerika übersiedelten, etwas vorgesallen war, was den Frieden und das Glück jener Ehe getrübt haben mochte, das kann ich nicht sagen; Frau Tell muß ja, als sie heiratete, noch ein halbes Kind gewesen sein; schlecht war sie ganz bestimmt nicht; das glaube ich, der ich ein Viertel- jahrhundert mit ihr und ihrem Manne zusammengelebt habe, aufs allerbestimmteste versichern zu können." „Was taten meine Eltern, als die Ersparnisse dahin waren?" „Sie taten das, was drüben jeder in gleicher Lage tut: sie fingen von vorn an. Aber Herr Tel! hafte infolge des Trinkens keine ganz sichere Hand mehr: mit dem Kunstschießen wollte es nicht mehr recht glücken, und so zog er als Gaukler und Taschenspieler von Ort zu Ort, bis wir endlich am Missouri in die unwirtsamsten Gegenden gelangten. Frau Tell und ich bestanden auf Umkehr. Herr Tell aber fühlte sich, wie es schien, in der Wildnis am wohlsten und verschmähte es nicht, vor dem zweideutigsten, durch Zufall aufgelesenen Lumpengesindel seine Künste zu zeigen. Wir rei- 622 sten und lebten wie wahre Trapper: Frau Teil trug Man- nerkleidung, da wir meist zu Pferde tvaren und manche Nacht unter freiem Himmel biwackieren mußten. So zogen wirtm letzten Spätlenz auf der Grenze von Arkansas und dem Jn- dianerterritorium nordwärts, um durch Kansas den Mistou- ristrom zu erreichen und wieder in zivilisierte Gegenden zu gelangen; wir befanden uns am linken Ufer des Neosho, wenige Meilen von Fort Scout, als wir unvermutet von Osagen überfallen wurden. Ihre Eltern hatten gerade die Pferde abgesattelt und angepflockt, um das Nachtlager vorzubereiten; ich selbst war an den nahen Fluß gegangen, um Wasser zu holen. Wie ich inich bückte, um meinen Eimer zu füllen, hörte ich hinter mir Schüsse fallen. Ich ahnte sofort nichts Gutes; ich warf den Eimer auf den Ufersand und und stürmte, mein Gewehr in der Hand, zurück nach unserem Lagerplatze; doch ehe ich ihn noch erreicht hatte, sah ich vier Reiter in westlicher Richtung davonjagen. Es war em Trupp jener ziegelroten Halunken, denen die langen Haarflechten, welche sie auf dem Scheitel des sonst glatt geschorenen Kopfes wachsen lassen, wild im Winde flatterten; ste stutzen em tierisches Geheul aus, das mir schou genugsam bekannte Sre- gesgeschrei, und schlugen mit ihren in zottigen Hirschfellen fleckenden Beinen so kräftig die Flanken ihrer kleinen Gäule, daß diese wie vom Teufel besessen dahinfegten. Barmherziger Gott! Nun wußte ich, was geschehen war. Nach atemlos beschleunigtem Laufe stand ich ein paar Minuten später, von Grauen und Entsetzen geschüttelt, vor den Leichen meuter beiden Reisegefährten; seine Gattin hatte eine Kugel m der Brust; sie war neben ihrem Pferde aus das sie sich wahr-», scheinlich hatte schwingen wollen, niedergestreckt worden. Beide mußten sofort tot gewesen sein." Es entstand eine Pause. Der Assessor verharrte regungslos und vom Schmerze überwältigt; Herr Just schien seiner eigenen Ergriffenheit erst Herr werden zu müssen, ehe er fortfahren konnte: „Ich legte den Körper der Frau ueben den ihres Gatten und bettete beider Köpfe auf eine Pferdedecke; etwaige Bemühungen, das entflohene Leben zurückzurufen, das erkannte ch bald, mußten durchaus erfolglos bleiben. Die paar tauend Dollar, die Herr Teil im Laufe der letzten Jahre doch chou wieder zusammengescharrt hatte, waren verschwunden; nur die Legitimationspapiere für sich und seine Frau, die er ebenfalls bei sich zu tragen pflegte, hatte man ihm gelassen; sie hatten für die Räuber keinen Wert gehabt. nahm diese Papiere an mich — hier