IM — Ur. 159 Samstag, den 6 September M W OTT 'N~öi r"5Te. L m 1 Dom Pikkolo zum Millionär. Heitere Erzählung von Harry Nitsch. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Langsam verstrich die Zeit. In kleinen Städten, wo es weder aufregende Ereignisse noch Zerstreuungen gibt, scheint Chronos länger Rast zu machen. Ein Jahr kommt dem Kleinstädter zuweilen um einige Monate länger vor, als dem verwöhnten Großstädter. So ging es auch Erich Sanner. Er war seit einem Jahr im „Goldenen Schwan", — das Jahr schien ihm aber 18 Monate gehabt zu haben, — als Erichs älterer Lehrkollege, der kurz vor dem Ende seiner Lehrzeit stand, verschwand. Mit ihm war ein niedliches junges Dienstmädchen aus der Nachbarschaft des „Schwan" verschwunden. Beide wurden wohl nach einiger Zeit in Berlin wieder aufgefischt, aber nur das Mädchen kehrte, um ihren Nus ärmer und viele Erfahrungen reicher, nach Frohwinkel zurück, während man den jungen Herrn dadurch in Berlin zu fesseln suchte, daß man ihm freies Logis und Kost gewährte. Denn der Jüngling hatte die Unvorsichtigkeit begangen, einen Hundertmarkschein mitzunehmen, der nicht in seinem, sondern in Herrn Wenzels Schrank gelegen hatte. Erich Sanner avancierte dadurch. Er wurde Ober-, Zimmer-, Restaurations-Kellner und Pikkolo in einer Person, denn Herr Wenzel wollte vorerst keinen Lehrling mehr einstellen. Erich verging die Zeit sehr langsam. Das erste Jahr seiner Lehrzeit erschien ihm lang, so sehr lang, und wenn er an die frühere, ungebundene und sorgenlose Knabenzeit zurückdachte, so schien ihm diese eine ganze Ewigkeit zurückzuliegen. * Anderthalb Jahre seines Pikkolo-Daseins hatte Erich abgedient, als sich in seinen Neigungen und Anschauungen eine Wandlung bemerkhar machte. Ein kleines rosiges „Mädchen aus der Fremde" trug die Schuld daran. In den nicht oft bewohnten „Salon" des Goldenen Schwan, der sich von den übrigen Zimmern vorteilhaft dadurch abhob, daß er einen großen, wenn auch schon etwas fadenscheinigen Teppich, sowie ein knallrotes Plüschsofa und zwei ebensolche Sessel hesaß, waren für einige Wochen Gäste aus weiter Ferne eingezogen. Frau Cernau, die Tochter eines angesehenen, sehr wohlhabenden Bürgers des Städtchens, war an einen Fabrikdirektor in Südrußland verheiratet. Dix Eltern der Dame waren jetzt kurz nacheinander verstorben. Um den etwas verworrenen Nachlaß zu regeln, blieb Frau Cernau nichts weiter übrig, als selbst die weite Reise in die Heimat zu machen, da ihr Gatte geschäftlich nicht abkommen konnte. Die aus den kleinstädtischen Verhältnissen ganz herausgewachsene Frau bewohnte mit ihrem reizenden, vierzehnjährigen Töchterchen, sowie deren Gouvernante den Salon und zwei anstoßende Zimmer. Fräulein Mila, so hieß die schwarzlockige Kleine, wakr ein munteres, aufgewecktes Ding, das flott französisch und ein wenig englisch plapperte, außer russisch, der Spracheihrer eigenen Heimat, und deutsch, der Muttersprache beider Eltern. In Ermangelung anderer Zerstreuungen war die Kleine dem Pikkolo sortgesetzt auf den Fersen, von ihm verlangte sie die gewohnte Ahwechslung, die das kleine Nest dem verwöhnten Kind nicht bieten konnte. Mutter und Gouvernante hinderten sie hieran nicht, da beide es längst aufgegeben hatten, den Wünschen des kleinen, aber gutherzigen Eigensinns Opposition zu machen. Der schüchterne Erich ging dem vornehmen Fräulein erst ängstlich aus dem Wege; ein Wesen, das in vier Sprachen seine Wünsche auszusprechen vermochte, erschien ihm wie etwas überirdisches. Erst ganz allmählich, hauptsächlich herbeigeführt durch das zutunliche Wesen des Mädchens, wurde Erich dreister und wagte es, sich mit dem munteren Ding in eine Unterhaltung einzulassen. Jetzt enthüllte sich ihm eine ganz neue Welt. Mila war mit ihrer Mutter schon sehr viel gereist, sie kannte gar manchen der fashionablen Fremdenplätze an der Riviera, in der Schweiz, in Süddeutschland; ja sogar in Egypten war das junge Mädchen schon gewesen. Seine Freistunden von 2 bis 3 Uhr mittags widmete Erich jetzt der kleinen Mila. Dann saßen die beiden