Meta selbst blieb nur eines in deutlicher Erinnerung von diesem ersten Besnch bei den Eltern. Frau Martha hatte zu ihrem Gatten, während sich Meta wieder zum Fortgehen rüstete, gesagt: „Geh mit ihr, Theo — Du bist heute um Deinen Spaziergang. gekommen durch mein dummes Unwohlsein, bitte, bitte, gehe ein wenig an die Luft, ich brauche ja wirklich gar nichts . . . auch sind die Kinder hier!" Mer der Professor wehrte fast entrüstet ab. „Willst Du mich schon wieder fortschicken? Glaubst Du, wenn ich mal krank wäre, ich ließe Dich fort? Keine Spur! Das wäre noch schöner, wenn wir einander nur Gesellschaft leisteten! Nein, meine Liebe, wir gehören zusammen, und wenn eins krank ist, daun erst recht! So wenigstens denke ich es mir und darum i vir ft Du mich nicht los." Darauf antwortete Frau Martha nichts mehr. Mer ein stilles Lächeln blieb auf ihrem Gesicht und ein geheimes Leuchten stand ihr im Auge. Meta mußte immer' daran denken. Und sie wollte eigentlich nicht. Sie wollte es vergessen. Denn sie kam sich seitdem sehr arm vor im Vergleich zur Mutter. . , Unten fuhr ein Wagen vor. Liebe, bekannte Stimmen erklangen im Flur. Meta eilte hinaus'. „Herta — Isa! Endlich haben wir uns wieder!" Ganz aufgeregt, war die junge Frau ihren Freundinnen behilflich, sich auszuschälen. „Hilf, Himmel!" lachte sie dann, als sie beide in ihren lichten Seidenblusen vor ihr standen. „Was seid Ihr schön geworden, Mädels! Ihr guckt ja ganz verklärt drein!" „Ach, Meta — Du weißt ja auch noch nicht — wir haben Dir so viel zu erzählen!" „Alles weiß ich!" Meta schloß Isa in die Arme und zog sie in das Boudoir hinein. „Daß Du Braut bist, daß er Ingenieur ist beim Stadtbauamt und daß Du nächstens heiraten willst! Meinen innigsten Glückwunsch, Herz —" „Ei, noch lange nicht alles weißt Du! Denke nur, auch bei Herta wird's jetzt Ernst! Ihr Adolf hat eine Stelle am Werderschen Sanatorium bekommen und heiratet sie schon in vier Wochen. Und ich und Rudolf haben beschlossen, am gleichen Tage Hochzeit zu machen . . ." „Nun, das wird ja köstlich sein! Eine Doppelhochzeit! Ganz G. wird auf den Beinen sein, um die Rennermädchen im Brautkleid zu sehen!" „Ihr kommt doch auch dazu, Du und Dein Mann?" fragte Herta. „Wir rechnen bestimmt darauf!" „Wenn Ihr uns haben wollt mit tausend Freuden. Kranzeljungfer kann ich leider nicht mehr sein — ivem wird denn dieses Ehrenamt übertragen?" „Bei mir werden meine zukünstigu Schwägerinnen Elsa und Berta Malchow Kranz elf uu-gwrn sein und bei Isa eine junge Amerikanerin Mabel Watson — eine zweite sucht sie noch. Du — übrigens Berta Malchow ist auch Braut —" „Wie — die kleine Berta?" Von Frühling ;u Frühling. Montag, den 6. Ianua^ re MW»,1Muumraiau,» »r, ft, 7.71 Roman von Erich Eben st ein. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Am anderen Tag, Punkt 12 Uhr, fand die Trauung in der Hof- und Domkirche statt. Abends reiste das junge Paar nach Nizza ab. Meta Petermanu erwartete ihre Freundinnen Herta und Isa szum Tee. Es war das erste Wiedersehen nach ihrer Rückkehr von der Hochzeitsreise. Sie war dort gewesen, als sie die Eltern besuchten, aber die Rennermädchen waren nicht zu Hause. Meta erfuhr als neueste Nachricht von der langjährigen Wirtschafterin bei Renners, daß sich am Abend zuvor nun auch Isa verlobt hatte. „Er" war ein junger Bauingenieur, vom Stadtrat angestellt, mit etwas eigenem Vermögen, und wollte so rasch als möglich heiraten. Meta hinterließ die Botschaft, daß sie die beiden Schwestern am folgenden Nachmittag zum Tee erwarte. Man wolle lieber gar nicht mit kürzen Etikettbesuchen beginnen, sondern gemütlich, wie einst, zu längerem Plausch Mfammenkommen. Nun saß sie in einem hocheleganten Teagown in ihrem Boudoir neben dem gedeckten Teetisch und wartete. Draußen rieselte ein kälter Oktoberregen eintönig nieder. Die Fensterscheiben waren angelaufen nnb in dem weißen Marmorkamin glimmten bloß der Gemütlichkeit halber =■= denn eigentlich war ja im ganzen Haus Luftheizung — ein paar Buchenscheite. Es sah wirklich gemütlich aus trotz aller Vornehmheit. Die vielen