sind sie —, ich deckte hie Leichen mit einem Tuche zu und sattelte meinen müden Maul, um so schleunig wie möglich die unsichere Gegend zu verlassen. Die beiden ledigen Pferde und das Gepäck der Verunglückten nahm ich mit mir. Schon am andern Tage erreichte ich Fort Scott, ich hatte vierundzwanzig Stunden lang weder gerastet, noch Nahrung zu mir genommen. Dem in der Ansiedelung kommandierenden Offizier machte ich sofort Meldung und bat um schleunigste Untersuchung und Bestätigung des Falles. Ich wurde teilnehmend angehört; man herpflegte mich und meine Pferde und am zweiten Tage nach Emtreffen brach ich in Begleitung eines bewaffneten Trupps wieder auf, um an die Stätte des Verbrechens zurückzukehren. Wir fanden nur noch die unkenntlichen Ueberreste der beiden Getöteten. Die Raubtiere hatten während der Nacht die Leichen geschändet, dazu hatte ich vergessen, das Lagerfeuer zu löschen; der Wind hatte Funken und glimmende Holzteilchen auf die Leichname geweht und so waren sie angekohlt und teilweise verbrannt. Immerhin konnte die Identität der Verunglückten genügend festgestellt werden; wir gaben ihnen ein christliches Begräbnis und kehrten daun wieder nach Fort Scott zurück, wo mir die Totenscheine, die hier vorliegen, amtlich ausgestellt wurden. Die Pferde und das sonstige Eigentum Ihrer Eltern verkaufte ich an Ort und Stelle, dann machte ich mich wieder auf beit Weg und erreichte ohne wei- tertz Fährlichkeiten den Missouri, wo ich auch uteiii Reittier verkaufte und endlich die Bahn bestieg, um nach Neuyork und von dort nach Europa zurückzukehren." Er griff in seine Brusttasche, holte ein ledernes Futteral hervor und entnahm ihm ein Päckchen Bankscheiue. „Hier ist der Erlös aus dem verkauften Eigentum Ihrer Eltern, ich fege ihn in die Hände des einzigen und rechhi mäßigen Erben." Verwundert schaute der Assessor dem anderen zu, der eine Summe von ungefähr fünftausend Mark in Banknoten auf hen Tisch zählte. „Das ist ja aber viel mehr Geld, als der Verkauf zweier Pferde und einiger dürftiger Habseligkeiten eingebracht haben kann," sagte er überrascht und mit abwehrender! Handbewegung. „Trotzdem ist das Geld Ihr unbestreitbares Eigentum. Ihre Frau Mutter pflegte von dem wenigen, das ihr der Gatte zukommen ließ, immer noch einige Ersparnisse zu machen, die sie mir gelegentlich heimlich zusteckte, damit ich das Geld verwahrte und es vor den rücksichtslosen Griffen des Herrn Tell sicher stellte. So war ich am Tage, als das, Unglück passierte, im Besitze von beinahe viertausend Mark, die Ihrer Mutter gehörten und die ich ihr aufhob; Ware ich nicht nach dem Flusse gegangen, um Wasser zu holen, so wäre ich wahrscheinlich ebenfalls niedergemacht worden, und Ste hätten weder etwas geerbt, noch je eine Kunde von dem Ende Ihrer Eltern erfahren. Bitte, stecken Ste gefälligst das Geld ein! Eimer Quittung bedarf es nicht, denn niemand ahnt, daß ich Ihnen dies Vermächtnis überbringe." , Der Assessor war völlig mittellos; er verdankte seme Erziehung und die Erreichung seiner jetzigen Stellung nur der Opferfreudigkeit des Lampertschen Ehepaares; so waren diese fünftausend Mark in der Tat für ihn ein Schatz. Aber noch Winter weigerte er sich, zuzugreifen, er gedachte daran, daß er zwei Stiefbrüder hatte, die auf die Hinterlassenschaft seines Vaters doch dieselben Ansprüche zu erheben berechtigt waren, und sagte zögernd: „Die ganze Summe kann ich unmöglich annehmen; mein Vater hat aus erster Ehe zwei Söhne erzielt, mit denen ich doch pflichtschuldig zu teilen hätte." „Das ist wohl ein Irrtum, Herr