jungen Menschen unter den alten Bäumen des ehemaligen Patriziergartens, und begierig lauschte der Pikkolo den Erzählungen seiner kleinen Freundin. Es war eilt warmer, sonniger Septembertag. Im Garten herrschte Mittagsruhe, nur leise und dumpf tönte Kinderlärm oder Wagengerassel von der Straße her zu den beiden. Erich war im letzten Jahr unter der sorglichen Pflege von Fräulein Maus tüchtig gewachsen, auch seine Wangen hatten an Rundung gewonnen und leuchteten in jugendlicher Frische. Leider hielten Erichs Beinkleider und seine ehemals schwarze, jetzt eine undefinierbare Farbe zeigende Jacke mit diesem rapiden Wachstum nicht gleichen Schritt, sie waren überall zu eng oder zu kurz. Mila hockte mit emporgezogenen Knieen neben Erich auf der harten Steinbank und sah ihm altklug ins Gesicht. Die freiherabhängenden, etwas unbändigen schwarzen Locken waren ihr über die Schultern geglitten und umrahmten das reizende, pikante Gesichtchen des frühreifen Kindes. Das hellblaue Kleid, ein mit weißen Spitzen und schwarzen Bändern verzierter plissierter „Hänger", trug sichtbare Spuren der kaum beendeten wilden Jagd, welche beide durch die verschlungenen Wege des Gartens veranstaltet hatten. Auf ihrem Schoß, zwischen die Knie geklemmt, hielt Mila eine große Düte mit Pflaumen, in deren Tiefe abwechselnd Erichs und Milas Hand verschwanden, um bald darauf mit einer der blauen, saftigen Früchte wieder aufzutauchcn. Der sorglich abgelutschte Pflaumenkern diente dann als Geschoß Zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand gepreßt, wurde der Stein mit kräftigem Druck fortgeschnellt. Sein Zielpunkt war die große weiße Hauskatze, die es sich auf der Nachbar- bauk bequem gemacht hatte und dort behaglich schnurrte. Das Bombardement störte sie aber nicht sonderlich, denn weder Erich noch Mila waren gute Schützen. Viel besser traf Mila mit ihrem Stein Erichs Nase; dies allerdings mit Absicht. Das lose Mädchen entschuldigte sich daun heuchlerisch bei Erich, wobei der große Junge bis über die Ohren rot wurde und lebhaft beteuerte: , „Ich habe es gar nicht gespürt, wirklich mcht, Mila. Als Mila das Kernschleudern langweilig zu werden begann, sprang sie von der Bank, pflanzte sich vor Erich auf, musterte ihn streng und sagte: _ „Pfui, was du für eine schmutzige Jacke an hast. Sage deiner Mutter, sie soll dir eine neue kaufem Oder lieber einen Frack! Natürlich, einen Frack, in den großen Hotels, wo ich bisher mit Mama gewohnt habe, trugen alle Kellner elegante schwarze Fracks und weiße Halsbinden." „Trugen dort auch die Pikkolos schwarze Fracks?" wagte Erich schüchtern zu fragen. Mila schnickte mit den Fingern: „Um die Pikkolos habe ich mich damals nie gekümmert, das weiß ich nicht. Wahrscheinlich werden sie auch Fracks getragen haben, in vornehmen Hotels ist dies so Sitte." „Erzähle mir ein wenig von deinen Reisen, Mila, und von den schönen Hotels, in denen ihr gewohnt habt. Ich möchte auch furchtbar gern reisen, aber ich habe leider kein Geld. Nicht wahr, dazu braucht man viel Geld?" „Nun," entgegnete Mila mit altkluger Miene, „ich glaube wohl, daß man auf Reisen viel Geld braucht. Wieviel weiß ich allerdings wicht, weil Mama alles bezahlt, aber ich glaube schon, daß du für dich eine Mark, oder gar zwei täglich gebrauchst, wenn du auf der Reise gut aufgehoben sein und in ersten Hotels wohnen willst." „Zwei Mark!" Erichs Gesicht nahm einen zweifelnden Ausdruck an: „Das wäre sehr toenig. Zwei Mark zahlt deine Mutter bei uns schon für euer Frühstück." „Nun, dann drei Mark. Ich weiß es wirklich nicht, cs hat auch gar keinen Zweck, darüber zu streiten, denn du kannst fa doch nicht reisen, weil du weder französisch noch englisch sprechen kannst," meinte Mila etwas von oben herab. „Französisch oder englisch?" rief Erich bekümmert. „Das kann ich leider nicht, denn woher sollte ich es wohl lernen?" „Siehst du," triumphierte Mila. Sie war stolz darauf, ihren Spielgefährten, der es soeben gewagt hatte, sich ihrem Wissen in Geldsachen überlegen zu zeigen, wieder in sein altes Verhältnis zu