Blumen überall, die behaglichen niedrigen Polstermöbel, das Plaudereckchen am Kamin mit dem weißen Fell und die mattrosa Azaleen, in denen das Licht glühte — ja, gemütlich. . . und- doch . . . Meta stand auf und ging unruhig im Zimmer auf und ab. Sie dachte an daheim. Sie hatte Mama bei ihrem gestrigen Besuch im Bett gefunden. Nur eine leichte Erkältung mit Kopfschmerz. Der Professor, Elfriede und Otto saßen im Zimmer. Dort gab es weder Kamin noch elektrisches Licht und die Möbel waren schon recht abgenutzt. Aber es war Meta beim Eintritt gewesen, als müsse sie jedes Stück mit Entzücken umarmen. Je länger sie dann dort saß, desto deutlicher hatte sie das Gefühl eines Menschen, der lange im Schnee gestanden hat und nun langsam am warmen Ofen auftaut. Vielleicht zum allerersten Male im Leben wurde sie sich bewußt, was das Wort „daheim" bedeutete. Sie freuten sich so herzlich über ihr Kommen! Jedes Wort von ihr hatte dort Bedeutung, jede Kleinigkeit, welche sie betraf, erregte bei den Ihren Interesse. 10 Mine Geschichtsbilder aus Oberhessen. (Nachdruck verboten.) Ein Berschen, besonders in der Wetterau Und int südlichen! Teile der Provinz Oberhessen verbreitet, (erntet -folgendermaßen,; „Echzell, Bingenheim und Gettenau, Das sind die Blumen der Wetterau!" So ganz Unrecht hat dieses Berschen nicht, beim die drei Dörfer Echzell, Bingenheim, Gettenau liegen in einer fruchtbaren, lieblichen Gegend, wie man sie nicht grade häufig findet. Daher kommt es, daß, diese Dörfer schon vor vielen, vielen Jahren und Jahrhunderten, vielleicht schon vor zwei Jahrtausenden, wenn auch nur in kleinen Anfängen, vorhanden waren, und darum haben sie eine interessante Borgeschichte. Das hat den Schreiber dieser Zeilen angereizt, sich mit dieser Geschichte etwas näher zu befassen. Das Meiste davon — besonders die alte Geschichte — ist ausgiebig durch Gelehrte und Geistliche, vorzugsweise durch den verstorbenen Herrn Kirchenrat und Pfarrer Hoffmann zu „Ja. Im Fasching heiratet sie einen Herrn Burkhardt ans Wien — ich glaube, er ist bei einer Bank angestellt." „Das Heiraten scheint ja auf einmal epidemisch aufzu- treten! Aber nun kommt, Kinder, setzt euch, wir wollen den Teo trinken, damit ihr euch ein wenig, erwärmt." „O deshalb! Mir ist gar nicht kalt." sagte Isa Renner und Herta lächelte: „Wundert mich — sonst bist du doch der reine Eiszapfen — in Bezug auf Gefühle nämlich!" Meta goß den Tee ein und schob ihren Freundinnen allerlei gute Dinge hin. „Wieso Eiszapfen?" fragte sie zerstreut. „Ach, du mußt nämlich wissen. Meta, daß Isa nicht ein bißchen, verliebt ist. Sie und Rudolf zu sehen, ist eigentlich komisch." . „ , „Entschuldige, wir haben uns sehr lieb! Nur so narrisch sind wir nicht wie du und Adolf!" Meta blickte überrascht auf Isa. „Wie — du warmherziges Ding gehst eine Vernunft- ehe ein?" „Wenn du's so verstehen, willst, wie man's gewöhnlich versteht — nein! Rudolf und ich find aber der Ansicht, daß die Liebe durchaus nicht die Hauptsache ist bei der Ehe." „Nicht? Ja, was denn?" . „Vernunft, Treue, Achtung und der gegenseitige Wille, das Leben unter allen Umstünden — mag's gut oder böse kommen — miteinander zu tragen." „Aber das ist ja Liebe!" „Nein, das ist mehr als Liebe. Liebe ist ein flüchtiges Element — wenigstens das, was man gewöhnlich unter Liebe versteht — sie ist ein Uebergangsstadium, in dem der Mensch zum Teil der klaren Vernunft beraubt ist. Eine Art Fegefeuer, aus dem man. ebensogut in die Hölle als in den Himmel kommen kann. Die Ehe ist der Himmel." Meta stand auf und trat an den Kamin, um dort das Feuer aufzustöbern. Ein hartes Lachen kam über ihre Lippen. „Kind — man sieht, du bist noch nicht verheiratet! Lerne erst diesen „Himmel" kennen!" „Ich hoffe es. Natürlich meine ich die wahre Ehe. Verheiratet sind ja so viele." „Es gibt eben glückliche Ehen und unglückliche und solche, welche keines von beiden, find." „Entschuldige: es gibt nur eine Ehe und diese ist immer glücklich! Die anderen, welche du meinst, sind eben keine Ehen." „Du bist wirklich außerordentlich! gescheit