Assessor," wandte der andere bescheiden ein. „Herr Lampert hat mir schon erzählt, daß die beiden Brüder Dechner — das ist ja wohl ihr Name? — gleichfalls hier leben. Wie könnten aber Söhne aus erster Ehe aus das Vermögen einen Anspruch erheben, was die zweite Frau für ihr eigenes Kind erspart hat?" „In diesem Gelbe steckt doch aber anch der Erlös aus dem Eigentum des Vaters." „Allerdings; doch dieser Betrag erreicht noch keine sechshundert Mark. Das Pferd Ihres Vaters habe ich beispielsweise für nur zwanzig Dollar losschlagen müssen. Wenn Sie glauben, das von Jhreni Vater Herstammende mit Ihren beiden Stiefbrüdern teilen zu müssen, so werde ich jedem derselben noch heute zweihundert Mark überbringen." — Die ich Sie ersuche, gleich von dieser Summe wieder zurücknehmen zu wollen." „Das ist nicht nötig, Herr Assessor; ich werde dte,e Zahlung aus eigenen Mitteln leisten." „Wie kämen Sie zu solchem Opfer?" „Ich bin der langjährige Genosse Ihres Vaters gewesen; ich habe mir als solcher auch einiges zurückgelegt, um auf die alten Tage nicht hungern zu müssen, und ich betrachte es als eine Freundschaftspflicht gegen euieit Verstorbenen, daß ich uuch feiner Söhne aus erster Ehe gedenke." Der Assessor wurde durch die Großmut und Selbstlosigkeit eines Mannes aus scheinbar so niederen Lebenssphären wahrhaft betroffen; da keine Menschenseele um die Hinterlassenschaft seiner Eltern wissen konnte, so hätte der Fremde, wenn er anders dazu Lust gehabt hätte, die ganze Summe ohne jede Gefahr der Entdeckung für sich behalten können. Daß er dies nicht tat, daß er vielmehr eine so weite und kostspielige Reise gemacht hatte, um| den ihm unbekanntes Erben seines Genossen Rechnung zu legen und die Hinterlassenschaft bar auszuzahlen, das ließ ihn als einen Manjn von seltener Treue und Gewissenhaftigkeit erscheinen. So stand denn William Tell feierlich auf, bot dem Gaste die Hand und sagte in warmem, herzlichem Tone: „Herr Just, Sie haben mir eine sehr betrübende Kunde überbracht, mich aber zugleich aufs wohltuendste überrascht durch Ihr selbstloses und ehrenhaftes Verhalten. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen; es gibt noch edle Menschen auf der Welt; Sie sind mir von dieser Stunde an ein zuverlässiger und treuer Freund." (Fortsetzung folgt.) , herbst. Von Hans Otto Becker. Wieder ist der Herbst gekommen, wieder nahm ein Sons- nter von uns Abschied. Die Herbststimmuug hat zweifellos, weil die schöne Jahreszeit so bald wieder dem grasten kalten Teil des Jahres weichen muß, etwas unsäglich Trauriges und Melaücholifches an sich und aus feinorganisierte Naturen übt sie oft genug eine geradezu deprimierende Wtr^ ftxtjg aus. Aber her Herbst hat -doch auch wieder seine schönen StMmungen: die Zeit der Reife in der Natur erweckt auch in uns das Gefühl der Vollendung-, das Ziel ist erreicht, ore Ernte ist gewonnen. Und mag auch der Winter drohen — nach ihm muß es ja doch wieder Frühling werden, die Keime unb Knospen für das kommende Leben im nächsten her*3e't^bildet und schlummern nur und harren Wenn wir vom Standpunkt des Naturfreundes den Herbst betrachten, so darf die Zeit, da die Natur ihren Höhepunkt überschritten hat, die schönste Zeit des Jahres genannt werden. Vorüber ist Hitze und Glut — oder Regen und Kälte, je nachdem! — des Sommers, eine beständige-, ruhige, gemäßigte Temperatur herrscht, des Morgens und Abends wohl schon empfindlich kühl, den Tag über aber wohltätig warm. Ein tiefblauer Himmel überspannt wolkenlos und strahlend die -Erde. Die Sonne bat ihren Lauf bereits