ihr herabgeschleudert zu haben. „Siehst du, zum Reisen gehört mehr, als bloß Geld haben. Aber sage mal, wie kommt es denn, daß du nicht französisch und englisch kannst? Alle Kellner, mit denen ich bisher sprach, konnten es. In Nizza habe ich im „Hotel des Anglais" mit einem Kellner gesprochen, der sogar russisch verstand. Und russisch ist eine sehr schwere Sprache." „Ich habe es nicht gelernt," entgegnete Erich beschämt und ließ das Kinn aus die Brust sinken. „Das ist schlimm. Dann warst du wohl faul in der Schule?" — — doch als Mila das bekümmerte, trostlose Gesicht des Pikkolos sah, regte sich das Mitleid in dem guten Herzen des Kindes, und eifrig rief sie aus, um ihre Ungezogenheit wieder gut zu machen: „Ich werde dich französisch und englisch lehren! Ja, willst du?" Bescheiden, doch glücklich, erwiderte Erich leise: „Ach ja, ich möchte so gerne lernen. Ich möchte auch gerne einen Frack tragen, und in den großen, schönen Hotels angestellt sein, von denen du immer erzählst." „Schön, ei das wird lustig." Das leicht erregbare Mädchen klatschte fröhlich in die Hände und würde am liebsten sofort mit ihrem Unterricht begonnen haben, wenn die rauhe Wirklichkeit dies nicht verhindert hätte. Denn vom Hotel herüber schallte jetzt die ein wenig heisere Stimme des Herrn Wenzel, der den Pikkolo suchte, um ihn zur Erledigung seines ferneren Tagewerks anzutreiben. „Also morgen gibst du mir Unterricht," raunte Erich noch seiner anmutigen Freundin zu, dann verschwand er eilig. Denn er wußte, daß es gefährlich war, Herrn Wenzel warten zu lassen. An diesem Tag ging Erich wie im Traum umher, sehr zum Schadeu derjenigen Gliedmaßen, die der liebe Herrgott den Pikkolos wohl extra zur Vornahme von Schüttelexperimenten geschenkt hat. Als Erich zu Bett ging, war sein rechtes Ohr blau und seine linke Backe dunkelrot; diese Farbensymphonie hatte ihm sein Traumleben eingetragen. Denn der Schmiedemeister wurde zu höchsten: Zorn gereizt, als der Pikkolo ihm sein Bierglas in Gemeinschaft eines Bier- wärmers vorsetzte. Der Schneidermeister hatte Magenkrämpfe und Erich dafür zwei Backpfeifen bekommen, weil in des Meisters Bier statt des Bierwärmers ein großes Stück Eis schwamm. Der Barbier aber hatte Erich giftig in das unschuldige Ohr gekniffen, als ihm dieser ein Glas Bier vorsetzte, dessen Inhalt zur Hälfte aus Schaum bestand. Nur der vornehme Herr Rose begnügte sich mit einem strengen Blick des Tadels für den unglückseligen Pikkolo, als er seinen Wein gekostet und dabei gefunden hatte, daß er noch etwas saurer war als gewöhnlich —denn Erich hatte dem Aermsten die Essigflasche serviert. Das war allerdings verzeihlich, weil im „Goldenen Schwan" eine halbe Weißweinflasche diese für Salate und dergleichen so nützliche Ingredienz enthielt. Noch lange lag Erich mit offenen Augen im Bett und dachte über das am Nachmittag Gehörte nach. Davon hatte er bisher nichts gewußt, daß es so gelehrte Kellner auf der Welt gibt, die in mehreren Sprachen mit ihren Gästen konferieren können. Er hatte immer geglaubt, daß seineqKunst damit erschöpft sei, ein Glas Bier oder Wein, die Suppe oder den Braten so zu servieren, daß nichts davon vergossen wird. Gegen die vornehmen Kellner draußen in den „fäschnäblen" — er sprach das ihm von Mila zu-« geflogene Fremdwort „fashionable" so aus, — Fremdenplätzen war er nur ein trauriger Kerl, ein wirkliches Nichts. Es war schon drei Uhr morgens, als Erich endlich eiu- schlief. Im Traum sah er sich in einem langschößigen, eleganten Frack die hübsche Mila bedienen, er unterhielt sich mit ihr in drei Sprachen. Voll Ehrfurcht nannte ihn Miln „Herr Oberkellner" und schließlich heiratete sie ihn, nachdem er ihr auf französisch gestanden hatte, wie lieb er sie habe. Als der alte Friedrich den Pikkolo morgens weckte, antwortete Erich, noch halb tut Traum, in einer Sprache, die keiner von beiden verstand. Doch der gute Friedrich hörte es mit Verwunderung und frommem Staunen, er hielt cs für französisch und war stolz darauf, daß der Pikkvlch den er ein wenig in sein Herz geschlossen