geworden, seit wir uns nicht gesehen haben!" spöttelte Meta kühl. „So gescheit, daß mir deine Worte etwas dunkel bleiben... Du meinst also, daß man ohne Liebe heiraten soll?" „Durchaus nicht. Liebe ist ja die Basis aller vernünftigen Dinge. Nur verliebt braucht man nicht zu sein; denn Verliebtheit macht blind. Und dann — nicht jede Liebe befähigt den Menschen zur Ehe." „Wie soll er denn dies vorher wissen? Da bist du schon ad absurdum geführt, siehst du?" „O nein. Mit mathematischer Sicherheit wissen kann es allerdings kein Mensch. Aber soweit seine Vernunft reicht, kann er das seinige tun, indem er sich den Ernst der Ehe recht klar vor Augen führt und sich! daraufhin selbst prüft. Vor allem muß er die Illusion abtun, daß dte Ehe ein Freudentempel ist mit ewigem Sonnenschein, in dem es lustig zugeht. Sie ist vielmehr ein ernstes Heiligtum, dem sich der Gläubige schweigend und demütig naht und dessen würdig zu werden, sein Wille ist." Herta lachte hell auf. „Da siehst du's nun selber, wie Isa geworden, ist! Komisch, nicht wahr? Adolf sagt immer, wer mit so viel Gedanken in die Ehe geht, sollte lieber draußen bleiben. Herzhaft verliebt sein und hineinspringen — das ist das Beste!" Isa schwieg. In ihren Augen war ein stilles Leuchten, das ihr sonst nicht besonders schönes Gesicht eigentümlich verllärte. Meta dachte an ihre Mutter. Daun warf sie den Kopf zurück und strich sich über die Stirn. „Ja, Isa, du redest wirklich wie ein eisgrauer Professor und rein theoretisch dazu. Warte mal erst die Praxis ab — dann reden wir wieder über die Ehe. Und nun, Kinder, seid mal ein bißchen lustig — ich hab' mich närrisch gefreut auf diesen Nachmittag, Wir wollen ganz vergessen, daß inzwischen Männer in unser Leben getreten sind, und harmlos plaudern wie einst — ja?" Herta und Isa waren einverstanden. Aber es ging doch nicht recht. Unvermerkt kau: man doch bei allen Dingen schließlich au. einen Punkt, der die Existenz des einen oder andern Mannes berührte. Etwas fiel den Rennermädchen aus: Meta war sehr zugeknöpft in Bezug auf ihre Ehe. Bereitwillig zeigte sie den Freundinnen ihre Wohnung und allerhand hübsche Dinge, welche sie von ihrer Hochzeitsreise mitgebracht hatte, ließ ihre Toiletten und den Schmuck, den ihr Petermann gekauft hatte, anstaunen, schilderte ihnen die Schwiegereltern, die genau so kühl und reserviert waren, wie am ersten Tage ihrer Bekanntschaft und mit welchen sie.trotz der räumlichen Nähe kaum in Berührung kam, und zählte die Häuser auf, in welchen man Besuch machen wollte. — Aber von Niki Petermann sprach sie kaum ein Wort. Er sei sehr viel in der Fabrik — auch heute — erwähnte sie, als Herta um ihn fragte. Dann ging sie rasch auf die Winterpläne über. „Auf dem Konkordiaball werde ich wahrscheinlich Patro- nesse sein," sagte sie. „Und beim Statthalter sind wir auch zu den Jours geladen. Meine Schwiegermutter legt großes Gewicht darauf, daß ich dort viel verkehre. ..." Meta sagte es ganz ohne Prahlerei, völlig gleichgültig. „Dann wirst du ja dort auch mit Prinz Joachim, zu- sammentrefsen, der kürzlich als Kommandierender hierher versetzt wurde!" „Wahrscheinlich. Habt ihr den Prinzen schon gesehen?" „Ich nicht," sagte Isa, „aber Herta ist ganz entzückt von ihm." „Das heißt, weniger von ihm als von seinem Adjutanten, Hauptmann v. Münster. Ich sage dir, Meta, nimm dich in acht! Ganz G. ist vernarrt in diesen Michael von Münster! Er ist aber auch ein Prachtmensch ! Der schönste Mann, den ich je sah." „Na — na — was sagt denn Adolf Helmer zu dieser begeisterten Schwärmerei?" „Er lacht siegessicher und hat natürlich ganz recht. Es ist ein völlig platonisches Schönheitsgefühl, welches mich für Münster begeistert." „Nun, ich habe nie für „schöne" Männer geschwärmt. Sie sind meistens langweilig. Was ist denn sonst los in G.? Ich muß erst Fühlung bekommen mit allem . . ." „Viel los ist in G. ja nie. Der neue Kommandierende hat natürlich das Hauptinteresse. Nach ihm kommt das Theater. Der neue Direktor soll vorzügliche Kräfte engagiert haben. Besonders für die Oper." Meta spielte mit einem der kleinen goldenen Teelöffel. „Und das Schauspiel? Die Torloui ist ja weg, wie ich hörte . . . Hat man schon einen Ersatz?" fragte sie langsam. „Ja, ein Fräulein Eva Lüders, llebrigeus ist die Torlvni nur vom Theater weg. Sie bewohnt nach wie vor ihre Ringstraßenwohnung und macht durch ihren Toilettenluxus von sich reden." „So?" Meta sagte es völlig gleichgültig. Aber Isa, welche zufällig aufsah, bemerkte, wie sie einen Schatten blässer wurde und wie in ihre Augen ein seltsames Flimmern trat. In diesem Moment ging die Tür aus und Niki Petermann trat ein. (Fortsetzung folgt.) 