merklich verringert, die Nächte sind länger geworden und geben nach den kurzen, schwülen unruhigen Sommernächten uns jetzt wieder erwünschte Ruhe. Wunderbar sind die Farben- und Feuerzauber, die jetzt der Untergang der Sonne im Gefolge hat. Die Natur, für die es gilt, sich zum Winterschlaf vorzubereiten, entfaltet noch einmal alle ihre Reize und schmückt sich wie ein Krieger, der zum Tode geht, zum letztenmal vor dem großen Sterben, als wolle sie uns über den Abschied von der schönen Jahreszeit hinwegtäuscheu. Und es gelingt ihr auch, denn solch bunte frohe Bilder wie im Herbst entfaltet die Natur selbst nicht zur Zeit des Blühens im Frühling. Der Lenz kennt fast nur die Farben grün und weiß, der Herbst schwelgt in allen Farben der Palette des Malers; während im Frühling uns das Laub mit seinem jungen Grün, freilich in den feinsten und reichsten Schattierungen, erfreut, leuchtet uns jetzt eine wunderbare Farbenfreude aus dem Walde entgegen. Weiß und rosa waren die Farben der Blüten des Frühlings, rot und blau des Sommers, der Herbst liebt violett und gelb bei seinen Blumen. Der Herbst berauscht nicht, wie die Frühltngsstimmung, sondern er beruhigt. Wer es gewohnt ist, das Jahr über regelmäßig ins Freie zu gehen, dem bieten sich jetzt ganz besondere Genüsse. Man fühlt den Wechsel der Jahreszeit ganz anders als derjenige, der lieber das Straßenpflaster tritt und nur durch die — neueste Mode an den Fortschritt des Jahres erinnert wird. Wer als Naturfreund eng mit der ihn umgebenden freien Welt verwoben ist, hat eben von dem erhebenden- Schauspiele, das irrt Kreislauf des Jahres die Natur bietei, eine viel reichere Vorstellung und weit schönern Genuß. In erster Linie fällt uns natürlich das Pflanzenleben ins Auge. Unsere grünen Wälder, die den Sommer über uns kühlen Schatten boten, verfärben sich jetzt. Die Laubverfärbung ist im allgemeinen keinen großen Schwankungen unterworfen; sie beginnt meistens nach der ersten Dekade des Oktober. Den Anfang machen damit stets die Bäume ait den Waldrändern, die im Frühjahr zuerst den belebenden Kuß der Sonnenstrahlen empfingen und dafür auch zuerst den Lebenskreislairs beschließen müssen. Besonders schöne Bilder kann man jetzt an den grünen Wiesen sehen, die vom Wald umschlossen sind: am Rande rote, gelbe und braune Bäume und dahinter die noch grüne Masse des Ihnen- Waldes. Auf dem Waldboden finden wir die frohbunten Pilze in ungezählter Menge und bleichgelbes oder bronze- karbenes äbsterbendes Farnkraut. Prächtig leuchten jetzt die Ahorne im satten Gelb, die jungen Eichen in Purpur, die Roßkastauien in Goldbraun und die Steinvbstbäume im Hellen Rot. Schott lange hat sich das kleine Gesträuch lebhaft gefärbt und das bunte Bild wird noch bereichert durch die: roten Hagebutten an den wilden Rosen, die dunkelvioletten Früchte des Hollunders und die schwarzen Brombeeren. Es dauert nicht lange, bis die allgemeine Verfärbung des Laubwaldes eingetreten ist. Ein Farbenspiel ohnegleichen ist dann unser Hochwald. In allen Tönen des Gelb und Braun, Rot und Violett leuchten und flimmern da die Eichen, Vrtchen, Birken und Linden und kräftige Gegensätze dazu bieten die dunkelgrünen Fichten und die schwärzlichen Kiefern in den Mischbeständen; ihr Grün behalten dagegen di« Blätter der Erlett, Päppeln, Akazien und des Hollunders. Aber Sonnenlicht darf dem Herbstwald nicht fehlen; fällt der helle Strahl des Lichts durch das Blätterdach, dann gewinnt der Herbstwald überhaupt erst Leben. Dann glüht und flammt das sterbende Laub tute in Fenersgluten