hatte, ein so kluger Juuge war. „Nun kann er wohl gar französisch, der Sackermenterbengel", murmelte Friedrich stolz in den grauen Bart. „Das hat er sicher dem russischen Freilein abgeguckt, er ist doch weßknebbchen ein tücht'ger Bengel." (Fortsetzung folgt.) Gipfelwunder. Skizze von Max Karl Böttcher -Chemnitz. Dampfender Nebel wuchtete int Tal. Morgennebel. Aus dem Kreuther Winkel, von Tirol herauf, huschten taue Winde, spielten mit den Nebeln und zerrten sie von Berg zu Berg', von Gipfel zu Gipfel, stießen hinab auf den See, daß sie die Wellen küßten, — hoben sie auf und zerrten sie durch Tann und Hag, und ihre Fetzen hingen wie Schleier an Latschen und Kniekiefern und schwebten Gespenstern gleich in bizarren Schwadcnl auf und nieder. Und über all deut die Sonne! Noch unerwacht, — noch keusch verhüllt in lichten Wolken, und nur ein lieblich Morgenrot, zart wie Maienglühn auf den Firnen, rosig wie ein schlafend Engelskind, ließ ahnen, daß die herrliche, prangende Königin des Tages u.ahe sei auf ihrer einigen,' Bahn. Die Kahlgipfel des Gebirges überzogen ihr graues Gewand mit zartpurpurnem Morgenkleid und bereiteten sich vor, den jungen Tag zu empfangen. Und aus all den Kuppen nnb Gipfeln ragte ein jäher, wilder Fels empor, zackig-spitz, und aüf seinem Haupte stand ein steinern Kreuz, das kühne Steiger einst errichteten, und weil die Sonnewenn sie erwachend über die Almen zog, dies Kreuz just zuerst mit ihrem glühenden Glanze überzog, daß es weithin über die Lande verkündete: Sie ist da, die Herrlichste, die Große, — sie ist erwacht!! — sv nannte man das Kreuz das „Sonnenkreuz".- Schwierig war fein Ersteigen und mancher Bub- hatte schon ast diesem jähen Gipfel sein Leben gebüßt. Und doch wagten immer und immer wieder tollkühne Steiger den Aufstieg, weil eine Sage verkündete, daß heilkräftige, ja, wundertätige Kräuter am Muße des Sonnenkreuzes wucherten. — Au der Rottacher Halde, nicht weit, da der wilde Gießbach seine ungestümen Wogen mit jauchzendem Brausen in die offenen Felsarme stürzte, da stand ein steinern Haus im Tann. •— Der ßlühende Efeu glühte aus den Fenstern und erzählte leuchtend Von Glück im Haus. Der Efeu lügt. — Glück im Haus?? Am Fenster stand Hjelm Lönbörg, der Maler von Nordland, ber vor einen: Jahrzehnt in dies Felseugewirr das stattliche Haus errichten ließ und vor wenigen Monden sich aus der nordischen Heimat ein junges, blondes Weib geholt, Inge Linden. Jetzt, in dieser Stunde weichender Nacht, stand Hjelm Lönbörg an: Fenster und schaute in die gischtenden Wasser der wilden Ache, und ihr Tosen schien ihm ein einförmig-schanrig Lied zu singe::: sie stirbt, — sie stirbt ■— sie stirbt! Da wandte er sich schauernd ab und trat an das Bett. Hier lag das blonde, junge Weib, — noch in: Sterben schön Md hehr. „Inge?" fragte er weich und legte seine große, feste Hand Ms den Scheitel und strich kosend die Haarringel zurück. Sie lächelte ihn an: „Wird es bald Tag, Hjelm?" „Die Sonne bringt ihn, schön und rosig." „Kehren wir heute Hein:, mein Hjelm?" „Wenn es der Arzt erlaubt!" Da lächelte sie still und ihr Antlitz sprach von seligen Heiratsgedanken. Tie Magd trat ein und brachte frische Milch, just in dem Augenblick, da die kleine, zierliche Pendule auf dem Tischchen vier Uhr schlug. „Aber Herr, Ihr seid schon tvach!" schalt gutmütig die alte, 'treue Magd. „Schon wach nicht, — noch wach!" „Das ist Unrecht von Euch, Herr, denn die Frau braucht Euch des Tages, — so solltet Ihr mich des Nachts wachen lassen." „Schilt nicht, Dörte! Tie Frau braucht mich Tags und auch Nachts und ich sie." Und als die Magd der Frau die srische Milch gereicht, ging sie zur Tür und dort gab sie dem Herrn ein Zeichen, ihr zu folgen. Er trat auf die Diele und sie sagte leise zu ihm: „Glaubt Ihr, Herr, daß sie :vieder gesund wird?" Er schüttelte müde den Kopf: „Die Acrzte kennen ihre Krankheit nicht, — Heimweh, sagen sie." „So fahrt doch heim, Herr!" „Sie stirbt 'mir unterwegs, — das Fahren tötet sie." Dörte sann, und dann sagte sie: „Die Aerzte können eben Vichts!" „Dörte!!" „Sie