11 Echzell, bearbeitet worden und diese Arbeit ist im Archiv für hessische Geschichte erschienen. Das Volk aber hat damals nickst viel davon gewonnen, cs hat sich auch vor etwa 40 Jahren, als die Arbeit Hoffmanns erschien, nicht besonders Ur Geschichte interessiert. Das ist jetzt anders geworden. Die Leute lesen sehr gerne etwas von ihrer Heimat, nur muß es klar, deutlich und allgemein verständlich gehalten sein. In dieser Weise gedenkt der Schreiber dieser Zeilen Etwelches von Echzell, Bingenheim tinb Gettenau vorzubringen; er hat auch in. Kirchenbüchern, Ortschroniken und sonstigen alten Akten herum gekramt und gestöbert imb hofft, da die Abende lange geworden und man bei der Lampe ganz vergnüglich zusainmensitzen und lesen kann, manchem einen Gefallen zu tun, wenn er das Aufgestöberte mitteilt. Aller Wahrscheinlichkeit nach war die Wetterau und mit dieser die Gegend um Bingenheim, Echzell und- Gettenau schon vor Christi Geburt urbar gemacht und bewohnt worden. Man darf mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß die Kelten es gewesen sind, welche die Urbarmachung vornahmen, denn in den Wäldern rund umher zeigen sich Hünengräber, das finb gewaltige Grabhügel, welche vor der Römerzeit schon da waren. Auch wurden beim Ausheben von Bachbetten, Flutgräben, bei Anlage von Straßen und beim Graben von Fundamenten solche Dinge gefunden, die weder bei den Römern, noch bei den später austretenden Germanen, wohl aber nur bei den Kelten gefunden und verfertigt worden sind. Die Kelten wohnten in dem heutigen Frankreich etwa zwischen Rhone, Garvnne und dem atlantischen Meere, breiteten sich aber später bis nach Belgien unb bis zum Rheine aus. Herodot, der Vater der Geschichte, geboren um 484 v. Chr., erwähnt die Kelten zuerst; sie drangen um jene Zeit oder noch früher über die Pyrenäen, wo sie sich Wohnsitze eroberten. Hundert Jahre später fielen sie in Italien ein, brandschatzten es und setzten Rom in Schrecken. Um dieselbe Zeit fielen die Alpen- und Donaukelten auch in Deutschland ein und setzten sich hier fest. In Griechenland begann um jene Zeit, nachdem die Perser zurückgeschlagen und unermeßliche Beute gemacht worden war, der peloponnesische Krieg, welcher mit der Demütigung Athens und mit der Vorherrschaft Spartas (404 v. Chr.) endigte. Die Kelten drangen bis nach Asien hinein, wo man sie Galater nannte; auch nach England (Britannia) setzten sie über. Sie waren mittelgroße Menschen, aber stark, mit schwarzen Haaren und Augen; ihre Hauptwafsen waren große kupferne Schwerter. Lange Ausdauer besaßen sie nicht, aber ihre Angriffe waren heftig und- ungestüm. Ihre Verfassung war aristokratisch, d. h. die Edlen herrschten und beratschlagten, das Volk war nicht viel besser als Sklaven. Die Druiden (Priesterschaft) bildeten d-en ersten Stand bei den keltischen Völkern. Als Pfleger, Verkündiger und- Lehrer des Glaubens, Darbringer der Opfer, Gesetzeskundige, Richter und Aerzte, mit selbstgewähltem Oberhaupte und Geheimlehren, gewannen sie den mächtigsten Einfluß auf das ganze Volk. Als die Römer immer mächtiger wurden, drängten sie die-Kelten zurück Und unterjochten sie später gänzlich. G-othen und Vandalen gaben ihnen den Rest. Nur in den Pyrenäen und in England gibt es noch einige spärliche Ueberreste dieses Volksstammes, der bei uns in der Wetterau, wie überhaupt in Mittel- und Süd- deutsch-land vor mehr als zwei Jahrtausenden gehaust hat. Wir haben den Kelten um deswillen einige