getaucht und hebt sich wunderbar vom tiefblauen Himmel ab. Ist dann der Sonnenuntergang mit seinem erhebenden Far- benspiel tut Westen verglommen und senken sich die Schatten der Dämmerung auf den Wald nieder, so beginnt ein eigen« artiges schwaches Leuchten in dem welkenden Laub, das eine inEe Helligkeit auf dem Weg verbreitet. Nur wenige Tage zetgt stch der Wald in seiner höchsten und schönsten Pracht, dann beginnt der trüb stimmende Blätterfall. Die bunte! Herrlichkeit wird zu Moder. ^AW°diologischen Prozesse der Laubfärbung und des Blattfalls zu erörtern, würde den Rahmen und Zweck des Aufsatzes überschreiten, der lediglich die Stimmungen und Eindrücke wiedergeben will, die der Herbst in uns erregt. Auch das Tierleben in unserem Hochwald ist etwas Schones. Die Tfeinett frohen Sänger sind freilich längst verstummt oder tu einen wärmeren Himmelsstrich verzogen. Jetzt aber fesselt uns das Liebesleben des prächtigen Hochwilds. Wer darein einen tiefen Einblick gewinnen will, der unternehm« eine Wanderung in einen Wildpark oder ins Gebirge, wo das Hochwild in freier Wildbahn lebt. Jetzt kann man das überaus fesselnde, eigenartige Hirschkonzert genießen. Dieses natürliche Konzert gehört sicherlich zum Schönsten und Erhabensten, was die Natur bt-etet. Auf größeren Gängen kann man zahlreiche Tiere im Waldesdicktcht oder auf den Wiesen beobachten; mitunter scheucht auch unser Tritt einen lagernden Hirsch auf, der fast unmittelbar vor uns Mt.fr springt und davoneilt. Etwa um 5 Uhr nachmittags kann matt den ersten Schrei eines Hirsches hören. Aber es muß dunkel werden, dann beginnt das großartige Konzert. Djck grollt und donnert der tiefe orgelnde Don der Brunfthirsche fast unaufhörlich. Stößt hier ein mächtiger Hirsch seinen Schrei aus, so antworten ihm alsbald von verschiedenen anderen Plätzen die Nebenbuhler, die ihm feine Rechte streitig machen wollen. Durch den stillen Abend klingen diese gewaltigen Töne so wunderbar, daß man aus dem Staunen nicht herauskommt. Besonders schön ist aber der Anblick eines solchen Tieres: da steht der stattliche Hirsch auf der Wiese, den massigen Kopf mit dem mächtigen Geweih zu- rückgeworfen, stößt er seinen Kampfruf hinaus und jein Dämpfstrom quillt aus dem offenen Maul. Näher kommt eilt anderer Hirsch, wie wir an dem Schrei desselben erkennen. Und nun tritt der Nebenbuhler auf den Plan, di« Gegner stürzen wutentbrannt und liebestoll aufeinander los, die mächtigen Geweihe stoßen klirrend aneinander und es geht oft genug nun auf Tod und Leben. Dem Sieger winkt der Minne süßer Lohn, er treibt das Rudel weiblicher Tiere, das stumm dem Kampfe zugesehen, als Herr davon. Aber es kommt auch vor, daß der stolze Sieger leer aus- geht, wenn er in seinem wilden Kämpfeszorn nicht bemerkt hat, daß ein schlauer „Tertius gaudens" während des Duells ihm die Herde weggetrieben hat. Mitunter fanden auch schon beide Kämpfer den Tod; es sind! Fälle bekannt, in denen sich die wilden Kämpen so sehr mit ihren Geweihen verstrickten, daß sie nimmer voneinander loskommen konn- ten und so eines elenden Todes sterben mußten. Diesen gewaltigen großartigen Bildern aus dem Liebest leben in der Natur steht ein gar stilles bescheidenes gegenüber: int Dunkel des Waldes sehen wir int feuchten Gras kleine grünlich leuchtende Punkte, die Glühwürmchen. Es ist dies die kleinere und ungeftügelte Art int Gegensatz zu den um Johanni fliegenden Leuchtkäferchen, und die leuchten« bis spät in den Herbst hinein, mitunter sogar im Bor- frühling. Haben wir den FarbenzäUber eines sonnigen