können nichts! Und Ivie leicht könntet Ihr die schöne Frau wieder gesund machen, daß sie dann heimfahren kann." Er faßte sie am Arm, hart und zwingend. „Weib, das sagst du mir jetzt, nachdem sich das arme Wesen seit Monden quält?!" „Ja, Herr, Ihr glaubt doch nichts, Ihr lacht doch nur, wenn man.Euch rät!" „Ich versteh dich nicht! Sprich deutlicher!" „Ihr schwört auf den Arzt und doch kann er der Frau nicht helfen, — und — und —" „Sprich!" „Und zur weiseu Frau au der Falcpp geht Ihr nicht." „Wer ist das?" „Die Hundertjährige im Walde an der Falepp, von der die Leute sagen, sie sei eine Hex! Aber sie kann mehr wie alle Merzte und Apotheker. Sie hat den Guffert-Sepp wieder aufgebracht, der sechszehn Jahre an der Gicht laboriert und hat den Barthlmä Edenhofer, den Großbauern drüben in Schliersee gesund gemacht und die Gramei in Kaltenbrunn und den Alois Brügger in Mäurach und alle die anderen!" „Geschwätz, albernes!" sagte er unwirsch und trat in die Stuben, und als er sein Weib so elend auf der Statt liegen sah, stieß cs ihm fast das Herz ab. Und er trat wieder an das Fenster Und schaute tvieder in die tosende Ache, und er gedachte des blühenden Mädchens, das er sich vor einem Halbjahre aus dem Dänenlande geholt hatte. Und je weiter sie der Heimat sich entfernten, je mehr ward sie stiller, die kleine, lustige Inge Linden. Und nun starb sie ihm an gebrochenen: Herzen, von Heimweh gebrochen. „Den Guffert-Sepp hat sie gesund gemacht, die weise Frau an der Falepp, und den Großbauern in Schliersee und die Grame: in Kaltenbrunn und die andern alle!" dachte Hjelm Lönbörg Und ärgerte sich, daß er es pachte. Aber er konnte diese Gedanken nicht banne::, immer, immer, immer kehrten sie wieder. Da schlich er hinaus und rief der Magd: „Dörte!" Sie kam herbei. „Herr?" »Jst's weit zur Falepp?" »Ein Stündl, Herr!" »Willst du bei der Frau drin bleiben?" »Ich weiche nicht." „Wenn sie nach mir fragt, sag, ich hätte mich eine Minute Wasen gelegt," -„Das glaubt sie nicht, Herr." „So sage etwas anderes." Und er nahm den Hut von der Gamskricke Und den Stock von: Nagel und sagte noch unter der Tür: „Hüt' ffie gut, Dörte!" Und dann ging er leise über den Kies und das tosends Rauschen der Ache stahl seinen Tritt. Und bergwärts hastete er, und die Morgennebel fielen über ihn her und überschütteten ihn mit seuchtem Sprühregen und sperrten ihm Weg und Pfad, er aber schritt rüstig aufwärts und schüttelte Nebel und Sprühe ab und war bald auf dem Knüppeldamm, der zur Waldstraße führte, wandte sich dann der Falepp zu und schnitt auf schmalen Jägerpfaden manch gutes Stück ab. Und nun stand er an der Falepp. : Ein Sennbub, das Felleisen auf der breite:: Schulter, stieg zur Mn: aufwärts. „Du, Bub, wo wohnt denn die weise Frau?" fragte er den ©en::. Der Bub spie aus, wie es jeder rechtschaffene Christ tat, wen:: von der Hex jemand sprach und zeigte mit dem Ellenbogen links auf einen Waldpfad, der ins Dickicht führte. Dann schritt Hjelm Lönbörg den Pfad entlang. Da stand sie, die Hütte, morsch und schief. Ich will dich fürstlich lohnens wem: du sie mir gesundest, gelobte der Däne im Stillen Und trat bann in die Hütte. Ein Schauer übermannte ihn, denn er stand einem dreifachen Menschenalter gegenüber, einem Stück Einigkeit. Es war keine Hexenküche, in die er eintrat, es !var ein gar sauberes Stüblein ohne Katz Und Kater, ohne Rab ’unbj offenes Feuer. Und vor dem großen Wandbette hockte in einem Lehnstuhle die Greisin, die schon längst nichts mehr im erstM Hundert zu suchen haben mochte. Ein zwar morsches, verfallenes, aber weltkluges Gesicht mit klaren, hellen Seheraugen sah ihm entgegen. Gebannt blieb er auf der Schwelle stehen. Sie sah ihn lange an, dann sagte sie gelassen und ruhig, ein wenig zitternd in der Stimme: „Ihr kommt spät, Hjelm Lönbörg!" Er fand kein Wort der Erwiderung, so sehr traf :hn der Schreck, daß sie ihn kannte. Und nun ruhte ihr Blick so unendlich gütig, so teilnahmsl- voll auf ihm, daß es ihn dünkte, als stünde er vor feiner alten Ahne, die ihn in der Jugend betreut, und ein