Zeilen gewidmet, weil wir schon oft darnach gefragt wurden. Man lernt in den Schulen deutsche, römische und griechische Geschichte, aber die Kelten, die doch unsere Vorvorläufer waren, werden ans Mangel an Zeit kaum erwähnt. Die Leute lesen: da und dort sind keltisch« Hünengräber geöffnet, keltische Gegenstände ausgegraben worden; aber was die Kelten für Leute waren, das weiß von Hunderten, kaum einer. Unsere kurzen Notizen werden darum hoffentlich manchem freundlichen Leser nicht unwillkommen sein. Um die Zeit von Christi Geburt hatten sich- die Römer am Rheine festgesetzt, ja sie drangen sogar bis zur Weser und Elbe vor. Hermann, der Cherusker, legte ihnen aber das Handwerk; er lockte sie in den Teutoburger Wald und rieb das römische Heer (9. n. Chr.) vollständig auf. Hierbei haben unsere Hessen, die damals Kalten hießen, tapfer mitgeholsen. Diese Kotten waren gewaltige Kriegsleute: rauh-, wild, ungestüm und gefürchtet bei den Römern und Germanen selbst. Sie ließen Haupt- und Bart- h-aare wachsen und trugen als Gelübde eiserne Ringe an den Armen bis sie einen Feind gefällt hatten. Viele Kallen trugen diese eisernen Ringe bis ins Greisenalter und die kattischen Ring- träger standen als gewaltige, gesürchtete Kämpen in allen Schlachten an der Spitze des Heerhaufens. Nur langsam fand die römische Kultur Eingang bei ihnen. Fünfhundert Jahre vergingen, bis sie das Schlachten von Menschenopfern — es waren in der Regel gefangene Feinde — unterließen. Der kultische Volksstamm ist ein sehr alter; auf den Schilden führten Kattenfürstcn den Löwen, eine edle Katze, welche heute noch das Wappentier der hessischen Fürsten ist. Je einfacher ein Wappen ist, desto älter ist das Geschlecht, welches dieses einfache Wappen führt, das kann man als allgemein zutreffend annehmen. Die Kutten verloren sich später unter die Franken und Alemannen und erhielten nadji und nach den Namen Hessen. Zum ersten Male kommt der Name „Hessen" wahrscheinlich in einem Briefe vor, den Bonifacius im Jahre 738 an den Papst todeb. Das Wort Katten ist wohl nur eine mundartlich verschiedene Form von Hessen. Wir toenbeit uns nach dieser kleinen Abschweifung zu den Dörfern Echzell, Bingenheim, Gettenau zurück; sie werden von Römerstraßeu durchschnitten, oder doch davon berührt. Als die Römer einsahen, daß sie in Germanien nicht mehr weiter vvr- dringen konnten, suchten sie das Eroberte festzuhalt-en. Zu dieseni Zwecke legten sie überall kleine ober größere Festungen an, verbanden diese durch- treffliche Straßen und schützten und bezeichneten ihre Grenzen durch: Gräben, welche- von den Germanen Pfahlgräben, oder auch- Pohlgräben und Teufelsmauern benannt wurden. Unsere Provinz Oberhessen wird von diesem Psahl- graben und vielen Römerstraßen durchquert. Der Ort Echzell aber hat nachweislich an zwei Römerstraßen gelegen. Die eine kommt nördlich- von Wohnbach und heißt die „Wohnbach-er Hoch- sttaße"; die andere kommt aus Südwest vom Schwalheimer Sauerbrunnen bei Friedberg, heißt auch „Hochstraße" (welches Wort in der Regel auf alte Römerstraßen hindeutet) und führt durch Echzell, die „breite Straße" bildend, nach Norden weiter. Dis Wohnbach-er Straße führt weiter nördlich nach Münzenberg, wo sie auf eine dritte Römerstraße trifft, die nach Melbach- und Dorheim zieht. Man sieht ans diesen kurzen Andeutnng-en, daß die Wetterau förmlich- von einem römischen Stratzenn-etze durchzogen war und daß Echzell an einem sehr wichtigen Punkte dieses Netzes lag. Vielleicht bars man auch sagen: an diesem wichtigen Punkte, wo die Römer eine kleine Festung angelegt hatten, wuchs E-ch-zell nach unb nach- heraus. Auf ber Ostseite bes Dorfes liegt ein kleiner Hügel, Grünberg genannt; er ist mit Bauschutt, Kohlen und allerhand Scherben vermengt, die auf römische Gesäß« Hinweisen. Es kann angenommen ioerben, daß hier eine römische Niederlassung stand/ welche später von den Germanen erobert und vollständig nieder- gebrannt wurde. Unsere Altvordern machten mit diesen römischen Bauwerken unb Anlagen kurzen Prozeß-: sie rissen sie zusammen unb legten