Herbsttages genossen und kehren wir spät int Dunkel heim, so enthüllt uns die Natur noch ein herrliches Wunder: auf deU feuchten Waldtviese weben und wallen die milchigen Nebel und das Mondlicht gießt seine silbernen Strahlen auf das brausende Meer der Nebelschwäden. Märchenbilder werden in unserer Phantasie lebendig und wir verstehen es, wie die geschäftige Vorstellungskraft unseres Volkes die Welt mit den Lichtgestalten von Elfen und Feen bevölkern konnte. Gefrorenes Leben. Von Dr. A. Lanick. Die Wissenschaft ist auf dem besten Wege, uns das Staunm überhaupt abzugewöhnen. Ihre Entdeckungen, Fortschritte und Untersuchungen führen zu nie geahnten Ergebnissen. Und was das Beängstigende dabei ist, sie jagen sich, mau möchte sagen. 624 von Tag zu Tag. Greift man ent einzelnes Verspiel heraus, die Wunder Radioaktivität oder die erstaunlichen Erfolge bet der künstlichen Eiweißherstellung oder die genialen Forschungen unserer Biologen; man könnte in jedem einzelnen Falle rn Begeisterung geraten, daß man Zeitgenosse solcher Großtaten des menschlichen Geiste sein darf. Aber der Ueberfluß stumpft ab. Wir sind mit der Zeit daran gewöhnt worden, heute Dinge als selbstverständlich hinzunehmen, die gestern noch für unmöglich galten Wer wird sich da noch wundern, wenn es letzt sogar gelungen ist, das Leben gefrieren zu lassen, es aufzubewahren und spater nach Bedarf wieder zur Tätigkeit zu erwecken? Es mußte ja Michl uh soweit kommen. , , Dieser neueste Triumph der medizinischen Wissenschaft ist tn Amerika errungen worden. Die Amerikaner haben nch eine neue Art zu arbeiten angewöhnt. Nicht niehr mit Reklame und lautem Geschrei, so daß man versucht ist, von amerikanischem Schwindel zu sprechen. Sie arbeiten im stillen, bis sie wirklich etwas geleistet haben. Dann stellen sie die Welt vor die fertige Tasiache^ lind sagen mit amerikanischer Einfachheit: Das ist eilte neue Sache. Gehen wir uns die neue Sache einmal näher an. Wir müssen uns zu diesem Zwecke nach Baltimore hegeben und dort in die Johns Hopkins Medical School gehen. In dieser Anstalt wird schon seit langen Jahren aus das eine Ziel hiugearbettet, bewußt und mit amerikanischer Zähigkeit. Der Leiter der ganzen Untersuchungen ist der Professor der klinischen Medizin jener Hochschule, Dr. William I. Thayer, und in allen Kliniken und Arbeitsiäumen sitzen seine Assistenten und Studenten an der Arbeit. Als Versuchstiere dienen in der Hauptsache Eidechsen, Frösche, Mäuse und Ratten. Bet den Untersuchungen wird das Tierchen mit großer Vorsicht in ein Glasgefäß voll flüssiger Luft gebracht, in dem es sehr schnell gefriert und starr wird. Damit es beim Einfrieren aber keinen Schaden nimmt, erhält es durch em! Röhrchen, das durch den Deckel des Glasgefäßes geführt wird, kleine Mengen Sauerstoff zugeleitet, bis es vollständig gefroren ist Bor Beginn des Versuches muß auch erst das Herz des Tierchens genau auf seine Lebenskraft untersucht werden, denn je nach der Stärke dieser Herztätigkeit richtet es sich, wie lange das Leben in dem Körper in gefrorenem Zustande erhalten werden kann. Das Gefrieren selbst nimmt die wenigste Zeit tn Anspruch Dann wird nach Entfernung des Sauerstoffröhrchens der Deckel geschlossen, ein Schildchen mit den nötigen Angaben auf das Gefäß geklebt, und der kleine „Leichnam" in den Schrank gestellt Kein Laie zweifelt beim Anblick dieser Gläser daran, daß er es hier mit Tierleichen zu tun hat; denn die Körper sind vollständig starr, nehmen wochenlang keine Nahrung und kein Wasser zu sich, atmen keine Kohlensäure