warmes Vertrauen zu der Alten erfaßte ihn. Und er schritt zu ihr und sagte stehend: „Hclst mir, Mutter, wenn Ihr könnt!" Sie schwieg und sann mit geschlossenen Augen vor sich hin und ließ ihm willig ihre Hand, die er streichelte. Und Mn war es, als ob ein großer Schmerz über ihr Antlitz zöge. Und leise fragte sie: „Ihr habt sie sehr lieb, die schöne Frau?" Er nickte und schien mühsam der Tränen zu wehren, der große, starke Mann. Nun sank sie vornüber in sich zusammen unb ward klein und Mißgestalten Und sah einer Märchenhexe jetzt wirklich nicht unähnlich, und ein Hustenanfall schien ihr den Rest 'des Lebens? funkens ausblasen zu wollen, und nun stieß sie unter Husten hervor: „Steig zum Sounekrenz, dort wird dir werden, was du brauchst, und dann ist euch beiden geholfen!" klang wie ein Todesurteil, nicht wie Hoffnung und Trost, was sie sagte. Dann schob sie ihn fort und wies ihn zur Tür. Und er ging davon, erschüttert, durch den Wald zurück. „Zum Sonnekreuz!" Das ging aus Leben und Tod. Er kannte den Weg. Jetzt, nach hastigem Laus war er am Einstieg. Ohne Seil und ohne Kletterschuh! Es war ein vermessen Strick, er wußte es. Aber die Seherin, hatte sie nicht gesagt: Ihr kommt spät, Hjelm Lönbörg?! Sollte er erst Führer und Hilfe holen? Was er eigentlich oben sollte, an diesem seltsam glänzenden Kreuze, war ihm nicht klar, aber eins war ihn: klar, er mußte hinauf, denn: du findest, was du brauchst! hatte die Hundertjährige gesagt und dann: euch ist dann beiden geholfen. Er suchte den Kamin, wo der Einstieg am leichtesten erschien und stemmte sich nun empor, krallte mit den Fingern in den kalkigen Stein, umklammerte mit seinen mächtigen Armen jede Felsnafe und schob so Fuß um Fuß empor. Wohl glitt der Nagelschuh an mancher Stelle ab, wohl schürste das Knie, daß das Blut durch den Stutzen drang, aber das harte Wort der Seherin: Ihr kommt spät, Hjelm Lönbörg! trieb ihn aufwärts, gab ihn: Kraft und stählerne Nerven, und der fünfzig Meter tiefe Abgrund unter ihm, den er erschaute, wenn er rastete, um Atem zu schöpfen und das fast zerspringende Herz zu beruhigen, machtiq ihn nicht schaudern. Weiter, weiter klomm er aufwärts, der arme Tor und bedachte nicht, daß, wenn er erst oben, auch ein Rückweg gefunden werden mußte. Ein Rückweg in diesem Höllenriß! Immer höher stieg er. Die Hande bluteten, Hut und Joppe hatte er längst der gierigen Tiefe geopfert. Er blickte über sich. Da blinkte das Sonnenkreuz, noch vom Frühmorgennebel umschattet. Unb ein Kraut, blaublütengeschmückt, wucherte zu seinen Füßen. Das wird es fein, was ich! brauche, dachte er. Vorwärts ■— vorwärts. — Noch zwei Manneslängen — noch eine — noch eine Spanne. Der Fuß, der rechte, fuchte Grund an der verwitterten Kante. Da brach die Sonne durchs Gewölk! In toller Jagd stürzten die Sonnenstrahlen zu Tal, überfluteten mit 556 ifiscnt Minimer Berqe uttb Täler und Seen und Auen, Md nun waren e auch hier droben, sprangen am Kreuz empor und überzogen es mit ihrem goldigen ffckMmeruudstghaft strahlte es nun von dem spttzzackigen Gipfel- Und ob dreies Glanzes wichen Nebel nnd Morgendünste, und der kühne Kletterer der dem geliebten Weibe das Leben mrd das Gluck suchen wollte, hier droben am sonnigen Kreuze, blickte über dre tausend und aber tausend Tanueugipfel und suchte das stetnerne Haus am tosenden Fall, sein Haus- Und letzt M er es!Da drrn liegt sie, seine Inge, der er das Leben sucht und brrugt- Da ging ein Klingen durch die Berge, still und leise, heimlich sacht. Und bebend schwang sich der Ton zum , Sonnenkranz empor. Und dem Kletterer da oben greift ern Grau,en ans Herz, denn er kennt das leise, sanfte Klingen, es komM vom Kuster- häusel in Enterrottach, wo droben rin Erker em Glöcklern hangt, das gar selten klingt, denn es ist das Totenglocklem und Enterrottach ist ein kleines Kirchspiel und selten strrbt drrn ern Menschenkind- Und Hjelm Lönbörg greift mit beiden Händen an fern Herz, so hart hat ihn der sanfte Klang vom Dotenglöcklern erschr^t, und er fühlt, wie er in den Kamin zuruckrutscht, wie der rechte