Feuer daran. Derartige Anlagen von Grund aus! zu verwüsten, muß unseren alten Eisenfressern ein Hauptoer- gnügen gewesen sein, denn sie üerftanben es aus dem F. F., die stärksten Steinbauten umzustürzen. Es war ihnen ein Greuel, in steinernen Häusern zu wohnen. .Ihre Wohngelafse waren ans mächtigen Banmstümmen und starken Bohlen gezimmert, deren Ritzen mit Moos ausgestopft, deren Dächer mit Schilf und Schindeln gedeckt waren. Bald nachdem die Rönier Germanien verlassen hatten, begann die Völkerwanderung. Während dieser Zeit tourben allenfalls! noch übrig gebliebene römische Reste auf beut Lande vollends! vertilgt. Darnach- kamen die Franken in unsere Gegend, unterjochten die hier ansässigen Einwohner und nahmen die Ländereien als fränkisches Domanialgnt für ihre Könige in Besitz. Letztere; verschenkten derartige Besitzungen an ihre Großen, an Kirchen,- Klöster, Abteien und Bistümer, welch- letztere dazumal durch Verbreitung des Christentums, durch- ihre Geschicklichkeit in allerlei Handwerksarbeiten, durch- ihre Erfahrungen in Acker- und Gartenbau, durch ihre -Gelehrsamkeit in fremden Sprachen die Lehrer und Bildner unseres Landvolkes wurden und sehr wohltätig wirkten. Pipin der Kurze, Karl der Große, Ludwig der Fromme und ander« Fürsten schenkten den Klöstern und Abteien .Ländereien, welche mitunter so groß waren, wie der Kreis Gießen. Besonders begünstigt wurde die Abtei Fulda, welche von einem Freunde unb! Schüler Bonifacius (mit Namen Sturm) gegrünbet worben war. Bonifacius, der Apostel ber Deutschen — weil er vorzugsweise die Deutschen zum Christentume bekehrt hat, — stammte saus England, war um das Jahr 680 zu Kirton in Devonshire (Englanb) geboren unb hieß ursprünglich Wiefried. Er organisierte bie Bistümer Freising, Regensburg, Erfurt, Würzburg, -Eichstädt u. a. m. unb ^errichtete Klöster und Kirchen zu Fritzlar, Ohrbruff, Amöneburg, sowie die Kirche zu Fulda. Für die Kirche unb Abtei Fulda taten bie Karolinger viel. Karl der Große, Lu-bwig ber Fromme hrch- Karl der Dicke schenkten dem Kloster Fulda schöne Ländereien in der Wetterau und diese Schenkungen der drei'Kaiser wurden später unter dem Namen: „die Fulbische Mark" zusammengefaßt. Sie setzte sich nach unb nach aus den Gemarkungen Echzell, Dauern- heim, Berstadt, bann auf dem linken Horloffufer: Bisses, Bingenheim, Blofelb und Leibhecken, sowie Gettenau und Reichelsheim! auf dem rechten Horloffnfer, zusammen. Welcher Wert da herauskommt unb wie groß bie Bedeutung dieser Schenkung ist, davon macht sich der freundliche .Leser am! besten dadurch einen Begriff, daß- wir ihm die Seelenzahl der Dörfer aus neuester Zeit (siehe Band 38 Heft 3 der hessischen Landesstatistik) hier anführen: Echzell hat 1564 Einwohner; Berstadt 953; Bingenheim 653; Bisses 302; Blofeld 262; Dauern- heim 864; Gettenau 527; Leidhecken 379; Reichelsheim 822; macht zusammen 6326 Einwohner. So viel hat bas ganze Fürsten- tum Lichtenstein nicht; es ist auch nicht so viel wert wie dieser, in fruchtbarster Gegend der Wetterau gelegene Besitz. _ Um die Zeit, als diese Gemarkungen an bas Kloster Fulda! verschenkt wurden, war bie Bevölkerung selbstverständlich bei weitem nicht so zahlreich wie jetzt, das soll ausdrücklich hier bemerkt werden. Es gab aber auch schon Grafen unb Herren, nicht bloß Kirchen unb Klöster unb Abteien in dieser Gegend, denn in einer Urkunde! vom 10. August 817 unb in einer anbereit vorn 23. September 885 wird von beit Grasen Burcharb unb Meginwart in ber Wetteraul gesprochen. Diese Grafen waren jedenfalls fränkische Ebelleute, welche von ihren Kaisern in die Wetterau versetzt mnb hier mit »m < »»*■ u- <» L< — 12 — (1311) vor. (Fortsetzung folgt.) Grundbesitz bedacht worden waren. In diesen, .sowie, in einigen anderen Urkunden kommt um das Jahr 800 der Ort Achazz, Achizuvila (891), Echezila (817), Echezil (1235) und Echtzil Berlin bei Nacht in englischer Beleuchtung. Das berühmte Berliner Nachtleben beginnt dem nächtlichen Paris den Rang abzulaufen — das ist das Resümee der Eindrücke, die der englische Journalist Frtedrw