aus, geben überhaupt fein Lebenszeichen von sich. Es sind allem Anschein nach Tter- mumien. Um uns vom Gegenteil zu überzeugen, nimmt jetzt der Forscher ein Glasgefäß aus einem Schrank, in dem em Frosch in flüssiger Luft schwimmt. Aus den Angaben des Schildchens ersehen wir, daß das Tierchen sich schon seit 6 Wochen tn diesem Zustande befindet. Der Frosch wird jetzt, vorsichtig aus der flüssigen Luft genommen. Er ist völlig steif und leblos. Wird der Versuch gelingen oder nicht? Wir warten einige Minuten in atemloser Spannung, und schon schielt mancher halb enttäuscht den Gelehrten an. Aber was ist das? Ein Quaken. Unzweifelhaft, der Frosch hat einen Laut ausgestoßen, und nun schüttelt er sich, blinzelt mit den Augen, und jetzt hüpft er davon, in behäbigen Sprüngen quer über den Tisch. Vom Tode erstanden! Der Naturfreund weiß, daß es nichts Seltenes ist, daß Frösche im Eis einfrieren, und beim Auftauen doch wieder leben. Aber die Kälte der flüssigen Luft ist doch viel größer, als sie die Frösche im Winter in unseren Teichen aushalten müssen. Kaltblüter eignen sich natürlich besonders gut zu solchen Untersuchungen. Sie werden am ehesten greifbare Ergebnisse liefern. Wer es sind doch auch schon an anderen Tieren erfolgreich« Versuche vorgenommen worden. So wurden eine Anzahl Hühnereier gerade in dem Augenblick in flüssige Luft gelegt, in dem die kleinen Kücken ausschlüpfen wollten. Erst nach Wochen nahm man dann hie Eier wieder aus der Kälte, zerbrach sie und erweckte die Kücken durch elektrische und chemische Reizungen wieder zum Leben. Sie lebten zwar nur wenig« Stunden lang, aber sie lebten, und das ist für den Anfang doch die Hauptsache. Wir wollen keinen Zweifel darüber lassen, daß uns trotz der glaubhaften Quelle, aus der das Material stammt, manche Bedenken kommen. Wie uns Versuche gezeigt haben, findet an Früchten bei der plötzlichen Abkühlung auf die tiefe Kälte der flüssigen Luft eine schalenförmige Erstarrung und Absonderung statt. Sie muß auch beim Tierkörper eintreten und innere Zerreißungen zur Folge haben, die ein Weiterleben nach dem Auf- tauen und Erwärmen ausgeschlossen erscheinen lassen. Vorläufig lüften die Amerikaner den Schleier noch nicht, der diese Geheimnisse verbirgt, und die Arbeiten werden in der Johns Hopkins School rastlos fortgesetzt. Die praktische Wissenschaft hat ja aus der lebenerhaltenden Eigenschaft der Kälte auch schon eine Nutzanwendung gezogen und erfolgreiche Versuche angestellt, lebendes Gewebe, tage» und wochenlang aufzubewahren und für chirurgischW Zwecke bereitzuhalten. Irgendwelche Prophezeiungen für die Zukunft auf Grund der Versuche an der amerikanischen Hochschule machen zu wollen, ist, wie überall, so auch hier gefährlich. Vor allem ist es Unfug, wenn der Gedanke au das Gefrieren- lassen von Menschen in den Bereich ernsthafter Erörterungen gezogen wird. Vom Frosch und vom Kücken bis zum Menschen gähnt doch noch eine zu gewaltige Kluft. Wir wollen zufrieden sein, wenn die Aufbewahrung lebenden Gewebes in der medizinischen Praxis allgemein durchgeführt werden kann; denn dass bedeutet für die Menschen schon einen ungeheuren Fortschritt, , Viichertisch. — Die Kunst unserer Heimat. Zeitschrift der Bereinigung zur Förderung der Künste in Hessen und im Rheni-Mam- Gebiet, herausgegeben von Professor Dr. Ehr. Rauch-Gießen. Inhalt des Heftes 7/8: Textbeiträge: Max Str eese: Die Darmstädter Künsllerkolouie. Richard Haupt: Einiges von der Ronneburg. Dr. Erich Grill: Spätgotische Holzplastik im Paiflusmuseum zu Worms. Dr. Paul F. S ch m i d