Fuß den Halt verliert, und er sinkt und srnkt rind steht das Sonnenkreuz und das blaublütengeschmückte Kräutlein davor und denkt: Ihr solltet nut helfen und ihr tatet es nicht, aber tote er nun sausend fällt, noch vor dem ersten Austchlag, da erleuchtet sich sein Geist und er gedenkt der letzten Worte der Weisen air der Falepp: „Geh ans Sonnenkreuz, ,o rst euch beiden geholfen!" Die alte Seherin hatte erkannt, daß der armen Inge mcht mehr zu helfen war, und darum nun die Frage: Hast du ste sehr lieb, die schöne Frau? — Und die mttlndtge Alte schickte ihn ihr nach in den Tod. Ein Besuch bei Gerhart Hauptmann in Agnetendorf. Wie Gerhart Hauptmann nach Agnetendorf kam, erzählt Paul Werth in einem interessanten Aufsatz der „Dame", m dem, er einen Besuch bei dem Dichter in dessen schönem schlestichen Herme EHilpert. Daß die Agnetendorfer heute den berühmtesten lebens en deutschen Poeten zu ihrem Mitbürger zählen dürfen, verdanken sie im Grunde der Eisenbahn. Es war in den letzten 90er Jahren. Hauptmann saß mit seinem Bruder Karl in Schreiberhau tn einem schönen geräumigen Bauernhause, das man ausgebaut hatte. Und er wäre wohl nie aus diesem idyllischen Heime verzogen, wenn ihm nicht eines Tages quer durch seinen Garten ern Schienenstrang gelegt worden wäre. Damrt war der frtedlrchen Ruhe ein Ende gemacht, der Lärm trieb Gerhart Hauptmann dazu, nach einer neuen Heimat Ausschau zu halten, und das, was ferne Träume ersehnen mochten, fand er auf dem Agnetendorfer Wtesew- stein, jener Felskuppe, wo Jahrhunderte alte Eichen, stolze Ahornbäume und schlanke Birken ragen. Hier siedelte er sich an, hierhin setzte, mitten in das hochragende Gebüsch, der Architekt Griesebach das Hauptmann-Haus, das halb ein Schloß, halb eine Vrlla mit seinem steil aufsteigenden roten Dach und dem in feiner Spitze auflaufenden Turm die ganze Umgebung weit überragt. Die Freunde, denen es .vergönnt war, in diesem Hause zu weilen, werden die Erinnerungen an den klösterlichen Ernst, der fast allen Räumen ihr Gepräge gibt, nicht vergessen. An die Treppenvorhalle alter Dome gemahnt die große halbdunkle Diele mit ihrem massigen Eichengebälk, und das Arbeitszimmer mit seinem hohen Kreuzgewölbe, den tiesen Fensternischen und dem schweren Eichengestühl mutet nach der Schilderung Werths fast an wie der Empfangsraum eines ehrwürdigen Klosterpriors. Herrlich aber ist der Blick aus den mächtigen Bogenfenstern: „Unten tief zu Füßen rauschen und 'gurgeln die Wellen des von kleinen Bauden und dichtem Gebüsch umsäumten Schneegrubenwassers' und unmittelbar dahinter steigt schwarz und düster die gewaltige Mauer des Gebirges bis zu den Felsschründen der Schneegruben auf." Die Art, wie ein Mensch sein Heim einrichtet und schmückt, ist bis zu einem gewissen Grade immer ein Spiegel seines Wesens und seiner Neigungen. Der Gast, der vielleicht in den Häusern mancher anderen Größen der Kunstwelt überreiche Anhäufungen von prachtvollen Kunstwerken sah, ist bei einem Gange durch Gerhart Hauptmanns Dichterheim im ersten Augenblick überrascht durch die Zurückhaltung, die der Hausherr sich in dieser Beztehung auferlegt hat. Keine Häufung von Einzelheiten und keine Ueber- ladung stört den räumlichen Eindruck. „In der Diele machte mich der Dichter auf eine noch aus der Pariser Zeit Corinths stammende kräftige Kreuzigungsstudie aufmerksam; in den Zimmern bilden einige Bleistift- und Kreidestudien und einige duftige Aquarelle Ludwig von Hofsmanns fast den ganzen Bilderschmuck. Bor dem Lichte des neuen Fensters zeichnen sich als Silhouette die feinen Linien einer Stuckschen Amazone ab; die Wandschränke krönen einige Plastiken und griechische Vasen. Glasbilder aus dem 16. Jahrhundert, ungewöhnlich schöne künstlerische Arbeiten, meist in der Schweiz gesantmelt, schmücken die Fenster." Den Kunstschätzen aus dem fernen Osten M Hauptmanns besondere Stdfe, mit Stolz zeigt er einen prächtigen realistischen japanischen Akt« eine wundervolle Holzschnitzerei, eine schöne Buddha-Statue NM eine Reihe altchinesischer Ton- und Porzellanwerke, die