William Wile bet der Beobachtung des dem Anmsement zugewandten Berlins gemacht hat. Er spricht in der Daily Mail von einer geradezu plötzlich erwachten Mode des Amüsements und selbst die internationalen Bergnügungsjäger begirlnen immer mehr, Pans untren zu werden. , c o .. . „Jener gründliche Kenner spannenden Vergnügens, der junge Engländer, hat aus seiner Suche nach nächtlichen Novitäten den Montmartre verlassen und zieht in stetig wachsenden Scharen 'zur Friedrichstraße. Und er wird in Berlin ein ebenso gern gesehener Gast, wie er es in Mvulin Rouge und den Folies Bergere gewesen" Aber die größte Armee der fröhlichen Nachtgänger stellen doch die Berliner. Das „lustige" Berlin ist lustiger als je. 'Es gibt heute in-der Reichshauptstadt doppelt so viel Nachtlokale, die nur zwischen Mitternacht und Morgengrauen ihre Pforten öffnen, als noch vor zwei Jahren: und jedes neue Etablissement, das eröffnet wird, scheint seine Vorläufer aii Große und Prunk tzu überbieten und steigt in erstauirlich kurzer Zeit zu Dividenden- zahlungen empor. Hat doch Berlin neuerdings sogar seine Nacht- zeitung, die abends, gegen Vs 11 Uhr erscheint und aus die gewaltigen Mengen der aus dem Theater in die Restaurants und Cafes flutenden Bergnügungsfreunde spekuliert. „Man kann sagen, daß die Berliner es mit ihrer nächtlichen Lustigkeit ernst- nehmen und selbst beim Amüsement „bei der Arbeit" sind. Demi das Berliner Nachtlebeir ist die organisierte Frivolität. Ihm fehlt noch völlig jene erlösende Ursprünglichkeit der Pariser. Es ist „systematisiert". Der Berliner stürzt sich mit einein Arbeitsprogramm in den Strudel der nächtlichen Vergnügen. Er hat sich gesagt: „Ich will das kolossalste und vollkommenste auf dem Gebiete lustiger und vergnügter Teufeleien feilt, das vollkommenste, was die Welt je gesehen". Und da er gründlich ist, widmet er sich auch rastlos der Erfüllung seines Ehrgeizes. Erfahrung vervollkommnet und ich bin fest überzeugt, daß eines Tages auch der Berliner ein anmutiger und Mangloser Flaneur sein wird. Heute freilch ist er von diesem Ideal noch so weit entfernt wie Berlin von Honolulu." Ein amerikanischer Humorist behauptete einst, der Berliner scheine zum Essen und Trinken organisiert. Das war vor fünf Jähren. Heute ist der Berliner in erster Linie für das Nachtleben organisiert. „Und das ist nicht nur sein Ziel, das ist auch ihr Ziel, denn die Gemahlin des Berliners strebt mit dem gleichen glühenden Eifer wie er dazu, die Dinge auch bei Nacht zu sehen. Sie entfaltet eine verblüffende Fähigkeit, wach zu bleiben und 5 Uhr morgens ihre sechste oder siebente Erfrischung zu sich zu nehmen. In keiner Beziehung hat die Emanzipation der „Hausfrau" eine solche Vollkommenheit erlangt." Das äußert sich schon int gesellschaftlichen Leben. Kopfschüttelnd berichtet der Engländer, wie man in Berlin auf 8 Uhr zum Diner geladen ist. „Wenn du bann verspätet um Uhr kommst, bist du her erste auf dem Schauplatz. Die Eingeweihten (kommen erst zwischen 9 und V>10 Uhr und,nicht vor 10 Minuten vor 10 Uhr reicht man endlich der Tischdame den Arm, um sie zur Tafel zu geleiten. Die Quantität spielt bei deut! modernen Berliner Diner eine geringere Rolle als die Qualität, die ganz ausgezeichnet ist. Aber höchst wahrscheinlich wirst du nur um Mitternacht bei deinem Achttchr-Abeiidessen sitzen und gegen Val Uhr erreicht (man schließlich den Kaffee utid die Zigaretten. Wenn du fremd bist, glaubst du vielleicht, daß du etwa in einer Stunde nach Hause gehen wirst. Dann aber um Vs2 Uhr nachts beginnen erst die Schwierigkeiten. Die deutsche Gastgeberin will nichts von einem Fortgehen hören. Du seist gelangweilt, sagt sie dir, sonst würdest du nicht daran denken, so „früh" zu gehen. Wenn du nicht auf einer deutschen Gesellschaft die ganze Nacht über bleibst, beleidigst du deine Gastgeber und wirst sicherlich von ihrer Einladungsliste gestrichen." Der Berliner Abend beginnt um 10 und endet nicht vor 4 Uhr früh. vermochte». * Die Volksbildung in R nßland. Man schreibt uns: Während die wissenschaftliche Bildung in