t: Wanderungen rechts und Unks des Mains. Alfred Bock: Ave pia anima. Kleine Kunstberichte. Neue Bücher. Bflderbeilagen: Hanns Pellar: Bildnis des Künstlers. In der Loge. Wandgemälde. Indische Tänzerin. Die spanische Tänzerin Tortola Valenzia. Sinnliche Nacht. Studie zum spielenden Faun. Gemälde Spielender Fann. Bildnis der Prinzessin Viktor zu Erbach-Schönberg. Bildnis Frau R. Bildnis Edith Kleinschmidt. Bildnis Frau Kleinschmidt. Bildnis Wils Kleinschmidt Bildnis Otto Stockhausen. Zum Aufsatz: Spätgotische Holzplastik im Paulusmuseurn zu Worms: Spätgotischer Schuitzaltar. Zwei Altarslügel. Relief eines thronenden Bischofs. Zum Aufsatz Wanderungen rechts und links des Mains: 1. Rumpenheim, 2. Schloß Rumpenheim, 3. Maintor — Gr-Steinheim, 4. Stadtkirche Gr.- Steinheim, 5. Blick durchs Steinheimtor — Seligenstadt, 6. Seligenstadt. Wilhelm Höfler-Hauau, Zeichnung: Die Ronneburg. Von der Ronneburg. Ernst Schmidt-Gießen, Zeichnung: Entwurf zu . einer Landhaus-Siedelung. „Die Kunst unserer Heimat. erscheint im Auftrag der Vereinigung zur Förderung der Künste in Hessen und im Rhein-Maingebiet in der Regel monatlich und wird den Mitgliedern der Vereinigung gegen einen jährlichen Mindestbeitrag von 10 Mi. frei zugestellt. Bestellung und Anmeldung an den Verlag in Gießen. Druck, Erpedition und Vertrieb für den Buchhandei: Hof- und Universitäts-Druckerei Otto Kindt (ehemals v. Münchow), Gießen. M o r i tz v o n S ch w i n d. 14 Kunstblätter nach den schönsten Merken des Meisters mit einem Geleitwort von Franz Etzin. In künstlerisch ausgestattetem Karton geheftet 1 Mk. Verlag von Jos. Scholz in Mainz. — Verzeichnis der Bilder: 1 Rückkehr des Grafen von Gleichen. 2. Die drei Einsiedler. 3. Abschied irn Morgengrauen. 4. Kaiser Max an der Martinswand. 5. Die Hochzeitsreise. 6. Kaiser Rudolfs Ritt zum Grabe. 7. Hagen und di« Douannixe. 8. Wieland der Schmied. 9. Des Falkenstemers Ritt. 10 Auf der Doncmbrücke. 11. Ritter Kurts Brautfahrt. 12. Morgenstunde 13. Der Sängerkrieg auf der Wartburg. 14. Ein Einsiedler tränkt die Rosse eines Ritters. — Wir verehren m Müntz von Schwind einen unserer liebenswürdigsten und „deutschesten Künstler, in befielt Persönlichkeit und Kunst teilt Tropfen welschen oder slavischen Blutes ist. Wir lieben ihn als den Maler unserer Märchen und unseres deutschen Waldes, als den poetischen Verkünder des Mittelalters mit seinen Rittern und Riesen, mit feinen Burgen und Dornen. Wir erfreuen uns noch heute des köstlichen Humors, der aus seinen Werken in immerwährender Frische zu uns spricht. Wir achten ihn hoch wegen der Reinheit und Keuschheit, die ein jedes seiner Bilder adelt. Das neue Schwindheft wird darum überall freudige Beachtung finden. Uapsel-Rätsel. Eisbeinessen — Gulden — Hängematte — Damwild Linienschiff — Modetorheit — Eierkiste — Blattgold — Vogelfutter — Wasser — Rügen — Walnuß. Aus dein ersten der vorstehenden Wörter sind drei, ans jede« der übrigen Wörter zwei zusammenhängende Buchstaben zu entnehmen, so daß sich daraus ein Sprichwort ergibt Auflösung in nächster Nummer.. Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: (Mit a, l>, c, d werden die vier Farben bezeichnet; A — Aß, U — Unter, Bube, Wenzel; D = Dame, Ober.) Vorhand hatte eU, a9, a7, b8, b7, dZ, dK, dD, d8, d7, int Skat lagen aD und a8, Hinterhand besaß die übrigen. Spielgmigr 1. V. dZ M. dA H. dll — — 23 2. H. cZ V. cü M. cA = — 23 3. V. dK M. d9 H. aZ — — 14 Sa. — — 60 Augen. Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversttätS-Buch. und Steindruckerei, R. Lange, Gießt»