bet« Bahnbau in Kiautschau ein Ingenieur tn einem Grabe entdeckte-, und deren starke griechische Anklänge besonders auffallen. In dm Schränken verwahrt Hauptmann eine stolze Reihe von altm SttchM und von Stndienblättern moderner Meister, Heller und lichter als die übrigen Räume wirken das zimmer nnd das zweite Arbeitszimmer des Dichters. Die Decket ist getäfelt, schmale Stoffverkleidungen führen zu dm hohen Eichen^ Paneelen herab, eütgebaute Möbel Und schöne Holzschnitzereien gebest diesem Raume seine eigene Atmosphäre. Sie ist intimer und freund^ sicher als die der anderen Gemächer und dieser Eindruck wird durch den offenen Kamin und den in den breitausladendm Turm eingebauten Erker noch verstärkt. Hier bewahrt Hauptmann auch die Gegenstände einer besonderm kleinen Liebhaberei: eine ganze Reihe von Schiffsinodellen hat er gesammelt, Modelle chinesischer Dschunken, eine alte Nachbildung der Caravelle des Columbus und Modelle von Kriegsbooten aus Kamerun hängen von der Decke herab." Bei der Betrachtung dieser kleinen Schätze gibt es eine fröhliche Unterbrechung: der kleine Benvenuto, Hauptmanns 13jähr, Sohn, stürmt in das Zimmer zu seinem' Vater. Er kommt gerade vom Turnen. Der Gast erkundigt sich, wie es den Kindern des Dichters geht. „Alles prächtige Kerle geworden," meint der Vater, „bis auf den einen hier, der noch was werden soll." Haupbz manns erster Sohn sitzt, schon verheiratet, als Maler in Blankenese, nachdem er bei Corinth, Ludwig von Hoffmann und in Paris seine Lehrzeit vollbracht hat. „Der zweite," so erklärt Hauptmann lachend, „ist Cowboy in Argentinien," was man aber nicht zu wörtlich nehmen müsse. Der Junge, geradezu ein Athlet, absolvierte die landwirtschaftliche Hochschule, dann aber trieb es ihn hinaus in die weite Welt, und in den Pampas von Argentinien hat er nun die Leitung einer großen Pferdezüchterei übernommen. Der dritte aber habe sich zu einem tüchtigen Kaufmann entwickelt und arbeite bei der AEG in Berlin. Benvenuto, der jüngste, ist noch in Lehrers Händen; der Dorfschullehrer unterwies ihn zuerst in den Anfangsgründen pes Wissens, dann trat ein Hauslehrer in seine Rechte und heute vervollständigen Engländer und Italiener das Lehrpersonal. t _______ Vüchertisch. — D a s literarische E ch o. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde (Begründet von |£t. Josef Ettlinger. Herausgegeben von «Dr. Ernst Heilborn. Verlag: Egon Fleischet n. Co., Berlin W. 9) Das 1. Septembcrheft ist soeben mit folgendem! Inhalt erschienen: Georg Hirschfcld: Otto Brahm. — Felix Langer: Die Realität der Dichterwelt. — Ed. Heyck: Julius! Havemann. — Carl .Becker: Tas religiöse EMPsinden in der französischen Dichtung. — Georg Witkowski: Goethe-Schriften II. — Echo der Bühnen. — Echo der Zeitungen und Zeitschriften. —: Echo des Auslands. — Kurze Anzeigen. — Notizen — Nachrichten. — Büchermarkt. — Edelweiß und Alpenrosen, die blauen Glocken des Enzian und die kräuterwürzige Luft des bayerischeu Hochlandes mit ihren starken und naturentsprossenen Menschen gebm den Hintergrund zu dem soeben erschienenen Roman .Julius C. Waldaus „Die Söhne vom Berghof" in Kürschners Bücherschatz Nr. 909 (Hermann Hillger Verlag, Berlin W. 9). Die Reinheit der Berggipfel, die firnenklare, verschwiegene Schönheit der Almen weben sich auch um die Gestalt der beiden Menschen, die im Mittelpunkt dieser innigen und gemütstiefen Erzählung stehen. Diamanträtse!. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben aaaabeee s fiikllnnnpprssst derart einzutragen, daß die ivagerechten Reihen folgendes bedeuten: 1. Einen Buchstaben. 2. Französische Stadt. 3. Englischen Seehelden. 4. Ein Land. 5. Tuchartiges Gewebe. 6. Biblischen Frauennamen. 7. Einen Buchstaben. Die senkrechte und wagerechte Mittel- reihe ergeben das Gleiche. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Valindronts in voriger Nummer: R e g e n , 9! e g e r. Redaklion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlaa der Brühl'schen Universitäts-Ruch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.