Rußland von Jahr zu Jahr tieter sinkt, befindet sich die Volksbildung in so erstaunlicher Entwickelung, daß die Zahl der Analphabeten, die bis vor kurzem aus etwa 60 v H. beziffert wurde, in absehbarer Zeit erheblich fallen iniiß. Das Volksschulwesen in Rußland hat sich in den letzten fünfzehn Jahren ganz außerordentlich gehoben. Die russische Volksschule wurde in der zweiten Diilite des neunzehnten Jahrhunderts gegründet, als das Manifest über die Aufhebung der Leibeigenschaft erschien. Bis zum Jahre 1860 besaß Rußland nur 4077 Volksschulen. Als im Jahre 1864 die Semstwo gegründet wurde, stieg die Zahl gegen Ende der sechziger Jahre aui 22 770 Schulen mit 1140 <»15 Schülern. Unter Alexander III. nahm öie Volksschule einen weitete» Aufschwung; zu Ende seiner Regierung gab es bereits 43 o85 Schulen mit 2 970 000 Schülern. In der gegenwärtigen Regierungsevoche förderte die Regierung das Bit» dungswesen des Volkes auf mannigfache Weise. So wurde den von der Semstivo eröffneten Schulen eine jährliche staatliche Zuwendung von 3'0 Rubeln für je 5 i zuteil und ebenso bewilligte die Krone Zuschüsse zum Gehalt der Bolksichullehrer. Es gibt zuizeit 100 295 Elementarschulen mit 154 177 Lehrern und Lehrerinnen und 6 180 510 Schülern; von diesen Schulen sind 56 910 in der Regierungszeit des gegenwärtigen Zaren eröffnet worden. Tie Geiverkselementarschulen wuch en in der gleichen Zeit um 1525 Anstalten tmb beziffern sich jetzt im ganzen auf 2748. Tie wirtschaftlichen Verhältnisse der Lehrer lassen allerdings noch sehr viel zu ivünjchen übrig; hier ist schleimige Verbesserung dringend notivendig. Tnrcbschnutlich stehl sich ein russischer BoUsk lml- lehrer aui 344 Rubel Grundgehalt. Nach fünf Jahren erb^lt er 3ti9 Rubel, nach zehn Jahren 441 und als Maximalgehctrt 540 Rubel. * Die Züchterin der Polar Hunde. Der Ansturm aus die Pole durch so zahlreiche Forscher hat einen merkwürdigen Frauenberuf gezeitigt: Airs Johnes Scott in Crove Park, einer Londoner Vorstadt, züchtet Eskimohunde zum Berkatif mi die Polar- fahrer. Sie geht dabei mit derselbeir Sorgfalt vor ivie nur die Hundezüchter, die die verwöhnten kleinen Lieblinge iür die vornehmen Damen der Gesellschaft heranziehen. In ihren Hundehütten hat sie eine Anzahl sorgfältig ausgewählter Eskimohunde von reinstem Blute, deren Sprößlinge vom ersten Tage an in jeder Kleinigkeit überwacht und für ihten künftigen Beruf vorbereitet iverden. Airs. Scott gibt ihren Hunden keine Fleischnahrung außer Pemmtcan, dem harten Fletschknchen aus den besten Teilen der Tiere, der »ür die Ertiährung der Polarretienden eine so große Rolle spielt, und getrocknetem Fisch, den sie aus Norwegen kommen läßt. Ein großer Teil der Nahrung besteht ferner aus besonders vorbereitetem Biskuit. Die Tiere find schneller an neue Herren zu gewöhnen als die Eskimohunde und sind übcrhattvt gut gezogen, so daß sie nicht so leicht die Nahrungsvorräte der Expeditionen in Gefahr bringen wie die wild ansgeivachsenen. So ist es verständlich, daß Mrs. Scott guten Absatz findet und schon für eine Reihe arktischer Expeditionen die Hunde geliefert hat. * Folgen der Aufklärung. Onkel Jack: „Also der Storch hat Dir heute. Nacht ein kleines Brüderchen gebracht, Bobbie?" Der kleine Bobbie (verächtlich): „Du tätest gut, mal Morgen mit in die Schule zu 'kommen und eine Stunde sexuelle Aufklärung bei uns mitzmtehmen." * Wer zuerst kommt . . . Die junge Schöne hat die höchste Sorgfalt auf ihre Toilette verwendet und betritt nttti den Salon, wo sie ihr kleines Schwesterchen ans dem Schoß eines jungen Herrn findet. „Aber, Mabel," ruft sie entrüstet. „Sck)ämst Dtt Dich denn nicht? Geh sofort runter!" „Was willst Du denn?" murrt die Kleine, „ich bin doch zuerst oben gewesen." __________ Schachaufgabe. Schwarz. abedefgh abedetgh 8 8 6 6 5 5 3 3 2 Weiß. Weiß setzt mit bein dritten Zuge Platt. .Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer: Tubercnltn — Hunte - Eutncres — Oicnjctiinu — Ourhai» — Otto — Liegenwnriu; Theodor 'Di o m in s e n. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.